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Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
(1808-1888)

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Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH
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Rabbiner Dr. Salomon BREUER
(1850 - 1926)
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Rabbiner Dr. Raphael BREUER
(1881-1932)
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Reb Julius HIRSCH
(1842-1909)
Jubelsinget, Gerechte, in Gottesanschauung, den Geraden geziemt Thatenoffenbarungslied (Psalm 33)

ברוך הבא!    السلام عليكم!

 

Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Thora tegen nationaal-jodendom (sionisme)


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’études rabbiniques YECHOUROUN, Thora contre national-judaïsme (sionisme).

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Thora. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus).

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Thora against Nationaljudaism (Zionism).

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

Inhoud blog
  • Erklärung des Vorstandes des Rabbiner-Verbandes in Deutschland gegen das Nationaljudentum (1897)
  • Sprüche 16,7 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Wajischlach
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt Wajézé
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt WAJÉZÉ
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt WAJÉZÉ
  • „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“ 7.Folge
  • Rabbiner Dr. Pinchos KOHN: DER ALTE WEG
  • Psalm 118,6 und Sprüchlein für Wochenabschnitt Wajétsé
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt Tauledauss
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt TAULEDAUSS
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt TAULEDAUSS
  • „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“ 6.Folge
  • Rabbiner Dr. Joseph Breuer „Das triumphierende Rom“
  • Sprüche 10,1 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Tauledauss
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt CHAJÉ SsOROH
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH Kommentar zur Haftoro Chajé Ssoro
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Chajé Ssoro
  • Rabbiner PINCH0S KOHN, Biographische Angaben
  • „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“ 5..Folge
  • Kohéless 12,7 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Chajé Soroh:
    INTERESSANTE LINKS
  • ANTIQUARIAAT BOEKHANDEL SPINOZA
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  • Mehrsprachige Seite „Yakov RABKIN, Historian and Author“
  • MUSLIM BRIDGES
  • Int'l Middle East Media Center
  • EUROPEAN JEWS FOR A JUST PEACE EJJP
  • The Palestine Information Center (PIC)
  • www.islamverurteiltantisemitismus.com
  • PALESTINA IN DE MEDIA
    NOG MEER INTERESSANTE LINKS
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  • International Middle East Media Center
  • PALESTINIAN CAMPAIGN FOR ACADEMIC & CULTURAL BOYCOT
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    Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus)
    24-11-2020
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    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

     

    II.DAS WESEN DES ZIONISMUS

    … …. Das Judentum ist eine Religion! Es berührt geradezu merkwürdig, daß man geschichtliche Tatsachen, die mit solcher Wut in die Menschheitsgeschichte eingegriffen haben, daß sie Selbstverständlichkeiten, darstellen, noch erheben muß. Das Judentum ist seit der Zerstörung des Tempels nie etwas anderes gewesen, und überall, wo es auf die Geschichte der Welt eingewirkt hat, kam nur das religiöse Moment in Frage. Der Zionismus will es anders!  Er erblickt im Judentum in erster Reihe eine Nation und zieht daraus seine Folgerungen, er wandelt den Charakter  unserer Gemeinschaft in das Gegenteil um.

    Nun läßt sich nicht bestreiten, daß das Judentum einstmals eine Nation war, als eben noch der Tempel sich erhob. Aber das war in Zeiten,  als man die Unterschiede zwischen nationaler und religiöser Einheit noch nicht so faßte wie heute und der Gedanke an eine Religion, die über die Grenze der Nation hinausgriff erst  dunkel in den Köpfen aufzudämmern begann.  Gerade in unserem Judentum entstand eben zum erste Male der Begriff einer Ewigkeitsreligion, und das war  der Grund daß diese Gemeinschaft als allererste ihre nationale  Zertrümmerung überleben und als bloße Religion fortbestehen konnte, obgleich der Römer sich die größte Mühe gegeben hatte der jüdischer Staat mit eiserner Hand für immer aus der Reihe der Nationen zu vertilgen. Wäre das Judentum anderen Nationen wesensgleich gewesen, so wäre es untergangen, genauso wie Hellas und das gewiß mächtige Rom. Es war aber mehr, es hatte Ewigkeitswerte, und indem es sie betonte, erhielt es sich. Seit der Zerstörung des Tempels ist das nationale, vergängliche Moment zurückgetreten, während das religiöse immer mehr betont worden ist, und nur darum erhielt sich das Judentum, weil es Träger von Ideen war,  die stärker sind als Völker und Nationen. Die engen Fesseln nationaler Beschränkung waren gesprengt und die universale Weltreligion sowie der Glaube an des Judentums Aufgabe,  durch treues Festhalten an diese Religion, die Welt für den reinen Gottesglauben zu erobern, waren ein Inhalt, wie er erhabener und größer nicht gedacht werden konnte.  Zu allen Zeiten ist die gewaltige Größe dieser Ideen in Jissroél empfunden und erkannt worden.

    … …

     

    (wird fortgesetzt)

     

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

     

    Mit Dank an Herr Marcel, der uns vergangene Woche auf einen Fehler in der Nummerierung hingewiesen hat!

    24-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    23-11-2020
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    Rabbiner Dr. Pinchas KOHN

            (1867-1942)

     

     

    DER ALTE WEG

     

    Das Träumen, so sang schon König David, ist eine unentbehrliche Begleiterscheinung der Erlösung. Gewiß jede Erlösung versetzt als das Wunderbare die Menschen in einen Traumzustand, aber nicht jeder Traum bedeutet die Erlösung.

    In dem Ringen der Seelen um einen Sinn der Tatsachen während des Krieges, glaubten viele Menschen es müsse eine bessere Zeit anheben, damit die unerhörten Opfer nicht vergeblich gebracht worden wären. Auch jüdischen Menschen träumten also. Da noch jede epochale Wendung in der Weltgeschichte nicht ohne Rückwirkung auf jüdisches Geschick verblieb, ahnte man, wusste man sogar, daß wieder einmal – עת פקידה nannten es die Alten – Jissroél am Vorabend einer Wandlung stand. Das Bild ist unterdessen klar geworden; auf der eine Seite eine Verschärfung des Galuth in ägyptischer und mittelalterlicher Form, auf der anderen Seite das Hineinragen von Erez Jissroél in den Mittelpunkt des Denkens und Schaffens auch solcher Juden, welche noch vor einem halben Jahrhundert jede Erinnerung an die Zionsverheißungen des Allmächtigen zu tilgen für gut und notwendig hielten. Man könnte sogar einen inneren Zusammenhang zwischen diesen beiden Erscheinungen vermuten; tatsächlich ist ja die Befürchtung Max Nordaus in etwas anderem Sinne Wahrheit geworden. Palästina droht ein Nachtasyl zu werden. In den wirtschaftlichen Nöten zeigt sich eine fluchtartige Sehnsucht nach Palästina und die Tragik des ganzen Komplexes liegt darin, daß die Pforten auch dieses Nachtasyls nicht mehr offen sind. Es ist ganz müßig zu fragen, ob es anders hätte kommen können.

     Umsomehr aber erwächst für die Erben der Chalukagründer die ernste Aufgabe, der Situation gerecht zu werden. Diese Erben sind allerdings nicht organisiert und es zeigt sich jetzt mit aller wünschenswerten Deutlichkeit, welch eine Kurzsichtigkeit es war, daß die Kolalim (die landmannschaftlichen Vertretungen der Chaluka) nicht zu einer einheitlichen Linie in Bezug auf ihr ureigenstes Gebiet zu bringen waren. Denn was wollten die Begründer der Chaluka, der vielgeschmähten? Sie wollten der Anschauung zum Siege verhelfen, welche das wohnen in Palästina in unlöslicher Verbindung mit Einstellung des Daseins auf lückenlose Hingabe an die Thora im Forsche und Erfüllen bringt. Man darf wohl in diesem Zusammenhang davon reden, daß fast alle Bewohner der Städte in Palästina ob Juden oder die Anhänger der verschiedenen christlichen Konfessionen mehr oder weniger Pensionäre ihrer Gesinnungsgenossen waren und zum guten Teil noch sind. Merkwürdiger Weise machen sich ähnliche Versuche auch jetzt im Islam geltend. In welcher Weise die Subventionierung erfolgt, dürfte ziemlich belanglos sein.

     Sind aber die Kolalim bzw. ihre Vertreter (Nesiim) wirklich und ernstlich diese Erben, so haben sie im Augenblick eine sehr ernste Augabe. Man wäre versucht, zu sagen, daß der historische Moment für diese Kreise gekommen ist.

     Denn füglich wird man sich heute in allen Kreisen darüber klar, daß der Kernpunkt dieser ganzen Palästinafrage sich letzten Endes auf die Frage Europa oder Orient zuspitzt.

     Vor mehr als zwei Jahre hatten wir in der Wiener „Jüdischen Presse“ diese Frage zur Debatte gestellt, allerdings ohne nennenswerte Reaktion. Neuerdings hat, in einer allerdings ganz anderen Sphäre Dr. Kadmi Cohen diesen Punkt aufgegriffen. (Dr. Kadmi COHEN, Ein Beitrag zur  Frage des Großzionismus, Paris „le Triangle“. Eine Besprechung dieser ganz eigenartigen Ideenfolge bleibt vorbehalten.) So lange die Einwanderer nicht entschlossen sind, sich etwas weniger gegen die Orientalisierung zu wehren, wird der Konfliktsstoff in der Umgebung stetig wachsen. Denn der Gegensatz Araber – Juden ist nicht bloß ein machtpolitischer, sondern in seinen letzten Wurzeln ein kulturpolitischer. Nun haben aber alle orientalische Völker als Protest gegen die Materialisierung der Lebensbeziehung eine Art von Reservation für rein geistige, nicht auf Erwerb abzielende also, wie man heutzutage beliebt, unproduktive Tätigkeit und für die Pflege des Gemütslebens geschaffen. Dieses hat ebenso die Brahminen, die Lama, wie auch die Derwische geschaffen. Man geht fehl, wenn man darin bloß etwa eine Erfindung  schlauer und berechnender Priester  erblicken wollte; vielmehr entsprachen derartige Einrichtungen und Personengruppen den inneren Sehnsuchtsbedürfnissen eines Volkes. Und es ist wahrlich ein nicht gutes Zeichen für den Geist einer Zeit, wenn man auch derartige Reservationen nur von dem Gesichtswinkel materieller, produktiver Interessen betrachtet, bekämpft, vernichtet. Dagegen wehrt sich alles was Orient heißt. Übrigens könnte man diesen Faden weiter ausspinnen und behaupten, daß bis tief in die Neuzeit auch im Occident solche Erscheinungen sich geltend machten und sich bewährten, bis der Mangel an Ehrfurcht von der Welt des Geistes und Gemütes einerseits, allerdings auch andererseits gewisse Entartungen im Kreise dieser Erscheinungen und die Sieghaftigkeit des Chassidismus ist auch heute noch eine solche Reservation in nuce. 

    Blickt man auf die Vergangenheit im Galuth zurück, so erkennt man, daß der Rettungsanker in kritischen Zeiten, die Freude der ruhigen Tage – die Kehilla war, ohne staatlichen Zwang die Heimstätte idealer Bestrebungen. Will man nun ernstlich den Versuch machen, trotz aller modernen Bestrebungen, trotz aller Wirtschaftlichkeiten, trotz der Säcularisierung des jüdischen Volksbegriffes, dem heiligen Land noch irgendwie den Charakter der Heiligkeit zu wahren, so müssen dort Kehillaus entstehen. Wir sind überzeugt, die Begründer der Chaluka würden den letzten von ihnen gesammelten Pfennig so verwerten, daß eine Kehilla alten Stils in allen Siedlungen, im heiligen Lande entstünden, für die Kreise, welche mit einem gewaltigen, im Occident nicht erkannten und deshalb nicht gewürdigten Heroismus sich der Säcularisation zu erwehren versuchen. Es wäre Aufgabe der Aguda, den Kolalim dieser Situation klar zu machen, es wäre Aufgabe des Rabbinischen Rates, den gesamten Occident über die Vordringlichkeit dieser Aufgabe aufzuklären.

    Die so geschaffene Kehilla müsste eben diese Reservation werden, ihr müsste als Trägerin des Schulwesens die Erziehung der kommenden Generation überantwortet werden. Der neue vom Highcommissar veröffentlichte Entwurf von Normen für das Erziehungswesen wird über kurz oder lang ja doch dazu zwingen, allen Schulen, Gemeinden als Träger zu geben.

     Sie müsste sich so aufbauen, wie die alte Kehilla und sie müsste einen so weiten Rahmen spannen, daß alle, die Gegner der Säcularisation sind, darin Raum finden, behaglichen Raum. Da könnte man auch wieder einmal den Versuch machen, die soziale Fürsorge nach den Normen des Schulchon Oruch zu betätigen.

    Es ergibt sich dann ein interessantes Gegenspiel. Auf der eine Seite der ganz in den Anschauungen des Occidents befangene Zionismus, dem gerade deshalb Galuth, sinnlos geworden ist, der in Palästina auch das köstlichste Erbe des Galuth, die Kehilla, in seinen Bahnen zu zwingen versucht und sich dabei recht – galuthmäßig der nichtjüdischen staatlichen Macht zu bedienen versucht mit mittelalterlicher Entrechtung des alten Jischuw, auf der anderen Seite die Kehilla, welche die Geheimnisse ihrer Konstruktion einer Zeit entlehnt, in der idealistische gottesgerichtete Träume und Bestrebungen den Kulturinhalt des jüdischen Volksbegriffes bildeten.

    So könnte es in Palästina tagen. Es wäre ein Sieg des Orients.   

     

    Rabbiner P.Kohn, Wien. 

    in „NachAlass Zwi“ 5692, 1931/32 S. 206-209

     

     

    Dieser Text ist Teil unseres Studienprogramms des Sommers 5768 (2008)

    23-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    22-11-2020
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    ויצא

     

    יי לי לא אירא, מה יעשה לי אדם ?

     

     

    Gott war mir, darum fürchtete ich nicht; was kann der Mensch mir tun!

