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Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
(1808-1888)

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Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH
(1833-1900)
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Rabbiner Dr. Salomon BREUER
(1850 - 1926)
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Rabbiner Dr. Raphael BREUER
(1881-1932)
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Reb Julius HIRSCH
(1842-1909)
Jubelsinget, Gerechte, in Gottesanschauung, den Geraden geziemt Thatenoffenbarungslied (Psalm 33)

ברוך הבא!    السلام عليكم!

 

Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Thora tegen nationaal-jodendom (sionisme)


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’études rabbiniques YECHOUROUN, Thora contre national-judaïsme (sionisme).

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Thora. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus).

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Thora against Nationaljudaism (Zionism).

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

Inhoud blog
  • Ludwig STERN Die Zehn Plagen
  • Sprüche 17,11 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt BAU
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH aus Kommentar Waéro
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Woéro
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt WOÉRO
  • „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“ 14. Folge
  • 27. TEWESS Jahrzeit von Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
  • Rabbiner Dr. Raphael BREUER: 'Was hat Rabbiner Hirsch unserer Zeit zu sagen? (3. Ablieferung)
  • Rabbiner Dr. Raphael BREUER: 'Was hat Rabbiner Hirsch unserer Zeit zu sagen? (2. Ablieferung)
  • Rabbiner Dr. Raphael BREUER: 'Was hat Rabbiner Hirsch unserer Zeit zu sagen? (1. Ablieferung)
  • Psalm 105,14 und Sprüchlein für Wochenabschnitt Woéro
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt Schmauss (1.Teil)
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus Haftoroh Kommentar SCHMAUSS
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt SCHMAUSS
  • HIRSCH SIDDUR Einführung
  • Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen 13. Folge
  • Psalm 18,17 und Sprüchlein für Wochenabschnitt Schmauss
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt Wajechi
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Wochenabschnitt WAJECHI
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt WAJECHI
    INTERESSANTE LINKS
  • ANTIQUARIAAT BOEKHANDEL SPINOZA
  • 'DER ISRAELIT'
  • Mehrsprachige Seite „Yakov RABKIN, Historian and Author“
  • MUSLIM BRIDGES
  • Int'l Middle East Media Center
  • EUROPEAN JEWS FOR A JUST PEACE EJJP
  • The Palestine Information Center (PIC)
  • www.islamverurteiltantisemitismus.com
  • PALESTINA IN DE MEDIA
    NOG MEER INTERESSANTE LINKS
  • PEACE PALESTINE (UK)
  • CENTRE D'INFORMATION PALESTINIEN
  • PALESTINE CHRONICLE
  • DESERTPEACE
  • TIKUN_OLAM
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  • PALESTINIAN CAMPAIGN FOR ACADEMIC & CULTURAL BOYCOT
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  • JEWS OF LEBANON
  • ALAN HART DIARY
    NOCH MEHR INTERESSANTE LINKS
  • COMPACTMEMORY.DE
  • MONDIALISATION.CA
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    Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus)
    17-01-2021
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    STERN Ludwig

    Direktor der israelitischen Schule, Würzburg

     

    Die Zehn Plagen

     

    Zu lesen in Beilagen:


     

    Quelle:

    „Die biblische Geschichte für die israelitische Schuljugend  erzählt“

    7. verbesserte Auflage, Verlag von J. Kaufmann Frankfurt/Main 1887 – 5647




    Bijlagen:
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    17-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    בא

    אך מרי יבקש רע ומלאך אכזרי ישלח בו:




    „ Nur Ungehorsam meint der Böse zu suchen, und als erbarmungsloser Bote wird er gegen sich selbst gesandt.“

    (Mischle-Sprüche Salomos 17,11 Übersetzung Rabbiner Dr. WOLF, Köln a. Rh.)

     


    1.

    Von Blitzes blut’gem Rachestrahle

    Stürzt hin getroffen Pharao’s Haupt,

    Er sträubet sich zum letzten Male,

    Und seine Macht ist ihm geraubt!

    2.

    Der Engel würget in den Straßen

    Und würget bis an Pharaos Thron;

    Und Leichen sind gestreckt in Massen,

    Erblaßt ist auch – des Königs Sohn.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 173  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    17-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    15-01-2021
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

                          (1808-1888)


    וארא                                                          

                                                    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Woéro

     

    Kap.6, V.3 auch da ich Abraham, Jizchak und Jaakob als der allgenügenden Gott sichtbar ward, und  als der, den mein Name ד' deutetet, ihnen nicht zur Erkenntnis geworden war.

     

    Kap.6 V.3 …Ihr wundert euch, daß es bisher immer schlimmer geworden, daß selbst deine Sendung bisher nur ein Mittel war, das Elend eurer Lage bis zum äußersten Extreme zu führen – seht ihr denn nicht, wie eure ganze bisherige Geschichte nur ein abwärts steigender Weg gewesen? Abraham der נשיא אלקים inmitten der Völker – und Jakob, der arme dienende Knecht der erst „um sein Weib zu dienen“ hatte! Ich hätte euch ja in aufsteigender Linie führen können. Statt Abraham im hundertsten Jahre einen Sohn erhalten zu lassen, hätte ich schon von ihm eine Familie entstehen lassen, die Nachkommenschaft in glücklichen, günstigen Verhältnissen zu einem Volk auf heimischen Boden heranblühen lassen zu können. Dann wäre aber eben dieses Volk nicht das Gottesvolk, nicht das עם ה', das Gott alsה' offenbarende Volk geworden. Dann würde auch dieses Volk wie alle anderen Völker nur in dem Sicht- und Tastbaren wurzeln, in materieller Boden stehen, in materieller Macht und Größe seine Macht und Größe finden, und Geistiges und Sittliches nur insofern anstreben, als das Materielle dafür kaum lässt und es dem Materiellen selber frommt. Und es soll doch im Gegenteil seinen Boden nur in Gott und diesem Streben aus und für dasselbe auch irdischen Halt und Boden gewinnen! Es war ja das Bewusstsein von dem freien, allmächtigen Gott und dem durch diesen Gott freien Menschen geschwunden, es waren ja Menschen und Völker theoretisch und praktisch in die Gebundenheit der Materie versunken! Durch das Auftreten des Abrahamvolkes sollte dieses Bewusstsein wieder geweckt, und die Menschen aus dieser Gebundenheit erlöst werden. Darum musste dieses Volk da anfangen wo andere Völker aufhören. Es musste, an sich selbst verzweifelnd – בגעל נפשך – in seinem Blute verendend, am Boden liegen (Jecheskeel 16,5) und nur durch Gottes Schöpferruf zum Volke erstehen, und so schon das bloße Dasein dieses Volkes den Völker verkünden: אני ד'!

