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Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
(1808-1888)

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Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH
(1833-1900)
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Rabbiner Dr. Salomon BREUER
(1850 - 1926)
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Rabbiner Dr. Raphael BREUER
(1881-1932)
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Reb Julius HIRSCH
(1842-1909)
Jubelsinget, Gerechte, in Gottesanschauung, den Geraden geziemt Thatenoffenbarungslied (Psalm 33)

ברוך הבא!    السلام عليكم!

 

Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Thora tegen nationaal-jodendom (sionisme)


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’études rabbiniques YECHOUROUN, Thora contre national-judaïsme (sionisme).

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Thora. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus).

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Thora against Nationaljudaism (Zionism).

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

Inhoud blog
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt WAJERO
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt WAJÉRO
  • Rabbiner Dr. Raphael BREUER: Nationaljudenthum - ein Wahnjudenthum (Auszug)
  • S R HIRSCH Kommentar zur Wochenabschnitt Lech Lecho (Auszug)
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Wochenabschnitt Lech Lecho
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt LECH LECHO
  • Zur Würdigung Dr. Nathan BIRNBAUM
  • Dr. Julius HIRSCH „Vademecum“ für die Zeit der Wanderschaft
  • SAMSON RAPHAEL HIRSCH KOMMENTAR WOCHENABSCHNITT NAUACH
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Nauach
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt NAUACH
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt BERÉSCHISS
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro von Simchass Thora
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Schemini Azérèss
  • Zu sagen, der Antizionismus sei eine neue Form des Antisemitismus, ist eine große Torheit
  • Rabbiner Dr. Rafael BREUER: Erläuterung von das Buch Prediger
  • To say that anti-Zionism is a new form of anti-Semitism is a great foolishness.
  • Rabbiner Dr. Mendel Hirsch 'Koheleth und die pessimistische Weltanschauung'
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro des 2.Tages Suckauss
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro des 1.Tages des Laubhüttenfestes
    INTERESSANTE LINKS
  • ANTIQUARIAAT BOEKHANDEL SPINOZA
  • 'DER ISRAELIT'
  • Mehrsprachige Seite „Yakov RABKIN, Historian and Author“
  • MUSLIM BRIDGES
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  • EUROPEAN JEWS FOR A JUST PEACE EJJP
  • The Palestine Information Center (PIC)
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  • PEACE PALESTINE (UK)
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  • PALESTINE CHRONICLE
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  • PALESTINIAN CAMPAIGN FOR ACADEMIC & CULTURAL BOYCOT
  • INTERNATIONAL SOLIDARITY MOVEMENT GERMANY
  • JEWS OF LEBANON
  • ALAN HART DIARY
    NOCH MEHR INTERESSANTE LINKS
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    Tauro gegen Nationaljudentum (Zionismus)
    19-09-2021
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    וזאת הברכה

     

    זכר צדיק לברכה:

     

    Das Andenken des Frommen bleibt zum Segen.

    (Sprüche Salomons 10,7)

     

    1.      

    Zum Segen falt‘ ich meine Hände

    In diesem letzten Augenblick,

    Bevor auf  Erden ich vollende

    Und kehr‘ zu meinem Gott zurück!

     

    2.

    So redet Moses, und die Kunde

    Erschüttert eines jeden Herz,

    Geschlagen hat die letzte Stunde,

    Die löset jeden Menschenschmerz.

       

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 236  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    19-09-2021 om 16:01 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Ludwig Stern

    65. Das Hüttenfest (חג הסוכות)

     

    1.       Geschichtliche Bedeutung: Das Hüttenfest soll uns daran erinnern, daß Gott unsren durch den Auszug aus Ägypten und den Empfang der Thora lediglich und geistig frei gewordenen Vätern vierzig Jahre lang in der Wüste Schutz und Nahrung gewährte, da wo sie beides auseigener Kraft nicht erlangen konnten; er führte und deckte sie durch seine Wolkensäule bei Tag, durch die Feuersäule bei Nacht. Diese Erinnerung soll uns alljährlich die Überzeugung befestigen, daß Gott Jissroél, dn Träger seiner Thora, nie verläßt und immer schützt. Des sollen wir uns freuen an diesem Feste, so konnte der Zeit unsrer Freude (זמן שמחתנו).

    2.       Jahreszeitliche Bedeutung: Da die geschichtliche Thatsache, welche diesem Feste zu Grunde liegt, an keinem bestimmten Tag gebunden ist, sie dauerte ja vierzig Jahre, so konnte dieses Fest auf jede Jahreszeit verlegt werden. Die Thora verlegte es auf diese Jahreszeit aus verschiedenen Gründen. Es sollte dem geschichtlich feststehenden Versöhnungstage möglichst bald folgen, damit sich in die an diesem Feste uns ganz besonders gebotene Freude auch über die neu erlangte Sühne mische. Außerdem sollte, wie am Pesach den Anfang, so an diesem Feste der Schluß aller Ernten und Einheimsungen gefeiert werden und die Darbringung der Erstlingsfrüchte (62,2) im großen und ganzen geschlossen werden. Das Hüttenfest ist Herbstfest חג האסיף, an demselben sollte Jissroél, so lange es auf seinem Erbe wohnte, seines irdischen Besitzes und Segens recht dankbar froh werden (Hirsch, zu V. Mos. 6,10).

    3.       Die besondere Vorschriften, welche wir an diesem Feste zu beobachten haben, sind folgende:

    … …

    Aus עמודי הגולה  Die Vorschriften der Thora welche Jissroél in der Zerstreuung zu beobachten hat.

    Ein Lehrbuch der Religion für Schule und Familie von Ludwig Stern, Direktor der israelitischen Schule in Würzburg. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage Frankfurt am Main 1986 S.132-133 ff.

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    19-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    17-09-2021
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Mendel Hirsch zur Haftoroh des Wochenabschnittes Haasinu
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

    הפטרת האזינו

      

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Haasinu

     

    Joel Kap.2, V.15

     

    An die Worte Hosea’s, die den Anfang der Haftora bilden (Siehe oben S.368, den Commentar S.64)  mit ihrer Fortsetzung mit ihrer Aufforderung zur Rückkehr und dem Ausblick auf den einstigen Sieg des Guten schließt sich  sodann ein sinnverwandter Abschnitt aus einer ergreifenden großen Rede des Propheten Joel. Als Vorläufer der großen nationalen Katastrophe des staatlichen Untergangs hatte er eine schwere Verheerung durch Heuschreckenschwärme zu verkünden gehabt, die die ganze Vegetation vernichten und das blühende Land in eine Wüstenei verwandeln würden. Durch aufrichtige Besserung aber hätte Jissroél die Heimsuchung abwenden können, denn – daran erinnerte er das verblendete Volk – nicht plötzlich, nicht ohne  vorhergegangene Warnung und Mahnung zur Rückkehr war sie eingetreten. „Gott hatte seien Ruf ergehen lassen vor seinem Heere!“ – Doch umsonst, die Warnung war ungehört verhallt. Jissroél möge nun nicht wähnen, damit sei die Reihe der Heimsuchungen erschöpft: „Unendlich groß ist  Sein Lager, denn unwiderstehlich ist jedes, auch das an sich kleinste Werkzeug der Vollbringung seines Wortes.“ Und  mit den Worten: „Denn groß ist der Tag Gottes, und wer erfaßt ihn?“ – hatte er auf den drohenden Untergang des Staates und auf das Galuth hingewiesen und dann fortgefahren: „Und selbst jetzt noch ergeht der Spruch Gottes: „Kehret zurück bis zu mir mit eurem ganzen Herzen, mit dem Fasten, mit dem Weinen und mit der Klage! Und zerreißet euer Herz, und nicht eure Herz, und kehret zu Gott, eurem Gott zurück! Dem gewährungsbereit  und sein Geschöpf liebend ist er, lange geduldend und reich an Liebe und bereit zur Änderung seines Unglück verhängenden Beschlusses.“ Dann werden die Verheerung in Wahrheit reichen Segen hinterlassen haben (Joel 2, 11-14).   Das folgende bildet nun die weitere Ausführung dieses Gedankens.

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 377 – 392 ) 

    17-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     

     

    פרשת האזינו

     

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt  Haasinu

     

    Kap.32,4 Der Hort, vollkommen ist sein Wirken,

    Denn alle seine Wege sind Rechtswaltung;

    Ein Gott des Vertrauens und keiner Gewalt,

    Gerecht und gerad’ ist Er.

     

    Kap.32, 4 הצור וגו'… …In Beziehung zu Jissroél spricht daher die Bezeichnung Gottes als צור die doppelte Gewissheit aus. Jissroél hat in Gott den ewigen Halt seines geschichtlichen Daseins. Gott will, daß es sei, darum geht es nimmer verloren. Allein Gott will auch eine bestimmte Art

    Seines Seins, die Er ihm in seinem Gesetze offenbart. Diesen Anforderungen kann sich Jissroél nimmer entziehen. Sie sind ebenso unwandelbar wie Gottes Sein und Wollen. Und welche Geschickeswandlungen Jissroél auch durchmachen hat, sie haben alle die endliche Verwirklichung dieser Gottesbestimmungen an Jissroél und durch Jissroél zum Ziele, sie sind eben nichts als die gestaltenden Hammerschläge der unwiderstehlichen Gestaltungskraft der göttlichen Waltung, כי ביה ד' צור עולמים (vergl. zu 4 B.M. 8,4) – Daher der Name צור das Charakteristikon der שירת האזינו, in ihm liegt der Schlüssel dieses Gottes Waltungen an Jissroél, mit Jissroél und durch Jissroél schauend offenbarenden Gesanges. –

     

    V.6 Fragt euch doch: Gott wollt ihr das vergelten?

    Entwelkes, mit nichten weises Volk!

    Ist Er nicht dein Vater, der dich sein eigen nennt,

    deine Bestimmung gab?

     

    V.6 …נבל ,עם נבל ולא חכם -  siehe zu 1 B.M. 34,7 und 2 B.M.18,17). Im Zusammenhange mit der Frage הלד' תגמלו זאת tritt die eigentliche Bedeutung von נבל in voller Prägnanz vor. Beide bezeichnen ja ursprünglich Beziehungen des Pflanzenlebens, גמל die vollendete Fruchtreife, נבל das fruchtversagende Welken. Alles, was Gott für Jissroél und an Jissroél getan, die besondere Führungen der Geschicke wie die Lehren und die Vorschriften seines Gesetzes, alles hatte den einen Zweck, die Saaten des Lichts und des Lebens in Geist und Gemüt des Volkes zu streuen, die in Früchten der Erkenntnis und der Tat im Einzel- und Gesamtleben aufgehen sollten. Das Volk aber ist נבל, ist geistig und sittlich welk geworden. Die mit so vielen Veranstaltungen begonnene Gottespflanzung hat es noch bevor sie zur Blüte aufgehen konnte „welk“ werden lassen, und steht es, statt ein mustergültiges Volksleben zu entwickeln, als עם נבל, als ein geistig und sittlich abgewelktes Volk da, ולא חכם, das keineswegs, wie es sich dünkt und wie es in der Mitte der Völker ein עם חכם ונבון (Kap. 4,6) hätte sein sollen, „weise“ ist, nicht, wie ja חכם bedeutet (siehe 2 B.M. S.363) die gegebenen Wahrheiten in sich aufgenommen, aus welchen allein die wahre Erkenntnisse und richtige Grundsätze fürs Leben sich ergeben. So auch im ספרי:עם נבל לשעבר ולא חכם לעתיד לבא .

