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Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
(1808-1888)

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Jubelsinget, Gerechte, in Gottesanschauung, den Geraden geziemt Thatenoffenbarungslied (Psalm 33)

ברוך הבא!    السلام عليكم!

 

Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Thora tegen nationaal-jodendom (sionisme)


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’études rabbiniques YECHOUROUN, Thora contre national-judaïsme (sionisme).

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Thora. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus).

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Thora against Nationaljudaism (Zionism).

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

Inhoud blog
  • „Misrachistische Begriffsverwirrung“ Jüdische Monatshefte 1918 Heft 3 u. 4
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER: „Ein judisch-geschichtlicher Wegweiser”(7)
  • Psalm 106,32 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Chukass
  • Rabbiner Dr. Raphael BREUER 'S.R. HIRSCH und der Chassam Sofer'
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt Kaurach
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Kaurach
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH: Kommentar Segenspruch „…der dem Hahne Verstand gegeben zu unterscheiden....“
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER: „Ein judisch-geschichtlicher Wegweiser”(6)
  • Sprüche 24,21 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Kaurach
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt SCHELACH LECHO
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar Schelach lecho
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Schelach Lecho
  • Samson Raphael HIRSCH: Kommentar zur Gebet „Leaulom“
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER: „Ein judisch-geschichtlicher Wegweiser”(5)
  • Sprüche 18,21 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Schelach
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt BEHAALAUSS'CHO
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar Behaalaus'cho
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Behaalaus'cho
  • Toespraak Jesjoeroen 24 mei '21
  • Samson Raphael HIRSCH Commentar Gebete
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    Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus)
    23-04-2021
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    Samson Raphael HIRSCH

     

    Kommentar zur Wochenabschnitt Acharei Mauss

     

    Zu lesen in Pentateuch Leviticus / Wajikro (1873) S.364 - 437

     

     

    http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/titleinfo/7373096

    23-04-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

                                  (1808-1888)

     

    קדושים

     

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Kedauschim

     

    III, Kap. 19, V.10 und deinem Weinberg die unfertigen Trauben nicht entnehmen und den Beerenabfall deines Weinberges nicht auflesen; dem Armen und dem Fremden sollst du sie lassen; Ich, Gott, euer Gott.

     

    III, Kap. 19, V.10 … … Mit den Fundamentalsätzen der Familie und des Individuums, mit כבוד אב ואם und שבת beginnt diese Grundlegung des zur Lebensheiligung, und der Fundamentalsatz der sozialen Gesellschaft, der jüdische צדקה-Begriff, das Liebesrecht und die Liebespflicht ist der Schlussstein dieses Grundes. Bedeutsam ist dieses soziale Fundament in einer Gruppe mit dem „gottesdienstlichen“ שלמים- und פגול-Gesetze verwoben. Auf den Boden des von Gott getragenen jüdischen Lebens sind das sogenannte Religiöse und das Soziale keine Gegensätze, sind nicht einmal verschiedene nebeneinander geordnete Teile eines höheren Ganzen, gehören vielmehr in wesentlicher, organischer Einheit zusammen, wie Wurzel und Baum, wie Blüte und Frucht. אוהב את המקום אוהב את הבריות spricht die jüdische Wahrheit, in dem Zuge zu Gott ist der Zug Seiner Menschheit mit eingeschlossen, auf demselben Fundament, in welchem die reine שלמים-Freude des von Gott gewährten Glückes wurzelt, wurzelt auch die Recht- und Liebespflicht für das Glück des Nächsten.

     

    11. Nicht  sollt ihr stehlen, und ihr sollt nicht leugnen und ihr sollt nicht lügen einer wider den anderen.

    12. Und ihr sollt nicht schwören bei meinem Namen zur Lüge; du würdest den Namen deines Gottes entweihen, ich Gott

     

    VV. 11 u. 12 Im Anschluss an die in dem vorigen Verse gegebene soziale Grundlegung folgen nun einige Sätze aus dem sozialen Katechismus des Gott heiligen Volkes. לא תגנבו, לא תכחשו, לא תשקרו, לא תשבעו sind – im Gegensatz zu dem folgenden לא תעשוק u.s.w. – in der Mehrheitsanrede gefasst und charakterisiert sich eben darin der Begriff ihrer Bedeutung. לא תגנוב , לא תכחש, לא תשקר, לא תשבע בשם ד' לשקר wäre wie im Dekalog an den einzelnen gerichtet und spräche von Verbrechen des Diebstahls, der Lüge und des Meineides, dessen Unterlassung sicherlich nicht erst in das Kapitel der קדושה, in das Kapitel sozialer Heiligung gehörte. Man ist noch sehr wenig von einem קדוש, wenn man nur kein Dieb und kein Meineidiger ist. Allein an die Pluralität der nationalen Gesamtheit gerichtet, kann es auch gar diese groben Verbrechen im Auge haben, die ja nie, nicht nur von allen, nicht einmal von einer großen Mehrheit einer Nation geübt werden, ja geübt werden können, die in jeder Volksgesellschaft nur vereinzelte Erscheinungen bilden, zu deren Unterdrückung von selbst sich die Gesamtheit als Staat wappnet. Vielmehr ist hier von solcher גנבה, solchem שקר, solcher שבועת שקר, von solcher Unrechtlichkeit, Unaufrichtigkeit und Schwurgeläufigkeit die Rede, die allerdings den ganzen Geschäfts- und Gesellschaftsverkehr einer Nation so durchdringen, ja so zum herrschenden Nationalcharakter werden können, daß sie, weil allgemein geübt, das Brandmal entehrender Schlechtigkeit verlieren, ja zu einer preis- und ruhmwürdigen Kunst erhoben werden – und doch vor Gott ebenso wie der gemeine Diebstahl, die gemeine Lüge, der gemeine Meineid verworfen bleiben. Vor ihnen warnt hier das sein Volk heiligende Gotteswort. In seinem Geschäfts- und Gesellschaftsverkehr:

    לא תגנבו, soll „unrechtmäßigen Vorteil erhaschende Schlauheit“ nicht die Parole sein – denn das ist der Begriff von גניבה in weiterem Sinne. Verwandt mit כנף: verhüllen, sind Heimlichkeit und Rechtswidrigkeit ihre wesentlichen Merkmale. Wo daher Schlauheit, dem anderen unbewusst, einen ihm zukommenden Wert auch nur eine Peruta, etwa eines Hellers, entzieht und sich zuwendet, da ist vor Gott ein Diebstahl geschehen und sein לא תגנבו gebrochen. Ja, es erläutert das Wort der Weisen z.St. in ת"כ: לא תגנבו על מנת למקט לא תגנבו על מנת לשלם כפל ולא על מנת לשלם ד' וה' בן בג בג אומר לא תגנוב את שלך מאחר הגנב שלא תראה גונב, d.i. selbst nicht zum Scherz, aus Neckerei, sollen wir uns eine Entwendung erlauben, selbst nicht, um den Bestohlenen dadurch den doppelten, vier- und fünffachen Ersatzvorteil zukommen zu lassen, sollen selbst nicht unser eigenes und entwendete Eigentum durch heimliche Entwendung wieder an uns bringen, um auch den Schein einer גניבה zu meiden, oder wie es in Beziehung auf Scherz- und Neckereidiebstahl im ח"מ heißt: הכל אסור כדי שלא ירגיל עצמו בכך, der rechtschaffene Jude übt sich nicht in Diebesschlauheit.

    Und wie aus dem Geschäftsverkehr, so bannt Gottes Wort: לא תגנבו auch aus dem Gesellschaftsverkehr jede Schlauheit, jede auf גניבת דעת, auf „Meinungs- und Gesinnungsdiebstahl“ berechnete Täuschung. Der rechtschaffene Jude erwirbt sich das Herz und die gute Gesinnung seiner Mitmenschen, aber er „stiehlt“ sie ihnen nicht. Jede Handlung, jede Äußerung, durch welche wir andere in einem höheren Grade als wir in Wirklichkeit verdienen uns geneigt und dankbar machen, ist als גניבת דעת verwerflich. (Chulin 94).

    ולא תכחשו ולא תשקרו איש בעמיתו. כַחֵש ist das Leugnen einer uns gegenüber behaupteten Wahrheit. Verwandt mit כעס,כעש , dem Empörtwerden über ein wahrgenommenes Unrecht, heißt כחש im Piel eben ein solches Empörtwerden bei dem andern durch Leugnen hervorrufen. Auch לא תכחשו regelt ebenso sehr unsere Aufrichtigkeit im Geschäfts- wie im Gesellschaftsverkehr. Nicht durch Rücksicht auf unser Interesse sollen hier wie dort unsere Äußerungen geleitet werden. Im Geschäft wie in der Gesellschaft soll jeder uns zur Steuer der Wahrheit aufrufen können und des Zugeständnisses des Wahren selbst zu unserem eigenen Nachteil im voraus sicher sein.

