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Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Thora tegen nationaal-jodendom (sionisme)


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’études rabbiniques YECHOUROUN, Thora contre national-judaïsme (sionisme).

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Thora. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus).

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Thora against Nationaljudaism (Zionism).

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

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    Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus)
    17-02-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    פ' זכור

     

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Sachor (2.Teil)

     

    …

    מזה ומזה הם כתובים Die Gottesschrift durchdrang den Stein, so daß, nach dem Worte der Weisen, מ"ם וסמ"ך שבלוחות בנס היו עומדין die Buchstaben ם und ס nur durch ein Wunder in den Tafeln standen, da die von diesen ganz geschlossene Schriftzeichen umfassten Teile der Tafeln hätten herausfallen müssen und durch ein Wunder von den Schriftzeichen gehalten wurden. Dieses in den Tafeln, den Trägern der göttlichen Schrift, sich offenbarende geheimnisvolle Wunder ist aber dasselbe wunderbare Geheimnis, das auch im Geschick des jüdischen Volkes, dieses Trägers der „göttlichen Schrift“ sich offenbart.  Nicht der Stein trägt die Schrift, hier trägt die Gottesschrift den Stein! So auch im Geschick des jüdischen Volkes. Sich selbst überlassen, ist das jüdische Volk ein in der Luft schwebender Stein. אין לנו להשען אלא על אבינו שבשמים Es stürzt  unrettbar zu Boden, wenn es seinen Halt in sich oder in irdischen Faktoren zu finden glaubt. Nur wenn die Macht des göttlichen Willens es umfangen hält und sein Wesen durchdringt, vermag es zu bestehen und braucht kein Gewalt auf Erden zu fürchten.

    שמא כפרו בלוחות דכתיב בהן מזה ומזה הם כתובים Das war es in der Tat. Diesen Geist der לוחות hatte die jüdische Bevölkerung Schuschans verleugnet, und damit war ihr Schicksal besiegelt: der Steinkörper, den die Gottesschrift nicht mehr schützend und tragend umfasste, musste rettungslos in die Tiefe stürzen. –

    Dieses gottgewollte jüdische Geschick hat sich noch zu allen Zeiten bewahrheitet. Der gewissenhafte, vom Geist  der לוחות erfüllte Jehudi lässt sich daher nimmer von Zeitengunst und der durch sie ihm beschiedenen Glückstellung blenden. Das Bewusstsein, daß seine Stärke ihm nur aus Gott und der treuen Erfüllung des Gotteswillens beschieden sei, verlässt ihn kein Augenblick, und mag das Golus zeitweise seine herbe Erscheinung mildern, solange nicht die göttliche Wahrheit sich die Herrschaft im Leben der Völker errungen hat, ist er auf den Wandel der Zeitengunst gefasst, und erhebt das רשעות plötzlich wieder das Haupt, so schmerzt ihn wohl diese Erfahrung tief, aber sie überrascht ihn nicht und תשובה, תשובה wahrhafte innige Rückkehr zu Gott, gesteigerte Treue gegen Gott und seine Thora ist ihm einziges Gebot der Stunde. Den Entfremdeten hingegen, der den Geist der לוחות verleugnete, der in Freiheit und Gleichstellung zugleich die „Erlösung“ von den Fesseln des Gesetzes zu erblicken wähnte und sich hemmungslos den durch die Gunst der Verhältnisse gebotenen Lebensmöglichkeiten unter Preisgabe seiner jüdischen Lebensideale hingab, ihn muss der plötzliche Umschlag in völlige Fassungslosigkeit versetzen;: Gestern noch von der Sonne der Gunst bestrahlt, Gegenstand allseitiger Hochachtung und Wertschätzung und heute Spielball roher Willkür und verbrecherischer Gewalt – !

    Diese für die jüdische Geschichte so bedeutsame Tatsache verewigt unsere Megilla: Überall in den Provinzen ובכל מדינה ומדינה מקום אשר דבר המלך ודתו מגיע (Esther 4,3) wo Jehudim lebten, die von dem Taumel der Residenzstadt nicht ergriffen waren, da löste wohl die Nachricht des königlichen Dekrets tiefe Trauer aus אבל גדול ליהודים, aber die Kunde traf sie nicht unvorbereitet, sie wussten alsbald, was sie zu tun hatten und was als einzige Rettungsmöglichkeit ihnen geblieben: צום ובכי ומספד וגו' die aufrichtige Rückkehr zu Gott und seiner Thora. – Aber in Schuschan, der Metropole des verblendeten Assimilationstaumels, da war man durch die plötzliche Wendung der Dinge aus allen Himmeln gestürzt: נבוכה (in dem Sinne von נבוכים הם בארץ 2 B.M. 14,3) man war es ganz „irre“, fühlte sich wie vor den Kopf gestoßen! 

    Was aber die Bewohner Schuschans so überraschend traf und vor ein vollendetes Rätsel stellte, das war Esther ohne weiteres klar und stand ihr als traurige Gewissheit vor Augen, da sie alsbald die Frage stellte: שמא כפרו בלוחות Nicht Jissroél trägt die Thora, die Thora trägt Jissroél. In dem Augenblick, da es von seiner Thora sich nicht tragen lässt, fällt es rettungslos zu Boden. Jissroél wird nach dem treffenden Worte der Weisen mit den Sternen des Himmels und mit der Staub der Erde verglichen – es hat nur die eine Wahl: von seiner Thora getragen, erhebt es sich zu den Himmeln, ohne seine Thora wird es zum Staub der Erde! שמא כפרו בלוחות Haben sie sich an dem Geist der לוחות versündigt und ihn jämmerlich verkannt? –

    Und Mordechai antwortet auf Esthers Frage mit einem einzigen Wort, das alles erklärt: ויגד לו מרדכי את כל אשר קרהו er berichtet alles, was ihn „getroffen“, das aber heißt nach dem Weisheitswort: בן בנו של קרהו בא עליכם הה"ד אשר קרך בדרך der Enkel des Mannes, der die Väter einst „getroffen“, bedroht auch uns mit dem Untergang.

    קרה wovon מקרה, bezeichnet nach einer sinnigen Bemerkung unseres großen Rabbiners זצ"ל durchaus nicht, was wir „Zufall“ zu nennen pflegen, vielmehr was dem davon betroffenen außer jeder Erwartung und Berechnung geschieht und daher um so mehr auf den unsichtbaren Lenker der Geschicke Jissroéls hin, der die Verblendeten seines Volkes dem Geiste der לוחות zurückgewinnen wollte. Was sie so plötzlich traf, war in Wirklichkeit nur die natürliche Folge davon, כפרו בלוחות daß sie den Geist der לוחות verleugnet hatten. בן בנו של קרהו בא עליכם Ein solches 'קרהו' war aber auch das erste Auftreten Amaleks, אשר קרך בדרך als Amalek Jissroél „plötzlich“ anfiel.

    זכר את אשר עשה לך עמלק בדרך בצאתכם ממצרים ruft uns die Thora zu: Vergiß nimmer, was Amalek dir getan, als ihr aus Mizrajim zoget; בשעת גאולתכם „im Moment eurer Erlösung“, fügen die Weisen (ספרי) bedeutsam hinzu. Soeben erst hatte Gott diesem Volke unter allmächtigen Wundertaten vor aller Welt den Weg in die Freiheit gebahnt, eine Tatsache, die auch die Wehrlosen von jeder mutwilligen Angriff hätte schützen müssen und von der das Meereslied sang: שמעו עמים ירגזון וגו' „Völker hörten und beben – Zittern ergreift sie, aufgelöst die Bewohner Kanaans –  ויבא עמלק und da kam Amalek! Plötzlich, unerwartet – אשר קרך.

    Und doch  lautete auf die Frag מה זה ועל מה זה auch damals als einzige Antwort: כפרו בלוחות sie hatten den „Geist der Tafeln“ verleugnet; eine Wahrheit, die das Gotteswort durch das eine Wort ברפידים verewigt: ויבא עמלק וילחם עם ישראל ברפידים „Amalek kam und nahm den Kampf mit Jissroél auf in Refidim“ (2 B.M. 17,8) – Denn רפידים, meinen die Weisen (מכילתא) bezeichnet רפיון „Schwäche der Hände“ – לפי שרפו ישראל ידיהם מדברי תורה Jissroéls Hände waren schwach geworden, weil sie von der Thora ließen.

    Laßt uns nicht zittern um den Bestand der Thora, die Thora wird nicht schwach, כי לא תשכח sie weiß noch immer sich Träger zu sichern, die ihre Wahrheit aufgreifen und durchs Leben tragen. Zittern lasst uns um die, die von ihr lassen: deren Hände werden schwach und ohnmächtig. Das aber war in Refidim der Fall. Dort, so heisst es in den unmittelbar vorhergehenden Verse, sprach Jissroél die verhängnisvolle Worte: היש ה' בקרבנו אם אין und setzte Zweifel in die schützende und helfende Gegenwart Gottes in seinem Leben – und als da kam alsbald Amalek. Was so unerwartet, „plötzlich“ sich ereignete, war in Wirklichkeit eine aus den Ereignissen mit Notwendigkeit sich ergebende Folge.

    סמך פרשה זן למקרא זה sprechen die Weisen so sinnig (s. Raschi): diese beiden Abschnitte gehören eng zu einander. „Dauernd weile ich unter euch, bereit, euch zu helfen; ihr aber sprechet: weilt Gott in unserer Mitte? Nun, so komme der Hund und beiße euch, und ihr werdet aufschreien zu mir und erkennen wo ich bin“ –משל „Ein Gleichnis: ein Vater trägt sein Kind auf den Schultern. Willig hebt der Vater immer wieder Gegenstände vom Wege auf, nach den das Kind verlangt, um sie ihm zu geben; da begegnet ihnen ein Wanderer, und das Kind stellt die Frage: hast du mein Vater gesehen? Du weißt nicht, wo ich bin, spricht zürnend der Vater und wirft sein Kind zürnend von seinen Schultern, und dann kam der Hund und biß es –  “ Gibt es ein treffendere Darstellung für die ewige Wahrheit, die in den Gesetzestafeln ihren Ausdruck fand; daß Jissroél nur so lange sich geschützt und getragen weiß,  als es sich von der „Gottesschrift“ umklammern lässt, rettungslos aber in „die Tiefe stürzt“, sobald es in törichter Verblendung den „Geist der Gottestafeln“ verleugnet und, statt in jedem Augenblick der helfenden und bergenden Gottesnähe sich bewusst zu sein, die beschämende Frage stellt: היש ה' בקרבנו „weilt Gott in unserer Mitte?“ –

    'קרך' בדרך bezeichnet Amaleks erstes Auftreten – 'קרהו', das seines Enkel Haman – Dieses eine Wort erklärt das Auftreten seiner späten Enkel in der jüdischen Geschichte bis auf den heutigen Tag. Wir haben es erlebt und erleben es immer wieder. Und wenn es „plötzlich, unerwartet“ zu kommen scheint, dem wird auf die Frage: מה זה ועל מה זה immer wieder die einzig wahre, aber auch alles erklärende Antwort zuteil: רפידים! Das aber heißt mit anderen Worten: שמא כפרו בלוחות.

    Unsere Hände sind ohnmächtig, wenn wir von der Thora lassen; sie sind unüberwindlich stark, wenn wir an der Thora festhalten. Das lehrt uns Amaleks und Hamans קרך und קרהו – Das ist die ewige Wahrheit, zu deren Beherzigung alljährlich פ' זכור am Schabbos vor Purim uns aufruft.

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung zweiter Teil Exodus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1931 S. 74 -79

    17-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    פ' זכור

     

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Sochaur (1.Teil)

     

     

    Der heutige שבת steht im Zeichen der פרשת זכור, die an die Pflicht, das Andenken Amaleks, zu vernichten mahnt. Wenn auch diese Pflicht an jedem Tag des Jahres erfüllt werden kann, so lehrt doch der weise Brauch der Väter, diese Pflicht an dem Purim vorangehenden שבת in lautester Öffentlichkeit zu proklamieren, weil mit der wundervollen Geschichte, die dieses heitere Fest verewigt, Amalek, der für Jissroél und die Gesamtmenschheit die größte Gefahr bedeutet, aufs innigste verknüpft ist. Wie zum ersten Male Amalek unsere Väter bei ihrem Auszug aus Mizrajim anfiel und sie mit völliger Vernichtung bedrohte, so fiel auch später Amaleks Enkel, Haman, über unser Volk her, um ihn den Untergang zu bereiten; wie dort Josua, ein Enkel unserer Mutter Rahel, so war hier Mordechai, gleichfalls ein Nachkommen Rahels, das göttliche Werkzeug unserer Rettung und Erlösung. –

    Dies wären aber nur äußere Analogien zwischen diesen beiden historischen Ereignissen. Der scharfe Blick unserer Weisen greift jedoch ein Wort aus der Megilla heraus und weist an diesem einzigen Wort die inneren Beziehungen nach, die diese bedeutsamen Vorgänge miteinander verknüpfen.

    Als die Kunde von Hamans Mordplan zu Esther gelangt war, erzählt die Megilla, ותקרא אסתר להתך וגו' ותצוהו על מרדכי rief Esther Hathach herbei und gab ihm den Auftrag an Mordechai לדעת מה זה ועל מה זה zu erfahren, was dies sei und weshalb dies sei. ויגד לו מרדכי את כל אשר קרהו Und Mordechai erzählte ihm alles, was ihn getroffen. –

    Hierzu bemerken die Weisen (מ"ר): לדעת מה זה ועל מה זה, אמרה לו לך אמור לו מימיהם של ישראל לא באו לצרה כזאת, שמא כפרו ישראל בזה אלי ואנוהו, שמא כפרו בלוחות דכתיב בהן מזה ומזה הם כתובים Esther ließ Mordechai anfragen: Gehe, sage ihm: Seit Jissroél besteht, ist über Jissroél keine solche Not gekommen; vielleicht haben sie die Wahrheit verleugnet, die in den Worten ausgedrückt ist: זה וגו' „dies ist mein Gott, ich will ihm Stätte bereiten“ (Ex.15); vielleicht haben sie die Gesetzestafeln verleugnet, von denen es heißt: מזה וגו' „von hier und von hier sind sie beschrieben“ (Ex. 32)

    Und Mordechai ließ ihr antworten: את כל אשר קרהו, אמר להדך לך אמור לה בן בנו של קרהו בא עליכם, הה"ד אשר קרך בדרך ein Enkel jenes Mannes, der einst unsere Väter „getroffen“, bedroht auch euch mit völligem Untergang: אשר 'קרך' בדרך heißt es dort (5 B.M. 25,18) hier את אשר 'קרהו'. In diesem einen gemeinsamen Wort ist den Weisen die innige Verknüpfung dieser beiden Ereignisse enthalten.

