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Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
(1808-1888)

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Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH
(1833-1900)
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Rabbiner Dr. Salomon BREUER
(1850 - 1926)
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Rabbiner Dr. Raphael BREUER
(1881-1932)
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Reb Julius HIRSCH
(1842-1909)
Jubelsinget, Gerechte, in Gottesanschauung, den Geraden geziemt Thatenoffenbarungslied (Psalm 33)

ברוך הבא!    السلام عليكم!

 

Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Thora tegen nationaal-jodendom (sionisme)


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’études rabbiniques YECHOUROUN, Thora contre national-judaïsme (sionisme).

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Thora. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus).

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Thora against Nationaljudaism (Zionism).

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

Inhoud blog
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt CHUKASS
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Chukass
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Chukass
  • „Misrachistische Begriffsverwirrung“ Jüdische Monatshefte 1918 Heft 3 u. 4
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER: „Ein judisch-geschichtlicher Wegweiser”(7)
  • Psalm 106,32 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Chukass
  • Rabbiner Dr. Raphael BREUER 'S.R. HIRSCH und der Chassam Sofer'
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt Kaurach
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Kaurach
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH: Kommentar Segenspruch „…der dem Hahne Verstand gegeben zu unterscheiden....“
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER: „Ein judisch-geschichtlicher Wegweiser”(6)
  • Sprüche 24,21 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Kaurach
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt SCHELACH LECHO
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar Schelach lecho
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Schelach Lecho
  • Samson Raphael HIRSCH: Kommentar zur Gebet „Leaulom“
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER: „Ein judisch-geschichtlicher Wegweiser”(5)
  • Sprüche 18,21 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Schelach
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt BEHAALAUSS'CHO
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar Behaalaus'cho
    INTERESSANTE LINKS
  • ANTIQUARIAAT BOEKHANDEL SPINOZA
  • 'DER ISRAELIT'
  • Mehrsprachige Seite „Yakov RABKIN, Historian and Author“
  • MUSLIM BRIDGES
  • Int'l Middle East Media Center
  • EUROPEAN JEWS FOR A JUST PEACE EJJP
  • The Palestine Information Center (PIC)
  • www.islamverurteiltantisemitismus.com
  • PALESTINA IN DE MEDIA
    NOG MEER INTERESSANTE LINKS
  • PEACE PALESTINE (UK)
  • CENTRE D'INFORMATION PALESTINIEN
  • PALESTINE CHRONICLE
  • DESERTPEACE
  • TIKUN_OLAM
  • International Middle East Media Center
  • PALESTINIAN CAMPAIGN FOR ACADEMIC & CULTURAL BOYCOT
  • INTERNATIONAL SOLIDARITY MOVEMENT GERMANY
  • JEWS OF LEBANON
  • ALAN HART DIARY
    NOCH MEHR INTERESSANTE LINKS
  • COMPACTMEMORY.DE
  • MONDIALISATION.CA
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    62 JAAR NAKBA, 62 JAAR THORAVIJANDELIJKE ZIONISTISCHE STAAT, WEG ERMEE!
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    Rabbiner Josef Chaim SONNENFELD
    (1848-1932)

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    Dr. Jacob Israël DE HAAN
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    JESCHURUN
    Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus)
    25-01-2021
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    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

     

    …

                            IV. DIE WIRKUNGEN DES ZIONISMUS

    …

    b) Zionismus und Religion.

     

    …Es ist bereits auseinandergesetzt worden, daß Zionismus und Religion Gegensätze sind. Praktisch wird das nun dadurch gefährlich, daß auf diese Weise der Typus des religionslosen Juden  entstanden. Wer sich früher jüdisch betätigen wollte, müßte irgendeine Stellung zur Religion  einnehmen. Heute ist das nicht nötig.  Heute kann man als Nationaljude erklären, daß man gar nichts glaube, daß man die Religion nicht für einen wesentlichen Teil des Judentums halte, und man wird trotzdem  als Jude anerkannt,  wird trotzdem zu den höchsten Stellungen berufen, die das Judentum vergeben kann, und erhält Einfluß auf seine Geschicke.  Der Zionismus sanktioniert unbewußt den Atheismus, dem ein großer Teil unserer Jugend verfallen ist, und er züchtet Gegnerschaft gegen den Glauben und die, welche ihm anhängen. In Österreich ist diese Erscheinung so stark aufgetreten, daß viele jüdische Elemente sich von diesen national-jüdischen Ausschreitungen angewidert fühlten und sich energisch von der Bewegung zurückzogen. Der Zionismus hat natürlich diese Meute, die ihm durch die Ehrlichkeit das Geschäft verdarb, zurückgepfiffen;  aber das war nur Formsache, der Geist ist der alten geblieben, weil es der Natur des Nationalismus entspricht.

    Da nun der Zionismus das Judentum als nicht mit dem Begriffe Religion unzertrennbar verknüpft ansieht macht er jede nachhaltige Bekämpfung der Taufe unwirksam. Er kann sie nur unter dem  Schlagwort bekämpfen, sie bedeute unter den heutigen Verhältnisse eine feige Fahnenflucht. Wir anderen aber haben das weit wertvollere, weil positive und dauernde Argument,  daß sie die Taufe ein Verleugnen und Verlassen  der Religion der Zukunft und damit  ein Verrat an ewigen Gütern ist. Dem Zionisten, der den Abfall bekämpft , kann der Täufling leicht sagen, daß er trotz seine Taufe im Herzen ein guter Jude, ein nationaler Jude bleibt. Mit uns aber  ist das Band  durch den Übertritt auf ewig zerrissen. Im Orient, in Österreich sind einzelne solcher Fälle zu verzeichnen und zu belegen; In Rußland aber sind sie sehr häufig. Dort hat sich ein immerhin nicht geringer Teil der jüdischen Jugend unter dem Druck taufen lassen und hat kein Empfinden für das Schmachvolle ihrer Handlungsweise und nennt sich noch stolz national-jüdisch!  Das sind die Folgen des Zionismus, die jedem die Augen öffnen müssen. Wie lange wird es noch dauern , und dieser schamlose Unfug entsetz uns auch In Deutschland!  Auch uns werden die Waffen aus der Hand geschlagen sein, da jeder Täufling uns hohnlächelnd  sagen wird, er sei zwar getauft, aber dennoch Jude, sogar ein besserer als wir, denn uns sei das Judentum nur Religion, nur abergläubischer Firlefanz, ihm aber sei es mehr, ihm, den echten Juden, sei es Nation!

    Der Zionismus fördert auch die religiöse Heuchelei. Er ist ein Todfeind des Liberalismus, indem er instinktiv einen  Gegner erkennt,  der ihn durchschaut hat. Nun steht es fest daß  - mit Ausnahme der orthodoxen Misrachisten – jene Zionisten, die noch religiöse Interessen haben, durchaus auf liberalem Boden stehen und es ergibt sich daraus eine doppelte Heuchelei. Zunächst bekämpft der liberale Zionist aus taktischen Gründen, seinen eigenen religiösen Gesinnungsgenossen, und dann unterstützt er die Orthodoxie, die ihm wesensfremd ist und mit der ihn nichts eint wie der glühenden Haß gegen den Liberalismus. So entsteht das widerliche Schauspiel, daß der atheistische oder  liberale Zionist sich zum Verfechter orthodoxer religiösen Forderungen macht, über  die im Herzen lacht, die ihm zum mindesten gleichgiltig sind, daß er die Religion zum Kampfmittel macht, zum politischen Tauschobjekt herabwürdigt. Wenn auf diese Weise in das religiöse Leben die Politik mit ihren unangenehmen Nebenerscheinungen der Unehrlichkeit und Heuchelei getragen worden ist, so ist das eine der  deutlichsten Wirkungen, die der Zionismus ausgeübt hat.

     

    …

    (wird fortgesetzt)

     

    Erschien bereits in Jeschurun Judentum gegen Zionismus in Folgen, als Teil unseres Studienprogramms  Jahrgang 5770/5771

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    25-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    24-01-2021
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    STERN Ludwig

    Direktor der israelitischen Schule, Würzburg

    Der Zug durchs Rote Meer






    Zu lesen in Beilagen:

    Quelle:

    „Die biblische Geschichte für die israelitische Schuljugend erzählt“

    7. verbesserte Auflage, Verlag von J. Kaufmann Frankfurt/Main 1887 – 5647

    Bijlagen:
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    24-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    בשלח

     

    שבת שירה:

     

     

    Dieser Sabbat wird שבת שירה (Sabbat des Lobgesanges) genannt, weil an ihm der Lobgesang der Jisraeliten bei ihrem Zug durch das rote Meer aus der Thora vorgelesen wird.

     

    ויגער בים-סוף ויחרב, ויוליכם בתהמות כמדבר:

     

    Er herrschte das Schilfmeer an,  und es ward trocken, und durch Fluten führte er sie wie durch Wüste“

    Psalm 106, 9  Übersetzung Samson Raphael Hirsch .

     

    1.

    Sie singen dankend Jubellieder,

    Befreit von schwerem Sklavenband,

    Und von den Höhen hallt es wieder:

    Erlösung hat der Herr gesandt.

    2.

    Vergebens stürmen Feindesscharen,

    Vergebens tobt ihr Mordgewehr;

    Denn Gott, in Dessen Schutz sie waren,

    Versenkt den Feind ins tiefe Meer.

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 180  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    24-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    22-01-2021
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

                      (1808-1888)

     

    בא

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Bau

     

     

    Kap.11 V.2 Sprich doch in die Ohren des Volkes, daß jeder von seinen Bekannten und jede von ihrer Bekannten sich silberne und goldne Geräte erbitte.

    V.3 Und Gott gab die Gunstwürdigkeit des Volkes in Mizrajims  Augen, auch der Mann Moschee war im Lande Mizrajim sehr groß, in den Augen der Diener Pharaos und in den Augen des Volkes.

     

    Kap. 11 V. 2.und 3 Die im vorigen Verse ausgesprochene Bestimmung, daß Pharao sie völlig und für immer forttreiben wird, ist ein fernerer Beweis für die schon oben zu Kap. 3, V. 22, nachgewiesene Bedeutung des שאל מאת (nicht מעם) als: sich etwas zum Geschenke, nicht zum Darlehn, erbitten. נא .דבר נא setz immer ein Widerstreben bei dem anderen voraus. Siehe 1B.M.12,13 אמרי נא usw. Es hatte eben das Volk in der eklatantesten Weise seine sittliche Gelegenheit erprobt. Drei Tage lang waren in Blindheit gefesselt ihre Dränger ihnen ohnmächtig preisgegeben; drei Tage lang ihnen alle ihre Schätze in deren Wohnung offen gestanden, und kein Jude hatte die Gelegenheit benutzt, auch nur eine höhnende, neckende Rache an ihnen zu üben, keiner weder eine Person noch eine Stecknadel angerührt. Diese sittliche Größe ließ Gott eben in dem Augenblick, als den Egyptern wieder das Augenlicht gewährt ward und sie alles Ihrige unangetastet fanden, endlich den Widerwillen der Egypter gegen die Ebräer besiegen und mehr noch als die Wunder, die er geübt, machte diese sittliche Größe seines Volkes den Mann Moses in den Augen der Egypter groß. Es mochte wohl Moses und dem Volk widerstreben, diesen sittlichen Sieg wieder einigermaßen durch solchen Bitten aufs Spiel zu setzen.

    Allein es war Gottes Willen, daß sein Volk nicht arm ausziehen sollte – waren doch alle die im Sklavendienst dahingegangenen Geschlechter völlig außer Stande gewesen, das Geringste für sich zu erwerben, und der erste Grundstein zum Wohlstand seines Volkes sollte durch die Anerkennung seiner sittlichen Größe abseiten seiner bisherigen Verächter erworben und geweiht sein. Daher dies: נא. Dabei drängte die Zeit. Zwölf Stunden waren nur noch bis zum andren Mittag. Daher: דבר נא באזני העם, rede ihnen zu, bewege sie zu diesem Schritte. Während daher Moses von Pharao stand und in dem Augenblicke, in welchem Pharao Moses mit dem Tode bedrohte, beeilte sich das Volk schon zum Auszuge vor und feierten er und sie draußen den größten moralischen Sieg über ihre Herren und Dränger, die mit dieser anerkennungsvollen Freigebigkeit eine, wenn auch immerhin kleine Sühne der Vergangenheit zu zollen sich bewegen fühlen möchten. Aus dieser Erfüllung lernt sich die hohe moralische Bedeutung der Verheißung: ואחרי כן יצאו ברכוש גדול.

     

    V.7 Allen Söhnen Jissroéls aber vom Menschen bis zum Vieh wird kein Hund seine Zunge regen; damit ihr erkennet, daß Gott wunderbar scheidet zwischen Mizrajim und Jissroél.

     

    V.7 …Kein Hund wird seine sonst so fleißige Zunge in Bewegung setzen. Bis zum Tier hinab wird nicht nur niemand Israel etwas Leides zufügen, nicht einmal eine wenn auch ohnmächtige feindselige Regung, wie das Anbellen eines Hundes, wird gegen sie rege werden. Bis zum Tier hinab wird alles von stillem Respekt vor dem jüdischen Menschen erfüllt sein. Ganz ähnlich heißt es in Josua 10,21 לא חרץ לבני ישראל לאיש את לשונו, und zwar dort nicht bloß von Hunde.

     

    Kap. 12 V.1 Da sprach Gott zu Mosche und Aharon im Lande Mizrajim also:

    V.2  Diese Mondeserneuerung sei euch Anfang von Neumonden; er sei euch der erste unter den Monaten des Jahres.