    שקֵר Lügen, umfasst nun das ganze große Gebiet der Lüge, die aus dem Geschäfts- und dem Gesellschaftsverkehr die Wahrheit, die Erkenntnis der Dinge und Verhältnisse wie sie sind, diese Grundbasis alles Wohles und aller Pflichttreue verscheucht und das Wort, dieses Unterpfand der göttlichen Menschenwürde, der göttlichen Menschenbestimmung, das Zaubermittel alles sozialen Heileswirkens, in sein Gegenteil, in ein Werkzeug des Unheils und des Verbrechens verkehrt. כחש ist der Wahrheitsraub, שַקֵר der Wahrheitsdiebstahl, und so gewiss wie die Erkenntnis der Wahrheit für die sittliche Aufgabe und das Heil eines jeden ein unvergleichlich höhere und folgenreichere Bedeutung hat als der Wert, der sich an den Besitz eines materiellen Gutes knüpft, so gewiss ist der Wahrheitsdiebstahl ein noch weit verderblicheres Verbrechen als der Sachendiebstahl. Schmeichler, die dem Nächsten die wichtigste Wahrheit, die Wahrheit der Selbsterkenntnis stehlen, Heuchler, die ihr ganzes Selbst zu einer großen Lüge falschmünzen, gehören zu den verwerflichsten Kategorien der durch לא תשקרו aus dem jüdischen Gesellschaftsverkehr gebannt sein sollenden Charaktere. Wie ferner אמת nicht nur die logische, sondern auch die praktische Wahrheit: die Treue bedeutet, so heißt auch שקר die Untreue, die Nichterfüllung eines gegebenen Wortes, בנים לא ישקרו (Jes. 63,8) und sonst, und לא תשקרו איש בעמיתו umfasst auch die Warnung: täuscht nicht durch leere Versprechungen, haltet Wort einer dem anderen.

    Endlich ולא תשבעו בשמי לשקר: missbraucht nicht die Berufung auf meine zwischen Mensch und Mensch richtende Gegenwart zur Bestätigung der Lüge – alle diese Verbote sind implizite zugleich die אזהרות, die warnende Verbote der bereits anderweitig in ihren Straffolgen besprochenen gemeinen Verbrechen des Diebstahls, des Ableugnens und des Meineides. Allein sie sind in der Pluralanrede an die Gesamtnation in allen Gliedern gerichtet, um auch diejenige Unredlichkeit, Unwahrhaftigkeit, Unwahrheit, Unzuverlässigkeit, und so auch denjenigen Schwurmissbrauch in das warnende Verbot mitzufassen, die, weit über die Einzelerscheinungen gemeinverbrecherischer Handlung hinausgehend, so Sitte und Übung einer nationalen Gesamtheit werden können, daß mit ihrer allgemeinen Verbreitung das Bewusstsein ihres den heiligen Menschencharakter schändenden Unrechts schwindet – darum schliessen diese Sätze, die bis dahin an die Volksgemeinde als עם, als Gesellschaft in allen ihren Gliedern nach innen gerichtet waren, indem sie nun die Volksgemeinschaft als גוי, als Einheit nach außen zusammenfasst, und zu dem jüdischen Volk unter Völkern spricht: וחללת את שם אלהיך, als Träger Seines Namens hat dich Gott in die Mitte der Völker gesendet, als Sein, als Gottesvolk sollst du den Völkern das Muster einer von Gott auf Recht und Wahrheit und Treue gebauten Gemeinschaft vor Augen führen. Wenn du dich mit Unredlichkeit, Unwahrheit, Unzuverlässigkeit und meineindigem Schwurleichtsinn befleckest, so entweihst du den Namen, den du trägst, so tötest du die Gottesanerkennung, deren Herold und  Tatenpriester du sein sollst.

    23-04-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    22-04-2021
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת אחרי מות

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Acharei Mauss

     

    Ezechiel  Kap, 22 V.1

     

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 211 - 215  Kommentar zu Ezechiel Kap 22 V.1…) 

     

     

    Das Thorawort brachte zuerst die Lehre von den groβen Weihehandlungen, durch die alljährlich das Ideal der jüdischen Lebensheiligung vor der Trübung durch die Wirklichkeit des jüdischen Volkes geschützt, der Bund zwischen Jissroél und seinem Gotte erneut, und in dem Gelöbnisse ewigen Hinaufstrebens zur Gottesnähe Schutz vor den inneren und äuβeren Folgen einer sündhaften Vergangenheit und damit die Reinheit wieder gewonnen werden sollte. Sodann im Kap. 17 die Warnung vor Vergötterung der im ungebändigten Tierleben sich entfaltenden Naturtrieve und die Mahnung zur steten Unterordnung aller Kräfte und Triebe unter das Pflichtgebot, ferner die Warnung vor dem diese Unterordnung gefährdenden Blutgenusse, und endlich im Kap. 18 die Gesetze der Keuschheit als Grundbedingung der Erreichung der jüdischen Bestimmung und der Gewinnung und Erhaltung der jüdischen nationalen Selbständigkeit und des jüdischen Landes.

    Das Prophetenwort versetzt uns in Jerusalems letzte Tage und läßt vor unseren Augen ein Bild der Entartung entstehen, das in jedem seiner Züge den grausig crassen Gegensatz darstellt zu jenem Volksleben, welches das Gottesgesetz in Jissroél schaffen wollte. Entartung des Einzellebens, Entartung des Familienlebens, Entartung des socialen Lebens. Schrankenlose Herrschaft der Selbstsucht und der Genuβsucht, ungebändigte Sinnlichkeit und ungescheut geübte Gewaltthat, ja Mord, bilden das Gepräge des Einzel- und des öffentlichen Lebens, denn die Staatsgewalt steht gänzlich im Dienste entarteter Machthaber. Mit einem Worte: auch das Reich Juda ist mit allem diesen allerdings nicht unter, wohl aber gänzlich auf das Niveau der es umgebenden Völker hinabgesunken. Da ergiebt es sich denn die Naturnotwendigkeit, daß das zum Träger der Entfaltung reinen Menschentums bestimmte Land diese Bewohner „ausspeien“ muß (3 B.M. 18,28) und daß nur in schwerer Schule des Leides die Unreinheit getilgt und die ursprüngliche Reinheit wiedergewonnen, daß nur im Feuer der Läuterung das „Silber“ seiner Schlacken entledigt werden könne.

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 211-215  Kommentar zu Ezechiel Kap 22 V.1…) 

    22-04-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    21-04-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

     

    אחרי

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt

     Acharei Mauss

     

    ושמרתם את חקתי ואת משפטי אשר יעשה אתם האדם ויחי בהם „Hütet meine Gesetze, meine Rechtsordnungen, die der Mensch zu erfüllen hat, um durch sie Leben zu gewinnen.“

    Unsere ganze Aufmerksamkeit gilt der zweiten Hälfte dieses Satzes, enthält er doch die Begründung für die in den vorangehenden Sätze ausgesprochene Mahnung: hütet meine Gesetze und Rechtsordnungen, die der Mensch erfüllen muß wenn er Leben gewinnen soll. Sollen aber diese חוקים und משפטים, die den Inhalt der ganzen Thora ausmachen, von uns verwirklicht werden, dann müssen wir sie vor allem hüten, und zwar gilt diese Forderung, wie aus diesem Verse u entnehmen ist, in gleichem Ernst von den חוקים wie von den משפטים:  ליתן שמירה ועשיה לחוקים ושמירה ועשיה למשפטים mahnen die Weisen.

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  „Belehrung und Mahnung“ dritter Teil „Leviticus“ J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1935 S. 40-47

     

    Die vollständige Droscho kann hier – in Beilage – :gelesen werden:

    21-04-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    20-04-2021
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    Rabbiner Pinchas KOHN (1867-1942)


     

    TRANSJORDANIEN

     


    Es hat seine eigene Geschichte, dieses Land Transjordanien. Nicht nur, daß es heute von Palästina losgelöst ist und in der nächsten Zeit wohl kaum Aussicht bietet, Siedlungsland für jüdische Siedler zu werden. Vielmehr ist es vom Anfang an ein Problem gewesen.  Was wäre wohl aus diesem Land geworden, wenn Ruben und Gad nicht den Antrag gestellt hätten, daß in diesem Land für ihre Stämme eine Heimstätte bereitet worden wäre? Jüdischer Besitz war Transjordanien doch durch die Besiegung von Sichon und Og geworden.  Vielleicht wäre es bei der großen Landverteilung durch Josua an andere Stämme gefallen.  So aber ruhte auf diesem Transjordanien das Gepräge von etwas Besonderem, es war sozusagen der erste Riß in der Einheit des Zwölfstammenreiches.


    Wenn man die geschichtliche Entwicklungen genau verfolgt, so kann man – und das erklärt die heutige eigenartige Stellung Transjordaniens als Glied dieser Entwicklungen – feststellen, daß die in Sichon und Ogs Erbe wohnenden Teile zum Teil ein selbständiges, politisches Leben führten. Die Angst vor dieser Möglichkeit trat schon in Erscheinung, als die eigentliche Inbesitznahme Transjordaniens erfolgte. Als es damals den Anschein erweckte, als ob die 2 ½ Stämme durch die Errichtung eines eigenen Altars ein Sonderdasein sich zu schaffen entschlossen wären, da machten ihnen erschreckt die andere 9 ½ Stämme des in seiner Selbstlosigkeit, Brudertreue und tiefster Religiosität auch von den Historikern niemals ganz gewürdigte Angebot, ihnen im eigenen Besitz Lebensraum zu geben. Lieber Landnot als Gottesferne, lieber in engem Zusammenleben mit den Brüdern bei Landnot dem Glauben treu bleiben, als der Unreinheit des Landes (Josua XXII, 29) zu erliegen.  (Es ist übrigens diese Stelle ein erneuter Hinweis auf die Lehre der Bibel vom geheimnisvollsten Zusammenhang zwischen Boden und Menschen, von Beeinflussung der Menschen durch Erdstrahlungen: vgl. den Artikel: Reinheit und Unreinheit in Heft 7/8).