    (Psalm 118,6 Übersetz. Samson Raphael Hirsch)

     

    1.

    Ist Gott mit mir, ich zage nicht

    In Leid  und tiefen Nöten,

    Und wenn der Hoffnung Anker bricht –

    Ist Zuflucht noch im Beten.

     

    2.

    Ich baue nur, mein Gott, auf Dich,

    Wenn Menschen mich bedrücken,

    Du, guter Vater, schützest mich,

    Und meine Wege glücken.


    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S.84  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaika:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com



    22-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    20-11-2020
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

                      (1808-1888)

     

    פרשת תולדת

     

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt  Tauledauss

     

     

    Kap.25 V.23 Da ließ Gott ihr sagen: Zwei Völker in deinem Schosse und zwei Staaten, von deinem Innern an werden sie sich scheiden; ein Staat wird mächtiger werden als der andere, und der mächtige dem geringeren dienen.

     

    Kap. 25 V. 23 שני גוים וגו', ושני לאמים וגו' . Uns scheint die Lehre vom Parallelismus, des כפל ענין וכו', eine freilich bequeme, aber schon einer ernsten menschlichen Rede, geschweige denn einer Gottesschrift durchaus unwürdige Interpretationskrücke zu sein. Kaum Kinder, höchstens Betrunkene mögen כפל ענין במלות שנות gedankenleer lallen. לאם ist der Staatsverband, אין לאום אלא מלכות. Verschiedene Völker brauchen doch nicht verschieden gearteten Staaten zu bilden. Europa zählt eine Menge Völker, und doch sind die meisten europäischen Staaten im Grundprinzip und Wesen fast dieselben. Rebekka wurde gesagt, sie trage zwei Völker, in ihrem Schoße, die zwei verschiedene soziale Gestaltungen repräsentieren werden. Eine Staat, der seine Größe auf Geist und Sitte, auf das Menschliche im Menschen erbaut; einen anderen, der seine Größe in Schlauheit und Macht sucht. Geist und Macht, Sittlichkeit und Gewalt stehen einander gegenüber, und zwar schon vor der Geburt an werden sie sich einander gegenüberstehen. Ein Staat wird immer mächtiger sein als der andere. Die Schale wird fortwährend schwanken zwischen לאום ולאום. Die ganze Geschichte ist nichts anders als ein Kampf, on Geist oder Schwert, ob, wie das Wort der Weisen diesen Gegensatz ausdrückt, Jerusalem oder Cäsarea das Herrschende sein soll.

    רב heißt nie das Ältere, sondern immer: groß an Zahl und Macht. Zuletzt wird derjenige, der bis dahin als der Mächtigere erschienen, nur für den materiell Geringeren gearbeitet, dessen Sieg vorbereitet haben, und sich ihm zuletzt unterordnen – der  Träger des Geistes und der Sitte geht als der endliche Sieger aus diesem Kampfe hervor, und der Träger der Macht wird nicht vernichtet, wohl aber findet er zuletzt selber sein Ziel in der Huldigung und Hingebung an den andern.

     

    Kap.26 V. 8 Es war jedoch, als er dort bereits längere Zeit gewesen, schaute Abimelech, der König der Philister, durch das Fenster und sah wie Jitzchak mit Ribka seiner Frau scherzte.

     

    Kap. 26 V. 8 – אחד העם: der König [: Abimelech] „der eine unter dem Volke“ = ~

     

    Kap.26 V.15 Alle die Brunnen, die die Knechte seines Vaters in den Tagen seines Vaters Abraham gegraben hatten, hatten bereits Philister zugeworfen und mit Erde ausgefüllt.

     

    V. 15 Diese dem fremden Abrahamiden als solchen sich zuwendende Eifersucht hatte sich schon sofort nach Abrahams Tode, als ja noch Jizchak gar nicht unter ihnen war, durch schadenfrohe Vernichtung der Brunnen geltend gemacht, die doch wo auch immer sie sich befinden, eine öffentliche Wohltat sind.

    Mit dieser קנאה leitet sich eine ganze Reihe von Ereignissen ein, die ein mit Jizchak eingetretenes neues Stadium bezeichnen. Abraham mit allem seinen Reichtum und doch ebenfalls Fremdling in Mitte der Völker, errang durch seine ganze Persönlichkeit eine solche Achtung, daß er unbeneidet und unbeeifersüchtelt als נשיא אלקים unter ihnen wandelte. Einmal machte sich eine ähnliche Feindseligkeit geltend, der aber sofort von dem Fürsten desavouiert wurde (oben 21,26) Mit Jizchak begann das Galuth, begann die Verheißung גר יהי' זרעך sich zu erfüllen. Das dem Abraham noch völlig ungetrübte Glück war bei Jizchak bereits durch Neid und schikanierende Eifersüchtelei getrübt, und Jakob erscheint uns bereits in vollendeter Knechtsgestalt. Damit ist eine dreifache Stellung der Abrahamiden als Fremde in der Mitte der Völker gezeichnet: als Knecht, als beneidete Größe, als verehrte Hoheit. In allen drei Schicksalstellungen hat sich der Gottesbund schützend und segnend bewährt, der daher sich  selbst nicht nur als ein:, ברית עם אברהם עם יצחק ועם יעקב  sondern als ein ,ברית אברהם, ברית יצחק, ברית יעקב manifestierte, in welchen Ausdruck die Väter nicht als Personen, sondern als Typen der durch die zur Anschauung gekommene verschiedene Manifestationen der Kraft des göttlichen Bundes erscheinen.

    Wenn einst das Galuth ihre Söhne zur endlichen, unverlierbaren Selbständigkeit führen soll, so muss es sich daher in der entgegengesetzten, steigenden Linie entwickeln und in jedem Stadium den ברית bewähren. Es ist zuerst: ברית יעקב, die Prüfungsjahrhunderte in Knechtschaft und der im Elend uns sich bewährenden Gottesbund. Dieses Stadium liegt – vielleicht – bereits zurück. Als „Jakob“ haben wir uns glänzend bewährt, יאי עניותא לישראל – es gilt nun die Lösung des zweiten Stadiums, ברית חצחק, frei und selbständig in Mitte der Völker, den Gegensatz und den Neid nicht zu scheuen, emanzipiert das Abrahamsvermächtnis weiter zu tragen und es ברית יצחק, des uns gegen Neid und Eifersucht schützenden Gottesbundes gewärtig zu sein: es ist dies eine Galuthprobe, die wir noch zu bestehen haben.  – Dann erst dürfen wir den letzen Galuthstadium entgegenharren, nicht obgleich wir Juden, sondern eben weil wir Juden, die Anerkennung und Achtung der Völker zu gewinnen, und Abraham gleich als נשיא אלקים unter ihnen zu wandeln: ברית אברהם. Dann werden die Völker selbst uns in das alte Erbe einsetzen: והביאו את כל אחיכם מכל הגוים מחנה לד' – und dann wird die Weltgeschichte den alten Satz gelöst haben, mit welchem bereits vor Jahrtausenden das Programm unseres Galuth und unserer Erlösung gegeben ist: וזכרתי את בריתי יעקוב ואף את בריתי יצחק ואף את בריתי אברהם אזכר והארץ אזכר (3 B.M.26,42)

     

    Kap.26 V. 23 u. 24 Er zog aber von dort hinauf nach Beer-Scheba. In dieser Nacht erschien ihm Gott und sprach: Ich bin der Gott deines Vaters Abraham, fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir und werde dich segnen und deinen Samen vermehren um meines Dieners Abrahams willen.

     

    V. 23 u. 24 Bis dahin hatte ihn die Feindseligkeit der Philister gezwungen in die Isolierung gedrängt, die er vielleicht als Abrahams Sohn freiwillig hätte suchen sollen. Ähnlich der Ghetti-Isolierung, in welche der Judenhass und Judenneid seine Enkel Jahrhunderte lang zwängte. Bis dahin war ihm Gott nicht wieder erschienen, hatte ihn nicht seines Schutzes versichert, hatte ganz ungehindert den Neid und die Feindseligkeit gegen ihn und auf ihn wirken lassen. War es vielleicht heilsam, den Abrahamssohn, gewaltsam aus dem möglichen Versinken in Reichtum und Menschenansehen erwerbende Geschäftstätigkeit zu drängen? Erst jetzt, wo er (V.22) glaubte sich sagen zu dürfen, fortan ungehindert im Lande bleiben und weiter gedeihen zu können, und er nun freiwillig hinaufzog zu der alten Isolierungsstätte, wo einst seine Wiege gestanden, wo er bei seinem Vater in der Kindheit gewohnt und wo sein Vater seiner geistig großen Aufgabe gelebt (Kap. 21,33) – erst da (V.24) erscheint ihm Gott, versichert ihm seines Schutzes und seines Segens, sagt ihm, er sei noch der alter Gott seines Vaters Abrahams, und werde sich auch ihm also schützend und segnend bewähren, und alles dies um seines Vaters willen, den er – wie sonst nie wieder – „עבדי“ nennt, und mit diesem Namen dem Sohne alles gesagt hat, was er auch von ihm erwartet. Und wie er nun dort sofort einen Altar baut und die geistige Standarte des Abrahamberufes erhebt, und dort sein Zelt aufschlägt, ohne zuvor die Güte und die Beschaffenheit des Bodens zu untersuchen und ohne sich zu überzeugen, ob dort auch Wasser zu finden sei, kommt ihm alles von selbst entgegen! – Wasser finden seine Leute beim ersten Spatenstich und der Fürst, der ihn fortgewiesen, sucht ihn selber unter allen möglichen Ehrerweisungen in seiner Zurückgezogenheit auf – alles Dinge, um welche er bis jetzt vergebens und unter Unannehmlichkeiten gerungen! – 

    20-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    19-11-2020
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    Rabbiner Dr. MENDEL HIRSCH

                       (1833-1900)

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt  תולדת

     

    Maleachi Kap.1 u. 2

     

    3. Esau aber habe ich gehaßt, und machte seine Berge zur Öde und zu seinem Erbe: Wüstenklage.

    4. Wenn Edom auch spricht: Sind wir auch beraubt worden, so werden wir die Trümmer wieder aufbauen! So hat Gott der Schöpfungsscharen stets also gesprochen: sie mögen aufbauen, ich aber, ich werde niederreißen, so daß man bis in die ewige Zukunft sie nennen wird: Gebiet des Frevels! Und: das Volk, das Gott mit Zorn getroffen hat!

     

    Kap. 1 V. 3 Esau-Edoms Princip heißt: Vergötterung der Macht, blutige Lorbeer ist sein höchster Schmuck, Welteroberungspläne bilden die Träume der größten seiner weltgeschichtlichen Größen. In den Dienst dieser Ideale steht bei ihm die Pflege der Entwicklung aller körperlichen, geistigen und sittlichen Kräfte und Vermögen des Menschen. Wir wissen, wie unsere Weisen in dem römischen Weltreiche die gewaltigste Verkörperung dieses edomitisches Principes erblickten. –  Dieses Esau-Princip steht aber im Gegensatze zu der göttlichen Weltordnung. Diese bestimmt die Herrschaft des Rechtes und der Liebe auf dem Grunde der Lebensheiligung als das höchste, als das einzige Ziel. Im Dienste dieses höchsten Menschheitszieles steht Jakobs Lebensprincip, im Gegensatze zu ihm Esau-Edom. An diesem Gegensatze zerschellen die gewaltigen Edomsreiche, mögen sie auch „berg-gleich“ – הריו – himmelanstrebend und scheinbar für die Ewigkeit gegründet dem zeitgenössischen Blicke sich dargestellt haben. „Das Esau-Prinzip ist das von Gott gehaßte, das Jakob-Princip das von Gott geliebte“  – das lehrt das Trümmerfeld der edomitischen Reiche, das lehrt die Erhaltung Israels. ……. ………

     

    V.4 Was Edom so durch sein Geschick selbst verkündet, wird von den Menschen begriffen und ausgesprochen werden.

     

    V.5 Jakob, das machtlose und zerstreute, wird alle diese Zusammenbrüche der Edomsreiche schauen, es ist bestimmt, weit hinaus über das Gebiet Jissroéls zu verkünden, wie Gottes Hand es sei, die in allen diesen an Edom sich vollziehenden Geschicke walte.

     

    V.10 Wer wäre doch unter euch, aß er die Pforten schlösse, sobald ihr nicht meinen Altar nutzlos leuchten lasset! Ich habe kein Wohlgefallen an euch, spricht Gott der Schöpfungsscharen, und Huldigungsgabe nehme ich nicht an aus eurer Hand.

     

    Vertreter des Gesetzheiligtums seid ihr also nicht, auch nicht Vertreter des Volkes: ist nun unter euch wohl Einer, der die Ehrlichkeit, den Mut  und die Selbstverleugnung hätte, die Türe des Tempels zu schließen, damit ihr nicht meinen Altar umsonst „leuchten“ lasset! Dieses תאירו ist bedeutungsvoll, denn zu leuchten ist die Bestimmung der Menora. Die Bestimmung des Altarfeuers aber ist אוכלת zu sein, es ist רובצת כארי, der obere Altar heißt nicht umsonstאריאל . Das Altarfeuer will den Ausdruck der Hingebung Israels hinnehmen, und spricht die Forderung aus, daß der im Opfer die Gottesnähe Suchende sich fortan von dem אשדת, dem „Gesetzesfeuer“ in allen Beziehungen seines Lebens beherrschen lasse. Dann erhebt das Opfer und bestärkt in dem Entschlusse des Gehorsams. Wenn es aber Ersatz sein soll für diesen Gehorsam, dann bewirkt er das gerade Gegenteil. Der darbringende hat sich ja, wie er glaubt, mit Gott abgefunden, und jede etwaige Regung seines Gewissens wird im Keime erstickt. Zur offenbaren Höhnung aber wird es, wenn die Geringschätzung sich wie hier schon äußerlich in der Beschaffenheit des Opfers kund giebt. In den Gottesworte daß es besser sei den Tempel zu schließen, als diesen unwürdigen, alles Lebens und aller Wahrheit entbehrenden Scheingottesdienst fortbestehen zu lassen, liegt die schärfste Verurteilung jedes Compromisses, wo es sich um die Anforderungen des  Gottesgesetzes handelt.