    Darum war die Herbeiführung dieses, die Offenbarung Gottes als ה' bedingenden Momentes, in welchem die Hilflosigkeit der Nachkommen Abrahams gipfelte, von vornherein der Gottesplan, als er die Geschichte der Väter abwärts führte und sich ihnen nur als den „Allgenügenden“ zeigte, an dessen Hand man siegreich allen Wechsel des Lebens durchmache. – 

     

    V.6 Darum sage Jissroéls Söhnen: Ich bin ד'! Ich werde euch von dem Erliegen Mizrajims Lasten hinausführen, werde euch von ihrer Knechtschaft retten, werde euch mit gestrecktem Arme und mit großen Strafgerichten erlösen,

     

    V. 6…In drei Momente ist das Galuth gezeichnet: עבדות , סבלות, und – da גאולה ohne Beifügung ist – גואל-losigkeit, גאולה-Bedürftigkeit. In dem ברית בין הבתרי' war dieses Galuth Abraham als ענוי , עבדות , גרות angekündigt. Diese drei Momente lagen verwirklicht vor. ענוי: die Peinigung, die Verkümmerung und Freudeberaubung des Daseins, in den סבלות, in den mit höhnender Härte aufgebürdeten Lasten Mizraims. Es kann jemand עבד sein, ohne durch סבלות erdrückt zu werden, es kann jemand mit סבלות überbürdet sein, ohne עבד zu sein. עבדות: die Freiheitsberaubung, in עבדת, in dem Sklavenstand welchen Mizrajim über sie verhängt. גרות in der גואל-losigkeit, das ist eben der גרות-Stand. So wird später im Gesetze der Fremde bezeichnet als אין לאיש גואל (4 B.M. 5,8). גואל ist der Verwandte, der in der Not des Verwandten seine eigene erblickt und für ihn auftritt. Der Fremde hat als solcher in dem gewöhnlichen Staate keinen Annehmer. In der Misshandlung des geringsten Einheimischen erblickt jeder Einheimische sein eigenes Recht verletzt, er sieht in ihm den Rechtsboden erschüttert, auf welchem er selbst mit allen seinen Ansprüche ruht. Der Fremde aber, hat hier kein „Recht“ und findet daher in keinem der „hier Berechtigten“ einen Annehmer. „An dem Fremden kann hier kein Unrecht geschehen, weil er eben hier kein Recht hat, vielmehr alles, was ihm hier nicht geschieht, und was man ihm hier gestattet, reine Gnade ist.“ Das ist das Unglück des Fremden, Heimatlosen, Unberechtigten; aus ihm, weil sie in Egypten גרים waren, erwuchs alle spätere Elend wie von selbst. …

    והוצאתי אתכם מתחת וגו'. Nicht: ich zertrümmere die Last, daß ihr dann von selbst euch erhebet. Ich lasse die Last Last sein, aber ich ergreife euch unter ihr hervor und hinaus. Ihr bleibt völlig passiv bei der Erlösung. – …

    וגאלתי. Ihr habt in Egypten keine verwandte Seele, die sich in eurer Misshandlung verletzt fühle. Ich trete als euer Verwandter auf. Mich verletzt man, wo man eines meiner Kinder antastet. In mir findet ihr euer Recht und eure Selbständigkeit wieder… Im jüdischen Gesetze tritt der גואל hinzu, wenn sein Verwandter aus Not sein Erbteil oder sich verkauft hat, wo er also rechtlich bereits der Unfreiheit oder Besitzlosigkeit verfallen ist. Das ist Gottes Verhältnis zu uns. Zu ihren סבלות und ihrer עבדה hatten die Egypter auch keinen Schein von Recht. Allein uns als גרים zu behandeln, und das Recht des Daseins abzusprechen und von da aus, für diese Duldung, allen möglichen Druck auf uns zu lasten, an diese Duldung alle möglichen Bedingungen zu knüpfen, das hat man nicht nur in dem altersgrauen pharaonischen Staat für Recht erkannt. Da trott Gott für die als heimatlos und darum als rechtlos Erklärten mit „weithin über alle und alles gestrecktem Arme“ in die Schranken, macht sein Vorrecht an jedem Menschen und an der ganzen Erde geltend, gibt von diesem Gottesrechte aus seinen Rechtsberaubten Recht und Heimat wieder, und erzwingt mit שפטים גדולים, mit großen, die Welt „in Ordnung“ bringenden Gerichten die Anerkennung seines Rechts. בני בכורי ישראל (In diesem גואל-Begriffe liegt die Tiefe des הנה אנכי הורג את בנך בכורך = בני בכורי ישראל. Du verweigerst mir mein misshandeltes Kind: ich lasse dich fühlen, was es heißt: sein Kind verlieren!)

     

    V. 7 werde euch mir zum Volke nehmen und euch zum Gotte werden; ihr werdet erfahren, daß ich ד' euer Gott bin, der euch von dem Erliegen unter Mizrajims Lasten hinausführt,

     

    V.7 ולקחתי…sobald ihr frei werdet, werdet ihr mir zum Volke! Mir zum Volke, ohne Land, ohne Boden, allein durch mich!

    לי לעם, in dieser kurzen Zusammenstellung, in welcher hier zum ersten Male die ganze künftige Bestimmung Israels ausgesprochen wird, liegt die spezifische Verschiedenheit des durchaus einzigartigen Judentums, das man mit den völlig ungeeigneten Namen „jüdische Religion“ zunächst gedankenlos in die Kategorie der Religionen überhaupt, als auch eine Art Religion, einzuschalten beliebt und sich hinterdrein wundert, in dem Inhalt dieser Religion so vieles zu finden, was weit ab von der gewöhnlichen Heerstrasse der „Religionen“ liegt. לי - לעם, Gott – zum Volk! Darin ist schon gesagt, aß das Judentum, das von Gott gestiftetes Judentum, mit nichten eine „Religion“ sei. Im Judentum gibt es auch das, was man sonst Religion nennt, aber der Begriff Judentum ist ein unendlich weiterer und anderer. In „Religionen“ hat Gott nur Tempel, Kirchen, Priesterschaften, Gemeinden u.s.w.; Völker stehen nur zu Königen, Obrigkeiten u.s.w. in Beziehung und bauen sich von dem Begriff des Staates, und nicht von Religion und Gott auf. Hier aber stiftet Gott keine Kirche, sondern ein Volk, ein ganzes Volksleben soll sich von ihm aus gestalten. … … Wenn also Gott spricht ולקחתי אתכם לי לעם, so heißt das eben nichts anders, als: eure menschengesellschaftlichen Verhältnisse sollen durch meine Einsicht geleitet werden, eure menschengesellschaftlichen Verhältnisse sollen eine Offenbarung meines Geistes werden. Als daher ein späteres Geschlecht geneigt war, sein ganzes Verhältnis zu Gott in Opfer- und Tempelleben aufgehen zu lassen, und sich gegen die Vorwürfe menschengesellschaftlicher Entartung hinter den Ruf: היכל ד'! היכל ד'! verschanzte, konnte ihm der Prophet entgegen donnern: היכל ד' המה! Tempel Gottes sollen sie selber sein! Und weiterhin erläuternd hinzufügen: “denn an dem Tage, da ich sie aus dem Lande Mizraim führte, habe ich mit euren Vätern nicht über Empor- und Mahlopfern gesprochen und habe sie nicht dafür in die Pflicht genommen. Sondern das ist’s, wofür ich sie verpflichtete: gehorcht mir, so werde ich euch zum Gotte und ihr werdet mir zum Volke sein u.s.w.“ (Jirmija 7, 4, 22). Von Opfern hat Gott allerdings auch mit uns gesprochen, ja an dem Tage der Erlösung aus Mizraim war es gerade ein Opfer, und nur ein Opfer, womit er uns konstituierte. Aber er hat uns nicht zu einer „Tempelgemeinde“ „um der Opfer willen“ konstituiert, sondern er hat uns durch Opfer zu einem „Volke“ konstituieren wollen, und gerade eben jene allererste Opferinstitutionen hat den „Staat“ in seinem wesentlichen Grundriss aufgerichtet, wie wir das f.Z. nachweisen hoffen. Wenn andere Völker ihren Einigungspunkt in dem gemeinsamen Boden haben, hat das jüdische Volk seinen Einigungspunkt in dem gemeinsamen Gott…

     

    V.8 und werde euch dann zu dem Lande bringen, das ich meine Hand erhoben habe, Abraham, Jitzchak und Jaakob zu geben, und werde es euch als Erbteil geben, Ich ד'!

