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ברוך הבא!    السلام عليكم!

 

Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Thora tegen nationaal-jodendom (sionisme)


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’études rabbiniques YECHOUROUN, Thora contre national-judaïsme (sionisme).

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Thora. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus).

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Thora against Nationaljudaism (Zionism).

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

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  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER „Ein jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ (12)
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  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER „Ein jüdisch-geschichtlicher Wegweiser (11)
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  • Samson Raphael HIRSCH: Aus dem kommentar zur Wochenabschnitt MASSEI
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar Haftoro Massei
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  • Psalm 23,4 und Sprüchlein zum Wochenabschnitt Massei
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  • Samson Raphael HIRSCH: Aus dem kommentar zur Wochenabschnitt PINCHOS
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt Pinchos
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Pinchos
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER Programmrede auf der Konferenz von Kattowitz
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    Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus)
    18-06-2021
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     

    חקת

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Chukass

     

    Kap. 19 V.21: והיתה להם לחקת עולם Es ist dies ein noch für uns heute folgenreich bestehendes Gesetz. Da wir alle טמאי מת sind und aus Mangel an אפר פרה keine טהרה zu erlangen vermögen, schwebt noch heute כרת über jedem, der die Tempelstätte auf Moria im טומאה-Zustand betrifft. Mit der Zertrümmerung des Tempels hat die Stätte ihre Heiligkeit nicht verloren, קדושה ראשונה קדשה לשעתה וקדשה לעתיד לבא ( הל' בית הבחירה ,רמב"ם6,14; siehe jedoch ראב"ד daselbst).

    18-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    17-06-2021
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת חקת

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Chukass

     

    Richter I, Kap. 11, Vers 1 und folgende

     

    Achtzehn Jahre schwerer Knechtung und Vergewaltigung waren über Jissroél hingezogen. Ganz so schwer,  wie der Verrat an Gott war, dessen  sich sie sich nach dem Heimgange des Gileaditen Jaïr schuldig gemacht hatten. Eine ganze Musterkarte von Göttern wird uns Richter 10,6 genannt, durch deren Dienst das damalige Jissroél seine „religiöse Bedürfnisse“ „befriedigte“, da ihm die Erfüllung des Gottesgesetzes zu lästig war. Da figurierte zunächst der Baal in seinen mannigfachen Gestalten und die Astarte, sodann die Götter von Aram, von Sidon, von Moab und von Ammon und von Philistäa. Es ist der verhängnissvolle Nachahmungstrieb und die mit völliger Verachtung des eigenen Volkstums stets gepaarte Vergötterung des Fremden weil es fremd ist, was als alter nationaler Fehler uns aus nebelgrauer Ferne entgegentritt. Da werden denn von den Völkern, an deren Götterkult sie soviel Freude gehabt, die Philistäer und vor allem die Ammoniter zu ihren Unterdrückern und Peiniger. In der Not wandten sie sich hülfesuchend an Gott, wurden jedoch zunächst an die von ihnen bis jetzt verehrten Götter verwiesen, bis sie dann in tiefer, aufrichtiger Reue (das. V 16 und 16) dem Fremden vollständig entsagten und zu Gott zurückkehrten. Damit war auch ihr Vertrauen und mit dem Vertrauen auch der Mut zurückgekehrt, und da die Ammoniter in Gilead lagerten, versammelte sich nunmehr Jissroél und lagerte in Mizpa. Damals ward vom Volke und von den Grossen in Gilead beschlossen, den Mann, der sie gegen die Ammoniter führen und den ersten Sieg erringen werde, zum Oberhaupt zu erheben. In diesem Augenblick versetzt uns die Haftora, nachdem sie zuvor die Antecendentien, die Lebensgeschichte dieses Mannes geschildert hat.

     

    V.30 u.31 וידר יפתה נדר Wir kommen hier zu den unseligen, frevelhaften Gelübde Jephtahs, dessen weiterer Verfolg außerhalb der Haftora liegt, dessen kurze Besprechung wir jedoch wegen der daran geknüpften widersinnigen und gehässigen Ausstreuungen nicht für unwichtig halten.

    Das Gottesgesetz kennt kein größeres Verbrechen als Menschenmord. Schon den Noachiden ist’s ausgesprochen: Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll durch Menschenhand vergossen werden (1 B.M. 9,6). Wenn Gottes Wort in Jissroél den ganzen Greuel des Götzentums in seiner abschreckendsten Gestalt vor die Seele führen, wenn es zeigen will, wie er vielmehr den Menschen zur Bestie vertiere, so sagt es 5 B.M. 12, 30 u. 31: Hüte dich, daß du nicht ihren Göttern nachstrebt, zu sagen: Wie dienen diese Völker ihren Göttern, ich will ein gleiches tun! Tue nicht also Gott, deinem Gotte, denn alles was Gott verabscheut, was Er hasset, tun sie zu Ehren ihrer Götter, denn selbst ihre Söhne und Töchter verbrennen sie im Feuer ihren Göttern“ – Daß die Tötung des Menschen, also die Begehung des größten Verbrechens, angeblich zu Ehren Gottes, als angeblich gottedienstliche Handlung, das Verbrechen des Mordes zur entsetzlichsten Gotteshöhnung steigern würde, ist an sich klar. Daß die Gesetze Gottes ferner von keinem Menschen aufgehoben werden können, auch von keinem Wunder vollbringenden Propheten, ist ausdrückliche Vorschrift desselben Gesetzes. Daß sich demgemäß niemand  etwa durch ein Gelübde ein Verbrechen, wäre es auch die Übertretung des kleinsten Verbotes, zu einer erlaubten, geschweige denn gottgewollten oder gar gottesdienstlichen Handlung und Pflicht gestalten könne, ergibt sich unmittelbar daraus. Ferner ist es ebenso selbstverständlicher wie ausdrücklich ausgesprochener Grundsatz, daß niemand einen Gegenstand dem Heiligtume weihen könne, der ihm nicht gehört. Nun gibt es aber nichts, was also als höchstes Heiligtum dem Eigentums- und Verfügungsbereiche des Menschen entzogen ist, wie das Leben eines andern. Steht ihm doch über sein eignes Leben kein Recht zu; wohl aber ist’s ihm heilige Pflicht, auch das eigene Leben nicht zu verkürzen. Daher wird auch von den Weisen bei der Besprechung dieses Falles nach der eine Ansicht das ganze Gelübde für nichtig weil gegenstandlos erklärt, nach der anderen wäre in diesem Falle nur die Weihung eines bestimmten Geldbetrages unter dasselbe zu begreifen gewesen. Die buchstäbliche Ausführung aber, falls sie wirklich geschehen, war unter allen Umständen als entsetzlicher Mord verdammt. Siehe Taanith 4, a. Vergleich auch מ"ר חיי שרה und בחקותי Ende. Es gibt nun, a.a.O. Ansichten daß Jephta aus Unkenntnis des Gottesgesetzes das Schreckliche verübt habe, und deshalb von schwerer Heimsuchung getroffen worden sei. Ebenso sei auch der damals noch lebende Pineas, als höchste Autorität, der göttlichen Strafe verfallen, weil er es unterlassen, rechtzeitig aufklärend einzuschreiten und so den Mord zu verhindern. Wir hätten dann in diesem in „frommer Gesinnung“ verübten Morde nur eine Frucht der entsetzlichen Verwilderung und Entartung, die in der Eingangs zitierten Stelle des vorigen Kapitels geschildert wurde. Eine Vernichtung auch des Teuersten zu Ehren der Götter ist ja nach der heidnischen Vorstellung etwas durchaus Religiöses, und eine Vollbringung, wenn einmal den Göttern gelobt, verstand sich ja ganz von selbst. Das bedauernswerte Geschlecht war ja in Unkenntnis des göttlichen Gesetzes herangewachsen, „Gott aber verließen sie, und Ihm haben sie nicht gedient“ – schließt die oben angeführte Stelle. Rührend ist die Ergebung der unglücklichen Tochter und ergreifend  sind die Worte, mit denen sie von den unseliger Verblendung befangenen Vater zu trösten sucht. Wir hätten hier  ein krasses Stück Heidentum, wie es sich in seiner abschreckenden Gestalt darstellt, das von der damaligen vermeintlichen Aufklärung und dem damaligen Streben, sich mit den anderen Völkern zu vermischen, in das Judentum oder vielmehr in die Vorstellungen unwissender jüdischer Kreise hineingetragen worden war. Jene Unterstellungen, als seien in früheren Zeiten Menschenopfer auch vom Judentum gebilligt gewesen, zerfließen also im Lichte der geschichtlichen Tatsachen und der authentischen Quellentexte in nichts. Beiläufig erinnern wir hier noch an das Entsetzen, welches die Kön. II. 3,27 berichtete Tat des Moabiterkönigs Mescha bei den Juden hervorrief, der seinen Sohn opferte, und auf den der Gottesausspruch Jeremias 19,5: אשר לא צויתי „was Ich nicht geboten“, Taanith a.a.O., bezogen wird.

    Übrigens wird diese Ansicht, die wir mit gutem Grunde zuerst besprochen haben, durchaus und mit vollem Rechte nicht von allen Commentatoren geteilt. Nach einer Erklärung wäre das ו des והעליתיהו עולה, wie nicht selten, ein distributives, soviel wie או, oder; vergl. .מכה אביו ואמו Das Gelübde wäre also von vornherein bedingungsweise ausgesprochen gewesen. Das aus dem Hause Heraustretende soll Gottes sein, d.h. soll seinem Werte nach, wofern es sich nicht zum Opfer eignet, den Heiligtumszwecken dienen, in anderen Falle aber: werde ich es als Emporopfer darbringen.

    Eine unbefangene Betrachtung des Textes spricht ohnehin dafür daß das Wort nicht buchstäblich ausgeführt worden. Vielmehr läßt V.39, der berichtet, daß nach zwei Monate ihr Vater sein Gelübde an ihr vollzogen, welches er gelobt, und daß kein Mann ihr genaht sei und daß es zur Regel in Jissroél wurde, daß von Jahr zu Jahr vier Tage im Jahre die Töchter Jissroéls hinzogen, um mit Jephtas Tochter zu klagen – namentlich durch die Worte איש לא ידעה es als die natürliche Erklärung erscheinen, daß ein eheloses Leben in der Einsamkeit unter der Erfüllung dieser „Weihe an Gott“, diesem Opfer verstanden sei. Die Grundvorstellung  des Gelübdes bleibt dabei immer noch eine heidnische, ebenso der Gedanke, ass ein solches Leben der Ausdruck einer ausschließlichen Gotthörigkeit sei. Jüdisch dagegen ist der Aufschrei des verzweifelnden Vaters und die Klage der jüdischen Mädchen, die mit der Vereinsamten alljährlich deren verlorenes Leben beweinten. Es ist der jüdische Protest gegen die Vorstellung, die in der Weltflucht einen heiligen Gottesdienst erblickt und nicht vielmehr in der Bewahrung der Reinheit des in der Betätigung und Verwendung aller gottverliehenen Kräfte, der leiblichen wie der geistigen, in einem pflichtgetreuen, frischen und heiteren tatkräftigen Leben die eigentliche Gott dienende Lebensvollendung erblickt. Eine Anschauung, die nur in der Lehre von der Erhebung über die sittliche Unfreiheit, wie sie in der Reinheitslehre des ersten Kapitels der Sidra von der פרה אדמה gelehrt und gepflegt wird, ihre Wurzel und ihren daurnden Grund hat.

