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Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
(1808-1888)

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Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH
(1833-1900)
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Rabbiner Dr. Salomon BREUER
(1850 - 1926)
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Rabbiner Dr. Raphael BREUER
(1881-1932)
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Reb Julius HIRSCH
(1842-1909)
Jubelsinget, Gerechte, in Gottesanschauung, den Geraden geziemt Thatenoffenbarungslied (Psalm 33)

ברוך הבא!    السلام عليكم!

 

Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Thora tegen nationaal-jodendom (sionisme)


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’études rabbiniques YECHOUROUN, Thora contre national-judaïsme (sionisme).

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Thora. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus).

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Thora against Nationaljudaism (Zionism).

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

Inhoud blog
  • Rabbiner Dr. Rafael BREUER: Erläuterung von das Buch Prediger
  • To say that anti-Zionism is a new form of anti-Semitism is a great foolishness.
  • Rabbiner Dr. Mendel Hirsch 'Koheleth und die pessimistische Weltanschauung'
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro des 2.Tages Suckauss
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro des 1.Tages des Laubhüttenfestes
  • Zeggen dat antizionisme een nieuwe vorm van antisemitisme is, is een grote dwaasheid.
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH : LAUBHÜTTENFEST
  • Sprüche Salomons 10,7 und Sprüchlein zu Ve-saus haBrocho
  • Ludwig STERN: Das Hüttenfest
  • Rabbiner Dr. Mendel Hirsch zur Haftoroh des Wochenabschnittes Haasinu
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt HAASINU
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro des Nachmittaggebetes am Jaum Kippur
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro des Morgengebetes Jaum Kippurs
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER : JAUM HAKIPPURIM
  • Samson Raphael HIRSCH : Kommentar Owinu Malkenu
  • Psalm 50,4 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Ha'asinu
  • Samson Raphael HIRSCH: Zaum G'daljoh
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER : RAUSCH HASCHAUNOH
  • Ludwig Stern: Der Tag der Erinnerung, das Neujahrsfest
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER: „Ein jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ (Ende)
    INTERESSANTE LINKS
  • ANTIQUARIAAT BOEKHANDEL SPINOZA
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  • Mehrsprachige Seite „Yakov RABKIN, Historian and Author“
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  • PALESTINA IN DE MEDIA
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  • PEACE PALESTINE (UK)
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    62 JAAR NAKBA, 62 JAAR THORAVIJANDELIJKE ZIONISTISCHE STAAT, WEG ERMEE!
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    Rabbiner Josef Chaim SONNENFELD
    (1848-1932)

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    IVJ exposes the vicious Zionist oppression of religious Jews who object to serve in the IDF, or protest its regime.
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    Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus)
    30-06-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

     

    פינחס

     

    Belehrung und Mahnung zur Wochenabschnitt

    PINCHOS

    (Auszüge)


    לכן  אמר הנני נתן לו את בריתי שלום
    Darum sprich: „Siehe: Ich gebe ihm meinen Bund – den Frieden“.

     

    והיה ביום ההוא שרש ישי אשר עמד לנס עמים אליו גוים ידרשו והיה מנחתו כבוד „An jenem Tage wird die Wurzel Jischais, die stehen geblieben, zum Panier der Völker, zu ihm werden hinstreben die Völker, und seine Ruhe wird Ehre sein“ (Jes. 11,10) – Mit diesen Worten kennzeichnet der Prophet die Vollendung des Erlösungswerks, das den tränenvollen Geschickesweg des jüdischen Volkes einst zum Abschluß bringt und zugleich die Erlösung einer ganzen Menschheit anbahnt. –

     

    Für diesen seinen Galuthweg aber hat das jüdische Volk die Gottesverheißung  mit hinausgenommen: וזכרתי את בריתי יעקוב ואף את בריתי יצחק ואף את בריתי אברהם אזכר „Ich gedenke meines Bundes „Jakob“ und auch meines Bundes „Jizchak“ und auch meines Bundes „Abraham“ gedenke ich – „ (Lev. 26,42)

     

    למה נאמר באברהם וביצחק אף וביעקב לא נאמר אף? יעקב היתה מטתו שלמה Warum fragen die Weisen (ת"כ) heißt es bei Abraham und Jizchak im Gegensatz zu Jakob: Gott werde „auch“ ihres Bundes gedenken? Und ihre Antwort lautet: Abraham und Jizchak hatten Kinder, Jischmael und Esau, die ihrer nicht würdig waren, Jakobs Kinder aber waren alle Kinder seines Geistes; daher: des Bundes Jakob gedenkt Gott gewiß, aber „auch“ des Bundes Abraham und Jizchak wird Gott gedenken.

     

    Der Name יעקב wird hier sowie an weiteren vier Stellen מלא durch volle Schreibung des Buchstabens Waw hervorgehoben, während an ebensoviel Stellen der Name des Propheten Elijahu חסר ohne Waw – אליה – vorkommt. Unsere Weisen deuten diese auffallende Erscheinung mit folgenden Worten: יעקב נטל אות משמו של אלי' ערבון שיבוא ויבשר גאולת בניו Jakob habe den Buchstaben Waw gleichsam als Pfand aus den Namen Elijahus genommen damit er einst seinen Kindern die Erlösung bringe. –

    Elijahu ist nach der Überlieferung der Weisen identisch mit Pinchas, den Gott für sein großes, unerschrockenes Eintreten für Gottes heilige Sache zum Träger und Förderer des durch Gott auf Erden zu stiftenden Friedens geweiht hat: הנני נותן לו את בריתי שלום Und die Überlieferung lehrt וי"ו דשלום קטיעא Das Waw in dem Worte שלום ist hier gebrochen, in zwei Teilen geteilt zu schreiben. -  Damit aber ist die hohe Aufgabe eines jeden wahrhaften jüdischen Führers, der sein Leben im Dienste des von Gott ersehnten Friedens begreift, für immer gekennzeichnet.

    …

    Für die Mehrung des göttlichen Lichts, für die Erhaltung der göttlichen Wahrheit hat der jüdische Führer seine ganze Kraft einzusetzen, um in furchtlosem Kampfe gegen alle Mächte der Finsternis und der Lüge die Herbeiführung des Gottesfriedens auf Erden zu fördern. Dann ist er jüdischer Führer vom Geiste Pinchas-Elijahus.

    …

    Wer dem wahren Frieden dienen will, kämpfe mit dem Einsatz seiner ganzen Kraft für die Herrschaft der Thora! Denn auch wenn er den entschiedenen Trennungsstrich ziehen muß zwischen denen, die die in der Herrschaft der Thora alleinige Lebensmöglichkeit erblicken, und denen, die den traurigen Mut finden, das zu verachten, was ihnen göttlich und heilig sein müßte, auch dann dient diese rücksichtlose Kampfansage wider alle Gesetzverachtung und Thoraleugnung der Anbahnung des Friedens.

    אין שלום אמר ה' לרשעים „Kein Friede, spricht Gott, den Frevlern“ (Jes.57,21) [מכאן שהקב"ה אוהב את הרשעים fügen die Weisen bedeutsam hinzu: indem Gott den Gesetzlosen den Frieden kündigt, bewahrt Gott auch ihnen seine unendliche Liebe, die sie auf diesem Wege, früher oder später, der göttlichen Lebenswahrheit zurückzugewinnen hofft. – Wollet nicht mehr Liebe den Gesetzesverächtern entgegenbringen als Gott, wähnet aber auch nicht, über größere „politische Weisheit“ zu verfügen als Gott! Nicht durch künstliche, widernatürlichen Zusammenschluß disparatester Gegensätze wird der von uns allen ersehnte Friede angebahnt, nicht auf diesem Wege die allmähliche Zurückgewinnung der Entfremdeten – wie man gerne, sich selbst täuschend, vorgibt – herbeigeführt. Das Gegenteil ist der Fall:

    …

    - Wollen wir den Frieden, ersehnen wir die Zeit, in der die Entfremdeten den Weg zu Gott und seiner Thora zurückfinden, dann folgen wir der prophetischen Mahnung: אין שלום אמר ה' לרשעים und kündigen wir den religiösen Frieden mit den Gesetzesverächtern, der nimmer ein Frieden ist, nimmer ein Frieden sein kann, sein darf, weil er nur auf Kosten des Friedens mit Gott und seiner Thora von uns erkauft wird.

    Wenn wir so das Friedenswerk eines Pinchas fördern, werden wir auch das Erlösungswerk Elijahus beschleunigen, der einst kommen wird, להשיב לב אבות על בנים וגו' um den Bruch zu heilen, der das junge Geschlecht vom alten trennt, und im Zeichen der Reinheit und Wahrheit der unseligen Zerklüftung für immer ein Ende zu bereiten.

    …

    Wenn erst Elijahu den Boden für Moschiach bereitet haben und es ihm gelungen sein wird, Jakobs Kinder aus trauriger Entfremdung dem Vaterhause zurückzuführen, dann „wird die Wurzel Jischais, die stehen geblieben, zum Panier der Völker hinstreben, und seine Ruhe wird Ehre sein“: והיה ביום ההוא שרש ישי אשר עמד לנס עמים אליו גוים ידרשו והיה מנחתו כבוד

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung vierter Teil Numeri  J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1935 S. 62-71

    30-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    29-06-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Salomon BREUER Programmrede auf der Konferenz von Kattowitz
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    Programmrede auf der Gründungskonferenz der Aguda in Kattowitz

     

    Es freut uns die „Erinnerungen an Kattowitz” von J. Kreppel, erschienen in der  Wiener Wochenzeitung „Jüdische Presse“ (1923, Folgen 26, 27, 28) in Beilage zu bringen. Hieraus heben wir hervor:

     

     „…Hierauf ergriff  Rabbiner Dr. S. BREUER (Frankfurt) das Wort zur Programmrede.

    Bereits vor 15 Jahre – erklärte der Redner – habe er gelegentlich einer jüdischen Konferenz in Frankfurt die Schaffung einer solchen Organisation wie die geplante „Aguda“ angeregt.

    Als die „Allianz“ vor 50 Jahre gegründet  wurde, habe sein Schwiegervater Samson R. Hirsch s.Z.l. dieselbe als ein Gefahr für das Judentum bezeichnet. Dies hat sich auch bestätigt.

    Nachher ist der Zionismus auf den Plan getreten. Die massgebendste Rabbiner haben ihn als dem religiösen Judentum schädlich bekämpft. Selbst die „Misrachi“, die formell zum Zionismus schwören, sahen die Gefahr desselben für das unverfälschte Judentum ein, denn sie fanden sich veranlasst, eine eigene Organisation zu schaffen, um den schädlichen Rückwirkungen des modernen Zionismus entgegenzuwirken. Seither sind noch andere jüdische Organisationen entstanden. Doch kein einzige aus den Kreisen der Orthodoxie. Die orthodoxen Juden sind zu alle mögliche Aktionen materiell herangezogen worden, doch hatten sie dabei nichts mitzureden. Selbst dann nicht, wenn diese Aktionen gegen den Geist unserer Thora geführt wurden. Nun taucht die Frage die Frage auf: Sollen wir weiterhin untätig bleiben? Sollen wir weiterhin diejenigen als „Führer“ und „Retter‘ des Judentums gelten lassen, die sehr oft zum Schaden desselben handeln? Ich verkenne nicht die Schwierigkeiten – erklärt Rabbiner Breuer weiter – die uns entgegenstellen werden. Aber „kol Kenessio schehi Leschemschomaim, saufo lehiskajem“ Jede Gründung, die gottgefällige Ziele verfolgt, hat einen Bestand. Kaum werden wir den ersten Stein legen, wird das Haus gar bald stehen. Wir wollen kein zionistisches Surrogat ins Leben rufen. Wir wollen auch keine zionistische Orthodoxie sein. Wir wollen eine wirklich jüdische Orthodoxie sein…“

    Bijlagen:
    JPW 1923 26 Erinnerungen an Kattowitz 2.JPG (25.9 KB)   
    JPW 1923 26 Erinnerungen an Kattowitz 3.JPG (63.3 KB)   
    JPW 1923 26 Erinnerungen an Kattowitz.JPG (109.2 KB)   
    JPW 1923 27 Erinnerungen an Kattowitz 1.JPG (36.5 KB)   
    JPW 1923 27 Erinnerungen an Kattowitz 2.JPG (76 KB)   
    JPW 1923 27 Erinnerungen an Kattowitz 3.JPG (79.9 KB)   
    JPW 1923 28 Erinnerungen an Katowicz IIa.JPG (115.4 KB)   
    JPW 1923 28 Erinnerungen an Kattowitz IIb.JPG (92.2 KB)   

    29-06-2021 om 16:13 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    28-06-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER „Ein jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ (9)
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    Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER

                 (1894-1983)

     

    ובקשו

     








    „Ein  jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ von  Leo BRESLAUER. Frankfurt am Main  5695/1935

    23.      Und dennoch Fortschritt?

    „Ein tröstlicher Ausblick am traurigen Ausgang dieses Geschichtsabschnittes; ähnlich wie an seinem Eingang, aus heilsamen Erziehungsschmerzen geboren, die klarere, sichtnahe Herausstellung des Gottkönigtums als höchsten, ureigentlichen Sinn unseres Volksseins und der Weltgeschichte leuchtete; Leid verklärend, Zukunftsdunkel erhellend, trotz allem.

