Foto

Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
(1808-1888)

Foto
Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH
(1833-1900)
Foto
Rabbiner Dr. Salomon BREUER
(1850 - 1926)
Foto
Rabbiner Dr. Raphael BREUER
(1881-1932)
Foto
Reb Julius HIRSCH
(1842-1909)
Jubelsinget, Gerechte, in Gottesanschauung, den Geraden geziemt Thatenoffenbarungslied (Psalm 33)

ברוך הבא!    السلام عليكم!

 

Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Thora tegen nationaal-jodendom (sionisme)


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’études rabbiniques YECHOUROUN, Thora contre national-judaïsme (sionisme).

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Thora. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus).

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Thora against Nationaljudaism (Zionism).

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

Inhoud blog
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Bolok
  • Rabbiner Dr. Raphael BREUER: Die Autorität der Rabbinen
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER: „Ein judisch-geschichtlicher Wegweiser”(8)
  • Psalm 109,28 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Bolok
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt CHUKASS
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Chukass
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Chukass
  • „Misrachistische Begriffsverwirrung“ Jüdische Monatshefte 1918 Heft 3 u. 4
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER: „Ein judisch-geschichtlicher Wegweiser”(7)
  • Psalm 106,32 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Chukass
  • Rabbiner Dr. Raphael BREUER 'S.R. HIRSCH und der Chassam Sofer'
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt Kaurach
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Kaurach
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH: Kommentar Segenspruch „…der dem Hahne Verstand gegeben zu unterscheiden....“
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER: „Ein judisch-geschichtlicher Wegweiser”(6)
  • Sprüche 24,21 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Kaurach
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt SCHELACH LECHO
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar Schelach lecho
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Schelach Lecho
  • Samson Raphael HIRSCH: Kommentar zur Gebet „Leaulom“
    INTERESSANTE LINKS
  • ANTIQUARIAAT BOEKHANDEL SPINOZA
  • 'DER ISRAELIT'
  • Mehrsprachige Seite „Yakov RABKIN, Historian and Author“
  • MUSLIM BRIDGES
  • Int'l Middle East Media Center
  • EUROPEAN JEWS FOR A JUST PEACE EJJP
  • The Palestine Information Center (PIC)
  • www.islamverurteiltantisemitismus.com
  • PALESTINA IN DE MEDIA
    NOG MEER INTERESSANTE LINKS
  • PEACE PALESTINE (UK)
  • CENTRE D'INFORMATION PALESTINIEN
  • PALESTINE CHRONICLE
  • DESERTPEACE
  • TIKUN_OLAM
  • International Middle East Media Center
  • PALESTINIAN CAMPAIGN FOR ACADEMIC & CULTURAL BOYCOT
  • INTERNATIONAL SOLIDARITY MOVEMENT GERMANY
  • JEWS OF LEBANON
  • ALAN HART DIARY
    NOCH MEHR INTERESSANTE LINKS
  • COMPACTMEMORY.DE
  • MONDIALISATION.CA
  • Crossing the Crescent.
  • CAMPAIGN TO END ISRAELI APARTHEID, Southern California
  • PALESTINIAN MOTHERS
  • 14 Friends of Palestine
  • AL-ADALA GERECHTIGKEIT
  • LINKS
  • MONDOWEISS
  • CAMPO ANTIIMPERIALISTA Ribellarsi è necessario
  • Yeshiva University On Line
  • ISRAEL VERSUS JUDAISM
  • Zoeken in blog

    Archief
  • Alle berichten
    62 JAAR NAKBA, 62 JAAR THORAVIJANDELIJKE ZIONISTISCHE STAAT, WEG ERMEE!
    Foto

    Rabbiner Josef Chaim SONNENFELD
    (1848-1932)

    Foto

    Dr. Jacob Israël DE HAAN
    (1881-1924)

    Foto
    Dr. Nathan BIRNBAUM
    (1864-1937)
    Foto

    Rabbiner Pinchos KOHN
    (1867-1942)

    Foto

    Rabbiner Ernest WEILL
    (1865-1947)

    Foto
    Foto
    Foto
    IVJ exposes the vicious Zionist oppression of religious Jews who object to serve in the IDF, or protest its regime.
    Foto
    JESCHURUN
    Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus)
    12-01-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.„Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“ 14. Folge
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

     

    …

    IV.DIE WIRKUNGEN DES ZIONISMUS

     

    a)       Sein positiver Einfluss

     

    Der offizielle Zionismus ist erst fünfzehn Jahre alt, im Bewußtsein der Zeitgenossen eine große Spanne Zeit, vor der Geschichte und ihren Zeiträumen ein armseliges Nichts.  Es wäre natürlich verfehlt, schon heute nach seinen praktischen Leistungen ein völlig abschließendes Urteil über die in der Bewegung schlummernde Kraft zu fällen. Wir trauen zwar dem Arbeitsplane nicht viel zu, schon darum, weil er trotz der Einhelligkeit des Endziels doch eine sehr starke Zersplitterung zeigt und soviel Anfänge und Ansätze aufweist daß kaum etwas davon durchgeführt werden kann. Das durch die falsche Theorie bedingte, endlich giltige wirkliche Scheitern kann sich jedoch erst  nach Menschenaltern klar herausstellen.

    Durchaus nicht spurlos dagegen ist seine politische Seite am jüdischen Leben vorübergegangen, und in den hier deutlich verspürbaren Wirkungen ist die Möglichkeit einer Probe auf das Exempel gegeben. Eine der Ideen nach schlechten Bewegung kann sich auf die Dauer nie in günstigen Einflüssen äußern, und das jüdische Leben von heute muß man studieren, um den Wert der Ideen, des sittlichen Kerns und der Berechtigung des Zionismus zu erfassen.  An der Frucht erkennt man  den Baum!

    Eins sei vorausgeschickt: daß der Zionismus auf das jüdische Leben eine sehr anregende Wirkung gehabt hat, wird nicht bestritten werden können. Daß er viele Gleichgiltige zur aktiven Arbeit herangezogen hat, daß er auch Gegner zur Vertiefung seines Standpunktes zwang, muß ihn der ehrliche Beurteiler ohne weiteres zustehen. Wenn aber der Zionismus sich auf diese Tatsache so ungeheuer viel zu Gute tut, wenn er es sogar so darstellt, als ob er das Treibende Moment der gesamten modernen jüdischen Bewegung wäre, so liegt darin eine so arge Uerbertreibung, daß eine Zurückweisung sich erübrigt. Die gesamte „jüdische Renaissance“  unserer Tage stammt – das Wort selber ausgenommen – von Nichtzionisten her. Weder verdankt man den Zionisten die großartige, wissenschaftliche Arbeit, die von ihnen nicht beeinflußt, nicht gefördert, nicht gepflegt wird, noch haben sie an den Wohltätigkeitsinstitutionen etwas geschaffen. Höchstens versuchen sie, wie das Beispiel der deutschen Alliancegmeinschaft es beweist, das von anderen errichtete zu zerstören. Die Selbstbewußtseinsbewegung ist vor dem Auftreten des Zionismus gegründet worden und sie findet sogar auf Schritt und Tritt seine erbitterte Feindschaft. Die Erziehungsorganisationen,  vor allem den Orden Bne B’rith, haben noch niemals mit dem Zionismus zu tun gehabt und blühen trotzdem zum Segen für das deutsche Judentum. Überall ist seine positive Arbeit gering, ja oft bremst sie den wirklichen Fortschritt, wovon auch die aufblühende neutrale Jugendbewegung  ein Lied zu singen weiß. Mann läßt sich aber durch den unendlichen Wortschwall  leicht täuschen, mit dem die Zionisten ihre Unternehmungen einleiten und begleiten.  Da sie nun über eine unendliche Menge von redegewandten Agitatoren verfügen,  sind ihre rednerische Leistungen gewiß glänzend, und es ist im Interesse des Judentums  nur  erfreulich daß Reden keine Taten sind.  Hier liegt auch ihr wichtigster positiven Einfluß, denn vielleicht die nachhaltigste Einwirkung hat die zionistische Phraseologie gehabt. Die Bewegung hat einen eigenen Schatz  von Schlagwörter geschaffen, die sich nach etwas anhören, und die dann – leider, leider – unbesehen auch  von den Gegnern selbst dort übernommen  worden sind, wo sie halbe Phrase sind und bleiben. Wer in künftiger Zeit geschichtlich  die Einflüße des Zionismus auf das Judentum des zwanzigsten Jahrhunderts  untersuchen will, wird sie hautsächlich unter  den Rubriken „Rhetorik“ und „Sprachschatz“ aufzusuchen haben.

     

     (wird fortgesetzt)

     

    Erscheint bereits in Jeschurun Judentum gegen Zionismus in Folgen, als Teil unseres Studienprogramms  Jahrgang 5770/5771

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    12-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    11-01-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.27. TEWESS Jahrzeit von Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Die abgebildete historische Einladungskarte erscheint erstmalig im Internet!

    11-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Wie Reb Salmen Spitzer über S.R. Hirsch dachte
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Heute, am 27. Tewess ist der Jahrzeit von Rabbiner S.R. HIRSCH. Aus diesem Anlaß bringen  wir – in deutsche Übersetzung – die Wertschätzung  des großen Rabbiners durch eines seiner hervorragende Zeitgenossen.  Reb Salmen Spitzer, der würdige Schwiegersohn des Chassam Saufer, war der Begründer der Wiener Orthodoxie und wirkte ganz im Geiste des Chassam Saufer. „Wenn er trotzdem in seinem in seinem „Tikun Schlaumo“ über Hirsch  in so warmen Wörter spricht, darf man auch von den jungen Menschen der Gegenwart zumindest ein klein wenig Achtung und ein gemäßigteren Ton verlangen“ schrieb die Redaktion des Wiener Wochenblattes „Jüdische Presse“ in ihre Ausgabe 24, 1929 – hier in Beilage zu lesen – „nach eine etwas zu hitzige Polemik über Hirsch“.

    Es sei nur vorweg genommen daß Reb Salmen Spitzer über den „Zadik von Frankfort“, „Raw und Zadik Schamschon Hirsch“ urteilt : „Genau wie der Chassam Saufer für die Erhaltung der Tauroh bis Moschiachs Zeiten durch seine Tausende von Schülern gesorgt hatte, ebenso hat er für die Emunoh in Deutschland  für alle Zeiten gewirkt , aber er hat nicht allein für seine Stadt und für sein Land gelebt sondern auch durch seine Werke für die Welt“.

    Bijlagen:
    JPW 1929 24 Salmen Spitzer über S.R. HIRSCH 1.JPG (208.4 KB)   
    JPW 1929 24 Salmen Spitzer über S.R. HIRSCH 2.JPG (42.9 KB)   

    11-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Raphael BREUER: 'Was hat Rabbiner Hirsch unserer Zeit zu sagen? (3. Ablieferung)
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

                     (1881-1932)



    WAS HAT RABBINER HIRSCH UNSERER ZEIT ZU SAGEN? (3.Ablieferung)

     

    Rede gehalten anlässlich der am Vorabend des 27.Teweth 5691 von der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft in Frankfurt a. M. veranstalteten Jahreszeitgedenkfeier.

     

    II.

     

    Hundert Jahre sind vergangen, seitdem sein mächtiges Wort zum ersten Mal erklang, 42 Jahre, seitdem er seine Kehilla und sein Volk verließ. Wodurch unterscheidet sich unsere Zeit von seiner Zeit? Das entscheidende Erlebnis unserer Tage ist der Weltkrieg und alles das, was nach ihm kam. Wir haben in den letzten 16 Jahren etwas gelernt, was den Menschen, die zwischen 1870 und 1914 lebten, nur aus der Überlieferung bekannt war: Wir haben gelernt, was Geschichte ist. Wir haben in diesen 16 Jahre Dinge erlebt und erleben sie noch heute Tag für Tag, die der vorhergehenden Generationen nur aus Geschichtsbüchern bekannt waren. Die haben Geschichte gelesen, wir haben Geschichte erlebt und erleben sie noch heute unausgesetzt Tag für Tag. Und darum möchte ich geradezu behaupten, daß die geistige und politische Botschaft Rabbiner Hirschs, die von historischen Erlebnisse und Erkenntnissen geradezu durchtränkt war, unsere Generation näher steht und mehr zu sagen hat als der , die der unsrigen unmittelbar vorausgegangen ist.