    Die Haftora bricht freilich vor dem Schlusse des Kapitels ab, um nicht mit etwas Trüben zu enden. Der Gedanke an diesen Ausgang wird darum nicht minder lebhaft durch die Erwähnung des Gelübdes in die Seele gerufen. Sollten wirklich bloß die diplomatischen Verhandlungen mit den Ammonitern mit ihrer Bezugsnahme auf die Vorgänge die in der Sidra erzählt werden, das Bindeglied zwischen ihr und der Haftora bilden, so würde diese bereits mit V. 29 schließen, dem Beginn des Kampfes, des verhängnisvollen Gelübdes jedoch gar nicht erwähnen.  

     

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 268 -276  Kommentar zu Richter Kap 11 V.1…) 

    17-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    16-06-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

     

    חקת

     

    Belehrung und Mahnung zur Wochenabschnitt

    Chukass

     (Auszug)

     

    ...

    Wie aber Gott den harten Fels zur Aufnahme von Wasser und zum strömenden Quell zu gestalten weiß, so ist auch Gott gewillt, uns für die Aufnahme seiner Thora und deren volle Verwirklichung zu gewinnen und uns zu Trägern der Thora zu erziehen. In Refidim, unmittelbar nach der Auszug aus Mizrajim, ward der Fels zur Aufnahme des Wassers und zum strömenden Quell gestaltet, da musste er mit dem Gottesstab geschlagen werden; in Kadesch, kurz vor dem Eintritt in das heilige Land, versagte der Fels seinen Wasserreichtum, da sollte mit dem Gottesstab in der Hand zu ihm gesprochen werden, daß ihm aufs neue der Wasserquell entströme. – Gibt  es herrlichere Bilder, um uns die erzieherischen Maßnahmen zu vergegenwärtigen, mit denen Gott uns zu Trägern seiner Thora zu gewinnen weiß? 

    אמר הקב"ה כבדתי את ישראל בעולם שנקראו אבן שנ' משם רעה אבן ישראל Gott spricht: Geehrt habe ich Jissroél vor aller Welt, da ich es „Stein“ nannte, heißt es doch: „Gott weidet den Stein Jissroéls“. Wir haben in anderen Zusammenhang[1] dieses Weisheitswort ausführlich behandelt und erinnern hier nur in aller Kürze an folgenden Momente: Wiederholt wird dem jüdischen Volk in seinen heiligen Urkunden seine Hartnäckigkeit vorgehalten, כי עם קשה ערף הוא. In diesem Charakter liegt unsere Untugend, aber auch unsere höchste Tugend: schwer hält es, uns für unseren Gottesberuf zu gewinnen, aber einmal gewonnen, haben wir noch stets gezeigt, daß wir mit derselben „Hartnäckigkeit“ und Unbeugsamkeit an der einmal erkannten Wahrheit festhalten. Hart wie der Stein waren und sind wir, aber diese Härte gereicht uns zur „Ehre“.

    Diesen אבן ישראל diesen „Stein Jissroéls“ für seine gottgewollte Bestimmung empfänglich zu machen war der Zweck der wunderbaren Ereignisse, die seinen Geschichtsweg vom Auszug aus Mizrajim bis zum Eintritt in das heilige Land begleiten; ihnen sollte es gelingen, dieses עם קשה ערף zu stolzen Trägern des Gotteswillens zu erziehen, den „verschlossenen Stein“ zur Aufnahme göttlicher Thorawahrheit zu gestalten, die als lebendiger Quell ihm fortan entströmen sollte. – Diesem Gedanken verleiht auch das Hallel (K.114): es sieht בצאת ישראל ממצרים Jissroél aus Mizrajim ziehen, bestimmt, fortan Gottes Herrschaft sich zu weihen – jedoch היתה יהידה לקדשו (weiblich!) noch war es erst ein schwacher Anfang, und gar viele fehlte noch zu seiner Vollendung – erst mussten übermächtige Wunder ihr Werk verrichten, von Gott, dem „Gotte Jakobs“, gesandt, da es galt ההפכי הצור אגם מים חלמיש למעינו מים „den harten Fels zur Aufnahme von Wasser, Kieselstein zum strömenden Quell zu wandeln“.

    Das war das Werk des „Gottesstabes“. Derselbe Gottesstab, der Pharaos steinernes Herz schlug, sollte auch den „Stein Jissroél“ erziehen. וידעת עם לבבך כי כאשר ייסר איש את בנו ה' אלקיך מיסרך „Wie ein Mann seinen Sohn erzieht; so erzieht Gott, Dein Gott, dich (Deut. 8,5). Die schmerzliche Einwirkung in der Erziehung hat nicht nur ihre Berechtigung, sie ist vielmehr notwendig, solange das mahnende Wort nicht ausreicht. חושך שבטו שונא בנו „Wer die Züchtigung unterläßt, haßt sein Kind“ (Mischle 13,24), worunter jede schmerzliche Einwirkung verstanden wird, die im Versagen eines Wunsches und dergl. mehr sich zeigt und die im äußersten Fall auch zur körperlichen Züchtigung greift. Diese schmerzliche Einwirkung ist jedoch in der Erziehung nur solange geboten, als Herz und Gemüt sich dem Guten und den Forderung der Pflicht versagen. Ist aber einmal das Herz empfänglich und der Sinn aufnahmefähig, dann tritt das mahnende und belehrende Wort in sein Recht. בשפתי נבון תמצא חכמה ושבט לגו חסד לב „Die Lippen der Einsicht erwirken Weisheit, die Züchtigung für den Rücken des Vernunftlosen“ (das.10,13); und treten auch Augenblicke ein, in denen das Herz sich zu versagen scheint, dann genügt schon der Hinweis auf die drohende schmerzliche Einwirkung, um die Hemmung zu beseitigen: עולת קשורה בלב נער שבט מוסר ירחיקנו ממנו „Und wenn sich die Torheit an das Herz des Knaben bindet, dann genügt die belehrende Zucht, um sie von ihm zu entfernen“ (das. 22,15).

    So sollte auch der Gottesstab nur solange auf den „Stein Jissroél“ unmittelbar einwirken, als er in verschlossener Festigkeit sich der Aufnahme des „Wassers“ versagte; war dies aber nicht mehr der Fall, hatte er sich der Aufnahme des Wassers geöffnet, mochte auch der strömende Quell für den Augenblick versiegen, so genügte fortan das mahnende Wort des Führers mit dem Stab in der Hand, genügte שבט מוסר der warnende Hinweis auf den Stab, ונתן מימיו daß der Fels das Wasser, das er besaß, wieder in strömender Fülle hergab. In Refidim, unmittelbar nach dem Auszug aus Mizrajim, wo es galt, den Sein zur Aufnahme des Wassers gefügig zu machen, wo – um mit den Weisen zu sprechen – שהיה סלע קטן „der Fels noch klein war“, da musste er mit den Gottesstab ומטך אשר הכית בו את היאר (Ex.17), mit dem auch Pharao gezüchtigt wurde, geschlagen werden; in Kadesch jedoch, wo der Stein sich längst der Wasseraufnahme geöffnet hatte, die Wüstenwanderung mit ihren erzieherischen Einwirkungen zurücklag und es nun galt; in einem Augenblick, da „die Torheit sich an ihr Herz band“, in einem Augenblick der Verirrung und der Schwäche den stockenden Quell wieder der Verirrung und der Schwäche wieder zum Fließen zu bringen, da sollte nach dem Gotteswillen das mahnende Wort Mosches mit dem Stab in der Hand genügen, um den Gels zu veranlassen, daß er aufs neue sein Wasser gebe: קח את המטה ודברת אל סלע ונתן מימיו.

    Mosche und Ahron aber – wer kann es ihnen nicht nachfühlen! – sehen sich am Ende dieser prüfungsvollen, erfahrungsreichen Wüstenwanderung durch diese traurige Szene am Felsen wieder an den Anfang ihrer erzieherischen Arbeit zurückversetzt: war nicht alles vergebens, ist nicht alles wie zu Beginn der Wüstenwanderung – der erbärmliche Mangel an אמונה – ist es nicht wieder der verschlossene, harte Fels von damals, der nur durch unmittelbare Einwirkung des Gottesstabes zur Aufnahme von Wasser bestimmt werden kann – ? כי המרו את רוחו ויבטא בשפתיו und so sprechen die Führer Worte schmerzlicher Erregung שמעו נא המורים – und in ihrer begreiflichen Erregung handeln sie so, wie sie damals handeln mußten, da sie am Anfang ihrer Erziehungsarbeit standen – ויך את הסלע במטהו פעמים – „und er schlug den Fels mit seinem Stabe zweimal – „.

    Wo aber Gott nicht „verzweifelt“, müssen und dürfen auch Menschen nicht verzweifeln: Gott aber sah, wie trotz aller Verirrung und Schwäche der Fels, der „Stein Jissroéls“, das Wasser bereits in sich barg und es nur den mahnende Worte des Führers „mit der Stab in der Hand“ bedurfte, um den Fels wieder in einen sprudelnden Quell zu wandeln ונתן מימיו. –  

    Oh, daß wir heute alle soweit wären, daß Gottes Thora von uns allen aufgenommen wäre – und wenn in Stunden der Schwäche und der Prüfung der Lebensquell der Thora in uns zu versiegen droht, es nur des mahnenden Wortes des Führers mit „dem Stab in der Hand“ bedürfte, um in uns den Quell lebendigen Wassers aus neue zum Strömen zu bringen!

    Aber selbst wenn jüdischen Herzen der Aufnahme der Thora verschlossen sind, ist Gott unentwegt am Werke, „den harten Fels zur Aufnahme von Wasser, Kieselgestein zum strömenden Quell zu wandenn“ ההפכי הצור אגם מים חלמיש למעינו מים.

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung vierter Teil Numeri  J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1935 S. 50 - 53



    [1] (Siehe Belehrung und Mahnung Bd. II, 15 ff).

    16-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    15-06-2021
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    „Misrachistische Begriffsverwirrung“



    Leitartikel  5. Jahrgang, Heft 3 u.4 zu lesen in Beilage.
    Zur Einführung genügt zu sagen daß es um eine Replik geht auf einen Artikel erschienen im  verwirrungsstiftender  Berliner „Jeschurun“ von Dr. J. Wohlgemuth.

    Bijlagen:
    Misrachistische Begriffsverwirrung Jg. 5 Hft 3 Seite 62.JPG (69.5 KB)   
    Misrachistische Begriffsverwirrung Jg. 5 Hft 3 Seite 63.JPG (75.8 KB)   
    Misrachistische Begriffsverwirrung Jg. 5 Hft 3 Seite 64.JPG (50.7 KB)   

    15-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    14-06-2021
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    Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER

                 (1894-1983)

     

    ובקשו

     

    „Ein  jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ von  Leo BRESLAUER. Frankfurt am Main  5695/1935








    17.      Bowel

    18.      Die erste Kompensierung

    19.      Aktuelle Trieblichkeit


    Es freut uns – in Beilagen –  drei weitere Skizzen (S. 29 bis 35) aus dieses rabbinische Meisterwerk zu liefern:

    Bijlagen:
    BRESLAUER Leo Uwakschu 29b.jpg (82 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 30.jpg (120.6 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 31.jpg (123.4 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 32.jpg (118.4 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 33.jpg (120.5 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 34.jpg (128.5 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 35.jpg (44.7 KB)   

    14-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    13-06-2021
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    חקת

     

    ויקציפו על מי מריבה, וירע למשה בעבורם:

     

     

    „Sie erzürnten beim Haderwasser, und Mausche erging es übel um ihretwillen.“

    (Psalm 106, 32 Übersetzung Rabb. Samson Raphael HIRSCH)

     



    1.

