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Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
(1808-1888)

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Rabbiner Dr. Raphael BREUER
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Reb Julius HIRSCH
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Jubelsinget, Gerechte, in Gottesanschauung, den Geraden geziemt Thatenoffenbarungslied (Psalm 33)

ברוך הבא!    السلام عليكم!

 

Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Thora tegen nationaal-jodendom (sionisme)


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’études rabbiniques YECHOUROUN, Thora contre national-judaïsme (sionisme).

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Thora. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus).

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Thora against Nationaljudaism (Zionism).

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

Inhoud blog
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt MIKÉTZ
  • Rabbiner Dr. Raphael BREUER:,Der erste Jude an der Spitze eines nichtjüdischen Staatswesens'
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro des Schabbos Chanuckoh
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt MIKÉZ
  • Rabbiner Dr. Raphael BREUER Chanukko-Gedanken
  • S R HIRSCH CHANUCKO: Ist's eine alte Geschichte?
  • Rabbiner Ludwig STERN 'Die Chanukkofeier'
  • Samson Raphael Hirsch: Komm. Wochenabschnitt Wajéschèw
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt Wajéschew
  • Rabbiner Dr. Salomon Breuer: zur Wochenabschnitt Wajéschew
  • Rabbiner Dr. Raphael BREUER: 'Lassen Sie sich ihre Liebe zum Vaterland durch zionistische Phrasen nicht vergällen'
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt Wajischlach
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt WAJISCHLACH
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt WAJISCHLACH (2)
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt WAJISCHLACH (1.TEIL)
  • Erklärung des Vorstandes des Rabbiner-Verbandes in Deutschland gegen das Nationaljudentum (1897)
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt Wajézé
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt WAJÉZÉ
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt WAJÉZÉ
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH 'Kommentar zu Psalm 147
    INTERESSANTE LINKS
  • ANTIQUARIAAT BOEKHANDEL SPINOZA
  • 'DER ISRAELIT'
  • Mehrsprachige Seite „Yakov RABKIN, Historian and Author“
  • MUSLIM BRIDGES
  • Int'l Middle East Media Center
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  • www.islamverurteiltantisemitismus.com
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    Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus)
    15-10-2021
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    Samson Raphael Hirsch

    Lech Lecho (Auszug)

     

    Kap. 12, 1 …לך לך: „Gehe für dich, isoliere dich!“. So bei Jithro וילך לו, er leiste auf die Vorteile Verzicht, die ihm die Verbindung mit Jissroél gebracht hätte. … Also hier: Gehe für dich, deinen eigenen, von deinem Lande, u.s.w., von allen deinen bisherigen Verbindungen dich isolierenden Weg. Die erste Auswanderung aus Ur Kasdim war vielleicht ein Fortgehen um einer Rettung willen. Diese Anforderung setzt die Entfernung zum Selbstzweck. … Wir haben an diesen jüdischen Sprachgedanken erinnert, um uns zu vergegenwärtigen, wie tieF und innig schon unsere Sprache den Wert des Vaterlandes und der Heimat fühlt und würdigt, und es gewiß nicht Geringschätzung dieser Momente ist, wenn hier die Pflanzung des ersten jüdischen  Keimes die Lossagung von Vaterland, Geburtsort und Vaterhaus, die Lossagung von Nationalität und Heimat fordert. Vielmehr liegt gerade in der Würdigung dieser Momente die Größe der hier geforderten Isolierung. Diese Anforderung selbst setzte Abraham in den entschiedensten Gegensatz zu der herrschenden Richtung seiner Zeit. Nicht Individualisierung, nicht Anerkennung des Wertes und der Bedeutung des einzelnen, vielmehr Centralisierung, die den Menschen seinen persönlichen Wert verlieren läßt und ihn zum Handlanger, zum Ziegelstein für den Ruhmesbau einer angeblichen Repräsentanz der Gesamtheit erniedrigt, das war, wie wir gesehen, die Richtung der Zeit, die unter der Parole ihres נעשה לנו שם den Turmbau des Menschenruhmes begann. Diese Richtung erzeugt den Wahn einer überall und für alles geltenden Majorität, macht, daß zuletzt alles, was in dem Vaterlande der Majorität als Höchstes gilt, auch damit schon ohne weiteres von jeden als Höchstes angesehen und verehrt wird. Es sollte allerdings eine jede Gesamtheit die Vertreterin des wahrhaft Höchsten und Heiligen sein, und in dieser Voraussetzung würdigt auch das Judentum den Anschluß an die Gesamtheit in seiner vollen Bedeutung. Jedoch an der Spitze des Judentums steht: לך לך „ das für sich gehen“ als das noch Höhere. Niemand darf sagen: ich bin so gut, so gerecht, als es eben Mode ist. Jeder ist Gott für sich selbst verantwortlich. Wenn nötig: „mit Gott – allein!“ wenn es sein muß, wenn das in einer Majorität vergötterte Prinzip nicht das wahrhaft göttliche ist – dies Bewußtsein ward von Abraham als der Ausgangspunkt für seine und seines einstigen Volkes Bestimmung gefordert. Wohl lehrt, wie wir gesehen, schon unsere Sprache in den Worten ארץ und בית, wie die starken Banden der Mensch an beide geknüpft ist: jedoch stärker als das Band, das uns mit Vaterland und Familie verbindet, soll das Band sein, das uns mit Gott verknüpft.

    Wie hätten wir existieren können und könnten wir existieren, hätten wir nicht von vorn herein von Abraham den Mut einer Minorität erhalten!      

    „Zeitgemäßes Judentum!“ Der lauteste Protest dagegen ist das erste jüdische Wort: לך לך! War Abrahams erstes Auftreten zeitgemäß? In Mitten von Chaldäa, Babylon, Assyrien, Phönizien, Ägypten! Vergötterung der Sinnlichkeit und der Macht war da die zeitgemäße Predigt, vergöttertes Genussleben in Asien, Vergötterung der Menschenmacht und Ertötung des freien Menschen in Ägypten; der Gedanke „Gott“ war bis auf wenige Spuren verschwunden,– da soll ein Abraham auftreten, und während die ganze Welt sich fest anzusiedeln, sich anzubürgern trachtet, soll er seine Heimat, sein Bürgerrecht aufgeben, sich freiwillig zum Fremdling machen, den von allen Nationalitäten vergötterten Göttern den Protest ins Angesicht sprechen; das erfordert den Mut und die Überzeugung von der Wahrhaftigkeit der inneren Gesinnung und des Gottesbewusstseins, das fordert das jüdische Bewusstsein, den jüdischen „Trotz“ – und das war das erste, worin Abraham seine Berufung zu bewähren hatte.

    So begreifen wir auch wohl, wie unsere נביאים, jene von Gott bestellten Zeitenwächter. צופים, die ihrem Volke die Merkzeichen alles erlebten und noch zu erhoffenden קצים, Zeitenenden, Erlösungsanfangen, unverlierbar in die Endbuchstaben seines Alphabets hineingeschrieben haben, und die ganze jüdische Weltgeschichte in den doppelt –ך , doppelt –מ , doppelt –נ , doppelt –פ   und doppeltdes לך לך des Abraham,  עצמת ממנוdes Jizchak,  הצילני נאdes Jakob,  פקוד יפקודder  גאולת מצרים, צמח שמו ותחתיו der einstigen גאולה zusammenfassten, wie sie in dem לך לך des Abraham den ersten Ausgangspunkt der גאולה erblicken konnten. Mit dem Isolierungsrufe, welchem Abraham gehorchte, war die jüdische Welterlösung entschieden.

     

    V.2 ואעשך לגוי גדול …  Eine zahlreiche Nachkommenschaft macht aber noch kein Volk. Damit eine Masse ein גוי, eine Volkseinheit bilde, dazu bedarf sie eines gemeinsamen Bandes. Überall sonst ist dies das gemeinsame Land, das Zusammenwohnen unter denselben Einflüssen, das Getragenwerden von dem gemeinsamen Boden der Existenz. Abrahams Nachkommen aber sollen auch ein Volk, nicht aber durch gemeinsamen Boden, sondern wiederum nur durch Gott werden. Abrahams Geist soll sich in seinem Nachkommen wiederholen und: was anderen Völkern ihr Boden ist, das sollst du in deinen Nachkommen sein. Mit der Abstammung von dir sollen sie auch das volksbildende Einigungselement erben. Dadurch, daß wir noch jetzt אלקי אברהם, Gott, wie in Abraham erkannt, wie er sich ihm offenbart und in der Leitung seines Geschickes gezeigt hat, אלקינו, unserem Gott nennen – und wir bedürfen diese Bezeichnung nicht zur partikularistischen Absonderung, sondern gerade zur reinhaltenden Unterscheidung des abrahamitischen Gottesbegriffes קונה שמים וארץ, von jeder partikularistischen Trübung – dadurch, durch dieses von Abraham überkommene gemeinsame geistige Erbe sind wir noch heute ein Volk, nachdem wir schon längst das Band des gemeinsamen Bodens verloren. Und darin daß nicht nur Abraham, sondern auch sein Sohn und Enkel solche Persönlichkeiten wurden, in welchen sich Gottes Waltung also manifestierte, daß auch sie mustergültig für die ganze jüdische Nation blieben, und wir nicht nur אלקי אברהם, sondern auch אלקי יצחק und אלקי יעקב sprechen: darin erkennen die Weisen zunächst die dem Abraham gewordene Segnung und Größe. Und gerade in אלקי יעקב verwirklicht sich das ואגדלה שמך, Jakobs, in dessen Geschick es sich vor allem mustergültig zeigte, daß die jüdische Bestimmung unabhängig von äußerer Größe und äußerem Glanze sei. Je weniger ein Mensch hat, um so größer erscheint seine Persönlichkeit. Die Größe, der Segen, den ein Unbemittelter verbreitet, kann nur in seine Persönlichkeit wurzeln. Wenn ein יעקב groß ist, wenn eine Nation glänzt, die seit Jahrhunderten nicht in Kriegsruhm u.s.w. exzelliert, so kann dies eben nur in ihrer geistig sittlichen Persönlichkeit liegen, eben יעקב ist מגדל שמך. –

    Bei näherer Betrachtung dürfte mit diesen ersten drei Sätzen Abraham die ganze Summe der jüdischen Geschichte in nuce in die Hand gegeben sein. In 1:לך לך מארצך וגו' erscheint Abraham bloß als Individuum, „wage es, allein zu sein!“ In 2:ואעשך לגוי וגו' , tritt schon das Volk hervor, aber noch außer Berührung mit anderen Völkern, der Segen Abraham ist schon bedingt durch den Segen anderer, ja es können schon andere wagen, ihm zu fluchen. Abrahams Aufgabe war, sich zu isolieren, Wandel allein mit Gott. Zweites Stadium: die Schöpfung eines Volkes aus diesem Abraham. Wenn es hervortreten soll, daß dieses Volkes Dasein eine zweite Schöpfung Gottes in der Geschichte sei, so kann dieses Volk nur auf dem Wege der Heimatlosigkeit, des גלות und גרות zu einem Volk werden. Sesshaft wäre es kein אצבע אלקי', kein מעשה השם gewesen. ואעשך לגוי גדול: von יצחק bis יציאת מצרים  ,ואברכך.dann werde ich dich einpflanzen in ein ארצ זבת חלב ודבש;ואגדלה שמך  nicht אגדל שמך. Gott kann Menschen und Völker segnen, aber daß sie zu einer solchen sittlichen Größe gelangen, um ein mustergültiger Mensch, ein mustergültiges Volk genannt zu werden, das kann Gott nur wünschen das ist durch die Treue bedingt, die dem göttlichen Gesetze gezollt wird. Ebenso heißt es nicht: והיית ברכה, oder:ותהיה ברכה  sondern והיה ברכה, „werde ein Segen“, in diesen zwei Worten die ganze sittliche Aufgabe zusammenfassend, deren Lösung eben die Erfüllung jenes Wunsches bedingt: „ich möchte deinen Namen groß werden lassen, werde du ein Segen!“ Ich möchte dich zu einem Volke machen, auf welches die Völker nur hinzublicken hätten um sich ihrer Aufgabe bewusst zu werden, und diese Aufgabe  die Du im Gegensatz zu allen sonstigen Völkerbestrebungen zu lösen haben sollst, heißt: Segen werden!