     

    Kap. 12 V.1-2 Da, also noch im Lande Mizrajim, gab Gott dem Moses und Aaron eine neue Sendung in dem Kreise des eigenen Volkes, deren Erfolg gesicherter sein soll. Bis dahin waren Moses und Aaron die Gottesgesandten für Jissroél an Pharao, sie werden fortan die Boten Gottes an Jissroél, und diese ihre Sendung schließt sich eng ihrer Sendung an Pharao an…

    Wie Gott dem Noa von der wiedergeschenkten Erde den Blick zum Himmel rief und ihm den Regenbogen zeigte und sprach: זאת אות הברית, dies sei fortan das Wahrzeichen meines Bundes mit der einer neuen Zukunft geschenkten Erde: so rief Gott in Mizrajim, an der Schwelle der neuen jüdischen Zukunft, Moses und Aaron hinaus, zeigte ihnen den Silberstreif des sich erneuenden Mondes und sprach: Diese Erneuerung werde euch zum Anfang von Neumonden, wörtlich: zum Anfang von Erneuungen, und er, der jetzt damit beginnende Monat, sei euch der erste unter den Monate des Jahres! Es sind zwei מצות, die in diesem Verse enthalten sind: קידוש החדש על פי ראית הלבנה בחידושה Bestimmung des Monatanfangs mit dem Sichtbar werden des Neumondes und: die Reihenfolge der Jahresmonate mit dem Erlösungsmonate, dem Nissan, beginnen lassen…

    Daraus, daß geboten ist, die Monatsanfänge nach wirklicher Wahrnehmung des wiedergekehrten neuen Lichtes zu bestimmen, מצות לקדש על פי ראיה , haben diejenigen, welche die jüdische Vergangenheit nicht tief genug in dem Bewusstsein der zeitgenössischen Gegenwart herabsetzen zu können vermeinen, den Unsinn doziert, es habe uranfänglich die astronomische Kenntnis des Mondumlaufs den Juden gefehlt, eine Berechnung des Mondumlaufs hätten sie erst nach vielen Jahrhunderten von den Griechen zu lernen gehabt, und sich bis dahin mit dem rohen Notbehelf jedesmaliger Erwartung der neuen Erscheinung begnügen müssen. Wir haben dies ein Unsinn genannt, weil sich ja auf bloße Wahrnehmung des neuen Mondes gar keine Zeitrechnung gründen lässt, da ja beide bei bewölktem Himmel Wochen vorübergehen könne, ohne daß eine solche Wahrnehmung möglich wäre, ja, schon das bloße Abwarten einer solchen Wahrnehmung eine Berechnung der Möglichkeit voraussetzt. In der Tat lehrt auch ת"שב"פ, daß den Bestimmungen der Monatsanfänge die Berechnung der Momentes zu Grunde lag und an den Ergebnissen dieser Rechnung die Aussagen der Zeugen über die Wahrnehmungen zu kontrollieren waren, sowie daß, wenn am dreißigsten Tage keine Zeugen erschienen waren, dann der einunddreißigste Tage ohne Wahrnehmung zum Monatsanfang wurde (Siehe R.H. 23, 24, 25). Konnte doch schon David zum Jonathan sagen: הנה חדש מחר, er wusste also schon am Tage zuvor, aß des andern Tages Monatsanfang sein werde (Sam. I. 20,5). Ja, es ist aus dem ויהי ממחרת החדש השני (daselbst 27) ersichtlich, ass schon zu Sauls Zeiten auch zwei Tage ראש חדש gefeiert worden, ganz wie bei uns, eine Einrichtung die nur auf der Berechnung des Mondumlaufs hervorgehenden Abwechslung des מלא und חסר beruht…

    Eine Vergegenwärtigung der „die Heiligung der Monatsanfänge“ betreffenden Bestimmungen lehrt ja ohnehin, daß Bedeutung und Zweck dieses Gesetzes ein ganz anderer und höherer sein müsse, als eine astronomische genaue Regulierung der Zeitrechnung, daß die genaueste astronomische Berechnung dieser Bestimmung allerdings zu Grunde liegen, daß es aber nicht der planetarische Vorgang ist, der unsere Monatsanfänge fixiert und dem unsere Monatsanfänge fixiert und dem unsere Neumondsfeier gilt. …Dieser, den Monatsanfang bestimmende Gesamtheitsanspruch ist eben das, worauf das Gebot: אלה מועדי ד' מקראי קדש אשר תקראו אתם במועדם (3 B.M. 23,4) sich bezieht, und es ist eben der Begriff מועד der, wie uns scheint, alle diese Bestimmungen zu Grunde liegt. …

    …Nicht die Konjunktion, nicht das Wiederzusammenfinden des Mondes und der Sonne und die Neubestrahlung jenes von dieser bewirkt den Monatsanfang und nicht ihr gilt die Neumondsfeier. Vielmehr mit jedem Wiederzusammenfinden des Mondes mit der Sonne und seiner Wiederneubestrahlung von ihr will Gott, daß sich sein Volk wieder zu Ihm finde und es Neubestrahlung von seinem Lichte empfange, wo und wie immer es auf seiner Laufbahn der Verdunklung erlegen. Das Wiederzusammenfinden des Mondes mit der Sonne ist nur Vorbild und Veranlassung unseres Wiederzusammenfindens mit Gott, die Erneuung des Mondes Vorbild und Veranlassung unserer Erneuung. Moëd ist buchstäblich: Konjunktion…

    … Daher aber auch die ganz besonders wesenhafte Bedeutung des י"ט שני gerade für die Zeiten die –leider – בקי בקביעא דירחא sind. Es kann nämlich nur die beschränkteste Unkunde in unserm בקיאות בקביעא דירחא, d.h. in den Umstände, dass wir nicht mehr im Zweifel über den jedesmaligen Monatsanfang sind, einen zu bejubelnden Vorzug erkennen. Diese unsere Gewissheit resultiert ja nur aus dem beklagenswerten Umstande, daß wir durch Zerstreuung einer durch סמיכה autorisierten Gesamtheitsrepräsentanz entbehren, die auf Grund jedesmaliger Wahrnehmung, ע"פי ראיה unsere Monatsanfänge für die Gesamtheit heiligend bestimmen könnte. Dadurch fehlte unsern Neumonde und Moadim aber der wesentlichste Charakter, der sie zu unsern Neumonden und zu unsern Zusammenfindungszeiten mit Gott weihet, wenn nicht die weise Voraussicht unserer letzten Gesamtheitsrepräsentanz in Hillel den Jüngern diesen Mangel durch heiligende Ansetzung aller Monatsanfänge für alle Zeiten der Zerstreuung bis zur einstigen Wiedersammlung subsidiarisch abgeholfen hätte. Eben aber weil in dieser Golazeit unsere Monatsanfänge und demgemäß unsere Moadim von vornherein fixiert und dadurch einen unabänderlichen Kalenderlauf gegeben scheinen, würde unsere Neumond – und Moadimfeier Gefahr laufen, das Gepräge jener freien Festsetzungen zwischen Gott und seinem Volke völlig zu verlieren und dem entstellenden Scheine eines gebundenen Naturkultus zu erliegen, wenn nicht eben unser zweite Feiertage die Erinnerung an das ursprüngliche קידוש ע"פי ראיה  und die freie Feststellung durch unsere Gesamtheit festhalten würden. Stammen sie ja aus jene bessere Zeiten, in welchen unsere Gesamtheit noch ihre Repräsentanz hatte, auf deren Bestimmung alle Fernen wegen Feststellung ihrer Feier ausblickend harren mussten und eben in jenem Hinblick sich als Glieder eines großen Ganzen und ihre Feier als freie Festsetzungen begreifen konnten, in welchen Gott und sein Volk sich zusammenfinden sollten….  Es ist daher eine völlige Wahrheit, daß für Jissroél in der Zerstreuung erst die Feier des zweiten Tages dem ersten seinen geheiligten jüdischen Charakter sichert

    22-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    21-01-2021
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                     (1833 – 1900)

    הפטרת פרשת בא

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes BAU

     

    Jeremias Kap.46, Vers 13

     

    Auch diese Haftora weist wie die vorige auf das Gottesgericht hin, daß durch Nebukadnezars Arm an Ägypten vollstreckt wird. Auch sie weist auf eine Wiedererhebung Ägyptens hin und deutet die vom Propheten Ezechiel ausdrücklich ausgesprochenen Beschränkung mit den Worten an: „Wie in den Tagen frühester Vergangenheit“, da es nämlich noch keine Großmacht war. Nachdem so das Prophetenwort wie das vorige Gottes Hand in den Geschicken der Völker waltend gezeigt hat, lenkt es den Blick auf das große weltgeschichtliche Exil Jissroéls und spricht dem unter die Völker zerstreuten Jakobsvolke Mut zu und weist es auf den einen Talisman hin, dessen Erlang und Bewahrung überall und zu allen Zeiten in seiner Macht stehe. Dieser Talisman heißt: עבד ה' Diener Gottes sein. Du hast nur עבדי, mein Diener sein und werden zu wollen, so hast du nichts und niemanden zu fürchten. Denn sähest du auch die ganze Welt gegen dich in Waffen, und stündest ganz allein und keiner dir zur Seite: fürchte dich nicht, denn mit dir bin Ich, der Allmächtige. Wohl wird Vernichtung das Geschick sein, das du in deiner Umgebung sich vollziehen sehen wirst an denjenigen Kreisen der Völker, die in ihrer Entartung verharren und sich der Erhebung zur Reinmenschlichen, zu der auch sie erzogen werden sollen, beharrlich entgegenstemmen. Du aber wirst, so du dich als עבדי, als zu meinem Dienste berufen begreifst und dich meiner erziehenden Waltung hingibst, ebendeshalb von keinem Vernichtungsgeschick getroffen werden. Wohl werden auch dir schwere Leiden gefügt. Allein sie führen zum Leben, es sind Leiden der göttlichen Erziehung, die du von den Grabesgang der Vernichtung gehenden Völker zu erdulden hast. Deine machtstolzen Peiniger gehen dem Tode, du, ihr vermeintliches Opfer, reifst dem Leben entgegen. Denn Verwirklichung des צדק – das ist משפט – Verwirklichung des Menschenideals, das ist das Ziel, zu dem ich in diesen Leiden dich erziehe, und solange du dieses Ziel nicht erreicht hast, werde ich dich mit erziehendem Leide nicht verschonen.

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 220 - 221  Kommentar zu Jeremias Kap 46 V.13…) 

    21-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    20-01-2021
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    STERN Ludwig

    Direktor der israelitischen Schule, Würzburg





     

    Der Auszug aus Ägypten






     

    Zu lesen in Beilagen:

     

    Quelle:

    „Die biblische Geschichte für die israelitische Schuljugend  erzählt“

    7. verbesserte Auflage, Verlag von J. Kaufmann Frankfurt/Main 1887 – 5647

    Bijlagen:
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    20-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

    בא



    …

    Schwere Schickungen,עשר מכות , die Gott über Pharao verhängte, gingen der Erlösung des jüdischen Volkes voraus. Bis zur letzten Stunde jedoch verschloss sich Pharao dem Gotteswillen, die Geknechteten zu entlassen. Denn, wie es wiederholt heißt, Gott hatte Pharaos Herz verstockt hart, unempfindlich gemacht. Unbegreiflich, unfassbar erscheint auf den ersten Blick diese von Gott Pharao gegenüber geübte Waltungsweise. Hätten doch die „Plagen“ den erwünschten Zweck erreicht, wenn Gott nicht selber sie um ihre Wirkung gebracht und dem Pharao, indem Gott sein Herz verhärtete, die Freiheit seines Entschlusses genommen hätte. Haben die Weisen nicht recht, wenn sie zu dem Vers unserer Sidra כי אני הכבדתי את לבו die Bemerkung fügen: מכאן פתחון פה למינין לומר לא היתה ממנו לעשות תשובה den Gesetzverächtern sei hier die Gelegenheit gegeben zu behaupten, Gott selber habe nicht gewollt, daß Pharao תשובה tue, heißt es doch: „Ich habe hart gemacht sein Herz“ –

    Wir aber glauben, daß bei dieser Behauptung eine Verwechslung von Ursache und Wirkung vorliegt: nicht weil Gott Pharaos Herz verhärtete, musste Plage auf Plage folgen, sondern weil Plage auf Plage folgen sollte, musste Gott Pharaos Herz verhärten.

    בא אל פרעה כי אני הכבדתי את לבו Hierzu bemerken die Weisen: הה"ד כובד אבן ונטל החול וכעס אויל כבד משניהם dies sei der Sinn des Mischleverses (27,3): „Die Schwere des Steines, die Last des Sandes, die Auflehnung des Toren (gegen Gott) ist schwerer als beide“.

    ….

    ה' צדיק יבחן ורשע ואהב חמס שנאה נפשו Gott prüft den Gerechten; den Frevler und den, der Gewalttat liebt, hasst seine Seele“ (Ps.11) Mit diesen Worten hat der Psalmensänger die Wahrheit der jüdischen Anschauung gekündet, mit der sie jener so oft erörterten Frage begegnet צדיק ורע לו רשע וטוב לו wieso es komme, ass der Pflichttreue so oft zu leiden habe, während der Pflichtvergessenen das ungetrübte Glück lächelt. Und ihre Antwort lautet: Gerade den Pflichtgetreuen „prüft“ Gott durch Leiden, die ihn treffen, wie durch das äußere Glück, das der Böse erfährt. Hätte Pflichttreue alsbald äußeres Glück zur Folge , während jede Pflichtvergessenheit es verscherzte: Klugheit und Berechnung, nicht Pflichtgefühl wären die Beweggründe der menschlichen Handlungen, und die einzig wirkliche Bestimmung des Menschen, aus Pflichtgehorsam und nur aus Pflichtgehorsam das Gute zu üben und das Böse zu lassen, wäre nicht vorhanden. Die Leiden, die der Brave zu bestehen hat, sind somit ein Beweis der Liebe Gottes, ein Beweis des Anteils, den Gott an seiner sittlichen Vollendung nimmt, und je größer die sittliche Kraft, um so schwerer mag oft die Leidensprüfung sich gestalten. Es sind ja eben nicht die schlechtesten Schüler, denen die schwersten Aufgaben erteilt werden. Wenn daher einem notorisch Gesetzlosen und Gewalttätigen äußerlich ungetrübtes Glück beschieden ist, so ist das nicht ein Zeichen von Wohlwollen der göttlichen Vorsehung. Das Gegenteil ist der Fall. Es ist der göttlichen Erziehung nicht wert, weil nicht mehr fähig. Ginge es ihm schlecht, es würde ihm nicht bessern, würde ihn vielleicht nur zu noch verderblicheren Ausschreitungen hinreißen – Beurteilungen, die freilich nur dem das Innere schauende Gottesauge zustehen (Komm. das.)