              Gewiß hatten die Erbauer dieses Altars die beste Absicht: Einheitszeuge sollte er sein.  Bald aber setzte die befürchtete Entwicklung ein.  Transjordanien war interesselos gegenüber dem jüdischen Schicksale geworden, vergebens sandte Debora ihren Ruf um Hilfe, er verhallte unerhört in Transjordanien.  Und wenn auch ein Jaïr aus Transjordanien kurze Zeit Führer des ganzen Volkes sein konnte, so gibt es doch sehr zu denken, daß schon sein Nachfolger Jiphtach das Wort „ami“ gebrauchen, also davon sprechen konnte, daß Transjordanien seine eigene Wege, teils mit Glück sogar, wie in der Eroberung des Landes der Hagarener, schließlich aber verschwanden seine Bewohner  klanglos aus der jüdische Geschichte. Es waren die ersten, die dem Ansturme Assyriens erlagen, und es ist bezeichnend, daß in Cisjordanien keine Hand für sie sich regte.


             Mehr als 2 ½ Jahrtausende sind seitdem vergangen, und aufs neue erhebt sich eine transjordanische Frage. Die weisen Grenzpfahlbestimmer vom Völkerbund haben dieses Ländchen von Palästina gelöst, teils gehört es Rabbath Amon, teils zu Syrien.  Und wenn Transjordaniens König und Volk etwa, vielleicht aus rein wirtschaftlichen Interessen, sich einer jüdischen Einwanderung nicht verschließen würden, es wäre wieder ein Teil der jüdischen Gesamtheit, der nicht eines Pfeilsschusses Breite von Palästina entfernt, unter ganz anderen Verhältnissen wohnen und leben würde. 


          Aber der Versuch wäre der Mühe wert.  Es wäre einerseits eine Probe aufs Exempel, wie sich das Verhältnis zwischen Arabern und Juden stellt, wenn sie nicht unter dem Zeichen der Balfour-Deklaration gemeinsam leben.  Aber freilich, eines müßte Voraussetzung sein, was wir und andere schon so oft betont haben. In der Alternative Europa oder Orient müßte man dort klipp und klar für den Orient votieren, insbesondere in Bezug auf die Bedürfnislosigkeit der Lebenshaltung. Die Annäherung an die Zivilisation Europas dürfte nur schrittweise von Arabern und Juden gemeinsam unternommen werden.  Ein zweites Tel-Aviv bei Rabbath Amon wäre undenkbar.  Die heutige Entwicklung Transjordaniens ist, wie man es nennt, primitiver, sie hat einen starken religiösen Grundzug. Jüdische Menschen, welche Landnot in dieses Gebiet führen würde,  müßten Gottesferne meiden.  Hier wäre ein Punkt, an dem Aguda und Misrachi gemeinsam arbeiten könnten.  Es will ja in diesem Land, das nicht den Normen der Balfour-Deklaration unterworfen ist, weniger besagen, was die zionistische Organisation will, es wäre ein Siedlungsland wie Amerika oder Brasilien.  Aber diese beiden Organisationen müßten in der Auswahl der Menschen vorsichtig sein. Ist Palästinas jüdische Siedlung leider mehr oder weniger unter das Fach der linksgerichteten Histadruth hoawodah gezwungen, so müßte dort eine vollkommen religiös orientierte Siedlung in die Wege geleitet werden. Wenn man ferner in Transjordanien die Stelle sieht, von welcher aus die Befriedigung zwischen Arabern und Juden ausgehen könnte, so erhebt sich der Zweifel, was besser ist, geschlossene Siedlung, wie in Palästina, oder das Anstreben gemischter Bevölkerung.  Man könnte darauf hinweisen, daß im Irakgebiete das letztere System sich von jeher bewährt hat.


         Wer weiß, ob nicht der Zeitpunkt gekommen ist, an dem dieses in der jüdischen Geschichte so problematische Land Transjordanien vor der Erfüllung der Prophezeiung steht, welche alte Kunde, im Targum Jeruschalmi zu N. XXXII, 3 wiedergegeben, an dieses Land knüpft. Dort heißt es „Königskrone und Königsgewand“. Jenseits des Jordan wurde einst unmittelbar nach Eroberung des Landes durch Moses der Thorabund erneuert.  Es könnte sein, daß wieder einmal die jüdische Geschichte vor der Tatsache steht, daß jenseits des Jordan Thorageist jüdische Kinder die Lebensbahn weisen wird, und daß von dort aus Ruhe und Frieden über den Jordan getragen wird, ins heilige Land.


    aus: NachAlass Zwi 1934 S. 236-238

    20-04-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    19-04-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Samson Raphael HIRSCH : Hoffe zu Gott hin! (Ps. 27,14)
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH


    HOFFE ZU GOTT HIN!

     

    Aus seine Übersetzung und  Kommentar zu den Psalmen: zu Ps.27* V.14

     

    „14) Hoffe zu Gott hin! Bleibe fest, und lasse dein Herz dich ermutigen, und hoffe auf Gott hin“



     

    V.14. קוה וגו' Hoffe zu Gott hin, und wenn deine Hoffnung nicht in Erfüllung gegangen, so bleibe nichtdestoweniger fest und schöpfe immer neuen Mut aus deinem Herzen und höre nicht auf zu hoffen. אם ראה אדם שהתפלל ולא נענה יחזור ויתפלל שנאמר קוה אל ד' חזק ויאמץ לבך וקוה אל ד'

     

    Die Psalmen übersetzt und erläutert von Samson Raphael Hirsch S.131 (Ffm. 1914, 3. unveränderte Auflage)

    *Der Psalm 27 wird in vielen Gemeinden von Rausch Chaudesch Elul bis Hauschano Rabbo täglich gesagt nach dem Morgen- und nach dem Nachmittaggebet.

    19-04-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    18-04-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Jesajas 58,5 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Acharei Mauss
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    אחרי מות

     

    הכזה יהיה צום אבחרהו, יום ענות אדם נפשו:

     

     

    „Darf so das Fasten sein, wenn ich es erwählen soll – der Tag, an dem der Mensch seine Seele darben zu lassen hat? Etwa daß er wie ein Schilfrohr sein Haupt beuge und in Sack und Asche sich hülle? Solches willst du Fasten nennen und ein Tag des Wohlgefallens, einen gottgeweihten?! “

    (Jesaia 58,5 Übersetzung Reb Dr.  Julius HIRSCH)

     

    1.

    Den Versöhnungstag im Jahr

    Widme deinem Gott allein,

    Heilig sei er dir fürwahr,

    Feiern soll ihn Groß und Klein!

    2.

    Und Genüsse halte fern,

    Meide sie nach Gottes Wort;

    Faste, bete, freudig lern‘,

    Gleich zu werden deinem Hort!

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S.259  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    18-04-2021 om 11:29 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    16-04-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Shmireh leMageifoh – Hütung gegen Seuche
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    Shmireh leMageifoh – Hütung gegen Seuche

    Zettel von Rabbi Moshe Teitelbaum (1759-1841) berühmt als Yismach Moshe

    Gilt freilich auch gegen die Infizierung durch das Nationaljudentum (Zionismus)!

    16-04-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    15-04-2021
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    The Untold Story of Christian Zionism's Rise to Power in the United States

     

    By Whitney Webb

     

    How Christian Zionism become a dominant force in American politics, particularly following the election of Donald Trump to the presidency.

     

    http://www.informationclearinghouse.info/51923.htm

    15-04-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    14-04-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

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    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt

     TAZRIA (Auszug)

     

    …Mit der Mila wurde Abraham Jude. Er vollzog sie im Zeichen des denkbar größten Kidusch Haschem. Denn Jude sein heißt, den Mut zum Kidusch Haschem zu besitzen, die Forderungen des jüdischen Pflichtlebens ונקדשתי בתוך בני ישראל in lautester Öffentlichkeit zu verwirklichen, auf den Beifall und die Zustimmung der Menge verzichten, auch den Hohn und die Verlästerung nicht zu scheuen,  die dem Juden in öffentlichen Leben gar oft begegnen. Solche מקדש שם שמים- Juden haben wir leider nicht viele, dafür gottlob noch recht viele, die freilich בשתיקה, wenn sie vor „fremden Augen“ sich sicher wissen, ihren jüdischen Pflichten nachkommen. Und doch hat es unser Stammvater uns anders gelehrt, als er den „Orden“ der Mila aus Gottes Hand für sich und seine späteste Kinder empfing. Wohl wußte er, daß dieser Akt, der ihn und sein Haus fortan in den entschiedensten Gegensatz zu den Anschauungen einer großen Welt setzte, bei ihr nur Spott und Gelächter auslösen mußte. Er aber vollzog die Mila nicht im Schutz der Nacht – בעצם היום הזה und wenn die Mila nach Gottes Willen auch am Tage vollzogen werden mußte, was hätte Abraham gehindert, wenn er die Vornahme dieses Aufsehen erregenden Aktes bei seinen Hausgenossen auf eine Reihe von Tage verteilt hätte, um so weit wie möglich peinliches Aufsehen zu vermeiden – er aber vollzog die Mila seines ganzes Hauses; zu dem 318 Genossen zählten, an einem Tag, scheut den mächtigen Orloh-Hügel nicht, der vor den Augen einer großen Welt sich türmt und auf den die „Sonne scheint“ – Gott aber bleibt dieser große, stolze Akt unvergessen, mit dem unser Stammvater unter den Augen einer lautesten Öffentlichkeit Jude wurde und von dem noch späte Enkel sich die Mahnung holen mögen, wozu die Mila d.h. die Zugehörigkeit zum Gottesbund sie verpflichtet.