     

    V. 8 והבאתי אתכם וגו' Israel soll somit völlig zum Volk konstituiert sein, bevor es ein eigenes Land erhält. Sein Volksdasein ist somit nicht durch den Besitz des Landes bedingt, vielmehr der Besitz des Landes war von der treuen Lösung seiner Volksaufgabe abhängig:מורשה: es war im Geiste schon den Vätern gegeben, ihr erhaltet es nur als deren Erbe.

     

    V.14 Dieses sind die Häupter ihres Vaterhauses. Reubens Söhne,  Erstgeborenen Jissroéls: Chanoch, Pallu, Chezron und Karmi; dies die Familien Rubens.

     

    V.14 …Auch im Altertume kommt es vor, daß Menschen, die sich ganz besonders als Wohltäter ihres Volkes erwiesen, hintennach ihres menschlichen Daseins entkleidet und wegen „göttlicher“ Taten der Ehre eines „göttlichen“ Ursprungs gewürdigt worden sind. Wissen wir doch, daß später ein Jude, dessen Jichusbrief nicht vorlag und weil er nicht vorlag, und weil er ein Paar von den Menschen Moses entlehnte Lichtfunken den Menschen brachte, nach der Anschauung der Völker zum Gotteserzeugten wurde, an dessen Göttlichkeit zu zweifeln zum Verbrechen ward. Unser Moses war ein Mensch, bleibt ein Mensch und sollte ein Mensch bleiben. …

    Wenn aber dieser Abstammungsnachweis jeder irrtümlichen Vergötterung, jedem Wahne einer Inkarnation der Gottheit im menschlichen Gestalt, von vornherein und für immer begegnen sollte, wenn eben er uns die Wahrheit verbrieft: Moses, der größte Mensch aller Zeiten, war Mensch, nichts als Mensch, und die Stellung, die er vor Gott eingenommen, reicht nicht über die Sphäre sterblicher Menschen hinaus – so wird aber eben durch dieses Namenregister auch noch einem entgegengesetzten, nicht minder verderblichen Wahne vorgebeugt sein sollen, und deshalb nicht bloß die direkte Abstammungslinie Moses und Aarons: Jakob, Levi, Kehath, Amram, Moses, sondern auch alle andere Zweige des Stammes Levi mitgeteilt. War nämlich durch diesen Abstammungsnachweis zuerst die Tatsache von der menschlichen und nur zu menschlichen Natur Moses und Aarons festgestellt, so war damit dem Glauben Vorschub geleistet, ausnahmslos jeder sei zum Propheten geeignet, es könne einer heute als vollendeter Idiot bekannt sein und morgen im Namen Gottes das Wort führen; es könne plötzlich der Geist Gottes über unwissende, ungebildete Menschen kommen, und sie in siebenzig Sprachen reden lehren, wie diese Erscheinung eingebildeter oder vorgeblicher prophetischer Berufung in sonstige Kreisen nicht ohne Beispiel ist, wo dann, je unwissender und beschränkter der Prophet von heute gestern war, ein um so größerer Beweis göttlicher Berufung in dieser plötzlichen Umwandlung liegen soll. Diesem gefährlichen Irrtum begegnet gleichzeitig unser Register. Wohl waren Moses und Aaron Menschen, nichts als Menschen: allein sie waren auserlesene Menschen. Hätte Gott sich den ersten besten erwählen wollen, so hätten sich ihm andere Stämme als Lewi, und in Lewi noch andere Zweige als Kehath, und unter Kehaths Häusern noch andere Häuser als Amram, und unter Amrams Kinder ebenso gut der ältere Aaron als gerade der jüngere Moses zu seiner Sendung dargeboten. Allein Gott wählt sich die Geeignesten und Edelsten zu seinen Werkzeugen und Boten. Seiner Berufung muss das Menschliche erst menschlich hinanreifen. Nicht Abraham und Isaak, Jakob wird der eigentliche Begründer des Israelhauses. Nicht Reuben und Schimon, Lewi wird der erwählte Stamm. Nicht Aaron en Mirjam, Moses wird der Gottesgesandte – wie dies auch der Grundgedanke eines von dem Weisen zu dem Verse הלא כתבתי לך שלישים (Tanchuma Jithro) ausgesprochenen Satzes sein dürfte – alles muss erst an sich dem Grade der Befähigung entgegenreifen, der es auch Erwählung tauglich macht.

     

    Kap.7 V.11 Pharao aber rief auch die Weisen und Zauberer; auch sie, die Schriftkundigen Mizrajims, taten mit ihren Blendwerken also.

     

    Kap. 7 V.11 …Nur der wird getäuscht, der sich sorglos den Einwirkungen eines anderen hingibt… Alle Verbrechen, die ע"ז sind oder damit zusammenhängen, sind nicht wegen der ihnen innewohnenden metaphysischen oder logische Lüge, sondern wegen der sittlichen Verderblichkeit ihrer Folgen Verbrechen. Für sittlich gute Zwecke hat man nie den מכשף zu Hilfe gerufen. Wo man das Bewusstsein hatte, der Zweck, den man verfolge, habe die Billigung der Gottheit und laufe ihrer Weltordnung parallel, da hat man zu keinem solchen Hilfsmittel zu greifen sich veranlasst gesehen. Nur wo man wegen der Schlechtigkeit des Wollens nicht auf den Bestand des Weltenordners rechnen durfte, da suchte man sich bei der vermeintlichen Kunst des כשוף eine Nebentüre, einen Schleichweg, das Schlechte der Weltordnung zum Trotze ausführen zu können. Daher erklären die Weisen  מכשפים:מכחישים פמליא של מעלה , machen angeblich die höhere Weltordnung zu Schanden. Im Dienst der alten Herrscher finden wir in תנ"ך überall מכשפים sowie wenn heutigen Tages die Naturwissenschaft in den Dienst der Staatszwecke trifft; und wollte die Naturwissenschaft sich heutigen Tages in den Dienst der Lösung des Problems stellen, wie man beispielsweise allen Ausschweifungen sich hingeben könne, ohne deren gesundheitszerstörende Folgen fürchten zu müssen, so würde das eine dem Grundgedanken des כשוף ähnliche, missbräuchliche Bewältigung der Natur anstreben.– …

     

    V.15 Gehe zu Pharao am Morgen, siehe er geht zum Wasser hinaus, so stelle dich ihm entgegen am Ufer des Flusses, und den Stab, der zu einer Schlange umwandelt worden, nimmst du in deine Hand,

     

    V.15 …Wir stehen an den Anfang der עשר מכות, versuche wir einen Überblick derselben. Schon R. Jehuda hat sie gruppiert: ד'צ'ך , ע'ד'ש , ב'א'ח'ב. Diese Gruppierung ergibt sich sofort aus der Geschichte selbst. In zweien Plagen geht immer eine entschiedene Warnung voran, die dritte, also כנים, שחין und חשך, tritt dann ohne Warnung ein. Die dritte erscheint immer als Strafe dafür, daß die beiden ersten erfolglos geblieben.