    Diesem Gedanken hat aber, wie es scheint, der weise König (Mischle 27, 21-22) in einem treffenden Bilde sinnvollen Ausdruck verliehen: מצרף לכסף וכור לזהב ואיש לפי מהללו“Für das Silber der Tiegel, für das Gold der Ofen, und der Mann je nach seinem Ruhme“; אם תכתוש את האויל במכתש וגו' לא תסור מעליו אולתו „Stampftest du jedoch den Toren auch in der Stampfe, du würdest seine Torheit von ihm nicht entfernen können“ – Wenn du meinst, je größer die Pflichttreue, desto geringer die Prüfung, und je größer die Pflichtvergessenheit, desto schwerer die Prüfung, so irrst du gewaltig; denn je edler das Metall, desto größer der Läuterungsprozess, desto mehr sucht man es von allen ihm anhaftenden Schlacken zu befreien: מצרף לכסף für das Silber nimmt man einen Tiegel, וכור לזהב aber für Gold den Ofen, ואיש לפי מהללו so wird auch der Mensch entsprechend seiner Würdigkeit und dem edlen Gehalt seines Wesens geläutert und geprüft; denn אויל jedoch, den Toren, und so bezeichnet der Weise bekanntlich den für alle göttliche Lebenswahrheit Unempfänglichen, den unverbesserlichen Gesetzlosen, den prüft Gott überhaupt nicht, da bei ihm vor Gottes schauendem Auge jede Prüfung zwecklos sich erweist.

    …Jahrhunderte lang sah Gott lächelnd den verwerflichen Bestrebungen Pharaos zu, ließ Mizrajim, das entarteste Volk jener Zeit, zur kolossalen Macht emporwachsen, unter deren gewissenloser, unmenschlicher „Politik“ Unschuldige furchtbar zu leiden hatte. Aber es galt, den אבן ישראל für seinen künftigen Gottesberuf in leidvollem „Läuterungsprozess“ heranzubilden, und Pharaos und Mizrajims schließlicher Untergang hätte sich nie zu einer weithin sichtbaren, in alle Zukunft ragenden Bekundung des „allmächtigen Gottesfingers“ gestaltet, wenn Gott die mizrische Macht nicht restlos hätte sich entfalten lassen.

    המשל אומר מן שטייא לית הנייא אלא מן קצייא Dieses Sprichwort liefert die ausreichende Erklärung für die göttliche Waltung, wie sich in Mizrajim offenbarte: Solange unfruchtbare Bäume bestehen und wachsen, bieten sie oft nicht den geringsten Nutzen, gewähren keine Frucht, vielleicht auch kein Schatten und stehen wohl gar hindernd im Wege; ihr Nutzen setzt erst in dem Augenblick ein, da sie gefällt werden und ihr Holz mannigfachen Zwecken zugeführt wird – Und deshalb lässt man sie gerne bestehen, lässt sie machtvoll sich entfalten; denn je gewaltiger ihr Stamm sich emporreckt, desto reicher der Nutzen, wenn erst die Axt an sie gelegt wird. Pharao war allerdings der unfruchtbarste Baum, den man sich denken kann. Gott aber ließ ihn wachsen, seine majestätische Größe zum Himmel emporrecken, um ihn dann durch überwältigende Schläge niederzuschmettern. Wieviel Holz, wie viel „Brenn- und Baumaterial“ hat aber dieser Baum geliefert! Das ist das Feuern an dem wir heute noch unsere und unserer Kinder Herzen erwärmen, diese das Holz, das köstliche Werkzeug lieferte, mit dessen Hilfe der Lebensbau des Gottesvolkes errichtet ward!

    …

    למען תספר באזני בנך וגו' meint daher das Gotteswort in Eingang der Sidra: Wenn wir unseren Kindern von יציאת מצרים erzählen, dann sollen wir uns in unseren Erzählung nicht erst mit dem Moment einsetzen, da את אתתי אשר שמתי בם Gott unter gewaltigen Wundertaten „die Axt an den pharaonischen Riesenbaum legte“, sondern sollen ihnen vor allem erzählen את אשר התעללתי במצרים „wie Gott Mizrajim gegenüber lange spöttisch lächelnd sich verhielt“, lange als יושב בשמים ישחק das mizrische Unwesen gewähren und den „unfruchtbaren Baum“ üppig Emporschießen ließ –

    Von diesen beiden Momenten sollen wir unseren Kindern erzählen. Dieses התעללתי ist für unser jüdisches Bewusstsein nicht minder wichtig als die göttlichen אותות – Denn nimmer hätten die göttlichen Wundertaten uns zum Gottesvolk gewonnen, wenn ihnen nicht die Zeiten vorangegangen wären, in denen Gottes Waltung „התעללתי“ geübt hat.

    Auf beiden Waltungsoffenbarungen Gottes beruht unsere ewige Gotteserkenntnis: וידעתם כי אני ה'

    20-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    19-01-2021
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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

                (1881-1932)


          WAS HAT RABBINER HIRSCH UNSERER ZEIT ZU SAGEN?

    (6.Ablieferung)

     

    Rede gehalten anläßlich der am Vorabend des 27.Teweth 5691 von der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft in Frankfurt a. M. veranstalteten Jahreszeitgedenkfeier.

     

    Die zionistische Verweltlichung des Judentums, die Rabbiner Hirsch prophetischen Geistes vorausgeahnt hat, sie schreitet heute von Sieg zu Sieg. Denn auch der Einzug des Frauenwahlrechtes in die meisten jüdischen Gemeinden Deutschlands ist ja im tiefsten Grunde nichts anders als eine Folge der unaufhaltsamen Säkularisation dieser Gemeinden. Die Orgel war das Schiboleth des neologen Politizismus. Dieser neologen Politizismus übersieht, daß die jüdische Gemeinde geschichtlich aus ganz anderen Voraussetzungen hervorgegangen ist als irgendeine Kulturgemeinschaft auf Erden. In einem nach römischen Muster aufgebauten Staate, der nur eine Tugend kennt, die virtus des vir, die Männertugend im öffentlichen Leben, da können die Frauen ihre Gleichwertigkeit nur durch Gleichberechtigung im öffentlichen Leben erreichen. Das Judentum aber hat die römische Hochschätzung des öffentlichen Lebens grundsätzlich nie mitgemacht, das Judentum weißt nichts davon, daß politische Tätigkeit zu den angeborenen Menschenrechten zählt. Das Judentum betrachtet als die wichtigsten Grundlagen der menschlichen Gemeinschaft jene geistig-sittlichen Werte, die der Begriff des Hauses, der Ehe und der Familie umschließt. Und weil die jüdische Gemeinschaft ihren Schwerpunkt nicht im öffentlichen Leben, sondern im Leben des Hauses erblickt, darum ist im Sinne des Judentums die Ausschaltung der Frau aus der Politik keine Zurücksetzung der Frau, sondern eine Zurücksetzung der Politik. Und nur auf dieser Zurückhaltung der Frau im öffentlichen Leben beruht die Kraft unserer Frauen. Stark sind unsere Frauen, solange sie Frauen sind und Frauen bleiben. Doch weh ihnen und weh uns, wenn sie die Hoheit ihres Frauentums dadurch selber degradieren, daß sie die modernen Tendenzen der Vermännlichung der Frau sklavisch nachahmen, ohne zu bedenken, daß die Kulturmission der jüdischen Frau nur dem Wesen der jüdischen Gemeinschaft entspricht und daß sie nur im Rahmen unserer Thora ihres Lebens Kreise vollenden dürfen!

    So ungefähr stelle ich mir die Botschaft vor, die unser großer Rabbiner ז"ל den Frauen unserer Zeit zu überbringen hätte.

     

    V.

     

    Ich möchte schließen mit einem Worte des Midrasch Tanchuma zu Emor. Da ist von den Zadikim die Rede, die das Glück haben, ihrer Umwelt das Gepräge ihres Geistes aufzudrücken, die nicht nur מטיבין לעצמן sondern auch עושין פירות ומטיבין לאחרים sind. Sie werden verglichen לפעמון של זהב והגיל שלו של מרגליות mit einer Glocke aus Gold, deren Klöppel aus Edelsteinen ist. Die Tonhöhe und Reichweite einer Glocke ist vor allem bedingt durch die Beschaffenheit der Wandungen, an die der Klöppel schlägt: von der Qualität ihres Stoffes, von ihrer Größe und Stärke und nicht zuletzt von der Art ihrer Mischlung. – Wenn es Rabbiner Hirsch vergönnt war, zu jenen Zadikim zu gehören, die das Glück haben עושין פירות ומטיבין לאחרים zu sein, wenn die Stimme seiner Glockenbotschaft rein und voll erklang, so hatte auch die Beschaffenheit der Wandungen, an die seine Stimme schlug, so hatte auch die Kehilla, der seine Botschaft zu allererst gegolten, ihren redlichen Teil daran. Weil die Mischung ihres Metalls rein vom Schaume war, darum konnte auch seine Stimme rein und voll erschallen. Was diese Stimme sprach, es gilt auch uns und wird auch denen gelten, die nach uns kommen werden. „Noch dauern wird’s in späten Tagen und rühren vieler Menschen Ohr“. –

    Um es aber weithin hörbar zum Ausdruck zu bringen, daß das was Rabbiner Hirsch uns heute zu sagen hat, nicht bloß seiner Kehilla, sondern der jüdischen Gesamtheit gilt, zu diesem Zweck haben wir die Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft ins Leben gerufen. Wir fühlen uns bei diesem Streben, die Botschaft Rabbiner Hirschs für כלל ישראל zu reklamieren und zu popularisieren, mit seiner Kehilla aufs innigste verbunden. Solange seine Kehilla seine Kehilla bleibt, solange werden beide, – unsere Religionsgesellschaft und unsere Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft – die beiden פעמוני זהב, die mit ihrem Geläute den hohenpriesterlichen Gang unseres großen Rabbiners ז"ל durch die Geschichte begleiten. Im Namen des Vorstandes richte ich darum an Sie alle die Bitte: Treten Sie unserer Gesellschaft als Mitglieder bei!

    Scharen wir uns friedlich und einmütig zusammen um das, was uns ja allen als Kindern der Kehal Adas Jeschurun teuer und kostbar ist! Vergessen wir, was uns vielleicht in nebensächlichen Dingen trennt, denken wir an das große Gemeinsame, das uns verbindet! Dann wird der Jahrzeitstag dieses 27. Tebeth für uns alle ein יום הלולא sein und קורת רוח sein לנשמת אדונינו מורינו ורבינו בגן עדן

    אמן! 


    Quelle
    :  Nachalath Z’wi Eine Monatschrift für Judentum in Lehre und Tat, herausgegeben vom Vorstand der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft. I. Jahrgang 5691/1930-31, S. 84-101

     

     
    Dieser Aufsatz brachten wir als Teil unseres Studienprogramms Herbst-Winter 5769 und speziell zum Jahrestag „runden Geburtstag“ von Rabbiner Samson Raphael HIRSCH (1808 -1888). =  27.Téwess

    19-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

                (1881-1932)

    WAS HAT RABBINER HIRSCH UNSERER ZEIT ZU SAGEN? (5.Ablieferung)

     

    Rede gehalten anläßlich der am Vorabend des 27.Teweth 5691 von der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft in Frankfurt a. M. veranstalteten Jahreszeitgedenkfeier.

     

    IV.

     

    Wer die Schriften Rabbiner Hirschs wirklich kennt, wer sie nicht bloß oberflächlich gelesen, sondern gründlich studiert hat, der findet auf Schritt und Tritt bestätigt, was ich vorhin als Grundgefühl seines Innenlebens und als die alles beherrschende Richtlinie seiner Botschaft bezeichnet habe: die Ehrfurcht vor dem Walten Gottes in der Geschichte und den Glauben an den endlichen Sieg des Rechtes auf Erden. Im Rechte stieg ihm die Gottheit auf die Erde nieder, das im Thoragesetz geoffenbarte Recht war ihm der oberste Souverän, dem sich alles auf Erden zu unterordnen hat: die Politik und Wirtschaft aller Völker und Staaten und ihnen als beispielgebend voranschreitend – Jissroél, das Gottesvolk. Und als vor hundert Jahre das deutsche Judentum die erste Schritte unternahm, um das Recht der Thora aus die Verfassung des jüdischen Volkes zu streichen, um an die Stelle des Thorawillens den Volkswillen zu setzen, da hat sich, als Rabbiner Hirsch diese Umkehrung aller jüdischen Werte erlebte, dagegen sein Rechtsgefühl aufgelehnt. Er sah, daß Unrecht geschah. Er sah, wie man auf dem Wege der Gewalt dem überlieferten Judentum nach dem Leben trachtete. Das dürfte nicht geschehen, selbst wenn man von der Reformbedürftigkeit des Judentums überzeugt war. Daß die Führer der Reform das alte Judentum, wie es in den Neunzehn Briefe heißt, nur eines Axtstreiches für Wert befanden; daß sie es auf einer Kraftprobe gar nicht ankommen ließen und damit nur das Gefühl der eigenen Schwäche verrieten: das war die große Ungerechtigkeit, die vor 100 Jahren Rabbiner Hirsch als Anwalt des Thorarechtes auf den Plan gerufen hat. Und als es 40 Jahre später gelang, diesem Thorarechte in der Frankfurter Adas Jeschurun eine staatlich anerkannte Heimstätte zu erobern und als nun die Reform dazu überging, im wohlverstandenen eigenen Interesse die gewaltige Willkür von dazumal in entgegenkommende Wohlwollen zu verwandeln, da bedurfte es schon eines Rechtgefühls, wie es in der Seele unseres großen Rabbiners זצ"ל lebte, um es einzusehen, daß Wohlwollen nur eine besondere Form der Willkür ist. Was die Thora von einer jüdischen Gemeinde zu fordern hat, das ist nicht Wohlwollen, das ist nicht Duldung und Gnade, sondern ihr Recht. Dem Rechte der Thora als ihrem alleinigen Souverän haben sich die Pforten der jüdischen Gemeinden zu öffnen. Und wie es ein Hohn ist auf das Recht eines unschuldig verurteilten Menschen, einerlei ob man ihn nach der Teufelsinsel verbannt, oder ob man ihm zu lebenslänglicher Duldung begnadigt, so ist es ein Hohn auf das Recht der Thora, einerlei ob ihr die Willkür das Recht zum Leben versagt, oder ob sie ihre Begnadigung zum Leben dem Wohlwollen dieser Willkür verdankt.