    Aus dem Geiste des בעצם היום הזה ist es zu verstehen, daß für die Weisen Abraham bei der Ausführung der Mila nicht nur die Öffentlichkeit nicht scheute, sie nicht mit dieser Tat überraschte, sondern ihr vorher Mitteilung machte und, wie sie es so sinnig darstellen, seine Freunde zu einer „Mila-Konferenz“ einlud.  Die Ansichten aber, die er da äußern hörte, sind ungemein bezeichnend; sie begegnen uns bis auf den heutigen Tag und erklären vielfach unser Verfahren gegenüber den Forderungen der jüdischen Pflicht.

    Oner verweist auf Abrahams Alter – zu hundert Jahren eine solch  tief eischneidende Maßnahme! Das ist die Sprache der Gewohnheit. Und in der Tat wohnt in der Gewohnheit eine ungeheure Macht inne, sie beherrscht den Verstand, und die beste Überzeugung muß sich gar oft ihr beugen. Wen die Schritte, statt ins Bethamidrasch, täglich ins Kaffeehaus lenken, wird von dieser Gewohnheit auch am Schabbos nicht lassen, wiewohl den Verstand ihn vor der עברות warnt, die dort auf ihn lauern; wer jahraus, jahrein gewohnt ist, während אנעים זמירות sein טלית abzulegen und aus dem בית הכנסת zu laufen, wird nur Schwer davon lassen, auch wenn Verstand und Nachdenklichkeit ihm das Unstatthafte seines Verhaltens nahelegen; und wem es einmal zur Gewohnheit geworden ist, die laute שמנה עשרה oder קריאת התורה für den geeigneten Augenblick zu halten, um den Nachbar zu begrüßen und mit ihm in שיחת חולין, in Geschwätz sich zu ergehen, der wird von dieser traurigen Unsitte nur schwer lassen, auch wenn sein Verstand das entschiedene Verbot längst begriffen und natürliches Anstandsgefühl sich gegen dieses die Heiligkeit unserer Andachtsstätte schändende Verhalten  von selber kehrt! Und doch hegen wir die zuversichtliche Erwartung, daß es der eindringlichen Mahnung des דין doch schließlich gelingen wird, seine Forderung Anerkennung zu verschaffen. Hat unser sabbatlicher מי שברך an diese unfaßbare Unsitte gedacht, wenn er den Segen herabfleht auf die מי שמיחדים בתי כנסיות לתפלה ומי שבאים בתוכם להתפלל? Sollte man doch meinen, daß, wenn Synagogen erbaut werden, sie selbstverständlich für die תפלה bestimmt sind, und wenn man hineingeht, man sie aufsucht, um dort zu beten. Und doch erfleht unser מי שברך den Segen bedeutsam und mit unverkennbaren Nachdruck auf das Haupt derer, die das בית הכנסת für die תפלה bestimmen und nicht für müßige Unterhaltung, und die hineingehen להתפלל, um ihre תפלה zu verrichten und nicht die geweihte Stätte durch שיחת חולין zu entweihen! Wer aber unter uns möchte nicht des Segens teilhaftig werden, daß Gottes Segen komme über unsere Frauen, über unsere Söhne und unsere Töchter הוא יברך את כל הקהל הקדוש הזה הם ונשיהם ובניהם ובנותיהם!

    In Oner hat die Macht der Gewohnheit ihren trefflichen Anwalt gefunden: zu hundert Jahren geht man nicht neue Wege. Von besonderer Bedeutung schien den Weisen Eschkols Verhalten. Sahen sie sich doch zu folgendem  Ausspruch veranlaßt: מגיד מראשית אחרים שהכל צפוי היה לפני הקב"ה, אשכל אוהבו של אברהם היה ונקרא אשכל על אודות האשכול שעתידין ישראל לכרות ממקומו „Gott kündet Künftiges von Anfang an: Eschkol hieß der Freund Abrahams, er hieß so nach der Traube (אשכול), die einst die Kundschafter im Tale schneiden sollen.“

    Irren wir nicht, so wollen sie uns damit sagen: Das Verhalten der Kundschafter gegenüber dem Gotteswillen hat schon in Abrahams Tage Vertreter gefunden, nur daß Abraham solchen Einflüssen gegenüber stark geblieben, keinen Augenblick  im Zweifel war, was die Pflicht von ihm forderte. Denn Eshkol erinnert an die Feindschaft, die sich Abraham durch Vornahme der Mila zuziehen müsse, die ihn von seiner Umwelt fortan scheide – und wenn Abraham die Mila vorzunehmen durchaus gewillt war, so wird Eschkol wohl für eine Vornahme in aller Stille plädiert haben, um nach Möglichkeit jedes Aufsehen zu vermeiden. Das ist dieselbe feige, erbärmliche Gesinnung, die die Kundschafter erfüllte, die sich trotz des Gottesschutzes einer feindlich gesinnten Welt gegenüber ohnmächtig fühlt und die Kraft nicht kennt, mit der das Bewußtsein, dem Gotteswillen zu entsprechen, die jüdische Seele zu erfüllen hat – mit dieser Gesinnung haben sie die Traube in Eschkols Tal  gepflückt.

    Von allen Freunde stimmte nur Mamre dem Vorhaben Abrahams zu. Doch nicht das Für und Wider der öffentliche Meinung hat auf Abrahams Entschluß Einfluß ausgeübt; er war viel mehr von Anfang an entschlossen, in vollem Bewußtsein der herrschenden Meinungen, mit denen die große Welt seinen Schritt begleitete, und in lautester Öffentlichkeit sich und sein Haus  dem göttlichen Lebensbund zu weihen.

    Wie aber die Mila von ihren Trägern Kidusch haschem fordert, weil sie von ihnen in keinem Augenblick des Lebens verleugnet werden darf, so begleitet sie den Juden bei jedem Schritt seines Lebens, will jede Gedankenregung und jeden Willensvorsatz unter die  Herrschaft des Gotteswillens stellen und seinem Leben durch innige Vermählung mit Gottes Nähe zur höchsten Vollendung verhelfen. Das sollte Abraham erfahren, als er, mit dem frischen Bundeszeichen am Leibe nach Wanderern ausspähend, an dessen er Gastfreundschaft ausüben könne, der Schechinanähe Gottes teilhaftig wurde. Er will sich vor der Schechina erheben und wird veranlaßt, sich in seiner Liebesbetätigung an Menschen nicht zu stören – denn Gott weilt dort, wo Menschen Seinen Willen betätigen. Und wenn Jissroél in seinen Bet- und Lehrhäusern sitzend weilt, weilt Gottes Schechina über ihnen, denn keine größere Huldigung kennt Gott, als wenn das Leben des Menschen zu einer Offenbarung des Gotteswillens sich  gestaltet. Das aber ist der Fall, wenn göttliches Milazeichen uns mahnend dazu bringt, „vor Gott zu wandeln und nach Vollendung zu ringen“. Vollendung aber winkt dem Leben, wenn es in keinem Augenblick die Mila verleugnet.

    וביום השמיני ימול בשר ערלתו Die Mila weiht ihre Träger dem Schabbos, denn Gottes Herrschaftswille soll in ihm einen rüstigen, treuen Vollstrecker finden. Dieser Gotteswille umfaßt aber nicht nur das Einzelleben, er will auch das Gemeinschaftsleben im Zeichen des Rechts und der Liebe aufbauen. Vor seiner Nähr sollen Haß, Bösrede und Verleumdung, sollen die unheimlichen Mächte weichen, die das soziale Leben vergiften und ihm die Segnungen des Friedens rauben.

    Wer die Mila in Wahrheit trägt, den braucht der Gottesfinger nicht strafend mit Negaim zu berühren, mit denen Gott den zu treffen weiß, der die sozialen Forderungen des jüdischen Lebens verleugnet.

    Er muß die Mila als stolzer Enkel unseres Stammvaters tragen, der die Mila in lautester Öffentlichkeit vollzogen und im Anblick einer großen Welt bei jedem Schritt seines von Gottesrecht und Gottesliebe erfüllten Lebens verwirklicht hat.

    Mit Recht ruft daher der Weise aus: Wie groß ist doch die Mila, sie vermag Negaim  zu verdrängen!

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung   dritter Teil Leviticus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1935 S. 20-26

    14-04-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    13-04-2021
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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

    (1881-1932)

     

    Die Benediktion gegen die Ketzer

     

     

    In: „Jüdische Monatshefte“ Jahrgang 5, Heft 11

     

    Die 19. Benediktion, zugefügt an den ursprünglich 18 Benediktionen, „Schemoneh Esreh“ die wir dreimal täglich Richtung Jerusalem stehend, beten wird von viele routinemäßig herunter geprasselt, Diese Kategorie Betern meinen damit sei der Pflicht erfüllt, ahnen nichts von der tiefen geschichtlichen Zusammenhang und der aktuellen Bedeutung und Erforderlichkeit dieser Benediktion.

