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Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
(1808-1888)

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Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH
(1833-1900)
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Rabbiner Dr. Salomon BREUER
(1850 - 1926)
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Rabbiner Dr. Raphael BREUER
(1881-1932)
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Reb Julius HIRSCH
(1842-1909)
Jubelsinget, Gerechte, in Gottesanschauung, den Geraden geziemt Thatenoffenbarungslied (Psalm 33)

ברוך הבא!    السلام عليكم!

 

Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Thora tegen nationaal-jodendom (sionisme)


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’études rabbiniques YECHOUROUN, Thora contre national-judaïsme (sionisme).

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Thora. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus).

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Thora against Nationaljudaism (Zionism).

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

Inhoud blog
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Bolok
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Bolok
  • Rabbiner Dr. Raphael BREUER: Die Autorität der Rabbinen
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER: „Ein judisch-geschichtlicher Wegweiser”(8)
  • Psalm 109,28 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Bolok
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt CHUKASS
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Chukass
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Chukass
  • „Misrachistische Begriffsverwirrung“ Jüdische Monatshefte 1918 Heft 3 u. 4
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER: „Ein judisch-geschichtlicher Wegweiser”(7)
  • Psalm 106,32 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Chukass
  • Rabbiner Dr. Raphael BREUER 'S.R. HIRSCH und der Chassam Sofer'
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt Kaurach
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Kaurach
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH: Kommentar Segenspruch „…der dem Hahne Verstand gegeben zu unterscheiden....“
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER: „Ein judisch-geschichtlicher Wegweiser”(6)
  • Sprüche 24,21 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Kaurach
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt SCHELACH LECHO
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar Schelach lecho
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Schelach Lecho
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    Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus)
    29-12-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen 12.Folge
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    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

    ….

    III.               DIE AUSSICHTEN DES ZIONISMUS

     

    … Freilich arbeitet der Zionismus auch unter den Juden des Ostens, indem er ihnen Nationalgefühl predigt und sie auf die Aufgaben der Zukunft vorbereitet. In praxi kommt das darauf  hinaus, daß die Verhetzung gegen alle Autoritäten, vor allem die Religion, gezüchtet wird, und die in den Zukunftstaumel hineingerissene junge Juden die Fähigkeit verlieren, an den realen Aufgaben der Gegenwart nützlich mitzuarbeiten.

    Darin besteht der erste Nachteil der Verlegung der gesamten jüdische Arbeit nach Palästina – wobei natürlich nochmals hervorgehoben sei daß kein Nichtzionist daran denkt die Arbeit in Palästina innerhalb des Gesamtrahmens gering zu schätzen –, daß über den Wert der wirklich ernsten Tätigkeit, falsche, hämische Anschauungen verbreitet und ihr wackere Mitstreiter entzogen werden.  Der Zionismus sucht sein herostatisches Vorgehen damit zu entschuldigen, daß er auf die Erfolglosigkeit unserer Bestrebungen hinweist. Aber auch das ist wieder nur ein Beweis dafür, daß er das Judenproblem aus dem engen Gesichtswinkels des Kindes betrachtet, das gleich sehen will, wofür es seine Leistung aufgewendet hat. Auch unter dieser Voraussetzung ist die Behauptung noch falsch; die Erfolge sind schon vorhanden, jedenfalls in dem Maße,  daß sie die Richtigkeit unseres Weges beweisen. Hätte sich die Welt nur an solche Dinge wagen dürfen, die auf bequemen Wege sofortigen sichtbaren Erfolg versprechen, so könnte man das Wort „Idealismus“ aus ihren Sprachenschatze streichen!

    Ist also der zionistischen Lösungsversuch schon deshalb aussichtslos, weil er in seinen großen Zügen außerhalb jeder logischen Möglichkeit und jeder historischen Erfahrungstatsache stellt, so wird das Utopistische, das gefährlich Utopistische uns zur Gewißheit, wenn wir die speziellen Schwierigkeiten aufmarschieren lassen.

    Die Unmöglichkeiten liegen zuerst in inneren Verhältnissen. Der edle Herzl  hatte einst ein Judenstaat gefordert. Das war ein berauschendes Wort, dessen Hohlheit man bald darlegen konnte; es war aber wenigstens aus ehrlichem Herzen gesprochen. Die Führer von heute haben die Wegen Herzl’s verlassen, es gilt als unmodern, in so offener und ehrlicher Weise die logischen Folgen des nationalen Gedankens zu ziehen, und die kluge Diplomaten haben sich auf die Formel einer autonomen Heimstätte unter dem Schutze der Türkei oder der Garantie der Großmächte geeinigt.

    Diese Spiegelfechterei kann aber die inneren Schwierigkeiten nicht beheben. Die Frage der Eignung und Fähigkeit, sich selber zu regieren, die gewiß eine Rolle spielt, mag zurücktreten, obwohl der Verlauf der jüdischen Geschichte  deutlich erweist, daß gerade in Zeiten nationaler Selbständigkeit die Zwietracht und der Haß geradezu entsetzliche Orgien gefeiert haben und daß die innere Unfähigkeit, sich selber zu regieren, eine der gewichtigsten Untergangsursachen gewesen ist. Ein so stolzes Kapitel des Kampfes um Jerusalem ist, wenn man auf die heldenmütige Hingabe des gemeinen Mannes schaut, ein so schmachtvolles ist es, wenn man daran denkt, daß Kraft, Gut und Blut des Volkes in so schimpflicher Weise von ehrgeizigen, uneinigen und kurzsichtigen Führern gemißbraucht wurden.

    Die wirkliche große Schwierigkeit für jedes jüdische autonome Staatswesen liegt in der Stellung zur Religion. Unsere Zionisten, die eine ferne Vergangenheit neu erstehen lassen wollen, bedenken nicht, daß in der Neuzeit alle staatsrechtliche Anschauungen sich von Grund auf geändert haben. Im Altertum war die Nationalreligion oder die Religionsnation etwas selbstverständliches! Ein Volk, ein König, ein Gott!  Aber es dürfte nicht das geringste Verdienst des Judentums sein, hier ein Wandel hervorgerufen haben, und unter den ethischen Schöpfungen des Judentums ist die erhebendste mit der Begriff der Gewissenfreiheit. Früher hieß es wörtlich: cujus regio, eius religio!  Das ist  durch das Judentum anders geworden.  Der Staat ist zwar eine Zwangsorganisation, der man angehören muß, deren Pflichten man zu erfüllen hat, ob man will oder nicht. Der religiösen Gemeinschaft aber leistet man freiwillig Gefolgschaft, solange man auf ihrem Standpunkt steht, nie und nimmer jedoch darf sie einen Zwang ausüben, um sich ein Mitglied zu erhalten.

    So ist auch das Judentum die Zusammenfassung derer, sich gern und freundlich zur jüdischen Religion bekennen. Was könnte nun in einem autonomen Staatswesen geschehen? Zweierlei ist denkbar. Entweder wird das Judentum Staatsreligion, oder Gewissensfreiheit wird proklamiert. Das erstere ist einfach undenkbar! Davon, daß man alle Bürgern das Bekenntnis zum Judentum abnötigte, kann natürlich überhaupt keine Rede sein; aber selbst wenn es nur Staatsreligion in dem Sinne wäre, daß  das Judentum die Rechte einer bevorzugten Religion hätte, so würde das angesichts der Tatsache, daß wir im Namen der Gerechtigkeit und Gleichberechtigung gegen eines christlichen Staates erbittert und nachhaltig Widerspruch erheben, einer Verleumdung unserer gesamten sittlichen Grundsätzen bedeuten. Jeder Versuch nach dieser Richtung hin würde die selbe sittliche Fäulnis verursachen, wie wir heute im Begriffe des Taufjudentums, der widerlichsten Ausdrucksform des Strebertums und der Heuchelei haben. Ein solches autonomes Staatswesen würde mit all den sittlichen Mängeln behaftet sein, die wir den anderen Staaten mit Entrüstung vorwerfen, und ein „Verein jüdischer Staatsbürger nichtjüdischen Glaubens“  müßte mit größter Berechtigung in seiner Entstehungsstunde gegründet werden.   

    Was aber wenn  die autonome Gemeinschaft Gewissensfreiheit proklamiert? Dann brauchte man nicht jüdischer Religion zu sein. Wir wollen die Eventualität christlicher oder buddhistischer Juden weniger in den Kreis der Erörterungen ziehen, aber Atheisten gäbe es sicherlich! Denen müßte doch unbedingt der Zugang  zu leitenden Stellen gewährleistet werden! Und was hätte die große Masse der Juden, die jahrtausendelang wegen ihres Glaubens gelitten haben, für ein Interesse daran, als Kristallisationspunkt ihrer gesamten Freiheitsbewegung ein Gemeinwesen zu haben, in denen sich die Religionsfeindschaft breitmachen darf, in dem man sich ohne jede Scheu zu jenen Religionen bekennen darf, die das Judentum so entsetzlich gequält, verfolgt und gehaßt haben, und trotzdem von Rechts wegen die Geschicke einer jüdischen Religionsgemeinschaft mitbestimmt. Ein jüdischer Staat also, in welchen vielleicht Atheisten das große Wort führen, ein jüdischer Staat als Grab der jüdischen Religion. Diesem Ideal auch nur einen Pfennig an Geld, eine Atembewegung an Kraft zu opfern, würde für die Judenheit fast Selbstmord bedeuten.

     

    (wird fortgesetzt)

     

    Erscheint bereits in Jeschurun Judentum gegen Zionismus in Folgen, als Teil unseres Studienprogramms  Jahrgang 5770/5771

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    29-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    28-12-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Notiz über Antizionismus der historische Agudaß Jißroel in 1914
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    Notiz

    „Nichts liegt mir ferner, als in meinen folgenden Ausführungen den Zionismus zu bekämpfen, was ja auch nicht in den Aufgabenkreis der Agudaß Jißroel gehört“ (H. Eiseman im Israelit Nr. 4 ; 22. Januar 1914)

     

    Es ist selbstverständlich daß die Agudaß Jißroel ihre Kräfte in bloßer Polemik gegen den Zionismus nicht aufreiben kann. Durch eine ständige Betonung ihrer Friedensliebe kann aber die Agudaß Jißroel bei der großen Masse, die nicht in allen ihren Schichten urteilsfähig ist, in den Ruf kommen, daß  sie den Zionismus gar nicht für ein so bedenkliches Ding halte, daß mit aller Energie bekämpft werden müßte. So ganz ohne Kampf, ohne Polemik und klare  Frontstellung gegen den Zionismus wird sich die Agudaß Jißroel niemals betätigen können,  will sie die Gefahr vermeiden, was sie auf der einen Seite durch praktische Arbeit gewinnt, auf der anderen Seite durch Duldung von Begriffsverwirrungen im eigenen Kreise zu verlieren, soll doch die Agudaß Jißroel nichts anderes sein als die Organisation der jüdischen Bekenntnisgemeinschaft. Diese jüdische Bekenntnisgemeinschaft kann und darf aber eine so wichtige Sache, wie es der Zionismus ist, nur eine Meinung haben. Einer Idee gegenüber, die gleich den Zionismus die Grundlagen der jüdischen Religion, des jüdischen Bekenntnisses, der jüdischen Bekenntnisgemeinschaft tangiert, Neutralität zu bewahren, das ist nicht einmal diplomatisch, denn der Zionismus wird schon die Agudah zwingen, ihre Stellung klar zu formulieren.

    (Jüdische Monatshefte 1914, Heft 3 S.124)

     

    Kommentar: Wahrlich, nichts Neues unter der Sonne! Und der "Antizionismus" vom "Israelit" ist wieder mal kundgetan.

    28-12-2020 om 07:31 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    27-12-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Talmud Taanis 5b und Sprüchlein zum Wochenabschnitt Wajechi
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       ויחי
    יעקב אבינו לא מת:



    „Vater Jakob starb nicht .“
    ( - תענית דף ה' ע"בTalmud, Taaniss 5b)

     

    1.

    Dich ergreift Schmerz und Bangen

    Wenn das Aug‘ des Frommen bricht?

    Himmelwärts ist er gegangen –

    Doch gestorben ist er nicht!

    2.

    Störe ja nicht seinen Frieden,

    Nur die Hülle schläft verklärt,

    Körperlich ist er geschieden,

    Geistig lebt er hochgeehrt!

     

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 147  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    27-12-2020 om 09:14 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    25-12-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.DER FASTTAG DES MONATS TÉVESS
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     עשרה בטבת-
    DER FASTTAG DES MONATS TÉVESS

    Am zehnten dieses Monats ist ein allgemeiner Fasttag zur Erinnerung daran, daß an diesem Tage die Belagerung Jerusalems  durch Nebukadnezar angefangen hat. Das Fasten an diesem Tage soll uns lehren, daß unsere Vorfahren durch ihre Sünden die höchsten Güter des Lebens verscherzten, und uns ermahnen, in aufrichtiger Rückkehr zu Gott und Seiner Gnade wieder würdig zu zeigen. – Die wesentliche Bestimmung eines Fasttages besteht daher nicht blos in der Enthaltung von Speise und Trank, sondern vor allem auch in der Besserung des ganzen Lebenswandels; wer daher durch Fasten allein, ohne sein Herz gebessert zu haben glaubt, der hat den wahren Zweck des Fasttages nicht verstanden!

    Quelle: „Bibel- und Talmudschatz – Ein Buch für die jüdische Familie“ von J.H. Kohn, 13 Auflage Hamburg 5691-1931 Verlag von George Kramer

    25-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    24-12-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr.Mendel HIRSCH Haftoro Wajigasch
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833-1900)

     

    ויגש

     

     

    Haftoro zur Wochenabschnitt Wajigasch

    Vollständig zu lesen in Beilagen!

    Quelle: Die Haftoroth : übersetzt und erläutert  von Dr. Mendel Hirsch, Direktor der Realschule der Israelitischen Religionsgesellschaft zu Frankfurt am Main 1896 Verlag Hofmann  S.87-92

    Bijlagen:
    HIRSCH Mendel Haftoro Wajigasch 1 a.JPG (14 KB)   
    HIRSCH Mendel Haftoro Wajigasch 1 b.JPG (14.9 KB)   
    HIRSCH Mendel Haftoro Wajigasch 2.JPG (95 KB)   
    HIRSCH Mendel Haftoro Wajigasch 3.JPG (94.4 KB)   
    HIRSCH Mendel Haftoro Wajigasch 4.JPG (84.4 KB)   
    HIRSCH Mendel Haftoro Wajigasch 5.JPG (87.4 KB)   
    HIRSCH Mendel Haftoro Wajigasch 6.JPG (91.4 KB)   
    HIRSCH Mendel Haftoro Wajigasch 7.JPG (55.7 KB)   

    24-12-2020 om 20:05 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt Wajigasch (2)
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

                              (1808-1888)

     

    ויגש

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Wajigasch (2)

     

    Kap. 46 V.1 Da brach Jissroél auf und alles Seine; er kam nach Beer Scheba und opferte Mahlopfer dem Gotte seines Vaters Jizchak. 

     

    Da brach Jissroél auf, in der freudigsten Stimmung, in dem Glanz- und Höhepunkt seines ganzen, in bitteren Kämpfen und Leiden so vielfach geprüften Lebens, er und all die Seinigen. Sie reisten südwärts und kamen an die letzte Grenzstadt, an das durch die Erinnerung der Väter verherrlichte Beer-Schewa. Da opferte er זבחים. Wir finden nicht wieder daß unsere Erzväter זבחים geopfert hätten. Sie wie alle Noachiden, brachten vielmehr nur עולות. עולה drückt die gänzliche Hingebung an Gott aus, זבח ist an sich ein von den בעלים zu verzehrendes Familienmahl, und weiht die Familienstätte, das „Familienhaus“ und den Familientisch zu Tempel und Altar. זבחים, ja in der Regel שלמים, drücken ja den höheren Gedanken aus, daß „Gott zu uns komme“, sie werden daher aus jenem heiteren Bewusstsein dargebracht, daß, wo ein Familienkreis pflichttreu und einig lebt und sich von Gott getragen fühlt, da,,אלקי' בדור צדיק  da sei Gott gegenwärtig. Darum sind שלמים „Friedensopfer“ des gottgesegneten Familienlebens, so spezifisch jüdisch. Der Gedanke des Aufgehens in Gott und des Hingebens an Gott dämmert auch in nichtjüdischen Gemütern. Allein daß das gewöhnliche Leben von Gott so durchdrungen sein kann, daß „man isst und trinkt und schaut dabei Gott“, daß alle unsere Familienräume Tempel, unsere Tische Altäre, unsere Jünglinge und Jungfrauen Priester und Priesterinnen, diese Durchgeistung des gewöhnlichen Privatlebens, das ist eine Spende des Judentums. Das Jakob-Israel nicht עולות sondern זבחם opferte, das liegt darin, das Jakob sich jetzt zum ersten male in seinem Familienkreise glücklich und heiter und „ganz“ fühlte. In diesem Bewusstsein und Gefühle brachte er sein Opfer, tief bedeutsam לאלקי אביו יצחק nicht allgemeinלאלקי'. In dem Liede am roten Meer spricht Israel זה אל ואנוהו אלקי אבי וארוממנהו: „In dieser meiner Rettung hat sich Gott als die mich tragende Allmacht mir gezeigt, auf daß ich ihn in meine Mitte aufnehme und ihm eine entsprechende Stätte werde; es ist dies aber derselbe Gott, den mich die Väter gelehrt, dem auch die Väter gedient, und der durch mich nur noch zu erhöhter Anerkennung gelangen will!“ „Der Belehrung und dem זכות der Väter verdanke ich diese Rettung“. So auch hier. Die Seligkeit, die Jakob eben jetzt empfand, schrieb er nicht seinem Verdienste, sondern dem זכות אבות zu. – Vielleicht auch ist es ein Hinblick auf die עקדה. Jakobs ganze bisheriges Leben war nichts als eine in konkreter Wirklichkeit sich vollziehende, עקדה deren Auferstehungsmomente er eben jetzt sich genaht fühlte.