    Diese Botschaft Rabbiner Hirschs von den unveräußerlichen Rechte der Thora im jüdischen Gemeinschaftsleben ist in unseren Tagen aktueller und zeitgemäßer als je. Denn es ist ja gar nicht wahr, was man heute so oft zu behaupten pflegt, daß die neologe Willkür und das neologe Wohlwollen sich zu Gunsten des Thorarechtes irgendwie geändert habe. Im Gegenteil. Mit Recht heißt es in der Festgabe für Claude G. Montefiore, die anläßlich der Tagung des Weltverbandes für religiös-liberales Judentum überreicht wurde, auf S.98: „In der Frühzeit des Liberalismus erschien es als eine kühne Neuerung, wenn man es wagte, am hebräischen Gebettext geringfügige Änderungen vorzunehmen, ein Anzahl Piutim fortzulassen und einige deutsche Gebete einzufügen. Die Grundform des überlieferten Gottesdienstes blieb unangetastet. Der Liberalismus der Gegenwart aber stellt die Forderung nach einer völligen Neugestaltung der Andacht auf. Er verlangt einen Gottesdienst, der aus dem Leben der Gegenwart entstehen und der religiösen Sehnsucht unserer Zeit Ausdruck geben soll.“ Die heutige Neologie gibt sich mit Kleinigkeiten nicht mehr ab. Sie läßt die Orthodoxen ruhig ihre Piutim sagen und an die himmlische Abkunft der Thora glauben – diese Dinge, die einst hüben und drüber die Gemüter erhitzten, stehen heute nicht mehr zu Debatte, heute geht’s aufs Ganze. Und wie die Neologie im Vertrauen auf das Heimatrecht, das ihr von den Gegnern Rabbiner Hirschs im Judentum gewährte wurde, sich intensiv verstärkt und vertieft hat, so ist sie auch extensiv umfangreicher geworden: sie hat mittlerweile Erez Jissroél in den Bereich ihrer Willkür und ihr Wohlwollen gezogen. In den Tafe Rabbiner Hirschs hat die Neologie die Erez-Jissroél-Idee ignoriert, im schlimmsten Falle negiert. In der Hand der heutigen Neologie hat die Erez-Jissroél-Idee eine förmliche sachliche Umgestaltung erfahren, und die Umgestaltung hat den Begriff des Judentums, des jüdischen Volkes, der jüdischen Nation als Ganzes auf den Kopf gestellt.

    Für den Wahrhaft prophetischen Geist, der unseren großen Rabbiner זצ"ל beseelte, ist nichts so bezeichnend, wie die erstaunliche Tatsache, daß er in einer Zeit, in der es noch lange keinen Zionismus gab, den Begriff des jüdischen Staates und des jüdischen Landes gegen Säkularisationstendenzen in Schutz nahm, die damals noch im Schosse der Zeiten schlummerten. Seine flammenden Jeschurun-Aufsätze über die Botschaft des 10.Tebeth, des 14.Tammuz und des 9.Aw, sie haben die Erez-Jissroél-Idee vor dem Schicksal der Verweltlichung bewahren wollen, und sie sind darum erst im Zeitalter Weizmanns und Jabotinskys modern und aktuell geworden. Mit welch eindringlicher Wucht haben diese politische Aufsätze Rabbiner Hirschs auf die zentrale Stellung des Bes Hamikdosch und der Awaudoh im Leben des jüdischen Volkes hingewiesen, zu einer Zeit, als schon weite Kreise des deutschen Judentums den heiligen Opferhandlungen der Awaudoh sich innerlich entfremdet hatten. Denn sagen wir’s nur offen heraus: Daß eine Gottesdient, in dessen Mittelpunkt – um jenes verhängnisvolle Schlagwort zu gebrauchen – ein „blutiger Opferkultus“ stand, einmal ein ganzes Volk in einen Zustand tiefster religiöser Ergriffenheit versetzen konnte, sodaß sie alle im Augenblick, als dieser Opferkultus seinen Höhepunkt erreichte und der Hohepriester bei seinem Opfertiere stehend das Sündenbekenntnis ablegte, niederknieten, sich hinwarfen und so laut riefen, daß die Luft erzitterte: gesegnet sei der Name der Herrlichkeit seines Reiches immer und ewig –: Dafür hat nicht bloß die moderne Neologie kein Verständnis, das ging schon in den Tagen Rabbiner Hirschs über das Begriffsvermögen der Neologie hinaus. Hier ist der Punkt, wo sich Weizmann und Jabotinsky mit Geiger und Holzheim berühren. Hier ist aber auch der Punkt, wo auch wir zuweilen eine Unsicherheit der seelischen Einstellung verraten, und ich möchte glauben, daß es im Zeitalter der nationalsozialistischen Angriffe gegen den „blutigen“ Kultus der Schechitah dem ganzen deutschen Judentum bitter not täte, den Aufsatz Rabbiner Hirschs über den blutigen Opferkultus sich geistig und seelisch anzueignen, um ein für allemal gegen jede Konzessionsbereitschaft in diesen Belangen gefeit zu sein. Wenn man diesen Aufsatz heute liest und sich von seinem stürmenden Worten belehren läßt, wie die erhabensten Momenten in Jissroéls Geschichte, von Abraham angfangen bis zum Untergang des Tempels auf Moria, durch den heiligen Akt der Schechita geweiht und geadelt waren, dann ahnt man erst, worum es sich beim Kampfe um die Schechita handelt. Denn wahrlich, wer das Wort „blutiger Opferkultus“ zum ersten Mal im Mund genommen hat, der hat sich mit diesem Worte nicht nur den biblischen Opfergottesdienst auf die Stufe kannibalischer Roheit und Verworfenheit herabgedrückt, der hat mit diesem Worte auf der  auch der Schechita selbst in den Augen der jüdischen und nichtjüdischen Öffentlichkeit den ersten Stoß versetzt, der hat schon vor hundert Jahren eine verhängnisvolle Stimmung vorbereitet, aus der heraus in unseren Tagen die meisten jüdischen Gemeinden Deutschlands die Schechita nicht als ein Kriterium des Judentums, sondern als ein Sonderpostulat der Orthodoxie betrachten. Auch  hier hat man an Stelle des Thorarechtes das Wohlwollen der Willkür gesetzt. Und da hätte Rabbiner Hirsch unserer Zeit nichts mehr zu sagen?

    …

     

    Quelle:  Nachalath Z’wi Eine Monatschrift für Judentum in Lehre und Tat, herausgegeben vom Vorstand der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft. I. Jahrgang 5691/1930-31, S. 84-101

     

    Dieser Aufsatz brachten wir als Teil unseres Studienprogramms Herbst-Winter 5769 und speziell zum Jahrestag „runden Geburtstag“ von Rabbiner Samson Raphael HIRSCH (1808 -1888). Wird  fortgesetzt.

    19-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

                     (1881-1932)


    WAS HAT RABBINER HIRSCH UNSERER ZEIT ZU SAGEN? (4.Ablieferung)

     

    Rede gehalten anläßlich der am Vorabend des 27.Teweth 5691 von der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft in Frankfurt a. M. veranstalteten Jahreszeitgedenkfeier.

    III.

    Wir haben in den letzten 16 Jahren gelernt, was Geschichte ist, und haben dabei am eigenen Leib erfahren, wie sehr das persönliche Schicksal jedes Einzelnen, seine wirtschaftliche Existenz und gesellschaftliche Stellung, durch den Gang der politischen Ereignisse wesentlich und nachhaltig bestimmt wird. Wir alle werden heute durch Fragen der Wirtschaft, der Sozialpolitik und des gesellschaftlichen Lebens im innersten aufgewühlt. Wir suchen nach einer Deutung dieser Fragen, nach einem Verständnis all des Bedrückenden und Zermürbenden, unter dem die wirtschaftlichen Opfer des Weltkrieges so schwer zu leiden haben, wir spähen auch nach dem Sinne dieser Wirtschaftsnot, jener Weltwirtschaftskrise, die unsere Zeit zu einer so schweren, so unfrohen, so unglücklichen gestaltet. Bei allem, was uns bedrückt, sind wir gewohnt eine Schaaloh zu machen. Was liegt darum näher, als nach dem Sinne unserer wirtschaftlichen Not unsere Thora zu befragen? Wer aber unter den berufenen Wortführern der Thora, wer unter den großen Rabbinen der Vergangenheit und Gegenwart hat die sozialpolitische und wirtschaftliche Botschaft unserer Thora so tief durchschaut und mit solchen zündenden Worten wiedergegeben wie Rabbiner Hirsch? Wer hat es so verstanden, den Sabbath, das Péßachopfer, das Lechem Happonim, den Schulchan, die Symbole des Suckaussfestes, das Zinsverbot, die Vorschriften über Zedokoh und Gemiluth Chessed, Schemitta, Jobel, usw. in den Zusammenhang der Welt hineinzustellen wie er? Wer hat die weltgestaltenden weltumformenden Wirkungen dieser Gesetze so ahnungsvoll erkannt wie er? Und wenn er heute käme und sähe den wirtschaftlichen Zusammenbruch, unter dem seine Kehillo so schwer zu leiden hat – darf ich’s wagen, es auszusprechen, was wohl er dazu zu sagen hätte?

    Wenn wir’s heute in der Weltwirtschaft glücklich so weit gebracht haben, daß für Millionen Menschen die Existenzfrage, die Frage einer auf redlicher Arbeit beruhenden Existenz zu einem unlösbaren Rätsel geworden ist, dann ist es sehr bequem, hierfür das zeitweilige Versagen der Weltpolitik verantwortlich zu machen. Man muß schon etwas tiefer schauen, wenn man hier die Wahrheit finden will, denn es könnte doch wohl sein, daß  jenes zeitweilige Versagen der Weltpolitik, aus dem der Weltkrieg und die Ereignisse der Nachkriegszeit hervorgegangen sind, selber nur der Ausfluß einer weltwirtschaftlichen Notwendigkeit war. Und dem ist in der Tat so. Die ungeheure Krise, aus der die Welt gar nicht mehr herauskommen will , in der sie so unlösbar verstrickt scheint, daß das Gespenst des Krieges wieder aufgetaucht ist und wieder umgeht in der Welt – sie ist mit ihren tiefen Wurzeln lediglich darauf zurückzuführen, daß der sogenannte Kapitalismus in der ganzen Menschheit eine Wirtschaftsgesinnung erzeugte, die sich in unseren Tagen moralisch und politisch selber ad absurdum zu führen beginnt.

    ראש ועשר אל תתן לי הטריפני לחם חקי „Armut und Reichtum gib mir nicht, gib mir mein Brot nach meinem Bedarf!“ Wie kindlich, wie naiv mutet dieses Gebet den an, in der im modernen Wirtschaftsleben steht! Wie fern, wie weltenfern ist doch der Geist, der aus diesem Gebete spricht, von jener kapitalistischen Wirtschaftsgesinnung, die uns alle erfüllt! Wer von uns betet zu Gott, ihn vor dem Reichtum mit seinen sittlichen Gefahren zu schützen? Obwohl doch derselbe Salomo in einem anderen Kapitel seiner Sprüche das große Wort gesprochen: נבהל להון איש רע עין ולא ידע כי חסר יבואנו „Mit Hast will sich bereichern der mißgünstige Mensch, und der bedenkt nicht, daß ihn der Mangel treffen wird.“ Die Weisen des Midrasch beziehen diesen Vers auf vier Kategorien von Menschen: Auf Kaijn, auf Efron, auf המלוה מעותיו בריבית, auf den der sein Geld gegen Zinsen herleiht und auf סוחרי שביעית, auf die, die im siebenten Erlaßjahr mit den Früchten des Feldes Handel treiben. Wenn wir diese Midraschbemerkung richtig verstehen, dann dürfte darin die tiefste nationalökonomische Erkenntnis unserer Weisen enthalten sein. Wer war Kajin, wer war Efron?

    Kajin, der Bauer, war der erste, der die bäuerliche Wirtschaftsverfassung durchbrach. Das abgegrenzte Besitztum des Bauern war ihm zu eng. Die Erwerbsidee erwacht in ihm, die Sehnsucht nach jener unbegrenzten Vermehrung der Produktenmenge, wie sie nur die Herdenwirtschaft seines Bruders Hewel zu gewähren vermag. Und diese Sehnsucht ist so stark, daß der Gedanke an das Lebensrecht des Bruders in ihm völlig versinkt. Kajin erschlägt seinen Bruder Hewel. Der erste Kapitalist, von dem die Geschichte erzählt, ist zugleich der erste Mörder, von dem wir hören.

    Während die Thora in Kajin den Typ des beginnenden Kapitalismus zeichnet, der noch mit bäuerlicher Urwüchsigkeit, das Fundament einer neuen Wirtschaftsverfassung legt, zeichnet sie uns in Efron schon den vollendeten Typ eines gerissenen Händlers, der mit dem ganzen Raffinement kapitalistischer Zweckbedachtheit die Zwangslage Abrahams ausnützt, um ihn bei seinem Verkauf der Machpelah-Höhle – selbstredend, in den in Formen kulantester Höflichkeit – ganz gehörig über’s Ohr zu hauen. Seine erste Frage und sein erster Gedanke ist: Warum? Wozu? Was trägt’s? Was nützt’s? Efron war der erste Kapitalist in Reinkultur, der erste „Tachlis“-Mensch, von dem die Geschichte erzählt, der erste, in dem die Idee des Erwerbs die Idee der Nahrung bereits völlig verdrängt hat.