    Allen anderen streben danach, nicht להיות ברכה, sondern להיות ברוכים, Segen zu gewinnen, gesegnet zu werden, und vor allem Völker. Die Redlichkeit, Menschlichkeit und Liebe, die man von dem einzelnen noch fordert, wird im Verhältnis von Volk zu Volk zur Torheit, gilt der Diplomatie und Politik für nichts. Trug und Mord, die den einzelnen zum Kerker und Henker führen, werden „zum Besten der Staaten“ im großen geübt, mit Orden und Lorbeer bekränzt. Die abrahamitische Nation hat von allen diesen Nationalinstitutionen nichts, sie weiß nichts von einer Nationalpolitik und einer Nationalökonomie. Derjenige, der der Träger ihrer Nationalwohlfahrt sein wollte, braucht keine Subsidien zu geben und auf keine Koalition und Bündnisse zu rechnen. Zu seinem Gebote stehen der Regen und der Sonnenschein, die Kraft und das Leben, die Macht und der Sieg. – אם בחקתי תלכו, dann macht sich alles andere von selbst. In Mitte der Menschheit, die נעשה לנו שם ihrem ganzen Streben als Devise aufprägt und die Selbstvergötterung und den rücksichtslosen Ausbau der eigenen Wohlfahrt als maßgebendes Ziel anstrebt, soll Abrahams Volk in Einzeln- und Gesamtleben nur dem einen Ruf folgen: היה ברכה, Segen zu werden sich mit aller Hingebung den Gotteszwecken des Welten- und Menschenheils zu weihen, darin mustergültig die Wiedererstehung des reinen Menschentums, des אדם in seiner ursprünglichen Bestimmung, zur Anschauung bringen, dann werde Gott seinen Segen zu frischer Lebenstätigkeit geben und zur Weckung und Erziehung der Völker zu gleichem Streben den Namen des Abrahamvolkes weithin leuchten lassen: ואברכך ואגדלה שמך. Dieses zweiten Stadium sollte in ארצ ישראל zur Verwirklichung kommen, dort sollte Israel in seiner unnahbaren Isolierung von den Völkern, nicht nur das Gesegnete, sondern in erster Linie das Segen verbreitende, ein Segensquell geworden sein – וישכן ישראל בטח בדד עין יעקב – dann hätte alles, was jetzt uns erst באחרית הימים winkt, sich bereits seit Jahrtausenden erfüllt, und der ganzen Entwicklungsgang der Menschengeschichte wäre seitdem ein anderer gewesen. –

    Allein diese erste Verheißung an Abraham scheint auf ein drittes Stadium hinzuweisen – schon, wie bereits bemerkt, stellt das optative ואגדלה die Verwirklichung jenes zweiten Stadium nur als bedingten Wunsch hin – der dritte Satz scheint ein Zustand anzudeuten, in welchem das Abrahamsvolk mit seinem Segen und Fluch von Menschen abhängig erscheint, wo Menschen es segnen, Menschen ihm fluchen können; es wäre dies somit das Stadium des גלות, dem dieses Volk entgegengeht, wenn er seine Aufgabe vergisst und statt להיות ברכה, den Völkern gleich sich dem Streben hingibt להיות ברוכים; und hier, für dieses Galuth, wo es hinausgestreut unter die Völker, abhängig von ihrem Segen und Fluch preisgegeben erscheint, hat Gott daß große Wort gesprochen: ואברכה מברכיך, die dich segnen, die dich fördern, die dein Prinzip würdigen und anerkennen und sich deiner Sinnlichkeit und Gottesverehrung fördernd zu unterordnen, sie werde ich segnen – und auch hier wieder tritt diese Verheißung optativ auf, Israel möge sich in der Zerstreuung also bewähren, daß seine Förderung des Völkerheils bedeutete. – …

    15-10-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    14-10-2021
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    Rabbiner Mendel HIRSCH sz’l

              (1833-1900)

     

    לך לך

     

    Von Abrahams Wirken bis zur heißersehnten Erlösung:

    weltgeschichtlicher Sieg eines Prinzips

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Lech Lecho:  Jesaja Kap.40,27-31 u. 41,1-16 (Auszug)

     

    Die Parallele zwischen Jissroéls Geschick und Aufgabe und dem Siegeszuge seines großen  Ahnen Abraham hat dieses Prophetenwort in die Sidra bestimmen lassen. Die Isoliertheit inmitten einer ihn nicht begreifenden Welt; das lange Ausharren bis auch nur der allererste Anfang der Erfüllung der empfangenen Verheißung eintrat; das felsenfeste Vertrauen; der glorreiche Sieg über die siegestrunkenen Völkerkönige; der noch glorreichere, der in der Selbstvollendung und in der Gewinnung seines Kindes für die selbe Höhe von Moria’s Gipfel durch die Jahrhunderte strahlt – sie sind das Vorbild der Bestimmung und des Geschickes seiner Kinder und des einstigen Sieges des von ihnen durch die Zeiten und die Völker getragenen Principes. Dieses Prinzip heißt: היה ברכה, das Streben, nicht gesegnet, sondern: selbst für Andere zum Segen zu werden, jene edle Humanität, die ohne jegliche nationale oder confessionelle Beschränkung kein höheres Glück kennt als, andere glücklich zu machen, wie dies aus dem Liebenswirken Abrahams so herrlich uns entgegenleuchtet. Diese echte, in abrahamitischem Sinne in Wahrheit „um Gottes Willen“ geübte selbstlose Liebe ist es, die zur Gerechtigkeit hinzukommen muss, um das wahre Menschenheil aufblühen zu lassen. Der Kampf und der endliche Sieg dieses Principes bildet den Inhalt der ganzen Weltgeschichte.

     

    Kap.40, 27 Warum sagst du, Jakob, und behauptest, Jissroél: Gott ist mein Weg verborgen, und meinem Gotte entschwindet mein Recht!

     

    Jakob: nach der Geschickesstellung, Israel: nach der Bestimmung. In beiden Beziehungen, so zeichnet es das Prophetenwort, erblickt Jissroél die Wirklichkeit im Gegensatz zu seinen, wie es glaubt, berechtigten Erwartungen. דרכי:דרך  bedeutet im bildlichen Sinne in der Regel die individuelle sittliche Entwicklung des Menschen. Sowohl im Hinblick auf seinen Lebensweg, als auch auf die Siegesverheißung, die dem von ihm getragenen Lebensprincipe von Gott geworden, glaubt Jissroél sich in der Klage berechtigt, daß Gott sich von ihm abgewandt habe. Da in der Antwort V.28 nicht auf die Unwürdigkeit, sondern nur auf die Kurzsichtigkeit des also Klagenden hingewiesen wird, so ist es ein ernstes, auf dem Boden des Gottesgesetzes sich haltenden Geschlecht, dessen Mutlosigkeit hier entgegengetreten wird. Du glaubst, Gott sehe deine Lebensführung nicht, weil du trotz deiner Gesetzeserfüllung noch immer in der Jakobsstellung verharren, jedes nicht ganz verkümmerte Recht als Gnade hinnehmen musst, und du verzagst an dem endlichen Siege der Lehre von reinem Menschentum, von der Majestät des Rechtes und der Liebe, weil du überall nur den Triumph der Gewalt und die Anbetung des Erfolges erblickt? – תאמר: die ausführlichere, erklärende und begründete Darlegung, תדבר: der kurz bestimmte Ausspruch. Dein Geschick drängt dich von selbst zu eingehender Aussprache:תאמר. Dafür, daß das Morgenrot der allgemeinen Herrschaft des Rechtes und der Liebe noch nicht angebrochen, dazu bedarf es nur des kurzen Hinweises:תדבר.

     

    V.28 Hast Du es denn nicht erkannt, wenn du es nicht vernommen: Gott der Ewigkeit ist Gott, er schafft die Ende der Erde, er ermüdet nicht und er ermattet nicht, keine Ergründung giebt es seiner Einsicht.

     

    Aus deinem eigenen Dasein, aus der Tatsache deiner Erhaltung, sowie aus den Erfahrungen der Vergangenheit solltest du dir selbst die Antwort geben können. Gottes Plan, der Menschheits-Erziehungsplan, umfasst Jahrtausende, dein Auge aber erblickt nur eine kurze Spanne Zeit, und in dieser Zeit nur einen kleinen Raum und in diesem zeitlich und räumlich umschränkten winzig  kleinen Gebiete nur das Äußerliche, die Oberfläche, der zeitlichen Gestaltungen: Gott aber „schafft“ in jedem Augenblicke die „Enden der Erde“ – er überschaut in jedem Augenblick Alles und hat Alles in seiner Hand. Deshalb ist es so töricht, so vermessen, sich eine Einsicht in seinen Plan zuzutrauen oder zu wähnen, nach dem Ergebnis der eigenen, so menschlich beschränkten Erfahrung den jeweiligen Stand des Zeigers der Weltenuhr bestimmen zu können – אין חקר לתבונתו.

     

    29. Er gibt dem Ermüdeten Kraft, und dem der Kräfte baren will er Fülle und Stärke verleihen.

    30. Mögen Knaben ermatten und ermüden, und Jünglinge anhaltend straucheln:

    31. die auf Gott hoffen, erneuen stets die Kraft, Adlern gleich gewinnen sie Schwingen, sie eilen und ermüden nicht, sie schreiten dahin und werden nicht matt.

     

    V.29 – 31. Gottes Kraft erlahmet nie, von ihr spendet Er in jedem Augenblicke dem Ermatteten, deß ist deine eigene Erhaltung sprechendster Zeuge. Alles gegen Seinen Plan Ankämpfenden erweist sich, trotz allen zeitweiligen Scheines besonnen Ernstes und dauernder Stärke, in Wahrheit als knabenhaftes Unterfangen und verflackerndes Strohfeuer jugendlicher Thorheit; während קו, wörtlich: die rückhaltlos zu Gott Hinströmenden (vergl. יקיו המים אל מקום אחר) stets neue Kraft gewinnen, das „Unmögliche“ vollbringen, in ihrem scheinbar langsamen Dahinschreiten die einzigen „Eilenden“, rasch dem Ziele sich Nähernden sind und Ermattung nimmer kennen. Der Lohn der Pflichttat, lehren die Weisen, ist die Kraft und das frohe Aufstreben zur neuen Pflichttat.

     

    Kap.41, V.1 Höret schweigend mir zu, ihr meerfernen Lande, und die Staaten mögen ihre Kraft erneuen, mögen sie hintreten, dann mögen sie reden, lasst uns zusammen hintreten zum Gerichte!

     

    Kap. 41, V.1 ההרישו אלי אים: nicht an den kleinen Kreis einer von vornhinein gewonnenen gläubigen Gemeinde wendet sich das Gotteswort, sondern an seine Gegner inmitten der Gesamtmenschheit. Das Gotteswort geht der Kritik nicht aus dem Wege, es fordert sie heraus, en hat sie nicht zu fürchten, יחדו למשפט נקרבה, mit der überzeugenden, jeden Widerspruch lähmenden Kraft welthistorischer Tatsachen tritt es den Völkern entgegen.

     

    V.2 Wer hat erweckt aus dem Osten den, der mit jedem Schritte Ihn verkünden sollte durch Lebensgerechtigkeit? Er gab Völker vor ihn dahin und über Könige ließ Er ihn herrschen, jedoch sein Schwert ließ Er wie Staub sein, verwehtem Strohhalme gleich seinen Bogen!