     

     

    V. 2 u. 3 Da sprach Gott zu Jissroél in Gesichtern der Nacht, und sagte: Jaakob, Jaakob! Er sprach: Hier bin ich.

    3. Er sprach: Ich bin der Gott, der Gott deines Vaters, fürchte dich nicht, nach Mizrajim hinabzugehen; denn zu einem großen Volke werde ich dich dort machen. 

     

    Gott sprach: „Fürchte dich nicht, nach Mizrajim hinaufzugehen!“ Jakob war ja in der freudigsten Stimmung. Diese Anrede muss somit etwas vorangegangen sein, wodurch bei ihm die entgegengesetzte Stimmung, ja ängstliche Besorgnis hervorgerufen worden war, so daß er die Beruhigung bedürfte. Dies ist auch vollständig in V.2 enthalten. Zuerst die Bezeichnung der Erscheinung selbst: מראות הלילה „Erscheinung der Nacht“ spricht schon für den ernst stimmenden Eindruck des Ganzen. Dann der Zuruf: יעקב, יעקב! Nicht: ישראל, enttäuschte vollends Jakob über die folgenschwere Bedeutung dieses Hinabziehen nach Mizrajim. Deshalb denn auch Jakobs:הנני! Ich bin bereit für alles was du bestimmst. Darauf Gotte: Fürchte du dich nicht, ich bin der Gott, dem du soeben dem heiteres Familienleben geweiht, und in letztem Ziele winkt auch aus diesem Gange die heitere Größe. Dort sollst du zu dem verheißenen großen Volke werden. Ich selbst begleite dich (deinen ganzen Familienkreis) hinab und führe dich (wenn du zum Volke geworden bist) wieder herauf, und, was dich persönlich betrifft, du wirst Josef nicht wieder verlieren (Vergl. Kap. 15,1)

     

    V. 10 Schimeons Söhne: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zochar und Schaul, Sohn der Kenaaniterin.

     

     ושאול בן הכנענית. Wenn unter כנענית hier Dina verstanden ist, die Simeon geheiratet, so dürfte שאול vielleicht nicht Simeons Sohn, sondern der von Schechem erzeugte, von Dina geborene Sohne sein; es wäre dann selbst dieser Sohn der Jakobsfamilie nicht entfremdet worden. Sie wird כנכנית genannt, weil ihr Sohn physisch ein בן כנעני gewesen. Es träte dann hier schon der Grundsatz hervor, Maß in der Verbindung einer Jakobstochter mit einem כנעני: הולד הולך אחר האם, das Kind zur Familie der Mutter, und nicht zu der des Vaters gezählt wird.

     

    V.12 Jehudas Söhne: Er, Onan, Schela, Perez und Serach. Er und Onan starben im Lande Kenaan. Perez Söhne waren Chezron und Chamul.

     ער ואונן: Es wird stets bei ihnen hervorgehoben: וימת וגו' Der göttliche Familienschutz ist kein unbedingter, an Reinheit und Sittlichkeit ist die Erhaltung geknüpft. Es genügt nicht, von jüdischen Eltern geboren zu sein. Darum fehlen auch Er und Onan hier nicht.

     

    V.26 Alle Seelen, die dem Jaakob nach Mizrajim kamen, die von ihm stammenden, ausser den Frauen der Söhne Jaakobs, alle Seelen: sechsundsechzig.

     

     כל נפש Esaus Haus zählte nur sechs Seelen, und es heißt von ihm כל נפשות ביתו (1 B.M. 36,6), bemerkt ein Wort in מ"ר, Jakobs Haus zählt siebenzig Seelen und sie heißen zusammen nur ein נפש: כל הנפש לבית יעקב! Außerhalb des jüdischen Berufes schlägt oft jeder Sohn seinen eigenen Weg ein. Wo aber in Wahrheit und Treue jüdischer Sinn erhalten ist, da mögen es siebenzig sein, und es waltet doch in allen ein Geist und einen Sinn.

     

    V.33 Wird euch dann Pharao rufen lassen und spricht: Was ist euer Thun?

     

    In einem Staate wie Mizrajim, wo der Mensch völlig in den sogenannten Beruf aufging, und eigentlich kein Mensch, sondern ein Handwerker, ein Landbauer, ein Krieger u.s.w. geboren wurde, war die Frage nach dem Berufe natürlich die erste Frage. Auch sie sollten auf Pharaos Frage ungescheut diese unangenehme Wahrheit hervorkehren; denn der nicht zu umgehende Abscheu der Egypter vor ihrem Berufe war, wie überhaupt die Abneigung der Völker gegen die Juden, das erste Erhaltungsmittel dieses zum Gange durch die Zeiten bestimmten Menschenstammes. Bis zum geistig sittlichen Morgen der Völker schützten die Pallisaden, die der Wahn der Völker gegen die Juden errichtete, diese vor jeder Ansteckung durch die Barbarei und Entsittlichung der Menschen, in deren Mitte sie Jahrhunderte hinab zu wandeln haben sollten. Deshalb kehrte auch hier Josef sofort die den Egyptern unangenehme Seite hervor, in der ausgesprochenen Absicht, damit sie dadurch eine gesonderte Provinz zum Wohnplatz eingeräumt erhielten. 

     

    Kap. 47 V.27 So siedelte Jissroél im Lande Mizrajim, im Lande Goschen an. Sie liessen sich dort nieder, wurden fruchtbar und vermehrten sich sehr.

     

     ויאחזו: sie ließen sich von dem Boden fesseln. Hier liegt eine Andeutung des Anfangs jener Versündigung, deren Tatsache uns Jecheskeel (Kap.20) aufbewahrt. In dem süßen Bewusstsein, hier sesshaft zu sein, lag im Laufe der Zeit die Gefahr sehr nahe, den Stammesüberlieferungen untreu zu werden und sich ihrer großen Bestimmung zu entfremden.

    24-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    AUSZÜGE aus dem KOMMENTAR zur WOCHTENABSCHNITT WAJIGASCH

     

    Wajigasch

     

    Kap.45 V 11 Ich will dich dort ganz versorgen, denn noch kommen fünf Jahre Hungersnot, du könntest und dein Haus und alles Deinige verarmen.

     

    V.11 ...Wiederholt wiest Josef die Brüder darauf hin, wie diese ganze Kette von Ereignissen offenbar als Gottesfügung darstellt und in der Tat führt uns wohl kaum eine andere Geschichte in gleichem Maße die Weise der göttlichen Providenz vor Augen. Sie ist der lebendigste Kommentar jenes großartigen Spruches salomonischer Weisheit: רב מחולל כל ושוכר כסיל ושוכר עוברים (Prov. 26,9). „Der große Weltenmeister erzeugt aus dem kleinsten Anfang alles; wie physisch, so auch sozial, lässt er alles aus den kleinsten Keimen werden. Es ist es, der alles zu kreißender Geburt führt und hat als solcher Thoren, und hat als solcher Verbrecher in seinem Dienste“. Ohne es zu wissen und zu wollen, dient Ihm auch die Torheit und die Sünde. In dieser Geschichte liegen die Fäden offen, in anderen nicht; aber an dieser lernen wir die Gänge Gottes. An den „zwei Loth Seide“, wie die Weisen es ausdrücken, die Jakob an Josefs Rockverbrämung spendete, ging der ברית בין הבתרים in Erfüllung. In Kanaan wäre die Jakobsfamilie schwerlich ein Volk geworden. Wie sie heranwuchs, hätte sie sich unter die Bevölkerung zerstreut. Um zum Volke zu werden, ohne sich zu vermischen dazu musste sie in die Mitte einer Nation kommen, der das ganze jüdische Wesen national widerstand, und dies war Mizraïm. So war später der Fanatismus, der die Ghetti baute, das wirksamste Mittel in Gottes Hand, um uns von aller Unkultur des Mittelalters fern zu halten und im engen Umkreis Familiensinn und Familienglück und Gemeindesinn bei uns zu pflegen. Um uns in Mizraïm eine gesonderte Provinz zum Boden der Entwicklung zu sichern, musste ein Sprössling voran und „Vater“ des Pharao und Gebieter des Landes werden; und damit kein Egypter dem Iwri vorwerfen könnte, ihr gehört nicht hierher, ihr seid nicht hier geboren, mussten alle Egypter die Scholle, wo ihre Wiege gestanden, verlassen und selber Fremdlinge auf den Boden werde, den sie fortan bebauten. –

    So hatte auch bereits die wunderbare, ohnehin so folgenreiche Strömung der Völkerwanderung Europa fast überall mit Fremdlingen bevölkert, als der Jakobsstamm seine große Wanderung in die Zerstreuung unter die europäische Menschheit antrat, und del Verweisungsdekrete germanischer Unduldsamkeit: „Ihr gehört nach Palästina hin!“ stellt die Geschichte unerbittlich die Gegenfrage entgegen: „Hat denn deines Urahns Wiege hier gestanden?“

    Und endlich war das erste wie das letzte Galuth aus קנאה und  שנאת חנם entsprungen, und durch sie der harte Schicksalstiegel motiviert, in dem sie alle geschmolzen und in der Schule des herbsten Unglückes zum Gefühle der Gleichheit und Brüderlichkeit die geläutert wurden. –

     

    V.17 Pharao sprach zu Josef: Sage deinen Brüdern, thuet dies: Beladet eure Tiere und gehet, kommet zum Lande Kenaan.

     

    V. 17 …בעיר .בעירכם , Tier, von בער das zugleich brennen, Tier und den Thoren bedeutet. Wir haben für Weisheit kaum so viele Namen als für Torheit, vielleicht, weil die Narrheit mannigfaltiger und buntscheckiger ist: סכל, פתי, כסיל, בער. Unter den verschiedenen Bedeutungen des בער ist wohl jedenfalls „Brennen“ die ursprüngliche. Denn lautverwandt damit heißt באר: aus der Dunkelheit ans Licht treten, daher באר: der lebendige Brunnen, Wasser aus der Tiefe, und באר: klar machen, בהר: leuchten, gesteigert בער brennen. Jemanden, zum Glanz, zur Auszeichnung hervorheben: בחר erwählen.

    In welcher Beziehung heißt das Tier= בעיר? חיה heißt es, insofern es das Leben repräsentiert im Gegensatz zur Pflanzenwelt. בהמה bezeichnet die dem Menschen sich als במה (rad.בום:בהם ) als „Piedestal“ seiner Menschengröße unterordnende Tierart (vergl. auch die Verwandtschaft von בהם  mit פעם, auf etwas anschlagen, auftreten, stoßen; Schritt und Amboß ). בעיר heißt das Tier nach seinem instinktiven Charakter. Wir haben die Betrachtung des Begriffes חטא, dessen Verwandtschaft mit חתה, und demgemäß חטא als ein absichtloses Hinausfallen aus dem „göttlichen Feuer“, sowie כפרה als ein Wiederhingeben an das אשדת als לחם אשה ד' zu erkennen geglaubt. (Siehe zu Kap. 39,9). Ist dies kein Traum, so würde die im Menschen waltende göttliche Kraft, der der Mensch sich frei hingeben soll und sich ihr daher auch muss entziehen können, sich als „Feuer“ darstellen. Es gibt aber auch lebendige Wesen, die sich dem göttlichen Willen nicht entziehen können, in welche jede Regung und jede Tätigkeit ein willenloses Produkt des in sie gehauchten göttlichen Feuers ist, deren Lebenstätigkeit somit ein „Brennen“ ist. Solange diese Feuerkraft in ihnen lebt, können sie sich ihr nicht entziehen, und בעיר wäre somit die prägnanteste Bezeichnung des Tieres nach seiner unfreien, instinktiven Natur. So wird 2 B.M.22,4 jede naturgemäße, das fremde Eigentum gefährdende Tätigkeit des Tieres, שן ורגל hinsichtlich deren es מועד מתחלתי ist, für deren Leitung und Wahrung daher die Intelligenz des Eigentümers volle Verantwortung trägt, charakteristisch durch בער und das Tier als בעיר bezeichnet.

    Unter der bunten Charakteren der Torheit bezeichnet פתי (von פתה offen stehen) den Arglosen, Unerfahrenen, den äußeren Einflüssen und Vorspiegelungen Preisgegebenen; אויל(אול wovonאולי, verwandt mit אבל,אפל , Verdunkelung des physischen oder geistigen Lichtes) denjenigen, der gar keine feste Ansicht hat, alles unklar anschaut und immer zwischen Zweifeln hin- und herschwankt; כסיל, verwandt mit גזל, der eine unberechtigte  Ansicht sich gewaltsam bildet und mit Gewalt behauptet. Es ist der Lendennarr (כסלים) der sich wie ein Athlet auf seine Lenden steift und stämmt, der eine Ansicht, in der er sich einmal festgerannt hat, festhält und keiner Belehrung zugänglich ist.

    Eigentümlich ist סכל, offenbar ja verwandt mit שכל, seinem scheinbaren Gegensatz. Beiden liegt der Begriff סגל, die innigste Anregung, zu Grunde. שכל ist jene geistige Kraft, durch welche der Mensch sich die Welt geistig aneignet, die Anschauungen in Begriffe und Urteile umwandelt und festhält; sie ist das Subjektive, das die objektive Welt in sich aufnimmt, eine Tätigkeit, die דעת bezeichnet. Der סכל hat diese subjektive Kraft: allein er bleibt bei ihr stehen, er bildet subjektive Vorstellungen, Begriffe und Urteile, ohne ihnen die objektive Wirklichkeit zu Grunde zu legen, und ohne sie an der Wirklichkeit zu berichtigen. סכל ist somit die missbräuchliche Anwendung des שכל. (Ähnlich wie סבא das missbräuchliche שבע). – בער endlich ist derjenige; dem es wirklich an der Anlage fehlt, der ein instinktives Leben lebt und kaum sich über das Tier erhebt.

     

    Kap. 46 V.1 Da brach Jisrael auf und alles Seine; er kam nach Beer Scheba und opferte Mahlopfer dem Gotte seines Vaters Jizchak.