     

    Das ist kaum verwunderlich wenn man folgender Paradox bedenkt:

     

    In den Reihen der Orthopraxie der Gegenwart wird weltweit  identisch die selbe „Schemoneh Esreh“, mit identischer Wortlaut, gebetet durch religiöse Zionisten und deren fromme Nachschlepper einerseits, durch die antizionistischen Thoratreuen Juden anderseits.

     

    Welche Ketzer der Gegenwart sollen geflucht werden? Etwa die „Heidenrebellen“ (von N. Birnbaum geprägten Begriff) ? Und wenn bis in die Knesseth HaMinim „Ultraorthodoxe“ Rabbinern kollaborieren?

     

    Rabbiner Dr. Raphael BREUER gibt uns schlüssige Antworte auf diese Überlegungen. Zu lesen in Beilage. 

     

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    13-04-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    12-04-2021
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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

                   (1881-1932)

     

     

    „Chassidismus“

     

    Aufsatz erschienen in der Wochenzeitung „Jüdische Presse“, Wien 1924, 3

     

    „In der Agudas Jisroel dominiert der Osten. Im Osten ragt der Chassidismus hervor. Folglich steht der Chassidismus an ragender Stelle. Darf diese Vorherrschaft des Chassidismus auch diejenigen mit Freude erfüllen, die der andersgearteten west- und mitteleuropäische Orthodoxie angehören und vom Chassidismus nur von Hören und Sagen wissen? Ja! Denn jede Orthodoxie die echt, geschichtlich berechtigt und religionsrechtlich legitimiert ist, auch die misnagdische, auch die deutsche eines S.R. Hirsch, ist Chassidismus, unbewusster Chassidismus. Wir wollen uns das an einem instruktiven Beispiel klar machen.

    [… ] Nur eine geistige Strömung gibt es im heutigen Judentum der bewußter Antichassidismus ist: der jüdischer Nationalismus. Was für die christliche Kirche der Antichrist bedeutet, das bedeutet für das orthodoxe Judentum der jüdische Nationalismus: Verdräng der Religion von ihrem Herrschersthrone, Emanzipation der Erde vom Himmel, Kampfansage gegen den heiligen Geist. Was verschlägt’s wenn einzelne Nationalisten eine Vernunftehe zwischen Nationalismus und Religion herzustellen sich bemühen?  Der Rationalismus mag dazu seinen Segen geben. Der Chassidismus sagt: Was hat die Nation mit dem heiligen Geist zu tun? Wenn für uns der Begriff der Religion alles, aber auch wirklich alles umfasst, was bleibt dann noch für die Nation übrig ? Und darum ist es gut, daß in der Agudas Jisroel der Chassidismus mitführt. Er ist die Neschomoh Jessoroh der Agudas Jisroel.“

     

    Hier die vollständige Wiedergabe des Originals in Beilage:
     

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    12-04-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    11-04-2021
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    סורו טמא!  קראו למו:

     

    „Weicht zurück, ihr seid unrein, weicht zurück, weicht zurück, berühret uns nicht

     

    (Klagelieder 4,15 Übersetzung Mendel Hirsch)

     

    1.

    Meide, Mensch, von zarter Jugend

    Jede Tat, die dich entehrt;

    Meide, was befleckt die Tugend

    Und das Seelenheil zerstört.

     

    2.

    Halte deinen Leib im Leben

    Einem edlen Kleinod gleich,

    Reinheit sei dein ganzes Streben,

    Von dem schwarzen Laster weich‘!

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Bestellung nimmt entgegen:

    Frau Manja BURGERS,

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    11-04-2021 om 19:13 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    09-04-2021
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    שמיני

     

    Aus dem Kommentar von Rabbiner Samson Raphael HIRSCH zur Wochenabschnitt SCHEMINI

     

    Kap.9. V.1 Und es war am achten Tage, da hatte Mosche Aharon und seine Söhne und die Ältesten Jissroéls gerufen,

     

    Kap.9 V.1 ויהי ביום השמיני Wir haben bereits in Jeschurun, Jahrgang V, S. 14 f. im Artikel מילה die Bedeutung eines achten Tages nach zurückgelegten sieben Tage erläutert.  Wir sagten uns, daß durch ein solches Zählen von sieben Tagen ein bisheriger Zustand völlig abgeschlossen wird, und mit  dem achten Tage ein neuer Anfang und zwar auf erhöhter Stufe, gleichsam die „Oktave“ beginnt. Auch hier ist mit den vor dem Eingang zum Heiligtum zugebrachten sieben Tagen der Zustand bloß individueller privater Lebensbedeutung der zum Priesterdienst Bestimmten abgeschlossen, und mit dem achten Tage treten sie in den neuen, erhöhten Charakter einer Gott und der Nation hörigen Lebensweihe ein.

     

    V.3 Und zu Jissroéls Söhne sprich: Nehmet einen Ziegenbock zum Entsündigungsopfer und ein Kalb und ein Schaf, einjährig, in ihrer Ganzheit, zum Emporopfer.

    V. 4 Und einen Ochsen und einen Widder zum Friedensopfer, Mahlopfer vor Gott zu vollziehen, und eine mit Öl durchrührte Huldigungsgabe; denn heute erscheint euch Gott.

     

    VV 3 u. 4 Das Opfer der Nation bildet zwei Gruppen: שעיר לחטאת ועגל וכבש לעולה; und שור ואיל לשלמים ומנחה בלולה בשמן ; jene: Ausdruck ihrer Stellung gegen Gott, diese: ihre Stellung als Volk in Mitte der Völker. Gott gegenüber gelobt die Nation mit dem שעיר עזים לחטאת, starr gegen jede Verlockung durch Fremde, folgsam und treu auf dem Standpunkt auszuharren, den ihr ihr einziger Lebenshirte angewiesen; und mit dem עגל וכבש בני שנה לעולה: in ewiger Jugendfrische und jugendlicher Leitsamkeit mit ihrem Tatenleben und Geschickesdasein sich mit voller männlichen Energie der Emporführung des einzigen Leiters ihrer Taten und Lenkers ihrer Geschicke zu dem in seinem Gesetze gezeichneten Höheziele hinzugeben. Mit dem שור ואיל לשלמים לזבח לפני ה' spricht sie aber froh und freudig die mit jener treuen Festigkeit und energievollen Hingebung in Mitte der Völker zum gewinnende bedeutsame Stellung aus. Das ewig jugendliche עגל vor Gott wird zum männlichen שור mit dem Wirken seines Tatenlebens den Völker gegenüber, und das seinem einzigen Hirten folgende כבש zu dem in Vollkraft der Völkerherde wegweisend voranschreitenden איל. Dieser freudig beglückenden Seite des jüdischen volkgeschichtlichen Berufes wird Jisroel sich im Nationalfriedensmahl vor Gott froh bewusst, und legt in מנחה בלולה בשמן, in seinem mit ‚Öl getränkten Mehle“, mit dem Zeichen seiner von Ihm mit Wohlstand gesegneten Existenz, den Tribut der  Huldigung auf den Altar seines Gesetzes nieder.

    … ….

    Steht auch diese Volksopfer in einer Beziehung zu der עגל- Verirrung, so gelobt das Volk mit dem שעיר עזים im חטאת , fortan sich nie wieder von einem ערב רב zum Abfall von Gott und seinem Gesetze verleiten zu lassen, vollzieht im -עגלOpfer des עולה und im שור des שלמים wie bereits bei Aharons Opfer (V.2) angedeutet, direkt die Sühne der Verirrung des עגל, das, wie in ת"כ z. St. bemerkt, dem Volke nicht nur עגל nach der Absicht Aharons geblieben war sondern zum selbständigen שור erhaben worden, und gelobt  im כבש des עולה und im איל des שלמים, sein ferners Geschick in voller Hingebung zu Gott, seinem einzigen „Hirten“, für alle Gänge durch die Zeiten anheim zu geben, und in dieser selbstlosen Hingebung, als  Führer der Menschenherde zu Gott, männlich und kraftfroh voranzuschreiten und sein „Mehl und sein Öl“, seine Existenz und sein Wohlbefinden, keinem anderen als Gott, dem einen Einzigen,  unvermittelt und ausschließlich huldigend verdanken zu wollen.

     

    Kap.10, V.1 Da nahmen Aharons Söhne, Nadab und Abihu, jeder seine Pfanne, gaben Feuer in sie und legten darauf Räucherwerk; und brachten vor Gott fremdes Feuer nahe, das er Ihnen nicht geboten hatte.