     

    V.2 מי העיר ממזרח וגו': Abrahams Eintritt in die Geschichte wird so farbenprächtig wie charakteristisch als ein Sonnenaufgang am Nachthimmel der Menschheit bezeichnet. Während die verblendete Menschheit sich an den Ruhmeswagen eines Nimrod spannen ließ mit der Losung: העשה לנו שם, wir wollen uns einen Namen machen! ging Abrahams Leben in den Streben auf: יקראהו לרגלו, bei seinem Eintritt oder mit jedem Schritte seines Lebens verkündete er den dem Bewusstsein der Menschen entschwundenen Gott, nicht durch das Bekehrungswort des Missionärs, sondern durch das צדק seines tatenreichen und tatenfrohen Pflichtlebens. צדק ist ja jene Gestaltung des Tatenlebens, die jedem Wesen volle Befriedigung seiner Ansprüche zu gewähren weiß. Und weil er inmitten der Menschheit der Einzige war, der nicht sprach: נעשה לנו שם, der Einzige; der selbstlos, nicht gesegnet, sondern selbst ein Segen werden wollte, der der Machtvergötterung und Erfolganbetung die Huldigung des Rechtes und der Liebe entgegensetzte, der Einzige, der „dem Wege der anderen nicht betrat“: so gab Er, der inmitten der kriegerischen, jederzeit kampfgerüsteten Völker, „seinen Bogen wie verwehten Strohhalm und sein Schwert machtlos wie aus Staub sein lieߓ gleichwohl „Völker unter seine Machthoheit und ließ über Könige ihn herrschen“, und er zog als Sieger dahin durch die Völker und nahm ihre Huldigungen entgegen, deren „Weg er mit seinen Füssen nimmer betrat“. Das Prinzip aber das so mit dem Ahnen siegreich eintrat in die Geschichte, es wird von seinen Kindern durchgetragen und wird den einstigen dauernden Sieg erringen und der Menschheit, nach Überwindung, ja Zertrümmerung alles feindlich starr Widerstrebenden, die heißersehnte Erlösung in Wirklichkeit bringen.

     

    V.4 Wer hat es gethan und vollbracht, die Geschlechter berufend von Anfang an? Ich, Gott, bin der Erste und mit den Spätesten bin ich derselbe!

     

    V.4 Die ganze Weltgeschichte ist der Weg der Verwirklichung meines Plans. Ich bin und bleibe derselbe; Ich bin es, der Geschlecht nach Geschlecht beruft, auch die vom Wahne ihrer Selbstherrlichkeit Trunkenen werden in ihren Geschicken von mir geleitet, und stehen mit dem, was sie erstreben und vollbringen, und mit dem, was sie erleiden, im Dienste meiner Waltung.

     

    V.15 Siehe, ich habe dich zu einer scharfen neuen vielschneidigen Dreschwalze bestimmt, Berge wirst du wie Spreu dahingeben.

    V.16 Du streust sie dahin, der Wind trägt sie fort und der Sturm lässt sie zerstieben – du aber jauchzest auf durch Gott, in dem Heiligen Jissroéls findest du deinen Ruhm!

     

    An dem Prinzipe des Rechtes und der Nächstenliebe und an der Lehre vom reinen Menschentume, deren Träger das inmitten der stolzen Staatengrößen „wurmgleich“ am Boden liegende und wie der Wurm den Fußtritten achtloser  wie hasserfüllter Gewalt wehrlos preisgegebene Jakobsvolk ist, werden „die Berge und die Hügel“, die auf das Gegenteil gegründeten großen und kleinen weltgeschichtlichen Staatengebilde zerschellen. Das Trümmerfeld der Geschichte, die Reihe der internationalen Kriege und die Aufeinanderfolge der inneren Umwälzungen bilden der tiefernsten Kommentar zu diesem Prophetenworte, wie die Tatsache der Erhaltung Jissroél die Gewähr bietet für die Erfüllung der Verheißung, die das Jissroél der Zukunft schaut, wie es in der Verwirklichung des durch das Gottesgesetz gezeichneten sittlichen Menschenideals seines einzigen und höchsten weltgeschichtlichen Ruhmes teilhaftig und froh wird.

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 20-26  Kommentar zu Jesaja 41, Kap 40 u. 41) 

    14-10-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    13-10-2021
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    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Lech Lecho (Auszug)

     

    Raw Salomon BREUER sagte unter andere folgende grundlegende Worte:

     

    קדוש השם legt jedem einzelnen Juden die Verpflichtung auf, den Namen Gottes in der lautesten Öffentlichkeit zu heiligen, für seine Heiligung mit dem Aufgebot aller Kräfte und Mittel einzustehen. Es genügt lange nicht, für sich allein, auf die engen Grenzen der häuslichen Räume sich beschränkend, seine jüdische Einzelaufgabe zu lösen. Teuerste, heiligste Pflicht eines jeden einzelnen ist es vielmehr, die Fahne der Gottesherrschaft hinauszutragen und sie im öffentlichen Leben, wo der Gegensatz und der Widerstand und der Kampf sich naturgemäß ergibt, mit aller Kraft zu hissen und danach zu streben, daß recht viele in Liebe und Treue sich um Gott und seinen heiligen Willen scharen. Dazu freilich gehört Mut und Entschlossenheit, unbeugsame Entschiedenheit und felsenfeste Treue der Überzeugung, die auf den Beifall der Menge von vornherein Verzicht leistet, ja selbst ihre Verlästerung und Verfolgung nicht scheut! Wer fähig ist מקדש השם ברבים zu sein, der ist Jude!

    Solche מקדש השם-Juden haben wir leider nicht viele. בשתיקה Jude sein, zu Hause, in der Stille, wo kein Widerspruch und kein Gegensatz zu erwarten ist, dazu mag man sich im besten Fall noch entschließen; aber draußen in der Öffentlichkeit, im gesellschaftlichen und Gemeinschaftsleben sich im Gegensatz zu anderen stellen oder für seine Überzeugung sich einsetzen, dazu können leider nur wenige sich verstehen. Um Jude zu sein, seiner jüdischen Aufgabe zu entsprechen, genügt es nicht, wenn unser Zimmer erleuchtet und allenfalls ein blasser, matter Schimmer durchs Fenster hinausdringt. מקדש השם zu sein, ist die unabweisliche Pflicht eines jeden wahrhaften Juden!


     

     

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung erster Teil Genesis J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1936 S. 15-18

    13-10-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    12-10-2021
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    Zur Würdigung Dr. Nathan BIRNBAUM

     

     

    S. SCHACHNOWITZ

     

     

    Nach einen Vortrag gehalten bei eine von der Synagogengemeinde Israelitische Religionsgemeinschaft Frankfurt/Main versammelte Trauerkundgebung.

     

    Nachalass Z‘wi  April 1937 S. 177-184

     

    Zu lesen in Beilagen

     

    Dr. Nathan BIRNBAUM war Zionist avant la lettre, erfand das Wort „Zionismus“. Später wurde er einen Gegner des politischen Zionismus und nachdem er seinen Standort in der Jüdischen Orthodoxie fand, prägte er der Begriff „Heidenjuden“. 1919 war er kurze Zeit Generalsekretär der Aguda, verlor aber den Posten da er „unhandelbar“ (= zu geradlinig!) wäre.

     

     Es scheint uns am besten die Glosse „Nathan BIRNBAUM“ aus der zionistischen „New Standard Jewish Encyclopedia“ (Massada Publishing Company Ltd. Jerusalem 1970) im vollen Wortlaut zu zitieren.  

     

     

     

    BIRNBAUM: NATHAN B. (pseudonym Mathias Asher; 1864-1937): Political and philosophical writer. Born I Vienna of a Hasidic family, he studied law but turned to journalism.

     

    His writings from 1882 advocated Jewish nationalism and B. was the first to use the term “Zionism” in its modern connotation. He was among the founders of the Jewish students’ nationalist society “Kadimah” (1883), and his writings evolved a basis for Zionist ideology several years before the appearance of Herzl on the Jewish scene.

     

    Initially, B cooperated with Herzl and was the first general secretary of the World Zionist Organization.

     

    From about 1897, he (like Aḥad Ha-Am) inclined to an “organic” Zionism to grow naturally from Jewish life, as contrasted with Herzl’s political methods. He therefore opposed the belief that settlement in Palestine would solve the Jewish problem.

     

    After the Third Zionist Congress (1899), he left the Zionist movement and became its opponent, advocating cultural and political autonomy in the Diaspora as the method of securing Jewish national existence. At the same time, he emphasized the importance of E European Jewry and the value of the Yiddish language and was one of the convenors of the Conference at Czernowitz (1908) which proclaimed Yiddish as the Jewish national tongue.

     

    A further metamorphosis in his views was apparent from1912 when B. turned to Orthodoxy. Henceforth his writings included plans for a religious order to realize the messianic idea in a Jewish community based on Torah and Labor.

     

    In 1919, he joined Agudat Israel, becoming its chief secretary, but left after a short time because of its lack of flexibility.

     

    After the Nazi advent to power, he moved to Holland (1934) and died there in poverty.

     

     

    The New Standard Jewish Encyclopedia 1970.

     

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    12-10-2021 om 14:32 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    11-10-2021
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    Dr. Julius HIRSCH

       (1842-1909)

     

    ישעיה כ"ו כ': לך עמי בא בחדריך וסגר דלתיך בעדך חבי כמעט-רגע עד יעבור-זעם:

     

    Jesaja Kap. 26, V.20 „Gehe, mein Volk, gehe in deine Kammern und verschließe deine Türe hinter dir, verbirg dich einen kurzen Augenblick, bis der Zorn vorüber sein wird.“

     

    V.20. Mit dem vorigen Verse endete das V.1 intonierte Lied. Es schloß nach einem Rückblick auf das Exil und seine bitterernste, aber zugleich erhebende Wirksamkeit, mit dem Weckruf Gottes zur irdischen Glückseligkeit auf ewig. Und nun wendet sich der Prophet an Jissroél und übergibt ihn im Namen Gottes in einem kurzen Vade mecum einen Leitfaden für die lange Wanderschaft inmitten der Menschheit.

    לך עמי. Gehe, du gehst einen schweren Gang, aber du gehst ihn als עמי, als mein Volk; verbanne ich dich auch aus deinem Lande, meinem Herzen bleibst du doch nahe, auch im Exile bleibst du mein Volk. Dieses Bewußtsein soll deinen Mut, soll dich aufrichten und erhalten. Aber es verpflichtet dich zugleich, dich dieses Ehrentitels würdig zu erweisen. Laß mich, laß mein Gesetz den Mittelpunkt bilden, um den du dich als Volk gruppierst, und ‚hüte den Weg“, den es dich lehrt, indem du im Kreise der Menschheit, zugleich deiner abrahamitischen Bestimmung getreu, es als deine Pflicht betrachtest, „Menschenliebe und Recht zu üben“. (1. B.M. 18,19). Man wird dir mit Undank begegnen, dich verkennen, dich zurückweisen, בא בחדריך bleibe in deinem eigenen Kreise, fühle dich heimisch, zu Hause in deinen Institutionen, laß חדריך  deine Räume, in denen du die Gottesnähe findest und Muße und Gelegenheit zu eifriger Erforschung der Anforderungen seines Gesetzes, deine Bet- und Lehrhäuser, wenn es auch keine Prunkgebäude sind, sondern nur bescheidene Kammern, den liebster Aufenthalt sein.

    Man scheidet dich von dem Zusammenleben mit der Menschheit hinter Ghettomauern, versperrt dir alle Türen, die zum Verkehr mit der Außenwelt führen (דלתיך in Plural geschrieben), läßt höchstens eine Türe dir geöffnet, da man deiner nicht ganz entbehren kann – aber  sehne dich nicht nach dem Treiben der Völker draußen, die eine Türe, die man dir offen ließ, habe nichts Verlockendes für dich, bediene sich ihrer so wenig wie möglich, וסגר דלתך (Singular zu lesen) verschließe du selber sie dir – diese halb freiwillige, halb erzwungene Isolierung ist בעדך; (s. 1.B.M. 7,16 ויסגור ד' בעדו) zu deinem Besten, zu deinem Schutze, sie erhält dich deiner Aufgabe und rettet dich vor den Gefahren, mit denen draußen der Neid und der Haß dich bedrohen.

