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Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Thora tegen nationaal-jodendom (sionisme)


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’études rabbiniques YECHOUROUN, Thora contre national-judaïsme (sionisme).

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Thora. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus).

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Thora against Nationaljudaism (Zionism).

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

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  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt WAJERO
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  • S R HIRSCH Kommentar zur Wochenabschnitt Lech Lecho (Auszug)
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Wochenabschnitt Lech Lecho
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt LECH LECHO
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  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt NAUACH
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  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro von Simchass Thora
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Schemini Azérèss
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  • Rabbiner Dr. Rafael BREUER: Erläuterung von das Buch Prediger
  • To say that anti-Zionism is a new form of anti-Semitism is a great foolishness.
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    Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus)
    05-02-2021
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    Rabbiner Samson Raphael Hirsch

    Auszüge aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt JISSRO

      

    Kap.18 V.13-15 …Die Zeit der Wüstenwanderung war daher die hohe Schule des jüdischen Volkes…

     

    Kap. 19,6 Ihr aber sollt mir ein Reich von Priestern und ein heilig Volk sein! Dies sind die Worte die du zu Jissroels Söhnen sprechen sollst.

     

    Kap.19 V.6 und gerade für diese Bestimmung der gesamte Erde sollt ihr mir ein ממלכת כהנים und ein גוי קדוש sein. ממלכת כהנים, jeder einzelne von euch soll dadurch, daß er sich in seinem ganzen Tun von mir „regieren“ lässt, in Wahrheit עול מלכות שמים auf sich nimmt und verwirklicht, ein כהן ein Priester sein, der durch sein Wort und Beispiel die Erkenntnis und Huldigung Gottes verbreitet, wie es in Jesajas 61,1 ausgesprochen ist: „Ihr aber werdet Priester Gottes genannt werden, Diener unseres Gottes, wird man euch nennen,“ und ,גוי קדוש und wie priesterlich in jedem einzelnen, so soll eure Gesamterscheinung nach außen eine Gott heilige sein; ein einziges Volk unter den Völkern, das nicht dem eigenen Ruhm, der eigenen Größe, der eigenen Verherrlichung, sondern der Begründung und Verherrlichung des Reiches Gottes auf Erden angehört; und auch dieses wieder eben dadurch, daß es seine Größe nicht in der Macht, sondern in der absoluten Herrschaft des göttlichen Sittengesetzes sucht; denn das eben heißt: קדושה – לא פחות ולא יותר , אלה הדברים וגו', wie die Weisen erläutern, nicht weniger und nicht mehr. Ein Minderes genügt nicht für eure Zukunft, und ein Mehreren bedarf es nicht.

     

    10. Gott aber sprach zu Mosche: Gehe zum Volke und heilige sie heute und morgen, und lasse sie ihre Kleider waschen. 11. Lasse sie zum dritten Tage bereit sein; denn am dritten Tage wird Gott vor den Augen des ganzen Volkes auf den Berg Sinai sich hinablassen. 12. Umgrenze das Volks ringsum und sage ihm: Hütet euch wohl, den Berg zu besteigen oder auch nur einen Teil davon zu berühren! Jeder, der den Berg anrührt soll getötet werden. 13. Daß ihn keine Hand berühre! Denn gesteinigt soll er werden, oder nur hinabgestürzt, sei es Vieh oder Mann, er soll nicht leben bleiben; wenn das Entlassungshorn seine Töne dehnt, dürfen sie wieder den Berg ersteigen.

     

    V.10-13 …Ist ja das jüdische Gesetz das einzige, das nicht aus dem Volke hervorgegangen, daß  zu konstituieren es bestimmt war. Ist ja Judentum die einzige „Religion“, die nicht aus dem Schosse der Menschen entsprungen, die in ihr den geistigen Boden ihres Leben finden: und gerade diese „Objektivität“ des jüdischen Gesetzes, der jüdischen „Religion“, macht sie zu der einzigen ihrer Art, scheidet sie scharf und spezifisch von allem, was sonst auf Erden Gesetz und Religion heißt, und lässt sie das einzige Kulturmoment der Menschheit sein, das sich als Hebel und Höheziel jedes andern Fortschritts betrachten darf, selbst aber als das gegebene Absolute über allen Fortschritt erhaben ist. Weil allen andern „Religionen“ und Gesetze, nur aus dem Schosse der zeitlichen Menschheit hervorgegangen, nichts anderes sind als Ausdruck dessen, was zu einer gegebenen Zeit von einem bestimmten Menschenkreis als deren Überzeugung von Gott, von der Bestimmung der Menschen und ihre Beziehungen zu Gott und zu einander zum Ausdruck gelangte, darum müssen auch alle andere Religionen und Gesetze gleich allen übrigen aus dem Schosse der Menschen zeitlich hervorgegangenen Momente der Kultur, der Wissenschaft, der Kunst, der Sitte mit der Zeit fortschreiten. Sie sind ja ihrer Natur und ihrem Ursprung zufolge nichts anderes, als der adäquate Ausdruck einer zeitlichen Menschheitsstufe in irgendeinem Gebiete der Menschenentwicklung. Die jüdische „Religion“ und das jüdische Gesetz waren aber nicht aus den zeitlichen Überzeugungen der Menschen entsprungen, sie enthält nicht das, was zu irgendeiner Zeit die Überzeugung irgendwelcher Menschen von Gott und den göttlichen und menschlichen Dingen gewesen; sie sind vielmehr von Gott gegeben und enthalten das, was nach Gottes Willen die Überzeugung der Menschen zu allen Zeiten von Gott und den göttlichen, und vor allem von den Menschen und den menschlichen Dingen bilden soll. Das Gottesgesetz befand sich von vornherein im Gegensatz zu dem Volk, in dessen Mitte dieses Gesetz zu erst Stätte auf Erden gewann, ist das untrüglichste Kriterium des göttlichen Ursprungs dieses Gesetzes, das nicht aus dem Volke, sondern AN das Volk kam, und erst nach jahrhundertlangen Kämpfen sich dies Volk zu seinem Träger durch die Geschichte eroberte (Über die Einzigkeit des Judentums und sein Verhältnis zu Religion u. siehe Jeschurun I, S.3)… …

     

    Kap 20 V.2  Ich ד' sei dein Gott, der ich dich aus dem Lande Mizrajim, aus dem Sklavenhause hinausgeführt.

    Kap.20 V.2 …Indem dieser Satz nicht als eine Aussage, sondern als מצוה, als ein Gebot gefasst wird, spricht Er nicht aus: Ich ד', bin dein Gott, sondern: Ich, ד', soll dein Gott sein, und setzt damit als Fundament unserer ganzen Beziehung zu Gott jene Anforderung, die die Weisen unter dem Ausdruck  קבלת עול מלכות שמיםbegreifen.

    Der sogenannte „Glaube ab das Dasein Gottes“, wie alte und moderne Religionsphilosophen diesen Begriff auszusprechen pflegen, ist noch um Himmelsweiten von dem ferne, was dieser Fundamentalsatz des jüdischen Denkens und Seins erwartet. Nicht das es überhaupt einen Gott gebe, sondern daß dieser eine, einzige, wahrhaftige Gott mein Gott sei, daß Er mich geschaffen, und gebildet, dahin gestellt und verpflichtet und mich schaffe und bilde, erhalte, überwache, lenke und leite, daß ich mit ihm nur in zehntausendster Vermittlung als zufälliges Produkt des Universums zusammenhänge, dessen allererste Ursache Er vor Äonen gewesen, sondern: daß jeden gegenwärtigen Atemzug und jeder kommende Augenblick meines Daseins ein unmittelbares Geschenk seiner Allmacht und Seinem Dienste zu verleben habe,–  kurz: nicht die Erkenntnis Gottes, sondern die Anerkenntnis Gottes als meines Gottes, als der ausschließlich einzigen Lenkers aller meiner Geschicke und als der ausschließlich einzigen Leiters aller meiner Taten, erst dies ist die Wahrheit, mit deren Zugrundelegung ich den Boden eines jüdischen Daseins gewinne. Der Anforderung: אנכי ד' אלקיך entspricht nur die Erwiderung: אתה אלקי!

    …Nur die gänzliche Hingebung an Gott hat uns von den Menschen freigemacht, nur unter dieser Bedingung sind wir frei geworden und sind wir frei. Während andere Menschen und Völker nur mit ihrem geschöpflichen Dasein Gott verpflichtet sind, sind wir es auch mit unserm geschichtlichen, sozialen. Wir sind unmittelbar aus עבודת פרעה in עבודת ד' übergegangen, und אני עבדך בן אמתך פתחת למוסרי singt unsere Nationalhymne: „Ich bin dein geborener Sklave; denn du hast meine Bande gelüftet!“

     

    V.12  Ehre deinen Vater, und deine Mutter; damit lange deine Tage dauern auf dem Boden, den Gott, dein Gott dir gibt.

     

    V.12 ….Nicht auf die Erforschungsergebnisse unserer Betrachtung der Natur, auf die geschichtlichen Erlebnisse unseres Volkes, durch welche Gott eins offenbar geworden und seinen Willen uns offenbar gemacht, hat Er unsere jüdische Erkenntnis und Anerkennung Gottes, als Lenkers unserer Geschicke und Leiters unserer Taten gegründet. Himmel und Erde hatten zu den Menschen vergebens gesprochen, ja ihre Sprache hatte polytheistischen Umdeutung gefunden, und nur die dem jüdischen Volke geschichtlich gewordenen Offenbarungen Gottes haben den Menschen den monotheistischen Blick und das monotheistische Ohr zum Verständnis der Natur und der Geschichte wiedergebracht. יציאת מצרים und מתן תורה, diese beide Grundfakten des jüdischen Volkes, welche unsere Gotteshüldigung als des Lenkers und Leiters unserer Geschicke konstituieren, sind geschichtlichen Wahrheiten, Erkenntnis und Anerkennung geschichtlicher Wahrheiten beruhen aber lediglich auf Tradition, und Tradition beruhigt lediglich auf treuer Übertragung durch Eltern auf Kinder und auf willige Entgegennahme der Kinder aus den Hände der Eltern. Somit beruht die Fortdauer der großen jüdischen Gottesstiftung lediglich auf dem theoretischen und praktischen Gehorsam der Kinder gegen Vater und Mutter, und כבוד אב ואם ist die Grundbedingung der Ewigkeit der jüdischen Nation. Durch Vater und Mutter gibt Gott dem Kinde nicht nur das physische Dasein, sie sind auch faktisch das Band, daß das Kind mit der jüdischen Vergangenheit verknüpft, es Jude und Jüdin sein lässt, und sie sind es, die ihm die Tradition der jüdischen Bestimmung in Erkenntnis, Sitte und Erziehung überliefern sollen. Geschichte und Gesetz soll das Kind aus ihren Händen empfangen, um einst beides ebenso auf seine Kinder zu vererben. Wie es zu seinen Eltern aufschaut, sollen seine Kinder einst zu ihm aufschauen. Ohne dieses Band zerreißt die Kette der Geschlechter, geht die jüdische Vergangenheit der Zukunft verloren, und die jüdische Nation hört auf zu sein…

     

    V.14 Du sollst nicht erlüsten das Haus deines Nächsten; du sollst nicht erlüsten das Weib deines Nächsten, seinen Knecht, seine Magd, sein Ochsen, seinen Esel, noch irgend was deinem Nächsten gehört.

     

    V.14 „Du sollst nicht morden u.s.w. vermag auch ein sterblicher Gesetzgeber zu dekretieren. Allein „du sollst nicht gelüsten“ vermag nur Gott zu verbieten, der Herz und Nieren prüft, vor dem nicht nur die Tat, vor dem auch der Gedanke und die Regung sich vollzieht. Menschen können nur Verbrechen verbieten und begangene Verbrechen notdürftig vor ihr Tribunal ziehen. Allein der Herd, die eigentliche Brut- und Geburtsstätte des Verbrechens entzieht sich ihrer Kognition. Ist aber einmal erst dort das Verbrechen reif geworden, so schreckt die Ausführung selten vor dem strafenden Arm der Menschengerechtigkeit zurück. Darum bleibt aller Staatenbau der Menschen Stückwerk und vergebens, gebrechliches Bemühen, so lange er nur von der Menschenmajestät getragen und vollendet werden soll, so lange sie „mit Gott“ wohl den ersten Grundstein legen, aber ohne Gott das Gebäude aufführen zu können vermeinen, den Dekalog hinnehmen, um darauf die Nebukadnezarsäule menschlicher Vergötterung aufzurichten, nicht die Menschenmajestät dem Staate und dem Staate dem Gesetze und das Gesetz Gott unterstellen, sondern umgekehrt die Gotteshüldigung pflegen, um damit der schwanken Menschenhüldigung eine Stütze zu gewähren. Nur erst wenn Gott „König über die ganze Erde“ und damit Sein Wille Gesetz der Menschen geworden, werden sich die Kerker schließen und wird das Elend von der Erde weichen. –

     

    Den „Zehngeboten“ wohnt übrigens mitnichten eine größere Heiligkeit oder eine größere Bedeutung als irgend ein der  der andern im Pentateuch ausgesprochene Gesetze bei. Sie sind weder das ganze Gesetz, noch sind sie heiligere Gesetze als alle übrigen. … Wohl aber sind sie Grundzüge, allgemeine Kapitelüberschriften, zu denen die ganze übrige Gesetzgebung die eigentliche Ausführung bildet. …

    05-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    04-02-2021
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Jissrau (zweiter Teil)

     

    Jesaja Kap. 9, Versen 5 und 6

     

    Die Haftoro bricht bei diesem unsäglich trüben Ausblick auf das im Haß und Verachtung des Judentums mit Aram vereinte Jissroél ab und schließt mit zwei einem späteren Kapitel (9) des Propheten entnommenen Versen. Dieselben enthalten den Hinweis auf Hiskijahu, jenen König, der mit davidischer Treue für die Gewinnung seines Volkes für die Thora wirkte, und dem vor allen die Erhaltung eines treuen Kernes zu verdanken ist, jener oben genannten „Saat des Heiligtums“, die den unsterblichen Stamm der jüdischen Nation zu bilden berufen war.