     

    Kap. 10, V.1 … קטרת war das einzige Opfer, das nie, weder von der Gesamtheit, noch vom einzelnen als נדבה dargebracht werden dürfte, dessen Darbringung vielmehr ausschließlich auf das, der Gesamtheit täglich und dem כה"ג am י"כ, Vorgeschriebene beschränkt bleiben sollte (Menachoth 50a.b.). Glauben wir doch im קטרת den Ausdruck des gänzlichen Aufgehens in Gottes Wohlgefallen, des gänzlichen Aufgehens in ריח ניחוח לד' erkennen zu dürfen (siehe 2 B.M. 30 f. und 34 f.), ein Gedanke, der als von Gott vorgestecktes Ziel das Ideal seiner Anforderungen vergegenwärtigt, der aber aus eigener Wahl zum Ausdruck gebracht, als נדבה, die höchste Anmaßung in sich schlösse. Mehr als alles andere hebt aber das göttliche Wort an dieser so verhängnisvollen Darbringung hervor: ,אשר לא צוה אותם daß Gott sie ihnen nicht gebeten hatte. Wären die einzelnen Momente des Opfers selbst nicht, wie wir gesehen, verboten gewesen, es genügte, daß es ein nicht gebotenes war, um es zu einem verbotenen zu machen. In dem ganzen Opferdienst des Gesetzheiligtums ist dem subjektiven Beliebe, kein Raum gestattet. Selbst die קרבנות נדבה, die  freiwilligen Opfer,  haben sich mit Entschiedenheit innerhalb der dafür vorgeschriebenen Grenzen und Formen zu halten. Denn קרבת אלקים, Gottes Nähe und Annährung zu Gott, die mit jedem קרבן gesucht wird, ist nur auf dem Wege des Gehorchens, des Eingehens, in den göttlichen Willen und der Unterordnung unter denselben zu finden. Es ist dies eben ein Punkt, in welchem Judentum und Heidentum bis zu vollendetem Gegensatz auseinander gehen. Das Heidentum sucht mit seinem Opfer die Gottheit sich der Erreichung seiner Wünsche dienstbar zu machen. Das jüdische Opfer will mit dem Opfer den Opfernden in den Dienst Gottes stellen, will ihn mit seinem Opfer der Erfüllung der göttlichen Wünsche dienstbar machen. Alle Opfer sind daher Formeln göttlicher Anforderungen, die der Opfernde mit seinem Opfer zum Normativ seines künftigen Verhaltens macht. Selbstersonnene Opfer wären daher eine Tötung der Wahrheit, die eben durch Opfer Herrschaft über den Menschen gewinnen soll, diesen eben willkürlichen Subjektivismus als den Stuhl der Herrlichkeit zurechtstellen wo Gehorsam und nur Gehorsam einen Thron erbaut finden soll. Wir begreifen den Tod der Priesterjünglinge, und ihr Sterben im ersten Weihemomente des Gottesheiligtums ist für alle künftigen Priester dieses Heiligtums die ernsteste Warnung, schließt von den Räumen des Gottesheiligtums, das ja nichts anderes als das Heiligtum seines Gesetzes sein soll, jede Willkür und jedes subjektive Belieben aus! Nicht durch Erfindungen gottesdienstlicher Novitäten, durch Zurgeltungbringung des göttlich Vorgeschriebenen hat der jüdische Priester seine Wirksamkeit zu bewähren.

    09-04-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    08-04-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Mendel Hirsch Aus seinem Komm. zur Haftoro Schemini
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת שמיני

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Schemini

     

     

    Samuel II, Kap. 6, Vers 1 und folgende

     

    Die  Geschichte der Einweihung des Zusammenkunftsbestimmungszeltes unter der sichtbaren Bekundung der Gottesnähe in Jissroél fügt das Prophetenwort der Haftora die Erzählung des ersten Einzuges der Bundeslade Gottes in Jerusalem an. Ein Moment der einen tiefen Einblick und einen weiten Ausblick in die jüdische Geschichte eröffnet. Das Zelt, das an jenem „achten“ Tage zum achten „Male von Moses errichtet worden war, befand sich noch in Gibeon. Ein von David in der Davidstadt provisorisch errichtetes Zelt harrte vor der Bundeslade. Siegreich war aus dem Philistäerlande die nunmehr in Jerusalem einziehende Bundeslade heimgekehrt, nachdem sie von Schiloh aus, da Jissroél sich des Gottesschutzes unwürdig gezeigt hatte, in Feindes Hand gefallen war. In den Trümmern des Götzen und in den Heimsuchungen der Feinde hatte sich die Hoheit des von ihr umschlossenen Wortes und die Allmacht der Gotteshand den zitternden Philistäern offenbart. Der Freiheit wiedergegeben, hatte sie ohne Menschen-Zutun ihren Weg zurückgenommen in das jüdische Land. Nach vorübergehendem Weilen in Beth-Schemesch hatte sie Stätte gefunden in dem mit dem hier genannten Baale Jehuda identischen Kirjath Jearim (Sam.I. 6,20 f. 7,1). Die Wirkenszeit des hehren Samuel, die Regierung Sauls lagen zurück, die auf seinen Tod folgenden Erschütterungen hatten ihre Ende erreicht, und nach außen herrschte tiefste Ruhe: „Gott hatte die Furcht vor ihm auf alle Völker gegeben“ (Chron. I. 14,17), als David den Entschluß fasste, die Bundeslade in der Davidstadt zu überführen, wo er für sie ein Zelt aufgeschlagen hatte. – Doch nicht ohne ernste Mahnung an die Hoheit des Gesetzes sollte die Überführung nach Jerusalem erfolgen. So wie der Tod der beiden Priesterjünglinge am ersten Einweihungstage die ewige Mahnung sein sollte, daß nur Gehorsam und kein Priesterwillkür, auch nicht in bester, Gott dienender Absicht, so vergegenwärtigte die selbige Hoheit die Leiche Usa’s, der in einem Augenblick der Selbstvergessenheit gewähnt hatte, die Lade halten zu müssen, und, wenn auch in guter Absicht, die Ehrfurcht vor Dem verletzt hatte, dessen Wort die Lade barg. Sein Tod hatte das בקרובי אקדש (3 B.M. 9,3) David in furchtbarer Eindringlichkeit in die Seele gerufen. Niemand war weiter als er von jeglicher Selbstüberschätzung entfernt. Er  zagte, er zweifelte an seiner Würdigkeit. Er hatte um so mehr Grund zu zagen, als ja der Entschluß, die Bundeslade in „die Davidstadt“ zu bringen, seiner eigenen Initiative entsprungen und nicht etwa die Ausführung eines ihm gewordenen göttlichen Auftrages. Erst der in dem Gedeihen Obed Edoms sich zeigenden Gottessegen beruhigte ihn. Hatte er ja doch auch schon durch sein vorhergehendes Zagen es an den Tag gelegt, wie sehr er von dem Gefühle der Verantwortung durchdrungen sei, die die Nähe der Bundeslade ihrer Umgebung bringe. Dieses Bewußstein, daß er nur erster und verantwortlicher Diener dieses Gesetzes sein daß er seine Königsmacht nur für dessen Verwirklichung einzusetzen und seine Würde nur in der Erfüllung dieser Aufgabe zu finden habe, tritt in seiner ganzen Haltung bei der Überführung hervor.  Gerade was Michal, der stolzen Königstochter, mißfiel, gerade das gab ihm das Gepräge des jüdischen Königs nach dem Idealbilde des Königsgesetzes (5 B.M. 17,14 ff.) In diesem Sinne hatte er das kleine Ephod angelegt, als Wehr und Waffen des jüdischen Königs, es war die Rüstung für die Verwirklichung des Gottesgesetzes, es war das Gelöbnis, alle seine Kräfte in den Dienst dieser Aufgabe zu stellen. Dasselbe Gelöbnis sprach die ganze Reihe der nach jeder Zurücklegung von sechs Schritten auf dem ganzen Wege sich wiederholenden Opfer aus, die Weihe der Tatkraft (שור) und die vertrauensvolle Geschickeshingebung an die Gottesführung (מריא). Auch daß diese Gelübde gerade nach  jeder Sechszahl von Schritten im Thatsymbol ausgesprochen wurde, ist nicht bedeutungslos. (Vergl. Über die Bedeutung der Sechs- und Siebenzahl in der Symbolsprache des Gottesgesetzes: Grundlinien einer jüdischen Symbolik, Jeschurun: V. S.18ff.)

    Derselbe tiefe Ernst spricht auch in dem Unterschiede aus, der den Zug von dem Hause Obed Edoms nach Jerusalem von demjenigen aus Kirjiath Jearim bis nach Perez Usa charakteristisch scheidet. An die Stelle des משחקים (V.5) war תרועה, an die Stelle der Pauken und Schellen (V.5) war der Schofar, der den ernsten Gottesruf an Jissroél zur ewigen Sinaihöhe seiner Jissroélbestimmung vergegenwärtigende Schofarruf getreten. Nur auf den Boden dieses Ernstes und dieser tiefen gottesfürchtigen Erregung quoll jenes beglückenden Hochgefühl und jene Freude, die in dem von David ausgesagten מפזז ומכרכר ihren Ausdruck fand. Aus dem ausführlicheren Bericht in Chron. I, 15 11-16 tritt der Unterschied noch mehr hervor. Die Stammeshäupter der Priester und Leviten werden von David berufen, ויתקדשו, heiß es daselbst, sie hatten sich auf dem großen Moment vorzubereiten. Dann erst „trugen die Söhne der Leviten die Lade Gottes, so wie es Moses nach dem Worte Gottes geboten hatte, auf ihrer Schulter an den Stangen, die auf ihnen ruhten“. Nachdem sodann die ganze Ordnung des Zuges beschrieben, die in ihre Ordnungen als Sänger, Musiker und Wächter eingeteilten Levitenfamilien und unter diesen auch der Levite Obed-Edom an der ihm gebührende Stelle, und die Priester mit den Posaunen voranschreitend, heißt es am Schlusse V.28, da die innige Beteiligung des ganzen Volkes hervorgehoben und die Klänge des Festjubels nach den Instrumenten zusammenfassend geschildert werden, zuerst und vor allem: „Ganz Jissroél führte die Lade des Gottesbundes בתרועה ובקול שופר in tiefer Erregung und Schofartöne hinauf“, und dann wird der Posaunen und der anderen Instrumenten gedacht. –

    Den weiteren Ausblick in die ferne Zukunft eröffnet sodann die David in Veranlassung des von ihm beabsichtigten Tempelbaus gegebene Zusicherung der bis in die Ewigkeit reichenden Erhaltung und Bedeutung seines Hauses.