    Versuchen wir’s doch einmal, uns in die Jugendzeit Rabbiner Hirschs zurückzuversetzen. Das große Erlebnis seiner Jugend waren die politischen, sozialen und kulturellen Nachwirkungen der französischen Revolution und der napoleonischen Zeit. Wer seine Rede kennt, die er 50 Jahre nach der Leipziger Völkerschlacht im Beth Haknéses unserer Adas Jeschurun gehalten hat, eine Rede, die man nicht lesen kann, ohne sich vom Hauch des Gottes der Geschichte angeweht zu fühlen, eine Rede, die mit unerhörter Leidenschaft und Ergriffenheit „eine von jene Stunden“ gefeiert hat, „in welchen Gott einzieht in die Geschichte“, wer diese Rede kennt, – eine politische Mussar-Rede, die das Walten des ewigen Rechtes im Völkerleben besingt – צדק לפניו יהלוך Recht geht vor seinem Angesichte her, wo das Recht siegreich einzieht in die Zeiten, da kannst Du wissen: וישם לדרך פעמיו da ist der Eintritt der Gotteswege auf Erden – wer diese wundervolle Rede Rabbiner Hirschs kennt, der weiß, daß die Ehrfurcht vor dem Walten Gottes in der Geschichte und der Glaube an den endlichen Sieg des Rechtes auf Erden das Grundgefühl seines Innenlebens und die alles beherrschende Richtlinie seiner Botschaft war.

    Schulter an Schulter mit dem deutschen Bürgertum haben im vorigen Jahrhundert Deutschlands Juden für den Sieg  des Rechtes gekämpft. Die Befreiung des deutschen Bürgers aus den Fesseln des alten Feudalstaates hat auch dem deutschen Juden die Gleichberechtigung gebracht. So tief Rabbiner Hirsch die religiösen Gefahren der Emanzipation durchschaut hat, so hat er sie doch allezeit als einen Triumph des Rechtes über die Gewalt empfunden und in begeisterten Worten gefeiert. Und wenn er heute wieder auferstände und es erlebte, wie dieses deutsche Bürgertum, dem er sich im Kampf ums Recht als deutscher Jude fühlte, im Zeitalter des Nationalsozialismus und Bolschewismus Gefahr läuft, von den Wogen eines völkischen oder proletarischen Lebensgefühls verschlungen zu werden; wenn er heute sähe, wie es der völkischen Bewegung immer mehr und mehr gelingt, ihren Geistestypus am ausgeprägtesten auf das deutschen Bürgertum zu übertragen, und die größte politische Gefahr unserer Gegenwart, die Zerstörung des Rechtgedankens, bedrohlicher wird von Tag zu Tag: dann wäre seine Mahnung an uns, die klassischen Ideale des deutschen Bürgertums von der Freiheit und Gleichberechtigung der Menschgen im Interesse des Deutschtums und des Judentums für die Zukunft retten zu helfen! Denn was er damals an jenem 18. Oktober 1863 in seinem Beth Haknéses gesprochen, das hat ja für unsere Zeit eine Resonanz von ungeahnter Kraft gewonnen. War es damals eine Wahrheit, daß man nicht mit dem Rechtsgedanken spielen darf, daß סמא דחיי למיימינים בה סמא דמותא למשמאילים בה, daß das mißbrauchte Recht die Gewalt, die mißbrauchte Freiheit die Tyrannei zu ihrem Rächer setzt, daß darin eben die göttliche Allmacht des gottgesandten Rechtes sich offenbart, daß es über Menschen und Völker, Hütten und Paläste zertrümmernd dahinschreitet, bis es in seiner Reinheit und Glorie begriffen und ihm in Aufrichtigkeit gehuldigt wird: dann hat diese Wahrheit, weiß Gott, in unseren Tagen von ihrer erschütternden Wucht nichts verloren. Der Schrei nach der Diktatur, der heute im politischen Leben von rechts und von links ertönt, er versetzt uns zurück in die Zeit der französischen Revolution, in der die Völker zeigten, wie unreif sie waren für die Freiheit und das Recht und wie aus dieser Unreife der Tyrann emporwachsen mußte, der ihnen den Fuß der Gewalt auf den geknechteten Nacken setzte. An jenem 18. Oktober 1863 schien diese Zeit endgültig vorbei zu sein, und in ergreifenden Worten hat ihr Rabbiner Hirsch das Totenlied gesungen. Heute ist der  Tyrann in zwiefacher Verkleidung, in fascistischem und bolschewistischem Gewande, zu neuem Leben erwacht. Und da hätte Rabbiner Hirsch uns nichts mehr zu sagen?

     

    Quelle:  Nachalath Z’wi Eine Monatschrift für Judentum in Lehre und Tat, herausgegeben vom Vorstand der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft. I. Jahrgang 5691/1930-31, S. 84-101

     

    Dieser Aufsatz brachten wir als Teil unseres Studienprogramms Herbst-Winter 5769 und speziell zum Jahrestag „runden Geburtstag“ von Rabbiner Samson Raphael HIRSCH (1808 -1888). Wird  fortgesetzt.

    11-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Raphael BREUER: 'Was hat Rabbiner Hirsch unserer Zeit zu sagen? (2. Ablieferung)
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

    (1881-1932)


    WAS HAT RABBINER HIRSCH UNSERER ZEIT ZU SAGEN?
    (2.Ablieferung)

     

    I.

    Machen wir uns zunächst einmal klar, was Rabbiner Hirsch seiner Zeit zu sagen hatte. Seine Botschaft, zu der er auserkoren war, bestand in der Hauptsache darin, seinen Schicksalsgenossen den Glauben an die Thora, der ihnen völlig abhanden gekommen war, wiederzugeben. Seine Schicksalsgenossen: das waren die deutschen Juden des vorigen Jahrhunderts, die entweder in ungezählten Scharen vom alten Väterglauben abfielen oder nach einer neuen Form des Judenseins ausspäthen, die ihnen den Abfall vom Alten ersparen und den Anschluß an das Neue ermöglichen sollte. Diesen Schwankenden, Zweifelnden, Sehnsüchtigen, die vom Geist der neuen Zeit im innersten ergriffen und erschüttert waren, die wohl auf der einen Seite den Abfall vom Alten als erbärmlichen Verrat durchschauten, aber doch auf der anderen Seite nicht recht wußten, wie sie den Anschluß an das neue gewinnen sollten, ohne auf den Weg des Verrates abzugleiten: das waren die Menschen für die Rabbiner Hirsch ein von Gott gesandter Führer und Retter, ein zweiter מורה נבוכים wurde.

    Die Art und Weise, wie er zu diesen Menschen sprach, mußte ihre Seelen zum Klingen bringen, sofern sie nur guten Willens und von ehrlicher Aufnahmebereitschaft waren. Wie er die Thora lehrte und lernte; wie er einen Bibelvers, ein Wort des Talmud und des Midrasch ansah, aussprach und darlegte; wie er in den klassischen Quellen der jüdischen Lehre, des jüdischen Denkens und Fühlens in unverfälschter Reinheit und Ursprünglichkeit, aber doch mit solcher originaler Kraft wiederzugeben verstand, daß sie die Menschen seiner Zeit wie neu geschaffen anmuteten: das hat ihm in der schöpferischen Genialität seiner Einmaligkeit keiner seiner Zeitgenossen nachgemacht. Uns mag heute manches selbstverständlich vorkommen, was erst unter dem Einfluß seiner  Wirksamkeit zum geistigen Besitztum weiter Kreise wurde. Daß wir es bei der Thora und Mizwaus mit weltbewegenden, weltgestaltenden, weltumformenden geistigen Mächten zu tun haben; daß diese Thora der Inbegriff unerhörter philosophischer, politischer, sozialer und wirtschaftlicher Aufschlüsse und Erkenntnisse ist; daß diesen Mizwaus eine erziehende Gewalt innewohnt, die von keiner modernen Fortschritt der pädagogischen Theorie und Praxis überflügelt werden kann; daß diesem jüdischen Volke mit seinem Zion der Vergangenheit und seinem Zion der Zukunft eine kosmische Aufgabe gestellt ist, deren Lösung das Heil der Menschheit bedingt; die welthistorische Weite dieser Schau, sie mag in den klassischen Zeiten der jüdischen Geschichte Gemeingut aller Wissenden und Verstehenden gewesen sein, sie mußte  aber vor hundert Jahren vom Verfasser der Neunzehn Briefe und des Chaurew wie Neuland entdeckt werden, und sie mußte gegenüber dem Hohngelächter eines seichten Aufklärertums und einer beschränkten Wissenschaftlichkeit mit starker Hand verteidigt und befestigt werden.

    Im Andenken der Nachwelt lebt Rabbiner Hirsch vielfach als Schöpfer einer neuen, modernen Orthodoxie fort. Er habe aus dem Thora- und Derech-Erez-Ausspruch unserer Weisen das Recht einer Verbindung von jüdischer und nichtjüdischer Kultur hergeleitet. Nichts ist falscher als das. Niemand war von der obersten und heiligsten Pflicht des jüdischen Volkes, die Autonomie und Souveränität seiner Thorakultur aufrecht zu erhalten, tiefer durchdrungen als er. Wie hätte er jemals auf den Gedanken kommen können, die Eigengesetzlichkeit der Thorakultur zu erschüttern, er, der den Gedanken niemals fassen konnte, wie jüdische Menschen, denen an der Erhaltung der Thora als der Seele der jüdischen Gemeinschaft etwas gelegen ist, die Souveränität dieser Thora in jüdischen Gemeinden, Verbänden, Weltorganisationen in die Forderung einer orthodoxen Partei verwandeln konnten, und der das Erlebnis dieser Verwandlung als die schmerzlichste Enttäuschung seines Lebens empfand! Thora und Derech Erez: das hieß für ihn nichts anderes, als Hineinstellen der Thora in den großen Zusammenhang der Welt. Wie sollen denn Thora und Mizwaus zu weltbewegenden, weltgestaltenden, weltumformenden geistigen Mächte werden, wie soll denn das jüdische Volk seine geschichtliche Mission erfüllen können, vor den Augen aller Welt  Zeugnis abzulegen für die Ehre Gottes und seiner Lehre, wenn Judesein mit Weltfremdheit und Weltabgeschiedenheit gleichbedeutend wäre! Wie schon der erste Jude als „Vater des Völkergewoges“ die Weltbühne betrat, um der angemaßten politischen Souveränität der Nationen die göttliche Souveränität seines jüdischen Messianismus entgegenzuhalten, wie jedes Wort, das Mosche Rabbenu und all die Propheten, die nach ihm kamen, zu ihrem Volke sprachen, Himmel und Erde zur Zeugenschaft berief und eine Botschaft messianischer Weltkultur an die ganze Menschheit war, so und nicht anders hat auch unser großen Rabbiner ז"ל seine Thora und Derech-Erez-Botschaft verstanden.

     

    Quelle:  Nachalath Z’wi Eine Monatschrift für Judentum in Lehre und Tat, herausgegeben vom Vorstand der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft. I. Jahrgang 5691/1930-31, S. 84-101

     

    Dieser Aufsatz brachten wir bereits als Teil unseres Studienprogramms Herbst-Winter 5769 und speziell zum Jahrestag „runden Geburtstag“ von Rabbiner Samson Raphael HIRSCH (1808 -1888). Wird fortgesetzt.

    11-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Raphael BREUER: 'Was hat Rabbiner Hirsch unserer Zeit zu sagen? (1. Ablieferung)
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

    (1881-1932)


    WAS HAT RABBINER HIRSCH UNSERER ZEIT ZU SAGEN? (1.Ablieferung)

     

    Rede gehalten anlässlich der am Vorabend des 27.Teweth 5691 von der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft in Frankfurt a. M. veranstalteten Jahreszeitgedenkfeier.

     

    Aus den תשובת הגאונים berichtet Raschi in Jebamoth 122a, daß schon in ganz alten Zeiten der Todestag eines großen Mannes der Ehrung seines Andenkens gewidmet war:

    יום שמת בו אדם גדול קובעים אותו לכבודו

    So haben auch wir uns heute am Vorabend des 27. Tébeth hier versammelt, um uns die Frage vorzulegen, was der אדם גדול, der einst an diesem Tage seinen Augen schloß, unserer Zeit zu sagen hat. Je mehr das Bedürfnis und die Notwendigkeit dieser Frage nur aus dem Geiste jenes stillen Zweifels zu erklären ist, der die Herzen unserer nach Klarheit drängenden Jugend erfüllt, umsomehr glauben wir es der כבוד unseres großen Rabbiners זצ"ל schuldig zu sein, auf diese Frage eine klare Antwort zu geben.