    Der Herr verschont nicht Seinen Frommen

    Und waltet strenge im Gericht,

    Der Strafe soll er nicht entkommen,

    Verletzt er einmal seine Pflicht.

    2.

    Auch Moses selbst, er mußte tragen

    Die Strafe ernst von Gottes Hand,

    Denn weil er auf den Fels geschlagen,

    Betrat er nie das heil’ge Land.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 320  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931 S.135

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    13-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    11-06-2021
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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

              (1881-1932)

     

    Auszug aus seinem Aufsatz „Das orthodoxe Judentum in Mitteleuropa“

     

    …Es bedarf nur ein flüchtiges Einblicks in unsere eigene Geschichte, um zu erkennen, wie innig seit je der Konnex zwischen uns und der orthodoxen Judenheit der österreichisch-ungarischen Monarchie gewesen ist. Wir wollen nur ein paar Tatsachen zusammenstellen.

     

    Der Stolz der ungarischen Orthodoxie, der Chassam Sofer זצ"ל war uns zu einer Zeit bekannt, als wir von den russischen Größen kaum mehr als den Namen wussten. Ungarn lag uns näher als Russland. Der Chassam Sofer selbst fühlte sich sein ganzes Leben hindurch mit Frankfurt und Führt auf das innigste verknüpft. Lebte er heute, dann würde die gesamte deutsche Orthodoxie eine Agudas Jisroel ohne Ungarn als eine unmögliche Rumpf-Aguda empfinden. Selbst S.R. Hirsch, der vielleicht unter allen seinen Zeitgenossen, das feinste kritische Empfinden für die Unzulänglichkeiten einer Zeit besaß, die mit wohlfeiler Connivenz lauter „גאונים“, lauter „Eminenzen“, lauter “große Leuchten“, lauter „Wunder der Zeit“, lauter „מופלגים ומופלאים“, lauter „anzustaunende“ Wissensgrößen schafft“ (Ges. Schr. IV,353), beugte sich voll Bewunderung und Ehrfurcht vor der ragenden Größe des Chassam Sofer, „des Größten unter allen im zeitgenössischen Andenken lebenden Größen, des Mannes mit dem hellen Auge, mit dem milden Sinn, mit dem scharfen Geist, mit dem umfassendsten Wissen, mit dem geradesten Urteil, des Mannes, vor dessen Namen…alle lebenden Rabbinen tief und willig ihr Haupt neigen…den wahrlich nicht als Floskel die jüdische Welt: רבן של כל בני הגולה, den „Lehrer der ganzen Judenheit“ nennt!“ (das. S.401). Als zu Beginn des vorigen Jahrhunderts die Errichtung des Reformtempels  in Hamburg  jene berühmte Gutachtensammlung veranlasste, das ס' דברי הברית, worin die größten rabbinischen Autoritäten der damaligen Zeit jede liturgische Reform als einen Bruch mit den Grundlagen der Religion erklärten, da war es der Chassam Sofer, der sich in einen Gutachten mit besonderer Ausführlichkeit und mit einer Energie aussprach, die sich nur aus der nahen Beziehung erklärt, die schon damals zwischen der deutschen und ungarischen Orthodoxie bestand. Wir hatten eben hüben und drüben ungefähr gleichzeitig die gleichen Erlebnisse. Die Arader Reform des Aron Chorin, den der Chassam Sofer אחר nannte – eine ironische Bezeichnung, welche die Anfangsbuchstaben des Namens und die Ähnlichkeit mit Elischa ben Abuja nahelegten – war so gut wie die Hamburger ein deutsches Gewächs.

    Diese nahen Beziehungen innerhalb der mitteleuropäischen Orthodoxie sind auch in der Folgezeit niemals unterbrochen worden. Es war sicherlich kein Zufall, daß S.R. Hirsch von Emden nach Nikolsburg kam. Noch heute dürfte eine ähnliche Berufung in eine jüdische Gemeinde Russlands auf große Schwierigkeiten stoßen. In Mähren dagegen fühlte man sich schon damals der deutschen Orthodoxie nahe genug, um auf den schwierigen und verantwortungsvollen Posten des Landesrabbiners eine Persönlichkeit zu berufen, von der man sich gerade auf Grund ihrer bisherigen Wirksamkeit in deutschen Gemeinden die Erfüllung weitgehendster Zukunftshoffnungen versprach. Wenn es nun aber auch S.R. Hirsch, nur zum Teil gelang,  die großen Erwartungen, die man in Mähren auf ihn setzte, zu verwirklichen, wenn auch heute gesagt werden muss, daß die Lebensbasis der mitteleuropäischen Orthodoxie in Nikolsburg so wenig zu finden ist, wie in Oldenburg und Emden, so dürfen uns doch die faktischen Widerstände, weil sie nicht allen Blütenbäume reifen ließen, nicht ganz dazu verleiten, die symptomatische Bedeutung jener Berufung an und für sich zu unterschätzen. Es steht eben doch fest, daß die spezielle Vorzüge, die einen Mann  S.R. Hirsch zierten, auch in Mähren Beachtung und Verständnis fanden, auch wenn es dort manche Kreise gab, die in wehmütiger Rückerinnerung an Gestalten wie R. Mordechai Baneth u.a., die Hirschs Vorgänger auf dem Nikolsburger Rabbinat waren, den Wandel der Zeit nicht  tief und laut genug beklagen konnten.

    Diese Kreise fanden sich in Hirsch nicht zurecht. Sie stießen sich an Äußerlichkeiten und wussten mit der originellen Art, wie der neue „Landrow“ die Thora lernte und lehrte nichts rechtes anzufangen. Sehr bezeichnend hierfür ist eine Reminiszenz meines Vaters über den Eindruck, den S.R. Hirsch auf meinem Urgroßvater ז"ל machte, als dieser gelegentlich eines Besuches auf dem קבר seines Lehrers R. Mordechai Baneth ז"ל einer Predigt Hirschs an einem שבת חיי שרה zuhörte. Nach langen Jahre noch pflegte mein Urgroßvater, der zu den hervorragendsten רבנים Ungarns zählte, kopfschüttelnd von dieser דרשה des Nikolsburger Landrow zu erzählen, in der von nichts anderem die Rede war als von „Sara“ und nochmals „Sara“ … Wir haben es heute leicht, über solche Eindrücke zu lächeln, wir sollten sie aber niemals außer Berechnung setzen, wenn wir bei der Schaffung des Riesenwerkes einer Weltorganisation  der orthodoxen Judenheit auf das einzig sichere Fundament der inneren Gemeinschaft nicht verzichten zu wollen.

     

    Mit der Hilfe des Allmächtigen hoffen wir eines Tages der ganzer Aufsatz hier zu publizieren.

     

    Quelle: דרש טוב לעמו Jüdische Monatshefte Jahrgang 3 Heft 6 Siwan 5676 – Juni 1916  S. 166-169

    11-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    10-06-2021
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת קרח

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Kaurach

     

     

    Samuel I, Kap. 11, Vers 14 und folgende

    Es ist ein ergreifendes Stück jüdischer Geschichte, das die  Haftora unseren Blicken entrollt. Es ist die Geburtsstunde des jüdischen Königtums, das denn doch ein ganz anderes war, als das in der Thora vorgesehene. Diese kennt nach außen nur Gott als allmächtigen Schirmherrn des Volkes, das des Gottesschutzes sich durch treue Erfüllung des Gesetzes und als seine Aufgabe nur die unablässige Fürsorge für die Erkenntnis und Erfüllung dieses Gesetzes. Nicht dies war die Meinung des nach einem König verlangenden Volkes gewesen. Sie hatten vielmehr (Sam. I 8,20) einen König gefordert „nach Weise der Völker“, um ihr Recht zu vertreten, der sie in den Krieg und zum Siege führe. Nachdem nun Saul auf Gottes Geheiß zum Könige eingesetzt worden war und durch seine energische Sammlung der Stämme Jissroéls und die geschickte Kriegsführung gegen den übermächtigen Ammoniterfürsten das eben noch verzagte Volk zum Siege geführt und sich die freudige Anerkennung des ganzen Volkes erworben hatte, lud Samuel das in freudiger Erregung geeinte Volk nach Gilgal, um dort „das Königtum zu erneuen“, in Wahrheit um dem gesamten Volke den einen Weg und die eine Richtung zu zeigen, durch deren Innehaltung allein das Königtum zum Segen gereichen und Volk und König einer glücklichen Zukunft entgegen gehen würden, wie dies Kap. 12, 13-15 ausgesprochen ist. In Wahrheit ist die hier, im Gegensatz „zur Weise der Völker“, erneute Königsherrschaft die Herrschaft Gottes. Nicht umsonst heißt es hier sofort (Kap. 11,14): sie setzten Saul zum König ein לפני ה', „vor Gott“, und opferten dort Friedensmahlopfer „vor Gott“. Die Worte: „Gott ist in Wahrheit euer König!“ (Kap. 12, 12) und die Mahnung, daß Volk und König sich stets in der Nachfolge Gottes, dieses seines wahren Königs, wie in aller Vergangenheit so in aller Zukunft zu halten habe, sie bilden die „Erneuerung“ der Gottesherrschaft, zu der Samuel Volk wie König nach Gilgal geladen hatte.

    Unter diesem Gesichtspunkte erscheint aber auch der Umstand in ganz neuem Lichte, daß gerade nach Gilgal Samuel das Volk zur Retablierung der Gottesherrschaft berief; War doch Gilgal (s. Josua 4, 19 ff.) die erste Lagerrast, die Jissroél auf den Boden „seines“ Landes gewonnen. War es doch die Örtlichkeit, der gegenüber auf Gottes Geheiß die hochgehenden Fluten des Jordan sich vor der Lade des Gottesgesetzes geteilt hatten! Erinnerten doch an diesen strategischen Flußübergang ohne Gleichen die dort als Denkmal errichteten zwölf Steine aus dem Flußbette, auf denen die Priester während des Übergangs gestanden hatten! War doch endlich Gilgal die Stätte, wo der jüdische Feldherr zuerst das „Schwert“ gebraucht hatte auf jüdischem Boden, ach es waren – „steinerne Schwerter“, um die ganze waffenfähige Mannschaft des Volkes, das an der Schwelle des feindlichen Landes sich befand, dem göttlichen Befehle gemäß zu beschneiden, sie also im Angesicht der Feinde zeitweilig kampfunfähig zu machen und so das ganze Volk dem Schicksal der einstigen Bewohner Sichems (1 B.M. 34,25) auszusetzen! An diese Bekundung der Gottesallmacht, als des eigentlichen Verleihers des Landes, aber auch an diese Bekundung der heldenmütigen unbegrenzten Hingebung an die Gottesführung von Seiten des ersten Führers und von Seiten des Volkes erinnerte somit die Stätte, zu der Samuel das Volk berief, um es zur Besinnung und zur Selbsterkenntnis zu bringen, da der erste König eingesetzt wurde.  – Vergl. unsere Ausführungen zur Haftora des ersten Tages Péßachs.