     

    Kap.9. V. 5 כי ילד ילד לנו וגו' Ein Kind ward uns geboren. Dieses „uns“ ist aus der Seele eben dieser damals unterdrückten gesetzestreuen Minderheit gesprochen. Der den Achas bereits geborene Sohn werde, so wird es hier verkündet, sich des von Achas mit Füssen getretenen Gesetzes annehmen, aufrichten, was jener gestürzt, und stürzen, was jener verderbenbringend geschaffen hatte. Er wird „Träger der Herrschaft“, – es wird aber eine Herrschaft für Gott sein. Er wird seine königliche Macht als der jüdische König, wie er im Gottesworte vorgesehen ist, zur Anwendung bringen. Mit diesem Königswirken steht er im Dienste der Anbahnung des höchsten, einzig wahren „Friedens auf Erde“, jenes Friedens „ohne Ende“, der am Ziele der Geschichte winkt, und dessen Heilessaaten jener treue Jissroélskern für die Menschheit trägt, der durch Hiskijahus Wirksamkeit erstarken sollte.   

     

    ויקרא שמו: Namen nennen, ist, von Gott gebraucht, gleichbedeutend mit: Bestimmung geben. פלא יוצץ אל גבור אבי עד sind Subjekte und beziehen sich auf Gott. Er nannte den Namen des dem Schear geschenkten Kindes: Fürst des Friedens und bestimmte es damit:

     

    V.6. למרבה המשרה וגו' auf den Davidsthron zum Mehrer des Gottesreiches, den Davidsthron als echter und eigentlicher Davidssprössling nicht auf Unrecht und Gewalt, sondern auf Recht und Liebe zu gründen und zu stützen. Mit der Herrschaft des Rechtes und der Nächstenliebe, die er durch Verwirklichung des Gottesgesetzes im Volke anbahnt, stellt er den Davidsthron in den Dienst der göttlichen Weltwaltungsziele. Dadurch aber verleiht er ihm eine auch über die Zeiten, da er den Augen völlig entschwunden ist, hinaus in die Ewigkeit reichende Bedeutung und Dauer. „Liebe und Recht“ wurden an der Wiege des jüdischen Volkes einst dem Ahnen als Inhalt der ganzen Sendung seines Volkes bezeichnet (1 B.M. 18,19) –: „Recht und Liebe“ bilden die Grundlage und Ziel derjenigen Herrschaft, die berufen ist, für die Herbeiführung des ewigen Friedens zu wirken. Und was sichert diesem die Jahrtausende überdauernde Werke die Verwirklichung? Es ist die „Rechtswahrung Gottes, קנאת ה' ( קנא: sein Eigentumsrecht vertreten),  – die von jetzt bis in die Ewigkeit an diesem Werke arbeitet.“ Nach jüdischer Lehre ist die Menschheit das teuerste Gut Gottes. Ihre freie Huldigung in freier Entfaltung des vollendeten reinen Menschentums ist das Einzige, was Gott von der Welt erwartet. Er ist der Vater, der nach seinen Kindern sich sehnt, seine Kinder nie aufgibt, sie sich durch nichts auf die Dauer entziehen lassen will. Alle Ereignisse der von ihm gelenkten Gänge der Geschichte stehen im Dienste dieses Werkes. Deshalb gehört die Zukunft ihm. Das hohe Bild des ewigen Friedens, der Paradiesseligkeit auf Erden, das als süßer Traum in den Kindheitsdämmern aller Völkerseelen lebte, und von den an der rauen Wirklichkeit „ernüchterten“ Völkern, solange sie die gottgewiesenen Wege zur Verwirklichung dieses Traumes verschmähten, als Utopie belächelt wird, verdient dieses Lächeln auch wirklich, solange sie sich der Huldigung des „Rechtes und der Nächstenliebe“ verschließen.  Auf dem Boden der jüdischen Wahrheit aber ist der ewige Friede und das Paradies auf Erden mit nichten eine Utopie, sondern eine von dem Schöpfer des Menschen verbriefte Verheissung, der am Ziele der Geschichte die concreteste und realste Wirklichkeit winkt.

     

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 141- 142  Kommentar zu Jesaja Kap 9 …) 

    04-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                (1833-1900)

     

    הפטרת יתרו

     

    Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Jissro (Teil 1)

     

    Jesaja Kap.6 u.7 und 9 V.5-6

     

    Das Thorawort zeigte uns mit der Gesetzgebung am Sinai die Anbahnung des Wiedereinzuges Gottes in den Menschenkreis, zunächst in Jissroél. Es zeigte uns Jissroél berufen, „ein Reich von Priestern, ein heilig Volk“ zu werden durch Verwirklichung jenes Gesetzes, dem dann in seiner Mitte ein Heiligtum erstehen sollte, von dem aus, durch die in ihm zu vollziehenden symbolischen Weihehandlungen, an der Gewinnung Jissroéls für sein „menschheitspriesterlichen Beruf“ und an seiner Erziehung zu einem „heiligen Volke“ stets gearbeitet werden sollte, auf daß Gott, nicht in dem Heiligtume, sondern in des Volkes Mitte seine segnende Gegenwart dauernd bekunde. – Das Prophetenwort  zeigt uns Gottes Herrlichkeit diesem Heiligtume sich enthebend, in dessen Herstellung und in dessen allerdings mit exakter Pünktlichkeit vollzogenen Weihebehandlungen das betörte Volke die Summe seiner Verpflichtungen gegen das Gesetz erschöpft wähnte, dem es doch jede heiligende Einwirkung auf sich und auf die Gestaltung seines Lebens versagte, zu dem es sich vielmehr im Leben in ausgesprochenen Gegensatz gesetzt hatte. Sie hatten vergessen, daß, wie das Wort des Psalmisten (Ps. 68, 18) es ausspricht, אדני בם Gott nur dann und nur so lange in ihrer Mitte sei, als סיני בקודש, als der Altar im Heiligtume für sie die Bedeutung des Sinai habe, sie in den in ihrem Namen vollzogenen Opferhandlungen ihr נעשה ונשמע „wir wollen Deinen Willen vollbringen und stets auf ihn hinhören!“ wiederholten, das Feuer auf dem Altare das Symbol des אשדת sei,  des „Feuergesetzes“, das durch unsere Hingebung und durch die Hingebung alles Unsrigen seine Verwirklichung, seine „Nahrung“ finden will. Sich einen Menschenkreis zu schaffen, der, als erster im Kreise der Völkerfamilien, durch freie freudige Erfüllung seines als Gesetzeswort an den Menschen ausgesprochen Willens seinem ganzen Leben in allen seinen Verhältnissen das Gepräge der vollendeten edlen göttlich reinen Menschentums aufdrücke: dazu war Gott, wie es in dem Schlussworte des durch Moses überbrachten Gesetzes rückblickend heißt, „aus den Myriaden seinen Willen in unverbrüchlichem Gehorsam vollbringender Diener“ in Israels Kreis eingegangen. Da Jissroél in seiner Mehrheit diesen Gehorsam beharrlich verweigerte, sah der Prophet, es war der Augenblick seiner Berufung, Gottes Herrlichkeit sich zurückziehen und schaute eben diese רבבות קודש, die Seraphim Seiner harrend, und vernahm ihren Ruf: קדוש קדוש קדוש וגו' die Verkündigung der Heiligkeit Gottes, und daß „die Fülle der ganzen Erde die Offenbarung Seiner Herrlichkeit sein solle.“

     

    „Heiligt euch, so werdet ihr heilig werden, denn heilig bin Ich –“ und: „Heilig sollt ihr sein, denn heilig bin Ich, Gott, euer Gott!“ (3 B.M. 11,44 und 19,2) hatte Gott zu Israel gesprochen, und damit „Heiligkeit“, das ist kampflos freudiges stetes Bereitsein zur Erfüllung des göttlichen Willens als höchste Stufe der menschlichen Vollendung, und das והתקדשתם, die Selbstheiligung, die Selbsterziehung zu dieser Stufe als durch das Gesetz gegebene und ermöglichte Aufgabe ausgesprochen, durch freie Unterordnung unserer Sinnlichkeit unter das Gebot der Pflicht unser irdisches Teil selbst in das Bereich des Ewigen zu erheben. Bei diesem Rufe der Seraphim, der die ganze Erde als Offenbarungsstätte der Gottesherrlichkeit verkündete, sah der Prophet das Heiligtum in seinen Grundschwellen erbeben. Es war ja gerade bestimmt, die erste Vermittlung zur Verwirklichung dieser Gottesabsicht zu sein und ertrug deshalb den Ruf nicht, der den Gegensatz des ganzen Tempellebens zu dem von Gott durch es beabsichtigten Zwecke in seiner ganzen Schärfe hervortreten ließ.  Zu gleicher Zeit sah er das Feuer auf dem Altar verlöschen: „das Haus wollte sich mit Rauch füllen.“

     

    Da erfasst ihn tiefes, verzweiflungsvolles Weh. O daß ich verstummen muss! Daß ich dem verblendeten Volke nicht sagen kann, was ich geschaut! Ich fühle meine eigene Unzulänglichkeit, und mein Volk würde mich nicht verstehen. Die ganze Anschauungs- und Denkweise ist in dem Grade von der Verderbnis ergriffen, daß jede Verständigung ausgeschlossen ist. Die Worte haben einen andren Sinn, die Begriffe einen anderen Inhalt erhalten. – Da hält ihm der Seraph eine scheinbar erloschene Kohle vom Altare an die Lippen und lässt ihn fühlen, daß sie noch einen Glutkern berge, der nur des Hauches seines Mundes, seines Wortes harre, um wieder zur Flamme angefacht zu werden. In dem Augenblicke, da er dies begriffen, und vertrauensvoll und stark in den Dienst der Erhaltung und Belebung seines Mundes, seines Wortes harre, um wieder zur Flamme angefacht zu werden. In dem Augenblicke, da er dies begriffen, und vertrauensvoll und stark in den Dienst der Erhaltung und Belebung und Wahrung dieses heiligen Feuers sich stelle, werde seine eigene Unzulänglichkeit verschwunden sein. Jetzt vernahm er den Gottesruf, wer für die verlassene Gottessache auf Erden eintreten wolle, und jetzt erhob er sich und sprach das Wort des großen Ahnen: „הנני, ich in bereit, sende mich!“

     

    Das erste Wort aber, das in seiner Sendung im Namen Gottes zu sprechen hatte, war ein lauter Kampfesruf gegen alle „geistlichen und weltlichen“ Machthaber in Israel. Er hatte an das im tiefinnersten Herzen der Nation nur schlummernde Volksgewissen zu appellieren und laute Anklage zu erheben, daß man das an sich empfängliche und für das Höchste befähigte, durchaus noch nicht unrettbar verlorene Volk verführe, es stumpf und unempfänglich, es blind und taub und „dadurch seine Heilung unmöglich“ mache!

     

    Das war der erste scharfe Hauch, der den Glutkern vor dem Erlöschen bewahren sollte. – Doch zugleich ward ihm auf die Frage, wie lange dieser Zustand dauern werde, die jede auf einen unmittelbaren, durchgreifenden und sichtbaren Erfolg gerichtete Hoffnung niederschlagende Antwort: Die Rettung der Mehrzahl werde auch seinem Worte nicht gelingen, die vielmehr bis zur hereinbrechenden Katastrophe in ihrer Verblendung verharren werde. Der Rettung der jetzt unterdrückten treuen Minderzahl, daß nicht auch sie sich fortreißen lasse und verloren gehe, gelte seine Sendung, und diese Rettung werde gelingen. Wenngleich auch dieser treue Kern, „das Zehntgeweihte“, gleichfalls in einer langen Reihe seiner Geschlechter der läuternden Flamme ausgesetzt werden müsse, und auch von ihm viele Generationen abfallen werden, so sei doch die Zukunft sein, und er bilde den immer ersterbenden Stamm, der die Saat des Heiligtums, der Menschheitsheiligung, für alle Zukunft schützend in sich berge und so die Zukunft rettete.

     

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 132- 134  Kommentar zu Jesaja Kap 6 …) 

    04-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    03-02-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Jissro (Auszug)

     

    Nie und nimmer wird es der Menschengesellschaft gelingen,  den Forderungen der Menschlichkeit Anerkennung und Verwirklichung zu verschaffen, solange sie nicht im Namen Gottes erhoben werden und die Menschheit nach der Botschaft göttlicher Lebensforderungen sich nicht sehnt. Nicht Aufklärung, noch Fortschritt schützt die Menschheit vor grässlicher Selbstzerfleischung, und die Verbrechen wider das Leben und das Eigentum und die Ehre des Nebenmenschen sind trotz aller Kultur nicht geringer geworden, und als ein kümmerliches, unzulängliches „Surrogat“ hat sich immer der Appell an das „Gewissen“ erwiesen, das doch nichts als ein dämmerndes Ahnen, der Betäubung nur zu leicht zugänglich, ein Spielball unter der Herrschaft der Leidenschaft und übermächtiger Triebe. –

    Nur das allmächtige וידבר אלקים vermag der Erlösung der Menschheit herbeizuführen: das וידבר אלקים, das den ganzen Menschen erfasst, seine ganze Seele beherrscht und in ihr jenes echte, untrügliche Gewissen erzeugt, das Gottes Stimme ist, als Gottes Gegenwart und Gottes Wort Wache hält vor jedem Gedanken, der die Tat zu gebären sich anschickt, daß er im Anblick der Gottesnähe sich prüfe, ob er dem Gotteswillen entspricht.

    Zum Künder dieser Erlösungsbotschaft hat Gott Jissroel am Sinai geweiht. Deshalb hat Gott sein וידבר אלקים an euch gerichtet:  לבעבור נסות אתכם um euch zu erproben, ob ihr gewillt seid, in eurem eigenen Leben den Gotteswillen zu verwirklichen, der euch erst zum wahren Menschen adelt und euch dadurch, wie die Weisen so sinnig kommentieren, בשביל לגדל אתכם בין האומות כנס של ספינה gleich einem hoch emporragenden Mastbaum zum weithin sichtbaren Wahrzeichen inmitten einer verirrten und verblendeten Menschheit hinstellt, um ihr mit eurem Leben die Botschaft ihrer einzig möglichen Erlösung zu künden!

    ……………

    Zu solcher lauter Verkündigung ewiger Sinaiwahrheit lasset uns unser Leben gestalten, daß es sich ragend wie ein göttliches Wahrzeichen, Erlösung verheißend, inmitten einer großen Menschheit erhebe. Dann lasset uns voll Vertrauen der Zukunft entgegenharren – ויברכנו אלקים Unendlicher Segen wohnt unserem Leben inne – Gott lässt  unser Leben zur Segensquelle für eine ganze Menschheit werden – denn mit uns werden einst die Enden der Erde Gott fürchten: וייראו אתו כל אפסי ארץ.