    Diese Frage ist schon einmal, vor zwanzig Jahre, aufgeworfen und beantwortet worden. Unter dem Titel „Samson Raphael HIRSCH als Erzieher“ hat damals Joseph Wohlgemuth in Berlin einen der besten seiner Aufsätze geschrieben. In begeisterten Worten schilderte Wohlgemuth in diesem Aufsatz den gewaltigen Eindruck, der vor allem Hirschs „Jeschurun“ auf ihn gemacht, als er in seinem 21. Lebensjahre über die Jahrgänge dieser Zeitschrift geriet. Von der Tischribetrachtung „Des Juden Katechismus ist sein Kalender“ sagte er da: „Ich kenne kein Produkt der nachbiblischen jüdischen Literatur, das in einer einzigen Betrachtung eine solche Fülle von Gedanken, einen so unerschöpflichen Stimmungsgehalt gegeben wie diese Tischribetrachtung“. Und von der Kislewbetrachtung „Hellenismus und Judentum“: „Unzählige Male habe ich diese Abhandlung gelesen, immer neue Anregungen für pragmatische Geschichtsbetrachtungen aus ihr empfangen.“ Und von Rabbiner Hirschs Schriften in ihrer Gesamtheit: „Die Schriften aber haben Menschen gebildet in ihrer Zeit und werden, das ist ohne Prophetengabe schon jetzt vorauszusehen, auch künftigen Geschlechtern die Wege weisen.“

    Es hat seinen tiefen Grund, daß unter allen Schriften Rabbiner Hirschs der Jeschurun es war, der auf die Zeitgenossen den größten Eindruck machte. Denn hier kam gerade das überwältigend zum Ausdruck, worin die große Kraft unseres großen Rabbiners lag: Der gewaltige Trieb zum Reden und Überreden, die flammende Sehnsucht, jüdische Menschen für Thora und Mizwoth im Sturm zu erobern, der unerschütterliche Glaube an die Siegeskraft des Wortes, vor allem aber die tiefe Überzeugung, daß wir es bei unserer Thora weder mit einem Gegenstand wissenschaftlicher Erkenntnis noch mit ästhetischen oder mystischen Offenbarung zu tun haben, sondern mit einer göttlichen Botschaft an die Menschen, die darauf wartet und darauf angewiesen ist, mit Hilfe des vom Gottesgeist beseelten Menschenwortes den Himmel auf die Erde zu pflanzen. Dieses rauschende und berauschende Menschenwort ist niemals sachlich im Sinne unserer neuen Sachlichkeit, sondern subjektiv und persönlich im höchsten und edelsten Sinne. הוצא דבר מתוך פיך „Laß hervortreten das Wort aus deinem Munde“ bemerkt der Midrasch zu dem Verse כי קרוב אליך הדבר מאד בפיך ובלבבך לעשותו Es soll aus deinem Munde sein. Und noch viel eindringlicher dürfte diese Forderung, das Gotteswort mit dem höchst persönlichen Leben einer jeden neuen Gegenwart zu erfüllen, von der Gemoro in Chulin 89a erhoben werden:

    מה אומנותו של אדם בעולם הזה ישים עצמו כאלם יכול אף לדברי תורה

    תלמוד לומר צדק תדברון  

    Beim irdischen Schaffen des Menschen ist es im allgemeinen so, daß es nur dann als vollkommen gilt, wenn der Schaffende hinter seinem Werk verschwindet, wenn der sachliche Zweck sein Persönliches „verstummen“ läßt. Nun könnte man meinen, daß es auch bei der Thora so wäre. Darum heißt es: Das göttliche Rechtssystem der Thora hat zu seinen Sachwaltern, zu seinen Boten und Verkündigern euch erkoren.

    Ist aber das göttliche Rechtssystem der Thora berufen, in einer jeden Gegenwart das Eigene und Persönliche der neuen Generation aufzuwühlen und in immer neuen Formen und Klängen die ewige Wiederkunft seiner selbst zu erleben, dann ist die Frage berechtigt, wie es sich heute mit den Worte und der Botschaft Hirschs verhält. Erst vier Jahrzehnte sind seit seinem Tode vergangen. Kann und darf man heute beim Anblick seines Werkes von Zeitbedingtheit und Zeitgebundenheit sprechen? Gehört sein Wort und seine Botschaft nur der Vergangenheit an, oder hat Rabbiner Hirsch auch unserer Zeit noch etwas zu sagen?

     

    Quelle:  Nachalath Z’wi Eine Monatschrift für Judentum in Lehre und Tat, herausgegeben vom Vorstand der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft. I. Jahrgang 5691/1930-31, S. 84-101

     

    Dieser Aufsatz brachten wir als Teil unseres Studienprogramms Herbst-Winter 5769 und speziell zum Jahrestag „runden Geburtstag“ von Rabbiner Samson Raphael HIRSCH (1808 -1888).

     

    Über Rabbiner Joseph WOHLGEMUTH (1867-1942) Herausgeber einer schlechten rabbinischen Zeitschrift mit den Namen „Jeschurun“ (1914-1932) siehe im Archiv unser Artikel vom 1.November 2007

    11-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    10-01-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Psalm 105,14 und Sprüchlein für Wochenabschnitt Woéro
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    וארא

     

    לא הניח אדם לעשקם ויכח עליהם מלכים:

     

     

    „Nirgends ließ er einen Menschen zu, ihr Recht zu kränken, und wies Könige über sie zurecht“

    Psalm 105,14 Übersetzung  Samson Raphael HIRSCH.

     




    1.

    Es bleibt des Sünders Herz verstockt

    Und gibt der Mahnung kein Gehör,

    Es ist der Satan, der ihn lockt,

    Drückt ihn die Strafe noch so schwer.

     

    2.

    Der Hölle hat er sich verschworen,

    Das Laster tobt in seiner Brust;

    Und taub fürs Gute sind die Ohren,

    Er hat an Bess’rung keine Lust.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 167  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    10-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    08-01-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt Schmauss (1.Teil)
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

                                  (1808-1888)

     

    שמות

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Schmauss (1.Teil)

     

     

    Kap. 1 V.1 Und dies sind die Namen der Söhne Jissroéls, die nach Mizrajim kamen; mit Jaakow kam jeder und sein Haus.

     

    Kap. 1, V.1 Mit dem zweiten Buche beginnt die Geschichte des jüdischen Volkes; Aus der Einzel- und Familiengeschichte wird in die Völkergeschichte hinübergeleitet durch erinnernde Nennung der einzelnen Männer, die uns bereits als „Grundstücke“ der jüdischen Volksgesamtheit bekannt sind. …

     

    V.8 Es erhob sich ein neuer König über Mizrajim, der von Josef nichts wußte;

     

    V.8 …Charakteristisch ist es sofort, daß die ganze folgende Judenfeindlichkeit dadurch motiviert wird, daß der König nichts von Josef wußte. Das Volk wußte wohl von ihm, es blickte nicht scheel auf das Judenland und das darin heranwachsende Judenvolk. Es betrachtete die Juden als Wohltäter und nicht als Eindringlinge und fand sich auch durch ihr Gedeihen nicht beengt.

     

    V.9 der sprach zu seinem Volke: Seht, ein Volk sind die Söhne Jissroéls, zu zahlreich und mächtig für uns.

     

    V.9…Bemerken wir im allgemeinen: 1) Auch dieses allererste רשעות ist durch nichts veranlaßt, was die Juden etwa verbrochen hätten; Pharao konnte nichts gegen sie vorbringen, sonst hätte er nicht der חכמה gegen sie bedurft, man hätte offen gegen sie vorgehen können. Ferner:2) das allerersteרשעות  ging nicht vom Volke, sondern von oben aus. Erst von oben herab war der Neid angeregt, war ein Mittel der Politik, die der neue Dynast zur Befestigung seiner eigenen Gewalt gebrauchte. Es gibt wenig Neues unter der Sonne, und die geschichtlichen Erscheinungen im Großen sind so alt wie die Geschichte. So oft man von oben herab ein Volk drücken wollte, gab man ihm gern ein anderes Volk preis, das es drücken konnte, um sich für den eigenen Druck schadlos zu halten. Dieser Politik verdanken viele Judengesetze ihren Ursprung. Eine gleiche Rücksicht mochte den ersten Schöpfer des allerersten Judengesetzes geleitet haben. Er wollte das von ihm gewaltsam unterdrückte egyptische Volk dadurch entschädigen, daß er ihm eine Pariakaste schuf, auf welche alle andere Kasten in stolzem Selbstgefühl hinabschauen und sich als freier träumen konnten. Daß er übrigens den Juden nichts weiter als ihre große Vermehrung vorwerfen konnte und zur Rechtfertigung der beabsichtigten Härte seine Zuflucht zu Motiven aus der höheren Staatsraison nehmen mußte, ist ein glänzendes Zeichen für das sozial sittliche Verhalten der Juden. Wohl lehrt uns Jecheskeel (Kap. 20,8), daß unsere Väter Gott gegenüber nicht die abrahamitische Treue in aller Reinheit bewahrt,  vielmehr egyptischem Unwesen in Geist und Sitte bei sich Eingang gewährt, und, woran das jüdische Geistesauge kein Gefallen haben (שקוצי עיניו) und was das jüdische Herz als seiner unwürdig, als Auswurf, von sich weisen sollte (גלולי), bei sich hatten heimisch werden lassen; und wenn uns auch hier von beiden Seiten nichts erwähnt wird, so läßt doch schon das völlige Schweigen von einer positiven Gesamtäußerung des jüdischen Geiste, wie wir dies bei den Vätern im קרא בשם ד', im ויבן שם מזבח, gefunden, und das nicht sowohl eine Propaganda nach außen, als vielmehr eine Erhaltung der jüdischen Bekenntnistreue in Mitte einer so gegensätzlichen Bevölkerung gewesen wäre – auf ein Sinken des abrahamitischen Geistes schließen; allein sozial muß nicht das Geringste gegen sie vorgelegen haben. Hätte Pharao von vornherein das Volk gegen die Juden auf seiner Seite gehabt, es wäre überflüssig gewesen, künstlich ihren Neid und so fern liegende Befürchtungen zu erregen, und er hätte, statt mit einem „Galuth“ voranzugehen, sofort und kürzer ein „Gerusch“ statuieren mögen.

     

     

    V. 10 wohlan, wir wollen ihm mit Klugheit begegnen, es könnte sich vermehren, und dann, wenn die Ereignisse Krieg beginnen, sich auch zu unseren Feinden schlagen, oder auch uns bekämpfen und aus seinem Lande heraufziehen.

     

    V. 10 Der Sinn dieses Verses ist dunkel…Vielleicht sind es jedoch zwei Befürchtungen. Wer dem andern Feind ist, setzt in der Regel seine Gesinnungen bei diesem voraus. Pharao mochte sagen: Die Juden sind unsere Feinde und meinen es nicht ehrlich mit uns. Werden sie zahlreich und es kommt Krieg, so werden sie es mit unseren Feinden halten, und auch ohnehin sich so vermehren, daß Goschen sie nicht mehr alle fassen kann, sie vielmehr mit gewaffneter Hand sich über das ganze Land verbreiten werden. Hat ja das böse Gewissen der Völker auch in späteren Zeiten die Juden verdächtigt, es mit dem Landesfeinden, den Mauren, den Türken, den Franzosen zu halten…

     

     

    V.14 Sie verbitterten ihr Leben mit harter Arbeit in Lehm und in Ziegeln und mit jeglicher Arbeit auf dem Felde, verbitterten alle ihre Arbeiten, die sie durch sie mit Härte ausführen ließen.

     

    V.14…Damit waren denn alle drei Momente: גרות, עבדות, ענוי verwirklicht, die dem Abraham verkündet worden und die später sowohl in den die Bedeutung der Erlösung würdigenden לשונות של גאולה, als den Zustand der Knechtung in Mizrajim vergegenwärtigenden Chametzgesetzen:איסור אכילה ,הנאה ,ובל יראה וגו'  gehalten sind. Die Wurzel dieser namenlosen Mißhandlung war:גרות , war die vermeintliche Rechtlosigkeit der Fremdlinge als solche. Daher bildete auch das Fremdenrecht des jüdischen Gesetzes den tiefsten Gegensatz zu allen anderen nationalen Gesetzgebungen bis auf den heutigen Tag. Vierundzwanzig Mal, überall, bei jeder Gesetzbestimmung über Rechte von Personen und Sachen wird der „Fremde“ unter den ganz besonderen Schutz der Gesetze gestellt. Nicht welches Recht dem Einheimischen, Reichen, nötigenfalls von Konnexionen u. Getragen und Vertreten zusteht, mit welchem Rechte der völlig unbeschützte „Fremde“ in einem Lande gemessen wird, bildet den Maßstab des Rechtzustandes dieses Landes, und die völlige Gleichstellung des Fremden mit dem Einheimischen bildet den Grundtypen des jüdischen Rechts. Im jüdischen Recht verleiht nicht die Heimat das Menschenrecht, sondern das Menschenrecht verleiht die Heimat! Und zwischen Menschen- und Bürgerrecht kennt das jüdische Gesetz keine Scheidung. Jeder der sich zu dem Sittengesetz der Menschheit bekannte, – שבע מצות ב"נ – war heimatberechtigt in Judäa. Dieses Prinzip, das die Menschenachtung ablöst von der Zufälligkeit der Geburt und des Geschickes, wird überall im Gesetze durch die Erinnerung an das in Egypten Erlebte proklamiert. In Egypten war zuerst die Minderberechtigung der ibrischen Fremdlinge ausgeklügelt, die Härte und Grausamkeit kam von selbst hinterdrein, wie überall, wo zuerst das Rechtsbewußtsein irre geführt ist.

     

     

    V.22 so befahl Pharao seinem ganzen Volke: Jeden geborenen Sohn werfet in den Fluß und jede Tochter lasset am Leben.

