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Jubelsinget, Gerechte, in Gottesanschauung, den Geraden geziemt Thatenoffenbarungslied (Psalm 33)

ברוך הבא!    السلام عليكم!

 

Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Thora tegen nationaal-jodendom (sionisme)


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’études rabbiniques YECHOUROUN, Thora contre national-judaïsme (sionisme).

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Thora. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus).

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Thora against Nationaljudaism (Zionism).

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

Inhoud blog
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro EKEW
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Ekew
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER „Ein jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ (13)
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt Woèsschanan
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH: Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes WOÈSSCHANAN
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Woèsschanan
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER „Ein jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ (12)
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH : der Fasttag des 9ten Aw (aus Chauréw)
  • Samson Raphael HIRSCH : Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Dewaurim
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt DEWAURIM
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER „Ein jüdisch-geschichtlicher Wegweiser (11)
  • Sprüche 28,23 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Dewaurim
  • Samson Raphael HIRSCH: Aus dem kommentar zur Wochenabschnitt MASSEI
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar Haftoro Massei
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt MATTAUS
  • Die drei Trauerwochen
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER:„Ein jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ (10)
  • Psalm 23,4 und Sprüchlein zum Wochenabschnitt Massei
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    03-12-2020
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת וישלח

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Wajischlach

     

     

    Hosea Kap. 12, V.13 bis 14,10

     

    Das Prophetenwort weist das gottvergessene, die eigene Kraft vergötternde Volk, auf die Bescheidenheit seines Ursprungs hin und zeigt, wie parallel mit der Geschichte Vater Jakobs auch in der des Volkes die Gotteswaltung allein der schützende, errettende und erhaltende Faktor ist,  wie des Volkes Geschick von Gott stets gestaltet wurde und werde je nach seiner Treue oder Untreue gegen das Gottesgesetz (K.13, 1-4). Es beklagt sodann die Verblendung, mit der es Gott, seinen Erlöser und Erhalter, als seinen ärgsten Feind betrachtet (K. 13,9), dagegen seinen Abfall als teure Errungenschaft sorgsam hegt (V.12), wodurch eine Abwendung der schweren Verhängnisse unmöglich werde (V.14). Denn unter diesen Umstände kann nur durch sie Jissroél zur Erkenntnis geführt werden, bei wem allein „Vatererbarmen finde das Verwaiste“ – (K. 14,4) so daß es,  befreit von Vergötterung der Menschenhülfe und der eigenen Macht, sich dem „ Tau der göttlichen Wahrheit“ öffnet und damit „Blüte und Schönheit wie die Rose“ und „Festigkeit und Bedeutung wie der Libanon“ gewinnt (V.6). Damit erfüllt es seine Sendung im Kreise der Menschheit (V. 7 und 8), und die Schule seiner Leidenserziehung ist vollendet (V.9).

     

    Kap.12 V.13 Jakob floh nach Arams Gefilden, und Jissroél diente um ein Weib und um ein Weib hütete er.

    14. Und durch einen Propheten hat Gott Jissroél aus Mizrajim geführt und durch einen Propheten wurde es beschützt.

     

    Kap.12 V.13 und 14. Als Flüchtling kam Jakob nach Aram und er, der „Jissroél“ d.i. durch Leben und Geschick „Verkünder der Gottesherrschaft“ werden sollte, musste, um ein Haus zu gründen, Knechtsdienste tun und um es zu erhalten, im Knechtesdienste verharren, „um sein Weib dienen und für sein Weib dienen“, und nur das unmittelbare Einschreiten Gottes schützt ihn auf seine Rückkehr aus Aram (1 B.M. 31,29). Flucht seine Auszug aus der Heimat, Flucht seine Rückkehr aus der Fremde. Und als für seine zum Volke herangereiften Kinder die Stunde der Befreiung gekommen, da traf sie diese Stunde als Sklaven. Und nicht durch einen König, nicht durch einen Feldherrn wurde Jissroél die Freiheit, sondern durch „einen Propheten hat Gott Jissroél erlöst und durch einen Propheten wurde es beschützt“. Nicht durch einen Mann der Macht, ja nicht einmal einen Mann der Rede, der etwa mit dem Feuerworte der Begeisterung sein Volk zum Kampfe zu entflammen gewusst und es dann, ein zweiter Abraham, zum Siege über die krieggeübten Unterdrücker geführt hätte. Vielmehr fehlte diesem Propheten mit der Macht der Rede auch gänzlich jenes Selbstvertrauen und jeder Glaube an die eigene Befähigung, die für jeden Volksführer unerlässliche Vorbedingung des Erfolgs sind. Dadurch gerade wurde er für seine Sendung der Geeignetste, denn nur so erschien er auch als das, was er war, nämlich als Werkzeuge und Bote Gottes. So bilden äußere Abhängigkeit, und Rettung und Erhaltung nur durch Gott die Signatur der Geschichte Jakobs und Jissroéls, das seine irdische Wohlfahrt nur von Gott erhält. Auf diese Stellung Jissroéls weist der Prophet das gottvergessene Volk fortwährend hin.

     

    Kap.13, 3 Deshalb werden sie sein wie das Morgengewölk und wie der Tau, der sich früh aufmacht und dahinschwindet, wie Spreu, die herausstürmt aus der Tenne, ja wie Rauch, der aus der Luke zieht.

     

    V.3 כענן בקר: wie das Morgengewölk das dahinzieht ohne Regen zu geben. –  וכעשן: ja noch weniger als Spreu, wie Rauch, von dem gar nichts zurückbleibt. – Jissroéls Erhaltung ist das Werk fortgesetzter besonderer Gotteswaltung. Entspricht es seine Bestimmung nicht, so braucht Gott, um es zu strafen, nichts gegen es zu tun, er braucht ihm nur seine besondere Fürsorge zu entziehen, wie dies in der großen Geschickesankündigung 3.B.M. 29,24 ausgesprochen ist, und, sich selbst überlassen, geht das von Gott abgefallene und deshalb von Gott preisgegebene Jissroél von selbst unter im Sturme der Zeiten. –

     

    V.10. Wäre ich nur irgendwie dein König, der würde dir helfen trotz aller deiner Städte, er wäre dein Rechtsvertreter, während du sprachest: Gieb mir einen König und Fürsten!

     

    V.10… ….

    אשר אמרת וגו'. Es wird hier auf den verhängnisvollen Moment hingeblickt, in welchem Jissroél von Samuel die Einsetzung eines Königs forderte. Gewiss war das Königtum auch in Jissroél von dem göttlichen Gesetze vorgesehen, und formell ist die Aufgabe des jüdischen Königs dieselbe, wie die der Könige in den nichtjüdischen Staaten: Sammlung der Nationalkraft zur Mehrung der Wohlfahrt im Innern und Stärkung der Wehrkraft nach außen. Allein materiell ist seine Stellung und Bestimmung eine grundverschiedene. Denn Jissroéls Nationalschatz und Jissroéls Wehrkraft ist seine Thora. Deren Verwirklichung zu mehren, über die Ausbreitung und Vertiefung ihrer Herrschaft im Leben der Nation zu wachen, das ist die Aufgabe des jüdischen Königs, dadurch arbeitet er an die Mehrung der inneren Wohlfahrt, dadurch sorgt er für die Sicherheit nach außen. Denn dadurch macht er sein Volk des göttlichen Schutzes teilhaftig. Deshalb soll er das Ideal der Bestimmung seines Volkes sich stets gegenwärtig sein. Deshalb wird seine Einsetzung auch erst nach erfolgter Besitznahme des Landes und Sicherung seiner Grenze vom Gottesgesetze ins Auge gefasst. In der Verkennung dieses Verhältnisses lag die Versündigung des Volkes, das (Sam. I.8,5) einen König forderte, sein Recht nach außen zu vertreten „wie bei allen Völkern“. (Vergl. HIRSCH Commentar zu 5.B.M.17,14). Nun heißt es hier: hättest du nur nicht deine ganze Zuversicht in deine Könige gesetzt, wäre ich nur noch „etwas“ dein König, der (ich= dieser König) würde dir helfen in allen deinen Städten, oder trotz aller deiner Städte, in die du deine Zuversicht gesetzt hast, dir, der du gesprochen hast: nicht Gott nach außen, noch שופטים, Vertreter seines Gesetzes nach innen, können mir helfen, sondern: „Gib mir einen König und Fürsten!“.

     

    V.11 In meinem Zorne gab ich dir den König; in meinem hinaustretenden Unwille nehme ich ihn hinweg.

     

    V.11. Schon damals gab ich euch den König im Unwillen über eure Verblendung. Die große Mehrzahl der Könige hat sich nicht als jüdische Könige bewährt; das israelitische Königtum zumal hat gerade an der Befestigung und Vertiefung des Abfalls aus politisch-dynastischen Rücksichten als einem Mittel der eigenen Erhaltung unablässig gearbeitet. עברה von עבר: der in Wort und Tat sich äußernde, in die Sichtbarkeit hinaustretende Zorn. Das Maß ist voll, der lang gehegte göttliche Unwille äußert sich in Tat, und mit dem Staate geht auch der Königsthron in Trümmer.

     

    V.15 Denn es will unter „Brüdern“ unbeschränkt sich entfalten– : es kommt aber der Oststurm, der Wind von Gott gesandt, von der Wüste steigt er auf, trocken ist sein Ursprung, glühend heiß sein Urquell, er zerstört die Schätze aller Mittel der Lust. 

     

    V.15 יפריא von פרא, frei, wild, zügellos sein. פרא, das ungebändigte, freie Waldtier. Als Verbum kommt sonst nur [] vor, und würde es dann heißen: es will Frucht tragen. אחים bedeutet auch Pflanzen, die immer in Gesellschaft vorkommen, daher אחו die Wiese. Hier sind beide Bedeutungen zutreffend und in unübertrefflicher Wahl des Ausdrucks auch wohl beide gemeint. Efraim ist der Isolierung müde und ist der Bande des Gottesgesetzes müde, die es vor Entartung schützen sollen. Es will, der „Fesseln“ ledig, unter „Brüdern“ zügellos frei sich entfalten und die Früchte dieser Freiheit genießen. Nun, so soll es dies auch. Gott braucht dazu bloß seine schützende Hand von ihm abzuziehen: siehe da kommt schon der alles ausdörrende Oststurm, der Bote Gottes – die heranstürmenden „Brüdervölker“ bereiten seiner Herrlichkeit ein jähes, klägliches Ende. קדים: der in Palästina gefürchtete, wegen seiner Trockenheit der Pflanzenwelt besonders schädliche Wind. Diese Eigenschaft wird hier besonders hervorgehoben zur Bezeichnung der Raubgier und des Beutedurstes der hereinbrechenden Feinde, der Assyrer, die das unglückliche Land bis auf den letzten Blutstropfen aussaugen. – (Die Suffixe von מקורו und מעינו können sich wie das nachfolgende הוא nur auf קדים beziehen.)

                    Dieses Verlangen, sich „unter Brüdern“ frei und fruchttragend zu entfalten, erhält übrigens in Efraims Munde noch einen besonderen Beigeschmack. Es tritt uns darin die ebenso alte wie unwahre, zur Beschönigung des Abfalls das Judentum verdächtigende Behauptung entgegen, man müsse den Boden des isolierenden Gesetzes verlassen, um sich zu weltbürgerlicher, menschenbrüderlicher Gesinnung zu erheben. Das gerade Gegenteil ist die Wahrheit. Gerade das auf dem Sinai offenbarten Gotteswort lehrt die Gotteskindschaft aller Menschen, lehrt die Ausübung der Pflichten der Gerechtigkeit und Menschlichkeit gegen ausnahmslos alle als heilige Pflicht. So hat denn auch in geschichtlicher Tatsächlichkeit gerade das Judentum seine Kinder zu hilfsbereiteten Menschen erzogen, die trotz aller erlittenen Unbill nie nach Abstammung und Glauben fragten, wo ihnen hilfeheischende Not entgegentrat. Mag sein Gesetz, das ihn zum Menschheitspriester weiht, dem Juden auch nicht gestatten, an dem Mahle seiner nichtjüdischen Brüder teilzunehmen: sein Brod hat er mit dem darbenden nichtjüdischen Bruder willig stets geteilt. Mag sein Gesetz ihm auch nicht gestatten, ein jüdisches Haus durch Ehelichung einer Nichtjüdin zu gründen: wo es galt und gilt, dem Elend und der Not in den Hütten und Häusern seiner nichtjüdischen Brüder nach Kräften zu steuern, da stand und steht der Spross des Abrahamshauses als der Erbe des jüdischen Herzens, dieser herrlichen Errungenschaft der Geschlechterreihen der Vergangenheit, allen Anderen stets voran. –  –

    …….. ……. ………

     

    Aus: Die Haftoroth übersetzt und erläutert von Dr. Mendel HIRSCH Direktor der Realschule der Israelitischen Religionsgesellschaft zu Frankfurt a.M.  FfM. 1896 aus S.55 bis 68

    03-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    02-12-2020
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    וישלח

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt

    WAJISCHLACH (2. Teil)

     

     

    Solange wir nicht den Mut haben, in unserem Leben die Forderungen der jüdische Wahrheit zur Verwirklichung zu bringen, solange sind wir noch weit von jenem Ziele entfernt, dessen Verwirklichung unserem Stammvater Jakob in jener Nacht zum denkwürdigen Erlebnis geworden war.

    Erst wenn ויותר יעקב לבדו wir einer nichtjüdischen Welt durch unsere jüdische Persönlichkeit allein zu imponieren vermögen, erst wenn ויברך אותו שם sie uns, auch wenn wir arm sind an Gütern, deren Glanz das Auge zu blenden pflegt, die segnende Anerkennung zollt, sie in uns den Juden achtet und ehrt, das Judentum in alle seine Forderungen in unserem Leben zu umfassender Verwirklichung und vor den Augen einer ganzen Welt in seiner Achtung gebietenden Hoheit dasteht, dann ist auch der Weg zu jenem hehren Endziel gebahnt, daß auch Gott ונשגב ה' לבדו in dem Bewusstsein einer geläuterten und geadelten Menschheit in unmittelbarer Anschauung zur huldigenden Anerkennung gelangt.

