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Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
(1808-1888)

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Rabbiner Dr. Raphael BREUER
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(1842-1909)
Jubelsinget, Gerechte, in Gottesanschauung, den Geraden geziemt Thatenoffenbarungslied (Psalm 33)

ברוך הבא!    السلام عليكم!

 

Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Thora tegen nationaal-jodendom (sionisme)


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’études rabbiniques YECHOUROUN, Thora contre national-judaïsme (sionisme).

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Thora. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus).

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Thora against Nationaljudaism (Zionism).

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

Inhoud blog
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  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER: „Ein jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ (14)
  • Sprüche 19,16 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Reéh
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt EKEW
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro EKEW
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Ekew
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER „Ein jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ (13)
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt Woèsschanan
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH: Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes WOÈSSCHANAN
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Woèsschanan
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER „Ein jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ (12)
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH : der Fasttag des 9ten Aw (aus Chauréw)
  • Samson Raphael HIRSCH : Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Dewaurim
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt DEWAURIM
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER „Ein jüdisch-geschichtlicher Wegweiser (11)
  • Sprüche 28,23 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Dewaurim
  • Samson Raphael HIRSCH: Aus dem kommentar zur Wochenabschnitt MASSEI
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar Haftoro Massei
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    Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus)
    26-03-2021
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

                                  (1808-1888)

     

    צו

     

    Auszüge aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt ZAW

     

    Kap. 6, V5: Das Feuer aber soll für den Altar auf ihm angezündet werden, soll nicht ausgehen; es legt darauf der Priester am frühen Morgen Hölzer zum Brennen, ordnet darauf das Emporopfer und läβt auf diesem die Fetteile der Friedensopfer aufdampfen.

     

    Kap. 6 V. 5  … Es gibt nur ein Opfer, das dem Schlussopfer des Tages nachzufolgen hat, das Pessach (Pessachim 59a), jenes Opfer, mit welchem alljährlich die Nation wieder in die angstvoll des Ausgangs harrende Geburtsstunde ihres nationalen Daseins zurücktritt, und mit der von allen ihren Gliedern vereint zu vollziehenden Pessachhingebung der Nacht entgegen zu gehen hat, in welcher Tod und Knechtschaft oder Leben und Freiheit sich über ihren Häuptern entschied und – der ewig neu zu weckenden Hingebung harrend – entscheidet.

     

    V.15: Der Priester, der an seine Stelle von seinen Söhnen gesalbt wird, soll es vollbringen. Als ein ewiger Tribut soll es Gott ganz dem Aufdampfen übergeben werden.

     

    V. 15 חק עולם ...: Die Form חק kommt vorzugsweise nicht als Gesetz, sondern als das als Gebühr zu Leistende vor. So: 1 B.M. 47,22; 2 B.M. 10, 13 u. 14; Prov. 30,8 Wir glauben es daher auch hier in diesem Sinne auffassen zu müssen. Die שירי מנחות ישראל, sowie alle anderenמתנות כהונה  sind dem Aharonstamme als חק überwiesen. Im  מנחת כהן המשיח gelangen dieselben im huldigenden Ausdruck Gott wieder zurück.

    חק עולם, auch לחם הפנים wird Kap 24,9 חק עולם genannt, und hält Menachoth 76a die Halacha an dieser Gleichstellung der Bestimmung fest, daß auch הביתי כה"ג wie das =לחם הפניםBrot auf dem nationalen Wohlstand unter Gottes Angesicht stellenden Tisch in zwölf Broten dargestellt worden. Mit dieser Zwölfzahl der חביתים-Brote ist diesen daher einer dm לחם הפנים ähnliche nationale Beziehung gegeben. –  … Wohl dürfte dieses alles dem Priester fortwährend den Gedanken zur Beherzigung und Betätigung nahe legen solle, daß er seines Amtes nicht ein der damit verbunden materiellen Vorteile willen warten, sondern den Genuss dieser Vorteile selbst als eine nur für seine Existenz nicht zu umgehende Notwendigkeit, ganz in die göttlichen Zwecke seines Amtes aufgehen lassen solle. War  doch dem jüdischen Priester sein Dienst der einzige Boden seiner Existenz; gleichwohl sollte er nicht seinen Dienst in seine Existenz, sondern seine Existenz in seinen Dienst aufgehen lassen. כל מנחת כהן כליל תהיה לא תאכל! Jeder im Volke hat sein ganzes materielles Gut Gott „zu Füssen zu legen“ und dem Heiligtum seines Gesetzes den vollen „Herausgriff“ nach göttlicher Bestimmung zur Nahrung des Göttlichen auf Erden zu gestatten, und eben diese Mitverwendung seiner Hebe auch für das Gottesheiligtum macht den Mann zum jüdischen Mann, stellt auch seine materielle Existenz unter göttliche Gedächtnisobhut und lässt auch seine Freude am Dasein in das göttliche Wohlgefallen an ihm aufgehen. Allein des Priesters ganze Existenz, auch mit der ganzen materiellen Seite seines Daseins und Wohlseins geht auf in den Dienst des Göttlichen auf Erden; er soll, durch die Mustergültigkeit seines ganzen Wandels auch außer dem Heiligtum – wie dies noch ganz besonders in den besonderen Gesetzen für den Priesterwandel (Kap.21) hervorleuchtet – dem Heiligen eine „Stätte bereiten“ im Leben des Volkes, wie sein Name „Kohen“ aussagt; es soll nichts an ihm unpriesterlich sein; und wenn er daher den Ausdruck seiner „Nahrung“, seines „Wohlstandes“ und seines „Wohlbehagens“ mit dem Mincha ins Heiligtum trägt, so kommt davon nicht nur ein „Gedenkteil“ auf Gottes Altar, es geht ganz auf in das Feuer des Göttlichen auf Erden. –

    …Es ist die Nation, die ihren Hohenpriester veranlasst, seine חביתין in so reicher Bereitung darzustellen, wie ja auch in Wirklichkeit der Nation anempfohlen ist: גדלהו משל אחיו (Kap. 21,10), ihren Hohepriester auch in den äußeren Erscheinung, seiner Existenz der Nation würdig hervortreten zu lassen. Wenn, wie die Blätter unserer Geschicke uns lehren, aller Verfall von jeher durch die Entartung der höheren Schichten der Gesellschaft hervorgerufen wurde, und wenn, wie die ganze Stellung des  jüdischen Priesters und des jüdischen Hohenpriesters, der ja ein Weib haben und ein „Haus“ milden musste, insbesondere beweist, Priester und Hohepriester durch die Mustergültigkeit ihrer Häuslichkeit einen sittigenden und veredelnden Einfluss auf die Nation üben und darum mitten im Verkehr des Volkes leben sollten; so begreifen wir, wie es die Absicht des Gesetzes sein konnte, daß sein Hohepriester durch eine ihm zu schaffende begüterte Existenz mit seiner Häuslichkeit, der Erziehung und Bildung seiner Kinder, mit dem ganzen Tenor seiner bürgerlichen Lebens sich den begüterten Kreisen der Volksgesellschaft anschließen und den stillen und doch so mächtigen Einfluss eines mustergültigen Beispiels da üben möge, wo der Schwerpunkt des nationalen Sittenlebens zu liegen pflegt. Eine Absicht, an deren Erfüllung ihn sehr wohl sein reiches חביתין-Mincho morgens und abends mahnen mochte. …  .

     

    Kap. 7V.18  Und wenn von dem Fleische seines Friedensopfermahls am dritten Tage gegessen werden soll, so wird darin nicht ein Entsprechen des göttlichen Willens für den, der es nahebringt, erklärt, es wird ihm nicht gedacht, ein Verworfenes soll es sein; die Person, welche davon iβt, wird ihre Sünde tragen.

     

    Kap. 7 V. 18 … So ist der Abfall vom Judentum, der dem Gesetzesheiligtum den Rücken kehrt, nicht das Verderblichste für das jüdische Heiligtum; da erst droht dem Heiligtum Verderben, wenn man den Abfall im Heiligtum trägt, die Willkür im Bereich des Heiligtums selber sanktioniert, trotz Umwandlung des Heiligtums in sein Gegenteil doch auf den Boden des Heiligtums zu verharren vorgibt, und das Heiligtum selber die Sanktionierung seines Gegenteils vollziehen lassen will. Das ist פגול, und darum ist es auch nur dann פגול wenn קרב המתיר כמצותו, wenn alles sonst normal geblieben, wenn keine sonstige Abnormalität schon das Opfer als verfehlt, als פסול erscheinen läβt, und so das Zerreißen des Opferheiligtums in seinem lebenbedingendsten Momenten in ganz normalen Vorgange sanktioniert erscheinen würde.

    26-03-2021 om 15:01 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

              (1881-1932)

    Sommerzeit

     