     

    Kap.2 V.7 Denn die Lippen des Priesters sollen die Erkenntnis schützen, und Lehre such man von seinem Munde, denn Bote Gottes der Schöpfungsscharen ist er!

     

    …. Also: Nicht des Priesters Geist und Gelehrsamkeit, sondern Gottes Thora will man von seinen Lippen, denn als Bote und Vertreter Gottes steht er da.

     

    ה' צבאות: Gott, dessen Heer  die ganze Wesenschar der Schöpfung bildet, dessen Wille sie alle beherrscht und beseelt – dieser in diesem Prophetenworte stets wiederholte Gottesname, weist darauf hin, wie der Gehorsam und die Ehrfurcht in so schnöder Weise versagen, damit hinter einer Pflicht zurückbleiben, die auf ihnen nicht bloß als Juden und als Menschen, sondern schon als gottgeschaffenen Wesen  unabweisbar ruht.

     

    So soll der Priester im Volke, so soll das Volk inmitten der Menschheit dastehen. Dann kann das schwache Jakobsvolk, das als einzige Waffe und einzige Wehr nur die „Stimme“ hat, getrost den Ansturm der schwertgegürteten Esaumächte entgegensehn – bis hin zu jenem Tage, wo jeglicher Gegensatz zwischen Esau und Jakob geschwunden und beide vereint in den Dienst des gemeinsamen Vaters getreten sind, wo Esau’s Hand nur stark sein wird in Vertretung desjenigen Rechtes und derjenigen Wahrheit, für deren Dienst ihn „Jakobs Stimme“ menschheitpriesterlich  gewann.

     

    Aus: Die Haftoroth übersetzt und erläutert von Dr. Mendel HIRSCH Direktor der Realschule der Israelitischen Religionsgesellschaft zu Frankfurt a.M.  FfM. 1896 aus S.37 bis 47

    19-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    18-11-2020
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    תולדת

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Tauledauss (Auszug)

     

     

    „Der אמת wird siegen!“

     

    …

    Wollen wir aufrecht und stark bleiben, dann erfülle uns die Mahnung der Weisen, die uns zuruft: אין לנו להשען אלא על אבינו שבשמים! Hilfe und Beistand erwächst uns nur bei unserem Vater im Himmel! Auf diesen göttlichen Beistand aber können wir nur rechnen, wenn wir unentwegt und unerschütterlich den Forderungen seines Willens in unserem Leben entsprechen. Es ist der hohe Begriff des קדוש השם und die furchtbare Verantwortung des חלול השם, die es dem jüdischen Volk und allen seinen Gliedern zur heiligsten Pflicht macht, auch den leisesten Schein eines Unrechts zu meiden. Den Idealen des Rechts und der Wahrheit, wie sie die Thora uns hinstellt, lasset uns mit jeder Faser unseres Wesens zustreben und dafür die Herzen unserer Kinder entflammen.

    Meine Brüder und Schwestern! Unsere Sidra erzählt die Tragödie im Hause unseres Stammvaters Isaak. כמה צער נצטער אותו צדיק, rufen die Weisen aus, wie tief muß es Isaak geschmerzt haben, neben Jakob nicht auch Esau seiner göttlichen Lebensbestimmung gewonnen und erhalten zu haben! Mit welch tiefem Schmerz muß nicht auch uns die traurige Tatsache erfüllen, die wir in den jüngsten Tage, erleben mussten, daß ein Teil unserer deutschen jüdischen Brüder aus dem Hause Jakob sich vor aller Welt grundsätzlich  von unserer göttlichen Lebensbestimmung, von unserem überlieferten göttlichen Judentum lossagte. Wir würden uns an unseren heiligsten Gütern versündigen, wollten wir dazu schweigen.

    Als vor nahezu hundert Jahren unsere jüdischen Reformhelden Judentum zu reformieren sich anschickten, da geschah es unter dem Vorwand, unter dem Deckmantel, zur Hebung und „Verherrlichung“ des alten Judentums vor allem durch gottesdienstliche Reformen, als da waren Orgel und gemischter Chor, beizutragen, und so das alte Judentum „moderne Zeitverhältnissen anzupassen“. Unter diesem Vorwand, unter diesem Deckmantel täuschte man die Massen und hielt sie in dieser Täuschung vielfach bis auf unsere Gegenwart befangen. Nun ist man offener und ehrlicher geworden: Durch Proklamierung von „Richtlinien“ haben die geistlichen Führer des Abfalls eine neue Religion geschaffen! Sollen wir uns freuen dieser Offenheit und Ehrlichkeit, freuen, daß kein Deckmantel die כפירה בעיקר mehr verhüllt, freuen, daß unsere heimgegangenen großen Männer, an ihrer Spitze unser großer Rabbiner ז"ל, in ihrer Weisheit und Erleuchtung  diese  כפירה בעיקר längst erkannt haben und deshalb jede wie immer geartete freiwillige religiöse Gemeinschaft mit ihnen als ein חיוב קדוש, als ein schweres Vergehen, und somit den „Austritt“, als heilige Pflicht eines Jehudi gekündet haben? – Nein, freuen dürfen wir uns nicht, vielmehr muß gleich Vater Isaak כמה צער נצטער אותו צדיק tiefer Schmerz unsere Seelen erfüllen über die Kluft, die uns von ihnen trennt. Aber wollen wir nicht endlich die gebieterischen Konsequenzen ziehen und uns der heiligen Pflicht bewusst werden im Anblick des unüberbrückbaren Abgrundes, der zwischen uns und ihnen gähnt? Wollen wir vielleicht warten, bis sie aus „gemeindepolitischen Gründen“ sich wieder in einen Mantel der Lüge und Täuschung hüllen?

    סורו נא מעל אהלי האנשים הרשעים האלה rief Moses in die Korachgemeinde hinein. Was aber hatte die Korachgemeinde gesündigt? Sie hatten die göttliche Sendung und Erwählung Moses’ und Arons geleugnet! Was aber will dies alles bedeuten gegenüber der כפירה, die in unseren Tagen diese geistliche Führer vor aller Welt proklamierten! Keine תורה מין השמים, kein שבת; göttliches Ehegesetz nicht mehr verbindlich – wahrlich, nicht nur מיום שהלכה ישראל בגולה seitdem Israel in der Zerstreuung ist, ist eine solche systematische כפירה בעיקר nicht erfolgt! Alle die jüdischen Sekten der Vergangenheit haben doch wenigstens תורה מין השמים wenn auch in beschränktem Umfang und wenn auch nur dem Scheine nach, anerkannt!

    Wie aber Jehudim, die täglich שמע ישראל rufen und zu שמע ישראל auch das ואהבת und das  והיה אם שמע hinzufügen und dieses Gelöbnis in ihrem Leben zu verwirklichen bemüht sind, trotzdem freiwillig innerhalb der religiösen Gemeinschaft, die diesen grenzenlosen Abfall von Gott und seiner תורה verkörpert, verharren können, vermögen wir nimmer zu begreifen!

    Wenn ein Gedanke unseren Schmerz zu lindern vermag, so ist es die Wahrheit, die aus dem Psalmvers zu uns spricht: עת לעשות לה' הפרו תורתך Jedes Attentat, das der Zerstörung unserer heiligsten Lebensgüter galt, hat noch immer die Treuen zur erhöhten Treue begeistert. Das hoffen wir zuversichtlich. Der אמת wird siegen!

    Um so inniger wollen wir uns um unsere קהלה scharen, die sich gottlob noch immer als Bollwerk des אמת erwiesen hat. Ihr wollen wir freudig unsere Kraft weihen und unsere Kinder zu stolzen, bewussten Mitgliedern unserer קהלה erziehen.

    Lasset uns stolz sein auf unser Judentum, stolz auf jede Mizwoh – und lasst und meiden jede Krümme, auch nur den Schein eines Unrechts; lasst uns nimmer vergessen, aß wir mit unserem Leben berufen sind, eine Zeit vorzubereiten, in der die Entfremdeten den Weg in ihr Vaterhaus zurückfinden, Haß und Feindschaft aus Menschenherzen geschwunden sein werden, und Esaus Schwert mit Jakobs Geist vermählt der Herrschaft Gottes sich unterordnen wird והיתה לה' המלוכה.  – 

     

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung erster Teil Genesis  J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1936 S. 47 - 57

    18-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    17-11-2020
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    „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“ 6.Folge

     

     

    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

     

    II. DAS WESEN DES ZIONISMUS

     

    Was neu ist im Zionismus, ist unjüdisch, ist ein Assimilationsprodukt, eine Anlehnung an die Anschauungen, die die Außenwelt beherrschen. Der Zionismus hat aber auch Züge aufzuweisen, welche wirklich jüdisches Gut darstellen. Aus dieser beabsichtigten Aufnahme mancher alten echt jüdischen Tendenz, aus wohlüberlegten Mischung vom Altem mit jenem Neue, das bedingungslos schlecht und verwerflich ist, wird es erklärlich daß unbefangene Juden im Zionismus auch Anerkennenswertes und Gutes zu loben finden. Der Zionismus hat in unverkennbarer Absicht mit seinem unjüdischen nationalen Chauvinismus alte gut jüdischen Forderungen verknüpft und je nach der Gelegenheit, versteht er es auch, die eine oder die andere Richtung wirksam auszuspielen.    Einmal ist der Zionismus der politische Faktor mit nationaler absondernder Verhetzung, das andere Mal aber die humanitäre Vereinigung, die den leidenden Glaubensbrüdern Brot und eine Heimstätte schaffen will! Und mit ein unleugbarem Geschick versteht er dabei, im Fernstehenden den Eindruck zu erwecken, als ob die humanitäre Seite etwas spezifisch Zionistisches sei, ein Gebiet, dem die anders denkende Judenheit sich nicht mit gleicher Liebe und Begeisterung hingebe.  Gerade in unseren Tage betont ja die Bewegung das kolonisatorische Moment und die rein wirtschaftliche Hilfsaktion in einem so starkem Maße, daß tatsächlich für den Uneingeweihten eine gewisse Verwirrung entsteht und er nicht merkt, daß im Zionismus das Neue nicht gut, und das Gute nicht neu ist.

      Der humanitären Seite des Zionismus seien einige Worte gewidmet, nachdem festgestellt worden ist, daß sich hierin nichts spezifisch Nationales offenbart, und  daß von Nichtzionisten, von Orthodoxen wie von Liberalen, diese Arbeit weit intensiver und besser geleistet wird. Der einzige Unterschied besteht darin, daß diese letzteren wirkliche Arbeit emsig und geräuschlos verrichteten, während jene Bewegung auch Scheinarbeit mit einen unendlichen Geschrei begleitet und dadurch die Welt zu einer unendliche Überschätzung ihres Wertes und Umfangs verleitet.  Das gilt auch von der Tätigkeit im heiligen Lande. Auch wir wissen wohl daß Palästina nicht ein beliebiges Reich ist wie andere auch. Es ist uns heilig als die Stätte, an der unsere Religion entstand,  als der Boden auf dem der Tempel sich erhob,  wo die Propheten gewirkt haben. Heilig ist uns die Erde, die unserer Väter Herzblut getränkt hat; durch tausende von erhebende Erinnerungen mit Palästinas Gauen verknüpft,  werden wir immer uns in Stolz gen Osten wenden und der Gedanken an Zion wird in unserem Herzen nicht verlöschen. Das heilige Land ist unser Vaterhaus, das Vaterhaus derer, die weit in aller Welt zerstreut für des Gottesnamens Ehre wirken, und wie jeder von uns – mag er noch so sehr von ihm entfernt sein, seines wirkliches Vaterhauses nicht nur in Liebe gedenkt, sondern bestrebt ist, es in Stand zu halten, um seines Glanzes sich freuen zu können, freuen wir uns wenn es in Blüte ist, so ist es mit Palästina auch. Ohne das wir dort wohnen wollen, freuen wir uns, wenn es in Blüte steht, und jede Bemühung die seinem Wohle gewidmet ist, darf unsere Unterstützung sicher sein. Darum ist schon vor dem Entstehen des Zionismus wie auch seit jener Zeit – unbeirrt  durch seine Tätigkeit – eifrig kolonisiert  worden, und die Hauptarbeit wurde und wird von Männer geleistet die sich dem Zionismus fernhalten, ja sogar ihm feindlich gegenüber stehen. Und wenn vielleicht in manchen Punkten die zionistische Kolonisation in Palästina intensiver zu sein scheint, so liegt das einerseits daran,  daß sie später begann als die der anderen und daß demgemäß deren Erfahrungen ihr zu Gute kamen; andererseits aber liegt ihr Vorteil in der Konzentration auf den einen leicht übersehbaren Fleck, wo hingegen  unserer Arbeit sich auf alle Welt erstreckt und an vielen Orten den Juden eine Heimstätte mit Freiheit, Ruhe und sicherem Brote zu verschaffen sucht. Will man das spezifische Kennzeichen zionistischer Hilfsarbeit feststellen, so kann es nur in der Enge des Gesichtspunkts bestehen,  in der Beschränkung auf den Boden der Väter. Das Wirken aller anderen Organisationen ist umfassender und erfolgreicher, ihre Leistungen sind weit größere, auch wenn sie nicht so viel Aufsehens davon machen.

    Selbst wenn aber die humanitäre Seite des Zionismus wirklich Bedeutung besäße, dürfte sie nicht das wahre Wesen der Bewegung verdecken, und das diesem keinerlei Wert beizumessen ist, ergibt sich deutlich, wenn man  das Wesen des Zionismus mi dem des Judentums vergleicht.