     

    Kap. 46 V.1 Da brach Israel auf, in der freudigsten Stimmung, in dem Glanz- und Höhepunkt seines ganzen, in bitteren Kämpfen und Leiden so vielfach geprüften Lebens, er und all die Seinigen. Sie reisten südwärts und kamen an die letzte Grenzstadt, an das durch die Erinnerung der Väter verherrlichte Beer-Schewa. Da opferte er זבחים. Wir finden nicht wieder daß unsere Erzväter זבחים geopfert hätten. Sie wie alle Noachiden, brachten vielmehr nur עולות. עולה drückt die gänzliche Hingebung an Gott aus, זבח ist an sich ein von den בעלים zu verzehrendes Familienmahl, und weiht die Familienstätte, das „Familienhaus“ und den Familientisch zu Tempel und Altar. זבחים, ja in der Regel שלמים, drücken ja den höheren Gedanken aus, daß „Gott zu uns komme“, sie werden daher aus jenem heiteren Bewusstsein dargebracht, daß, wo ein Familienkreis pflichttreu und einig lebt und sich von Gott getragen fühlt, da,,אלקי' בדור צדיק  da sei Gott gegenwärtig. Darum sind שלמים „Friedensopfer“ des gottgesegneten Familienlebens, so spezifisch jüdisch. Der Gedanke des Aufgehens in Gott und des Hingebens an Gott dämmert auch in nichtjüdischen Gemütern. Allein daß das gewöhnliche Leben von Gott so durchdrungen sein kann, daß „man isst und trinkt und schaut dabei Gott“, daß alle unsere Familienräume Tempel, unsere Tische Altäre, unsere Jünglinge und Jungfrauen Priester und Priesterinnen, diese Durchgeistung des gewöhnlichen Privatlebens, das ist eine Spende des Judentums. Das Jakob-Israel nicht עולות sondern זבחם opferte, das liegt darin, das Jakob sich jetzt zum ersten male in seinem Familienkreise glücklich und heiter und „ganz“ fühlte. In diesem Bewusstsein und Gefühle brachte er sein Opfer, tief bedeutsam לאלקי אביו יצחק nicht allgemeinלאלקי'. In dem Liede am roten Meer spricht Israel זה אל ואנוהו אלקי אבי וארוממנהו: „In dieser meiner Rettung hat sich Gott als die mich tragende Allmacht mir gezeigt, auf daß ich ihn in meine Mitte aufnehme und ihm eine entsprechende Stätte werde; es ist dies aber derselbe Gott, den mich die Väter gelehrt, dem auch die Väter gedient, und der durch mich nur noch zu erhöhter Anerkennung gelangen will!“ „Der Belehrung und dem זכות der Väter verdanke ich diese Rettung“. So auch hier. Die Seligkeit, die Jakob eben jetzt empfand, schrieb er nicht seinem Verdienste, sondern dem זכות אבות zu. – Vielleicht auch ist es ein Hinblick auf die עקדה. Jakobs ganze bisheriges Leben war nichts als eine in konkreter Wirklichkeit sich vollziehende, עקדה deren Auferstehungsmomente er eben jetzt sich genaht fühlte.

     

    V. 2 Da sprach Gott zu Jisrael in Gesichtern der Nacht und sagte: Jaakob, Jaakob! Er sprach: Hier bin ich!

    V. 3 Er sprach: Ich bin der Gott, der Gott deines Vaters, fürchte dich nicht, nach Mizrajim hinabzugehen; denn zu einem großen Volke werde ich dich dort machen.

     

    V. 2 u. 3 Gott sprach: „Fürchte dich nicht, nach Mizraim hinaufzugehen!“ Jakob war ja in der freudigsten Stimmung. Diese Anrede muss somit etwas vorangegangen sein, wodurch bei ihm die entgegengesetzte Stimmung, ja ängstliche Besorgnis hervorgerufen worden war, so daß er die Beruhigung bedürfte. Dies ist auch vollständig in V.2 enthalten. Zuerst die Bezeichnung der Erscheinung selbst: מראות הלילה „Erscheinung der Nacht“ spricht schon für den ernst stimmenden Eindruck des Ganzen. Dann der Zuruf: יעקב, יעקב! Nicht: ישראל, enttäuschte vollends Jakob über die folgenschwere Bedeutung dieses Hinabziehen nach Mizraim. Deshalb denn auch Jakobs:הנני! Ich bin bereit für alles was du bestimmst. Darauf Gotte: Fürchte du dich nicht, ich bin der Gott, dem du soeben dem heiteres Familienleben geweiht, und in letztem Ziele winkt auch aus diesem Gange die heitere Größe. Dort sollst du zu dem verheißenen großen Volke werden. Ich selbst begleite dich (deinen ganzen Familienkreis) hinab und führe dich (wenn du zum Volke geworden bist) wieder herauf, und, was dich persönlich betrifft, du wirst Josef nicht wieder verlieren (Vergl. Kap. 15,1)

     

    V. 10  Schimeons Söhne: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zochar und Schaul, Sohn der Kenaaniterin.

     

    V. 10 ושאול בן הכנענית. Wenn unter כנענית hier Dina verstanden ist, die Simeon geheiratet, so dürfte שאול vielleicht nicht Simeons Sohn, sondern der von Schechem erzeugte, von Dina geborene Sohne sein; es wäre dann selbst dieser Sohn der Jacobsfamilie nicht entfremdet worden. Sie wird כנכנית genannt, weil ihr Sohn physisch ein בן כנעני gewesen. Es träte dann hier schon der Grundsatz hervor, Maß in der Verbindung einer Jakobstochter mit einem כנעני: הולד הולך אחר האם, das Kind zur Familie der Mutter, und nicht zu der des Vaters gezählt wird.

     

    V.12 Jehudas Söhne: Er, Onan, Schela, Perez und Serach. Er und Onan starben im Lande Kenaan. Perez Söhne waren Chezron und Schimron.

     

    V.12 ער ואונן: Es wird stets bei ihnen hervorgehoben: וימת וגו' Der göttliche Familienschutz ist kein unbedingter, an Reinheit und Sittlichkeit ist die Erhaltung geknüpft. Es genügt nicht, von jüdischen Eltern geboren zu sein. Darum fehlen auch Er und Onan hier nicht.

     

    V. 26 Allen Seelen, die dem Jakob nach Mizrajim kamen, die von ihm stammenden, ausser den Frauen der Söhne Jaakobs, alle Seelen: sechsundsechzig.

     

    V.26 כל נפש Esaus Haus zählte nur sechs Seelen, und es heißt von ihm כל נפשות ביתו (1 B.M. 36,6), bemerkt ein Wort in מ"ר, Jakobs Haus zählt siebenzig Seelen und sie heißen zusammen nur ein נפש: כל הנפש לבית יעקב! Außerhalb des jüdischen Berufes schlägt oft jeder Sohn seinen eigenen Weg ein. Wo aber in Wahrheit und Treue jüdischer Sinn erhalten ist, da mögen es siebenzig sein, und es waltet doch in allen ein Geist und einen Sinn.

     

    V. 33 Wird euch dann Pharao rufen lassen und spricht: Was ist euer Thun?

     

    V.33 In einem Staate wie Mizraim, wo der Mensch völlig in den sogenannten Beruf aufging, und eigentlich kein Mensch, sondern ein Handwerker, ein Landbauer, ein Krieger u.s.w. geboren wurde, war die Frage nach dem Berufe natürlich die erste Frage. Auch sie sollten auf Pharaos Frage ungescheut diese unangenehme Wahrheit hervorkehren; denn der nicht zu umgehende Abscheu der Egypter vor ihrem Berufe war, wie überhaupt die Abneigung der Völker gegen die Juden, das erste Erhaltungsmittel dieses zum Gange durch die Zeiten bestimmten Menschenstammes. Bis zum geistig sittlichen Morgen der Völker schützten die Pallissaden, die der Wahn der Völker gegen die Juden errichtete, diese vor jeder Ansteckung durch die Barbarei und Entsittlichung der Menschen, in deren Mitte sie Jahrhunderte hinab zu wandeln haben sollten. Deshalb kehrte auch hier Josef sofort die den Egyptern unangenehme Seite hervor, in der ausgesprochenen Absicht, damit sie dadurch eine gesonderte Provinz zum Wohnplatz eingeräumt erhielten. 

     

     

    Kap. 47 V. 27 So siedelte sich Jisrael im Lande Mizraijm, im Lande Goschen an. Sie liessen sich dort nieder, wurden fruchtbar und vermehrten sich sehr.

     

    Kap. 47 V.27 ויאחזו: sie ließen sich von dem Boden fesseln. Hier liegt eine Andeutung des Anfangs jener Versündigung, deren Tatsache uns Jecheskeel (Kap.20) aufbewahrt. In dem süßen Bewusstsein, hier sesshaft zu sein, lag im Laufe der Zeit die Gefahr sehr nahe, den Stammesüberlieferungen untreu zu werden und sich ihrer großen Bestimmung zu entfremden.

    24-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    23-12-2020
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                      (1850-1926)

     

    ויגש

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Wajigasch (Auszug)

     

    … Meine Brüder und Schwestern! Die Gedanken, die wir aus unsrer Sidra entwickelten, galten zunächst und vor allem unseren von den Schlachtfeldern heimgekehrten Brüder und Söhnen.

    Im Namen unserer Gemeinde begrüßen wir sie aufs herzlichste, mit dankerfülltem Herzen gegen Gott, den גומל חסדים טובים, freuen wir uns mit ihnen, daß es ihnen wieder vergönnt ist, ihrem friedlichen Berufe nachzugehen.

    In unsere Freude mischt sich freilich schmerzliches Weh bei dem Gedanken an die ach so vielen unserer Besten, die auf dem Schlachtfelde ihr Leben verhauchen mußten, nicht Helden weil sie in Selbstverleugnung die Waffe des Todes handhabten, Helden, die mit von Thorageist erfülltem Herzen, mit von Thorageist gestähltem Willen die gräßlichsten Entbehrungen auf sich nahmen und den unendlichen Prüfungen, die sich ihnen auf Schritt und Tritt entgegenstellten, mit jüdischer Standhaftigkeit und jüdischer Pflichttreue zu begegnen wußten – מנשרים קלו ומאריות בגרו Leichter waren sie als Adler und stärker als Löwen, לעשות רצון קונם וחפץ צורם den Willen ihres Eigners und das Verlangen ihres Hortes zu vollbringen. יזכרם אלקינו לטובה עם שאר צדיקי עולם Gedenke, Gott, ihrer zum Guten mit den anderen Gerechten aller Zeiten! –  

    Möge Gott den Hinterbliebenen die wunden Herzen heilen, die Tiefgebeugten aufrichten, und mögen sie und mit ihnen wir, die wir mit ihnen fühlen, in den Worten Hiobs den einzig möglichen, aber auch wahrhaften Trost finden: ה' נתן וה' לקח Gott, in seiner Liebe, hat gegeben, Gott, in seiner Liebe, hat genommen, Sein Name sei für immer gesegnet. –

    Glücklich ihr, meine Brüder, glücklich ihr, meine Söhne, denen Gott die Gnade beschieden, lebend heimzukehren. Lebet weiter, lebet in dem Geiste, in dem Thora allein Leben geschaut. Heil euch, meine Brüder, so ihr vor eure Frauen und Kinder hintreten könnet mit dem stolzen Bewußtsein, auch inmitten unsagbarer צרות gelebt zu haben. Heil euch, meine Söhne, so ihr euren Eltern mit leuchtenden Augen bekennen könnet, die פרשה von עגלה ערופה sei euch keinen Augenblick dem Gedächtnis entschwunden.

    Allein bei dem besten, starken Willen, Gottes Gebote gewissenhaft zu erfüllen, konnten doch viele unter euch dem furchtbaren Druck der Verhältnisse dem Genuß einer verbotenen Speise sich nicht entziehen, mußtet ihr, waret ihr genötigt שבתות und ימים טובים zu entweihen. Die Gefahr drohte על חטא שחטאנו לפניך באונס וברצון, daß so manches, was באונס unter Zwang von euch geschehen mußte, durch die Macht der Gewohnheit nun auch, Gott behüte, ברצון weiterhin von euch geübt werden könnte. Darum gelobet, meine und Schwester,  Gott und seiner Thora, die treueste Treue, gelobet, die שבתות und ימים טובים mit peinlichster Gewissenhaftigkeit zu heiligen, gelobet, keinen Tag verstreichen zu lassen, an dem ihr nicht קובע עתים לתורה aus der Thora euch Lebensnahrung holt! וה' הטוב יכפר בעד –

    Dieses Gelöbnis aber wollen wir, meine Brüder und Schwestern, alle leisten. Düster und trübe umgibt uns die Gegenwart, düster und trübe winkt uns die nächste Zukunft. Doch wir wollen nicht verzagen, dürfen den Mut nicht sinken lassen.

    Und schwanken auch die Werte, greifen wir zu den Gütern, die aus allem Zusammenbruch für alle Zukunft uns erhalten bleiben müssen! Und droht unser Hab und Gut uns zu zerfließen, אם רואה אדם שמזונותיו מצומצמין יעשה מהן צדקה (גיטין ז') so jemand sieht, daß seine Lebenshaltung immer kärglicher wird, übe er erst recht צדקה, lautet jüdische Wahrheit!

    Eine solche jüdische צדקה in umfassendstem Sinne wollen wir leisten zur Erhaltung unserer קהלה, daß ihr immer mit größerer Blüte beschieden sei, zur Förderung von למוד התורה, zur tatkräftigen Unterstützung unserer von Not und Elend heimgesuchten Brüder. Dann laßt uns vertrauensvoll und zuversichtlich zu Gott emporschauen: כי לא יטוש ה' את עמו ואת נחלתו לא יעזוב

     

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung erster Teil Genesis  J. Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1936 S. 93 - 98

    23-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    22-12-2020
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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

                (1881-1932)

     

    Der erste Jude an der Spitze eines nichtjüdischen Staatswesens

     

    Der erste Jude, der an die Spitze eines nichtjüdischen Staatswens berufen wurde, war Josef. Und wie groß waren die Ehrungen, die nach außen hin seine ragende Stellung dem Bewußtsein des Volkes einprägen sollten! Der Ring von Pharaos Hand, die Byssus-Gewänder, die goldene Kette, der Staatswagen, die Bürgerpflicht des Hinknieens, wenn sich Josef zeigte – wie ein allmächtiger Despot schaltete und waltete der Jude im nichtjüdischen Ägypterstaat.

    Wie kam’s, daß Josef niemals antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt war? Was war der Grund, daß das Ägyptervolk niemals aufbegehrte: Wir lassen uns von diesem Juden nicht regieren?  Aber vielleicht blieb er gar nicht so unangefochten, wie wir voraussetzen. Doch nein, die heilige Schrift hat es nicht unterlassen von antisemitischen Regungen in den Tagen Josefs so offenherzig zu berichtten, wie sie von der antisemitischen Zeit nach Josefs Tod und nach dem Aufkommen einer Generation, die von Josef nichts wußte, die ägyptische Judenfeindschaft entstanden wäre. Es steht darum wohl fest, daß Josef selbst unter Judenfeindschaft nicht zu leiden hatte. Das muß doch seine Gründe haben.

    Oberflächliche Bibelleser könnten aus der Tatsache, daß Josef als Staatsmann einen anderen Namen (Zofas Paneach) trug und eine Ägypterin (Osnas) heimführte; allerhand üble Vermutungen schöpfen und in Josefs unangefochtenem Glück das Ergebnis wohlgelungenen Assimilantentums erkennen. Nun aber hat Josef in Wirklichkeit nichts unternommen, was irgendwie als Verstecken seiner Abstammung, seines Gottesglaubens, seines Judentums gedeutet werden könnte. Den Namen Zofnas Paneach hat nicht er sich selbst, sondern hat ihm Pharao gegeben. Auch darf man auf Grund des Midrasch annehmen daß Zofnas kein Eigenname, sondern, wie Pharao, ein ägyptischer Titel ist, den der König Josef im Augenblick seines Amtsantritts verlieh. Die Ehe mit Osnas ist nicht das, was man heute unter einer Mischehe versteht. Osnas ist als Josefs Gattin zugleich in eine Bekenntnis- und Geistesgemeinschaft mit ihm eingegangen. Darauf deutet wohl auch die scharfe Betonung der Bibel hin, daß Menasche und Efraim, die wir noch heute unseren Kindern als Vorbilder hinstellen, von eben dieser Osnas, die einer ägyptischen Priesterfamilie entstammte, geboren wurden und in ihr eine ihnen und ihrem Vater ebenbürtige Mutter besaßen. Auch die Midraschüberlieferung, die in Osnas die Tochter Dinas sieht, zeigt unverkennbar die Tendenz, der Ehe Josefs jeden Schein eines als Entfremdung vom Judentum mißdeutbaren Charakterzuges zu nehmen.

    Nein, Josef  hat  auch als ägyptischer Staatsmann den Geist seines Vaterhauses nicht verleugnet. Fast in jedem Satze, den er zu Pharao spricht, spricht er von Gott. „Das steht nicht bei mir, Gott wird es eröffnet, was den Pharao frommt.“ „Was Gott tun will hat er den Pharao sehen lassen.“ „Festbeschlossen ist die Sache von Gott, und Gott wird eilen, sie zu vollführen“. Dieses mutige Bekennen Gottes vor dem Königsthrone hat ihn gegen jeden feindlichen Angriff gefeit, weil es ihn auf eine Höhe hob, zu der Pharao und sein Volk staunend emporschauten. Und Pharao sprach zu seinen Dienern: Wird wohl gefunden werden ein Mann wie dieser, in dem der Geist Gottes ist?

    Ein weiterer Grund, warum das ägyptische Volk, ohne zu murren, von einem jüdischen Staatsmann sich regieren ließ, dürfte in der Tatsache gefunden werden, daß Josef zu seinem Amte nicht drängte, sondern wartete, bis man ihn rief. Sehr belehrend sind die Ausführungen des Midrasch Tanchuma zur Stelle. Da wird zur Bekräftigung der Erfahrungsregel, daß „Gerechte aus bescheidener Niedrigkeit zur Höhe aufsteigen“, auf Chananja, Mischael, Asarja, Daniel, Mordechai und – Josef verwiesen. Sie alle haben bescheiden in der Dunkelheit gewartet, bis man sie zu leuchtender Hoheit berief. Sie alle kannten die Welt und wußten, daß sie – Juden waren.