    Als Kajin und Efron lebten, da gab es noch kein jüdisches Volk. Die kapitalistische Wirtschaftsgesinnung ist älter als das jüdische Volk. Ja, die Thora ist nicht zuletzt zu dem Zweck geoffenbart worden, um mit Hilfe des Sabbaths, der Schemita- und Jobeleinrichtung und mit Hilfe des Zinsverbotes den Geist des Kapitalismus zu bekämpfen und zu verdrängen. Allein das jüdische Volk hat schon in den Tagen seiner staatlichen Selbständigkeit seine soziale und politische Mission nicht begriffen. Daher wurden wir in das Galuth hinausgetrieben, um den Fluch des Kapitalismus an unserem eigenen Leibe zu erfahren. Und wie haben wir ihn erfahren! Die Welt sieht uns seit 2000 Jahre im Bilde Efrons, dieses Urbildes der Shylockfigur, des schachernden Händlers. Kapitalismus ist für die Welt identisch mit Judaismus. Wir, die wir im Namen ישראל den Gedanken der Gottesherrschaft verkünden, stehen seit 2000 Jahre in der Welt da als typisches Urbild jenes häßlichen Mammonsgötzendienstes, der jeden Feinfühligen mit Abscheu erfüllt. Und es lastet auf uns der Fluch, der Kajin traf. נע ונד unstet und flüchtig geht der ewige Jude, über die Erde? Wir sind zerstäubt und atomisiert, äußerlich und innerlich zerbrochen, unfähig zu einer Gesamtorganisation, die uns so bitter not täte. Niemals aber hätte der Galuth-Prozeß der Zerstäubung des jüdische Volkes solch furchtbarer Formen angenommen, wenn nicht schon zur Zeit des jüdischen Staates die סוחרי שביעית und מלוי בריבית gekommen wären, um die Wirtschaftsgesinnung des jüdischen Volkes mit den Giftbazillen des Kapitalismus zu durchsetzen. Nur dadurch, daß wir zu einem Volke von Händlern und Krämer geworden sind, zu einem Volke des Geldes, des rollenden, transportablen Geldes, sind wir selber ins Rolle geraten – und nur dadurch, daß jüdische Kapital von altersher einseitig in Anlagenwerten festgelegt werden konnten, hatten wir seit je unter dem Fluche des Kapitalismus ganz besonders schwer zu leiden. Und wenn in unseren Tagen der jüdische Mittelstand so gut wie vernichtet ist, so hat das König Salomo längst vorausgesehen נבהל להון איש רע עין ולא ידע כי חסר יבואנו –

    Gibt es eine Befreiung von diesem Fluche? Mit schwerem Herzen schauen wir seit Jahr und Tag zu Gott um Hilfe empor. Ob und wie Gott helfen wird, das ist und bleibt sein ewiges Geheimnis. Daß aber die Menschen einander nicht helfen, daß auch in jüdischen Kreisen nur wenig geschieht, um auf dem Wege einer planmäßig organisierten jüdischen Wirtschaftspolitik die so oft geforderte wirtschaftliche Umstellung der deutschen Judenheit einzuleiten, das beweist wieder einmal, wie tief jene Weisen geschaut haben, die einst zu König David kamen und sprachen: אדוננו המלך עמך ישראל צריכין פרנסה, unser Herr und König, dein Volk Jissroél ist פרנסה-bedürftig, und als der König zu ihnen sprach לכו והתפרנסו זה מזה „geht doch hin und helft einander“, da sprachen sie: אין הקומץ משביע את הארי ואין הבור מתמלא מחוליתו „ ein kleiner Bissen sättigt keine Löwen, und eine hohle Grube kann ihre Füllung niemals in sich selber finden.“ So groß sind die Ansprüche, die wir alle, auch die Ärmsten  unter uns, an das Leben stellen: so tief, so fest, so unentrinnbar ist die Welt in den Fluch der wirtschaftlichen Zwangsläufigkeit eingesponnen, daß eine durchgreifende Hilfe aus uns selbst heraus – leider, wie es scheint – unmöglich ist.

    Nur eine völlige Umwandlung der Welt, ihrer Wirtschaftsverfassung und Wirtschaftsgesinnung könnte helfen. Nur die göttliche Botschaft des Jobel-Schofars – וקראתם דרור בארץ לכל ישביה – könnte uns und der ganzen Menschheit die Erlösung bringen, indem sie gegenüber der Diktatur der fascistischen oder proletarischen Gemeinschaft – dieser unseligen Frucht des kapitalistischen Geistes – das unveräußerliche Recht des Einzelmenschen auf Eigenwert und persönliches Lebensglück proklamiert.

    Bis dahin aber darf und kann es für uns nur eine Sorge geben. Ist es einmal von Gott uns auferlegt, die Last der דקדוקי עניות auf unsere Schultern zu nehmen, dann müssen wir zeigen, daß wir stärker sind als unser Schicksal. Armut ist eine Frage an die Menschheit, ob sie ihr standzuhalten vermag, oder ob sie מעביר את האדם ist על דעתו ודעת קונו. Zu einer Schmach wird die Armut erst dann, wenn sie zu einem Nährboden wird, auf dem die Sumpfblumen proletarischer Verzweiflung und Verkommenheit wuchern; zu einer Schmach wird die Armut, wenn sie uns aus בני חורין zu עבדים macht, wenn sie uns die religiöse und sozialen Pflichten vergessen läßt, die wir in einer solchen schlimmen Zeit mit doppeltem Ernste zu erfüllen haben, wenn sie uns den Satz des R. Akiba vergessen läßt. אפילו עניים שבישראל רואין אותם כאילו הם בני חורין שירדו מנכסיהם שהם בני אברהם יצחק ויעקב

    Bleibt darum stark und aufrecht! Bewahret euch den jüdischen בני חורין-Stolz, der zu allen Zeiten die בני אברהם יצחק ויעקב mitten im Armut und Elend zu Großtaten des Geistes und Willens beflügelte! Zeigt im Gegensatz zu den Proletariern aller Länder, daß jüdisches Proletariat die gefährlichste Form der Assimilation ist, die schon Jecheskel, der Prophet als die tiefste Schmach der Armut bezeichnet hat:  למען אשר לא תקחו עוד חרפת רעב בגוים. –

    So ungefähr stelle ich mir die soziale und wirtschaftspolitische Botschaft vor, die unser großer Rabbiner זצ"ל dieser unserer Zeit zu überbringen hätte.

     

     

    Quelle:  Nachalath Z’wi Eine Monatschrift für Judentum in Lehre und Tat, herausgegeben vom Vorstand der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft. I. Jahrgang 5691/1930-31, S. 84-101

     

    Dieser Aufsatz brahten wir als Teil unseres Studienprogramms Herbst-Winter 5769 und speziell zum Jahrestag „runden Geburtstag“ von Rabbiner Samson Raphael HIRSCH (1808 -1888). Wird nächste Woche fortgesetzt.

    19-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    18-01-2021
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    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

     

    …

    IV. DIE WIRKUNGEN DES ZIONISMUS

    …

    b) Zionismus und Religion.

     

    Man hat oft behauptet daß die Religion durch den Zionismus eine Förderung  erfahre, man hat die undankbaren Rabbiner nicht begreifen können, die so entschieden und  mannhaft gegen ihn Stellung nahmen, man hat sogar die fünf „Prorestrabbiner“  ( von denen zur Zerstörung einer immer wieder auftauchenden  Lüge ausdrücklich hervorgehoben sei daß nur einer  ( Maybaum –Berlin . Von den anderen ist Werner-München und  Gutmann ausdrücklich konservativ, Horowitz-Frankfurt a.M. und Auerbach-Halberstadt orthodox) liberal ist) als Verräter am Judentum brandmarken wollen, man  hat kühnlich behauptet, daß ein Rabbiner der  den Zionismus bekämpft, den Ast absäge, auf  dem er sitze, und die Jugend dem Judentum entfremde.

    Und doch haben, und dafür ist das Judentum ihnen dankbar, die Rabbiner scharf und recht gesehen, als sie im Zionismus instinktiv eine Gefahr für die Religion erblickten, und es ist kein Zufall , wenn unter mehr als zweihundertfünfzig  deutschen Rabbiner n  sich kaum ein halbes Dutzend Zionisten befindet,  wenn ferner viele von  den Nationaljuden  in der heranwachsenden Rabbinergeneration  der allergrößten  Teil sich frühzeitig anderen Berufen zugewendet. Der Zwiespalt zwischen Nationalismus und Religion muß empfunden werden, und es ist kaum möglich, daß ein Religionsdiener eine Bewegung angehört, die ihnen mit Schmutz bewirft und beschimpft. Was der Zionismus von Religion und Rabbinern hält,  das zeigt nachstehende  Kundgebung  des offiziellen österreichischen Zionistenorgans, die wert ist, der Vergessenheit entrissen zu werden:

    „Man darf sie (die Rabbiner) nicht beim Volke suchen, man findet sie nie am Krankenlager des Armen, aber immer an der Tafel des Reichen und hinter seinem Sarge. Sie besitzen sehr viel Gemüt , aber es arbeitet nur gegen Barzahlung.  Das leise, rührende Beben der Stimme, wenn sie das Andenken des Verstorbenen preisen, die würdevolle Trauer am Grabe des Wucherers, der herzerquickenden Trost, den sie lachenden Erben spenden, all das liefern sie prompt gegen fixen Preis. Auf besonderes Verlangen erglänzen sogar Tränen in ihren Augenwinkeln.  Wenn Leiden das Volk bedrohen, in der Not des Tages tauchen sie nicht auf,  weder als Berater, noch als Tröster, aber an höchsten und allerhöchsten Geburtstagen, bei Empfängen sind sie alleweil dabei,  im Namen des Judentums,  lassen den Himmel scheffelweise Segen regnen, im Namen des Judentums, und wegen die Zunge und krümmen des Rückens und kriegen Orden, im Namen des Judentums. Der Alltag sieht sie nicht, aber an hohen Feiertage ergötzen und amüsieren als Wortjongleure und Meister süßlicher Reden das bessersituierte Publikum im Tempel. Ein winziges Bibelverschen balancieren sie kunstvoll au der Spitze der Zunge, dann ziehen sie es lang und kneten, es breit, tun moralische Tendenzen hinein, süß, runzelig wie Rosinen, gießen Worte darüber, linde wie laues Seifenwasser, und der Festtagskuchen ist fertig.  Alles ist entzückt und erbaut und rennt nach Hause und läßt  die Kinder taufen. Die Kultursteuerträger sind voll des Lebens unserer Großrabbinen, die in den mächtigen Hauptstädten den Verkehr  mit den Himmel besorgen. Umgekehrt sind diese aber auch sorglich bemüht, den goldwolligen Schafen ihrer Herde das Leben bequem zu gestalten  und alles Störende fernzuhalten. Der Zionismus ist für reiche Juden keine Annehmlichkeit.  Flugs taten sich alle bedeutenden Rabbiner zusammen, erklärten  ihn für sündigen Wahnwitz, tolles Auflehnen gegen die göttliche Ordnung, und warnten die Regierungen und Behörden vor diesen Landesverrätern,  Unruhestiftern, von diesen frechen Zionisten.“ (Nach dem Generalanzeiger für die gesamt. Interessen des Judentums, N° 34 v. 23.August 1908) .

    Es ist überflüssig, dieser schamlose,  gemeingefährliche Hetze gegen die Vertretern der Religion auch nur ein Wort hinzuzufügen. Der Rabbiner, der sich den Zionismus anschließt, weiß, wie er bewertet wird.

     

    …

    (wird fortgesetzt)

     

    Erschien bereits in Jeschurun Judentum gegen Zionismus in Folgen, als Teil unseres Studienprogramms  Jahrgang 5770/5771

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    18-01-2021 om 13:06 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    17-01-2021
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    STERN Ludwig

    Direktor der israelitischen Schule, Würzburg

     

    Die Zehn Plagen

     

    Zu lesen in Beilagen:


     

    Quelle:

    „Die biblische Geschichte für die israelitische Schuljugend  erzählt“

    7. verbesserte Auflage, Verlag von J. Kaufmann Frankfurt/Main 1887 – 5647




    Bijlagen:
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    17-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    בא

    אך מרי יבקש רע ומלאך אכזרי ישלח בו:




    „ Nur Ungehorsam meint der Böse zu suchen, und als erbarmungsloser Bote wird er gegen sich selbst gesandt.“

    (Mischle-Sprüche Salomos 17,11 Übersetzung Rabbiner Dr. WOLF, Köln a. Rh.)

     


    1.

    Von Blitzes blut’gem Rachestrahle

    Stürzt hin getroffen Pharao’s Haupt,

    Er sträubet sich zum letzten Male,

    Und seine Macht ist ihm geraubt!

    2.

    Der Engel würget in den Straßen

    Und würget bis an Pharaos Thron;

    Und Leichen sind gestreckt in Massen,

    Erblaßt ist auch – des Königs Sohn.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 173  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

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    17-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    15-01-2021
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

                          (1808-1888)


    וארא                                                          

                                                    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Woéro

     

    Kap.6, V.3 auch da ich Abraham, Jizchak und Jaakob als der allgenügenden Gott sichtbar ward, und  als der, den mein Name ד' deutetet, ihnen nicht zur Erkenntnis geworden war.