     

    … …

     

    (wird fortgesetzt)

     

    Erscheint in Jeschurun Judentum gegen Zionismus in Folgen, war bereits Teil unseres Studienprogramms  Jahrgang 5770/5771

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    17-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    16-11-2020
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     Rabbiner Dr. Joseph Breuer

    1882-1980

     

    „Das triumphierende Rom“

     

     

    Aufsatz erschienen in ‚Jüdische Monatshefte‘ Jahrgang 5 (1918) Heft 5 S. 148-161

     

    Zu lesen in Beilagen:

     

    Bijlagen:
    Das triumphierende Rom Jahrg 5 – Heft p. 149.JPG (96.3 KB)   
    Das triumphierende Rom Jahrg 5 – Heft 5 p. 150.JPG (115.4 KB)   
    Das triumphierende Rom Jahrg 5 – Heft 5 p. 151.JPG (113.2 KB)   
    Das triumphierende Rom Jahrg 5 – Heft 5 p. 152.JPG (119.5 KB)   
    Das triumphierende Rom Jahrg 5 – Heft 5 p. 153.JPG (52.4 KB)   

    16-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    15-11-2020
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    תולדת

    בן חכם ישמח-אב ובן כסיל תוגת אמו:משלי שלמה

     

     

    „ Ein weiser Sohn erfreut den Vater, und ein unweiser Sohn ist seiner Mutter Kummer“
    (Sprüche Salomos 10, 1 Übersetzung  Rabb. Dr. Wolf, Köln)

     





    1.

    Kinder sind ein Gottessegen,

    Sind der Menschen höchstes Glück,

    Denken sie auf ihren Wegen

    An der Eltern Wort zurück.

     

    2.

    Aber Tränen nur und Schmerzen

    Bringt ein Kind, das frech verschmäht,

    Was mit liebevollen Herzen

    Fromme Eltern ausgesät.

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 66  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaika:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

     

    15-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    13-11-2020
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

                        (1808-1888)

    חיי שרה

     

    Aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt חיי שרה Chajé Ssoroh


    Kap.25 V.16 Dies sind die Söhne Jischmaels und dies ihren Namen in ihren Gehöften und Burgen, zwölf Fürsten ihren Stammen.

     

    V. 16 בחצריהם ובטירתם. Wir haben schon bemerkt, mit welcher Zähigkeit die beiden Charakter des Vaters und der Mutter sich in den Nachkommen Ismaels vererbt haben. Dem Geiste und dem Verstande nach Söhne Abrahams, der Sitte und dem Freiheitsdrange Hagariten, fügten sie sich nicht in den Zwang der Städte und nicht in der Gewalt absoluter Herrscher; sie wohnten in חצרים, Gegensatz zu festen Städten. חצר, verwandt mit עזר; was beim Tempelzelt חצר war, war beim Tempelhaus עזרה. Es scheint: חצר Hülfsraum zu bedeuten, also diejenige Umgebung der Wohnung, die den Bewohnern zu ihren häuslichen Bedürfnissen und Hantierungen zu Gebote steht. Je mehr Menschen in feste Städte hineingekeilt werden, desto mehr werden sie von der Natur losgelöst, desto größer wird der Gegensatz zwischen Stadt und Land (S. oben bei Kain, Kap. 4,17). חצרות: Wo jeder sein Land und den Platz, dessen er bedarf, als Umgebung seines Hauses hat. Er hat alles, was er braucht, in seinem Zelte (אהל die nächste Umstrahlung seiner Person) und in dem umgebunden Hülfsraum: er ist unabhängig. Später wurde die Bauart mit חצרים auch in die Städte im Orient, wie noch jetzt in Jerusalem, hineingetragen, wo freilich dann in der Regel mehrere Häuser in einem חצר zusammen liegen. – טיר das verstärkteדיר  die Hürde, somit: festere Umgebung durch Wall und Mauer. –

    .נשיאים Bei Ismael und Jissroél heißen die Fürsten: נשיאים, bei Edom: אלופים. נשיאים heißen sonst Wolken, und der reinste Begriff des Fürsten ist damit gegeben. Was die Wolke ist, das hat sie von der Erde, und alles, was sie von der Erde empfängt, empfängt sie, um es, in Segen verwandelt, der Erde wieder zu spenden. Das ist der jüdische Fürst, den Koheleth 2,12 als den bezeichnet, את אשר כבר עשוהו, den das Volk gemacht, d.i. der aus einer Vereinigung des Edelsten und Besten aus dem Volke bereits hervorgegangen ist. Es ist ein Glück, wenn der Fürst eine Wolke, ein נשיא ist. Ein solcher נשיא = Sinn ist notwendig, ohne ihn kann keine Gesamtheit blühen, und durch ihn werden die Gesamtkräfte des Volkes auf ein Ziel geleitet, dieses Ziel ist aber beim נשיא nicht die Wohlfahrt des Fürsten, sondern die Wohlfahrt des Volkes. Wie bei der Wolke der Erde, kommt durch den rechten Fürsten alle auf ihn vom Volke übergetragene Macht und Fülle segnend dem Volke wieder zurück.

    Dem gegenüber steht אלוף, ein solcher Fürst, der die Kraft des Volkes zu seiner eigenen Machtvergrößerung absorbiert, ein Oberhaupt, durch welches das Volk nicht stark, sondern schwach erscheint. אלף hat böse Vettern in unserer Sprache, es ist verwandt mit עלף: schwach, ohnmächtig werden, עלב, rabbinisch: beschämen, kränken, selbst חלף: ganz in etwas anderes aufgehen, verschwinden. Also: solche Führer, denen gegenüber die Geführten alle Selbständigkeit und Bedeutung aufgeben. Solche אלופים hat man im jüdischen Kreise nicht nötig. Nicht umsonst singt die jüdische Nationalhymne mit stolz: unsere אלופים sind die am meist Belasteten – אלופינו מסובלים – die größte Nationalbürde lastet auf ihnen. Sie sind die Höchstbesteuerten! Und umgekehrt die אלופי יהודה (– sie kommen nur dies einmal in Secharja 12,5 und 6 vor –) fühlen sich nur durch den geistigen Beistand ihres Volkes stark, sie sprechen אמצה לי יושבי ירושלים בד' צבאו' אלקיהם !

     

    V.18 Sie nahmen ihre Wohnstätten von Chawila bis Schur, welches vor Mizraim liegt, in der Gegend, wo du nach Aschur kommst; vor dem Gesichte aller seiner Brüder ließ er sich nieder.

     

    V. 18 וישכנו, weniger als וישבו, bezeichnet mehr ein vorübergehendes Niederlassen, entsprechend dem Nomadenleben der Ismaeliten. – על פני כל אחיו וגו' Sie Kap. 16,12 נפל irgendwo hinkommen, wohin man nicht gehört, wo man sich nicht in die übrigen natürlichen Verhältnisse als aus ihnen hervorgegangen einreiht, so נפילים, die wie vom Himmel Gefallene. Also hier von Völkerscharen, die ihre Wohnplätze wählen, wo es ihnen beliebt, „wie dahin geschneit“.  

    13-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    12-11-2020
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    Rabbiner Mendel HIRSCH sz’l

              (1833-1900)

     

    הפטרת חיי שרה

     

    Kommentar zur Wochenabschnitt Chajé Ssoro:  Könige I. Kap.1, V.1 (Auszug)

     

    Wiederum sind es Parallele und Kontrast, die bei der Wahl dieser Haftora bestimmend gewesen sein dürften. Abrahams Alter und Davids Alter, Abrahams Sorge für sein Haus und Davids Sorge für sein Haus. Allein aus dem Zelt des Patriarchen werden wir in den Palast des Königs versetzt. Denn die Familie war zum Volke, der Familienkreis zum Staate geworden. Dort, in dem einfachen flüchtigen Wanderzelte des greisen Ahnen der reine Hauch edlen Menschentums; hier die schwüle, dumpfe Luft des von Cabalen und Intriguen durchtränkten Hofes.[1]  Dort ein reich gesegneter Vater, der nur die Sorge hat, seinem Sohne ein Weib wie das eigene heimgegangene zu gewinnen, und einen Sohn, der untröstlich über den Heimgang seiner hochbetagten Mutter, trotz  seiner vierzig Jahre den Vater über sich bestimmen läßt und das ihm zugeführte Weib innig liebt, weil er das hehre Wesen der Mutter in ihm wieder findet. Hier ein Sohn, der den Hintritt seines königlichen Vaters nicht abwarten kann, um eigenmächtig sich zu seinem Nachfolger proklamieren zu lassen. Verschwörung und Intrigue überall, und selbst der Gottesprophet zu sorgsam vorbereiteter Absprache genötigt, um des Erfolges  seines Eintretens für den zur Nachfolge berufenen Königssohn sicher zu sein. Trotz des mächtigen Aufblühens und der gesicherten äußeren Machtsstellung Keime des Untergangs selbst unter der ruhmreichen Regierung des unvergleichlichen Davids.

     Ferner: Abraham und David, im Vollgefühl ihrer Bestimmung und im vollen Bewußtsein ihrer Verantwortlichkeit, besorgt, noch bei Lebzeiten allen Trübungen und Wirren vorzubeugen, die nach ihrem Ableben die Zukunft ihres Hauses gefährden könnten. Wie Abraham diejenigen Elemente seines Hauses, von denen eine solche Gefährdung zu befürchten war, noch „בעודנו חי“ entsprechend versorgte und entfernte (1 B.M. 25,6): so sehen wir David, den „sehr alt“ geworden, plötzlich, da ihm die Augen geöffnet über den Sohn, den er, wie mit leisem Vorwurf gesagt wird, bisher in seinem ganzen Leben nie an Entsagung gewöhnt hatte,  an dessen ehrgeizigem Emporstreben er somit selbst nicht ganz ohne Schuld war, mit starker Hand und fast jugendlicher Energie sofort alle Maßregeln treffen, um den Unberechtigten unschädlich zu machen und dem für die Zukunft seines Volkes Bestimmen die Nachfolge noch bei seinen Lebzeiten zu sichern.

    An uns, der großen Ahnen spätgeborenen Enkeln, ist es, den Schatz zu hüten und die Güter zu bewahren, deren Erhaltung und Pflege das höchste und heiligste Anliegen eines Abraham wie eines David und die Sorge bildete, die bis zum letzten Atemzuge ihre großen Seelen erfüllte.

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 26-32 Könige I. , Kap 1 V.1 u.w.) 



    [1] Welcher Gegensatz zwischen dem hohen Sinne eines Elieser, des “Dieners Abrahams”, und diesen “Dienern” Davids, einer Camarilla, deren Vorgehen (V.2 und 3) uns an den Hof und in das Reich eines Ahasver versetzt!

    12-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    11-11-2020
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    חיי שרה

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Chajé Ssoro (Auszug)

     

     

    …

    Wer ermißt den unendlichen Beitrag, den die jüdische Frau der jüdischen Gesamtheit leistet, das unendliche Verdienst, das für die Verwirklichung jüdischer Zukunftshoffnungen gebührt! אין הדורות נגאלין אלא בשכר נשים צדקניות (ילקוט רות) „Zu allen Zeiten hat die Erlösung des jüdischen Volkes in den Händen pflichtgetreuer Frauen geruht“ diesen Frauenverdienst adelnde und würdigende Wort der Weisen spricht in aller Kürze aus, was sie von der jüdischen Frau erhoffen. –

    Der Erlösung ihres Volkes galt die Wirksamkeit all der hehren Gottesmänner von Moses bis zum letzen Propheten. Die Mission des Propheten Elijahu jedoch hart noch der Vollendung: הנה אנכי שלח לכם את אליה' הנביא „Siehe, ich sende euch den Propheten Elijahu“, mit diesen Ausblick schließen unsere Prophetenbücher, והשיב לב אבות על בנים ולב בנים על אבותם „daß  er den Sinn der Väter zu den Kindern und den Sinn der Kinder zu ihren Vätern zurückbringe“ – in diesen Worte liegt die ganze Größe  der Aufgabe, die Elijahu noch zu erfüllen hat. Es gilt den Riß zu heilen, der Kinder den Vätern, Väter den Kindern entfremdet. Schwer, unendlich schwer diese Mission! Sie wäre nicht schwer, wenn überall jüdische Häuser sich erhöben, in denen eine אשה הגונה waltete, die gleich Sara mit der ganzen weiblichen Innigkeit ihrer Gottesfurcht die Herzen ihres Mannes und ihrer Kinder entflammte, daß וילכו שניהם יחדיו Väter und Kinder, von einem Geiste beseelt, von dem gleichen Ernst Gott dienenden Gehorsams erfüllt, den Weg zur Moriahöhe gemeinsam wandelten. Sie wird jedoch unendlich erschwert, wo der altjüdische Geist aus den Häusern geschwunden ist, dafür aber der verheerende Geist der נשים שאינם הגונות Platz gegriffen, unter dessen traurigen Einfluß, wie nicht anders möglich, Kinder sich ihren Vätern, Väter den Kindern sich immer mehr entfremden. –

    Wer daher eine wahrhaft jüdische, pflichtgetreue Frau heimführt, erleichtert Elijah sein Werk, wer jedoch eine pflichtvergessene Frau heiratet, erschwert ihm die Aufgabe, zu der Gott Elijahu berufen. Wie klar spricht sich daher auch das Wort der Weisen aus: כל הנושא אשה הוגנת Wer eine würdige Frau heiratet, den liebt Gott, und Elijahu küßt  ihn, wer jedoch eine unwürdige Frau heiratet, den haßt  Gott, und Elijahu durchsticht ihm das Ohr mit dem Pfriemen. – אליה' רצעו! Das aber ist ein Akt, den das Gotteswort an den jüdischen Knecht zu vollziehen gebietet, der nach sechsjähriger Dienstzeit nicht in die Freiheit und ausschließliche Gotteshörigkeit zurückzukehren gewillt ist אמרתי לי בני ישראל עבדים וכו' והלך זה וקנה אדון: לעצמו ירצע er hört nicht auf das Gotteswort, das ihn zur Freiheit und zur ausschließlichen Gotteshörigkeit beruft, so erhalte denn sein Ohr das Zeichen unwürdiger Hörigkeit! Das gleiche gilt, wenn jemand eine אשה שאינה הוגנת heiratet. Göttliche Schöpferweisheit hat der Frauenseele Herrschermacht verliehen, die sie Segen stiftend, aber auch Unheil bringend auszuüben vermag. Glücklich, wer eine אשה הוגנת zur Frau hat: sie führt ihn zur beglückende Gotteshörigkeit hinan; wehe, wer sein Leben an eine אשה שאינה הוגנת gekettet: sie entfremdet ihn dem Leben Gott dienender Freiheit und reißt ihn immer mehr zu sich und mit sich zu unwürdigem Sklavendienst hinab !אליה' רצעו –  

    Wer begreift daher nicht die ängstliche Sorge, die Abraham bei der Wahl einer אשה הגונה für seinen Sohn erfüllt. Alle seine Hoffnungen und Erwartungen, alle göttliche Zusicherungen für den Bestand seines Hauses und die Zukunft seines Volkes waren an Isaak, seinen einzigen Sohn, geknüpft. Sollte seines Hauses Bestand nicht erschüttert werden, sollte das וילכו שניהם יחדיו, diese herrliche Errungenschaft der Erziehungsweisheit Saras von Vater auf Sohn sich vererben, so mußte Isaak eine אשה הגונה heimführen, die mit dem Adel ihrer Gesinnung und dem Reichtum ihres Herzens Isaaks Haus zu einer Pflanzstätte all der göttlichen Heilessaaten zu weihen vermochte, deren dauernde Pflege der Zukunft des jüdischen Volkes bedingt. Solchen Erwägungen gegenüber mußte jedes Vertrauen, das er sonst in allen Stücken dem in seinem Hause ergrauten Diener entgegenbrachte, zurücktreten: schwören, mußte er ihm beim Gott des Himmels und der Erde, ,ולקחת אשה לבני ליצחק daß er seinem Sohne, dem Sohne Abrahams, dem Erben und Fortträger seines Vermächtnisses (S. Komm. das.) die geeignete Frau heimführe.