    Die meisten Zeitgenossen verbringen ihre Zeit, ohne zu ahnen, welch ein seltsames Ding doch der Begriff der Zeit ist. Wir, denken hier weniger an die Rolle, welche die Zeit in der Erkenntnistheorie spielt, als an die übermächtige Stellung, die sie im praktischen Alltagsleben einnimmt. Denn kann man auch nicht verlangen, daß ein von allerhand Sorgen und Kümmernissen geplagter Durchschnittszeitgenosse sich darüber den Kopf zerbricht, ob die Zeit eine Form des inneren Sinns, wie Augustin, oder eine Anschauung a priori, wie Kant, oder ein Produkt des Vorstellungsmechanismus ist, wie Herbart meint, so muss doch schon Jemand ein von philosophischen Neigungen völlig entleertes Hirn besitzen, wenn er nicht wenigstens einmal darüber nachgedacht hat, wie komisch doch das Leben wäre, wenn die Menschen nicht die eigentümliche Gewohnheit hätten, ihr praktisches Tun und Lassen, ihr Handeln und Wandeln, ihr Schlafen und Wachen, dem Szepter der allgewaltigen Zeit zu unterordnen. „Obgleich, wie es scheint, es nur die Zeit, ein äußeres Maß des Lebens  bestimmt, so ist es doch auf dies Leben selbst, mit dem, was in ihm geschieht und unterbleibt, von nicht unbedeutendem Einfluss, ob und wie die Menschen ihre Zeit zählen. So lange uns das innere Maß unserer Handlungen fehlt, oder doch nicht überall in Anwendung klar ist, wieviel geschieht nicht nach diesem äußeren Maß und geschähe vielleicht nicht ohne dasselbe. „In solcher Frist sei das geschehen“ ist Gesetzgebers Ausspruch, gleichviel, des äußeren oder des inneren im Menschen, des rüstig kräftigen Willens – und „dies geschehe alle solche Frist einmal und kehre mit ihr wieder!“ – Ja, lebten wir wie mit Uhrtriebwerk ohne Weiser, und zählten unsere Tage nicht, kein Zeitdenkmal und Zeitstift wäre möglich, ein Tag wäre dem andern gleich, und, wie den Unternehmungen das äußere Richtmaß  fehlte, so fehlte auch die Bestimmung der Tage, die, Zeitteile weihend, über die übrigen hebt, und in wiederkehrenden Zeitdenkmälern aus der Vergangenheit noch spätester Zukunft Früchte reifen läßt. Ebensowenig ist’s gleichgültig, wie wir unsere Tage zählen. Wären unsere Jahre kürzer oder länger, als sie eben sind, manches geschähe in dem einen Falle rascher, häufiger,, im anderen Falle langsamer, seltener oder gar nicht. Ja, unser ganzes inneres und äußeres Leben, das Zählen selbst nur äußeres und willkürlich genommen, wäre in einem Fall rascher im Umschwung, besonnen-schläfriger im andern!“ Tief und treffend hat hier der Horeb (§ 250) die Wirkungen der Zeit auf unser ganzes inneres und äußeres Leben umschrieben. Die Uhr ist unsere Begleiterin durchs Leben, die uns ein äußeres Maß als Ersatz für das fehlende Innere reicht. Sie ist das spornende und mahnende Agens, wodurch das, was ohne sie ein maßloses Tun wäre, in eine zweckvolle Handlung verwandelt wird. Ohne die Uhr wäre das Leben leer und schal, ein graues Einerlei, ohne Farbe und Licht. Nur das Zählen der Zeit ermöglicht das Herausgreifen von einzelnen Teilen der Zeit, die, zu Festtage geweiht, auch die übrigen Tage adeln und erwärmen. Und was ist Geschichte anders, als ein sinnvolles Zählen der Zeit? Wenn noch der spätesten Zukunft die Früchte der Vergangenheit reifen, wenn unsere spätesten Enkel noch von unseren frühesten Vorfahren lernen werden, so wird dieser Zusammenhang zwischen Vergangenheit und Zukunft nur durch „wiederkehrende Zeitdenkmäler“ d.h. durch Veranstaltungen befestigt, die, wie unsere Fest und Fasttage, die Geschehnisse einer vergangenen Zeit im Gedächtnis der Nachwelt erneuern und beleben. Nehmt dem Juden seinen Kalender und ihr habt ihm seinen Katechismus vernichtet. Ja, auch nur der Änderung unseres Kalenders ginge nicht spurlos an unserem inneren und äußeren Leben vorüber.  Denn nicht nur, daß wir unsere Tage zählen, auch wie wir unsere Tage zählen ist von Belang. Unseres Lebens Pulsschlag und unseres Handelns Tempo wird durch die Uhr, durch die Art und Weise, wie wir unsere Stunden, Tage, Monde und Jahre zählen, reguliert. So ist der Mensch von seiner Uhr nicht zu trennen. Auch Pflanzen und Tiere sind organische Geschöpfe, doch sie leben ohne Uhr, ohne Zeitbewusstsein, ohne Maß und Ziel. 

    Es giebt sicherlich sehr viele Menschen, die erst durch die Sommerzeit auf das Problem der Zeit aufmerksam wurden. Im Leben des thoratreuen Juden übt die Zeit ein viel zu straffes und umfassendes Regiment aus, als daß er je achtlos über sie hinweg sehen könnte. Schon die pedantischen Synagogezeiten, 655, 929 usw., die noch strenger eingehalten werden, als bei den Plänen der Eisenbahn möglich ist, unterwerfen uns unentrinnbar dem Kommando der Zeit, und nur in den Kreisen der Chassidim wird diese Kommandogewalt der Gebetszeiten als synagogaler Militarismus bekämpft.

    Wie komisch ist doch die Zeit, wie komisch sind doch die Menschen, die sich ihr unterwerfen! Wäre es nicht viel einfacher, statt den Uhrzeiger eine Stunde vorzurücken, die Uhr zu belassen, so wie es ist und einfach eine Stunde früher aufzustehen und mit der Tagesarbeit eine Stunde früher aufzuhören? Doch nein, nur dann erheben sich die Menschen um 5, und nur dann hören sie auf zu Arbeiten um 6, wenn die Fiktion geschaffen wird, um 5 sei 6 und um 6 sei es 7. Wir lassen uns gerne von unserer eigenen Uhr betrügen. Es kommt uns viel weniger auf die Dinge selbst an als auf die Vorstellung an, die wir uns von den Dingen bilden. In diesem Selbstbetrug  liegt die Komik der Sommerzeit.

    Die Erfinder der Sommerzeit sind nicht wenig stolz auf ihre Erfindung. Ob sie ahnen, wie wenig originell ihre Erfindung ist? Von Eingriffen in den normalen Ablauf erzählt uns schon die Bibel. „Damals redete Josua vor dem Herrn am Tage, da der Herr hingegeben den Emori vor den Kindern Jissroéls; er sprach vor den Augen Jissroéls: Sonne, stehe still in Gibeon und Mond im Tale Ajalon! Und es harrte die Sonne und der Mond stand still, bis sich gerächt das Volk an seinen Feinden…Und die Sonne stand still in der Mitte des Himmels und eilt sich nicht zum Untergang wie am vollen Tage. Wie dieser Tag war keiner zuvor und keiner nachher, daß der Herr die Stimme des Menschen gehorchte, denn der Herr stritt für Jissroél.“ (Josua 10, 12-14) – „ Hiskija fragte Jesaja: Welches ist das Zeichen daß der Herr mich heilen wird und daß ich am dritten Tage in das Haus des Herrn hinaufgehen werde? Jesaja antwortete: Das sei Dir das Zeichen vom Herrn, daß der Herr das tun wird, was er gesprochen: soll der Schatten (der Sonnenuhr) zehn Stufen vorrücken, oder soll es zurückgehen zehn Stufen? Hiskija sprach: Es ist ein Leichtes, daß der Schatten zehn Stufen falle; nicht doch,  der Schatten kehre rückwärts zehn Stufen. Da rief der Prophet Jesaja zum Herrn, und er ließ umkehren den Schatten an den Stufen, wo er hinabgerückt war an den Stufen des Achas, rückwärts zehn Stufen“ (Kön. 20, 8-11).

    Wie eine stümperhafte Nachahmung dieser biblischen Wunder mutet uns heute die Sommerzeit an. Was wohl die Menschen heute unternähmen, wenn sie nicht bloß die Uhr sondern auch die Sonne regulieren und korrigieren könnten? Sicherlich würde sie gleich dem freien Meere ein Streitobjekt nationaler Ambitionen werden. Seien wir darum froh, daß ein Jenseitskörper ist und nicht ein Bestandteil unseres Planeten ist.

    R.B.

     

    Quelle: Jüdische Monatshefte Jahrgang 3 Heft 5 Ijar 5676 – Mai 1916  S.129-132

    26-03-2021 om 14:56 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    25-03-2021
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת שבת הגדול  

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Schabbos hagodaul

     

    Maleachi, Kap. 3, Vers 4 und folgende

     

    Eine tief sinnige Anordnung bestimmt den Schluss des an Jissroél gerichteten Prophetenwortes für die Haftora für den „großen“, für den unserem nationalen Geburtsfeste vorangehenden Sabbath. Das letzte Prophetenwort schließt mit der Mahnung und dem Hinweis auf diese Bestimmung, die die erste an Moses gerichtete Gottesankündigung als Ziel der Erlösung ausgesprochen hatte. לי לעם, „mir zum Volke“ zu werden – so lautet diese Bestimmung, und die ganze Gesetzesoffenbarung ist nichts als der in Worte gesagten Gotteswille, durch dessen Verwirklichung unser Einzel- und unser Volkserscheinung sich zum „Gottesvolke“ erhebt und ausgestaltet. Die alljährliche Wiederkehr der Stunde, die einst Zeuge war von unserer Auferstehung aus dem Völkerode, soll uns stets von neuem mit den ewigen Wahrheiten durchdringen und zu dem Entschlusse begeistern, sie zu verwirklichen. Denn wie lautet die letzte Mahnung, mit der das seitdem verstummte Prophetenwort in die Prüfungsgänge der Jahrtausende hinaus entlassen hat? „Bleibet der Lehre meines Dieners Mauschéh eingedenk, da Ich ihm am Chauréw für ganz Jissroél Gesetze und Rechtsordnungen gebot!“ – Hier tritt uns die vollende Einheitlichkeit der gottgefügten Jissroélsgeschichte von ihrem ersten Anbeginn bis zu ihrem letzten Ziele in der Zeiten ferne.

     

    Kap.3, V.4 Der Vers schließt an die unmittelbar zuvor verkündete Läuterung des Levitenstammes an, sodaß nur reine Hände die Weihegabe Gott näher bringen werden, והיו לה' מגישי מנחה בצדקה . Nur dann, heißt es hier, wird sie Gott wohlgefällig sein. – Nicht unwichtig erscheint es, darauf hinzuweisen, wie hier auch der letzte Prophet für die letzte Zukunft die Darbringung der Opfer verkündet. Wie zerfließt dem und so vielen anderen Tatsachen gegenüber jenes Vorgehen in ein elendes Nichts, das in den Propheten „Reformatoren des mosaischen Judentums“ und zwar insbesondere auf Abschaffung der Opfer bedachte Reformatoren erblicken will! – Ferner ist es charakteristisch, daß alle Opfer hier unter dem Begriffe der Minchoh, der Huldigungsgabe, gefaßt werden. Damit wird eindringlich daran erinnert, daß der eigentliche Gottesdienst sich im Leben draußen vollziehe, Tempel und Opfer nur stets die erneuende Rüstung und Weihe für diesen eigentlichen Gottesdienst bilden sollen. Vergl. Ps. 24,31: „Wer darf den heiligen Gottesberg besteigen? Nur wer rein an Händen und lauteren Herzens ist.“

    …

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 457- 464  Kommentar zu Maleachi Kap. 3 V.4…) 

    25-03-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    24-03-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

     

    מצורע (שבת הגדול)

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt

     Mezauroh* (Auszug 1)

     

     

    בכל דור ודור חייב אדם לראות את עצמו כאלו הוא יצא ממצרים Zu allen Zeiten ist ein jeder verpflichtet, sich zu betrachten, als sei er aus Mizrajim gezogen, so lautet die Mahnung des בעל המגיד der Hagodo.

    והגדת לבנך ביום ההוא לאמר בעבור זה עשה ה' לי בצאתי ממצרים „Und du erzählst deinem Kinde an jenem Tage: um dieses willen hat Gott für mich gehandelt, als ich aus Mizrajim zog“ (2 B.M. 13,8) – בעבור זה, בעבור שאקיים מצותיו כגון פםח מצה ומרור הללו „um dieses Willen“ d.h. damit ich Gottes Gebot erfülle, um dieser מצוות willen, mit Hinblick auf Peßach, Mazza, Moraur, die da vor mir liegen, hat Gott für mich gehandelt – עשה ה' לי „mir hat Gott gehandelt“ מכאן רמז תשובה לבן רשע hier ist die Antwort angedeutet, die dem entfremdeten Kinde zu erteilen ist. –

    השביעני במרורים הרוני לענה“Er hat mit Bitterkeiten mich gesättigt, er mit Wermut mich gespeist“ diese wehe Klage des Propheten kommentieren die Weisen:השביעני במרורים, זה יו"ט ראשון של פסח דכתיב ביה על מצות ומרורים, הרוני לענה, מה שהשביעני מרורים בליל פסח הרוני בליל תשעה באב לענה (מ"ר) „Er hat mit Bitterkeiten mich gesättigt“ in der Peßachnacht, heißt es doch: „mit Mazza und Bitterkraut sollen sie es essen“ – diese Sättigung der Peßachnacht hat Er als Wermut mir in der Tischo b’aw Nacht gereicht – ליל יו"ט ראשון של פסח הוא ליל ת"ב und so fällt denn auch die erste Peßachnacht auf denselben Tag der Woche (das.)

