Foto

Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
(1808-1888)

Foto
Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH
(1833-1900)
Foto
Rabbiner Dr. Salomon BREUER
(1850 - 1926)
Foto
Rabbiner Dr. Raphael BREUER
(1881-1932)
Foto
Reb Julius HIRSCH
(1842-1909)
Jubelsinget, Gerechte, in Gottesanschauung, den Geraden geziemt Thatenoffenbarungslied (Psalm 33)

ברוך הבא!    السلام عليكم!

 

Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Jodendom tegen Zionisme


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’étude YECHOUROUN, Judaïsme contre Sionisme.

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Torah. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Judentum gegen Zionismus.

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Judaism against Zionism.

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

Inhoud blog
  • Samson Raphael HIRSCH: Aus dem kommentar zur Wochenabschnitt BOLOK
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Bolok
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Bolok
  • Jacob Israel DE HAAN „Bei König Feisul und Emir Abdullah“
  • Aus dem „politischen” Testament Rabbiner Hirsch’s (5)
  • Psalm 109,28 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Bolok
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt CHUKASS
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Chukass
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Chukass
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER Programmrede auf der Konferenz von Kattowitz
  • Aus dem „politischen” Testament Rabbiner Hirsch’s (4)
  • Psalm 106,32 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Chukass
  • Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER: „Hawdolo”
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt Kaurach
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Kaurach
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH: Kommentar Segenspruch „…der dem Hahne Verstand gegeben zu unterscheiden....“
  • Aus dem 'politischen' Testament Rabbiner Hirsch's (3. Auszug)
  • Sprüche 24,21 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Kaurach
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt SCHELACH LECHO
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar Schelach lecho
    INTERESSANTE LINKS
  • ANTIQUARIAAT BOEKHANDEL SPINOZA
  • 'DER ISRAELIT'
  • Mehrsprachige Seite „Yakov RABKIN, Historian and Author“
  • MUSLIM BRIDGES
  • Int'l Middle East Media Center
  • EUROPEAN JEWS FOR A JUST PEACE EJJP
  • The Palestine Information Center (PIC)
  • www.islamverurteiltantisemitismus.com
  • PALESTINA IN DE MEDIA
    NOG MEER INTERESSANTE LINKS
  • PEACE PALESTINE (UK)
  • CENTRE D'INFORMATION PALESTINIEN
  • PALESTINE CHRONICLE
  • DESERTPEACE
  • TIKUN_OLAM
  • International Middle East Media Center
  • PALESTINIAN CAMPAIGN FOR ACADEMIC & CULTURAL BOYCOT
  • INTERNATIONAL SOLIDARITY MOVEMENT GERMANY
  • JEWS OF LEBANON
  • ALAN HART DIARY
    NOCH MEHR INTERESSANTE LINKS
  • COMPACTMEMORY.DE
  • MONDIALISATION.CA
  • Crossing the Crescent.
  • CAMPAIGN TO END ISRAELI APARTHEID, Southern California
  • PALESTINIAN MOTHERS
  • 14 Friends of Palestine
  • AL-ADALA GERECHTIGKEIT
    LINKS
  • MONDOWEISS
  • CAMPO ANTIIMPERIALISTA Ribellarsi è necessario
  • Yeshiva University On Line
  • ISRAEL VERSUS JUDAISM
  • Zoeken in blog

    Archief
  • Alle berichten
    62 JAAR NAKBA, 62 JAAR THORAVIJANDELIJKE ZIONISTISCHE STAAT, WEG ERMEE!
    Foto

    Rabbiner Josef Chaim SONNENFELD
    (1848-1932)

    Foto

    Dr. Jacob Israël DE HAAN
    (1881-1924)

    Foto
    Dr. Nathan BIRNBAUM
    (1864-1937)
    Foto

    Rabbiner Pinchos KOHN
    (1867-1942)

    Foto

    Rabbiner Ernest WEILL
    (1865-1947)

    Foto
    Foto
    Foto
    IVJ exposes the vicious Zionist oppression of religious Jews who object to serve in the IDF, or protest its regime.
    Foto
    JESCHURUN
    Judentum gegen Zionismus
    30-05-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Bechukaussai
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת בחקתי

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Bechukaussai

     

     

    Jeremias, Kap. 16, Vers 19 und folgende

     

    Die Sidra enthält die große Geschickesoffenbarung, die sich an uns vollziehen werde, je nach der Gott und seinem Gesetze zugewandten Treue oder Untreue. Das Prophetenwort entströmt einem Manne, der Zeuge der großen Katastrophe, des Untergangs von Tempel und Staat war.