    Die hoheitsvolle Persönlichkeit Samuels, der vorzeitig an dem frühen Abend seines Lebens von der führenden Stellung zurücktritt und das ganze Volk zu Zeugen aufruft über den Gebrauch, den er von seiner Gewalt gemacht habe, ist eine der hehrsten Gestalten in unserer und der Menschheit Geschichte, deren Erhabenheit allem Anwurf entrückt bleibt, mit dem eine sich wissenschaftlich nennende, jedoch von der willkürlichsten Entstellungen und phantasievollsten Erdichtungen nicht zurückschreckende Geschichtsschreibung gerade Samuels Bild zu entstellen und ihn durch Andichtung aller möglichen, au dem Boden des Judentums widersinnigen, hierarchischen Gelüste und Intrigen herabzuwürdigen sucht.

    Bedenken wir ferner, daß der selbige Samuel, der in diesem geschichtlich bedeutungsvollen Augenblick mit solchem Nachdruck, mit solcher Eindringlichkeit jeden Gedanken an die Herrschaft eines Menschen in Jissroél „nach der Weise der Völker“ bekämpft und die ausschließliche Gotteswaltung in  die Führung Jissroéls und in der Gestaltung seines Geschickes dem Volke ins Bewußtsein ruft, der sich so in Wahrheit als das verkörperte nationalen Gewissen bewährt, als der Fortträger des hohen Geistes des unsterblichen ersten Führers der Nation, daß dieser Samuel nach Chron. I 6,21 f. der Abkömmling – Kaurachs war, desselben Kaurach, der, von niedrigem Neide erfüllt,  die Göttlichkeit der Sendung Mosis leugnete und das Volk zum Abfall zu verführen suchte, um sich zu seinem Herrscher zu machen: so begreifen wir, warum gerade dieser Abschnitt zur Haftora dieser Sidra gewählt ist, und beugen uns in Ehrfurcht vor der Allmacht und Weisheit der göttlichen Erziehung, die für den Dienst ihrer Waltungsziele aus solchem Stamme solchen Sprößling zu gewinnen wußte.

     

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 416 -423  Kommentar zu Samuel Kap 11 V.14…) 

    10-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    09-06-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    קרח

     

    Belehrung und Mahnung zur Wochenabschnitt

    Kaurach

     (Auszüge)

     

    מזמור לאסף אלקים באו גוים בנחלתך טמאו את היכל קדשך שמו את ירושלים לעיים „Psalm Aßafs. Gott, Völker sind in dein Erbe gekommen, haben dein Heiligtum verunreinigt, haben Jeruschalaim zu Trümmern gemacht“ (Psalm 79).

    קינה מיבעי ליה מה ת"ל מזמור fragen die Weisen, hätte es nicht heißen müssen: Klage Aßafs – ist doch von dem Untergang des Heiligtums und der Zerstörung Jeruschalaims die Rede – und warum doch: Lied Aßafs? Und sie antworten mit einem Gleichnis: Die Tochter eines armen Mannes ging zum Brunnen, um Wasser zu schöpfen, da riß  der irdene Eimer ab und fiel in den Brunnen; das arme Mädchen schrie auf und weinte. Da kam eine Königstochter, um mit goldenem Eimer Wasser zu schöpfen; da riß auch ihr der Eimer ab und fiel in die Tiefe. Da freute sich das arme Mädchen, denn es sagte sich: wer den goldenen Eimer aus der Tiefe holen wird, wird auch meinen irdenen Eimer mit heraufholen. So auch Aßaf: als er sah, daß die Tore Jeruscholoims von der Erde verschlungen wurden, sagte er sich: Wer einst Jeruscholoim wieder erbauen wird, wird auch meinen Großvater Kaurach aus der Erdentiefe wieder erheben, daher: מזמור לאסף Gesang Aßafs. –

    Ein trauriges Kapitel aus der Wüstengeschichte unseres Volkes hat das Gottesbuch uns in unseren heutigen Sidra aufbewahrt. Kaurach und seine Genossen wagen verbrecherische Empörung wider Mausche und Ahron: diese sind ihnen herrschsüchtige Gewalthaber, die die Herrschaft über das Volk gerissen, sich Priesterwürde angemaßt, wo doch, wenn überhaupt Priester nötig, „die ganze Gemeinde, alle in ihren einzelnen Gliedern heilig“ und daher des Priestertums würdig seien. – Was aber als das Erbärmlichtse an dem ganzen Vorgang erscheint, ist die Tatsache, daß es Kaurach und Genossen gelingt, für diese Empörung, die nichts Geringeres als Empörung gegen Gott, Leugnung der Göttlichkeit der Thora und der durch sie verbrieften Göttlichkeit der Sendung Mausches und Ahrons bedeutete, nicht etwa die „Hefe“ des Volkes, sondern 250 Männer aus Jissroél נשיאי עדה קריאי מועד אנשי שם „Fürsten der Gemeinde, zur Versammlung Berufene, Männer von Namen, zu gewinnen und mit sich fortzureißen! Wie war das möglich? Ist aber das nicht eine Frage, deren Beantwortung leider auch heute noch von höchster lehrreicher Bedeutung ist? –  …

    …Das gilt für das jüdische Einzelleben, das gilt aber auch für das jüdische Gemeinde und Gesamtheitsleben. Nicht mit einemmal ist es in jüdischen Gemeinden Nacht geworden ויהי ערב. Von dem offenen, vollendeten Abfall von Gott und seiner Thora hätte sich noch zu allen Zeiten, ein jeder, dessen Herz warm für Thora und Mizwauss schlägt, abgewandt und mit desto größerer Hingabe für die Erhaltung der göttlichen Heiligtümer sein Leben eingesetzt, je mehr sie frivoler, kecker Hand bedroht gewesen wären. Der Abfall aber verstand es; klug und vorsichtig – Gott und Thora im Munde – sich erst den Boden in der jüdischen Gemeinde zu erobern, ehe er mit seinem radikalen Zerstörungswerke sich hervorwagte. Unserer traurigen Gegenwart freilich scheint es vorbehalten geblieben zu sein, den Versuch wagen zu dürfen, ערב  „Mischung“ selbst zwischen „Tag und Nacht“; zwischen Gesetzestreue und vollendeter Gesetzesverleugnung durch deren paritätischen Anerkennung innerhalb einer jüdischen Gemeinde zu vollziehen! An diese scheinen die Weisen nicht gedacht zu haben. – 

     Nie und nimmer wäre es Kaurach und Genossen, die nach der Ansicht der Weisen, wie es ja aus dem ganzen Vorgang hervorgeht, vollendete אפיקורסים waren, gelungen, Männer von Namen, Fürsten der Gemeinde für ihre verbrecherischen Pläne zu gewinnen, wären sie mit ihrem vollendeten Abfall von Gott und Thora offen hervorgetreten. So aber ויהי ערב, אלו מעשיהם של רשעים verstanden sie es, ihrem Abfall den Schein der Gesetzlichkeit zu geben und ihn mit dem Mantel der Heiligkeit zu verhüllen – „Mausche und Ahron maßen sich zuviel an כי כל העדה כולם קדשים ובתוכם ה' die ganze Gemeinde, sie alle sind heilig, und unter ihnen ist Gott – wir wollen, Gott behüte, nicht zerstören, wollen vielmehr aufbauen – jedes einzelne Mitglied der Gemeinde ist zur Führung berufen, soll an der Mizwo; Hohepriester zu sein, teilhaben – “  diesem im Zeichen des ויהי ערב sich vollziehenden Abfall ist es zuzuschreiben, daß er auch bis dahin hochstehende Kreise des jüdischen Volkes mit sich fortriß. – …

    …Dieses Verbrechen hat sich leider auch in der Folgezeit wiederholt, und zwar in solchem Ausmaß, daß in seinen Folgen die verhängnisvollste Katastrophe über Jissroél hereinbrach, unter deren Wucht wir noch immer zu leiden haben. Jeruschalaim und das Heiligtum des Gesetzes sanken aus den gleichen Ursachen in Trümmer. Hören wir unsere heilige Schrift (Chr. II, 36): וישלח ה' אלקי אבותיהם עליהם ביד מלאכיו השכם ושלוח כי חמל על עמו ועל מעונו, ויהיו מלעיבים במלאכי האלקים ובוזים דבריו ומתעתעים בנביאיו עד עלות חמת ה' בעמו עד לאין מרפא, ויעל עליהם את מלך כשדיים וגו' „Gott, Gott ihrer Väter, sandte ihnen seine Boten unablässig, den Gott hatte Erbarmen mit seinem Volke und seiner Stätte, sie aber verspotteten die Boten Gottes, verachteten seine Worte, machten seine Propheten zu Betrügern, bis Gottes Zorn wider sein Volk ausbrach rettungslos und Er wider sie den König der Chaldäer heraufführte. – “ Ist das nicht wortwörtlich die gleiche Versündigung, die gleiche Auflehnung wider die von Gott gesandten Männer, hören wir nicht die gleiche Sprache lästernder Geringschätzung und höhnender Empörung, nur mit del Unterschied, daß, während dort Kaurach an der Spitze der Bewegung stand, der nach den Worten der Weisen קרח אפיקורוס היה längst innerlich mit der Thora gebrochen und dessen Haß gegen die Gottesmänner nur die Folge seiner völligen Abkehr von Gott und Thora war, es hier, wie es ausdrücklich heißt (das.) כל שרי הכהנים והעם Priesterfürsten und die Elite des Volkes waren, die in unfassbarer Verblendung sich gegen die Gottesboten kehrten und den Untergang Jeruscholoims und des Heiligtums verschuldeten. –

    Und so sank Gottes Heiligtum in Trümmer טבעו בארץ שעריה und „in die Tiefe sanken seine Tore“, die gleiche Erde, die Kaurach, diesen wahrlich armseligen „Eimer“ verschlungen, verschlang auch den „goldenen Eimer der Königstocher.“ Wenn aber einst Jissroél, geläutert durch harte Leidenserfahrung, den Gottesmännern und Führern der Thora offenes und williges Ohr entgegenbringen¨, kein höheres Ziel kennen wird als von ihnen sich den Weg zu immer vollendeterer  Lebensheiligung weisen zu lassen, und Gott dann sein Heiligtum wieder aus Erdentiefe wieder erheben wird – wird dann Gottes verzeihende Liebe nicht vielleicht auch denen Zukunft gewähren, die in armseliger Verblendung einst den Kampf gegen Gottes Heiligtum geführt und in Wirklichkeit, wider ihr Willen, nur seiner umso größeren Anerkennung gedient haben? – Dieser tröstliche Ausblick vermochte trotz alles Jammers der Harfe eines Aßaf auch einen heiteren Ton zu entlocken. –מזמור לאסף

    …Lasset uns Gott helfen, die Zeit herbeizuführen, in der nach Prophetenverheißung vor dem sieghaften Lichte die Nacht weicht, vor der Macht der Gotteswahrheit die Lüge von der Erde schwindet והיה לעת ערב יהיה אור –   

     

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung vierter Teil Numeri  J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1935 S. 35 - 44

    09-06-2021 om 13:52 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    08-06-2021
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     

    Kommentar Segenspruch  „…der dem Hahne Verstand gegeben zu unterscheiden zwischen Tag und Nacht.“

     

    ברוך Nachdem nach unserm Erwachen unsere Gedanken zuerst auf unsern Körper mit seinem wundervollen Bau und unsere Seele mit  ihrer göttlichen Reinheit und Bestimmung geschenkt und  wir durch beides zu erneutem  Treues Gelöbnis (ברוך)unserm Gotte veranlaßt waren, wird uns noch eine Reihe anderer, besonderer Momente vorgeführt, der sich unserm erwachten  Bewußtsein  darstellen und zu wiederholtem ברוך : Gelöbnis laden. Die Tages- und Nachtscheidung zuerst, mit welcher der Schöpfer unser ganzes hieniediges Sein in zwei Hälften geschieden, deren Eine der Wiedersammlung von Kräften und die Andere dem täthigen Lebensdienste angehört. Zugleich wird unsere Aufmerksamkeit auf die eigenartige Begabung des Vogels gelenkt, den der Schöpfer mit der Fähigkeit ausgestattet, den Anbruch des kommenden Tages zu wittern und durch lauten Ruf den Schläfern anzukündigen.  Es hat Gott ein jedes seiner Geschöpfe mit besondere Begabung für  besondere Bestimmung ausgestattet,  und so auch uns, wie dies sofort die folgende ברכות zu erwägen geben, für eine ganz eigenartige Bestimmung inmitten der Völker ausgerüstet und ausgesandt. Als noch die Nacht des Irrtums die Völker deckte, ward schon das jüdische Volk als Wecker der Morgenröte ausgesandt und wandert noch als Herold des kommenden Menschheitsmorgens unter den Völkern.