    Im Mittelpunkt der bedeutsamen מצות, die der Sedernacht ihre Heiligkeit verleihen, steht das Gottesgebot: והגדת לבנך Es macht dem jüdischen Vater es zur Pflicht seine Kinder, die ihm Gott geschenkt, in dieser Nacht ganz besonders mit dem ganzen Ernst ihres jüdischen Lebensberufes zu erfüllen, sie für die hohen Aufgaben zu gewinnen und zu begeistern, die jüdisches Leben von ihnen fordert. Vor allem sollen sie wissen: בעבור זה עשה ה' בעבור שאקיים מצותיו – לי nur darum, weil ich Gott gelobt habe, seine Gebote zu erfüllen, hat Gott für mich gehandelt. – Wissen sollst du, so spreche der jüdischen Vater zu seinem Kinde, nicht ich habe mir meine Freiheit errungen, ich war ohnmächtig und wehrlos, jeder Versuch zu meiner eigenen Befreiung war mir genommen, und hätte Gott nicht für mich gehandelt, so wäre ich hoffnungslos in mizrischer Versklavung untergegangen. Aber auch nicht, weil ich mich der göttlichen Erlösung bereits würdig gewiesen hätte, weil ich der Väter Erbe in Reinheit gewährt hätte, ist Gott für mich eingetreten: mizrisches Götzentum, mizrische Unsitte war nicht spurlos an mir vorübergegangen – Und wenn dennoch Gott mit starkem Arm aus Tod und ohnmächtigen Erliegen mich der Freiheit zuführte, so geschah es nur בעבור זה, בעבור שאקיים מצותיו um dieser Gebote willen, die ich in der Stunde der Erlösung zu erfüllen gelobte, um dieser Gebote willen, mit deren Erfüllung ich das heilige Gelöbnis verband, in der Folge, für alle Zukunft in Gottes Dienst zu treten, um dieses Gelöbnisses willen hat Gott meiner Unwürdigkeit und sittlichen Unzulänglichkeit nicht geachtet, als er mit göttlichen Erlösungswundern mir den Weg in die Freiheit bahnte. Der göttlichen Erlösung uns würdig zu erweisen und das heilige Gelöbnis zu erfüllen, daß auch sie mit ihrem Leben dem בעבור שאקיים מצותיו die gewissenhafte Treue wahren.

    Daß  die göttliche Erlösungsnacht uns trotz aller Unwürdigkeit mit Hinblick auf das Gelöbnis בעבור שאקיים מצותיו beschieden wurde, haben die Weisen, wenn wir ihre Worte recht verstehen, uns eindrucksvoll veranschaulicht. Als unser Stammvater Abraham seinem von feindlicher Königsmacht in Gefangenschaft verschleppten Brudersohn Lot zu Hilfe eilte, berichtet das Gotteswort (1 B.M. 14,15)ויחלק עליהם לילה וגו' ויכם  „Er teilte sich über sie nachts“ – schlug sie und verfolgte sie und befreite seinen Bruder Lot. In den Ausdruck ויחלק finden die Weisen (מ"ר) die Andeutung הלילה נחלק מאליו daß dieses wundervolle Ereignis sich um Mitternacht, da „die Nacht sich teilte“ vollzog; und sie fügen die bedeutsame Bemerkung hinzu: אמר הקב"ה אביהם פעל עמי בחצי הלילה אף אני פועל עם בניו בחצי הלילה Gott sprach: ihr Vater hat für mich um Mitternacht gehandelt, so werde auch ich für seine Kinder um Mitternacht handeln“ – ויהי בחצי הלילה   um Mitternacht vollzog Gott das Erlösungswerk für Abrahams Enkel.

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung   dritter Teil Leviticus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1935 S. 27-39

    * Schabbos Hagodaul war jenem Jahr Wochenabschnitt Metsauroh

    24-03-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    22-03-2021
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     Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

     

    …

    IV. DIE WIRKUNGEN DES ZIONISMUS

    …

     

                   g)       Schluß

     

    Was für eine Phase bedeutet nun  der Zionismus in der Geschichte, wenn man ihn von der höheren Warte der Psychologie der jüdischen Lebenserscheinungen betrachtet? Von dort aus gesehen ist er nichts wie der Ausdruck  einer Regung, die – Gott sei Dank – in der jüdischen Seele sich sonst selten breit gemacht hat,  nämlich der zagen Feigheit! Und mögen auch die jungen Herren sich noch so ungebärdig benehmen,  mögen sie noch so viel Kraft und Tapferkeit  zu entwickeln suchen,  alles ist nur Maske, die die Wahrheit nicht bedecken kann. Tapfer ist der Zionismus nur , wenn er den eigenen jüdischen Bruder vernichten kann.  Sonst aber – im Verhältnis zur Welt – ist der Zionismus im letzten Grunde Feigheit, schimpfliche, resignierte Feigheit, en zages und banges Zurückweichen aus dem Kampfe  für die größten Menschheitsgüter, für Freiheit, Recht und Gerechtigkeit.. Gegen uns  kämpften und kämpfen alle Mächte des Hasses und des Bösen,  der Niedrigkeit und des Rückschrittes im innigem zähen Verein, gegen die Wahrheit des Lichtes erhebt sich  die lügnerische Macht der Finsternis!

    Und wenn der Zionismus dem Standpunkt unserer Gegner Rechnung trägt, ihm anerkennendes  Verständnis entgegen bringt, so ist das stumpfe und feige Resignation, die der eignen Kraft der alten jüdischen Ideale nichts mehr zutraut. Zionismus ist schmählicher Verzicht auf  den Sieg des Rechts,  Zionismus ist feige Fahnenflucht aus dem Heere jener, die darum begeistert für den Sieg des Judentums  streiten weil sein Sieg ein Sieg der Kultur ist!

    Wir wollen den jüdischen Körper nicht aufpeitschen lassen, durch den Geist des Nationalismus , an dem er mit Sicherheit zu Grunde gehen wird. Wir wollen, und das sei die beste Bekämpfung des Zionismus , ihm die gesunde, nahrhafte Kost reichen, und nicht ermatten, wenn auch die Schwierigkeiten groß sind und der Aufstieg zur Höhe nur langsam geht.

    Positive  religiöse Werte geben, das wird am sichersten den Zionismus vernichten, der eine Gefahr darstellt,  eine unendliche Gefahr für das jüdische Leben, für die jüdische Gleichberechtigung,  für die jüdische Einheit, für die jüdische Religion und damit für das Judentum selber  und dem Fortschritt der Weltkultur!

                                    

     

     

    Erschien bereits in Jeschurun Judentum gegen Zionismus in Folgen, als Teil unseres Studienprogramms  Jahrgang 5770/5771

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    22-03-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    21-03-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Palästina-Mazzoth Anzeige 1927
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    Anzeige in der Wochenzeitung „Jüdische Presse“ , Wien 1927, 4 für die „Weltberühmte Palästina- Mazzoth hergestellt unter streng ritueller Aufsicht des ehrw. Orth. Rabbinates sehr ehrwürdigen Herrn Oberrabbiner Josef Chaim Sonnenfeld Präses der Agudas Jisroel in Erez Jisroel“.

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    21-03-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    18-03-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH Kommentar zur Wochenabschnitt WAJIKRO
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת ויקרא

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Wajikro

     

    Jesaja, Kap. 43, Vers 21 und folgende

     

    Dieses Volk habe ich mir gestaltet, auf daβ sie mein Tatenlob verkünden sollen.

     

    Der Wochenabschnitt des Gotteswortes enthält die Grundzüge der groβen symbolischen Weihehandlungen, die, im rechten Sinne volzogen und begriffen, den jüdische Menschenkreis bei der Lösung seiner Lebensaufgabe, durch stete Vergegenwärtung seiner idealen Ziele in dem Werke der Selbstheiligung unterstützen und ihn immer mehr der beseligenden Gottesnähe schon auf Erden teilhaftig machen sollen. Darum heiβen diese Handlungen: Korban, von קרוב, nahe sein.  Das Prophetenwort zeigt, wie Jissroél das Korban verkannt und in echt heidnischem Sinne, als Gott zu dessen Abfindung dargebrachtes „Opfer“, in sein Gegenteil verkehrt hatte. Was sittigend wirken sollte, wurde so zu einem Momente der Entsittlichung, (Kap. 43,21-25). Der Tempel muβte deshalb zeitweilig fallen, Jissroéls harrte die Leidenserziehung im Exil. Es muβ erst wieder „Jakob“ werden, das in         Abhängigkeit duldende, um einst wieder „Jissroél“ zu werden. Erhebung ist das Ziel seines Sturzes, Wiedergewinnung, nicht Verwerfung, die Bedeutung seines Exils. Beseelung mit dem Gottesgeiste hat die innere und dann auch die äuβere Erstarkung zur Folge. (Kap. 44, 1-5) Da es heidnische Vorstellungen waren, die die traurige Trübung der reinen Opferidee bewirkt hatten, und heidnische Umgebungen, in die Jissroél hinausgewiesen wurde, so folgt zu seiner Warnung die schärfste, eindringlichste, wahrhaft drastische Kennzeichnung der Absurdität des heidnischen Götzenwahnes, dem die Wahrheit und Erhabenheit des allmächtigen Gottes gegenüber gestellt wird. (V. 6 - 20). Das Prophetenwort schlieβt mit dem Ausblick auf die einstigen Läuterung und die daran sich unmittelbar anschlieβende Erlösung. Bei beiden aber wird wiederholt die menschheitspriesterliche Bestimmung Jissroéls als eigentliches Motiv dieser ihm zugewandten besonderen Gottesführung hervorgehoben. (Kap. 43,21 und Kap. 44,23)

    …

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 179- 189  Kommentar zu Jesja Kap 43 V.21…) 

    18-03-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    17-03-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Salomon BREUER: Belehrung und Mahnung Wochenabschnitt Wajikro
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Wajikro

     




    Leider gibt es hiervon keine Nachdrucke und keine Übersetzungen auf Englisch. Lesen Sie es bei uns

    in Beilagen.