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung zweiter Teil Exodus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1931 S.31-36

    03-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    02-02-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Dr. Raphael BREUER „Mittel und Zweck - Eine halachische Betrachtung“ (1926)
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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

                   (1881-1932)

     

     

     

    MITTEL UND ZWECK –  Eine halachische Betrachtung (1.Teil)

     

    „Die zionistische Palästinapolitik unterscheidet sich von der agudistischen durch ihre Hemmungslosigkeit. Sie ist nicht durch die Thora beschwert. Sie kann ihre realen Ziele verfolgen, ohne fortwährend die Moral der Thora fortwährend um ihre Zustimmung zu befragen. Die zionistische Palästinapolitik hat sich von der Thoramoral emanzipiert. Dagegen muss die agudistische Palästinapolitik sorgfältig im Rahmen der Thoramoral verharren. Das ist nicht immer leicht durchzuführen und die Versuchung ist groß gelegentlich aus diesem Rahmen herauszutreten und im Hinblick auf einen idealen Zweck die lähmende Frage nach dem einwandfreien Charakter der anzuwenden Mittel von sich abzuschütteln. Dieser menschlich begreiflichen Versuchung wurden wir leichter widerstehen können, wenn wir uns in di halachischen Grundlagen versuchen dieses Problems versenken. Unsere Frage lautet allgemein: Wie denkt die Halachah über das Problem der Heiligung des Mittels durch den Zweck?

    I.

    Die Wurzel der gesamten Überlegung ist die Frage nach den Grenzen der Arewuthpflicht. Arewuth heißt Gemeinbürgerschaft des einen für den anderen. Zur Nächstenliebe gehört auch die Teilnahme am Wohl und Wehe des Nächsten. Wie aber, wenn dieses Nächstenwohl nur mit  sündhaften Mitteln gefördert werden  kann?“

     

    Erschienen  in der Wochenzeitung  „Jüdische Presse“ (Wien) 1926 , 3

     

    Zu lesen in Beilagen:

    Bijlagen:
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    02-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    01-02-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.„Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“ 17.Folge
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    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

     

    …

    IV. DIE WIRKUNGEN DES ZIONISMUS

    …

                   c) Zionismus und Assimilation.

     

     

    In der Phraseologie des Zionismus prangt an erster Stelle das Wort „Assimilation“. Sie ist von vornherein in seine Augen etwas Schlechtes und Verräterisches, und der Zionist kennt kein schlimmeres Schimpfwort, als wenn er den nichtzionistischen Juden einen „Assimilanten“ nennt.

    Wenn Assimilation ein Vorwurf sein soll, so setzt dies voraus, daß man einen eigenen Wert, einen kulturellen oder sonstigen, und aus irgendwelchen verwerflichen äußeren Gründen sich einer fremden Sphäre mit ihren Bräuchen anpaßt.

    Hat nun das Judentum solche Eigenwerte die es erhalten muß? Ganz gewiß sind die vorhanden, in unserer Religion nämlich  und in ihren kostbaren Schatze  von Ideen, und wer uns in Bezug auf unsere Religion sagen könnte, wir gäben um der schönen Augen der Welt willen oder aus anderen Gründen ewige und heilige Werte auf, der würde uns einen berechtigten Vorwurf machen,  und diese Beschuldigung der Assimilation müßten wir schwer empfinden.

    Aber sonst? Es gibt keine sonstigen  spezifisch jüdischen Kulturwerte, das Judentum hat sich stets assimiliert, und was man heute auf zionistischer Seite so hoch schätzt und preist, sind weiter nichts als Assimiliationsprodukte längst vergangener Zeiten!

    Ob sich das Judentum religiös assimiliert oder nicht, ob es dort eine Assimilation bis zur Selbstentmannung treibt (sofern es sich nicht um bloße Äußerlichkeiten handelt) ist es dem Zionismus gleichgiltig, muß es bei dem Fehlen  religiöser Interessen auch gleichgiltig sein. Dafür treibt er einen lächerlichen Unfug, indem er jüdische Kulturwerte außerhalb der Sphäre des Religiösen künstlich konstruiert und jenen, die diesen phantastischen  Truggebilde nicht anerkennen wollen und sie nicht als irgendwie verbindlich erachten, dann mit den Brusttone der Überzeugung den Vorwurf macht, sie seien Assimilanten, Verbrecher am Judentum.    

    Was sind nun im einzelnen die vielgepriesenen jüdischen  „Kulturwerte“ die unsere Nationaljuden  im Alltagsleben der Ostjuden aufzwingen und uns aufzwingen wollen?  Unsere Vorfahren hatten einst eine eigene Kultur in Palästina, seit der Zerstörung des Tempels aber waren sie Assimilanten und haben sich – außer der Religion und allem, was damit zusammenhängt – der Kultur der Wirtsvölker ohne jedes Bedenken hingegeben. Speziell das Kulturmilieu daß unsere Zionisten uns als so originell jüdisch vorführen, ist ein fast rein deutsches! Die Kultur ihrer Umgebung nahmen die Juden aus Deutschland mit, als sie im vierzehnten Jahrhundert der „schwarzen Tod“  mit den anschließenden entsetzlichen Folgen nach Polen jagte, und sie bewahrten sich die Bräuche dieses deutschen Milieu, statt sich der neuen polnischen Umgebung zu assimilieren, weil es diesen gegenüber die höhere Kulturstufe darstellte. Jenes Geschlecht war eben ganz und gar assimiliert, selbst auf die Kleidung und die Sprache erstreckte sich die Anpassung. Und wenn auch die Abtrennung und Isolierung von der ursprüngliche deutsche Kultur stattgefunden hat, so will das nichts besagen. Denn da die Wurzel und der Stamm nicht jüdisch sind, können es die Blätter auch nicht sein. Das „Jidische“, jene Sprache die heute fast als spezifische jüdische Eigenart gilt und angestaunt wird, kann nicht verleugnen, daß es  nichts ist als das leicht veränderte mittelalterliche Idiom dem die Juden sich assimiliert hatten.

    Einen jüdischen Kulturwert stellt die jüdisch-religiösen Vorstellung dar, in gewissen Grenzen noch der religiöse Brauch, obwohl auch hier von den ältesten Zeiten bis auf diesen   Tag viel, viel fremdes Gut hineingekommen ist, und ebenso „unjüdisch“  wie die Orgel, auch die Seelenfeier und das Jahrzeitlämpchen sind,. Für diesen  Kulturwerte hat der Zionist keinen Sinn, und nun setzt eine ergötzliche Jagd nach solchen „weltlicher“ Natur ein.  Es wird aus dem Nichts eine jüdische Kunst, eine jüdische Musik, eine jüdische Literatur konstruiert. Nur schade daß sie nicht existieren, nicht existieren können, weil der Boden fehlt, aus dem sie sprießen. Das Sujet macht die Kunst noch nicht zu einer jüdischen denn dann wäre auch Rembrandt ein Vertreter jüdischer Kunst.  Das Leidensmoment, daß sich vor allem durch die Literatur hindurch zieht, ist gewiß jüdisch,  aber man wird es doch unmöglich als positiven Kulturwert von Bedeutung ansprechen können. Jüdische Kunst und Literatur lassen sich restlos in ihre Teile zerlegen, jüdisch ist an ihnen nur der Gegenstand der Darstellung, allenfalls noch die traurigen Ergebnisse tausendjährigen Leidens, der Hang zur Satire, zur bitteren Selbstironie, die Resignation, Züge die ganz gewiß keine Kulturwerte darstellen, auf  die man stolz sein könnte. Sie sind Erzeugnisse der Denk- und Lebensweise des Ghettos. Der Nachweis, daß es eine im Judentum wurzelnde  jüdische Musik nicht gibt, ist noch leichter zu führen.

    Jene  Jünglinge, die am weitesten den Mund aufreißen und nach Erhaltung der jüdischen Kultur schreien und toben, die am tapfersten jeden Andersdenkenden als verruchte Assimilanten beschimpfen, sind ja im Wahrheit am meisten assimiliert, nicht nur in Sprache und äußerliche Kultur, sondern auch in ihrer Anschauungsweise. Denn sie haben nicht einmal die jüdische Denkart bewahren können und haben sich den herrschenden Rassenwahn der anderen bedingungslos assimiliert. Sie haben ihre religiöse Eigenkultur schmählich aufgegeben, und statt den alten schlichten jüdischen Glauben in seiner Reinheit unbeirrt zu bewahren, haben sie sich dem Materialismus und Monismus  der anderen bedingungslos angepaßt. Sie sind die Assimilanten, nicht wir! Sie sind die gefährlichsten Assimilanten, weil sie des Judentums Wesen umgestalten und vernichten wollen, um das Wohlgefallen der Vertreter der herrschenden nationalen und materialistischen Modeanschauungen  zu erringen!

    …

    (wird fortgesetzt)

     

    Erschien bereits in Jeschurun Judentum gegen Zionismus in Folgen, als Teil unseres Studienprogramms  Jahrgang 5770/5771

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    01-02-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    31-01-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Chabakuk 3,3 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Jissrau
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    יתרו

     

    אלוה מתימן יבוא וקדוש מהר פארן סלה,

    כסה שמים הודו ותהלתו מלאה הארץ:

     

     

    „Gott wird von Theman kommen, der Heilige vom Gebirge Paran, dann hat seine Majestät die Himmel bedeckt, und sein Thatenlob erfüllt die Erde .“

    (Chabakuk 3,3 Übersetzung Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH)

     

    1.

    Durch ein wüstes, dürres Land

    Wandern die erlösten Scharen,

    Und geführt von Gottes Hand,

    Trotzten sie all‘ den Gefahren.

    2.

    Nach drei Monden Pilgerzeit

    Strahlet her, wie eine Sonne,

    Gottes Wort, das uns erfreut

    Und erfüllt mit süßer Wonne.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 187  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    31-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    29-01-2021
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

                                  (1808-1888)

     

    בשלח

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Beschalach

     

     

    … …

    Kap. 16 V 29 Sehet, daß Gott euch den Sabbat gegeben hat, darum gibt Er euch am sechsten Tage Brot für zwei Tage. Bleibet jeder wo er ist, keiner gehe aus seinem Orte am siebenten Tage!

     

    V.29…Es dürfte nicht überflüssig erscheinen, hier anzumerken, durch das Verbot welcher Werktätigkeit hier der Sabbat sofort bei seiner ersten Einführung in das Leben des jüdischen Volkes charakterisiert ist. Allen denen gegenüber, die unsrem Volke den Sabbat zu stehlen und uns zu bereden versuchen, unter dem לא תעשה כל מלאכה der „Zehngebote“ sei nur schwere, mit körperlicher Anstrengung verbundene Arbeit verstanden, sei hier darauf hingewiesen, wie gleich bei erster Begründung des Sabbats ausdrücklich das Aussuchen der Nahrung, Kochen und Backen überhaupt Bereiten des täglichen Mahles, Aus- und Einbringen aus dem freien allgemeinen Raum in den privaten und umgekehrt, oder auch das Verlassen des Wohnortsrayons verboten ist. Alles Tätigkeiten, die die Herren von der Sabbatreform als nicht „der Heiligkeit des Sabbats widerstehend“ erklären möchten. Dabei bedenke man, daß es sich nur um das Auflesen der fertig daliegende Nahrung handelte und sehr wahrscheinlich das ganze Geschäft des Mannalesens innerhalb einer, höchstens zweier Stunden zu vollbringen war und vollbracht werden mußte, somit der ganze übrige Teil des Tages für sogenannte Gottesdienst mit obligatem Chor und Predigt völlig frei geblieben wäre, und doch ist das einfache Mannaauflesen „Sabbatentweihung“!

    …Es ist aber überhaupt nicht zu übersehen, wie der Begriff שבתון, welcher hier an der Spitze aller Bestimmungen für die Sabbatinstitution gestellt ist, von vornherein eine Beschränkung der Tätigkeit statuiert, die weit über den Begriff des איסור מלאכה hinausgeht. Während das עשית מלאכה – Verbot nur das eigentliche menschliche Schaffen, das Produzieren einer kunstgerechten Veränderung eines Stoffes, dies aber dann als das höchste, todeswürdige חלול שבת verpönt ist, ist שבתון der substantivische Begriff des Sabbatgebotes: תשובה, und gebietet seiner etymologischen Bedeutung gemäß und in der Allgemeinheit, ohne Objekt: Stillstand der wochentätigen Tätigkeit überhaupt, auch wo sie nicht unmittelbar produktiv ist. Der Begriff שביתה umfaßt somit alle Erwerbs- und Gewerbstätigkeit, alles was der Prophet (Jes.58,13) in dem Satze: אם תשיב משבת רגלך וגו' „Wenn du vom Sabbat deinen Fuß zurückhältst, nicht deinem Willen an meinem heiligen Tage auszuführen u.s.w. und du ihn ehrest, indem du deine Wege nicht machest, deinen Willen nicht suchest und nicht einmal ein Wort davon spricht,“ als Entweihung des Sabbats bezeichnet, alles ferner, was schon aus der allgemeinen Pflicht des שמירת התורה und speziell der שמירת השבת als Gesetzeshut im Prinzipe gegeben und von חז"ל in den גזרות und  שבותיםnur näher präzisiert worden. …

    Wie der Prophet (Amos 9,11) bei der Wiederaufrichtung der „fallenden Davidshütte“ erst die Umzäunung wieder herstellen und dann sie wieder erbauen lässt, weil ja nur innerhalb eines geschützten Gebietes sich der Bau gesichert für immer vollbringen lässt, also sehen wir auch für den wöchentlich aufs neue zu vollziehenden großen Aufbau des Sabbats erst das ganze Gebiet der Menschentätigkeit für den Sabbat in Anspruch genommen, innerhalb dessen sodann der große Bau des איסור מלאכה gesichert ausgeführt werden kann, der die weltbeherrschende Menschentat zu Bausteinen eines אות,ברית  und קדש, eines Gott verkündenden, Gott und Menschen verbindenden Heiligtums hinnimmt und nur innerhalb der über das ganze Gebiet der Menschentätigkeit sich erstreckenden Sabbatweihe sicher für die Ewigkeit vollzogen werden kann. Daher sehen wir denn auch eben hier gleich in dem Begründungskapitel des Sabbats alle שבותי דרבנן: מוקצה , נולד,הכנה, auch תחומין, soweit sie דרבנן,  in ihren Wurzeln bereits gegeben.

     

     

    Kap.17, V.8 Es kam Amalek und kämpfte mit Jissroél in Refidim.