    Näher betrachtet stehen diese Plagegruppen in inniger Beziehung zu den drei Seiten, welche den Kern des egyptischen Galuth bildeten, und deren Beseitigung die Erlösung bewirkte.

    גרות,עבדות ,ענוי  waren die Bestandteile des Verhängnisses, das sich durch Egyptens Versündigung an Jissroél vollzog,גרות,עבדות  und ענוי waren die Momente, welche die Plagen brachten, sie den Ungrund ihrer Erhebung über das unglückliche Volk und das Herbe eines solchen Elends fühlen zu lassen.

    דם,ערוב ,ברד  zeigten den Egyptern, wie sie selber nur  גריםim eigenen Lande und wie wenig sie daher berechtigt wären, Jisroél als גרים rechtlos zu machen, צפרדע,ארבה ,דבר , zeigten ihnen die Nichtigkeit der Momente, die ihren Herrendünkel über die zu עבדים Erniedrigten erzeugten. כנים, ,שחין  חשךendlich waren ענויים, die sie einmal fühlen ließen, was  es heißt, einem systematischen ענוי- Verhängnis zu unterliegen.

    מכות בכורות schließt das Ganze ab und führt endlich die Erlösung herbei.

    Die Plagen gruppieren sich demnach:

    ד'צ'ך ist die Heilung von dem גרות-,עבדות- und ענוי-Wahn durch die Offenbarung der Gottesmacht an Wasser und Land, ע'ד'ש ist die Heilung von dem גרות-,עבדות-, und ענוי-Wahn des Landes, ב'א'ח ist die Heilung von dem גרות-,עבדות- und ענוי- Wahn durch Offenbarung der Gottesmacht an der Land und Leute umgebende Atmosphäre. … …

    15-01-2021 om 08:21 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    14-01-2021
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                   (1833 – 1900)


    הפטרת וארא

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Woéro

     

     

    Ezechiel Kap. 28, V.25

     

    Das Prophetenwort weist zunächst auf die späte, späte Zukunft hin, in der das Werk der Schöpfung Jissroéls und der durch es zu bewirkende Belehrung der Menschheit vollendet sein werde. ונקדשתי בם: in dem doppelten Sinne des הקדש ב-. הקדש von Gott: sich als der absolut Maßgebende offenbaren, ב-: durch das was an jemandem oder von jemandem geschieht. Hier durch die nach Jahrhunderten, ja Jahrtausenden zählende Geschickeserziehung, die Ungehorsam und Leichtsinn des zum Träger seines Wortes berufenen Volkes so lange straft und Geschlechter auf Geschlechter solange den verehrenden Schicksalstürmen preisgibt, bis es die Höhe seiner Bestimmung erreicht hat, offenbart sich Gott der Menschheit als der Absolute, seinen Willen unbedingt Ausführende. Sodann: ונקדשתי בם durch die Treue, durch die Seelengröße und Charakterstärke,  die der Kern der Nation trotz aller Perioden des Abfalles in allen den furchtbaren Prüfungen bewiesen hat, und zu der einst die Gesamtnation erzogen sein wird, werde Ich geheiligt. Dadurch daß sie freudig alles opferten, um meinen Willen auszuführen, haben sie eben meinen Willen „vor den Augen der Völker“, als den absolut maßgebenden verkündet.  

    …

     

    Kap. 29, V. 1-7

    …

    Aber wie offenbart sich hier die allmächtige Gotteshand? Sind es offenbare Wunder, wie die Verwandlung des Niles, dieses Príncipes alles Lebens, in Blut und Verwesung, oder der scheuesten waffenlosen Tiere in Peiniger der gewappneten stolzen Herren des Landes, oder des fruchttragenden Bodens in Ungeziefer, bis zu jener „großen Hand“, die die mächtigen Meeresfluten vor Jissroél auseinanderweichend sich anstürmen und über die nachrückenden Ägypter zusammenbrechen ließ? Es ist dieselbe Hand, aber der Arm des welterobernden, Reiche gründenden und Reiche zerstörenden Nebukadnezar ist ihr Werkzeug. Es ist darum nicht weniger Gottes Gericht, weil er sich zu dessen Vollstreckung des Menschenarmes bedient. Über der äußeren, dem Menschenauge sichtbaren Verkettung der geschichtliche Ereignisse wird uns hier ein höherer Pragmatismus der göttlichen Weltleitung gezeigt. Dort erscheinen materielle, politische und physische Momente, Mach und List, überlegene Taktik und Staatskunst als die entscheidenden Faktoren. Hier aber wird gezeigt, wie das Vorhandensein dieser Faktoren und vor allem ihre Lenkung, daß sie nun auch zum Siege führen, in der Hand einer höheren, nach ethischen Momente bestimmenden göttlichen Weltwaltung liegt. Nebukanezar belagert Tyrus, er dient seiner Eroberungssucht, ist jedoch zugleich Werkzeug Gottes. Nach langem Widerstande fällt Tyrys, doch seines Sieges Lohn entgeht dem Sieger – ein plötzliches Anschwelle des Meeres hatte nach der Überlieferung alles begraben. Er wendet sich nach Ägypten, ist hier sofort siegreich – Fügung Gottes. Und als „Entschädigung“ für den von Tyrus entgangenen „Lohn“ erhält der stolze, den Traum der Weltherrschaft träumenden babylonischen Held von der göttlichen Fügung, in deren „Dienst“ er nur steht, als „Arbeitslohn“ die ebenso aufgeblasene ägyptische Majestät und ihre Herrlichkeit, die auch ihrerseits jenen Weltherrschaftsträumen lange nachgehängt hatte. Gibt es eine tröstlichere Ironie der Weltgeschichte, als diesen selbstherrlichen Nebukadnezar in der Rolle eines auf höheres Geheiß auf seine Beute losgelassenen, der ersten Fang durch dasselbe höhere Geheiß einbüßenden und dafür durch eine andere ihm endlich überlassene Beute belohnten – Jagdtieres? Und der erhabene Herrscher auf dem Throne der Pharaonen und sein Volk und sein Reich – eben die Jagdbeute!

     

    Jeder etwaigen Unterschätzung aber der Bedeutung der nichtjüdischen Glieder der Menschenfamilie, die durch diese Aussprüche etwa veranlaßt, und jeder Selbstüberhebung Jissroéls, die durch den Gedanken an seine eigne wunderbare Schöpfung, Rettung und Erhaltung erzeugt werden könnte, wird durch einige Sätze in dem weiteren Verfolge des Prophetenwortes wirksam entgegengetreten. Dieselbe Gotteshand wird lohnend, richtend, strafend und erhaltend, Völker zerstreuend und wieder sammelnd wie in Jissroéls so in der Völker Geschichte gezeigt. Und zwar, sicher nicht unabsichtlich, mit ganz den gleichen Worten. Um die Völker, nicht etwa bloß Jissroél, vor ferneren Ausschreitungen ägyptischer Willkür zu schützen, soll (V.25) Ägyptens Macht auch nach seiner Restauration in engen Schranken gehalten werden. Durch die Worte: ושבתי את שבות מצרים, die ganz identisch sind mit dem so häufig wiederkehrenden ושבתי את שבות עמי, wird die unmittelbare innige persönliche Gottesnähe bei Mizrajim, und dessen Gedeihen auf dem heimatlichen Boden, ebenso als Augenmerk der göttlichen Vorsehung ausgesprochen, wie bei Jissroél.