    הלא הוא אביך קנך, wenn er dich sein eigen nennt und über all dein Sein und Wollen, über alle deine inneren und äußeren Kräfte und Mittel in seinem Gesetze disponiert, hat er nicht ein Recht dazu und sollte dir nicht zugleich das unerschütterliche Bewusstsein innewohnen, daß er allein diese Verfügungen, mit allen Anforderungen und Versagungen nur dein Bestes will! Ist es doch dein Vater, der also über dich verfügt, bist du doch ganz eigentlich völkerrechtlich sein Erzeugtes. Dein Ganzes völkerrechtlichen Dasein ist ausschließlich sein Werk. Ohne Ihm wärt du überall nicht da. Inmitten der sich gestaltenden Völkerbildungen hat allein Er vom ersten unscheinbarsten, individuellen Anfang grundlegend dich zum Volke erzeugt und erzogen. Was andere als Menschen sind, bist du zugleich als Volk: Gottes Geschöpf. Er hat also ein ausschließliches Recht an dich, und zugleich bürgt dieser ganze Ursprung dir, daß was Er, dein Vater, von dir fordert, nur deine, seines von ihm erzeugten Kindes, Wohlfahrt bezweckt. …

    V.9 Denn Gottes Teil ist sein Volk,

    Jaakob das ihm zugefallene Erde.

     

    V.9 כי חלק ד' עמו Gott ließ Jissroéls Söhne nicht in dem für sie bestimmten Lande zum Volke heranwachsen und sich unter den von diesem Lande gegebenen Bedingungen und Einflüssen zu einem Volke entwickeln und ausbilden, ließ es vielmehr im Gegensatz zu allen anderen Völker ohne Land ein Volk werden und dann ein im Gegensatz zu allen andern bereits völlig kultiviertes und angebautes – ja wie wir 3 B.M. S.585 anzumerken hatten, in seinen vorgefundenen Bodenkultur- und Städtebauverhältnissen gewissermaßen stabil zu erhaltendes – Land in Besitz zu nehmen, weil חלק ד' עמו, weil dieses Volk als Volk, Gottes Volk, Gott angehörig, mit seinem Volkwerden Gott zu Teil sein und bleiben sollte. Was den anderen Völkern ihr Landesboden ist, das ist Jissroél seine Beziehung zu Gott. Wenn andere Völkern mit ihrem ganzen Sein und Werden in ihrem Boden wurzeln, aus ihm und an ihm, in dessen Überwindung, Aneignung, kultivierender und anbauender Umwandlung zum sozialen Menschenboden und unter dessen klimatischen Einflüssen die Bedingungen ihrer physischen, geistigen, sittlichen und sozialen Kulturentwicklungen schöpfen, – und daher die in dem Rahmen ihrer Völkerkultur ihnen fühlbar wirkenden Potenzen und Mächte vergöttern und als ihr Völkergedeihen bedingende Gottheiten verehren: soll Jissroél seine physische, geistige, sittliche und soziale Kultur von Gott gestaltet mitbringen ins Land, soll sich und sein Volksleben nicht dem Lande, sondern das Land sich und seinem von Gott festgestellten Volksleben unterwerfen und so mit seinem Volksdasein, seinem Volksleben und Volksgedeihen, im Gegensatz zu den Verirrungen und Wahngeburten der Völker, Gott als die einzige wirkliche und wahrhaftige Macht und Quelle aller Völkerwohlfahrt proklamieren – ולקחתי אתכם לי לעם sprach Gott an Jissroéls Leiden umnachteter Volkeswiege, und dann erst: והבאתי אתכם אל הארץ וגו' (2 B.M.6,7 u.8).   Andere Völker sind in tiefem Grundeחלק ארצם , Jissroél ist nach Ursprung und Bestimmung:חלק ד' .

    יעקב חבל נחלתו. Darum heißt die Wurzel dieses Volkes nicht Jissroél, sondern Jaakob, eine Menschenfamilie, die als יעקב bodenlos und heimatlos den ganzen Leidenskelch austrinken musste, welcher bodenlosen und heimatlosen und darum, nach Anschauungen der Völker, rechtlosen, nirgends berechtigten Menschen inmitten eines auf Bodenbesitz und Landeshoheit machtstolzen Volkes kredenz ward, das von der eingeborenen unverlierbaren Hoheit des Menschen als Menschen nichts mehr wusste. „Jaakob“, in allem die „Ferse haltend“, in welchem die Menschen sonst ihren Halt und ihre Größe suchen;  ohne Boden und ohne Macht, und darum ungeübt und nimmer glänzend in den Erfindungen, Künsten, Wissenschaften und Fertigkeiten, die der Menschengeist in seinem Ringkampf mit der Natur und den mitstrebenden Einzel- und Volksgenossen zu dem Aufbau und Ausbau eines Einzel- und Volksleben erwirbt und darin triumphierend die Menschengröße feiert; Jaakob, יעקב חבל נחלתו, Jaakob,  um der Armut und des Glanzlosen seiner Erscheinung willen von dem Symposion der Völker zurückgewiesen, fiel gleichsam als Los Gott zum Erbe. Alle anderen Völker konnten, so zu sagen, Gott nicht, und noch weniger konnten sie sein Gesetz gebrauchen. Es waren andere Götter, deren Gunst vermeintlich sie groß machte, und vor allem waren es andere Ziele und andere Motive, in welchen sie das Regime ihres Lebens suchten und schöpften. Für ein auf dem Gottesdiktaten der Sittenheiligung, der Wahrheit, des Rechts und der Liebe sich aufbauendes Leben, das in jeder Füge die alleinige Gottesherrschaft auf Erden und über die Erde zur Anschauung bringen soll, da war kein Raum, wo mit der Jubelruf: „wir wollen uns einen Namen machen!“ der Turmbau des menschengeschichtlichen Ruhmes eingeleitet war. Nur Jaakob, das aus sich nichts hatte, dem keine der von den anderen Völkern als Gottesmächte verehrten Potenzen etwas gewährte, noch gewähren konnte, das alles nur aus Gottes Hände zu empfangen hatte und empfing, nur Jaakob war das geeignete Gefäß für Gottes Menschheitszwecke auf Erden, nur es konnte als „Jaakob“ die Sendung empfangen, „Jissroél“ zu sein: die Gottesherrschaft und deren Huldigung durch ein pflichtgetreues Leben inmitten der Völker zu verkünden. …

     

    15. Da ward Jeschurun fest und da schlug es aus –

    So oft du fest wardst, wurdest du feist und übermannt vom Fett –

    Da verliess es Gott, der es gebildet hatte,

    Und betrachtete als wertlos den Hort seines Heils.

     

    V.15 וישמן וגו' Wir begegnen hier das erstemal den Namen Jeschurun. Es bezeichnet Jissroél nach seiner idealen Bestimmung, das in dem Charakter ישר, des Geraden, seiner Bestimmung ohne Abweichung Entsprechenden, seine Bezeichnung findet. Vergl. זבולון und זבל. Es hieß oben: Gott wollte es die Doppelhöhen der irdischen Ziele ersteigen lassen, die höchste materielle Wohlfahrt und die höchste geistige und sittliche Vollendung. Sollte Jissroél ja in einem leuchtenden Beispiel zeigen wie ein vollendetes geistig sittliches Pflichtleben keineswegs auf irdisch heiteres Glück notwendig zu verzichten habe, vielmehr der höchste Grad von Sittlichkeit sehr wohl mit dem höchsten Maß irdischen Glückes vertrage, ja sich eben in einem solchen zu bewähren und alle irdischen Mittel und Genüsse in geistigen Errungenschaften sittlicher Pflichttaten umzusetzen habe. Als aber dem diesen sittlichen Ideale bestimmten Jeschurunvolke zur Lösung seiner Aufgabe sinnliche Güter und Genüsse in Fülle geworden, als es aus der Wüste zum Lande von Milch und Honig gelangt war, da wurde es fett und schlug es aus. שמנת עבית כשית ist eine Anrede in Parenthese an das Moses gegenwärtige und jedes künftige, sein שירה-Wort lesende Volk. Sie enthält die Quintessenz der ganzen jüdischen Geschichte. In Leiden hat sich das jüdische Volk  meist großartig bewährt. Allein Glück hat es noch selten ertragen. „ So oft es fett wurde, wurde es feist und vom Fett überwuchert“, eigentlich „bedeckt“. כשית scheint Pual zu sein, wie כסו הרים צלה (Ps.80, 11) Berge wurden von seinem Schatten bedeckt. כסו פניו חרולים (Prov. 24, 31) seine Fläche war mit Dornen bedeckt.  Es würde dann allerdings das Dagesch im fehlen, wofür sich jedoch Beispiele finden יוקשים בני אדם (Pred. 9,12), לב הותל הטהו (Jes.44,19) Oder כשׂה hat die intransitive Bedeutung: bedeckt werden wie כסה die aktive, bedecken. Der Sinn ist: je mehr markiger, fetter Nahrungsstoff dem Körper zugeführt wird, umsomehr sollte er den Überfluß an Stoff in Kraft und Arbeit umsetzen, um so erhöhter sollte seine Tätigkeit und Leistung sein. Dann beherrscht er die Fülle und bleibt körperlich und geistig gesund und hat durch die größere Leistung einen größeren sittlichen Wert. Unterläßt er dieses aber, so lagert sich der unverbrauchte Nahrungsstoff in seinem Körper hat, er wird korpulent, feist, und statt die Fülle zu beherrschen, wird er, sein eigentliches geistiges, tätiges Selbst, von dem Fett übermannt und geht darin unter. Das ist Jissroéls Geschichte. Es hat Fülle und Überfluß nicht zu erhöhten geistigen und sittlichen Leistungen, nicht zur vollerer Lösung seine Aufgabe benutzt; seine sittliche Vervollkommnung hat nicht mit seiner glücklicheren äußeren Lage Schritt gehalten; es hat nicht verstanden, Herr seines Reichtums und seines Glücks zu bleiben, hat sie nicht in sittliche Pflichterrungenschaften umzusetzen gewußt, es hat sich vom Reichtum und Glück übermannen und sein besseres,  geistiges, sittliches Selbst darin untergehen lassen.

    17-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    16-09-2021
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרה למנחה של יום כפור

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro vom Nachmittaggebet des Jaum Hakippurim

     Prophet Jona

     Längst schon hat die Sonne den Zenith überschritten und der größte, herrlichste Tag neigt sich bereits zum Scheiden. Im Geiste haben wir uns so eben in die heiligen Weihehandlungen der Abodah versenkt, die einst an diesem Tage auf Moriah, im Gesetzesheiligtum unseres Gottes vollzogen wurden. Und da ist uns die Herrlichkeit des Einst und das Elend des Jetzt in der ganzen Schroffheit ihres Gedankens entgegengetreten, und wir haben uns so unsäglich arm gefühlt, haben gefühlt, wie unendlich viel wir verloren. – Und bitterer Schmerz hat da unser Herz zerrissen und hat dessen Starrsinn gesprengt, und tiefe Sehnsucht ergriff uns nach dem Vaterhause, und da haben wir uns vor unserem Gotte ausgeweint, wie das Kind in den Armen des Vaters.

    Doch nicht durch Rührung und tatenlose Sehnsucht wird der Aufgabe des Tages genügt. Rückkehr, Besserung ist die Losung. Darum ward noch einmal die Thora dem heiligen Schreine entnommen und aus dem Gottesworte jener Abschnitt vorgelesen, der an die allererste Grundlage eines heiligen Lebens und an die erste Vorbedingung unsre dauernden Rückkehr mahnt: an die sittliche Reinheit, an die Reinheit des Familienlebens. Und da es nun galt, aus dem Prophetenworte einen Abschnitt zu wählen, der in diesem ernsten Momente des dahinsinkenden Tages uns so recht die Macht und das Wesen der Theschubah vergegenwärtigt, die Rückkehr aus tiefster Gesunkenheit zu seinem Gott sich emporringenden Menschen, da fiel die sinnige Wahl auf das Wort von der Sendung des Propheten Jona.