    Jedoch ist es nicht ein Wort der Klage, das uns entgegentönt, nicht der auf den Trümmern Jerusalems klagende Prophet ist der Jeremias, dessen Wort wir hier vernehmen. Es ist vielmehr der über die trübe Gegenwart hinausschauende, von schwellendem Hochgefühl erfüllte nationale geistige Heros.

     

    Wohl schaut er alle Kämpfe, alle Verfolgungen, denen sein Volk ausgesetzt sein wird in der Flucht der Zeiten, aber er schaut auch, wie das äußerlich Unterdrückte in Wahrheit der Sieger, und wie die Erhaltung des aller sonstigen Stützen beraubten, nur von Gott getragene Jissroél eine so laute Verkündigung der Wahrheit des von ihm getragenen Gotteswortes sein werde, daß den Völkern endlich die Binde von den Augen sinken und sie erkennen werden, daß von allen Überlieferungen ihrer Väter nur das aus dem Judentum stammende Wahrheit, alles andere Lüge sei.

     

    Kap.16, V.19 אך שקר נחלו וגו' Rückwärts schauend werden die Völker zur Erkenntnis kommen, daß das, was ihre Väter von deren Väter ererbt und auf sie weiter überliefert hatten, Lüge war. Es gibt Traditionen des Wahns. Der bekannte Lessing’sche Satz, daß ein Jeder berechtigt sei, den Überlieferungen seiner Väter zu folgen, ist nur in dem Sinne zulässig, daß jeder den anderen zu dulden habe, keiner sich das Recht anmaßen dürfte, zu bestimmen, was der andere für wahr halten solle. Objektiv jedoch birgt der Satz die Verneinung der inneren Wahrheit aller Überlieferungen. Denn wenn es eine Wahrheit ist, daß  a = a ist, so kann es nicht gleichzeitig eine Wahrheit sein, daß a = nicht a sei. Hier aber wird die feste Zuversicht aus Jissroéls Seele ausgesprochen, die Wahrheit, auch wenn Jahrtausende mit Feuer und Schwert verfolgt, werde endlich als Wahrheit, und der Wahn, auch wenn Jahrtausende mit Schwert und Feuer behauptet, werde endlich als Wahn erkannt werden.

     

    ואין בם מועיל Sie werden es erkennen, daß ihre Traditionen außer Stande sind, ihren Bekennern das Heil zu begründen.

     

    V.20 היעשה לו אדם אלהים. Denn wie könnten Menschen sich Götter machen, da sie doch selbst nicht Götter sind! „Das ist der Riss in die Binde, die seit Jahrtausenden die Augen der Menschen gefangen hält. Ist ja die Binde nichts anderes, als der Wahn, es habe der Mensch sich seinen Gott zu produzieren! Es könnte der Mensch, es könnten die Menschen, es könnte die Menschheit in Allvereinigung, wenn sie nur ihre besten geistigen und materiellen Kräfte einig zusammentäten, sich eine ewige Stütze ihres Daseins, sich einen ewigen Träger ihrer Wohlfahrt, sich den Gott ihres Seins und ihres Heiles schaffen! Diesen ihren Gott sucht die Menschheit, seitdem die Pforten des Paradieses hinter ihnen zugefallen, und sie die Stimme Gottes nicht mehr wandeln hört in dem von Ihm für sie gepflanzten Eden. Diesen Gott sucht der Wilde in seinem Fetisch, sucht der Heide in seinem Bilde, sucht der moderne europäische Denker in dem Prinzipe, auf welches er das schwanke Weltenheil dauernd gründen möchte. Alle vergessen sie, daß nur ein Gott Götter zu schaffen vermöchte, vergessen, daß sie selber nicht Götter, selber nur beschränkte Geschöpfe deß seien, der sie und die Welten schuf, daß die Welt längst vor ihnen und ohne ihnen geschaffen dastehe und alles Weltenheil nur dauernd auf den zu gründen sei, der die Welt und sie geschaffen.“      Jeschurun III. S.550 f. Wir verweisen auf die dort gegebene Erläuterung dieses Kapitels.