    …

     (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 109-116  Kommentar zu Ezechiel Kap 28 V.25…) 

    14-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    13-01-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                       (1850-1926)


    וארא


    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Woéro (Auszug)

     

    דבר נא באזני העם Wie hat doch die Weisheit der Weisen uns dieses נא der göttlichen Aufforderung in seiner zarten Innigkeit verstehen gelehrt! „Rede doch“ – es ist wohl noch nicht an der Zeit, רכוש גדול ist wohl für sie noch nicht angebracht, sie sind noch lange nicht reif dazu – und wenn doch? Auf wen anders mochte Gott wohl in dieser Stunde „Rücksicht“ genommen haben auf unseren Stammvater, jenen צדיק, wie die Weisen ihn gerade hier nennen, der es in seinem צדקות, in seiner vorbildlichen Pflichttreue nimmer begriffen hätte, daß selbst ein mizrisches Golus nicht imstande war, seinen Nachkommen die dauernde Reife zur Hinnahme von רכוש גדול zu verleihen! Abraham, der seinem Volke für alle Folgezeit auf den „Doppelhöhen“ seines gottnahen Lebens vorgewandelt ist, der nach seinem „mizrischen“ Golus רכוש גדול mitnahm – ואברהם כבד מאד במקנה בכסף ובזהב (1 B.M. 13,2) – ohne daß es ihn in seiner Lebensaufgabe irre machte, der vielmehr וילך למסעיו „seinen früheren Zügen nachging“, בדרך שהלך חזר  „ auf dem Weg, den er gekommen, wieder zurückkehrte“, fügen die Weisen erklärend hinzu (מ"ר): der sich gleich geblieben, auch in glücklichen, mit irdischer Fülle gesegneten Lebensverhältnissen Gott den Altar seiner Lebensweihe und Lebenshuldigung errichtete – Abraham sollte nicht irre werden an der göttlichen Verheißung, die seinen Nachkommen ein heiteres, glückliches Volksleben zugesichert hatte – wenn auch Gott recht wohl wußte, daß noch manches Golus-Leid über sein Volk kommen mußte, bis es für diese Lebensbestimmung die dauernde Reife gewonnen haben würde.

    Wiederholt hat seitdem Gott unserem Volke רכוש גדול gereicht, und noch immer wieder hat klägliches וישמן ישרון ויבעט gezeigt, daß uns die Reife für die „Doppelhöhe des Lebens“ mangelte – und so mußte uns Gott immer wieder der rohen Gewalt pharaonischer Bedrücker preisgeben.

    Kein Wort der Rechtfertigung für all das unendliche Leid, für den satanischen Haß und die grausame Entrechtung, die unsere Feinde in den Jahrtausenden unseres Golus auf uns häuften –

    Uns steht für alle Zeiten an der Spitze der Gottessendung an Pharao נס של תנין das Wunder, daß der Stab in ein Krokodil sich wandelte – Was es soll, fragen die Weisen?

    Dieses „Wassertier, das da in seinen Strömen ruht, glaubt in ungemessener, ungezügelter Rohheit seinen tierischen Instinkten sich hingeben zu können, glaubt sich austoben zu können „mordend, vernichtend gegen Amroms Sohn“ und ist doch nur ein „Stab“ in Gottes Hand, der wohl auch verletzen kann, aber nur, wenn eine höhere Intelligenz ihn führt, der aber auch zur Stütze wird, sobald sein Meister es will – –

    Und so erwies sich die scheinbar ungefesselte Wut des „Krokodils“ als Stab, wenn auch als Zuchtrute in der Hand Gottes – Und auch für die Folge haben „Aschur“ und alle Völker, unter deren Druck unsere Golus-Geschichte sich vollendete, שבט אפי sich als „Zuchtrute in Gottes Hand“ (Jes. 10,5) sich bewährt. –

    Oh, daß das Golus-Leid uns endlich die Reife bringen möchte für die heitere Verwirklichung unserer von Gott uns verbrieften Volksbestimmung!

    Laßt uns unseren Kindern mit dem leuchtenden Beispiel jüdischer Pflichterfüllung vorangehen! Zeigen wir ihnen, daß uns die Pflege unserer Thoragüter Lebensinhalt bedeutet, bringen wir dem Gotteswillen in allen Lebenslagen unverbrüchliche Treue entgegen, und wir werden mit unserem Leben die heißersehnte Zeit herbeiführen helfen, in der unser so schwer geprüftes Volk seine Golus-Fesseln abschüttelt und, von Gott geführt, die „Doppelhöhen seines Erdenlebens“ ersteigt – ירכבהו על במותי ארץ

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung zweiter Teil Exodus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1931 S.12- 13

    13-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    12-01-2021
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    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

     

    …

    IV.DIE WIRKUNGEN DES ZIONISMUS

     

    a)       Sein positiver Einfluss

     

    Der offizielle Zionismus ist erst fünfzehn Jahre alt, im Bewußtsein der Zeitgenossen eine große Spanne Zeit, vor der Geschichte und ihren Zeiträumen ein armseliges Nichts.  Es wäre natürlich verfehlt, schon heute nach seinen praktischen Leistungen ein völlig abschließendes Urteil über die in der Bewegung schlummernde Kraft zu fällen. Wir trauen zwar dem Arbeitsplane nicht viel zu, schon darum, weil er trotz der Einhelligkeit des Endziels doch eine sehr starke Zersplitterung zeigt und soviel Anfänge und Ansätze aufweist daß kaum etwas davon durchgeführt werden kann. Das durch die falsche Theorie bedingte, endlich giltige wirkliche Scheitern kann sich jedoch erst  nach Menschenaltern klar herausstellen.

    Durchaus nicht spurlos dagegen ist seine politische Seite am jüdischen Leben vorübergegangen, und in den hier deutlich verspürbaren Wirkungen ist die Möglichkeit einer Probe auf das Exempel gegeben. Eine der Ideen nach schlechten Bewegung kann sich auf die Dauer nie in günstigen Einflüssen äußern, und das jüdische Leben von heute muß man studieren, um den Wert der Ideen, des sittlichen Kerns und der Berechtigung des Zionismus zu erfassen.  An der Frucht erkennt man  den Baum!