    Er hatte der gewaltigen Ninive, der glänzenden Hauptstadt des weltherrschenden Assyrerreiches, wegen ihre Missetaten den Untergang verkündet. Die Worte des fremden Propheten, der im Namen des unsichtbaren Gottes gesprochen, hatten in den Herzen des götzendienenden Volkes tiefe Erregung erzeugt. Sie waren in sich gegangen, hatten Fasten verkündet, und der vom Volke ausgehenden Bewegung hatte der König, hatten die Grossen sich angeschlossen. Der König war von seinem Throne gestiegen, hatte seine Königsgewänder abgelegt und gleichfalls ein härenes Trauergewand angelegt, und der Befehl war im Namen des Königs und der Grossen ergangen, daß ein jeglicher fasten und Gott inständig anrufen und „zurückkehren solle von seinem schlechten Wandel und von dem Unrecht, das in seinen Händen“. – Da heißt es nun nicht, bemerken unsere Weisen: Gott sah, wie sie sich durch Fasten kasteiten und mit ihren härenen Gewänder sich peinigten, auch nicht: wie andächtig sie beteten, sondern: „Gott sah ihre Taten, daß sie von ihrem schlechten Wandel zurückgekehrt waren, da änderte Gott seinen Entschluß hinsichtlich des ihnen angekündigten Unglückes und führte es nicht aus“. So ist die Besserung das alleinige Wesen der Teschubah, und nur sie erwirkt das Wunder der göttlichen Gnade. Wir haben an einem anderen Orte eingehend darauf hingewiesen*) wie charakteristisch es ist für die in jeder konfessionellen Engherzigkeit abholde, wahrhaft freie Universalität des Judentums, daß es götzendienende Heiden sind, deren Besserung uns an diesem Tage als Vorbild für die eigene Besserung vor die Seele geführt wird. Nur mit dem Unterschiede, aß die Verzeihung, die ihnen durch die Rückkehr zu den allgemein menschlichen Pflichten zu Teil wurde, für uns an die Rückkehr zu dem gesamten Gottesgesetze geknüpft ist.

    Doch noch zwei andere Momente sind es, die uns dieses Prophetenwort in einer ergreifenden Eindringlichkeit wie kaum ein anderes vor die Seele führt.

    Einmal die Allgegenwart und die alle Wesen und Kräfte als Vollstrecker seines Willens verwendende Vorsehung Gottes. Was dem gedankenlosen Menschen als Spiel der Elemente, als Walten des Zufalls erscheint: so es in den Dienst zur Ausführung des Gottesgedankens gestellt ist, ist es planvolle Gottesfügung. Der Sturm auf dem Meere, der dem sich der Gottessendung entziehenden Flüchtling schon vorausgesandt ist (Kap. 1,4), das wildbrandene wütende Meer, die Gottesfügung, die ihm in Leben erhält in einer Lage, die sonst unrettbar der Tod bringt, die dunkle Meerestiefe; die ihn wieder emporschleudert in den Bereich der Meereswogen, der Meeresstrudel, der ihn umkreist und emporhält, das Seetier, das ihn verschlingt und später ans Land wirft, das Kikajon, das in einer Nacht aufsproßt, ihn im Sonnenbrand zu beschatten, das Insekt, dessen Stich dasselbe Kikajon verdorren macht, der Glutwind aus dem Osten, der Jona verschmachten ließ, – von einigen dieser Fügungen erfahren wir es aus den Worten des Propheten, bei den anderen, so bei dem Sturme auf dem Meere, dem gewaltigen Fische, dem aufsproßenden Kikajon heißt es ausdrücklich: וימן ה', וה' הטיל, in vielmaliger Wiederholung: Gott bestellte, Gott bestimmte sie.          

    Und sodann jenes Allerbarmen, jene Liebe, die ein jedes Wesen und sein Gedeihen als ein Werk der Fürsorge des Schöpfers anschaut und diesem wert und teuer sein läßt! „Dich dauert des Kikajons, mit dem du dich nicht abgemühet und das du nicht großgezogen hast – und mich sollte nicht der grossen Stadt dauern und all der Kinderseelen in ihr und all des Viehes?“  –  Also ist jeder Kreis von Menschen eine „Pflanze“, von der Gott spricht: אשר עמלתי בו ואשר גדלתי! Das ist die Vaterliebe des Schöpfers, die unverlierbare, die jedem seiner Kinder zugewandte, wie das „Alte Testament“ sie lehrt, jene Liebe, die der Rückkehr der verirrten Kinder harrt, die ihnen aus freier sittlicher Energie stets offen steht, weil sie nicht „sündig“, sondern rein und für das Höchste befähigt geboren werden, jene Liebe, die, wenn das ältere Geschlecht gesunken ist, auf die reinen Keime des Guten in die Brust derer hinschaut, die noch nicht „die Rechte und die Linke“ unterscheiden können, und schon um der unschuldigen Kinderseelen willen den drohenden Untergang abwendet.

    …

     

    *) Das Reine Menschentum im Lichte des Judentums. Frankf. A. M. Kaufmann 1893, S.35

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 532 – 545   Kommentar zu JONA Kap. 1 V.1…) 

    16-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרה לשחרית של יום כפור

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro vom Morgengebet des Jaum Hakippurim

    Jesajas Kap. 57 V.14

     

    Gekommen ist der große herrliche Tag, der seligste des Jahres. Emporheben aus allen Erdennöten will er den jüdischen Menschen, emporheben aus dem dumpfen Zwang der Leidenschaften, will ihn emporheben in die beseligende Nähe seines ewigen Vaters, in das reine Licht und die reine Lebenslust, die ihm von dort entgegenströmen.  Und: „Hinauf! Hinauf zu Ihm!“ – das ist des Tages Losung. Mit ihr, mit diesem Rufe: סולו סולו! Beginnt das Prophetenwort der Haftorah.

    Doch unsere Vergangenheit hält uns zurück. Diese Folgen unsrer getrübten Vergangenheit, die wie mit eisernen Klammern unseren Ausschritt hemmen, nur Gottes Allmacht kann sie sprengen. Die Betätigung seiner Gnade aber hat er uns verheißen, so wir durch aufrichtige Reue, durch den festen Entschluß der Besserung uns ihrer würdig machen. Denn (V.15): „so hoch und heilig Er thront, so ist er Nahe dem Zerknirschten, dem, der demütigen Sinnes geworden, zu beleben das Gemüt des Demütigen, zu beleben das Herz der Zerknirschten“. Denn nur um den Menschen zur Selbstbestimmung, zur Selbsterkenntnis und damit zur Reue zu bringen „streitet“ Gott und „zürnt“ er, Leiden sendend, gegen den Menschen (V.16). Denn unendlich nahe, unmittelbar Sich verwandt schaut Gott jeden Menschen: „Des Menschen Geist geht ja von mir aus in die Körperhülle ein, und die Seelen habe ich ja geschaffen!“ – Nie und  nirgends ist das Band, das jeden Menschen mit Gott verknüpft, in seiner Stärke  und Innigkeit herrlicher gezeichnet worden, als in diesen Worten des angeblich „flammenden Gottes Zebaoth des Alten Testamentes“ – Wohl zürnte Gott über sein Volk und schlug es, dadurch daß er sich von ihm abwandte und es sich selbst überließ (V.17), so daß es, statt des ihm vorgezeichneten דרך ה', statt des Gottesweges, den „Weg seines Herzens“ einschlagen konnte, den seine Leidenschaften das Verblendete vorziehen ließen. Gott hatte (V.18)diese Irrgänge und ihre Leidensfolgen sehr wohl „vorausgesehen und wollte es gerade durch diese Selbsterfahrungen genesen lassen.“ ואנחהו: denn diese scheinbare Frei- und Preisgebung war selbst nur ein Akt der göttlichen Weiterführung, und die so gewonnene Selbsterkenntnis und die wiedergewonnene Gottesgnade wird selbst reichste Tröstung und vollen Ersatz für alle Leiden bieten, ihm und allen, die so lange durch seine Verblendung und deren Folgen zu trauern hatten, ואשלם נחמים לו ולאבליו – So:

    V.19 בורא ניב שפתים, ist Er Schöpfer, so schafft, verwirklicht er das, wovon bis dahin die Menschen nur „sprachen“, was nur ein schöner Traum, nur eine „Frucht der Lippen“ war, nur in der Menschen Gedanken und Worten Dasein hatte, nämlich: den Frieden. „Friede!“ – den noch Fernen, „Friede!“ den bereits Nahen, אָמַר ה', ihn hat Gott mit seinem Gesetzworte und mit seinem Verheißungsworte längst dargeboten – „so bringe ich ihm Heilung.“ – Das Objekt von ורפאתיו ist das V.14 genannte עמי, auf das sich auch die Suffixe der VV.17 und 18 bezogen.

    V.20. Nur auf den Boden des Gesetzes, nur in der freudigen pflichttreuen Unterordnung unter den göttlichen Willen erblüht dieses höchste Gut des Menschen, das Sehnsuchtsziel aller Hoffnungen: der innere und äußere Friede. והרשעים, die Gesetzlosen aber, die nur dem Diktate ihres eignen, im Dienste ihrer Interessen und Leidenschaften stehenden Willens gehorchen, sie gleichen dem „aufgewühlten Meere“, und ויגרשו מימיו רפש וטיט: was die Tiefe des unveredelten, weil ungezügelten, Menschenherzens unter glatter Oberfläche an Menschenunwürdigen sorgsam barg, das bringen die Stürme der Leidenschaft in seiner ganzen Unschöne unfehlbar an den Tag.

     

    V.21 Die Worte אמר אלהי entsprechen offenbar dem אָמַר ה' in V.19. Der Zusammenhang ist demgemäß: denn ebenso wie Gott längst der Pflichttreue den Frieden, ganz ebenso hat er die Friedlosigkeit dem Frevel bestimmt. Daß das letztere durch die von Gott als Richter des Menschen gefügte Weltordnung bewirkt werde, darauf weist der Wechsel des Gottesnamens ה' in V.14 in den hier genannten: אלהי hin.

     

    Die Rückkehr zur Pflicht ist so der Weg zum Frieden. Uns auf diesen Weg zurückzuführen, so wir im Getriebe des Lebens von ihm abgekommen sind, dazu hat Gott den alljährlich wiederkehrenden „Tag der Sühnen“ bestimmt.

     

    Wie aber jede göttliche Veranstaltung der Mißdeutung unterliegt und, falsch verstanden, aus einem Mittel zum Heile zu einer Förderung des Unheils werden, und so, was zur Rettung aus Sünde und Verblendung dargereicht ward, zum Beharren in der Sünde und der Verblendung führen kann: also auch die Institution dieses Tages der Sühnen. Freilich ist es Wahnsinn, freilich grenzt es an Gotteshöhnung, freilich ist es die unglaubliche Verkehrung der Wahrheit, zu wähnen, dieser Tag werde die verheißenen Güter der Verzeihung und der Sühne und der Reinheit bringen, auch ohne Reue, auch ohne ernsten Entschluß der Besserung, auch wenn er also nur einen fastend verbrachte vierundzwanzigstündige Unterbrechungspause in dem Gott und seinem Gesetze entfremdeten Leben darstelle, das dann, nach Ablauf dieses Tages, mit voller Seelenruhe ganz in der bisherige Weise fortgesetzt werden könne, um dann im nächsten Jaum Kippurim wiederum ein Reinigungs- und Entsündigungsbad finden. Trotz ihrer Ungeheuerlichkeit hat diese Vorstellung gleichwohl früh schon Platz gegriffen.