    הצילנו נא מיד אחי מיד עשו „Rette mich doch von der Hand meines Bruders, von Esaus Hand, כי ירא אנכי אתו denn ich fürchte ihn“: das ist der Golus-Angstschrei unseres Stammvaters: nicht מיד אחי עשו sondern מיד אחי מיד עשו! Er fürchtet die Bruderhand, er fürchtet Esaus Hand: er fürchtet die raue Esaushand, daß sie ihn körperlich vernichten, mehr aber, in erster Reihe zittert er vor der warmen Bruderhand, daß sie ihn geistig-sittlich verderben könnte. –

    Und wie hat dieser Angstschrei in der Folge im Leben der Nachkommen seine Berechtigung erhalten! Die raue Esaushand konnte uns trotz aller schwerer Drangsal, die sie uns bereitete, in unserem jüdischen Lebensberuf nicht schwankend machen: mutig und stark hielten wir auf dem Posten aus, auf den Gott uns gestellt hatte. Doch was die raue Esaushand nicht vermocht, hat der warme, brüderliche Händedruck Esaus leicht fertig gebracht. אל תראני שאני שחרחרת „Seht mich nicht so an, weil ich so dunkel bin, ששזפתני השמש denn die Sonne hat mich gebräunt“ (Hoh. 1,6). In der finsteren Golus-Nacht habe ich mich herrlich bewährt, doch die Glückssonne hat mich geschwärzt! –

    Mahnend und warnend für alle Folgezeit tritt daher auch dieses für die Geschichte des jüdischen Volkes so bedeutsame Moment aus dem nächtlichen Erlebnis unseres Stammesvaters geradezu sinnfällig uns entgegen. וירא כי לא יכל לו וגו' ותקע כף ירך יעקב בהאבקו עמו. Indem er mit ihm rang, während des Ringens wich Jakobs Hüftballen, ward er verletzt, doch die Verletzung hinderte ihn nicht, den Kampf fortzusetzen und siegreich zu beenden – בהאבקו עמו er ward nicht schwankend, hielt mutig aus – ויקרא יעקב שם המקום פניאל וגו' ותנצל נפשי . Sein Wesen blieb unverletzt! Doch ויזרח לו השמש als die Sonne aufging – והוא צלע על ירכו da hinkte er!

    Was sich hier an Jakob körperlich vollzog, das hat sich in der Geschichte seiner Nachkommen in ideeller Beziehung verwirklicht! מעשה אבות סימן לבנים –

    In heißen Kampf mir Esaus Macht konnten wir nicht schwankend gemacht werden, wir behaupteten trotz schwerer Verletzung standhaft und fest unseren Standpunkt; so oft uns jedoch die Sonne aufging, והוא צלע על ירכו hinkten wir, sind wir schwankend und haltlos geworden!

    Nach all den nächtlichen Golus-Kämpfen, die wir überstanden, konnten wir mit Jakob die Stätten an denen wir gekämpft פניאל nennen und mit Vater Jakob ausrufen:ותנצל נפשי „unversehrt ist unser Wesen geblieben!“ Doch ויזרח לו השמש da die Sonne des Glücks uns tagte, ist aus  פניאל=פני-אל  leider פנואל geworden, (in dem das Zeitwort פנה „sich abwenden“ mehr hervortritt),  והוא צלע על ירכוhaben wir unsere Festigkeit eingebüsst und sind schwankend geworden.

    Dieses klägliche Verhalten hat uns nach Zeiten, in denen die Sonne uns lächelte, stets neues Golus gebracht. – Hinkend בין המצרים „zwischen den Grenzen“ bald hier bald dort; oder besser weder hier noch dort, überall nur auf einem Fuße פסחים על שתי הסעיפים schwankend nach beiden entgegengesetzten Seiten, haben wir ein trauriges, verdientes Golus-Geschick erlebt!

    Und wohl mit Hinblick auf diese historische Tatsache verkündet der Prophet (Micha 4,6) ביום ההוא נאם ה' אספה הצלעה והנדחה אקבצה „an jenem Tage, spricht Gott, werde ich die Hinkende aufnehmen und die Verstoßene wieder versammeln“ – und so schaut er einstige Sammlung und Heimkehr all derer, die das Golus entweder צלעה zu „Hinkenden“ gemacht oder נדחה, dem Gesetzesheiligtum völlig entfremdet hat.

    „Da die Sonne ihm aufging – hinkte er auf seiner Hüfte“ על כן לא יאכלו בני ישראל את גיד הנשה heißt es unmittelbar danach. Aus diesem Genußverbot  spricht daher die göttliche Mahnung, nimmer wankend zu werden, stets standhaft zu bleiben in dem Bewusstsein, daß die Verkümmerung unseres Geisteslichtes noch immer auch unser äußeres Sonneglück zerstört hat.

    Wie sinnig spricht sich daher die Mahnung der Weisen aus: את גיד הנשה „in dem Wörtchen את“ sei der Fasttag des neunten Aw, des Gedächtnistages nationalen Unterganges, eingeschlossen – וכל מאן דאכיל בט"ב כאלו אכיל גיד הנשה Wer den Tischo b’Aw entweiht, der hat das גיד הנשה-Verbot mit Füssen getreten!

    Die שירות, die wir Gott für Erlösungen gesungen, die Gottes Beistand uns beschieden, waren בלשון הקבה, waren stets aus Leid geboren und haben noch immer nach kurzem Sonneglück erneute Erziehungsleiden zur Folge gehabt. Sie werden ihr Läuterungswerk an uns vollenden. Und strömt einst in der Zukunft das Gott schauende, Gott verherrlichende Lied aus unserer Brust, dann wird es uns auf einer Höhe finden, wo mit der dauernden Gottesnähe auch dauerndes Sonneglück uns beschieden sein wird. –

    Unser Lied wird dann שיר חדש ein männlich starkes Lied sein, das eine ganze Menschheit zu segnenden Anerkennung der Gottesherrschaft erheben wird: שירו לה' שיר חדש תהלתו מקצה הארץ

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung erster Teil Genesis  J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1936 S. 68 - 76

    02-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    וישלח

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt WAJISCHLACH (1.Teil)

     

     

    ויותר יעקב לבדו ויאבק איש עמו עד עלות השחר „Jakob blieb allein übrig, da rang jemand mit ihm, bis der morgen heraufzog.“

     

    Wohl nirgends dürfte die Wahrheit jenes Ausspruchs unserer Weisen מעשה אבות סימן לבנים, daß das Leben unserer Erzväter ein Vorbild für das Leben ihrer Nachkomme sei, sich so überzeugend offenbaren wie in diesem Abschnitt, der uns von dem nächtlichen Ringkampf Jakobs mit Esaus Genius berichtet.

    Es gibt vielleicht kein Ereignis im Leben unserer Stammväter, das mit solcher Klarheit und Eindringlichkeit die Grundzüge der späteren Ereignisse im Leben ihrer Nachkommen vorbildlich darstellt wie dieses denkwürdige Ereignis. Fast jedes einzelne Moment weist entweder in klar ausgesprochenen Worten oder in Tatsachen, deren symbolische Deutung jeden Zweifel ausschließt, auf Erscheinungen hin, die das Leben der späteren Nachkommen in seinen Licht- und Schattenseite charakterisiert?

    In diesem Sinne finden auch zwei Aussprüche, die die Weisen uns aufbewahrt haben, die auf den ersten Blick jedes Verständnisses entbehren, ihre Erklärung.

    Diesen Kampf oder vielmehr die Folge dieses Kampfes hat das Gotteswort durch das גיד הנשה-Genussverbot verewigt: על כן לא יאכלו בני ישראל את גיד הנשה „Darum sollen Jissroéls Söhne nicht die Sehne der Schwäche essen“ (32,33). Hierzu bemerkt der Midrasch: את לרבות ט' באב, das Wörtchen את schließt gleichzeitig den Fasttag des neunten Aw, des Gedächtnistages der Zerstörung Jeruscholaims ein. Dieser Fasttag steht nach der Ansicht der Weisen mit dem גיד הנשה-Verbot in solch innigem Zusammenhang, daß sie im Sohar (z.St.) lehren:וכל מאן דאכיל בט"ב כאלו אכיל גיד הנשה wer am ט"ב nicht fastet, das sei gleichbedeutend, als hätte er das גיד הנשה-Verbot übertreten. – 

    ויעבור את אשר לא „Er brachte das Seine hinüber“ (das. V.24). Mit diesen Worten wird die Geschichte dieses Kampfes eingeleitet. Jakob hatte alles, was er sein nannte, seine Familie und seine Angehörigen, sein Hab und Gut hinübergeschafft ויותר יעקב לבדו ויאבק איש עמו, so daß er ganz allein blieb, als sich entspann.

    ויותר יעקב לבדו An diesen Vers knüpfen die Weisen folgende Bemerkung: אין כאל ישרון, ומי כאל ישרון ישראל סבא, מה הקב"ה כתיב ביה ונשגב ה' לבדו אף הכא ויותר יעקב לבדו „Nichts gleicht Gott – Jeschurun! Wer gleicht Gott, Jeschurun unser Vater Jakob!“ Wie es von Gott heißt: „und erhaben steht Gott allein da“ (Jes. 2), so auch von Jakob: „und allein blieb Jakob“. –

    Dieser Prophetenvers schaut in eine Zeit, in der eine große Menschheit, von jedem Götzenwahn befreit, sich zur reinen Gotteshuldigung emporgeläutert haben und Gott allein machteinzig dastehen wird. In welchem denkbaren Zusammenhang steht hiermit unser Vers: ויותר יעקב לבדו? –

    Aus der Geschichte dieses Kampfes glauben wir zwei Stellen ganz besonders hervorheben zu müssen, die unseres Erachtens eine eingehende Erklärung verdienen. וירא כי לא יכול לו וגו' Er sah, daß er gegen ihn nichts vermochte, da griff er an den Ballen seiner Hüfte, und es wich Jakobs Hüftballen, בהאבקו עמו indem er mit ihm rang“ (V.26). Diese zwei Worte בהאבקו עמו sind vollkommen überflüssig; selbstredend war er während des Kampfes verletzt. – Ferner: der Kampf endete mit der segnende Anerkennung Jakobs durch Esaus Genius: ויברך אתו שם „Und er segnete ihn dort“ (V.30). Auch das Wort שם scheint ganz überflüssig zu sein. –

    Jakob nennt den Ort nach dem denkwürdigen Ereignis (31). Da geht ihm die Sonne auf ויזרח לו השמש als er an Penuel vorüber war; und nun heißt es: והוא צלע על ירכו er hinkte an seine Hüfte (32). Mit einer jeden Zweifel auszuschließenden Bestimmtheit wird uns also berichtet, daß Jakob mit dem Aufgang der Sonne hinkte. Seine Hüfte ward ihm während des Kampfes verletzt, inzwischen graute der Morgen, doch erst mit dem Aufgang der Sonne hinkte Jakob auf seiner Hüfte – was soll uns damit gesagt werden?

    כל השירות שעברו קרויות בלשון נקבה, lehren die Weisen (ילקוט ומ"ר בשלח), alle Gesänge, die Jissroél in der Vergangenheit anlässlich göttlicher Wundertaten, die ihm Erlösung gebracht, angestimmt hat, werden in der weiblichen Form (שירה) verzeichnet מה הנקבה מתעברת ויולדת וחוזרת ויולדת wie eine Frau stets nach vorangegangenen Schmerzen ein Menschenwesen zur Welt bringt, כך התשועות שעברו היה אחריהם שעבוד so folgten noch immer jeder Erlösung stets neue Golus-Leiden, die dann wieder zu erneuter Erlösung führten, sie gleichsam „gebaren“, – אבל תשועה העתידה לבוא אין אחריה שעבוד jedoch die einstige Erlösung wird eine dauernde sein, ihr folgt nicht auf neue das Leid; der Gesang, der ihr dann angestimmt wird, קרויה בלשון זכר ihn nennt der Psalm ein „männliches Lied“ (שיר): שירו לה' שיר חדש,  „singet Gott das neue Lied“ (Ps.98). –

    Verstehen, wir die Worte unserer Weise recht, so geben uns die zwei Worte שירה und שיר Jissroéls Geschichte in ihren Grundzügen wieder.

    Die erste שירה haben unsere Väter bekanntlich gelegentlich des wundervollen קריעת ים סוף-Ereignisses gesungen. Über diese שירה haben sich die Weisen (מ"ר בשלח) mit folgenden Worten ausgesprochen: מיום שברא הקב"ה את העולם ועד שעמדו ישראל על הים לא מצינו אדם שאמר שירה להקב"ה אלא ישראל „Seitdem Gott die Welt erschaffen, bis zu dem Augenblick, da Jisroél am Meere stand, hat kein Mensch außer Jisroél Gott die שירה gesungen: ברא אדה"ר ולא אמר שירה Gott erschuf den ersten Menschen – er sprach aber keine שירה; הציל אברהם וכו' Gott rettete Abraham – er sprach aber keine שירה, das gleiche gilt von Isaak, wie auch von Jakob – keiner, der eine שירה gesprochen hätte – erst als Jisroél das Meereswunder erlebte, מיד אמרו שירה להקב"ה stimmte es alsbald Gott die שירה an שנ' אז ישיר משה ובני ישראל, denn so heißt es: „Damals sangen Moses und Jisroél“ – הוי פיה פתחה בחכמה ותורת חסד על לשונה Hierauf bezieht sich auch der Vers: „sie öffneten ihren Mund in Weisheit, und Lehre der Liebe war auf ihrer Zunge“ (Mischle 31).

    Hätten die Weisen gesagt, daß vor dem jüdischen Volke kein anderes Volk auf Erden Gott die שירה angestimmt habe, so könnten wir ihre Worte begreifen. Daß sich aber Jisroéls Verhalten in einen Gegensatz zu Adam, ja zu unseren Vätern Abraham, Isaak und Jakob stellen, die anlässlich ihrer wunderbaren Erlebnisse sich zu keiner שירה bewogen gefühlt hätten, bedarf wohl der eingehenden Erklärung. –

    אותות ומופתים nennt das Gotteswort die in der Geschichte Jissroéls vollbrachten Wundertaten Gottes, der spätere Sprachgebrauch der Väter nennet sie im allgemeinen נסים. –

    נסים, wovon die Einzahl נס, bezeichnet in der Heiligen Schrift zunächst ein hochaufgestecktes Feldzeichen, eine Fahne, die der Soldatenschar den Ort bezeichnet, wo sich ihr Führer befindet, und dadurch zugleich die Richtung angibt, wohin sich die Schar und jeder einzelne in ihr zu bewegen hat. Solange die Fahne sichtbar ist, weiß ein jeder, wo der Führer ist dessen waches Auge sie alle fürsorgend leitet? Kaum treffender und gedankenvoller konnte der Sprachgebrauch der Väter die אותות ומופתים unserer Geschichte bezeichnen, als indem sie sie נסים, ihre Feldzeichen nannten. Diese Wunder, sie sind unsere נסים, unsere Feldzeichen für unsere Wanderung durch die Jahrhunderte der Geschichte, auf die wir hinblicken, wenn wir wissen wollen, wo unser göttlicher Führer sich befindet, wenn wir uns vergewissern wollen, daß ein göttlicher Auge in unserer Mitte wacht, au die wir hinblicken, wenn wir uns orientieren wollen, welchen Weg wir einzuschlagen haben, um zu unserem Führer zu gelangen, uns bei unserem Führer zu halten. –  

    Wohl sollten wir – und darüber wollen wir uns nicht täuschen – auch in den natürlichen, alltäglichen Lauf der Dinge das ewig wache göttliche Vaterauge erkennen und den Weg zu unserem Führer auch ohne diese hochgesteckten Feldzeichen finden. Doch dafür waren und sind wir noch nicht reif. Diese Reife hatten unsere Väter nicht, als sie aus Mizrajim zogen, diese Reife haben wir auch heute noch nicht, sie winkt uns als das anzustrebende Ziel.