    Das Recht sich vorzudrängen haben auch Juden, so gut wie Nichtjuden. Die Logik steht auf unserer Seite, doch nicht die Psychologie. Als Psychologen sollten wir alle wissen, daß die Welt noch nicht so weit ist, um den Anspruch des Juden auf eine wirklich durchgeführte Rechtsgleichheit anders dann als jüdische Anmaßung zu bewerten. Und auch das andere sollten wir stets bedenken. Josef stand vor Pharao und seinen Dienern da als der Mann, in dem der Geist Gottes ist. Nicht als Stammesfremder, als Gottesmann stach er ihnen in die Augen.  Was hilft es uns, wenn wir immerfort betonen, nur in ihrem Glauben unterscheiden sich jüdische Regierungsmänner von ihren nichtjüdischen Kollegen. Das glaubt uns kein Mensch, solange dieser Glaube wohl standesamtlich registriert ist, aber nicht als lebendige Wahrheit dem allgemeinen Bewußtsein sich aufdrängt. Unsere deutschen Staatsbürger jüdischen  Unglaubens haben mit ihrem Unglauben sehr viel dazu beigetragen, daß unsere nichtjüdische Mitbürger das Judentum mit allen möglichen Dingen, wie jüdische Rasse, jüdische Nation etc. identifizieren, nur nicht mit dem jüdischen Glauben, den sie nur selten wahrnehmen und am allerwenigsten dort, wo ihnen die Juden auf die Nerven fallen.

    R.B.

     

    Erschienen in דרש טוב לעמו „Jüdische Monatshefte“  Jahrgang 6 Heft 1 u.2 Januar- Februar 1919, Schewat-  Adar  5699 S. 10-12

     

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    22-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרה פרשת ויגש

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Wajigasch

     

    Ezechiel Kap. 37, Vers 15

     

    Als der Prophet im Folgenden die Wiedervereinigung von Juda und Jissroél verkündete, war das Reich Jissroél bereits längst zerstört, seine Bewohner hinweggeführt, und auch über das Reich Juda war bereits das seit lange verkündete Verhängnis hereingebrochen. Die Spaltung, deren einstige Aufhebung hier ausgesprochen wird, muß daher die Zerstörung der gegensätzlichen Reiche überdauert haben. Der Gegensatz ist somit kein äußerlicher. Auch in den Galuthjahrhunderten sieht das Auge des Propheten das in die Mitte der Völker hinausgestreute Jissroél noch in zwei Hälfte geteilt, um die alten geschichtlichen Herrscherstämme Juda und Efraim in ausgesprochener Gegensätzlichkeit geschart. Hie Juda! Hie Efraim! ist auch im Exil noch die Losung. Doch nicht die politische, sondern die religiöse Zugehörigkeit ist ihre Bedeutung. Das Feldgeschrei ist zum religiösen Bekenntnis geworden. Es sind die alten Gegensätze, die Hosea 1,6 und 7 so scharf gezeichnet sind. Efraim, das unter grundsätzlicher Verleugnung des Gottesgesetzes in politischer Größe sein Heil sieht und den mangelnden Gottesschutz durch vergebens gestrebte Bundesgenossenschaft mit den Völkern vergebens zu ersetzen sucht, vielmehr bei den Völkern, unter denen es „brüderlich aufblühen“ (Hosea 13,15), in die es unterschiedslos aufgehen möchte (das. 7,8), für seine Abstreifung alles Jüdischen nur Geringschätzung und Abweisung erfährt – „und es hatte sich doch Freundschaft ausbedungen!“ – (das. 8,9). Und Juda, das allerdings grundsätzlich Gott als seinen Gott anerkennt und auch praktisch einen großen Teil der Gesetze erfüllt, die es in ihrer Gesamtheit theoretisch als ausnahmslos verbindlich anerkennt, aber weit noch entfernt von jene Ernste und jener gottesfürchtigen Gewissenhaftigkeit, die keinen Unterschied kennt unter den Worten des allmächtigen Gottes, vielmehr die Gesetze der Gerechtigkeit und der Nächstenliebe, die Gesetze, die die Heilighaltung des Lebens, des Vermögens, der Ehre des Nächsten und die Reinhaltung des eigenen Herzens von Neid, Haß und bösen Gelüste gebieten, ebenso hoch, ebenso unverbrüchlich hält wie die grundlegenden Speise- und Reinheits-Gesetze, welche die Ertüchtigung unseres leiblich-sinnlichen Wesens zum gefügigen Werkzeuge des Geistes zum Ziel haben. Und die Erfassung des heiligenden Geistes des Gesetzes? Da antwortet trauernd die Prophetenklage: „Sie Betätigung ihrer Gottesfurcht ist nichts als angelerntes Menschengebot!“ Und was die Erfassung der weltgeschichtlichen Bedeutung des Judentums betrifft, so tönt die Klage: „Die Anschauung des Ganzen ward euch wie die Worte eines mit Siegeln verschlossenen Buches!“ (Jes. 29,11 u. 13). Religiöser Nihilismus, fanatisch feindlich gegen jede jüdische, tolerant gegen jedwede nicht jüdische „religiöse“ Anschauung, ist das Gepräge des vor- und des nachexilischen Efraim-Jissroél. Willkürliche Auswahl, mehr oder minder mechanische Ausübung der erfüllten Gesetze, das ist der Juda-Jissroél und das Efraim-Jissroél, werden, so kündet nun das Prophetenwort, wieder vereinigt werden. Aber diese Vereinigung wird nicht ein trauriges, Wahrheit mordendes Kompromiß  sein, daß etwa das Efraim-Jissroél einige Konzessionen nach rechts mache und sich einen jüdischen Anhauch gefallen lasse, während das, wie es Efraim erscheint, „starre“ Juda-Jissroél in coulanter Anpassung „um des Friedens willen“ von seiner „Starrheit“ etwas nachlasse und einige „Konzessionen“ nach links mache. Nicht das ist der Friede, wie Gott in schaut, und nicht das ist die innige Vereinigung, die am Ziele der Geschichte winkt. Efraim und Juda, Israeliten und Juden, beide bedürfen sie der Läuterung, beiden wird die Gotteshilfe zur Erlangung der Reinheit verheißen. Wie die beiden vorbildlichen Scheite des gespaltenen Stammes nur in der Hand des Propheten zu „einheitlichen“ werden, so werden nach den Worten des als „Sohnes der Menschheit“ gekennzeichneten Propheten Efraim-Jissroél  und Juda erst geläutert und von ihren Verirrungen gereinigt, in „Gottes Hand“, also beide in gleicher Treue zum Gottesvolke geworden, zur ewigen Einheit geeinigt werden. Die beiderseitige ewige Treue gegen Gott wird ihnen zum ewigen Friedensbunde (V.26) לי לעם „mir zum Volke“, nicht eine Kirche, eine religiöse Gemeinschaft, sondern ein Volk, das in allen Gestaltungen seines individuellen Lebens, wie seiner sozialen und politischen Verhältnisse das Gepräge der Gotteshörigkeit trägt, das war 2 B.M. 6,7 bei der ersten Ankündigung der Erstehung aus dem ägyptischen Sklaventode zum völkergeschichtlichen Leben dem Jakobshause als Ziel bestimmt worden. „Ich werde ihnen zum Gotte und sie werden mir zum Volke“ (V.27) – das ist das einigende Friedensband, das am Ziele ihrer Geschichte die so lange bis zu gegenseitiger Verständnislosigkeit einander entfremdeten Brüder aus dem einen Jakobshause in ewiger Treue gegen Gott auf ewig brüderlich eint.

     

    Damit werden sie auch ihre menschheitspriesterliche Sendung erfüllt haben. (V. 26 bis 29.) מקדשי mein Heiligtum, wird in ihrer Mitte bleiben; und משכני wird über ihnen walten. Das מקדש bezeichnet die jüdische Aufgabe, das משכן die gottverheißenen Folgen ihrer treuen Erfüllung. Ein dem im מקדש bewahrten Gottesgesetze widersprechendes Leben macht den Fortbestand desselben unmöglich. Würde doch der Tempeldienst dadurch den Charakter eines Ersatzes für den in Wahrheit geforderten Gottesdienst im Leben erhalten, und der Fortbestand des Heiligtums inmitten eines entarteten Volkslebens ließe dies ja als von dem Gesetze gebilligt erscheinen. Die Worte der Propheten sprechen ja wiederholt die Wahrheit aus, daß eben um der Erhaltung des Gesetzes willen der Tempel dem Untergangen verfallen sei. Deshalb wird, wenn die Jahrhunderte oder Jahrtausende des Exiles ihr Werk an Jissroél vollzogen haben, der Tempel wieder erstehen und sein ewiger Bestand „in ihrer Mitte“ wird der sprechendste Beweis dafür sein, daß „Ich Gott, Jissroél heilige“, daß ihr Leben das gestaltende Gepräge des Gotteswortes trägt. Diese Erkenntnis wird aber mit um so tieferer und mächtigerer umgestaltenden Kraft die Erhebung und Heimkehr der erlösungsbedürftigen Menschheit bewirken, als die Folge des „ in Jissroéls Mitte dauernd bleibenden מקדש“, sich als „משכני עליהם“ darstellen wird. Das durch מקדש bewirkte Aufblühen alles im Menschen schlummernden Edlen, Herrlichen, Göttlichen, macht diesen Menschenkreis, das Jissroél der Zukunft, der segnenden, ewig schützenden Gottesnähe teilhaftig, und die Befreiung von der Schuld hat dann in Wahrheit die Erlösung vom übel bewirkt. Dieses auf dem Boden des Gottesgesetzes aufblühende Paradies ist aber der mächtige Weckruf, der Gesamtmenschheit zu ihrem und unserem Vater heimruft, um als reine Menschen in Verwirklichung reinen Menschentums derselben Gottesnähe und desselben Paradiessegens teilhaftig zu werden.

     

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 87-93  Kommentar zu Ezechiel Kap 37, V15) 

    22-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    21-12-2020
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    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

    ….

    III.    DIE AUSSICHTEN DES ZIONISMUS

     

    In der Weltgeschichte wie in der des Judentums haben häufig Bewegungen in ihren ersten Anfängen ganz andere Wirkungen hervorgerufen als später, da ihr wahres Wesen erkannt worden war. So manche messianische Erhebung, die schließlich logisch zum Christentum führte oder das religiöse Empfinden durch Mystik und Aberglauben vergiftete, begann damit, daß sie anscheinend einen frischen Zug in das religiöse Leben ihrer Anhänger brachte. Und wenn das beim Zionismus sicherlich und zuweilen der Fall war und ist, so soll es weder abgeleugnet  noch überschätzt werden, denn auch diese Tatsache kann über seinem wahren Charakter und sein Endziel nicht hinwegtäuschen.

    Theoretisch können wir keine Interesse an eine Partei haben, die im Widerspruche zu unserer jüdischen Religion steht und damit unser kostbarstes Gut zerstört. Und trotz mancher entschieden vorhanden Anregungen, die der Zionismus die jüdische Religion gebracht hat, ist er auch von diesen praktischen Gesichtspunkten aus bekämpfenswert, weil er auf den jüdischen Körper dem aufreizenden Gift gleich wirkt, das zwar die Nerven aufpeitscht und den Schein frisches Leben erweckt, dem aber die völlige Erschlaffung, ja der Tot mit absoluter Sicherheit folgt. Wen aber selbst diese Erwägung nicht davon bringen kann der Bewegung durch wohlwollende Neutralität und finanzielle Unterstützung die Wege zu ebnen, den möge ein Blick zunächst auf die Aussichten und dann auf  die sichtbare Wirkungen des Zionismus nachdenklich werden.

    Man hat sich daran gewöhnt, seine praktischen Aussichten mit dem Wort Utopie abzutun. Freilich bedarf  ein so wegwerfendes Urteil , selbst wenn es von dem größten Teil der deutschen Judenheit ausgesprochen wird, einer ernsten Begründung. Es läßt sich aber sehr leicht nachweisen, daß  die Endaussichten der Bewegung deshalb sehr trübe sein müssen, weil die ganze Wirkung der Arbeit verfehlt ist. Das gilt negativ und positiv. Negativ, indem den eigentlichen Tätigkeitsgebiete viel zu wenig Aufmerksamkeit zugewendet und viel zu viel Kraft entzogen wird , positiv, indem die Bemühungen sich auf ein aussichtsloses Beginnen konzentrieren und Kraft und Gut  nutzlos vergeuden, ohne daß auch nur die Aussicht auf die Gegenwert ergibt.

    Das nichtzionistisches Hilfswerk in Westeuropa hatte das Problem der wirtschaftlichen Judennot richtig erfaßt. In den Hauptländern Rußland, Galizien und Rumänien sitzt eine Masse von fast sieben Millionen Juden, und die Judenfrage wurde schon frühzeitig dahin präzisiert, daß durch die politische, wirtschaftliche und Bildungsarbeit daß Problem im Niederlassungslande seiner Lösung näher geführt werden müsse, daß aber Auswanderung nur ein Notbehelf der Zeit sein könnte. 

    Allein in der Auswanderung  desjenigen Teiles des Judentums, der sich nicht assimilieren will und kann– und das ist nach seiner Auffassung der allergrößte – nach eine rechtlich gesicherten Heimatstätte sieht der Zionismus die Erlösung aus der Judennot. Logisch ist es unmöglich, einem so großen Volke durch dieses Mittel eine nur teilweise Befreiung aus der Schwierigkeit zu schaffen, denn Volksmassen sind keine Schachfiguren. Historisch ist auch kein Beispiel vorhanden, daß auf diesem Wege größere Massen als die französischen und österreichische Protestanten es waren, sich Rat geschafft hätten, denn die Zeit der Völkerwanderung ist aus mannigfachen Gründe kein Vergleichsobjekt. Man mag zwar einwenden, daß das zionistische Projekt den Vorzug der Großzügigkeit genießt. Aber diese Eigenschaft besitzt eine jede Wahnidee, ja, die zur Unvernunft gesteigerte Großzügigkeit ist ein charakteristisches Kennzeichen für Pläne die sich vom Boden der Wirklichkeit und des Verständigen entfernen.

    An dem Hilfswerk, an der Arbeit, die wir Nichtzionisten zur Besserung der wirtschaftlichen Lage unserer Glaubensgenossen im „Niederlassungslande“ leisten, beteiligt sich der Zionismus kaum, weil er weiß daß jeder erfolgreiche Schritt auf dem Wege zur Lösung der Judenfrage  ihm etwas von seiner Bedeutung  und Agitationsfähigkeit raubt. Nur aus der schrillen Dissonanz des Elends schöpft er seine Kraft, und es ist Selbsterhaltungstrieb wenn er offen dokumentiert, daß er an einer Besserung der jüdischen Lage in den „Niederlassungsländern“  keine Interesse zeigt.

    Vier Aufgaben ergeben sich für die Arbeit im Osten, es muß versucht werden, die Juden geistig zu heben, um ihre Kräfte für wirtschaftlich lohnendere Gebiet zu machen. Den so vorbereiteten Massen müssen Erwerbsmöglichkeiten neuer Art erschlossen werden, was teilweise eng mit der dritten Aufgabe, der Erringung politischer Freiheit, zusammenhängt. Hand in Hand mit dieser positiven Arbeit geht natürlich die Hilfe für den Augenblick, die Wohltätigkeitsaktionen, die auch dem Jude von heute, der die Freiheit der Zukunft nicht erleben wird, ein etwas menschwürdiges Los bereiten wollen. Der Zionismus beteiligt sich nur zögernd und schwach an diesen ernsten wichtigen Arbeit! Er lebt nur in die Zukunft, sieht mit einer gewissen mitleidigen Verachtung auf alles herab, was die Westjuden an emsiger Arbeit für die Judenheit geleistet haben, und es ist natürlich viel, viel leichter  über „Rachmonusjudentum“ seicht zu witzeln als durch Arbeit und Geld zu helfen. Die geistige, wirtschaftliche und politische Hebung im Niederlassungslande ist für den Zionismus überflüssig und bloße Kraftvergeudung, und er, der bombastisch vorgibt, die Erlösung für die ganze Judenheit, für das ganze jüdische „Volk“ zu bringen, kümmert sich um die realen Existenzmöglichkeiten dieses Volkes nicht, sondern wendet seine konzentrierte Fürsorge den wenigen, ach so wenige zu, die sich von dem Schicksal ihrer Brüder trennen und sich in Palästina eine neue Heimat schaffen können. Wer aber dasselbe zu Hause oder sonstwo auf dem weiten Erdenrunde zu erreichen versucht, ist in den Augen der Zionisten ein materiell denkender „Verräter“ an die Sache des „jüdischen Volkes“. Der Zionismus hat große Geldmittel aufgehäuft. Mehr als sieben Millionen Mark nennt er sein eigen, sieben Millionen, die zum Teile aus den Pfennige der Armen und der Ärmsten im Osten gesammelt sind. Aber selbst in den Zeiten der entsetzlichsten Verfolgungen hat sich der Zionismus nicht veranlaßt gesehen, seinen Nationalfonds denen und dem zuzuwenden, wofür es notwendig war, und das Motiv: „Laß sie betteln geh‘n wenn sie hungrig sind“ , erscheint nicht mehr als eine Verirrung, weltfremder, idealistischer Zukunftsschwärmer, sondern als eine raffinierte, ausgeklügelte Grausamkeit.