    חבי: weibl. Imper. חבה verbergen wovon ונחבתם שמה (Josua 2,16), להחבה בשדה (2.Könige 7,12). Der männl. Imper. Würde חבה heißen, wie von עם עלה עלה /größtenteils auch männlich, so auch in diesem Satze סגור, בא, לך, wird hier in חבי apostrophiert. Es dürfte damit gesagt sein: Die schmachvolle Behandlung, welche die Menschen dir angedeihen lassen, und die du wahrlich nicht um sie verdient hast, könnte dein Blut in Wallung bringen und du könntest, deiner eigenen männlichen Kraft dir bewußt, es unternehmen, dir mutig die Menschenrechte, die man dir vorenthält, zu erkämpfen, oder gar wähnen, dein Exilgeschick durch männliches Auftreten mit Gewalt beendigen zu dürfen – חבי begib dich deiner eigenen Mannesstärke und birg dich und alles Deine unter dem Schutz Gottes, des einzig Starken, Er allein kann, er allein wird dein Leid aufhören, deinem Galuth eine Ende machen. Dir freilich erscheint seine Dauer unendlich, und doch ist dieses Galuthgeschick, das Gottes Zürnen über dich verhängte, im Verhältnis zu der ewigen Dauer des Glückzustandes, den es herbeiführen soll, nur כמעט רגע eine kurze Weile; כי רגע באפו חיים ברצונו ( Ps. 30,6) denn ein Augenblick in seinem Zürnen spendet ein ganzes Leben in seinem Wohlgefallen.“

     

     „Das Buch Jesaja“ Nach dem Forschungssystem Rabbiner Samson Raphael Hirschs übersetzt und erläutert von Julius HIRSCH Frankfurt am Main Verlag von J. Kaufmann 1911 S. 175-176

     

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    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

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    11-10-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    08-10-2021
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    Rav Samson Raphael HIRSCH

    KOMMENTAR

    WOCHENABSCHNITT NAUACH (AUSZÜGE)

    Kap.6, V.16

    „Eine Beleuchtung machst du der Arche, und lässest sie obwärts bis zu einer Elle abnehmen;

    Die Thüre der Arche bringst du an die Seite an; mit unterstem, zweitem und drittem Stockwerk machst du sie

    צהר. Die צ=Form von זהר scheint fast auf eine künstliche Beleuchtung hinzuweisen. (Heißt vielleicht Öl zunächst als wichtiges Beleuchtungsmittel יצהר, sowohl als Nahrungsmittel שמן ?) Sicherlicht nicht ohne Grund wird die Einrichtung so ganz speziell mitgeteilt und später wiederholt hervorgehoben, daß Noa alles כן ganz so gemacht habe. Gott hätte in tausendfacher Weise retten können – ob die Größe der Arche hinreichend war u.s.w., sind Überlegungen die wir ziemlich bei der Seite lassen können. Gott erwählt einen Menschen, der soll sich, seine Familie und die Tierwelt für die Zukunft retten; er rettet sich und nur denn, wenn er alles so und nur so vollbringt, wie ihm befohlen. גדול המצווה ועושה ממי שאין מצווה ועושה, die gebotene Vollbringung ist bei weitem größer, als die willkürliche, ist erster jüdischer Grundsatz. Im Gegensatz zur herrschenden Ansicht hat wahren Wert nur das, was zur Erfüllung des göttlichen Willens geschieht. Was jemand nach eigener Eingebung u.s.w. übt, hat nur zweifelhafte, untergeordnete Bedeutung. Was hätte Noa in den 120 Jahre nicht noch alles zur Rettung tun können! Hundert Archen bauen u.s.w. Es dürfte hier daher vielmehr nur gesagt sein, daß sich Noa darauf beschränkte das, aber ganz zu tun, was Gott befohlen hatte, und Gott das weitere überließ.

    V.18

    „Mit dir aber werde ich meinem Bund aufrecht halten, du wirst in die Arche gehen, du und deine Söhne und deine Frau und die Frauen deiner Söhne mit dir.“

    …Der Begriff „Bund“ entspricht dem ברית keineswegs. Schon darum nicht, weil Bund immer ein Gegenseitiges voraussetzt. ברית kommt aber auch völlig einseitig vor. So Gottes ברית der Erhaltung Noa’s und der noachidischen Welt. So הנני נותן לו את בריתי שלום an Pineas. Nichts hatte wohl mehr eine =בריתBestimmung nötig als die Erhaltung Noa’s. Die paar Balken machten gewiß nicht die Rettung aus, sonst hätten sich ebenso noch andere retten können. Wohl nur im Sinne des אין סומכין על הנס, nach welcher der Mensch jederzeit das ihm Mögliche tun soll, hatte Noa seinen Kasten zu bauen, aber die Erhaltung und Rettung selbst bedurfte gewiß des ganz besonderen Schutzes des göttlichen Willens; daher אתך - ברית, die übrigen alle um Noa’s und seines Verdienstes willen. Zu ihm gehörte die Familie und die zu rettende lebendige Welt.

    Kap 9, V. 2

    „Und eure Furcht und euer Schrecken sei über alles Tier der Erde und über alles Geflügel des Himmels; von allem was den Boden betritt, und von allen Fischen des Meeres sei in eure Hand gegeben“

    …. – Wenn dies alles kein bloßer Traum ist, so dürfen wir uns sagen, daß auf dem hier begonnen Wege bis in sehr weiter Zukunft hinaus der Menschheit nicht die Aufgabe ist, die Erdwelt zu meistern und zu vollenden, vielmehr ihr jetzt nur die Aufgabe gestellt ist, sich zu vollenden, sich zu veredeln, sich wieder in die wahre Stellung zu Gott emporzuarbeiten. Diese Restituierung der Menschheit in den Standpunkt, den sie einnehmen sollte, mit der Wiederkehr des Friedens, der langen Lebensdauer, des „neuen Himmels und der neuen Erde“, die uns das Prophetenwort schildert, wird nach dem tiefen Wort unserer Weisen: - „[Ein bo Dovid ad schichlu chol haNeschomauss schebeGuff] – nicht früher eintreten, „bis nicht alle mögliche Geister eingegangen sind in die Leiblichkeit und sich veredelt haben“, und von diesem Verse bis zum letzten Worte des letzten Propheten ist der ganzen Inhalt der Gottesschrift nichts anderes, als die Schilderung der Rückkehr der Menschheit zu diesem einstigen Zustande, und der Gottesveranstaltungen zu diesem Ziele. Inzwischen aber ist dieser Standpunkt verloren, das Band zwischen dem Menschen und der Tierwelt zerrissen, und der Mensch zunächst auf die Arbeit an sich selbst und für sich selbst hingewiesen.

    V. 25, 26, 27

    „25. Da sprach er: Fluchgetroffen wird Kenaan, Knecht von Knechten wird er seinen Brüdern sein. 26. Und wiederum sprach er: Gesegnet wird Gott, der Gott Schem’s; möge Kenaan ihnen Knecht werden! 27. Gemüter öffnet Gott dem Japhet, wohnt jedoch in Hütten Schem’s; und es wird Kenaan ihnen Knecht.“

    Das in diesen Versen Ausgesprochene enthält vielleicht das tiefste und weitest reichende, was je das von Gott geöffnete Auge eines Sterblichen geschaut, und Gott durch dessen Mund zum Ausspruch hat kommen lassen. Die ganze Geschichte der Menschheit, ihr Anfang, ihr Ende und ihr Mitte liegt in diesen drei Sätze…

    V. 25 Die Leidenschaft, die sich nicht beherrschen kann, wird zur Lockspeise, durch die man in die Knechtschaft gegängelt wird. Wer zu aller Zeit sich selbst beherrscht, wer auf Befriedigung seiner sinnlichen Natur leicht verzichtet, den kann man nie bestechen, verlocken, ihm nicht aus dem Golde goldne Fesseln machen; er kann untergehen, sterben, – aber nicht geknechtet werden. So Menschen, so Völker. – …

    Kap. V. 8

    „Da zerstreute sie Gott von dort über die Fläche der ganzen Erde hin, und sie unterließen es, die Stadt zu bauen.“

    … Sie hörten also auf, die Stadt zu bauen; aber den Zug, die Richtung, aus welcher der Turmbau entsprungen war, den nahmen die Menschen überall mit hin. Freilich nicht mehr eine Stadt und einen Turm für die Knechtung der ganzen Menschheit, aber einzelne Städte und Türmchen von denen kleine Nimrode meinen, daß sie in den Himmel reichen.– …

    08-10-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    07-10-2021
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת נח

      

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Nauach

     

    Jesajas Kap.55, Vers 1-5

     

    Kap.55, 1 Wenn die Pflichterfüllung allein frei macht von den demoralisierenden Folgen der Furcht und unnahbar macht plötzlichem Schrecken, so schließt sich hieran die Aufforderung an Alle, reich wie arm, sich nun zuzuwenden dem Quell, von dem allein die Erkenntnis der Pflicht zu schöpfen sei, nämlich dem Gottesworte. Es gewährt Ersatz für die äußeren Güter, wo sie fehlen, und es lehrt denjenigen, der sie besitzt, erst die rechte Verwendung, durch die er ihrer in Wahrheit froh wird. Es wird verglichen mit dem belebenden Wasser, dieser Bedingung alles organischen Lebens, Blühens und Gedeihens, mit der nährenden Milch und dem stärkenden und Freude spendenden Weine. Wer in dem ernsten Sinne echter Gottesfurcht das Leben in der Mannigfaltigkeit seiner Gestaltungen nur als eben so viele Aufgaben betrachtet, für deren Lösung er seine geistige und sittliche Kraft zu erproben hat: für den wird auch die herbste Prüfung, indem er sie treu und tapfer besteht, zu einem Quell der reinsten Freude und zu einer Kräftigung seines inneren Menschen. Ihm erweist sich so in Wahrheit das Gotteswort als nimmer versiegender Born der Lebenskraft, der Nahrung und der durch nichts zu trübenden Lebensfreude. Der tiefe Seelenfriede, die innige Lebensheiterkeit und der tapfere, hochgemute, allen Widerwärtigkeiten standhaltenden Frohsinn, deren Stätten die stillen abgeschiedenen bescheidenen, aller äußeren Güter und Genussesmittel, ja nur so oft des Lichtes und der Luft entbehrenden jüdischen Heimstätten gleichwohl waren, sind ohnehin das sprechendste Zeugnis dafür, daß dieser Satz von den Segenswirkungen des Gotteswortes keine rhetorische Überschwänglichkeit, sondern daß er lebendige Wahrheit sei.  

     

    V. 2 Doch nicht etwa ist die Thora nur das Surrogat der Lebensgüter für den Armen. Sie ist ebenso unentbehrlich für den Reichen. An diese wendet sich unser Vers. Denn es kann ein Mensch der Güter reichste Fülle besitzen, aber er wird ihrer nicht froh, er selbst ist und bleibt ein segen-, freud- und friedloser, armer Mann. אכלו טוב, genießet das Gute, והתענג בדשן נפשכם, daß inmitten aller Fülle auch eure eigne Person sich wonnig fühle. Dazu kommt ihr aber nur, wenn ihr „auf mich horchet“, wenn ihr aus der Thora das Geheimnis erfahret, wie ihr eure Güter zu verwenden habt, damit ihr sie nicht ausgebet für das, „was nicht Brot ist und nicht zur Sättigung, zur Befriedigung gereicht“. Sonst bleibt das nach wahrer Lebensfreude lechzende Verlangen – das צמא des V.1 – auch des Reichsten ewig ungestillt.

     

    V. 3 Wenn ihr aber, Reiche wie Arme, meinem Rufe folget so: ותחי נפשכם, wird euer Leben erst ein wirkliches Leben werden, ואכרתה וגו' und das stille Glück, das aus der Hütte des Armen strahlt, die reiche Segensfülle, die aus dem stattlichen Wohnsitze des Reichen flutet, das edle reine Menschentum, das aus der Persönlichkeit des von den Gottesgesetzen beherrschten und gestalteten jüdischen Menschen der Menschheit entgegenleuchtet, sie werden zum mächtigen, David-gleichen Herold an die Menschheit. Dadurch aber macht ihr euch auch des Davidbundes und der von mir ihm und seinem Wirken verheißenen und bewahrten Liebeswaltungen teilhaftig.