    Das gleiche aber gilt von קרא בשם ה', das uns in den ersten Blättern unserer Thora bedeutsam entgegentritt. – אז הוחל לקרא בשם ה' (Gen 4,26). Mit diesen Worten wird der beginnende Verfall der Menschheit und ihre zunehmende Entfremdung von Gott eingeleitet. קרא בשם ה' wäre jedoch, so sollte man meinen, das Höchste, was Menschen zu Gottes Ehre tun könnten, und doch wird damit, nach einer von unserem großen Rabbiner זצ"ל angeführten herrlichen Erklärung, der zu Enochs Zeiten beginnende geistig-sittliche Verfall gekennzeichnet.

    קרא בשם ה' die Menschheit zu Gott rufen, sie in der Gotteserkenntnis belehren und sie dafür in Gesinnung und Tat gewinnen, ist allerdings ein nicht hoch genug anzuschlagendes Verdienst, das bekanntlich gerade das Leben unseres Stammvaters Abraham geadelt hat. Allein, es wir eine Zeit kommen, die uns der Prophet Jirmeja (31,33) enthüllt, in der die Menschen in allen ihren Gliedern von der Gotteserkenntnis also erfüllt sein wird, daß kein Bedürfnis mehr vorhanden sein wird, לקרא בשם ה' Gott erst aufrufen zu müssen אחרי הימים ההם נאם ה' נתתי את תורתי בקרבם וגו' ולא ילמדו עוד איש את רעהו ואיש את אחיו לאמר דעו את ה' כי כולם ידעו אותי למקטנם עד   גדולם „Nach jenen Tagen, spricht Gott werde ich meine Lehre in ihre Mitte geben – und nicht wir ferner einer seine Nächsten, einer seinen Bruder lehren: erkennet Gott, denn sie alle werden mich kennen von groß bis klein“. –  

    Was hier für eine Zukunft verheißen wird, war zu Beginn der Menschengeschichte der Fall: da warקרא בשם ה'  vollkommen überflüssig, da stand der Mensch in unmittelbarer Nähe vor Gott, und ein jeder erkannte Gott gleichsam durch Gott. Mit Enoch hatte die Menschheit ihre ursprüngliche Reinheit bereits eingebüsst, stellte sich zum ersten Male das Bedürfnis ein, לקרא בשם ה' Menschen zu Gott im Namen Gottes aufzurufen. Was in den späteren Zeiten und noch heute ein Verdienst war und noch immer ist, das war zu Enochs Zeiten ein Zeichen beginnenden traurigen Verfalls אז הוחל לקרוא וגו' „damals musste man anfangen, mit dem Namen Gottes aufzurufen“ – bis dahin war es überflüssig!

    Das gleiche gilt auch von den נסים. Der erste Mensch und auch Abraham, Isaak und Jakob bedurften nicht erst der נסים, außerordentlicher, wunderbarer Ereignisse, um sich zur Gottesanschauung zu erheben, sie fanden auch ohne Feldzeichen den Weg zu ihrem Führer, sie empfanden in jedem Augenblick das selig freudige Bewusstsein der Gottesnähe, so daß ihr ganzes Leben, ein jeder Atemzug ihres Lebens sich zu einer שירה gestaltete, und es hätte für sie einen bedauerlichen Rückschritt bedeutet, wenn sie erst durch außerordentliche Erlebnisse zu Gott schauender שירה hätten begeistert werden müssen.

    Anders lagen jedoch die Verhältnisse bei unseren Vätern in Mizrajim. In dem Pfuhl mizrischer Entartung war das reine Gottesbewusstsein in ihrer Brust beinahe erloschen, und es bedurfte erst besonderer göttlicher Veranstaltungen נסים, die als ragende, weithin sichtbare Feldzeichen ihnen aufs neue den Weg zu ihrem göttlichen Führer wiesen. Ohne diese נסים hätten sie Gott allein nimmer gefunden, und es muss ihnen als Verdienst angerechnet werden, als חכמה, als תורת חסד, wie es den Weisen bezeichnen, daß sie die moralische Kraft besaßen, von diesen נסים geleitet, den Weg zu Gott zu finden, wie es auch uns, so lange Gotteserkenntnis nicht Allgemeingut einer ganzen Menschheit geworden ist, als Verdienst angerechnet wird, wenn der Gedanke an נסים, die wir in unserer Geschichte erlebt haben, uns stets aufs neue Gott finden hilft. –

    Es wird aber die Zeit kommen, in der, was von Anbeginn der Fall war, wiederkehren, eine Menschheit Gott allein ohne נסים erkennen wird, eine Zeit, in der wie der Prophet verkündet (Jes.2,17) ושח גבהות האדם וגו' והאלילים כליל יחלף der Stolz  einer sich selbst vergötternden Menschheit gebrochen, alle Mächte geschwunden sein werden, die so lange einer verblendeten Menschheit den Weg zu Gott verschlossen haben, Gott als alleiniger Schöpfer und Lenker der Welt und des Menschengeschickes dastehen wird. – Dann aber ist auch das heiß ersehnte Ziel erreicht ונשגב ה' לבדו ביום ההוא (das.), daß Gott allein, ohne נסים, ohne Feldzeichen von einer schauenden Menschheit huldigend anerkannt wird.

    ונשגב ה' לבדו ביום ההוא Diese Zeit vorzubereiten, in der eine Menschheit Gott allein in allem schauend erkennen, in der mit anderen Worten כל הנשמה תהלל י' ein jeder Atemzug sich zu einer Gott huldigenden שירה gestalten wird, ist Jakobs Aufgabe, ist die hehre Mission des jüdischen Volkes. Bis dahin haben wir לקרא בשם ה' durch Wort und Tat, in Gesinnung und Leben Gottes Namen zu verkünden.

     Undמעשה אבות סימן לבנים ! Wie unser Stammvater Jakob in jener denkwürdigen Nacht mit Esaus Genius kämpfend ringt und trotz schwerer Verletzung ותקע כף ירך יעקב בהאבקו עמו schließlich doch den Sieg davonträgt und Esaus Genius ihm den Tribut verehrender, segnender Anerkennung zollt ויברך אתו שם – so hat auch das jüdische Volk leidend unter dem feindlichen Gegensatz einer großen Welt, kämpfend, und sei es auch unter den schwersten Opfern, sich zu behaupten und bei seiner großen Aufgabe treu auszuharren עד עלות השחר, bis zum Anbruch jenes Völkermorgens, der ihm die segnende und verehrende Anerkennung der Völker als Siegespalme reicht.

    ויותר יעקב לבדו Und Jakob blieb allein – ganz allein zurück.

    ויעבר את אשר לו Alles, was er besaß, was er sein eigen nannte, sein Hab und Gut, alles, woran das Menschenauge hängt, hatte er jenseits des Stromes hinübergeschafft und blieb allein zurück, entblößt von allem, was im Leben Glanz und imponierende Geltung zu verleihen pflegt. Welch belehrender Wink liegt nicht in dieser Tatsache allein, mit der dieses denkwürdige Ereignis eingeleitet wird, welche Mahnung vor allem für unsere Zeit! –

    In den jahrhunderten finsterer Golus-Nächte haben unsere Väter für ihr heiliges Erbe gekämpft und geblutet, sind trotz schwerster Verletzungen standhaft geblieben und haben in heldenhafter Selbstaufopferung sich die Hoheit ihres jüdischen Adels bewahrt. Nach langer, finsterer Nacht dämmerte endlich der erste, schwache Morgenstrahl, in den Herzen der Völker erwachte das Gefühl für Recht und Menschlichkeit, und das für sein göttliches Heiligtum kämpfende und blutende Jakobsvolk durfte nach langer Zeit wieder frei aufatmen. Doch geblendet von dem jungen Lichtstrahl, glaubte ein beträchtlicher Teil des Jakobsvolkes mit Preisgabe des Heiligtums seines Gesetzes, für das die Väter gekämpft und geblutet – die Anerkennung und Achtung der Völker sich erkaufen!

    Welch kläglicher, jämmerlicher Irrtum! Wir haben es erlebt und erleben es immer aufs neue: der pflichtvergessene Jude wird im günstigsten Falle geduldet, und achtet man ihn, so achtet man ihn nicht weil er Jude, sondern obgleich er Jude ist. Täuschen wir uns nicht: wegen der äußeren Vorteile, die er als mitschaffendes, produktives Glied der Gesellschaft bietet, sei es auf  wirtschaftlichem oder wissenschaftlichem Gebiete, verzeiht man es ihm, daß er Jude ist, tut man ihm den Gefallen, in ihm den Juden zu vergessen, aber den Juden im Juden, den jüdischen Geist und die jüdische Wahrheit bringt er nimmer zu ehrenden, segnenden Anerkennung.

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung erster Teil Genesis  J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1936 S. 68 - 76

     

    02-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    01-12-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.„Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“ 8.Folge
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    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

     

    II.DAS WESEN DES ZIONISMUS


    ... …. 
     Das Judentum war und ist eine Religion! Nur darum ist es ewig und unzerstörbar.  Der ewige Charakter des Judentums ist ein universeller, Welten umspannender und Menschen verbindender. Der Nationalismus aber reißt das Judentum aus dieser Stellung in der Weltgeschichte heraus und macht es zu einer kleinen Nation mit relativen Wert, genau denselben denn die Tausenden entstehenden und vergehenden Nationen auch  haben.     Diesem nationalen  Gedanken ordnet der Zionismus auch das religiöse unter.  Da nun die jüdische Religion in einem ausgesprochener Gegensatz zu allem beschränktem Nationalen steht, kann man ermessen, welche Umwandlung sie sich dabei gefallen lassen muß. Alles, was im Lehrinhalte des Judentums groß und ewig ist, weil es eine Überwindung der engherzigen nationalen Begriffe darstellt, wird darum vom Zionismus abgelehnt und seine Richtigkeit bestritten, und wo diese Mittel nicht verfangen, wird es mit Schmutz und Hohn beworfen.  Unter der Bearbeitung des Nationalismus wird die jüdische Religion zu eine Karikatur ihres eigentlichen Wesens. Aus der universellen Weltreligion mit ihrem erhabenem Fluge  wird der bescheidene Kultus eines kleinen Volksstammes. Nicht mehr ist der Maßstab für gut und bösen, in ewigen göttlichen Gesetzen zu finden, sondern in nationalen Eigentümlichkeiten des Volkes dessen Fehler, Schwächen und typischen Laster zum Range von Tugenden erhoben werden müssen. Da nun einmal nicht alle jüdischen „Rasseneigenschaften“ gut sind, und auch diese schlechten Berücksichtigung und Pflege finden, gefährdet der Zionismus die allgemeinverbindliche Ethik, an deren Stelle er einen jüdischen Rassensittenkodex  setzt, der aber wahre Ethik nicht mehr darstellt.

    Der Zionismus spottet über alles was in der  jüdischen Religion groß und erhaben ist. Er höhnt wenn die nicht nationale Judenheit trotz aller Enttäuschungen, die sie in der Welt erfährt,  das Wesen Gottes in der Liebe und Gerechtigkeit erblickt, und an ihren Sieg mit aller Kraft der Seele glaubt. Der Zionismus verspottet und verhöhnt den Universalismus in der  jüdischen Religion überhaupt und leugnet damit zugleich den Glauben an den einen Gott, der aller Menschen Vater ist und die Geschicke der ganzen Menschheit lenkt. Der Zionismus leugnet die Mission des Judentums und beschimpft die Rabbiner, welche, den alten prophetischen Verheißungen und Hoffnungen getreu diesen Stein als einer der herrlichsten in der goldenen Krone der jüdischen Lehre ansehen. Damit nimmt er aber einen der stärksten Antriebe zum sittlichen Handel, das Gefühl der Verantwortung, das jeder einzelne von uns wie unsere jüdische Gesamtheit der Menschheit gegenüber trägt.

    Und warum dies alles? Warum leugnet und verhöhnt der Zionismus diese größten und erhabensten Gedanken unseres Glaubens? Nur weil er ein Kind der Zeit ist, das nicht historisch denken und  blicken kann und kein anderes Gesichtsblick kennt als den ganzen engen der heutigen Zustände! Und da diese trübe sind , da unsere Zeit uns noch nicht anhören will, da sie noch kein Verständnis hat für die Größe und Erhabenheit des universalistischen, reinen Gottesglaubens, erklärt der Zionismus die religiöse Güter  für  wertlos und wirft sie leichtfertig von sich. Ohne den geringsten Sinn für seine Verantwortung gegen die Geschichte zerstört der Zionismus die jüdische Religion!

    … …

     

    (wird fortgesetzt)

     

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    01-12-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    30-11-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Erklärung des Vorstandes des Rabbiner-Verbandes in Deutschland gegen das Nationaljudentum (1897)
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    Historisches Dokument

    Erklärung des Vorstandes des Rabbiner-Verbandes in Deutschland gegen das Nationaljudentum (1897)

    Erklärung:

    "Durch die Einberufung eines Zionisten-Kongresses und durch die Veröffentlichung seiner Tagesordnung sind so irrige Vorstellungen über den Lehrinhalt des Judentums und über die Bestrebungen seiner Bekenner verbreitet worden, daß der unterzeichnete Vorstand des Rabbiner-Verbandes in Deutschland es für geboten erachtet, folgende Erklärung abzugeben:

    1. Die Bestrebungen sogenannter Zionisten, in Palästina einen jüdisch-nationalen Staat zu gründen, widersprechen den messianischen Verheißungen des Judenthums, wie sie in der heiligen Schrift und den späteren Religionsquellen enthalten sind.

    2. Das Judentum verpflichtet seine Bekenner, dem Vaterlande, dem sie angehören, mit aller Hingebung zu dienen und dessen nationale Interessen mit ganzem Herzen und mit allen Kräften zu fördern.

    3. Mit dieser Verpflichtung aber stehen nicht im Widerspruch jene edlen Bestrebungen, welche auf die Kolonisation Palästinas durch jüdische Ackerbauer abzielen, weil sie zur Gründung eines nationalen Staates keinerlei Beziehungen haben.

    Religion und Vaterlandsliebe legen uns daher in gleicher Weise die Pflicht auf, alle, denen das Wohl des Judentums am Herzen liegt, zu bitten, daß sie sich von den vorerwähnten zionistischen Bestrebungen und ganz besonders von dem trotz aller Abmahnungen noch immer geplanten Kongreß fern halten."