    Trotz allem gehen Gottes Wege aufwärts.“

    24.      Die zweite Kompensierung

    „Nun war der Torsostaat an Habsucht und rationalem Egoismus zugrunde gegangen. Das Volk war also noch nicht einmal für halbausgerüstete Eigenstaatlichkeit reif. So blieb, seinem historischen Gesetz entsprechend, nichts anders übrig, als es – o   Weh und Schande! – vom letzten Rest selbständiger Gemeinschaftsmacht zu entlasten. Das  bedeutete völlige Sch‘chino-Ferne  und damit totales Goluß und Innuj.

    Der Jude in J’ruscholajim (anders als der in Alexandrien und Rom) hatte sich durch Geldesliebe und niedere Gehässigkeit nicht nur gegen göttliches Gesetz vergangen, sondern direkt am lebendigen Gottesstaat versündigt.  Denn was er an Kraft und Mitteln für seine Habsucht verwandte, das entzog er, der Bürger, seinem Staat; er mißbrauchte in jedem Fall gottesstaatliche Energie.

    Nicht so der ausländische Jude der Gaulo.“

    „Jedenfalls – die Innuj-Schule setzt wieder ein.  Da wird mehr sein als nur Entsagung. Jißroeil wird als Gast nicht nur scharf beobachtet (wie erzieherisch kann das allein schonwirken!), sondern soll selber ein scharfer Beobachter sein. Gegen eigene Fehler waren sie blind. Jetzt werden sie die Folgen von Autonomismus, von Verirdischung, von Verfall in Habsucht und Sinnlichkeit und Rechthaberei ständig vor sich sehen und am eignen Leib zu spüren bekommen. Dann werden sie hoffentlich auf ihre eigene Geschichte צידוק הדין sprechen.“

     

    25.      Bewährungsaufgabe des Goluss.

    „Goluß war nie nur Innuj und ist es auch jetzt nicht. Tauroh einmal offenbart, bleibt für ewig Erbgut der Gemeinde Ja’akauws und fordert Bewährung, von jeder Generation, zu jeder Zeit , an jedem Ort.“

    „Nicht, daß nun etwa eigenmächtige Wiederherstellung des territorialen Staates die Aufgabe des Goluß sei. Denn dieser Staat könnte nicht ohne Macht sein und politische Machtlosigkeit ist heute unser Schicksal.“  

    „Gottesstaatsvolk zu sein, ist die höchste und wahrste jüdische Lebensform überhaupt und als solche nicht nur die Wehmut unserer Vergangenheit und die Hoffnung unserer Zukunft, sondern für jede Gegenwart bleibendes Erziehungsziel und unabänderliche Bewährungsaufgabe.

    Also heißt denn die gottesvolkliche Aufgabe dieses Goluß – und nur das macht die Trauer um den zerstörten Staat sinnvoll –  : uns und unseren Kindern bereitwillig die Befähigung zur einstigen Gottesvolkstaatlichkeit zu erwerben und erhalten. In unermüdlicher Selbsterziehung und durch treue Gemeinschaft der J’re’im sind Rechthaberei und Sinnlichkeit und Habsucht zu überwinden, um das leibliche Dasein nach den in Anwendung verbliebenen Chukkim und Mischpotim erfolgreich zu gestalten; und Aniwuß und Prischuß und Chassiduß zu pflegen, um der Gott suchende den Ausblick und Anstieg zur Jir’o und K’duscho und – Ruach hakkaudesch zu ermöglichen. Jißroeil in diesem Goluß ist eine Erziehungs- und Bewährungsgemeinschaft für den dritten Gottesstaat.  “

    Es freut uns – in Beilagen –  drei weitere Skizzen (S. 41 bis 46) aus dieses rabbinische Meisterwerk vollständig zu liefern:

    Bijlagen:
    Breslauer Leo Uwakschu 41b.jpg (88.7 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 42.jpg (120.7 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 43.jpg (123.8 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 44.jpg (125.9 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 44.jpg (125.9 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 45.jpg (121.5 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 46.jpg (29.1 KB)   

    28-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    27-06-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.17. Tammus: Fasttag
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    שבעה עשר בתמוז

     

    Der siebzehnte Tag des Monatsתמוז  (שבעה עשר בתמוז) ist aus trauriger Veranlassung ein Fasttag der Gemeinde und  wird in ganz Jissroél wehmütig begangen.

     – Um diese Zeit hat Nebukadnezar, der König von Babylon, im Jahre 3340 nach der Schöpfung die Mauern Jerusalems nach einer achtzehnmonatlichen Belagerung erbrochen und zur Zeit des zweiten Tempels wurde eben demselben Tage im Jahre 3860  ירושלים, die Hauptstadt des jüdischen Reiches, von den Römern eingenommen, sodaß auch die täglichen Opfer im Tempel von diesem Tage an aufhörten.

    Diesen Trauertag sollen wir durch besondere Gebete und durch Fasten auszeichnen, und unsere Reue kundgeben und trauernd der der furchtbaren Unglücksfälle zu gedenken, welche die Zerstörung des Tempels und den Untergang des jüdischen Staates nach sich gezogen haben.

    Die Bedeutung des Fasttages aber besteht nicht allein darin, daß wir glauben, durch Kasteien allein schon alles getan zu haben, wir müssen vielmehr an solchen gottgeweihten Tagen uns bemühen, den Hang zur Sünde in unserem Innern zu besiegen und dauernde Besserung unsere Handlungen mit ganzem Herzen zu geloben. Wenn wir auf solche Weise fasten, dann ist auf die trostvolle Verheißung des Propheten Jesaja anzuwenden: „Du rufst, und der Herr erhört dich; du flehest, und Er spricht: Hier bin Ich!“  (Jesaja 58,9.)

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S.323  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    27-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    פינחס

     

    ויעמד פינחס ויפלל ותעצר המגפה:

     

     

    „Da stand Pinchos und übte ein Richteramt, und Einhalt geschah der Seuche“

    (Psalm 106,30 Übersetzung Rabbiner Samson Raphael HIRSCH)

     



    1.

    Das größte Opfer sei bereit

    Für Gott stets hinzugeben,

    Und fordert es der Ernst der Zeit,

    So weih‘ Ihm selbst das Leben!

    2.

    So lehret dich der Priester dort,

    Wie kühn den Speer er zücket,

    Und eifernd nur für seinen Hort,

    Dem Tod ins Auge blickt!

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 343  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    27-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    25-06-2021
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     

    פרשת בלק

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Bolok

     

     

    Kap.22, V.4 und Moab schon zu den Ältesten von Midjian hatte sagen lassen: Jetzt wird diese vereinigte Menge unsere ganze Umgebung aufschlucken, wie der Ochse das Kraut des Feldes aufschluckt – und Bolok, Sohn Zippaurs, war doch König für Moaw in jener Zeit! –

     

    Kap 22,  V. 4  …. Sie nennen Jissroél absichtlich nicht עם und nicht גוי, es erscheint ihnen ja noch nicht als ein staatlich gebautes Volk, es fehlt ihm ja noch der Boden, nach gewöhnlicher Anschauung die unerlässliche Vorbedingung jedes volkstümlichen Wesens. Gleichwohl war es ihnen קהל, ein durch ein ihnen unbekanntes Moment vereinigtes Gemeinwesen….

     

    V.8 Da sagte er zu ihnen: Verweilet hier über Nacht, dann werde ich euch Antwort geben, wie Gott zu mir sprechen wird. Es blieben die Fürsten Moaws bei Bileam.

     

    V.8 : ויאמר וגו' כאשר ידבר ד' אלי Wie schon zu Abrahams Zeiten mitten in einer polytheistischen Welt es noch einen Malki Zedek gab, der Priester des höchsten Gottes war, welcher den Abrahamiden wieder der Einzigen ward, wie Hiob und seine Freunde durchaus als reine Verehrer dies Einzigen erscheinen, so sehen wir auch Bileam nur im Dienste dieses Einzigen sich begreifen und nennen. Bildet doch überhaupt die monotheistische Wahrheit im Gegensatz zum polytheistischen Wahn nicht das Eigentliche, geschweige das Ganze des Charakteristischen  des Judentums. Vielmehr  ist dies die monotheistischen Wahrheit mit ihrer vollen Konsequenz fürs menschliche Leben: die Gotteinheit mit der Lebenseinheit durch Sein Gesetz. Weit ab aber selbst von einem Malki Zedek, weitab von einem Hiob und seinen Genossen erscheint Bileams monotheistischen geistige Höhe getrübt. Seine hohe, Gott nahe geistige Begabung steht im Dienste seiner Selbstsucht und stellt sich in den Dienst der irdischen Hoheiten und Mächte und ihrer niedrigsten Begehren. Willst du den Unterschied sehen zwischen den Propheten Jissroéls und den Männern prophetischen Geistes der Völker, spricht der Weisen wort, so vergleiche einen Bileam mit einem Jesajas, einem Jeremias, einem Ezechiel und deren Genossen. Jissroéls Propheten warnen als Gotteswächter die Völker vor Versündigungen, Bileam rät zu sittlicher Verführung, um Menschen ins Verderben zu locken (Kap.25) Jissroéls Prophetengeist stand im Dienste des Erbarmens über Jissroél und die Völker, Jesajas Eingeweide zittern wie eine Harfe um Moabs Weh (16,11), Ezechiel erhebt Klagelied bei Tyrus Fall (Kap. 27), und Bileam – möchte mit seinem Fluch ein ganzes Volk schuldlos verderben. Du kannst eigentlich sagen, dies ganze Bileamskapitel habe den Zweck, das Motiv zu veranschaulichen, weshalb Gott mit dem Erguß seines heiligen Geistes bei den Völker aufgehört. Bileam war von ihnen und siehe, wozu er seine Geistesgaben missbraucht  (Tanchuma). –

     

    Kap.23 V.24  Siehe, als Volksverein steht wie ein Leopard es auf und erhebt sich wie ein Löwe, der sich nicht niederlegt, bis er Fang verzehrt und Erschlagener Blut getrunken.

     

    Kap. 23 V.24 הן עם וגו', Jakob-Jissroél bedarf unserer צופים-Wissenschaft nicht. Es bedarf der נחשים nicht, es ist seiner Zukunft sicher. Es bedarf der קסמים nicht, es wird auf andere Weise zum Herrn seines Geschickes. Es hat nicht als גוי den גוים, nicht als nationale Macht nach außen nationalen Mächten gegenüber seine Stellung zu erkämpfen und sicher zu stellen, הן עם, durch die Erfüllung seiner sozialen Aufgabe im Innern, indem es still seinem Gotte dienend und nur sich selber lebt, durch das, was es als עם erfüllt, wird es zugleich leopardenkühn und löwenmächtig nach außen, und mit seinen sozialen Tugenden überwindet es die Welt – לא ישכב עד יאכל טרף וגו' ist eine weitere Ausführung der Löwenmacht, die eben Jakob-Jissroél auf dem Wege friedlicher, sittlich sozialer Energien erreicht. Subjekt zu ישכב ist ארי.