    Tief erschüttert von der Schreckenshunde gab Esther den Auftrag, Mordechai zu fragen: לדעת מה זה ועל מה זה Wie aber hat sich die gesamte jüdische Bevölkerung dieser Schreckensnachricht gegenüber verhalten? Man sollte meinen, daß sie überall unterschiedslos die gleiche Bestürzung und Angst hervorgerufen habe. Lesen wir jedoch die Megilla aufmerksam, so finden wir in der Art, wie die jüdische Bevölkerung reagierte, einen gewaltigen Unterschied. Während es von den Provinzen heißt: ובכל מדינה ומדינה מקום אשר דבר המלך ודתו מגיע אבל גדול ליהודים וצום ובכי ומספד שק ואפר יצע לרבים „In jeder einzelnen Provinz, wohin immer das Gebot des Königs und sein Erlaß gelangte, herrschte große Trauer unter den Jehudim, Fasten Weinen und Klage, mit Sack und Asche hatte sich die Menge umhüllt’, heißt es von der  Residenzstadt kurz: והעיר שושן נבוכה „die Stadt Schuschan war – so übersetzt man gewöhnlich – bestürzt.“

    Dieser Unterschied in der Kundgebung ihres Schmerzes ist ein solch bedeutsamer, daß er uns zum Nachdenken Anlaß gibt.

    לדעת מה זה ועל מה זה, שמא כפרו וכו' Daß  im tiefen Grunde nur eine verhängnisvolle Verirrung des jüdischen Volkes diese vom Amaleks Enkel drohende Vernichtung heraufbeschworen habe, war Esther von vornherein klar; sie wollte nur die Art der Verirrung erfahren: – שמא כפרו בזה אלי שמא כפרו בלוחות וכו'.

    Welcher Art aber dieser Verirrung war, hierüber haben unsere Weisen (Megilla 12a) folgenden Aufschluss gegeben. Auf die Frage, weshalb die jüdische Bevölkerung mit Untergang bedroht wurde, erteilte רשב"י seinen Schülern die Antwort: מפני שהשתחוו לצלם sie hätte, wenn auch nur äußerlich, dem Götzentum sich zugewandt. Die Schüler aber legten der jüdischen Bevölkerung Schuschans als besonders Vergehen zu Last מפני שנהנו מסעודתו של אותו רשע daß sie an den Mahle, das Achaschwerosch der Residenzstadt gab, teilgenommen. –  

    Nun bedarf es aber der Erwägung: dieses Vergehen war doch nicht im entferntesten ein derartiges, daß sie den Untergang verdient hätten; hatten sie doch an dem Mahle nicht freiwillig teilgenommen: והשתיה כדת אין אנס nur zum Trinken bestand keinen Zwang, während sie zur Teilnahme am Mahle durch königlichen Befehl gezwungen worden waren!

    Es dürfte jedoch die Ausdrucksweise, mit der dieses Vergehen wiedergegeben wird, die Schwere dieses Vergehens genügend erklären.  Es heißt  nicht מפני שאכלו sondern מפני שנהנו: sie hatten Vergnügen an dem Mahle, hatten הנאה an diesem טרפה-Mahle, sie freuten sich, zur Teilnahme an diesem Mahle genötigt worden zu sein!

    מפני שנהנו Wieviel aber haben uns die Weisen damit nicht gesagt! Man bedenke: Bis dahin waren die Juden Schuschans von jeder Teilnahme am politischen und sozialen Leen ausgeschlossen – mit Ausnahme von Daniel und seine Genossen dürfte ihnen wohl jedes öffentliche Amt versagt geblieben sein – und nun kam plötzlich der königliche Befehl לכל העם הנמצאים בשושן der alle Bewohner Schuschans von gross bis klein, die Juden nicht ausgenommen, zur königlichen Tafel lud! Wie mögen sich da die jüdischen Bewohner der Residenz mit dieser ihnen aufgenötigten Teilnahme so recht herzlich gefreut, in ihr den 'קדוש השם' und den Anbruch einer „neuen Zeit gefeiert haben, die ihnen das Ende der Golus bedeutete – wie viele mochten im ersten Jubelausbruch der ,זכיה mit Haman an einer Tafel dinieren zu dürfen, ihre Mizvoth, ihr Talith und ihre Tefillin bei Seite gelegt haben, um dieser „Emanzipation“ sich „würdig“ zu erweisen!

    In diesen Taumel fiel die grausige Kunde von dem königlichen Dekret: להשמיד ולהרוג ולאבד את כל היהודים Tod und Vernichtung allen Juden!

    Ester vernimmt’s und alsbald lässt sie erkunden לדעת מה זה ועל מה זה: Haben sie etwa Gott, haben sie den Geist der Gesetzestafeln verleugnet von denen es heißt: מזה ומזה הם כתובים „von hier und von hier sind sie beschrieben“? –

    …(wird fortgesetzt Mittwoch 08 03 12)

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung zweiter Teil Exodus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1931 S. 74 -79

    17-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    16-02-2021
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    מִשֶּׁנִּכְנַס אַדָּר מַרְבִּין בְּשִׂמְחָה

     

     

     

    Samson Raphael HIRSCH

     

     

    Betrachtung zum jüdischen Kalenderjahr – ADAR

     

    Aus Band V der „Gesammelte Schriften“

     

     

    II. Der Gotteskampf gegen Amalek

     

    Ursprünglich in Jeschurun März 1861

     

     

     

    In Faksimile, in Beilagen

     

    Bijlagen:
    S.R. HIRSCH ADAR Bd 5 S. 73b.jpg (47.3 KB)   
    S.R. HIRSCH ADAR Bd 5 S. 74-75.jpg (211.5 KB)   
    S.R. HIRSCH ADAR Bd 5 S. 76-77.jpg (220.4 KB)   
    S.R. HIRSCH ADAR Bd 5 S. 78-79.jpg (216.8 KB)   
    S.R. HIRSCH ADAR Bd 5 S. 80.jpg (47.7 KB)   

    16-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    15-02-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen 19. Folge
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    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

     

    …

    IV. DIE WIRKUNGEN DES ZIONISMUS

    …

     

            d) Zionismus und Vaterlandsliebe

     

    Die Zionisten sind, sobald es sich um die äußerliche Betonung ihres Verhältnis zum Deutschtum handelt, durchaus keine Revolutionäre. Sie verlangen im Gegenteil strengste und gewissenhafteste Erfüllung der staatsbürgerlichen Pflichten,  und das scharfe Betonen ihrer durchaus korrekte staatsbürgerliche Haltung , die Hervorhebung ihrer Bereitwilligkeit, alle Lasten,die das Vaterland auferlegt,  willig auf sich zu nehmen, schützt sie nach ihrer Meinung, vor jeden Vorwurf, das man ihnen aus ihrer Grundanschauung machen könnte. Denn diese besagt ja an sich, daß sie sich in ihrem „Niederlassungslande“,  nur vorläufig einrichten,  bis ein günstigeres Geschick, ihnen gestattet, ihre Herzenskraft ihrem eigentlichen Vaterlande, dem heiligen Boden Palästinas, zu weihen.

    Ist nun das Verhältnis zum Vaterlande wirklich mit dem Verlangen der Zionisten erschöpft?  Ist wirklich nichts erforderlich wie eine tadellose, ebenso korrekte wie kühle Erfüllung der staatsbürgerliche Vorschriften? Das Vaterland kann und muß mehr verlangen , es darf Liebe, begeisterte Liebe, fordern, innige, innerliche Hingabe an seine Kultur und alle ihre Aufgaben.

    Nur wer sich eine seelische Verbindung geschaffen hat, nur wem seine vaterländische Gesinnung ein Teil seines innersten Ichs,  und nicht der schlechteste Teil ist, hat das rechte Verhältnis gefunden, in welchem er zum Vaterland stehen muß.

    Die echte Vaterlandsliebe sitzt tief im Herzen.  Sie hat nichts zu tun mit äußerlichem Hurrapatriotismus, nichts mit überflüssigen, laut ausposaunten Loyalitätskundgebungen, die nicht nur bei Juden lächerlich wirken. Wir Juden wissen ganz genau, daß wir diese meiden, daß wir uns vor jeder übertriebenen Kriegsvereintheatralik sehr wohl hüten müssen. Nicht nur weil sie unecht und phrasenhaft ist, sondern weil vor unserer Seite zu solchen Lobeserhebungen  gar keinen Grund vorliegt. Wir sind uns dessen sehr wohl bewußt, daß uns unser Vaterland nicht so behandelt, wie es uns versprochen ward, wie die Gesetze der Ehrlichkeit es verlangen! Wir schreien nicht in Demut ersterbend Hurrah, sondern wir klagen an und klagen laut und wuchtig! Aber aus unseren Anklagen klingt ja die Liebe zu unserem Vaterlande heraus, spricht ja die Trauer, daß es nicht vollkommen ist,  und wir führen den Kampf um unser Recht wie im unseren eigenen Interesse so auch aus Liebe zu unserem Lande!

    Das Unrecht, das uns geschieht, darf uns nicht schwankend machen. Unser deutsches Vaterland hat noch andere Kinder, die es nicht nach Verdienst behandelt. Wie wir es bei ihnen als Verrat brandmarken würden, wenn sie statt um ihr  Recht zu kämpfen, ihr inneres Verhältnis lösten und nur kühl und gezwungen Pflichten erfüllten, so steht es auch um uns Juden. Unrecht darf uns nicht schwankend machen,  das Land und die Kultur zu lieben, die wir gefördert haben und die uns fördert. Und da der Zionismus diese innere Verknüpfung nicht verlangt, ja sogar verwirft, ist er es selber, der sich außerhalb des   Vaterlandes stellt.

    Auch  hier zeigt sich eben wieder die Erscheinung, daß ihm der Rassenantisemitismus unanfechtbare Autorität ist. Deutschtum ist eben Deutschtum im Sinne unserer Rassenchauvinisten. Jede Forderung und Anschauung der alldeutschen Clique über Vaterlandsliebe ist dem Zionismus ein Evangelium. Daß nur  der christliche, rassenreine Arier das Recht hat, deutsch zu fühlen, sich deutsch zu betätigen, sich deutsch zu nennen, ist ihm ganz selbstverständlich.  Wenn der alldeutschen Rassenwahn den Juden einen Fremdling nennt und ihm die Berechtigung  abspricht, an deutscher Kultur mitzuarbeiten, dann klatsch er entzückt Beifall. Jede Äußerung, die den Gegensatz zwischen Deutschtum und Judentum betont, wird jubelnd begrüßt  und registriert, und die Aussprache, die sich vor kurzer Zeit im „Kunstwart“ an einen Aufsatz Moritz Goldsteins knüpfte, spricht nach dieser Richtung hin Bände.

    Mit welch giftigem Hohne überschüttet doch der Zionismus jede vaterländische Regung und Tat  eines deutschen Juden! Mit welchem Spotte versucht er ihm jede Betätigung seines deutschen Gefühls, jede Beteiligung an  patriotischen Kundgebungen zu verekeln! Mit welche Anmaßung  versuchen russische und galizische Jünglinge, die noch fast auf die Schulbank gehören, erfahrenen alten deutschen Juden,  die in der Arbeit für Judentum und Deutschtum  ergraut sind, Vorschriften über ihre deutschen Gefühle zu machen! Auf den Gedanken, daß die Anschauung eines Rassenantisemiten auch mal falsch  sein könne, kommt der rechtschaffene Zionist überhaupt nicht. Jeder von jenen ungerechte und gehässigen Fanatikern, ist für ihn ein Engel, der ehrlich arbeitenden  und strebenden Glaubensgenossen  dagegen , der nicht nationaljüdisch  denkt, ein verräterischer Schurke!

    Wenn jüngst die Zionisten in Posen  einen Beschluß gefaßt haben daß  jeder Gesinnungsgenosse sich Interessen in Palästina schaffen solle, so mag man über solchen hohlen Demonstrationen lächeln; aber es steckt ein ernster Kern, nicht nur in den Spott, der sich über unsere deutsche vaterländische Gesinnung ergießt, sondern auch indem Jubel mit dem man die antisemitische Fremdentheorie begrüßt, die das Ziel der Zionisten, das Schwergewicht der Zionisten allmählich nach  Palästina zu verlegen, nur fördern kann.  Denn alles geht auf eine systematische Entfremdung  vom deutschen Vaterlande aus,  die Zionisten schüren das Gefühl der Fremdheit und damit das der Gleichgültigkeit, sie schaffen künstlich den Spalt, den der Antisemitismus so gerne haben möchte und den er darum als gegeben voraussetzt.

    Man braucht ja auf die Außenwelt nicht zu achten.  Aber doch etwas bedenklich stimmt es doch,  wenn die Judenfeinde aller Schattierungen – vom vornehmen Salonantisemiten der  „Täglichen Rundschau“ bis hinab zu Leute vom Schlage der „Wahrheit“ – den Zionismus freundlich begrüßen und in Nationaljuden die einzigen anständigen Juden erblicken. – Ihre Gründe sind klar und logisch, sie wittern Morgenluft!  Der Zionismus arbeitet, gewiß ohne Absicht, ihnen in die Hände und ebnet ihnen,  indem er die Kluft zwischen Juden und Christen immer mehr vertieft, den Weg zu einem fernen lockenden Ziel. Und dieses Endziel heißt: Aufhebung der Emanzipation, Aufhebung der Gleichberechtigung der Juden!

     (wird fortgesetzt)

     

    Erscheint in Jeschurun Judentum gegen Zionismus in Folgen, als Teil unseres Studienprogramms  Jahrgang 5770/5771

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    15-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    14-02-2021
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    תרומה

     

    כי האמנם ישב אלהים על הארץ ? 
    הנה השמים ושמי  השמים לא יכלכלוך אף כי הבית הזה אשר בניתי:

     

     

    Sollte denn Gott auf Erden wohnen? Da doch der Himmel und der Himmel Himmel Dich  nicht fassen können, viel weniger dieses Haus, welches ich gebaut?