     

    (wird fortgesetzt)

     

    Erscheint in Jeschurun Judentum gegen Zionismus in Folgen, als Teil unseres Studienprogramms  Jahrgang 5770/5771

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

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    21-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    20-12-2020
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    ויגש

     

    אם רעב שנאך האכילהו לחם, ואם צמא השקהו מים:

     

    Hungert dein Hasser gib ihm zu essen, durstet er, gibt ihn zu trinken.

    (Sprüche Salomos 25,21 – Übersetzung Rabbiner Dr. Willy WOLF Kôln am Rhein)

     

    1.

    Reich’ dem Feinde mild die Speise,

    Wenn er hungert in der Not;

    Reiche ihm in milder Weise

    Seine Nahrung, Trank und Brot.

     

    2.

     

    Sieh! Der Fromme fühlet Freuden,

    Wenn er schnell die Hilfe reicht;

    Ob’s auch waren Feindes Leiden,

    Hat doch Elend er verscheucht;

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 136  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

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    20-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    18-12-2020
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

                              (1808-1888)

     

    מקץ

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Mikétz

     

    Kap. 41 V.33 Und nun ersehe sich Pharao einen einsichtigen und weisen Mann und setze ihn über das Land Mizrajim.

     

    Kap. 41 V. 33 Während sonst in der Regel  der חכמה der  בינה vorangeht, steht hier bedeutsam   נבון וחכם. חכם  verwandt mit אגם: Aufnahme des Vorhandenen. Wer die Dinge nach ihrem Wesen und ihre Bestimmung kennt, ist ein חכם. Beides ist etwas Gegebenes, es hat der Mensch es nicht erst zu schaffen. Der ist aber der wahrste חכם, der die Erkenntnis des Wesens und der Bestimmung der Dinge von dem entnimmt, der den Dingen ihr Wesen und ihr Bestimmung gegeben hat. Deshalb ist חכמת התורה die höchste. – ,בין, בינה Einsicht, richtiger: Zwischensicht. – Einsicht, die Fähigkeit in das Wesen der Dinge an sich einzudringen, hat kein Sterblicher; – aber Zwischensicht, d.h. das aus dem Verhalten mindestens zweier gegebener Momente Resultierende zu erkennen, das folgende Urteil, das ist die zu der Erkenntnis des Gegebenen hinzukommende eigentliche Operation des menschlichen Geistes. Eigentümlich ist es nun, da gerade diejenige geistige Tätigkeit, die uns mehr passiv erscheint,חכמה , die Rezeptivität, aktiv ausgedrückt wird, ,חכם , חכמתי im Kal; und umgekehrt, diejenige Geistesoperation, in welcher wir am meisten selbsttätig erscheinen, die folgernde, produktive Tätigkeit, immer passiv ausgedrückt wird:נבונתי , נבון . Es dürften hier zwei wichtige Erinnerungen gegeben sein: Zur Aufnahme dessen, was in Natur und göttlicher Offenbarung über Wesen und Bestimmung der Dinge gegeben ist, gehört die volle Energie des Geistes, eine völlige Konzentrierung der Geisteskräfte, damit die ganze und die wahre Wirklichkeit erfasst werde. Energielos meint man gesehen, gehört, verstanden zu haben, und hat nur falsch gesehen, halb gehört, oberflächlich verstanden, und das Erfasste entfällt bald wieder. Umgekehrt hat der gewöhnliche Mensch mehr Freude an תבונה, an der folgernden, schließenden Tätigkeit, er sieht sich darin mehr produktiv, mehr sein Werk, und ist daher sehr zu warnen, nicht zu rasch, zu aktiv zu dieser Tätigkeit zu schreiten, sich beim Schließen mehr passiv zu erhalten, die beide Prämissen in sich so lange und so intensiv abzuspiegeln zu lassen, bis sich das Produkt, der Schluß, von selbst ergibt,  ehe man מבין wird, lange נבון zu bleiben; sonst ist der Schluss scharfsinnig, aber die Prämissen sind unwahr. Keiner mehr als der Scharfsinnige läuft Gefahr, falsche Urteile zu bilden. Daher auch die tiefen Sätze der Weisen: אם אין בינה אין דעת, אם אין דעת אין בינה.. Ohne theoretisches Wissen (בינה) bleibt das empirische (דעת) mangelhaft, denn eben die theoretische Wissenschaft muss vielfach das Empirische kontrollieren und berechtigen und Schein von Wirklichkeit unterscheiden lehren. Noch mehr aber bedarf das theoretische Wissen der Empirie. Denn ohne vollständige empirische Unterlage baut alle Theorie in die Luft. Es ist daher klar, warum gewöhnlich חכמה der תבונה vorangeht. Hier aber waren die gegebenen Verhältnisse völlig klar. Allein galt es zu ermitteln, was unter den gegebenen Umständen nun vorsorglich zu tun. Dazu war zuerst der נבון notwendig. Das aber durch בינה Ermittelte musste dann mit חכמה, d.h. mit gerechter Würdigung aller wirklichen Verhältnisse ausgeführt werden. Für die praktische Ausführung ist der חכם wichtiger als der נבון. Der Scharfsinnige nimmt leicht die Dinge anders als sie sind, und geht irre. Also: einen einsichtigen und weisen Mann suche sich Pharao und setze ihn über das Land, וישיתהו. שות ist mehr als הפקיד. In הפקיד erscheint der Eingesetzte mehr abhängig und untergeordnet, in שות mehr als Selbständiger. Die Zeiten werden so schwer, sich selbst überlassen wird das Land in den Jahren der Fülle gegebenen Mittel der Abhülfe unbenutzt lassen. Deshalb ist es notwendig, dem Lande einen „Vormund“, einen agrarischen Diktator zu geben, damit der Verbrauch in diesen Jahren nicht unbeschränkt bleibe.

     

    V.43 ließ ihn in den Wagen des Zweiten nach ihm ausfahren und sie riefen vor ihm her: Ich befehle, daß man kniee! Und damit setzte er ihn über das ganze Land Mizrajim.

     

    V.43 … Durch den Ring hatte er ich zu seinem „משנה“, seiner „Wiederholung“ seinem „alter ego“ gemacht, ließ ihn in dem diesen alter ego bestimmten Wagen ausfahren, und man rief vor ihm: אברך! Wörtlich: ich befehle daß man kniee! Vor der egyptischen Majestät rief man nicht ברכו! Knieet sondern: אברך: Ich – d.h. unter dem Volke erscheinende Majestät – befehle, daß ihr knieet. Dem wahren Fürsten ist nur die freiwillige Ehrerbietigung eine solche. Dem sultanischen ist die freiwillige Ehrerbietigung zu plebejisch gleichstellend und erniedrigend. Da wird zu huldigenden Ehrenbezeugungen, zum Gruß befohlen. Diese in Josefs Namen ausgerufene אברך, daß er befehlt, daß man vor ihm auf die Knie falle, das stellte ihn vollends als den zweiten Pharao dar.

     

    V.51 Josef nannte seinen Erstgeborenen Menascheh: denn es hat Gott mir mein ganzes Unglück und mein ganzes väterliches Haus zu Gläubigern gemacht.

     

    V.51 נשני übersetzt man gewöhnlich: Gott hat mich vergessen lassen all mein Unglück und mein ganzes väterliches Haus! Wem kehrt sich dabei das Herz nicht um? Josef nennt seinen Erstgeborenen danach, daß ihn Gott seinen alten Vater und seine ganze väterliche Familie habe vergessen lassen! Dadurch würde allerdings der Umstand, daß Josef sich so lange um seinen Vater nicht gekümmert auf die fasslichste Weise gelöst. Josef wäre einfach ein herzloser Mensch gewesen. Glücklicherweise ist „vergessen“ nicht die einzige Bedeutung von נשה,נשה  heißt auch „Gläubiger sein“ (siehe Kap. 32,33), und נשני kann ebenso heißen: Gott hat mir mein Unglück und meine Familie zu Gläubigern gemacht. Was mir bis jetzt als Unglück und Misshandlung erschienen, das hat Gott Werkzeug meines höchsten Glückes werden lassen, so daß ich meinem Glück und meiner Familie aufs tiefste verschuldet bin. Die Form נשני statt נשני ist nach beiden Auffassungen gleich schwierig und würde sich nur durch eine Wurzel נשש erklären lassen, die sonst nicht weiter vorkommt. – Beiläufig wird der Ausdruck עמל zu der Äußerung missbraucht: der Jude ist faul, Arbeit bedeutet ihm Unglück. Dem gegenüber denkt sich der Jude selbst sein Paradies nicht als ein dolce far niente, der jüdische Mensch ist selbst im Paradiese „zur Arbeit“ da, לעבדה ולשמרה! עמל ist aber nicht eine jede Arbeit, sondern nur eine mühevolle Arbeit ohne entsprechendes Resultat. Wenn uns „arbeitsamen“ Deutschen eine solche Arbeit eine Seligkeit wäre, was für eine Seligkeit müsste dann nicht „Mühseligkeit“ sein! Das עמל des einen erzeugt im mitfühlenden Nebenmenschen חמל. Es kommt auch als Unglück vor, das man andern bereiten will, und heißt dann in solcher Beziehung auch: Unrecht, allein in seiner ersten Bedeutung liegt das nicht.

     

    Kap.43 V.11 Da sprach Jissroél, ihr Vater, zu ihnen: Wenn dem so ist, was bleibt übrig! Thuet dies, nehmet von dem, dessen das Land sich rühmt, in euren Geräten und bringet dem Manne ein Geschenk: ein wenig Balsam, ein wenig Honig, Gewürze und Lotus, Pistacien und Mandeln.

     

    Kap.43 V.11 … Mit ungemeiner Feinheit hebt Jakob wiederholt das מעט hervor. Bei einem so großen Herrn wäre es eine Beleidigung, viel zu schenken, es soll ja nur Ausdruck einer Huldigung sein.

     

    V.14 Und Gott, der Allgenügende, gebe euch Erbarmen vor dem Manne, daß er euren anderen Bruder und Binjamin wieder fortlasse! Und ich – wenn ich denn der Kinder beraubt bin, so bin ich der Kinder beraubt.

     

    V.14 לפני האיש. Gehet nur hin, im Vertrauen auf den Allgenügenden, allem, und auch meinen Leiden zur rechten Zeit das Ziel setzenden Gott; in dem Momente der Gefahr, in dem Augenblicke, wo ihr euch לפני האיש befinden werdet, wird Gott euch Erbarmen zuwenden. – רחמים bezeichnet jene Zuneigung Gottes zu seinen Geschöpfen, die die allgemeinste und verlierbarste, und die ebenso den Grundzug im Verhältnisse der Geschöpfe zu einander bilden soll. Es ist die Verwandtenliebe, die Liebe zu einander um des gemeinsamen רחם willen, aus dem sie stammen. Man ist geneigt רחמים mit dem populären רחמנות zu verwechseln und doch ist Mitleid noch tief unter dem, was das wahre רחמים bedeutet. Was ist seltener, was adelt den Menschen mehr, Mitleid oder Mitfreude? Sehr wenige Menschen gibt es, die nicht mit dem Schmerzen des andern Mitleid empfinden. Allein bei weitem nicht alle, die heute einen Armen bemitleiden, werden sich in gleichem Maße mit ihm freuen, wenn er über Nacht das große Los gewinnt und morgen in einer Karosse mit den Seinen an ihn vorüberfährt. רחמים, das Gefühl, das wir ererbt haben sollen, bedeutet mehr als Mitleid. Es stammt von רחם, mit welchem die tiefste, aufopferungsreichste Energie eines Wesens für die Entstehung eines anderen Wesens, die Hingebung alles Blutes und aller Kraft, um ein anderes Wesen entstehen und sich vollenden zu sehen, bezeichnet wird; רחם ist der Herd der tiefsten Hingebung. Und auch nachher, wenn das Wesen da ist, entstammt dem רחם nicht bloß Mitleid mit dem Weinenden, sondern noch innigere Mitfreude mit dem Lächelnden. Ein Lächeln des Kindes auf dem Schosse entschädigt für jahrelangen Kummer und schlaflose Nächte. Von diesem רחם ist רחמים gebildet und leidet somit nicht nur mit dem andern, sondern ruht nicht, bis es ihn glücklich sieht. – …

     

    V.30 Es eilte aber Josef, – denn seine Gefühle waren zu seinem Bruder hin rege geworden, und er wollte weinen, – und er ging hinein in das Gemach und weinte dort.

     

    V.30 …Wahrscheinlich heißen davon die heidnische Pfaffen כמרים, im Gegensatz zu כהנים. Der jüdische כהן spekuliert nicht auf Andacht, Gefühle. Der jüdische Gottesdienst ist nicht darauf berechnet, dunkle Gefühle rege zu machen. Das jüdische Heiligtum wendet sich zuerst an den Verstand: התפלל, sein Urteil berichtigen, sich klar machen über alle seine Beziehungen und Obliegenheiten.

    Gefühle sind ungemein billig. „Hat andächtig vor Gott geweint“ und steht auf – und ist um kein Haar besser als er gewesen! Darauf spekuliert der כמר, der heidnische Pfaffe. Der כהן aber soll selbst כן und andere מכין sein, feste Grundlage und Richtung geben. Im Heidentum wirkt man auf Empfindungen, um durch sie den Verstand zu fesseln. Empfindungen aber sind ein Uhrwerk ohne Weiser, eine „Unruhe“ die an sich nicht weiß woher, wohin, die man dann beliebig benutzen kann. Man macht die Hölle heiß oder fanatisiert das Gemüt; feiert seinen Triumph, wenn נכמרו מעין, die inneren Eingeweide der Gläubigen recht in Gährung kommen. – …

     

    V. 34 Er ließ von nun sich aus Teile ihnen zutragen, da war Binjamins Teil fünfmal größer als ihrer aller Teile; sie tranken und berauschten sich bei ihm.

     

    V. 34 חמש ידות. In dieser egyptischen Geschichte finden wir auffallend die Fünfzahl, wo wir immer im jüdischen Kreise die Siebenzahl erwarten; hier, bei der Vorstellung der Brüder, bei den Angaben. Es kann das tief in der verschiedenen Weltanschauung liegen. Fünf ist wohl aus zehn entstanden; zehn ist nach menschlicher Anschauung ein Ganzes. Nach heidnischer Anschauung ist die Welt uranfänglich ein Ganzes, Fertiges: Zehn. Nach jüdischer Anschauung ist sie noch nicht fertig, ist erst sieben, auf dem Wege zu zehn. Gott schafft sie noch immer fort wenn nicht physisch, so doch sozial. Die die Weltanschauung besingende Harfe, lehren die Weisen, hatte zuerst nur sieben Saiten, durch David war die Harmonie achtsaitig, und erst zuמשיח ’s Zeit wird sie mit zehn Saiten vollbesaitet werden. – …

     

     

    Kap. 44 V.5 Ist‘s nicht gerade der, aus welchem mein Herr zu trinken pflegt, und er, er hat einen Ahnungsglauben an ihn! Ihr habt schlecht gehandelt in dem, was ihr getan!