     

    V. 22 לכל עמו, seinem ganzen Volke. Er hatte nämlich gesehen, wie die hebräischen Frauen seinen Befehl illusorisch gemacht hatten, und es ist kaum eine Frage ob, wenn irgend ein Fürst bestimmten Leute einen solchen Blutbefehl gegeben hätte, er auf Ausführung rechnen dürfte. Das menschliche Gefühl der damit Beauftragten dürfte sich gegen die Ausführung empören, und jedenfalls dürften bestellte Kindermörder nur vom Abscheu des ganzen Volkes gebrandmarkt und gesteinigt werden. Aber daß sich einem ganzen Volke nicht auch Unmenschen finden, die von den Willen und von des Königs Befehl Gebrauch machen und ihre teuflische Lust an unschuldigen Kindern ausüben sollten, ist ebenso unwahrscheinlich. Er erklärte daher die jüdischen Knaben für vogelfrei und konnte damit sicherer der Ausführung seines Befehles gewärtig sein. Es fiel das Odium auf keine bestimmten Personen.

     

    Kap. 2

     

    V.11 Es war in diesen Tagen, da ward Mosche groß, ging hinaus zu seinen Brüdern und sah ihre Lasten an. Da sah er ein mizrischen Mann einen ibrischen Mann von seinen Brüdern schlagen.

    V.12 Er wendete sich hier- und dorthin, sah, daß niemand da war, erschlug den Mizri und vergrub ihn in den Sand.

     

     

    V.11 u. 12 Der Mensch, der als Prophet in Israel aufstehen soll, muß nach jüdischer Lehre, schon vor seiner Berufung als  חכם , גבורund עשיר ausgezeichnet dastehen. Nicht die Schwäche, nicht die Einfalt, nicht die soziale Abhängigkeit wählt sich Gott zu Boten seines Wortes und seiner Tat. „Stark, weise und unabhängig“ muß der Mann dastehen, den Gott als seinen Boten senden soll. Mit diesem einzigen Satze scheidet sich scharf das jüdische Prophetentum von allem, was man gedankenlos mit diesem zusammen zu werden manchen Ortes so gerne geneigt ist. Unter diesen Kriterien der zum Propheten sich eignenden Persönlichkeit steht גבורה, gesunde Körperkraft, wohl nicht unverdient in erster Linie. Wie sehr sucht man nicht in der Tatsache der jüdischen Prophetie ihre Welt und Menschen bauende Kraft zu rauben, indem man sie zuerst ihrer hellen Göttlichkeit entkleidet, um sie dann in das Nachtgebiet der Visionen, des magnetischen Hellsehens u.s.w., u.s.w. zu verweisen. Alles die sind doch Erscheinungen, die nur in Zuständen von Schwäche, Krankheit und Kränklichkeit vorkommen. Die erste Forderung aber, die unsere Prophetie an ihre Träger macht, heißt: גבורה, Gesundheit und Stärke. Nur in einem gesunden, ungeschwächten Leib erreicht er der Geist jener Klarheit, die aus den Born der allen geöffneten Gotteslehre die חכמה zu schöpfen vermag, welches die zweite Vorbedingung, und auch עושר, die Selbständigkeit und Unabhängigkeit, welche die dritte Vorbedingung bildet.

     

    V. 14 Er erwiderte: Wer hat dich zu einem Manne gesetzt, zu einem Fürsten und Richter über uns? Denkst du mich zu erschlagen, wie du den Mizrer erschlagen? Mosche fürchte und sprach: Also ist die Sache bekannt!

     

     

    V.14 Das „מי שמך לאיש“ offenbart schon früh einen Charakterzug, der uns noch heute kennzeichnet und in welchem alle unsere nationale Untugend und –Tugend wurzelt. 600 000 Männer haben nicht den Mut, gegen den nichtjüdischen Schergen ihre Kinder zu verteidigen, aber einem Juden gegenüber ordnet keiner sich unter, da gibt es keine menschliche Autorität, und die berechtigtste Zurechtweisung muß sich darauf gefaßt machen, als die Gleichheit aller verkennende Anmaßung zu werden. Diese Untugend haben wir noch nicht ganz verlernt, nachdem wir schon so lange in der Galuthschule geschult wurden, welch ein ungefügiger Stoff müssen wir vor dem Betreten dieser Schule gewesen sein! Nicht den gefügigsten, den ungefügigsten Menschenstamm – עז שבאומות – hat sich Gott erwählt, ihm gab er sein אשדת, sein Feuergesetz, in seiner Überwindung soll sich zuerst die Feuerkraft seines Gesetzes erproben. Harte Schläge des Geschickes mußten uns hämmern, damit wir so hart wurden wie Stahl und so – biegsam wie Stahl. Gott gegenüber biegsam; und unbeugsam, hart und fest aber aller menschlichen Autorität gegenüber. Diese „Nackenhärte“ kann auch ausarten und sich in dem Gegenstande verirren. Allein ohne sie wären wir nicht das unsterbliche Gesetzvolk geworden.

     

     

    Kap.3 V.8 nun bin ich herabgestiegen, es von Mizrajims Hand zu retten und es von diesem Lande zu einem guten und geräumigen Lande hinauszuführen, zu einem Lande, das fließen kann von Milch und Honig, zu dem Orte des Kenaani, des Chitti, des Emori, des Peresi, des Chiwi und des Jebusi.

     

    Kap.3 V.8 Das Land ist טובה: es entspricht der beabsichtigten geistigen und sittlichen Entfaltung des Volkes, und es ist רחבה: geräumig, daß es sich darin auch numerisch entfalten kann. – זבת וגו'. Es ist sehr eigentümlich, daß die Bezeichnung der Produktenfülle durch – זוב nur bei א"י und sonst nie wieder in solche Bedeutung vorkommt, bei dem jüdischen Lande aber der stete Ausdruck ist. זוב heißt in תנ"ך nie: überfließen. Es kommt vorzugsweise nur zur Bezeichnung eines krankhaften Zustandes beim Menschen und sonst nur als ein durch Wundermacht – הכה צור ויזובו מים (Ps. 78,20) – oder durch Gewalt bewirktes Ausfließen – שהם יזובו מדוקרים (Klagel. 4,9) – vor, „erdolcht strömen sie ihr Blut aus“. Alles zusammengenommen dürfte ארץ זבת ח' וד' wohl nicht ein Land bezeichnen, das seiner natürlichen Fruchtbarkeit nach diese Fülle entfaltet, sondern ein Land, das dies nur unter besonderen Bedingungen tut. Palästina ist ein hartes Land, הארצות האל (1. B.M. 26,3). Wiederholt sahen wir es von Hungersnot heimgesucht, und auch, nachdem Jissroél es verlassen liegt es öde. למטר השמים תשתה מים heißt es von ihm? Ein Land, das nicht wie Egypten nur  ohne weiteres von seinen Bewohnern auszubeutende, natürliche Bedingungen der Fruchtbarkeit bietet, sondern, „das nur unter einen steten, von Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres darauf gerichteten besonderen Gottesfürsorge“ aufzublühen vermag. Wenn es Wasser hat, so blüht es üppig auf. Allein dies Wasser erhält es nur von oben. Es ist ein Boden, der seine Bewohner nötigt, brav zu sein. Für ein hartes Volk, wie wir waren, gehört ein hartes Land. –  אל מקום הכנעני. Die jetzigen Bewohner sind durch die darin genossene Üppigkeit entartet, und das Land speit sie aus. Nur freibleibend von allem kanaanitischen Unwesen wird Israel sich seine Fülle erhalten.

     

    V.20 dann wird ich meine Hand ausstrecken und Mizrajim mit all meinen Wundern schlagen, die ich in seiner Mitte vollbringen werde; danach wird es euch fortschicken.

     

    V.20 פלא , נפלאתי: …Die Göttlichkeit der natürlichen Ordnung der Dinge zu lehren, ist der Wunder Zweck.

     

    V.21 Ich lasse dann die Gewährungswürdigkeit dieses Volkes in den Augen Mizrajims hervortreten, und so wird es werden, daß, wenn ihr dann gehen werdet, ihr nicht leer gehen werdet.

     

    V.21 Es war ja überhaupt der Volkshaß gegen die Juden in Egypten nicht ursprünglich, es war ja nur künstlich von oben hervorgerufen und genährt.

    08-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    07-01-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus Haftoroh Kommentar SCHMAUSS
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

     Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                 (1833-1900)

     

    Aus seinem Kommentar zur  Haftoroh des Wochenabschnittes הפטרת שמות Jesaja Kap 27, Vers 6. ff.

     

    „Jakob“ bedeutet Jissroél in seiner Galuth-Erscheinung, „Jissroél“ in der Verwirklichung seines Namens, wenn seinem ganzen Leben das Gepräge der Gottesherrschaft und in Folge dessen auch seinem Geschicke das Gepräge der segnenden Gotteswaltung aufgedrückt sein wird. הבאים: „die kommenden“, die Geschlechter der Zukunft, wie V.11 באות fem.: die kommenden Ereignisse, Geschicke. –  

    Nach Bedeutung und Geschick wird nun hier, V. 6 das Galuth-Volk Jakob mit der Wurzel eines Baumes verglichen. Wie die Wurzel dem Stamme Festigkeit verleiht, ihm die Lebenssäfte zuführt und Bedingung seiner Erhaltung ist: so ist das Galuth-Volk Jakob, als Bote der Lehre von der Gotteskindschaft und der hohen heiligen Bestimmung aller Menschen, der Träger der Heilsbedingungen für die Menschheit. Das schwache, gedrückte Jakob ist in Wahrheit Träger ihrer Zukunft. – Aber auch in seinem Geschicke gleicht es der Wurzel. Der stolze schlanke Stamm strebt mächtig in die Höhe, die knorrige Wurzel arbeitet unscheinbar und unsichtbar in der Tiefe. Die stolze Baumkrone wiegt sich im Sonnenschein und hat keine Ahnung, daß sie der unablässigen emsigen Arbeit der im Dunkel der Erde verborgenen, von allem Gewürm umnagten Wurzel ihr Gedeihen verdankt. Die Menschen laben sich an den Früchten des Baumes und schreiten gedankenlos hin über die Wurzel, deren Arbeit das Gedeihen des Stammes und das Reifen der Früchte bedingt. Gibt es wohl ein trefferendes Bild für die Galutherscheinung und das Galuthgeschick des verkannten und gedrückten Jakob? –

    Jedoch dieser Druck und dieses Dunkel haben ein Ziel. Es ist die Läuterung, die Leidenserziehung „Jakobs“ zu „Jissroél“. Leid und Druck, Verkennung und Dunkel dauern nur so lange, als Jakob die freie Luft der Selbständigkeit und den Sonnenschein des Glückes noch nicht vertragen kann. Ist dieses Ziel erreicht, so blüht es auf und entfaltet sich als Jisroél, und wie durch seine Treue im Leide, so wird es durch seine Lebensheiligung und seine Selbstlosigkeit, die es im Liebeswirken im Glücke bewährt, der Wegweiser der Menschheit zum Paradiese auf Erden verwirklicht, was seinem Ahnen als Bestimmung seines Volkes ausgesprochen worden: Werde zum Segen! – „ Die Fläche der Menschenwelt, die bis dahin תבל, eine „Welt der Wirren“ ist, wird von den Früchten dieses Jakob-Jissroel-Baumes erfüllt sein“. –

     

     

    V.7 Hat er wohl es [Jissroél] geschlagen gleich dem Schlage, mit dem Er den traf, der es schlug, oder ist es [Jissroél] getötet worden, gleich dem Tode seiner [des Unterdrückers] Erschlagenen?

     

    V.8 Mit doppeltem Zornesmaße kämpften sie [die Feinde], da Er es [Jissroél] fortschickte. Er aber sprach es aus bei dem von Ihm gesandten schweren Verhängnis, am Tage des Oststurmes: 

     

    V.7 Wohl ist Jissroél durch Gottes Fügung von langem schwerem Leide getroffen worden – der Seherblick versetzt den Propheten an das Ziel der Geschichte, und zurückblickend auf die Jahrtausende, die ihm noch Zukunft, uns bereits zum Teile Vergangenheit geworden sind, fragt er: Haben die Geschicke wohl Jissroél den Untergang gebracht, wie sie ihn noch allen seinen Unterdrückern gebracht haben? Jissroél stand an der Wiege und am Grabe alle der Mächte, die, unbewusst der höheren Fügung dienend, es es unterdrückten, die

     

    V.8 בסאסאה: (Verdoppelung von סאה, Maß) mit „Doppelmaߓ es bekämpften, mit grausamer Verfolgungs- und Zerstörungslust die Macht missbrauchten, die ihnen der Erziehungsplan Gottes über sein Volk eingeräumt. Nur zu viele blut- und tränengetränkte Blätter der jüdischen Geschichte zeugen davon, in welchem satanischen Wonnegefühl sie bei Ausübung ihres Schergenamtes schwelgten!