     

    „Jisraels Gebete“ übersetzt und erläutert von Samson Raphael HIRSCH, 2. Auflage, 1906 S. 5-6

    08-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    07-06-2021
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    Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER

                 (1894-1983)

     

    ובקשו

     

    „Ein  jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ von  Leo BRESLAUER. Frankfurt am Main  5695/1935






    14.      Der Staat

    15.      Staatlichkeit und Staat

    16.      Königsgeschichten

     

    Es freut uns – in Beilagen –  drei weitere Skizzen (S. 20 bis 29) aus dieses rabbinische Meisterwerk zu liefern:

    Bijlagen:
    BRESLAUER Leo Uwakschu 20b.jpg (33.9 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 21.jpg (120.5 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 22.jpg (117.6 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 23.jpg (120.3 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 24.jpg (117.8 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 25.jpg (123.2 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 26.jpg (112.8 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 27.jpg (123.4 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 28.jpg (121.1 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 29.jpg (36.5 KB)   

    07-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    06-06-2021
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    קרח

     

    ירא את יי בני ומלך עם שונים אל תתערב:

     

     

    „Fürchte Gott, mein Sohn und den König, unter anders Gesinnte mische dich nicht.“

    (Sprüche Salomos 24,21 Übersetzung Rabb. Dr. Willy WOLF, Köln a.Rh.)

     


    1.

    Beneide deinen Nächsten nicht,

    Wenn Würden ihn erheben,

    Wenn Lob von seinen Taten spricht

    Und Ehren ihm umgeben.

    2.

    Auch hege niemals Groll und Neid,

    Sei fern von allem Zanke;

    Von Hader, Meuterei und Streit

    Sei rein stets dein Gedanke!

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 320  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    06-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    04-06-2021
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     

    שלח לך

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Schelach lecho

     

     

    Kap. 13: V.18 Und betrachtet das Land, wie es ist, und das Volk, das darin wohnt, ob es stark, ob es schwach, ob es gering an Zahl, oder ob es zahlreich ist.

     

    V.18 ….Erwägen wir die Bedeutung dieser Frage, so dürfte sie unter allen diejenige sein, die auf den ersten Blick als für das Unternehmen der Eroberung entscheidend erscheinen konnte. Ist die Bevölkerung stark, so macht sie die Eroberung schwierig, vielleicht unmöglich, ist sie schwach, fallen diese Bedenken weg. Und eben diese Auffassung der Frage soll vermieden werden.  Es ist für Jissroéls Interesse völlig irrelevant, ob die Bevölkerung stark, ob sie schwach ist; es ist dies kein Entwederoder, und sind daher auch gerade diese Fragen nur nebeneinander, als eine andere Modalität, nicht aber im Ausdruck des Gegensatzes gegeben. Damit dürfte denn überhaupt die ganze Sendung ein ganz anderer Charakter erteilt sein, als deren Antrag ursprünglich beabsichtigt. Nicht für den Zweck der Eroberung, sondern für ein in alle Folgezeit wichtig bleibende Belehrung sollte das Land in seiner jetzigen Beschaffenheit kennen gelernt werden. Was es an Land und Leute Nachteiliges in der Gegenwart zeigte, würde den unter Gottes Schutz und Segen aufblühenden Nachkommen einst Momente beglückender Vergleichung überliefern; was es an Fülle und Reichtum bot, würde ahnen lassen, zu welchem Gipfel des Heiles und Segens es unter einer von Gott geleiteten Entwicklung aufblühen werde; aber vor allem, was es an Macht und Größe in seiner kenaanitischen Gegenwart aufzuzeigen hatte, konnte allen Folgengeschlechtern der jüdischen Zukunft die Warnung  überbringen, wie alle Macht und Größe, und wäre sie riesig groß, die Nation nicht vor Untergang zu schützen vermöge; wenn sie es verabsäumt, in erster Linie in allem und mit allem dem göttlichen Sittengesetze zu huldigen. So bringt Amos (2,9) seinen sich sorglos der Entartung überlassenden Zeitgenossen das warnende Gotteswort entgegen: ואנכי השמרתי את האמרי מפניהם אשר כגבה ארזים גבהו וחסן הוא כאלונים ואשמיד פריו ממעל ושרשיו מתחת!

     

    V.20 Auch wie der Boden ist, oder er fett oder mager ist, ob auch Waldung darin ist oder nicht, und erdreistest euch und nehmet von den Früchten des Landes. Die Zeit war die Zeit der ersten Traubenreife.

     

    V.20: … : והתחזקתם habet den Mut, durch offenkundiges Mitnehmen von Früchten die Absicht eurer Sendung offen an den Tag zu legen. …

     

    V.33 dort haben wir die Riesen gesehen, Anaks Söhne, von den Riesen stammend. Wir waren wie Heuschrecken auch in ihren Augen.

     

    V.33: …Die Tatsache übrigens, daß sich in Palästina noch Reste der vorsündflutigen Nefilin befanden, dürfte mit jener Auffassung (Sebachim 113A) übereinstimmen, nach welcher לא ירד מבול לא"י, Palästina von der Sündflut verschont geblieben. Es dürfte dann dem Lande von der urwüchsigen Kraft der Erde bewahrt geblieben sein, die sich unter einer kenaanitischen Bevölkerung nur in Produzierung leiblicher Größe bewährt, ebenso aber es zum Boden des Gottesvolkes geeignet haben mochte, das durch Erfüllung des Gottesgesetzes dort das Ideal geistiger und sittlicher Menschengröße anstreben und mit ihr eine paradiesische Wiederverjüngung der Erdwelt beginnen sollte (siehe 1 B.M. S. 72). Vergessen wir nicht, daß nach der Lehre der Weisen leibliche Kraft und Gesundheit eine der Vorbedingungen höchster Geistesentwicklung und, wenn es uns nicht alles täuscht, das, was, wo die Geistesentwicklung bildet brach liegt, gigantische Leiber erzeugt, bei einem Menschenstamm vorzugsweise geistiger Richtung, von geistiger Tätigkeit verbraucht werden könne, ohne den Größenwuchs der Leiber zugute zu kommen.

     

    Kap. 14 V.33: Und eure Söhne werden vierzig Jahre in der Wüste umherwandern und tragen euren Abfall, bis die letzte eurer Leichen in der Wüste fällt.

     

    Kap. 14 V. 33: …War doch eben diese vierzigjährige Wanderung die Hoheschule des jüdischen Volkes für die Durchdringung mit dem Geiste des Gesetzes  und eines unwandelbaren Vertrauens in Gott, dessen wahrhafte Reife noch erst nach Jahrhunderte aufgehen sollte – und soll. …

     

    Kap. 15 V.22: Und wenn ihr einmal  in den Irrtum geraten sollte, daß ihr nicht mehr alle diese Gebote zu erfüllen hättet, die Gott zu Mosche gesprochen,

     

    V.22: …Gott als den ausschließlich einzigen Lenker unserer Geschicke und Leiter unserer Handlungen anzuerkennen, ist die Grundbasis der ganzen Gesetzgebung, wie sie am Sinai (2 B.M. 20, 2 u. 3; siehe daselbst) promulgiert worden. Ein Schritt von dieser Basis ist Abfall vom ganzen Gesetz und bewusstvoll  prinzipieller Abfall vom Gesetz identisch mit völligem Verlassen dieser Basis. Und wohl sind, wie רמב"ן in seinem Kommentar z. St. Bemerkt, Jissroéls Geschichte bereits Zeiten nicht fremd, in welchen durch irriges Verständnis der Zeitlage eine irrige Meinung von Antiquierung des Gesetzes oder fast ein völliges Vergessen des Gesetzes durch frevelhafte Politik der Führer oder die Leidenswucht der Geschichte sich selbst einer jüdischen Gesamtheit bemächtigen konnte. Es waren „Jissroéls Älteste“, die sich vor dem Propheten Ezechiel mit dem Ersuchen um Gottes Ausspruch für die neue Zukunft niedersetzten. Denn es lebte in ihrem Gemüte die Frage nach der noch fortdauernden Verpflichtung zum Gesetze. Glaubten sie doch, es könne Gott mit dem Preisgeben Seines Volkes dessen Entlassung aus seinem Dienste und damit seine Emanzipation vor dem Gesetze ausgesprochen haben, also, daß an sie, an die „Ältesten der Nation“ das Wort gerichtet werden konnte: der in eurem Gemüte aufsteigende Gedanke wird nimmer zur Wirklichkeit werden, daß ihr denket: wir können nun wie die Völker sein, wie die Geschlechter der Länder, Holz und Stein zu dienen. So gewiss Ich lebe, spricht Gott, mit fester Hand und mit gestrecktem Arme und auch mit ergossenem Unwillen bleibe Ich euer König (Ezechiel 20,1 und 32,33; ספרי Ende שלך לך). Unter Jerobeams und seiner Nachfolger Einfluss waren 10/12 des jüdischen Volkes der Kenntnis und der Übung des göttlichen Gesetzes entrückt, und unter der Wucht des babylonischen Exils war den unteren Schichten des Volkes zum großen Teile die Kenntnis des Gesetzes so fern geblieben, daß den Rückkehrenden unter Esra dessen Verständnis aufs neue vermittelt werden musste – und ist nicht unserer eigenen lebendigen Gegenwart bereits in weiten Kreisen eine Generation des jüdischen Volkes herangewachsen, die in dem Gedanken jener ezechielischen Ältesten von der Abrogierung des Gesetzes und in geflissentlicher Unkenntnis des Gesetzes erzogen ward und erhalten wird?! –

    04-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    03-06-2021
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת שלח לך

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Schelach Lecho

     

     

    Josua, Kap. 2, Vers 1 und folgende

     

    Der Zusammenhang dieser Haftora mit der Sidra liegt klar zu Tage. Nach achtunddreißig prüfungsreichen Jahren ernster Erfahrungen, nachdem eine ganze Generation in ihren männlichen Gliedern ins Wüstengrab gesunken war, befand sich die Nation an der Grenze des ihren Vätern verheißenen Landes. Da sendete der weise Nachfolger des großen Propheten wiederum Kundschafter aus, er tut es im geheimen und gibt ihnen nur kurz den Auftrag: „Sehet das Land an und Jericho!“ In dem Verlaufe der Ausführung ihrer Sendung tritt der ganze Kontrast zu der ersten Sendung hervor. Sie liefert uns aber auch einen geschichtlichen Einblick in der kanaanitischen Bevölkerung herrschende Stimmung, in der das Bewußtsein von der unter einer höheren, allmächtigen Leitung ihnen nahenden Katastrophe ein allgemein herrschendes geworden war. Nachdem die Boten dieses aus Rachabs Mund vernommen hatten, begriffen sie mit vollem Verständnis den eigentlichen Zweck ihrer Sendung und daß dieselbe, kaum begonnen, schon zu Ende sei. Darum dehnen sie ihre Wanderung auch nicht weiter aus, sondern verweilen nur solange im Gebirge, bis sie sicher sind, ihren Verfolgern nicht mehr zu begegnen und ungefährdet den Rückweg antreten zu können. Ihren eingehenden Bericht (V.23) an Josua fassen sie sodann (V.24) in das Ergebnis zusammen: „Gott hat uns das Land gegeben!“ – Darin war alles enthalten und damit die tatsächliche Überzeugung geschaffen, in der nunmehr von dem ganzen Volke der erste Schritt auf dem Wege von Schittim nach dem Jordan getan werden sollte.