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung dritter Teil Leviticus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1935 S. 1 -6  

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    17-03-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    16-03-2021
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    Rabbiner Ludwig STERN

              (1812-1890)

    61. Das Überschreitungsfest oder Fest der ungesäuerten Brote.

    (פסח, חג המצות)

    1.       Geschichtliche Bedeutung. Das Überschreitungsfest ist als Denkmal eingesetzt, das uns an dieBefreiung Jissroéls aus Ägypten erinnern soll; darum nennen wir dieses Fest im Gebete זמן חרותנו, die Zeit unserer Befreiung. Mit dem Augenblicke dieser Befreiung trat Jissroél in die Reihe der selbständigen Völker ein, mit ihr beginnt unsere viel mehr als dreitausendjährige Geschichte. Darum ist dieses Fest das Geburtsfest Jissroéls als Volk. Der Namen, פסח, Überschreitungsfest erinnert uns daran, daβ Jissroél verschont blieb vor den Strafen, welche Gott über die Ägypter verhängte, weil sie Jissroél nicht freigeben wollten, insbesondere daβ der Tod über Jissroéls Häuser hinwegschritt; (פסח, hinwegschreiten), als die Erstgeborenen der Ägypter starben.

    Die Bennenung חג המצות, Fest  der ungesäuerten Brote, hat ihren Grund darin, daβ uns der Genuß gesäuerten Brotes an diesem Feste verboten, der Genuβ ungesäuertes Brotes aber an den beiden ersten Abenden geboten ist (siehe unten 3). Diese Vorschriften sollen uns daran erinnern, daβ die Befreiung so rasch eintrat, daβ es unseren Vätern nicht möglich war, das zur Wegzehrung bestimmte Brot säuern zu lassen, weshalb sie es ungesäuert backen muβten. Auch soll dieses Brot uns das karge und geringe Sklavenbrot vergegenwärtigen, das unsren Vätern in Ägypten gereicht wurde. Nach der Überlieferung war es der siebenten Tag nach dem Auszuge, an welchem Jissroél trocknen Fußes durchs Meer ging; an dieses größte aller Wunder erinnert uns daher der siebenten Tag des Festes. Beim Gottesdienste erhält dieses Erinnerung Ausdruck durch die Thoravorlesung (II. Mos. 13,17 bis 15,26) und Festgesänge.

    2.       Jahreszeitliche Bedeutung. Die Thora gebietetn daß das Pesachfest zur Anfangszeit des Früihlings, אביב, gefeiert werden soll. Das Frühlingsfest des israelitischen Volkes soll zusammenfallen mit dem Frühlinge der Natur. Denn wie dieser nach dem Winter neu erwachte, so erwachte Jissroél in Ägypten, so wird es dereinst wieder erwachen aus Druck und Leiden. Im Tempel erhielt diese jahreszeitliche Bedeutung Ausdruck durch Opferung der ersten Gerstengarbe des Jahres (עומר). Bei unsrem heutigen Gottesdienste besteht die Frühlingsfeier darin, daß wir vom Mußafgebetes des ersten Festtags an die Bitte um günstige Winterwitterung (משיב הרוח) auslassen und um günstige Sommerwitterung, insbesonder um Tau ([טל) bitten.

    3.       *...

    עמודי הגולה Die Vorschriften der Thora welche Jissroél in der Zerstreuung zu beobachten hat. Ein Lehrbuch der Religion für Schule und Familie von Ludwig Stern, Direktor der israelitischen Schule in Würzburg. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage (S.155 - 157) Frankfurt a.M. Verlag von J. Kaufmann 1886

     

     

    16-03-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    15-03-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen 23. Folge
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    Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

     

    …

    IV. DIE WIRKUNGEN DES ZIONISMUS

    …

     

                                           

                          f) Zionismus und jüdisches Leben

     

    … Die größte Gefahr droht von Seiten des Zionismus der Jugend, die in ihrem Kraftbewußtsein weniger ihrem Verstande  als ihrem Gefühle folgt,  sich leicht von hohlen Phrasen berauschen läßt und immer zu Extremen neigt. Wir wollen und sollen unsere Jugend zunächst zu Juden erziehen, und falls sie sich durchaus Parteien anschließen wollen, so bleibe das einem reiferen Alter überlassen. Der Zionismus will es anders, ihm ist das Judentum nichts, die Partei alles, und er drängt sich an die Jugend früh heran, in einem Alter, da wir anderen es für vornehmer und nützlicher halten, nur zu erziehen, nur eine allgemeine, jüdische Grundlage  zu geben. Der Zionismus füttert unreife Tertianer und Sekundaner mit verhetzenden und demagogischen Phrasen, nicht nur, für die Partei einzufangen, sondern um sie gegen alle Autoritäten aufsässig zu machen, die einen jungen Menschen vorbildlich sein müssen. Er erfüllt die Knaben mit Verachtung gegen alles Deutsche, das er sie als etwas Fremdes und Aufgezwungenes betrachten lehrt: er schürt den Haß gegen die jüdische Religion und dessen Vertreter, den Religionslehrer, weil dieser doch einen religiösen Standpunkt vertritt  und Kraft seines Amtes und deren Aufgaben der Schüler in demselben Sinne beeinflussen muß.  Es ist nicht zu verwundern,  wenn Teile der jüdischen Jugend mit Scheuklappen vor den Augen durch das Leben gehen, wenn sie nichts sehen wie ihre nationaljüdische Partei und für allgemein jüdische Auffassungen weder Lust noch Interesse noch Verständnis  haben! So ist es nicht erstaunlich, wenn jüdische junge Leute ohne Autoritätsgefühl heranwachsen,  wenn sie später überhaupt nicht fähig sind, sich mit einem Ganzen als arbeitendes Glied einzuordnen wenn sie statt Selbstbewußtsein nur arrogante  hohle Anmaßung  besitzen, die den jüdischen Namen verächtlich macht,  das Judentum schädigt.

    Ja,  der Zionismus züchtet in seinen Anhängern eine geradezu erstaunliche Unbescheidenheit und Anmaßung . Der Nationaljude glaubt der einzige, aufrechte, wahre Jude zu sein. Was ein nichtzionistischer Jude sagt oder tut, ist ihm in milderen Fälle Unsinn, meist aber glatt Verrat. So scheut er sich auch gar nicht, auch nichtjüdischen Kreisen gegenüber seine gegensätzliche Stellung zu den anderen Teilen des Judentums so stark zu betonen, daß man wohl sagen kann, er rufe die Hilfe der Andersgläubigen  gegen seine eigenen Brüder zu Hilfe, und daß er bei innere Streitigkeiten je gegen seine jüdische Gegner aufzuhetzen sucht, dürfte der Verlauf der jüngsten Aussprache im „Kunstwart“  jedem gezeigt haben, der sehen will. Der Zionismus ist, wie er sich auch drehen und wenden wolle, das Element, das die innere Gegensätze im Judentum eifrig verschärft und vertieft, das die verbindenden Momente nicht gelten lassen will.

    Braucht man nach alle diesen Dingen noch auf die Mittel hinzuweisen, mit denen der Zionismus seine Kämpfe führt?  Es entspricht nur seinem Wesen,  wenn er, wie jede Nummer einer zionistischen Zeitung es beweist,  so sich im Streite benimmt, wie er es bei seinem großen Vorbild, der Antisemitismus gelernt hat. Nie kämpft er sachlich, sondern stets persönlich. Seine stärkste Argumente sind Beschimpfung  des Gegners, Verdächtigung seiner Motive, das Aufwühlen seiner intimsten Verhältnisse, und wenn alles nicht zieht, muß Einschüchterung und Drohung die Wucht sachlicher Gründe ersetzen. Jeder Kampf beweist aufs neue, daß der Zionismus darum eine ernste Gefahr  darstellt, weil er statt nach altjüdischer Art  mit der ritterliche Waffe des Geistes zu kämpfen, sich lieber einer anderen, weit wirksameren, bedient:  der Terrorismus!     

     

    …

     

    (wird fortgesetzt)

     

    Erschien bereits in Jeschurun Judentum gegen Zionismus in Folgen, als Teil unseres Studienprogramms  Jahrgang 5770/5771

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    15-03-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    14-03-2021
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    ויקרא

     

    Das dritte Buch Moses

     

    זבחו זבחי צדק ובטחו אל יי:

     

    „Opfert dann Opfer der Gerechtigkeit und dann hofft vertrauend hin zu Gott!“
    (Psalm 4,6 Übersetzung Samson Raphael HIRSCH)

     



    1.

    Nicht auf Opfer, die vom Blute

    Triefen, legt der Herr den Wert,

    Nur der Wille ist’s, der gute

    Der den Wert der Gabe mehrt.

    2.

    Tugend lieben, Bosheit hassen

    Und das Herz von Sünden rein,

    Was verboten, unterlassen –

    Das kann Gott gefällig sein!

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Bestellung nimmt entgegen: Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

     

    ***

    14-03-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    12-03-2021
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    Rabbiner Samson Raphael Hirsch

                                           Auszüge aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt Wajakehél

     

    ויקהל

     

     

    Kap.35, 2  Sechs Tage soll Werk geschaffen werden, aber am siebten Tage soll euch ein Heiligtum, ein durch Werkeinstellung Gott zu begehender Sabbat sein; wer an ihm ein Werk schafft, soll hingerichtet werden.

     

    Kap. 35, V.2 …[1]

    …Wohl nicht vollständiger lässt sich das ganze Staatsleben darstellen als: die Beziehung des Individuums zur Gesamtheit, der Gesamtheit zum Individuum, d.h. die Leistung des einzelnen an die Gesamtheit, der Gesamtheit an den einzelnen und endlich  die Förderung der Gesamtheitszwecke im Gebiete der Gesamtheit, Beziehungen die wohl in prägnantester Weise durch: הכנסה מרשות הרבים לרשות היחיד, הוצאה מרשות היחיד לרשות הרבים, העברה ד' אמות ברשות הרבים ihren Ausdruck finden dürften. Wenn demnach der אסור aller übrigen מלאכות den Menschen in seiner physischen Weltstellung unter Gott unterordnet, so dürfte אסור הוצאה die Unterordnung des Menschen auch mit seiner sozialen Weltstellung unter Gott zum Ausdruck bringen, jenes ist die Huldigung Gott in der Natur, dieses seine Huldigung in der Geschichte, jenes stellt das Menschenwerk in der Natur, dieses das Menschenwirken im Staate unter der Herrschaft Gottes, und so gewiss begreift die Weltherrschaft Gottes sein Walten und Gebieten in Natur und Geschichte zusammen, und das durch die Sabbathuldigung zu erbauende Reich Gottes auf Erden ist erst dann ein volles und wirkliches, wenn der Mensch sich mit seinem Natur- und Staatsleben dem Gehorsam des göttlichen Willens unterstellt. Nunmehr dürfen auch die beiden Tatsachen, welche das göttliche Gesetz als Motiv des Sabbats aufführt, בריאת שמים וארץ und יציאת מצרים in ihrer sich einander wesentlich ergänzenden Bedeutung hervortreten. Die Weltschöpfung ist die Tatsache für die Herrschaft Gottes in der Natur, wie sie durch alle übrigen מלאכות zum Ausdruck kommt, die Erlösung aus Egypten für die Herrschaft Gottes im Staatenleben, wie dies durch איסור הוצאה seinen Ausdruck gewinnt. איסור הוצאה stellt somit den jüdischen Staat, das Wirken des jüdischen einzelnen für die Gesamtheit, der Gesamtheit für den einzelnen, sowie die Wirksamkeit der Regierenden im Staatsgebiete, Gehorsam unter die Herrschaft Gottes, und wir begreifen, wie in dem zitierten Prophetenworte[2]  die Erhaltung des Staates vor allem von der Sabbathuldigung durch איסור הוצאה abhängig gemacht und sein Untergang durch Verletzung des Sabbats durch הוצאה angekündigt wird. איסור הוצאה drückt den ganzen Staatsleben Gottes Siegel auf, הוצאה im Sabbat reißt das Gotteswappen vom Staate und von dem sozialen Leben im Staate.