     

    V.28 Bolok führte Bileam zur Peorspitze, die auf die Öde hinausschaut.

     

    V.28 Von במות הבעל und שדה צופים, vom Standpunkt des physischen Materiellen und vom Standpunkt des göttlichen Geistigen war Jissroél Bolok unangreifbar erschienen. Es kann aber eine Nation mit allen physischen und geistigen Gaben reich gesegnet sein und doch unrettbar ihrem Untergang zueilen; es kann sie das Geschick mit allen Gütern, die der Himmel zu verteilen hat, mit allen physischen und geistigen Reichtümern überschütten und es nährt die Nation selbst eine Wurmfraß im Innern, der all den Segen in Unsegen verkehrt und sie zuletzt wie unwürdig so auch unfähig macht, Segen zu empfangen und zu erhalten und dieser Wurmfraß heißt: Sittenlosigkeit, heißt schamlose Hingebung an ausschweifende Sinnlichkeit. … 

     

    Kap. 24 V.8

     Der Gott, der es aus Mizrajim geführt, der ist ihm wie Reems aufsteigende Macht. Es verzehrt Völker, weil sie Seine Feinde sind, und entmarkt deren Gebein, und als Seine Pfeile verwundet es.

     

    Kap 24 V.8 …Wird doch wiederholt (3 B.M. Kap. 18) in dem עריות-Kapitel darauf hingewiesen, daß die kanaanitische Bevölkerung eben um ihrer sittlichen Ausschweifungen willen dem göttlichen Verhängnis erlag! …

    25-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    24-06-2021
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת בלק

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Bolok

     

    Micha Kap.5, Vers 6 und folgende

     

    Kap. 5, V 6 f. והיה שארית יעקב וגו' Jakob, im Gegensatz zu Jissroél: das schwache, abhängige und unscheinbare. עמים: die Volksgesellschaften nach ihren inneren Verhältnissen, von עם, mit, bei, neben einander. גוים von גו, Körper: die je einer Nationalkörper bildenden, sich gegen einander mehr oder minder feindlich abschließenden Volkseinheiten. Nun heißt es hier: der nach so vielen Massenmorden aus seinen nationalen Katastrophen übrig bleibende Rest des schwachen, abhängigen, unter die Mitte der Völker zerstreuten Jakobsvolkes wird mit seiner Lehre von der Gotteskindschaft aller Menschen, von dem wahren, an keinerlei Racen- oder Standesbesonderheit geknüpften Menschenwerte, von der gegen ausnahmslos alle Menschen zu übenden Pflicht der Gerechtigkeit und Menschenliebe, von dem auf allem Unrecht ruhenden Unsegen und von der Vergänglichkeit aller nur auf Gewalt gegründeten Größe – er wird inmitten der sich diesen Wahrheiten erschließenden Völkergesellschaften wie Tau und wie befruchtenden Regen sein, der die Menschenwüste in eine Stätte des Aufblühens und Gedeihens umwandelt. Unscheinbar und von Gott gesandt wie Tau, אשר לא יקוה לאיש, wird es seine Heilessendung vollbringen, ohne Menschenbeistand zu Hülfe zu rufen, ולא ייחל לבני אדם: und ohne zu warten, daß es gerufen werde.

     

    V.7. והיה שארית יעקב בגוים : als Träger, dieser selbigen Wahrheiten aber, die es schon durch sein bloßes Dasein verkündet, wird dieses unscheinbare, unter alle Völker zerstreute, trotz des Mangels an jedem äußeren Zusammenhalte dennoch als Volk unvergängliche Jakob unter den machtvergötternden, sich gegeneinander und gegen diese ewigen Wahrheiten feindlich abschließenden Nationen – siegesgewaltig stark sein, wie der Löwe unter den Tieren des Waldes. Die göttliche Lehre von dem gleichen Rechte und der alle Menschen umfassenden Liebe ist der Granitfelsen, an dem die Wogen aller gewaltvergötternden Völker machtlos sich brechen. Es kommt die Zeit wo:

     

    V. 8 תרום ידך וגו', wo dieser Sieg des „Überrestes Jakobs“ aller Augen sichtbar sich verwirklichen wird, und wo seine Gegner schwinden.

     

    V. 9-13. Doch nicht durch äußere Machtmittel wird Jissroél dieser Sieg. Solange es eine selbständige staatliche Größe war, hat auch es freilich in der Zahl und Größe seiner Städte und Festungen, in seiner Kriegsmacht und in den naturbändigenden Geheimkünsten, כשפים, seine Macht und seine Größe erblickt. Alles das, spricht Gott, wird es aber zu jener Zeit längst durch Gottes Fügung eingebüßt haben –: „Ich werde vernichtet haben“ – lautet der sich stets wiederholenden Refrain.

     

    V.14 Dieses Scherbengeschick der jüdischen Machtherrlichkeit hätte aber für die Völker eine Warnung sein, aus dem Zusammenbruch des jüdischen Staates hätten sie den Posaunenruf des auch ihnen drohenden Gottesgerichtes vernehmen und verstehen sollen: deshalb ועשיתי באף ובחמה וגו', trifft sie der volle Unwille Gottes, weil sie diese Stimme nicht beherzigt haben.

     

    Kap.6, V.1 שמעו נא „höret doch“, bezieht sich auf die eben erwähnten Völker, die aufgefordert werden, das Mahnwort Gottes an Jissroél zu hören und durch seine Beherzigung ihre eigene Zukunft zu sichern.

     

    V.2. Jissroél wird durch die Bezeichnungen: הרים ואתנים מוסדי ארץ an seine ideale Bestimmung erinnert, der Menschheit das Gottesbewußtsein und die Erkenntnis der Menschenbestimmung zu bringen. Durch den nicht ungewöhnlichen Tropus der Übertragung der Wirkung auf den Wirkenden wird das ideale Jissroél als [], als die eigentliche Grundlage der Gestaltung des Menschenheiles bezeichnet.

     

    ……………..

    V.6 f. Und angesichts dieser Tatsachen fragst du: במה אקדם וגו'. In diesen Fragen spricht sich geradezu  die weitverbreitete heidnische Anschauung aus, die Gott durch „Opfer“ „versöhnen“ und durch Preisgebung des Teuersten sein Wohlgefallen gewinnen zu können glaubt oder zu glauben vorgibt.

     

    V.8. Diese heuchlerische Frage zürnt das Donnerwort des Propheten entgegen: הגיד, du kannst nicht in Zweifel sein, klar und bestimmt hat Gott dir ausgesprochen, wörtlich: vor Augen, gegenübergestellt, „was er von dir will“. Der ganze große Inhalt des Gottesgesetzes ist in dem Worte אדם: Mensch gegeben, das hier nicht bloß als Anrede, sondern als Ziel und Gestalt des in Gesetzeswort gefaßten Gotteswillen ausgesprochen ist. Verwirklichung des Menschenideals, Vollendung des reinen Menschentums wird damit als Erzeugnis der Ausführung des Gesetzes dahingestellt. Die Summe der Gesetze sind das טוב, das für den Menschen „Gute“, sie bestimmen die Weise, wie er einer jeden von den mannigfachen Verhältnissen des Lebens an ihn gestellten Aufgabe gerecht werde. Die Verwirklichung dieses „Guten“ wird unter die drei Kategorien gefaßt: Übung des Rechtes, Liebe der Hingebung und die Gestaltung des eigenen Wandels nach den Geboten der Reinheit, des „steten Wandels mit Gott“ – jenes:  משפטיםund מצות, dieses: die חקים, jenes die Pflichten zwischen Mensch und Mensch, dieses im engeren Sinne, die zwischen dem Menschen und seinem Schöpfer. Das עשות משפט, das Vollbringen des Rechtes, findet seine Verkörperung in Moses, in dessen Charakter das Rechtsgefühl den Grundton bildete – es sei an die Tötung des Egypters, an sein Verhalten bei dem Brunnen in Midjan erinnert. Heilighaltung des Rechtes bildet ja auch die Grundlage des Gesetzes, dessen Überbringer er war. Wohlverstanden: des Rechtes anderer. Denn was das eigene Recht betrifft, so könnte nach den Worten der Weisen die Welt nicht bestehen, wollte jeder streng und starr auf seinem Recht bestehen. Wie aber das עשות משפט auf unseren Führer Moses zurückweist, so die „Liebe der Liebeshingebung“ auf Aron, und die Wahrung der Keuschheit und Reinheit der Gesinnung auf Mirjam,  wie dies oben zu Vers 4 bemerkt ist.

     

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 276- 280  Kommentar zu Micha Kap 5 V.6…) 

    24-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    23-06-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

     

    בלק

     

    Belehrung und Mahnung zur Wochenabschnitt

    BOLOK

     (Auszug)

     

    ... Wollen wir als aufrechte, starke Juden uns bewähren, dann dürfen wir, unsere Überzeugung entsprechend, auch eine große nichtjüdische Welt keinen Augenblick im Zweifel lassen, mit welchem Stolz und mit welchem Glücksgefühl unser jüdischer Lebensberuf uns erfüllt. So still und bescheiden auch unser Leben sich abwickelt, der nichtjüdischen Welt muß eine Ahnung sich aufdrängen, daß da ein Menschenkreis vor Gottes Augen sein Leben aufbaut, dem ein Glück und ein Reichtum beschieden sind, die ihm keine andere Lebensgestaltung auf Erden bereiten kann: אשרינו מה טוב חלקינו ומה נעים גורלנו ירושתינו „Heil uns, wie gut ist unser Teil, wie lieblich unser Los, wie schön unser Erbe“ – diesen wahrhaften jüdischen Stolz haben wir auch in gefahrvoller Stunde einer feindlich gesinnten Esauwelt gegenüber zu wahren. Solange er uns erfüllt, brauchen wir auch Esaus schwertgerüstete Macht nicht zu fürchten, dürfen wir in ungebrochenem Kraftgefühl, das Gottes Nähe unserem Leben einhaucht, der Stunde entgegen harren, da Esau sein Schwert von sich wirft, um in ungeheuchelter Huldigung vor der aus Jakobs Leben ihm entgegentretenden Gotteswahrheit seinen Frieden mit Jakob zu schließen.

    Wir haben Esaus Vernichtungswillen nicht zu fürchten, solange Zijaun uns an den שלש רגלים in den heiligen Umkreis der Gottesnähe ruft. Dreimal im Jahre, in Zeiten, da die heimatliche Scholle uns ihren Segen spendete und uns die mütterliche Erde schützend und schirmend mit ihrem kraftspendenden Segen umfing, riß der Gottesruf die Glieder des jüdischen Volkes los von seinem Boden und lud sie in Zijauns Nähe, um dort, fern von Haus und Hof, sich die Freude und den Frieden vor Gottes Angesicht zu holen. Und derselben Gottesruf, der das jüdische Volk nach Zijaun rief und die Grenzen des Landes jedem feindlichen Einfall preisgab, rief ihm mahnend das große, ewig denkwürdige Wort ins Bewußtsein: ולא יחמד איש את ארצך בעלתך לראות את פני ה' אלקיך שלש פעמים בשנה „Und niemand wird nach deinem Lande lüstern sein, wenn du hinaufziehst, um vor Gottes, deines Gottes Angesicht dich sehen zu lassen dreimal im Jahre! (Ex. 34,24)  

    Diese Gottesverheißung behält für alle Zeiten ihre Geltung. Und liegt auch Zijaun in Trümmern, solange Gottes Thora die zerstreuten Glieder des jüdischen Volkes in ihren Umkreis lädt, gehen von ihre Nähe Ströme der Kraft und der Zuversicht aus,  die uns dem Vernichtungswillen Esaus mit jener stolzen Ruhe begegnen läßt, zu der das Bewußtsein, der Gottesnähe teilhaftig zu sein, das Recht gibt.