     

    Kap.17, V.8 Alle Erfahrungen, die das zum Gottesvolke bestimmte Israel seit seinem Eintritte in die Wüste bisher gemacht hat, Mara, Wachteln, Manna, Sabbat, Wasser aus dem Felsen, lehrten es seine künftige Stellung zu der Natur kenne, lehrten es, welche Unabhängigkeit von den Naturgewalten es mit alleiniger Unterwerfung unter den Willen des Einzigen zu gewinnen haben solle. Eine Erfahrung war noch in diesen Vorbereitungswochen für die Gesetzempfängenis zu machen übrig: die Stellung des künftigen Gottesvolkes als Volk unter den Völkern, seine Stellung zu den Menschengewalten und für die Zukunft des Menschengewalt. Diese Erfahrung sollte ihnen noch in Refidim werden; ihr Lehrmittel war Amalek.

    Wie Esaus Genius einst Jakob, Jissroéls Ahn auf dem Wege zur eigenen Selbständigkeit in nächtlichen Angriff das ganze ringende Geschick und den endlichen, Gott verkündenden Sieg durchleben ließ, den Esaus Kinder Jakobs Söhnen während der Nachtjahrhunderte der Volksgeschichte bereits würden: so war Esaus Enkel, Amalek, das erste und einzige Volk, das Jakobs Enkeln, Jissroél, auf ihrem Zuge zur nationalen Selbständigkeit, ungereizt und unbedroht, sich mit feindlichem Angriff entgegen warf. Wie עיף ויגע, wie wanderungsmüde und schwach auch dieses mit Weib und Kindern eine Heimat suchende Familienvolk erschien, die Gottesmacht, die schirmend und leitend über ihnen schwebte, war so imposant sichtbar geworden, aß ihr Schrecken alle übrigen Völkern selbst die zunächst bedrohte lähmte. Philistäa fürchtete, Edom blieb bestürzt, Moab zitterte, Kanaan war ganz verzagt, nur Amalek eilte, völlig unprovoziert, herbei, um das Ruhmeswagnis und den Kampf mit der Macht zu bestehen, der selbst ein Pharao erlegen. Es alleinלא ירא אלקי' , fürchtete Gott nicht. Es allein war der Erbe jenes Geistes, der sich das Schwert zum Anteil erkor, der den Ruhm in blutigem Lorbeer, und der das נעשה לנו שם, mit welchem der alte Nimrod die Weltgeschichte eröffnet, in Vernichtung des Volksglücks und Zerstörung des Menschenheils zu verwirklichen sucht. Diese Ruhm suchende Gewalt ist der erste und letzte Feind des Menschenheils und des Gottesreiches auf Erden. Pharaonische, Interessen suchende Gewalt hat noch Interesse an der Erhaltung des Geknechteten und kann selbst ein Freund der Freiheit werden, wenn die Freiheit in ihrem Interesse wuchert. Amaleks Ruhm suchendes Schwert hat keine Ruhe, so lange noch ein bescheidenes Glück blüht, das vor seiner Gewalt nicht zittert. – 

    Ebenbürtige, gleich ihm schwergerüstete Gewalt haßt Amalek nicht, vielmehr in solcher Rüstung nur achtende Furcht vor seinem Schwerte, bekriegt, aber achtet, was ihn anerkennt und dem gleichen Prinzipien huldigt. Da aber sieht er einen Gegenstand tödlichen Hasses und gründlicher Verachtung, wo man es wagt, den Schwert entbehrlich zu finden, wo man geistig-sittlichen Mächten zu vertrauen wagt, von denen das Schwert ebenso wenig eine Ahnung hat, als es sie zu erreichen vermag. In dem Vertreter der friedlichen Hoheit des Menschen sieht es den Hohn seines Prinzips, sieht es seinen einzigen Gegner und ahnt es seinen einstigen Sturz. Mit dem sicheren Instinkt des Hasses eilt daher Nimrod-Amalek herbei, den Herold dieser geistig-sittlichen Friedenshoheit des Menschen gleich bei seinem ersten Auftreten in der Völkergeschichte zu zertreten. Amalek kam und bekriegte Jissroél in Refidim. Vielleicht, wenn nicht Israels Gott versuchender Kleinmut Refidims Umwandlung zu einer Wasser bietenden Lagerstätte veranlaßt hätte, wäre Jissroél schon längst nach Horeb weiter geführt worden und Amalek hätte es nicht mehr in Refidim getroffen. So aber hatte Jissroél diese neue angstvolle Erfahrung zu bestehen.

     

    V.9-12 Da sprach Mosche zu Jehoschua: Wähle uns Männer und gehe hinaus, kämpfe mit Amalek. Morgen stehe ich auf dem Gipfel des Hügels, den Stab Gottes in meiner Hand.

    10. Jehoschua tat, wie im Mosche gesagt hatte, mit Amalek zu kämpfen. Mosche, Aharon und Chur waren zum Gipfel des Hügels hinangegangen.

    11. Und es war, wenn Mosche seine Hand in der Höhe hielt, siegte Jissroél, und wenn er seine Hand ruhen ließ, siegte Amalek.

    12. Moshes Hände wurden schwer, da nahmen sie einen Stein, legten ihn ihm unter, und er setzte sich darauf. Aharon und Chur stützten seine Hände, der eine von hier, der andere von dort; so blieben seine Hände Ausdruck des Vertrauens, bis die Sonne unterging.

     

    V. 9-12 Angegriffen von Amalek, muß Jissroél den Kampf wagen, allein es ist nicht Jissroéls Schwert, sondern Moses Stab, der Amalek besiegt, und es nicht eine dem Stab innewohnende Wunderkraft, sondern es ist die durch die emporgehobene Hand zum Ausdruck und Bewußtsein kommende אמונה, das vertrauensvolle sich Hingeben und Anklammern an Gott, das dem Sieg erstreitet.

    אמונה kommt so absolut als Bezeichnung des Charakters oder Inhaltes eines Subjekts vor. כל מצותיך אמונה  (Ps.119,86), ואמונה עניתני (das.75), daß du mir Leiden gegeben, war deinerseitsאמונה . Aaron und Chur waren die Repräsentanten des Volkes Moses zur Seite. Nicht des Führers, sondern das durch den Führer geweckte Gottvertrauen des Volkes führt zum Siege.

     

    V.13 Jehoschua schwächte Amalek und sein Volk mit der Schärfe des Schwertes.

     

    V.13 חלש , ויחלש: während חלץ das Lösen eines hemmenden Bandes, somit ein Freimachen bedeutet, heißt חלש das Lösen der natürlichen zusammenhaltenden Kraft, somit: schwächen. Josua schwächte nur Amalek. Seine endliche Besiegung bleibt der fernen Zukunft vorbehalten. Ist ja auch Jissroél noch nicht reif. Bis zu Jissroéls Reife ist selbst für Jissroéls entwickelnde Erziehung der Gegensatz notwendig.

     

    V.14 Gott sprach zu Mosche: Schreibe dies zum Gedächtnis in das Buch, und gib es auch in Jehoschuas Ohren, ass ich Amaleks Gedächtnis gänzlich von unter den Himmel forttilgen werde.

     

    V.14 בספר, in das Buch der Lehre und des Gesetzes, ושים וגו' und was du allgemein zum Gedächtnis niedergeschrieben hast, das übermittle erklärt und entwickelt dem Geiste Josuas. Wir haben hier für ein geschichtlichen Moment כתב und בעל פה wie für das Gesetz. Vergl.ואלה המשפטים אשר תשים לפניהם (Kap. 21,1) – את זכר עמלק. Nicht Amalek ist das Verderbliche, das Andenken das Ruhmesgedächtnis Amaleks ist das Verderbliche für die sittliche Zukunft der Menschheit. So lange die Annalen der Menschheit das Gedächtnis der Helden des Schwertes mit Ruhm bedecken, solange Würger und Mörder des Menschenheils nicht in Vergessenheit begraben werden, so lange blickt jedes jüngeren Geschlecht bewunderend zu diesen Größen der Gewalt und gleichen Ruhm. Erst wenn das göttliche Sittengesetz das einzige Maß für Kleinstes und Größtes geworden und nicht in umgekehrten, sondern in gleichem Verhältnis der Anspruch des Sittlichen wächst mit der Größe und der Macht, und je größer und mächtiger der Mensch, um so weniger eine Versündigung gegen das Sittengesetz entschuldbar gefunden wird, und Verbrechen Großer und Mächtiger um so tiefer mit Abscheu erfüllen: erst dann wird Amaleks Reich auf Erden für immer dahin sein. Daß dies das endliche Ziel der Gotteswaltung in der Geschichte sei, das hat Gott hier nach der ersten Schwächung Amaleks ausgesprochen: „Auslöschen, auslöschen werde ich das Andenken Amaleks, so weit der Himmel reicht.“ – So ist auch V. 9,7 der Gedanke prägnant ausgesprochen, daß erst mit dr Untergang des Gedächtnisses der Verheerungen und Eroberungen, diese selbst von der Erde verschwunden sein werden: אבד זכרם המה !

     

    V. 15 Da baute Mosche einen Altar und nannte ihn: Gott ist mein Panier!

     

    V.15 ויבן משה מזבח. Wie Jakob, nachdem er im nächtlichen Kampfe mit Amaleks Genius den Namen Israel errungen, im Bewußtsein dieses Namens ein „Altar zum Denkmal“ baute ויצב שם מזבח (1 B.M. 33,20 siehe das.) und sich damit den Zuruf verewigte: אל אלקי ישראל: so baut auch hier Moses nach dem ersten Siege über Amalek und nach der ihm offenbar gewordenen Bedeutung dieses Sieges einen „Altar zum Denkmal“. Amaleks Größe ist „Zerstörung“. Jissroéls Sendung heißt „ Bauen“, und zwar friedliche, menschliche Aufbau alles Irdischen zu Gott. Dieser Altarbau, diese endliche Erhebung der ganzen Erde zu einem Gottesaltare ist der Gegensatz zu Amaleks Schwert (vergl. Kap.20,22). Dieser Mosesaltar der Wüste beginnt den Kampf mit Amalek; darum nannte er ihn: ד' נסי, Gott ruft mich in den Kampf, und zeigt mir, wo ich kämpfen soll. נס ist keine Waffe und kein Schutz. נס ist das hoch emporgehaltene Zeichen, das dem Kämpfer Richtung und Ort des zu bestehenden Kampfes zeigt. Das Werk, das Gott durch Moses beginnen und begründen ließ, hat nicht nur die Konstituierung Jissroéls nach Innen zum Ziele. Der göttliche Aufbau alles Menschlichen in Jissroél hat die Bekämpfung und Überwindung alles Ungöttlichen und Unmenschlichen auf Erde zum Ziele. Dieser Bau greift nicht an, aber er wird angegriffen, wie von Amalek hier, und in dem Kampfe seiner Verteidigung geht Amalek zu Grunde.

     

    V.16 Er sprach es: denn die Waltung auf Gottes Thron heißt: Krieg für Gott wider Amalek von Geschlecht zu Geschlecht.

     

    V.16 ויאמר, er gab ihnen diesen Namen und sprach damit aus, daß u.s.w. oder: er sprach dies, weil u.s.w. – כס kommt nicht wieder vor. Es ist offenbar, das nicht vollendete כסא, so wie י' nur ein Teil des Gottesnamens ist. Es ist offenbar wie die Weisen es ausgesprochen:לא השם שלם ולא הכסה שלם עד שיאבד זכרו של עמלק, so lange Amaleks Ruhmgedächtnis lebt, ist weder Gottes Thron noch sein Name vollständig. Nur in der Natur, aber nicht über die Menschenwelt wird Gottes Herrschaft anerkannt, so lange nicht die Menschentat sich Gott unterwirft, und so lange das Ideal der Menschengröße die Gewalt und nicht die Gott huldigende Vollbringung seines Sittengesetzes ist. Allein Moses spricht es hier aus: die auf Gottes Thron waltende Macht – so unausgebaut auch noch der Thron und so unvollständig auch noch erkannt sein Name – heißt nichts anderes als: Krieg für Gott, d.h. für seine volle Anerkennung, wider Amalek von Geschlecht zu Geschlecht. Der Inbegriff der Gotteswaltung in der Geschichte ist nichts anderes, als Kampf wider Amalek bis ans Ziel der Zeiten.

    29-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    28-01-2021
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    Rabbiner Ludwig STERN

              (1812-1890)

     

    Der 15. Sch‘wat

     

    (73,8) …Endlich der 15. Sch’wat (חמשה עשר בשבט). Dieser ist nicht eigentlich ein Gedenktag, sondern nach der Mischna (ר"ה א א) der Jahresanfang für die Berechnung für die Berechnung des Zehntens von den Baumfrüchten, eine Feier des aus dem Winterschlafe erwachenden pflanzlichen Lebens, das sich in der beginnenden Knospenentwicklung zeigt. Es unterbleibt, wie bereits oben (46,8) vorgetragen worden, das Bittgebet תחנון. In vielen Orten wird an diesen Tagen, namentlich am erstgenannten, eine Schülerfeier veranstaltet.

     

    (Die anderen Gedenktage dieses Abschnittes sind den 18.Ijar und den 15.Aw)

     

    עמודי הגולה Die Vorschriften der Thora welche Jissroél in der Zerstreuung zu beobachten hat. Ein Lehrbuch der Religion für Schule und Familie von Ludwig Stern, Direktor der israelitischen Schule in Würzburg. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage (S.155 - 157) Frankfurt a.M. Verlag von J. Kaufmann 1886

     

    Teil unseres Studienprogramms Winter 5771

    28-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת בשלח

     

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Beschalach

     

    Richter Kap.4 Vers 4

     

    Die Geschichte Jissroéls zur Zeit der Richter ist die Geschichte eines steten Wechsels von der Treue zum Abfall und vom Abfall zur Treue. Sie zeigt uns Jissroél, wie es in der Ungestörtheit des Genusses seines Landbesitzes und seiner Selbständigkeit immer wieder die Eigenartigkeit seiner Bestimmung und seines Geschickes vergißt, vergißt, daß es Freiheit und Landbesitz nur Gott verdanke und nur zur Verwirklichung seines Gesetzes empfangen habe. Dieses Gesetz steht im vollen Gegensatz und bringt den von ihm erzogenen Menschenkreis in vollendeten Gegensatz zu den Völkern seiner kanaanitischen Umgebung. Im Gegensatz zu deren sittlicher Entartung will es zur Selbstbeherrschung, im Gegensatz zu ihrer Selbstsucht will es zur Nächstenliebe, in Gegensatz zu ihrer Vergötterung der Gewalt will es zur unbedingten Unterordnung unter das Gebot der Pflicht erziehen. Jissroél aber hatte, seine Bestimmung vollständig vergessend, „die Töchter der kanaanitischen Bevölkerung, in deren Mitte es lebte, zu Frauen genommen und seine eignen Töchter ihren Söhnen gegeben, und sie dienten ihren Göttern“. (Richter 3,5,6) Da waren sie durch göttliche Fügung von schweren Verhängnissen getroffen worden. Zuerst vom Könige von Amram Naharajim acht Jahre ihrer Selbständigkeit beraubt, bei späterem Rückfalle achtzehn Jahre von Moab geknechtet, und sodann, nach achtzig Jahre der Selbständigkeit und ungestörten Glückes wieder in der alten Abfall zurückgesunken, hatten sie zwanzig Jahre die ganze Schwere erbarmungsloser Unterdrückung und Vergewaltigung kennen gelernt. Dieselben Völker, deren Götter Jissroél gedient, zu deren Kultur es in stupider Verwunderung aufgeblickt, mit denen es sich durch Verschwägerung hatte „amalgamieren“ wollen – der älteste Versuch jener „Lösung“ der „Judenfrage“, die uns von unsren Freunden immer wieder so eindringlich empfohlen wird, hatte auch damals nur mit grimmigen Hasse der also Umworbenen geendet! – dieselben waren damals wie später in Gottes Hand das Werkzeug, Jissroél durch Leidenserfahrung wieder zum Bewußtsein seiner selbst und damit zu Gott zurückzuführen.