     

    Diesem Wahne tritt nun Kap. 58, 1-14 die große Jaum-Kippur-Predigt des Propheten im göttlichen Auftrage mit flammenden Worten entgegen. Sie zeichnet zuerst (V.2-5) den empörenden Widersinn einer solchen Jaum-Kippur-Farce, mit den frömmelnden Gebärden und dem scheinheiligen Gebahren. Diesem stellt sich sodann (V.6-14) in leuchtenden Zügen das Wesen und das Werk des wahrhaftigen gottgewollten Jaum Kippur gegenüber: den aus den Banden Leidenschaft und Sünde sich befreienden (V.6), zu Gott sich emporringenden Menschen, der (V.5) sich in seiner „Armut“ begreift, der jedes an Menschen begangene Unrecht wieder gut macht und für jedes bedrohte fremde Recht eintritt und alle ihm verliehenen Gaben und Kräfte in den Dienst dieses Wirkens stellt (V.6), der in edler Humanität seines reinen Tatenlebens schönste Vollendung findet, und wie den Leib, so auch die darbende Seele und das darbende Gemüt seiner Menschenbrüder labet, und der endlich durch Unterstellung seines ganzen wirkenden und schaffenden Lebens unter die Herrschaft des Sabbathgedankens all sein Tun und Wirken nur als Vollbringung des Gotteswillens und sich selbst als Gottesdiener bekundet, und so der Verwirklichung des Ideals von reinen Menschentum entgegenreift, zu dem das Gesetz unseres Gottes die ewigen Wege bahnt.

    …

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 515 – 522   Kommentar zu Jesajas Kap. 57 V.14…) 

    16-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    14-09-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    יוה"כ

     

     

    Belehrung und Mahnung zu JAUM KIPPUR (Auszug)

     

    …

    Es gibt auch sonst  im Jahre Momente, die zu sühnen und Reinheit anzubahnen vermögen יסורין מכפרין, מיתה מכפרת leidvoller Verhängnis, durch das Gottes erziehende Gerechtigkeit uns aus Verirrungen und Entfremdung zu sich zurückführt, aber auch die bange Todesstunde hat ihre läuternde und sühnende Kraft gar oft bewährt. Und doch, nicht  Todesschrecken oder Leidensnot soll uns nun in Gottes Nähe führen, nicht Gottes strafende Gerechtigkeit uns Anlaß geben, seine verzeihende Nähe zu suchen – כי ביום הזה dieser Tag soll in uns die Sehnsucht, die Kinder nach dem Vaterhaus zieht, in den das Bewußtsein dessen lebt, was Kinder ihrem Vater schulden und was allein väterliche Liebe ihnen zu gewähren vermag. Das seinem Vater entfremdete Kind, das, von Not und Elend heimgesucht, die Sehnsucht nach dem Vaterhause fühlt, führt ja nicht kindliche Liebe in die Nähe des Vaters, es ist die Not und die Enttäuschung, die es veranlaßt haben, sich des Vaters zu erinnern. Es kann daher auch nicht erwarten, daß sein Vater bei aller Nachsicht seiner Entfremdung nicht mehr gedenke; vielmehr wird der Vater abwarten, ob es sich für die Folge die Pflichten bewußt bleibt, die das Vaterhaus ihm auferlegt.  Das Kind jedoch, dem die Fremde alles gegeben, was Menschenleben zu beglücken vermag, in dessen Herzen aber dennoch die Sehnsucht erwacht nach dem Vaterhaus, weil es erkannt hat, daß alle Güter der Welt die Öde und die Leere aus seinem Leben nicht zu bannen vermögen und nur die Heimkehr in das Vaterhaus ihm die Ruhe und den Frieden bringen könnte, dieses Kind darf der reichen, verzeihenden Liebe des Vaters sicher sein.

    כי ביום הזה יכפר Eine solche Heimkehr möchte der Jaum hakippurim anbahnen – keine Th’schuwo מיראה, zu der die Furcht vor Gottes strafender Gerechtigkeit(מדת הדין) den Anlaß gibt, תשובה מאהבה die Th’schuwo, die der Ausfluß ist kindlich liebender Sehnsucht nach Gottes Nähe, weil nur seine  Nähe unser Leben aus trauriger Öde und Leere zu retten vermag, und die in unsrem Herzen den einen starken Vorsatz nährt, uns fortan der Gottesnähe würdig zu erweisen und seiner väterlichen Führung uns anzuvertrauen, sie führt uns an diesem Tage zu Gott, und לפני ה' תטהרו Gott in seiner unendlichen Liebe (מדת הרחמים) ist bereit, unser sehnendes Verlangen aus dem reichen Füllhorn seiner Gnade zu stillen – אשריכם ישראל „Heil euch, Jissroél, vor wem erstrebt ihr Reinheit, und wer gewährt euch Reinheit – es ist euer Vater im Himmel“!

    לפני ה' תטהרו Aus Gottes liebender Vaterhand ersehnen wir die Kraft- und Segensspende zu weiterem Leben. Und ist auch unser Leben arm an Gütern, die uns ein Anrecht auf Gottes Beistand geben könnten, Gott sieht unsre Sehnsucht und sieht unsre Armut und ist bereit, unser Verlangen zu sättigen und uns zum wahren Lebensreichtum zu verhelfen.

    ונדעה נרדפה לדעת את ה' וגו' ויבוא כגשם לנו Wir sehnen uns nach Gott, daß „er wie der Regen uns komme“. – Die Natur lechzt nach dem Regen, aber die Erde muß die Feuchtigkeit geben, wenn der Wolkenhimmel Regen spenden soll. – Sind wir sicher, daß wir die Voraussetzungen mitbringen, unter denen die „Regenspenden“ göttlicher Liebe uns zuteil werden? Wie, wenn diese Voraussetzungen fehlen? Und auch nicht zu jeder Zeit ist der Regen ein Segen. –

    Wem aber יוה"כ zum wahrhaft neuen Leben verhelfen soll, der darf keine Lebensmöglichkeit kennen ohne Gottes dauernden Beistand, der ersehnt von Gottes Segensspende den belebenden Tau; der dauernd auch dann niederfällt, wenn der Regen ausbleibt, der sich der Erde nie versagt: אהיה כטל לישראל יפרח כשושנה Wie die Rose ihren Kelch öffnet, um gierig das Naß zu trinken das ihr zu prächtigen Gedeihen verhilft, so öffnet eure Herzen eurem Vater im Himmel, daß der Wundertau seiner göttlichen Gnade eurem Leben zuteil werde! –

    …

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung fünfter Teil Deuteronomium  J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1936 S. 105-109

    14-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    12-09-2021
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     

    Kommentar zum Gebet Owinu Malkenu

    In seinem Siddur „ Jisrael’s Gebete“ Seiten 629-631. Hier als Beilage wiedergegeben.

    Bijlagen:
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    12-09-2021 om 13:30 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    האזינו

     

    יקרא אל השמים מעל, ואל הארץ לדין עמו:

     

     

    „Er ruft dem Himmel zu von oben und der Erde, sein Volk zu richten“

    (Psalm 50,4 Übersetzung Rabbiner Samson Raphael HIRSCH)

     

    1.

    Himmel, Erde seien Zeugen,

    Sie sind es, die mich gehört

    Wirst du dich zum Laster neigen,

    Ist’s ihr Fluch, der dich verheert.

    2.

    Geh’st du aber in den Wegen,

    Die zu wandeln ich gelehrt,

    Heil dir dann, denn reicher Segen

    Wird in Gnaden dir gewährt.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 460  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     


    12-09-2021 om 13:28 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    09-09-2021
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    Samson Raphael Hirsch

    Aus Chaurew  Kap. 33 Fasttage

    § 237

     

    II. WARNENDE DENKMÄLER VOR EXILSSÜNDEN:, צום גדליה und תענית אסתר

     

    1. צום גדליה Begebenheit: Die Stadt war eingenommen, der Tempel zerstört, des Volkes Kern nach Bowél geführt, gefühlt des Eroberers Wut, gegen den Rest er mild gestimmt, also daß er dem Rest ein Bleiben gab im Lande, und, aus ihrer eigenen Mitte, ihnen den G’daljoh ben Achikom als Leiter vorsetzte. G’daljoh erkannte die Jissroélaufgabe in Beziehung zu den Völkern, in deren Hand Gott sie gab, wie sie nichts anderes sei, als williger Gehorsam, darin selbst Gottergebung bezeigend, achtend die Macht, durch die Gott gezüchtigt, und gefügig sich hingebend dem Plane, den Gott duchs Goluβ heranreifen läβt; den Fürsten und Ländern gute, treue, nützliche Untertanen und Landesgenossen zu sein, es Gott anheim zu stellen, daß Er das Herz  der Fürsten und Völker zur Milde lenke, auf daβ sie in dem ihnen hingegebenen  Volke den leidenden Menschen achten, und heilen lernen die Wunden, die sie selber geschlagen. Wie es ja Jirmijohu (Kap.29) auch den nach Bowel Gewanderten als Gotteswillen verkündigte: „Suchet das Wohl der Stadt u.s.w.“, und dies Eingehen in Gottes Plan von Zidkijohu selbst während der Belagerung noch als Preis für der Stadt und des Tempels und die eigene Erhaltung gefordert wordern. Darum schwur ihnen G’daljoh, als babylonischer Beamter, daβ sie nur treu dienen mögen den kassdischen Staate, so werde es ihnen gut ergehen. – Aber selbst der zurückgebliebene Rest des Volkes konnte sich zu diesem freiwilligen, gefügigen Eingehen nicht erheben. Jischmoél ben N’ssanjoh, fluchwürdigen Andenkens, erhob sich, – von Eifersucht und fremden Einfluβ gestachelt, und nicht achtend seines Fürsten, des Königs von Bowel Willen, ja vielleicht eben ihm trotzend, – und tötete meuchlings G’daljoh und alle J’hudim und Kassdim, die um ihn waren. – Daβ aber die übrigen, wenn gleich nicht also verruchte Gesinnung, doch die Grundgesinnung des Nichteingehens in Gottes Führung teilten, und, wenn gleich ihre Verhältnisse begründen wollten, das zeigte sich wieder in den Widerspruch, in den sie alle einstimmten, gegen Gottes durch Jirmijohu’s Mund ihnen verkündeten Befehl: auch jetzt noch, nach so groβer Verschuldung, der Milde des N’wuchadnedzár zu harren, im Lande zu bleiben und ihm gefügig gehorsame Untertanen zu sein; – und Untergang ihrer alle, gerade durch den Weg, den sie selbständig einschlugen, war Folge ihres Wahns, der nur das als Gottes Willen erkennen wollte, was ihrer eigenen Kurzsichtigkeit entsprach. (ירמי' 38 – 44) –

     

    2. Warnung: Wovor warnt uns also Zaum G’daljoh? 1) Vor dem Wahne als müsse Jissroél im Goluβ sich selbst Selbständigkeit erringen, als wäre es nun in seiner Wanderung durch der Zeiten Wüste an sich selbst gewiesen, und müsse, so viel es könne, sich losreiβen von der Leidenskette, die es hält; und das es 2) auch alle Jahrhunderte hindurch Jissroéls Geschlechtern die Warnung zugerufen: „Bleibet treu dem Lande, das euch aufgenommen, dem Fürsten, der euch schirmt! Gott ist’s, der überall euch hingeführt, und überall mit euch ist. Auch in diesem groβen Wüstengange wandelt Er unsichtbar vor euch her, und weist euch an wo ihr weilen sollt, wo weichen. Gebt euch ganz ihm hin und zeigt diese Hingebung in treuer Anhänglichkeit an schirmenden Fürsten und Land, in geduldigem Gehorsam selbst gegen eure Dränger; so wird Er zur Milde stimmen ihr Herz, und auch die Zeit eurer Leiden wird sich mildern. – “  