     

    V. 4 Wie kein Zweiter ist David durch sein Psalmwort ein Zeuge für Gott an die Menschheit geworden, keine anderen Menschen Wort war also weitesten Kreisen der Menschheit aller Zeiten der Wegweiser zu Gott. Allein nicht Pflanzung und Verbreitung des Gottesbewußtseins ist Endziel und erschöpft nicht die Bedeutung der welthistorischen Bestimmung Davids. Nicht nur zum Zeugen, sondern auch zum נגיד ומצוה habe ich ihn dahingegeben. נגיד Fürst, von נגד Grundbedeutung: gegenüber, vor Augen, gegenwärtig sein, daher im Hifil: vergegenwärtigen, bezeichnet den Fürsten in der idealsten Auffassung des Fürstenberufes, nicht bloß Wächter des Rechtes und der Pflichtübung, sondern in seiner Person selbst deren lebendige Verkörperung und leuchtende Verwirklichung zu sein. In diesem Sinne ist es mit Vorbild übersetzt. Als solches war David durch die in seinem unendlich reichen, wechselvollen Leben bewährte Pflichttreue zugleich מְצַוֵה, „Bringer der Pflicht“ den Nationen. Denn viel wichtiger als der Glaube an Gott ist das Bewusstsein von der in freier Gott dienender Tat zu erfüllenden Menschenbestimmung.“

     

    V. 5 Wie David, so wird auch einst Jissroél und jeder  Einzelne in Jissroél durch das stille Beispiel der sittlichen    Vollendung seines Lebens und des auf jeder Stätte solchen reinen Menschentums sichtlich ruhenden göttlichen Segens in ungekannte Fernen, auf Völker wirken, die sich bisher von ihm abgeschlossen, לא תדע: und die dich bisher verkannt – darum steht auch wiederholt גוי, Singular, der in sich abgeschlossener Nationalkörper – werden zu Jissroél eilen, nicht um deiner äußeren Größe willen, sondern, um sich Dem huldigend unterzuordnen, der als קדוש ישראל, durch seine Gesetze dich sittlich adelt. כי פארך: denn nicht der Lorbeer des Krieges, nicht die Errungenschaften in Wissenschaft und Kunst, sondern die sittliche Hoheit ist es, die deine Herrlichkeit bildet.

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 11 – 19   Kommentar zu Jesajas Kap. 55 V.1-…) 

    07-10-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    06-10-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    נח

     

     

    Belehrung und Mahnung zur Wochenabschnitt Nauach (Auszug)

     

    …

    Einem solchen allgemein herrschenden, üppig blühenden רשעות sah sich zum ersten Male in der Geschichte Nauach, der Held unserer Sidra, gegenüber: את האלקים התהלך נח allein bei seinem Gott ausharrend, sein צדקות und תמימות sich erhaltend! Wer will es ermessen, was ein Nauach, der einzige Träger des אמת inmitten einer großen Welt, in der חמס zur unumschränkten Herrschaft gelangt war, zu leiden, zu erdulden hatte! Zu dem Satz כי אותך ראיתי צדיק לפני בדור הזה „denn dich habe ich gerecht gesehen vor mir in diesem Geschlecht“ (7,1) fügen die Weisen den Psalmvers kommentierend hinzu: ה' צדיק יבחן „Gott prüft den Gerechten“ (Ps.11,5). – Der Gedanke dürfte klar sein. „צדיק לפני“ Es kann wohl jemand in den Auge, der Menschen als צדיק dastehen, ohne es vor Gott zu sein; daß aber jemand vor Gott ein צדיק sei, aber nicht vor Menschen, das, sollte man meinen, sei unmöglich. In einer gleich dem דור המבול entarteten Zeit ist es jedoch wohl möglich. Wo alles entartet ist, alles der Gewalt und dem Unrecht huldigt, für das Recht und Wahre jeden Sinn verloren hat, da wird das Recht und die Wahrheit, von einem einzigen vertreten, als Narretei und Blödsinn verachtet und verspottet. Unter lauter Lahmen wird der eine noch Gesunde als Krüppel belächelt! כי אותך ראיתי צדיק לפני בדור הזה „Nur vor mir sah ich dich als צדיק in diesem Zeitalter!“ Als ein solcher צדיק לפני zu leben, ist aber das denkbar größte נסיון, die denkbar größte Prüfung – daher der Hinweis auf jene Psalmstelle: „Gott prüft den Gerechten.“ –

    Wenn daher das Gotteswort sich anschickt, mit אלה תולדת נח die Geschichte von dem endlichen Sieg des אמת und den Untergang des שקר zu schildern, da kann es Nauachs Namen nicht erwähnen, ohne – זכר צדיק לברכה – seines צדקות zu gedenken, das sich denn doch לברכה bewährt hat. Wie sinnig erinnern da die Weisen (מ"ר) an den Mischlevers (14,11): בית רשעים ישמד  „Das Haus des Gesetzlosen wird vernichtet, זה דור המבול das gelte von dem -מבול Geschlecht; ואהלי ישרים יפריח „aber das Zelt der Geraden wird Blüten treiben“, זה נח das gelte von Nauach. רשעים gründen oft scheinbar feste Häuser, doch schließlich fallen sie der Vernichtung anheim; während dem unscheinbaren, schlichten, vom Sturm bewegten Zelt der צדיקים dauernde Blüte beschieden ist. –

    Doch diese die Menschheit erziehende Gotteswaltung, wie sie hier zum ersten Male sich zeigte, sollte in der Folge erst recht in ihrer ganzen Heileswirkung sich bewähren. עשרה דורות מאדם עד נח להודיע כמה ארך אפים לפני Die zehn Geschlechter, die von Adam bis Nauach trotz zunehmender Entartung sich erhalten konnten, bezeugen Gottes unendliche Langmut, die nicht sogleich mit dem ganzen Ausmaß gerechter Strafwaltung Menschen heimsucht, sondern nichts unversucht läßt, was sie zur Selbstbesinnung und Pflichttreue zurückzurufen geeignet wäre. Als Paradies lächelte ursprünglich die Erde dem ersten Menschen und spendete ihm den ganzen Reichtum seines Segens, solange er sich auf der Höhe seiner Bestimmung zu erhalten verstand. Doch da er seine Bestimmung untreu geworden, verhängte die Gottesstrafe ארורה האדמה בעבורך בעצבון תאכלנה den Fluch über die Erde: „Deinethalben trifft die Erde der Fluch, nur mit Entsagung wirst du sie fortan genießen können.“ בעבורך Deinethalben, d.h. zum Zweck deiner Besserung und Erziehung trifft die Erde der Unsegen, wird sie in ihrer ursprünglichen Entwicklung gehemmt, damit die dadurch bewirkte Entsagung, das עצבון, dich zur Pflichttreue zurückbringe. Doch dieser erste Schlag, der die Erde traf, hat den damit beabsichtigten Erziehungszweck nur in ganz vereinzelten Fällen erreicht. כמה ארך אפים לפני Aber vor Gottes Angesicht waltet gar viel Langmut. –

    Das עצבון, das durch den ersten über die Erde gekommenen Unsegen erzeugt wurde, war immer noch viel zu gering, die Erde blieb immer noch ein Paradies in verjüngtem Maßstabe. So erzählen die Weisen: אחת למ' שנה היו זורעים vor der Sintflut brauchte man nur einmal in vierzig Jahren das Feld zu bestellen, היה להם אויר יפה כמן הפסח עד העצרת es war ein ewiger Frühling, die Zeiten blieben sich immer gleich, היו מהלכין מסוף העולם ועד סופו לשעה קלה und auch die Zerklüftung der Kontinente war nicht vorhanden, so daß die rascheste Verbindung von einem Ende der Erde zum anderen möglich war. Sie finden in den vorsintflutlichen klimatischen Verhältnissen die Ursache der größeren Lebensdauer der Menschen, und in der klimatischen Stetigkeit, die vor der Sintflut herrschte, einen vornehmlichen Grund für den zunehmenden sittlichen Verfall: מי גרם להם שימרדו בי lassen sie Gott sprechen: Was hat sie zu einer solchen Entartung geführt? לא ע"י שהיו זורעין ולא קוצרין wohl der Umstand, daß die Natur in üppiger Fülle ihnen den Segen spendete, sie stets nur Gewinn und nicht Verlust zu verzeichnen hatten, שהיו יולדין ולא קוברין daß sie das Leben und nur selten den Tod kannten! –

    Mit מבול trat darin eine folgenschwere Änderung ein. Durch מבול hat, wie die Weisen zu dem Vers עוד כל ימי הארץ bemerken, die Erde eine völlig veränderte klimatische Umgestaltung erfahren, unter deren Einflüssen sie seitdem steht: Von nun an und weiter יולדין וקוברין wird der Wechsel von Leben und Tod rascher eintreten, eine kürzere Lebensdauer die Folge sein; nunmehr, sagt Gott, לא אסף לקלל עוד את האדמה בעבור האדם werde ich der Erde nicht mehr wegen des Menschen fluchen müssen: denn die seit מבול erfolgte Umgestaltung der Erdverhältnisse wird das zur Erziehung des Menschengeschlechts erforderliche Maß von עצבון mit sich bringen (s. zu diesem Abschnitt Komm. 1 B.M. 8,22). Selbst das gewaltigste רשעות ist seitdem zeitlich begrenzt, und während in der vorsintflutlichen Zeit durch die ungemessene Lebensdauer der Menschen die Erfahrung des שם רשעים ירקב fast ausgeschlossen war, ist nunmehr eine neue Phase der Menschenerziehung eingeleitet, in deren Zeichen das זכר צדיק לברכה ושם רשעים ירקב sich in seiner segensreichen Folgen bewähren kann. –

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung erster Teil Genesis J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1936 S. 15-18

    06-10-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    01-10-2021
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH 

     

     פרשת בראשית

     

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt  Beréschiss

     

    Kap.5, V.1 Dieses Buch sind die Entwicklungen Adams. An dem Tage, an welchem Gott Adam schuf, bildete er ihn in Ähnlichkeit Gottes.

    2. Männlich und weiblich hat er sie erschaffen, und segnete sie und nannte sie Adam an dem Tage als sie erschaffen wurden.

     

    Kap 5, V 1-2

    …Der Mensch könnte nicht „Adam“ sein wenn sich nicht alles dies aus ihm hätte entwickeln können. Soll er – durch seine Freiheit – mehr als Engel sein, so muß er auch eben durch diese Freiheit schlechter sein können – um mit den Menschen zu sprechen – als der Teufel. Die Möglichkeit der tiefsten Entartung war von vornherein in Adam vorgesehen. Nicht etwa ist Gott seine Welt, ist Gott seine Menschheit mißraten. Alle jene Erscheinungen sind nichts als die eine große Entwicklung des Adam-Gedankens. Ist dies, so begreifen wir die Sätze: Rabbi Akiba lehrte  ואהבת לרעך כמוך, liebe deinen Nächsten wie dich selbst, sei ein כלל גדול בתורה, sein ein großer, umfassender Satz in der Lehre. Gib es ja auch im Grunde nur eine  עברה: die Selbstsucht, den Egoismus. In dem Augenblick, in welchen der Mensch vollständig dem andern dieselbe Stelle wie er sich selbst einräumt und sich damit vollständig aller Egoismus entkleidet, hat er sich auf die Höhe des Standpunktes erhoben, von welchem aus alle seine Lebensaufgaben, alle מצות gelöst sein Wollen. Ben Asai aber meinte, der Satz זה ספר תולדת אדם  sei eine noch größeren, umfassender Satz. Hier ist eine noch viel größere, höhere Einheit des Menschengeschickes gegeben. Den größten Verbrecher, die größte Entartung, die größte Vertierung, alle fast dieser Satz als תולדת אדם, als Entwicklung aus dem gottebenbildichen Adam ohne Unterschied in das Weltbuch Gottes, in welchem Er die Menschheit verzeichnet. , חסר , תולדת auch die mangelhaften Erzeugnisse der Menschheit doch תולדת אדם!

    Also ALLE Menschen sind Menschen, das צלם אלקי' geht nie gänzlich verloren, dies ist die erste Wahrheit, die an der Spitze der Menschengeschichte steht.

    Die zweite Wahrheit lautet: an dem Tagen als Gott den Menschen schuf, hat er ihm in Ähnlichkeit Gottes gebildet. Nicht der oft fast an Tierheit grenzende, geistig und sittlich beschränkte Zustand der Wilden, in dem man den „Naturzustand“ der Menschen erblickt, ist der wirkliche Urzustand der Menschen: und nicht ist die Gottähnlichkeit etwas Übernatürliches, um dessentwillen etwa der Mensch seine natürlichen irdischen Verhältnisse aufgeben müßte, ist auch nicht etwas Unnatürliches, das dem Menschen etwa durch die Kultur erst angebildet werden müßte; vielmehr ist jener geistig und sittlich beschränkte sogenannte „Naturzustand“ eben das Unnatürliche, Entarte, zu dem der Mensch hinabsank, je mehr er den Namen  ד'vergessen. Sein wahrer Naturzustand ist Gottähnlichkeit….