    Dieses für alle Zeiten gültige Wahrheit hat das Ohr der Weisen aus den Worten herausgehört, mit denen die vernunftlose Kreatur auf Gottes Geheiß wahnumnebelte Menschentorheit überwindet: מה עשיתי לך וגו' „Was habe ich dir getan, daß du mich schon dreimal geschlagen hast?“ שלש רגלים – ein ungewöhnlicher Ausdruck: Und den Weisen steht alsbald das jüdische Volk vor Augen, das שלש רגלים dem Gottesruf nach Zijaun entspricht. Der Geist dieser שלש רגלים; solange Jissroél in Wahrheit davon erfüllt ist, macht dieses Volk unüberwindlich, weil dann Gott schützend seine Hand über es hält. „Ein Volk wähnst du zu vernichten, das Gott die drei Wanderfeste feiert? Das wir nimmer gelingen.“ – Gott, so fügen die Weisen sinnig hinzu, der dem stummen Tier die Sprache verleiht, weiß auch Bileams fluchbereiteten Mund zu Segensverheißungen für sein Volk zwingen.

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung vierter Teil Numeri  J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1935 S. 54 - 62

    23-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    22-06-2021
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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

                 (1881-1932)

     

    Die Autorität der Rabbinen

     

    In  Jüdische Monatshefte Jahrgang 1/Heft 12 Tewes 5674 – Dezember 1914

     

     

    Mit dem Aufhören der rabbinischen Civilgerichtsbarkeit hat die Autorität der Rabbinen einen gewaltigen Stoss bekommen. Man unterschätzt gewöhnlich die Wirkung, die das Beschränken der rabbinischen Autorität auf „rein religiöse“ Dinge auf das Urteil der Massen in Bezug auf die Stellung der autoritativen Gewalt im Judentum ausgeübt haben musste. Sicherlich kam das abschätzige Wort „Zeremonialgesetz“ imselben Augenblicke auf, wo über Koscher und Trefa nicht mehr vom selben Richter wie über Mein und Dein entschieden wurde. Umso mehr sollte aber die Orthodoxie dafür sorgen, daß dem Begriff des Rabbiners nichts genommen werde, was nun einmal im Sinne des Religionsgesetzes zu seinen Merkmalen gehört.

     

    Die Aufstellung von religiösen Behörden (דיינים) die in allen Fragen von privaten oder כלל-Interesse zu entscheiden haben, was religiös rechtens ist, unterliegt nicht der subjektiven Willkür eines religiösen Bedürfnisses, sondern ist eine מצות עשה מן התורה, die im 5 B.M. Kap. 16 V.18 vorgeschrieben ist. Die Kompetenz einer religiösen Behörde umfasst naturgemäß alle Gebiete, die in den Bereich des Religiösen fallen. Da nun die jüdische Religion in alle Interessen, Wünsche und Bedürfnisse ihrer Bekenner hineinspricht, so geht es auch nicht an, die Zuständigkeit derjenigen Behörden, die im Namen der jüdischen Religion Recht zu sprechen haben, enger zu umgrenzen, als es dem Aufgabenkreis der jüdischen Religion entspricht. Kurz der Rabbiner darf nicht weniger zu sagen haben, als die jüdische Religion zu sagen hat.

     

    Hierbei ist  nun ein naheliegender Einwand zu entkräften. Geschworene Gegner jedweder Hierarchie könnten auf das 242. Kapitel im Schulchan Aruch Jorea Dea hinweisen, wo die Zuständigkeit  der heutigen Rabbinen im Gegensatz zur ehemalige Semicha-Approbation als eine bloße נטילת רשות, lediglich als זכר לסמיכה bezeichnet werde. Die Autorität unserer heutigen Rabbinen wäre demnach bloß ein historischer Überrest aus der Vergangenheit besseren Tagen, zu nichts anderes bestimmt, als die Erinnerung an die Macht des Sanhedrin in einem verkümmerten letzten Stümpfchen festzuhalten, ähnlich wie auf dem Sedertische Knochen und Ei als זכר למקדש ihr melancholisches Dasein fristen. Solche gefahrlose Ruinen der Hierarchie ließe sich der Geschmack unserer Modernen schon gefallen. Nur Schade, daß die rabbinische Autorität in der Gegenwart zu jenem armseligen Reste, den der moderne Geschmack verträgt, nicht auch religionsgesetzlich zusammengeschrumpft ist. Das Religionsgesetz hat auch hier, wie auf so vielen anderen Gebieten, eine andere Meinung, als diejenigen haben, die es nur dort gelten lassen wollen, wo es mit ihren von auswärts importierten Ansichten harmoniert. Denn im Sinne des Religionsgesetzes sind mit dem Aufhören der Semicha alle Rechte und Pflichten, die auf ihr beruhen, durchaus nicht verschwunden, vielmehr steht auch in der Gegenwart das Prinzip einer autoritativen Gewalt im Judentum nach wie vor in Kraft. Die Weisen haben die rabbinische Autorität auch in die Exilszeit hinübergerettet und zwar aus doppeltem Grunde: 1) מפני תקון העולם weil das Schwinden der Autorität im Judentum das soziale Fundament der jüdischen Gemeinschaft erschüttern würde und 2) mit Rücksicht auf חזוק הדת, weil die jüdische Religion, der Jissroéls Staatgeschick die äußeren politischen Machtmittel entriss, zu ihrer Erhaltung umso mehr auf den Schutz der geistigen Autorität hingewiesen ist.

     

    Konsequenterweise hätte mit dem Schwinden der Semicha jede richterliche Befugnis der Rabbinen aufhören müssen. Das ist aber nun bekanntlich nicht der Fall. Abgesehen davon, daß die Rabbinerkollegien des Ostens noch heute Funktionen regelrechter Gerichtsbehörden ausüben, und auch in den westlichen Ländern nur die Emanzipation die rabbinischen Kompetenzen einengte, können sich ja auch heute noch überall die Rabbiner selbst innerhalb ihres begrenzten Zuständigkeitsbereichs nicht in dem ganzen Ausmaß ihrer religionsgesetzlich normierten Autorität betätigen, wenn mit der Einrichtung der Semicha auch die durch sie begründete rabbinische Autorität vollends geschwunden wäre. Gewiss ist im allgemeinen die richterliche Kompetenz der Rabbinen auf  דבר המצוי und Dinge, bei welchen חסרון כיס zu gewärtigen ist, also auf solche Anliegen beschränkt, die aus dem Begriff תקון העולם fließen; beweist jedoch z.B. die Möglichkeit der Proselytenaufnahme (קבלת גרים), wozu von rechtswegen סמיכה erforderlich ist, nicht, daß heute שליחותייהו דקמאי קעבדינו (vgl.תוס' Jebamoth 46b בד"ה משפט) daß in Wirklichkeit die Autorität des Rabbinen niemals eine Unterbrechung erlitt? Und wenn auf ehegesetzlichem Gebiet מפני תקנת בנות ישראל den religiösen Behörden selbst das Recht des Zwanges zusteht; wenn, obgleich im allgemeinen der Grundsatz gilt: אין דנים דיני קנסות בזה"ז dennoch גדולי אחרונים entschieden haben, daß בכל מיני גזילות dieser Grundsatz  מפני תקון העולםdurchbrochen werden muss; wenn dieser Grundsatz dann zumal außer Geltung kommt, wenn es gilt, für חזוק הדת תורתנו הקדושה zu sorgen (vgl. ח"מ סי' ב'): wird da noch Jemand  behaupten wollen, daß im Augenblick, wo die Semicha schwand, zugleich auch die Macht de rabbinischen Autorität vollends zertrümmert wurde?

     

    Die mangelhafte Kenntnis von der ungebrochenen Kraft der religiösen Autorität im Judentum: sie vor allem trägt die Schuld, wenn in den westlichen Massen von altjüdischer כבוד התורה fast keine Spur mehr vorhanden ist. Man begnügt sich mit der angenehmen Vorstellung, daß es im Judentum keine Zwangsjacken und Folterkammern gibt, um daraus das Recht zur Abweisung aller bindenden Autorität, im Falle sie lästig wird, zu folgern. Natürlich kennt das Judentum angeblich auch keinen Personenkultus. Über die peinliche Tatsache, daß das jüdische Religionsgesetz einen besonderen Ehrenkodex für Thoraweise kennt, hilft man sich mit dem tröstlichen Gedanken hinweg, daß die Formen des Anstandes, wie alles konventionell Bedingte, dem Wandel der Zeit unterliegen. Man vergisst, daß die Ehre der Thora von der ihrer Träger nicht zu trennen ist; und man ermisst nicht, was das heißt, eine Seelenstimmung überwunden zu haben, die den Schimpf der Rabbinen als Beleidigung der Thoramajestät empfand.

     

    Mit dem Schwinden der כבוד התורה hängt die moderne Vorstellung vom Wesen und den Aufgaben des Rabbiners zusammen. Daß der Rabbiner seiner religionsgesetzlichen Bestimmung nach vor allem ein Mann des Wissens und Verstehens, des Erkennens und Forschens ist, daß zum Lehramt in Jissroél nur אנשים חכמים ונבונים, nur מופלגים בחכמת התורה, nur בעלי דיעה מרובה, nur Männer von untadeliger יחוס-Deszendenz befähigt sind, das lässt man heute im besten Falle als eine ideale Forderung der Thora gelten, ohne daraus für die Bewertung des heutigen Rabbinertums irgendwelche Lehre zu ziehen. Den meisten jüdischen Gemeinden Deutschlands ist der Rabbiner in der Hauptsache ein Funktionär für Trauungs- und Leichenreden. Diesen Gemeinden mitsamt ihren Rabbinern sollten sich einmal in den Bericht des Talmuds (Sanhedrin 7b) vertiefen: רב הונא כי הוה נפיק לדינא אמר אפיקו לי מאני חנותא מקל ורצועה ושופרא וסנדלא „Wenn R. Huna seine Amtstätigkeit begann, sagte er: Holet mir mein Handwerksgerät: Stab und Riemen, Schofar und Schuh!“ Das Kasualgerät des Chaliza-Schuhes erbat er sich zuletzt? Zuvörderst und zuhöchst standen ihm die Instrumenten der Strafe, des Bannes, der תוכחה, der – Autorität.

     

    Gelegentlich des ersten großen Frankfurter Vereintages der erweiterten Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums riskierte einer der offiziellen Redner den von beträchtlichem Bekennermut zeugenden Satz: die deutschen Rabbiner seien im Unterschied von den deutschen Lehrern eigentlich nur – Luxusartikel. In einer Zentrale der östlichen Orthodoxie wäre dieses Wort nicht unwidersprochen geblieben.  Bei uns im Westen nahmen es die Hörer schmunzelnd hin. Mein Gott, warum denn auch nicht. Es gibt ja keine Semicha mehr.

     

    R.B.

    22-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    21-06-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER: „Ein judisch-geschichtlicher Wegweiser”(8)
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    Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER

                 (1894-1983)

     

    ובקשו

     





    „Ein  jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ von  Leo BRESLAUER. Frankfurt am Main  5695/1935

     

     

    20.      Im Druck.

    „Tatsächlich steht am Beginn dieser zweiten Epoche die einzigartige Stiftung der wesentlich auf Gottes „Namen“  und Königtum gegründeten Brochauß. Und Brochauß lehren Chasiduß, lehren Habe in Segen Gottes, eigennützigen Habe-Eifer in Habe-Eifer für Gottkönig, in K’hunno wandeln und auch bei Mitzwo-Tun über die nackte „Rechtslinie“ hinaussehen . Sie stehen gewiß nicht umsonst an der Spitze der mündlichen Tauro. Und die Mischnosammlung Owauß, die wahre Hochschule des Chasiduß und des K’hunno-Geistes überhaupt, spricht sich geradezu als die Fortsetzung der bis an die Schwelle dieser Epoche tradierten Tauro aus.“

    „So begreift sich auch die erstaunliche Antipathie gegen dien Am-ho’orez der (trotz Tauglichkeit zum Gauj-Kodausch durch mögliche Sündenscheu) wegen seiner absoluten Unzugänglichkeit für Chassiduß als Brutstätte der urzwieträchtigen Habsucht und damit als das wahre Unglück des Staates erkannt wird. Es war die Epoche der ihrem Gottkönig so unsagbar innig zugewandten Chaßidim, auf deren Arbeit und Brot aber ebenso innig der Segen des himmlischen Vaters ruhte.  Und begreift sich nicht vielleicht auch das rätselhafte Essäertum als ein ganz und gar zeitgemäßer (wenn auch schließlich an seiner taurofremden Einseitigkeit scheiternder ) eklatanter Protest gegen die chronische Gefahr des habesüchtigen Triebes? “

    21.      Entweder – oder.

    „Auf scharfer Messerschneid schwankt das Entweder –oder.