    …

     

     Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung erster Teil Deuteronomium  J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1936 S. 38-46

    11-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    10-11-2020
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    Rabbiner Pinchos KOHN

    1867-1941

    Biographische Angaben


    Rabbiner  Dr. Pinchos Kohn
    1867, in Kleinerdlingen bei Nördlingen geboren, Besuch des Realgymnasiums in Halberstadt, Studium in Berlin und Besuch des dortigen Rabbinerseminars, von 1890 bis 1893 Rabbiner in Burgkunstadt, 1893 Promotion und Rabbinatsverweser in Mannheim, 1894 Wahl zum Distriktsrabbiner in Ansbach; Mitbegründer der „Agudass Jissroél”.


    Zusammen mit Rabbiner Dr. Salomon BREUER, Herausgeber der Zeitschrift "Jüdische Monatshefte" (Dez. 1913-1920)

    Nach dem Ende des 1. Weltkrieges leitete Pinchos Kohn als Vorsitzender des Exekutiv-Ausschusses die Geschäfte der „Agudass Jisroel” in Wien und wurde 1923 zum Präsidenten berufen. Er füllte diese Stellung aus, bis er 1937 wieder in seine alte Gemeinde nach Ansbach zurückkehrte. Rabbiner Pinchos Kohn blieb in Ansbach bis zum Februar 1938, als ihm die Flucht in die Schweiz gelang. Bei Kriegsausbruch ging er nach London, wo er am 7. Juli 1941 starb.

    10-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    09-11-2020
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    „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“ 5..Folge

     

     

    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913


    I.Die Entstehung des Zionismus

     

    … Auf jüdischem Boden war  der neue Messias nicht groß geworden, aber trotzdem  liegt sein Ursprung vor aller Augen offen zu Tage. Das diese neuen Judenrettungsaktion eine spezifisch nationale Färbung annehmen mußte, liegt einfach daran, daß sie ein Kind des nationalistischen neunzehnten Jahrhunderts ist. Hier spielt eben die  seltsame Richtung, die die geistige Entwicklung  unserer Zeit aufweist,  in die innere Geschichte des Judentums hinein. In dem merkwürdigen Buche von H.St. Chamberlain über „Die Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts“, einem Hohenliede der dilettantenhaften Oberflächlichkeit und der hohlsten Selbstüberhebung spiegelt sich, sowohl was die Form wie die materielle Seite betrifft, am deutlichsten jene bequeme Weltanschauung wieder, die unsere Zeit beherrscht. Sie verachtet die individuellen Arbeit an sich selber und die persönliche Tüchtigkeit , sie erwartet alles Heil nur  aus der Rassenveranlagung, die wie ein unabänderliches Fatum  des Menschen Denken und Handeln leitet und beherrscht. Es gibt hervorragende  und inferiore Rassen. Unter  jenen soll die germanische die erste, unter diesen die jüdische die letzte sein.  Jene sei der Inbegriff aller Erhabenheit , Großzügigkeit und Tugend sein, diese dagegen der Tummelplatz aller Laster und jeder Tüchtigkeit.  Das Glied der germanische Rasse das nichts leiste, sei immer noch erheblich besser als der hervorragendste Semit. Wir können und wollen dieser Geistesrichtung nicht in ihre Einzelheiten verfolgen, uns nicht die Mühe geben, ihre offenbaren Fehler aufzudecken.  Aber es ist klar, daß dieser Rassenwahn, die künstlich gezüchtete Rassenüberhebung der Betrachtung der Judenfrage neue Wege ebnete und dem Judenhasse eine ganz neue Richtung gab.

    Der Antisemitismus war vorwiegend – man braucht andere Momente die mehr oder weniger bewußt mitklingen, nicht zu verkennen oder abzuleugnen – Religionshaß; die Emanzipation und das Eindringen der Juden in das Wirtschaftsleben ließ auch die wirtschaftliche Seite des Judenhasses weit stärker hervortreten  Der Antisemitismus unserer Tage ist aber Rassenhaß! Und das bedeutet eine völlige Umwertung  und eine gewaltige Vertiefung. Religiöse und wirtschaftliche Judenfeindschaft sind mehr äußerlicher Natur; sie gelten der Natur und die Anschauung und dem Wirken, nicht aber der Person. Der Rassenantisemitismus jedoch zielt auf den Menschen persönlich. Er hat aus einer Gegnerschaft , bei der beide Seiten sich durch Argumenten zu überzeugen suchten, einen Antisemitismus gemacht, der Verachtung des minderwertigen Juden und völlige Trennung von ihm auf allen Gebiete der Kultur und des gesellschaftlichen Lebens eindringlich predigt. Mit welchem Erfolg ist bekannt! Wenn das „völkische“ Moment eine Bedeutung erlangt hat, der gegenüber alles andere, Verdienste, Tugenden, Strebung und Gesinnung nichts gelten, wenn der Jude geächtet wird, wenn man ihn zu eine Pariastellung herabdrücken will, so ist das ein Erfolg der die nationale Weltanschauung, der chauvinistischen Rassenwahn unserer Tage, in emsiger Arbeit errungen hat.

    Und dieser chauvinistische, nationale Rassenwahn, ist die theoretische Grundlage, der geistige Nährboden des Zionismus! Im hat er die spezifische Züge seines Wesens und seiner Wirksamkeit entlehnt! Schon das Aussprechen dieser unbestreitbaren und unbestrittene Tatsache enthält die vernichtendste Kritik dieser pseudomessianischen Bewegung. Mit aller Deutlichkeit muß man es sich in den letzten Konsequenzen ausmalen, was es für das Wesen und die Erscheinungsformen des Zionismus erscheinen muß, daß er auf demselben Sumpfboden erwachsen ist wie der Rassenantisemitismus, diese Geisel, unter der wir Juden so entsetzlich leiden.  Und es ist immer dasselbe Wasser, mag es nun arisch-antisemitisch, mag es nun jüdisch-national gefärbt sein, daß aus einem Giftbrunnen stammt, und daß keine Färbung der Welt zu einem gesunden Trank machen kann.

    Wer sich auf dem Standpunkt stellt, daß die nationale Verhetzung und der Rassenantisemitismus ein Verbrechen an der Kultur sind – und wer täte das nicht – der muß auch dem Bruder in jüdischen Gewande, den nationalen Zionismus, verdammen, weil er ebenso verderblich wirken muß wie jene.

    *****

     

    … …

     

    (wird fortgesetzt)

     

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

     

    09-11-2020 om 08:45 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    08-11-2020
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    חיי שרה

     

    וישב העפר על הארץ כשהיה

    ורוח תשוב אל הא' אשר נתנה:

     

     

    „Und es kehrt zurück der Staub zur Erde, wie er war, und der Geist kehrt zurück zu Gott, der ihn gegeben“

    (Koheleth12, 7 – Übersetzung  Rabbiner Dr.Raphael BREUER)

     


    1.

    Mensch, wenn von hinnen dir scheidet,

    Den geliebt du hast,

    Blutend dein Innerstes leidet,

    Findet nicht Ruhe und Rast,

    Harre des Herrn!

     

    2.

    Er schlägt Wunden und heilt,

    Tröstet das zitternde Herz,

    Bei dem Gebeugten Er weitet,

    Löset in Liebe den Schmerz,

    Denn Er hilft gern!

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S.58  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:
    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam
    Inhaberin: Frau Manja BURGERS
    http://www.spinozabooks.com

     

    08-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    06-11-2020
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

                        (1808-1888)

     


    וירא


    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Wajéro

     

     

    Kap.18 V.1 Da ward Gott ihm sichtbar unter den Bäumen Mamres; während er vor der Thüre seines Zeltes saß, als der Tag glühte.

     

    Kap. 18, V.1 Gottes Gegenwart ist überall, aber sie wird nicht von jedem geschaut. Nur nach eine Hingebung, wie Abraham sie eben geübt und übte, ward Gott sichtbar – … Es ist dies das erste Mal, in welchem wir Abraham als eigentlichen נביא vor Gott stehen sehen, der מגלה סודו אל עבדיו הנביאים. Diese Stufe hatte Abraham erst in Folge der Mila errungen …

    Wie hat man nicht das Judentum, dieses Erbteil der Abrahamiden, und dessen Träger, die Juden, verlästert. Wie nicht diese „Beschnittenen“ sich als die bevorzugt „Einzigen“ mit ihrem Gotte dünken, wie soll nicht eben dieses absondernden Zeichen sie jedes kosmopolitischen, Menschen und Menschheit umfassenden Gefühles und Gedankens entkleiden, und den Gott des Himmels und der Erde, den Gott aller Menschenseelen ihnen zu dem Gotte ihres Erdwinkels und zu dem Nationalgott des Stammes verschrumpfen! Da sitzt nun der erste beschnittene Jude! Und wo? In Mamres Hain! Noch immer unter Aner, Eschkol und Mamre, die nicht אנשי בריתו, dieבעלי ברית אברהם waren, die als Herren ihn in die Bundesgenossenschaft aufgenommen hatten, und, „obgleich beschnitten“, war er in seinem Verhalten zu der nicht-abrahamitischen Menschheit ganz derselbe. War es doch – so lehren die alten verschrieen Rabbinen, diese ächtesten Abrahamssöhne – Abrahams einzige Sorge, die ihn den Sonnenbrand vor seiner Tür rief, es möchten jetzt, nach der Beschneidung, die Menschen sich von ihm zurückziehen, lehren dies, um dabei an Abrahams Beispiel seinen Söhnen den Satz einzuschärfen: ,גדולה הכנסת אורחים יותר מקבלת פני שכינה Wanderer gastfrei aufzunehmen, gilt höher als vor dem Angesichte Gottes stehen! Und welche Wanderer! Unbeschnittenen Götzendienern – denn andere konnte Abraham gar nicht erwarten – eilt Abraham aus dem Angesichte Gottes entgegen, um an ihnen die Pflicht der Menschenliebe zu üben! Und wie übte er sie! So jagt keiner einem winkenden Gewinnste entgegen, wie ihr Abraham dieser Gelegenheit, als erster beschnittener Jude Mensch zu gegen Menschen zu sein! …Das Bild steht unmittelbar nach der Mila. Die in der Beschneidungsisolierung heranblühenden Abrahamiden sollen die humansten Menschen sein. Bilden den entschiedensten Gegensatz zur Welt und sollen doch für alles allgemeine Menschliche ewig bereit gefunden werden, für die Pflege dieser edelsten Humanität werden sie isoliert, und als Herold dieses Geistes hat sich vor allem Abraham als אב, und  אבר המון גוים, als geistiger Vater und sittigende Schwungkraft des Völkergewoges bewährt. Und nicht umsonst ist Abraham in den Sonnenbrand vor seinem Zelte, geeilt. Wenn etwas seine Söhne, die verschrieenen Juden, von ihm geerbt, der Genius dieser allweiten Menschenliebe ist von ihm ihnen zum Erbe gefallen. Das hat ihnen keine Zeit abgesprochen. Wo man offene Herzen, Häuser und Hände, wo man Opferwilligkeit für menschliche Zwecke finden will – gottlob, ein Funke von der Abrahamslehre hat nicht umsonst im Schoße der Menschheit gezündet und auch im nichtabrahamitischen Kreise sind sie zu finden – da suchen noch heute selbst die Verächter des Judentums sie in erster Linie auf – bei Juden.

     

    V.19 Denn ich habe ja nur deshalb mein besonderes Augenmerk auf ihn gerichtet, damit er seine Kinder und sein Haus nach sich verpflichte, daß sie den Weg Gottes hüten, Pflichtmilde und Recht üben, damit Gott über Abraham bringe, was er über ihn ausgesprochen.