    Berlin,  den 6. Juli 1897.

    Der geschäftsführende Vorstand des Rabbiner-Verbandes in Deutschland

    Dr. Maybaum (Berlin), Dr. Horowitz (Frankfurt), Dr. Guttmann (Breslau), Dr. Auerbach (Halberstadt), Dr. Werner (München)

    Ursprünglich erschienen in „Berliner Tageblatt“

    Abbildung in „Sefer ol goliosseenu“ NY 2018

    Diese einzigartige rabbinische Erklärung  zielte darauf ab, die Abhaltung des ersten internationalen zionistischen Kongresses in München (der daraufhin in Basel stattfand) zu verhindern. Die Unterzeichner haben sich den Zorn der Verurteilung der zionistischen Führer, Dr. Max Nordau und Dr. Theodor Herzl, zugezogen, die sie  „Protestrabbiner" nannten. Diese Rabbiner gegensätzlicher Richtung - Dr. Horowitz und Dr. Auerbach waren orthodox, die anderen Liberalen – machten Einheitsfront gegen den Nationaljudentum.

     

    30-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    29-11-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Sprüche 16,7 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Wajischlach
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    וישלח

     

    ברצות יי דרכי איש גם אויביו ישלים אתו:

     

     

     

    „Wenn Gott die Wege eines Mannes wohlgefallen, macht er auch seine Feinde friedlich mit ihm.“

    (Mischle – Sprüche Salomons 16,7 Übersetzung Rabb. Dr. WOLF, Köln a.Rh.)

     

    1.

    Wohl steht dem Gerechten entgegen

    Der Haß und die Bosheit der Welt,

    Die gerne der Frömmigkeit Segen

    Mit ihrem Gifte vergällt.

    2.

     Doch Gott gibt dem Wackeren Stärke,

    Versöhnt ihm den grimmigsten Feind,

    Am gottgefälligen Werke

    Sind einst alle Kräfte vereint.

    .

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 96  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    29-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    27-11-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt Wajézé
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

                                  (1808-1888)

     

     

    ויצא פרשת

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Wajézé

     

    Kap. 28, V. 10 So ging Jaakob fort von Beer Scheba und ging gen Charan.

     

    Kap. 28, V. 10 …Wenn Abraham die Wurzel des jüdischen Volkes ist, Jizchak die Fortsetzung zum Stamm, so ist Jakob der eigentliche Stamm selbst. Darum sprach auch Jizchak zu ihm: ויתן לך את הברכת אברהם וגו'. Ist ja Jakob derjenige, der dem künftigen Volk Namen und Geschick vererben soll. Wir heißen nicht Abrahams Volk, sondern; Jissroél! Jakob sehen wir daher wie Abraham ein zweites לך לך erfüllen, sehen ihn, unsern nächsten Stammvater auf den die ganze Geschichte von Abraham bis Jizchak hingearbeitet hatte, gleichfalls isoliert hinausziehen; jedoch ganz anders als Abraham. Abraham zog freilich als Hausherr, mit Weib und Genossen, Verwandten und Vermögen. Jakob aber sehen wir durch Verhältnisse bewogen, freiwillig hinauszuziehen, ohne das mindeste mit sich zu nehmen. Er ließ vielmehr alles dem älteren Bruder zurück, damit dieser erkennen konnten es habe sich bei der ברוכה um keinen  materiellen Vorteil gehandelt.

    Jakob zieht hinaus, um ein jüdisches Haus zu gründen, und nimmt dazu nichts als sich, als das mit hinaus was in seiner eigenen Persönlichkeit liegt – das ist das Faktum, mit welchem hier eingeleitet wird; denn alles, was fortan folgt, bewegt sich nur um die Gründung des Hauses. War ja Jakob der ersten der es aussprach, wie Gott vor allem im Hause zu suchen sei, der erste, der den großen Gedanke dachte: בית אלקים, בית א', Gottes Haus, der eben nichts anders sagt als: daß der Kreis, wo die Menschenseelen keimen und blühen, wohin der Mensch das trägt was er erwirbt und es im Menschenleben bauende Tätigkeit umsetzt, die größte und nächste Stätte der Gottesoffenbarung sei.

    Was schon Noa bei der neuen Grundlegung der Menschengeschichte prophetisch geschaut, daß  wenn es der japhetischen Kultur  gegeben ist, die Menschen für das Schöne zu gewinnen, und dadurch veredelnd auf sie einzuwirken, es Sem vorbehalten sei, „Hütten zu bauen, in welchen Gott wohnt“, das trat zuerst durch Jakob in die Verwirklichung ein. Wenn jüdische Weise den großen, die ganze Weltanschauung umwandelnden Satz gesprochen:עיקר שכינה בתחתונים , die Haupt- und ursprüngliche Stätte der Schechina ist auf Erden; oder: wenn Menschen gottselig ihre Augen himmelwärts drehen und meinen, Gott oben suchen zu müssen, lachen die Engel sie aus und nennen sie Distelköpfe (ס"ח18); oder: wer im Freien wandert und lernt, und seiner Lehre unterbricht und spricht, wie schön ist dieser Baum, wie schön ist dieses Feld – wer also in der Anschauung der gottreuen Entwicklung eines Menschenlebens nicht eine alles verdunkelnde überstrahlende Herrlichkeit findet, so dass ihm dabei noch ein Auge für die Herrlichkeit findet, so daß ihn dabei noch ein Auge für die Herrlichkeit der Natur bleibt – der hat fast sein Leben verwirkt (Aboth III,9) solche und ähnliche Aussprüche verdanken wir dem Geiste Jakobs. Unter dem Einfluss der japhetischen Kultur flüchtet man sich aus dem „prosaischen“, „gewöhnlichen“ Leben in die Poesie der schönen Natur. Jakobs Erben finden Gott und alles Herrliche am ersten und nächsten im Hause. Das ist der Gegensatz jüdischen und nichtjüdischen Wesens. …

     

    V.13 Und siehe da, Gott – steht bei ihm und spricht: Ich bin Gott, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Jizchaks; das Land, auf dem du schläfst, gebe ich dir und deinem Samen.

     

    V.13…Es scheint hier mit großer Bedeutsamkeit אברהם אביך und dabei יצחק ohne solche Bezeichnung zu sein. Es dürfte dies wohl nie wieder vorkommen, daß der Großvater Vater genannt wird und gleichzeitig der Vater nur wie ein Fremder dabei steht. Es kann daher unmöglich von der leiblichen Abstammung die Rede sein. Vielmehr war Jakob in dieser Wendung alles gesagt. Jakob war Abrahams Sohn, Jizchak nur das Mittelglied. Geistig war Abraham Jakobs Vater. „Du bist der Sohn dessen, zu dem ich gesprochen; התהלך לפני והיה תמים, sei dessen Sohn und Erbe!“ In Jakob, dem ersten Erbauer eines jüdischen Hauses, gewinnt auch die abrahamitische Zukunft den ersten Anfang der Verwirklichung.  

     

    27-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    26-11-2020
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת ויצא

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro Wajézé

     

    Hosea, Kap. 11, 12

     

    In dem unserer  Haftoro unmittelbar vorausgehenden Verse hatte der Prophet darauf hingewiesen, wie der Abfall bereits die traurigsten Folgen über das Land gebracht habe, wie das Schwert in allen Städten gewütet und alle künstliche Stützen vernichten habe. Und alle in Folge ihrer „wohl überlegten Grundsätze“, ממועצותיהם wie der Ursprung in Wahrheit aus Leichtsinn, Unwissenheit und vor allem aus Widerwillen gegen die vom Gottesgesetze geforderte Selbstbeherrschung und Unterordnung unter das Pflichtgebot hervorgegangenen Abfalls mit unverhüllter Ironie bezeichnet wird. Dem Volke war vorgespiegelt worden, wenn es das angeblich menschunwürdige „Joch des Gesetzes abwerfe“, so werde es in ungebundener Freiheit den Ertrag seines Bodens wie die anderen Völker genießen und in freundschaftlichem Bundesverhältnisse mit ihnen leben. Diese Erwartungen hatten sich nicht erfüllt. Vielmehr waren im Gegenteil die schweren Verhängnisse hereingebrochen, die im Gottesworte als Folge des Abfalls längst verkündet waren. Das hätte doch eigentlich, meint der Prophet, dem Volke die Augen öffnen müssen über die Wahrheit seiner vermeintlichen „Principien“ und über den Charakter der Männer, die es bisher als seine Lehrer und Führer verehrt hatte. Es hätte doch jetzt mit zweifelloser Klarheit erkennen müssen, daß der Weg, auf dem es sich befand, es unabwendbar ins Verderben führe und sein einziges Heil nur in der Umkehr, in der Rückkehr zu Gott bestehe. Doch nein! Stutzig waren sie durch die trüben Erfahrungen wohl gemacht, aber belehrt, zur klaren Erkenntnis gebracht, überzeugt?

     

    Kap.11, V.9 Darum führe ich meines Zornes Glut nicht aus, darum ziehe ich mich nicht ganz zurück Efraim zu vernichten; denn Gott bin ich, und nicht ein Mensch, werde in deinem Inneren der Heilige, wenn ich auch in keine Stadt eingehe.

     

    V.9. לא אעשה וגו', deshalb führe ich nicht aus, was mein Zorn eigentlich über euch verhängen würde und wenn ich nicht auch zurückziehe, so doch nicht in dem Sinne dich zu vernichten. Der Verlust deiner Selbständigkeit und des von dir vergötterten Bodens und seiner Güter, der Leidensweg des Exiles, deine Preisgebung an die fremden Mächte, als deren Repräsentanten hier Mizraïm und Aschur genannt werden: sie sind nicht dein Untergang, sie sind deine Rettung. „Denn der Allmächtige bin ich und nicht ein Mann“ – Wäre Jissroéls unsterbliche Lebensseele nicht Gotteswort und seine Erhaltung nicht Gotteswille, wäre es der Menschensatzung  was dich zum Volke machte und Menschenweisheit und Menschenwirken, was dich bisher im Völkerdasein erhielt: mit dem Verluste des gemeinsamen Bodens und mit der Zerstreuung  unter die Botmäßigkeit der fremden Völker wäre auch dein   nationaler Tod besiegelt gewesen. So aber ist es nicht. Ich bin der Allmächtige, auch das fremder Willkür preisgegebene, jedes äußeren nationalen Bandes beraubte Jisroel bleibt mein, nein, wird vielmehr mein, ich erziehe es durch die Geschicke, durch sie öffne ich sein Herz meinem Worte, und es huldigt mir in Heiligung seines Lebens, „ich werde in deinem Innern der Heilige, wenn ich auch in keine Stadt komme“, wenn es auch keine Stadt mehr gibt, die das mir dienende Jissroéll sein eigen nennen kann.

     

     

    V.10 Gott werden sie nachfolgen, wenn Er mit Löwenmacht ruft; denn mit Macht wird Er rufen, und dann werden sie als Kinder eifrig herbeieilen aus dem Westen. 11. Sie werden besorgt herbeeilen wie ein Vogel aus Mizrajim und wie eine Taube aus dem Assyrerlande, und ich werde sie über ihren Häusern wohnen lassen, spricht Gott.

     

    V.10 f. Die Macht der Ereignisse wird das Wunder dieser inneren Umkehr bewirken. Aus dem Donner der Ereignisse wird Gottes Stimme mit Löwenmacht zu ihnen dringen, wird sich mit Löwengewalt den Zugang zu ihnen bahnen  dann werden sie sich nicht mehr „תלואהם“ schwankend und im Zweifel darüber sein, wo für sie das Heil und wo die Wahrheit sei, ihres Vaters Stimme ist’s die sie ruft, und als בנים, von Heimweh ergriffen und von Sehnsucht beflügelt, –  ihre Sehnsucht giebt ihnen Schwingen (כיונה,כצפור ), – יחרדו, zitternd, daß noch etwas hemmend und trennend sich stellen könnte zwischen sie und ihren Vater, eilen sie in die Vaterarme ihres Gottes. –  Die Wiederholung des יחרדו, der Beflissenheit, des besorgten Eifers, – vergl.  Jes. 66, 2 und 5, וחרד על דברי , החרדים אל דברו – des dem Gottesrufe einst folgenden Jisroels der Zukunft lässt den Gegensatz zu der vollständigen Verständnislosigkeit der Massen und der frivolen Blasiertheit der Großen des damaligen Jissroéls dem Gottesworte gegenüber nur um so greller hervortreten. Ebenso zeichnen die Bilder כצפור,כיונה , den idealen Aufschwung im Gegensatz zu der Stumpfheit des Besitz und Genuss anbetenden Efraim, das, wie es unten V.9 heißt, auf alle Mahn- und Warnungsworte Gottes nur die eine stereotype Antwort hat: „Ich bin aber doch dabei reich geworden!“.

     

     

    Kap.12 V.3 Und einen Streit hat Gott mit Jehuda, und um über Jakob nach seinen Wegen zu verhängen, wird Er nach seinen Thaten ihm vergelten.

     

    V.3. Doch nicht von den Beziehungen zu den Völkern, nicht von dem diplomatischen Geschick der israelitischen und jüdischen Staatsmänner, sondern von seinem Wandel und seinen Thaten hängt Jissroéls und Juda’s Zukunft ab. Denn Gott ist es, der sein Geschick gestaltet, und nur nach Maßgabe seines inneren und äußeren Lebens verhängt er über es, es braucht bloß seine Hand von ihm abzuziehen und es ist wieder „Jakob“, das den äußeren Feinden Preisgegebene.

     

    Kap.12 V.4 Im Mutterschoße hielt er seinem Bruder die Ferse, aber durch seine Kraft wurde er der Überragende mit Gott.

     

    V.4 Diese Jakobstellung hatte das Besitz und Genuß vergötternde Volk gänzlich vergessen, hatte vergessen, daß es alles äußere Glück, Landbesitz und Selbständigkeit nur von seinem Gotte erhalten habe, um in Erfüllung des Gottesgesetzes die höchste Menschenbestimmung in geistig-sittlicher Größe zu verwirklichen.

    Es wird hier eine Parallele gezogen zwischen Jakob und dem Jakobsvolke. בבטן: in seiner physischen Stellung. עקב: die Ferse halten, Bezeichnung einer abhängigen, dienenden Stellung, ובאונו: Gegensatz zu בבטן,שרה : zu עקב. Seiner natürlichen Machtstellung nach, בבטן ohne seinen geistig-sittlichen Beruf als Träger des Gotteswortes, ist Israel unter den Brudervölkern das schwächste, abhängigste. Durch sein eigentliches Wesen, durch jene Kraft, die sein eigentliches Wesen bildet, wird es befähigt die weltgeschichtliche Höhe zu erreichen, auf der es sich „bei Gott“ erhält und dadurch, durch die Wahrheit, die es menschenpriesterlich verkündet, zum Überragenden zu werden.