     

    V.21 בפעם הזאת Dieser welthistorische „Schritt“ ist die Zerstörung von Staat und Tempel und die Erhaltung des jüdischen Volkes. In dem einen offenbart sich die Gerechtigkeit, in dem anderen die Liebe und Gnade übende Gotteswaltung; Je wird hier ידי, diese גבורתי genannt. In charakteristischem Gegensatz zum Heidentume, das in der Schrecken einflössenden Göttermacht das Hauptattribut ihrer Größe findet, begreift die jüdische Wahrheit gerade das Sein und Kraft spendende, gnadenreich erhaltende Liebeswalten Gottes als eigentliche Offenbarung der göttliche Allmacht. Was jene Rechtswaltung der יד ה' lehrt, wird unten V. 5-8 ארור הגבר וגו', was die Liebeswaltung der göttlichen Allmacht, גבורת ה', lehrt, wird V. 7-9,   ,ברוך הגבר וגו'ausgesprochen.

     

    Kap.17, V.1 חטאת יהודה וגו' ולקרות מזבחותיכם Eigentümlicher Weise haben die Erklärer durch Übersehen oder missverständliche Auffassung des כם- , während bis dahin in der dritten Person gesprochen wird; sich das Verständnis des tiefen Sinnes dieses Verses verschlossen. Der Gedanke ist: Nichts ist so bekannt und wird mit solcher Beflissenheit stets aufgefrischt, wie das Sündenregister der „verdammten Juden“. Und dennoch  verdanken die Menschen alles, was sie von Gott und von dem Verhältnisse des Menschen zu Gott, also von dem eigentlichen Menschenwesen und der ewigen Menschenbestimmung wissen, nur „euch“, sind sie für alles dieses hingewiesen auf die Wahrheit, die von der Höhe eurer Altäre strahlt.

     

    V.2 כזכר בניהם מזבחתם וגו'. Dieses „ihre Altäre“ steht im Gegensatz zu den eben genannten „euren Altären“. Wenn ihre Enkel einst zurückschauen und die Väter ihrer Vorzeit an den Götteraltären des Wahnes und eines entsittlichenden Kultus knien sehen, dann ragst du, Juda, ihnen in deiner Einzigkeit einsam empor, steht ihnen da wie ein aus unbekannten Höhen herabgestiegener Bewohner der Berge, der freilich fremdartig absticht gegen all das Leben, das in der Ebene sich entfaltet, der kein Teil nimmt an all dem Üppigen, das in der Ebene blüht, in dem aber ein Höheres, Frischeres, Gesünderes, Ursprünglicheres weht. Bist freilich arm an Allem, was dort in der Ebene gilt! Deine Heere sind gefallen deine Schätze sind geplündert, du bist tief hinabgesunken – nichts ist dir von deiner früheren Größe in die Niedrigkeit gefolgt als – dein eigentliches, dein geistiges Erbe, das dir Gott gegeben. Es hast du mit hinausgerettet aus dem Zusammensturz deines übrigen Glückes und mit diesem deinem geistigen Schatz in Busen tratest du in Knechtesdienst bei deinen Feinden, auf daß du überall das Gotteswort der Erlösung bringest  und die Menschen durch dich die Wahrheit lernen:

     

    V.5. ארור הגבר וגו', Fluch blüht so lange auf Erden, als die Menschen auf Menschen bauen, nur in dem Schaffen des Menschen ihren Träge erblicken und sich nicht fest und einzig an Gott anklammern.