    Der damalige Unterdrücker hieß Jabin, seine Residenz war Chazor, und sein Feldherr Sißra hatte sein Hauptquartier in Charoscheth Hagojim.  – Sollte dieses „Charoscheth Hagojim“ wörtlich „Beschwichtigung“ oder richtiger intransitiv: „Schweigen der Völker“, vielleicht im Zusammenhang stehn mit den „neunhundert eisernen Kriegswagen“, dem Schrecken des unterdrückten Jissroél (V.3), und dieser damalige Artilleriepark in köstlicher Naivität so als damalige ultima ration regum, als probatestes Beschwichtigungsmittel der Völker zur Aufrechterhaltung der „Ruhe und Ordnung“ bezeichnet werden? – Um jede Auflehnung von vornherein unmöglich zu machen, um alsdann auch die empörendsten Mißhandlungen wagen zu können, hatten sie alle Waffen konfisziert: „weder Schild noch Speer“, nicht Schutz, nicht Angriffswaffe war ‚unter Vierzigtausenden Jissroéls zu sehen!“ (Kap.5,4).

    In dieser Not aber wandte Jissroél sein Herz wieder Gott zu (V.3). Indem herrlichen Deborahliede, dieser Perle der Poesien aller Zeiten, wird uns von der weckenden und läuternden Macht der Not vorbereiteten Umschwung in den Herzen des Volkes langsam sich vollziehen. Er geht aus von dem treuen Kern der Nation, den Männern des Gottesgesetzes. Lange jedoch hatte auch diese nur mutlos geseufzt und dem allgemeinen Abfall in tatenloser Trauer zugeschaut. Daß ihr Mut entflammt wurde, daß sie sich aus ihrer Untätigkeit aufrafften, daß sie es wagten – während lähmender Schrecken das geknechtete Volk niederhielt, sodaß „die Wege zu gehen hatten“ die Heerstraße scheu mieden und nur „auf Umwegen und Seitenpfaden“ dahinschlichen, –  furchtlos auf „schimmernden Reittieren“ von Ort zu Ort zu eilen, sich als „die sich Weihenden“ zu bewähren, als die „Beschreiter des Weges“ mustergültig voran zu leuchten: das ist das unsterbliche Verdienst, des herrlichen, von Gottesgeiste getragenen, von Begeisterung für sein Wort durchglühten Weibes, das die zagenden Männer beschämte, das mit seinem „Flammenworte“ ihren Mut entflammte, ihre Tatkraft stählte, da  nach dem tief sinnigen Wort des Midrasch „die Dochte wieder herstellte für die Leuchte des Heiligtums“, das diesem Lichte wieder Träger schuf in Jissroél und so, wie es in seligem Hochgefühl von sich selbst es aussprach, in Wahrheit „als Mutter erstand in Jissroél!“ Nicht Baraks Schwert, Deborahs Geist, Deborahs Worte ward der Sieg.

     

    Und ferner lehrt uns das Deborahlied, daß nicht bei den oberen, sondern bei den unteren Schichten, nicht in den Reihen der „Gesellschaft“, sondern in denen des Volkes, und endlich nicht bei den Männern, sondern zuerst bei den Frauen mit der Rückkehr zu Gott auch das felsenfeste Vertrauen und der entschlossene Mut und der feste Wille, nicht länger das Joch der Fremden zu tragen, sich mächtig regte und in Taten kundgab. „Zwischen den Schöpfbrunnen“, der Sammelstätte der friedlichen arbeitsamen Frauen, unter den wasserschöpfenden Frauen ward zuerst das Geräusch der Waffenanfertigung vernommen – (V.11). In diesem Umschwung und darin, daß gerade in diesen schlichten Volkskreisen die Erhebung ihren Ausgang nahm, darin erkennt das tiefblickende Auge der Prophetin das Walten Gottes, die mächtigste Offenbarung seiner Gnade, „der Gnade der von ihm über Jissroél verhängten Wehrlosigkeit. Denn „jetzt zogen sie hinab zu den Toren wiederum als Gottesvolk.“ (Daselbst).  

    …

     (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 120 - 221  Kommentar zu Richter Kap 4 V.4…) 

    28-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    27-01-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                (1850-1926)

     

    בשלח

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Beschalach (Auszug)

     

    Mit der göttlichen Mannaspende war aber auch die Schabbos-Institution innig verknüpft. Ist doch der Schabbos das größte Opfer, das wir inmitten des harten Brotkampes auf Gottes heiligen Altar bringen. Die Erziehung durch die göttliche Mannaspende sollte und für die Darbringung dieses Opfers die Reife und die Stärke verleihen, uns mit dem nimmer schwindenden Bewußtsein erfüllen, ראו כי ה' נתן לכם את השבת Gott hat euch den Schabbos gegeben, על כן הוא נותן לכם ביום הששי לחם יומים derselbe Gott gibt auch den Werktagen den Segen, der den aus der Schabboshut entstehenden „Ausfall“ reichlich ersetzt. –

    Doch das Manna lehrte uns nicht nur in starkem Vertrauen auf Gott den Schabbos halten, es lehrte uns noch viel mehr: es lehrte uns einen vergnügten Schabboss halten, lehrte uns daher die Shabbos-Feier durch heiteren irdischen Genuss begehen: אכלהו היום esset heute, lasset euch durch keinerlei Sorge eure heitere Freude trüben! Wozu die Sorge am Schabbos? Ihr dürfet und sollet sie von euch abschütteln! כי שבת היום לה' der Schabbos gehört nun einmal Gott und nicht euch, und wenn ihr ihn auch eurem Gott raubet, es nützt euch nichts, es bringt euch keinen Gewinn, היום לא תמצאהו בשדה heute findet man nichts! – מכאן שלש סעודות בשבת Hier ist die Pflicht gegeben, den Schabbos durch drei Mahlzeiten freudig zu begehen, meinen die Weisen. אכלהו היום Esset heute! Diese kurze Aufforderung genügt für das erste Schabbos-Mahl. Stand doch der zurückliegende Tag noch ganz im Dienste unserer schaffenden und erwerbenden Tätigkeit  und liegt daher noch kein Grund vor, uns unsere Heiterkeit durch den Misston der Sorge trüben zu lassen. Aber wenn es gilt, am Schabbosmorgen sich zur zweiten Mahlzeit zu begeben, zu einer Zeit, in der sonst unsere Gedanken bei unserem Erwerbsstreben weilen, da ruft uns das Gotteswort gebieterisch zu: כי שבת היום לה' der heutige Schabbos gehört nicht euch – er gehört Gott! Heute gibt’s keine Geschäfte, keine Börse – selbst keinen Blick ins Kursblatt! – Und wenn der Schabbostag seinem Ende zuneigt und wir im Begriffe sind סעודה שלישית  die dritte Mahlzeit einzunehmen, drohen da nicht trübe Gedanken der Sorge uns zu erfüllen und unser Gemüt zu verdüstern: Wer weiß, was der heutige Tag uns sonst gebracht hätte, wer weiß, wie viel Verluste wir zu verzeichnen haben, wie viele Kunden uns verlorengegangen, wie viele  Geschäfte und entgangen – da ruft uns das Gotteswort zu: היום לא תמצאה בשדה heute findet ihr nichts, und was ihr zu finden wähnet, ist wurmstichig, fällt früher oder später der Fäulnis anheim – es ist keine ברכה  daran – Lasset euch den עונג שבת nicht rauben! כי -  אכלהו היום -  היום לא תמצאהו בשדה  -  שבת היום לה'

    So lehrt uns das Manna einen vergnügten Schabbos halten, lehrte uns im Geiste des Propheten (Jes. 58) אם תשיב משבת רגלך וגו' וקראת לשבת עונג bei strenger Vermeidung jeder Werktätigkeit am Schabbos und durch den Schabbos das höchste Wonnegefühl empfinden und wies uns den Weg, auf dem wir zum Vollgenuss der Erbschaft unseres Stammvaters Jakob gelangen können: והאכלתיך נחלת יעקב אביך – es heißt nicht, נחלת אברהם bemerken die Weisen (Sabbat 118b) sondern נחלת יעקב –

    „Gott gewährt mir, und deshalb habe ich alles, fehlt mir nichts“ – כי הנני אלקים וכי יש לי כל das waren die Worte Jakobs, sie bergen in sich die reiche geistige Erbschaft, die er seinen Kindern hinterlassen hat. Nur wer mit Jakob zu sprechen vermag כי הנני אלקים וכי יש לי כל, wer diese Worte mit dem Eintritt eines jeden Schabbos zu sprechen vermag, wird mit שמירת שבת auch den עונג שבת verbinden. Wer jedoch dieses geistige Erbe nicht angetreten, wessen Überzeugung sich nicht in diesen Worten ausspricht, der hat auch keinen עונג שבת, der fühlt sich arm inmitten aller Werktätigkeit und erst recht mit jedem Schabbos! –

    Dieses reichliche väterliche Erbe כי הנני אלקים וכי יש לי כל sollte uns auf dem Umweg durch die Wüste gleichzeitig mit dem Manna als köstlichstes Kleinod zuteil werden. Vierzig Jahre lang hat es uns gelehrt, daß Gott den Fleiß des Menschen wolle ויצא העם ולקטו daß der Jude aber in diesem Nahrungsstreben nicht aufgehen und damit seine Menschenwürde einbüssen dürfe. למען אנסנו הילך בתואתי אם לא Vierzig Jahre lang hat es uns gelehrt, daß wir im Vertrauen auf Gott uns eines jeden Tages freuen dürfen, daß Gottvertrauen uns Quelle der Erhaltung und des Segens sei und daß jedes gottverleugnende Streben den Keim der Verwesung in sich trage. Vierzig Jahre lang hat es uns gelehrt, ungeachtet alles Trüben und Schweren, das eine sorgenvolle Gegenwart uns bringt, mit Jakob zu sprechen כי הנני אלקים וכי יש לי כל und in heiterem Vertrauen auf Gott uns glücklich und reich zu fühlen.

    …

    Aus BELEHRUNG und MAHNUNG Zweiter Teil EXODUS  S.27,28 J. Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1931

    27-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    25-01-2021
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    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

     

    …

                            IV. DIE WIRKUNGEN DES ZIONISMUS

    …

    b) Zionismus und Religion.

     

    …Es ist bereits auseinandergesetzt worden, daß Zionismus und Religion Gegensätze sind. Praktisch wird das nun dadurch gefährlich, daß auf diese Weise der Typus des religionslosen Juden  entstanden. Wer sich früher jüdisch betätigen wollte, müßte irgendeine Stellung zur Religion  einnehmen. Heute ist das nicht nötig.  Heute kann man als Nationaljude erklären, daß man gar nichts glaube, daß man die Religion nicht für einen wesentlichen Teil des Judentums halte, und man wird trotzdem  als Jude anerkannt,  wird trotzdem zu den höchsten Stellungen berufen, die das Judentum vergeben kann, und erhält Einfluß auf seine Geschicke.  Der Zionismus sanktioniert unbewußt den Atheismus, dem ein großer Teil unserer Jugend verfallen ist, und er züchtet Gegnerschaft gegen den Glauben und die, welche ihm anhängen. In Österreich ist diese Erscheinung so stark aufgetreten, daß viele jüdische Elemente sich von diesen national-jüdischen Ausschreitungen angewidert fühlten und sich energisch von der Bewegung zurückzogen. Der Zionismus hat natürlich diese Meute, die ihm durch die Ehrlichkeit das Geschäft verdarb, zurückgepfiffen;  aber das war nur Formsache, der Geist ist der alten geblieben, weil es der Natur des Nationalismus entspricht.

    Da nun der Zionismus das Judentum als nicht mit dem Begriffe Religion unzertrennbar verknüpft ansieht macht er jede nachhaltige Bekämpfung der Taufe unwirksam. Er kann sie nur unter dem  Schlagwort bekämpfen, sie bedeute unter den heutigen Verhältnisse eine feige Fahnenflucht. Wir anderen aber haben das weit wertvollere, weil positive und dauernde Argument,  daß sie die Taufe ein Verleugnen und Verlassen  der Religion der Zukunft und damit  ein Verrat an ewigen Gütern ist. Dem Zionisten, der den Abfall bekämpft , kann der Täufling leicht sagen, daß er trotz seine Taufe im Herzen ein guter Jude, ein nationaler Jude bleibt. Mit uns aber  ist das Band  durch den Übertritt auf ewig zerrissen. Im Orient, in Österreich sind einzelne solcher Fälle zu verzeichnen und zu belegen; In Rußland aber sind sie sehr häufig. Dort hat sich ein immerhin nicht geringer Teil der jüdischen Jugend unter dem Druck taufen lassen und hat kein Empfinden für das Schmachvolle ihrer Handlungsweise und nennt sich noch stolz national-jüdisch!  Das sind die Folgen des Zionismus, die jedem die Augen öffnen müssen. Wie lange wird es noch dauern , und dieser schamlose Unfug entsetz uns auch In Deutschland!  Auch uns werden die Waffen aus der Hand geschlagen sein, da jeder Täufling uns hohnlächelnd  sagen wird, er sei zwar getauft, aber dennoch Jude, sogar ein besserer als wir, denn uns sei das Judentum nur Religion, nur abergläubischer Firlefanz, ihm aber sei es mehr, ihm, den echten Juden, sei es Nation!