     

    Kap.6 V.3 …Ihr wundert euch, daß es bisher immer schlimmer geworden, daß selbst deine Sendung bisher nur ein Mittel war, das Elend eurer Lage bis zum äußersten Extreme zu führen – seht ihr denn nicht, wie eure ganze bisherige Geschichte nur ein abwärts steigender Weg gewesen? Abraham der נשיא אלקים inmitten der Völker – und Jakob, der arme dienende Knecht der erst „um sein Weib zu dienen“ hatte! Ich hätte euch ja in aufsteigender Linie führen können. Statt Abraham im hundertsten Jahre einen Sohn erhalten zu lassen, hätte ich schon von ihm eine Familie entstehen lassen, die Nachkommenschaft in glücklichen, günstigen Verhältnissen zu einem Volk auf heimischen Boden heranblühen lassen zu können. Dann wäre aber eben dieses Volk nicht das Gottesvolk, nicht das עם ה', das Gott alsה' offenbarende Volk geworden. Dann würde auch dieses Volk wie alle anderen Völker nur in dem Sicht- und Tastbaren wurzeln, in materieller Boden stehen, in materieller Macht und Größe seine Macht und Größe finden, und Geistiges und Sittliches nur insofern anstreben, als das Materielle dafür kaum lässt und es dem Materiellen selber frommt. Und es soll doch im Gegenteil seinen Boden nur in Gott und diesem Streben aus und für dasselbe auch irdischen Halt und Boden gewinnen! Es war ja das Bewusstsein von dem freien, allmächtigen Gott und dem durch diesen Gott freien Menschen geschwunden, es waren ja Menschen und Völker theoretisch und praktisch in die Gebundenheit der Materie versunken! Durch das Auftreten des Abrahamvolkes sollte dieses Bewusstsein wieder geweckt, und die Menschen aus dieser Gebundenheit erlöst werden. Darum musste dieses Volk da anfangen wo andere Völker aufhören. Es musste, an sich selbst verzweifelnd – בגעל נפשך – in seinem Blute verendend, am Boden liegen (Jecheskeel 16,5) und nur durch Gottes Schöpferruf zum Volke erstehen, und so schon das bloße Dasein dieses Volkes den Völker verkünden: אני ד'!

    Darum war die Herbeiführung dieses, die Offenbarung Gottes als ה' bedingenden Momentes, in welchem die Hilflosigkeit der Nachkommen Abrahams gipfelte, von vornherein der Gottesplan, als er die Geschichte der Väter abwärts führte und sich ihnen nur als den „Allgenügenden“ zeigte, an dessen Hand man siegreich allen Wechsel des Lebens durchmache. – 

     

    V.6 Darum sage Jissroéls Söhnen: Ich bin ד'! Ich werde euch von dem Erliegen Mizrajims Lasten hinausführen, werde euch von ihrer Knechtschaft retten, werde euch mit gestrecktem Arme und mit großen Strafgerichten erlösen,

     

    V. 6…In drei Momente ist das Galuth gezeichnet: עבדות , סבלות, und – da גאולה ohne Beifügung ist – גואל-losigkeit, גאולה-Bedürftigkeit. In dem ברית בין הבתרי' war dieses Galuth Abraham als ענוי , עבדות , גרות angekündigt. Diese drei Momente lagen verwirklicht vor. ענוי: die Peinigung, die Verkümmerung und Freudeberaubung des Daseins, in den סבלות, in den mit höhnender Härte aufgebürdeten Lasten Mizraims. Es kann jemand עבד sein, ohne durch סבלות erdrückt zu werden, es kann jemand mit סבלות überbürdet sein, ohne עבד zu sein. עבדות: die Freiheitsberaubung, in עבדת, in dem Sklavenstand welchen Mizrajim über sie verhängt. גרות in der גואל-losigkeit, das ist eben der גרות-Stand. So wird später im Gesetze der Fremde bezeichnet als אין לאיש גואל (4 B.M. 5,8). גואל ist der Verwandte, der in der Not des Verwandten seine eigene erblickt und für ihn auftritt. Der Fremde hat als solcher in dem gewöhnlichen Staate keinen Annehmer. In der Misshandlung des geringsten Einheimischen erblickt jeder Einheimische sein eigenes Recht verletzt, er sieht in ihm den Rechtsboden erschüttert, auf welchem er selbst mit allen seinen Ansprüche ruht. Der Fremde aber, hat hier kein „Recht“ und findet daher in keinem der „hier Berechtigten“ einen Annehmer. „An dem Fremden kann hier kein Unrecht geschehen, weil er eben hier kein Recht hat, vielmehr alles, was ihm hier nicht geschieht, und was man ihm hier gestattet, reine Gnade ist.“ Das ist das Unglück des Fremden, Heimatlosen, Unberechtigten; aus ihm, weil sie in Egypten גרים waren, erwuchs alle spätere Elend wie von selbst. …

    והוצאתי אתכם מתחת וגו'. Nicht: ich zertrümmere die Last, daß ihr dann von selbst euch erhebet. Ich lasse die Last Last sein, aber ich ergreife euch unter ihr hervor und hinaus. Ihr bleibt völlig passiv bei der Erlösung. – …

    וגאלתי. Ihr habt in Egypten keine verwandte Seele, die sich in eurer Misshandlung verletzt fühle. Ich trete als euer Verwandter auf. Mich verletzt man, wo man eines meiner Kinder antastet. In mir findet ihr euer Recht und eure Selbständigkeit wieder… Im jüdischen Gesetze tritt der גואל hinzu, wenn sein Verwandter aus Not sein Erbteil oder sich verkauft hat, wo er also rechtlich bereits der Unfreiheit oder Besitzlosigkeit verfallen ist. Das ist Gottes Verhältnis zu uns. Zu ihren סבלות und ihrer עבדה hatten die Egypter auch keinen Schein von Recht. Allein uns als גרים zu behandeln, und das Recht des Daseins abzusprechen und von da aus, für diese Duldung, allen möglichen Druck auf uns zu lasten, an diese Duldung alle möglichen Bedingungen zu knüpfen, das hat man nicht nur in dem altersgrauen pharaonischen Staat für Recht erkannt. Da trott Gott für die als heimatlos und darum als rechtlos Erklärten mit „weithin über alle und alles gestrecktem Arme“ in die Schranken, macht sein Vorrecht an jedem Menschen und an der ganzen Erde geltend, gibt von diesem Gottesrechte aus seinen Rechtsberaubten Recht und Heimat wieder, und erzwingt mit שפטים גדולים, mit großen, die Welt „in Ordnung“ bringenden Gerichten die Anerkennung seines Rechts. בני בכורי ישראל (In diesem גואל-Begriffe liegt die Tiefe des הנה אנכי הורג את בנך בכורך = בני בכורי ישראל. Du verweigerst mir mein misshandeltes Kind: ich lasse dich fühlen, was es heißt: sein Kind verlieren!)

     

    V. 7 werde euch mir zum Volke nehmen und euch zum Gotte werden; ihr werdet erfahren, daß ich ד' euer Gott bin, der euch von dem Erliegen unter Mizrajims Lasten hinausführt,

     

    V.7 ולקחתי…sobald ihr frei werdet, werdet ihr mir zum Volke! Mir zum Volke, ohne Land, ohne Boden, allein durch mich!

    לי לעם, in dieser kurzen Zusammenstellung, in welcher hier zum ersten Male die ganze künftige Bestimmung Israels ausgesprochen wird, liegt die spezifische Verschiedenheit des durchaus einzigartigen Judentums, das man mit den völlig ungeeigneten Namen „jüdische Religion“ zunächst gedankenlos in die Kategorie der Religionen überhaupt, als auch eine Art Religion, einzuschalten beliebt und sich hinterdrein wundert, in dem Inhalt dieser Religion so vieles zu finden, was weit ab von der gewöhnlichen Heerstrasse der „Religionen“ liegt. לי - לעם, Gott – zum Volk! Darin ist schon gesagt, aß das Judentum, das von Gott gestiftetes Judentum, mit nichten eine „Religion“ sei. Im Judentum gibt es auch das, was man sonst Religion nennt, aber der Begriff Judentum ist ein unendlich weiterer und anderer. In „Religionen“ hat Gott nur Tempel, Kirchen, Priesterschaften, Gemeinden u.s.w.; Völker stehen nur zu Königen, Obrigkeiten u.s.w. in Beziehung und bauen sich von dem Begriff des Staates, und nicht von Religion und Gott auf. Hier aber stiftet Gott keine Kirche, sondern ein Volk, ein ganzes Volksleben soll sich von ihm aus gestalten. … … Wenn also Gott spricht ולקחתי אתכם לי לעם, so heißt das eben nichts anders, als: eure menschengesellschaftlichen Verhältnisse sollen durch meine Einsicht geleitet werden, eure menschengesellschaftlichen Verhältnisse sollen eine Offenbarung meines Geistes werden. Als daher ein späteres Geschlecht geneigt war, sein ganzes Verhältnis zu Gott in Opfer- und Tempelleben aufgehen zu lassen, und sich gegen die Vorwürfe menschengesellschaftlicher Entartung hinter den Ruf: היכל ד'! היכל ד'! verschanzte, konnte ihm der Prophet entgegen donnern: היכל ד' המה! Tempel Gottes sollen sie selber sein! Und weiterhin erläuternd hinzufügen: “denn an dem Tage, da ich sie aus dem Lande Mizraim führte, habe ich mit euren Vätern nicht über Empor- und Mahlopfern gesprochen und habe sie nicht dafür in die Pflicht genommen. Sondern das ist’s, wofür ich sie verpflichtete: gehorcht mir, so werde ich euch zum Gotte und ihr werdet mir zum Volke sein u.s.w.“ (Jirmija 7, 4, 22). Von Opfern hat Gott allerdings auch mit uns gesprochen, ja an dem Tage der Erlösung aus Mizraim war es gerade ein Opfer, und nur ein Opfer, womit er uns konstituierte. Aber er hat uns nicht zu einer „Tempelgemeinde“ „um der Opfer willen“ konstituiert, sondern er hat uns durch Opfer zu einem „Volke“ konstituieren wollen, und gerade eben jene allererste Opferinstitutionen hat den „Staat“ in seinem wesentlichen Grundriss aufgerichtet, wie wir das f.Z. nachweisen hoffen. Wenn andere Völker ihren Einigungspunkt in dem gemeinsamen Boden haben, hat das jüdische Volk seinen Einigungspunkt in dem gemeinsamen Gott…

     

    V.8 und werde euch dann zu dem Lande bringen, das ich meine Hand erhoben habe, Abraham, Jitzchak und Jaakob zu geben, und werde es euch als Erbteil geben, Ich ד'!

     

    V. 8 והבאתי אתכם וגו' Israel soll somit völlig zum Volk konstituiert sein, bevor es ein eigenes Land erhält. Sein Volksdasein ist somit nicht durch den Besitz des Landes bedingt, vielmehr der Besitz des Landes war von der treuen Lösung seiner Volksaufgabe abhängig:מורשה: es war im Geiste schon den Vätern gegeben, ihr erhaltet es nur als deren Erbe.

     

    V.14 Dieses sind die Häupter ihres Vaterhauses. Reubens Söhne,  Erstgeborenen Jissroéls: Chanoch, Pallu, Chezron und Karmi; dies die Familien Rubens.

     

    V.14 …Auch im Altertume kommt es vor, daß Menschen, die sich ganz besonders als Wohltäter ihres Volkes erwiesen, hintennach ihres menschlichen Daseins entkleidet und wegen „göttlicher“ Taten der Ehre eines „göttlichen“ Ursprungs gewürdigt worden sind. Wissen wir doch, daß später ein Jude, dessen Jichusbrief nicht vorlag und weil er nicht vorlag, und weil er ein Paar von den Menschen Moses entlehnte Lichtfunken den Menschen brachte, nach der Anschauung der Völker zum Gotteserzeugten wurde, an dessen Göttlichkeit zu zweifeln zum Verbrechen ward. Unser Moses war ein Mensch, bleibt ein Mensch und sollte ein Mensch bleiben. …

    Wenn aber dieser Abstammungsnachweis jeder irrtümlichen Vergötterung, jedem Wahne einer Inkarnation der Gottheit im menschlichen Gestalt, von vornherein und für immer begegnen sollte, wenn eben er uns die Wahrheit verbrieft: Moses, der größte Mensch aller Zeiten, war Mensch, nichts als Mensch, und die Stellung, die er vor Gott eingenommen, reicht nicht über die Sphäre sterblicher Menschen hinaus – so wird aber eben durch dieses Namenregister auch noch einem entgegengesetzten, nicht minder verderblichen Wahne vorgebeugt sein sollen, und deshalb nicht bloß die direkte Abstammungslinie Moses und Aarons: Jakob, Levi, Kehath, Amram, Moses, sondern auch alle andere Zweige des Stammes Levi mitgeteilt. War nämlich durch diesen Abstammungsnachweis zuerst die Tatsache von der menschlichen und nur zu menschlichen Natur Moses und Aarons festgestellt, so war damit dem Glauben Vorschub geleistet, ausnahmslos jeder sei zum Propheten geeignet, es könne einer heute als vollendeter Idiot bekannt sein und morgen im Namen Gottes das Wort führen; es könne plötzlich der Geist Gottes über unwissende, ungebildete Menschen kommen, und sie in siebenzig Sprachen reden lehren, wie diese Erscheinung eingebildeter oder vorgeblicher prophetischer Berufung in sonstige Kreisen nicht ohne Beispiel ist, wo dann, je unwissender und beschränkter der Prophet von heute gestern war, ein um so größerer Beweis göttlicher Berufung in dieser plötzlichen Umwandlung liegen soll. Diesem gefährlichen Irrtum begegnet gleichzeitig unser Register. Wohl waren Moses und Aaron Menschen, nichts als Menschen: allein sie waren auserlesene Menschen. Hätte Gott sich den ersten besten erwählen wollen, so hätten sich ihm andere Stämme als Lewi, und in Lewi noch andere Zweige als Kehath, und unter Kehaths Häusern noch andere Häuser als Amram, und unter Amrams Kinder ebenso gut der ältere Aaron als gerade der jüngere Moses zu seiner Sendung dargeboten. Allein Gott wählt sich die Geeignesten und Edelsten zu seinen Werkzeugen und Boten. Seiner Berufung muss das Menschliche erst menschlich hinanreifen. Nicht Abraham und Isaak, Jakob wird der eigentliche Begründer des Israelhauses. Nicht Reuben und Schimon, Lewi wird der erwählte Stamm. Nicht Aaron en Mirjam, Moses wird der Gottesgesandte – wie dies auch der Grundgedanke eines von dem Weisen zu dem Verse הלא כתבתי לך שלישים (Tanchuma Jithro) ausgesprochenen Satzes sein dürfte – alles muss erst an sich dem Grade der Befähigung entgegenreifen, der es auch Erwählung tauglich macht.