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 416 -423  Kommentar zu Josua Kap 2 V.1…) 

    03-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    02-06-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    שלח לך

     

    Belehrung und Mahnung zur Wochenabschnitt

    Schelach Lecho

     (Auszug)

     

    „...Diese  בכיה של חנם, diese Träne ohnmächtiger Schwäche ist es, die auch in unserer Gegenwart Brüder, die sich zu den Gesetztreuen zählen, zu schweren Verirrungen führt.ונהי בעינינו כחגבים  Man hatte nicht den Mut, im Vertrauen auf Gottes Beistand Gottes heilige Sache in Reinheit und Selbständigkeit zu vertreten und seinem heiligen Willen im Gemeindeleben den von Gott geforderten Herrscherthron einzuräumen, glaubte vielmehr nur im Anschluß an Andersgesinnte, ja im Anschluß an Gottes heilige Thora verleugnende Reformgemeinden Gottes heilige Thora retten zu können!  Aber mehr als die radikalste Reform bedroht die unter dem Namen Zionismus propagierte Bewegung alle jüdische Wahrheit und müßte, wenn ihr, Gott behüte, immer größerer Einfluß beschieden wäre, unser Galuth nur verlängern – und doch bringen es Jehudim über sich, unter dem Namen Misrachi sich dieser Bewegung, die die verhängnisvollste כפירה auf ihre Fahne geschrieben, anzuschließen, um unter ihrer Führung den Weg nach der Heimat zu gewinnen. – Wann wird der unselige Fluch der בכיה של חנם endlich schwinden, wenn die Wahrheit des זו הכנסת ישראל לארץ sich alle jüdischen Herzen erobert haben?

    Mit um so größerer Genugtuung begrüßen wir es daher, daß der gesetztreue Weltverband der Agudas Jissroél nunmehr entschlossen ist, der Forderung כלל שהוא צריך לפרט' ופרט שהוא צריך לכלל Rechnung zu tragen; das aber heißt: wie jede einzelne Gemeinde nicht des Anschlusses an den כלל, an die Gesamtheit entraten kann, so darf auch und vielleicht noch mehr der כלל in seiner Organisation die lebensnotwendigen Interessen der auf dem Boden der אמת stehenden Gemeinden nicht gefährden oder gar verleugnen, weil der כלל sich nur aus den Gemeinden zusammensetzt, der כלל daher die Prinzipien nicht verleugnen darf, die den Gemeinden, wenn sie wahrhaft jüdischen Gemeinden sein wollen, heilig müssen! – Wir begrüßen es daher mit aufrichtiger Freude, daß nunmehr die Agudas Jisroel unter Wahrung dieser prinzipiellen Forderungen und unter Beherzigung des וה' אתנו אל תיראו entschlossen ist, den mannigfachen Gefahren, von denen die Gegenwart erfüllt ist, mutig und voll Vertrauen in Gottes Beistand entgegenzutreten und an die Lösung der großen Aufgaben heranzugehen, die unsere heißersehnte Gëula herbeizuführen imstande sind.  Heilige Pflicht eines jeden Jehudi ist es daher, einem solchen Verbande beizutreten und ihn mit aller Kraft in seinen Bestrebungen zu fördern, und wir zweifeln nicht, daß jedes treue Mitglied unserer Gemeinde unsere Aufforderung Folge leisten wird. Schwere Gefahren drohen von Verblendeten, jüdischer Wahrheit Entfremdeten unserem heiligen Lande, in dem Brüder, die sich uns und unseren heiligen Prinzipien innig verbündet fühlen, in heldenhaftem Kampfe stehen, um das heilige Land vor furchtbarer Tumoh zu schützen.  Wo wäre da der wahrhafte Jude, die wahrhafte Jüdin, die solchem Kampfe tatenlos fernbliebe und für ihn nur die erbärmliche „Träne der Schwäche“ übrig haben könnte? –  ........“  

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung vierter Teil Numeri  J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1935 S. 25 - 33

    02-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    01-06-2021
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    Samson Raphael HIRSCH

            (1808-1888)

     

    לְעוֹלָם יְהֵא אָדָם יְרֵא שָׁמַיִם בַּסֵּתֶר

    וּמוֹדֶה עַל הָאֱמֶת וְדוֹבֵר אֱמֶת בִּלְבָבוֹ וְיַשְׁכֵּם וְיֹאמַר:

     

    לעולם  Das folgende mit רבון beginnende jüdische Nationalbekenntnis stammt aus Zeiten der Verfolgung, in welchen ein öffentliches Bekenntnis der jüdischen Wahrheit Gefahr bringend war. Daher diese Einleitung, daß, was auch nicht öffentlich bekannt werden dürfte, doch jederzeit geheim und im Herzen bewahrt und vor Gott zum Ausspruch gebracht werden solle, daher auch am Schlusse der Ausblick auf die Zeit, in welcher Gott מקדש שמו ברבים die öffentliche Heiligung seines Namens gestattet sein werde. Die Zeit, aus welche dieses Bekenntnis stammt, läßt es um so bedeutsamer erscheinen. Während die Völker in dem ganzen Glanze ihrer Macht, ihrer Weisheit, Wissenschaft, politische Klugheit und welthistorischen Thatengröße triumphierten  und es die ganze Macht ihrer Verachtung, Unterdrückung und Verfolgung fühlen ließen, hat die Erfahrung und der Einblick, den Jissroeil auf seiner Wanderschaft durch die Jahrhunderte und Geschicke der Völker geschöpft, ihm das Auge für die Erkenntnis der Hohlheit und Nichtigkeit all dieser Scheingröße geöffnet und es trotz des äußern Jammers seiner Geschicke die ganze Seligkeit seines Berufes würdigen gelehrt, wie vieles Herbe auch die treue Erfüllung dieses seines Berufes in seinem Gefolge haben mußte.

     

    Zu dem Gebieter aller Zeiten tritt es daher hin und spricht es aus:: Wir haben die Nichtigkeit alles dessen kennengelernt, was der Mensch nur aus sich schöpft.  Leben, Liebe, Hülfe, Kraft und Stärke, die wir etwa aus uns schöpfen und durch uns gewinnen möchten, sind bedeutungslos, und selbst das etwa aus unsere Pflichttreue zu schöpfende Verdienst ist völlig unzulänglich um daraus Stütze und Hoffnung für unsere Zukunft zu gründen, und nur das gränzenlose, unverlierbare göttliche Erbarmen ist es, zu dem wir jetzt und immerdar mit unseren Anliegen uns zu stützen vermögen. Und nicht nur wir in unsere weltgeschichtliche Schwäche und der Macht- du Hülflosigkeit unserer zurückgewiesenen  Stellung in Mitte der Völker. Wir sind an der Wiege und am Grabe aller völkergeschichtlichen Staaten und Größen gestanden, haben in ihr Werden, Sein und Vergehen hineingeschaut und wissen, wie eitel alles Heldentum ist, allesGerühmte spurlos vergeht, alle Weisheit sich al Unwissenheit, alle Politik sich als verstandlos erweist, weil die Menge ihrer Tahten den vorgeblichen menschenheitbauenden Zweck nimmer erreichendes Unding bleibt, ihre Lebenstage vor Gott wie inhaltsleerer Traum erscheinen und die Menschen tiergleicher Vergänglichkeit verfallen, so lange  all ihr Wollen und Vollbringen in Selbstsucht und Sinnlosigkeit nur vergänglichen Zielen geweiht ist; Wir aber, so wenig Anteil wir an dem Heldentum und dem Glanze der gerühmten Scheingrößen haben, und uns keiner in irdischer Hoheit geadelter und gefürsteter Abstammung zu rühmen vermögen, und so sehr uns die Kleinen und Großen der Erde von ihrer Bundesfreundlichkeit ausschließen, wir finden vollen Ersatz in dem Bewußtsein, Gottes Volk und Söhne Seines Bündes zu sein, Söhne eines Abrahams, den Gott gewürdigt hat seinen Freund zu nennen und ihm eine sein und seiner Nachkommen und der Gesammtmenschheit Heil umfassende Verheißung zuzuschwören, Nachkommen eines Jitschaks, der uns mit dem höchsten Ideal opferfreudiger Hingebung an Gott voranleuchtet, Gemeinde Jakobs, den Gott seinen Sohn, seinen Erstgeborenen in der Reihe der zu Gott zurückkehrenden Menschheit (2. B.M. 4,22) genannt, und ihn in Liebe und Freude die Namen Jissroeil und Jeschurun verliehen hat, „Jissroeil“ nach seinem die Gottesherrschaft verkündenden Gange durch die Geschichte, „Jeschurun“ nach seinem Berufe der Vollbringung des ihm geoffenbarten göttlichen Willens, der Vollbringung  dessen zu Leben, das הישר בעיני ד' „was das Recht ist in den Augen Gottes“ des einzig Einen (5 B.M. 12,25 13, 19). Dieses unser ewiges, von den Vätern überkommenes Erbteil, dessen wir täglich früh und spät, mit dem שמע -Bekenntnisse  in ewig erneuter  Hingebung bewußt werden, erfüllt uns bei allem weltgeschichtlichen Jammer mit höchster Glückseligkeit, für die wir Gott nicht genug zu danken vermögen. Und wie immer fügen wir dem lautgesprochenen שמע-Bekenntnisse in ב'ש'כ'מ'ל'ו'. leise den Hinblick auf die, wenngleich uns verhüllte, doch mit Zuversicht zu erwartende Zukunft hinzu, in welches der Namen des Gottesreiches seiner volle Verherrlichung auf Erden gefunden haben wird, und leben ebenso der Überzeugung, daß auch auf unseren vorbereitenden Gängen zu seinem herrlichen Ziel uns Gott noch Zeiten erleben lassen werde, in welchen wir mit unsrem Bekenntnis nicht in das Geheimnis der Zurückgezogenheit und das Verborgene unseres Innern uns zu flüchten brauchen, sondern es gestattet sein werde לקדש שמו ברבים unserm Bekenntnis in voller Öffentlichkeit zu huldigen, eine Überzeugung, deren Verwirklichung ja gottlob bereits der Lauf der Jahrhunderte uns gebracht. –

     

    „Jisraels Gebete übersetzt und erläutert“ von S.R. HIRSCH zweite Auflage Frankfurt Main 1906 S; 12-16    

    01-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    31-05-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER: „Ein judisch-geschichtlicher Wegweiser”(5)
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    Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER

                 (1894-1983)

     

    ובקשו

     

    „Ein  jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ von  Leo BRESLAUER. Frankfurt am Main  5695/1935

     





    Es freut uns – in Beilagen –  vier weitere Skizzen (S. 16 bis 20) aus dieses rabbinische Meisterwerk zu liefern:


    1.      Staatlichkeit in der Wüste.

    2.      Habsucht in der Wüste.

    3.      Rechthaberei in der Wüste.

    4.      Nacherziehung

    Bijlagen:
    BRESLAUER Leo Uwakschu 16.jpg (122.6 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 17.jpg (119.8 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 18.jpg (130.3 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 19.jpg (115.4 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 20.jpg (67.3 KB)   

    31-05-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    30-05-2021
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    שלח

     

    מות וחיים ביד לשון, ואהביה יאכל פריה:

     

    „Tod und Leben ist in der Hand der Zunge, ihre Frucht verzehrt die, welche sich ihr hingeben

    (Sprüche Salomos 18,21 Übersetzung Rabb. Dr. Willy WOLF, Köln a.Rh.)