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 196 -197  Kommentar zu Samuel II Kap. 6 V.1…) 

    08-04-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    07-04-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    שמיני

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Schemini (Auszüge)*

     

     

    *Ansprache, gehalten am Abend des 12. Nisan 5650 bei der Amtseinführung als Frankfurter Raw.

    …

    Mehr als Aharon weigerte Mosche sich, Führer in Jissroél zu werden. Sieben Tage kämpfte er mit sich, ehe er endlich auf Gottes Geheiß sich dazu verstand. Umso befremdender muss es erscheinen, daß später Jehoschua die Nachfolge ohne weitere Bedenken antrat. Es genügte die göttliche Aufforderung קח לך את יהושע, und Jehoschua trat sein Amt an. Und doch war der Abstand zwischen Mosche und Jehoschua trat sein Amt an. Und doch war der Abstand zwischen Mosche und Jehoschua ein solch gewaltiger, daß זקנים שבאותו הדור אמרו פני משה כפני חמה פני יהושע כפני לבנה die Ältesten jener Zeit keinen Abstand nahmen, Mosche mit der Sonne und Jehoschua mit dem Mond zu vergleichen! – Mosche aber, so meinen die Weisen, העמידו מן הארץ והושיבו בין ברכיו hob Johoschua auf sein Knie, und Johoschua trat sein Amt mit den Worten: ברוך ה' אשר נתן תורה לישראל ע"י משה רבינו, Gesegnet sei Gott, der Jissroél durch unseren Lehrer Mosche die Thora gegeben!

    Offenbar liegt der Grund für Jehoschuas Verhalten in der Verschiedenheit der Aufgaben, vor die sich diese Führer gestellt sahen. Mosche fiel die denkbar schwierigste Aufgabe zu: die Thora seinem Volke zu überbringen, d.h. in Mizraim unter den Fesseln der geistigen und sittlichen Knechtschaft zermürbte jüdische Volksgemeinschaft zum Gottesvolke zu erheben und unter den Fesseln der gewaltigsten Schwierigkeiten den Boden für das Gottesgesetz zu erkämpfen. Jehoschua fiel die ungleich leichtere Aufgabe zu: die Errungenschaften seines großen Lehrers und Meisters unter wesentlich günstigeren Verhältnissen weiter zu pflegen, das teure Erbe zu erhalten und einer gedeihlichen Fortentwicklung entgegenzuführen. Mit gehobenen Empfindungen konnte er daher seine Antrittsworte in den Segenspruch kleiden: ברוך ה' אשר נתן וגו' Das Schwierigste ist vollbracht, die Thora hat bereits durch Mosche im Herzen des Volkes ihre Stätte gefunden!

    Jehoschua durfte aber auch mit Zuversicht darauf rechnen, daß Jissroél gerade mit Hinblick auf die unerreichbare Größe seines Vorgängers ihm die herzlichste Zuneigung und wärmste Sympathie entgegenbringen werde. וישמעו אליו בני ישראל וגו' ולא קם נביא עוד כמשה heißt es in den Schlusssätzen unserer Thora: Und Jissroéls Söhne gehorchten ihm und taten, wie Gott Mosche geboten!

    Mochten die Zeitgenossen an Mosche Rabenu denken, so musste sich ihnen der Vergleich zwischen Sonne und Mond aufdrängen; doch gerade dieser weite Abstand, der Jehoschua von Mosche schied, sicherte ihm die ungeteilte Hingabe seines Volkes. Wäre Mosche eine von seinem Nachfolger erreichbarer Größe gewesen, dann freilich wäre Jissroél berechtigt gewesen, auch an Jehoschua dieselben Erwartungen und Anforderungen zu stellen, die sie an Mosche zu stellen gewohnt waren Doch dem war nicht so. ולא קם נביא עוד בישראל כמשה Einen zweiten Mosche gab es nicht mehr. Mosche stand zu hoch, zu groß da, als daß ein Vergleich zwischen ihm und sein Nachfolger, wer immer es auch sein mochte, zulässig gewesen wäre. Großtaten, wie sie Mosche vollbracht hatten konnten von keinem andern erwartet werden. Andererseits aber schaute das Volk zu Jehoschua mit Vertrauen empor, der durch seine innige Beziehung zu Mosche die Bürgschaft bot, daß er die Errungenschaften seines großen Lehrers und Meisters in seinem Geiste und in seinem Sinne zu erhalten und zu pflegen als seine heiligste Aufgabe betrachten werde.

    Meine Brüder und Schwestern! Gleich Jehoschua spreche ich auch mit dankerfülltem Herzen die ברכה:ברוך שנתן תורה לעמו ישראל ע"י רבינו . Das Schwierigste ist vollbracht! Mein unvergesslicher großer Vorgänger זצ"ל hat die denkbar schwerste Aufgabe gelöst: er hat seine Gemeinde, seinem Volke aufs neue die alte unverfälschte תורה überbracht. Mit unvergleichbarer Genialität und nie erlahmender Tatkraft hat er seine Gemeinde zu einer wahrhaften Gottesgemeinde herangebildet und unter Beseitigung unsäglicher Hindernisse den Boden für die Thora mit seinem Herzblut erkämpft. Meinen schwachen Kräfte fällt nunmehr die ungleich leichtere Aufgabe zu: die Errungenschaften unseres großen Lehrers und Meisters in ihrer ganzen Integrität in w.G. ungestörter, friedlicher Wirksamkeit weiter zu erhalten und wenn möglich einer gedeihlichen Fortentwicklung entgegenzuführen. In zuversichtlicher Erwartung rechne ich auf Ihre tatkräftige Unterstützung und Mitarbeit, rechne ich auf Ihre gütige Nachsicht, daß Sie von meinen geringen Fähigkeiten nicht solche Grosstaten erwarten werden, wie Sie sie unter der Führung meines großen Vorgängers זצ"ל zu erleben von der göttlichen Vorsehung gewürdigt waren. – Einen zweiten Rabbiner HIRSCH gibt es in unserer Zeit nicht mehr! Das haben Sie sich, als dieser große Führer die Augen schloss, sagen müssen. –

    Feierlichts aber gelobe ich – und wahrlich, meine innigen verwandtschaftlichen Beziehungen zu unserem großen Rabbiner זצ"ל und vielleicht auch meine Vergangenheit bürgen für die Treue dieses Gelöbnisses: – die Heiligtümer seines Lebens in seinem Geiste und in seinem Sinne mit jeder Regung meines Herzens, mit jedem Splitter meiner Kraft in immer wachsender Hingebung zu wahren und zu pflegen.  Und wenn wir in dieser Stunde das נר תמיד zu seinem Andenken entzünden, so mahne es und, nicht zu ruhen und nicht zu rasten, bis das Thoralicht, das er in unserer Mitte entzünden hat, zu einem wahrhaften נר תמיד erstarkt ist שתהא שלהבת עולה מאליה und durch die Pflege, die es im weitesten Kreisen findet, auch ohne unsere Hilfe von selbst fortleuchtet.

    חזק ואמץ Sei fest und stark! rief Mosche seinem Nachfolger zu: חזק בתורה ואמץ במעשים טובים fügen unsere Weisen erklärend hinzu. Sei fest in der Erkenntnis deiner Aufgabe im Dienste der תורה und sei stark in der Überwindung aller Hindernisse bei deren Lösung.

    Fest im Prinzip und stark in der Ausführung, das waren die ernsten Anforderungen, die Mosche an seinen Nachfolger stellte.

    Fest im Prinzip und stark in der  Ausführung, das sei die Devise auch für meine Wirksamkeit, und so Sie, meine Brüder und Schwestern, חזקו ואמצו in gleichem Sinne mir Ihre Mitarbeit nicht versagen, wird Gottes Segen auf dem Mühen unserer Hände ruhen: ויהי נעם ה' אלקינו עלינו ומעשה ידינו כוננה עלינו ומעשה ידינו כוננהו.

     

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung dritter Teil Leviticus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1935 S. 13 - 19

    07-04-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    06-04-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Yakov M. Rabkin: “What is Modern Israel?”
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    Yakov M. Rabkin: “What is Modern Israel?”