    Nicht umsonst stehen daher hier selbst nach dem sogenannten „Sündenfalle’, ja nachdem die Zeit schon den Charakter אנוש trug, noch einmal alle Begriffe und Merkmalen an denen der Mensch als צלם אלקי' zu erkennen ist, und höchst bedeutsam heißt es ביום ברא אלקי' und nicht  ברא ד', um eben die Gottähnlichkeit des Menschen so als in seiner Natur und mit derselben gegeben zu bezeichnen, zu lehren: daß wie der „Schöpfer“ den Wurm zum Wurm, so habe er dem Menschen zum Menschen geschaffen.

    זכר ונקבה בראם Es ist ebenso unwahr, daß die Teilung zwischen Mann und Weib etwas Willkürliches sei. Von vornherein hat Gott den „Menschen“ männlich und weiblich geschaffen, beide gleich göttlich, gleich würdig, keines Gott ebenbildicher als das andere, beide gesegnet, beide zusammen: „Adam“. ברכה und אדם „Segen und Gott ähnliche, Gott als nahe Humanität“ das ist der natürliche Zustand des Menschen – עיקר שכינה בתחתונים – und die Rückkehr zu diesem Segen und dieser Gottesnähe, zu diesem „Naturzustände“ aus der Entartung, ist das Ziel aller Menschengeschichte. –

     

    Kap.6, V.1 Es war, da die Menschen sich auf den Erdboden zu vermehren begannen und ihnen Töchter geboren waren,

    2. da sahen die Söhne des göttlichen Geschlechtes die Töchter des Menschen, ass sie schön waren, und nahmen sich Frauen, woher es ihnen gefiel.

     

    Kap 6 V 1,2

    Es wird uns hier der Grund der Verschlechterung des Menschengeschlechts in einer Vermischung zweier Menschenklassen gezeigt, der בני האלקי' und der  בנות האדם. Wir haben eben zuvor zwei Geschlechtsreihen kennen gelernt. Eine kainitische Menschenentwicklung, die ohne Gott eine Existenz auf Erden auf Grund von Erfindungen und Industrie anstrebt, die an sich berechtigt, hier aber, ohne Gott, nur in Verzweiflung und Trostlosigkeit endet. Dem gegenüber ein sethitisches Geschlecht, an dessen Spitze nochmals der ganze göttliche Stempel, die Kraft und der Segen der reinen Bestimmung, die Gott dem Menschen ursprünglich erteilt hat, wiederholt steht – דמות , צלם , ברכה , אדם – auch die – um des Folgenden Willen doppelt wichtige gleiche Ebenbürtigkeit und Bedeutung des weiblichen Geschlechtes זכר ונקבה בראם usw. Von jenem, dem kainitischen Geschlecht, in welchem „das Göttliche völlig verlöscht“ wurde, מחויאל waren die  בנות האדם. Dieses, das sethitische Geschlecht, in welchem sich der göttliche Stempel vererbte, waren die בני האלקים . In ihm trat, wie wir gesehen, das Göttliche, wenn auch nicht zur völligen Rettung des Menschengeschlechtes, doch immer wieder hervor. Daß aber in diesem Geschlechte der Fortschritt zum Göttlichen nicht so stetig und sicher, wie das Abwartsschreiten zum Verderben im kainitsichen gewesen, das kam daher, weil sie sich nicht rein gehalten, weil sie sich mit dem kainitischen Geschlecht vermischten, sich Frauen aus dem kainitischen Geschlechte nahmen. Es heißt: „Als die Menschen sich zu vermehren anfingen“ , früher war nicht große Wahl in Stiftung der Ehen, aber jetzt  hätte das sethitische Geschlecht sich rein halten können, „da sahen die Söhne des göttlichen Geschlechtes, daß sie gut – wohl טבת מראה – schön – waren“, sie sahen nicht auf die Abstammung des Weibes, nicht auf die Kinder, die sie von so erzogenen Frauen erwarten konnten, sahen nur das Weib an, und diese gefielen ihnen. Das Verderben lag nicht in den Frauen, sondern in der Abstammung: מכל אשר בחרו, in diesem „מ“, in dem Woher, sie hielten sich nicht in dem Geschlechte der  בני אלקי'.

    Man hat allerdings immer in dieser Beziehung das Vergehen gesucht, allein man erblickte es in dem  ויקחו, in welchem man ein Rauben und in dem Ganzen ein unzüchtiges Treiben zu finden glaubte. לקח אשה bezeichnet vielmehr überall ein eheliches Verhältnis und ist der eigentliche Ausdruck für heiraten. Die Sünde, die aber notwendig in diesem Satze, des Folgenden willen, angegeben sein muß, dürfte daher nur in dem „מכל אשר בחרו“ zu suchen sein. Darin also die Sünde.

    Die Folgen hätten segensreich sein können, wenn es möglich gewesen wäre, daß die Abkömmlinge des göttlichen Stammes die Keime des Schlechten, die die Gattin ins Haus brachte, durch den in ihnen mächtigen göttlichen Geist hätten überwältigen können. Allein das Wagestück ist immer ein zu großes. Es wird immer die Frage sein, welches Moment in den Kindern das überwiegende sein wird, und ob nicht je länger die Vermischung dauert, um so mehr die Depravierung sich fortpflanzt. Der folgende Vers gibt uns Aufschluß, wie das Problem sich hier löste.

     

    V.5 Als Gott sah, daß das Unheil des Menschen groß auf Erden und jedes Gebilde der Gedanken seines Herzens nur schlecht jeden Tag war:

     

    ….יצר In unglückseliger Weise hat man dieses Wort durch „Trieb“ übersetzt, als ob es im Menschen eine Gewalt gebe, die ihn zum Bösen treibe. Daraus hat sich sodann jene trostlose Anschauung gestaltet, auf welcher eine große „religiöse“ Gemeinschaft beruht, jene Anschauung von der Gewalt des Bösen, in dessen Macht der Mensch angeblich ruht und aus der er erst durch ein gewissen Glauben gerettet werden könne. An diesem Wörtchen יצר ward somit ein fester Strick gedreht, der die Menschheit knebelt, und doch ist nichts ferner von dieser Vorstellung als eben dieses Wort. Schon in der Wurzel יצר liegt ja durchaus nichts Zwingendes, sondern Bildendes. ….  

    01-10-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    29-09-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro von Simchass Thora
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרה לשמחת תורה

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro von Simchass Thora

    Josua, Kap. 1, V.1

     

    Es ist ein unendlich sinniger Brauch, daß wir an dem Tage, an dem wir die Thora in öffentlicher Verlesung beenden, unmittelbar darauf wieder zu ihrem Anfang zurückkehren. Spricht sich doch darin von selbst die Anerkennung aus, daß das Sichversenken in ihren Geist und die Verwirklichung ihrer Wahrheit unsere nimmer endende, ewige Aufgabe bilde, und daß wir kein höheren geistigen Fortschritt kennen als den ihrer immer tieferen Erkenntniß, und keinen höheren sittlichen Fortschritt, als den ihrer immer umfassenderen Verwirklichung.

     

    Zu diesem Gedanken an die Ewigkeit der Aufgabe fügt nun die Wahl der Haftora den Gedanken der absoluten Gewißheit ihrer Lösung und der Erreichung des von ihr gesteckten Zieles. Denn nicht eines Menschen, auch nicht des höchsten, sondern Gottes Werk ist das Werk, das mit ihrer Offenbarung begonnen wurde, und an keines Menschen, auch nicht des höchsten, Persönlichkeit und Leben ist kein Gelingen geknüpft. Nie ist ein Mensch erstanden, so lautet das Gotteswort, mit dem die Thora, Moses feiernd, schließt – sie begann mit der Verkündigung Gottes als Schöpfers und schließt mit dem Preise Mosis, als seines Dieners und Organes, – nie ist ein Mensch entstanden, der seine Höhe auch nur von fern erreicht hätte. Und an die Kunde von dem Hintritt dieses Höchsten aller Menschen schließt sich die Haftora mit den Worten: „Da war es, nach dem Tode Moses’, sprach Josua  dem Diener Moses’: „Stehe auf, überschreite den Jarden – wie ich mit Moses gewesen, so werde ich mit dir sein!“ – Und dem an Moses Stelle tretenden Führer Jissroéls wird nur die eine Weisung, der von Moses empfangenen Thora unverbrüchlich treu zu bleiben und von seinem Geiste und Beispiel nicht nach rechts noch nach links abzuweichen. Moses lebt in Josua weiter? Nicht an die Persönlichkeit Mosis, sondern an den Beistand Gottes ist der Sieg und das Gelingen geknüpft. Darum ist es die einzige Aufgabe und soll die erste Sorge des Führers wie jedes einzelnen in Jissroél sein, sich dieses Beistandes würdig zu machen. Dazu aber bedarf es der vollen sittlichen Energie einer durch nichts zu erschütternden Festigkeit. Wenn es deshalb in dem Gottesworte an Josua VV. 6,7 und 9 dreimal heißt: „Sei stark und fest!“ und sich die erste Mahnung auf die Besitznahme und Verteilung des Landes, die dritte auf die Festigkeit gegenüber allen äußeren und inneren Feinden und Schwierigkeiten bezieht, so lautet die zweite und eindringlichste, mit dem fast beschwörenden „nur“ eingeleitete: „Nur sei überaus stark und fest; daß du sorgfältig darauf achtest, entsprechend der ganzen Thora zu handeln, die mein Diener Moses dir geboten, weiche nicht nach rechts noch nach links davon ab, damit du weise handelst in allem was du erstrebest“. „Dieses Buch der Lehre weiche deshalb nicht von deinem Munde“ (V.8) –: sein Gesamtinhalt sei stets in lebendiger Anschaulichkeit deinem Geist gegenwärtig; „denke über es und nach ihm und durch es bei Tage und bei Nacht“, alles dies liegt in dem בו, –: dein ganzes geistiges Leben sei von ihm beherrscht und durch es gestaltet. Schöpfe aus diesem Buche die Normen zur Beurteilung und Würdigung der Personen und Verhältnisse, bei deinen Entschließungen im praktischen Leben der Tat: „bei Tage“, und bei deinen Erwägungen und vorbereitenden Überlegungen„bei Nacht“.   

     

    כי אז תצליח את דרכך: „Denn dann wirst du zu glücklichem Ziele bringen alle deine Unternehmungen“, ואז תשכיל: „und dann wirst du weise handeln!“ – Höchste Weisheit und höchste und einzige Klugheit ist die gewissenhafte Erfüllung des göttlichen Gesetzes – das ist die Wahrheit, die hier dem ersten jüdischen Führer, dem Nachfolger Mosis, an der Schwelle des Landes der Verheißung eingeprägt wird, das ist die Wahrheit, mit der wir, die hinausgesandten Träger dieses Gotteswortes, uns alljährlich für unser eigenes Leben durchdringen sollen, wenn wir die Thora schließen und wieder beginnen.

    „Sei stark und fest!“ – In diesem Rufen winkte den Ahnen einst der Sieg, in der Befolgung dieses Rufes winkt auch dem späten Enkel die Vollendung des eigenen Lebens nach Gottes Willen noch der Sieg, daß es Beitrag werde zur Erreichung des letzten großen Menschheitszieles – Sei stark und fest!