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 100-108  Kommentar zu Jesaja Kap 27, V6 bis Kap 29,  23) 

    07-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    06-01-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt SCHMAUSS
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Salomon BREUER
    (1850-1926)


    שמות

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Schmauss (Auszug)

     

    …Uns brüderlich zu einen, ist somit das hehre Ziel unseres Golus. Nicht jedoch ist es mit der äußerlichen Sammlung getan, auch nicht mit dem ihr allein dienenden Geist der Liebe und der Brüderlichkeit. In brüderlicher Eintracht müssen wir uns um unseren göttlichen Hirten sammeln, um uns seiner alleinigen Führung in rückhaltlosem Vertrauen hinzugeben.

    הקבצו ושמעו ruft die mahnende Stimme unseres sterbenden Ahns – ein heiliges Vermächtnis, von dessen Verwirklichung allein unsere Zukunft bedingt ist. Kein הקבתו ohne ושמעו! Erst durch שמעו, durch das uns allen gemeinsame geistige Lebensgut, dessen Aufnahme unser ganzes Sehnen zu gelten hat, erhält das הקבצו seinen wahren Sinn und die Gewähr seiner Dauer: ואנחנו עם מרעיתו וצאן ידו היום אם בקולו תשמעו wenn wir um unseren göttlichen Hirten uns einen, in ungeteiltem Vertrauen seiner Führung uns hingeben, kann mit jedem Tag die Stunde unserer Erlösung schlagen: „Heute noch, wenn wir Gottes Stimme gehorchen!“

     והאמת והשלום אהבו Ohne אמת gibt es keinenשלום , keinen wahrhaften שלום! Der אמת, die unteilbare, alle Erscheinungen des göttlichen Lebens beherrschende Wahrheit der תורה, hat uns höchstes, heiligstes Gut zu sein: אמת קנה ואל תמכור spricht der weise König (Mischle 23): den אמת kaufe,– aber verkaufe ihn nicht! Kaufen sollen und müssen wir den אמת, selbst wenn wir um seinen Preis den teuren שלום hingeben müssen, denn der אמת kann nie zu teuer erkauft werden! Verkaufen aber dürfen wir ihn nie, nie und nimmer, selbst wenn wir uns dafür den vermeintlichen Frieden erwerben könnten! –  –  

    Je mehr wir aber den אמת in unserer Mitte pflegen wollen, ist er ja das granitne Fundament, auf dem unsere קהלה sich erhebt, dessen Wahrung und rücksichtslose Vertretung allein ihre Berechtigung ausmacht und ihre Zukunft verbürgt, desto aufrichtiger lasst uns den Geist der Zwietracht und des Hasses, der קנאה und שנאה aus unserer Mitte bannen –

    Blühende Gemeinden sind an diesem Geist der קנאה und שנאה schon zugrunde gegangen. E kann daher nicht entschieden genug bekämpft und verurteilt werden. Ist denn unser Gemeindeleben so fest gefügt und so sicher gestellt, daß wir den Feind nicht zu fürchten haben, der solche Erscheinungen der Zersetzung mit Schadenfreude registrieren wird, weil er in ihnen die sicheren Anzeichen der drohenden Auflösung erblickt? Lasst uns bannen den Geist der Zwietracht und des Hasses aus unserer Mitte, vereint und geeint lasset uns der Verwirklichung unserer heiligen Lebensideale unsere Kraft weihen.

    Jüdische Frauen, jüdische Mütter waren uns noch zu allen Zeiten Vorbilder dieses Geistes des wahren Friedens, Vorbilder der jüdischen Pflichttreue. Jüdische Frauen waren es, deren Namen unsere heutige Sidra verewigt, die mit מסירת הנפש ihrem Volke gedient, jüdische Frauen haben unsere Gëula einst angebahnt, jüdische Frauen, geweckt und genährt vom Geiste unserer Mutter Rahel, mögen beispielgebend ihren Kindern vorangehen, daß sie unserem armen, zerrissenen Volke den heißersehnten Weg zur Gëula weisen – ושבו בנים לגבולם.

     

    Rabbiner Dr. Salomon BREUER Belehrung und Mahnung Zweiter Teil EXODUS J.Kaufmann Verlag / Frankfurt a.M. 1931 S. 6-7

     

    06-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    05-01-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.HIRSCH SIDDUR Einführung
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

    Einführung zu „Jissroéls Gebete übersetzt und erläutert“  

     

    Die vorliegende Übersetzung und Erklärung  der Gebete Jissroéls sind ein teures Vermächtnis, das der verewigte Verfasser זצ"ל seinem Volke hiterlassen hat. Es ist das letzte größere Werk seines in unausgesetzter gesegneter Geistesarbeit vollendeten Forscherlebens.

     

    Das Judentum in der Totalität seiner Gesetze und seines heiligen Schrifttums war der Gegenstand dieser Forschung; die Verurteilung aller Zeitgestaltungen und ihrer Aufgaben im Lichte des Judentums verleiht dieser Forschung den Charakter ewiger Actualität. Denn nicht einer von der Neuzeit überholten Vergangenheit, so lehrt sie, gehört das Judentum an, der vom Sinai stammenden Gotteswahrheit gehört vielmehr die Zukunft. Jeder wahre Fortschritt im weiten Menschenkreise führt die Menschheit dieser Zukunft näher.

     

    Das über die Erde zerstreute Jissroél ist menschheitpriesterlich berufen, zunächst  nach durch die pflichtgetreue Gestaltung seines eigenes Leben nach dem im Gottesgesetze niedergelegten göttlichen Willen die Herrlichkeit dieser Gotteswahrheit der Welt zu verkünden. Deshalb ist nur der sittenreine, rechtschaffene, edle, an die Förderung des Wohles der Mitmenschen freudig sich hingebende Jude ein solcher Gottesherold denn nur diese Seiten treten als Frucht des Pflichtlebens in die Erscheinung. Ein jedes Glied des Jakobhauses nun stets an diese ewige Aufgabe zu erinnern, auf daß es im ewigen Streben nach Heiligkeit in Gesinnung und Tat das Seinige dazu beitrage, Jissroél und die Menschheit diesem Ideale näher zu bringen, das ist nach der Auffassung dieses Commmentares Ziel und Zweck. Ist doch התפלל die „Durchdringung der  Seele mit dem Göttlichen,“ nach ihm in des Wortes eigenster Bedeutung das Wesen der Teffilo. Nicht dem Gefühle der Befriedigung, durch „andächtiges Gebet“ nunmehr der Lebensplicht genügt zu haben, will deshalb das jüdische Gebetbuch aus der Hand gelegt werden. Traurigste Verkennung des Wesen der Teffilo wäre einer solcher Gedanke. Vielmehr vor Gott der bisherigen Unzulänglichkeiten bewußt zu werden, und im Vertrauen auf den Beistand der göttlichen Gnade stets mit neuem Ernste und neuer Frische wieder ins Leben hinauszutreten zur rastloser Weiterarbeit in treuen Pflichtleben, dau soll das im solchem Sinne begriffene Gebet dem jüdischen Menschen stets neuen Ansporn und neue Kraft gewähren. Nicht im Gebete, sondern im Leben  sich vor Gott zu begreifen, ist des Gebetes Ziel.

     

    Für  diese Auffassung der jüdische Aufgabe und des in ihrem Dienste stehenden Gebtes hat der große Verewigte in seinem hieniedigen Dasein gewirkt, soweit sein mächtiges lebensweckendes Wort drang Den krönenden Abschluß dieses Wirkens bildet nun dieser Commentar zu den Gebeten, die ja alle Beziehungen des Einzeln- sowie des Gesamtheitslebens umfassen und den Juden durch das wochentägige, das sabbathliche und das festtätige Leben geleiten, von der Wiege bis zum Grabe, in Freud und Leid.

     

    Aus der Ewigkeit, in die er inzwischen eingegangen, reicht der große Lehrer in Jissroél mit diesem Commentare somit die Hand allen, die sich seiner Leitung nunmehr hingeben wollen. Er bietet sich ihnen damit zum Führer und Begleiter auf des Lebens sonnigen und auf seinen wolkendüsteren Pfaden und will tagtäglich sie lehren und üben und befähigen, die Gebete als מסלות בלבבם „Aufwärts-Pfade im eigenen Herzen zu begreifen, auf denen sie bei Ihm, der jedem nahe ist, der in Wahrheit anruft, Erleuchtung und Kraft zu suchen haben, um den Anforderungen zu genügen, die ein jeder Tag stellt, sei es an ihre Tatkraft im Handeln, an ihre Festigkeit im Beharren, an ihre Seelenstärke im heitern Dulden, oder an ihre Besonnenheit in den freud- oder leidvollen Zwischenfällen des Lebens.

     

    Wie Commentar und Übersetzung nur eine Ausstrahlung der in den übrigen Werken des Verfassers זצ"ל niedergelegten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse und der aus ihnen gewonnenen Gesamtauffassung sind, das stellt sich dem kundigen Auge auf den ersten Blick dar. Doch auch denjenigen, dem diese Anschauungen  hier zum ersten Male entgegentreten, umfängt sofort der Hauch der tiefen Seelenruhe, der innigen Lebensheiterkeit, des heiligen Gottesfriedens, der aus diesem Heiligtume des Gebetes ihm entgegenweht. Und zwar einer Seelenruhe und Gottinnigkeit, denen die Klarheit des Gedankes nicht Trübung, sondern Vertiefung und Befestigung bringt.

     

    Dem Texte ist die Heidenheim’sche Ausgabe שפת אמת zu Grunde gelegt. Übersetzung und Commentar zu den Gebeten hat der Verfasser זצ"ל vollständig druckfertig vollendet. Zu den in der Teffilo enthaltenen  Psalmen lag die Übersetzung in der 1882 erschienen Übersetzung und Erklärung vor. Eine Aufnahme auch des herrlichen eingehenden Psalmencommentars mußte jedoch leider als unthunlich erscheinen, da der Umfang des Werkes sonst zu sehr vergrößert worden wäre. Nur die Möglichkeit eines Auszugs blieb  übrig. Derselbe ist von dem Schwiegersohn des Verfassers זצ"ל, Herrn Rabbiner Dr. Joseph Gugenheim in Kolin verfaßt. Die verdienstvolle Arbeit mußte sich aus den angeführten Grunde auf den Zewck allgemeiner Orientierung über Inhalt und Gedankengang der einzelnen Psalmen beschränken. Für das tiefere Verständnis der Übersetzung im einzelnen muß deshalb auf den Commentar selbst verwiesen werden. – Die Übersetzung von Prov. 31 10-31, אשת חיל וגו', ist der im Jeschurun XI. Jahrg. Befindlichen Serie von Auffsätzen über das jüdische Weib entnommen.   Die Erklärung ist ein Auszug aus dem daselbst Seite 37 ff. gegebenen Commentare.

     

    Die Correctur hat der Unterzeichnete in Gemeinschaft mit seinen gleichfalls am Druckorte wohnenden Brüdern, den Herren Julius Hirsch und Rechtsanwalt Dr. Naphtali Hirsch, unter sorgsamster Vergleichung mit dem Manuskript besorgt.

     

    So möge denn auch dieses letzte Werk des Verewigten größte Verbreitung in Jissroéls Kreisen finden und die große Gemeinde derer stetig mehren, denen sein Wort im Leben Stab und Leuchte war. Dann wird auch durch dieses Werk an ihm das tiefe Wort sich erfüllen: דובב שפתי ישנים, daß der heimgegangenen Weisheitslehrer nimmer starb, solange seine Worte in der Menschen  Geist und Herzen wirkend leben.

     

    Frankfurt a.M., im Juni 1894.

    Dr. Mendel Hirsch

    05-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    04-01-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen 13. Folge
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

    ….

               III. DIE AUSSICHTEN DES ZIONISMUS

     

    … Ein religiöses, autonomes Staatswesen ist nach den heutigen staatsrechtliche Anschauungen undenkbar. Einer Zeit, die aus der  zwingenden Richtigkeit dieses Satzes heraus dem Kirchenstaate den Untergang bereiten mußte, dem autonomen Staat des starken Katholizismus, der dann doch über ganz andere  äußere Machtmittel verfügt als das Judentum, wird auch bei diesem ein solches Gebiet nicht entstehen lassen! Und es wäre für jene Zionisten, die lernen wollen, unendlich heilsam, wenn sie sich in die Geschichte des Kirchenstaates versenkten und aus ihr ersähen, zu welchen Zuständen ein solcher prähistorisch anmutender Religionsstaat führt.

    Innere theoretische Gründe machen den Judenstaat unmöglich. Daneben aber türmen sich Bergen von praktische Schwierigkeiten, die der Verwirklichung zionistischer Ideen gerade in Palästina für ewige Zeiten, soweit es Menschengeist voraussagen kann, unbedingt ausschließen.