     

    Kap. 44, V.5 והוא נחש ינחש בו er hat einem Ahnungsglauben…

    …Josef spricht als egyptischer Herr, als egyptischer Magnat, nicht als Sohn des Abrahamhauses. Je höher, je größer ein Mensch, ja wundergleicher sein Glück, um so mehr hängt er an ניחוש, um so abergläubischer wird er – man denke nur an Napoleon – er ist selbst von seinem Glücke überrascht. Der gewöhnliche Mensch hat noch manches beim Schicksal zu gute; allein wenn wir einmal soweit gekommen sind, daß wir uns sagen müssen, unserm ,צדקות unserm sittlichen Verdienste verdanken wir unser Glück nicht, dann schreiben wir es leicht übernatürlichen Umstände zu, und eben wegen der entsittlichenden Wirkung des ניחוש ist es verboten. Sobald wir aber glaube, wir könnten zu unserem Glücke noch etwas anderes tun, als brav sein, hätten uns noch vor etwas anderem als vor Schlechtigkeit zu fürchten, sofort sind wir in Gefahr, schlecht zu werden, unterlassen aus ניחוש entweder das Gute, oder tun etwas Schlechtes im Vertrauen auf ניחוש. Wir wägen dann unsere Handlungsweise gar nicht mehr auf der Wage des Gottesgesetzes, tun nicht mehr, was unsere Pflicht ist, weil wir glauben, etwas getan zu haben, wodurch wir ohnehin zum Ziel gelangen.

    18-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Ist's eine alte Geschichte ?


    Mit dem Abend des 25. Kislew zündest du das Chanuckohlicht in deinem Hause an, und mit immer steigendem Lichtgruß tritt 8 Tage lang die Erinnerung einer alten Geschichte aus einer alten Zeit in deinen Kreis.

    „Immer wieder die alte Geschichte?“ Sterben denn die jüdischen Toten nie? Vergehet denn die jüdische Vergangenheit nimmer?“

    Nein, die jüdischen Toten sterben nicht. Wer fürs Judentum gestorben, noch mehr, wer fürs Judentum gelebt, der stirbt nimmer; ewig dankbar bewahrt sein Andenken das seinen vergangen Edlen dankbarste Geschlecht. Und die Vergangenheit, die Geschichte, die jüdische Vergangenheit, die jüdische Geschichte,– ewig frisch und ewig neu, tritt sie in ihren großen Zügen an jedes jüngere Geschlecht heran mahnend, tröstend und erhebend.

    Und nun gar diese Geschichte! O, daß sie alle alt wäre, mit ihrem Trüben und ihrem Herrlichen nun nach 2000 Jahre alt, so alt, daß uns das Trübe unbegreiflich und das Herrliche alltäglich erschiene!

    „Es hat sich aber Jeschua lieber Jason nennen lassen, wie sein jüngster Bruder – (beide waren sie nacheinander Hohepriester!) – für den Namen Chonjah lieber wollte Menelaos genannt werden. - - - Als nun Menelaos, samt des Tobias Söhnen solcher Gewalt (im Streit mit dem Bruder ums Hohepriesteramt) weichen mussten, sind sie zum König Antiochus getreten und haben sich erboten, ihre jüdischen Gesetze und Gewohnheiten allzumal abzuwerfen, und sich nach des Königs und der Griechen Satzungen und Gebräuchen zu halten und baten deswegen um Erlaubnis, in der Stadt Jerusalem ein griechisches Gymnasium aufzurichten. Und nachdem sie solches erlangt, haben sie sich Vorhäute gemacht, damit sie auch nackt den Griechen gleich und ähnlich schienen, und haben so alle Sitten ihrer Ahnen fahren lassen und sich fremder Völker Gewohnheiten beflissen. - - (Josephus. Altertum 12,3)

    Ist’s eine alte Geschichte?

    „In jenen Tagen traten aus Jissroél gesetzeswidrige Männer hervor und redeten dem Volke zu und sprachen: Lasset uns gehen und mit den Völkern um uns her einen Bund machen: denn seitdem wir uns von ihnen gesondert, haben uns viele Leiden getroffen. Diese Rede gefiel den Augen der Menge und einige aus dem Volke waren bereit und machten sich auf dem Weg zu dem Könige. Der König gab ihnen die Erlaubnis die Sitten der Heiden einzuführen. Da erbauten sie in Jerusalem ein Gymnasium nach griechischer Weise, und machten sich Vorhäute, und standen ab von dem heiligen Bunde und verbanden sich mit den Völkern und gaben sich ganz preis, das Böse zu üben.“ (1 Makkabäer Kap.1)

    Ist’s eine alte Geschichte?

    „- - - stand Jason, Onias Bruder nach dem Hohenpriesteramt, und ging zum Könige und versprach ihm 360 Talente Silbers und aus anderen Einkünften noch achtzig Talente. Überdies aber verhieß er ihm noch 150 Talente, wenn es seiner Machtvollkommenheit eingeräumt werden sollte, ein Gymnasium und eine Anstalt für die gymnastischen Übungen zu errichten, und Einwohnern von Jerusalem das Bürgerrecht von Antiochia zu verleihen. Da der König solches bewilligt und Jason die Macht erhalten hatte, fing er sogleich an, seine Landsleute zur Annahme der hellenischen Sitten zu verleiten, entfernte die von den alten Königen den Juden gestatteten löblichen Sitten, abrogierte die gesetzentsprechenden Weisen und  führte gesetzwidrige Bräuche ein. Ja, er wagte es gerade unter die Burg eines Hauses gymnastischer Spiele hinzubauen und die besten der Jünglinge zu den dortigen Übungen anzuhalten. Durch die alles überschreitende Frevelhaftigkeit des gottlosen und keineswegs hohenpriesterlichen Jason ward aber der Sporn zum Hellenismus und der Zugang fremder Sitten so stark, ass selbst die Priester nicht mehr um die Dienste des Altars sich kümmerten, sondern den Tempel verachteten, Opfer vernachlässigten, und hinliefen, um sich an den unerlaubten Aufführungen in der Palästra nach dem Aufruf der Wurfscheibe zu beteiligen. Die väterliche Ehre achteten sie geringe, hellenistischer Beifall dünkte ihnen das Höchste. Diejenigen aber, um derentwillen sie sich mit den schwierigsten Verhältnissen umgaben, deren Lebensart sie eifrig nachstrebten, und überhaupt, denen sie gleich werden wollten, die gerade waren ihre Feinde und die Rächer ihres Abfalls; denn gegen göttliche Gesetze zu freveln, ist nichts Geringes. Das aber offenbart erst die folgende Zeit.“ (2 Makkabäer Kap. 4)

    Ist’s eine alte Geschichte?

    Wenn dich der religiöse Verfall im jüdischen Kreise mit Schmerz und Trauer erfüllt, wenn du an unserer Zukunft verzweifeln möchtest, wenn du zagend ausrufst: War’s schon so arg in Jissroél?  dann schau auf diese Geschichte hin, siehe schon einmal vor zweitausend Jahren Hohepriester, Männer des jüdischen Heiligtums, Männer mit höchsten religiösen Amte betraut, selber die ersten Verräter an Gott und seinem heiligen Gesetze, die Gunst der Könige durch religiösen Verrat erbuhlen, Verführer des jüdischen Volkes und seiner Jugend, wetteifern mit den „Wohlhabenden und Gebildeten“ ihres Volkes in Verachtung göttlichen Gesetzes und jüdischer Sitte, in Verehrung und Pflege unjüdischer Weise und unjüdischer Bildung, – siehe schon einmal vor Jahrtausenden Bildungsschimmer und politischer Vorteil, „Bürgerrecht“ von Israels Verführern als Köder zum Abfall von Gott und seinem heiligen Worte missbraucht – und siehe wie dennoch die Zeit des Verrats und des Abfalls, überwunden worden, welche Jahrhunderte, Jahrtausende der Treue, der Hingebung, Aufopferung für Gott und Judentum ihr doch gefolgt – und  lerne: vertrauensvoll in die Zukunft blicken.

    Denn siehe, dieser Abfall, von welchem dir soeben jene Stimmen aus alter Zeit berichteten, war kein von außen provocierter Abfall, war keine Folge der antiochischen Wütens gegen das Judentum; dieser  Abfall der jüdischen Gotteslehrer und der höheren gesellschaftlichen Schichten in Judäa war ein freiwilliger, ging jenem Königswüten voran, ja, war ganz eigentlich Veranlassung, ja Urheber des spätren judentumfeindlichen Fanatismus. Selbst nicht im Wahnsinn wäre es dem Antiochus eingefallen, Judentum und Juden griechisch reformieren zu wollen, hätten ihm nicht Juden und Judentumspriester zuvor gezeigt, daß bereits das Judentum in ihren Herzen den Boden verloren, daß sie nur auf Königsbefehl harrten, um den Zeus auf des Ewigeinzigen Altar zu stellen – und daß somit gewiss das Volk, die niedere Schicht, leicht hinübergeködert – und hinübergemartert werden könne! So ist’s in den dunkelsten Jahrhunderten der Verfolgung keinem Machthaber eingefallen, Juden und Judentum reformieren zu wollen. Juden verfolgte man, aber an die Ewigkeit des Judentums glaubte man fest. Priester und Jünger des 19. Jahrhunderts mussten erst selbst den Fürsten und Völkern das Schauspiel abtrünniger Juden vor die Augen führen, ehe ein Staatsmann an Reformierung des Judentums durch Dekrete und Maßregeln denken konnte. Natürlich! Achte dich selbst, achte deine Vergangenheit, achte dein Heiligtum selber, und wie man auch über dich denke, ob man dir geneigt oder abgeneigt sei, Achtung wird man dir nicht versagen. Achtest du aber selber dich nicht, blickst du selbst mit Verachtung auf die Gräber deiner Väter, hältst du dein eigenes Heiligtum nicht in Achtung, kaum der Kenntnis mehr wert, wie willst du, daß der Fremde dich achte und deine Väter achte? – Vieles magst du in der Welt finden, um Achtung bettelst du dann vergebens.  

    Aber wie hatten „die Männer des Fortschritts“, die „Männer der Bildung“, „die Priester der Reform“, die politischen Religionshändler der antiochischen Zeit in Judäa sich verrechneti

    Hörst du nicht, was dein Makkabäerlicht dir erzählt?

    „Soweit hatten es die abgefallenen Söhne Judäas gebracht, ass zuletzt die Griechen selbst das Gottesheiligtum zum Zeustempel entehrten. Alle Öle der heiligen Gotteslampe hatten sie entweiht. Nur ein Krügchen fanden die siegenden Hasmonäer noch unentweihet; doch es reichte nur für einen Tag. Aber an diesem einen Krügchen zeigte sich die rettende Wundermacht Gottes. Acht Tage lang versorgte man damit die heilige Lampe, bis man neues reines bereiten könnte!“

    Laß sie immerhin fanatisch gegen Judentum wüten, mögen links Tausend und Myriaden rechts vom Judentum abfallen, so lange sie nicht den letzten Funken Judentum in der Brust des letzten Juden im letzten jüdischen Dorfe zertreten haben, so lange mögen wir, kurzsichtige Sterbliche zittern – [] – ein Reiner Funke, in einer jüdischen Brust treu bewahrt, genügt Gott, um daran den ganzen Geist des Judentums wieder zu entflammen. Und wenn alles Öl, alle Kräfte, die das Gotteslicht in Israel nähren sollten, dem Lichte des Heidentums verfallen wären, ein Krügchen Öl, eine unter hohepriesterlichem Siegel still und unentweihet in einem vergessenen Winkel treu gebliebene Brust genügt, um, wann Zeit und Stunde gekommen, das Heiligtum zu retten.

                „Und wenn schon alle Länder Antiochus gehorsam wären, und jedermann abfiele von seiner Väter Gesetz, und willigte in des Königs Gebot: so wollen doch ich und meine Söhne nicht vom Gesetz unserer Väter abfallen!“

    sprach die treue Hasmonäerbrust eines Heldengreises - - und Jissroéls Heiligtum war gerettet.

    Darum gehe hin und zünde dein Licht am Makkabäerfeste. Daß man es in deiner Synagoge, in deinem Tempel anzündet, das genügt nicht; נר איש וביתו ist die Chanuckopflicht, „zu Hause du und dein Haus ein Licht!“ Was kann es nützen, wenn wir in den Tempeln Hallelujah singen, wenn wir in den Tempeln in vorüberrauschender Andacht uns Juden nennen, wenn unsere Häuser unjüdische sind, und wir zu Hause nicht des Lichts des jüdischen Geistes warten. Nicht aus den Tempeln kam unser Heil und nicht aus den Tempeln kommt unser Heil; aus den Häusern kommt die Rettung. Wie deine Prediger predigen, wie deine Sänger singen, das macht’s nicht aus, – מפי עוללים ויונקים wie deine Kinder und Säuglinge lallen, ob jüdischer Geist ihnen leuchtet, ob jüdisches Mark sie kräftiget, ob jüdisches Leben sie erziehet, siehe, darin liegt der Sieg und das Heil.

    Das Tempellicht? Die eigenen jüdischen Hohenpriester hatten es verraten. Das Licht in Mathathias Dorfsstube ward die Rettung.  

    Zu Hause zünde darum dein Licht an.

    Und da achte dein Haus nicht geringe. Und wärest du selbst der einzige, der noch den alten Makkabäergeist in seinem Hause bewahrte, ein einzelner Jude, ein jüdisches Haus ist zuletzt selbst genug, um darauf das ganze jüdische Heiligtum wieder zu erbauen. Ja, je weniger Genossen du hättest, je mehr rings um dich der Hasmonäergeist wiche, um so treuer warte du sein, um so ernster bereite du ihm eine Zufluchtstätte in deinem Hause.

    Aber vergiss es nicht: איש וביתו, „du und dein Haus“, lautete die Forderung. Willst Du fürs Judentum gelebt haben, darf es dir nicht genügen, dich mit jüdischem Geist zu durchdringen; nur wenn du den jüdischen Geist in deinem Hause vererbt, hast du fürs Judentum gelebt, – und wenn du wie die מהדרין  deine Aufgabe recht verstehest, wird es dir nicht genügen, nur im allgemeinen das Licht des Judentums in deinem Hause leuchten zu lassen, נר לכל אחד ואחד wirst du anzünden, wirst auf jedes Kind, jedes einzelne Glied deines Hauses deine volle Aufmerksamkeit richten, es fürs Judentum zu gewinnen und das jüdische Licht in ihm fortleuchten zu lassen. Mathathiahu konnte ruhig sterben, er wusste, wer von seinen Kindern ihn auch überleben werde, Jochanan oder Simeon, Jehuda, Eleasar oder Jonathan, in jedem war die Flamme des jüdischen Gotteslichtes lebendig.

    Und still wirst du nimmer stehen in diesem heiligen Streben, wirst dich nie begnügen mit dem, was du bereits gestern getan, immer vorwärts wirst du streben, immer heller soll’s in deinem Hause werden, und wenn du gestern ein Licht angezündet, zündest du heute zwei dir an ; denn  du weißt es ja: מעלין בקדש ולא מורידין, dem Fortschritt, nicht den Rückschritt gilt’s im heiligen Streben, und wenn irgendwo, so heißt es hier: wer nicht fortschreitet, geht zurück!

    Und was du still im eigenen Hause wirkest und schaffest, das wird hinausleuchten über die Grenze deines Hauses, und das freundlich heitere Gotteslicht deines Hauses wird auch den Nachbar wecken zu gleicher lichterfüllten, jüdischen Häuslichkeit. Wirst dich nicht schämen Jude zu sein, wirst stolz darauf sein, daß man in dir, und deinem Hause den Juden erkenne, נר חנוכה מצוה להניחו על פתח ביתו מבחוץ, wirst dich nicht scheuen, dein jüdisches Licht über die Gasse leuchten zu lassen, und nur בשעת סכנה, in der Ungunst der Zeiten מניחו על שולחנו ודיו, dich damit begnügen, wenigstens dein Haus fürs Judentum zu erhalten, und den Tisch deines häuslichen Lebens zu einem Altare des Gottesheiligtums zu weihen.

    So zünde denn Licht an in deinem Hause, und es sei dein und der Deinigen Weg der Weg der Gerechten, wie strahlendes Licht, immer heller, immer lichter כאור נגה הולך ואור עד נכון היום bis zum vollen ewigen Tage.

    Aus Gesammelte Schriften Erster Band S. 19-24 Frankfurt am Main Verlag von J. KAUFFMANN 1908 

    18-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    16-12-2020
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                      (1850-1926)

     

    מקץ

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Mikéz (Auszüge)

     

    …Der 25.Kislew brachte uns wieder das Chanuckofest, dem wir mit jeder anbrechenden Nacht die Lichter in unseren Häusern entzünden. Mit diesen Lichter wecken wir die Erinnerung an Siege מסרת גבורים ביד חלשים ורבים ביד מעטים, die die Wenigen und Schwachen über die Vielen und Starken davongetragen. Wie damals, so soll für alle Zukunft das Prophetenwort uns eine Wahrheit bleiben: לא בחיל ולא בכח כי אם ברוחי „Nicht durch Massen, nicht durch Gewalt, sondern durch meinen Geist!“. Der Wahrheit dieses Prophetenwortes und seiner ewigen Geltung sollen wir uns im Scheine unserer Chanuckolichter stets aufs neue bewusst werden. Von ihr hat sich unser jüdisches Bewusstsein seine nimmer schwindende Stärke zu holen...