     

    Kap.12 V.5 Einem Engel gegenüber wurde er der Maßgebenden und überwand, der weinte und erflehte von ihm Gnade, in Bethel wollte Er ihn finden und dort wollte er mit uns sprechen.

     

    V.5 Er wird zum Maßgebenden (וישר vonשור ) entweder: dem Engel gegenüber, oder: zum Engel, es erreicht seine Bestimmung, als Gottgesandter, als Gottesbote seinen Brüdern voranzugehn, wie es von der Bestimmung des Priesters inmitten Jissroels, Maleachi 2, heißt: מלאך ה' צבאות הוא

    Über die Vater Jakob in dem nächtlichen Kampfe mit Esau’s Genius gewordene, die weltgeschichtliche Zukunft seiner Kinder enthüllenden Offenbarung, auf die hier zurückgeschaut wird, vergl. Hirsch Commentar zu 1 B.M. 32,25ff. Als der Tag anbrach, da zeigte es sich, daß nicht der Jakob bekämpfende Genius Esaus’s, sondern daß Jakob ויוכל, es „vermocht hatte“, nämlich sich zu behaupten. Nicht Esau, sondern Jakob war der Sieger. Was Jakob in diesem nächtlichen Ereignisse erlebte und was der Engel ihm gegenüber aussprach und ihm verkündete, in בית אל wollte er ihn wieder finden und dort nicht עמו, mit ihm, sondernעמנו  mit uns sprechen: nicht für ihn, sondern für uns ward Jakob dies Erlebnis, und nicht für sich, sondern für uns empfing er Namen und Bestimmung „Jissroél“ zu sein.

     

    V.10 Und ich bin doch Gott, dein Gott vom Lande Mizraijm her! Ich werde dich noch wieder in Zelten wohnen lassen wie in den Tagen des Festes.

     

    V.11 Und deshalb habe ich gesprochen durch die Propheten und ich habe das prophetische Schauen gemehrt und durch die Propheten stelle ich die Zukunft im Bilde dar.

     

    Und eben weil die Zeit wieder kommt, wo du wieder in der Völkerwüste zu lernen haben wirst auf Gott zu vertrauen und in der Erfüllung des göttlichen Willens deines Lebens Inhalt und Glück zu finden, gerade deshalb habe ich Propheten geweckt und gesendet. –  ודברתי על הנביאים: „über die Propheten. Es wird hier ausgesprochen, wie Gott in diesen Zeiten des geistigen Verfalls das Prophetentum weckte. Während die große Mehrzahl des Volkes immer tiefer sank, für das Gotteswort alles Verständnis eingebüsst hatte und nur durch die trüben Erfahrungen des Exils wieder zur Besinnung  gebracht werden konnte, bewährten sich die herrlichen Männer, die ich später würdig fand mir Propheten zu sein, in erster Linie dadurch; daß sie mein Wort, das längst gesprochene, als über sie gesprochen, in Beziehung auf sie selbst aufnahmen und es sich zum Begriffe brachten. Indem sie dieses Wort zunächst zum Maßstab ihrer eigenen, individuellen Wirklichkeit und sodann ihrer zeitgenössischen Wirklichkeit machten, ging vor ihrem inneren Auge die Erkenntnis ihrer Zeit auf, und sie lernten sie vom Standpunkte des Gottesgesetzes aus mit Gottes Augen würdigen. Damit denn würden sie würdig, Werkzeuge und Empfänger des directen an Jissroel gerichteten Gotteswortes zu werden und Jissroél seine Zukunft zu enthüllen. Dadurch, daß ich „über“ die Propheten gesprochen habe ich חזון, das  geistige Schauen gemehrt.

     

     

    (AUS: Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 48-55  Kommentar zu Hosea Kap.11-12 .) 

    26-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    25-11-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt WAJÉZÉ
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    ויצא

     

    Belehrung und Mahnung zur Wochenabschnitt Wajétsé (Auszug)

     

    …

    Wir erkannten die innigen Beziehungen, in denen die Morgen- und Abendtefilla zu den Stätten stehen, an denen die Väter sie gesprochen. Das gleiche aber gilt auch von der Minchotefillo, die Isaak uns gelehrt.

    Isaak, in dessen Leben die Sonne sich allmählich dem Untergange nähert, , verrichtet seine תפלה an der Stätte, wo er seine zukünftigen Gattin Rebekka entgegen ging, um sie in das Hause seiner heimgegangenen Mutter zu führen: ויצא יצחק לשוח בשדה לפנות ערב וישא עיניו וירא והנה גמלים באים. –

    לפנות ערב Zu einer Zeit, da die Sonne sich ihrem Untergange nähert, verrichtet Isaak seine Minchotefillo uns in die Kraft leihen soll. Diese Zeit aber birgt ihren eigenen Gefahren, gegen die uns zu rüsten, Isaaks Minchotefillo uns die Kraft leihen soll. Ist einmal die „Nacht“ hereingebrochen, dann bleibt dem starken, jüdischen Bewußtsein nichts anders übrig, als mit Vater Jakob die Sonne zu schauen, vor der nach Gottes Ratschluß die Nacht einst weichen wird. Zur Minchozeit jedoch, wenn die Sonne sich langsam, aber sicher ihrem Untergange nähert, in der Zeit schwindenden Glücks, da pflegt der Mensch mit aller Zähigkeit an das einmal Erworbene sich zu klammern, um es mit allen, oft von Verzweiflung geborenen Mitteln sich zu erhalten.

    Da aber lehrt Koheleth jüdische Wahrheit, die uns gerade in solchen Lebenslagen stärkenden, aufrichtenden Mut einzuhauchen vermag:  וזרח השמש ובא השמש „Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter“ – so übersetzt meinen die Weisen (מ"ר das.), enthalte der Vers eine Selbstverständlichkeit: וכי אין אנו יודעים שזרח השמש ובא השמש „Wissen wir denn etwa nicht, daß die Sonne auf- und untergeht?“ „אלא עד שלא ישקע הקב"ה שמשו של צדיק זה הוא מזריח שמשו של צדיק חברו וכו'  עד שלא השקיע הקב"ה שמש של שרה הזריח שמשה של רבקה בתחלה הנה ילדה מלכה גם היא בנים ואח"כ ויהיו חיי שרה ויביאה יצחק האהלה שרה אמו “ Vielmehr will uns der Weise lehren, ehe noch Gott die Sonne eines Gerechten aufgehen: ehe die Sonne Saras untergegangen, war die Sonne Rebekkas bereits aufgegangen – von ihrer Geburt berichtet die Thora, ehe sie sich anschickt, vom Tode Saras zu erzählen – und es war Rebekka, die Isaak in das Zelt Saras heimführte. –

    Was aber vom Leben und Scheiden der Pflichtgetreuen gilt, gilt für alle göttlichen Lebensschickungen: nur unser kurzsichtiges Auge sieht die Sonne in ihrem Untergang, wo in Wahrheit Gottes Waltung uns eine Sonne wieder aufgehen läßt.

    Welche Stätte wäre daher geeigneter gewesen, an der Isaak seine Minchotefillo hätte verrichten können, als die, wo ihm seine zukünftige Gattin entgegenging, deren Sonne ihm aufgegangen war, ehe mit dem Heimgang seiner Mutter die Sonne ihm erloschen schien?

    Wenn Isaak uns in Wahrheit תפלת מנחה beten gelehrt hat, dann laßt uns zur Minchozeit vor Gott bekennen: שכשם שזיכיתני לראות חמה בזריחתה כך תזכני לראותה בשקיעתה Wir wollen auch zur Zeit, da in unserem Leben die Sonne sich ihrem Untergang nähert, die aufgehende Sonne schauen, die sicherlich Gott längst unserem Leben beschieden hat – und aus diesem hoffenden Vertrauen zu Gott auch während der Minchozeit die Kraft zu einem pflichtgetreuen Leben uns stärken. –

    So lehren uns die Väter entsprechend den verschiedenen Tageszeiten vor Gott תפלה sprechen und in allen Lebenslagen unerschütterliche Treue geloben. „Ich, so spricht der Psalmensänger (Kap. 55), ערב ובקר וצהרים אשיחה hole abends und morgens und mittags die Kraft mir im Gebet – Gesetzlose אשר אין חליפות למו ולא יראו אלקים glauben an keinen Wechsel und fürchten nicht Gott“, sie leben nur dem Augenblick: sie macht daher das Sonnenglück übermütig, und die Nacht stürzt sie in Verzweiflung, und schwindendes Glück raubt ihnen jeden inneren Halt.

    Wir aber sind יודעי חליפות, uns lehren die Väter in den תפילות die Kraft gewinnen, die wir für alle Lebensverhältnisse benötigen: uns kann das Glück nicht übermütig machen, die Nacht nicht zur Verzweiflung bringen, und sehen wir die Sonne scheiden, dann holen wir uns vertrauensvolle Festigkeit aus dem Bewußtsein: וזרח השמש ובא השמש.

     

     

    Quelle: Belehrung und Mahnung Aus nachgelassenen Schriften von Rabbiner Dr. Salomon BREUER* Erster Teil: Genesis  J. Kaufmann Verlag/ Frankfurt a.M. 1930 S. 58-67

    25-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    24-11-2020
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    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

     

    II.DAS WESEN DES ZIONISMUS

    … …. Das Judentum ist eine Religion! Es berührt geradezu merkwürdig, daß man geschichtliche Tatsachen, die mit solcher Wut in die Menschheitsgeschichte eingegriffen haben, daß sie Selbstverständlichkeiten, darstellen, noch erheben muß. Das Judentum ist seit der Zerstörung des Tempels nie etwas anderes gewesen, und überall, wo es auf die Geschichte der Welt eingewirkt hat, kam nur das religiöse Moment in Frage. Der Zionismus will es anders!  Er erblickt im Judentum in erster Reihe eine Nation und zieht daraus seine Folgerungen, er wandelt den Charakter  unserer Gemeinschaft in das Gegenteil um.

    Nun läßt sich nicht bestreiten, daß das Judentum einstmals eine Nation war, als eben noch der Tempel sich erhob. Aber das war in Zeiten,  als man die Unterschiede zwischen nationaler und religiöser Einheit noch nicht so faßte wie heute und der Gedanke an eine Religion, die über die Grenze der Nation hinausgriff erst  dunkel in den Köpfen aufzudämmern begann.  Gerade in unserem Judentum entstand eben zum erste Male der Begriff einer Ewigkeitsreligion, und das war  der Grund daß diese Gemeinschaft als allererste ihre nationale  Zertrümmerung überleben und als bloße Religion fortbestehen konnte, obgleich der Römer sich die größte Mühe gegeben hatte der jüdischer Staat mit eiserner Hand für immer aus der Reihe der Nationen zu vertilgen. Wäre das Judentum anderen Nationen wesensgleich gewesen, so wäre es untergangen, genauso wie Hellas und das gewiß mächtige Rom. Es war aber mehr, es hatte Ewigkeitswerte, und indem es sie betonte, erhielt es sich. Seit der Zerstörung des Tempels ist das nationale, vergängliche Moment zurückgetreten, während das religiöse immer mehr betont worden ist, und nur darum erhielt sich das Judentum, weil es Träger von Ideen war,  die stärker sind als Völker und Nationen. Die engen Fesseln nationaler Beschränkung waren gesprengt und die universale Weltreligion sowie der Glaube an des Judentums Aufgabe,  durch treues Festhalten an diese Religion, die Welt für den reinen Gottesglauben zu erobern, waren ein Inhalt, wie er erhabener und größer nicht gedacht werden konnte.  Zu allen Zeiten ist die gewaltige Größe dieser Ideen in Jissroél empfunden und erkannt worden.

    … …

     

    (wird fortgesetzt)

     

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

     

    Mit Dank an Herr Marcel, der uns vergangene Woche auf einen Fehler in der Nummerierung hingewiesen hat!

    24-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    23-11-2020
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    Rabbiner Dr. Pinchas KOHN

            (1867-1942)

     

     

    DER ALTE WEG

     

    Das Träumen, so sang schon König David, ist eine unentbehrliche Begleiterscheinung der Erlösung. Gewiß jede Erlösung versetzt als das Wunderbare die Menschen in einen Traumzustand, aber nicht jeder Traum bedeutet die Erlösung.

    In dem Ringen der Seelen um einen Sinn der Tatsachen während des Krieges, glaubten viele Menschen es müsse eine bessere Zeit anheben, damit die unerhörten Opfer nicht vergeblich gebracht worden wären. Auch jüdischen Menschen träumten also. Da noch jede epochale Wendung in der Weltgeschichte nicht ohne Rückwirkung auf jüdisches Geschick verblieb, ahnte man, wusste man sogar, daß wieder einmal – עת פקידה nannten es die Alten – Jissroél am Vorabend einer Wandlung stand. Das Bild ist unterdessen klar geworden; auf der eine Seite eine Verschärfung des Galuth in ägyptischer und mittelalterlicher Form, auf der anderen Seite das Hineinragen von Erez Jissroél in den Mittelpunkt des Denkens und Schaffens auch solcher Juden, welche noch vor einem halben Jahrhundert jede Erinnerung an die Zionsverheißungen des Allmächtigen zu tilgen für gut und notwendig hielten. Man könnte sogar einen inneren Zusammenhang zwischen diesen beiden Erscheinungen vermuten; tatsächlich ist ja die Befürchtung Max Nordaus in etwas anderem Sinne Wahrheit geworden. Palästina droht ein Nachtasyl zu werden. In den wirtschaftlichen Nöten zeigt sich eine fluchtartige Sehnsucht nach Palästina und die Tragik des ganzen Komplexes liegt darin, daß die Pforten auch dieses Nachtasyls nicht mehr offen sind. Es ist ganz müßig zu fragen, ob es anders hätte kommen können.

     Umsomehr aber erwächst für die Erben der Chalukagründer die ernste Aufgabe, der Situation gerecht zu werden. Diese Erben sind allerdings nicht organisiert und es zeigt sich jetzt mit aller wünschenswerten Deutlichkeit, welch eine Kurzsichtigkeit es war, daß die Kolalim (die landmannschaftlichen Vertretungen der Chaluka) nicht zu einer einheitlichen Linie in Bezug auf ihr ureigenstes Gebiet zu bringen waren. Denn was wollten die Begründer der Chaluka, der vielgeschmähten? Sie wollten der Anschauung zum Siege verhelfen, welche das wohnen in Palästina in unlöslicher Verbindung mit Einstellung des Daseins auf lückenlose Hingabe an die Thora im Forsche und Erfüllen bringt. Man darf wohl in diesem Zusammenhang davon reden, daß fast alle Bewohner der Städte in Palästina ob Juden oder die Anhänger der verschiedenen christlichen Konfessionen mehr oder weniger Pensionäre ihrer Gesinnungsgenossen waren und zum guten Teil noch sind. Merkwürdiger Weise machen sich ähnliche Versuche auch jetzt im Islam geltend. In welcher Weise die Subventionierung erfolgt, dürfte ziemlich belanglos sein.