     

    V. 19 כי ידעתיו. ידע sich einen Gegenstand in seinem spezifischen Merkmalen zum Bewußtsein bringen: erkennen. Im Verhältnis des Mannes zum Weibe bezeichnet es den innigsten Umgang des Gattenlebens. Von Gott zum Menschen bezeichnet es: die besondere Berücksichtigung in seiner Waltung. Nicht Gott zugewandte Menschen stehen nur unter der allgemeinen Obhut Gottes. Diejenigen, die sich ganz Gott unterordnen, die nichts anderes als Gottes Boten auf Erden sind und sein wollen, denen wendet Gott seine besondere Führung und Leitung zu. Wie wir Gott suchen, so sucht er uns. Wer mit Gott, wie es später heißt, בקרי, im Zufall wandelt, wer das Wandeln in Gottes Wegen dem Zufall überläßt, wer nicht die Übereinstimmung mit dem göttlichen Willen in erster Linie sucht, sondern andere Zwecke anstrebt und die Übereinstimmung mit Gott dem Zufall überläßt, mit dem wandelt Gott auch בקרי, überläßt ihn den Wechselfällen des Zufalls. Den höchsten Gegensatz zu diesen bilden jene, die sich ihm als seine Werkzeuge auf Erden darbiete, die die Erfüllung des göttlichen Willens als einzigen Zweck ihres Daseins und Wirkens anstreben und alles andere Gott anheim stellen, und die Er darum in besondere Erziehung und Leitung nimmt. Diese besondere Erziehung und Leitung heißt ידע –.

    דרך ד' kommt in doppelter Beziehung vor. Der Weg, den Gott geht und derjenige, den Er von uns gegangen wissen will. Beide fallen ineinander. Der Weg des Guten, den er uns wandeln sehen will, bildet einen kleinen, uns übertragenen Teil seines großen Weges. Es sind Zwecke, die er durch uns, in seinem Auftrage versorgt wissen will. Darum geht der Weg des Braven dem Wege der göttlichen Weltführung harmonisch parallel, und wird von dieser mit gewahrt und getragen. Darum führt der Weg des Schlechten wider den Weg der göttlichen Weltführung, und wird von dieser zertrümmert und begraben. Darum heißt es: כי ישרים דרכי ד' וצדיקים ילכו בם (Hosea 14,10).

    Die Aufgaben für welche Abraham seine Nachkommen erziehen soll heißt: לשמר דרך ד', das Innehalten des gottgewiesenen Wandels und לעשות צדקה ומשפט, die Ausübung der Pflichttat und des Rechts. Jenes ist das התהלך לפני ד' והיות תמים, der heilige sittenreine Wandel vor Gott, wie ihn die Mila zu Grunde gelegt, dieses: der menschliche Wandel mit Menschen, wie er eben in Abrahams Beispiel zu Tage trat. Beides ist der vollendete Gegensatz zu Sodom, jenes zu der Unsittlichkeit der חטאים, dieses zu der Unmenschlichkeit der רעים.

    Abrahams צואה heißt nun nicht:  ושמרו דרך ד' ועשו צדקה ומשפט sondern  ושמרו דרך ד' לעשות צדקהWie Gott mit Mila den sittlichen Grundstein seines Volkes gelegt, wie später das Wort des Gesetzes immer erst חק und dann erst משפט, erst חקים und dann משפטים, erst die unser ganzes sinnlich leibliches Leben innerhalb der Reinheit und Heiligkeit pflanzenden und umschränkenden, und dann jene Gesetze nennt, die unser menschliches Leben zum Menschen regeln: also heißt es auch hier: ושמרו דרך ד' לעשות צדקה ומשפט der sittenreine Wandel vor Gott ist die Vorbedingung und Wurzel zu einen wahrhaft gerechten pflichtgetreuen Leben mit Menschen. Nur eine im Schoße der חקים gezeugten, geborenes und erzognes und in ihnen fortwandelndes Geschlecht wird ertüchtigt, ein Leben der צדקה ומשפט in Gottes Sinne zu leben. Die מצות שבין אדם למקום sind Vorbedingung und Wurzel zu den מצות שבין אדם לחברו. Ein Geschlecht, das sittlich zu Grunde geht, hat auch keine soziale Zukunft.

    צדקה ומשפט, wir haben heute bereits erkannt daß, während משפט eine solche Leistung bezeichnet, die ein Mensch von dem andern aus sich zu fordern ein Recht hat, צדקה – von Menschen zu Menschen gebraucht, eine solche Leistung bezeichnet, auf die ein Mensch an den andern aus sich kein Recht besitzt, auf die ihm aber Gott an den Anspruch erteilt, die er aus sich nicht zu fordern, wohl aber im Namen Gottes von den andern zu erwarten berechtigt ist. משפט ist das einfache Recht, צדקה die Wohltat, aber als Pflicht begriffen. Während aber in der Regel משפט vor צדקה genannt wird, משפט וצדקה, tritt gerade hier höchst charakteristisch צדקה in den Vordergrund, לעשות צדקה ומשפט. Erst משפט, dann צדקה lautet die Regel. Nie kann צדקה sühnend eintreten für das, was gegen משפט verbrochen wird. Mit der einen Hand rauben und unehrlich sein und mit der andern Hand von dem Geraubten und unehrlich Erworbenen Almosen geben, ist der jüdische Wahrheit ein Greuel. Dem vom Raube dargebrachten Opfer schleudert Gott sein: אני ד' אוהב משפט שונא גזל בעולה (Jes. 61,1) entgegen: „Recht liebe ich, hasse Raube im Opfer!“ Nur mit reinen Händen darf man Gott sich nahen. Darum: erst משפט dann צדקה.

    Hier aber steht zuerst צדקה; denn hier gilts dem jüdischen Protest gegen Sodoms Lebens- und Staatsmaxime. Nicht משפט, צדקה heißt das welterlösende Wort, das Abrahams Haus durch die Welt tragen soll. Wie weit ab auch das von Menschen „gefundene“ Recht von dem Gottesrechte absteht, und selbst von משפטים der jüdische Sänger singt: בל ידעום, daß die nicht-jüdische Welt davon kaum eine Ahnung habe: משפט, eine Art von משפט ist auch in Sodom zu Hause, ja Sodom zeigt uns, wie eine genußsüchtige, in sinnliche Wollust versunkene Welt, welcher zuletzt der Mensch auch nur soviel gilt, als er Genuß gewährt, zuletzt gerade die Rechtsidee zu einem zweischneidigen Sophismus zuspitzt, das die nackteste Selbstsucht schamlos als Prinzip heiligt, und mit der Maxime: שלי שלי שלך שלך, „mein bleibt das Meine, bleibe dein das Deine“, Hülfsbedürfigkeit zum Verbrechen und Hülfeleistung ein Torheit für den Helfenden und zum Verbrechen gegen die öffentliche Wohlfahrt stempelt. Unter dem Regime eines sodomitischen Rechts, wo nur Leistung, nicht Bedürfnis einen Anspruch begründet, ist Armut und Elend geächtet, findet höchstens nur der Leistung verheißende Begüterte wie Lot eine Stätte, aber: „Betteln ist verboten“, zehrgeldloser Unglücklichen wartet Sträflinge gleich „Kerker und Schub“, und das Zedaka-lose Recht verkehrt sich in Unmenschlichkeit und Härte. Dem gegenüber kehrt das „Testament“ Abrahams an seine Kinder צדקה vor משפט heraus, ja der Rechtskodex der Kinder Abrahams kennt selbst in gewissen Fälle צדקה als משפט und spricht: זה נהנה וזה לא חסד כופין על מדת סדום. Und es ist die jüdische Zedaka, nicht jenes „Almosen“, das den Geber hochmütig macht und den Empfänger erniedrigt, auch nicht jene Fürsorge für die Armut, die zum Schutze der Reichen gegen die Armen nicht zur Verzweiflung kommen lassen will, sondern jene „Pflichttat“ an die jeder Bedürftige im Namen Gottes, mit von Gott berechtigtem Anspruch hinantritt, die den Armen vor dem Reichen aufrecht stehen und den Reichen sich nur als Verwalter eines den Armen gehörenden Schatzes begreifen läßt.

    Und nicht צדקה und משפט absolut, sondern bei in jüdischen Sinne als die am Baume des „Wandels vor Gott“ gezeitigte Frucht – erlösen die Welt von Verbrechen und Unglück. Der ganze Mensch muß vor Gott wandeln, sein ganzes Leben muß von der Idee der Pflicht vor Gott getragen sein, dann wird sein Verhalten von Mensch zu Mensch auch nur das Diktat der Pflicht verwirklichen.

    Allein nicht von außen, nicht durch Verwaltungsmaßregeln und Juridiktion, auch nicht durch Welterschütterung, die das rote Gespenst schreckend an die Paläste und Häuser der Reichen sendet, sondern nur von Innen heraus, durch eine innere Revolution der Geister und Gemüter, durch Erzeugung und Erziehung eines Menschengeschlechtes zur Pflicht können solche Pflichtmenschen gewonnen werden, die noch dem späten Enkel das von Gott diktierte Testament des Ahns als leitendes Vermächtnis mit hinausgeben: ושמרו דרך ד' לעשות צדקה ומשפט Nicht „zum Glauben an Gott“ , zur „Erfüllung seiner Gebote“ muß das Geschlecht geboren und erzogen werden, sonst kann wohl die Klugheit zu einer Rechtsachtung und die Furcht zu einer Mildtat führen, allein mitten in aller „Gottglaubigkeit“ können die Menschen zu רעים וחטאים לד' entarten, und es kann unter den Formen des Rechts mit צדקה ומשפט so gewirtschaftet werden, das man sagen könnte: „wehe dem, der in die Hände eines Gabbei Zedaka oder eines יושב על המשפט verfällt – “. Darum begreifen wir, wie in dem Momente, wo mit Mila und Menschenliebe der Grundstein des jüdischen Volkes gelegt wird, das zum דרך ד' לעשות צדקה ומשפט erzogen werden soll, Abraham dem Werkzeuge und Vermittler einer solchen Volkserziehung, der Blick auf ein Gottesgericht gelenkt wird, das in demselben Momente über einen Kreis macht- und glückstolzer Städte sich zu vollziehen im Begriffe war, in welchen der דרך ד' bis zur sittlichen Entartung vergessen und צדקה ומשפט in ihr schreiendstes Gegenteil verwandelt war…

     

    23. Da trat Abraham hin und sprach: Sollest du denn auch mit den Untergang hineinreißen? Den Gerechten mit dem Schuldigen?

    24. Vielleicht sind fünfzig Gerechte in Mitten der Stadt, solltest du da die mit strafen wollen und nicht der Gegend verzeihen zum Besten der fünfzig Gerechten, die sich in ihr befinden?

    25. Zu töten den Gerechten mit dem Schuldigen, daß der Gerechte wie der Schuldige sei, ein solches tun, das – weiß ich – wäre Entweihung dir. Entweihung wäre es dir; wie sollte der Richter der ganzen Erde nicht Recht ausüben!

     

    VV. 23, 24, 25 … Das Ideal eines Gerechten im Mitten einer sodomitischen Entartung das Abraham vorschwebt, um dessentwillen die Gesamtheit gerettet werden dürfte, ist nicht ein solcher, der in hochmütigen Selbstgefühl die Menge preisgibt, ihrem sittlichen Untergange müßig zusieht, sich in die Einsamkeit zurückzieht und glaubt, genug getan zu haben, wenn er nur sich und höchstens die eigenen Seinen rettet. Ja, ein solcher wäre ihm gar nicht der Gerechte, hätte mit nichten der Verpflichten genügt, die der Bessere in solcher Umgebung trüge, und wäre am wenigsten geeignet, um seinentwillen die Gesamtheit, die er ja längst preisgegeben, gerettet zu sehen. Der Untergang der Gesamtheit ließe einen solchen ja kalt, ja erfüllte ihn vielleicht gar mit befriedigender Genugtuung.

    Das ist Abrahams Gerechter, dessen Berücksichtigung die Rettung der Gesamtheit bewirken sollte, nicht. Sein Gerechter befindet sich בתוך העיר „in Mitten der Stadt“, in Mitten und in lebendiger Beziehung zu allen und allem. Er läßt nicht ab zu ermahnen, zu lehren, zu warnen, zu bessern, zu retten, wo und wie er kann. Alle und alle liegt ihm am Herzen, und er wird nicht müde, Besserung zu versuchen, wie fern auch immer die Hoffnung des Gelingens: Sein menschlich Herz verzweifelt am Menschen nie, und treibt ihn unablässig zur Tätigkeit für die Menschen. Das sind die Gerechten, die er בתוך העיר voraussetzt, denen jede Seele aller dieser Tausende schmerzlich absterben würde, wie dem Gärtner die Pflanze, um dessen Gedeihen er sich früh und spät bemüht, und von der fünfzig Abraham die Erhaltung des Ganzen zu erhoffen wagt. Beim Untergang Jerusalems – lehren die Weisen – wurden gerade dem „Gerechten“, die das Gesetz von א bis ת erfüllt hatten, zuerst dem Untergange geweiht, weil sie eben nicht בתוך העיר gewesen, und sich um die Besserung ihrer Mitbürger nicht bemüht (Sabb. 59a zu Jechesk.9)

     

    28. Vielleicht fehlen an den fünfzig Gerechten fünf, würdest du um der fünf willen die ganze Stadt verderben? Da sprach er: Ich werde nicht verderben wenn ich dort fünfundvierzig finde.