    …Mehr denn je möge ein jeder, der sich zu den Mitgliedern unserer קהלה zählt, sich bewußt werden, was er seine קהלה und der Wahrheit unserer תורה schuldig ist. Judentum hat zu allen Zeiten den Abfall einzelner Glieder, ja selbst ihre völlige Entfremdung erleben müssen. Dieser Abfall stand zumeist im Zeichen des ויתערבו בגוים וילמדו מעשיהם: an den Verlockungen fremder Kulturen zerbrach ihre jüdische Kraft. Daß aber innerhalb des Judentums sich Kreise zu einer systematischen Leugnung alles Heiligen und Göttlichen zusammengefunden und den Mut aufgebracht hätten, auf eigene Faust eine neue jüdische Religion sich zurechtzukonstruieren – eine solche frivole Verlästerung alles Göttlichen und Jüdischen hatte das Judentum bis zum heutigen Tage nicht zu verzeichnen. Dieses erschütternde Erlebnis blieb unserer Gegenwart vorbehalten[i] Muß uns nicht dieser beispiellose Abfall erst recht zu erhöhten Treue, zur gesteigerten Hingabe an unseren אמת entflammen?

    Wollen wir, meine Brüder und Schwester, nicht endlich einsehen, daß  es denn doch nicht möglich ist, mit vollendeten רשעים in religiöser Beziehung ein wie immer geartetes Bündnis zu schließen? Denken wir an die Prophetenmahnung (Jes. 57,21): אין שלום אמר אלקי לרשעים Mit den Gesetzlosen gibt es keinen Frieden, der Friede kann nur auf dem Boden des אמת erblühen! מכאן שהקב"ה אוהב את הרשעים, fügen die Weisen bedeutungsvoll hinzu: Gott kündigt den Gesetzlosen den Frieden; daraus folgt, daß Gottes Allgüte selbst den Gesetzlosen Liebe bewahrt, sie nicht für immer zu verlieren, sie vielmehr zurückgewinnen will. Weder durch einen jeder jüdischen Wahrheit Hohn sprechenden Friedensschluß, noch durch wie immer geartete Kompromisse werden wir unsere רשעים der göttlichen Wahrheit zurückgewinnen. Im Gegenteil! Sie werden, indem wir freiwillig zu Mitgliedern ihrer religiösen Gemeinschaft, zu freiwilligen Mitgliedern der „Richtliniengemeinde“ uns bekennen und damit, ob wir wollen oder nicht, ihre religiöse Gemeinschaft anerkennen, hierdurch nur zum Verharren in ihrer Untreue, in ihrem Abfall von Gott und seiner תורה bestärkt! Wenn etwas sie zur Selbstbesinnung, zur Rückkehr zum heiligen Vätererbe einmal bestimmen kann, so kann dies nur durch völlige Lossagung und Trennung in religiöser Beziehung geschehen!

    אין שלום אמר אלקי לרשעים Wahrlich, wahrlich, und jeder Wahrheitsliebende wird es uns zugestehen müssen, nie und nimmer wäre es zu einem solch beispiellosen חלול השם gekommen, wenn die Stifter dieser neuen Religion sich nicht durch das traurige Bündnis mit Gesetzestreuen die Berechtigung hätten holen dürfen, von einer sog. Einheit des Judentums zu reden, und, durch Gesetzestreue bestärkt und gedeckt, sich nach wie vor mit dem Judentum verbunden gefühlt hätten.

    Geben wir darum, meine Brüdern und Schwestern dem אמת und nur dem אמת die Ehre, gehen wir, da diese unerhörte כפירה von unserer Stadt ausgegangen, beispielgehend voran und bekennen wir uns ausschließlich, ja ausschließlich, in unerschütterlicher Treue unserer קהלה, der Trägerin des unverfälschten אמת! Wenn nicht unsere Kinder, so gewiß unsere Kindeskinder, sie werden es einst nicht begreifen können, daß wir angesichts einer solchen כפירה בה' ובתורתו auch nur einen Augenblick gezögert haben, mit unserem Propheten zu sprechen אין שלום אמר אלקי לרשעים und danach zu handeln!

    Das Chanuckofest wird wohl auch von den Verfassern der „Richtlinien“ gefeiert werden; sind es doch jüdische Siege, die da errungen wurden, auf die stolz zu sein, auch sie ein Anrecht zu haben wähnen. Wir aber wollen beim Scheine der Chanuckolichter uns bewusst werden, wofür unsere Väter geblutet, wofür sie den letzten Atemzug ihres Lebens heldenhaft eingesetzt haben: der Verwirklichung der göttlichen Wahrheit, dem אמת gelte auch unser Leben. Gehen wir unseren Kindern mit unserem Leben beispielgebend voran, daß auch sie sich für ein solches Leben im Dienste des אמת begeistern.

    Lasst uns kämpfen für Gott und seine תורה. In demselben Maße wie wir für Gott kämpfen, kämpft Gott auch für uns: wie Er unseren Vätern beigestanden, wird Gott auch uns in unserer schweren Zeit seinen mächtigen Beistand nicht versagen: כאשר עשה לאבותינו כן יעשה לנו נסים ונפלאות

     

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung erster Teil Genesis  J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1936 S. 86 - 92



    [i]  Gemeint sind die „Richtlinien”.

    16-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    15-12-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.A Wort on Chanukah by Rav Shimon SCHWAB And Zionist-religious Hate-Reaction
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    A Wort on Chanukah by Rav Shimon SCHWAB

    And Zionist-religious Hate-Reaction from Inside his Kehilla  

     

     

     

    We will see below how Rav SCHWAB was unable to even say a simple d’var Torah, without mentioning Zionism or applying it to any real-life situation, that the Jews in the days of the Chashmona’im would never go to war to reclaim the Bais Hamikdash that was conquered and defiled by the Greeks, without being harassed and called a terrorist-lover.

     

    R. Shimon SCHWAB once said a vort on Chanukah for his kehillah: We describe in the Al Hanissim prayer the sequence of events that transpired on Chanukah. We start by saying the Greeks tried to force us to give up Torah and mitzvos, then the Jews rebelled, the many and the strong were defeated by the few and de weak, and there was great salvation. Then we say, “And afterwards” (v’achar kein), the Jewish people went to the Bais Hamikdash and purified it, etc.? Question: Why do we interrupt the narrative with the phrase “and afterwards”? Why can we not simply continue the sequence of events by saying there was a military victory and then they went to the Bais Hamikdash, etc. ? Why do we add in that extra phrase of “v’achar kein”?

     

    R. SCHWAB answered that we do this to ensure that nobody should think the reason the Jews went to war in the days of the Chashmona’im was in order to reclaim the Bais Hamikdash. It would not be worth going to war to reclaim territory, even our Bais Hamikdash. One Jewish life is worth more than all the land in the world, including the Bais Hamikdash. There is only one reason the Jews would go to war against the Greeks – because the Greeks wanted “to make them forget Your Torah and violate You mitzvos”. We went to war because of the shmad. Not for political or territorial reasons. Only when the war was over – after “You handed over the strong into the hands of the weak, the many into the hands of the few, wicked ones into the hands of those who are busy with Your Torah” – only after the war was over, and it was safe, did we approach the Bais Hamikdash and purify it. That is why we insert the phrase “v’achar kein” between the war narrative and the purification of the Bais Hamikdash. Part one: There was a war, and we won. Achar kein – after that part of the narrative was over – ba’u banecha, we came to purify the Bais Hamikdash.

     

    R. SCHWAB said this during Chanukah, which occurs around the same time of year as a Christian holiday. And so, shortly after his said this vort, R. SCHWAB received a Christmas card in the mail. On the cover, right under the “Merry Christmas” banner, the sender(s) wrote “To our Dear Friend, Rabbi SCHWAB.” Inside, it said “From your goof friends, Gamal Nasser, Idi Amin, Ayatollah Khomeini.”[1]

     

    Source: Rabbi Yaakov Shapiro “  THE EMPTY WAGON – Zionism’s Journey from identity crisis to identity theft ” NY 2018 – available in the better Judaica Store.



    [1] Heard from Rav SCHWAB. (the identity of the particular Arab leaders whose names were affixed to the letter are described here to the best of my memory.)

    This was not the only time Rav SCHWAB was called an anti-Semite by religious Zionists because of his opposition to Zionism.

    15-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    14-12-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.„Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“ 10.Folge
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    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

     

     

    ….

     

                              II.      DAS WESEN DES ZIONISMUS

    ... ... 

    Ist es nicht geradezu ein verbrecherischer Wahnsinn, sich über den Universalismus und den Weltengott, über die Mission des Judentums mit dem billigen Spott der Beschränkung lustig zu machen, diese erhabene Lehre zu verwerfen, weil unsere Zeit ihnen nicht günstig ist, weil wir sichtbare Erfolge unserer Weltanschauung zahlenmäßig nicht feststellen können? Ist der Erfolg überhaupt ein Maßstab für die Richtigkeit einer Idee? Bleiben unsere Propheten nicht doch, was sie sind, behalten ihre Lehren nicht ihren Wert, wenn auch ihre Zeit sie mit Schmutz und Hohn bewarf, wie es heute der Zionismus mit jedem andersdenkenden tut? War darum die gewaltige Kraft  ihrer Begeisterung geringer an Wert, waren darum ihre Grundsätze schlecht, weil sie kein Gehör fanden, und viele von ihnen, vom Volke verachtet und verfolgt, verdarben und starben? Nein, der äußere Erfolg ist noch niemals der Maßstab für den inneren Wert einer Sache gewesen, und damit kommen wir zum wichtigsten religiösen Gute, das der Zionismus zerstört. Der Glaube an den gerechten und liebenden Weltengott und das Streben, diesen Glauben zu verbreiten, gipfeln in den Gedanken an das messianische Reich, an jene Zeit, da auf Erden wirkliche Harmonie, wirklichen Frieden, echte Kultur herrschen werden,  und alle Welt da die enge Schranken der Konfessionen und Nationen,  die an allen Krieg und Streit die Schuld tragen, gefallen sein werden den einen einzigen Gott anbetet. Dieser Glaube war es allein, der dem Judentum zu allen Zeiten, Kraft und Ausdauer gab;  ihn zerstören und leugnen heißt das Judentum selber zerstören. In ihm stimmen auch alle Richtungen des Judentums sachlich überein, wenn sie auch in Einzelheiten eine verschiedene Auffassung haben. Und was macht der Zionismus aus diesen Grundglaubensatze der Religion? Sein Messianismus ist ein rein nationaler, er träumt von einem jüdischen Reiche,  das nicht etwa,  – wie die Verheißungen der Propheten und die innigen Wünsche unserer Gebeten es zum Ausdruck bringen – dann sich erheben wird, wenn alle Völker sich dem einzigen Weltengotte zugewandt haben werden, sondern sein Ideal ist ein Staat, der sich mitten unter der Unruhe und dem Hasse der Welt aufbaut,  dessen Zukunftsehen die eigene Wohlfahrt, die eigene Sicherheit ist, der aber im übrigen sein Schicksal getrennt  hat von dem der Welt. Dieses kleinliche und beschränkte Messiasideal ist dem Judentum wesensfremd, dessen wahren Zukunftshoffnungen Vereinigung und Liebe, nicht Haß  und Absonderung verkünden. Nur das Wort hat der Zionismus behalten, aber der Inhalt ist verfälscht, und die messianische Vorstellung des Nationalismus ist verderbliche, verwirrende Phrase!

       Zionismus und jüdische Religion, ein beschränkter Nationalismus und der Glaube an einen Weltengott sind unvereinbare Gegensätze.  Wer das Judentum kennt und liebt, wer seine wertvollen Güter behalten will, muß den Nationalismus ablehnen. In diesem Punkte sind Orthodoxe und Liberalen sich einig, einig in dem Wunsche, die religiöse Kraft des Judentums zu stärken, einig in dem Bewußtsein daß  der Zionismus theoretisch mit der jüdischen Religion unvereinbar ist!

    Wie sieht es nun in der Praxis aus? Praktisch erklärt ja der Zionismus Religion als Privatsache. Man darf sich nicht etwa durch den Einwand , den man häufig hört, täuschen lassen, daß  dies nur auf die speziellen Probleme der Religion  beziehe, und daß der Zionismus dieselbe Stellung wie andere jüdische Organisationen einnehme. Wenn diese erklären, religiöse Fragen nicht  in den Kreis ihrer Betrachtungen ziehen zu wollen, handelt es sich um Einzelheiten strittiger Natur. Selbstverständlich können der Zentralverein, die Großloge, der Hilfsverein und alle anderen sich nicht darüber äußern, ob in der Synagoge eine Orgel zufällig ist, ob jede Gemeinde ein rituelles Tauchbad haben müßte. Solche Betrachtungen würden Streit hervorrufen und die äußeren zusammenfassenden  Abwehraufgaben hindern. Aber alle jüdischen Organisationen stehen ohne weiteres auf dem Boden der grundsätzliche Anerkennung der jüdischen Religion als obersten und einzigen einheitlichen Faktors des jüdischen Lebens und ungeschriebenes Staut ist bei allen, daß nur diejenigen Mitglieder werden können, die sich zur jüdischen Religion bekennen, wobei man sich natürlich – das Prinzip der Gewissensfreiheit entsprechend – mit dem Bekenntnis begnügt das freiwillig abgelegt wird, und nicht näher zu forschen vermag, zu welchen praktischen Folgen es im Leben führt.

     

    Der Zionismus erklärt daß die Religion Privatsache sei, daß jeder sich sein Verhältnis zur Religion gestalten könne, wie es ihm paße, und daß eine positive Stellung der Religion für den Begriff „Jude“ nicht erforderlich sei.

    Statistische Feststellungen über die Anzahl der religionslosen Zionisten lassen sich nun nicht machen, weil der Staat nur als „Juden“ betrachtet, der sich zur jüdischen Religion bezeichnet, aber jeder Kenner der Verhältnisse weiß, wie gleichgiltig man in führenden zionistischen Kreisen innerlich der Religion gegenübersteht. Wie könnte es auch anders in eine Bewegung sein, nach deren Grundsätzen man zu gleicher Zeit ein Atheist und ein guter Jude sein kann, in deren Kreisen man den Centralverein es als ein Makel anheftet und ihn meidet, weil er sich eine Vereinigung deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens nennt.

    Die offizielle Stellung der Juden, die offiziell als Glaubensvereinigung gelten und nur in dieser Gestalt dem Staate gegenüber eine Gemeinschaft darstellen, bringt es mit sich, daß im allgemeinen der deutsche Zionist als zur jüdischen Religion gehörig gilt. Aber die logischen und folgerichtigen Theoretiker gehen weiter und verlangen nicht einmal dieses äußerlichen Bekenntnis zum jüdischen Glauben. Daß man theoretisch ebenso wie Atheist auch Christ oder Mohammedaner und trotzdem ein guter Nationaljude sein könne, ist noch niemals bestritten worden, aber die ehrlichen Theoretiker, denen taktische Fragen gleichgiltig sind, finden auch nichts dabei, wenn diese Anschauung in die Praxis umgesetzt wird.  Dr. Jeremias erklärt in der „jüdischen Rundschau“ vom 31. März 1911, daß man es als Geschmacks- und nicht als Prinzipiensache ansehen müsse, ob man den Schekel nur von Angehörigen des jüdischen Glaubens nehmen wolle und solle. Dr. Joseph erklärt mit aller Seelenruhe, wie er selbst sagt, daß man ein guter Nationaljude und dabei ein guter Christ oder überzeugungstreuer Atheist sein könne (Liberales Judentum, Jahrgang 1911, Seite 47). Die deutsche zionistische Parteileitung hat zwar Joseph energisch von ihren Rockschößen abgeschüttelt, aber das ist sehr undankbar gewesen, undankbar gegen einen ehrlichen, folgerichtig denkenden Menschen, der schlicht die Wahrheit sagte und auf die Finessen zionistischer Diplomatie noch nicht geaicht war. Er hat nur das ausgesprochen, was anderen aus taktischen Gründe verschweigen. Im Zentralorgan der  deutschen Zionisten stand – um noch ein Beispiel aus vielen herauszugreifen – am 19. April 1912 zu lesen, daß er zionistische Atheist im Interesse der Bewegung sich nicht scheuen solle; seinen Atheismus offen zu bekennen, und wenn auch in diesem Wunsche eine anerkennenswerte  Gegnerschaft gegen religiöse Heuchelei zu Tage tritt, die Sache wird dadurch nur unterstrichen,  daß man als nationaler Jude kein religiöses Interesse zu haben braucht. Vom Ausland soll hier garnicht die Rede sein, denn daß z.B. in Rußland der Nationaljude christlicher Konfession nicht nur in Ausnahmen vorkommt, wie der  oft genannten Herzenstein es noch war, sondern etwas Alltägliches zu werden beginnt, das geben sogar zionistische Blätter ganz offen zu (Frankfurter Israelitisches Familienblatt vom 2.Februar 1912 (Seite 1 und 2). Es kann hier unsere Aufgabe nicht sein, uns in Einzelheiten zu ergehen, es mag genügen auf die allgemein bekannte Tatsache daß einem großen Teil der russischen Jugend der Nationalismus nur ein Vorwand ist, der die Taufe deckt und ihn vor dem Vorwurfe bewahrt, feigen Verrat begangen zu haben.