     

    Aus: Samson Raphael HIRSCH : Chauréw, Versuche über Jissroéls Pflichten in der Zerstreuung, zunächst  für Jissroéls denkende Jünglinge und Jungfrauen. Vierte Auflage Frankfurt  a.M. Verlag J. Kaufmann 1909

    09-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    08-09-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    ראש השנה

     

     

    Belehrung und Mahnung zu RAUSCH HA SCHAUNO (Auszug)

     

    …

    Gott ruft uns, denn Gott will uns beistehen! בכסה ליום חגנו Im Zeichen der Mondverhüllung trifft uns sein Ruf, aus tiefster Nacht will Gott uns emporheben, will, wenn wir nur wollen, alle Hemmungen aus dem Weg räumen, die sich unsrem Emporringen zum Lichte entgegenstellen – בכסה, אני מכסה על עונותיכם Gott ist bereit, gnädig die hüllende Decke zu breiten über unsre durch Sünde und Leichtsinn verscherzte Vergangenheit, daß wir vor seinem Angesicht ליום חגנו einem Leben uns zuwenden, wo reiche, beglückende Lebensernte unser harrt. –

    Diesen dreifachen Gottesruf der Th’kia, Th’rua und Th’kia haben, wie wir glauben, unsre Weisen (מ"ר נשא) im Auge gehabt wenn sie lehren:

    „Es heißt im Hohenliede (5): „Sein Gaumen ist süß, sein Ganzes lieblich“ – das gilt von Gott; denn Gott spricht: „Suchet mich und lebet“ (Amos 5) – gibt es eine süßere Sprache?“  „Nicht will ich den Tod des Frevlers, es kehre um der Frevler von seinem Wege und lebe“ (Jech. 33) – gibt es eine süßere Sprache? „Kehrt er um von seinem Leichtsinn – alle Sünden,  die er begangen, werden ihm nicht gedacht, Recht und Pflichttreue übt er, leben, leben soll er!“ (das.)  – wahrlich, keine süßere Sprache ist denkbar!“

    Es ist die in Töne gekleidete süße, liebliche Sprache unsres Gottes, die unsre Weise aus dem Dreiklangdes Rausch-haschono-Schaufors herausgehört haben. Ist es doch die Th’kia, der gerade, ungebrochene Rufton, mit dem Gott sein Volk zum Sinai rief, mit dem Gott die Seinen ruft, die seine Nähe suchen, weil nur dort Lebensmöglichkeit ihnen gegeben ist:  דרשוני וחיוSuchet mich, lasset euch nicht irre machen, unentwegt dem Gottesruf zu folgen, denn, solange er euch den Weg durchs Leben weist, ist Leben euch gegeben! – Aber auch die Th’kia folgt, die aufrüttelnde, erschütternde Th’rua, sie richtet sich an alle, die sich der Gottesnähe entfremdet, durch Leichtsinn und Frevel dem Leben „erstorben“ sind: אם אחפץ במות הרשע Nicht will ich den Tod der Frevler, Gottes Th’rua rüttelt sie auf und ruft sie zum Leben. –

    Hat aber Gottes Th’rua den Weg zu ihrem Herzen gefunden, dann richtet die darauffolgende Th’kia die gesteigerte, eindringliche Mahnung an sie, fortan dem Gottesruf durchs Leben zu entsprechen, um in Gottes Nähe zu wahrhaft beglückendem Leben zu gelangen: חיו יחיה, אין לך חיך מתוק גדול מזה Kann die Süße solcher zum Leben rufender Gottessprache, die gerade dem Entfremdeten, in Leichtsinn und Sünde Verstrickten doppelte Daseinspende zu gewähren bereit ist, noch übertroffen werden? –

    Oh, daß dieser Rausch-haschauno uns allen zu einem wahrhaften Rausch Chaudesch würde, חדשו מעשיכם שפרו מעשיכם wir alle seine eindringliche Mahnung beherzigten, auf die Erneuerung unsres Lebens bedacht zu sein und ihm  zu immer größerer Schöne zu verhelfen! Gottes unendliche Liebe ist gewillt, sich unsrer „Armut“ anzunehmen; dieses Jahr, so arm es uns auch findet, סופה מתעשרת, soll uns, wenn wir nur wollen, zu einem reichen, glücklichen werden – reich an Lebensgütern, die nur in Gottes Nähe erworben werden können, glücklich, in dem Bewußtsein, vor Gottes Angesicht den Forderungen des Lebens zu entsprechen. – Heil uns, wenn wir alle in Wahrheit begreifen, wozu Gottes Th’rua uns ruft – „Gott, im Lichte   deines Angesichtes wandeln sie fortan“ – אשרי העם ידעי תרועה ה' באור פניך יהלכון  

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung fünfter Teil Deuteronomium  J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1936 S. 97-100

    08-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    07-09-2021
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    Ludwig Stern

     

    63. Der Tag der Erinnerung, das Neujahrsfest.

    (יום הזכרון, יום תרועה, ראש השנה)

     

    1. Geschichtliche Veranlassung. Der Tag der Erinnerung oder das Neujahrsfest bildet mit dem ihm folgenden Versöhnungstage und den zwischen beiden liegenden Tagen eine Einheit, die auch unter der gemeinschaftlichen Bennennung: die zehn  Buβtage (עשרת ימי תשובה) zusammengefaβt wird; darum gilt die geschichtliche  Veranlassung zum Versöhnungstage auch für ראש השנה. Diese Veranlassung ist folgende:

    Jissroél hatte der Erlösung aus Ägypten und des am Sinai mit Gott geschlossenen Bundes bald vergessen und die gröβte Verirrung in seiner ganzen Geschichte begangen, indem es das goldene Kalb gemacht und verehrt hatte. Dadurch waren sie der Vernichtung schuldig geworden. Moses weilte aber noch zweimal vierzig Tage vor Gott und flehte für sein Volk um Vergebung dieser schweren Sünde. Unsre Weisen s.A. weisen aus der Thora nach, daβ die letzten vierzig Tage mit dem ersten Tage des Monats Tischri endigten; an diesem Tage sprach Gott zu Moses das trostreiche Wort: סלחתי = Ich habe vergeben. Darum setzte Gott diesen Tag für ewige Zeiten als Versöhnungstag für Jissroél ein und bestimmte die neun vorangehenden Tage des Monats Tischri mit ראש השנה an der Spitze zur Vorbereitung auf den Versöhnungstag.

    (רשי, שמות לג'; דברים ט' יח; ח"א קלח )

     

    2. Die besondere Festvorschrift, die wir am ראש השנה zu beobachten haben, läβt  uns die Bedeutung des Festes deutlich erkennen.

     

    Die Thora gebietet uns nämlich, an diesem Feste gewisse, durch die mündliche Überlieferung  näher bestimmte Töne eines aus einem Widderhorn gefertigten  Instruments (שופר) zu hören. Wenn das Fest auf einen Sabbat fällt, unterbleibt das Blasen des Schofars, damit nicht veranlaβt werde, daβ das Instrument nötigenfalls von einem Besitzkreise in den anderen getragen werde (56,39). Am Sabbat wird des Schofars nur im Gebete erwähnt. Zufälliges Hören genügt nicht; der Blasende sowohl als der Hörer müssen gegenseitig die Absicht haben, daβ durch dieses Blasen und Anhören die Vorschrift der Thora erfüllt werden soll.

    Der Blasende muβ stehen, und bei den Tönen, die während des Muβafgebetes geblasen werden, auch der Hörer. Wir sollen die Schofartöne mit Beherzigung des tiefen Sinnes anhören, welcher darin liegt. (סה"ח תה; א"ח תקפה, תקפט ח)

     

    3. Die Bedeutung des Schofars und dieses Festes ergiebt sich aus verschiedenen Schriftstellen und aus den Namen des Festes; es heiβt:

     

    a.        Tag der Erinnerung יום הזכרון; es erinnert uns durch das Widderhorn an den Gehorsam unsres Stammvaters Abraham, der bereit war seinen einzigen Sohn zu opfern; es erinnert uns ferner an die unter Schofartöne am Sinai offenbarte Thora; es lenkt endlich unser Blick in die Zukunft und erinnert uns an die Verheiβung, daβ Jissroél einst, wenn der Zweck seiner Zerstreuung an ihm selbst und an der Menschheit erfüllt ist, durch Schofartöne wieder versammelt und vereinigt werden wird, nach dem Worte des Propheten: An jenem Tage wird der groβe Schofar geblasen werden, da werden kommen, die da verloren sind im Lande Aschur und die verstoβen sind im Lande Ägypten, und werden Gott anbeten auf dem heiligen Berge in Jerusalem (Jes. 27,13) Wenn wir uns aber sagen müssen daβ wir das alles noch nicht beherzigt haben, so ist dieses Fest

    b.        Tag der Erschütterung יום תרועה Die im Altertum allgemein bekannte Bestimmung des Schofars war, zu erwecken, zu erschüttern, vor Gefahr zu warnen, wie die Propheten sagen: So man das Schofar bläst in der Stadt, sollte da das Volk nicht erschrecken (Amos 3,6). Wer der Schall des Schofars hört und läβt sich nicht warnen, und das Schwert kommt und rafft ihn hin, der hat sein eigen Blut verschuldet, weil er den Schall des Schofars gehört und sich nicht warnen lieβ. (Jech. 33 4.5) Auch uns sollen die Schofartöne erschüttern bei dem Gedanken an unsre Sünden und warnen vor der Gefahr, die uns durch sie bedroht; das Fest ist ferner

    c.        Tag des Gerichts יום הדין. Nach der Überlieferung unsrer Weisen s.A. richtet Gott an diesem Tage alle Sterblichen und entscheidet am Versöhnungstage endgiltig über ihr Geschick, über Leben und Tod, über Heil und Unheil, je nachdem sie sich bessern oder verstockt bleiben. Die Schofartöne rufen uns mit dem Propheten (Zeph.1, 12-18) zu: Es naht den Tag Gottes, der groβe, er naht und kommt sehr schnell heran, ein Tag der Not und der Bedrängnis, ein Tag der Dunkelheit und der Finsternis, ein Tag des Schofar- und Lärmblasens für die da auf ihr Gold und Silber vertrauen und wähnen, Gott belohne nicht die Guten, bestrafe nicht die Bösen. Endlich ist dieses Fest

    d.        Anfang eines neuen Jahres ראש השנה Obwohl wir im Bezug auf die Reihenfolge der Feste Nisson als den ersten Monat zählen, so ist für uns doch der erster Tischri der Anfang des bürgerlichen Jahres, nach welchem wir die Jahre seit der Weltschöpfung rechnen. Auch diese Bedeutung des Festes bringen die Schofartöne zum Ausdruck. Diese galten bei unsren Vätern als ein dem Könige dargebrachter Huldigungsruf, wie es heiβt (I.König. 1,34): Blaset mit dem Schofar und rufet: Es lebe der König! Auch wir huldigen durch die Schofartöne am Anfang des Jahres aufs neue dem bei allem Wechsel der Zeiten ewigen und unwandebaren Schöpfer und Regierer der Welt.