    Der Zionismus fördert auch die religiöse Heuchelei. Er ist ein Todfeind des Liberalismus, indem er instinktiv einen  Gegner erkennt,  der ihn durchschaut hat. Nun steht es fest daß  - mit Ausnahme der orthodoxen Misrachisten – jene Zionisten, die noch religiöse Interessen haben, durchaus auf liberalem Boden stehen und es ergibt sich daraus eine doppelte Heuchelei. Zunächst bekämpft der liberale Zionist aus taktischen Gründen, seinen eigenen religiösen Gesinnungsgenossen, und dann unterstützt er die Orthodoxie, die ihm wesensfremd ist und mit der ihn nichts eint wie der glühenden Haß gegen den Liberalismus. So entsteht das widerliche Schauspiel, daß der atheistische oder  liberale Zionist sich zum Verfechter orthodoxer religiösen Forderungen macht, über  die im Herzen lacht, die ihm zum mindesten gleichgiltig sind, daß er die Religion zum Kampfmittel macht, zum politischen Tauschobjekt herabwürdigt. Wenn auf diese Weise in das religiöse Leben die Politik mit ihren unangenehmen Nebenerscheinungen der Unehrlichkeit und Heuchelei getragen worden ist, so ist das eine der  deutlichsten Wirkungen, die der Zionismus ausgeübt hat.

     

    …

    (wird fortgesetzt)

     

    Erschien bereits in Jeschurun Judentum gegen Zionismus in Folgen, als Teil unseres Studienprogramms  Jahrgang 5770/5771

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    25-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    24-01-2021
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    STERN Ludwig

    Direktor der israelitischen Schule, Würzburg

    Der Zug durchs Rote Meer






    Zu lesen in Beilagen:

    Quelle:

    „Die biblische Geschichte für die israelitische Schuljugend erzählt“

    7. verbesserte Auflage, Verlag von J. Kaufmann Frankfurt/Main 1887 – 5647

    Bijlagen:
    STERN Biblische Geschichte 58b.JPG (82 KB)   
    STERN Biblische Geschichte 59.JPG (112.6 KB)   
    STERN Biblische Geschichte 60a.JPG (35 KB)   

    24-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    בשלח

     

    שבת שירה:

     

     

    Dieser Sabbat wird שבת שירה (Sabbat des Lobgesanges) genannt, weil an ihm der Lobgesang der Jisraeliten bei ihrem Zug durch das rote Meer aus der Thora vorgelesen wird.

     

    ויגער בים-סוף ויחרב, ויוליכם בתהמות כמדבר:

     

    Er herrschte das Schilfmeer an,  und es ward trocken, und durch Fluten führte er sie wie durch Wüste“

    Psalm 106, 9  Übersetzung Samson Raphael Hirsch .

     

    1.

    Sie singen dankend Jubellieder,

    Befreit von schwerem Sklavenband,

    Und von den Höhen hallt es wieder:

    Erlösung hat der Herr gesandt.

    2.

    Vergebens stürmen Feindesscharen,

    Vergebens tobt ihr Mordgewehr;

    Denn Gott, in Dessen Schutz sie waren,

    Versenkt den Feind ins tiefe Meer.

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 180  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    24-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    22-01-2021
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

                      (1808-1888)

     

    בא

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Bau

     

     

    Kap.11 V.2 Sprich doch in die Ohren des Volkes, daß jeder von seinen Bekannten und jede von ihrer Bekannten sich silberne und goldne Geräte erbitte.

    V.3 Und Gott gab die Gunstwürdigkeit des Volkes in Mizrajims  Augen, auch der Mann Moschee war im Lande Mizrajim sehr groß, in den Augen der Diener Pharaos und in den Augen des Volkes.

     

    Kap. 11 V. 2.und 3 Die im vorigen Verse ausgesprochene Bestimmung, daß Pharao sie völlig und für immer forttreiben wird, ist ein fernerer Beweis für die schon oben zu Kap. 3, V. 22, nachgewiesene Bedeutung des שאל מאת (nicht מעם) als: sich etwas zum Geschenke, nicht zum Darlehn, erbitten. נא .דבר נא setz immer ein Widerstreben bei dem anderen voraus. Siehe 1B.M.12,13 אמרי נא usw. Es hatte eben das Volk in der eklatantesten Weise seine sittliche Gelegenheit erprobt. Drei Tage lang waren in Blindheit gefesselt ihre Dränger ihnen ohnmächtig preisgegeben; drei Tage lang ihnen alle ihre Schätze in deren Wohnung offen gestanden, und kein Jude hatte die Gelegenheit benutzt, auch nur eine höhnende, neckende Rache an ihnen zu üben, keiner weder eine Person noch eine Stecknadel angerührt. Diese sittliche Größe ließ Gott eben in dem Augenblick, als den Egyptern wieder das Augenlicht gewährt ward und sie alles Ihrige unangetastet fanden, endlich den Widerwillen der Egypter gegen die Ebräer besiegen und mehr noch als die Wunder, die er geübt, machte diese sittliche Größe seines Volkes den Mann Moses in den Augen der Egypter groß. Es mochte wohl Moses und dem Volk widerstreben, diesen sittlichen Sieg wieder einigermaßen durch solchen Bitten aufs Spiel zu setzen.

    Allein es war Gottes Willen, daß sein Volk nicht arm ausziehen sollte – waren doch alle die im Sklavendienst dahingegangenen Geschlechter völlig außer Stande gewesen, das Geringste für sich zu erwerben, und der erste Grundstein zum Wohlstand seines Volkes sollte durch die Anerkennung seiner sittlichen Größe abseiten seiner bisherigen Verächter erworben und geweiht sein. Daher dies: נא. Dabei drängte die Zeit. Zwölf Stunden waren nur noch bis zum andren Mittag. Daher: דבר נא באזני העם, rede ihnen zu, bewege sie zu diesem Schritte. Während daher Moses von Pharao stand und in dem Augenblicke, in welchem Pharao Moses mit dem Tode bedrohte, beeilte sich das Volk schon zum Auszuge vor und feierten er und sie draußen den größten moralischen Sieg über ihre Herren und Dränger, die mit dieser anerkennungsvollen Freigebigkeit eine, wenn auch immerhin kleine Sühne der Vergangenheit zu zollen sich bewegen fühlen möchten. Aus dieser Erfüllung lernt sich die hohe moralische Bedeutung der Verheißung: ואחרי כן יצאו ברכוש גדול.

     

    V.7 Allen Söhnen Jissroéls aber vom Menschen bis zum Vieh wird kein Hund seine Zunge regen; damit ihr erkennet, daß Gott wunderbar scheidet zwischen Mizrajim und Jissroél.

     

    V.7 …Kein Hund wird seine sonst so fleißige Zunge in Bewegung setzen. Bis zum Tier hinab wird nicht nur niemand Israel etwas Leides zufügen, nicht einmal eine wenn auch ohnmächtige feindselige Regung, wie das Anbellen eines Hundes, wird gegen sie rege werden. Bis zum Tier hinab wird alles von stillem Respekt vor dem jüdischen Menschen erfüllt sein. Ganz ähnlich heißt es in Josua 10,21 לא חרץ לבני ישראל לאיש את לשונו, und zwar dort nicht bloß von Hunde.

     

    Kap. 12 V.1 Da sprach Gott zu Mosche und Aharon im Lande Mizrajim also:

    V.2  Diese Mondeserneuerung sei euch Anfang von Neumonden; er sei euch der erste unter den Monaten des Jahres.

     

    Kap. 12 V.1-2 Da, also noch im Lande Mizrajim, gab Gott dem Moses und Aaron eine neue Sendung in dem Kreise des eigenen Volkes, deren Erfolg gesicherter sein soll. Bis dahin waren Moses und Aaron die Gottesgesandten für Jissroél an Pharao, sie werden fortan die Boten Gottes an Jissroél, und diese ihre Sendung schließt sich eng ihrer Sendung an Pharao an…

    Wie Gott dem Noa von der wiedergeschenkten Erde den Blick zum Himmel rief und ihm den Regenbogen zeigte und sprach: זאת אות הברית, dies sei fortan das Wahrzeichen meines Bundes mit der einer neuen Zukunft geschenkten Erde: so rief Gott in Mizrajim, an der Schwelle der neuen jüdischen Zukunft, Moses und Aaron hinaus, zeigte ihnen den Silberstreif des sich erneuenden Mondes und sprach: Diese Erneuerung werde euch zum Anfang von Neumonden, wörtlich: zum Anfang von Erneuungen, und er, der jetzt damit beginnende Monat, sei euch der erste unter den Monate des Jahres! Es sind zwei מצות, die in diesem Verse enthalten sind: קידוש החדש על פי ראית הלבנה בחידושה Bestimmung des Monatanfangs mit dem Sichtbar werden des Neumondes und: die Reihenfolge der Jahresmonate mit dem Erlösungsmonate, dem Nissan, beginnen lassen…

    Daraus, daß geboten ist, die Monatsanfänge nach wirklicher Wahrnehmung des wiedergekehrten neuen Lichtes zu bestimmen, מצות לקדש על פי ראיה , haben diejenigen, welche die jüdische Vergangenheit nicht tief genug in dem Bewusstsein der zeitgenössischen Gegenwart herabsetzen zu können vermeinen, den Unsinn doziert, es habe uranfänglich die astronomische Kenntnis des Mondumlaufs den Juden gefehlt, eine Berechnung des Mondumlaufs hätten sie erst nach vielen Jahrhunderten von den Griechen zu lernen gehabt, und sich bis dahin mit dem rohen Notbehelf jedesmaliger Erwartung der neuen Erscheinung begnügen müssen. Wir haben dies ein Unsinn genannt, weil sich ja auf bloße Wahrnehmung des neuen Mondes gar keine Zeitrechnung gründen lässt, da ja beide bei bewölktem Himmel Wochen vorübergehen könne, ohne daß eine solche Wahrnehmung möglich wäre, ja, schon das bloße Abwarten einer solchen Wahrnehmung eine Berechnung der Möglichkeit voraussetzt. In der Tat lehrt auch ת"שב"פ, daß den Bestimmungen der Monatsanfänge die Berechnung der Momentes zu Grunde lag und an den Ergebnissen dieser Rechnung die Aussagen der Zeugen über die Wahrnehmungen zu kontrollieren waren, sowie daß, wenn am dreißigsten Tage keine Zeugen erschienen waren, dann der einunddreißigste Tage ohne Wahrnehmung zum Monatsanfang wurde (Siehe R.H. 23, 24, 25). Konnte doch schon David zum Jonathan sagen: הנה חדש מחר, er wusste also schon am Tage zuvor, aß des andern Tages Monatsanfang sein werde (Sam. I. 20,5). Ja, es ist aus dem ויהי ממחרת החדש השני (daselbst 27) ersichtlich, ass schon zu Sauls Zeiten auch zwei Tage ראש חדש gefeiert worden, ganz wie bei uns, eine Einrichtung die nur auf der Berechnung des Mondumlaufs hervorgehenden Abwechslung des מלא und חסר beruht…

    Eine Vergegenwärtigung der „die Heiligung der Monatsanfänge“ betreffenden Bestimmungen lehrt ja ohnehin, daß Bedeutung und Zweck dieses Gesetzes ein ganz anderer und höherer sein müsse, als eine astronomische genaue Regulierung der Zeitrechnung, daß die genaueste astronomische Berechnung dieser Bestimmung allerdings zu Grunde liegen, daß es aber nicht der planetarische Vorgang ist, der unsere Monatsanfänge fixiert und dem unsere Monatsanfänge fixiert und dem unsere Neumondsfeier gilt. …Dieser, den Monatsanfang bestimmende Gesamtheitsanspruch ist eben das, worauf das Gebot: אלה מועדי ד' מקראי קדש אשר תקראו אתם במועדם (3 B.M. 23,4) sich bezieht, und es ist eben der Begriff מועד der, wie uns scheint, alle diese Bestimmungen zu Grunde liegt. …

    …Nicht die Konjunktion, nicht das Wiederzusammenfinden des Mondes und der Sonne und die Neubestrahlung jenes von dieser bewirkt den Monatsanfang und nicht ihr gilt die Neumondsfeier. Vielmehr mit jedem Wiederzusammenfinden des Mondes mit der Sonne und seiner Wiederneubestrahlung von ihr will Gott, daß sich sein Volk wieder zu Ihm finde und es Neubestrahlung von seinem Lichte empfange, wo und wie immer es auf seiner Laufbahn der Verdunklung erlegen. Das Wiederzusammenfinden des Mondes mit der Sonne ist nur Vorbild und Veranlassung unseres Wiederzusammenfindens mit Gott, die Erneuung des Mondes Vorbild und Veranlassung unserer Erneuung. Moëd ist buchstäblich: Konjunktion…

    … Daher aber auch die ganz besonders wesenhafte Bedeutung des י"ט שני gerade für die Zeiten die –leider – בקי בקביעא דירחא sind. Es kann nämlich nur die beschränkteste Unkunde in unserm בקיאות בקביעא דירחא, d.h. in den Umstände, dass wir nicht mehr im Zweifel über den jedesmaligen Monatsanfang sind, einen zu bejubelnden Vorzug erkennen. Diese unsere Gewissheit resultiert ja nur aus dem beklagenswerten Umstande, daß wir durch Zerstreuung einer durch סמיכה autorisierten Gesamtheitsrepräsentanz entbehren, die auf Grund jedesmaliger Wahrnehmung, ע"פי ראיה unsere Monatsanfänge für die Gesamtheit heiligend bestimmen könnte. Dadurch fehlte unsern Neumonde und Moadim aber der wesentlichste Charakter, der sie zu unsern Neumonden und zu unsern Zusammenfindungszeiten mit Gott weihet, wenn nicht die weise Voraussicht unserer letzten Gesamtheitsrepräsentanz in Hillel den Jüngern diesen Mangel durch heiligende Ansetzung aller Monatsanfänge für alle Zeiten der Zerstreuung bis zur einstigen Wiedersammlung subsidiarisch abgeholfen hätte. Eben aber weil in dieser Golazeit unsere Monatsanfänge und demgemäß unsere Moadim von vornherein fixiert und dadurch einen unabänderlichen Kalenderlauf gegeben scheinen, würde unsere Neumond – und Moadimfeier Gefahr laufen, das Gepräge jener freien Festsetzungen zwischen Gott und seinem Volke völlig zu verlieren und dem entstellenden Scheine eines gebundenen Naturkultus zu erliegen, wenn nicht eben unser zweite Feiertage die Erinnerung an das ursprüngliche קידוש ע"פי ראיה  und die freie Feststellung durch unsere Gesamtheit festhalten würden. Stammen sie ja aus jene bessere Zeiten, in welchen unsere Gesamtheit noch ihre Repräsentanz hatte, auf deren Bestimmung alle Fernen wegen Feststellung ihrer Feier ausblickend harren mussten und eben in jenem Hinblick sich als Glieder eines großen Ganzen und ihre Feier als freie Festsetzungen begreifen konnten, in welchen Gott und sein Volk sich zusammenfinden sollten….  Es ist daher eine völlige Wahrheit, daß für Jissroél in der Zerstreuung erst die Feier des zweiten Tages dem ersten seinen geheiligten jüdischen Charakter sichert