    [1] 39 Produktionskategorien.

    [2] Jeremias Kap.17, 19 ff.

    12-03-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    11-03-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Mendel HIRSCH zur Haftoro Wochenabschnitt Hachaudesch
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת החדש

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Hachaudesch

     

    Ezechiel, Kap. 45, Vers 16 und folgende

     

    Der Nissan bringt uns das Fest unserer Nationalgeburt. Dieselbe begann, wie dies der Paraschah dieses Sabbaths (2 B.M. 12,3) lehrt, mit der Gründung und Weihe der jüdischen Häuser. Das ewige Vorbild des nach Gottes Willen und zu dessen Verwirklichung sich erbauenden jüdischen Hauses ist aber das Ohél Moëd, das Zusammenkunftbestimmungszelt. Ein erster Nissan war’s, der die vollendende Weihe dieses Zeltes schaute, das Zeichen der segnenden Gottesnähe und die huldigende Hingebung Jissroéls an seinen Gott. Ach, es war nur ein flüchtig vorübereilender Moment. Es war nur der grundlegende Anfang. Es war nur ein Frühlingsaugenblick in der großen Reihe erhebender Frühlingsmomente in der jüdischen Geschichte, in denen alles Edle und Herrliche in der Volksseele zur Herrschaft, ach nur zu kurzen Herrschaft gelangte. Der Bau, zu dem an jenem ersten Nissan des zweiten Jahres nach der Erlösung aus Egypten mit der Einweihung des ersten Gotteshauses damals in der Wüste der Grund gelegt wurde – erst am Ziele der Tage winkt seine Vollendung. Die ganze jüdische Geschichte ist die Erziehung zu diesem Ziele.

    Und wieder wird es ein erster Nissan sein, so enthüllt uns hier das Prophetenwort, an dem die Weihe des dann für die Ewigkeit erstehenden Heiligtums, des בית שלשי, des Bau, dem keine Zerstörung mehr folgen wird. Das wird eine Weihe sein, der keine Entweihung, Bau, dem keine Zerstörung mehr folgen wird. Erinnert uns Paraschass HaChaudesch alljährlich an den Anfang, so lässt das Prophetenwort, das die Weisheit unserer Altvordern für diesen Sabbath zur Haftora bestimmt hat, von dem fernen Ziele aus dem Dämmer der Jahrhunderte oder Jahrtausende, die uns von ihm noch trennen mögen, einige Scharf umgrenzte Umrisse vor unseren Blicken auftauchen. So hatte einst Jeremias, da das jüdische Land bereits erobert war und der Feind vor Jerusalems Thoren stand, zur Befestigung des Vertrauens auf die Rückkehr aus dem babylonischen Exil mit allen Formalitäten einen Kaufakt über ein in der Nacht des Feindes befindliches Feld abzuschließen. Ebenso sind in einer ganzen Reihe  von Kapiteln des Propheten Ezechiel die genauesten göttlichen Bestimmungen niedergelegt über Bau und Größenverhältnisse, Einrichtung und Dienst des einstigen, dritten, ewigen Heiligtums, die jeden Zweifel an der einstigen Verwirklichung bannen und unser Vertrauen in die absolut feststehende, von dem allmächtigen Lenker der Geschichte herbeizuführende Erreichung dieses Zieles zu einem felsenfesten machen sollen.

    Deshalb ist es eine tiefe sinnige, weitschauende Anordnung, die uns alljährlich am Sabbath vor dem ersten Nissan, oder an diesem selbst, wenn er auf den Sabbath fällt, jenes Prophetenwort in die Hand gibt, welches auf den dereinstigen ersten Nissan der Zukunft hinschaut und für den Dienst des an ihm zu weihenden Heiligtums die göttlichen Anordnungen entspricht. Mag immerhin Vieles in diesen Worten sich unserem Verständnisse entziehen und nach dem Worte mehrerer Weisen erst einst durch Elijahu seine Erläuterung finden: die Tatsache dieses Gotteswortes ist für uns das Wichtigste, diese Tatsache ist an sich von mächtiger Lehrkraft. Der Gedanke an sie soll unseren Mut stets neu beleben, uns in allem Guten stärken und das Streben immer mächtiger in uns werden lassen, das Unsrige zu tun, ein jeder seines Ortes, bis daß diese Ferne immer näher und das geistig Geschaute endlich zur äußeren Verwirklichung komme.

     

    …

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 446- 456  Kommentar zu Ezechiel Kap 45 V.16…) 

    11-03-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    10-03-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    לפ' החודש

    ולכפרת פשע

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt HaChaudesch

     

    Jeder Rausch Chaudesch, an dem der Mond am nächtlichem Dunkel zu neuem Lichte sich emporringt, gestaltet sich uns zum Weckruf unserer eigenen Erneuerung und sittlichen Verjüngung. Es bringt uns, wie wir dies in תפלת מוסף aussprechen, die Botschaft von מחילת חטא וסליחת עון, von göttlicher Vergebung und Verzeihung. Im Schaltjahr fügen wir noch hinzu ולכפרת פשע. Das Schaltjahr scheint daher geeignet, in uns das Bewusstsein gesteigerter Sühnebedürftigkeit zu wecken.

    Mit Recht. Jissroél hat sein Jahr nach dem Monde zu zählen: דרך ארץ הוא שיהא הגדול מונה לגדול והקטן מונה לקטן (ב"ר) Nicht mehr als billig, meinen die Weisen, daß der Größere nach dem großen, der Kleinere nach dem kleineren Lichte zähle. Möge Esau nur sein Jahr nach der Sonne zählen, Jissroél aber wende dem Mond sich zu. Doch achte es auch auf den Kreislauf der Sonne שמור את חדש האביב ועשית פסח damit sein Frühlingsfest mit dem Frühling des Sonnenjahres zusammenfalle.

    Nicht darf, was Esau leuchtet, in Jissroéls Leben bestimmenden Einfluss haben. Jissroéls Leben stehe unter dem Zeichen des zur ewigen Verjüngung ladenden Mondlichtes; von ihm gemahnt, finde es stets von neuem den Weg zu seinem göttlichen Thoralicht.

    Der Mond hätte, nach dem Worte der Weisen (Chulin 60), der Sonne an Strahlengröße nicht nachstehen sollen; er glaubte aber nicht leuchten zu können, wo die Sonne leuchtet, und bleibt seitdem hinter der Sonne zurück.

    Wie viele im jüdischen Volke glauben, nur im Zeichen der Sonne den Frühling ihres Lebens begehen zu können, verlassen das Mondeslicht ihrer Thora und wenden dem Sonnelicht sich zu. Und doch genügte die rückhaltlose Hingabe an die Führung durch das Mondeslicht, um die Erfahrung zu machen, daß der Frühling auch dem jüdischen Volk zur selben Zeit wie den nach der Sonne ihr Leben Zählenden lächeln kann.

    Gesteigerte Sühnebedürftigkeit bringt aber daher das Schaltjahr mit seinem Schaltmonat, כפרת פשע für alle, die dem irdischen Lebensfrühling die Mondeszählung ihrer Thora preisgegeben haben.

    Mögen sie erkennen, daß  man auch im Zeichen der Thora des Frühlings teilhaftig werden könne!

     

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung zweiter Teil Exodus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1935 S. 87

    10-03-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    09-03-2021
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    Rav Samson Raphael HIRSCH


    GEBET „WIR WISSEN NICHT WAS WIR TUN SOLLTEN…“

     

    Aus „Jisraels Gebete“ übersetzt und erläutert, S.179-180

     

    ואנחנו Wir wissen nicht, was wir thun sollten, denn auf Dich sind unsere Augen gerichtet. Gedenke, wie Dein Erbarmen, Gott, und Deine Liebeswaltungen von jeher sind. Walte über uns Deine Liebe, Gott, wie wir Deiner harren. Gedenke uns nicht die Sünden der Vordern, lasse Dein Erbarmen uns bald zuvorkommen, denn wir sind sehr gesunken. Begnade uns, Gott, begnade uns, Gott begnade uns, denn überaus sind wir mit Verachtung gesättigt; indem wir zittern, sei Du des Erbarmens eingedenk. Denn der, der unser Gebilde kennt, bei dem ists unvergessen daß Staub wir sind. Stehe uns bei, Gott unseres Heils, um der Ehre Deines Namens willen, rette uns und gieb Sühne für unsere Vergehen, entsprechend Deinem Namen.

     

    ואנחנו לא נדע ist der Schlußsatz des Hülfgebetes des Königs Joschafat (Chron. II 20,12), mit welchem er bei Gott Hülfe gegen ihn vereinigten Völkern suchte und fand. Auch wir erheben uns aus der Einkehr und Sammlung vor Gott mit dem Bewusstsein, daß uns das Eine in allen Lagen und Zeitläuften bleibt, mit hoffender Zuversicht unsere Augen auf Gott gerichtet zu erhalten, der, während wir zittern, schon seines Erbarmens denkt, der bei unserer Beurteilung der Schwäche unseres irdischen Teils Rechnung trägt, mit welchem das Geistig-Göttliche in uns in unserer hienidigen Leiblichkeit vermählt ist, und der, um der Verherrlichung seines Namens und der mit diesen Namen geoffenbarten Weisen seiner Waltung willen, uns Bestand und Sühne angedeihen lassen wird.

    09-03-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    08-03-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen 22. Folge
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     Schriften zur Aufklärung über den Zionismus 

    N° 2 „Der Zionismus, seine Theorien, Aussichten und Wirkungen“

    Herausgegeben vom Antizionistischen Komitee Berlin 1913

     

    …

    IV. DIE WIRKUNGEN DES ZIONISMUS

    …
                 f) Zionismus und jüdisches Leben 


    Das Endziel des Zionismus ist eine gefährliche Utopie, wohingegen die Bewegung, die Agitation, die Verhetzung, das wichtigste darstellt. Die Einsichtigen unter den Zionisten wissen natürlich, daß die Zukunftshoffnungen unerfüllbar sind, ja viele von ihnen haben vor ihnen eine geheime Angst, weil ihnen doch davor bangt, das kostbare, ewige Besitztum, die jüdische Religion, zu zerschmettern.  Da nun die Agitation, die Bewegung, eine so überragende Rolle spielt, hat der Zionismus in dem verhältnismäßig kurzer Zeitraum seines Bestehens  die unangenehmsten und bedauerlichsten Wirkungen für das jüdische Leben der Gegenwart gehabt.