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 230 -234  Kommentar zu Jeremias Kap 16 V.19…) 

    30-05-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    29-05-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Bechukaussai
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

     

    בחקתי

     

    Belehrung und Mahnung zur Wochenabschnitt

     BECHUKAUSSAI

     

    ואם באלה לא תוסרו לי והלכתם עמי קרי, והלכתי אף אני עמכם בקרי,

     

    „Und wenn ihr durch dieses euch von mir nicht erziehen lasset und mit mir in Zufall wandeln werdet, so werde auch ich mit euch in Zufall gehen.“ –

    Diese Worte göttlicher תוכחה, die wir vorhin gelesen, werden von den Weisen (ת"כ) also erklärt: אמר הקב"ה אתם עשיתם את דיני עראי בעולם אף אני אעשה אתעם עראי בעולם „Gott spricht: ihr habt mein Gesetz zum Zufälligen in der Welt gemacht, so werde ich auch euch zum Zufälligen machen“.

     

    Tage und Wochen  heißt uns das Gottesgesetzt zähen die vom Peßach, das uns Erlösung und Freiheit gebracht, uns zum Feste der Thora führen. Diese Sefira-Tage haben sich in unsere Galuth-Geschichte mit traurigen und doch stolzen Erinnerungen verewigt. Sie erzählen von unsäglichem jüdischen Leid, aber auch von jüdischer Größe und Stärke, die nicht zögerte, für Gott und sein Gesetz selbst den Opfertod auf sich zu nehmen. Inmitten seiner erschütternden Ohnmacht und Wehrlosigkeit, in der dieses Volk der Rohheit und der Gewalt einer verblendeten Welt erlag, offenbarte sich seine heroische, durch nichts zu bewältigenden Kraft. Denn nichts gleicht seiner Ohnmacht und Schwäche. Nur zu wahr hatte sich des Propheten Klage erfüllt:  גלתה יהודה

    Den Weisen (מ"ר) gibt die auffallende weibliche Form (statt גלה) zu folgender Bemerkung Veranlassung: (ירמי' נ"ב) ולהלן הוא אומר ויגל יהודה מעל אדמתי, אלא מכיון שגלו תשש כחן כנקבה Wenn auch an anderer Stelle die männliche Form steht, so soll hier gesagt werden: sobald das jüdische Volk ins Galuth ging, war seine Kraft geschwunden. וכי אמות העולם אינם גולין, אלא אוה"ע שאוכלים מפתם ושותים מיינם אין גלותם גלות, אבל ישראל שאין אוכלים מפתם ואין שותים מיינם גלותם גלות Kam denn nicht auch über andere Völker Galuthleid? Aber die anderen Völker essen von ihrem Brot und trinken von ihrem Wein, deshalb ist ihr Galuth kein Galuth; Jissroél aber ißt nicht von seinem Brot und trinkt nicht von seinem Wein, sein Galuth ißt Galuth. Daher גלתה יהודה: Juda ging ins Galuth. – Mit diesen Worten haben die Weisen das Wesen des jüdischen Geschickes in seiner Eigenart gekennzeichnet.

    ….

    In dem Augenblick, da unser Lebenswandel sich nicht im Zeichen des אם בחקתי תלכו vollendet, trifft unser Leben jener verhängnisvollen Vorwurf, den Gottes תוכחה mit den Worten bezeichnet: והלכתם עמי קרי „Ihr wandelt in Zufall mit mir“.

    Denn damit ist, nach der tiefen Erklärung unseres großen Rabbiners זצ"ל nicht gesagt, daß wir dem Gottesgesetz den Gehorsam verweigern; הלכתם עמי „Ihr wandelt mit mir“, aber dieser Wandel mit Gott ist nicht eure erste und einzige Sorge, ihr überlasset ihn vielmehr den „Zufall“. Ihr seid nicht prinzipielle Gegner des Gottesgesetzes, aber dieser Gotteswille ist euch  nicht erstes und letztes und höchstes Ziel, dem allen euren Unternehmungen sich zu unterordnen haben, bei jedem Schritt, den ihr ins Leben setzet, bei jedem Gedanken, den ihr erwäget, bei jeder Tat, zu der ihr euch entschließet. Der Gotteswille ist euch, wie die Weisen erklären, עשיתם את דיני עראי das „Zufällige“. –