     

    V. 28 f. …Das Vorhanden- und Geduldetsein einer Anzahl Gerechter in einem gottlosen Staat verliert seine freisprechende Beweiskraft bei einem Maximum und Minimum, und hat seine eigentliche Bedeutung nur bei einer mittleren Größe dieser Anzahl. Imponiert die Zahl durch ihre Größe, so duldet man sie, weil man sie fürchtet. Verschwindet sie durch ihre Kleinheit, so duldet man sie, weil man sie übersieht. Nur bei einer Mittelzahl, wo man sie weder fürchtet noch übersieht, hat ihr Vorhanden- und Gedultetsein seine volle Bedeutung. Darüber und darunter nimmt die Bedeutung ab. Vielleicht sucht Abraham Klarheit über dies Verhältnis und vielleicht entspricht dem auch der bemerkte Ausdruckswechsel. …K Jedenfalls hat dieser Einblick in die göttliche Gnade Abraham gewährt, seinen Kindern, die ja bestimmt worden, Jahrtausende hinab als eine Minorität in Mitte der Menschheit zu wandern, und in deren eigener Mitte sich das Gute oft nur in den Schoß einer Minorität zum lebendigsten Bewußtsein gebracht. … Wo aber Gott nicht verzweifelt, muß auch der Mensch mutig ausharren und das Seinige thun und unerschlafft und siegessicher für das Gute, selbst einer ganz irre gehenden Zeitgenossenschaft gegenüber einstehen, sollte dieser Sieg des Guten auch erst andämmern, wenn über sein Haupt längst sich das Grab geschlossen.–  So sehr wir עפר und אפר sind, aus Staub gebildet und in Asche zerfallend, so ist doch nicht alles an und Staub und Asche. In diesem Staub- und Aschenleib lebt ein Hauch seines ewigen Schöpfers und ein Echo seines Geistes. Humanität und Recht und alle geistigen und sittlichen Güter der Menschheit sind durch dieses göttliche Echo in jedes Menschen Brust verbrieft und über alle Staub- und Aschenlehren materialistischer Weisheit hinaus gesichert.  

     

    Kap 19 V.14 Da ging Lot hinaus und redete zu seinen Schwiegersöhnen, die seine Töchter geheiratet hatten, und sprach: Machet euch auf und gehet aus dieser Gegend hinaus, denn Gott vernichtet die Stadt! Da war er wie ein Spaßmacher in den Augen seiner Schwiegersöhne.

     

    Kap. 19 V. 14  Da geht nun der alte Mann in der Nacht hinaus zu seinen Schwiegersöhnen, zu den Männern, denen er seine Kinder anvertraut, bittet, beschwört sie, sich und sie zu retten – da lachen sie den alten Mann wie ein Spaßmacher aus!–  Es steht hier nicht umsonst לוקחי בנתיו als Berechtigung des חתניו. Seine Töchter hatten sie genommen, aber seine „Eidamme“, in dem reinen Sinne „חתניו“ waren sie nicht geworden. Waren ja Männer von Sodom, gab ja in Lebensanschauung und Streben kein „Band“ zwischen ihnen und Abrahams Neffen. Für einen solchen gab es in Sodom keinen Eidam, und für seine Töchter, wenn er es verstanden hätte, seine Kinder für sich und seine Lebensrichtung zu gewinnen, gab es dort keine Männer. Allein, es war schon von V. 3 angedeutet, wie der Mann der persönlich einer besseren Richtung angehörte und sogar den Mut hatte, in der Gemeinde mit eigener Gefahr das Bessere  zu vertreten, doch in seinem Hause, und seinen eigenen Kinder gegenüber, nur schwach, und darum isoliert war. Ein Abraham hätte sich nimmer mit לקחי בנתיו begnügt, die nicht חתניו werden konnten, Abrahams Töchter hätten solche Männer nimmer genommen, die dem Geiste ihres väterlichen Hauses sich nicht vermählten. Es offenbart sich hier eine Schwäche, der sich noch nach Jahrtausenden in ähnlicher Weise unter ähnlichen Verhältnissen wiederfindet, und in ähnlicher Weise rächt – als er zu seinen Schwiegersöhnen kam und von Gott sprach lachten sie ich aus! Und er hatte noch eher Gehör und Rücksicht erwartet, als bei den eigenen Söhnen! Er machte den Versuch zuerst bei den Schwiegersöhnen, und als diese ihn auslacht, gibt er alles auf und versucht nicht einmal bei den Söhnen!! Zu allem diesen liefert noch das frische Leben der Gegenwart leider einen traurigen Kommentar. –

     

     

     

    V.7 Und nun, gieb des Mannes Weib zurück, denn er ist ein Prophet, so daß der für dich bete und du leben bleibest. Giebst du aber nicht zurück, so wisse, daß du sterben müssest, du und alle Deinigen.

     

    V.7… התפלל heißt: das Element der göttlichen Wahrheit nehmen, damit uns die in Gott zu gewinnende Einheit des ganzen Daseins erringen. Die jüdische תפילה ist daher der vollendete Gegensatz zu dem was man sonst „Gebet“ nennt. Es ist nicht ein Erguß von innen heraus, ein Ausdruck dessen, wovon bereits das Herz voll ist, dafür haben wir andere Ausdrücke תחנה , שיח u.s.w., sondern es ist ein erneutes Aufnehmen und Durchdringen mit Wahrheiten, die von außen gegeben sind. Wäre das Gebet nicht תפילה, wäre beten nicht התפלל, eine Arbeit an dem eignen inneren Selbst, es auf die Höhe der Wahrheitserkenntnis und der gottdienenden Entschlüsse zu bringen, es wäre ja ein Unsinn, bestimmte Zeiten und vorgeschriebene Formeln zu haben; es setzte dies ja voraus, es sei periodisch zu bestimmten Zeiten immer die Menge einer Gesamtheit von einem und demselben Gefühle, von einem und demselben Gedanken erfüllt. Ja, es wäre ein solches Gebet ein ziemlich überflüssiges Werk. Gefühle und Gedanken, die bereits in uns lebendig vorhanden sind, bedürfen nicht erst des Ausdrucks, am allerwenigsten des vorgebildet in die Hand gegebenen Ausdrucks. Dem vollen Herzen hat noch nie der Ausdruck gefehlt, oder es war so voll, daß der Ausdruck selbst die Fülle nur geschmälert hätte und Schweigen der entsprechendste Ausdruck dieser Fülle war. Unsere vorgeschriebenen Gebete sind daher nicht Wahrheiten, deren lebendige Anerkennung sie bei uns bereits voraussetzen, sondern deren Erkenntnis und Anerkenntnis sie immer aufs neue in uns wecken, beleben, befestigen und erhalten wollen; und man kann in Wahrheit sagen, je weniger wir uns zum Gebete gestimmt fühlen, um so größer müsse das Bedürfnis zu beten sein, um so wichtiger und rettender ist die Arbeit an uns, die wir in der תפילה an uns zu vollbringen haben. Die mangelnde Stimmung selbst ist das deutlichste Merkmal von der Bedeutung jenes Gesetzes und jener Wahrheit in uns, den die תפלה nicht voraussetzt, den sie vielmehr schaffen, beleben und berichtigen soll – . …

     

     

    Kap.21 V.6 Da sagte Sarah: Gelächter hat Gott mir bereitet, wer es höret, lachet mein.

     

    Kap. 21, V. 6 יצחק klingt wie ein Kompositum von Kal und Piel. צחק Kal ist das natürliche, unwillkürliche, Lachen, dessen wir uns beim Anblick einer Lächerlichkeit kaum enthalten können. צחק im Piel ist das willkürliche, spottende Lachen, das die Inkonsequenz zwischen der Absicht und den Thun, zwischen dem Wollen und Vollbringen, u.ä. verhöhnt. Möglich, daß hier schon diese ironische Seite des Lachens mit hineingezogen ist. Die Welt kannte ja die „Prätention“ mit welcher Abraham und Sara, diese zwei einzelnen, wider den Strom der Zeit zu schwimmen wagten, ja, mit welcher sie sich die  Hoffnung zu nähren erkühnten, diesen ganzen mächtigen Strom noch einst wieder zurück in ein anderes Bette zu leiten! Und nun noch gar diese ganze, schon an und für sich so lächerliche Prätention auf ein spätes, zartes Reis zu pfropfen! – Ein Stoß und die ganze Hoffnung ist auf ewig in ihrem ersten Anfang begraben! Wollen wir es den Zeitgenossen verdenken, wenn sie an der Wiege des jüdischen Volkes sich eines spöttischen Lächelns nicht erwehrten, da dem, Gott nicht in die Berechnung der Ereignisse und der Gänge der Zeiten mit Hineinziehenden, die welthistorischen Prätentionen des welthistorischen Judenvolkes noch heute zum Gespötte sind? Auf diese Stellung sind wir von vornherein hingewiesen, der erste Abrahamssohn ward יצחק genannt und wird so lange also genannt werden, bis alle die nur auf Gottes Waltung und Gottes Verheißung gegründeten Hoffnungen sich erfüllen, dann: אז ימלא שחוק פינו, dann wird unser Mund der zuletzt lachende sein – heißt ja: יצחק: er wird lachen! – und dieses Lachen wird sein צחוק – wird mild hauchende Lächeln der Freude – שחוק sein …

    06-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    05-11-2020
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    Rabbiner Mendel HIRSCH sz’l

              (1833-1900)

     

    הפטרת וירא

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Wajero:  Könige II. Kap.4, V.1 (Auszug)

     

    Ein Contrast und eine Parallele dürften die Wahl dieses Kapitels zur Haftora für וירא bestimmt haben. Der Staat des Gottesgesetzes ist der einzige, und nicht bloß des Altertums, in welchem dem Gläubiger keinerlei Rechte auf die Person, geschweige auf die Kinder des Schuldners zustand. Der Geist dieses Gesetzes sichert den vermögenslosen Schuldner vielmehr auch hinsichtlich des Mobiliarbesitzes vor rücksichtsloser Ausnutzung des Pfandrechtes. Und wo der Rechtsschutz aufhört, da beginnt unter dem Strahle des Gottesgesetzes an die Söhne und Töchter Abrahams und Sarah’s der Anspruch auf Liebe. Das ist die abrahamitische Zedaka im Gegensatz zu dem sodomitischen Rechte. So fordert es Gesetz und Recht der Thora. Dem  gegenüber wird uns nun hier ein Einblick in die inneren Zustände im Reiche Jissroéls eröffnet. Wir sehen eine Witwe, die Frau eines Propheten, mit ihren zwei verwaisten Kinder in bitterster Not, – Gläubiger, der, da nichts mehr zu finden ist, die Kinder in Schuldknechtschaft abführen will, - eine Gesellschaft, in der sich kein Begüterter mehr findet, der sich in der Not annimmt, – kann es einen größeren Kontrast  geben zu dem Liebeswirken des Ahnen, das in den Worten der Sidra uns vergegenwärtigt war? Diese, vermeintlich aufgeklärte, israelitische Gesellschaft, in der freilich eine „angesehene“ Frau, ganz wie in Sodom auch, im Vollgefühl ihrer Sicherheit sagen konnte: „Inmitten meines Volkes lebe ich!“ bedarf keiner Fürsprache bei Fürst oder Feldherrn! – in der aber Witwen und Waisen der bitterster Not preisgegeben sind, ohne daß sich eine Hand rührt, – ja in der Schuldknechtschaft ganz wie bei den anderen Staaten des Altertums zum herrschenden „Recht“ geworden und sich auch auf die Kinder erstreckte – :   gibt es einen grelleren Gegensatz zu dem liebatmenden Geiste des Abrahamszeltes, dem ja auch diese entarteten Söhne und Töchter Jissroéls entstammten? Und wenn nun gar nach der Überlieferung der Väter, der heimgegangen war und seine Kinder in solcher Not hinterlassen hatte, kein Geringer war, als der Prophet Obadja, der sein Vermögen geopfert und sich mit Schulden belastet hatte um hundert Gottespropheten vor dem fanatischen Wüten der mordgierigen Isabel zu retten und in der Verborgenheit zu erhalten – so erscheint die Verlassenheit der Seinen von den Menschen und ihre Rettung durch das Eingreifen Gottes um so bedeutungsvoller.

    Wie in der Hütte des Armen als Retter aus sozialem Tode, so offenbart die göttliche Waltung im Hause des Reichen als Retter aus physischem Tode. Die Parallele aber in der Geschichte von der Sunammiterin und ihrem Kinde mit der Geburt Jizchaks liegt auf der Hand. Beide Geburten fehlt die physische Vorbedingung, in beiden zeigt sich die göttliche Allmacht als Herr über die physischen Lebensbedingungen. Was aber nach Gottes Verheißung ins Leben gerufen, das wird auch durch Gottes Allmacht im Leben erhalten und verfällt nicht dem Tode, wenn es ihm auch scheinbar erliegt. Wie das Kind der Sunammiterin einmal, so war das Abrahamsgeschlecht seit Jahrtausenden ungezählte Male dem Tode verfallen. Und wie nach göttlicher Führung das Kind aus dem Tode zum Leben erstand, nachdem die Lebenswärme des Propheten es erwärmt, und sein Mund mit des Propheten Mund, seine Augen mit des Propheten Augen und seine Hände mit des Propheten Händen sich deckten: so ist auch Jissroél aus tausendfältigem Tode erstanden und wandelt als das Unsterbliche unter den Sterblichen, weil und sofern es von den Propheten durchglühenden אש דת, dem alten jüdischen Gesetzes-Feuer durchglüht wird und seinen Mund zum Organ des Gotteswortes weiht, mit seinen Augen die Welt im Lichte des Gotteswortes schaut und seine Hände in den Dienst der Verwirklichung des Gotteswortes stellt.

    Im Lichte des durch die Sidra neubelebte Wahrheit zeigt jener Kontrast den verirrten Abrahamssproßen warnend die Parallele den treuen Erben seines Geistes und seines Herzens dem ewigen Schutz und den ewigen Segen des Abrahamsbundes verheißt.

    …

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 26-32 Könige II.   41, Kap 4 V.1 u.w.) 

    05-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    04-11-2020
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    וירא

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Wajero (Auszug)

     

    …Es genügt nicht, daß wir die Mizwo üben, es kommt vor allem darauf an, wie wir sie üben, ob wir ihrem Rufe freudig und mit ganzer Hingabe entsprechen, ob sie uns in Wahrheit beglückt und beseligt, daß wir nicht, wenn wir können, ihr aus dem Wege und nur, wenn wir nicht umhin können, schwerfällig oder gar mißmutig dem Gebot der Pflicht nachkommen.