      Es ist schon kurz erwähnt worden, daß er in den jüdischen Massen Rußlands Hoffnungen erweckt hat, die nicht zu realisieren sind, und das im Augenblick, da die Unmöglichkeit sich erweist, als Reaktion eine unaussprechliche Entmutigung eintreten wird, die aber die ernstesten Folgen für  den Bestand des Judentums haben muß. Wenn es gelingt, auch nur einem erheblichen Teil der russischen Jugend einzureden, daß Judentum nicht Religion sondern Nation ist, so hat er dort das Judentum zerstört. Denn es kann keinen Zweifel unterliegen, daß unsere Zeit des Rassenstandpunktes vorübergehen wird und daß ein Zeitalter einst folgen muß, indem man über Menschenwert und Kultur vernünftiger denkt.

    Was dann?  Wenn der Massen den Sinn für die Religion fehlt und das nationale Ideal  praktisch sich als unausführbar, theoretisch als wertlos erwiesen hat? Dann löst sich das Judentum logischerweise auf,  und dieses Zukunftsbild erweist zugleich, daß der Zionismus, so sehr er mit seinem angeblich  positiven Judentum prunkt, doch im Grunde nichts ist, was unabhängig wäre von den Strömungen der Welt.

    Eine weitere praktische Folge des Zionismus ist, daß er viel jüdische Arbeit einfach verhindert. Der Nichteingeweihte geht von dem falschen Standpunkte aus, daß hinter dem großen Geschrei etwas stecke, und die Laue und Zagen lauen sich in ein behagliches Philisterbewußtsein ein, in den Gedanken, daß ja der Zionismus arbeite!  Zudem hat  natürlich der Gedanke daß „Wohltätigkeitsjudentum“ ein überwundener  Standpunkt sei, daß er sogar die Seele des jüdischen Volkes schaden müsse, wenigstens bei denen recht angenehme Gefühle ausgelöst, die nicht gerne geben und zum Geben gezwungen werden müssen. Wenn sie auch wenig spenden für das „einzig wahre und unverfälscht echte Zukunftsjudentum“ , so beginnen sie inzwischen wenigstens insofern gesinnungstüchtig zu sein, als sie allmählich in der Opferwilligkeit für Aufgaben der Wohltätigkeit nachlassen.  
    Die Tatsache daß die Anhänger des Zionismus gewiß persönlich opferfähig und -willig sind kann diesen Schaden nicht aufwiegen. Dazu ist ihre Zahl zu gering, und  das Geld kommt nicht Zwecke zu Gute, die für das Wohlergehen des Judentums irgendwie Bedeutung haben.

    Schädlich hat der Zionismus auch insofern gewirkt, als in jüdische Gemeinden und Vereine eine kurzsichtige politische Kampfesweise mit all ihren Schäden und Mängel n getragen worden ist. Religiöse Angelegenheiten  -- und alle Dinge, die jüdische Gemeinschaften  beschäftigen stehen in engerer oder loserer Verbindung mit der Religion – besitzen  eine gewisse Erhabenheit  und dürfen  nicht mit den selben Mitteln behandelt werden wie etwa wirtschaftliche Fragen. Religion und Politik sind Gegensätze und  müssen Gegensätze bleiben!

    Der Zionismus hat naturgemäß   religiöse Streitfragen zu politische Zänkereien herabgewürdigt, er hat alle Mittel der Politik, Intrigen, Lügen und Hetzereien in seinem Waffenarsenal mitgebracht, und der Mittelpunkt des Judentums ist für ihn nicht die Synagoge, sondern die rauchende und Bier trinkende Radauvolksversammlung,  deren geistige Argumente je nach Gegend, das Niederschreien des Gegners oder der Maßkrug sind, die für ernste Fragen weder Interesse noch Urteil hat, sondern  dem zujubelt der mit möglichster Lungenkraft, mit möglichst witziger Form, in möglichst  vielen glatten Phrasen möglichst viel Gift verspritzen kann!  Fügt man noch hinzu, daß, wie bei der wirklichen Staatspolitik, auch beim Zionismus so manchem nur das Mittel ist, um sich Namen und Berühmtheit zu schaffen,  so hat man die Hauptzüge der Verflachung  und Verrohung beisammen, die  unter dem Einfluß dieser Bewegung das jüdische Leben in Deutschland  angenommen hat.

    Eine solche Bewegung, der die Partei über alles, das Judentum nichts ist, die politisch und nur politisch sein will, muß sich im jüdischen Leben als Element der Zwietracht  und Zersetzung bewähren. Nicht nur, daß ihre eigene positive Arbeit gering und wertlos ist, war den Zionisten auch das emsige, erfolgreiche Schaffen anderer jüdischer Kreise stets ein Dorn im Auge, und eifrig suchen sie zu zerstören, was zerstört werden kann. Den Deutsch-Israelitischen Gemeindebund , eine ungemein  segensreich wirkende Organisation, haben sie beinahe gesprengt;  sie haben den Willen bekundet, tausenden von  deutschen Juden die Mittel zur religiösen Belehrung und Erhebung zu entziehen, weil der Gemeindebund nicht zulassen wollte, daß seine Tagungen Gelegenheiten wurden,  an denen sich jüngere, strebsame Zionisten  im Halten  demagogischer Agitationsreden übten.  Der Gemeindebund wurde in seinen Grundvesten erschüttert, weil der Zionismus keine deutschfühlende und starke, positiv arbeitende Organisation verträgt.  Ein anderes Beispiel ist die „Alliance israélite universelle“.  Der blühende Zweig dieser Organisation  ist aufs schwerste gefährdet worden  durch die Quertreibereien und Wühlereien der Zionisten, und dort wie überall wird es erst dann gelingen, etwas Brauchbares zu schaffen,  wenn man sie und ihren Einfluß energisch hinausgeschafft. 

     

    …

     

    (wird fortgesetzt)

     

    Erschien bereitst in Jeschurun Judentum gegen Zionismus in Folgen, als Teil unseres Studienprogramms  Jahrgang 5770/5771

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    08-03-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    07-03-2021
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    ויקהל - פקודי

     

    נדרו ושלמו ליי אלקיכם כל סביביו יבילו שי  למורא:

     

    „ Ihr aber gelobet und erfüllet; was ihr gelobet Gott, eurem Gotte, während alle; die ihn umgeben, als  Gegenstand der Furcht im Huldigungsgabe bringet.  “

    (Psalm 76,12 Übersetzung Samson Raphael Hirsch)

     




    1.

    Rührend  ist es, wenn die Frommen,

    Einend sich zur heil’ger Schar,

    Freudig opfern am Altar.

    2.

    Wohl ists nicht die große Spende,

    Die der Herr von dir begehrt,

    Wahrhaft guten Willen sende,

    Und du hast Ihn wohlgeehrt.


    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 224  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    07-03-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    05-03-2021
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     Rabbiner Samson Raphael Hirsch

    כי תשא

     

    Auszüge aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt Ki Sisso

     

    Kap.31 V.13 Diese sollen sie geben, jeder, der hinübergeht hin zu den Gezählten: die Hälfte eines Schekels im Gewichte des Heiligtums; zwanzig Gera der Schekel, die Hälfte eine solchen Schekels Gott als Hebe.

     

    Kap. 31 V. 13 …Als Gott Jissroél zum Werkzeug seines Reiches, d.i. zum Werkzeug seiner Huldigung als Schöpfer und Gebieter im Menschenkreise, das ist ja eben nichts anderes als zur Verwirklichung des „Sabbats“ erwählte, gab er dem Sabbat im Jissroél das konkrete Symbol im Werkverbot, und es ward der Gottessabbat  zum Menschensabbat. Fortan ist die Sabbat – „Feier“ das Symbolum der Beziehung Gottes zu Jissroél und Jissroéls zu Gott, das Erziehungszeichen, aß Gott uns sich geheiligt und heiligt.

     

    Kap. 32, V.13  Gedenke Abrahams, Jizchaks und Jissroél, deiner Diener, denen du bei dir geschworen und zu denen du gesprochen hast: ich werde eure Nachkommen wie die Sterne des Himmels vermehren, und dieses ganze Land, von dem ich gesagt, daß ich es euren Nachkommen geben werden das sollen sie für immer als Eigentum behalten.

     

    Kap. 32, V.13 …Diese Erinnerung an die Erzväter und an die ihnen gegebene eidliche Zusicherung dürfte wohl nicht in dem Sinne zu verstehen sein, als ob diese Zusicherung der beabsichtigten Vernichtung des Volkes entgegenstehe. Denn durch die zugleich angedeutete Neubildung eines großen Volkes aus Moses Nachkommenschaft würde ja gleichwohl diese Zusicherung sich erfüllen. Moses Nachkommen sind doch auch Abrahams, Isaaks und Jakobs Nachkommen. Vielmehr scheint diese Erinnerung in tieferem Zusammenhange mit Moses ganzer bisheriger Betrachtung und der darauf gegründeten Bitte zu stehen und folgt daher als Schlussunterstützung diese Bitte nach. Zuerst wird durch Nennung Abrahams, Isaaks und Jakobis an den edlen Kern erinnert, aus dem dennoch diese ganze jetzt „hartnäckige“ Volk entsprossen, der doch von so urkräftigem, sittlichem Adel gewesen sein muss, daß dem Abraham ein gleich edler Isaak und dem Isaak ein gleich edler Jakob gefolgt, und der daher gewiss in dem ihm entsprossenen Volke nicht ganz verloren sein kann, somit sicher im Laufe der Zeit sich durcharbeiten und ihrem Ursprunge ähnliche Menschen erzeugen wird. Ferner wird durch die Erinnerung an den Eid hervorgehoben, daß doch die Gewissheit eben dieser unverlierbaren Fähigkeit würdig zu werden, bei dem Eide vorgeschwebt haben müsse, sonst würde eben nicht eidlich haben zugesichert werden können, daß die Nachkommen ein ewiges Anrecht auf das Land haben sollen. Wie, wenn sie nun alle entarten, und nicht einmal ein Moses sich unter ihnen fände? Dieser Eid selbst setzt voraus, daß Abrahams Nachkommen in ihrer Gesamtheit nie so entarten können, daß sie nicht durch eine erziehende Gottesführung zum Bessern gebracht zu werden vermöchten, und eben an diese, bei der ganzen Erwählung Israels vorauszusetzende Erziehung zum Besseren, an diese notwendigerweise mögliche Zukunft appelliert Moses, um die augenblickliche Vernichtung abzuwenden. …


    V. 29 Da sprach Mosche: Bevollmächtigt euch selber heute für Gott, - denn jeder bleibe wider seinen Sohn und wider seinen Bruder, - und über euch heute Segen zu geben.