    Ach, wie viele solche „Zufalls“-Juden gibt es doch, die nichts dagegen haben, ja es sogar freudig begrüßen, wenn sie bei ihren geschäftlichen Unternehmungen auch dem Schabbos „zufällig“ Genüge leisten können, den aber der Schabbos nicht der Führer ist, den sie in jedem Augenblick befragen, der zu jedem Unternehmen vor allem seine Billigung erteilen muss, wenn es überhaupt erwogen werden soll! Wie viele, die nichts dagegen haben, es sogar freudig begrüßen, wenn sie auf Reisen oder in der Sommerfrische einwandfrei koscher leben können, wie viele Eltern, die, wenn es gilt, ihre Kinder zu verheiraten und sie der Frage nach Gesundheit und den Vermögensverhältnissen gewissenhafte Prüfung zugewandt haben, ganz erfreut sind, wenn „zufällig“ der oder die Betreffende auch ein guter Jude, auch eine gute Jüdin ist – die aber durch ein solches Verhalten beweisen, daß ihnen Gottes heiliger Wille nicht אם בחקתי תלכו der einzig mögliche Weg ist, der ihnen gegeben ist, daß ihnen vielmehr Besitz und Genuß die Wege weisen, denen sie mit der ganzen Sehnsucht ihres Herzens nachstreben, der Gottesweg der Thora aber והלכתם עמי קרי, das „Zufällige“ ist, das bescheiden zu warten hat, ob ihre selbstgewählten Wege zufällig auch zu ihm führen. –

    Wandelt aber Jissroél mit Gott im Zufall, והלכתי אף אני עמכם בקרי dann wandelt auch Gott mit ihm in Zufall – und damit sein Geschick besiegelt. Denn Gott muß Jissroél „Sein Angesicht zu wenden“, muss Jissroél „auf Adlersflügeln tragen“, soll es nicht rettungslos verloren sein. Denn, wie unser Rabbiner זצ"ל so herrlich ausführt, während andere Völker der Erde die Bedingungen ihres Daseins in sich tragen, natürlichen, physischen Voraussetzungen die Erhaltung ihres Daseins verdanken, ist das jüdische Volk nicht das Produkt natürlicher Voraussetzungen, ihm fehlt jede materielle Unterlage, aus der sonst Volksleben erblüht; Jissroél ist in seiner weltgeschichtlichen Erscheinung ausschließlich Gottes Werk. Versagt sich Jissroél der Gottesführung, dann braucht Gott Jissroél nur seinen Schutz zu entziehen, braucht es nur dem „Zufall“ zu überlassen, und es geht inmitten einer ihm feindlich entgegenstehenden Welt rettungslos zu Grunde. – 

    Wir sind verloren, wenn Gott uns sein besonders Augenmerk, wenn Gott seine schützende Rechte uns entzieht; solange aber Gott uns führt, solange Er unser Hirte ist, ה' רועי לא אחסר solange mangelt uns nichts, und  mag auch unser Lebensweg und durch Todesschatten führen, solange wir das Bewusstsein haben dürfen, daß Er uns führt, daß Sein Stab und Seine Stütze uns erhalten bleibt, ist uns inmitten alles Leidvollen, das das Leben anderer in tiefe Nacht hüllen werde, nur Gutes, nur Liebes beschieden – Dieses ergreifende Lebensleid (Ps. 23), ward das stolzen Lebenslied unseres Volkes, als es im tiefsten Gollusleid, inmitten aller Marter, die Völkerhaß und Rohheit ihm bereitete, die Schwäche und Ohnmacht von sich abschüttelte und sich zu heroischer Stärke erhob.     