                (מחזור בשם רס"ג; רמב"ם, תשובה ד')

     

    4. Diese durch das Schofar ausgedrückte Bedeutung des Festes sprechen wir auch in dem erhabensten unsrer Gebete, im Muβaf aus: Huldigung מלכיות, Erinnerung זכרונות, Erschütterungשופרות . Wer diese Bedeutung beachtet, wird gewiβ die mit dem Feste beginnenden zehn Buβtage benützen, um sich durch Besserung seines Wandels (תשובה) durch   andächtiges Gebet (תפלה) und durch Wohltätigkeit und Almosen (צדקה) auf den Versöhnungstag würdig vorzubereiten.

     

    (es folgen noch 5. und 6. mit Vorschriften und Bräuche)

     

    Aus עמודי הגולה Die Vorschriften der Thora welche Jissroél in der Zerstreuung zu beobachten hat.

    Ein Lehrbuch der Religion für Schule und Familie von Ludwig Stern, Direktor der israelitischen Schule in Würzburg. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage Frankfurt am Main 1886 S.125-129

    07-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    06-09-2021
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    Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER

                 (1894-1983)

     

    ובקשו

     

    „Ein  jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ von  Leo BRESLAUER. Frankfurt am Main  5695/1935









    31.      Maß und Ziel

    „ Der Weg zum Ziel, das ist die Pflicht. Nur wer ihn mit Respekt geht, Schritt für Schritt gerecht, dessen Glaube ist ernst und wächst und erneut sich mit jedem Schritt.  Und nur, wer auf sich achtend die beste Form bewahrt, wird Energie gewinnen, um mit Kraft und Ausdauer selber scheiten und andere leiten zu können. Das große Ziel erfordert strengstes Maß im kleinsten…“

     

     

    Wie gehabt ist das Obenstehende eine Leseprobe und es freut uns hiermit   – in Beilagen –  eine weitere, die abschließende Skizze (S. 98 bis 102) aus dieses rabbinische Meisterwerk vollständig zu liefern:


    Bijlagen:
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    06-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    05-09-2021
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    וילך

     

    צדיק כתמר יפרח, כארז בלבנון ישגה:

     

     

    „Der Gerechte, wie die Palme blühet er, wächst hoch wie eine Zeder in Libanon,“

    (Psalm 92,13 Übersetzung Rabbiner Samson Raphael HIRSCH)

     

    1.

    Hochbetagt; im Greisenalter

    Ist der Fromme Führer schon,

    Moses, Jissroéls Erhalter –

    Bald steht er vor Gottes Thron.

    2.

    Und noch ist sein ganzes Streben

    Für sein Volk, das er belehrt‘,

    Und er opfert ihm sein Leben,

    Bis zu Gott er heimgekehrt.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 445  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    05-09-2021 om 14:52 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    03-09-2021
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     

    אתם נצבים פרשת

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Atèm Nizovim

    …

    Kap.29 V.13 Und nicht mit euch allein stelle ich diesen Bund fest und diesen Eid,

    V.14 sondern mit dem, der hier mit uns heute steht vor Gott, unserem Gotte, und mit dem, der nicht hier mit uns heute ist.

     

    Kap. 29 VV. 13 u. 14 ולא אתכם לבדכם וגו' . Wie unbeschränkt hinsichtlich der von der Bundeseidesverpflichtung betroffenen Personen, ebenso unbeschränkt hinsichtlich der Zeitdauer ist der hiermit geschlossene Gesetzbund. Er umfaßt alle zu Jissroél zählenden Menschen aller Zeiten, und ist jedem Wahn einer etwa nur zeitliche Geltung der Verpflichtung zum Gesetze, sowie jeder Möglichkeit eines etwaigen Austritts aus dieser Verpflichtung, hiermit unzweideutig begegnet. והעלה על רוחכם, ließ Gott Ezechiel den vor ihm mit der Frage nach der neuen Weisung für die neue Zeitverhältnisse erschienenen Männern von den Ältesten Jissroéls erwidern: והעלה על רוחכם היו לא תהיה אשר אתם אומרים נהיה כגוים כמשפחות הארצות לשרת עץ ואבן חי אני נאם אדני אלדי אם לא ביד חזקה ובזרוע נטויה ובחמה שפוכה אמלוך עליכם, der in eurem Sinne aufsteigende Gedanke wird nimmer zur Wirklichkeit werden, die ihr saget, wir können nun wie die Völker sein, wie die Familien der Länder, Holz und Stein zu dienen. So wahr ich lebe, spricht Gott, mit fester Hand und mit gestrecktem Arm und mit ergossenem Unwillen bleibe ich euer König (Ezech. 20, 32 u. 33).

     

    VV. 21-27.

    …

    הכתובה בספר הזה, das Land und das Volk und dieses Buch, –Palästina, Jissroél und die Bibel – das sind die drei Zusammengehörigen, sich gegenseitig erläuternden, ewigen Bezeugungen Gottes vor den Augen der Völker bis auf diesen Tag.

     „וישלכם“das ist das mit großem ל über die Zerstreuten dieses Volkes für ihr und der Völkerbewußtsein sich aussprechende Wort. Wo immer sie sind, da ist nicht ihre ursprüngliche Heimat, und wo sie sich befinden, da sind sie nicht zufällig dort. Der Gott der Menschen und Völkergeschichte hat sie dorthin „geworfen“. וישלכם, als ein „großes Lamed“, als ein großes „Lehr- und Wahrzeichen“ für die Entwicklungsgeschichte der Völker, vielleicht auch, mit das ש in den Schatten stellendem ויליכם: ל , sie dorthin „geführt“, auch dort in der Verzweiflung aus dem ureigenen Lande, unter den Völkern Seinen Menschheitszwecken – vorbereitend – zu dienen.

     

    V.28 Das Verborgene ist Gottes, unseres Gottes; aber, was offenbar ist, das ist unser und unserer Kinder auf ewig: alle Worte dieser Lehre zu erfüllen.

     

    V. 28

     הנסתרת וגו'An diese Gott und seine Waltung dokumentierende Bedeutung Israels in Exil knüpfen sich weitaussehende in die fernsten Zeiten ausblickende Zukunftsgestaltungen.  Doch diese, als נסתרות, überlassen wir Gott. Was für uns das Offenbare für immer und für jede Zeit das klar Bewußte, Zweifellose ist, das ist: daß, wie sich auch unsere Zukunft gestalten möge und welche Zeiten und Geschicke wir noch zu bestehen haben mögen, unsere und unserer Kinder ewige Aufgabe bleibt überall und immer, im Lande und im Exil: Gottes Gesetze treu zu erfüllen. …

     

    Kap. 30 V. 1 Und es wird geschehen, wenn über dich alle diese Worte, der Segen und der Fluch, die ich vor dich hingeben, so wirst du dir es zu Herzen bringen, unter allen Völkern, wohin Gott, dich verwiesen,

    V. 2 und wirst  ganz bis zu Gott, deinem Gotte, zurückkehren und auf seine Stimme hören, nach allem, was ich dir heute gebiete, du und deine Kinder, mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele.

     

    Kap.30 VV.1 und 2

    …בכל הגוים וגו'  unter allen Völkern, wohin dich Gott zerstreut, bleibst du  trotz aller Wandlungen bis an Ende der Jahrtausende das „Gottesvolk mit dem Gottesgesetze in Händen“, und das ermöglicht und bewirkt, zusammen mit der Erfüllung deines Geschickes, deine endliche Umkehr und Aufkehr und Rückkehr zu Gott und seinem Gesetze. –   ושבת עד וגו', nicht – ושבת אל , welches auch nur eine rückkehrende Richtung zu Gott hin bedeuteten könnte, sondern – עד , du wirst nicht auf halbem Wege stehen bleiben, sondern deine Umkehr so vollständig vollbringen, daß du ganz wieder zu Gott hin gelangt.

     

    V. 3 Und dann wird auch Gott, dein Gott, sich wieder zurückwendend deine Vertriebenen auffsuchen und wird sich deiner erbarmen, und wird dich zusammen sammeln aus all den Völkern, wohin Gott, dein Gott, dich zerstreut

    …Hier ist somit gesagt: es kommt die Zeit, wo die über dich hingegangen Geschicke und das sie dir deutende Buch, das du in Händen hast, ihre Wirkung an dir vollbracht haben und du dann im Exil unter allen Völker mit ganzem Herzen und zur Folge haben, daß dann auch Gott sich dir wieder zuwenden, dich im Exil aufsuchen wird, dir wieder wie in der Vorzeit nahe zu sein.

     ורחמךund nimmt dich mit seinem רחמים , mit der nimmer zu verlierenden Weise der „Gottesgüte“ (2 B.M. S. 492) wieder auf, als Geschöpf seiner weltgeschichtlichen Waltung, als פעלו בקרב שנים , als Sein Werk inmitten der Zeiten (Habakuk 3,2), als נצר מטעיו מעשי ידיו (Jes.60, 21), als die lang bewahrte Blütenknospe seiner wiederholten Pflanzungen, als das Werk seiner Hände, das nun für seine endliche Blütenherrlichkeit reif geworden.

     ושב וקבצךund sammelt dich wieder aus allen Völkern, unter welche er dich zerstreut, zu einer Volkeseinheit zusammen.

     

    V. 4 Wenn aber auch einer deiner Verwiesenen am Ende des Himmels sein wird, wird von dort Gott, dein Gott, dich zusammen sammeln und von dort zu sich nehmen.

     

     נדח, נדחך, das verstärkte נדה , von sich entfernen, verweisen. יקבצך , er sammelt alle, selbst den vereinzelten, in die weiteste Ferne Verschlagenen deiner Zerstreuung zusammen, und יקחך , nimmt dich wieder zu sich für deine ausschließlich Ihm eignende Urbestimmung, wie er es bei deiner ersten Erlösung und Erwählung gesprochen:  ולקחתי אתכם לי לעם(2 B.M. 6, 7).

     

    V. 5  und Gott, dein Gott, dich heimbringen zu dem Lande, das deine Väter einst in Besitz genommen, und wird dich nun noch in größerem Maße als deine Väter beglücken und vermehren.