    (Könige I. 8,28)

     

    1.

    Die ganze Welt, o Mensch, ist voll

    Von meiner Schöpfung reicher Pracht!

    Wo ist der Tempel, der da soll

    Umfassen Mich und Meiner Macht?

     

    2.

    „Wozu ein Heiligtum mir bau’n?“

    So fraget dich dein Fels und Hort;

    Wo Du auch weilst, kannst Du mich schau’n

     Du findest Mich an jedem Ort.

     

    ***

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 206  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    14-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    12-02-2021
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

                                  (1808-1888)

                                        

    משפטים

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Mischpotim

     

     

    Kap. 21, 2 Wenn Du einen ibrischen Knecht kaufst, soll er sechs Jahre dienen; aber im siebten soll er zur Freiheit unentgeltlich hinausgehen.

     

    Kap. 21, V.2 …Es verhält sich die תורה שבכתב zur תורה שבעל פה, wie die kurzen Diktate nach einer vollständig mündlich vorgetragener Disziplin einer Wissenschaft sich zu dem mündlich Vorgetragenen verhalten. Für die Jünger der Wissenschaft, die die mündlichen Vorträge gehört, sind kurze Diktate vollkommen hinreichend, um zu jeder Zeit, an der Hand dieser Diktate, sich die ganze Wissenschaft vollständig gegenwärtig zu halten und immer aufs neue wieder zu vergegenwärtigen. Für sie genügt oft ein Wort, ein beigefügtes Fragezeichen, Ausrufungszeichen, ein Gedankenstrich, ein Punkt, ein Strich unter einem Worte u., um eine ganze Gedankenreihe, eine Bemerkung, Beschränkung u.s.w. wieder ins Leben zu rufen. Für diejenigen, die die mündlichen Vorträge des Meisters  nicht gehört, werden solche Diktate völlig unbrauchbar sein. Wollen sie sich lediglich aus ihnen die Wissenschaft konstruieren, so werden sie vielfach irre gehen müssen; Worte, Zeichen, u.s.w. die den durch die mündlichen Vorträge eingeweihten Jüngern als die belehrendsten Leitsterne zur Festhaltung der gelehrten und gelernten Wahrheiten dienen, starren den Uneingeweihten als nichts sagende Sphinxe entgegen, und die Wahrheiten welche die eingeweihten Jünger nur an ihnen reproduzieren, nicht aber aus ihnen produzieren, werden die Uneingeweihten nur als bodenlose Spiele des Witzes und leere Träumereien belächeln. – …

     

    V.6 so führt in ihn sein Herr zum Gerichte hin, führt ihn hin zu der Thüre oder zu dem Pfosten, es bohrt sein Herr das Ohr ihm mit dem Pfriemen, und er hat ihm dann für immer zu dienen.

     

    V. 6 …Freiheitsstrafen, mit  aller der Verzweiflung und sittlichen Verschlechterung, die hinter den Kerkermauern wohnen, mit all den Jammer und Elend, die über Weib und Kind des Gefangenen bringen, kennt das göttliche Gesetz nicht. In den Umkreis seines Reiches sind die traurigen Zwingerwohnungen des Verbrechens fremd. Es kennt nur eine Untersuchungshaft, und auch die konnte nach der ganzen vorgeschriebenen Gerichtsprozedur, und namentlich bei der völligen Zurückweisung eines jeden Indizienbeweises, nur von kurzer Dauer sein. … …

     

    V.7 Wenn  ein Mann seine Tochter zur Magd verkauft, soll sie nicht wie die Knechte ausgehen.

     

    V. 7 …Soll doch auch sonst der Vater nicht einmal von der einen Befugnis, seine minderjährige Tochter zu verheiraten Gebrauch machen. Geradezu אסור heißt es: „Verboten ist es, seine Tochter als Kind zu verheiraten bis sie großjährig geworden und sage: „Den möchte ich gerne zum Manne!“ und ist damit nicht nur jeder Zwang, sondern selbst das gar nicht selten Überreden einer Tochter zu einer Heirat als sündhaft erklärt (Kidduschin 41a). Ein Bündnis, das die innigste Vereinigung bedingt, kann nur aus völligster Freiwilligkeit wahrhaft gedeihen. …

     

    V.14 Sinnt aber einer über den andern, ihn mit bewusstvoller Absicht zu töten, von meinem Altare weg sollst du ihn nehmen zu sterben.

     

    V. 14 …מעם מזבחי וגו' Der jüdische Altar gewährt dem Verbrecher keinen Schutz. Es sind nicht etwa zwei sich gegenseitig kontrollierende, mildernde und beschränkende Prinzipien, wie etwa Kirche und Staat, Gnade und Recht u.u.; unmittelbar neben dem „schwertfeindlichen“ Altar war die oberste Stätte des „Rechts“. Es ist ein und dasselbe Prinzip, das am Altar gepflegt und vor dem Sanhedrin zur Verwirklichung kam. Der ganze Begriff des Begnadigungsrechts fehlt im jüdischen Staatskodex. Nicht des Menschen, Gottes ist das Recht und das Gericht. …

     

    V. 22 Wenn Männer sich schlagen  und treffen eine schwangere Frau, so daß deren Kinder entweichen, es erfolgt aber kein Todesfall, so soll er mit Geld bestraft werden, wenn der Mann der Frau die Auferlegung fordert, und hat sie nach Richterausspruch zu geben.

    V.23 Wenn aber ein Todesfall eintritt, so hast du zu geben Leben für Leben. 

     

    V.22-23…Die Geldstrafe hat der Schuldige zu geben, sie liegt ihm, soweit sie Ersatz ist, sogar ob, selbst wenn kein Gericht ihn dazu verurteilt. Das Gericht sagt ihm nur, wie viel er zu leisten schuldig sei, die Leistung ist aber seine Aufgabe. Nicht so der Todesschuldige. Er hat nicht sein Leben hinzugeben. Es steht ihm ja gar nicht die Disposition über sein Leben zu. Ein Tod von seiner Hand wäre ja nur ein zweites Verbrechen. Ja, nicht einmal die Herbeiführung wird von ihm erwartet, ja das Gesetz hat sie ihm unmöglich gemacht. Kein Verbrecher kann nach jüdischem Gesetz sich selbst angeben. Sein Geständnis ist für seine Verurteilung völlig irrelevant. Nur vor Vollziehung eines Todesurteils wird der Verbrecher um der eigenen Sühne willen zum Geständnis ermahnt. (Dürfte doch, in Parenthese, für Gesetzgebungen, die auf Selbstgeständnis des Verbrechers den meisten Nachdruck legen, und darauf hin ein Todesurteil fällen und vollziehen, die Frage nicht leicht zu beantworten sein, warum denn die Selbsttötung eines Mörders Selbstmord wäre?) Nur Gott, und in besonderen Fällen der für diese Fälle von ihm delegierten Gesamtheit, steht die Disposition über sein Leben zu. Indem es aber ונתתה und nicht ולקחת heißt, indem die Vollziehung der Todesstrafe als ein „Hingeben“ des Lebens, nicht als ein „Nehmen“ desselben bezeichnet wird; so ist damit allen Versuchen die diese Strafe als ein Rachenehmen an dem Verbrecher, als Abschreckungsmittel, ja auch nur als Vergeltung auffassen möchte, begegnet. …In diesem Ausdruck liegt zugleich, daß das Leben des Einzelnen Gott und der Gesamtheit angehöre, und daß mit jedem Tode, auch mit   dem des Mörders, die Gesamtheit einen Verlust erleide, der aber von der Pflicht der überwogen wird.

     

    Kap. 23,17 Dreimal im Jahre soll all dein Mannhaftes in Beziehung zu dem Angesichte Gottes, des Herrn, sich zeigen.

     

    Kap 23 V.17…In der Tat sind in das Buch der Zeiten einzuzeichnen: die Erwachsenen, Mannhaften. In der Tat sind auch direkt nur die Erwachsenen, Vollsinnigen, Freien, Gesunden, Jungen, Kräftigen männlichen Geschlechtes zum Erscheinen im Tempel an den drei Wanderfesten verpflichtet; dagegen: Blödsinnige, Unmündige, Frauen, Sklaven, Taube, Stumme, Lahme, Blinde, Kranke, Greise, Verzärtelte, von dieser Pflicht befreit (Chagiga 2a), und scheidet auch diese Bestimmung die jüdischen Tempelversammlungen scharf ab von allem, was in anderen Kreisen dem äußerlich ähnelnd an Wallfahrten u. existiert. Der jüdische Tempel ist kein „wundertätigen Gnadenort“, zu dem vor allem der Kranke und der Greis, der Blinde und der Lahme, die Schwachen und die Frauen, zu dem überhaupt das geschlagene, leidende, bemitleidenswerte  Kontingent der Menschheit in diesem „Jammertale“ hinaufgepilgert, um wundertätige Tröstung und Heilung für die mancherlei Gebrechen und Leiden des irdischen Daseins zu suchen; der Tempel des lebendigen Gottes, das Heiligtum seines Gesetzes rangiert nicht in eine Reihe mit den Hospitälern, Siech- und Trosthäusern, des schiffbrüchigen Lebens; die Elite der Nation, die Vollkräftigen, Männlichen, der Kern des Volkes, auf welchem alle Tat der Gegenwart und alle Hoffnung der Zukunft beruht, sie erwartet der lebendige Gott in dem Heiligtum seines Gesetzes…

     

    V.19 Das Erste der Erstlinge deines Bodens bringst du in das Haus Gottes, deines Gottes; koche nicht Tierfleisch in der Milch seiner Mutter.

     

    V.19… … So erscheint איסור בשר בחלב auch selbst auf diesem allgemeinen Standpunkte der Betrachtung als die eindringlichste und unmittelbar ad hominem redende Mahnung zur Heilighaltung des Gesetzes, als die Erinnerung, daß die Herrschaft des göttlichen Gesetzes nicht erst mit dem Jude beginne, daß die Herrschaft des göttlichen Gesetzes in jeder Faser des organischen Lebens überall gegenwärtig, und die „Thora“, unser Gesetz, nichts anders als die Präzisierung seines למינו – Weltgesetzes für die „Art“ des jüdisch menschlichen Lebens sei. Wir begreifen die Verwebung dies Gattung-Scheidungsgesetzes in den ganzen Kreis unseres häuslichen Genusses, und wenn keines von allen Speisegesetzen also wie die Scheidung von Milch und Fleisch die jüdische Küche und den jüdischen Tisch beherrscht, so hat auch kein anderes also wie dieses die Bestimmung, Gottes Herold zu sein und Gottes Gesetz, jüdische Menschenpflicht und jüdische Menschenwürde uns in jedem Augenblicke gegenwärtig zu halten. … …

     

     

    V.20 Siehe, ich sende einen Boten vor dich her, dich auf dem Wege zu hüten und dich der Stätte, die ich vorbereitet habe, hinzubringen.

     

    V.20: In mehrfacher Beziehung steht das Folgende zu dem Vorangehenden. Der letzte Abschnitt der Mischpotim von V.20 des vorigen Kapitels bis zu Ende hat vor allem die Rechtsgleichheit aller und ihre gegenseitigen Pflichten im künftigen Gottesgesetzstaate auf Grund der Gotteshörigkeit des Bodens zum Inhalte, und es waren die Wochen- und Jahressabbate, sowie die dreimaligen Wanderfeste zur Zeit des Frühlings-, Sommer- und Herbstfortschritte des Jahres mit den sich ihnen anreihenden Bestimmungen als Pflegerinnen jenes Bewusstseins der Gotteshörigkeit, sowie des Geistes der Rechtsgleichheit und Brüderlichkeit, aufgeführt.

    Hieran schließt sich das Folgende:

    1)       mit der Tatsache, das Jssroél den Boden dieses Gottesgesetzstaates nicht der eigenen Tapferkeit verdanken, sondern, daß dieser ihm rein nur infolge gehorsamen sich Unterordnens unter den göttlichen Willen von Gott überantwortet werde;

    2)       daß dieser treue Gehorsam gegen das göttliche Gesetz auch das alleinige Mittel sein werde, das physische Gedeihen im Lande zu sichern, (wie dies ja eben durch die Hinaufwanderungen im Frühlinge, Sommer und Herbste und das Niederlegen der Erstlinge zu den Füssen dieses Gesetzes zum steten nationalen und individuellen Ausdrucke gelangen soll);

    3)       daß es daher durch die Berührung mit den bisherigen Bewohnern dieses Landes, das ihm nur nach und nach völlig eingeräumt werden werde, sich nicht zu dem entgegengesetzten heidnischen Wahn betören lassen solle, der das physische Gedeihen unabhängig von der Verwirklichung des Sittengesetzes begreift und in dieser Anschauung physische Naturgewalten selbst als Spenderinnen des physischen Gedeihens vergöttert;

    4)       daß vielmehr auf dem Boden dieses Gottesgesetzstaates keine Spur jener heidnischen Götterverehrungen geduldet werden, und, wenn die soziale Gesetzgebung auf dem Prinzipe der Rechtsgleichheit aller sich vor allem auch in der Gleichheit des „Fremden“ vor dem Gesetze aussprechen soll, dies an die Bedingung sich knüpft, daß er aufgehört habe, heidnischer Götzendiener zu sein.