    ושמרתם את המַצת ושמרתם את המִצת rufen die Weisen uns zu: מצות הבאה לידך אל תחמיצנהו Wie wir die Mazzo rasch und behend herzustellen haben ohne Aufschub und ohne Verzug, so gilt das gleiche von jeder מצוה, – דרך מצותיך ארוץ „Auf dem Weg, den mich Deine מצות führen, laufe ich!“ singt der Psalmsänger (119,32) – חשתי „Ich eile – ולא התמהמהתי aber nicht, weil ich mich verzögert, zu lange gewartet hätte – לשמור מצותיך wenn es gilt, Deine מצות zu erfüllen! Gelaufen bin ich, wenn es um ein מצוה handelte! שמרתי באומרים לי בית ה' נלך Der Ruf ins Gotteshaus erfüllte mit Freude mich. שש אנכי על אמרתך כמוצא שלל רב (Ps. 119,162) Voll Freude bin ich über jedes Deiner Worte – wie einer, der reiche Beute gefunden. Und תחת אשר לא עבדת את ה' אלקיך בשמחה ובטוב לבב מרב כל (Deut. 28,47) „Weil du nicht mit ganzer Herzensfreude Gott gedient –  “ lautete unser göttliches Ausweisungsdekret. Nicht weil wir Gott nicht gedient, sondern weil wir uns die Erfüllung des Gotteswillen nicht zur Freude, zur höchsten Herzensfreude gereichte, wies Gott uns in die Fremde.

    Die Akeda wäre uns nimmer zum leuchtenden Vorbild für alle Zeiten geworden, wenn Abraham nicht bereit gewesen wäre, mit ganzer Hingebung und Freudigkeit seinen einzigen Sohn auf Gottes Geheiß zu opfern. Mit welch hingebungsvoller Freudigkeit er aber bereit war, auch diese schwerste ihm von Gott auferlegte Prüfung zu bestehen, geht klar und deutlich aus den zwei Stellen hervor, die den Anfang und Schluß der Akeda zu charakterisieren. וישא אברהם את עיניו וירא את המקום מרחוק Aus der Ferne sah er schon den Ort. Was man nicht gerne sieht, sieht man oft in allernächster Nähe nicht, will es nicht sehen. Was man gerne sieht, sieht man, glaubt man schon aus weiter Ferne zu erblicken. מרחוק – וירא So sieht Abraham schon aus der Ferne den Ort, freudig schlägt ihm das Herz, da er sich am Ziele weiß! – Und auch am Schluß:  – וישא אברהם את עיניו וירא והנה איל Wer zu Tode verurteilt, auf der Richtstätte unmittelbar vor der Hinrichtung begnadigt wird, eilt vor Freude schleunigst hinweg, und sieht sich nicht erst noch einmal um, ob er an dieser Stätte nicht doch noch etwas zu suchen habe. Jeder andere an Abrahams Stelle wäre in dem Augenblick, als das göttliche אל תשלח ידך אל הנער an sein Ohr drang, freudig und glücklich so rasch wie möglich mit dem geliebten Kind hinweggeeilt. Abraham aber zögerte וישא את עיניו, sieht sich erst noch um, ob er denn gar nichts tun könne, um Gottes Willen zu dienen – והנה איל, da erblickt er den Widder, den er alsbald an der Stelle seines Sohnes opfert. – Ja, צדיקים מתרוממים בעיניהם Pflichtgetreue werden auch durch ihre Augen gehoben, habe ganz andere Augen als gewöhnliche Menschen, sie sehen auch da, wo andere noch nicht oder nicht mehr zu sehen pflegen!

    Und so sieht auch unser Abraham וישא אברהם את עיניו וירא והנה שלשה אנשים נצבים עליו wie die drei Männer schon in seiner nächsten Nähe stehen, sie bereits bei ihm, neben ihm stehen. Manch anderer sieht אורחים nicht, auch wenn sie unmittelbar vor ihm stehen, will sie nicht sehen, geschweige denn, daß er sie aus der Ferne sieht – Abraham sieht sie נצבים עליו neben sich, während der ihnen entgegenlaufen muß! Und er läuft, was er kann, läuft und läuft und kommt aus dem Laufen nicht heraus: וירץ לקראתם läuft ihnen entgegen, ואל הבקר רץ läuft zum Rinde, וימהר האהלה läuft zum Zelte, וימהר לעשות אתו –  es ist die שמחה של מצוה, die sein ganzes Weisen beseelt und seine Füße beflügelt, ohne Zögern und Zaudern den Willen seines Schöpfers zu erfüllen.

    Dieses Laufen, dieses wiederholte Laufen, dieses שלוש ריצות, wie sich die Weisen ausdrücken, offenbart Abrahams herrliche Größe. Bedenken wir: er ist ein 99 jähriger Greis, der וירא אליו kurz zuvor die Milo an sich vollzogen, und dem Gott soeben den Krankenbesuch abgestattet! Wahrlich, wenn מצות מילה uns aufruft, auch unsere sinnlichsten Triebe und Anlagen Gott zu unterordnen und im Kampf mit ihnen als Sieger vor Gott uns zu bewähren, so hat Abraham in dieser Stunde diesen Sieg über sich davongetragen! Dieser הכנסת אורחים-Akt war eine Erfüllung der Milo! Dieser jugendliche Greis, der körperlich schwach und hinfällig, in jugendlichem Feuer von dem einzigen Gedanken erfüllt ist, Gottes Willen zu verwirklichen steht als sieggekrönter Held vor uns da.  Denn wenn איזהו גבור הכובש את יצרו der in Wahrheit ein Held ist, der sein ganzes Wesen sieghaft in den Dienst des Gotteswillen zu stellen die Kraft besitzt, so stehen wir voll Bewunderung vor Abrahams Riesenstärke – Und es versteht sich von selbst, daß unser Weisen unter האדם הגדול בענקים „ dem Menschen, dem Größten unter den Riesen“ in erster Reihe unseren Stammvater Abraham begreifen.

    Von dieser Riesenstärke haben Gottes Engel keine Ahnung. Sie sind eben nicht ילוד אשה von einem Weibe geboren, besitzen nicht die Schwäche eines ילוד אשה, werden nicht hinfällig und krank, besitzen keinen יצר הרע, der es niederzukämpfen gilt, kennen ורגליהם רגל ישרה nur die eine gottgewiesene Richtung, auf der ihrer im Dienste Gottes stehende Kraft sie bewährt – kennen aber dafür auch nicht die Siege, die ein ילוד אשה zu erringen, nicht die Höhe, zu der ein ילוד אשה sich zu erheben vermag. Wie herrlich spricht sich dieser Gedanke in dem Ausspruch der Weisen aus, wenn sie meinen: נצבים עליו ehe Abraham dieses גמילות חסד übte, standen die Engel über ihm, glaubten sie über ihm zu stehen, doch nun והוא עומד עליהם steht er hoch über ihnen, und im Anblick solcher Menschengröße erfaßte   „Zittern Michael und es zitterte Gabriel!“ –

    …

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung erster Teil Deuteronomium  J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1936 S. 29 - 37

    04-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    03-11-2020
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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

                 (1881-1932)

     

    Nationaljudenthum - ein Wahnjudenthum (Auszug)

     

    Wer nicht zu uns gehört, ganz zu uns gehört, der ist gegen uns. Wer da behauptet, er achte die Orthodoxie in ihren aufrichtigen Bekennern, nur er selber wolle nicht orthodox sein, weil er den orthodoxen Standpunkt nicht theile, ihn für einen längst überwundenen halte, der hat, von unserem Standpunkt aus betrachtet, längst mit dem einzigen, wahren Judenthum im Innern gebrochen, er hat sich losgesagt von Hakodausch Boruch Hu und seiner Thauroh, und das Judenthum, das er sich, weil er nun einmal als assimilationsunfähiger Jude ein Judenthum nicht entbehren kann, aus erträumten Idealen einer in weite Nebelfernen hinausgerückten, auf Zion beruhenden Nationalkultur, nothdürftig zusammengezimmert, ist ein - Wahnjudenthum. Was macht uns zu Juden? Die Geburt? Die Erinnerung an vergangene Herrlichkeit des Judenthums? Das jüdische Herz? Das jüdische Gefühl? Nein und tausendmal nein! Gewiß, die Bestimmung Jude zu sein, verliert kein Jude. Er wird mit dieser Bestimmung geboren. Ob er nun aber aus dieser Bestimmung praktische Konsequenzen für's Leben zieht, oder nicht, ob er sein Leben in allen seinen Beziehungen unter das Diktat der Thauroh stellt oder nicht, ob er in seinem Genussesleben die von der Thauroh gezogenen Schranken bewahrt oder nicht, ob er Koscherfleisch genießt, ob er Thefillin legt, Schaboßauß und Jomim Tauwim hält, die Gesetze für's eheliche Leben beobachtet, seine Kinder jüdisch erzieht und sie herantreten läßt an die Quellen des jüdischen Schriftthums, auf daß sie Begeisterung daraus schöpfen und Liebe für ihren jüdischen Beruf und ihre nationale Aufgabe - oder nicht -: das und nur das allein entscheidet darüber, ob der mit der ewigen, unvergänglichen und unverlierbaren Bestimmung, Jude zu sein, geborene Jude in Wirklichkeit Jude ist oder nicht. Judenthum heißt: Thauroh. Jude sein: die Thora halten. Was sagt der Zionismus dazu? "Religion ist Privatsache".

    (S. 12-13, wird fortgesetzt.)

     

    03-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    02-11-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.„Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“ 4..Folge
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    „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“ 4..Folge

     

     

    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913


    I.Die Entstehung des Zionismus

     

    … Aber noch immer hat er seinen begeisterten Anhängern den Boden der Wirklichkeit entzogen sie fanatisiert, und dann – wenn ihre Fantasien sich als Trug- und Luggebilde erwiesen und im Nichts zerfallen waren, –  nur noch tiefer in das Elend hinabgestoßen. Noch nie ist eine pseudomessianische Bewegung zerronnen, ohne das sie dem Judentum schwere, schwere Wunden zugefügt, ohne daß sie Tausende zum Abfall verleitet hätte!

    In solchen Zeiten ersteht ein Pseudomessias, in jedem Zeitalter in einem anderen Gewande.  In ganz moderner Gestalt erhob er sich am Ende des neunzehnten Jahrhundertsmit verführender und fanatisierender Kraft. Der Pseudomessias nannte sich damals Zionismus!

    Als angebliche Rettung aus aller Gefahr trat eine Bewegung auf dem Plan,  welche für die so vielfach verzweigte Judennot  ein einheitliches Entstehungsprinzip gefunden zu haben sich rühmte und kündete, alles Elend komme daher, daß die Judenheit sich national auflöse. Sie behauptete, das Judentum sei stets eine Nation gewesen, sei es heute noch, und die Assimilation an die Kultur der anderen Nationen sei eine Verschwendung und Vernichtung der besten Kräfte, stelle einen schmählichen Verrat an dem  Wesen und der Zukunft des Judentums dar, habe zudem  nie etwas anders gezeitigt als Unglück und Verfall. Das ganze Unglück rühre daher, daß die Nation ein Mittelpunkt, ein territorialer und territorialer Mittelpunkt fehle, und diesen gelte es darum zu schaffen. Nur dann werde die Judenheit ein erträgliches Los haben, wenn das nationale Moment in den Vordergrund gestellt werde und sich Geltung verschaffe, wenn alle nationalen Kräfte zusammengeführt würden, und auf dem geheiligten Boden der Väter eine Zuflucht geschaffen sei, die einerseits dem gehetzten Judenvolke eine rechtlich gesicherte Heimstätte gewähre, wo er seine Individualität  gemäß leben und sich betätigen könne, von der andererseits eine geistige Belebung aller jüdischen Werte ausgehen werde. Einen „Judenstaat“ verlangte der edle Theodor Herzl in seinem Buche das den gleichen Titel trägt und seinem dichterischen Können ebenso Ehre macht wie seinem Idealismus. Dieser Mann, der ein warmes Herz hatte für das Leiden seiner Brüder, der ein ehrlicher und ehrenhafter Idealist von reiner Gesinnung war, ist es, der der neuen Bewegung einen idealen Impuls hat. Er hatte aber das tragische Schicksal gehabt, das sich an seinen Namen eine pseudomessianische Bewegung häßlichster Natur knüpft und das mit seinem Namen geschäftsmäßige Schreier, gewissenlose Demagogen und unwissende Phantasten ihre wenig ideale Motive und  Ziele decken. 

    Wie war  es nun gekommen, daß eine pseudomessianische Aktion gerade ein solches Gesicht annahm, daß sie sich auf einen Gedanken aufbaute, der  dem Judentum absolut fremd war und einer zweitausendjährige Entwicklung, die nur Religion und wieder gefordert und gefördert hatte. Hat dieser nationale Gedanke vielleicht doch irgend eine Grundlage in jüdischer Anschauungen, gibt es irgend ein Analogon oder einen Vorläufer in der jüdischen Geschichte?  Es ist das nie und nirgends der Fall gewesen! Gewiß kann man oft genug auf Bewegungen hinweisen, die der Rückkehr nach dem heiligen Lande ersehnten, aber noch niemals war man vom prophetischen Wege abgewichen, nie hatte man etwas anders erträumt als in erster Reihe die Wiedererrichtung des Tempels und den Sieg der Religion! Im Zionismus war etwas völlig Neues, etwas ganz Fremdes aufgetreten. Nicht an religiösen Gefühle appellierte er, nicht handelte es sich um die Errichtung des Tempels und die Herbeiführung des Gottesstaates, sondern um den Aufbau eines nationalen Staatswesens, wie andere es auch waren, ohne das von de m Siege der Religion auch nur die Rede war! Hier war nicht das ideale religiöse Moment in die Waagschale geworfen, denn um Glaubensfragen handelte es sich nicht, an sie dachte keiner. Es war die Judenfrage zu einem einfachem politischen und wirtschaftlichen Problem degradiert, ein völliges Novum, für jeden der die jüdische Geschichte nicht mit Schlagworte abtat,  sondern sie studierte.

    … …

     

    (wird fortgesetzt)

     

    Erscheint in Jeschurun Judentum gegen Zionismus in Folgen, war schon mal Teil unseres Studienprogramms  Jahrgang 5770/5771

     

    Mit  besonderen Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    02-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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