     

     והביאך וגו', und bringt dich heim zu dem Lande, daß du bereits zweimal in Besitz genommen, einmal durch deine Väter und Moses und Josua, welche Besitznahme durch die babylonische Eroberung verloren gegangen war, und dann, nun für immer unverlierbar, als das Exilsvolk unter Esra (siehe zu 4 B.M. Kap. 15, 18)

     

    VV. 8 – 10.

    …Mit diesen klaren und unzweideutigen Sätzen (Verse 1 – 10) ist nun aber der unerschütterlichen Granitboden gelegt, auf welchem noch heute das Judentum der Gegenwart und in aller Zukunft hin besteht. Klar und unzweideutig ist daקבוץ גליות : die noch von uns zu erwartenden Wiedersammlung aus der Zerstreuung zur Gesamtrückkehr in das Land der Verheißung, und ebenso klar und unzweideutigנצחיות התורה:  die unveränderlich bleibende Verpflichtungskraft des uns durch Moses übermittelten Gesetzes ausgesprochen. Nur eine volle Rückkehr zur unverbrüchlichen Treue gegen dieses Gesetz in aller Zerstreuung unter die Völker endet diese Zerstreuung, und nur die endliche volle Verwirklichung dieses Gesetzes auf dem Boden des ihm angehörigen Landes ist das Ziel der einstigen Wiedersammlung in demselben. Diese klaren und unzweideutigen Aussprüche Gottes machen alles zu Schanden, was von einer Antiquierung Jissroéls und seines Gesetzes Geister und Gemüter irre führend doziert werden möchte.  Nicht einer abgestorbenen Vergangenheit, der lebendigsten Gegenwart und der hoffnungsreichen Zukunft gehören beide an, und nur an der Hand einer ungetrübten Anerkennung und Würdigung dieser Wahrheit und eine rückhaltlosen, freudigen Hingebung an diese Bestimmung finden wir in jeder Zeit das gottgefällige Rechte und aus jeder Zeit den Weg zum gottgewiesenen Heil. הנסתרת לד' אלדינו והנגלות לנו ולבנינו עד עולם לעשות את כל דברי התורה הזאת, das war am Schlusse des vorigen Kapitels zu unserer  Orientierung in den Zeiten des Exils gesprochen und die darauf folgende Enthüllung der unser wartenden Zukunft bildet dazu den Kommentar. –      

    03-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    02-09-2021
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    הפטרת אתם נצבים

      

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Nezowim

     

    Jesajas Kap.61, Vers 10

     

    Der Prophet spricht aus der Seele Jissroéls, das er im Geiste am Ziele erblickt. Er steht noch ganz unter dem tiefen Eindrucke der unmittelbar zuvor ausgesprochene Verkündigung, die mit den Worten schloß: „Kenntlich wird Jissroéls Same sein unter den Nationen und ihre Sprossen inmitten der Völker: alle, die sie sehen, werden sie erkennen, daß die eine Saat sind, die Gott gesegnet hat.“ Daran schließen sich nun die dem schwellenden Hochgefühle entströmenden Worte unseres Verses. –

     

    Das Heil, ישע, ist die Folge, das „Sichkleiden in das Priestergewand der Pflichttreue“ ist der Grund. Indem Gott, mich, Jissroél, zur Pflichttreue erzog und mich damit menschheitpriesterlich weihte, hat er mich zugleich des höchsten irdischen Glückes wie würdig so auch teilhaftig gemacht. Diese Würdigkeit wird in der zweiten Vershälfte in ungemein charakteristischer Weise zum Ausdruck gebracht. Dabei wird von einer Anschauung ausgegangen, die der gewöhnlichen vollständig entgegengesetzt ist. Denn eine geradezu ideale Vollendung der Persönlichkeit setzt es voraus,  wenn der Bräutigam seinem Festgewande nicht Hoheit und Würde verdanken, sondern priesterliche Weihe und Hoheit verleihen soll. Und ferner ist es die feinsinnigste Zeichnung weiblicher Anmut, wenn von einer Braut gesprochen wird, die ihren Gewändern und ihrem Schmuck erst in Wahrheit Schönheit verleihen. So werden, im schärfsten Gegensatze zur Vergangenheit, die irdischen Güter durch die herangereiften Söhne und Töchter Zijauns ihre reinste und edelste Verwendung gewinnen.

    …

    Kap.62, V. 1-5  Es ist der Prophet als Jissroéls Genius, der im Hinblick auf die eben verkündete Herrlichkeit das Gelöbnis ausspricht, um Zijauns und Jeruscholoims Willen nicht zu ruhen, bis ihre Pflichtgerechtigkeit wie die Morgenröte und ihr Heil wie die Flamme aufleuchte. Dann wird auch die Zeit der Verkennung geschwunden sein (V.2), Völker werden deine Gerechtigkeit und Könige deine Herrlichkeit schauen. Der „neue Name“, den erst „Gottes Mund bestimmen“ werde, weist auf eine alle unsere Vorstellungen überragende Hoheit und Innigkeit der Beziehungen Jissroéls zu Gott und zur Menschheit hin, die in diesem Namen ihren Ausdruck finden werde. Diese Bedeutung selbst aber wird V.3 in der Bezeichnung des Jissroélideales als „Krone und Diadem in der Hand Gottes“ ausgesprochen. Der Menschenkreis, der unter der erziehenden Einwirkung Gottes in freier Betätigung seiner  Selbstbestimmung seinem ganzen Leben das Gepräge des dem göttlichen Schöpferwillen entsprechenden Menschenideals zu geben verstand, ist selbst die sprechendste Verkündigung der Gottesherrschaft, leuchtender als Krone und Diadem. Es ist die für die ganze Menschheit „wirksamste“ Bekundung: ביד ה' es ist die teuerste Errungenschaft: בכף ה'; denn יד bezeichnet stets die tätige, wirkende, כף die besitzende, festhaltende Hand. In den beiden folgenden Versen, 4 und 5, wird sodann in Tönen höchster Liebe die Seligkeit der Wiedervereinigung Jissroéls mit Zijaun und mit seinem Gotte und die Paradiesherrlichkeit im jüdischen Lande verkündet. – „ Wie ein Bräutigam sich mit seiner Braut freut, freut sich über dich dein Gott!“ – Mann kann an solchen Aussprüche nicht vorübergehen, ohne sich zu fragen, wie es möglich sei, die Bücher des sogenannten „Alten Testamentes“ in der Hand, mit eiserner Stirn ein Jahrtausend lang das Märchen von den flammenden Rachegott aufrechtzuhalten, als welchen allein das Judentum Gott kenne, während es erst eine Tochterreligion vorbehalten gewesen sei, in der höheren Auffassung Gott als den Gott der Liebe und des Erbarmens zu verkünden!

    …

    Kap. 63 V.9  Und auch bis zur Stunde der Erlösung hat Er stets mit seinen Kindern gefühlt, wie das hier in so unendlicher Milde und Innigkeit ausgesprochen wird: „Ihm war eng, wenn seine Kinder in Not waren“ –, wenngleich von dieser Teilnahme dem nur das Äußere wahrnehmenden Blicke der Menschen nichts erkennbar war, – das Kethib לא bezeichnet die Erscheinung, das Keri לו, die Wirklichkeit, das Wahre Wesen – ומלאך פניו הושיעם: der Bote seiner Vorsehung, die von Ihm gestalteten und gelenkten natürlichen Verhältnisse haben Jissroél gerettet, ja Er selbst hat sie emporgehoben und alle Zeiten durchgetragen. Jissroél spricht es hier aus, wie seine ganze Erhaltung die Jahrtausende seiner Geschichte hindurch eine große ununterbrochene Kette von Gotteswaltungen war, bei denen teils Gott sich der natürlichen, von ihm nur zu bestimmten Zwecke gelenkten Kausalitätsverhältnisse bediente: מלאך פניו הושיעם, die sich aber auch teils als unmittelbare Gottestaten darstellen: הוא גאלם. Unsichtbare und sichtbare Wunder, in vielfachem Gegensatze zu dem sonstigen Pragmatismus der geschichtlichen Ereignisse, sie bilden das charakteristischen Gepräge der jüdischen Geschichte.

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 359 – 368   Kommentar zu Jesajas Kap. 61 V.10…) 

    02-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    01-09-2021
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    נצבים פרשת

     

    Belehrung und Mahnung zur Wochenabschnitt

    Nezowim (Auszug)

    …

    היא ישבה בגוים לא מצאה מנוח klagt der Prophet (Echa 1,3) „ Es saß unter den Völkern und fand keine Ruhe“. Und die Weisen erinnern an denselben Ausdruck im Thoravers (Gen. 8,9): ולא מצאה היונה מנוח לכף רגלה Die Taube fand keine Ruhe für den Ballen ihres Fußes.“ – Inmitten der Völker der Erde sollte das jüdische Volk, getragen von Gott schützender Nähe, ruhig Sicherheit finden und in der Pflege des Menoralichtes der Thora seiner von Gott ihm erteilten Lebensbestimmung entsprechen. In verhängnisvoller Verblendung verkannte Jissroél seinen Beruf, von dessen treuer Erfüllung sein Wohl und sein Wehe abhing. Und da ereilte es das strafende Gottesverhängnis, wie es ihm Mausche prophezeit hatte. Zerstreut ist es unter die Völker, und da umbranden es seitdem die מבול-Fluten des Hasses und der Verfolgung, aus denen nur die rettende Arche der Thora ihm Schutz und Sicherheit zu geben vermag – לך עמי בא בחדריך וסגר דלתיך בעדך וגו' עד יעבור זעם Gehe, mein Volk, komme in deine Kammern, schließe deine Thoren hinter dir, bis der Zorn vorübergegangen (Jes.26,20), ruft ihm mahnend der Prophet zu und weist ihm den einzigen Weg zur Rettung. Und sooft es geglaubt hat, in Zeiten der Milde, da die unwirtlichen Fluten nachzulassen schienen, durch Preisgabe seiner Thora inmitten der Völker „Ruhe zu finden“, hat es noch stets sich jämmerlich getäuscht: die wieder ansteigende Flut hat ihm noch immer die bitterste Enttäuschung gebracht. –

    Zurück in die Arche! Dazu aber genügt noch lange nicht, והשבת אל לבבך בכל הגוים אשר הדיחך ה' אלקיך שמה daß das Herz sich dem „Judentum“ erschließt, ושבת עד ה' אלקיך der Weg des Juden muß zurückführen „bis zu Gott, deinem Gott“. Jissroél gleicht der Taube, die, auch wenn der Schechita über sie verhängt ist, nicht wie andere Vögel sich sträubt, sondern willig ihren Hals der Schechita hinstreckt. Hat Jissroél den Weg bis zu Gott zurückgefunden, dann muß es auch die Kraft zur freudigen מסירת הנפש, zur rückhaltlosen Hingabe an Gott aufbringen, die bereit ist, das flüchtige Leben auf Erden der Treue gegen Gott und seine Thora hinzuopfern כי עליך הורגנו כל היום!

    Hat sich aber Jissroél wieder zu seinem wahren Beruf zurückgefunden und findet es in der Pflege der Menora seine einzige Bestimmung auf Erden, dann darf es getrost und zuversichtlich in der „Isolierung“ verharren, die die „Arche“ ihm auferlegt. Diese Isolierung wird keine ewige sein. Wie die Pflege des Öllichtes der Thora, zunächst Priesterhänden anvertraut, doch חקת עולם לדרתם מאת בני ישראל (Ex. 27,21) für alle Zeiten heiligstes Anliegen ist es, der den jüdischen Namen trägt, so kommt der Augenblick, da auch draußen in der von מבול-Fluten erfüllten Welt die Thora den Ölbaum für ihre Nahrung findet. –

    Wird „zur Abendzeit“ sein (Sech. 14,7), da wird die Taube mit dem ‚Olivenblatt im Mude“ die frohe Botschaft bringen, כי קלו המים, daß die מבול-Fluten gewichen, daß das Licht der Thorawahrheit sich anschickt, die Finsternis zu verdrängen, die bis dahin die Erde deckt. Und das wird der Augenblick sein, da Jissroél, das taubengleiche,  nach banger, banger Leidenszeit die Arche seines Galuth verläßt,  um dem heimwärts führenden Rufe Gottes zu folgen ושב וקבצך מכל העמים אשר הפיצך ה' אלקיך שמה.

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung fünfter Teil Deuteronomium  J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1936 S.55-60

    01-09-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    31-08-2021
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    Synopsis of a Special Address by Rabbi Leo BRESLAUER
    of Congregation Kehilas Yaakov of Washington Heights

     

     

    My friends, all of Kehillas Yaakov!

     

    Although I had already given notice in our Board some times ago, I am sorry that by force of circumstances I had to delay my appearance before you. Now, that we have moved to Monsey, we are in the situation of a Niftor M’Chaveiro, one who parts with his friend and does not want to be forgotten. We in Monsey will surely never forget you. After all those forty years how can we forget so much of our individual life span. But you are a Tzibbur, your timing is different.

     

    I would like to follow the advice of Chazal; they said: “If, Chaveirim are parting with each other, it should be done by a D’var Halocho. Being Chaveitim they belong together, and a D’var Halocho can keep them together even while separated by the longest distance.