    הנה אנכי שלח מלאך. Wir haben bereits zu המלאך הגואל (1 B.M.48, 16)bemerkt, wie durch מלאך nicht immer ein individuelles, menschliches oder übermenschliches Wesen verstanden sein muss, sondern auch eine jede von Gott für einen Zweck gesendete Veranstaltung überhaupt darunter verstanden sein kann. Man würde es hier in der Bedeutung „Engel“ oder in jener allgemeinen Bedeutung: „Fügung, Sendung“, buchstäblich ja: „Schickung“, verstehen können, wenn nicht V.21 u. 22 von dem diesemמלאך  zu leistenden Gehorsam und den durch ihn zu erteilenden Gottesbefehlen die Rede wäre. Wir finden nicht, daß Gott durch einen Engel dem Volke Befehlen erteilen ließ, und müssten daher selbst wenn man es in jener allgemeinen Bedeutung verstehen wollte, doch darunter speziell auch Moses mit inbegriffen, der ja jedenfalls mit in bedeutendem Maße zu den Werkzeugen und Veranstaltungen gehörte, durch welche Gott Israels Geschick vollzogen werden ließ. Mit Beziehung auf die Stelle וישלח מלאך ויוציאנו ממצרים (4 B.M.20) wo unter מלאך speziell Moses verstanden wird (siehe ויקרא רבה,I.,1 wo auch auf Richter 2,1 als auf eine Bezeichnung Pineas als מלאך hingewiesen wird), glauben wir, daß es nicht fern liegen dürfte, unter dem vor Israel hergesandten „Gottesboten“, hier auch speziell Moses zu verstehen. Jedenfalls ist hier gesagt, daß, so wie ihr Schutz auf der Wanderung durch die Wüste offenbar  nur unmittelbares Werk göttlicher Allmacht ist, also auch die Einnahme des verheißenen Landes, אשר הכנתי, das Werk derselben Gottesmacht und nicht eine Errungenschaft menschlichen Schwertes sein soll. – מקום hier für das ganze Land als Stätte(מ) des Volkesbestandes (קום). Vergl. zu 1B.M. 18,26 – ,הכנתי die dem Lande Palästina verliehene Bodemeigentümlichkeit und klimatische Beschaffenheit entspricht ganz der Bestimmung, daß sich darauf das vom Gottesgesetze und Gottesgeiste getragene Volkleben entwickle. (Vergl. 5 B.M. 11, 10 – 12) und im Zusammenhange damit: das. 13 ff. Jona 1,3 [ בא מכילתאAnfang] und Aussprüche wie: אוירא דא"י מחכים u.a.m.)

    12-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    11-02-2021
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Schekolim

     

    Könige II Kap. 11,17 – (Aschkenasim fangen an mit 12,1) – 12,17)

     

    Zu lesen in  „Die Haftoroth übersetzt und erläutert von Dr. Mendel HIRSCH“ Frankfurt am Main 1896  S. 425-331

     

    http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/titleinfo/8082658

    11-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    10-02-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Mischpotim (Auszug)

     

    משפט וצדקה ביעקב אתה עשית Wie aber im gotterfüllten jüdischen Leben  jedes משפט als צדקה empfunden wird, so wird auch jede צדקה als משפט geübt. Pflichttat ist’s, auf die der Bedürftige im Namen Gottes Anspruch erheben darf, die der Gebende zu leisten hat, wenn er vor Gottes Auge gerecht dastehen will. Denn auch sie ist eine köstliche Frucht, die nur auf dem gottgewiesenen Lebensweg ihren Nährboden findet.

    Und doch gibt es wohl kaum eine Mitzwa, die so mißverstanden und traurig missbraucht wird wie gerade מצות צדקה. Nicht allein, daß sie vielfach als Sühnemittel für die mit Bewusstsein geübte Vergehen herhalten muss – glaubt man doch sogar die „Einheit der Gemeinde“ in der neben den Institutionen der Gesetzestreue die Institutionen des vollendetsten Abfalls von Gott und seinem Gesetze in völliger Gleichberechtigung bestehen, damit rechtfertigen zu können, daß dadurch die Möglichkeit gegeben sei, צדקה in umfassenderem Masse zu üben. –  

    Ruft uns nicht auch in diesem Sinne das Gotteswort zu: ושמרו דרך ה' לעשות צדקה ומשפט daß wir auch kein Schritt außerhalb des von Gott gewiesenen Weges setzen, wenn wir gewillt sind, gottgewollte צדקה zu üben?  Jede צדקה aber, die durch Preisgabe auch nur einer göttlichen Forderung oder göttliche Wahrheit erkauft wird, versündigt sich an dem דרך ה', zu dessen Wahrung wir in erster Reihe verpflichtet sind. Wir haben das Unsrige voll und ganz zu leisten; aber Gott, der uns den דרך ה' gewiesen, weist uns Grenzen, die wir nicht überschreiten dürfen.

    Meine Brüder und Schwestern! Es dürfte wohl kaum jemand in den Sinn kommen, mit Mitgliedern eines fremden Bekenntnisses in irgendeine religiöse Gemeinschaft zu treten, um mit deren Hilfe die Aufrechterhaltung jüdischer Institutionen zu sichern und צדקה in größerem Umfang üben zu können – schon deshalb nicht, weil jede andere Konfession ein solch lächerliches Bündnis von vornherein ablehnen würde. Ist es aber nicht weit schlimmer, freiwillig einer sogenannten jüdischen Gemeinde anzugehören, die „jüdisch“ nur insofern noch ist, als sie die Verpflichtung hätte, jüdisch zu sein, deren Institutionen jedoch den traurigsten Hohn auf alles Göttliche im Judentum darstellen und deren geistige Führer nicht vor dem Verbrechen zurückschrecken, unserem Judentum seine göttliche Seele, unsere תורה zu rauben und an ihre Stelle in der jüdischen Geschichte beispiellos dastehendes Machwerk subjektiver Willkür zu setzen!! –

    ושמרו דרך ה' לעשות צדקה ומשפט lautet das große Vermächtnis unseres Stammvaters an seine späten Enkel – es ist auch das Vermächtnis unseres großen Rabbiners זצ"ל an seine קהלה!

    גדולים צדיקים במיתתן יותר מבחייהן Die Größe der צדיקים wird oft erst nach ihrem Ableben ganz erkannt – חכם עדיף מנביא Sein weises Auge hat diese Zeit, die wir erleben müssen, vorausgeschaut. –

    Zeigen wir unseren Kindern, zeigen wir unserer Jugend, daß man zum mindesten auf die Worte des heimgegangen רב zu hören hat.

    Wenn unsere Kinder an uns nicht irre werden sollen, wenn unsere Jugend lernen soll, daß sie vor allem lernen müsse, gründlich, fleißig Thora lernen müsse und die selbständige Beschäftigung mit כלל- Angelegenheiten bescheiden, wie es seit מתן תורה im jüdischen Leben als selbstverständlich galt, den זקני הדור, den in תורה und יראת שמים ergrauten Führern überlasse, selber statt dessen lerne, lerne, aber auch darum lerne, um einst als gereifte Männer, als wahrhafte בני תורה den פסק ihres רב zu verstehen und nicht in erbärmlicher Unwissenheit zu korrigieren – , dann lasst uns ihnen zeigen, daß für uns das heilige Vermächtnis  unseres großen Rabbiners זצ"ל unverbrüchliche Geltung besitzt, daß uns der אמת und nur der אמת hoch über allem steht und daß wir nur unter gewissenhafter Wahrung des דרך ה' gottgewolltes משפט und צדקה zu üben imstande sind!

    Dann aber dürfen wir hoffen, daß die göttlichen Segensverheißungen, die an jenes abrahamitische Vermächtnis geknüpft sind, sich auch an uns verwirklichen werden, so daß unsere קהלה imstande sein wird, in immer größerem Umfange ihren jüdischen Aufgaben gerecht zu werden. –

    הקב"ה, der bisher unserer קהלה so sichtlich beigestanden, wird auch in der Folge seinen mächtigen Beistand nicht versagen – אל יעזבנו ואל יטשנו לנצח.

     

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung zweiter Teil Exodus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1931 S.31-36

    10-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    09-02-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Dr. Raphael BREUER „Mittel und Zweck - Eine halachische Betrachtung“ II (1926)
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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

                   (1881-1932)

     

     

     

    MITTEL UND ZWECK –  Eine halachische Betrachtung (2.Teil)

    Erschienen  in der Wochenzeitung  „Jüdische Presse“ (Wien) 1926 ,4

     


    Zu lesen in Beilagen:

    Bijlagen:
    JPW 1926 4 Mittel und Zweck Dr. R. BREUER 1.JPG (101.2 KB)   
    JPW 1926 4 Mittel und Zweck Dr. R. BREUER 2.JPG (109.5 KB)   
    JPW 1926 4 Mittel und Zweck Dr. R. BREUER 3.JPG (117.9 KB)   
    JPW 1926 4 Mittel und Zweck Dr. R. BREUER 4.JPG (64.9 KB)   
    JPW 1926 4 Mittel und Zweck Dr. R. BREUER 5.JPG (86.2 KB)   

    09-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    08-02-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen 18. Folge
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    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

     

    …

    IV. DIE WIRKUNGEN DES ZIONISMUS

    …

               c) Zionismus und Assimilation.

     

     

    …     Die Zionisten fabrizieren also „jüdische Werte“. Das Hebräische soll wieder Volkssprache werden, ein Bestreben, daß zwar in Palästina keinen schlechten Ersatz für die heutige Vielsprachigkeit der Juden  der Juden ergäbe, im Übrigen aber überall dort, wo es mehr oder anderes erzielen als das Verständnis der Gebete und der Bibel, über der Rahmen einer zwecklosen Spielerei kaum je hinauskommen kann und hinausgekommen ist. Die sichtbaren Produkte dieser  fieberhaft betriebenen Kulturwertfabrikation sind  die Leute die mit den Judentum imprägniert sind, die begeistert „Hedad“  rufen, sich mit „Schalom“ begrüßen, sich mit Mogen Dowids riesigster Façon beladen, und sich einreden, mit solchen Kinkerlitzchen das Judentum zu erlösen. Daß sie sich unter ihr Judentum durch solches Gebahren  lächerlich machen, kommt ihn leider nicht zu Bewußtsein

      Das krampfhafte Bekämpfen der angeblich verderbliche Assimilation durch Leute, die selber bis auf die Knochen assimiliert sind, hat aber auch eine sehr bedenkliche Seite. Denn bei der heftigen Jagd auf jüdischen Eigenwerte, gerät  man aus Mangel an wirklichem Edelwild auf eine höchste bedenkliche Gattung von Kultureigentümlichkeiten.  Man stößt nämlich auf  die Besonderheiten die sich bei einzelnen Juden finden, die aber nicht die Zeichen von Kultur sind, sondern vom Gegenteil, indem sie nichts mehr und nichts weniger darstellen als Überreste  des Ghettos. Das sind jene Eigentümlichkeiten in der Denkweise, in äußeren Benehmen, die der Antisemitismus jüdisch nennt, die aber  in Wahrheit „knechtisch“ heißen müssen,  da sie uns in der langen Ghettohaft anerzogen und aufgezwungen worden sind. Wir glaubten bisher immer , es sei ein Verdienst diese Seltsamkeiten abzustreifen, damit wir nicht unangenehm gegen unsere Umgebung abstechen. Wir hielten es für nützliche Aufgabe, das Judentum von diesen anhafteten Eierschalen  des Ghettos zu befreien.

    Der Zionismus will es anders haben!  Was sein großer Herr, Vater und Lehrmeister, der Antisemitismus einmal als jüdisch bezeichnet hat, damit heilig, das ist empfehlenswert, das ist wahre Kultur, die unbedingt erhalten werden muß. Denn wollten wir es ablegen, so würden wir ja den Antisemitismus kränken. Und so kommt es, daß man den Blick verloren hat und den schon als Assimilanten schlimmster Grad zu brandmarken sucht, der eine bekämpfenswerte Äußerlichkeit ablegen will. Auf diesem Wege werden Ungezogenheiten und sonstige Ghettoeigentümlichkeiten – risum teneatis – zum Range jüdischer Kulturwerten erhoben, und ihre Überwindung gilt als Verrat. Auch jene Eigenschaft, die wir „Chutzpe“ nennen, ist auf diesem Weg zu einem stark  gepflegten hervorstechenden Kulturmerkmal  jüngerer zionistischer Kreise geworden.

    Hinter diese Kleinigkeiten steckt aber mehr, als sie auf den ersten Blick verraten. Vielleicht hält der Zionismus im Grunde seines Herzens nicht  für echt jüdisches Gut, aber eine Eigenschaft besitzen sie jedenfalls: sie sind fremdartig. Und  gerade paßt in die Ziele und Zwecke des Zionismus vollkommen hinein. Denn das Fremdartige bevorzugt er sehr. Wie der Antisemitismus macht ja auch er die Scheidung zwischen jüdisch und deutsch, und wie jener zieht auch er eine reinliche Scheidung einem verständnisvollen Zusammenarbeit vor.  Kann es nicht echt nationales Gefühl sein, das dies bewirkt, soll es wenigstens das der Rassenverhetzung und der gegenseitigen Verbitterung sein. Das – so hofft er – führt vielleicht einmal zum Nationalgefühle,  und das muß gepflegt werden, indem die Mauer immer höher aufgerichtet und jede Verständigung unmöglich gemacht, indem jede Brücke zwischen Juden und Christen abgebrochen wird. Als Unterlage für den künftigen Nationalstaat sucht der Zionismus langsam aber folgerichtig ein geistiges Ghetto zu errichten, und die bewußte Umdeutung von tadelnswerten Ghettoeigentümlichkeiten in jüdische Kulturwerte ist eine Stufe auf dem Wege zu dieser Tiefe. Hier bewährt sich wieder die Verwandtschaft mit den Rassenantisemitismus , denn ihn zieht er als Eideshelfer heran, wenn er beweisen will, daß zwischen „Christen“ und „Juden“, zwischen „Ariern“ und „Semiten“ keine, auch keine Verbindung möglich sei.

    Diese Assimilantenhetze des Zionismus ist demnach durchaus nicht so harmlos, wie man anfangs meint. Sie stellt einen Ausfluß jener systematischen Versuche dar,  die darauf zielen , den  Juden langsam aus dem Zusammenhange mit der Weltkultur zu entfernen, ihn gegen den Andersgläubigen und diesen gegen ihn zu verhetzen.  Die Vortäuschung von jüdischer Eigenkultur hat dem Zweck dem Juden die Freude an der Kultur seines Vaterlandes zu rauben, mit der ihn und seine Vorfahren  langjährige Arbeit verbindet,  für die er gewaltige Opfer an Gut und Blut gebracht hat. Was gibt der Zionismus uns dafür?  Nichts, und wieder nichts. Im bestem Falle etwas Ghettokultur,  Sklavensinn, der  wir schon lange überwunden zu haben glaubten.

        Der Antisemitismus behaupte wir seien keine Deutsche, wir seien Fremde, wir hätten kein Verständnis für deutsche Kultur, keinen Anteil an ihr! Der Zionismus gibt im freudig recht. Uns anderen bedeutet die Tatsache, daß der haßerfüllte Rassenantisemitismus  dies verkündet, nur den Beweis, daß jene verletzende und frivole Meinung falsch ist. Wir werden uns nicht beirren lassen  in unserem Wege weder durch den Haß der Judenfeinde noch den Hohn unserer zionistischen Brüder. Wir werden nicht ermatten , weder im Kampfe um unsere Anerkennung als  Deutsche, noch in dem Bestreben, uns der deutschen Kultur in allem was nicht Religion ist, völlig anzupassen. Das wollen wir freudig tun, selbst auf der Gefahr hin, daß der zionistischer Sprachschatz  ein noch schlimmeres Schimpfwort gebiert, als es in seinen Augen der Ausdruck „Assimilant“ bereits ist.