    Entweder – die Habsucht zähmen und bei halber Ausstattung sich in Treue als Gottkönigs Staatsvolk bewähren; sie werden nicht nur durch rückhaltlose Hingabe an Chukkim und Mischpotim dem Torso ihres leiblichen Volkstums neues fruchtbares Gauj-kodausch-Leben einflößen, sondern darüber hinaus als seelengroße, gottesgewaltige Kauhanim inmitten einer noch kritiklos-metagläubig in Abgötterei versunkenen Welt die ganze Schärfe und Schürfkraft ihrer Ratio in Gottkönigs Dienst stellen und alle Macht und Habe ihres Triebes der Mehrung der Ehre seines Reiches weihen;  dann wird unter ihren Händen und dem Segen des himmlischen Vaters der Staat erstarken und genesen, mit der anziehenden Gewalt mächtig kreisender Lebensströmung die Gaulo an sich reißen, zurückgewinnen, heimbringen und sich am Ende in alter innigster Sch’chino-Nähe als Gottes Reich vollenden.

    Oder – das alles wird nicht sein. Habsucht wird den Rest der verbliebenen Ausstattung vollends vernichten. Im gleichen Maß wird das halbe Goluß wachsen, furchtbar und unentrinnbar, hin über das ganze Volk, und am Ende wird wieder sein, was am Andang war,  –  Innuj .

    22.      Habsucht und Staat.

    „…Bösrede, die schon mit den Habsuchts-Sünden der ersten Menschen und der Jaakauws-Kinder und der Kundschafter gepaart war, schießt auch hier mächtig ins Kraut; in der Pestluft niederer Gehässigkeit wuchert das Ränkespiel herrschsüchtiger, machtlüsterner Parteien; interessanter und realpolitischer als Gottkönig erscheinen griechisches Königtum und römisches Kaisertum, sei es, mit ihnen sich zu messen, oder um ihre Gunst zu buhlen.

    Rom ist blutigrotes Gold.  Rom ist brutal-intrigante Macht.  Aus Rom winkt Erfüllung der geheimsten Habsuchts-Träume. Im Strahl der Sonne die stumm aufgeht über  den räuchenden Trümmer von  Gottkönigs Residenz, gleißen die rohen goldenen Adler der Legionen. – .“


    Es freut uns – in Beilagen –  drei weitere Skizzen (S. 35 bis 41) aus dieses rabbinische Meisterwerk zu liefern:

    Bijlagen:
    BRESLAUER Leo Uwakschu 35b.jpg (74.7 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 36.jpg (122 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 37.jpg (122.3 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 38.jpg (120.1 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 39.jpg (123.5 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 40.jpg (123.3 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 41.jpg (31.4 KB)   

    21-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    20-06-2021
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    בלק

     

    יקללו המה ואתה תברך:

     

     

    „Tod und Leben Mögen sie fluchen, Du aber segnen...

    (Psalm 109,28 Übersetzung Rabbiner Samson Raphael HIRSCH)

     




    1.

    Vater, nur allein Dein Segen

    Bringt uns stets das Glück und Heil,

    Wenn auch Menschen Böses hegen,

    Du gibst uns zuteil.

    2.

    Mögen Feinde immer lachen,

    Unser Heil kommt ja von Dir,

    Mögen unsern Fall sie suchen,

    Herr, durch Dich bestehen wir.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 320  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    20-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    18-06-2021
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     

    חקת

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Chukass

     

    Kap. 19 V.21: והיתה להם לחקת עולם Es ist dies ein noch für uns heute folgenreich bestehendes Gesetz. Da wir alle טמאי מת sind und aus Mangel an אפר פרה keine טהרה zu erlangen vermögen, schwebt noch heute כרת über jedem, der die Tempelstätte auf Moria im טומאה-Zustand betrifft. Mit der Zertrümmerung des Tempels hat die Stätte ihre Heiligkeit nicht verloren, קדושה ראשונה קדשה לשעתה וקדשה לעתיד לבא ( הל' בית הבחירה ,רמב"ם6,14; siehe jedoch ראב"ד daselbst).

    18-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    17-06-2021
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת חקת

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Chukass

     

    Richter I, Kap. 11, Vers 1 und folgende

     

    Achtzehn Jahre schwerer Knechtung und Vergewaltigung waren über Jissroél hingezogen. Ganz so schwer,  wie der Verrat an Gott war, dessen  sich sie sich nach dem Heimgange des Gileaditen Jaïr schuldig gemacht hatten. Eine ganze Musterkarte von Göttern wird uns Richter 10,6 genannt, durch deren Dienst das damalige Jissroél seine „religiöse Bedürfnisse“ „befriedigte“, da ihm die Erfüllung des Gottesgesetzes zu lästig war. Da figurierte zunächst der Baal in seinen mannigfachen Gestalten und die Astarte, sodann die Götter von Aram, von Sidon, von Moab und von Ammon und von Philistäa. Es ist der verhängnissvolle Nachahmungstrieb und die mit völliger Verachtung des eigenen Volkstums stets gepaarte Vergötterung des Fremden weil es fremd ist, was als alter nationaler Fehler uns aus nebelgrauer Ferne entgegentritt. Da werden denn von den Völkern, an deren Götterkult sie soviel Freude gehabt, die Philistäer und vor allem die Ammoniter zu ihren Unterdrückern und Peiniger. In der Not wandten sie sich hülfesuchend an Gott, wurden jedoch zunächst an die von ihnen bis jetzt verehrten Götter verwiesen, bis sie dann in tiefer, aufrichtiger Reue (das. V 16 und 16) dem Fremden vollständig entsagten und zu Gott zurückkehrten. Damit war auch ihr Vertrauen und mit dem Vertrauen auch der Mut zurückgekehrt, und da die Ammoniter in Gilead lagerten, versammelte sich nunmehr Jissroél und lagerte in Mizpa. Damals ward vom Volke und von den Grossen in Gilead beschlossen, den Mann, der sie gegen die Ammoniter führen und den ersten Sieg erringen werde, zum Oberhaupt zu erheben. In diesem Augenblick versetzt uns die Haftora, nachdem sie zuvor die Antecendentien, die Lebensgeschichte dieses Mannes geschildert hat.

     

    V.30 u.31 וידר יפתה נדר Wir kommen hier zu den unseligen, frevelhaften Gelübde Jephtahs, dessen weiterer Verfolg außerhalb der Haftora liegt, dessen kurze Besprechung wir jedoch wegen der daran geknüpften widersinnigen und gehässigen Ausstreuungen nicht für unwichtig halten.

    Das Gottesgesetz kennt kein größeres Verbrechen als Menschenmord. Schon den Noachiden ist’s ausgesprochen: Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll durch Menschenhand vergossen werden (1 B.M. 9,6). Wenn Gottes Wort in Jissroél den ganzen Greuel des Götzentums in seiner abschreckendsten Gestalt vor die Seele führen, wenn es zeigen will, wie er vielmehr den Menschen zur Bestie vertiere, so sagt es 5 B.M. 12, 30 u. 31: Hüte dich, daß du nicht ihren Göttern nachstrebt, zu sagen: Wie dienen diese Völker ihren Göttern, ich will ein gleiches tun! Tue nicht also Gott, deinem Gotte, denn alles was Gott verabscheut, was Er hasset, tun sie zu Ehren ihrer Götter, denn selbst ihre Söhne und Töchter verbrennen sie im Feuer ihren Göttern“ – Daß die Tötung des Menschen, also die Begehung des größten Verbrechens, angeblich zu Ehren Gottes, als angeblich gottedienstliche Handlung, das Verbrechen des Mordes zur entsetzlichsten Gotteshöhnung steigern würde, ist an sich klar. Daß die Gesetze Gottes ferner von keinem Menschen aufgehoben werden können, auch von keinem Wunder vollbringenden Propheten, ist ausdrückliche Vorschrift desselben Gesetzes. Daß sich demgemäß niemand  etwa durch ein Gelübde ein Verbrechen, wäre es auch die Übertretung des kleinsten Verbotes, zu einer erlaubten, geschweige denn gottgewollten oder gar gottesdienstlichen Handlung und Pflicht gestalten könne, ergibt sich unmittelbar daraus. Ferner ist es ebenso selbstverständlicher wie ausdrücklich ausgesprochener Grundsatz, daß niemand einen Gegenstand dem Heiligtume weihen könne, der ihm nicht gehört. Nun gibt es aber nichts, was also als höchstes Heiligtum dem Eigentums- und Verfügungsbereiche des Menschen entzogen ist, wie das Leben eines andern. Steht ihm doch über sein eignes Leben kein Recht zu; wohl aber ist’s ihm heilige Pflicht, auch das eigene Leben nicht zu verkürzen. Daher wird auch von den Weisen bei der Besprechung dieses Falles nach der eine Ansicht das ganze Gelübde für nichtig weil gegenstandlos erklärt, nach der anderen wäre in diesem Falle nur die Weihung eines bestimmten Geldbetrages unter dasselbe zu begreifen gewesen. Die buchstäbliche Ausführung aber, falls sie wirklich geschehen, war unter allen Umständen als entsetzlicher Mord verdammt. Siehe Taanith 4, a. Vergleich auch מ"ר חיי שרה und בחקותי Ende. Es gibt nun, a.a.O. Ansichten daß Jephta aus Unkenntnis des Gottesgesetzes das Schreckliche verübt habe, und deshalb von schwerer Heimsuchung getroffen worden sei. Ebenso sei auch der damals noch lebende Pineas, als höchste Autorität, der göttlichen Strafe verfallen, weil er es unterlassen, rechtzeitig aufklärend einzuschreiten und so den Mord zu verhindern. Wir hätten dann in diesem in „frommer Gesinnung“ verübten Morde nur eine Frucht der entsetzlichen Verwilderung und Entartung, die in der Eingangs zitierten Stelle des vorigen Kapitels geschildert wurde. Eine Vernichtung auch des Teuersten zu Ehren der Götter ist ja nach der heidnischen Vorstellung etwas durchaus Religiöses, und eine Vollbringung, wenn einmal den Göttern gelobt, verstand sich ja ganz von selbst. Das bedauernswerte Geschlecht war ja in Unkenntnis des göttlichen Gesetzes herangewachsen, „Gott aber verließen sie, und Ihm haben sie nicht gedient“ – schließt die oben angeführte Stelle. Rührend ist die Ergebung der unglücklichen Tochter und ergreifend  sind die Worte, mit denen sie von den unseliger Verblendung befangenen Vater zu trösten sucht. Wir hätten hier  ein krasses Stück Heidentum, wie es sich in seiner abschreckenden Gestalt darstellt, das von der damaligen vermeintlichen Aufklärung und dem damaligen Streben, sich mit den anderen Völkern zu vermischen, in das Judentum oder vielmehr in die Vorstellungen unwissender jüdischer Kreise hineingetragen worden war. Jene Unterstellungen, als seien in früheren Zeiten Menschenopfer auch vom Judentum gebilligt gewesen, zerfließen also im Lichte der geschichtlichen Tatsachen und der authentischen Quellentexte in nichts. Beiläufig erinnern wir hier noch an das Entsetzen, welches die Kön. II. 3,27 berichtete Tat des Moabiterkönigs Mescha bei den Juden hervorrief, der seinen Sohn opferte, und auf den der Gottesausspruch Jeremias 19,5: אשר לא צויתי „was Ich nicht geboten“, Taanith a.a.O., bezogen wird.