    Eins sei vorausgeschickt: daß der Zionismus auf das jüdische Leben eine sehr anregende Wirkung gehabt hat, wird nicht bestritten werden können. Daß er viele Gleichgiltige zur aktiven Arbeit herangezogen hat, daß er auch Gegner zur Vertiefung seines Standpunktes zwang, muß ihn der ehrliche Beurteiler ohne weiteres zustehen. Wenn aber der Zionismus sich auf diese Tatsache so ungeheuer viel zu Gute tut, wenn er es sogar so darstellt, als ob er das Treibende Moment der gesamten modernen jüdischen Bewegung wäre, so liegt darin eine so arge Uerbertreibung, daß eine Zurückweisung sich erübrigt. Die gesamte „jüdische Renaissance“  unserer Tage stammt – das Wort selber ausgenommen – von Nichtzionisten her. Weder verdankt man den Zionisten die großartige, wissenschaftliche Arbeit, die von ihnen nicht beeinflußt, nicht gefördert, nicht gepflegt wird, noch haben sie an den Wohltätigkeitsinstitutionen etwas geschaffen. Höchstens versuchen sie, wie das Beispiel der deutschen Alliancegmeinschaft es beweist, das von anderen errichtete zu zerstören. Die Selbstbewußtseinsbewegung ist vor dem Auftreten des Zionismus gegründet worden und sie findet sogar auf Schritt und Tritt seine erbitterte Feindschaft. Die Erziehungsorganisationen,  vor allem den Orden Bne B’rith, haben noch niemals mit dem Zionismus zu tun gehabt und blühen trotzdem zum Segen für das deutsche Judentum. Überall ist seine positive Arbeit gering, ja oft bremst sie den wirklichen Fortschritt, wovon auch die aufblühende neutrale Jugendbewegung  ein Lied zu singen weiß. Mann läßt sich aber durch den unendlichen Wortschwall  leicht täuschen, mit dem die Zionisten ihre Unternehmungen einleiten und begleiten.  Da sie nun über eine unendliche Menge von redegewandten Agitatoren verfügen,  sind ihre rednerische Leistungen gewiß glänzend, und es ist im Interesse des Judentums  nur  erfreulich daß Reden keine Taten sind.  Hier liegt auch ihr wichtigster positiven Einfluß, denn vielleicht die nachhaltigste Einwirkung hat die zionistische Phraseologie gehabt. Die Bewegung hat einen eigenen Schatz  von Schlagwörter geschaffen, die sich nach etwas anhören, und die dann – leider, leider – unbesehen auch  von den Gegnern selbst dort übernommen  worden sind, wo sie halbe Phrase sind und bleiben. Wer in künftiger Zeit geschichtlich  die Einflüße des Zionismus auf das Judentum des zwanzigsten Jahrhunderts  untersuchen will, wird sie hautsächlich unter  den Rubriken „Rhetorik“ und „Sprachschatz“ aufzusuchen haben.

     

     (wird fortgesetzt)

     

    Erscheint bereits in Jeschurun Judentum gegen Zionismus in Folgen, als Teil unseres Studienprogramms  Jahrgang 5770/5771

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    12-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    11-01-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.27. TEWESS Jahrzeit von Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
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    Die abgebildete historische Einladungskarte erscheint erstmalig im Internet!

    11-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Raphael BREUER: 'Was hat Rabbiner Hirsch unserer Zeit zu sagen? (3. Ablieferung)
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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

                     (1881-1932)



    WAS HAT RABBINER HIRSCH UNSERER ZEIT ZU SAGEN? (3.Ablieferung)

     

    Rede gehalten anlässlich der am Vorabend des 27.Teweth 5691 von der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft in Frankfurt a. M. veranstalteten Jahreszeitgedenkfeier.

     

    II.

     

    Hundert Jahre sind vergangen, seitdem sein mächtiges Wort zum ersten Mal erklang, 42 Jahre, seitdem er seine Kehilla und sein Volk verließ. Wodurch unterscheidet sich unsere Zeit von seiner Zeit? Das entscheidende Erlebnis unserer Tage ist der Weltkrieg und alles das, was nach ihm kam. Wir haben in den letzten 16 Jahren etwas gelernt, was den Menschen, die zwischen 1870 und 1914 lebten, nur aus der Überlieferung bekannt war: Wir haben gelernt, was Geschichte ist. Wir haben in diesen 16 Jahre Dinge erlebt und erleben sie noch heute Tag für Tag, die der vorhergehenden Generationen nur aus Geschichtsbüchern bekannt waren. Die haben Geschichte gelesen, wir haben Geschichte erlebt und erleben sie noch heute unausgesetzt Tag für Tag. Und darum möchte ich geradezu behaupten, daß die geistige und politische Botschaft Rabbiner Hirschs, die von historischen Erlebnisse und Erkenntnissen geradezu durchtränkt war, unsere Generation näher steht und mehr zu sagen hat als der , die der unsrigen unmittelbar vorausgegangen ist.

    Versuchen wir’s doch einmal, uns in die Jugendzeit Rabbiner Hirschs zurückzuversetzen. Das große Erlebnis seiner Jugend waren die politischen, sozialen und kulturellen Nachwirkungen der französischen Revolution und der napoleonischen Zeit. Wer seine Rede kennt, die er 50 Jahre nach der Leipziger Völkerschlacht im Beth Haknéses unserer Adas Jeschurun gehalten hat, eine Rede, die man nicht lesen kann, ohne sich vom Hauch des Gottes der Geschichte angeweht zu fühlen, eine Rede, die mit unerhörter Leidenschaft und Ergriffenheit „eine von jene Stunden“ gefeiert hat, „in welchen Gott einzieht in die Geschichte“, wer diese Rede kennt, – eine politische Mussar-Rede, die das Walten des ewigen Rechtes im Völkerleben besingt – צדק לפניו יהלוך Recht geht vor seinem Angesichte her, wo das Recht siegreich einzieht in die Zeiten, da kannst Du wissen: וישם לדרך פעמיו da ist der Eintritt der Gotteswege auf Erden – wer diese wundervolle Rede Rabbiner Hirschs kennt, der weiß, daß die Ehrfurcht vor dem Walten Gottes in der Geschichte und der Glaube an den endlichen Sieg des Rechtes auf Erden das Grundgefühl seines Innenlebens und die alles beherrschende Richtlinie seiner Botschaft war.

    Schulter an Schulter mit dem deutschen Bürgertum haben im vorigen Jahrhundert Deutschlands Juden für den Sieg  des Rechtes gekämpft. Die Befreiung des deutschen Bürgers aus den Fesseln des alten Feudalstaates hat auch dem deutschen Juden die Gleichberechtigung gebracht. So tief Rabbiner Hirsch die religiösen Gefahren der Emanzipation durchschaut hat, so hat er sie doch allezeit als einen Triumph des Rechtes über die Gewalt empfunden und in begeisterten Worten gefeiert. Und wenn er heute wieder auferstände und es erlebte, wie dieses deutsche Bürgertum, dem er sich im Kampf ums Recht als deutscher Jude fühlte, im Zeitalter des Nationalsozialismus und Bolschewismus Gefahr läuft, von den Wogen eines völkischen oder proletarischen Lebensgefühls verschlungen zu werden; wenn er heute sähe, wie es der völkischen Bewegung immer mehr und mehr gelingt, ihren Geistestypus am ausgeprägtesten auf das deutschen Bürgertum zu übertragen, und die größte politische Gefahr unserer Gegenwart, die Zerstörung des Rechtgedankens, bedrohlicher wird von Tag zu Tag: dann wäre seine Mahnung an uns, die klassischen Ideale des deutschen Bürgertums von der Freiheit und Gleichberechtigung der Menschgen im Interesse des Deutschtums und des Judentums für die Zukunft retten zu helfen! Denn was er damals an jenem 18. Oktober 1863 in seinem Beth Haknéses gesprochen, das hat ja für unsere Zeit eine Resonanz von ungeahnter Kraft gewonnen. War es damals eine Wahrheit, daß man nicht mit dem Rechtsgedanken spielen darf, daß סמא דחיי למיימינים בה סמא דמותא למשמאילים בה, daß das mißbrauchte Recht die Gewalt, die mißbrauchte Freiheit die Tyrannei zu ihrem Rächer setzt, daß darin eben die göttliche Allmacht des gottgesandten Rechtes sich offenbart, daß es über Menschen und Völker, Hütten und Paläste zertrümmernd dahinschreitet, bis es in seiner Reinheit und Glorie begriffen und ihm in Aufrichtigkeit gehuldigt wird: dann hat diese Wahrheit, weiß Gott, in unseren Tagen von ihrer erschütternden Wucht nichts verloren. Der Schrei nach der Diktatur, der heute im politischen Leben von rechts und von links ertönt, er versetzt uns zurück in die Zeit der französischen Revolution, in der die Völker zeigten, wie unreif sie waren für die Freiheit und das Recht und wie aus dieser Unreife der Tyrann emporwachsen mußte, der ihnen den Fuß der Gewalt auf den geknechteten Nacken setzte. An jenem 18. Oktober 1863 schien diese Zeit endgültig vorbei zu sein, und in ergreifenden Worten hat ihr Rabbiner Hirsch das Totenlied gesungen. Heute ist der  Tyrann in zwiefacher Verkleidung, in fascistischem und bolschewistischem Gewande, zu neuem Leben erwacht. Und da hätte Rabbiner Hirsch uns nichts mehr zu sagen?