     

     

     (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 563 - 571   Kommentar zu  Josua. Kap. I  V1…) 

    29-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    28-09-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Schemini Azérèss
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרה לשמיני עצרת

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro von Schemini Azérèss

    Könige, Kap. 8, V.54

     

    Diese Haftora ist der Schluß des Kapitels, dessen Anfang die des zweiten Tages des Hüttenfestes bildete. Sie versetzt uns also wieder in jene Tage höchster nationaler Freude, mit der die Einweihung des ersten Tempels inmitten Gesamtjisroéls unsere Väter einst erfüllte. Mit ihrem Schlusse bringt sie das Gedächtnis jenes Schemini Azérèss, an dem der König das Volk entließ, das mit seinem Segenswünsche ihm dankte. Und sodann  zeigt sie uns die Väter, wie sie hochbeglückt durch alles, was sie in diesen Tagen geschaut und erlebt, nach Ablauf dieses Festes heimkehren zu ihren Zelten, hochbeglückt  „durch all das Gute, das Gott seinem Diener David und seinem Volke Jissroél getan.“ Sie fühlten es tief, Salomo selbst hatte ja wiederholt daran erinnert, daß die Herrlichkeit der Tage, die nun zurücklagen, die sichtbare Einkehr der Gottesherrlichkeit in Jissroéls Mitte, dem heimgegangenen, jedoch für sein Volk und für die Menschlichkeit nimmer gestorbenen David zu verdanken und, nicht einer gekrönten Einzelpersönlichkeit, sondern dem „Gottesvolke Jissroéls“ gewährt worden sei. –

    Uns Spätgeborne, die Enkel dieser Väter, will das Gedächtnis dieser Tage ewig mahnen, die Bestimmung des Schemini Azérèss an uns zur Wahrheit zu machen, ass dieser achte Tag, das „Fest des Verharrens“, עצרת, uns innig durchdringe mit den ewigen Wahrheiten, die die ganze Reihe der Feste des Jahres in uns beleben wolle, und vor allem uns jene Güter mit ins Leben hinausnehmen lasse, die wir am Rausch haSchaunoh und Jaum Kippurim und in den Tage des Hüttenfestes vor Gott gewonnen haben sollen: die Reinheit, die Freiheit, den inneren Frieden, und die im Bewußtsein reinen Strebens uns selbstloser Hingebung an die gottgebotene Pflicht zu gewinnenden höchsten Güter des Gottesvertrauens und der nimmer zu trübenden Lebensfreude. Dann führt ein jedes den Festcyklus schließende Schemi Azérèss uns immer näher dem Ziele, daß wir עמו ישראל, das „Gottesvolk Jissroél“ werden, und läßt immer mehr die ergreifenden Schlussworte des Weihegebetes des Davidsohnes (V.58) der Verwirklichung entgegenreifen, daß Gott unser Herz in die Richtung seines Willens beuge, damit wir in allen seinen Wegen gehen und uns als treue Bewahrer und Hüter seiner Gebote und Gesetze und Rechtsordnungen bewähren, die Er unseren Vätern geboten hat. So begriffen und so verwirklicht, bringt dann ein jedes Schemini Azérèss den Tag näher, an dem das „dritte“, das ewige Haus Gottes sich erhebt und ganz Jissroél, nicht bloß „von Chamath bis zum Tale Mizrajim“, sondern das über die Erde zerstreute Jissroél, in innigem Vereine mit der ganzen Menschheit, von allen Fernen der Erde um den einstigen Davidssprößling als קהל גדול sich wiederum an jener Stätte sammelt, deren lichtbestrahlte Höhe die Worte der Haftora vor unserem Blicke erstehen ließen.  

     

    …

     

     (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 563 - 5567   Kommentar zu  Könige. Kap.8 V.54…) 

    28-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    27-09-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Zu sagen, der Antizionismus sei eine neue Form des Antisemitismus, ist eine große Torheit
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    "Was bedeutet es, heute Zionist zu sein, wenn Israel (die zionistische Entität – Übersetzer) existiert? Eine Ideologie, die mir zuwider geworden ist. Es sperrt Köpfe und Herzen ein und es war sehr schwierig und schmerzhaft für mich, mich davon zu befreien. Nein, ich bin kein Zionist mehr, um es gelinde auszudrücken.

    Zu sagen, der Antizionismus sei eine neue Form des Antisemitismus, ist eine große Torheit. Aus diesem Grund wären beispielsweise große Gebiete des orthodoxen Judentums, die in Jerusalems Stadtteil Mea Shearim oder in Bnei Brak bei Tel Aviv leben, antisemitisch. Sie messen die Aberration. "

     

    Der Schriftsteller Gérard Haddad ist Psychiater und Psychoanalytiker.

     

    So erfahren Sie es mal von jemand anders...;-)

    27-09-2021 om 15:38 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    24-09-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Rafael BREUER: Erläuterung von das Buch Prediger
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    Unsere Empfehlung:

     

    Zur würdige Vorbereitung und Erleben  des Schabbos Chaul Hamoéd Ssuckauß 

     

    Aus der Sammlung Die fünf Megilloth übersetzt von Rabbiner Dr. Raphael BREUER

    Districtrabbiner in Aschaffenburg

    Vierter Teil:

    KOHELETH

    mit herrlichen ehrlichen Kommentar.

     

    Frankfurt am Main Verlag von A.J. HOFMANN 1911

    24-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    23-09-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.To say that anti-Zionism is a new form of anti-Semitism is a great foolishness.
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    "What does it mean to be a Zionist today that Israel (the Zionist entity – Translator) exists? An ideology that has become hateful to me. It imprisons minds and hearts and it was very difficult and painful for me to free myself from it. No, I'm no longer a Zionist, to say the least.

    To say that anti-Zionism is a new form of anti-Semitism is a great foolishness. On this account, for example, large areas of orthodox Judaism living in Jerusalem's Mea Shearim district, or in Bnei Brak near Tel Aviv, would be anti-Semitic. You measure the aberration. "

     

    Gérard Haddad, writer, is a psychiatrist and psychoanalyst.

     

    Told by someone else...;-)

    23-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Mendel Hirsch 'Koheleth und die pessimistische Weltanschauung'
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    Aufsatz erwähnt in „Koheleth übersetzt und kommentiert“  von Rabbiner Dr. Raphael  BREUER:

     

    „Koheleth und die pessimistische Weltanschauung“  von Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

    im „Israelit“ Jahrgang 42 n°22

    Suchen und finden Sie es durch

    http://www.compactmemory.de

     

    Schritt 1:  „Der Israelit“ anzeigen

    Schritt 2: Jahrgang 42 ist 1901

    Schritt 3: Heft 22 Leitender Artikel (ist schon eine Fortsetzung auf Heft 21!)

    Schritt 4: Gutes Lernen!

     

    Schlußsatz: „Und so dürfen wir es denn aussprechen fußend auf der tiefsten Überzeugung der Erkenntniß: nicht ein Pessimist war Koheleth, sondern mit jede Fiber seines Wesens der größte,  bewußteste, herrlichste Optimist“

     


    23-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    22-09-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro des 2.Tages Suckauss
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרה ליום שני של סכות

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro vom zweiten Tag des Laubhüttenfestes

    Könige, Kap. 8, V.2

    Das Prophetenwort des ersten Tages lenkte unsern Blick auf die ferne Zukunft, das des zweiten Tages läßt eine ferne Vergangenheit vor unserem inneren Auge erstehen. Jenes schaute den Tage der einstige Wiederbelebung des Tempels, um den sich Jissroél dann mit der Gesamtmenschheit in gemeinsamer Gotteskindschaft Gott huldigend brüderlich einet: diese zeigt uns den Tag des ersten Aufbaus dieses Tempels und seine glanzvolle Einweihung. Zwischen diesen beiden Tagen dehnen sich die Jahrtausende. Ströme Blutes waren in ihnen zu durchwaten, schwere Kämpfe, lange bange Nachtperioden harrten und harren Jissroéls und der Menschheit zwischen diesen beiden Tage. Ein Hüttenfest bezeichnet die Sonnenhöhe des Zukunftstempels: in die Zeit des Hüttenfestes versetzt uns die erste Tempelweihe der Vergangenheit.

    Zweifellos bilden die Tage dieser Tempelweihe einen Glanzpunkt der Geschichte Jissroéls. War er doch der Tag, auf den bereits 5 B.M. 12,5 hingeblickt war; daß „Gott einen Ort erwählen werde von allen Stämmen, seinen Namen dort Stätte zu geben.“ Und war es doch Gesamtjissroél, das noch nicht geteilte, das sich, dem Rufe des weisesten, glänzendsten und mächtigsten seiner Könige folgend, in Jerusalem zusammengefunden hatte und der Überführung der Bundeslade und der heiligen Geräte anwohnte, und auch Zeuge war; wie die das Heiligtum erfüllende Wolke der Gottesherrlichkeit als sichtbares Zeichen die Gottesnähe bekundete. Auch die bescheidene Mosishütte befand sich im Zuge, sie war ja nunmehr überflüssig geworden und wurde in der Schatzkammer des Heiligtums geborgen.

       Die Hunderttausende, die jauchzend Jerusalem erfüllten, wie hätten sie nicht glauben sollen, sich bereits am Ziele zu befinden! Wir freilich, die Rückwärtsschauenden, wir wissen es besser. Und treten deshalb die Männer des Gottesvolkes bereits bedenklich als Staffage für den in hoheitsvollen Herrscherglanze alles überstrahlenden König in den Hintergrund, – wenngleich ihre Vertreter (V.5) noch mit dem Könige zusammen den Weg, den die Bundeslade nahm, durch zahllose Mahnopfer weihten. Auch waren es zwar in echtjüdischem Sinne Mahlopfer, zur Weihe des Genusses vor Gott bestimmt. Uns aber, die wir aus dem späteren Verlauf wissen, wie wenig noch das Gotteswort im Geiste und in den Herzen der Nation Wurzel geschlagen hatte, uns tönt dabei doch bereits unwillkürlich wie leise Klage das späteren Prophetenwort ins Ohr: „Was soll mir die Menge eurer Opfer! Der ich die Hingebung eures Blutes will, ich habe an dem Blute der Rinder, Schafe und Böcke kein Wohlgefallen!“ (Vergl. Jes.1, und zu 3 B.M. 1,2). –  Auch die Pracht der mit Gold ausgekleideten Räume des Heiligtums lacht uns nicht froh entgegen. Mochte immerhin der salomonische Tempel eines der sieben Weltwunder sein und Jissroél  neben dem Neide und die Bewunderung der fremden Völker und ihrer Potentaten eintragen: wir vermögen über diese ganze Herrlichkeit, die nur zu sehr einer auf das Äußerliche gewendeten Richtung Vorschub leistete, ein Gefühl der Wehmut nicht ganz zurückweisen. Nicht darüber wahrlich, daß sie verschwunden, sondern darüber, daß sie schwinden mußte. Vom Heiligtum der Zukunft wird, wie wir in der Haftora des gestrigen Tages gesehen, ein nimmer versiegender, alle und alles erfüllender Quell der Lebensheiligung ausgehn: das Heiligtum der Vergangenheit ward für das Gotteswort zu einem prächtigen Gefängnis, zu einer Stätte, auf die man Gottes Bereich beschränken zu können vermeinte. Das Hüttenfest will die ewigen Grundbedingungen stets von neuem uns zur klaren Erkenntnis und lebendigen Beherzigung bringen, die jedes unserer Häuser zu einem Gotteshause gestalten sollen, auf deren Grund und  in deren Mitte allein der einstige ewige Tempel wird erstehen können.

    Deshalb bringt die Haftora uns das Gedächtnis des ersten Tempelbaues und der ersten Tempelweihe: sie will uns vor den Verirrungen der Vergangenheit warnen. Deshalb schließt sie auch mit jenem Worte, mit dem der königliche Sohn Davids auf das Gesetz hinweist, dessen Thron zu sein die einzige Bestimmung dieses Hause bilde und das allein den „Bund“ ausmache, um dessentwillen Gott Jissroél zum Volke geschaffen habe.