    Übrigens wird diese Ansicht, die wir mit gutem Grunde zuerst besprochen haben, durchaus und mit vollem Rechte nicht von allen Commentatoren geteilt. Nach einer Erklärung wäre das ו des והעליתיהו עולה, wie nicht selten, ein distributives, soviel wie או, oder; vergl. .מכה אביו ואמו Das Gelübde wäre also von vornherein bedingungsweise ausgesprochen gewesen. Das aus dem Hause Heraustretende soll Gottes sein, d.h. soll seinem Werte nach, wofern es sich nicht zum Opfer eignet, den Heiligtumszwecken dienen, in anderen Falle aber: werde ich es als Emporopfer darbringen.

    Eine unbefangene Betrachtung des Textes spricht ohnehin dafür daß das Wort nicht buchstäblich ausgeführt worden. Vielmehr läßt V.39, der berichtet, daß nach zwei Monate ihr Vater sein Gelübde an ihr vollzogen, welches er gelobt, und daß kein Mann ihr genaht sei und daß es zur Regel in Jissroél wurde, daß von Jahr zu Jahr vier Tage im Jahre die Töchter Jissroéls hinzogen, um mit Jephtas Tochter zu klagen – namentlich durch die Worte איש לא ידעה es als die natürliche Erklärung erscheinen, daß ein eheloses Leben in der Einsamkeit unter der Erfüllung dieser „Weihe an Gott“, diesem Opfer verstanden sei. Die Grundvorstellung  des Gelübdes bleibt dabei immer noch eine heidnische, ebenso der Gedanke, ass ein solches Leben der Ausdruck einer ausschließlichen Gotthörigkeit sei. Jüdisch dagegen ist der Aufschrei des verzweifelnden Vaters und die Klage der jüdischen Mädchen, die mit der Vereinsamten alljährlich deren verlorenes Leben beweinten. Es ist der jüdische Protest gegen die Vorstellung, die in der Weltflucht einen heiligen Gottesdienst erblickt und nicht vielmehr in der Bewahrung der Reinheit des in der Betätigung und Verwendung aller gottverliehenen Kräfte, der leiblichen wie der geistigen, in einem pflichtgetreuen, frischen und heiteren tatkräftigen Leben die eigentliche Gott dienende Lebensvollendung erblickt. Eine Anschauung, die nur in der Lehre von der Erhebung über die sittliche Unfreiheit, wie sie in der Reinheitslehre des ersten Kapitels der Sidra von der פרה אדמה gelehrt und gepflegt wird, ihre Wurzel und ihren daurnden Grund hat.

    Die Haftora bricht freilich vor dem Schlusse des Kapitels ab, um nicht mit etwas Trüben zu enden. Der Gedanke an diesen Ausgang wird darum nicht minder lebhaft durch die Erwähnung des Gelübdes in die Seele gerufen. Sollten wirklich bloß die diplomatischen Verhandlungen mit den Ammonitern mit ihrer Bezugsnahme auf die Vorgänge die in der Sidra erzählt werden, das Bindeglied zwischen ihr und der Haftora bilden, so würde diese bereits mit V. 29 schließen, dem Beginn des Kampfes, des verhängnisvollen Gelübdes jedoch gar nicht erwähnen.  

     

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 268 -276  Kommentar zu Richter Kap 11 V.1…) 

    17-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    16-06-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

     

    חקת

     

    Belehrung und Mahnung zur Wochenabschnitt

    Chukass

     (Auszug)

     

    ...

    Wie aber Gott den harten Fels zur Aufnahme von Wasser und zum strömenden Quell zu gestalten weiß, so ist auch Gott gewillt, uns für die Aufnahme seiner Thora und deren volle Verwirklichung zu gewinnen und uns zu Trägern der Thora zu erziehen. In Refidim, unmittelbar nach der Auszug aus Mizrajim, ward der Fels zur Aufnahme des Wassers und zum strömenden Quell gestaltet, da musste er mit dem Gottesstab geschlagen werden; in Kadesch, kurz vor dem Eintritt in das heilige Land, versagte der Fels seinen Wasserreichtum, da sollte mit dem Gottesstab in der Hand zu ihm gesprochen werden, daß ihm aufs neue der Wasserquell entströme. – Gibt  es herrlichere Bilder, um uns die erzieherischen Maßnahmen zu vergegenwärtigen, mit denen Gott uns zu Trägern seiner Thora zu gewinnen weiß? 

    אמר הקב"ה כבדתי את ישראל בעולם שנקראו אבן שנ' משם רעה אבן ישראל Gott spricht: Geehrt habe ich Jissroél vor aller Welt, da ich es „Stein“ nannte, heißt es doch: „Gott weidet den Stein Jissroéls“. Wir haben in anderen Zusammenhang[1] dieses Weisheitswort ausführlich behandelt und erinnern hier nur in aller Kürze an folgenden Momente: Wiederholt wird dem jüdischen Volk in seinen heiligen Urkunden seine Hartnäckigkeit vorgehalten, כי עם קשה ערף הוא. In diesem Charakter liegt unsere Untugend, aber auch unsere höchste Tugend: schwer hält es, uns für unseren Gottesberuf zu gewinnen, aber einmal gewonnen, haben wir noch stets gezeigt, daß wir mit derselben „Hartnäckigkeit“ und Unbeugsamkeit an der einmal erkannten Wahrheit festhalten. Hart wie der Stein waren und sind wir, aber diese Härte gereicht uns zur „Ehre“.

    Diesen אבן ישראל diesen „Stein Jissroéls“ für seine gottgewollte Bestimmung empfänglich zu machen war der Zweck der wunderbaren Ereignisse, die seinen Geschichtsweg vom Auszug aus Mizrajim bis zum Eintritt in das heilige Land begleiten; ihnen sollte es gelingen, dieses עם קשה ערף zu stolzen Trägern des Gotteswillens zu erziehen, den „verschlossenen Stein“ zur Aufnahme göttlicher Thorawahrheit zu gestalten, die als lebendiger Quell ihm fortan entströmen sollte. – Diesem Gedanken verleiht auch das Hallel (K.114): es sieht בצאת ישראל ממצרים Jissroél aus Mizrajim ziehen, bestimmt, fortan Gottes Herrschaft sich zu weihen – jedoch היתה יהידה לקדשו (weiblich!) noch war es erst ein schwacher Anfang, und gar viele fehlte noch zu seiner Vollendung – erst mussten übermächtige Wunder ihr Werk verrichten, von Gott, dem „Gotte Jakobs“, gesandt, da es galt ההפכי הצור אגם מים חלמיש למעינו מים „den harten Fels zur Aufnahme von Wasser, Kieselstein zum strömenden Quell zu wandeln“.

    Das war das Werk des „Gottesstabes“. Derselbe Gottesstab, der Pharaos steinernes Herz schlug, sollte auch den „Stein Jissroél“ erziehen. וידעת עם לבבך כי כאשר ייסר איש את בנו ה' אלקיך מיסרך „Wie ein Mann seinen Sohn erzieht; so erzieht Gott, Dein Gott, dich (Deut. 8,5). Die schmerzliche Einwirkung in der Erziehung hat nicht nur ihre Berechtigung, sie ist vielmehr notwendig, solange das mahnende Wort nicht ausreicht. חושך שבטו שונא בנו „Wer die Züchtigung unterläßt, haßt sein Kind“ (Mischle 13,24), worunter jede schmerzliche Einwirkung verstanden wird, die im Versagen eines Wunsches und dergl. mehr sich zeigt und die im äußersten Fall auch zur körperlichen Züchtigung greift. Diese schmerzliche Einwirkung ist jedoch in der Erziehung nur solange geboten, als Herz und Gemüt sich dem Guten und den Forderung der Pflicht versagen. Ist aber einmal das Herz empfänglich und der Sinn aufnahmefähig, dann tritt das mahnende und belehrende Wort in sein Recht. בשפתי נבון תמצא חכמה ושבט לגו חסד לב „Die Lippen der Einsicht erwirken Weisheit, die Züchtigung für den Rücken des Vernunftlosen“ (das.10,13); und treten auch Augenblicke ein, in denen das Herz sich zu versagen scheint, dann genügt schon der Hinweis auf die drohende schmerzliche Einwirkung, um die Hemmung zu beseitigen: עולת קשורה בלב נער שבט מוסר ירחיקנו ממנו „Und wenn sich die Torheit an das Herz des Knaben bindet, dann genügt die belehrende Zucht, um sie von ihm zu entfernen“ (das. 22,15).

    So sollte auch der Gottesstab nur solange auf den „Stein Jissroél“ unmittelbar einwirken, als er in verschlossener Festigkeit sich der Aufnahme des „Wassers“ versagte; war dies aber nicht mehr der Fall, hatte er sich der Aufnahme des Wassers geöffnet, mochte auch der strömende Quell für den Augenblick versiegen, so genügte fortan das mahnende Wort des Führers mit dem Stab in der Hand, genügte שבט מוסר der warnende Hinweis auf den Stab, ונתן מימיו daß der Fels das Wasser, das er besaß, wieder in strömender Fülle hergab. In Refidim, unmittelbar nach dem Auszug aus Mizrajim, wo es galt, den Sein zur Aufnahme des Wassers gefügig zu machen, wo – um mit den Weisen zu sprechen – שהיה סלע קטן „der Fels noch klein war“, da musste er mit den Gottesstab ומטך אשר הכית בו את היאר (Ex.17), mit dem auch Pharao gezüchtigt wurde, geschlagen werden; in Kadesch jedoch, wo der Stein sich längst der Wasseraufnahme geöffnet hatte, die Wüstenwanderung mit ihren erzieherischen Einwirkungen zurücklag und es nun galt; in einem Augenblick, da „die Torheit sich an ihr Herz band“, in einem Augenblick der Verirrung und der Schwäche den stockenden Quell wieder der Verirrung und der Schwäche wieder zum Fließen zu bringen, da sollte nach dem Gotteswillen das mahnende Wort Mosches mit dem Stab in der Hand genügen, um den Gels zu veranlassen, daß er aufs neue sein Wasser gebe: קח את המטה ודברת אל סלע ונתן מימיו.

    Mosche und Ahron aber – wer kann es ihnen nicht nachfühlen! – sehen sich am Ende dieser prüfungsvollen, erfahrungsreichen Wüstenwanderung durch diese traurige Szene am Felsen wieder an den Anfang ihrer erzieherischen Arbeit zurückversetzt: war nicht alles vergebens, ist nicht alles wie zu Beginn der Wüstenwanderung – der erbärmliche Mangel an אמונה – ist es nicht wieder der verschlossene, harte Fels von damals, der nur durch unmittelbare Einwirkung des Gottesstabes zur Aufnahme von Wasser bestimmt werden kann – ? כי המרו את רוחו ויבטא בשפתיו und so sprechen die Führer Worte schmerzlicher Erregung שמעו נא המורים – und in ihrer begreiflichen Erregung handeln sie so, wie sie damals handeln mußten, da sie am Anfang ihrer Erziehungsarbeit standen – ויך את הסלע במטהו פעמים – „und er schlug den Fels mit seinem Stabe zweimal – „.

    Wo aber Gott nicht „verzweifelt“, müssen und dürfen auch Menschen nicht verzweifeln: Gott aber sah, wie trotz aller Verirrung und Schwäche der Fels, der „Stein Jissroéls“, das Wasser bereits in sich barg und es nur den mahnende Worte des Führers „mit der Stab in der Hand“ bedurfte, um den Fels wieder in einen sprudelnden Quell zu wandeln ונתן מימיו. –  

    Oh, daß wir heute alle soweit wären, daß Gottes Thora von uns allen aufgenommen wäre – und wenn in Stunden der Schwäche und der Prüfung der Lebensquell der Thora in uns zu versiegen droht, es nur des mahnenden Wortes des Führers mit „dem Stab in der Hand“ bedürfte, um in uns den Quell lebendigen Wassers aus neue zum Strömen zu bringen!