     

    We are now in the Parshios Nitzovim-Vayeilech. These two words reflect our problem. Nitzovim means remaining firmly, and is a Loshon Rabbim, plural, referring to K’lall Yisroel. But Vayelech means moving, and is Loshon Yochid, referring to a single person. Even though he was Moshe Rabbeinu, yet he was a mortal individual and the Tzibbur would still remain long after him. And also he might have been concerned about being forgotten, were it not for the Toras Moshe which made him unforgettable.

     

    So, I came now to take leave from you with two Divrey Halocho.

     

    First, a D’var Halocho on Vayelech. It is a matter of Hashkofo. I will try to be very precise. Moshe Rabbeinu had to teach Shiras HaAzinu to B’nei Yisroel so intensively that it would never be forgotten. Its essence is: Heaven and earth are made witnesses by their Creator that: “Hashem bodod yanehenu ve’ein lmo Eil Neichor.” Hashem alone shall guide His people and no strange god with him.

     

    About 65 years ago, in Kattowitz, the Agudas Yisroel World Organization was founded expressively for the purpose to put up an absolute negating factor against the worldwide wide Zionist movement, which denied and opposed the belief in Shomer Yisroel. Political Zionism, the very Eil Neichor, declared that the Jewish nation cannot rely on Hakodosh Baruch Hu for its survival. It must normalize itself by establishing a secular Jewish national statehood, independent of HaShem and His Torah. Real Meenus (atheism). To make bad worse, political Zionism, characteristically prone to disguise, insisted on Admas Kodesh (the Holy Land) for its unholy statehood, thus turning the Meenus into the gravest tempting test for Torah true Achdus. A real Satan. In the year 5709, the United Nations recognized a part of Palestine as a territory of the Zionist State and so gave unwittingly recognition to the worst global Chilul Hashem, which – to our shame – was seconded by the prompt silencing of protesting Ma’aminim (Faithful) among us.

     

    Now, again a Knessio Gedaulo of Agudath Yisroel World Organization in Jerusalem is in the making, but the genuine Agudath Ysroel World Organization of Kattowitz -- faithful to her raison d’être for the sake of K’vaud Shomayim -- would never parade in a Jewish national state of secular normalization, which l’maan Hashem should never have come into being -- even without enjoying the facilities of the capital and official felicitations.

     

    So, who is who?

     

    As long as Torah-political truth is basis Hashkofo in Kehilas Yaakov, we will be united in mutual remembrance.

     

    Second, a D’var Halocho on Nitzovim:  Areivus as responsible in behalf of the Tzibbur. Rabbon Gamliel, in the second peirek calls it “La’aruk im hatzibbur le Shem Shomayim.” Also we all being members of our Kehillas Yaakov, must be concerned about it, although not all in the same way.

     

    First of all, those who do the administrative or fulfill specific congregational functions or represent K.Y. in social and public life. Also those who are learning Torah or teaching it. Then, those who take part in making K.Y. an Eido of Yereim morning and evening. And even those who just say “Omein”. Those last ones are far from being the least ones.

     

    You probably heard about New Square, a Chassidic village in Spring Valley. They had a beautiful Shul and in it a small cheder where the Rebbe could be by himself, to daven and meditate. One day, a fire destroyed the Shul but the cheder survived unharmed. Someone asked the Rebbe, “Is it true?” and he answered, “It is; but why are you so amazed by it? In my cheder there is never Sichas Betello, no shmuessing during the davening.”

     

    The Sh’mone Esre is primarily a substitute for the daily Korban Tamid in the Beis Hamikdosh. Just as one lamb was offered for K’lal Yisroel, all united by the common Shekel, so its substitute is the Sh’mone Esre, said by one man for the entire Tzibbur, all united by the common “omein”, in other words, the loud repetition of the Sh’liach Tzibbur. Nobody would have dared to shmuess during the offering of the Korban Tomid in the Beis Hamikdosh, the House of the Shechino. Nobody should dare to schmuess during the loud Sh’moneh Esre in our Mikdosh M’at, also a House of the Shechino.

     

    This is the meaning of the sign over the Aron Hakodesh: “Da Lifnei Mi Ato Omed.” No schmuess even with the best friend, not even a word of Torah, only “Omein”. If this is not done, then, chas vesholom, our Beis Haknesses is not properly shielded, in spite of all insurances. But those who resist all temptations and say “Omein” and only “Omein” in the loud Sh’mone Esre because they feel responsible for the Tzibbur, even the ladies on their balcony, they, that are “oskim im HaTsibbur LeShem Shomayim” in the fullest sense of the word “Ve’Lezidkosom Omedes l’ad.”

     

    Now you might ask: Is this mutual remembrance among people really so important?  Perhaps is it just a human frill? You are right: If just among people, it can be just unimportant. But our remembrance of two or more B’nei Yisroel is through a D’var Halocho which is Torah, and Thora is always remembered by HaKodosh Boruch Hu, thus performing the very important union of Hakodosh Boruch, Torah and Yisroel.

     

     It is just what we are praying and hoping for in these days of Slichoss “Zochreinu LeChayim, Melech Chofetz BaChaim.”

     

    May Hakodosh Boruch Hu grant us this Z’chiro, all of us and K’lall Yisroel, today and forever, omein!

     

    Source: The Jewish Guardian Archive

    Vol 2 Number 5 1982

    31-08-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    30-08-2021
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    Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER

                 (1894-1983)

     

    ובקשו

     

    „Ein  jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ von  Leo BRESLAUER. Frankfurt am Main  5695/1935





    30.      Politik

    „ Die Geschichte des Gottesstaates ist seinem Volke Wissenschaft fürs Leben.  In ihrem Lichte zeigen die Lebensinteressen des Judentums ihre hinreißende, ehrfurchtgebietende Größe.

    Die jüdische Lebensinteressen zu vertreten geziemt nur dem, der sie versteht. Wirklich  verstehen kann sie aber nur, wer sie nicht bloß kennt, sondern anerkennt  und in ihnen lebt, wer also unser taurogründiges Gottesvolkstum bejaht, das Goluß respektiert, das historische Gesetz des Gottesstaatsvolks auch fürs eigene persönliche Schicksal anerkennt und dementsprechend seine private Lebensführung taurotreu gestaltet. Hast du vor dem Steuerzettel deiner schwachen Gemeinde (selbstverständlich der echten) so Respekt, wie vor dem ein staatlichen machtgestützten Finanzamtes? Ist die mündliche Tauro der Webstuhl deiner Weltanschauung ? Gibt dir das heilige Schrifttum Heimat- und Bürgerkunde einer gegenwärtigen Vergangenheit und Zukunft? Hast du den modernen Abstand von den קרבנות und von der gesunden Rigorosität jüdischer Gesellschaftsauffassung heil überwunden? Deutet die einwärts weisende M’suso an deinen Türen auch auf die Küchen-, Kleider und Bücherschränke deiner Wohnung als Geltungsbereiche deines Königs im Himmel und seiner Tauro auf Erden? Nur wer  gottesstaatlich zu denken, zu wollen und zu fühlen vermag, nur wer als Untertan Gottkönigs empfindet, ist würdig, die jüdischen Angelegenheiten zu führen.

    Aber jeder, Juden und Jüdin, ist dazu berufen, sich von Jugend an zu solcher Würdigkeit zu ertüchtigen. Er muß wissen, wie er die auf seinen Schultern ruhende Belange anderen Menschen gegenüber bestens wahrzunehmen hat, damit der Name unserer Gottheit, des Weltenkönigs, durch ihn geheiligt werde; darf leider auch nicht vergessen, daß er angesichts der Internationale des Hasses, die sich vom Märchen unserer Rätselhaftigkeit nährt, immer und überall die Gesamtheit vertritt.

    Jeder ist berufen. Und die Berufung birgt in sich zugleich die Verheißung des רוח הקודש. (irgendwie auch heute noch) für den, der „weise die Worte der Tauro wahrhaft in sich aufnimmt, sich täglich grämt und sorgt um die Ehre des Heiligen g.s.E. und um die Ehre Jißroeils, und der mit unstillbarer Sehnsucht nach der Ehre J’ruscholajims ausschaut und nach dem Heiligtum und nach dem erlösenden Heil, daß es bald aufsprieße in unseren Tagen, und nach der Sammlung der Heimatlosen“. Diese Berufung warnt aber auch vor golußmüder Ungeduld, und mahnt, jede Gegenwart ganz ernst zu nehmen und den Zweck und Erfolg auch des scheinbar zukunftslosesten alltäglichen  Pflichtendienstes ganz und gar der obersten Führung Gottkönigs zu überlassen.

    Goluß zersplittert, macht unstet und stellt jeden auf sich allein. Wer heute noch im Schoße einer soliden, ideal geleiteten Gemeinschaft wohnt und jüdisch politische bestens umhegt und versorgt ist, kann morgen schon gezwungen sein, wie ein Posten auf einsamer Wache sich allein mit anderen auseinanderzusetzen.  Die Anderen warten auch gar nicht, bis man zu ihnen kommt, am wenigsten heute bei der rasend wachsenden Kommunikation aller mit allen kraft der enormen Entwicklung des Verkehrs, des Nachrichtenwesens und damit zusammenhängend des Organisierens. Und bei allem, was in Bild oder Schrift, in Wort und Tat auf dich flöht, mußt du wissen, wie du demgegenüber richtig zu denken, zu fühlen und zu handeln hast…“

    „ Und schließlich ist doch grade mitten in der besten Gemeinschaft jeder Mitmensch und Genosse achtbar und schätzenswert genug, ihn insofern als einen „anderen“ zu betrachten, daß du dem Verhalten zu ihm nicht dem Ungefähr überläßt. Das aber heißt, politisch sein…“

    Wie gehabt ist das Obenstehende eine Leseprobe und es freut uns hiermit   – in Beilagen –  eine weitere (die vorletzte) Skizze (S. 91 bis 97) aus dieses rabbinische Meisterwerk vollständig zu liefern:

    Bijlagen:
    BRESLAUER Leo Uwakschu 91b.jpg (112.7 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 92.jpg (130.7 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 93.jpg (115.9 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 94.jpg (126.8 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 95.jpg (126.5 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 96.jpg (131.4 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 97.jpg (117.6 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 98.jpg (37.7 KB)   

    30-08-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    29-08-2021
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    Der Monat אלול – Der Monat der Rückkehr

    ימי סליחות.

    Die Tage der Sühne

     

     

    Im Monate Elul finden wir keinen Tag, welcher durch ein Fest ausgezeichnet wäre, doch ist der ganzen Monat ernst und weihevoll, denn er ist in unserer Zeitrechnung der letzten Monat des Jahres, der Monat, der den Tagen des Gerichtes Roschaschono vorangeht und uns darum zu besonders inniger Beschäftigung mit uns selbst, zur Betrachtung unserer Lebensaufgabe anregt.

     

      In den letzten Tagen dieses Monates werden in ganz Jissroél besondere innige Gebete verrichtet. Schon vor Tagesanbruch, ehe das gewöhnliche Morgengebet verrichtet wird, versammelt sich das Volk in den Synagogen, um das scheidende Jahr durch aufrichtige Bußgebete zu beschließen. Viele andächtige Beter fasten auch freiwillig an diesen Tagen, die ganze Gemeinde fastet gewöhnlich am ersten Tage der Selichoth und am Tage vor Roschhaschono,  da gedenken sie bereuend so manchen Fehltrittes des verlorenen Jahres, fassen edle Entschlüsse für die Zukunft und streben, durch Ausübung guter Werke sich mit ihrem Gewissen auszusöhnen, um an den herannahenden heiligen Tagen des Gerichtes rein vor Gott erscheinen zu können.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 419  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

     

    29-08-2021 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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