     

    Quelle:  Nachalath Z’wi Eine Monatschrift für Judentum in Lehre und Tat, herausgegeben vom Vorstand der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft. I. Jahrgang 5691/1930-31, S. 84-101

     

    Dieser Aufsatz brachten wir als Teil unseres Studienprogramms Herbst-Winter 5769 und speziell zum Jahrestag „runden Geburtstag“ von Rabbiner Samson Raphael HIRSCH (1808 -1888). Wird  fortgesetzt.

    11-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

    (1881-1932)


    WAS HAT RABBINER HIRSCH UNSERER ZEIT ZU SAGEN?
    (2.Ablieferung)

     

    I.

    Machen wir uns zunächst einmal klar, was Rabbiner Hirsch seiner Zeit zu sagen hatte. Seine Botschaft, zu der er auserkoren war, bestand in der Hauptsache darin, seinen Schicksalsgenossen den Glauben an die Thora, der ihnen völlig abhanden gekommen war, wiederzugeben. Seine Schicksalsgenossen: das waren die deutschen Juden des vorigen Jahrhunderts, die entweder in ungezählten Scharen vom alten Väterglauben abfielen oder nach einer neuen Form des Judenseins ausspäthen, die ihnen den Abfall vom Alten ersparen und den Anschluß an das Neue ermöglichen sollte. Diesen Schwankenden, Zweifelnden, Sehnsüchtigen, die vom Geist der neuen Zeit im innersten ergriffen und erschüttert waren, die wohl auf der einen Seite den Abfall vom Alten als erbärmlichen Verrat durchschauten, aber doch auf der anderen Seite nicht recht wußten, wie sie den Anschluß an das neue gewinnen sollten, ohne auf den Weg des Verrates abzugleiten: das waren die Menschen für die Rabbiner Hirsch ein von Gott gesandter Führer und Retter, ein zweiter מורה נבוכים wurde.

    Die Art und Weise, wie er zu diesen Menschen sprach, mußte ihre Seelen zum Klingen bringen, sofern sie nur guten Willens und von ehrlicher Aufnahmebereitschaft waren. Wie er die Thora lehrte und lernte; wie er einen Bibelvers, ein Wort des Talmud und des Midrasch ansah, aussprach und darlegte; wie er in den klassischen Quellen der jüdischen Lehre, des jüdischen Denkens und Fühlens in unverfälschter Reinheit und Ursprünglichkeit, aber doch mit solcher originaler Kraft wiederzugeben verstand, daß sie die Menschen seiner Zeit wie neu geschaffen anmuteten: das hat ihm in der schöpferischen Genialität seiner Einmaligkeit keiner seiner Zeitgenossen nachgemacht. Uns mag heute manches selbstverständlich vorkommen, was erst unter dem Einfluß seiner  Wirksamkeit zum geistigen Besitztum weiter Kreise wurde. Daß wir es bei der Thora und Mizwaus mit weltbewegenden, weltgestaltenden, weltumformenden geistigen Mächten zu tun haben; daß diese Thora der Inbegriff unerhörter philosophischer, politischer, sozialer und wirtschaftlicher Aufschlüsse und Erkenntnisse ist; daß diesen Mizwaus eine erziehende Gewalt innewohnt, die von keiner modernen Fortschritt der pädagogischen Theorie und Praxis überflügelt werden kann; daß diesem jüdischen Volke mit seinem Zion der Vergangenheit und seinem Zion der Zukunft eine kosmische Aufgabe gestellt ist, deren Lösung das Heil der Menschheit bedingt; die welthistorische Weite dieser Schau, sie mag in den klassischen Zeiten der jüdischen Geschichte Gemeingut aller Wissenden und Verstehenden gewesen sein, sie mußte  aber vor hundert Jahren vom Verfasser der Neunzehn Briefe und des Chaurew wie Neuland entdeckt werden, und sie mußte gegenüber dem Hohngelächter eines seichten Aufklärertums und einer beschränkten Wissenschaftlichkeit mit starker Hand verteidigt und befestigt werden.

    Im Andenken der Nachwelt lebt Rabbiner Hirsch vielfach als Schöpfer einer neuen, modernen Orthodoxie fort. Er habe aus dem Thora- und Derech-Erez-Ausspruch unserer Weisen das Recht einer Verbindung von jüdischer und nichtjüdischer Kultur hergeleitet. Nichts ist falscher als das. Niemand war von der obersten und heiligsten Pflicht des jüdischen Volkes, die Autonomie und Souveränität seiner Thorakultur aufrecht zu erhalten, tiefer durchdrungen als er. Wie hätte er jemals auf den Gedanken kommen können, die Eigengesetzlichkeit der Thorakultur zu erschüttern, er, der den Gedanken niemals fassen konnte, wie jüdische Menschen, denen an der Erhaltung der Thora als der Seele der jüdischen Gemeinschaft etwas gelegen ist, die Souveränität dieser Thora in jüdischen Gemeinden, Verbänden, Weltorganisationen in die Forderung einer orthodoxen Partei verwandeln konnten, und der das Erlebnis dieser Verwandlung als die schmerzlichste Enttäuschung seines Lebens empfand! Thora und Derech Erez: das hieß für ihn nichts anderes, als Hineinstellen der Thora in den großen Zusammenhang der Welt. Wie sollen denn Thora und Mizwaus zu weltbewegenden, weltgestaltenden, weltumformenden geistigen Mächte werden, wie soll denn das jüdische Volk seine geschichtliche Mission erfüllen können, vor den Augen aller Welt  Zeugnis abzulegen für die Ehre Gottes und seiner Lehre, wenn Judesein mit Weltfremdheit und Weltabgeschiedenheit gleichbedeutend wäre! Wie schon der erste Jude als „Vater des Völkergewoges“ die Weltbühne betrat, um der angemaßten politischen Souveränität der Nationen die göttliche Souveränität seines jüdischen Messianismus entgegenzuhalten, wie jedes Wort, das Mosche Rabbenu und all die Propheten, die nach ihm kamen, zu ihrem Volke sprachen, Himmel und Erde zur Zeugenschaft berief und eine Botschaft messianischer Weltkultur an die ganze Menschheit war, so und nicht anders hat auch unser großen Rabbiner ז"ל seine Thora und Derech-Erez-Botschaft verstanden.