     

    Kap.7 V.11 Pharao aber rief auch die Weisen und Zauberer; auch sie, die Schriftkundigen Mizrajims, taten mit ihren Blendwerken also.

     

    Kap. 7 V.11 …Nur der wird getäuscht, der sich sorglos den Einwirkungen eines anderen hingibt… Alle Verbrechen, die ע"ז sind oder damit zusammenhängen, sind nicht wegen der ihnen innewohnenden metaphysischen oder logische Lüge, sondern wegen der sittlichen Verderblichkeit ihrer Folgen Verbrechen. Für sittlich gute Zwecke hat man nie den מכשף zu Hilfe gerufen. Wo man das Bewusstsein hatte, der Zweck, den man verfolge, habe die Billigung der Gottheit und laufe ihrer Weltordnung parallel, da hat man zu keinem solchen Hilfsmittel zu greifen sich veranlasst gesehen. Nur wo man wegen der Schlechtigkeit des Wollens nicht auf den Bestand des Weltenordners rechnen durfte, da suchte man sich bei der vermeintlichen Kunst des כשוף eine Nebentüre, einen Schleichweg, das Schlechte der Weltordnung zum Trotze ausführen zu können. Daher erklären die Weisen  מכשפים:מכחישים פמליא של מעלה , machen angeblich die höhere Weltordnung zu Schanden. Im Dienst der alten Herrscher finden wir in תנ"ך überall מכשפים sowie wenn heutigen Tages die Naturwissenschaft in den Dienst der Staatszwecke trifft; und wollte die Naturwissenschaft sich heutigen Tages in den Dienst der Lösung des Problems stellen, wie man beispielsweise allen Ausschweifungen sich hingeben könne, ohne deren gesundheitszerstörende Folgen fürchten zu müssen, so würde das eine dem Grundgedanken des כשוף ähnliche, missbräuchliche Bewältigung der Natur anstreben.– …

     

    V.15 Gehe zu Pharao am Morgen, siehe er geht zum Wasser hinaus, so stelle dich ihm entgegen am Ufer des Flusses, und den Stab, der zu einer Schlange umwandelt worden, nimmst du in deine Hand,

     

    V.15 …Wir stehen an den Anfang der עשר מכות, versuche wir einen Überblick derselben. Schon R. Jehuda hat sie gruppiert: ד'צ'ך , ע'ד'ש , ב'א'ח'ב. Diese Gruppierung ergibt sich sofort aus der Geschichte selbst. In zweien Plagen geht immer eine entschiedene Warnung voran, die dritte, also כנים, שחין und חשך, tritt dann ohne Warnung ein. Die dritte erscheint immer als Strafe dafür, daß die beiden ersten erfolglos geblieben.

    Näher betrachtet stehen diese Plagegruppen in inniger Beziehung zu den drei Seiten, welche den Kern des egyptischen Galuth bildeten, und deren Beseitigung die Erlösung bewirkte.

    גרות,עבדות ,ענוי  waren die Bestandteile des Verhängnisses, das sich durch Egyptens Versündigung an Jissroél vollzog,גרות,עבדות  und ענוי waren die Momente, welche die Plagen brachten, sie den Ungrund ihrer Erhebung über das unglückliche Volk und das Herbe eines solchen Elends fühlen zu lassen.

    דם,ערוב ,ברד  zeigten den Egyptern, wie sie selber nur  גריםim eigenen Lande und wie wenig sie daher berechtigt wären, Jisroél als גרים rechtlos zu machen, צפרדע,ארבה ,דבר , zeigten ihnen die Nichtigkeit der Momente, die ihren Herrendünkel über die zu עבדים Erniedrigten erzeugten. כנים, ,שחין  חשךendlich waren ענויים, die sie einmal fühlen ließen, was  es heißt, einem systematischen ענוי- Verhängnis zu unterliegen.

    מכות בכורות schließt das Ganze ab und führt endlich die Erlösung herbei.

    Die Plagen gruppieren sich demnach:

    ד'צ'ך ist die Heilung von dem גרות-,עבדות- und ענוי-Wahn durch die Offenbarung der Gottesmacht an Wasser und Land, ע'ד'ש ist die Heilung von dem גרות-,עבדות-, und ענוי-Wahn des Landes, ב'א'ח ist die Heilung von dem גרות-,עבדות- und ענוי- Wahn durch Offenbarung der Gottesmacht an der Land und Leute umgebende Atmosphäre. … …

    15-01-2021 om 08:21 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    14-01-2021
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                   (1833 – 1900)


    הפטרת וארא

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Woéro

     

     

    Ezechiel Kap. 28, V.25

     

    Das Prophetenwort weist zunächst auf die späte, späte Zukunft hin, in der das Werk der Schöpfung Jissroéls und der durch es zu bewirkende Belehrung der Menschheit vollendet sein werde. ונקדשתי בם: in dem doppelten Sinne des הקדש ב-. הקדש von Gott: sich als der absolut Maßgebende offenbaren, ב-: durch das was an jemandem oder von jemandem geschieht. Hier durch die nach Jahrhunderten, ja Jahrtausenden zählende Geschickeserziehung, die Ungehorsam und Leichtsinn des zum Träger seines Wortes berufenen Volkes so lange straft und Geschlechter auf Geschlechter solange den verehrenden Schicksalstürmen preisgibt, bis es die Höhe seiner Bestimmung erreicht hat, offenbart sich Gott der Menschheit als der Absolute, seinen Willen unbedingt Ausführende. Sodann: ונקדשתי בם durch die Treue, durch die Seelengröße und Charakterstärke,  die der Kern der Nation trotz aller Perioden des Abfalles in allen den furchtbaren Prüfungen bewiesen hat, und zu der einst die Gesamtnation erzogen sein wird, werde Ich geheiligt. Dadurch daß sie freudig alles opferten, um meinen Willen auszuführen, haben sie eben meinen Willen „vor den Augen der Völker“, als den absolut maßgebenden verkündet.  

    …

     

    Kap. 29, V. 1-7

    …

    Aber wie offenbart sich hier die allmächtige Gotteshand? Sind es offenbare Wunder, wie die Verwandlung des Niles, dieses Príncipes alles Lebens, in Blut und Verwesung, oder der scheuesten waffenlosen Tiere in Peiniger der gewappneten stolzen Herren des Landes, oder des fruchttragenden Bodens in Ungeziefer, bis zu jener „großen Hand“, die die mächtigen Meeresfluten vor Jissroél auseinanderweichend sich anstürmen und über die nachrückenden Ägypter zusammenbrechen ließ? Es ist dieselbe Hand, aber der Arm des welterobernden, Reiche gründenden und Reiche zerstörenden Nebukadnezar ist ihr Werkzeug. Es ist darum nicht weniger Gottes Gericht, weil er sich zu dessen Vollstreckung des Menschenarmes bedient. Über der äußeren, dem Menschenauge sichtbaren Verkettung der geschichtliche Ereignisse wird uns hier ein höherer Pragmatismus der göttlichen Weltleitung gezeigt. Dort erscheinen materielle, politische und physische Momente, Mach und List, überlegene Taktik und Staatskunst als die entscheidenden Faktoren. Hier aber wird gezeigt, wie das Vorhandensein dieser Faktoren und vor allem ihre Lenkung, daß sie nun auch zum Siege führen, in der Hand einer höheren, nach ethischen Momente bestimmenden göttlichen Weltwaltung liegt. Nebukanezar belagert Tyrus, er dient seiner Eroberungssucht, ist jedoch zugleich Werkzeug Gottes. Nach langem Widerstande fällt Tyrys, doch seines Sieges Lohn entgeht dem Sieger – ein plötzliches Anschwelle des Meeres hatte nach der Überlieferung alles begraben. Er wendet sich nach Ägypten, ist hier sofort siegreich – Fügung Gottes. Und als „Entschädigung“ für den von Tyrus entgangenen „Lohn“ erhält der stolze, den Traum der Weltherrschaft träumenden babylonischen Held von der göttlichen Fügung, in deren „Dienst“ er nur steht, als „Arbeitslohn“ die ebenso aufgeblasene ägyptische Majestät und ihre Herrlichkeit, die auch ihrerseits jenen Weltherrschaftsträumen lange nachgehängt hatte. Gibt es eine tröstlichere Ironie der Weltgeschichte, als diesen selbstherrlichen Nebukadnezar in der Rolle eines auf höheres Geheiß auf seine Beute losgelassenen, der ersten Fang durch dasselbe höhere Geheiß einbüßenden und dafür durch eine andere ihm endlich überlassene Beute belohnten – Jagdtieres? Und der erhabene Herrscher auf dem Throne der Pharaonen und sein Volk und sein Reich – eben die Jagdbeute!

     

    Jeder etwaigen Unterschätzung aber der Bedeutung der nichtjüdischen Glieder der Menschenfamilie, die durch diese Aussprüche etwa veranlaßt, und jeder Selbstüberhebung Jissroéls, die durch den Gedanken an seine eigne wunderbare Schöpfung, Rettung und Erhaltung erzeugt werden könnte, wird durch einige Sätze in dem weiteren Verfolge des Prophetenwortes wirksam entgegengetreten. Dieselbe Gotteshand wird lohnend, richtend, strafend und erhaltend, Völker zerstreuend und wieder sammelnd wie in Jissroéls so in der Völker Geschichte gezeigt. Und zwar, sicher nicht unabsichtlich, mit ganz den gleichen Worten. Um die Völker, nicht etwa bloß Jissroél, vor ferneren Ausschreitungen ägyptischer Willkür zu schützen, soll (V.25) Ägyptens Macht auch nach seiner Restauration in engen Schranken gehalten werden. Durch die Worte: ושבתי את שבות מצרים, die ganz identisch sind mit dem so häufig wiederkehrenden ושבתי את שבות עמי, wird die unmittelbare innige persönliche Gottesnähe bei Mizrajim, und dessen Gedeihen auf dem heimatlichen Boden, ebenso als Augenmerk der göttlichen Vorsehung ausgesprochen, wie bei Jissroél.

    …

     (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 109-116  Kommentar zu Ezechiel Kap 28 V.25…) 

    14-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    13-01-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt WOÉRO
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                       (1850-1926)


    וארא


    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Woéro (Auszug)

     

    דבר נא באזני העם Wie hat doch die Weisheit der Weisen uns dieses נא der göttlichen Aufforderung in seiner zarten Innigkeit verstehen gelehrt! „Rede doch“ – es ist wohl noch nicht an der Zeit, רכוש גדול ist wohl für sie noch nicht angebracht, sie sind noch lange nicht reif dazu – und wenn doch? Auf wen anders mochte Gott wohl in dieser Stunde „Rücksicht“ genommen haben auf unseren Stammvater, jenen צדיק, wie die Weisen ihn gerade hier nennen, der es in seinem צדקות, in seiner vorbildlichen Pflichttreue nimmer begriffen hätte, daß selbst ein mizrisches Golus nicht imstande war, seinen Nachkommen die dauernde Reife zur Hinnahme von רכוש גדול zu verleihen! Abraham, der seinem Volke für alle Folgezeit auf den „Doppelhöhen“ seines gottnahen Lebens vorgewandelt ist, der nach seinem „mizrischen“ Golus רכוש גדול mitnahm – ואברהם כבד מאד במקנה בכסף ובזהב (1 B.M. 13,2) – ohne daß es ihn in seiner Lebensaufgabe irre machte, der vielmehr וילך למסעיו „seinen früheren Zügen nachging“, בדרך שהלך חזר  „ auf dem Weg, den er gekommen, wieder zurückkehrte“, fügen die Weisen erklärend hinzu (מ"ר): der sich gleich geblieben, auch in glücklichen, mit irdischer Fülle gesegneten Lebensverhältnissen Gott den Altar seiner Lebensweihe und Lebenshuldigung errichtete – Abraham sollte nicht irre werden an der göttlichen Verheißung, die seinen Nachkommen ein heiteres, glückliches Volksleben zugesichert hatte – wenn auch Gott recht wohl wußte, daß noch manches Golus-Leid über sein Volk kommen mußte, bis es für diese Lebensbestimmung die dauernde Reife gewonnen haben würde.

    Wiederholt hat seitdem Gott unserem Volke רכוש גדול gereicht, und noch immer wieder hat klägliches וישמן ישרון ויבעט gezeigt, daß uns die Reife für die „Doppelhöhe des Lebens“ mangelte – und so mußte uns Gott immer wieder der rohen Gewalt pharaonischer Bedrücker preisgeben.

    Kein Wort der Rechtfertigung für all das unendliche Leid, für den satanischen Haß und die grausame Entrechtung, die unsere Feinde in den Jahrtausenden unseres Golus auf uns häuften –

    Uns steht für alle Zeiten an der Spitze der Gottessendung an Pharao נס של תנין das Wunder, daß der Stab in ein Krokodil sich wandelte – Was es soll, fragen die Weisen?

    Dieses „Wassertier, das da in seinen Strömen ruht, glaubt in ungemessener, ungezügelter Rohheit seinen tierischen Instinkten sich hingeben zu können, glaubt sich austoben zu können „mordend, vernichtend gegen Amroms Sohn“ und ist doch nur ein „Stab“ in Gottes Hand, der wohl auch verletzen kann, aber nur, wenn eine höhere Intelligenz ihn führt, der aber auch zur Stütze wird, sobald sein Meister es will – –

    Und so erwies sich die scheinbar ungefesselte Wut des „Krokodils“ als Stab, wenn auch als Zuchtrute in der Hand Gottes – Und auch für die Folge haben „Aschur“ und alle Völker, unter deren Druck unsere Golus-Geschichte sich vollendete, שבט אפי sich als „Zuchtrute in Gottes Hand“ (Jes. 10,5) sich bewährt. –

    Oh, daß das Golus-Leid uns endlich die Reife bringen möchte für die heitere Verwirklichung unserer von Gott uns verbrieften Volksbestimmung!