    Die oft besprochene Raumfrage braucht man nicht tragisch zu nehmen; sie kann man mit Humor behandeln. Der Zionismus will allen, die sich nicht assimilieren wollen und können, eine rechtlich gesicherte Heimat vorbereiten.  Da aber diese – nach zionistische Maßstäbe – mindestens an die Zahl von neun Millionen heranreichen und das heilige Land – an Größe der Provinz Polen vergleichbar – höchstens zwei Millionen fassen kann, so  hat man dem Zionismus eingewendet, daß auch er bestenfalls eine Teillösung bedeute. Er hat geantwortet, daß man eben auch die Nachbarländer dazu besiedeln wolle, und  mit dieser Antwort kann man sich zufrieden geben. Es kommt wirklich nicht darauf an, wenn man schon einmal beim annektieren ist, ob man noch etwas hinzunimmt, und das ganze Judenproblem wäre ja selbst für die Nörgler gelöst, wenn man sein Augenmerk auf  Persien und Ägypten richtete. Besonders Ägypten wäre ja sehr geeignet, und man darf eben nur nicht zimperlich sein!

    Im Ernste ist es aber ein sehr gefährliches und gewagtes Beginnen, bei den schwankenden politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen in der Türkei so erhebliche Werte ohne irgendeine Sicherheit dort zu investieren. Heute wissen wir es mehr denn je, wie wenig man im Osmanenreiche vor Überraschungen sicher ist. Die zionistische Politik, die ja die geringsten Schwankungen dort ängstlich beobachtet und oft genug zum Frontwechsel gezwungen ist, hat durch diese Vertiefung in Krähwinkeleien völlig den Blick für die großen bestimmenden Züge türkischer Staatsverhältnisse verloren. Sie übersieht, daß ein Tag des Sturmes imstande ist, Millionen an Kapital und die Arbeit von Jahrzehnten gänzlich zu vernichten. Im Verlauf der gesamten jüdischen Geschichte ist nie eine Konzentration aller Energien an einem Punkte eingetreten oder begünstigt worden, sondern stets sind die Kräfte verteilt gewesen, und nur so hat das Judentum Schläge wie den Untergang Jerusalems und die Vertreibung aus Spanien überstehen können. Alles Interesse, alle Arbeit auf Palästina vereinigen zu wollen, ist ein va banque-Spiel und wer nur etwas politische Einsicht mit einem bescheidenem Maß von Verantwortungsgefühl verbindet, wird wissen, wie besonders gefährlich das blinde Vertrauen auf die Zukunft der Türkei wirken muß.

    Selbst wenn man aber mit dem Eintreten stabiler Verhältnisse in der Türkei rechnet – was freilich einstweilen ausgeschlossen scheint – so ist es ein Zeichen ganz besonderer Kurzsichtigkeit, zu glauben, daß dieser Staat das Anwachsen  eines neuen jüdischen Gemeinwesen in seiner Mitte irgendwie zu unterstützen oder auch nur zu zulassen, Veranlassung hätte. Daß die Türkei das jüdische Kapital und die jüdische Arbeitskraft in Palästina freudig begrüßt, ist selbstverständlich; denn es kommt einen verödeten und stark vernachlässigten Gebiete zu Gute. Aber schon heute weiß der Eingeweihte, daß man am Goldenen Horn sehr sorgfältig den Sättigungsgrad  für Judenaufnahme zu ermitteln sucht, der den Interessen des heiligen Landes und denen der Türkei gerade entspricht; daß es mit ihren Wünschen wirklich nicht übereinstimmt, sich noch einen nationalen Herd, der jeden Augenblick mit Autonomiegelüste hervortreten kann, mitten im Staatsgebiete künstlich zu schaffen, kann zwar der zionistischer Agitator leugnen, nicht aber der auch nur oberflächlich volkswirtschaftlich und geschichtlich Geschulte. Das Bestreben der Türkei, daß sie gewiß nicht ungeschickt hinter nichtssagenden halben Versprechungen  und Zusagen zu verbergen versteht, geht einfach dahin, die Juden wirtschaftlich nach Möglichkeit auszunutzen und sie politisch nie erstarken zu lassen, daß sie an Autonomie denken.  In allen Wogen und Schwanken der gesamten türkischen Judenpolitik ist das der einzige erkennbare feste Grundsatz; der einzige jedenfalls, nach dem praktisch gehandelt wird.

    Und außer der Türkei haben noch andere Mächte ein gewichtiges Wort mitzureden! Dabei sollen die politischen Momente, die ja ständig wechseln, nicht einmal als die schwerwiegendsten betrachtet werden. Die ließen sich vielleicht leichter überwinden als die religiösen! Palästina ist auch das Ursprungsland des Christentums. Für jeden gläubigen Christen knüpfen sich an zahllose seiner Stätten die heiligsten Erinnerungen  Glaubt man nun wirklich, die christlichen Mächten würden dulden, daß das Grab Christi in einem jüdischen Gemeindewesen liege?  Schon die Vorstellung davon ist absurd; dieser eine Punkt, so unwesentlich und gleichgiltig er zu sein scheint, wäre im Ernstfalle ganz allein imstande, das Nationalprojekt selbst dann noch zu Falle zu bringen, wenn alle anderen Hindernisse aus dem Wege geräumt werden. Wenn der Zionismus, der diese Schwierigkeit nicht unterschätzt, als Lösung empfiehlt, diesen heiligen christlichen Stätten für exterritorial zu erklären und sie unter Schutz der Großmächte zu stellen, so erschiene diesem Vorschlag gegenüber der Weg noch verhältnismäßig einfach, sie alle abzubrechen und in Rom wiederaufzubauen.

    Trotz der Kürze unserer Ausführungen  wird man erkannt haben,  daß das Palästinaideal eine phantastische Utopie ist,  daß ein jüdisches autonomes Gemeinwesen innerlich eine logische und staatsrechtliche Unmöglichkeit, äußerlich eine Gründung darstellt, die weder die Türkei noch die Großmächte je gestatten würden.  Und darin daß das zionistische Endziel unerreichbar ist, besteht  eine ganz besondere Gefährlichkeit der Bewegung.

    Denn wenn das Endziel fortfällt, was bleibt vom ganzen Zionismus?

    Nichts und wieder nichts als die gefährliche nationale Verhetzung!  Es wird noch weiterhin Gelegenheit sein, auf die ungeheuren schädlichen Folgen dieser Tatsache einzugehen. Hier sei nur hervorgehoben, daß  durch Vortäuschung der Erreichbarkeit des Zieles in die jüdische Massen, die dem Zionismus verfallen sollten,  Hoffnungen erweckt werden,  die sich nachher nicht realisieren lassen, und denen naturgemäß eine Zeit der tiefsten Enttäuschung und Hoffnungslosigkeit folgen muß, sobald sich die Unmöglichkeit der Verwirklichung klar herausgestellt hat. In Verbindung damit, daß der Zionismus nicht zur Religion erzieht, ja sie sogar gefährdet und untergräbt, ist dies das schlimmste! Der Zionismus raubt das Judentum seine große Vergangenheit; er kann ihm keine Zukunft geben.  Ohne daß man darin seine Anhänger guten Glauben und ehrlichen Willen den Judentum, wie sie es verstehen, zu dienen, anzuzweifeln darf, ist des Zionismus praktischer Endergebnis die Zerstörung des Judentums.

     

    (wird fortgesetzt)

     

    Erschien bereits in Jeschurun Judentum gegen Zionismus in Folgen, als Teil unseres Studienprogramms  Jahrgang 5770/5771

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    04-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    03-01-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Psalm 18,17 und Sprüchlein für Wochenabschnitt Schmauss
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    שמות

    ישלח ממרום יקחני ימשני ממים רבים:

     

     

    „Er sendet aus der Höhe, nimmt mich auf, läßt aus mächtigen Fluten mich herausziehen,“

    (Psalm 18,17 Übersetzung Rabbiner Samson Raphael HIRSCH)

     

    1.

    In aller Zeit hat Gottes Macht,

    An seinen Frommen sich bewährt,

    Wie Er nur jenen schützt, bewacht

    Der innig Ihn und wahrhaft ehrt.

    2.

    Bedroht auch Pharao, der Tyrann,

    Die Unschuld mit Gefahr und Tod,

    Der Ewige winkt, und sie entrann

    Der Qual und aller bittern Not.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S.156  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    03-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    01-01-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt Wajechi
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     (1808-1888)

     

    ויחי פרשת

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Wajechi

     

    Kap.47 V.29 Jissroéls Tage näherten sich zum Sterben, da ließ er seinen Sohn Josef rufen und sprach zu ihm: Wenn ich denn doch Gunst in deinen Augen gefunden habe, so lege doch deine Hand unter meine Hüfte, und übe an mir Liebe und Wahrheit: begrabe mich doch nicht in Mizrajim!

     

    V. 29…Jakob hatte noch siebzehn Jahre mit seinem Hause in Mizraim gelebt, mochte gewahrt haben, welchen mächtigen Einfluß das האחז auf seine Nachkommen zu üben begonnen, wie sie schon anfingen im Nil den Jordan zu begrüßen, und in dem Aufenthalt in Mizrajim gar kein Galuth zu erblicken. Motiv genug, um mit so feierlichem Ernst darauf zu dringen, daß sie ihn nicht in Mizrajim begraben daß sie ihn in das Land ihrer alten, wirklichen Heimat tragen sollten; Motiv genug, ihnen zu sagen: ihr hoffet und wünscht in Mizrajim zu leben, ich möchte nicht einmal in Mizrajim begraben sein. Darum sprach er diesen Wunsch aus nicht als Jakob, von individuell persönlichem Standpunkte, sondern als Jissroél“ aus, als Träger der nationalen Bestimmung, als Mahnung an die nationale Zukunft seiner Kinder.  

     

     

    Kap.48 V. 11 Da sprach Jissroél zu Josef: Dein Angesicht zu sehen, habe ich nicht mehr für möglich geachtet, und nun hat mich Gott selbst deinen Samen sehen lassen!

     

    Kap. 48 V.11…התפלל: sich mit göttlichen Gedanken durchdringen. Jüdisches Beten ist nicht von innen heraus, sondern von außen herein. Gebe es nur ein Beten von innen heraus, d.h. ein Hinauslegen bereits im Innern vorhandener Gedanken, so wären „vorgeschriebene“ Gebete, noch dazu zu einer bestimmten Zeit, von einer unbegrenzten Mehrheit zu betende Gebete purer Wahnsinn. Denn sie setzen voraus, daß auf Kommando in einen bestimmten Augenblick bei einer beliebigen Vielheit von Menschen gewisse Gedanken und Empfindungen vorhanden und des Ausdruckes bedürftig seien. So nicht. התפלל heißt: ewig geltend bleibende Wahrheiten immer wieder aufs neue mit ihnen durchdringen, eben weil sie sonst sich abschwächen, entschwinden, ja schon entschwunden sein können. Hier: ראה פניך לא פללתי: der Gedanke, dich noch einmal wieder zu sehen, lag mir so fern von jeder Möglichkeit der Realisierung, aß ich ihm in mein Inneres keinen Eingang verschaffen konnte.

     

    V.16 der Engel, der mich erlöst aus allem Übel, segne die Knaben, daß in ihnen mein Namen und meiner Väter Name, Abraham und Jizchak, genannt werde und sie den Fischen ähnlich zur Menge gedeihen mitten auf Erden.

     

    V. 16 Es ist sehr schwer, in diesem Zusammenhange von einem Engel auszusprechen, daß er segnen wolle, zumal da unmittelbar zuvor Gott genannt ist, in dessen Händen ja allein der Segen liegt. In ב"ר Kap.97 spricht sichר' אליעזר  nach der Leseart des Jalkut also aus:  הקיש גאולה לפרנסה ופרנסה לגאולה מה גאולה פלאים אף פרנסה פלאים מה פרנסה בכל יום אף גאולה בכל יום„ , Es sind hier die Ernährung und die Erlösung einander wechselseitig gleichgestellt: wie die Erlösung, so geschieht auch die Ernährung durch Wunder, und wie die Ernährung so ist auch die Erlösung täglich“. Somit haben wir hier nicht an die Erlösung aus einer besonderen Gefahr, sondern an jene Erlösung zu denken deren wir Tag für Tag wie der Ernährung bedürfen. Beide, Parnaßa und Geula, sind keine Ergebnisse der einmal von Gott allgemein gesetzten Weltordnung, sondern Wirkungen der besonderen göttlichen Fürsorge. Daß der Rechtschaffene, Gewissenhafte nur auf redlichem, sittlichem Wege sein Brot Suchende auf diesem Wege auch sein Brot finde ist פלאים, ist ein jedesmalige Geschenk, der göttlichen Waltungswunder, wie es heißt:  טרף נתן ליראיו יזכור לעולם בריתו „was andere der Gewalt verdanken, gibt Er seine Verehrern. Er ist unaufhörlich seinen Bunde eingedenk“. Und daß der also nur sittlich dahin wandelnde Mensch in einer mit physischen und sozialen Übeln drohende Welt unangefochten aufrecht bleibt, dazu bedarf er der steten göttlichen Erlösung, der stetenגאולה .