     




    1.

    Die böse Zunge bringt nur Not.

    Und Elend nur im Leben,

    Sie brachte sie schon oft den Tod,

    Den andren sie wollt‘ geben.

    2.

    So sind auch dort im Wüstensand,

    Die böses Wort geblendet,

    Getroffen schwer von Gottes Hand,

    Noch fern vom Ziel geendet.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 320  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    30-05-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    28-05-2021
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     

    בהעלתך

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Behaalauss'cho

     

     

    Kap.9, V.2:Laße Jissroéls Söhne das Peßach vollziehen in seiner Bestimmenten Zeit.

     

    Kap 9 V.2: ….Ganz besonders tritt aber hier noch der Begriff צבור bedeutsam ein. … Nur die Gesamtheit kann einen bestimmten Zeitmoment bei jeder Wiederkehr desselben durch ein קרבן begehen. Nur die Gesamtheit ist in jedem solchen wiederkehrenden Zeitmomente da, das Individuum nicht; das Individuum vergeht, ist sterblich. אין צבור מת, die Gemeinde stirbt nicht, ist in der Einheit ihrer Erscheinung unsterblich ewig. Damit ist aber sofort die Gesamtheit, wie sie in קרבנות auftritt, selbst das positiv sprechendste Zeugnis von dem über טומאת מת erhabenen, von ihr nicht erreichbaren, geistig göttlichen, sittlich freien Menschentum. Denn nicht das Leibliche, dem Verschwinden im Tode Verfallende: das geistig Göttliche, sittlich freie ist es, in dessen Gemeinsamkeit die Vielheit sich zum צבור eint und durch welches auch der in die Gesamtheit aufgehende einzelne, über seinen leiblichen Tod hinaus in der Gesamtheit ewig fortlebend, mit allem gegenwärtig bleibt, was er an geistig Göttlichem, an sittlich Freiem mit seinem Hiersein in die Gesamtheit hinein gelebt, und worin er noch hienieden in ewiger Fortwirkung lebendig bleibt. …

    Es ist aber der durch טומאת מת hervorgerufene Gedanke ein der ganzen Bedeutung und Bestimmung des מקדש so konträr entgegengesetzter,  daß, der vereinzelten Auffassung טומאה הותרה בצבור entgegen, die allgemeine Auffassung טומאה דחויה בצבור bleibt, so daß, die durch צבור und קבוע gegebene Aufhebung des טומאה-Begriffes noch der positiven Mitwirkung des ציץ bedarf, בעיא ציץ לרצות (Pesachim 77a). Über die Bedeutung des ציץ für die Aufhebung der טומאה siehe 2 B.M.28,38.

     

    V.16 So war es stets, die Wolke bedeckte sie; und ein Feuerschein nachts.

     

    V. 16-22: Es war aber die Wolke der Hirtenstab, vermittelt dessen Gott, der רועה ישראל dem Volke seinen Willen kundtat, wo und wann sie lagern, wann und wohin sie aufbrechen sollten. … … Das ist die Schule der Wanderschaft durch die Wüste in welcher wir für alle Zeit die hingebungs- und vertrauensvolle Nachfolge Gottes gelernt haben sollen, die, wie unbegreiflich ihr auch die Gottesführungen erscheinen, die bald kaum Liebgewonnenes wieder zu verlassen, bald in unwillkommenster Stellung geduldig auszuharren uns auferlegen, doch mit immer frischem heiterem Mute alles umfasst und alles löst, was Gott gebietet, unter dem Stab der Gottesführung sich immer glücklich fühlt, durch die bewährte Gehorsamstreue selber beglückt und immer bereit ist, Gott ihren Lebensplan anheimzustellen, und selbst zu ganz unbekannten Zielen hin, auf ganz unbegriffenen Wegen mit ebenso ausharrender Geduld, wie mit nimmer zu trübendem Wandermute Seiner Führung zu folgen. –

    Sehen wir uns aber diesen, Verse 17 – 22 gegebene Bericht über die Übungsproben genauer an, mit welchen Gott sich das Volk Seiner Führung für alle Zukunft erziehen wollte, so ist es nicht sowohl die Anstrengung langer Wanderungen, als das geduldige Ausharren in langer Rast, welches als Prüfungsaufgabe hervorgehoben scheint. … … Es war dies die Übung in jener Tugend der ruhigen und heiteren Ergebung und vertrauensvoll ausharrenden Geduld, derer das Volk der Gottesführungen auf seinen Galuthwanderungen durch die „Wüste der Völker“, wie der Prophet sie nennt, während so vieler Jahrhunderte der Zukunft vor allem andern bedürfen sollte, und die das Prophetenwort: אם יתמהמה חכה לו (Habakuk 2,3) so bezeichnend wiedergibt.

     

    Kap.10, 29 Mosche aber sprach zu Chobab, Sohn Reuels des Midjaniten, Schwiegervater Mosches: Wir ziehen zu dem Orte hin, von welchem Gott gesprochen: ihn gebe ich euch; gehe doch mit uns, so werden wir dir Gutes erweisen, denn Gott hat Gutes über Jissroél verheißen.

     

    Kap.10 V 29 … Nach Ramban (daselbst) habe Jithro nach seinem Übertritt zum Judentum den Namen חובב erhalten und erscheint daher seitdem unter diesem Namen. Siehe auch ספרי zur Stelle.  Die Wurzel חבב, im Rabbinischen so häufig Ausdruck der Liebe und der Wertschätzung, kommt in תנ"ך nur einmal: 5 B.M. 33, 3 vor: אף חובב עמים כל קדשיו בידך. Verwandt scheint die Wurzel ebenfalls rabbinisch  sehr gebräuchlichen, in תנ"ך nur einmal vorkommenden חוב, die Schuldpflicht: חבולתו חוב ישיב, die Zurückgebung des Pfandes übt er als eine Schuldpflicht (Ezech. 18, 7), und es dürfte חבב eine verpflichtende Liebe und eine Liebe aus Pflichtgefühl bedeuten. Dürfte vielleicht die Stelle אף חובב עמים sagen: auch wenn du den Völkern durch die höchste Wohltat verpflichten willst, nimmst du seine, Jissroéls, Heilige und alle in deine Hand: d.h. indem du den Völkern die höchste Wohltat erzeigen willst, sind Jissroéls Heilige dazu das Werkzeug in deiner Hand, והם תכו לרגלך וגו', sie, die Völker: werden in sich zu deinen Füssen geführt, indem es, Jissroél, von deinen Worten ihnen entgegenträgt,  – dürfte dies vielleicht der Sinn der Stelle sein: so wäre ja חבב der spezifische Ausdruck  für die die Völker zur Gotteserkenntnis und zum Gottesgehorsam durch Jissroél führende Gotteswaltung, die eben hierin die größte, die Völker verpflichtende Liebestat übt, und חובב (vergl. die Formen:שובב,שולל ,עולל , die alle passivischer Bedeutung sind) wäre der durch solche höchste Liebestat Gott Verpflichtete und sich verpflichtet Fühlende, ein Name, der dem so bewusstvoll vom Heidentum ins Judentum eingetreten Jithro in hohem Grade gebührte. Welcher Pflichternst sich  Jithro auf seinen Nachkommen vererbte und in hervorleuchtendster Weise in ihnen zur Betätigung kam, werden noch unten (Verse 31 und 32) zu bemerken Gelegenheit haben. … …

     

    V. 35. Es war, wenn die Lade aufbrach, sprach Mosche: Stehe auf, Gott, daß zerstieben deine Feinde und fliehen deine Hasser vor deinem Angesicht.

    36. Und wenn sie milde zu Raste ging, sprach er: Kehre wieder ein, Gott in die Myriaden der Tausende Jissroéls!

     

    Kap. 10 V. 35 u. 36 … …  ובנחה, und wann die Lade des Gesetzes zur Ruhe ging, schaute Moses im Geiste nicht נחו, sondern נחה, schaute jene Zeit und jenen Kreis, wo das Gesetz nicht mehr in männlichen Gegensatz zu dem Menschenverein auf Erden stehen wird, wo es, in seiner ungeschmählerten Männlichkeit, gleichwohl „die Vermählte“, die מאורסה der Gesamtheit und des einzelnen, sich getragen fühlen wird von den Menschen in ihrem Gesamt- und Einzelstreben, und das wird die Zeit sein, von welcher einer der letzten Nachfolger Moses gesprochen: – ונלוו גוים רבים אל ד' ביום ההוא והיו לי לעם ושכנתי בתוכך (Secharja 2,15). Wenn daher „mild“ die Lade zur Ruhe ging, sprach Moses: „Kehre wieder ein, Gott, in die Myriaden der Tausende Jissroél!“ – רבבות אלפי ישראל kann nicht wohl heißen: zehntausendmaltausend, oder gar zweimal zehntausendmaltausend. Es hätte dann die kleinere Zahl voranstehen müssen: אלפי רבבות wie אחותנו את היי לאלפי רבבה (1 B.M.24, 60). Ohnehin zählte Israel zu Moses Zeiten höchstens 2 ½ Millionen Seelen, während רבבות אלפי ישראל zwanzig Millionen wären. Wir glauben daher, darin die Myriaden der Tausende Israels, d.h. die Myriaden erblicken zu dürfen, die sich aus der jüdischen Tausenden entwickeln, durch Abstammung und Anschluss. Ohnehin sind אלפי ישראל nicht gerade strikte: tausend. Es sind die geschlossenen Mengen innerhalb der Nation und der Stämme. Vergl. ראשי אלפי ישראל (Kap. 1,16 u.s.w.), אלפי הדל במשנה (Richter 6,15).

     

    Kap.11, 4 Das Gesindel aber, das sie unter sich aufgenommen hatten, hatte sich zu Lüsternheit aufgestachelt, und da fingen auch Jissroéls Söhne wieder an zu weinen und sprachen: Wer gäbe uns doch Fleisch zu essen!

     

    Kap.11 V. 4 …Jissroél in seiner numerischen Winzigkeit sollte und wird einst den geistigen und sittlichen Kern bilden, an welchen sich die Myriaden zu Gott zurückkehrender Völker anschließen werden – und hier verfällt es noch selber dem entsittlichenden Einflusse einer unter ihm weilenden unveredelten fremden Minorität!–  …

     

    V.29 Da sprach Mosche zu ihm: Eiferst du für mich? Wer gäbe, daß das ganze Volk Gottes Propheten wären, daß Gott seinen Geist auf sie gäbe!