    22-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    21-01-2021
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                     (1833 – 1900)

    הפטרת פרשת בא

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes BAU

     

    Jeremias Kap.46, Vers 13

     

    Auch diese Haftora weist wie die vorige auf das Gottesgericht hin, daß durch Nebukadnezars Arm an Ägypten vollstreckt wird. Auch sie weist auf eine Wiedererhebung Ägyptens hin und deutet die vom Propheten Ezechiel ausdrücklich ausgesprochenen Beschränkung mit den Worten an: „Wie in den Tagen frühester Vergangenheit“, da es nämlich noch keine Großmacht war. Nachdem so das Prophetenwort wie das vorige Gottes Hand in den Geschicken der Völker waltend gezeigt hat, lenkt es den Blick auf das große weltgeschichtliche Exil Jissroéls und spricht dem unter die Völker zerstreuten Jakobsvolke Mut zu und weist es auf den einen Talisman hin, dessen Erlang und Bewahrung überall und zu allen Zeiten in seiner Macht stehe. Dieser Talisman heißt: עבד ה' Diener Gottes sein. Du hast nur עבדי, mein Diener sein und werden zu wollen, so hast du nichts und niemanden zu fürchten. Denn sähest du auch die ganze Welt gegen dich in Waffen, und stündest ganz allein und keiner dir zur Seite: fürchte dich nicht, denn mit dir bin Ich, der Allmächtige. Wohl wird Vernichtung das Geschick sein, das du in deiner Umgebung sich vollziehen sehen wirst an denjenigen Kreisen der Völker, die in ihrer Entartung verharren und sich der Erhebung zur Reinmenschlichen, zu der auch sie erzogen werden sollen, beharrlich entgegenstemmen. Du aber wirst, so du dich als עבדי, als zu meinem Dienste berufen begreifst und dich meiner erziehenden Waltung hingibst, ebendeshalb von keinem Vernichtungsgeschick getroffen werden. Wohl werden auch dir schwere Leiden gefügt. Allein sie führen zum Leben, es sind Leiden der göttlichen Erziehung, die du von den Grabesgang der Vernichtung gehenden Völker zu erdulden hast. Deine machtstolzen Peiniger gehen dem Tode, du, ihr vermeintliches Opfer, reifst dem Leben entgegen. Denn Verwirklichung des צדק – das ist משפט – Verwirklichung des Menschenideals, das ist das Ziel, zu dem ich in diesen Leiden dich erziehe, und solange du dieses Ziel nicht erreicht hast, werde ich dich mit erziehendem Leide nicht verschonen.

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 220 - 221  Kommentar zu Jeremias Kap 46 V.13…) 

    21-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    20-01-2021
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    STERN Ludwig

    Direktor der israelitischen Schule, Würzburg





     

    Der Auszug aus Ägypten






     

    Zu lesen in Beilagen:

     

    Quelle:

    „Die biblische Geschichte für die israelitische Schuljugend  erzählt“

    7. verbesserte Auflage, Verlag von J. Kaufmann Frankfurt/Main 1887 – 5647

    Bijlagen:
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    20-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

    בא



    …

    Schwere Schickungen,עשר מכות , die Gott über Pharao verhängte, gingen der Erlösung des jüdischen Volkes voraus. Bis zur letzten Stunde jedoch verschloss sich Pharao dem Gotteswillen, die Geknechteten zu entlassen. Denn, wie es wiederholt heißt, Gott hatte Pharaos Herz verstockt hart, unempfindlich gemacht. Unbegreiflich, unfassbar erscheint auf den ersten Blick diese von Gott Pharao gegenüber geübte Waltungsweise. Hätten doch die „Plagen“ den erwünschten Zweck erreicht, wenn Gott nicht selber sie um ihre Wirkung gebracht und dem Pharao, indem Gott sein Herz verhärtete, die Freiheit seines Entschlusses genommen hätte. Haben die Weisen nicht recht, wenn sie zu dem Vers unserer Sidra כי אני הכבדתי את לבו die Bemerkung fügen: מכאן פתחון פה למינין לומר לא היתה ממנו לעשות תשובה den Gesetzverächtern sei hier die Gelegenheit gegeben zu behaupten, Gott selber habe nicht gewollt, daß Pharao תשובה tue, heißt es doch: „Ich habe hart gemacht sein Herz“ –

    Wir aber glauben, daß bei dieser Behauptung eine Verwechslung von Ursache und Wirkung vorliegt: nicht weil Gott Pharaos Herz verhärtete, musste Plage auf Plage folgen, sondern weil Plage auf Plage folgen sollte, musste Gott Pharaos Herz verhärten.

    בא אל פרעה כי אני הכבדתי את לבו Hierzu bemerken die Weisen: הה"ד כובד אבן ונטל החול וכעס אויל כבד משניהם dies sei der Sinn des Mischleverses (27,3): „Die Schwere des Steines, die Last des Sandes, die Auflehnung des Toren (gegen Gott) ist schwerer als beide“.

    ….

    ה' צדיק יבחן ורשע ואהב חמס שנאה נפשו Gott prüft den Gerechten; den Frevler und den, der Gewalttat liebt, hasst seine Seele“ (Ps.11) Mit diesen Worten hat der Psalmensänger die Wahrheit der jüdischen Anschauung gekündet, mit der sie jener so oft erörterten Frage begegnet צדיק ורע לו רשע וטוב לו wieso es komme, ass der Pflichttreue so oft zu leiden habe, während der Pflichtvergessenen das ungetrübte Glück lächelt. Und ihre Antwort lautet: Gerade den Pflichtgetreuen „prüft“ Gott durch Leiden, die ihn treffen, wie durch das äußere Glück, das der Böse erfährt. Hätte Pflichttreue alsbald äußeres Glück zur Folge , während jede Pflichtvergessenheit es verscherzte: Klugheit und Berechnung, nicht Pflichtgefühl wären die Beweggründe der menschlichen Handlungen, und die einzig wirkliche Bestimmung des Menschen, aus Pflichtgehorsam und nur aus Pflichtgehorsam das Gute zu üben und das Böse zu lassen, wäre nicht vorhanden. Die Leiden, die der Brave zu bestehen hat, sind somit ein Beweis der Liebe Gottes, ein Beweis des Anteils, den Gott an seiner sittlichen Vollendung nimmt, und je größer die sittliche Kraft, um so schwerer mag oft die Leidensprüfung sich gestalten. Es sind ja eben nicht die schlechtesten Schüler, denen die schwersten Aufgaben erteilt werden. Wenn daher einem notorisch Gesetzlosen und Gewalttätigen äußerlich ungetrübtes Glück beschieden ist, so ist das nicht ein Zeichen von Wohlwollen der göttlichen Vorsehung. Das Gegenteil ist der Fall. Es ist der göttlichen Erziehung nicht wert, weil nicht mehr fähig. Ginge es ihm schlecht, es würde ihm nicht bessern, würde ihn vielleicht nur zu noch verderblicheren Ausschreitungen hinreißen – Beurteilungen, die freilich nur dem das Innere schauende Gottesauge zustehen (Komm. das.)

    Diesem Gedanken hat aber, wie es scheint, der weise König (Mischle 27, 21-22) in einem treffenden Bilde sinnvollen Ausdruck verliehen: מצרף לכסף וכור לזהב ואיש לפי מהללו“Für das Silber der Tiegel, für das Gold der Ofen, und der Mann je nach seinem Ruhme“; אם תכתוש את האויל במכתש וגו' לא תסור מעליו אולתו „Stampftest du jedoch den Toren auch in der Stampfe, du würdest seine Torheit von ihm nicht entfernen können“ – Wenn du meinst, je größer die Pflichttreue, desto geringer die Prüfung, und je größer die Pflichtvergessenheit, desto schwerer die Prüfung, so irrst du gewaltig; denn je edler das Metall, desto größer der Läuterungsprozess, desto mehr sucht man es von allen ihm anhaftenden Schlacken zu befreien: מצרף לכסף für das Silber nimmt man einen Tiegel, וכור לזהב aber für Gold den Ofen, ואיש לפי מהללו so wird auch der Mensch entsprechend seiner Würdigkeit und dem edlen Gehalt seines Wesens geläutert und geprüft; denn אויל jedoch, den Toren, und so bezeichnet der Weise bekanntlich den für alle göttliche Lebenswahrheit Unempfänglichen, den unverbesserlichen Gesetzlosen, den prüft Gott überhaupt nicht, da bei ihm vor Gottes schauendem Auge jede Prüfung zwecklos sich erweist.

    …Jahrhunderte lang sah Gott lächelnd den verwerflichen Bestrebungen Pharaos zu, ließ Mizrajim, das entarteste Volk jener Zeit, zur kolossalen Macht emporwachsen, unter deren gewissenloser, unmenschlicher „Politik“ Unschuldige furchtbar zu leiden hatte. Aber es galt, den אבן ישראל für seinen künftigen Gottesberuf in leidvollem „Läuterungsprozess“ heranzubilden, und Pharaos und Mizrajims schließlicher Untergang hätte sich nie zu einer weithin sichtbaren, in alle Zukunft ragenden Bekundung des „allmächtigen Gottesfingers“ gestaltet, wenn Gott die mizrische Macht nicht restlos hätte sich entfalten lassen.

    המשל אומר מן שטייא לית הנייא אלא מן קצייא Dieses Sprichwort liefert die ausreichende Erklärung für die göttliche Waltung, wie sich in Mizrajim offenbarte: Solange unfruchtbare Bäume bestehen und wachsen, bieten sie oft nicht den geringsten Nutzen, gewähren keine Frucht, vielleicht auch kein Schatten und stehen wohl gar hindernd im Wege; ihr Nutzen setzt erst in dem Augenblick ein, da sie gefällt werden und ihr Holz mannigfachen Zwecken zugeführt wird – Und deshalb lässt man sie gerne bestehen, lässt sie machtvoll sich entfalten; denn je gewaltiger ihr Stamm sich emporreckt, desto reicher der Nutzen, wenn erst die Axt an sie gelegt wird. Pharao war allerdings der unfruchtbarste Baum, den man sich denken kann. Gott aber ließ ihn wachsen, seine majestätische Größe zum Himmel emporrecken, um ihn dann durch überwältigende Schläge niederzuschmettern. Wieviel Holz, wie viel „Brenn- und Baumaterial“ hat aber dieser Baum geliefert! Das ist das Feuern an dem wir heute noch unsere und unserer Kinder Herzen erwärmen, diese das Holz, das köstliche Werkzeug lieferte, mit dessen Hilfe der Lebensbau des Gottesvolkes errichtet ward!

    …

    למען תספר באזני בנך וגו' meint daher das Gotteswort in Eingang der Sidra: Wenn wir unseren Kindern von יציאת מצרים erzählen, dann sollen wir uns in unseren Erzählung nicht erst mit dem Moment einsetzen, da את אתתי אשר שמתי בם Gott unter gewaltigen Wundertaten „die Axt an den pharaonischen Riesenbaum legte“, sondern sollen ihnen vor allem erzählen את אשר התעללתי במצרים „wie Gott Mizrajim gegenüber lange spöttisch lächelnd sich verhielt“, lange als יושב בשמים ישחק das mizrische Unwesen gewähren und den „unfruchtbaren Baum“ üppig Emporschießen ließ –

    Von diesen beiden Momenten sollen wir unseren Kindern erzählen. Dieses התעללתי ist für unser jüdisches Bewusstsein nicht minder wichtig als die göttlichen אותות – Denn nimmer hätten die göttlichen Wundertaten uns zum Gottesvolk gewonnen, wenn ihnen nicht die Zeiten vorangegangen wären, in denen Gottes Waltung „התעללתי“ geübt hat.

    Auf beiden Waltungsoffenbarungen Gottes beruht unsere ewige Gotteserkenntnis: וידעתם כי אני ה'

    20-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    19-01-2021
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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

                (1881-1932)


          WAS HAT RABBINER HIRSCH UNSERER ZEIT ZU SAGEN?

    (6.Ablieferung)

     

    Rede gehalten anläßlich der am Vorabend des 27.Teweth 5691 von der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft in Frankfurt a. M. veranstalteten Jahreszeitgedenkfeier.

     

    Die zionistische Verweltlichung des Judentums, die Rabbiner Hirsch prophetischen Geistes vorausgeahnt hat, sie schreitet heute von Sieg zu Sieg. Denn auch der Einzug des Frauenwahlrechtes in die meisten jüdischen Gemeinden Deutschlands ist ja im tiefsten Grunde nichts anders als eine Folge der unaufhaltsamen Säkularisation dieser Gemeinden. Die Orgel war das Schiboleth des neologen Politizismus. Dieser neologen Politizismus übersieht, daß die jüdische Gemeinde geschichtlich aus ganz anderen Voraussetzungen hervorgegangen ist als irgendeine Kulturgemeinschaft auf Erden. In einem nach römischen Muster aufgebauten Staate, der nur eine Tugend kennt, die virtus des vir, die Männertugend im öffentlichen Leben, da können die Frauen ihre Gleichwertigkeit nur durch Gleichberechtigung im öffentlichen Leben erreichen. Das Judentum aber hat die römische Hochschätzung des öffentlichen Lebens grundsätzlich nie mitgemacht, das Judentum weißt nichts davon, daß politische Tätigkeit zu den angeborenen Menschenrechten zählt. Das Judentum betrachtet als die wichtigsten Grundlagen der menschlichen Gemeinschaft jene geistig-sittlichen Werte, die der Begriff des Hauses, der Ehe und der Familie umschließt. Und weil die jüdische Gemeinschaft ihren Schwerpunkt nicht im öffentlichen Leben, sondern im Leben des Hauses erblickt, darum ist im Sinne des Judentums die Ausschaltung der Frau aus der Politik keine Zurücksetzung der Frau, sondern eine Zurücksetzung der Politik. Und nur auf dieser Zurückhaltung der Frau im öffentlichen Leben beruht die Kraft unserer Frauen. Stark sind unsere Frauen, solange sie Frauen sind und Frauen bleiben. Doch weh ihnen und weh uns, wenn sie die Hoheit ihres Frauentums dadurch selber degradieren, daß sie die modernen Tendenzen der Vermännlichung der Frau sklavisch nachahmen, ohne zu bedenken, daß die Kulturmission der jüdischen Frau nur dem Wesen der jüdischen Gemeinschaft entspricht und daß sie nur im Rahmen unserer Thora ihres Lebens Kreise vollenden dürfen!