    Aber selbst wenn jüdischen Herzen der Aufnahme der Thora verschlossen sind, ist Gott unentwegt am Werke, „den harten Fels zur Aufnahme von Wasser, Kieselgestein zum strömenden Quell zu wandenn“ ההפכי הצור אגם מים חלמיש למעינו מים.

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung vierter Teil Numeri  J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1935 S. 50 - 53



    [1] (Siehe Belehrung und Mahnung Bd. II, 15 ff).

    16-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    15-06-2021
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    „Misrachistische Begriffsverwirrung“



    Leitartikel  5. Jahrgang, Heft 3 u.4 zu lesen in Beilage.
    Zur Einführung genügt zu sagen daß es um eine Replik geht auf einen Artikel erschienen im  verwirrungsstiftender  Berliner „Jeschurun“ von Dr. J. Wohlgemuth.

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    15-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    14-06-2021
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    Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER

                 (1894-1983)

     

    ובקשו

     

    „Ein  jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ von  Leo BRESLAUER. Frankfurt am Main  5695/1935








    17.      Bowel

    18.      Die erste Kompensierung

    19.      Aktuelle Trieblichkeit


    Es freut uns – in Beilagen –  drei weitere Skizzen (S. 29 bis 35) aus dieses rabbinische Meisterwerk zu liefern:

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    14-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    13-06-2021
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    חקת

     

    ויקציפו על מי מריבה, וירע למשה בעבורם:

     

     

    „Sie erzürnten beim Haderwasser, und Mausche erging es übel um ihretwillen.“

    (Psalm 106, 32 Übersetzung Rabb. Samson Raphael HIRSCH)

     



    1.

    Der Herr verschont nicht Seinen Frommen

    Und waltet strenge im Gericht,

    Der Strafe soll er nicht entkommen,

    Verletzt er einmal seine Pflicht.

    2.

    Auch Moses selbst, er mußte tragen

    Die Strafe ernst von Gottes Hand,

    Denn weil er auf den Fels geschlagen,

    Betrat er nie das heil’ge Land.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 320  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931 S.135

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    13-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    11-06-2021
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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

              (1881-1932)

     

    Auszug aus seinem Aufsatz „Das orthodoxe Judentum in Mitteleuropa“

     

    …Es bedarf nur ein flüchtiges Einblicks in unsere eigene Geschichte, um zu erkennen, wie innig seit je der Konnex zwischen uns und der orthodoxen Judenheit der österreichisch-ungarischen Monarchie gewesen ist. Wir wollen nur ein paar Tatsachen zusammenstellen.

     

    Der Stolz der ungarischen Orthodoxie, der Chassam Sofer זצ"ל war uns zu einer Zeit bekannt, als wir von den russischen Größen kaum mehr als den Namen wussten. Ungarn lag uns näher als Russland. Der Chassam Sofer selbst fühlte sich sein ganzes Leben hindurch mit Frankfurt und Führt auf das innigste verknüpft. Lebte er heute, dann würde die gesamte deutsche Orthodoxie eine Agudas Jisroel ohne Ungarn als eine unmögliche Rumpf-Aguda empfinden. Selbst S.R. Hirsch, der vielleicht unter allen seinen Zeitgenossen, das feinste kritische Empfinden für die Unzulänglichkeiten einer Zeit besaß, die mit wohlfeiler Connivenz lauter „גאונים“, lauter „Eminenzen“, lauter “große Leuchten“, lauter „Wunder der Zeit“, lauter „מופלגים ומופלאים“, lauter „anzustaunende“ Wissensgrößen schafft“ (Ges. Schr. IV,353), beugte sich voll Bewunderung und Ehrfurcht vor der ragenden Größe des Chassam Sofer, „des Größten unter allen im zeitgenössischen Andenken lebenden Größen, des Mannes mit dem hellen Auge, mit dem milden Sinn, mit dem scharfen Geist, mit dem umfassendsten Wissen, mit dem geradesten Urteil, des Mannes, vor dessen Namen…alle lebenden Rabbinen tief und willig ihr Haupt neigen…den wahrlich nicht als Floskel die jüdische Welt: רבן של כל בני הגולה, den „Lehrer der ganzen Judenheit“ nennt!“ (das. S.401). Als zu Beginn des vorigen Jahrhunderts die Errichtung des Reformtempels  in Hamburg  jene berühmte Gutachtensammlung veranlasste, das ס' דברי הברית, worin die größten rabbinischen Autoritäten der damaligen Zeit jede liturgische Reform als einen Bruch mit den Grundlagen der Religion erklärten, da war es der Chassam Sofer, der sich in einen Gutachten mit besonderer Ausführlichkeit und mit einer Energie aussprach, die sich nur aus der nahen Beziehung erklärt, die schon damals zwischen der deutschen und ungarischen Orthodoxie bestand. Wir hatten eben hüben und drüben ungefähr gleichzeitig die gleichen Erlebnisse. Die Arader Reform des Aron Chorin, den der Chassam Sofer אחר nannte – eine ironische Bezeichnung, welche die Anfangsbuchstaben des Namens und die Ähnlichkeit mit Elischa ben Abuja nahelegten – war so gut wie die Hamburger ein deutsches Gewächs.

    Diese nahen Beziehungen innerhalb der mitteleuropäischen Orthodoxie sind auch in der Folgezeit niemals unterbrochen worden. Es war sicherlich kein Zufall, daß S.R. Hirsch von Emden nach Nikolsburg kam. Noch heute dürfte eine ähnliche Berufung in eine jüdische Gemeinde Russlands auf große Schwierigkeiten stoßen. In Mähren dagegen fühlte man sich schon damals der deutschen Orthodoxie nahe genug, um auf den schwierigen und verantwortungsvollen Posten des Landesrabbiners eine Persönlichkeit zu berufen, von der man sich gerade auf Grund ihrer bisherigen Wirksamkeit in deutschen Gemeinden die Erfüllung weitgehendster Zukunftshoffnungen versprach. Wenn es nun aber auch S.R. Hirsch, nur zum Teil gelang,  die großen Erwartungen, die man in Mähren auf ihn setzte, zu verwirklichen, wenn auch heute gesagt werden muss, daß die Lebensbasis der mitteleuropäischen Orthodoxie in Nikolsburg so wenig zu finden ist, wie in Oldenburg und Emden, so dürfen uns doch die faktischen Widerstände, weil sie nicht allen Blütenbäume reifen ließen, nicht ganz dazu verleiten, die symptomatische Bedeutung jener Berufung an und für sich zu unterschätzen. Es steht eben doch fest, daß die spezielle Vorzüge, die einen Mann  S.R. Hirsch zierten, auch in Mähren Beachtung und Verständnis fanden, auch wenn es dort manche Kreise gab, die in wehmütiger Rückerinnerung an Gestalten wie R. Mordechai Baneth u.a., die Hirschs Vorgänger auf dem Nikolsburger Rabbinat waren, den Wandel der Zeit nicht  tief und laut genug beklagen konnten.

    Diese Kreise fanden sich in Hirsch nicht zurecht. Sie stießen sich an Äußerlichkeiten und wussten mit der originellen Art, wie der neue „Landrow“ die Thora lernte und lehrte nichts rechtes anzufangen. Sehr bezeichnend hierfür ist eine Reminiszenz meines Vaters über den Eindruck, den S.R. Hirsch auf meinem Urgroßvater ז"ל machte, als dieser gelegentlich eines Besuches auf dem קבר seines Lehrers R. Mordechai Baneth ז"ל einer Predigt Hirschs an einem שבת חיי שרה zuhörte. Nach langen Jahre noch pflegte mein Urgroßvater, der zu den hervorragendsten רבנים Ungarns zählte, kopfschüttelnd von dieser דרשה des Nikolsburger Landrow zu erzählen, in der von nichts anderem die Rede war als von „Sara“ und nochmals „Sara“ … Wir haben es heute leicht, über solche Eindrücke zu lächeln, wir sollten sie aber niemals außer Berechnung setzen, wenn wir bei der Schaffung des Riesenwerkes einer Weltorganisation  der orthodoxen Judenheit auf das einzig sichere Fundament der inneren Gemeinschaft nicht verzichten zu wollen.

     

    Mit der Hilfe des Allmächtigen hoffen wir eines Tages der ganzer Aufsatz hier zu publizieren.

     

    Quelle: דרש טוב לעמו Jüdische Monatshefte Jahrgang 3 Heft 6 Siwan 5676 – Juni 1916  S. 166-169

    11-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    10-06-2021
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת קרח

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Kaurach

     

     

    Samuel I, Kap. 11, Vers 14 und folgende

    Es ist ein ergreifendes Stück jüdischer Geschichte, das die  Haftora unseren Blicken entrollt. Es ist die Geburtsstunde des jüdischen Königtums, das denn doch ein ganz anderes war, als das in der Thora vorgesehene. Diese kennt nach außen nur Gott als allmächtigen Schirmherrn des Volkes, das des Gottesschutzes sich durch treue Erfüllung des Gesetzes und als seine Aufgabe nur die unablässige Fürsorge für die Erkenntnis und Erfüllung dieses Gesetzes. Nicht dies war die Meinung des nach einem König verlangenden Volkes gewesen. Sie hatten vielmehr (Sam. I 8,20) einen König gefordert „nach Weise der Völker“, um ihr Recht zu vertreten, der sie in den Krieg und zum Siege führe. Nachdem nun Saul auf Gottes Geheiß zum Könige eingesetzt worden war und durch seine energische Sammlung der Stämme Jissroéls und die geschickte Kriegsführung gegen den übermächtigen Ammoniterfürsten das eben noch verzagte Volk zum Siege geführt und sich die freudige Anerkennung des ganzen Volkes erworben hatte, lud Samuel das in freudiger Erregung geeinte Volk nach Gilgal, um dort „das Königtum zu erneuen“, in Wahrheit um dem gesamten Volke den einen Weg und die eine Richtung zu zeigen, durch deren Innehaltung allein das Königtum zum Segen gereichen und Volk und König einer glücklichen Zukunft entgegen gehen würden, wie dies Kap. 12, 13-15 ausgesprochen ist. In Wahrheit ist die hier, im Gegensatz „zur Weise der Völker“, erneute Königsherrschaft die Herrschaft Gottes. Nicht umsonst heißt es hier sofort (Kap. 11,14): sie setzten Saul zum König ein לפני ה', „vor Gott“, und opferten dort Friedensmahlopfer „vor Gott“. Die Worte: „Gott ist in Wahrheit euer König!“ (Kap. 12, 12) und die Mahnung, daß Volk und König sich stets in der Nachfolge Gottes, dieses seines wahren Königs, wie in aller Vergangenheit so in aller Zukunft zu halten habe, sie bilden die „Erneuerung“ der Gottesherrschaft, zu der Samuel Volk wie König nach Gilgal geladen hatte.