    גאל, verwandt mit גחל Kohle: ein brennbarer Stoff, der bereits im Feuer gelegen, ihm aber entzogen wurde, ehe das Feuer ihn vollständig bewältigte. …גאולה ist aber die vollkommene Rettung, die nicht wie גחל noch die Spuren des Brandes an sich tragen, sondern gänzlich frei und unversehrt lässt, wie Abraham aus dem Feuer Chaldäas, wie Daniels Genossen aus der Glut des Ofens. Hätten wir Augen zu sehen, bemerkt ein Wort der Weisen, wir würden es gewahren, wie wir überall und immer von מזיקים, von schädlich auf uns einwirkende Elementen in der physischen Welt umgeben sind, und wie im physischen, so wahrlich auch im sozialen Leben. Wehe uns, wenn wir dafür nicht blind wären. Wohl uns, daß wir die Gefahren des Todes nicht sehen, denen wir jeden Augenblick in der physischen Welt entgehen, noch das von Neid und Bosheit zugedachte Verderben und Unheil gewahren, daß im sozialen Leben täglich und stündlich uns unbewusst an uns vorüberziehen mag. Das ist das רע, aus welchem הב"ה uns jeden Augenblick rettet, und zwar also rettet, daß wir uns der Gefahr nicht einmal bewusst werden. Nun bemerkt ר' שמואל בר נחמן daselbst:פרנסה גדולה מן הגאולה שהגאולה ע"י מלאך פרנסה ע"י הב"ה „ größer ist noch die Ernährung als die Erlösung, diese geschieht durch einen Engel (מלאך הגואל), jene durch הב"ה selbst. Verstehen wir diesen Satz recht, so liegt ihm die Wahrheit zugrunde, daß die stete Geula von Untergang drohenden Übeln, ja der Parnaßa vorangehen muss, die bloße Existenz des Menschen überhaupt bedingt, somit ein Moment ist, das von vornherein mit dem Dasein eines Menschen – oder Volkes –Individuums gegeben sein muss, gleichsam der Raum ist, der ihm innerhalb des Weltgetriebes durch die göttliche Führung geschaffen ist. Es ist dies das „Geschick“ des Menschen, bei welchem der Jude aber stets an den „Schickenden“ denkt, das ihm stets „מלאך“, „Bote“ der göttliche Führsehung bleibt. Es ist die göttliche Bestimmung, die bei dem Eintritt eines Menschenkindes, oder ein Volk ins physische, soziale oder historische Dasein „es soll leben!“ spricht, und seinen מלאכים, seinen „Geschickten“, für es befiehlt, „es zu hüten auf allen seinen Wegen, es auf Händen zu tragen, daß es an keinen Stein den Fuß verletze, daß es über Schakal und Otter dahinwandle Leu und Schlangen zertrete“ (Psalm 91). (Vielleicht ist das Wort מלאך ja von מלך gebildet, eine bewältigend wirkende Macht, die aber nicht aus eigener Machtvollkommenheit wirkt, sondern ,א' das Zeichen einer andren sie leitenden und sendenden Persönlichkeit unsichtbar in sich trägt buchstäblich שמי בקרבו wie es von מלאך heißt.) Jakob wünscht also, daß Gott seine Enkel durch denselben מלאך durch welchen Er ihn von allem Übel erlöst, gesegnet werden lassen möge, d.h. daß seine Enkel dasselbe „Geschick“ weiter tragen mögen, innerhalb dessen und durch welches Gott ihm Existenz und Gedeihen hat finden lassen, daß sie ebenso wenig wie Jakob, etwa Esau gleich, auf eigener Faust und eigenem Schwerte leben, sondern Jakob gleich, nur in Gott ihren Schutz und Beistand suchen und finden mögen; nur so ויקרא וגו' werden er und seine Väter in ihnen fortleben.וידגו לרב בקרב הארץ

    ויגדו: Nie wieder kommt das Wort דגה vor, nur als Wurzel von דג, Fisch, ist es bekannt und bezeichnet eben als solches in ganzer Tiefe die Innigkeit des Jakobsegens und die Bedeutung dessen, was das Teilen des Jakobsgeschickes und das Forttragen des Jakobnamens enthält, was es heißt: vor demselben Gott wie die Väter wandeln, sich von demselben Gott führen und durch dieselbe Gottessendung retten lassen!– In gesondertem Elemente, still in vom Menschenauge unerreichter Tiefe lebst die Fischwelt ihr Leben. Gedankenlos geht der Mensch am Ufer hin und ahnt nicht, welche fröhliches, frisches, glückliches, ungetrübtes Leben sich da unten in reicher Fülle von Geschlecht zu Geschlecht entfaltet. So בקרב הארץ, so in mitten der Erde soll das Jakobsgeschlecht in seinem gesonderte Elemente, wohin die umgebende Welt ihm nicht zu folgen, kein dessen Bedeutung sie nicht zu ahnen vermag, ihr stilles, glückliches eigenes Leben vollbringen, „fischgleich“, „gleichsam im Wasser im Mitten der Menschheit auf Erden“.בגו בני אנשא על ארעא כנוני ימא יסגון (ת"א).

    01-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    31-12-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Wochenabschnitt WAJECHI
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

    הפטרה פרשת ויחי

     

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Wajechi

     

    Könige I Kap.2, Vers 1

     

    Wie bei der Sidra חיי שרה dürfte auch hier die Ähnlichkeit und Kontrast bei der Wahl der Haftora maßgebend gewesen sein. Dem sein Haus bestellenden Jakob wird der seine letztwilligen Verfügungen treffende David gegenüber gestellt, dem heimgehenden Patriarchen der sich am Ziele fühlenden König. Dort umsteht eine Vielheit von Söhnen das Lager des scheidenden Vaters, hier ruht auf einem Sohne das brechende Auge des Sterbenden. Dort empfängt die Gesamtheit der Söhne das heilige Vermächtnis, das letzte Mahnwort und den heiligen Vatersegen. Hier ist’s der Eine, der bereits zum Nachfolger des Vaters auf dem Throne Gesalbte, der des Vaters letzte Aufträge und des Vaters Mahnwort empfängt. Der Gedanke an die Zukunft beschäftigt den Patriarchen wie den König, die Erinnerung an die einzige Bedingung, von deren Erfüllung des Jakob-Hauses wie des Jissroél-Volkes abhängt, bildet die letzte Sorge hier wie dort.  „Sammelt euch alle in Einem! Haltet zusammen! Bleibet geistig wach und höret stets hin auf euren Väter!“ so strömt’s von den Lippen des sterbenden Patriarchen – „Sei stark und werde zum Manne und bewähre deine Stärke, indem du dich als den starken und treuen Wächter des dir von Gott anvertrauten heiligen Gutes erweisest, zunächst dadurch , daß du selbst hervorleuchtest in treuer Erfüllung des Gottesgesetzes wie es in der Thora enthalten ist, nur dann wirst du weise handeln in allem, die Bewährung der Gottesfurcht, ist für dich die höchste, nein die einzige Weisheit, und von ihr ist die Erfüllung der mir für mein Haus gewordenen göttlichen Verheißungen aufs entschiedenste bedingt“ – so der scheidende König. Am Sterbelager Jakobs empfängt die Gesamtheit des Jakobshauses das Vermächtnis, unter der kraftvollen Führung des mächtigen Juda-Stammes treue Fortträger des Abrahambundes zu sein. In dem scheidenden David ging bereit der erste König heim, den Gott aus dem Stamme Juda über seine Brüder emporgehoben hatte, ihr Hirte und Führer ging zu ihrer ewigen Bestimmung zu sein. Der Sohn an seinem Lager war bereits gesalbter König, und in dem Scheideworte faßt der Vater die Summe aller Regentenweisheit zusammen, durch deren Betätigung allein der Sohn seinen Königsberuf erfüllen und seinem Throne Festigkeit und Dauer geben werde. Was König David zu König Salomo sprach, faßt mit denselben Worte hatte es der scheidende Führer Moses zu seinem Nachfolger Josua gesprochen. Da berührt es und denn seltsam und weht uns entgegen als ein reiner Hauch aus dem Gottesfrieden des alle seine Kinder zu gleich hoher Bestimmung berufenden Abrahamshauses. Was David hier Salomo, was Moses Josua als Ziel und Weg ihrer Bestimmung aussprach, das ist wortwörtlich dasselbe, was Gott jedem, ausnahmslos jeden Sprossen des Abrahamshauses als Lebensweg vorgezeichnet. Für den König wie für den letzten Bettler gibt es auf dem Boden des Gottesgesetze nur einen Weg und nur ein Gesetz, durch dessen treuen Befolgung allein sie ihrem Leben vollen Inhalt und dem im stolzen Königspalaste wie  in der ärmste Hüte sonst flüchtiger Vergänglichkeit verfallen Sein Dauer und Halt für die Ewigkeit zu gewinnen vermögest.

     

     

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 87-93  Kommentar zu Könige Kap 2, V.1) 

    31-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    30-12-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt WAJECHI
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Salomon BREUER                 
                 
    (1850-1926)

     

    ויחי

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Wajechi (Auszug)

     

    … Meine Brüder und Schwestern!  Die Frage, die einst unser Stammvater an seine Kinder richtete: שמא יש בלבכם מחלוקת על הקב"ה Vater Jakob richtet sie in unserer schweren, trüben Gegenwart auch an uns. Und auch wir wollen, gleich den Vätern, wie immer die Zeiten sich gestalten mögen, mit unerschütterlicher Festigkeit, das שמע ישראל-Bekenntnis beherzigen und in ה' אלקינו stets ה' אחד schauend begreifen.

    Aber dieses שמע ישראל-Bekenntnis, wenn auch noch so tief empfunden, genügt noch lange nicht. Wozu wir uns bekennen, das müssen wir auch durch die Tat verwirklichen. Zu שמע ישראל gehört das ואהבת: die Hingabe an den Gotteswillen בכל לבבך ובכל נפשך ובכל מאדך mit jeder Regung unseres Herzens, mit jedem Atemzug unseres Lebens, mit jedem Splitter unserer Habe! Der jüdischen Wahrheit genügt nicht, daß Gott mit Gesinnung und Gemüt verehrt werde. Es gilt unsere Hingabe an den Gotteswillen mit dem ganzen Einsatz, unserer Persönlichkeit, mit allen Mitteln, über die unsere Kraft verfügt, zu betätigen.

    Mit unserem ganzen Vermögen. – Eine Liebe, die nicht gewillt ist, wenn es sein muß, die schwersten Opfer zu bringen, ist eitel Traum und Schaum. Dieses בכל מאדך ist, nach der Lehre der Weisen, oft größeres Opfer als das בכל נפשך! – יש לך שממונו חביב עליו יותר מגופו Gibt es doch Menschen, denen das Vermögen wertvoller ist als das Leben. In unserer Zeit gilt es, vor allem dieses בכל מאדך zu betätigen.

    Wenn selbst Staatslenker, der Not der Zeit gehorchend, ihren Bürgern die schwersten Steuerlasten auferlegen, so müßte dies in jüdischen Gemeinden erst recht der Fall sein, wo es gilt, das ואהבת gegen Gott und seine Thora zu betätigen!

    Mit freudiger Genugtuung erfahren wir, daß unsere Gemeinde ברוב מנין וברוב בנין einmütig beschlossen hat, dieses ואהבת בכל מאדך zum integrierenden religiösen Prinzip ihrer Verfassung zu erheben.

    Wir haben bereits schriftlich und mündlich erklärt, daß man nach dem klar und unzweideutig ausgesprochenen דין  des Schulchon Oruch die Gemeindeverwaltung nicht nur berechtigt, sondern verpflichtet ist, zur Erhaltung der Gemeinde ihre Mitglieder nach Maßgabe ihres Einkommens zu besteuern. –

    Meine Brüder und Schwestern! Es sind nun 70 Jahre, daß unsere Gemeinde, als Fortträgerin der alten Frankfurter קהלה, als Erbin ihrer religiösen Prinzipien gegründet wurde. Sie hat bisher ihren Stolz darin erblickt, für die Erhaltung und Förderung ihrer Institutionen, getragen von dem lebendigen, freudigen, opferbereiten Pflichtsbewußtsein ihrer Mitglieder, ohne Zuhilfenahme des staatlichen Armes aufzukommen. Diesen berechtigten Stolz wollen wir uns bewahren. Traurig, höchst betrübend wäre es, wenn unsere Verwaltung gezwungen wäre, wenn es ihr zur heiligen Pflicht würde, von dem staatlichen Steuerzwang Gebrauch zu machen. –   

    Wie bisher wollen auch wir weiterhin allen Gemeinden der Diaspora mit dem leuchtenden Beispiel vorangehen, zeigen, daß wir die stolzen Erben sind der alten Frankfurter קהלה und daß für uns jeder דין des Schulchon Oruch heilige Verpflichtungskraft besitzt. – Dann wird unsere קהלה wie bisher auch weiterhin fortschreitender Blüte entgegengehen.

    Mit zuversichtlichem Vertrauen blicken wir in die Zukunft: ה' אלקינו ist uns ה' אחד, und ואהבת Gott gehören wir an, mit jeder Faser unseres Wesen, mit jedem Pulsschlag unseres Herzens, mit jedem Splitter unserer Habe! Gott wird uns Seinen Beistand nicht versagen אל יעזבנו ואל יטשנו לנצח.