     

     (wird fortgesetzt)

     

    Erschien bereits in Jeschurun Judentum gegen Zionismus in Folgen, als Teil unseres Studienprogramms  Jahrgang 5770/5771

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

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    08-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    07-02-2021
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    פרשת שקלים

     

    WOCHENABSCHNITT SCHEKOLIM

     

    Dieser Sabbat wird פרשת שקלים, Sabbat der Silbermünzenspende, genannt, dieser bediente sich Moses nach dem Auftrage des Ewigen, um Jissroél zu zählen. Jeder Männliche von 20 Jahren an und darüber brachte diese Münze, einen halben Schekel, zur heiligen Wohnung hin; die Münzen wurden gezählt und nach ihnen die Menge der Erwachsenen bestimmt. Das Geld selbst ward aber zur Bestreitung der Gemeindeopfer verwandt. Und so blieb es alle Zeiten hindurch, solange das Heiligtum in der Mitte Jissroéls bestand.  In jedem Jahre im Monate Adar wurde im ganzen Lande zur Schekelspende aufgefordert, Beamte saßen in alle Städten, das heilige Geld in Empfang zu nehmen, denn vom Monate Nissan an wurden die Opfer immer von den neuen  Spenden bezahlt. Zur Erinnerung an jenen herrlichen Zeiten haben wir das Verlesen der פרשת שקלים beibehalten, als ein זכר למקדש, ein Gedenken des Heiligtums, um dessen Aufbau wir täglich innig flehen.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 199  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

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    07-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    משפטים

     

    משפטי יי אמת צדקו יחדו:

     

     

    „Die Rechtsordnungen Gottes, Wahrheit, sind allseitig gerecht.“

    Psalm 19,10  –  Übersetzung Samson Raphael HIRSCH

     

    1.

     

    Dein Gebot, o Herr der Welten,

    Deine Satzung, die so rein,

    Soll mir über alles gelten,

    Über alles heilig sein.

     

    2.

    Denn auf allen meinen Wegen

    Bringt Dein Wort mir Glück und Heil,

    Spendet mir den reichsten Segen

    Und gewährt den besten Teil.

     

    ***

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 199  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

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    07-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    05-02-2021
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    Rabbiner Samson Raphael Hirsch

    Auszüge aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt JISSRO

      

    Kap.18 V.13-15 …Die Zeit der Wüstenwanderung war daher die hohe Schule des jüdischen Volkes…

     

    Kap. 19,6 Ihr aber sollt mir ein Reich von Priestern und ein heilig Volk sein! Dies sind die Worte die du zu Jissroels Söhnen sprechen sollst.

     

    Kap.19 V.6 und gerade für diese Bestimmung der gesamte Erde sollt ihr mir ein ממלכת כהנים und ein גוי קדוש sein. ממלכת כהנים, jeder einzelne von euch soll dadurch, daß er sich in seinem ganzen Tun von mir „regieren“ lässt, in Wahrheit עול מלכות שמים auf sich nimmt und verwirklicht, ein כהן ein Priester sein, der durch sein Wort und Beispiel die Erkenntnis und Huldigung Gottes verbreitet, wie es in Jesajas 61,1 ausgesprochen ist: „Ihr aber werdet Priester Gottes genannt werden, Diener unseres Gottes, wird man euch nennen,“ und ,גוי קדוש und wie priesterlich in jedem einzelnen, so soll eure Gesamterscheinung nach außen eine Gott heilige sein; ein einziges Volk unter den Völkern, das nicht dem eigenen Ruhm, der eigenen Größe, der eigenen Verherrlichung, sondern der Begründung und Verherrlichung des Reiches Gottes auf Erden angehört; und auch dieses wieder eben dadurch, daß es seine Größe nicht in der Macht, sondern in der absoluten Herrschaft des göttlichen Sittengesetzes sucht; denn das eben heißt: קדושה – לא פחות ולא יותר , אלה הדברים וגו', wie die Weisen erläutern, nicht weniger und nicht mehr. Ein Minderes genügt nicht für eure Zukunft, und ein Mehreren bedarf es nicht.

     

    10. Gott aber sprach zu Mosche: Gehe zum Volke und heilige sie heute und morgen, und lasse sie ihre Kleider waschen. 11. Lasse sie zum dritten Tage bereit sein; denn am dritten Tage wird Gott vor den Augen des ganzen Volkes auf den Berg Sinai sich hinablassen. 12. Umgrenze das Volks ringsum und sage ihm: Hütet euch wohl, den Berg zu besteigen oder auch nur einen Teil davon zu berühren! Jeder, der den Berg anrührt soll getötet werden. 13. Daß ihn keine Hand berühre! Denn gesteinigt soll er werden, oder nur hinabgestürzt, sei es Vieh oder Mann, er soll nicht leben bleiben; wenn das Entlassungshorn seine Töne dehnt, dürfen sie wieder den Berg ersteigen.

     

    V.10-13 …Ist ja das jüdische Gesetz das einzige, das nicht aus dem Volke hervorgegangen, daß  zu konstituieren es bestimmt war. Ist ja Judentum die einzige „Religion“, die nicht aus dem Schosse der Menschen entsprungen, die in ihr den geistigen Boden ihres Leben finden: und gerade diese „Objektivität“ des jüdischen Gesetzes, der jüdischen „Religion“, macht sie zu der einzigen ihrer Art, scheidet sie scharf und spezifisch von allem, was sonst auf Erden Gesetz und Religion heißt, und lässt sie das einzige Kulturmoment der Menschheit sein, das sich als Hebel und Höheziel jedes andern Fortschritts betrachten darf, selbst aber als das gegebene Absolute über allen Fortschritt erhaben ist. Weil allen andern „Religionen“ und Gesetze, nur aus dem Schosse der zeitlichen Menschheit hervorgegangen, nichts anderes sind als Ausdruck dessen, was zu einer gegebenen Zeit von einem bestimmten Menschenkreis als deren Überzeugung von Gott, von der Bestimmung der Menschen und ihre Beziehungen zu Gott und zu einander zum Ausdruck gelangte, darum müssen auch alle andere Religionen und Gesetze gleich allen übrigen aus dem Schosse der Menschen zeitlich hervorgegangenen Momente der Kultur, der Wissenschaft, der Kunst, der Sitte mit der Zeit fortschreiten. Sie sind ja ihrer Natur und ihrem Ursprung zufolge nichts anderes, als der adäquate Ausdruck einer zeitlichen Menschheitsstufe in irgendeinem Gebiete der Menschenentwicklung. Die jüdische „Religion“ und das jüdische Gesetz waren aber nicht aus den zeitlichen Überzeugungen der Menschen entsprungen, sie enthält nicht das, was zu irgendeiner Zeit die Überzeugung irgendwelcher Menschen von Gott und den göttlichen und menschlichen Dingen gewesen; sie sind vielmehr von Gott gegeben und enthalten das, was nach Gottes Willen die Überzeugung der Menschen zu allen Zeiten von Gott und den göttlichen, und vor allem von den Menschen und den menschlichen Dingen bilden soll. Das Gottesgesetz befand sich von vornherein im Gegensatz zu dem Volk, in dessen Mitte dieses Gesetz zu erst Stätte auf Erden gewann, ist das untrüglichste Kriterium des göttlichen Ursprungs dieses Gesetzes, das nicht aus dem Volke, sondern AN das Volk kam, und erst nach jahrhundertlangen Kämpfen sich dies Volk zu seinem Träger durch die Geschichte eroberte (Über die Einzigkeit des Judentums und sein Verhältnis zu Religion u. siehe Jeschurun I, S.3)… …

     

    Kap 20 V.2  Ich ד' sei dein Gott, der ich dich aus dem Lande Mizrajim, aus dem Sklavenhause hinausgeführt.

    Kap.20 V.2 …Indem dieser Satz nicht als eine Aussage, sondern als מצוה, als ein Gebot gefasst wird, spricht Er nicht aus: Ich ד', bin dein Gott, sondern: Ich, ד', soll dein Gott sein, und setzt damit als Fundament unserer ganzen Beziehung zu Gott jene Anforderung, die die Weisen unter dem Ausdruck  קבלת עול מלכות שמיםbegreifen.

    Der sogenannte „Glaube ab das Dasein Gottes“, wie alte und moderne Religionsphilosophen diesen Begriff auszusprechen pflegen, ist noch um Himmelsweiten von dem ferne, was dieser Fundamentalsatz des jüdischen Denkens und Seins erwartet. Nicht das es überhaupt einen Gott gebe, sondern daß dieser eine, einzige, wahrhaftige Gott mein Gott sei, daß Er mich geschaffen, und gebildet, dahin gestellt und verpflichtet und mich schaffe und bilde, erhalte, überwache, lenke und leite, daß ich mit ihm nur in zehntausendster Vermittlung als zufälliges Produkt des Universums zusammenhänge, dessen allererste Ursache Er vor Äonen gewesen, sondern: daß jeden gegenwärtigen Atemzug und jeder kommende Augenblick meines Daseins ein unmittelbares Geschenk seiner Allmacht und Seinem Dienste zu verleben habe,–  kurz: nicht die Erkenntnis Gottes, sondern die Anerkenntnis Gottes als meines Gottes, als der ausschließlich einzigen Lenkers aller meiner Geschicke und als der ausschließlich einzigen Leiters aller meiner Taten, erst dies ist die Wahrheit, mit deren Zugrundelegung ich den Boden eines jüdischen Daseins gewinne. Der Anforderung: אנכי ד' אלקיך entspricht nur die Erwiderung: אתה אלקי!

    …Nur die gänzliche Hingebung an Gott hat uns von den Menschen freigemacht, nur unter dieser Bedingung sind wir frei geworden und sind wir frei. Während andere Menschen und Völker nur mit ihrem geschöpflichen Dasein Gott verpflichtet sind, sind wir es auch mit unserm geschichtlichen, sozialen. Wir sind unmittelbar aus עבודת פרעה in עבודת ד' übergegangen, und אני עבדך בן אמתך פתחת למוסרי singt unsere Nationalhymne: „Ich bin dein geborener Sklave; denn du hast meine Bande gelüftet!“

     

    V.12  Ehre deinen Vater, und deine Mutter; damit lange deine Tage dauern auf dem Boden, den Gott, dein Gott dir gibt.

     

    V.12 ….Nicht auf die Erforschungsergebnisse unserer Betrachtung der Natur, auf die geschichtlichen Erlebnisse unseres Volkes, durch welche Gott eins offenbar geworden und seinen Willen uns offenbar gemacht, hat Er unsere jüdische Erkenntnis und Anerkennung Gottes, als Lenkers unserer Geschicke und Leiters unserer Taten gegründet. Himmel und Erde hatten zu den Menschen vergebens gesprochen, ja ihre Sprache hatte polytheistischen Umdeutung gefunden, und nur die dem jüdischen Volke geschichtlich gewordenen Offenbarungen Gottes haben den Menschen den monotheistischen Blick und das monotheistische Ohr zum Verständnis der Natur und der Geschichte wiedergebracht. יציאת מצרים und מתן תורה, diese beide Grundfakten des jüdischen Volkes, welche unsere Gotteshüldigung als des Lenkers und Leiters unserer Geschicke konstituieren, sind geschichtlichen Wahrheiten, Erkenntnis und Anerkennung geschichtlicher Wahrheiten beruhen aber lediglich auf Tradition, und Tradition beruhigt lediglich auf treuer Übertragung durch Eltern auf Kinder und auf willige Entgegennahme der Kinder aus den Hände der Eltern. Somit beruht die Fortdauer der großen jüdischen Gottesstiftung lediglich auf dem theoretischen und praktischen Gehorsam der Kinder gegen Vater und Mutter, und כבוד אב ואם ist die Grundbedingung der Ewigkeit der jüdischen Nation. Durch Vater und Mutter gibt Gott dem Kinde nicht nur das physische Dasein, sie sind auch faktisch das Band, daß das Kind mit der jüdischen Vergangenheit verknüpft, es Jude und Jüdin sein lässt, und sie sind es, die ihm die Tradition der jüdischen Bestimmung in Erkenntnis, Sitte und Erziehung überliefern sollen. Geschichte und Gesetz soll das Kind aus ihren Händen empfangen, um einst beides ebenso auf seine Kinder zu vererben. Wie es zu seinen Eltern aufschaut, sollen seine Kinder einst zu ihm aufschauen. Ohne dieses Band zerreißt die Kette der Geschlechter, geht die jüdische Vergangenheit der Zukunft verloren, und die jüdische Nation hört auf zu sein…

     

    V.14 Du sollst nicht erlüsten das Haus deines Nächsten; du sollst nicht erlüsten das Weib deines Nächsten, seinen Knecht, seine Magd, sein Ochsen, seinen Esel, noch irgend was deinem Nächsten gehört.

