Vandaag nog eens een Duitse frontdichter. Karl
Bröger (1886-1944) behoorde tot de zgn. Arbeitdichter.
In 1910 publiceerde hij zijn eerste gedichten in de Suddeutschen Monatshefte. Twee jaar later verscheen zijn eerste
gedichtenbundel Gedichte. Bröger
werd in 1914 gemobiliseerd maar raakte al in oktober zo zwaar gewond dat hij in
december 14 als ongeschikt uit de militaire dienst werd ontslagen. De oorlog
en de hiermee gepaard gaande gruwel hebben zijn werk getekend en hij zou met
zijn humanistisch-expressionistisch werk één van de belangrijkste pacifistische
dichters van zijn generatie worden. Het onderstaande gedicht komt uit zijn
bundel Flamme Gedichte und dramatische
Szenen die in 1920 van de persen rolde.
Phönix
Durch die
Leichengebirge der Zeit
keucht der letzte tote Soldat zum Gipfel der Ewigkeit.
Vom Schädelberg, höher als alle Berge der Welt,
späht er, die Hand vor den Augen, und seine Stimme gellt.
»Hier auf höchstem
Gipfel des Grausens will ich stehn,
einen Menschen nur, einen einzigen Menschen zu sehn.
Doch nur tote Soldaten erspäh ich fern und nah.
Ist denn kein Mensch, kein lebendiger Mensch mehr da?..
Künde dich, Bruder, ob weiß oder schwarz von Haut,
daß mein Blick ein belebtes Antlitz schaut! ...«
Durch die Klüfte
des Himmels brechen sich Flammen den Lauf,
aus den Schluchten von Leichen züngeln Feuer herauf,
und der Rufer, von Sehnsucht nach seinem Menschen erfüllt,
steht ganz in Brand und heilige Lohe gehüllt.
Seine Uniform mit
allem bunten Ballast
wird von den Flammen ergriffen, wird von der Glut erfaßt.
Als sie knisternd verkohlt von seinem Leibe sinkt,
sieht er in Asche den toten Soldaten, der Abschied winkt.
Auf dem
Schädelberge, in lauterer Feuer Schein,
steht ein nackter Mensch, schuldlos und sündenrein,
ohne Geschütz und Granaten, ohne Dolch und Gewehr ...
Wie am Schöpfungstage blickt er um sich her.
Faßt mit sinnender Liebe im großen Kinderblick
die zerstörte Welt und ihr blutiges Geschick
und durch Tod und Grauen, durch Trümmer und schwelenden Brand
schreitet er federnden Fußes in neues Menschenland.
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