     Sind aber die Kolalim bzw. ihre Vertreter (Nesiim) wirklich und ernstlich diese Erben, so haben sie im Augenblick eine sehr ernste Augabe. Man wäre versucht, zu sagen, daß der historische Moment für diese Kreise gekommen ist.

     Denn füglich wird man sich heute in allen Kreisen darüber klar, daß der Kernpunkt dieser ganzen Palästinafrage sich letzten Endes auf die Frage Europa oder Orient zuspitzt.

     Vor mehr als zwei Jahre hatten wir in der Wiener „Jüdischen Presse“ diese Frage zur Debatte gestellt, allerdings ohne nennenswerte Reaktion. Neuerdings hat, in einer allerdings ganz anderen Sphäre Dr. Kadmi Cohen diesen Punkt aufgegriffen. (Dr. Kadmi COHEN, Ein Beitrag zur  Frage des Großzionismus, Paris „le Triangle“. Eine Besprechung dieser ganz eigenartigen Ideenfolge bleibt vorbehalten.) So lange die Einwanderer nicht entschlossen sind, sich etwas weniger gegen die Orientalisierung zu wehren, wird der Konfliktsstoff in der Umgebung stetig wachsen. Denn der Gegensatz Araber – Juden ist nicht bloß ein machtpolitischer, sondern in seinen letzten Wurzeln ein kulturpolitischer. Nun haben aber alle orientalische Völker als Protest gegen die Materialisierung der Lebensbeziehung eine Art von Reservation für rein geistige, nicht auf Erwerb abzielende also, wie man heutzutage beliebt, unproduktive Tätigkeit und für die Pflege des Gemütslebens geschaffen. Dieses hat ebenso die Brahminen, die Lama, wie auch die Derwische geschaffen. Man geht fehl, wenn man darin bloß etwa eine Erfindung  schlauer und berechnender Priester  erblicken wollte; vielmehr entsprachen derartige Einrichtungen und Personengruppen den inneren Sehnsuchtsbedürfnissen eines Volkes. Und es ist wahrlich ein nicht gutes Zeichen für den Geist einer Zeit, wenn man auch derartige Reservationen nur von dem Gesichtswinkel materieller, produktiver Interessen betrachtet, bekämpft, vernichtet. Dagegen wehrt sich alles was Orient heißt. Übrigens könnte man diesen Faden weiter ausspinnen und behaupten, daß bis tief in die Neuzeit auch im Occident solche Erscheinungen sich geltend machten und sich bewährten, bis der Mangel an Ehrfurcht von der Welt des Geistes und Gemütes einerseits, allerdings auch andererseits gewisse Entartungen im Kreise dieser Erscheinungen und die Sieghaftigkeit des Chassidismus ist auch heute noch eine solche Reservation in nuce. 

    Blickt man auf die Vergangenheit im Galuth zurück, so erkennt man, daß der Rettungsanker in kritischen Zeiten, die Freude der ruhigen Tage – die Kehilla war, ohne staatlichen Zwang die Heimstätte idealer Bestrebungen. Will man nun ernstlich den Versuch machen, trotz aller modernen Bestrebungen, trotz aller Wirtschaftlichkeiten, trotz der Säcularisierung des jüdischen Volksbegriffes, dem heiligen Land noch irgendwie den Charakter der Heiligkeit zu wahren, so müssen dort Kehillaus entstehen. Wir sind überzeugt, die Begründer der Chaluka würden den letzten von ihnen gesammelten Pfennig so verwerten, daß eine Kehilla alten Stils in allen Siedlungen, im heiligen Lande entstünden, für die Kreise, welche mit einem gewaltigen, im Occident nicht erkannten und deshalb nicht gewürdigten Heroismus sich der Säcularisation zu erwehren versuchen. Es wäre Aufgabe der Aguda, den Kolalim dieser Situation klar zu machen, es wäre Aufgabe des Rabbinischen Rates, den gesamten Occident über die Vordringlichkeit dieser Aufgabe aufzuklären.

    Die so geschaffene Kehilla müsste eben diese Reservation werden, ihr müsste als Trägerin des Schulwesens die Erziehung der kommenden Generation überantwortet werden. Der neue vom Highcommissar veröffentlichte Entwurf von Normen für das Erziehungswesen wird über kurz oder lang ja doch dazu zwingen, allen Schulen, Gemeinden als Träger zu geben.

     Sie müsste sich so aufbauen, wie die alte Kehilla und sie müsste einen so weiten Rahmen spannen, daß alle, die Gegner der Säcularisation sind, darin Raum finden, behaglichen Raum. Da könnte man auch wieder einmal den Versuch machen, die soziale Fürsorge nach den Normen des Schulchon Oruch zu betätigen.

    Es ergibt sich dann ein interessantes Gegenspiel. Auf der eine Seite der ganz in den Anschauungen des Occidents befangene Zionismus, dem gerade deshalb Galuth, sinnlos geworden ist, der in Palästina auch das köstlichste Erbe des Galuth, die Kehilla, in seinen Bahnen zu zwingen versucht und sich dabei recht – galuthmäßig der nichtjüdischen staatlichen Macht zu bedienen versucht mit mittelalterlicher Entrechtung des alten Jischuw, auf der anderen Seite die Kehilla, welche die Geheimnisse ihrer Konstruktion einer Zeit entlehnt, in der idealistische gottesgerichtete Träume und Bestrebungen den Kulturinhalt des jüdischen Volksbegriffes bildeten.

    So könnte es in Palästina tagen. Es wäre ein Sieg des Orients.   

     

    Rabbiner P.Kohn, Wien. 

    in „NachAlass Zwi“ 5692, 1931/32 S. 206-209

     

     

    Dieser Text ist Teil unseres Studienprogramms des Sommers 5768 (2008)

    23-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    22-11-2020
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    ויצא

     

    יי לי לא אירא, מה יעשה לי אדם ?

     

     

    Gott war mir, darum fürchtete ich nicht; was kann der Mensch mir tun!

    (Psalm 118,6 Übersetz. Samson Raphael Hirsch)

     

    1.

    Ist Gott mit mir, ich zage nicht

    In Leid  und tiefen Nöten,

    Und wenn der Hoffnung Anker bricht –

    Ist Zuflucht noch im Beten.

     

    2.

    Ich baue nur, mein Gott, auf Dich,

    Wenn Menschen mich bedrücken,

    Du, guter Vater, schützest mich,

    Und meine Wege glücken.


    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S.84  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaika:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com



    22-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    20-11-2020
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

                      (1808-1888)

     

    פרשת תולדת

     

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt  Tauledauss

     

     

    Kap.25 V.23 Da ließ Gott ihr sagen: Zwei Völker in deinem Schosse und zwei Staaten, von deinem Innern an werden sie sich scheiden; ein Staat wird mächtiger werden als der andere, und der mächtige dem geringeren dienen.

     

    Kap. 25 V. 23 שני גוים וגו', ושני לאמים וגו' . Uns scheint die Lehre vom Parallelismus, des כפל ענין וכו', eine freilich bequeme, aber schon einer ernsten menschlichen Rede, geschweige denn einer Gottesschrift durchaus unwürdige Interpretationskrücke zu sein. Kaum Kinder, höchstens Betrunkene mögen כפל ענין במלות שנות gedankenleer lallen. לאם ist der Staatsverband, אין לאום אלא מלכות. Verschiedene Völker brauchen doch nicht verschieden gearteten Staaten zu bilden. Europa zählt eine Menge Völker, und doch sind die meisten europäischen Staaten im Grundprinzip und Wesen fast dieselben. Rebekka wurde gesagt, sie trage zwei Völker, in ihrem Schoße, die zwei verschiedene soziale Gestaltungen repräsentieren werden. Eine Staat, der seine Größe auf Geist und Sitte, auf das Menschliche im Menschen erbaut; einen anderen, der seine Größe in Schlauheit und Macht sucht. Geist und Macht, Sittlichkeit und Gewalt stehen einander gegenüber, und zwar schon vor der Geburt an werden sie sich einander gegenüberstehen. Ein Staat wird immer mächtiger sein als der andere. Die Schale wird fortwährend schwanken zwischen לאום ולאום. Die ganze Geschichte ist nichts anders als ein Kampf, on Geist oder Schwert, ob, wie das Wort der Weisen diesen Gegensatz ausdrückt, Jerusalem oder Cäsarea das Herrschende sein soll.

    רב heißt nie das Ältere, sondern immer: groß an Zahl und Macht. Zuletzt wird derjenige, der bis dahin als der Mächtigere erschienen, nur für den materiell Geringeren gearbeitet, dessen Sieg vorbereitet haben, und sich ihm zuletzt unterordnen – der  Träger des Geistes und der Sitte geht als der endliche Sieger aus diesem Kampfe hervor, und der Träger der Macht wird nicht vernichtet, wohl aber findet er zuletzt selber sein Ziel in der Huldigung und Hingebung an den andern.

     

    Kap.26 V. 8 Es war jedoch, als er dort bereits längere Zeit gewesen, schaute Abimelech, der König der Philister, durch das Fenster und sah wie Jitzchak mit Ribka seiner Frau scherzte.

     

    Kap. 26 V. 8 – אחד העם: der König [: Abimelech] „der eine unter dem Volke“ = ~

     

    Kap.26 V.15 Alle die Brunnen, die die Knechte seines Vaters in den Tagen seines Vaters Abraham gegraben hatten, hatten bereits Philister zugeworfen und mit Erde ausgefüllt.

     

    V. 15 Diese dem fremden Abrahamiden als solchen sich zuwendende Eifersucht hatte sich schon sofort nach Abrahams Tode, als ja noch Jizchak gar nicht unter ihnen war, durch schadenfrohe Vernichtung der Brunnen geltend gemacht, die doch wo auch immer sie sich befinden, eine öffentliche Wohltat sind.

    Mit dieser קנאה leitet sich eine ganze Reihe von Ereignissen ein, die ein mit Jizchak eingetretenes neues Stadium bezeichnen. Abraham mit allem seinen Reichtum und doch ebenfalls Fremdling in Mitte der Völker, errang durch seine ganze Persönlichkeit eine solche Achtung, daß er unbeneidet und unbeeifersüchtelt als נשיא אלקים unter ihnen wandelte. Einmal machte sich eine ähnliche Feindseligkeit geltend, der aber sofort von dem Fürsten desavouiert wurde (oben 21,26) Mit Jizchak begann das Galuth, begann die Verheißung גר יהי' זרעך sich zu erfüllen. Das dem Abraham noch völlig ungetrübte Glück war bei Jizchak bereits durch Neid und schikanierende Eifersüchtelei getrübt, und Jakob erscheint uns bereits in vollendeter Knechtsgestalt. Damit ist eine dreifache Stellung der Abrahamiden als Fremde in der Mitte der Völker gezeichnet: als Knecht, als beneidete Größe, als verehrte Hoheit. In allen drei Schicksalstellungen hat sich der Gottesbund schützend und segnend bewährt, der daher sich  selbst nicht nur als ein:, ברית עם אברהם עם יצחק ועם יעקב  sondern als ein ,ברית אברהם, ברית יצחק, ברית יעקב manifestierte, in welchen Ausdruck die Väter nicht als Personen, sondern als Typen der durch die zur Anschauung gekommene verschiedene Manifestationen der Kraft des göttlichen Bundes erscheinen.

    Wenn einst das Galuth ihre Söhne zur endlichen, unverlierbaren Selbständigkeit führen soll, so muss es sich daher in der entgegengesetzten, steigenden Linie entwickeln und in jedem Stadium den ברית bewähren. Es ist zuerst: ברית יעקב, die Prüfungsjahrhunderte in Knechtschaft und der im Elend uns sich bewährenden Gottesbund. Dieses Stadium liegt – vielleicht – bereits zurück. Als „Jakob“ haben wir uns glänzend bewährt, יאי עניותא לישראל – es gilt nun die Lösung des zweiten Stadiums, ברית חצחק, frei und selbständig in Mitte der Völker, den Gegensatz und den Neid nicht zu scheuen, emanzipiert das Abrahamsvermächtnis weiter zu tragen und es ברית יצחק, des uns gegen Neid und Eifersucht schützenden Gottesbundes gewärtig zu sein: es ist dies eine Galuthprobe, die wir noch zu bestehen haben.  – Dann erst dürfen wir den letzen Galuthstadium entgegenharren, nicht obgleich wir Juden, sondern eben weil wir Juden, die Anerkennung und Achtung der Völker zu gewinnen, und Abraham gleich als נשיא אלקים unter ihnen zu wandeln: ברית אברהם. Dann werden die Völker selbst uns in das alte Erbe einsetzen: והביאו את כל אחיכם מכל הגוים מחנה לד' – und dann wird die Weltgeschichte den alten Satz gelöst haben, mit welchem bereits vor Jahrtausenden das Programm unseres Galuth und unserer Erlösung gegeben ist: וזכרתי את בריתי יעקוב ואף את בריתי יצחק ואף את בריתי אברהם אזכר והארץ אזכר (3 B.M.26,42)

     

    Kap.26 V. 23 u. 24 Er zog aber von dort hinauf nach Beer-Scheba. In dieser Nacht erschien ihm Gott und sprach: Ich bin der Gott deines Vaters Abraham, fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir und werde dich segnen und deinen Samen vermehren um meines Dieners Abrahams willen.