     

    240 pages | 5 1/2 x 8 3/4 | © 2016

    Paper $27.00ISBN: 9780745335810 Published July 2016 For Sale in All Americas and the Caribbean except Canada

    Cloth $90.00ISBN: 9780745335827 Published July 2016 For Sale in All Americas and the Caribbean except Canada

     

    Usually, we think of the state of modern Israel, as well as the late nineteenth-century Zionist movement that led to its founding, as a response to anti-Semitism which grew out of cultural and religious Judaism. In What Is Modern Israel?, however, Yakov M. Rabkin turns this understanding on… Read More

    Usually, we think of the state of modern Israel, as well as the late nineteenth-century Zionist movement that led to its founding, as a response to anti-Semitism which grew out of cultural and religious Judaism. In What Is Modern Israel?, however, Yakov M. Rabkin turns this understanding on its head, arguing convincingly that Zionism, far from being a natural development of Judaism, in fact has its historical and theological roots in Protestant Christianity. While most Jewish people viewed Zionism as marginal or even heretical, Christian enthusiasm for the Restoration of the Jews to the Promised Land transformed the traditional Judaic yearning for ‘Return’—a spiritual concept with a very different meaning—into a political project.

     
    Drawing on many overlooked pages of history, and using on a uniquely broad range of sources in English, French, Hebrew, and Russian, Rabkin shows that Zionism was conceived as a sharp break with Judaism and Jewish continuity. Rabkin argues that Israel’s past and present must be understood in the context of European ethnic nationalism, colonial expansion, and geopolitical interests rather than—as is all too often the case—an incarnation of Biblical prophecies or a culmination of Jewish  history. Read more:

    http://press.uchicago.edu/ucp/books/book/distributed/W/bo23469304.html

     

     

    06-04-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    05-04-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Jeremias 22, 10a und Sprüchlein zum Wochenabschnitt Schemini
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    שמיני

     

    אל תבכו למת ואל תנודו לו:

     

     

    „Nicht klaget um einen Toten, nicht zeiget seinethalben innere Bewegung – “

    (Jeremias 22,10a Übersetzung Rabbiner Dr.  Josef BREUER)

     

    1.

    Klage nicht, wenn Fromme scheiden

    Von dem süßen Lebenslicht,

    Traure nicht, gebeugt von Leiden,

    Wenn ihr Herz schon frühe bricht.

    2.

    Denke, daß für jene Reinen

    Diese Welt zu kleinlich war,

    Willst denn jene du beweinen,

    Die jetzt grüßt die Engelschar?

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S.242  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    05-04-2021 om 16:42 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Raphael BREUER: „Die Orthodoxie am Scheidewege“ (1918)
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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

                (1881-1932)

     

    „Die Orthodoxie am Scheidewege“

     

    Jüdische Monatshefte Jahrgang  5 Heft 5 S. 153-160

     

    Unter obigem Titel erschien im Frankfurter Familienblatt ein Artikel von J.H. der nicht unwidersprochen bleiben darf. Seine Ausführungen lassen sich auf folgende Leitsätze reduzieren:

     

    1.      Es ist so gut wie sicher, dass in Palästina ein jüdisches Gemeinwesen größeren Umfangs geschaffen werden wird, wenn die Judenheit selbst, einheitlich den ernsten Willen dazu hat.

     

    2.      Es ist so gut wie sicher daß die orthodoxen Judenheit die „Verwirklichung ihres Jahrhundertalten Traumes“ nicht wiederum hintertrieben sehen will, denn selbst die früheren Gegner der Besiedlung Palästinas willen es jetzt. Die Saulussen sind zu Paulussen geworden. Nur wenige orthodoxe Juden werden sich heute weigern, das Baseler Programm mit ganzem Herzen zu unterschreiben. „Die orthodoxen Juden sind heute allesamt im weitesten Sinne des Wortes, Zionisten“

     

    3.      Die Orthodoxie steht am Scheidewege, weil sie sich entscheiden muss, auf welchem Wege sie die „ Verwirklichung ihres Jahrhundertes alten Traumes“ erreichen will: durch die Gründung einer eigenen Organisation zur Besiedlung Erez Jisroels oder durch die Anschluss an die zionistische Organisation bzw. der Misrachi.

     

    Herr J.H. ist der Meinung daß die Orthodoxie in ihrem eigenem Interesse sich dem Zionismus anschließen muss und zwar aus folgenden Gründen:  [vier Gründen - in Beilage zu lesen]

     

    Herr J.H. unterläßt auch nicht, genau anzugeben, was alles die Orthodoxie tun muss um den Zionismus zu kaschern. [vier Mittel – in Beilage zu lesen]

     

    Herr J.H. ist überzeugt daß es der Orthodoxie bei Anwendung dieser vier Arzneimittel auch gelingen wird, mit der für ihren Kampf um die Geltung der Thauro wichtigsten Gruppe den religiös Gestimmten und nach religiöse Vertiefung sich Sehnenden – vgl; die Zeitschrift „Der Jude“ – „ zu einem Ausgleich und nützlicher Zusammenarbeit zu kommen“.

     

    Zum Schluß seines Artikels setzt Herr J.H. auseinander daß nur dann die Orthodoxie eine begeisterte, überzeugte, schwungvolle Jugend mit  „lebendigen Lebenskräfte“ ihr eigenen nennen wird,  wenn sie sich dem Zionismus anschließt „Nicht zuletzt werden diese Kräfte auch dem Thora Studium zu Gute kommen; mit freierem und frischerem Sinne werden sich unsere Jungen diesem Jüdischtem aller Jüdischen widmen“.

     

    Wir haben zu diesen Ausführungen folgendes zu bemerken: ZU LESEN IN DIE BEILAGEN!

     

    Rabbiner Dr. Raphael BREUERs ausführliche Widerlegung der irrige Meinungen und irreführende Sophismen der religiösen Nachschleppern des Zionismus hat nichts an Gültigkeit verloren für uns, späte Generationen, im Gegenteil. Es ist heiliger Pflicht diese aus der Vergessenheit hervor zu holen und die praktische Lehren und Konsequenzen für unsere Gegenwart daraus zu ziehen.

     

    Bijlagen:
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    Die Orthodoxie am Scheidewege 4.JPG (108.2 KB)   
    Die Orthodoxie am Scheidewege 5.JPG (108.8 KB)   
    Die Orthodoxie am Scheidewege 6.JPG (96.8 KB)   
    Die Orthodoxie am Scheidewege 7.JPG (100.4 KB)   
    Dir Orthodoxie am Scheidewege 8.JPG (87.9 KB)   

    05-04-2021 om 16:33 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    31-03-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Jaum tauw Péssach (4.Folge)
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    Samson Raphael HIRSCH

     

    Jaum Tauw PéSSACH (4.Folge)

     

     

    (איסור אכילה הנאה ומציאה ומצות שביתה של חמץ)

     

    (Aus Chauréw Kap.26 Genuss- und Besitz-Verbot und Wegräumungs- Gebot des Choméz)

     

    Und sie backten den Teig; den sie mitnahmen aus Mizrajim, zu ungesäuerten Kuchen, denn er war nicht gesäuert.

    Denn getrieben wurden sie aus Mizrajim

    und konnten sich nicht aufhalten –

    und nicht einmal Mundvorrat hatten sie sich bereitet!  (II. 12,38)

     

     

    § 200.

     

    Alljährlich darum, wenn sie wiederkehrt die Denkmalzeit für die Errettung aus Mizrajim, soll alle Geschlechter Jissroéls hindurch nichts gesäuertes von ihnen genossen, ja besessen werden, ja, alles Gesäuerte mit eigener Hand aus dem Besitztum weggeschafft sein, von der Stunde des Erlösungsanfangs, dem 14ten Nisson mittags, bis zum letzten Tage des Festes, der Erlösungsvollendung durch die Begebenheit am Schilfmeer. Tatausspruch für alle Zeit: daß unsere Väter nichts zu ihrer Befreiung beigetragen, wir uns davon nicht das geringste zuschreiben können, sondern die Freiheit, und mit ihr unsern ganzen Jissroélberuf, als reines Gottesgeschenk tragen. – Wer darum von Jissroéls Söhne und Töchtern am Péßach Choméz isset, der spricht damit aus: daß er den Grund leugne, auf dem seines Volkes Bestimmung ruht, nicht anerkenne, daß es auch nach seinem volkstümlichen Dasein ganz allein Gottes Geschöpf, Gottes Eigentum sei, und darum Gottes Diener sein solle – er verschwinde aus der Gemeinde Ja-akauws!

     

    § 204.

     

    ……..

    Wenn du so in den Tage des Péßachfestes jedes Gesäuerte fern hälst aus dem ganzen Kreise deiner Persönlichkeit, aus deinem Genuss, aus deinem Nutzen, aus deinem Besitz, ja es mit eigener Hand und eigenem Wort aus fortschaffest aus deiner Persönlichkeit Kreis, so tue dies nicht ohne den Sinn dieser göttlichen Anordnung zu beherzigen. In jedem Teilchen Choméz, das du forträumst, von dem du dich fernhältst, sage dich los von allem Selbstdünkenden in deinem ganze, Jissroélgeschicke; siehe dich deinem Jissroélberufe nach ganz, ganz allein Gottes Geschöpf, von ihm, dem Alleinen, ohne dein Zutun, herausgegriffen aus Mizrajims Kerker, auf daß Er allein die Gott sei und ihm allein du Diener seist, und trage bescheiden und ernst solches Geschick und solche Pflicht. –

    31-03-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Shmiel Mordche BORREMAN,

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