    Laßt uns unseren Kindern mit dem leuchtenden Beispiel jüdischer Pflichterfüllung vorangehen! Zeigen wir ihnen, daß uns die Pflege unserer Thoragüter Lebensinhalt bedeutet, bringen wir dem Gotteswillen in allen Lebenslagen unverbrüchliche Treue entgegen, und wir werden mit unserem Leben die heißersehnte Zeit herbeiführen helfen, in der unser so schwer geprüftes Volk seine Golus-Fesseln abschüttelt und, von Gott geführt, die „Doppelhöhen seines Erdenlebens“ ersteigt – ירכבהו על במותי ארץ

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung zweiter Teil Exodus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1931 S.12- 13

    13-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    12-01-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.„Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“ 14. Folge
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    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

     

    …

    IV.DIE WIRKUNGEN DES ZIONISMUS

     

    a)       Sein positiver Einfluss

     

    Der offizielle Zionismus ist erst fünfzehn Jahre alt, im Bewußtsein der Zeitgenossen eine große Spanne Zeit, vor der Geschichte und ihren Zeiträumen ein armseliges Nichts.  Es wäre natürlich verfehlt, schon heute nach seinen praktischen Leistungen ein völlig abschließendes Urteil über die in der Bewegung schlummernde Kraft zu fällen. Wir trauen zwar dem Arbeitsplane nicht viel zu, schon darum, weil er trotz der Einhelligkeit des Endziels doch eine sehr starke Zersplitterung zeigt und soviel Anfänge und Ansätze aufweist daß kaum etwas davon durchgeführt werden kann. Das durch die falsche Theorie bedingte, endlich giltige wirkliche Scheitern kann sich jedoch erst  nach Menschenaltern klar herausstellen.

    Durchaus nicht spurlos dagegen ist seine politische Seite am jüdischen Leben vorübergegangen, und in den hier deutlich verspürbaren Wirkungen ist die Möglichkeit einer Probe auf das Exempel gegeben. Eine der Ideen nach schlechten Bewegung kann sich auf die Dauer nie in günstigen Einflüssen äußern, und das jüdische Leben von heute muß man studieren, um den Wert der Ideen, des sittlichen Kerns und der Berechtigung des Zionismus zu erfassen.  An der Frucht erkennt man  den Baum!

    Eins sei vorausgeschickt: daß der Zionismus auf das jüdische Leben eine sehr anregende Wirkung gehabt hat, wird nicht bestritten werden können. Daß er viele Gleichgiltige zur aktiven Arbeit herangezogen hat, daß er auch Gegner zur Vertiefung seines Standpunktes zwang, muß ihn der ehrliche Beurteiler ohne weiteres zustehen. Wenn aber der Zionismus sich auf diese Tatsache so ungeheuer viel zu Gute tut, wenn er es sogar so darstellt, als ob er das Treibende Moment der gesamten modernen jüdischen Bewegung wäre, so liegt darin eine so arge Uerbertreibung, daß eine Zurückweisung sich erübrigt. Die gesamte „jüdische Renaissance“  unserer Tage stammt – das Wort selber ausgenommen – von Nichtzionisten her. Weder verdankt man den Zionisten die großartige, wissenschaftliche Arbeit, die von ihnen nicht beeinflußt, nicht gefördert, nicht gepflegt wird, noch haben sie an den Wohltätigkeitsinstitutionen etwas geschaffen. Höchstens versuchen sie, wie das Beispiel der deutschen Alliancegmeinschaft es beweist, das von anderen errichtete zu zerstören. Die Selbstbewußtseinsbewegung ist vor dem Auftreten des Zionismus gegründet worden und sie findet sogar auf Schritt und Tritt seine erbitterte Feindschaft. Die Erziehungsorganisationen,  vor allem den Orden Bne B’rith, haben noch niemals mit dem Zionismus zu tun gehabt und blühen trotzdem zum Segen für das deutsche Judentum. Überall ist seine positive Arbeit gering, ja oft bremst sie den wirklichen Fortschritt, wovon auch die aufblühende neutrale Jugendbewegung  ein Lied zu singen weiß. Mann läßt sich aber durch den unendlichen Wortschwall  leicht täuschen, mit dem die Zionisten ihre Unternehmungen einleiten und begleiten.  Da sie nun über eine unendliche Menge von redegewandten Agitatoren verfügen,  sind ihre rednerische Leistungen gewiß glänzend, und es ist im Interesse des Judentums  nur  erfreulich daß Reden keine Taten sind.  Hier liegt auch ihr wichtigster positiven Einfluß, denn vielleicht die nachhaltigste Einwirkung hat die zionistische Phraseologie gehabt. Die Bewegung hat einen eigenen Schatz  von Schlagwörter geschaffen, die sich nach etwas anhören, und die dann – leider, leider – unbesehen auch  von den Gegnern selbst dort übernommen  worden sind, wo sie halbe Phrase sind und bleiben. Wer in künftiger Zeit geschichtlich  die Einflüße des Zionismus auf das Judentum des zwanzigsten Jahrhunderts  untersuchen will, wird sie hautsächlich unter  den Rubriken „Rhetorik“ und „Sprachschatz“ aufzusuchen haben.

     

     (wird fortgesetzt)

     

    Erscheint bereits in Jeschurun Judentum gegen Zionismus in Folgen, als Teil unseres Studienprogramms  Jahrgang 5770/5771

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    12-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    11-01-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.27. TEWESS Jahrzeit von Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
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    Die abgebildete historische Einladungskarte erscheint erstmalig im Internet!

    11-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Wie Reb Salmen Spitzer über S.R. Hirsch dachte
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    Heute, am 27. Tewess ist der Jahrzeit von Rabbiner S.R. HIRSCH. Aus diesem Anlaß bringen  wir – in deutsche Übersetzung – die Wertschätzung  des großen Rabbiners durch eines seiner hervorragende Zeitgenossen.  Reb Salmen Spitzer, der würdige Schwiegersohn des Chassam Saufer, war der Begründer der Wiener Orthodoxie und wirkte ganz im Geiste des Chassam Saufer. „Wenn er trotzdem in seinem in seinem „Tikun Schlaumo“ über Hirsch  in so warmen Wörter spricht, darf man auch von den jungen Menschen der Gegenwart zumindest ein klein wenig Achtung und ein gemäßigteren Ton verlangen“ schrieb die Redaktion des Wiener Wochenblattes „Jüdische Presse“ in ihre Ausgabe 24, 1929 – hier in Beilage zu lesen – „nach eine etwas zu hitzige Polemik über Hirsch“.

    Es sei nur vorweg genommen daß Reb Salmen Spitzer über den „Zadik von Frankfort“, „Raw und Zadik Schamschon Hirsch“ urteilt : „Genau wie der Chassam Saufer für die Erhaltung der Tauroh bis Moschiachs Zeiten durch seine Tausende von Schülern gesorgt hatte, ebenso hat er für die Emunoh in Deutschland  für alle Zeiten gewirkt , aber er hat nicht allein für seine Stadt und für sein Land gelebt sondern auch durch seine Werke für die Welt“.

    Bijlagen:
    JPW 1929 24 Salmen Spitzer über S.R. HIRSCH 1.JPG (208.4 KB)   
    JPW 1929 24 Salmen Spitzer über S.R. HIRSCH 2.JPG (42.9 KB)   

    11-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Raphael BREUER: 'Was hat Rabbiner Hirsch unserer Zeit zu sagen? (3. Ablieferung)
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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

                     (1881-1932)



    WAS HAT RABBINER HIRSCH UNSERER ZEIT ZU SAGEN? (3.Ablieferung)

     

    Rede gehalten anlässlich der am Vorabend des 27.Teweth 5691 von der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft in Frankfurt a. M. veranstalteten Jahreszeitgedenkfeier.

     

    II.

     

    Hundert Jahre sind vergangen, seitdem sein mächtiges Wort zum ersten Mal erklang, 42 Jahre, seitdem er seine Kehilla und sein Volk verließ. Wodurch unterscheidet sich unsere Zeit von seiner Zeit? Das entscheidende Erlebnis unserer Tage ist der Weltkrieg und alles das, was nach ihm kam. Wir haben in den letzten 16 Jahren etwas gelernt, was den Menschen, die zwischen 1870 und 1914 lebten, nur aus der Überlieferung bekannt war: Wir haben gelernt, was Geschichte ist. Wir haben in diesen 16 Jahre Dinge erlebt und erleben sie noch heute Tag für Tag, die der vorhergehenden Generationen nur aus Geschichtsbüchern bekannt waren. Die haben Geschichte gelesen, wir haben Geschichte erlebt und erleben sie noch heute unausgesetzt Tag für Tag. Und darum möchte ich geradezu behaupten, daß die geistige und politische Botschaft Rabbiner Hirschs, die von historischen Erlebnisse und Erkenntnissen geradezu durchtränkt war, unsere Generation näher steht und mehr zu sagen hat als der , die der unsrigen unmittelbar vorausgegangen ist.

    Versuchen wir’s doch einmal, uns in die Jugendzeit Rabbiner Hirschs zurückzuversetzen. Das große Erlebnis seiner Jugend waren die politischen, sozialen und kulturellen Nachwirkungen der französischen Revolution und der napoleonischen Zeit. Wer seine Rede kennt, die er 50 Jahre nach der Leipziger Völkerschlacht im Beth Haknéses unserer Adas Jeschurun gehalten hat, eine Rede, die man nicht lesen kann, ohne sich vom Hauch des Gottes der Geschichte angeweht zu fühlen, eine Rede, die mit unerhörter Leidenschaft und Ergriffenheit „eine von jene Stunden“ gefeiert hat, „in welchen Gott einzieht in die Geschichte“, wer diese Rede kennt, – eine politische Mussar-Rede, die das Walten des ewigen Rechtes im Völkerleben besingt – צדק לפניו יהלוך Recht geht vor seinem Angesichte her, wo das Recht siegreich einzieht in die Zeiten, da kannst Du wissen: וישם לדרך פעמיו da ist der Eintritt der Gotteswege auf Erden – wer diese wundervolle Rede Rabbiner Hirschs kennt, der weiß, daß die Ehrfurcht vor dem Walten Gottes in der Geschichte und der Glaube an den endlichen Sieg des Rechtes auf Erden das Grundgefühl seines Innenlebens und die alles beherrschende Richtlinie seiner Botschaft war.

    Schulter an Schulter mit dem deutschen Bürgertum haben im vorigen Jahrhundert Deutschlands Juden für den Sieg  des Rechtes gekämpft. Die Befreiung des deutschen Bürgers aus den Fesseln des alten Feudalstaates hat auch dem deutschen Juden die Gleichberechtigung gebracht. So tief Rabbiner Hirsch die religiösen Gefahren der Emanzipation durchschaut hat, so hat er sie doch allezeit als einen Triumph des Rechtes über die Gewalt empfunden und in begeisterten Worten gefeiert. Und wenn er heute wieder auferstände und es erlebte, wie dieses deutsche Bürgertum, dem er sich im Kampf ums Recht als deutscher Jude fühlte, im Zeitalter des Nationalsozialismus und Bolschewismus Gefahr läuft, von den Wogen eines völkischen oder proletarischen Lebensgefühls verschlungen zu werden; wenn er heute sähe, wie es der völkischen Bewegung immer mehr und mehr gelingt, ihren Geistestypus am ausgeprägtesten auf das deutschen Bürgertum zu übertragen, und die größte politische Gefahr unserer Gegenwart, die Zerstörung des Rechtgedankens, bedrohlicher wird von Tag zu Tag: dann wäre seine Mahnung an uns, die klassischen Ideale des deutschen Bürgertums von der Freiheit und Gleichberechtigung der Menschgen im Interesse des Deutschtums und des Judentums für die Zukunft retten zu helfen! Denn was er damals an jenem 18. Oktober 1863 in seinem Beth Haknéses gesprochen, das hat ja für unsere Zeit eine Resonanz von ungeahnter Kraft gewonnen. War es damals eine Wahrheit, daß man nicht mit dem Rechtsgedanken spielen darf, daß סמא דחיי למיימינים בה סמא דמותא למשמאילים בה, daß das mißbrauchte Recht die Gewalt, die mißbrauchte Freiheit die Tyrannei zu ihrem Rächer setzt, daß darin eben die göttliche Allmacht des gottgesandten Rechtes sich offenbart, daß es über Menschen und Völker, Hütten und Paläste zertrümmernd dahinschreitet, bis es in seiner Reinheit und Glorie begriffen und ihm in Aufrichtigkeit gehuldigt wird: dann hat diese Wahrheit, weiß Gott, in unseren Tagen von ihrer erschütternden Wucht nichts verloren. Der Schrei nach der Diktatur, der heute im politischen Leben von rechts und von links ertönt, er versetzt uns zurück in die Zeit der französischen Revolution, in der die Völker zeigten, wie unreif sie waren für die Freiheit und das Recht und wie aus dieser Unreife der Tyrann emporwachsen mußte, der ihnen den Fuß der Gewalt auf den geknechteten Nacken setzte. An jenem 18. Oktober 1863 schien diese Zeit endgültig vorbei zu sein, und in ergreifenden Worten hat ihr Rabbiner Hirsch das Totenlied gesungen. Heute ist der  Tyrann in zwiefacher Verkleidung, in fascistischem und bolschewistischem Gewande, zu neuem Leben erwacht. Und da hätte Rabbiner Hirsch uns nichts mehr zu sagen?

     

    Quelle:  Nachalath Z’wi Eine Monatschrift für Judentum in Lehre und Tat, herausgegeben vom Vorstand der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft. I. Jahrgang 5691/1930-31, S. 84-101

     

    Dieser Aufsatz brachten wir als Teil unseres Studienprogramms Herbst-Winter 5769 und speziell zum Jahrestag „runden Geburtstag“ von Rabbiner Samson Raphael HIRSCH (1808 -1888). Wird  fortgesetzt.

    11-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Wir beten für die Auflösung der zionistischen Entität
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    Shmiel Mordche BORREMAN,

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