     

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung erster Teil Genesis  J. Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1936 S. 97 - 108

    30-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    29-12-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen 12.Folge
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

    ….

    III.               DIE AUSSICHTEN DES ZIONISMUS

     

    … Freilich arbeitet der Zionismus auch unter den Juden des Ostens, indem er ihnen Nationalgefühl predigt und sie auf die Aufgaben der Zukunft vorbereitet. In praxi kommt das darauf  hinaus, daß die Verhetzung gegen alle Autoritäten, vor allem die Religion, gezüchtet wird, und die in den Zukunftstaumel hineingerissene junge Juden die Fähigkeit verlieren, an den realen Aufgaben der Gegenwart nützlich mitzuarbeiten.

    Darin besteht der erste Nachteil der Verlegung der gesamten jüdische Arbeit nach Palästina – wobei natürlich nochmals hervorgehoben sei daß kein Nichtzionist daran denkt die Arbeit in Palästina innerhalb des Gesamtrahmens gering zu schätzen –, daß über den Wert der wirklich ernsten Tätigkeit, falsche, hämische Anschauungen verbreitet und ihr wackere Mitstreiter entzogen werden.  Der Zionismus sucht sein herostatisches Vorgehen damit zu entschuldigen, daß er auf die Erfolglosigkeit unserer Bestrebungen hinweist. Aber auch das ist wieder nur ein Beweis dafür, daß er das Judenproblem aus dem engen Gesichtswinkels des Kindes betrachtet, das gleich sehen will, wofür es seine Leistung aufgewendet hat. Auch unter dieser Voraussetzung ist die Behauptung noch falsch; die Erfolge sind schon vorhanden, jedenfalls in dem Maße,  daß sie die Richtigkeit unseres Weges beweisen. Hätte sich die Welt nur an solche Dinge wagen dürfen, die auf bequemen Wege sofortigen sichtbaren Erfolg versprechen, so könnte man das Wort „Idealismus“ aus ihren Sprachenschatze streichen!

    Ist also der zionistischen Lösungsversuch schon deshalb aussichtslos, weil er in seinen großen Zügen außerhalb jeder logischen Möglichkeit und jeder historischen Erfahrungstatsache stellt, so wird das Utopistische, das gefährlich Utopistische uns zur Gewißheit, wenn wir die speziellen Schwierigkeiten aufmarschieren lassen.

    Die Unmöglichkeiten liegen zuerst in inneren Verhältnissen. Der edle Herzl  hatte einst ein Judenstaat gefordert. Das war ein berauschendes Wort, dessen Hohlheit man bald darlegen konnte; es war aber wenigstens aus ehrlichem Herzen gesprochen. Die Führer von heute haben die Wegen Herzl’s verlassen, es gilt als unmodern, in so offener und ehrlicher Weise die logischen Folgen des nationalen Gedankens zu ziehen, und die kluge Diplomaten haben sich auf die Formel einer autonomen Heimstätte unter dem Schutze der Türkei oder der Garantie der Großmächte geeinigt.

    Diese Spiegelfechterei kann aber die inneren Schwierigkeiten nicht beheben. Die Frage der Eignung und Fähigkeit, sich selber zu regieren, die gewiß eine Rolle spielt, mag zurücktreten, obwohl der Verlauf der jüdischen Geschichte  deutlich erweist, daß gerade in Zeiten nationaler Selbständigkeit die Zwietracht und der Haß geradezu entsetzliche Orgien gefeiert haben und daß die innere Unfähigkeit, sich selber zu regieren, eine der gewichtigsten Untergangsursachen gewesen ist. Ein so stolzes Kapitel des Kampfes um Jerusalem ist, wenn man auf die heldenmütige Hingabe des gemeinen Mannes schaut, ein so schmachtvolles ist es, wenn man daran denkt, daß Kraft, Gut und Blut des Volkes in so schimpflicher Weise von ehrgeizigen, uneinigen und kurzsichtigen Führern gemißbraucht wurden.

    Die wirkliche große Schwierigkeit für jedes jüdische autonome Staatswesen liegt in der Stellung zur Religion. Unsere Zionisten, die eine ferne Vergangenheit neu erstehen lassen wollen, bedenken nicht, daß in der Neuzeit alle staatsrechtliche Anschauungen sich von Grund auf geändert haben. Im Altertum war die Nationalreligion oder die Religionsnation etwas selbstverständliches! Ein Volk, ein König, ein Gott!  Aber es dürfte nicht das geringste Verdienst des Judentums sein, hier ein Wandel hervorgerufen haben, und unter den ethischen Schöpfungen des Judentums ist die erhebendste mit der Begriff der Gewissenfreiheit. Früher hieß es wörtlich: cujus regio, eius religio!  Das ist  durch das Judentum anders geworden.  Der Staat ist zwar eine Zwangsorganisation, der man angehören muß, deren Pflichten man zu erfüllen hat, ob man will oder nicht. Der religiösen Gemeinschaft aber leistet man freiwillig Gefolgschaft, solange man auf ihrem Standpunkt steht, nie und nimmer jedoch darf sie einen Zwang ausüben, um sich ein Mitglied zu erhalten.

    So ist auch das Judentum die Zusammenfassung derer, sich gern und freundlich zur jüdischen Religion bekennen. Was könnte nun in einem autonomen Staatswesen geschehen? Zweierlei ist denkbar. Entweder wird das Judentum Staatsreligion, oder Gewissensfreiheit wird proklamiert. Das erstere ist einfach undenkbar! Davon, daß man alle Bürgern das Bekenntnis zum Judentum abnötigte, kann natürlich überhaupt keine Rede sein; aber selbst wenn es nur Staatsreligion in dem Sinne wäre, daß  das Judentum die Rechte einer bevorzugten Religion hätte, so würde das angesichts der Tatsache, daß wir im Namen der Gerechtigkeit und Gleichberechtigung gegen eines christlichen Staates erbittert und nachhaltig Widerspruch erheben, einer Verleumdung unserer gesamten sittlichen Grundsätzen bedeuten. Jeder Versuch nach dieser Richtung hin würde die selbe sittliche Fäulnis verursachen, wie wir heute im Begriffe des Taufjudentums, der widerlichsten Ausdrucksform des Strebertums und der Heuchelei haben. Ein solches autonomes Staatswesen würde mit all den sittlichen Mängeln behaftet sein, die wir den anderen Staaten mit Entrüstung vorwerfen, und ein „Verein jüdischer Staatsbürger nichtjüdischen Glaubens“  müßte mit größter Berechtigung in seiner Entstehungsstunde gegründet werden.   

    Was aber wenn  die autonome Gemeinschaft Gewissensfreiheit proklamiert? Dann brauchte man nicht jüdischer Religion zu sein. Wir wollen die Eventualität christlicher oder buddhistischer Juden weniger in den Kreis der Erörterungen ziehen, aber Atheisten gäbe es sicherlich! Denen müßte doch unbedingt der Zugang  zu leitenden Stellen gewährleistet werden! Und was hätte die große Masse der Juden, die jahrtausendelang wegen ihres Glaubens gelitten haben, für ein Interesse daran, als Kristallisationspunkt ihrer gesamten Freiheitsbewegung ein Gemeinwesen zu haben, in denen sich die Religionsfeindschaft breitmachen darf, in dem man sich ohne jede Scheu zu jenen Religionen bekennen darf, die das Judentum so entsetzlich gequält, verfolgt und gehaßt haben, und trotzdem von Rechts wegen die Geschicke einer jüdischen Religionsgemeinschaft mitbestimmt. Ein jüdischer Staat also, in welchen vielleicht Atheisten das große Wort führen, ein jüdischer Staat als Grab der jüdischen Religion. Diesem Ideal auch nur einen Pfennig an Geld, eine Atembewegung an Kraft zu opfern, würde für die Judenheit fast Selbstmord bedeuten.

     

    (wird fortgesetzt)

     

    Erscheint bereits in Jeschurun Judentum gegen Zionismus in Folgen, als Teil unseres Studienprogramms  Jahrgang 5770/5771

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    29-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    28-12-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Notiz über Antizionismus der historische Agudaß Jißroel in 1914
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Notiz

    „Nichts liegt mir ferner, als in meinen folgenden Ausführungen den Zionismus zu bekämpfen, was ja auch nicht in den Aufgabenkreis der Agudaß Jißroel gehört“ (H. Eiseman im Israelit Nr. 4 ; 22. Januar 1914)

     

    Es ist selbstverständlich daß die Agudaß Jißroel ihre Kräfte in bloßer Polemik gegen den Zionismus nicht aufreiben kann. Durch eine ständige Betonung ihrer Friedensliebe kann aber die Agudaß Jißroel bei der großen Masse, die nicht in allen ihren Schichten urteilsfähig ist, in den Ruf kommen, daß  sie den Zionismus gar nicht für ein so bedenkliches Ding halte, daß mit aller Energie bekämpft werden müßte. So ganz ohne Kampf, ohne Polemik und klare  Frontstellung gegen den Zionismus wird sich die Agudaß Jißroel niemals betätigen können,  will sie die Gefahr vermeiden, was sie auf der einen Seite durch praktische Arbeit gewinnt, auf der anderen Seite durch Duldung von Begriffsverwirrungen im eigenen Kreise zu verlieren, soll doch die Agudaß Jißroel nichts anderes sein als die Organisation der jüdischen Bekenntnisgemeinschaft. Diese jüdische Bekenntnisgemeinschaft kann und darf aber eine so wichtige Sache, wie es der Zionismus ist, nur eine Meinung haben. Einer Idee gegenüber, die gleich den Zionismus die Grundlagen der jüdischen Religion, des jüdischen Bekenntnisses, der jüdischen Bekenntnisgemeinschaft tangiert, Neutralität zu bewahren, das ist nicht einmal diplomatisch, denn der Zionismus wird schon die Agudah zwingen, ihre Stellung klar zu formulieren.

    (Jüdische Monatshefte 1914, Heft 3 S.124)

     

    Kommentar: Wahrlich, nichts Neues unter der Sonne! Und der "Antizionismus" vom "Israelit" ist wieder mal kundgetan.

    28-12-2020 om 07:31 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    27-12-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Talmud Taanis 5b und Sprüchlein zum Wochenabschnitt Wajechi
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

            

       ויחי
    יעקב אבינו לא מת:



    „Vater Jakob starb nicht .“
    ( - תענית דף ה' ע"בTalmud, Taaniss 5b)

     

    1.

    Dich ergreift Schmerz und Bangen

    Wenn das Aug‘ des Frommen bricht?

    Himmelwärts ist er gegangen –

    Doch gestorben ist er nicht!

    2.

    Störe ja nicht seinen Frieden,

    Nur die Hülle schläft verklärt,

    Körperlich ist er geschieden,

    Geistig lebt er hochgeehrt!

     

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 147  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    27-12-2020 om 09:14 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    25-12-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.DER FASTTAG DES MONATS TÉVESS
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

     עשרה בטבת-
    DER FASTTAG DES MONATS TÉVESS

    Am zehnten dieses Monats ist ein allgemeiner Fasttag zur Erinnerung daran, daß an diesem Tage die Belagerung Jerusalems  durch Nebukadnezar angefangen hat. Das Fasten an diesem Tage soll uns lehren, daß unsere Vorfahren durch ihre Sünden die höchsten Güter des Lebens verscherzten, und uns ermahnen, in aufrichtiger Rückkehr zu Gott und Seiner Gnade wieder würdig zu zeigen. – Die wesentliche Bestimmung eines Fasttages besteht daher nicht blos in der Enthaltung von Speise und Trank, sondern vor allem auch in der Besserung des ganzen Lebenswandels; wer daher durch Fasten allein, ohne sein Herz gebessert zu haben glaubt, der hat den wahren Zweck des Fasttages nicht verstanden!

    Quelle: „Bibel- und Talmudschatz – Ein Buch für die jüdische Familie“ von J.H. Kohn, 13 Auflage Hamburg 5691-1931 Verlag von George Kramer

    25-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)


    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Wir beten für die Auflösung der zionistischen Entität
    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Shmiel Mordche BORREMAN,

    Uw nederige dienaar

    © Sine Van Menxel


    Foto


    Foto

    Foto

    Zionistische Streitkräfte und Siedler: Teile eines selben Ganzes!


    Foto

    Foto

    Gastenboek

    Druk op onderstaande knop om een berichtje achter te laten in mijn gastenboek


    Blog als favoriet !

    Foto

    https://twitter.com/torahjews


    Foto

    https://www.facebook.com/torahjews/

    Palestine Liberation is Inseparable from the Fight against the Arab Regimes


    Foto

    http://www.truetorahjews.org/guardian


    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Be hopeful but be prepared for the worst. Welcome to the post-Gaza world.



    Blog tegen de wet? Klik hier.
    Gratis blog op https://www.bloggen.be - Bloggen.be, eenvoudig, gratis en snel jouw eigen blog!