     

    V.14 „Du sollst nicht morden u.s.w. vermag auch ein sterblicher Gesetzgeber zu dekretieren. Allein „du sollst nicht gelüsten“ vermag nur Gott zu verbieten, der Herz und Nieren prüft, vor dem nicht nur die Tat, vor dem auch der Gedanke und die Regung sich vollzieht. Menschen können nur Verbrechen verbieten und begangene Verbrechen notdürftig vor ihr Tribunal ziehen. Allein der Herd, die eigentliche Brut- und Geburtsstätte des Verbrechens entzieht sich ihrer Kognition. Ist aber einmal erst dort das Verbrechen reif geworden, so schreckt die Ausführung selten vor dem strafenden Arm der Menschengerechtigkeit zurück. Darum bleibt aller Staatenbau der Menschen Stückwerk und vergebens, gebrechliches Bemühen, so lange er nur von der Menschenmajestät getragen und vollendet werden soll, so lange sie „mit Gott“ wohl den ersten Grundstein legen, aber ohne Gott das Gebäude aufführen zu können vermeinen, den Dekalog hinnehmen, um darauf die Nebukadnezarsäule menschlicher Vergötterung aufzurichten, nicht die Menschenmajestät dem Staate und dem Staate dem Gesetze und das Gesetz Gott unterstellen, sondern umgekehrt die Gotteshüldigung pflegen, um damit der schwanken Menschenhüldigung eine Stütze zu gewähren. Nur erst wenn Gott „König über die ganze Erde“ und damit Sein Wille Gesetz der Menschen geworden, werden sich die Kerker schließen und wird das Elend von der Erde weichen. –

     

    Den „Zehngeboten“ wohnt übrigens mitnichten eine größere Heiligkeit oder eine größere Bedeutung als irgend ein der  der andern im Pentateuch ausgesprochene Gesetze bei. Sie sind weder das ganze Gesetz, noch sind sie heiligere Gesetze als alle übrigen. … Wohl aber sind sie Grundzüge, allgemeine Kapitelüberschriften, zu denen die ganze übrige Gesetzgebung die eigentliche Ausführung bildet. …

    05-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    04-02-2021
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Jissrau (zweiter Teil)

     

    Jesaja Kap. 9, Versen 5 und 6

     

    Die Haftoro bricht bei diesem unsäglich trüben Ausblick auf das im Haß und Verachtung des Judentums mit Aram vereinte Jissroél ab und schließt mit zwei einem späteren Kapitel (9) des Propheten entnommenen Versen. Dieselben enthalten den Hinweis auf Hiskijahu, jenen König, der mit davidischer Treue für die Gewinnung seines Volkes für die Thora wirkte, und dem vor allen die Erhaltung eines treuen Kernes zu verdanken ist, jener oben genannten „Saat des Heiligtums“, die den unsterblichen Stamm der jüdischen Nation zu bilden berufen war.

     

    Kap.9. V. 5 כי ילד ילד לנו וגו' Ein Kind ward uns geboren. Dieses „uns“ ist aus der Seele eben dieser damals unterdrückten gesetzestreuen Minderheit gesprochen. Der den Achas bereits geborene Sohn werde, so wird es hier verkündet, sich des von Achas mit Füssen getretenen Gesetzes annehmen, aufrichten, was jener gestürzt, und stürzen, was jener verderbenbringend geschaffen hatte. Er wird „Träger der Herrschaft“, – es wird aber eine Herrschaft für Gott sein. Er wird seine königliche Macht als der jüdische König, wie er im Gottesworte vorgesehen ist, zur Anwendung bringen. Mit diesem Königswirken steht er im Dienste der Anbahnung des höchsten, einzig wahren „Friedens auf Erde“, jenes Friedens „ohne Ende“, der am Ziele der Geschichte winkt, und dessen Heilessaaten jener treue Jissroélskern für die Menschheit trägt, der durch Hiskijahus Wirksamkeit erstarken sollte.   

     

    ויקרא שמו: Namen nennen, ist, von Gott gebraucht, gleichbedeutend mit: Bestimmung geben. פלא יוצץ אל גבור אבי עד sind Subjekte und beziehen sich auf Gott. Er nannte den Namen des dem Schear geschenkten Kindes: Fürst des Friedens und bestimmte es damit:

     

    V.6. למרבה המשרה וגו' auf den Davidsthron zum Mehrer des Gottesreiches, den Davidsthron als echter und eigentlicher Davidssprössling nicht auf Unrecht und Gewalt, sondern auf Recht und Liebe zu gründen und zu stützen. Mit der Herrschaft des Rechtes und der Nächstenliebe, die er durch Verwirklichung des Gottesgesetzes im Volke anbahnt, stellt er den Davidsthron in den Dienst der göttlichen Weltwaltungsziele. Dadurch aber verleiht er ihm eine auch über die Zeiten, da er den Augen völlig entschwunden ist, hinaus in die Ewigkeit reichende Bedeutung und Dauer. „Liebe und Recht“ wurden an der Wiege des jüdischen Volkes einst dem Ahnen als Inhalt der ganzen Sendung seines Volkes bezeichnet (1 B.M. 18,19) –: „Recht und Liebe“ bilden die Grundlage und Ziel derjenigen Herrschaft, die berufen ist, für die Herbeiführung des ewigen Friedens zu wirken. Und was sichert diesem die Jahrtausende überdauernde Werke die Verwirklichung? Es ist die „Rechtswahrung Gottes, קנאת ה' ( קנא: sein Eigentumsrecht vertreten),  – die von jetzt bis in die Ewigkeit an diesem Werke arbeitet.“ Nach jüdischer Lehre ist die Menschheit das teuerste Gut Gottes. Ihre freie Huldigung in freier Entfaltung des vollendeten reinen Menschentums ist das Einzige, was Gott von der Welt erwartet. Er ist der Vater, der nach seinen Kindern sich sehnt, seine Kinder nie aufgibt, sie sich durch nichts auf die Dauer entziehen lassen will. Alle Ereignisse der von ihm gelenkten Gänge der Geschichte stehen im Dienste dieses Werkes. Deshalb gehört die Zukunft ihm. Das hohe Bild des ewigen Friedens, der Paradiesseligkeit auf Erden, das als süßer Traum in den Kindheitsdämmern aller Völkerseelen lebte, und von den an der rauen Wirklichkeit „ernüchterten“ Völkern, solange sie die gottgewiesenen Wege zur Verwirklichung dieses Traumes verschmähten, als Utopie belächelt wird, verdient dieses Lächeln auch wirklich, solange sie sich der Huldigung des „Rechtes und der Nächstenliebe“ verschließen.  Auf dem Boden der jüdischen Wahrheit aber ist der ewige Friede und das Paradies auf Erden mit nichten eine Utopie, sondern eine von dem Schöpfer des Menschen verbriefte Verheissung, der am Ziele der Geschichte die concreteste und realste Wirklichkeit winkt.

     

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 141- 142  Kommentar zu Jesaja Kap 9 …) 

    04-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                (1833-1900)

     

    הפטרת יתרו

     

    Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Jissro (Teil 1)

     

    Jesaja Kap.6 u.7 und 9 V.5-6

     

    Das Thorawort zeigte uns mit der Gesetzgebung am Sinai die Anbahnung des Wiedereinzuges Gottes in den Menschenkreis, zunächst in Jissroél. Es zeigte uns Jissroél berufen, „ein Reich von Priestern, ein heilig Volk“ zu werden durch Verwirklichung jenes Gesetzes, dem dann in seiner Mitte ein Heiligtum erstehen sollte, von dem aus, durch die in ihm zu vollziehenden symbolischen Weihehandlungen, an der Gewinnung Jissroéls für sein „menschheitspriesterlichen Beruf“ und an seiner Erziehung zu einem „heiligen Volke“ stets gearbeitet werden sollte, auf daß Gott, nicht in dem Heiligtume, sondern in des Volkes Mitte seine segnende Gegenwart dauernd bekunde. – Das Prophetenwort  zeigt uns Gottes Herrlichkeit diesem Heiligtume sich enthebend, in dessen Herstellung und in dessen allerdings mit exakter Pünktlichkeit vollzogenen Weihebehandlungen das betörte Volke die Summe seiner Verpflichtungen gegen das Gesetz erschöpft wähnte, dem es doch jede heiligende Einwirkung auf sich und auf die Gestaltung seines Lebens versagte, zu dem es sich vielmehr im Leben in ausgesprochenen Gegensatz gesetzt hatte. Sie hatten vergessen, daß, wie das Wort des Psalmisten (Ps. 68, 18) es ausspricht, אדני בם Gott nur dann und nur so lange in ihrer Mitte sei, als סיני בקודש, als der Altar im Heiligtume für sie die Bedeutung des Sinai habe, sie in den in ihrem Namen vollzogenen Opferhandlungen ihr נעשה ונשמע „wir wollen Deinen Willen vollbringen und stets auf ihn hinhören!“ wiederholten, das Feuer auf dem Altare das Symbol des אשדת sei,  des „Feuergesetzes“, das durch unsere Hingebung und durch die Hingebung alles Unsrigen seine Verwirklichung, seine „Nahrung“ finden will. Sich einen Menschenkreis zu schaffen, der, als erster im Kreise der Völkerfamilien, durch freie freudige Erfüllung seines als Gesetzeswort an den Menschen ausgesprochen Willens seinem ganzen Leben in allen seinen Verhältnissen das Gepräge der vollendeten edlen göttlich reinen Menschentums aufdrücke: dazu war Gott, wie es in dem Schlussworte des durch Moses überbrachten Gesetzes rückblickend heißt, „aus den Myriaden seinen Willen in unverbrüchlichem Gehorsam vollbringender Diener“ in Israels Kreis eingegangen. Da Jissroél in seiner Mehrheit diesen Gehorsam beharrlich verweigerte, sah der Prophet, es war der Augenblick seiner Berufung, Gottes Herrlichkeit sich zurückziehen und schaute eben diese רבבות קודש, die Seraphim Seiner harrend, und vernahm ihren Ruf: קדוש קדוש קדוש וגו' die Verkündigung der Heiligkeit Gottes, und daß „die Fülle der ganzen Erde die Offenbarung Seiner Herrlichkeit sein solle.“

     

    „Heiligt euch, so werdet ihr heilig werden, denn heilig bin Ich –“ und: „Heilig sollt ihr sein, denn heilig bin Ich, Gott, euer Gott!“ (3 B.M. 11,44 und 19,2) hatte Gott zu Israel gesprochen, und damit „Heiligkeit“, das ist kampflos freudiges stetes Bereitsein zur Erfüllung des göttlichen Willens als höchste Stufe der menschlichen Vollendung, und das והתקדשתם, die Selbstheiligung, die Selbsterziehung zu dieser Stufe als durch das Gesetz gegebene und ermöglichte Aufgabe ausgesprochen, durch freie Unterordnung unserer Sinnlichkeit unter das Gebot der Pflicht unser irdisches Teil selbst in das Bereich des Ewigen zu erheben. Bei diesem Rufe der Seraphim, der die ganze Erde als Offenbarungsstätte der Gottesherrlichkeit verkündete, sah der Prophet das Heiligtum in seinen Grundschwellen erbeben. Es war ja gerade bestimmt, die erste Vermittlung zur Verwirklichung dieser Gottesabsicht zu sein und ertrug deshalb den Ruf nicht, der den Gegensatz des ganzen Tempellebens zu dem von Gott durch es beabsichtigten Zwecke in seiner ganzen Schärfe hervortreten ließ.  Zu gleicher Zeit sah er das Feuer auf dem Altar verlöschen: „das Haus wollte sich mit Rauch füllen.“

     

    Da erfasst ihn tiefes, verzweiflungsvolles Weh. O daß ich verstummen muss! Daß ich dem verblendeten Volke nicht sagen kann, was ich geschaut! Ich fühle meine eigene Unzulänglichkeit, und mein Volk würde mich nicht verstehen. Die ganze Anschauungs- und Denkweise ist in dem Grade von der Verderbnis ergriffen, daß jede Verständigung ausgeschlossen ist. Die Worte haben einen andren Sinn, die Begriffe einen anderen Inhalt erhalten. – Da hält ihm der Seraph eine scheinbar erloschene Kohle vom Altare an die Lippen und lässt ihn fühlen, daß sie noch einen Glutkern berge, der nur des Hauches seines Mundes, seines Wortes harre, um wieder zur Flamme angefacht zu werden. In dem Augenblicke, da er dies begriffen, und vertrauensvoll und stark in den Dienst der Erhaltung und Belebung seines Mundes, seines Wortes harre, um wieder zur Flamme angefacht zu werden. In dem Augenblicke, da er dies begriffen, und vertrauensvoll und stark in den Dienst der Erhaltung und Belebung und Wahrung dieses heiligen Feuers sich stelle, werde seine eigene Unzulänglichkeit verschwunden sein. Jetzt vernahm er den Gottesruf, wer für die verlassene Gottessache auf Erden eintreten wolle, und jetzt erhob er sich und sprach das Wort des großen Ahnen: „הנני, ich in bereit, sende mich!“

     

    Das erste Wort aber, das in seiner Sendung im Namen Gottes zu sprechen hatte, war ein lauter Kampfesruf gegen alle „geistlichen und weltlichen“ Machthaber in Israel. Er hatte an das im tiefinnersten Herzen der Nation nur schlummernde Volksgewissen zu appellieren und laute Anklage zu erheben, daß man das an sich empfängliche und für das Höchste befähigte, durchaus noch nicht unrettbar verlorene Volk verführe, es stumpf und unempfänglich, es blind und taub und „dadurch seine Heilung unmöglich“ mache!

     

    Das war der erste scharfe Hauch, der den Glutkern vor dem Erlöschen bewahren sollte. – Doch zugleich ward ihm auf die Frage, wie lange dieser Zustand dauern werde, die jede auf einen unmittelbaren, durchgreifenden und sichtbaren Erfolg gerichtete Hoffnung niederschlagende Antwort: Die Rettung der Mehrzahl werde auch seinem Worte nicht gelingen, die vielmehr bis zur hereinbrechenden Katastrophe in ihrer Verblendung verharren werde. Der Rettung der jetzt unterdrückten treuen Minderzahl, daß nicht auch sie sich fortreißen lasse und verloren gehe, gelte seine Sendung, und diese Rettung werde gelingen. Wenngleich auch dieser treue Kern, „das Zehntgeweihte“, gleichfalls in einer langen Reihe seiner Geschlechter der läuternden Flamme ausgesetzt werden müsse, und auch von ihm viele Generationen abfallen werden, so sei doch die Zukunft sein, und er bilde den immer ersterbenden Stamm, der die Saat des Heiligtums, der Menschheitsheiligung, für alle Zukunft schützend in sich berge und so die Zukunft rettete.

     

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 132- 134  Kommentar zu Jesaja Kap 6 …) 

    04-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    03-02-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Jissro (Auszug)

     

    Nie und nimmer wird es der Menschengesellschaft gelingen,  den Forderungen der Menschlichkeit Anerkennung und Verwirklichung zu verschaffen, solange sie nicht im Namen Gottes erhoben werden und die Menschheit nach der Botschaft göttlicher Lebensforderungen sich nicht sehnt. Nicht Aufklärung, noch Fortschritt schützt die Menschheit vor grässlicher Selbstzerfleischung, und die Verbrechen wider das Leben und das Eigentum und die Ehre des Nebenmenschen sind trotz aller Kultur nicht geringer geworden, und als ein kümmerliches, unzulängliches „Surrogat“ hat sich immer der Appell an das „Gewissen“ erwiesen, das doch nichts als ein dämmerndes Ahnen, der Betäubung nur zu leicht zugänglich, ein Spielball unter der Herrschaft der Leidenschaft und übermächtiger Triebe. –

    Nur das allmächtige וידבר אלקים vermag der Erlösung der Menschheit herbeizuführen: das וידבר אלקים, das den ganzen Menschen erfasst, seine ganze Seele beherrscht und in ihr jenes echte, untrügliche Gewissen erzeugt, das Gottes Stimme ist, als Gottes Gegenwart und Gottes Wort Wache hält vor jedem Gedanken, der die Tat zu gebären sich anschickt, daß er im Anblick der Gottesnähe sich prüfe, ob er dem Gotteswillen entspricht.