    V. 29 Nachdem sie die Gesetz rettende Tat vollbracht hatten, sprach Moses zu ihnen: „Bleibet, was ihr heute begonnen!“ Setzet euch selber ein zu „Eiferern“ und Vertreter des göttlichen Gesetzes. Keiner besonderen Bestellung, keiner besonderen Berufung bedürft ihr dazu. Wo das Gesetz im Volke gehöhnt wird, da ist jeder zum Vertreter und Retter des Gesetzes berufen, die Pflicht und die Verantwortlichkeit, die auf jedem ruht, stellt ihm den Bestallungsbrief aus, und je weniger Amt und Bestallung sein Tun zum amtlichen Thun stempelt, um so bedeutsamer und wirksamer ist seine rettende Tat, um so tiefer sagt sie jedem, welcher Geist in allen lebendig sein sollte. – …

     

     Kap.34 V.8 Da eile Mosche, neigte sein Haupt zur Erde und warf sich hin,

    V 9. und sprach: Wenn ich denn Gewährungswürdigkeit in deinen Augen erreicht habe, mein Herr in unserer Mitte; weil es ein hartnäckiges Volk ist, wirst du unsere Krümme und uns so zu deinem bleibenden Eigentum gewinnen!

     

    Kap. 34 VV. 8,9 …Wie die politische Schwäche und preisgegebene Hilflosigkeit es gerade ist, die Jissroél als das geeignetste Volk zur Offenbarung der Gottesmacht in der Geschichte erscheinen ließ, so lässt eben seine natürliche Hartnäckigkeit es als das geeignetste erscheinen, die Göttlichkeit des vermittelst seiner der Menschheit zu überbringenden Gesetzes und alle Wundermacht der göttlichen Erziehungswaltung zu offenbaren. Eben weil es ein hartnäckiges Volk ist, eben darum möge Gott, dessen „Diener“ an das Volk ja Moses ist, in seiner Mitte wandeln, an ihm, an diesem „härtesten“ Volke alle die erziehende Wundermacht seines Gesetzes und seiner Waltung zeigen, und so lange verzeihen und immer wieder verzeihen – jede Verzeihung jetzt einen Schritt zur Besserung voraus – bis das Erziehungswunder an Israel vollendet und dieses härteste Volk für immer Gottes Eigentum geworden sein werde. …

     

    V.10 Darauf sprach er: Siehe, ich errichte einen Bund: in Gegenwart deines ganzen Volkes werde ich Wunder vollbringen, die auf der ganzen Erde und unter allen Völkern nicht geschaffen worden; es soll das ganze Volk, in deren Mitte du bist, das Werk Gottes sehen, wie es zu fürchten es ist, was ich mit dir vollbringe.

     

    V.10 …Es wird somit die „Sendung Mosis“ als Unikum im Raum und Zeit dastehe, und dadurch die Einzigkeit und Unantastbarkeit (–   נורא – ) des durch ihn gebrachten Gottesgesetzes für alle Zeiten bewahrheitet sein.  Eine Dokumentierung, die zunächst für Israel verwertet werden soll. Indem nämlich mit dieser Erwiderung Moses V.9 ausgesprochener Bitte willfahrt werden soll, in welcher die ganze Zukunft des Volkes bei der Wiederanknüpfung der Gegenwart mit in Berechnung gezogen, und eine Geschlechter hindurch dauernde Erziehung des Volkes zu der ganzen Höhe des göttlichen Gesetzes in Aussicht und vom Gott vertretenen Unantastbarkeit dahin gestellt und dem Volke für alle Zeiten zum Bewusstsein gebracht sein, daß die „Sendung Mosis“ als בריאה, als Gottesschöpfung im Mitte der Menschengeschichte dastehe, als solche aber sich von allen anderen ihrem ganzen Wesen nach völlig unterscheide und mit nichts in Vergleich zu bringen sei, was sonst auf Erden unter Völkern als Religion, Gesetz u.s.w. entstanden ist und entstehen wird. Diese „Sendung Mosis“ tritt zunächst jetzt an Israel hinan und hat die göttliche Absolutheit ihrer siegenden Kraft in der Gewinnung diese „harten“ Volkes zu erproben.

     

    V.15. Würdest du den Bewohner des Landes einen Bund errichten, so würden sie ihren Göttern nach abweichen, würden sie ihren Göttern opfern, und es ladet dich einer ein und du issest von seinem Mahle,

    V.16 und nimmst von seinen Töchtern für deine Söhne, es weichen dann seine Töchter ihren Göttern nach ab und bringen auch deine Söhne zum Ab- und Hinfall an ihre Götter.

     

    V.15,16 Indem auch der Götterdienst der anderen Völker durch זנה ausgedrückt wird, ist damit auch das Verhältnis, in welchem Gott zu allen anderen Menschen stehen will und in welchem alle anderen Menschen zu ihm stehen sollen, unter dem Bilde derselben Innigkeit gedacht, wie dies bei Jissroél unter dem Begriffe der Ehe gefasst wird. Auch ihr Wesen sollte mit Gott in ewiger Treue vermählt sein, und auch ihr Heidentum ist ein Treubruch gegen Gott. …

     

     V.24 Wenn ich Völker vor dir austreibe und dein Gebiet ein weites sein lasse, so wird doch niemand dein Land lüstern antasten, wenn du hinaufziehst, unmittelbar vor dem Angesicht Gottes, deines Gottes, dich zu sehen dreimal im Jahre!

     

    V.24 כי אוריש וגו' wird die jährlich dreimal sich wiederholende Tatsache sein, die unmittelbare Beziehung Gottes zu Jissroél, und den mächtigen, einzig durch Jissroéls Hingebung an Gottes Gesetz erzielten Erfolg in der offenkundigsten Weise vor Augen legen soll: כל זכורך wie es im vorigen Verse heißt, alles Mann- und Wehrhafte in Jissroél wird im Mittelpunkte, in Jerusalem, um das Heiligtum des göttlichen Gesetzes versammelt sein und kein lüsterner Feind wird es wagen, das reiche offen liegende Land zu betreten. Jissroéls Land wird nicht durch eine Armee an den Grenzen, sondern durch Gotteshuldigung vom Mittelpunkt aus geschützt ולא יחמד: siehe zu Kap. 20,14

    05-03-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    04-03-2021
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת פרה

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Poroh

     

    Ezechiel, Kap. 36, Vers 16 und folgende

     

    Vorwurf und Verheißung in diesem herrlichen Prophetenworte enthalten die lauteste Verkündigung der sittlichen Freiheit. Sie lehren, daß eine Erhebung möglich ist auch aus der tiefsten Gesunkenheit zur lauteren Höhe reinen Menschentums und sie verkünden als Ziel der ganzen göttlichen Leidenserziehung Jissroéls, daß diese Möglichkeit zur Wirklichkeit werde. Jedoch nicht in partikularistischen Umschränkung, etwa nur zu Jissroéls Heile, sondern als mächtiges weltgeschichtliches Lehrmittel zur Erleuchtung und Erhebung der Gesamtmenschheit. Denn dies und nichts anderes ist die Bedeutung der kaum irgendwo sonst so scharf hervorgehobenen Rücksicht auf den „Namen Gottes“, das ist ja dasjenige, was den Menschen von Gott und von ihrem Verhältnisse zu Ihm zur Erkenntnis und  nur Anerkennung kommt. Nirgends ist scharfer als hier ausgesprochen, wie das unter die Völker zerstreute Menschheitspriestervolk durch sein wenig priesterliches Leben zum Verräter wurde an seinem Priesterberufe. Das Banner, das es hoch halten und zu Ehren bringen sollte, trat es in dem Staub; die Lehre vom Menschenideale, für die es Geist und Herz der Menschen gewinnen sollte, verdunkelten nur zu oft die eigene Söhne durch ihre wenig geläuterte Persönlichkeit den Augen und der Erkenntnis des Menschen. Denn zu allen Zeiten verwechselten die Menschen die konkrete Judenheit mit dem Judentum. Nicht als ob die Juden irgend einer Zeit und irgend eines Landes jemals unter dem geistig-sittlichen Niveau ihrer nichtjüdischen Zeit- und Landesgenossen gestanden hätten. Allein die ihnen unverlierbar, auch in den Augen der Völker unverlöschbar aufgeprägte menschheitspriesterliche Bestimmung, die freilich in den Augen der Völker zur „Anmaßung“ wird, bewirkte es, daß an die Schwächen und Gebrechen der Juden ein strengerer Maßstab angelegt wird. Was sie bei sich als natürliche Schwäche mild beurteilen und entschuldigen, das haben unsere nichtjüdischen Brüder zu allen Zeiten bei den Juden zum Verbrechen gestempelt. Vor Vorzügen und edlen hervorragenden Eigenschaften der Juden hat man zu allen Zeiten die Augen beharrlich geschlossen, sittliche Mängel des einzelnen Juden jedoch stets hervorgehoben und generalisiert. Ja, dieselben Persönlichkeiten, deren moralische Defekte sich als gänzliche Verleugnung des Judentums darstellen und gerade als Produkte des Judentums, als Tat gewordenes Judentum bezeichnet, wie dies schon vor Jahrhunderten das auch unsere Gegenwart beleuchtende Prophetenwort ausgesprochen hat: „Man spricht von ihnen: Diese sind das Gottesvolk’ und aus Seinem Lande sind sie hervorgegangen!“ (V.20). Absichtlich und unabsichtlich identifizierten und identifizieren sie Judentum und Judenheit. Daraus erwächst allerdings für den Juden die Verantwortlichkeit für jedes Verschulden zu ernsterer und verhängnisvollster Schwere. Andererseits aber ergibt sich daraus „das göttliche Erbarmen mit Seinem heiligen, durch Jissroél zu Unehren kommenden Namen“ (V.21) und die weltgeschichtliche, d.h. aus dem in der Thora uns enthüllten Geschichtsplan Gottes entspringenden- Notwendigkeit, Jissroél nicht in seiner Unreinheit zu belassen, sondern es durch die Ereignisse zu erziehen, bis Er ihm an die Stelle des „steinernen“ Herzens ein für alles Edle und Gute empfängliches, „fleischernes“ Herz anerschaffen und es zur reinen Menschheitshöhe emporgeläutert habe. Auf dieses höchstes Menschheitsideal wird durch das in den Schlussversen 36 und 37 wiederholte „Adam“ ausdrücklich hingewiesen.

     

    Kap.36, 37: בן אדם: Sicher nicht ohne tiefen Grund und nicht ohne innigen Zusammenhang mit dem eben Bemerkten wird Ezechiel durchweg „Sohn Adams“ genannt. Derjenige Prophet, der, als einer der letzten, nach der bereits erfolgten nationalen Katastrophe den Blick nur auf die Zukunft zu lenken, deren Ziel u enthüllen und den zu diesem Ziele durch Sündennacht und Menschheitswüste führenden Weg zu erhellen hatte, wird dadurch in unmittelbare Beziehung zu dem ersten Anfang aller Menschheitsgeschichte gebracht.

    Der ganzen Geschichte der Menschheit, so wird uns damit gelehrt, liegt ein großer Gottesgedanke zu Grunde. Sie ist nichts als die Ausladung des „Adam“-Begriffes. Die Erziehung zu dessen Verwirklichung bezweckt nichts anderes als die Erreichung derjenigen Bestimmung, die dem als „Adam“, als „Stellvertreter Gottes“ erschaffenen Menschen im Kreise der Schöpfung angewiesen ward. (Siehe zu 1 B.M. 1,26) Im Dienste diese Zieles steht die Berufung Abrahams, die Schöpfung Jissroéls, dafür hat Gott sich auf dem Sinai offenbart, dafür Jissroél sein Gesetz gegeben; für die Erreichung dieses Zieles hat der erste wie der letzte Prophet im Namen Gottes gewirkt, im Dienste der Erreichung dieses Zieles haben die hohen und hehren Männer aller Zeiten in Jissroél gelebt und gelehrt, gekämpft und geduldet, im Dienste der Erreichung dieses Menschheitszieles steht und wirkt der unscheinbarste jüdische Mensch, der seines Gottes Gesetz in seinem Leben und in seinem bescheidensten Kreise zu verwirklichen strebt, und der Ausblick auf die Erreichung diese Zieles bildet den Schlussgedanken aller unserer Gebete.