    …

     

     (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 554 - 558   Kommentar zu  Könige I. Kap. 8 V.2…) 

    22-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    21-09-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro des 1.Tages des Laubhüttenfestes
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרה ליום ראשון של סכות

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro vom ersten Tag des Laubhüttenfestes

    Secharja, Kap. 14, V.1

     

    Die Beziehung der Haftoro zum Feste liegt klar zu Tage. Wird es doch geradezu als Ziel der ganzen geschichtlichen Entwicklung der Menschheit und als Bekundung der Erreichung dieses Zieles dreimal in ihr ausgesprochen, daß alle Völker alljährlich hinaufziehen werden nach Jerusalem, sich vor Gott als dem Wesen zu seinem Dienste Berufenden, niederzuwerfen und – das Suckaußfeste zu feiern. Wir haben hier die lauteste Proklamierung der welthistorischen Bedeutung gerade des Hüttenfestes. Derselbe Gedanke fand ja auch in den Festopfern Ausdruck. Gerade am Hüttenfeste wird in denselben darauf hingewiesen, wie der Gegensatz zwischen dem Gott dienenden Jissroél und der heidnischen Welt immer mehr dadurch verschwinden werde, daß in immer steigendem Fortschritt der Gesamtmenschheit die allgemein menschlichen Pflichten anerkennen und erfüllen werde. Denn während für die menschheitspriesterliche Bestimmung Jissroéls die Erfüllung des sinaitischen Gesetzes, ist für die Gesamtmenschheit die Erfüllung der noachidischen Pflichten der Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Sittlichkeit auf dem Boden der Gottesanerkennung die Verwirklichung des Gotteswillens auf Erden. Am Ziele nun, so wird es am Hüttenfeste durch die symbolischen Weihehandlungen im Tempel und durch unser Prophetenwort (V.9) verkündet, werden in Huldigung Gottes als des Einen Einzigen durch Erfüllung seines Willens auf Erden Jissroél und die Menschheit eins sein. Es wird das Tatenleben aller Menschen auf Erden ebenso wie das Tatenleben Jissroéls das Gott offenbarende Gepräge sittlicher Pflichttreue tragen – והיה ה' למלך על כל הארץ ביום ההוא יהיה ה' אחד ושמו אחד. Siehe den Kommentar zu 4 B.M. S. 440 f. [384 f]

    Es ist ungemein bezeichnend für den hohen Wert, den die weisen Ordner unserer Gebete der Pflege dieser universalen weltbürgerlichen Anschauung in Jissroél beigemessen haben, daß wir jedes unsrer Gebete mit diesem Ausblick schließen.

    Das Kapitel bietet mit seinem auf das letzte Ziel und die seiner Erreichung vorangehenden Kämpfe gerichteten Ausblicke der Erklärung erhebliche Schwierigkeiten. Gar manches dürfte sein volles Verständnis erst finden, wenn die Zeiten sich erfüllen. Bei manchem müssen wir uns mit dem Hinweis auf anderweitige Aussprüche der Propheten und auf Andeutungen beschränken, die das Dunkel wenigstens etwas aufklären. Der Grundgedanke jedoch und die großen Wahrheiten, die durch die verkündeten geschichtlichen Erscheinungen offenbart werden sollen, strahlen nur um so heller aus dem Dunkel des geschichtlichen Hintergrundes uns entgegen.

     

    Kap.14 V.1 הנה יום בא לה' וגו' Es kommt endlich ein Tag, an dem nur Gott als Sieger erkannt wird. Allein dieser Tag kommt nicht leicht; er kommt nicht ohne schweren Kampf.

    …

     

     (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 545 - 553   Kommentar zu  Secharja Kap. 14 V.1…) 

    21-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    20-09-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Zeggen dat antizionisme een nieuwe vorm van antisemitisme is, is een grote dwaasheid.
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    " Wat betekent het om vandaag een zionist te zijn nu Israël ( de zionistische entiteit- vertaler) bestaat? Een ideologie die voor mij hatelijk is geworden. Het zet geest en hart gevangen en het was erg moeilijk en pijnlijk voor mij om mezelf ervan te bevrijden. Nee, ik ben niet langer een zionist, op zijn zachtst gezegd.

    Zeggen dat antizionisme een nieuwe vorm van antisemitisme is, is een grote dwaasheid. Om deze reden zouden bijvoorbeeld grote sectoren van orthodox Jodendom die in de wijk Mea Shearim van Jeruzalem wonen, of in Bnei Brak in de buurt van Tel Aviv, antisemitisch zijn. Je meet de aberratie. "

     

    Gérard Haddad, schrijver, psychiater en psychoanalyticus.

     

    Zo verneemt U het eens van iemand anders…;-)

    20-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Samson Raphael HIRSCH : LAUBHÜTTENFEST
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     

    סוכות

     

    Suckauß (Laubhüttenfest)

     

    Kap. 29, V.13 Und ihr bringet ein Emporopfer, eine Feuerhingebung zum Willfahrensausdruck Gott nahe: junge Stiere dreizehn, Widder zwei, jährige Schafe vierzehn, in ihrer Ganzheit seien sie.

     

    Kap.29 V. 13 …Offenbar ist hier der Gegensatz Jissroéls zur übrigen Völkergesamtheit gezeichnet, ein Gegensatz, der nicht sowohl in der Anerkennung und Nichtanerkennung Gottes als Lenkers der menschlichen Geschicke, als in Erkennung und Nichtanerkennung Gottes als Leiters der menschlichen Taten besteht. Die Gruppe פרים שבעה,איל אחד  und שבעת כבשים  ist Israel; die Gruppe: פרים ששה,איל אחד  und שבעת כבשים ist die übrige Menschheit, und indem Israel am Hüttenfeste, dem Feste des „unter Gottes Schutz und Segen“ heiteren Hüttenbaues auf Erden, dieses letzten Zieles aller völkergeschichtlichen Wandelungen, mit dreizehn פרים, zwei אלים und vierzehnכבשים  naht, tritt es eben nicht für sich allein, sondern mit dem Ausdruck der Völkergesamtheit als „Jissroél und die Völker“ für die Gesamtmenschheit zu seinem Gott hin, allein mit Kennzeichnung des „Gegensatzes der Gott dienenden und nicht dienenden Tat“, der noch in der Gegenwart der Zeiten die Menschheit in zwei Lager klüftet. 

    Allein dieser Gegensatz ist immer mehr im Verschwinden begriffen. Unter Einfluß der Sendung Jissroéls und seines still wirkenden Beispiels in Mitten der Völker wird dieser Gegensatz immer kleiner, er beginnt mit sechs zu sieben, ist am zweiten Tage schon fünf zu sieben, dann vier zu sieben u.s.w., bis am siebten Tage, dem Ziele der Menschentwicklung und der Sendung Jissroéls für dieselbe, er völlig aufgehört hat und Jissroél in der Gotteshuldigung, in dem Lebensdienste der Tat mit der Gesamtmenschheit vereint als אילים שנים ,פרים שבעה und  ארבעה עשר כבשים vor Gott steht. Hinsichtlich der geschichtlichen Führung und des Anteils an der Lösung der Gesamtmenschheitsaufgabe hört Jissroéls Stellung in Mitten der Völker aber nicht auf, eine besondere zu sein. Jissroél und die Menschheit, die Menschheit und Jissroél, sie bleiben, nach ihrer ganzen geschichtlichen Entwicklung und ihrer besonders gearteten Tüchtigkeit für die Zwecke der Menschheit, zwei besondere, in ganz gleicher Würdigkeit geschichtlich Gott nahe und für die Ziele der Menschheit voranschreitenden Größen, – sie bleiben sieben und sieben כבשים, ein und ein איל; allein in Huldigung Gottes, des einen Einzigen, durch Erfüllung des einer jeden dieser Größen für die Lösung ihrer Aufgaben erteilten Gesetzes, des sinaitischen Jissroéls, des allgemein menschlichen in der  Menschheit, in Huldigung Gottes des einen Einzigen durch Erfüllung Seines Willens auf Erden, werden Jissroél und die Menschheit eins sein, und es wird das Tatenleben aller Menschen auf Erden also das Gott offenbarende Gepräge sittlicher Pflichttreue wie das Tatenleben Jissroéls tragen, sie werden zusammen als פרים nur „eine Sieben“ bilden והיה ד' למלך על כל הארץ ביום ההוא יהיה ד' אחד ושמו אחד. –

    Auch das Wort der Weisen Sucka 55b: הני שבעים פרים כנגד שבעים אומות sieht in diesen Suckoth-Mussafopfern einen Opferausdruck für die Völkergesamtheit, und wenn (daselbst) Jissroéls Opfer als sühnende Fürbitte für die Gesamtmenschheit begriffen wird, so dürfte, wenn unsere Auffassung nicht ganz irrig, diese Fürbitte eben auf den im Laufe der Zeiten schwindenden Gegensatz, somit auf die allmälige Rückkehr der Menschheit mit ihrem Tatenleben zu Gott sich stützen. Um dieser Zukunft willen und für diese Zukunft möge Gott sie erhalten!

    Finden wir aber hier in der Moedgruppe des Hüttenfestes die Grundzüge aller der Wahrheiten niedergelegt, die über das weltgeschichtliche Ziel aller Völkerentwicklungen und Jissroéls zeitliche und künftige Stellung zu demselben durch den Mund der Propheten zum Ausspruch gelangten, so erscheint auch gerade das Hüttenfest in engster Beziehung zu diesem einstigen Völkerziel im Munde des Propheten. Secharja 14,16  enden alle gegen ihre Gottesbeziehungen ankämpfenden Kraftanstrengungen der Völker mit der endlichen Huldigung Gottes in Jerusalem und der jährlichen Gesamtmenschheitsfeier des Hüttenfestes. Ja, wir wagen den Gedanken: Ezechiel 38,39 wird das leitende Haupt der letzten Kampfe gegen Gott und seine Gestaltungen auf Erden: גוג genannt. Es liegt nicht ferne, darin den Begriff des Dachbildens von גגג, und damit sofort den Gegensatz zu סוכה, dem unsteten, kunst- und machtlosen Laubdach zu erkennen. In der Tat lässt sich der ganzen Menschheitsweltgeschichte in diesem Gegensatz begreifen. Ein Wahn führt die Menschheit irre. Wie es ihnen gegeben ist, ihre דפנות, ihr Bereich den geschöpflichen Mitweltgenossen gegenüber durch ihre mit Kunst verbundene Macht abzugrenzen und sicher zu stellen, so, wähnen sie, sei es auch die Aufgabe ihrer Macht, sich nach oben, Gott und den Einflüssen Seiner Waltungsmacht gegenüber sicher zu stellen, sich nur unter den Schutz der eigenen Macht zu begeben, ihr Geschick in die eigene Hand zu nehmen und den Ausbau der Menschengröße durch das die Unabhängigkeit von Gott sicherstellende Giebeldach zu krönen. Es ist der Kampf des גג gegen סוכה, der Kampf des die Menschen nicht zur Ruhe gelangen lassenden  „Giebelwahns“ der Menschengröße  gegen das heitere Vertrauen der sich Gottes Schutz unterstellenden Hüttenwahrheit. Die Weltgeschichte beginnt mit dem himmelstürmenden Turmbau der sich selbst vergötternden Menschenmacht – und endet mit dem Gott huldigenden Hüttenbau des heiteren Menschendaseins auf Erden. –

    Das Judentum überlässt anderen Disziplinen die Lehre, wie man mit Verzichtleistung auf das Diesseits das Jenseits gewinne. Es reserviert sich die Lehre, wie man durch ein Gott huldigendes Pflichtleben das Diesseits selig gestalte und das Jenseits schon im Diesseits beginne – und diese durch das Hüttenfest für Jissroél aller Zeiten gepredigte Lehre gestaltet sich durch die Moedopfergruppe desselben zur universalen Zukunftsaussicht aller Völker. Von dem Gipfel seiner nationalsten Freude schaut der Blick des Gottesvolkes auf die Heileszukunft aller Menschen aus. Auch war es nach dem Jeruschalmi Sucko V,1 eben der Freudengipfel dieses Jissroéls und der Menschheit Hoffnung umspannenden Hüttenfestes, auf dessen Höhen die „Quellen des Heiles“ sprangen, aus welchen die Jünger des Prophetentums den Geist schöpften, der sie zur Prophetie befähigte (siehe zu V.19).

    (Vergl. über diese universale Bedeutung des Hüttenfestes und der damit zusammenhängenden סוכתו של לויתן Jeschurun, Jahrgang VIII, S.14)

    20-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    19-09-2021
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    וזאת הברכה

     

    זכר צדיק לברכה:

     

    Das Andenken des Frommen bleibt zum Segen.

    (Sprüche Salomons 10,7)

     

    1.      

    Zum Segen falt‘ ich meine Hände

    In diesem letzten Augenblick,

    Bevor auf  Erden ich vollende

    Und kehr‘ zu meinem Gott zurück!

     

    2.

    So redet Moses, und die Kunde

    Erschüttert eines jeden Herz,

    Geschlagen hat die letzte Stunde,

    Die löset jeden Menschenschmerz.

       

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 236  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    19-09-2021 om 16:01 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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