    So ungefähr stelle ich mir die Botschaft vor, die unser großer Rabbiner ז"ל den Frauen unserer Zeit zu überbringen hätte.

     

    V.

     

    Ich möchte schließen mit einem Worte des Midrasch Tanchuma zu Emor. Da ist von den Zadikim die Rede, die das Glück haben, ihrer Umwelt das Gepräge ihres Geistes aufzudrücken, die nicht nur מטיבין לעצמן sondern auch עושין פירות ומטיבין לאחרים sind. Sie werden verglichen לפעמון של זהב והגיל שלו של מרגליות mit einer Glocke aus Gold, deren Klöppel aus Edelsteinen ist. Die Tonhöhe und Reichweite einer Glocke ist vor allem bedingt durch die Beschaffenheit der Wandungen, an die der Klöppel schlägt: von der Qualität ihres Stoffes, von ihrer Größe und Stärke und nicht zuletzt von der Art ihrer Mischlung. – Wenn es Rabbiner Hirsch vergönnt war, zu jenen Zadikim zu gehören, die das Glück haben עושין פירות ומטיבין לאחרים zu sein, wenn die Stimme seiner Glockenbotschaft rein und voll erklang, so hatte auch die Beschaffenheit der Wandungen, an die seine Stimme schlug, so hatte auch die Kehilla, der seine Botschaft zu allererst gegolten, ihren redlichen Teil daran. Weil die Mischung ihres Metalls rein vom Schaume war, darum konnte auch seine Stimme rein und voll erschallen. Was diese Stimme sprach, es gilt auch uns und wird auch denen gelten, die nach uns kommen werden. „Noch dauern wird’s in späten Tagen und rühren vieler Menschen Ohr“. –

    Um es aber weithin hörbar zum Ausdruck zu bringen, daß das was Rabbiner Hirsch uns heute zu sagen hat, nicht bloß seiner Kehilla, sondern der jüdischen Gesamtheit gilt, zu diesem Zweck haben wir die Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft ins Leben gerufen. Wir fühlen uns bei diesem Streben, die Botschaft Rabbiner Hirschs für כלל ישראל zu reklamieren und zu popularisieren, mit seiner Kehilla aufs innigste verbunden. Solange seine Kehilla seine Kehilla bleibt, solange werden beide, – unsere Religionsgesellschaft und unsere Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft – die beiden פעמוני זהב, die mit ihrem Geläute den hohenpriesterlichen Gang unseres großen Rabbiners ז"ל durch die Geschichte begleiten. Im Namen des Vorstandes richte ich darum an Sie alle die Bitte: Treten Sie unserer Gesellschaft als Mitglieder bei!

    Scharen wir uns friedlich und einmütig zusammen um das, was uns ja allen als Kindern der Kehal Adas Jeschurun teuer und kostbar ist! Vergessen wir, was uns vielleicht in nebensächlichen Dingen trennt, denken wir an das große Gemeinsame, das uns verbindet! Dann wird der Jahrzeitstag dieses 27. Tebeth für uns alle ein יום הלולא sein und קורת רוח sein לנשמת אדונינו מורינו ורבינו בגן עדן

    אמן! 


    Quelle
    :  Nachalath Z’wi Eine Monatschrift für Judentum in Lehre und Tat, herausgegeben vom Vorstand der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft. I. Jahrgang 5691/1930-31, S. 84-101

     

     
    Dieser Aufsatz brachten wir als Teil unseres Studienprogramms Herbst-Winter 5769 und speziell zum Jahrestag „runden Geburtstag“ von Rabbiner Samson Raphael HIRSCH (1808 -1888). =  27.Téwess

    19-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

                (1881-1932)

    WAS HAT RABBINER HIRSCH UNSERER ZEIT ZU SAGEN? (5.Ablieferung)

     

    Rede gehalten anläßlich der am Vorabend des 27.Teweth 5691 von der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft in Frankfurt a. M. veranstalteten Jahreszeitgedenkfeier.

     

    IV.

     

    Wer die Schriften Rabbiner Hirschs wirklich kennt, wer sie nicht bloß oberflächlich gelesen, sondern gründlich studiert hat, der findet auf Schritt und Tritt bestätigt, was ich vorhin als Grundgefühl seines Innenlebens und als die alles beherrschende Richtlinie seiner Botschaft bezeichnet habe: die Ehrfurcht vor dem Walten Gottes in der Geschichte und den Glauben an den endlichen Sieg des Rechtes auf Erden. Im Rechte stieg ihm die Gottheit auf die Erde nieder, das im Thoragesetz geoffenbarte Recht war ihm der oberste Souverän, dem sich alles auf Erden zu unterordnen hat: die Politik und Wirtschaft aller Völker und Staaten und ihnen als beispielgebend voranschreitend – Jissroél, das Gottesvolk. Und als vor hundert Jahre das deutsche Judentum die erste Schritte unternahm, um das Recht der Thora aus die Verfassung des jüdischen Volkes zu streichen, um an die Stelle des Thorawillens den Volkswillen zu setzen, da hat sich, als Rabbiner Hirsch diese Umkehrung aller jüdischen Werte erlebte, dagegen sein Rechtsgefühl aufgelehnt. Er sah, daß Unrecht geschah. Er sah, wie man auf dem Wege der Gewalt dem überlieferten Judentum nach dem Leben trachtete. Das dürfte nicht geschehen, selbst wenn man von der Reformbedürftigkeit des Judentums überzeugt war. Daß die Führer der Reform das alte Judentum, wie es in den Neunzehn Briefe heißt, nur eines Axtstreiches für Wert befanden; daß sie es auf einer Kraftprobe gar nicht ankommen ließen und damit nur das Gefühl der eigenen Schwäche verrieten: das war die große Ungerechtigkeit, die vor 100 Jahren Rabbiner Hirsch als Anwalt des Thorarechtes auf den Plan gerufen hat. Und als es 40 Jahre später gelang, diesem Thorarechte in der Frankfurter Adas Jeschurun eine staatlich anerkannte Heimstätte zu erobern und als nun die Reform dazu überging, im wohlverstandenen eigenen Interesse die gewaltige Willkür von dazumal in entgegenkommende Wohlwollen zu verwandeln, da bedurfte es schon eines Rechtgefühls, wie es in der Seele unseres großen Rabbiners זצ"ל lebte, um es einzusehen, daß Wohlwollen nur eine besondere Form der Willkür ist. Was die Thora von einer jüdischen Gemeinde zu fordern hat, das ist nicht Wohlwollen, das ist nicht Duldung und Gnade, sondern ihr Recht. Dem Rechte der Thora als ihrem alleinigen Souverän haben sich die Pforten der jüdischen Gemeinden zu öffnen. Und wie es ein Hohn ist auf das Recht eines unschuldig verurteilten Menschen, einerlei ob man ihn nach der Teufelsinsel verbannt, oder ob man ihm zu lebenslänglicher Duldung begnadigt, so ist es ein Hohn auf das Recht der Thora, einerlei ob ihr die Willkür das Recht zum Leben versagt, oder ob sie ihre Begnadigung zum Leben dem Wohlwollen dieser Willkür verdankt.

    Diese Botschaft Rabbiner Hirschs von den unveräußerlichen Rechte der Thora im jüdischen Gemeinschaftsleben ist in unseren Tagen aktueller und zeitgemäßer als je. Denn es ist ja gar nicht wahr, was man heute so oft zu behaupten pflegt, daß die neologe Willkür und das neologe Wohlwollen sich zu Gunsten des Thorarechtes irgendwie geändert habe. Im Gegenteil. Mit Recht heißt es in der Festgabe für Claude G. Montefiore, die anläßlich der Tagung des Weltverbandes für religiös-liberales Judentum überreicht wurde, auf S.98: „In der Frühzeit des Liberalismus erschien es als eine kühne Neuerung, wenn man es wagte, am hebräischen Gebettext geringfügige Änderungen vorzunehmen, ein Anzahl Piutim fortzulassen und einige deutsche Gebete einzufügen. Die Grundform des überlieferten Gottesdienstes blieb unangetastet. Der Liberalismus der Gegenwart aber stellt die Forderung nach einer völligen Neugestaltung der Andacht auf. Er verlangt einen Gottesdienst, der aus dem Leben der Gegenwart entstehen und der religiösen Sehnsucht unserer Zeit Ausdruck geben soll.“ Die heutige Neologie gibt sich mit Kleinigkeiten nicht mehr ab. Sie läßt die Orthodoxen ruhig ihre Piutim sagen und an die himmlische Abkunft der Thora glauben – diese Dinge, die einst hüben und drüber die Gemüter erhitzten, stehen heute nicht mehr zu Debatte, heute geht’s aufs Ganze. Und wie die Neologie im Vertrauen auf das Heimatrecht, das ihr von den Gegnern Rabbiner Hirschs im Judentum gewährte wurde, sich intensiv verstärkt und vertieft hat, so ist sie auch extensiv umfangreicher geworden: sie hat mittlerweile Erez Jissroél in den Bereich ihrer Willkür und ihr Wohlwollen gezogen. In den Tafe Rabbiner Hirschs hat die Neologie die Erez-Jissroél-Idee ignoriert, im schlimmsten Falle negiert. In der Hand der heutigen Neologie hat die Erez-Jissroél-Idee eine förmliche sachliche Umgestaltung erfahren, und die Umgestaltung hat den Begriff des Judentums, des jüdischen Volkes, der jüdischen Nation als Ganzes auf den Kopf gestellt.

    Für den Wahrhaft prophetischen Geist, der unseren großen Rabbiner זצ"ל beseelte, ist nichts so bezeichnend, wie die erstaunliche Tatsache, daß er in einer Zeit, in der es noch lange keinen Zionismus gab, den Begriff des jüdischen Staates und des jüdischen Landes gegen Säkularisationstendenzen in Schutz nahm, die damals noch im Schosse der Zeiten schlummerten. Seine flammenden Jeschurun-Aufsätze über die Botschaft des 10.Tebeth, des 14.Tammuz und des 9.Aw, sie haben die Erez-Jissroél-Idee vor dem Schicksal der Verweltlichung bewahren wollen, und sie sind darum erst im Zeitalter Weizmanns und Jabotinskys modern und aktuell geworden. Mit welch eindringlicher Wucht haben diese politische Aufsätze Rabbiner Hirschs auf die zentrale Stellung des Bes Hamikdosch und der Awaudoh im Leben des jüdischen Volkes hingewiesen, zu einer Zeit, als schon weite Kreise des deutschen Judentums den heiligen Opferhandlungen der Awaudoh sich innerlich entfremdet hatten. Denn sagen wir’s nur offen heraus: Daß eine Gottesdient, in dessen Mittelpunkt – um jenes verhängnisvolle Schlagwort zu gebrauchen – ein „blutiger Opferkultus“ stand, einmal ein ganzes Volk in einen Zustand tiefster religiöser Ergriffenheit versetzen konnte, sodaß sie alle im Augenblick, als dieser Opferkultus seinen Höhepunkt erreichte und der Hohepriester bei seinem Opfertiere stehend das Sündenbekenntnis ablegte, niederknieten, sich hinwarfen und so laut riefen, daß die Luft erzitterte: gesegnet sei der Name der Herrlichkeit seines Reiches immer und ewig –: Dafür hat nicht bloß die moderne Neologie kein Verständnis, das ging schon in den Tagen Rabbiner Hirschs über das Begriffsvermögen der Neologie hinaus. Hier ist der Punkt, wo sich Weizmann und Jabotinsky mit Geiger und Holzheim berühren. Hier ist aber auch der Punkt, wo auch wir zuweilen eine Unsicherheit der seelischen Einstellung verraten, und ich möchte glauben, daß es im Zeitalter der nationalsozialistischen Angriffe gegen den „blutigen“ Kultus der Schechitah dem ganzen deutschen Judentum bitter not täte, den Aufsatz Rabbiner Hirschs über den blutigen Opferkultus sich geistig und seelisch anzueignen, um ein für allemal gegen jede Konzessionsbereitschaft in diesen Belangen gefeit zu sein. Wenn man diesen Aufsatz heute liest und sich von seinem stürmenden Worten belehren läßt, wie die erhabensten Momenten in Jissroéls Geschichte, von Abraham angfangen bis zum Untergang des Tempels auf Moria, durch den heiligen Akt der Schechita geweiht und geadelt waren, dann ahnt man erst, worum es sich beim Kampfe um die Schechita handelt. Denn wahrlich, wer das Wort „blutiger Opferkultus“ zum ersten Mal im Mund genommen hat, der hat sich mit diesem Worte nicht nur den biblischen Opfergottesdienst auf die Stufe kannibalischer Roheit und Verworfenheit herabgedrückt, der hat mit diesem Worte auf der  auch der Schechita selbst in den Augen der jüdischen und nichtjüdischen Öffentlichkeit den ersten Stoß versetzt, der hat schon vor hundert Jahren eine verhängnisvolle Stimmung vorbereitet, aus der heraus in unseren Tagen die meisten jüdischen Gemeinden Deutschlands die Schechita nicht als ein Kriterium des Judentums, sondern als ein Sonderpostulat der Orthodoxie betrachten. Auch  hier hat man an Stelle des Thorarechtes das Wohlwollen der Willkür gesetzt. Und da hätte Rabbiner Hirsch unserer Zeit nichts mehr zu sagen?

    …

     

    Quelle:  Nachalath Z’wi Eine Monatschrift für Judentum in Lehre und Tat, herausgegeben vom Vorstand der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft. I. Jahrgang 5691/1930-31, S. 84-101

     

    Dieser Aufsatz brachten wir als Teil unseres Studienprogramms Herbst-Winter 5769 und speziell zum Jahrestag „runden Geburtstag“ von Rabbiner Samson Raphael HIRSCH (1808 -1888). Wird  fortgesetzt.

    19-01-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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