     

    V. 23 u. 24 Bis dahin hatte ihn die Feindseligkeit der Philister gezwungen in die Isolierung gedrängt, die er vielleicht als Abrahams Sohn freiwillig hätte suchen sollen. Ähnlich der Ghetti-Isolierung, in welche der Judenhass und Judenneid seine Enkel Jahrhunderte lang zwängte. Bis dahin war ihm Gott nicht wieder erschienen, hatte ihn nicht seines Schutzes versichert, hatte ganz ungehindert den Neid und die Feindseligkeit gegen ihn und auf ihn wirken lassen. War es vielleicht heilsam, den Abrahamssohn, gewaltsam aus dem möglichen Versinken in Reichtum und Menschenansehen erwerbende Geschäftstätigkeit zu drängen? Erst jetzt, wo er (V.22) glaubte sich sagen zu dürfen, fortan ungehindert im Lande bleiben und weiter gedeihen zu können, und er nun freiwillig hinaufzog zu der alten Isolierungsstätte, wo einst seine Wiege gestanden, wo er bei seinem Vater in der Kindheit gewohnt und wo sein Vater seiner geistig großen Aufgabe gelebt (Kap. 21,33) – erst da (V.24) erscheint ihm Gott, versichert ihm seines Schutzes und seines Segens, sagt ihm, er sei noch der alter Gott seines Vaters Abrahams, und werde sich auch ihm also schützend und segnend bewähren, und alles dies um seines Vaters willen, den er – wie sonst nie wieder – „עבדי“ nennt, und mit diesem Namen dem Sohne alles gesagt hat, was er auch von ihm erwartet. Und wie er nun dort sofort einen Altar baut und die geistige Standarte des Abrahamberufes erhebt, und dort sein Zelt aufschlägt, ohne zuvor die Güte und die Beschaffenheit des Bodens zu untersuchen und ohne sich zu überzeugen, ob dort auch Wasser zu finden sei, kommt ihm alles von selbst entgegen! – Wasser finden seine Leute beim ersten Spatenstich und der Fürst, der ihn fortgewiesen, sucht ihn selber unter allen möglichen Ehrerweisungen in seiner Zurückgezogenheit auf – alles Dinge, um welche er bis jetzt vergebens und unter Unannehmlichkeiten gerungen! – 

    20-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    19-11-2020
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    Rabbiner Dr. MENDEL HIRSCH

                       (1833-1900)

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt  תולדת

     

    Maleachi Kap.1 u. 2

     

    3. Esau aber habe ich gehaßt, und machte seine Berge zur Öde und zu seinem Erbe: Wüstenklage.

    4. Wenn Edom auch spricht: Sind wir auch beraubt worden, so werden wir die Trümmer wieder aufbauen! So hat Gott der Schöpfungsscharen stets also gesprochen: sie mögen aufbauen, ich aber, ich werde niederreißen, so daß man bis in die ewige Zukunft sie nennen wird: Gebiet des Frevels! Und: das Volk, das Gott mit Zorn getroffen hat!

     

    Kap. 1 V. 3 Esau-Edoms Princip heißt: Vergötterung der Macht, blutige Lorbeer ist sein höchster Schmuck, Welteroberungspläne bilden die Träume der größten seiner weltgeschichtlichen Größen. In den Dienst dieser Ideale steht bei ihm die Pflege der Entwicklung aller körperlichen, geistigen und sittlichen Kräfte und Vermögen des Menschen. Wir wissen, wie unsere Weisen in dem römischen Weltreiche die gewaltigste Verkörperung dieses edomitisches Principes erblickten. –  Dieses Esau-Princip steht aber im Gegensatze zu der göttlichen Weltordnung. Diese bestimmt die Herrschaft des Rechtes und der Liebe auf dem Grunde der Lebensheiligung als das höchste, als das einzige Ziel. Im Dienste dieses höchsten Menschheitszieles steht Jakobs Lebensprincip, im Gegensatze zu ihm Esau-Edom. An diesem Gegensatze zerschellen die gewaltigen Edomsreiche, mögen sie auch „berg-gleich“ – הריו – himmelanstrebend und scheinbar für die Ewigkeit gegründet dem zeitgenössischen Blicke sich dargestellt haben. „Das Esau-Prinzip ist das von Gott gehaßte, das Jakob-Princip das von Gott geliebte“  – das lehrt das Trümmerfeld der edomitischen Reiche, das lehrt die Erhaltung Israels. ……. ………

     

    V.4 Was Edom so durch sein Geschick selbst verkündet, wird von den Menschen begriffen und ausgesprochen werden.

     

    V.5 Jakob, das machtlose und zerstreute, wird alle diese Zusammenbrüche der Edomsreiche schauen, es ist bestimmt, weit hinaus über das Gebiet Jissroéls zu verkünden, wie Gottes Hand es sei, die in allen diesen an Edom sich vollziehenden Geschicke walte.

     

    V.10 Wer wäre doch unter euch, aß er die Pforten schlösse, sobald ihr nicht meinen Altar nutzlos leuchten lasset! Ich habe kein Wohlgefallen an euch, spricht Gott der Schöpfungsscharen, und Huldigungsgabe nehme ich nicht an aus eurer Hand.

     

    Vertreter des Gesetzheiligtums seid ihr also nicht, auch nicht Vertreter des Volkes: ist nun unter euch wohl Einer, der die Ehrlichkeit, den Mut  und die Selbstverleugnung hätte, die Türe des Tempels zu schließen, damit ihr nicht meinen Altar umsonst „leuchten“ lasset! Dieses תאירו ist bedeutungsvoll, denn zu leuchten ist die Bestimmung der Menora. Die Bestimmung des Altarfeuers aber ist אוכלת zu sein, es ist רובצת כארי, der obere Altar heißt nicht umsonstאריאל . Das Altarfeuer will den Ausdruck der Hingebung Israels hinnehmen, und spricht die Forderung aus, daß der im Opfer die Gottesnähe Suchende sich fortan von dem אשדת, dem „Gesetzesfeuer“ in allen Beziehungen seines Lebens beherrschen lasse. Dann erhebt das Opfer und bestärkt in dem Entschlusse des Gehorsams. Wenn es aber Ersatz sein soll für diesen Gehorsam, dann bewirkt er das gerade Gegenteil. Der darbringende hat sich ja, wie er glaubt, mit Gott abgefunden, und jede etwaige Regung seines Gewissens wird im Keime erstickt. Zur offenbaren Höhnung aber wird es, wenn die Geringschätzung sich wie hier schon äußerlich in der Beschaffenheit des Opfers kund giebt. In den Gottesworte daß es besser sei den Tempel zu schließen, als diesen unwürdigen, alles Lebens und aller Wahrheit entbehrenden Scheingottesdienst fortbestehen zu lassen, liegt die schärfste Verurteilung jedes Compromisses, wo es sich um die Anforderungen des  Gottesgesetzes handelt.

     

    Kap.2 V.7 Denn die Lippen des Priesters sollen die Erkenntnis schützen, und Lehre such man von seinem Munde, denn Bote Gottes der Schöpfungsscharen ist er!

     

    …. Also: Nicht des Priesters Geist und Gelehrsamkeit, sondern Gottes Thora will man von seinen Lippen, denn als Bote und Vertreter Gottes steht er da.

     

    ה' צבאות: Gott, dessen Heer  die ganze Wesenschar der Schöpfung bildet, dessen Wille sie alle beherrscht und beseelt – dieser in diesem Prophetenworte stets wiederholte Gottesname, weist darauf hin, wie der Gehorsam und die Ehrfurcht in so schnöder Weise versagen, damit hinter einer Pflicht zurückbleiben, die auf ihnen nicht bloß als Juden und als Menschen, sondern schon als gottgeschaffenen Wesen  unabweisbar ruht.

     

    So soll der Priester im Volke, so soll das Volk inmitten der Menschheit dastehen. Dann kann das schwache Jakobsvolk, das als einzige Waffe und einzige Wehr nur die „Stimme“ hat, getrost den Ansturm der schwertgegürteten Esaumächte entgegensehn – bis hin zu jenem Tage, wo jeglicher Gegensatz zwischen Esau und Jakob geschwunden und beide vereint in den Dienst des gemeinsamen Vaters getreten sind, wo Esau’s Hand nur stark sein wird in Vertretung desjenigen Rechtes und derjenigen Wahrheit, für deren Dienst ihn „Jakobs Stimme“ menschheitpriesterlich  gewann.

     

    Aus: Die Haftoroth übersetzt und erläutert von Dr. Mendel HIRSCH Direktor der Realschule der Israelitischen Religionsgesellschaft zu Frankfurt a.M.  FfM. 1896 aus S.37 bis 47

    19-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    18-11-2020
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    תולדת

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Tauledauss (Auszug)

     

     

    „Der אמת wird siegen!“

     

    …

    Wollen wir aufrecht und stark bleiben, dann erfülle uns die Mahnung der Weisen, die uns zuruft: אין לנו להשען אלא על אבינו שבשמים! Hilfe und Beistand erwächst uns nur bei unserem Vater im Himmel! Auf diesen göttlichen Beistand aber können wir nur rechnen, wenn wir unentwegt und unerschütterlich den Forderungen seines Willens in unserem Leben entsprechen. Es ist der hohe Begriff des קדוש השם und die furchtbare Verantwortung des חלול השם, die es dem jüdischen Volk und allen seinen Gliedern zur heiligsten Pflicht macht, auch den leisesten Schein eines Unrechts zu meiden. Den Idealen des Rechts und der Wahrheit, wie sie die Thora uns hinstellt, lasset uns mit jeder Faser unseres Wesens zustreben und dafür die Herzen unserer Kinder entflammen.

    Meine Brüder und Schwestern! Unsere Sidra erzählt die Tragödie im Hause unseres Stammvaters Isaak. כמה צער נצטער אותו צדיק, rufen die Weisen aus, wie tief muß es Isaak geschmerzt haben, neben Jakob nicht auch Esau seiner göttlichen Lebensbestimmung gewonnen und erhalten zu haben! Mit welch tiefem Schmerz muß nicht auch uns die traurige Tatsache erfüllen, die wir in den jüngsten Tage, erleben mussten, daß ein Teil unserer deutschen jüdischen Brüder aus dem Hause Jakob sich vor aller Welt grundsätzlich  von unserer göttlichen Lebensbestimmung, von unserem überlieferten göttlichen Judentum lossagte. Wir würden uns an unseren heiligsten Gütern versündigen, wollten wir dazu schweigen.

    Als vor nahezu hundert Jahren unsere jüdischen Reformhelden Judentum zu reformieren sich anschickten, da geschah es unter dem Vorwand, unter dem Deckmantel, zur Hebung und „Verherrlichung“ des alten Judentums vor allem durch gottesdienstliche Reformen, als da waren Orgel und gemischter Chor, beizutragen, und so das alte Judentum „moderne Zeitverhältnissen anzupassen“. Unter diesem Vorwand, unter diesem Deckmantel täuschte man die Massen und hielt sie in dieser Täuschung vielfach bis auf unsere Gegenwart befangen. Nun ist man offener und ehrlicher geworden: Durch Proklamierung von „Richtlinien“ haben die geistlichen Führer des Abfalls eine neue Religion geschaffen! Sollen wir uns freuen dieser Offenheit und Ehrlichkeit, freuen, daß kein Deckmantel die כפירה בעיקר mehr verhüllt, freuen, daß unsere heimgegangenen großen Männer, an ihrer Spitze unser großer Rabbiner ז"ל, in ihrer Weisheit und Erleuchtung  diese  כפירה בעיקר längst erkannt haben und deshalb jede wie immer geartete freiwillige religiöse Gemeinschaft mit ihnen als ein חיוב קדוש, als ein schweres Vergehen, und somit den „Austritt“, als heilige Pflicht eines Jehudi gekündet haben? – Nein, freuen dürfen wir uns nicht, vielmehr muß gleich Vater Isaak כמה צער נצטער אותו צדיק tiefer Schmerz unsere Seelen erfüllen über die Kluft, die uns von ihnen trennt. Aber wollen wir nicht endlich die gebieterischen Konsequenzen ziehen und uns der heiligen Pflicht bewusst werden im Anblick des unüberbrückbaren Abgrundes, der zwischen uns und ihnen gähnt? Wollen wir vielleicht warten, bis sie aus „gemeindepolitischen Gründen“ sich wieder in einen Mantel der Lüge und Täuschung hüllen?

    סורו נא מעל אהלי האנשים הרשעים האלה rief Moses in die Korachgemeinde hinein. Was aber hatte die Korachgemeinde gesündigt? Sie hatten die göttliche Sendung und Erwählung Moses’ und Arons geleugnet! Was aber will dies alles bedeuten gegenüber der כפירה, die in unseren Tagen diese geistliche Führer vor aller Welt proklamierten! Keine תורה מין השמים, kein שבת; göttliches Ehegesetz nicht mehr verbindlich – wahrlich, nicht nur מיום שהלכה ישראל בגולה seitdem Israel in der Zerstreuung ist, ist eine solche systematische כפירה בעיקר nicht erfolgt! Alle die jüdischen Sekten der Vergangenheit haben doch wenigstens תורה מין השמים wenn auch in beschränktem Umfang und wenn auch nur dem Scheine nach, anerkannt!

    Wie aber Jehudim, die täglich שמע ישראל rufen und zu שמע ישראל auch das ואהבת und das  והיה אם שמע hinzufügen und dieses Gelöbnis in ihrem Leben zu verwirklichen bemüht sind, trotzdem freiwillig innerhalb der religiösen Gemeinschaft, die diesen grenzenlosen Abfall von Gott und seiner תורה verkörpert, verharren können, vermögen wir nimmer zu begreifen!

    Wenn ein Gedanke unseren Schmerz zu lindern vermag, so ist es die Wahrheit, die aus dem Psalmvers zu uns spricht: עת לעשות לה' הפרו תורתך Jedes Attentat, das der Zerstörung unserer heiligsten Lebensgüter galt, hat noch immer die Treuen zur erhöhten Treue begeistert. Das hoffen wir zuversichtlich. Der אמת wird siegen!

    Um so inniger wollen wir uns um unsere קהלה scharen, die sich gottlob noch immer als Bollwerk des אמת erwiesen hat. Ihr wollen wir freudig unsere Kraft weihen und unsere Kinder zu stolzen, bewussten Mitgliedern unserer קהלה erziehen.

    Lasset uns stolz sein auf unser Judentum, stolz auf jede Mizwoh – und lasst und meiden jede Krümme, auch nur den Schein eines Unrechts; lasst uns nimmer vergessen, aß wir mit unserem Leben berufen sind, eine Zeit vorzubereiten, in der die Entfremdeten den Weg in ihr Vaterhaus zurückfinden, Haß und Feindschaft aus Menschenherzen geschwunden sein werden, und Esaus Schwert mit Jakobs Geist vermählt der Herrschaft Gottes sich unterordnen wird והיתה לה' המלוכה.  – 

     

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung erster Teil Genesis  J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1936 S. 47 - 57

    18-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    17-11-2020
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    „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“ 6.Folge

     

     

    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

     

    II. DAS WESEN DES ZIONISMUS

     

    Was neu ist im Zionismus, ist unjüdisch, ist ein Assimilationsprodukt, eine Anlehnung an die Anschauungen, die die Außenwelt beherrschen. Der Zionismus hat aber auch Züge aufzuweisen, welche wirklich jüdisches Gut darstellen. Aus dieser beabsichtigten Aufnahme mancher alten echt jüdischen Tendenz, aus wohlüberlegten Mischung vom Altem mit jenem Neue, das bedingungslos schlecht und verwerflich ist, wird es erklärlich daß unbefangene Juden im Zionismus auch Anerkennenswertes und Gutes zu loben finden. Der Zionismus hat in unverkennbarer Absicht mit seinem unjüdischen nationalen Chauvinismus alte gut jüdischen Forderungen verknüpft und je nach der Gelegenheit, versteht er es auch, die eine oder die andere Richtung wirksam auszuspielen.    Einmal ist der Zionismus der politische Faktor mit nationaler absondernder Verhetzung, das andere Mal aber die humanitäre Vereinigung, die den leidenden Glaubensbrüdern Brot und eine Heimstätte schaffen will! Und mit ein unleugbarem Geschick versteht er dabei, im Fernstehenden den Eindruck zu erwecken, als ob die humanitäre Seite etwas spezifisch Zionistisches sei, ein Gebiet, dem die anders denkende Judenheit sich nicht mit gleicher Liebe und Begeisterung hingebe.  Gerade in unseren Tage betont ja die Bewegung das kolonisatorische Moment und die rein wirtschaftliche Hilfsaktion in einem so starkem Maße, daß tatsächlich für den Uneingeweihten eine gewisse Verwirrung entsteht und er nicht merkt, daß im Zionismus das Neue nicht gut, und das Gute nicht neu ist.