    יושבים על אדמתם: verkürzter Partizipialsatz, der Konstruktion und Apposition zu בית ישראל, wird sodann grammatisch durch den Plural Subjekt des Satzes. Zuerst als בית ישראל, nach Abstammung und Bestimmung als Einheit angeschaut, wird Jissroél sodann in der Mannigfaltigkeit seiner Glieder als konkrete Vielheit erblickt, um sodann:

    V.20 ויבוא אל הגוים, durch den Singular höchst charakteristisch wieder als Einheit bezeichnet zu werden. Denn dieser Vers spricht von der durch die sittliche Mangelhaftigkeit der einzelnen Sprossen des Israelhauses bewirkten Entweihung des göttlichen Namens. Da verkündet dieser Singular nun, zumal in der Verbindung mit dem Plural גוים, die solidarische Haftbarkeit, mit welcher Gesamt-Jissroél im Galuth für jeden Makel eines jeden seiner einzelnen Glieder werde verantwortlich gemacht werden. Und das hat sich erfüllt bis auf den heutigen Tag. In den Augen der Völker bilden wir eine Einheit. Wie verschieden auch die Heimat, gleichviel ob in Deutschland, England, Frankreich oder Amerika, - wie verschieden auch die äußere Stellung, gleichviel ob es sich um einen armen, von Land zu Land, von Kontinent zu Kontinent gehetzten jüdische Paria, oder um eine Finanzgröße handelt, möge dieselben auch noch dazu bis zur letzten Faser schon seit Generationen dem Judentum entfremdet sein – das ändert alles nichts: für das Vergehen, für die Schwäche auch des entferntesten und entfremdesten  vereinzelten Gliedes wir die jüdische Gesamtheit und, was noch schmerzlicher, wird das Judentum verantwortlich gemacht. So ungerecht, so perfid diese Generalisierung, diese Übertragung auch ist, wir müssen sie tragen. Das gehört mit zu dem Ernste unserer Aufgabe, zu dem Ernste unseres Geschickes. Um so sorgsamer hat jeder Einzelne über sich zu wachen. Es ist das die ernste Mahnung, die der Prophet Jesajas mit den Worten aussprach הברו נושאי כלי ה'; „Haltet euch rein, ihr seid Träger göttlichen Werkzeugs!“ (S.o. S.348).

    …

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 439- 445  Kommentar zu Ezechiel Kap 36 V.16…) 

    04-03-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    03-03-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    לפ' פרה

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Poroh (Auszüge)

     

    …

    Ein זרע ist jedes Menschenkind, das nicht nur körperlich, sondern auch geistig und sittlich zugrunde geht, wenn es nicht die gebotene Pflege findet, mag es auch von geistig und sittlich hochstehenden Eltern stammen. Andererseits kann aber auch ein „Samen“ unwürdiger Eltern, wenn er von der veredelnden und läuternden Kraft der Thora erfasst wird, zum herrlichen Menschenblüte sich entfalten.

     Gerade in dieser Tatsache hat aber unsere Thora ihre Wunderkraft bewährt. Ein Blick in unsere Geschichte gibt den überzeugenden Beweis. רות המואבית Ruth, einen Menschenkreis entstammend, den Gottes Gesetz aus Gottes Gemeinde auszuschließen gebietet, wird, von der Macht der Thora ergriffen, zur Stammmutter des davidischen Hauses, des מלך המשיח! כי שת לי זרע אחר „einen Samen hat mir Gott gesetzt“, der wohl noch kein איש, der aber unter allen Umständen, und wären die Voraussetzungen noch so ungünstig, durch geeignete Pflege zum איש heranreifen kann. –

    Damit aber hat Chawa der Erziehung Wege gewiesen, auf denen später dem jüdischen Volke auch aus זרע שבא ממקום אחר der מלך המשיח erstehen konnte!

    Diese Tatsache, daß es der Thora gelingt, auch זרע ממקום אחר zu Trägern ihrer Wahrheit zu gewinnen, hat der Thora Unsterblichkeit verliehen. כי לא תשכח מפי זרעו „Sie wird nicht vergessen werden aus dem Munde seines Samens“, lautet das tröstliche Geleitwort, das uns auch in Zeiten des traurigsten Verfalls nicht verzweifeln lässt und uns das Bewusstsein stärkt, daß es der Thora zu allen Zeiten gelingen werde, sich ihrer Träger zu sichern. Und mag auch die Entfremdung in erschreckendem Umfang um sich greifen, mögen auch in Leichtsinn und Verblendung weite Kreise der vollendeten טומאה anheim fallen, – um die Zukunft der Thora brauchen wir nicht zu zittern: ihr wird es noch immer gelingen, einen זרע, und wäre es auch ein זרע אחר zu gewinnen, der unter der Macht ihres Lebens weckenden und gestaltenden Einflusses zur herrlichen Menschenblüte sich entfaltet. Wohnt ihr doch die geheimnisvolle Kraft inne, selbst aus טמא den טהור hervorgehen zu lassen!

    Generation gehen in טומאה, in völliger Gottesentfremdung dahin, da erblüht einem Terach ein Abraham! Blind wütet Achas gegen den Bestand des jüdischen Lebensbaums, und gerade ihm entstammt Chiskija! Mit finsterem Fanatismus kämpft ein Menasche jahrzehntenlang wider Gottes Heiligtum, und gerade ihm wird Joschijah  geboren, den Gottes Thora zu ihrem Retter sich zu erziehen versteht! Generationen gehen in טומאה dahin, und dennoch vermag Gottes Thora aus diesem Boden den זרע אחר, den טהור, den „reinen“ Träger ihrer ewigen Wahrheit zu gewinnen!

    זאת חקת התורה In dieser Tatsache offenbart sich das gewaltige „Naturgesetz” unserer Thora.

    Diese טהור מטמא-Tatsache fand aber in der פרה אדומה-Institution ihrem sprechenden symbolischen Ausdruck. Wohl war der mit מי נדה gemischte Aschenstaub  gewinnen: …..

    Das aber ist der symbolische Ausdruck für חקת התורה, für das der Thora innewohnende „Naturgesetz“; ihr wohnt die wunderbare Kraft inne, aus טומאה den טהור zu gewinnen; מי יתן טהור מטמא לא אחד es ist die göttliche Kraft der Thora, die noch zu allen Zeiten aus vollendeter טומאה die „reinen“ Träger zu gewinnen verstand. –  

    Für die Rettung von Sedom und Amora trat Abraham fürbittend ein. Nun aber hatte doch Gott den Untergang dieser Städte beschlossen, weil ואנשי סדום רעים וחטאים ihre Entartung ein solches Ausmaß erreicht hatte, daß an ihre sittliche Erhebung nicht mehr zu denken war. Was veranlasste da Abraham dennoch, sich für ihre Erhaltung einzusetzen?

    Abraham mochte der Hoffnung gelebt haben, daß, wenn auch diese Generation unrettbar der טומאה verfallen sei, vielleicht doch noch einst ein זרע אחד und damit ein Geschlecht  טהור מטמאhervorgehen könne, so daß die Rettung dieser Städte gerechtfertigt wäre. Hatte er es nicht an sich selbst erlebt, war er nicht den Sohn eines Terach, der späte Enkel einer in טומאה entarteten Geschlechterreihe? Daran wagte er zu erinnern in Worten, die, feinfühlig genug, nach Möglichkeit den Vater zu schonen bestrebt waren: הנה נא הואלתי לדבר וגו' ואנכי עפר ואפר Er darf vor Gott stehen in seiner Hinfälligkeit und ist von Gott durch göttliche Rettungswunder dem Leben erhalten worden, ist, wie die Weisen so herrlich bemerken, dem Schwert Amrafels entronnen und dem Glutofen Nimrods, ist des Lebens gewürdigt worden, weil Gott in ihm den טהור erkannte, der aus טומאה sich zu gottgewollter Lebensbestimmung emporrang. – Sollte eine solche טהרה-Zukunft nicht auch der טומאה dieser Städte beschieden sein?

    חייך שאני נותן לבניך כפרה בהם Fürwahr, diese Wahrheit soll einst in der פרה אדומה-Bestimmung ihren ewigen Ausdruck finden.

    Gottes weiser Ratschluss aber hatte über Sedom und Amora den Untergang beschlossen, da diese von Abraham erwähnte Möglichkeit Gottes alle Zukunft durchdringendem Auge sich nicht bot.

    Und doch, wie wahr unser Vater Abraham empfunden, wie sehr seine Erwägung der göttlichen Waltung entsprach, geht aus einer Bemerkung der Weisen hervor, die wir nunmehr in ihrer ganzen Tiefe zu verstehen glauben. קם קח את אשתך ואת שתי בנותיך הנמצאות וגו', gebieten die Engel Lot, „nimm deine Frau und deine beiden Töchter, die sich da vorfinden“ (19,15). Das Wort הנמצאות ist überflüssig und unverständlich. Und die Weisen erklären (מ"ר): שתי מציאות רות המואביה ונעמה העמונית „Zwei Funde“ habe da Gott gemacht, die Moabiterin Ruth und die Amoniterin Neamah. Ferner: מצאתי דוד עבדי (תהלים פ"ט) היכן מצאתי אותו בסדום Es heißt: ‚Ich fand meinen Diener David’ – in Sedom hat Gott ihn gefunden.

    Von den beiden Töchtern Lots, den Stammüttern von Moab und Ammon, gingen einst Ruth und unser König David hervor! Wenn aber aus der טומאה-Umgebung von Sedom und Amora solche טהרה-Blüten gezeitigt werden konnten, so war dies wohl die denkbar größte מציאה, die der Gottessache beschieden sein konnte. Dieser künftigen מציאה oder besser dieser טהור מטמא-Erwägung dankten Lot und seine Töchter ihre Rettung. –

    Daß aber solche מציאות selbst aus Sedom und Amora hervorgehen konnten, zeugt für die Wunderkraft der Thora. Sinnig reichen uns daher die Weisen gerade מגילת רות am Tage von מתן תורה: Hier hat זאת חקת התורה die der Thora ureigentümliche Kraft in ihrer ganzen Tragweite sich bewährt. – Von ihr dürfen wir auch für die Folge vertrauensvoll unser und der Menschheit Heil erhoffen.

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung zweiter Teil Exodus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1935 S. 80 - 86

    03-03-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Wir beten für die Auflösung der zionistischen Entität
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    Shmiel Mordche BORREMAN,

    Uw nederige dienaar

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