     

    V.29 …Dieses Auftreten Eldads und Medads in Momente der Berufung der Ältesten zum ersten Synhedrin und Moses Äußerungen sind von höchster Bedeutsamkeit für alle Nachfolger dieses jüdischen „Ältestenkollegiums“ für alle Zeit. … … Sanhedrin 17a werden verschiedene Meinungen über den Inhalt der von Eldad und Medad gesprochenen Prophetie geäussert. Nach der einen habe sie das bevorstehende Wachtelerlebnis betroffen. Eine andere gibt deren Inhalt  also an: משה מת יהושע מכניס ישראל לארץ, und endlich eine dritte spricht sich dahin aus: על עסקי גוג ומגוג היו מתנבאין, sie hätten von den letzten Gog- und Magogkämpfen prophezeit, die nach Ezechiel und Sacharja die Schlussentwicklung der Geschichte der Zeiten bilden und von denen es Ezechiel 38,17 heißt:  האתה הוא אשר דברתי בימים קדמנים ביד עבדי נביאי ישראל הנבאים בימים ההם שנים להביא אותך עליהם, bist du der, von dem ich bereits in Tagen der Vorzeit durch meine Diener, die Propheten Jissroéls, gesprochen, welche in jenen Tagen auf Jahre hinaus prophezeiten? In diesen gleichzeitig auf Jahre hinaus prophezeienden Männern wurden Eldad und Medad erblickt. Wir haben an einer anderen Stelle den Gedanken entwickelt, wie in גוג ומגוג das גג- Prinzip, das „Giebelprinzip“, das Prinzip der Konzentrierung aller Leitung in der gipfelnden Spitze in seiner äußersten Konsequenz zum Ausdruck gelangt, dem gegenüber daher nach dessen Überwindung die siegreiche Stadt der Menschengestaltung המונה „die Volkstümliche“ genannt wird (Ezech. 39,16). Ist and diesem Gedanke etwas Wahres, so dürfte es nicht wenig bezeichnend sein, wenn der Hinblick auf diesen fernsten Sieg des Volkstümlichen, über dessen Gog- und Magoggegensatz, oder das Näherliegende, die Verkündigung von Moses Tode und Josuas Führerschaft als Inhalt der Prophetieen Eldads und Medads begriffen werden.

    Es wäre dann der Mund der bescheidensten, aus Bescheidenheit vom zuerkannten einflussreichen Beruf einer Volksleitung zurück, und lieber במחנה, in Mitte des Volkes gebliebenen Männer der Verkündigung der idealsten volkstümliche Zukunft gewürdigt worden, wo nicht im „אהל“ sondern im „מחנה“, nicht im „גוג ומגוג“, sondern im „המון“ der Schwerpunkt des sozialen Weltheiles liegen wird, oder eines Faktums, das, wie der Tod Moses und die Vollendung des nationalen Geschickes unter Josua, die Wahrheit veranschaulicht, daß kein Mensch, nicht einmal ein Moses, sich für unentbehrlich halten oder von seinen Zeitgenossen als unentbehrlich gehalten werden dürfte. Moses stirbt – und das Geschick der Nation geht doch in Erfüllung –

    28-05-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    27-05-2021
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת בהעלתך

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Behaalauss’cho

     

     

    Sacharja, Kap. 2, Vers 14 und folgende

     

    Kap.2, V.14 u.15  Weit über die Zeit des zweiten Tempels hinaus schauen diese Verse auf jenes Ziel der Geschichte hin, da Jissroél und die Völker durch Lehre und Geschick geläutert sind, und nunmehr die huldigende Unterordnung unter den Willen Gottes den heilbringenden Einzuge der Gottesherrlichkeit in den Kreis der Menschheit die Bahn geebnet ist. Da wird nun der „Tochter Zions“, dem in Wahrheit vom Zionsgeiste beseelten menschheitspriesterlichen Jissroél verheißen, daß es auch in jener Zeit seine besondere Bedeutung bewahren, ja gerade dann in erhöhtem Maße sichtbare Stätte der segnenden Gottesnähe sein wird. – בא, in diesem Sinne von dem Einzuge Gottes in die Verhältnisse der Menschen, vergl. 5 B.M. 33,2: ה' מסיני בא ferner, Habakuk 3,3: 'אלה מתימז יבא וגו, Ps. 24,7: שאו וגו' ויבוא מלך הכבוד Jeruscholajim- Zion ist  der Herzpunkt des Menschheitspriestervolkes, von dem die Erleuchtung und Heiligung der um sich sammelnden Menschheit ausgehen wird.

     

    V.16 ונחל ה' את יהודה חלקו: Juda, der führende Stamm, hier für ganz Jissroél. Was einst Moses erfleht: ונחלתנו 2 B.M. 34,9, das wird dann erfüllt sein, Jissroél wird Gottes נחלה geworden sein, auch Jeruschalajims Leidensgeschichte ist vollendet: ובחר עוד בירושלים

     

    Kap.3 V.1 ויראני וגו' Zwei Männer sehen wir an der Spitze des Volkes, unter ihnen Beiden soll der Bau ausgeführt werden: Josua, den Hohenpriester, den Vertreter des Geistes, der Lehre und des Gesetzes, und Serubabel, den Mann der Tat, der Ausführung. Der Augenblick, in welchem Sacharja sie schaute, lag noch vor dem Beginn des Werkes. Josua „stand“ noch, und auch vor Serubabel „türmte sich noch ein Berg“ (Kap. 4,7), er hatte wohl die Aufgabe, trug die Bestimmung, aber er war noch nicht tätig. Auch der Engel Gottes, der bestimmt war, Josuas werk zu fördern, „stand gleichfalls noch“, war noch nicht tätig. Was war die Ursache ihrer Untätigkeit? Weil an Josuas „Rechten“, dem Organe seiner Wirksamkeit, noch ein „Hindernis“ war. Während das sich der Wirksamkeit Serubabels, des Fürsten, entgegengestellte Hindernis als „Berg“, das Bild für materielle Schwierigkeiten, bezeichnet wird, wird das Hemmnis der hohenpriesterlichen Wirksamkeit שטן genannt. שטן, verwandt mit שטה, abweichen, zur Seite weichen, bezeichnet das Hindernde, Widerstrebende als dasjenige das den Menschen vom geraden Wege ab und auf einen andern hinlenkt. Die Weisen bezeichnen als יצר הרע, die mit dem Geiste vermählte sinnliche Natur des Menschen. Diese erreicht die ihr vom Schöpfer gegebene Bestimmung nur, indem sie vom Geiste beherrscht wird. Nach dem tiefen Worte des Weisen klagt sie den Menschen an, der sich von ihr verführen läßt. Denn nicht ihn zu beherrschen, sondern von ihm beherrscht zu werden, ist ihr „Verlangen“ (תשוקתו, vergl. 1 B.M. 3, 16 und 4,7). So bildet dieser שטן, diese Verkörperung der Sinnlichkeit, den geraden Gegensatz zu dem, was in anderen Vorstellungskreisen unter dem Worte „Satan“ verstanden wird. Also: die Sinnlichkeit, die, unbeherrscht, der Erreichung der hohen Menschenbestimmung hinderlich, und deren Vorhandensein gleichwohl für die Lösung unumgänglich ist. Denn hätte das Böse nicht auch Reiz, so wäre die Übung des Guten keine Tugend. – Demgemäß hier: Josua „stand“ noch, denn die Sinnlichkeit, die noch im Volke, ja in seinem eigenen Kreise herrschte, stand der Entfaltung seiner Tätigkeit hinderd im Wege.

     

    V.2. יגער ה' וגו' ויגער ה' בך הבוחר בירושלים. Gott wird dich zurückschrecken – Gott, selbst abgesehen von seinen Beziehungen zu Jerusalem, in seiner den Menschen zur Reinheit erziehende Liebe, wird die Hindernisse aus dem Wege räumen, die Josua noch im Wege sind. Ganz besonders aber wird dieses tun im Hinblick auf die besondere Bestimmung Jerusalems, Stätte der „offenbar sichtbar werdende Gottesherrschaft“ zu ירושלים, also: mit Rücksicht auf die Heileszukunft sowohl der Menschheit als Jissroels. Denn dieser Jehoschua und der durch ihn in der Treue zu erhaltende Jissroelskern ist ja ein „Feuerschürer“, der „aus dem Feuer gerettet ist.“ Es ist ja nicht bestimmt vom Feuer verzehrt zu werden, das er vielmehr entzünden und anfachen soll.

     

    Kap. 4, V.1 Das Auge des Propheten wird wieder auf seine Gegenwart zurückgelenkt. Ihm wir die siebenarmige Leuchte des Heiligtums gezeigt, gezeigt wie sie selbst Träger der reichen Ölquelle sei und wie jedem ihrer Lichter das lichtnährende Öl in reichem Maße, in je sieben Röhren, zugeführt werde. Und auch die Bäume, an denen die Ölfrucht reifte, trug sie selbst. Also eine Leuchte, die, unabhängig von allem anderen, alles was sie zum Leuchten braucht, selbst trägt und erhält. Auf die wiederholte Frage, was dieses Leuchte bedeutet, nachdem ihm zuvor (V.5) mit leisem Vorwurf der Engel erwidert, ob er denn die Bedeutung noch nicht auf den ersten Blick begriffen habe, wird ihm (V.6) die Antwort: זה, dieses, – diese Leuchte, die alles, dessen sie zum Leuchten bedarf, selbst trägt und erzeugt – : ein an Serubabel, den Führer des Volkes, gerichtetes Gotteswort ist es, ihm zu sagen: das Werk, zu dessen Vollbringung du berufen, der Bau, zu dem hier der Grundstein gelegt wird und an dessen idealer Vollendung alle kommenden Geschlechter zu arbeiten berufen sind, – nicht durch Heeresmacht und nicht mit Körperkraft wird er gefördert, sondern: durch „meinen Geist’. Jeder Menschenkreis und jeder einzelne Mensch, und wäre er äußerlich der winzig schwächste, sobald er sich mit meinem Geiste durchdringt und damit sich in den Dienst der Gerechtigkeit, der Liebe und der Lebensheiligung stellt, ist riesenstark in Vollbringung seines Werkes. Da es mein Geist ist, der ihn beseelt, und mein Werk, an dessen Verwirklichung er arbeitet, so lenke ich auch als ה' צבאות die in meinem Dienste stehenden Schöpfungsscharen und Kräfte, daß sie seinem Wirken Förderung gewähren, gebe ihm „Gehende und Führende unter den Stehenden.“   Darum:

     

    V.7 weil nicht materielle, sondern geistige und sittliche Kräfte die zur Vollendung dieses Baues berufenenen  sind, gibt es auch keine materielle Hindernisse, die sich dieser Vollendung entgegenstellen könnten. Auch die gewaltigsten feindlichen Mächte, auch die „bergeshoch“ sich entgegenstürmenden Schwierigkeiten – der geistig-sittlichen, der göttlichen Macht gegenüber schwinden sie in nichts zusammen. Dieser Geist ist es, der den Bau, zu dem jetzt der Grundstein gelegt wird, zur Giebelhöhe der Vollendung führt, denn reichste Fülle der göttlichen Begnadung ist ihm gesichert – Die Verdoppelung des חן drückt die Allseitigkeit aus.

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 416 -423  Kommentar zu Sacharja Kap 2 V.14…) 

    27-05-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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