    Unter diesem Gesichtspunkte erscheint aber auch der Umstand in ganz neuem Lichte, daß gerade nach Gilgal Samuel das Volk zur Retablierung der Gottesherrschaft berief; War doch Gilgal (s. Josua 4, 19 ff.) die erste Lagerrast, die Jissroél auf den Boden „seines“ Landes gewonnen. War es doch die Örtlichkeit, der gegenüber auf Gottes Geheiß die hochgehenden Fluten des Jordan sich vor der Lade des Gottesgesetzes geteilt hatten! Erinnerten doch an diesen strategischen Flußübergang ohne Gleichen die dort als Denkmal errichteten zwölf Steine aus dem Flußbette, auf denen die Priester während des Übergangs gestanden hatten! War doch endlich Gilgal die Stätte, wo der jüdische Feldherr zuerst das „Schwert“ gebraucht hatte auf jüdischem Boden, ach es waren – „steinerne Schwerter“, um die ganze waffenfähige Mannschaft des Volkes, das an der Schwelle des feindlichen Landes sich befand, dem göttlichen Befehle gemäß zu beschneiden, sie also im Angesicht der Feinde zeitweilig kampfunfähig zu machen und so das ganze Volk dem Schicksal der einstigen Bewohner Sichems (1 B.M. 34,25) auszusetzen! An diese Bekundung der Gottesallmacht, als des eigentlichen Verleihers des Landes, aber auch an diese Bekundung der heldenmütigen unbegrenzten Hingebung an die Gottesführung von Seiten des ersten Führers und von Seiten des Volkes erinnerte somit die Stätte, zu der Samuel das Volk berief, um es zur Besinnung und zur Selbsterkenntnis zu bringen, da der erste König eingesetzt wurde.  – Vergl. unsere Ausführungen zur Haftora des ersten Tages Péßachs.

    Die hoheitsvolle Persönlichkeit Samuels, der vorzeitig an dem frühen Abend seines Lebens von der führenden Stellung zurücktritt und das ganze Volk zu Zeugen aufruft über den Gebrauch, den er von seiner Gewalt gemacht habe, ist eine der hehrsten Gestalten in unserer und der Menschheit Geschichte, deren Erhabenheit allem Anwurf entrückt bleibt, mit dem eine sich wissenschaftlich nennende, jedoch von der willkürlichsten Entstellungen und phantasievollsten Erdichtungen nicht zurückschreckende Geschichtsschreibung gerade Samuels Bild zu entstellen und ihn durch Andichtung aller möglichen, au dem Boden des Judentums widersinnigen, hierarchischen Gelüste und Intrigen herabzuwürdigen sucht.

    Bedenken wir ferner, daß der selbige Samuel, der in diesem geschichtlich bedeutungsvollen Augenblick mit solchem Nachdruck, mit solcher Eindringlichkeit jeden Gedanken an die Herrschaft eines Menschen in Jissroél „nach der Weise der Völker“ bekämpft und die ausschließliche Gotteswaltung in  die Führung Jissroéls und in der Gestaltung seines Geschickes dem Volke ins Bewußtsein ruft, der sich so in Wahrheit als das verkörperte nationalen Gewissen bewährt, als der Fortträger des hohen Geistes des unsterblichen ersten Führers der Nation, daß dieser Samuel nach Chron. I 6,21 f. der Abkömmling – Kaurachs war, desselben Kaurach, der, von niedrigem Neide erfüllt,  die Göttlichkeit der Sendung Mosis leugnete und das Volk zum Abfall zu verführen suchte, um sich zu seinem Herrscher zu machen: so begreifen wir, warum gerade dieser Abschnitt zur Haftora dieser Sidra gewählt ist, und beugen uns in Ehrfurcht vor der Allmacht und Weisheit der göttlichen Erziehung, die für den Dienst ihrer Waltungsziele aus solchem Stamme solchen Sprößling zu gewinnen wußte.

     

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 416 -423  Kommentar zu Samuel Kap 11 V.14…) 

    10-06-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    09-06-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    קרח

     

    Belehrung und Mahnung zur Wochenabschnitt

    Kaurach

     (Auszüge)

     

    מזמור לאסף אלקים באו גוים בנחלתך טמאו את היכל קדשך שמו את ירושלים לעיים „Psalm Aßafs. Gott, Völker sind in dein Erbe gekommen, haben dein Heiligtum verunreinigt, haben Jeruschalaim zu Trümmern gemacht“ (Psalm 79).

    קינה מיבעי ליה מה ת"ל מזמור fragen die Weisen, hätte es nicht heißen müssen: Klage Aßafs – ist doch von dem Untergang des Heiligtums und der Zerstörung Jeruschalaims die Rede – und warum doch: Lied Aßafs? Und sie antworten mit einem Gleichnis: Die Tochter eines armen Mannes ging zum Brunnen, um Wasser zu schöpfen, da riß  der irdene Eimer ab und fiel in den Brunnen; das arme Mädchen schrie auf und weinte. Da kam eine Königstochter, um mit goldenem Eimer Wasser zu schöpfen; da riß auch ihr der Eimer ab und fiel in die Tiefe. Da freute sich das arme Mädchen, denn es sagte sich: wer den goldenen Eimer aus der Tiefe holen wird, wird auch meinen irdenen Eimer mit heraufholen. So auch Aßaf: als er sah, daß die Tore Jeruscholoims von der Erde verschlungen wurden, sagte er sich: Wer einst Jeruscholoim wieder erbauen wird, wird auch meinen Großvater Kaurach aus der Erdentiefe wieder erheben, daher: מזמור לאסף Gesang Aßafs. –

    Ein trauriges Kapitel aus der Wüstengeschichte unseres Volkes hat das Gottesbuch uns in unseren heutigen Sidra aufbewahrt. Kaurach und seine Genossen wagen verbrecherische Empörung wider Mausche und Ahron: diese sind ihnen herrschsüchtige Gewalthaber, die die Herrschaft über das Volk gerissen, sich Priesterwürde angemaßt, wo doch, wenn überhaupt Priester nötig, „die ganze Gemeinde, alle in ihren einzelnen Gliedern heilig“ und daher des Priestertums würdig seien. – Was aber als das Erbärmlichtse an dem ganzen Vorgang erscheint, ist die Tatsache, daß es Kaurach und Genossen gelingt, für diese Empörung, die nichts Geringeres als Empörung gegen Gott, Leugnung der Göttlichkeit der Thora und der durch sie verbrieften Göttlichkeit der Sendung Mausches und Ahrons bedeutete, nicht etwa die „Hefe“ des Volkes, sondern 250 Männer aus Jissroél נשיאי עדה קריאי מועד אנשי שם „Fürsten der Gemeinde, zur Versammlung Berufene, Männer von Namen, zu gewinnen und mit sich fortzureißen! Wie war das möglich? Ist aber das nicht eine Frage, deren Beantwortung leider auch heute noch von höchster lehrreicher Bedeutung ist? –  …

    …Das gilt für das jüdische Einzelleben, das gilt aber auch für das jüdische Gemeinde und Gesamtheitsleben. Nicht mit einemmal ist es in jüdischen Gemeinden Nacht geworden ויהי ערב. Von dem offenen, vollendeten Abfall von Gott und seiner Thora hätte sich noch zu allen Zeiten, ein jeder, dessen Herz warm für Thora und Mizwauss schlägt, abgewandt und mit desto größerer Hingabe für die Erhaltung der göttlichen Heiligtümer sein Leben eingesetzt, je mehr sie frivoler, kecker Hand bedroht gewesen wären. Der Abfall aber verstand es; klug und vorsichtig – Gott und Thora im Munde – sich erst den Boden in der jüdischen Gemeinde zu erobern, ehe er mit seinem radikalen Zerstörungswerke sich hervorwagte. Unserer traurigen Gegenwart freilich scheint es vorbehalten geblieben zu sein, den Versuch wagen zu dürfen, ערב  „Mischung“ selbst zwischen „Tag und Nacht“; zwischen Gesetzestreue und vollendeter Gesetzesverleugnung durch deren paritätischen Anerkennung innerhalb einer jüdischen Gemeinde zu vollziehen! An diese scheinen die Weisen nicht gedacht zu haben. – 

     Nie und nimmer wäre es Kaurach und Genossen, die nach der Ansicht der Weisen, wie es ja aus dem ganzen Vorgang hervorgeht, vollendete אפיקורסים waren, gelungen, Männer von Namen, Fürsten der Gemeinde für ihre verbrecherischen Pläne zu gewinnen, wären sie mit ihrem vollendeten Abfall von Gott und Thora offen hervorgetreten. So aber ויהי ערב, אלו מעשיהם של רשעים verstanden sie es, ihrem Abfall den Schein der Gesetzlichkeit zu geben und ihn mit dem Mantel der Heiligkeit zu verhüllen – „Mausche und Ahron maßen sich zuviel an כי כל העדה כולם קדשים ובתוכם ה' die ganze Gemeinde, sie alle sind heilig, und unter ihnen ist Gott – wir wollen, Gott behüte, nicht zerstören, wollen vielmehr aufbauen – jedes einzelne Mitglied der Gemeinde ist zur Führung berufen, soll an der Mizwo; Hohepriester zu sein, teilhaben – “  diesem im Zeichen des ויהי ערב sich vollziehenden Abfall ist es zuzuschreiben, daß er auch bis dahin hochstehende Kreise des jüdischen Volkes mit sich fortriß. – …

    …Dieses Verbrechen hat sich leider auch in der Folgezeit wiederholt, und zwar in solchem Ausmaß, daß in seinen Folgen die verhängnisvollste Katastrophe über Jissroél hereinbrach, unter deren Wucht wir noch immer zu leiden haben. Jeruschalaim und das Heiligtum des Gesetzes sanken aus den gleichen Ursachen in Trümmer. Hören wir unsere heilige Schrift (Chr. II, 36): וישלח ה' אלקי אבותיהם עליהם ביד מלאכיו השכם ושלוח כי חמל על עמו ועל מעונו, ויהיו מלעיבים במלאכי האלקים ובוזים דבריו ומתעתעים בנביאיו עד עלות חמת ה' בעמו עד לאין מרפא, ויעל עליהם את מלך כשדיים וגו' „Gott, Gott ihrer Väter, sandte ihnen seine Boten unablässig, den Gott hatte Erbarmen mit seinem Volke und seiner Stätte, sie aber verspotteten die Boten Gottes, verachteten seine Worte, machten seine Propheten zu Betrügern, bis Gottes Zorn wider sein Volk ausbrach rettungslos und Er wider sie den König der Chaldäer heraufführte. – “ Ist das nicht wortwörtlich die gleiche Versündigung, die gleiche Auflehnung wider die von Gott gesandten Männer, hören wir nicht die gleiche Sprache lästernder Geringschätzung und höhnender Empörung, nur mit del Unterschied, daß, während dort Kaurach an der Spitze der Bewegung stand, der nach den Worten der Weisen קרח אפיקורוס היה längst innerlich mit der Thora gebrochen und dessen Haß gegen die Gottesmänner nur die Folge seiner völligen Abkehr von Gott und Thora war, es hier, wie es ausdrücklich heißt (das.) כל שרי הכהנים והעם Priesterfürsten und die Elite des Volkes waren, die in unfassbarer Verblendung sich gegen die Gottesboten kehrten und den Untergang Jeruscholoims und des Heiligtums verschuldeten. –

    Und so sank Gottes Heiligtum in Trümmer טבעו בארץ שעריה und „in die Tiefe sanken seine Tore“, die gleiche Erde, die Kaurach, diesen wahrlich armseligen „Eimer“ verschlungen, verschlang auch den „goldenen Eimer der Königstocher.“ Wenn aber einst Jissroél, geläutert durch harte Leidenserfahrung, den Gottesmännern und Führern der Thora offenes und williges Ohr entgegenbringen¨, kein höheres Ziel kennen wird als von ihnen sich den Weg zu immer vollendeterer  Lebensheiligung weisen zu lassen, und Gott dann sein Heiligtum wieder aus Erdentiefe wieder erheben wird – wird dann Gottes verzeihende Liebe nicht vielleicht auch denen Zukunft gewähren, die in armseliger Verblendung einst den Kampf gegen Gottes Heiligtum geführt und in Wirklichkeit, wider ihr Willen, nur seiner umso größeren Anerkennung gedient haben? – Dieser tröstliche Ausblick vermochte trotz alles Jammers der Harfe eines Aßaf auch einen heiteren Ton zu entlocken. –מזמור לאסף

    …Lasset uns Gott helfen, die Zeit herbeizuführen, in der nach Prophetenverheißung vor dem sieghaften Lichte die Nacht weicht, vor der Macht der Gotteswahrheit die Lüge von der Erde schwindet והיה לעת ערב יהיה אור –   

     

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung vierter Teil Numeri  J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1935 S. 35 - 44

    09-06-2021 om 13:52 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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