    Jedenfalls ist es ganz unbestreitbar, daß das Judentum, welches der Zionismus stützt und aufbaut, mit wahrem Judentum auch praktisch nichts zu tun hat, und daß er auch praktisch auf die jüdische Religion zerstörend wirkt.  Die Anschauungsweise der Zionisten, ähnelt der der Antisemiten. Zwar gibt es zwischen beiden, dem verschiedenen Milieu entsprechend, indem sie wirken, manche Unterschiede äußerlicher Natur. Doch ebenso wie der Antisemitismus äußert  sich der Zionismus in Unfrieden, in scharfer Intoleranz, in Ungerechtigkeit und Verständnislosigkeit gegen Gegner. Was diese täglich zu beobachtenden Erscheinungen praktisch bedeuten, wird Gegenstand späterer Betrachtung sein, uns interessiert hier vornehmlich ihre theoretische Grundlage. Es ist falsch zu glauben, daß die bloße Auswüchse der politischen Kämpfe seien oder der Stellung, die andere Richtungen im Judentum zum Zionismus einnehmen. Die Übereinstimmung mit dem Wesen des Antisemitismus, daß sich uns Juden gegenüber in den schändlichen Anschläge gegen Gut, Freiheit und Ehre der Juden offenbart, würde noch weit schärfer hervortreten, wenn der Zionismus eine so herrschende Machtstellung einnähme wie jener. Jeder Vorwurf aber, den man dem einen Teile macht, gilt gleicherweise für den anderen, und viele schwache Charaktere, die in den Zionismus hineingezogen worden sind, haben sich ganz und gar die Denkweise des Antisemitismus angewöhnt, haben zu ihrem Teile zu dem Beweise beigetragen, daß der Zionismus ebenso wie sein Zwillingsbruder, der Antisemitismus, nicht nur zur jüdischen, sondern zu jeder Religion, die ethische Grundsätze hat, in schärfstem Gegensatze steht.

     

    (wird fortgesetzt)

     

     

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    14-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    13-12-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Psalm 113 V 7 u 8 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Mikéz
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    מקץ

     

    מקימי מעפר דל מאשפת ירים אביון להושיבי עם נדיבים:

     

    „Aufrichtet vom Staube den Gesunkenen, vom Düngerhaufen den Wehrlosen, ihn zu setzen neben Fürsten“

    (Psalm 113, V 7und 8a – Übersetzung Samson Raphael HIRSCH“

     

    1.

    Zage nicht in schweren Tagen,

    Wenn die Glückessonne sinkt;

    Murre nicht, laß ab vom Klagen,

    Wenn das Schicksal Leiden bringt.

     

    2.

    Denn die Hand, die dich geschlagen,

    Ist’s, die tötet und belebt,

    Sie bereitet wohl die Plagen,

    Beuget nieder und erhebt.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 122  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    13-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    11-12-2020
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

                                  (1808-1888)

     

    וישב פרשת

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Wajéschèw

     

                                                                                                                                                                                

    Kap. 37, V.36 Die Medaniten aber hatten ihn nach Mizraim verkauft, an Potiphar, Pharaos Hofbedienten, den Fürsten der Köche.

     

    Kap. 37, V. 36 …שר הטבחים : Oberhofkochmeister der egyptischen Majestät. Indem wir hier in den bedeutendsten alten Staat eingeführt werden, der für die Bildung der alten Völker so bedeutsam geworden, ist es charakteristisch, sogleich am Eingange einen „Fürsten“ der Köche, Bäcker, Schenke zu finden. Sagen dürfen wir uns, daß selbst in den entartetesten Zeiten der jüdische Geschichte wir solche Chargen nicht finden. Wer den Fürsten den Becher, den Teller, u. kredenzte, war und blieb ein ganz gewöhnlicher Mensch. Nur in Staaten in welchen, wie im alten Egypten, den Fürsten ein göttlicher Nimbus umfließt – sehen wir doch noch auf egyptischen Bilder den König vor dem Göttlichen seiner eigenen Majestas knien – werden auch eines Abglanzes dieses Nimbus teilhaftig, die in nächsten Berührung mit der geweihten Person kommen. Ist der König ein Gott, so wird sein „Truchsess“ (Trogsetzer) ein Ministrant des Göttlichen, und der Koch: ein „Fürst der Köche“. Ist dies eine heitere Seite des Amtes, so hat es zugleich eine entsetzliche Zusammenstellung: der Viehschlächter, war zugleich der Menschenschlächter. So der Oberhofmenschenschlächter  Nebusaradon (Kön. II, 25,9)

     

    Kap. 39 V. 2. Da war Gott mit Josef, er ward ein alles glücklich ausführender Mann, und ward dies in dem Hause seines mizrischen Herrn!

    3. Als sein Herr gewahrte, daß Gott mit ihm war, und alles, was er that, Gott durch seine Hand gelingen ließ:

    4. Da fand Josef Gunst in seinen Augen, so daß er ihn selbst bedienen musste, und endlich setzte er ihn über sein Haus, und gab alles, was er hatte, in seine Hand.

     

    Kap. 39  V. 2-4… Wenn Gott mit Josef war, so kann dies nur sein, weil Josef mit Gott war. Wenn die Ziele, die der Mensch anstrebt, mit Gottes Zielen zusammen fallen, so gestaltet Gott die Verhältnisse der Erreichung dieser Ziele günstig und förderlich. … Josef ward ein Mann, der alles, was er unternimmt, glücklich zum Ziele führt. Da überwand der Mizri den Widerwillen gegen den Iwri und nahm ihm sogar in sein Haus, wies ihm seine Nähe Beschäftigung an. Und als nun, V.3, auch dort „Gott mit ihm war“ und alles, was er unternahm, Gott gelingen ließ – es war dies die erste Gottesoffenbarung in einem mizrischen Kreise; in einem Kreise, in welchem das Gute und Sittliche nichts galt, zeigt sich plötzlich ein Jüngling, der arm und in tiefster Erniedrigung war, und dem doch alles gelang, weil er es tat, zeigt sich mit einem Male die segnende Kraft eines reinen und sittlichen Wollens – da fand Josef endlich חן in seinen Augen, so daß er ihn zuerst zu seinem persönlichen Diener erhob und ihm dann zum Verwalter seines ganzen Hauses machte. (מצא חן siehe zu Kap. 6,8).

     

    Da war es nun, seitdem er ihn sein Haus, und über alles, was er hatte, als Verwalter eingesetzt, segnete Gott das Haus des Mizri in Josefs Veranlassung; Segen Gottes war in allem, was er hatte, im Hause und auf dem Felde. 

     

    V.5 … Der Begriff des Schönen wird also in Hebräischen nicht objektiv, als Beschaffenheit des schönen Wesens, sondern als der Eindruck bezeichnet, den es auf den Beschauer macht, Schönheit wird als Hauch und Strahl begriffen, mit welchem das Schöne auf das Gemüt wirkt. Höchst bezeichnend erscheint nun die Bemerkung von Josefs Schönheit, die wir gleich am Beginn der Erzählung als das ersten hätten erwarten sollen, womit sich der Unbekannte der Herrschaft empfahl, und die ja in der Tat der erste Empfehlungsbrief eines Unbekannten ist, ganz zuletzt. Es dürfte nämlich für einen Josef eine weit größere Versuchung sein, wenn ein nicht gewöhnliches Weib ihn zu verführen versucht. Es wird uns daher erzählt, daß nicht zunächst Josefs Schönheit, sondern die glänzenden Erfolge seines Geistes, die ihn vom niedrigen Sklaven fast zum Herrn erhoben, den gewinnenden Eindruck auf seine Herrin gemacht. Seine Schönheit gab diesem Eindruck nur die überwältigende Steigerung אחר הדברים האלה heißt es daher im folgenden Verse. Alles Bisherige hatte dazu beitragen.

     

    9. in diesem Hause ist niemand größer als ich; nicht das Geringste hat er mir vorenthalten außer dich, insofern du seine Frau bist: Wie soll ich nun eine so große Schlechtigkeit begehen, und mich gegen Gott versündigen!

     

    V. 9 …חטא. Es ist von Wichtigkeit, den Begriff der Sünde nach den hebräischen Sprachgedanken zu ergründen, da sich daraus zugleich den Begriff des Gegensatzes, der des sittlichen Lebens ergibt. Im Deutschen heißt Sünde das zu Sühnende, ein Begriff, der in חטא nicht ursprünglich liegt. Wir wagen die Verwandtschaft von חטא mit חתה hervorzuheben. חתה: etwas aus seinem gehörigen kreis herausnehmen, insbesondere aber: brennende Kohlen aus dem Feuer nehmen. Es ist nun nicht unmöglich, das חטא ebenso heiße: irgend eine unserer Beziehungen jenem Feuer, dem Feuerstrahles jenes Elementes entziehen, das eigentlich unser ganzes Wesen fassen, wecken, durchläutern und beleben soll. Die Kohle, die ich aus dem Feuer nehme, erlischt. So lange irgend eine meiner Kräfte von jenem göttlichen Feuer beherrscht ist, wird sie leben und das erreichen, wozu sie bestimmt ist. Überlasse ich aber irgend eine Beziehung meines Wesens diesem Feuer nicht, so wird sie: Sünde. Wir sind berechtigt, das zur Beherrschung unseres ganzen Wesens bestimmte Element als „Feuer“ zu denken. Nennt sich ja das Göttliche selber אש אוכלת,אשדת . Ihm sollen stets ganz hingegeben sein, und so lange wir ohne Schlacken, das göttliche Feuer leuchtet stets und stets in uns und durch und durch uns, wir sind לחם אשה ד': Nahrung des Göttlichen auf Erden. Sobald etwas diesem Feuer entfällt wird es dunkel, schlecht. Ist das Sinnliche nicht Träger des Göttlichen, nicht קדוש, wird es viehisch: קדש. Was sich der Glut des Göttlichen entzieht, verfällt der Glut der Leidenschaft. Heißt aber חטא: etwas dem Herde des göttlichen Herdes entziehen, das dadurch dunkel, unerleuchtet, undurchglüht von dem Feuer wird, das es durchglühen sollte: so begreifen wir, wie sich das ganze  מעשה קרבנותals symbolische Wiederherstellung des durch חטא gestörten Verhältnisses in buchstäblichsten Sinne darstellt. Wenn unser חטא nichts anders war, als das unser חלב וכליות sich nicht als Nahrung dem göttlichen Feuer überlassen, resp. hingegeben haben: So ist die Wiederherstellung eben nichts anderes, als das wir sie dem göttlichen Feuer wieder übergeben. Unser ganzes Wesen נפש, gehört Gott an, und als Konsequenz davon, alle unsere Glieder, איברים, Seinem Feuer,נתינת אברים כל גבי האש ist reine Konsequenz von נתינת דם על המזבח  (Siehe auch Kap. 13,13).

     

    Kap.40, V.15 Denn gestohlen ward ich aus dem Lande der Ibrim, und auch hier habe ich nicht das geringste gethan, daß man mich in den Kerker gebracht.

     

    Kap. 40 V. 15 Eigentümlich wird das Land schon hier ארץ העברים genannt; es muß also die Familie in den Augen der Völker schon so bedeutsam dagestanden haben, daß das Land als ihr Land bezeichnet werden konnte.

    11-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    10-12-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro des Schabbos Chanuckoh
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרה שבת חנוכה

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Schabbes Chanuckoh

     

    Am Feste des vierten Chanuckoh, der Chanuckoh der Makkabäer,  bringt uns am Sabbath das Prophetenwort die dritte Chanuckoh, diejenige Serubabels, die Errichtung des zweiten Tempels in Erinnerung.

     

    Kap.2 V.14 u. 15 Weit über die Zeit des zweiten Tempels hinaus schauen diese Verse auf jenes Ziel der Geschichte hin, da Jissroél und die Völker durch Lehre und Geschick geläutert sind, und nunmehr durch die huldigende Unterordnung unter den Willen Gottes dem heilbringenden Einzuge der Gottesherrlichkeit in den Kreis der Menschheit die Bahn geebnet ist. Da wird nun der „Tochter Zijauns“, dem in Wahrheit vom Zijaunsgeiste beseelten menschheitspriesterlichen Jissroél verheißen, daß es auch in jener Zeit seine besondere Bedeutung bewahren, ja gerade dann in erhöhtem Maße sichtbare Stätte der segnenden Gottesnähe sein wird. – בא, in diesem Sinne von dem Einzuge Gottes in die Verhältnisse der Menschen, vergl. 5 B.M. 33,2: ה' מסיני בא ferner: Habakuk 3,3: אלה מתימז יבא וגו', Ps. 24,7: שאו וגו' ויבוא מלך הכבוד Jeruscholoim-Zijaun ist der Herzpunkt des Menschheitspriestervolkes, von dem die Erleuchtung und Heiligung der um ihn sich sammelnden Menschheit ausgehen wird.  

     

    V.16 ונחל ה' את יהודה חלקו: Juda, der führende Stamm, hier für ganz Jissroél. Was einst Moses erfleht: ונחלתנו; 2 B.M. 34,9, das wird dann erfüllt sein, Jissroél wird Gottes נחלה geworden sein, auch Jeruscholoims Leidensgeschichte ist vollendet: ובחר עוד בירושלים.

    …

    Kap. 3, V.1.  ויראני וגו'Zwei Männer sehen wir an der Spitze des Volkes, unter ihnen Beiden sollte ausgeführt werden: Josua, den Hohenpriester, den Vertreter des Geistes, der Lehre und des Gesetzes, und Serubabel, den Mann der Ausführung.  Der Augenblick, in welchem Sacharja sie schaute, lag noch vor dem Beginne des Werkes. Josua „stand“ noch, und auch vor Serubabel „türmte sich noch ein Berg“ (Kap. 4,7), er hatte wohl die Aufgabe, trug die Bestimmung, aber er war noch nicht thätig. Auch der Engel Gottes, der bestimmt war, Josuas Werk zu fördern, „stand gleichfalls noch“, war noch nicht tätig. Was war die Ursache ihrer Untätigkeit? Weil an Josuas „Rechten“, dem Organe seiner Wirksamkeit, noch ein „Hindernis“ war. Während das sich der Wirksamkeit Serubabels, des Fürsten, entgegenstellende Hindernis als „Berg“, das Bild für materielle Schwierigkeiten, bezeichnet wird, wird das Hemmnis der hohenpriesterlichen Wirksamkeit שטן genannt. שטן, verwandt mit שטה, abweichen, zur Seite weichen, bezeichnet das Hindernde, Widerstrebende als dasjenige das dem Menschen vom geraden Wege ab und auf einen andern hinlenkt. Die Weisen bezeichnen es als יצר הרע, die mit dem Geiste vermählte sinnliche Natur des Menschen. Diese erreicht die ihr vom Schöpfer gegebene Bestimmung nur, in dem sie vom Geiste beherrscht wird. Nach dem tiefen Worte des Weisen klagt sie dem Menschen an, der sich von ihr verführen läßt. Denn nicht ihn zu beherrschen, sondern von ihm beherrscht zu werden, ist ihr „Verlangen“ (תשוקתו, vergl. 1 B.M. 3,16 und 4,7). So bildet dieser שטן, diese Verkörperung der Sinnlichkeit, den geraden Gegensatz zu dem, was in anderen Vorstellungskreisen unter dem Worte „Satan“ verstanden wird. Also: die Sinnlichkeit, die, unbeherrscht, der Erreichung der hohen Menschenbestimmung hinderlich, und deren Vorhandensein gleichwohl für diese Lösung unumgänglich notwendig ist. Denn hätte das Böse nicht auch Reiz, so wäre die Übung des Guten keine Tugend – Demgemäß hier: Josua „stand“ noch, denn die Sinnlichkeit, die noch im Volke, ja in seinem eigenen Kreise herrschte, stand der Entfaltung seiner Tätigkeit hindernd im Wege.

    …

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 416- 422  Kommentar zu Secharjo Kap 2, V 14) 

     

    10-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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