      Der humanitären Seite des Zionismus seien einige Worte gewidmet, nachdem festgestellt worden ist, daß sich hierin nichts spezifisch Nationales offenbart, und  daß von Nichtzionisten, von Orthodoxen wie von Liberalen, diese Arbeit weit intensiver und besser geleistet wird. Der einzige Unterschied besteht darin, daß diese letzteren wirkliche Arbeit emsig und geräuschlos verrichteten, während jene Bewegung auch Scheinarbeit mit einen unendlichen Geschrei begleitet und dadurch die Welt zu einer unendliche Überschätzung ihres Wertes und Umfangs verleitet.  Das gilt auch von der Tätigkeit im heiligen Lande. Auch wir wissen wohl daß Palästina nicht ein beliebiges Reich ist wie andere auch. Es ist uns heilig als die Stätte, an der unsere Religion entstand,  als der Boden auf dem der Tempel sich erhob,  wo die Propheten gewirkt haben. Heilig ist uns die Erde, die unserer Väter Herzblut getränkt hat; durch tausende von erhebende Erinnerungen mit Palästinas Gauen verknüpft,  werden wir immer uns in Stolz gen Osten wenden und der Gedanken an Zion wird in unserem Herzen nicht verlöschen. Das heilige Land ist unser Vaterhaus, das Vaterhaus derer, die weit in aller Welt zerstreut für des Gottesnamens Ehre wirken, und wie jeder von uns – mag er noch so sehr von ihm entfernt sein, seines wirkliches Vaterhauses nicht nur in Liebe gedenkt, sondern bestrebt ist, es in Stand zu halten, um seines Glanzes sich freuen zu können, freuen wir uns wenn es in Blüte ist, so ist es mit Palästina auch. Ohne das wir dort wohnen wollen, freuen wir uns, wenn es in Blüte steht, und jede Bemühung die seinem Wohle gewidmet ist, darf unsere Unterstützung sicher sein. Darum ist schon vor dem Entstehen des Zionismus wie auch seit jener Zeit – unbeirrt  durch seine Tätigkeit – eifrig kolonisiert  worden, und die Hauptarbeit wurde und wird von Männer geleistet die sich dem Zionismus fernhalten, ja sogar ihm feindlich gegenüber stehen. Und wenn vielleicht in manchen Punkten die zionistische Kolonisation in Palästina intensiver zu sein scheint, so liegt das einerseits daran,  daß sie später begann als die der anderen und daß demgemäß deren Erfahrungen ihr zu Gute kamen; andererseits aber liegt ihr Vorteil in der Konzentration auf den einen leicht übersehbaren Fleck, wo hingegen  unserer Arbeit sich auf alle Welt erstreckt und an vielen Orten den Juden eine Heimstätte mit Freiheit, Ruhe und sicherem Brote zu verschaffen sucht. Will man das spezifische Kennzeichen zionistischer Hilfsarbeit feststellen, so kann es nur in der Enge des Gesichtspunkts bestehen,  in der Beschränkung auf den Boden der Väter. Das Wirken aller anderen Organisationen ist umfassender und erfolgreicher, ihre Leistungen sind weit größere, auch wenn sie nicht so viel Aufsehens davon machen.

    Selbst wenn aber die humanitäre Seite des Zionismus wirklich Bedeutung besäße, dürfte sie nicht das wahre Wesen der Bewegung verdecken, und das diesem keinerlei Wert beizumessen ist, ergibt sich deutlich, wenn man  das Wesen des Zionismus mi dem des Judentums vergleicht.

     

    … …

     

    (wird fortgesetzt)

     

    Erscheint in Jeschurun Judentum gegen Zionismus in Folgen, war bereits Teil unseres Studienprogramms  Jahrgang 5770/5771

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    17-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    16-11-2020
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     Rabbiner Dr. Joseph Breuer

    1882-1980

     

    „Das triumphierende Rom“

     

     

    Aufsatz erschienen in ‚Jüdische Monatshefte‘ Jahrgang 5 (1918) Heft 5 S. 148-161

     

    Zu lesen in Beilagen:

     

    Bijlagen:
    Das triumphierende Rom Jahrg 5 – Heft p. 149.JPG (96.3 KB)   
    Das triumphierende Rom Jahrg 5 – Heft 5 p. 150.JPG (115.4 KB)   
    Das triumphierende Rom Jahrg 5 – Heft 5 p. 151.JPG (113.2 KB)   
    Das triumphierende Rom Jahrg 5 – Heft 5 p. 152.JPG (119.5 KB)   
    Das triumphierende Rom Jahrg 5 – Heft 5 p. 153.JPG (52.4 KB)   

    16-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    15-11-2020
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    תולדת

    בן חכם ישמח-אב ובן כסיל תוגת אמו:משלי שלמה

     

     

    „ Ein weiser Sohn erfreut den Vater, und ein unweiser Sohn ist seiner Mutter Kummer“
    (Sprüche Salomos 10, 1 Übersetzung  Rabb. Dr. Wolf, Köln)

     





    1.

    Kinder sind ein Gottessegen,

    Sind der Menschen höchstes Glück,

    Denken sie auf ihren Wegen

    An der Eltern Wort zurück.

     

    2.

    Aber Tränen nur und Schmerzen

    Bringt ein Kind, das frech verschmäht,

    Was mit liebevollen Herzen

    Fromme Eltern ausgesät.

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 66  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaika:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

     

    15-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    13-11-2020
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

                        (1808-1888)

    חיי שרה

     

    Aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt חיי שרה Chajé Ssoroh


    Kap.25 V.16 Dies sind die Söhne Jischmaels und dies ihren Namen in ihren Gehöften und Burgen, zwölf Fürsten ihren Stammen.

     

    V. 16 בחצריהם ובטירתם. Wir haben schon bemerkt, mit welcher Zähigkeit die beiden Charakter des Vaters und der Mutter sich in den Nachkommen Ismaels vererbt haben. Dem Geiste und dem Verstande nach Söhne Abrahams, der Sitte und dem Freiheitsdrange Hagariten, fügten sie sich nicht in den Zwang der Städte und nicht in der Gewalt absoluter Herrscher; sie wohnten in חצרים, Gegensatz zu festen Städten. חצר, verwandt mit עזר; was beim Tempelzelt חצר war, war beim Tempelhaus עזרה. Es scheint: חצר Hülfsraum zu bedeuten, also diejenige Umgebung der Wohnung, die den Bewohnern zu ihren häuslichen Bedürfnissen und Hantierungen zu Gebote steht. Je mehr Menschen in feste Städte hineingekeilt werden, desto mehr werden sie von der Natur losgelöst, desto größer wird der Gegensatz zwischen Stadt und Land (S. oben bei Kain, Kap. 4,17). חצרות: Wo jeder sein Land und den Platz, dessen er bedarf, als Umgebung seines Hauses hat. Er hat alles, was er braucht, in seinem Zelte (אהל die nächste Umstrahlung seiner Person) und in dem umgebunden Hülfsraum: er ist unabhängig. Später wurde die Bauart mit חצרים auch in die Städte im Orient, wie noch jetzt in Jerusalem, hineingetragen, wo freilich dann in der Regel mehrere Häuser in einem חצר zusammen liegen. – טיר das verstärkteדיר  die Hürde, somit: festere Umgebung durch Wall und Mauer. –

    .נשיאים Bei Ismael und Jissroél heißen die Fürsten: נשיאים, bei Edom: אלופים. נשיאים heißen sonst Wolken, und der reinste Begriff des Fürsten ist damit gegeben. Was die Wolke ist, das hat sie von der Erde, und alles, was sie von der Erde empfängt, empfängt sie, um es, in Segen verwandelt, der Erde wieder zu spenden. Das ist der jüdische Fürst, den Koheleth 2,12 als den bezeichnet, את אשר כבר עשוהו, den das Volk gemacht, d.i. der aus einer Vereinigung des Edelsten und Besten aus dem Volke bereits hervorgegangen ist. Es ist ein Glück, wenn der Fürst eine Wolke, ein נשיא ist. Ein solcher נשיא = Sinn ist notwendig, ohne ihn kann keine Gesamtheit blühen, und durch ihn werden die Gesamtkräfte des Volkes auf ein Ziel geleitet, dieses Ziel ist aber beim נשיא nicht die Wohlfahrt des Fürsten, sondern die Wohlfahrt des Volkes. Wie bei der Wolke der Erde, kommt durch den rechten Fürsten alle auf ihn vom Volke übergetragene Macht und Fülle segnend dem Volke wieder zurück.

    Dem gegenüber steht אלוף, ein solcher Fürst, der die Kraft des Volkes zu seiner eigenen Machtvergrößerung absorbiert, ein Oberhaupt, durch welches das Volk nicht stark, sondern schwach erscheint. אלף hat böse Vettern in unserer Sprache, es ist verwandt mit עלף: schwach, ohnmächtig werden, עלב, rabbinisch: beschämen, kränken, selbst חלף: ganz in etwas anderes aufgehen, verschwinden. Also: solche Führer, denen gegenüber die Geführten alle Selbständigkeit und Bedeutung aufgeben. Solche אלופים hat man im jüdischen Kreise nicht nötig. Nicht umsonst singt die jüdische Nationalhymne mit stolz: unsere אלופים sind die am meist Belasteten – אלופינו מסובלים – die größte Nationalbürde lastet auf ihnen. Sie sind die Höchstbesteuerten! Und umgekehrt die אלופי יהודה (– sie kommen nur dies einmal in Secharja 12,5 und 6 vor –) fühlen sich nur durch den geistigen Beistand ihres Volkes stark, sie sprechen אמצה לי יושבי ירושלים בד' צבאו' אלקיהם !

     

    V.18 Sie nahmen ihre Wohnstätten von Chawila bis Schur, welches vor Mizraim liegt, in der Gegend, wo du nach Aschur kommst; vor dem Gesichte aller seiner Brüder ließ er sich nieder.

     

    V. 18 וישכנו, weniger als וישבו, bezeichnet mehr ein vorübergehendes Niederlassen, entsprechend dem Nomadenleben der Ismaeliten. – על פני כל אחיו וגו' Sie Kap. 16,12 נפל irgendwo hinkommen, wohin man nicht gehört, wo man sich nicht in die übrigen natürlichen Verhältnisse als aus ihnen hervorgegangen einreiht, so נפילים, die wie vom Himmel Gefallene. Also hier von Völkerscharen, die ihre Wohnplätze wählen, wo es ihnen beliebt, „wie dahin geschneit“.  

    13-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    12-11-2020
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH Kommentar zur Haftoro Chajé Ssoro
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    Rabbiner Mendel HIRSCH sz’l

              (1833-1900)

     

    הפטרת חיי שרה

     

    Kommentar zur Wochenabschnitt Chajé Ssoro:  Könige I. Kap.1, V.1 (Auszug)

     

    Wiederum sind es Parallele und Kontrast, die bei der Wahl dieser Haftora bestimmend gewesen sein dürften. Abrahams Alter und Davids Alter, Abrahams Sorge für sein Haus und Davids Sorge für sein Haus. Allein aus dem Zelt des Patriarchen werden wir in den Palast des Königs versetzt. Denn die Familie war zum Volke, der Familienkreis zum Staate geworden. Dort, in dem einfachen flüchtigen Wanderzelte des greisen Ahnen der reine Hauch edlen Menschentums; hier die schwüle, dumpfe Luft des von Cabalen und Intriguen durchtränkten Hofes.[1]  Dort ein reich gesegneter Vater, der nur die Sorge hat, seinem Sohne ein Weib wie das eigene heimgegangene zu gewinnen, und einen Sohn, der untröstlich über den Heimgang seiner hochbetagten Mutter, trotz  seiner vierzig Jahre den Vater über sich bestimmen läßt und das ihm zugeführte Weib innig liebt, weil er das hehre Wesen der Mutter in ihm wieder findet. Hier ein Sohn, der den Hintritt seines königlichen Vaters nicht abwarten kann, um eigenmächtig sich zu seinem Nachfolger proklamieren zu lassen. Verschwörung und Intrigue überall, und selbst der Gottesprophet zu sorgsam vorbereiteter Absprache genötigt, um des Erfolges  seines Eintretens für den zur Nachfolge berufenen Königssohn sicher zu sein. Trotz des mächtigen Aufblühens und der gesicherten äußeren Machtsstellung Keime des Untergangs selbst unter der ruhmreichen Regierung des unvergleichlichen Davids.

     Ferner: Abraham und David, im Vollgefühl ihrer Bestimmung und im vollen Bewußtsein ihrer Verantwortlichkeit, besorgt, noch bei Lebzeiten allen Trübungen und Wirren vorzubeugen, die nach ihrem Ableben die Zukunft ihres Hauses gefährden könnten. Wie Abraham diejenigen Elemente seines Hauses, von denen eine solche Gefährdung zu befürchten war, noch „בעודנו חי“ entsprechend versorgte und entfernte (1 B.M. 25,6): so sehen wir David, den „sehr alt“ geworden, plötzlich, da ihm die Augen geöffnet über den Sohn, den er, wie mit leisem Vorwurf gesagt wird, bisher in seinem ganzen Leben nie an Entsagung gewöhnt hatte,  an dessen ehrgeizigem Emporstreben er somit selbst nicht ganz ohne Schuld war, mit starker Hand und fast jugendlicher Energie sofort alle Maßregeln treffen, um den Unberechtigten unschädlich zu machen und dem für die Zukunft seines Volkes Bestimmen die Nachfolge noch bei seinen Lebzeiten zu sichern.

    An uns, der großen Ahnen spätgeborenen Enkeln, ist es, den Schatz zu hüten und die Güter zu bewahren, deren Erhaltung und Pflege das höchste und heiligste Anliegen eines Abraham wie eines David und die Sorge bildete, die bis zum letzten Atemzuge ihre großen Seelen erfüllte.

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 26-32 Könige I. , Kap 1 V.1 u.w.) 



    [1] Welcher Gegensatz zwischen dem hohen Sinne eines Elieser, des “Dieners Abrahams”, und diesen “Dienern” Davids, einer Camarilla, deren Vorgehen (V.2 und 3) uns an den Hof und in das Reich eines Ahasver versetzt!

    12-11-2020 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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