    Zum Künder dieser Erlösungsbotschaft hat Gott Jissroel am Sinai geweiht. Deshalb hat Gott sein וידבר אלקים an euch gerichtet:  לבעבור נסות אתכם um euch zu erproben, ob ihr gewillt seid, in eurem eigenen Leben den Gotteswillen zu verwirklichen, der euch erst zum wahren Menschen adelt und euch dadurch, wie die Weisen so sinnig kommentieren, בשביל לגדל אתכם בין האומות כנס של ספינה gleich einem hoch emporragenden Mastbaum zum weithin sichtbaren Wahrzeichen inmitten einer verirrten und verblendeten Menschheit hinstellt, um ihr mit eurem Leben die Botschaft ihrer einzig möglichen Erlösung zu künden!

    ……………

    Zu solcher lauter Verkündigung ewiger Sinaiwahrheit lasset uns unser Leben gestalten, daß es sich ragend wie ein göttliches Wahrzeichen, Erlösung verheißend, inmitten einer großen Menschheit erhebe. Dann lasset uns voll Vertrauen der Zukunft entgegenharren – ויברכנו אלקים Unendlicher Segen wohnt unserem Leben inne – Gott lässt  unser Leben zur Segensquelle für eine ganze Menschheit werden – denn mit uns werden einst die Enden der Erde Gott fürchten: וייראו אתו כל אפסי ארץ.

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung zweiter Teil Exodus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1931 S.31-36

    03-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    02-02-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Dr. Raphael BREUER „Mittel und Zweck - Eine halachische Betrachtung“ (1926)
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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

                   (1881-1932)

     

     

     

    MITTEL UND ZWECK –  Eine halachische Betrachtung (1.Teil)

     

    „Die zionistische Palästinapolitik unterscheidet sich von der agudistischen durch ihre Hemmungslosigkeit. Sie ist nicht durch die Thora beschwert. Sie kann ihre realen Ziele verfolgen, ohne fortwährend die Moral der Thora fortwährend um ihre Zustimmung zu befragen. Die zionistische Palästinapolitik hat sich von der Thoramoral emanzipiert. Dagegen muss die agudistische Palästinapolitik sorgfältig im Rahmen der Thoramoral verharren. Das ist nicht immer leicht durchzuführen und die Versuchung ist groß gelegentlich aus diesem Rahmen herauszutreten und im Hinblick auf einen idealen Zweck die lähmende Frage nach dem einwandfreien Charakter der anzuwenden Mittel von sich abzuschütteln. Dieser menschlich begreiflichen Versuchung wurden wir leichter widerstehen können, wenn wir uns in di halachischen Grundlagen versuchen dieses Problems versenken. Unsere Frage lautet allgemein: Wie denkt die Halachah über das Problem der Heiligung des Mittels durch den Zweck?

    I.

    Die Wurzel der gesamten Überlegung ist die Frage nach den Grenzen der Arewuthpflicht. Arewuth heißt Gemeinbürgerschaft des einen für den anderen. Zur Nächstenliebe gehört auch die Teilnahme am Wohl und Wehe des Nächsten. Wie aber, wenn dieses Nächstenwohl nur mit  sündhaften Mitteln gefördert werden  kann?“

     

    Erschienen  in der Wochenzeitung  „Jüdische Presse“ (Wien) 1926 , 3

     

    Zu lesen in Beilagen:

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    02-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    01-02-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.„Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“ 17.Folge
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    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

     

    …

    IV. DIE WIRKUNGEN DES ZIONISMUS

    …

                   c) Zionismus und Assimilation.

     

     

    In der Phraseologie des Zionismus prangt an erster Stelle das Wort „Assimilation“. Sie ist von vornherein in seine Augen etwas Schlechtes und Verräterisches, und der Zionist kennt kein schlimmeres Schimpfwort, als wenn er den nichtzionistischen Juden einen „Assimilanten“ nennt.

    Wenn Assimilation ein Vorwurf sein soll, so setzt dies voraus, daß man einen eigenen Wert, einen kulturellen oder sonstigen, und aus irgendwelchen verwerflichen äußeren Gründen sich einer fremden Sphäre mit ihren Bräuchen anpaßt.

    Hat nun das Judentum solche Eigenwerte die es erhalten muß? Ganz gewiß sind die vorhanden, in unserer Religion nämlich  und in ihren kostbaren Schatze  von Ideen, und wer uns in Bezug auf unsere Religion sagen könnte, wir gäben um der schönen Augen der Welt willen oder aus anderen Gründen ewige und heilige Werte auf, der würde uns einen berechtigten Vorwurf machen,  und diese Beschuldigung der Assimilation müßten wir schwer empfinden.

    Aber sonst? Es gibt keine sonstigen  spezifisch jüdischen Kulturwerte, das Judentum hat sich stets assimiliert, und was man heute auf zionistischer Seite so hoch schätzt und preist, sind weiter nichts als Assimiliationsprodukte längst vergangener Zeiten!

    Ob sich das Judentum religiös assimiliert oder nicht, ob es dort eine Assimilation bis zur Selbstentmannung treibt (sofern es sich nicht um bloße Äußerlichkeiten handelt) ist es dem Zionismus gleichgiltig, muß es bei dem Fehlen  religiöser Interessen auch gleichgiltig sein. Dafür treibt er einen lächerlichen Unfug, indem er jüdische Kulturwerte außerhalb der Sphäre des Religiösen künstlich konstruiert und jenen, die diesen phantastischen  Truggebilde nicht anerkennen wollen und sie nicht als irgendwie verbindlich erachten, dann mit den Brusttone der Überzeugung den Vorwurf macht, sie seien Assimilanten, Verbrecher am Judentum.    

    Was sind nun im einzelnen die vielgepriesenen jüdischen  „Kulturwerte“ die unsere Nationaljuden  im Alltagsleben der Ostjuden aufzwingen und uns aufzwingen wollen?  Unsere Vorfahren hatten einst eine eigene Kultur in Palästina, seit der Zerstörung des Tempels aber waren sie Assimilanten und haben sich – außer der Religion und allem, was damit zusammenhängt – der Kultur der Wirtsvölker ohne jedes Bedenken hingegeben. Speziell das Kulturmilieu daß unsere Zionisten uns als so originell jüdisch vorführen, ist ein fast rein deutsches! Die Kultur ihrer Umgebung nahmen die Juden aus Deutschland mit, als sie im vierzehnten Jahrhundert der „schwarzen Tod“  mit den anschließenden entsetzlichen Folgen nach Polen jagte, und sie bewahrten sich die Bräuche dieses deutschen Milieu, statt sich der neuen polnischen Umgebung zu assimilieren, weil es diesen gegenüber die höhere Kulturstufe darstellte. Jenes Geschlecht war eben ganz und gar assimiliert, selbst auf die Kleidung und die Sprache erstreckte sich die Anpassung. Und wenn auch die Abtrennung und Isolierung von der ursprüngliche deutsche Kultur stattgefunden hat, so will das nichts besagen. Denn da die Wurzel und der Stamm nicht jüdisch sind, können es die Blätter auch nicht sein. Das „Jidische“, jene Sprache die heute fast als spezifische jüdische Eigenart gilt und angestaunt wird, kann nicht verleugnen, daß es  nichts ist als das leicht veränderte mittelalterliche Idiom dem die Juden sich assimiliert hatten.

    Einen jüdischen Kulturwert stellt die jüdisch-religiösen Vorstellung dar, in gewissen Grenzen noch der religiöse Brauch, obwohl auch hier von den ältesten Zeiten bis auf diesen   Tag viel, viel fremdes Gut hineingekommen ist, und ebenso „unjüdisch“  wie die Orgel, auch die Seelenfeier und das Jahrzeitlämpchen sind,. Für diesen  Kulturwerte hat der Zionist keinen Sinn, und nun setzt eine ergötzliche Jagd nach solchen „weltlicher“ Natur ein.  Es wird aus dem Nichts eine jüdische Kunst, eine jüdische Musik, eine jüdische Literatur konstruiert. Nur schade daß sie nicht existieren, nicht existieren können, weil der Boden fehlt, aus dem sie sprießen. Das Sujet macht die Kunst noch nicht zu einer jüdischen denn dann wäre auch Rembrandt ein Vertreter jüdischer Kunst.  Das Leidensmoment, daß sich vor allem durch die Literatur hindurch zieht, ist gewiß jüdisch,  aber man wird es doch unmöglich als positiven Kulturwert von Bedeutung ansprechen können. Jüdische Kunst und Literatur lassen sich restlos in ihre Teile zerlegen, jüdisch ist an ihnen nur der Gegenstand der Darstellung, allenfalls noch die traurigen Ergebnisse tausendjährigen Leidens, der Hang zur Satire, zur bitteren Selbstironie, die Resignation, Züge die ganz gewiß keine Kulturwerte darstellen, auf  die man stolz sein könnte. Sie sind Erzeugnisse der Denk- und Lebensweise des Ghettos. Der Nachweis, daß es eine im Judentum wurzelnde  jüdische Musik nicht gibt, ist noch leichter zu führen.

    Jene  Jünglinge, die am weitesten den Mund aufreißen und nach Erhaltung der jüdischen Kultur schreien und toben, die am tapfersten jeden Andersdenkenden als verruchte Assimilanten beschimpfen, sind ja im Wahrheit am meisten assimiliert, nicht nur in Sprache und äußerliche Kultur, sondern auch in ihrer Anschauungsweise. Denn sie haben nicht einmal die jüdische Denkart bewahren können und haben sich den herrschenden Rassenwahn der anderen bedingungslos assimiliert. Sie haben ihre religiöse Eigenkultur schmählich aufgegeben, und statt den alten schlichten jüdischen Glauben in seiner Reinheit unbeirrt zu bewahren, haben sie sich dem Materialismus und Monismus  der anderen bedingungslos angepaßt. Sie sind die Assimilanten, nicht wir! Sie sind die gefährlichsten Assimilanten, weil sie des Judentums Wesen umgestalten und vernichten wollen, um das Wohlgefallen der Vertreter der herrschenden nationalen und materialistischen Modeanschauungen  zu erringen!

    …

    (wird fortgesetzt)

     

    Erschien bereits in Jeschurun Judentum gegen Zionismus in Folgen, als Teil unseres Studienprogramms  Jahrgang 5770/5771

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    01-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    31-01-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Chabakuk 3,3 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Jissrau
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    יתרו

     

    אלוה מתימן יבוא וקדוש מהר פארן סלה,

    כסה שמים הודו ותהלתו מלאה הארץ:

     

     

    „Gott wird von Theman kommen, der Heilige vom Gebirge Paran, dann hat seine Majestät die Himmel bedeckt, und sein Thatenlob erfüllt die Erde .“

    (Chabakuk 3,3 Übersetzung Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH)

     

    1.

    Durch ein wüstes, dürres Land

    Wandern die erlösten Scharen,

    Und geführt von Gottes Hand,

    Trotzten sie all‘ den Gefahren.

    2.

    Nach drei Monden Pilgerzeit

    Strahlet her, wie eine Sonne,

    Gottes Wort, das uns erfreut

    Und erfüllt mit süßer Wonne.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 187  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    31-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    29-01-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt BESCHALACH
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

                                  (1808-1888)

     

    בשלח

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Beschalach

     

     

    … …

    Kap. 16 V 29 Sehet, daß Gott euch den Sabbat gegeben hat, darum gibt Er euch am sechsten Tage Brot für zwei Tage. Bleibet jeder wo er ist, keiner gehe aus seinem Orte am siebenten Tage!

     

    V.29…Es dürfte nicht überflüssig erscheinen, hier anzumerken, durch das Verbot welcher Werktätigkeit hier der Sabbat sofort bei seiner ersten Einführung in das Leben des jüdischen Volkes charakterisiert ist. Allen denen gegenüber, die unsrem Volke den Sabbat zu stehlen und uns zu bereden versuchen, unter dem לא תעשה כל מלאכה der „Zehngebote“ sei nur schwere, mit körperlicher Anstrengung verbundene Arbeit verstanden, sei hier darauf hingewiesen, wie gleich bei erster Begründung des Sabbats ausdrücklich das Aussuchen der Nahrung, Kochen und Backen überhaupt Bereiten des täglichen Mahles, Aus- und Einbringen aus dem freien allgemeinen Raum in den privaten und umgekehrt, oder auch das Verlassen des Wohnortsrayons verboten ist. Alles Tätigkeiten, die die Herren von der Sabbatreform als nicht „der Heiligkeit des Sabbats widerstehend“ erklären möchten. Dabei bedenke man, daß es sich nur um das Auflesen der fertig daliegende Nahrung handelte und sehr wahrscheinlich das ganze Geschäft des Mannalesens innerhalb einer, höchstens zweier Stunden zu vollbringen war und vollbracht werden mußte, somit der ganze übrige Teil des Tages für sogenannte Gottesdienst mit obligatem Chor und Predigt völlig frei geblieben wäre, und doch ist das einfache Mannaauflesen „Sabbatentweihung“!