     

    Quelle:  Nachalath Z’wi Eine Monatschrift für Judentum in Lehre und Tat, herausgegeben vom Vorstand der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft. I. Jahrgang 5691/1930-31, S. 84-101

     

    Dieser Aufsatz brachten wir bereits als Teil unseres Studienprogramms Herbst-Winter 5769 und speziell zum Jahrestag „runden Geburtstag“ von Rabbiner Samson Raphael HIRSCH (1808 -1888). Wird fortgesetzt.

    11-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

    (1881-1932)


    WAS HAT RABBINER HIRSCH UNSERER ZEIT ZU SAGEN? (1.Ablieferung)

     

    Rede gehalten anlässlich der am Vorabend des 27.Teweth 5691 von der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft in Frankfurt a. M. veranstalteten Jahreszeitgedenkfeier.

     

    Aus den תשובת הגאונים berichtet Raschi in Jebamoth 122a, daß schon in ganz alten Zeiten der Todestag eines großen Mannes der Ehrung seines Andenkens gewidmet war:

    יום שמת בו אדם גדול קובעים אותו לכבודו

    So haben auch wir uns heute am Vorabend des 27. Tébeth hier versammelt, um uns die Frage vorzulegen, was der אדם גדול, der einst an diesem Tage seinen Augen schloß, unserer Zeit zu sagen hat. Je mehr das Bedürfnis und die Notwendigkeit dieser Frage nur aus dem Geiste jenes stillen Zweifels zu erklären ist, der die Herzen unserer nach Klarheit drängenden Jugend erfüllt, umsomehr glauben wir es der כבוד unseres großen Rabbiners זצ"ל schuldig zu sein, auf diese Frage eine klare Antwort zu geben.

    Diese Frage ist schon einmal, vor zwanzig Jahre, aufgeworfen und beantwortet worden. Unter dem Titel „Samson Raphael HIRSCH als Erzieher“ hat damals Joseph Wohlgemuth in Berlin einen der besten seiner Aufsätze geschrieben. In begeisterten Worten schilderte Wohlgemuth in diesem Aufsatz den gewaltigen Eindruck, der vor allem Hirschs „Jeschurun“ auf ihn gemacht, als er in seinem 21. Lebensjahre über die Jahrgänge dieser Zeitschrift geriet. Von der Tischribetrachtung „Des Juden Katechismus ist sein Kalender“ sagte er da: „Ich kenne kein Produkt der nachbiblischen jüdischen Literatur, das in einer einzigen Betrachtung eine solche Fülle von Gedanken, einen so unerschöpflichen Stimmungsgehalt gegeben wie diese Tischribetrachtung“. Und von der Kislewbetrachtung „Hellenismus und Judentum“: „Unzählige Male habe ich diese Abhandlung gelesen, immer neue Anregungen für pragmatische Geschichtsbetrachtungen aus ihr empfangen.“ Und von Rabbiner Hirschs Schriften in ihrer Gesamtheit: „Die Schriften aber haben Menschen gebildet in ihrer Zeit und werden, das ist ohne Prophetengabe schon jetzt vorauszusehen, auch künftigen Geschlechtern die Wege weisen.“

    Es hat seinen tiefen Grund, daß unter allen Schriften Rabbiner Hirschs der Jeschurun es war, der auf die Zeitgenossen den größten Eindruck machte. Denn hier kam gerade das überwältigend zum Ausdruck, worin die große Kraft unseres großen Rabbiners lag: Der gewaltige Trieb zum Reden und Überreden, die flammende Sehnsucht, jüdische Menschen für Thora und Mizwoth im Sturm zu erobern, der unerschütterliche Glaube an die Siegeskraft des Wortes, vor allem aber die tiefe Überzeugung, daß wir es bei unserer Thora weder mit einem Gegenstand wissenschaftlicher Erkenntnis noch mit ästhetischen oder mystischen Offenbarung zu tun haben, sondern mit einer göttlichen Botschaft an die Menschen, die darauf wartet und darauf angewiesen ist, mit Hilfe des vom Gottesgeist beseelten Menschenwortes den Himmel auf die Erde zu pflanzen. Dieses rauschende und berauschende Menschenwort ist niemals sachlich im Sinne unserer neuen Sachlichkeit, sondern subjektiv und persönlich im höchsten und edelsten Sinne. הוצא דבר מתוך פיך „Laß hervortreten das Wort aus deinem Munde“ bemerkt der Midrasch zu dem Verse כי קרוב אליך הדבר מאד בפיך ובלבבך לעשותו Es soll aus deinem Munde sein. Und noch viel eindringlicher dürfte diese Forderung, das Gotteswort mit dem höchst persönlichen Leben einer jeden neuen Gegenwart zu erfüllen, von der Gemoro in Chulin 89a erhoben werden:

    מה אומנותו של אדם בעולם הזה ישים עצמו כאלם יכול אף לדברי תורה

    תלמוד לומר צדק תדברון  

    Beim irdischen Schaffen des Menschen ist es im allgemeinen so, daß es nur dann als vollkommen gilt, wenn der Schaffende hinter seinem Werk verschwindet, wenn der sachliche Zweck sein Persönliches „verstummen“ läßt. Nun könnte man meinen, daß es auch bei der Thora so wäre. Darum heißt es: Das göttliche Rechtssystem der Thora hat zu seinen Sachwaltern, zu seinen Boten und Verkündigern euch erkoren.

    Ist aber das göttliche Rechtssystem der Thora berufen, in einer jeden Gegenwart das Eigene und Persönliche der neuen Generation aufzuwühlen und in immer neuen Formen und Klängen die ewige Wiederkunft seiner selbst zu erleben, dann ist die Frage berechtigt, wie es sich heute mit den Worte und der Botschaft Hirschs verhält. Erst vier Jahrzehnte sind seit seinem Tode vergangen. Kann und darf man heute beim Anblick seines Werkes von Zeitbedingtheit und Zeitgebundenheit sprechen? Gehört sein Wort und seine Botschaft nur der Vergangenheit an, oder hat Rabbiner Hirsch auch unserer Zeit noch etwas zu sagen?

     

    Quelle:  Nachalath Z’wi Eine Monatschrift für Judentum in Lehre und Tat, herausgegeben vom Vorstand der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft. I. Jahrgang 5691/1930-31, S. 84-101

     

    Dieser Aufsatz brachten wir als Teil unseres Studienprogramms Herbst-Winter 5769 und speziell zum Jahrestag „runden Geburtstag“ von Rabbiner Samson Raphael HIRSCH (1808 -1888).

     

    Über Rabbiner Joseph WOHLGEMUTH (1867-1942) Herausgeber einer schlechten rabbinischen Zeitschrift mit den Namen „Jeschurun“ (1914-1932) siehe im Archiv unser Artikel vom 1.November 2007

    11-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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