    …Es ist aber überhaupt nicht zu übersehen, wie der Begriff שבתון, welcher hier an der Spitze aller Bestimmungen für die Sabbatinstitution gestellt ist, von vornherein eine Beschränkung der Tätigkeit statuiert, die weit über den Begriff des איסור מלאכה hinausgeht. Während das עשית מלאכה – Verbot nur das eigentliche menschliche Schaffen, das Produzieren einer kunstgerechten Veränderung eines Stoffes, dies aber dann als das höchste, todeswürdige חלול שבת verpönt ist, ist שבתון der substantivische Begriff des Sabbatgebotes: תשובה, und gebietet seiner etymologischen Bedeutung gemäß und in der Allgemeinheit, ohne Objekt: Stillstand der wochentätigen Tätigkeit überhaupt, auch wo sie nicht unmittelbar produktiv ist. Der Begriff שביתה umfaßt somit alle Erwerbs- und Gewerbstätigkeit, alles was der Prophet (Jes.58,13) in dem Satze: אם תשיב משבת רגלך וגו' „Wenn du vom Sabbat deinen Fuß zurückhältst, nicht deinem Willen an meinem heiligen Tage auszuführen u.s.w. und du ihn ehrest, indem du deine Wege nicht machest, deinen Willen nicht suchest und nicht einmal ein Wort davon spricht,“ als Entweihung des Sabbats bezeichnet, alles ferner, was schon aus der allgemeinen Pflicht des שמירת התורה und speziell der שמירת השבת als Gesetzeshut im Prinzipe gegeben und von חז"ל in den גזרות und  שבותיםnur näher präzisiert worden. …

    Wie der Prophet (Amos 9,11) bei der Wiederaufrichtung der „fallenden Davidshütte“ erst die Umzäunung wieder herstellen und dann sie wieder erbauen lässt, weil ja nur innerhalb eines geschützten Gebietes sich der Bau gesichert für immer vollbringen lässt, also sehen wir auch für den wöchentlich aufs neue zu vollziehenden großen Aufbau des Sabbats erst das ganze Gebiet der Menschentätigkeit für den Sabbat in Anspruch genommen, innerhalb dessen sodann der große Bau des איסור מלאכה gesichert ausgeführt werden kann, der die weltbeherrschende Menschentat zu Bausteinen eines אות,ברית  und קדש, eines Gott verkündenden, Gott und Menschen verbindenden Heiligtums hinnimmt und nur innerhalb der über das ganze Gebiet der Menschentätigkeit sich erstreckenden Sabbatweihe sicher für die Ewigkeit vollzogen werden kann. Daher sehen wir denn auch eben hier gleich in dem Begründungskapitel des Sabbats alle שבותי דרבנן: מוקצה , נולד,הכנה, auch תחומין, soweit sie דרבנן,  in ihren Wurzeln bereits gegeben.

     

     

    Kap.17, V.8 Es kam Amalek und kämpfte mit Jissroél in Refidim.

     

    Kap.17, V.8 Alle Erfahrungen, die das zum Gottesvolke bestimmte Israel seit seinem Eintritte in die Wüste bisher gemacht hat, Mara, Wachteln, Manna, Sabbat, Wasser aus dem Felsen, lehrten es seine künftige Stellung zu der Natur kenne, lehrten es, welche Unabhängigkeit von den Naturgewalten es mit alleiniger Unterwerfung unter den Willen des Einzigen zu gewinnen haben solle. Eine Erfahrung war noch in diesen Vorbereitungswochen für die Gesetzempfängenis zu machen übrig: die Stellung des künftigen Gottesvolkes als Volk unter den Völkern, seine Stellung zu den Menschengewalten und für die Zukunft des Menschengewalt. Diese Erfahrung sollte ihnen noch in Refidim werden; ihr Lehrmittel war Amalek.

    Wie Esaus Genius einst Jakob, Jissroéls Ahn auf dem Wege zur eigenen Selbständigkeit in nächtlichen Angriff das ganze ringende Geschick und den endlichen, Gott verkündenden Sieg durchleben ließ, den Esaus Kinder Jakobs Söhnen während der Nachtjahrhunderte der Volksgeschichte bereits würden: so war Esaus Enkel, Amalek, das erste und einzige Volk, das Jakobs Enkeln, Jissroél, auf ihrem Zuge zur nationalen Selbständigkeit, ungereizt und unbedroht, sich mit feindlichem Angriff entgegen warf. Wie עיף ויגע, wie wanderungsmüde und schwach auch dieses mit Weib und Kindern eine Heimat suchende Familienvolk erschien, die Gottesmacht, die schirmend und leitend über ihnen schwebte, war so imposant sichtbar geworden, aß ihr Schrecken alle übrigen Völkern selbst die zunächst bedrohte lähmte. Philistäa fürchtete, Edom blieb bestürzt, Moab zitterte, Kanaan war ganz verzagt, nur Amalek eilte, völlig unprovoziert, herbei, um das Ruhmeswagnis und den Kampf mit der Macht zu bestehen, der selbst ein Pharao erlegen. Es alleinלא ירא אלקי' , fürchtete Gott nicht. Es allein war der Erbe jenes Geistes, der sich das Schwert zum Anteil erkor, der den Ruhm in blutigem Lorbeer, und der das נעשה לנו שם, mit welchem der alte Nimrod die Weltgeschichte eröffnet, in Vernichtung des Volksglücks und Zerstörung des Menschenheils zu verwirklichen sucht. Diese Ruhm suchende Gewalt ist der erste und letzte Feind des Menschenheils und des Gottesreiches auf Erden. Pharaonische, Interessen suchende Gewalt hat noch Interesse an der Erhaltung des Geknechteten und kann selbst ein Freund der Freiheit werden, wenn die Freiheit in ihrem Interesse wuchert. Amaleks Ruhm suchendes Schwert hat keine Ruhe, so lange noch ein bescheidenes Glück blüht, das vor seiner Gewalt nicht zittert. – 

    Ebenbürtige, gleich ihm schwergerüstete Gewalt haßt Amalek nicht, vielmehr in solcher Rüstung nur achtende Furcht vor seinem Schwerte, bekriegt, aber achtet, was ihn anerkennt und dem gleichen Prinzipien huldigt. Da aber sieht er einen Gegenstand tödlichen Hasses und gründlicher Verachtung, wo man es wagt, den Schwert entbehrlich zu finden, wo man geistig-sittlichen Mächten zu vertrauen wagt, von denen das Schwert ebenso wenig eine Ahnung hat, als es sie zu erreichen vermag. In dem Vertreter der friedlichen Hoheit des Menschen sieht es den Hohn seines Prinzips, sieht es seinen einzigen Gegner und ahnt es seinen einstigen Sturz. Mit dem sicheren Instinkt des Hasses eilt daher Nimrod-Amalek herbei, den Herold dieser geistig-sittlichen Friedenshoheit des Menschen gleich bei seinem ersten Auftreten in der Völkergeschichte zu zertreten. Amalek kam und bekriegte Jissroél in Refidim. Vielleicht, wenn nicht Israels Gott versuchender Kleinmut Refidims Umwandlung zu einer Wasser bietenden Lagerstätte veranlaßt hätte, wäre Jissroél schon längst nach Horeb weiter geführt worden und Amalek hätte es nicht mehr in Refidim getroffen. So aber hatte Jissroél diese neue angstvolle Erfahrung zu bestehen.

     

    V.9-12 Da sprach Mosche zu Jehoschua: Wähle uns Männer und gehe hinaus, kämpfe mit Amalek. Morgen stehe ich auf dem Gipfel des Hügels, den Stab Gottes in meiner Hand.

    10. Jehoschua tat, wie im Mosche gesagt hatte, mit Amalek zu kämpfen. Mosche, Aharon und Chur waren zum Gipfel des Hügels hinangegangen.

    11. Und es war, wenn Mosche seine Hand in der Höhe hielt, siegte Jissroél, und wenn er seine Hand ruhen ließ, siegte Amalek.

    12. Moshes Hände wurden schwer, da nahmen sie einen Stein, legten ihn ihm unter, und er setzte sich darauf. Aharon und Chur stützten seine Hände, der eine von hier, der andere von dort; so blieben seine Hände Ausdruck des Vertrauens, bis die Sonne unterging.

     

    V. 9-12 Angegriffen von Amalek, muß Jissroél den Kampf wagen, allein es ist nicht Jissroéls Schwert, sondern Moses Stab, der Amalek besiegt, und es nicht eine dem Stab innewohnende Wunderkraft, sondern es ist die durch die emporgehobene Hand zum Ausdruck und Bewußtsein kommende אמונה, das vertrauensvolle sich Hingeben und Anklammern an Gott, das dem Sieg erstreitet.

    אמונה kommt so absolut als Bezeichnung des Charakters oder Inhaltes eines Subjekts vor. כל מצותיך אמונה  (Ps.119,86), ואמונה עניתני (das.75), daß du mir Leiden gegeben, war deinerseitsאמונה . Aaron und Chur waren die Repräsentanten des Volkes Moses zur Seite. Nicht des Führers, sondern das durch den Führer geweckte Gottvertrauen des Volkes führt zum Siege.

     

    V.13 Jehoschua schwächte Amalek und sein Volk mit der Schärfe des Schwertes.

     

    V.13 חלש , ויחלש: während חלץ das Lösen eines hemmenden Bandes, somit ein Freimachen bedeutet, heißt חלש das Lösen der natürlichen zusammenhaltenden Kraft, somit: schwächen. Josua schwächte nur Amalek. Seine endliche Besiegung bleibt der fernen Zukunft vorbehalten. Ist ja auch Jissroél noch nicht reif. Bis zu Jissroéls Reife ist selbst für Jissroéls entwickelnde Erziehung der Gegensatz notwendig.

     

    V.14 Gott sprach zu Mosche: Schreibe dies zum Gedächtnis in das Buch, und gib es auch in Jehoschuas Ohren, ass ich Amaleks Gedächtnis gänzlich von unter den Himmel forttilgen werde.

     

    V.14 בספר, in das Buch der Lehre und des Gesetzes, ושים וגו' und was du allgemein zum Gedächtnis niedergeschrieben hast, das übermittle erklärt und entwickelt dem Geiste Josuas. Wir haben hier für ein geschichtlichen Moment כתב und בעל פה wie für das Gesetz. Vergl.ואלה המשפטים אשר תשים לפניהם (Kap. 21,1) – את זכר עמלק. Nicht Amalek ist das Verderbliche, das Andenken das Ruhmesgedächtnis Amaleks ist das Verderbliche für die sittliche Zukunft der Menschheit. So lange die Annalen der Menschheit das Gedächtnis der Helden des Schwertes mit Ruhm bedecken, solange Würger und Mörder des Menschenheils nicht in Vergessenheit begraben werden, so lange blickt jedes jüngeren Geschlecht bewunderend zu diesen Größen der Gewalt und gleichen Ruhm. Erst wenn das göttliche Sittengesetz das einzige Maß für Kleinstes und Größtes geworden und nicht in umgekehrten, sondern in gleichem Verhältnis der Anspruch des Sittlichen wächst mit der Größe und der Macht, und je größer und mächtiger der Mensch, um so weniger eine Versündigung gegen das Sittengesetz entschuldbar gefunden wird, und Verbrechen Großer und Mächtiger um so tiefer mit Abscheu erfüllen: erst dann wird Amaleks Reich auf Erden für immer dahin sein. Daß dies das endliche Ziel der Gotteswaltung in der Geschichte sei, das hat Gott hier nach der ersten Schwächung Amaleks ausgesprochen: „Auslöschen, auslöschen werde ich das Andenken Amaleks, so weit der Himmel reicht.“ – So ist auch V. 9,7 der Gedanke prägnant ausgesprochen, daß erst mit dr Untergang des Gedächtnisses der Verheerungen und Eroberungen, diese selbst von der Erde verschwunden sein werden: אבד זכרם המה !

     

    V. 15 Da baute Mosche einen Altar und nannte ihn: Gott ist mein Panier!

     

    V.15 ויבן משה מזבח. Wie Jakob, nachdem er im nächtlichen Kampfe mit Amaleks Genius den Namen Israel errungen, im Bewußtsein dieses Namens ein „Altar zum Denkmal“ baute ויצב שם מזבח (1 B.M. 33,20 siehe das.) und sich damit den Zuruf verewigte: אל אלקי ישראל: so baut auch hier Moses nach dem ersten Siege über Amalek und nach der ihm offenbar gewordenen Bedeutung dieses Sieges einen „Altar zum Denkmal“. Amaleks Größe ist „Zerstörung“. Jissroéls Sendung heißt „ Bauen“, und zwar friedliche, menschliche Aufbau alles Irdischen zu Gott. Dieser Altarbau, diese endliche Erhebung der ganzen Erde zu einem Gottesaltare ist der Gegensatz zu Amaleks Schwert (vergl. Kap.20,22). Dieser Mosesaltar der Wüste beginnt den Kampf mit Amalek; darum nannte er ihn: ד' נסי, Gott ruft mich in den Kampf, und zeigt mir, wo ich kämpfen soll. נס ist keine Waffe und kein Schutz. נס ist das hoch emporgehaltene Zeichen, das dem Kämpfer Richtung und Ort des zu bestehenden Kampfes zeigt. Das Werk, das Gott durch Moses beginnen und begründen ließ, hat nicht nur die Konstituierung Jissroéls nach Innen zum Ziele. Der göttliche Aufbau alles Menschlichen in Jissroél hat die Bekämpfung und Überwindung alles Ungöttlichen und Unmenschlichen auf Erde zum Ziele. Dieser Bau greift nicht an, aber er wird angegriffen, wie von Amalek hier, und in dem Kampfe seiner Verteidigung geht Amalek zu Grunde.

     

    V.16 Er sprach es: denn die Waltung auf Gottes Thron heißt: Krieg für Gott wider Amalek von Geschlecht zu Geschlecht.

     

    V.16 ויאמר, er gab ihnen diesen Namen und sprach damit aus, daß u.s.w. oder: er sprach dies, weil u.s.w. – כס kommt nicht wieder vor. Es ist offenbar, das nicht vollendete כסא, so wie י' nur ein Teil des Gottesnamens ist. Es ist offenbar wie die Weisen es ausgesprochen:לא השם שלם ולא הכסה שלם עד שיאבד זכרו של עמלק, so lange Amaleks Ruhmgedächtnis lebt, ist weder Gottes Thron noch sein Name vollständig. Nur in der Natur, aber nicht über die Menschenwelt wird Gottes Herrschaft anerkannt, so lange nicht die Menschentat sich Gott unterwirft, und so lange das Ideal der Menschengröße die Gewalt und nicht die Gott huldigende Vollbringung seines Sittengesetzes ist. Allein Moses spricht es hier aus: die auf Gottes Thron waltende Macht – so unausgebaut auch noch der Thron und so unvollständig auch noch erkannt sein Name – heißt nichts anderes als: Krieg für Gott, d.h. für seine volle Anerkennung, wider Amalek von Geschlecht zu Geschlecht. Der Inbegriff der Gotteswaltung in der Geschichte ist nichts anderes, als Kampf wider Amalek bis ans Ziel der Zeiten.

    29-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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