    Dieses Wunder aber hatte der Sefira-Geist vollbracht,  den unser Volk im tiefsten Leid wieder gefunden, jener Geist, der uns vom Peßach, das uns Freiheit und Selbständigkeit gebracht, Wochen und Tage zählen lässt bis zum Feste unserer Thora. Der Thora hat unser Sehnsucht zu gelten, sie hat uns das höchste Gut zu sein, von dem alle anderen Güter erst ihren Wert erhalten; sie figuriert nicht als zufällige Zahl unter anderen Zahlen scheinbarer Lebenswerte, denn alle anderen Werte erhalten erst durch sie ihren Wert. Diesen Sefira-Geist hatte unser Volk verloren, als auf heimatlichen Boden Flur und Acker ihm Segen und Reichtum zutrugen. Da war aber auch sein Schicksal besiegelt. – Aber erliegend unter der furchtbaren Gechickeslast, die Gottes „zufälliges Wandeln mit ihnen“ für es heraufbeschworen fand unser Volk die Kraft wieder, den Fluch zu überwinden, der ihm sein Lebensglück zerstört hatte: es erkannte, was es heißt והלכתם עמי קרי „in Zufall mit Gott zu wandeln“, und ergriff die Gottesrechte, die inmitten alles Golusleides sich ihm entgegenstreckte. ושמטתם ובך מנחלתך Hatte es doch, wie der Prophet unserer heutigen Haftara kündigt, aus traurigem Zusammenbruch jenes Gut sich hinausgerettet, das ihm stets köstliches Erbgut hätte sein sollen, und das ihm nunmehr zum Inbegriff alles Lebensreichtums wurde – Und da war ihm auch Gott wieder zum Lebenshirten geworden, und es durfte inmitten alles Jammers und aller Not sein stolzes Lebenslied anstimmen, das von dem unendlichen Glück singt, das unverlierbar seinem Leben beschieden ist, und es fand die heroische Kraft, מנשרים קלו ומאריות גברו leichter als Adler, stärker als Löwen“ allen Drohungen der Gewalt, allen Reizen der Verlockung zu trotzen und seine Treue gegen Gott und seine Thora auch mit martervollem Tod zu besiegeln.

    Diesem Sefira-Geist zur Herrschaft im Leben des jüdischen Volkes zu verhelfen, ist die Aufgabe unseres Golus. Nicht eher schlägt uns die Stunde der Heimkehr, bis wir nicht gezeigt haben, daß wir die Ursachen überwunden haben, denen wir den Verlust unseres einstigen Glücks zuzuschreiben haben. Soll die heimatliche Erde und ihre Segensfülle nicht vergebens auf uns warten, dann müssen wir in Golus zeigen, ob wir gelernt haben, den Geist der Sefira zu verwirklichen.

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung dritter Teil Leviticus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1935 S. 71-78

    29-05-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    28-05-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Samson Raphael HIRSCH Commentar Gebete
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     

    Geuloh Erlösung

     

    Stoße in den großen Schofar zu unserer Freiheit, erhebe das Panier, unsere Vertriebenen zu sammeln, und sammle uns zusammen von den vier Seiten der Erde; gesegnet seist Du, Gott, der die Verstreuten seines Volkes Jissroél sammelt.“

     

    תקע ist die גאולה-Bitte für die jüdische Gesamtheit, für welche im גלות kein חרות blüht, deren Erlösung nur mit der wiedervereinigender Sammlung aus der Zerstreuung beginnen wird, die keine äußere menschliche Veranstaltung auch nur vermittelnd herbeizuführen vermag, für welche wir vielmehr nur auf den sammelnden Posaunenruf Gottes zu warten haben. Wie die גאולה des Einzelnen (ראה בענינו) nur nach vorgängiger תשובה, דעת und סליחה zu erhoffen ist, so können wir auch die גאולה unserer Gesamtheit nur durch Wiedergewinnung der rechten Erkenntnis und Verzeihung und Vergebung verdiendenden Rückkehr zu Gottes Gesetz dienender Pflichttreue herbeiführen. Jede Meinung anderer, äußerer angeblich zu diesem Ziele führender Schritte ist verderblicher Wahn.

     

     Jissroéls Gebete übersetzt und erläutert“ S.138

    Frankfurt a. M. Verlag von J. Kauffmann 1916

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    28-05-2019 om 09:33 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    27-05-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Mendel Hirsch Übersetzung u. Komm. Zephanjo 3,20
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    צפניה

     

    Kommentar zu Zephanjo 3,20

     

    V.20In jener Zeit bringe ich euch heim, und in der Zeit [wird es liegen] daß ich euch sammle! Denn ich gebe euch dahin zum Namen und zum Tatenlob unter alle Völker der Erde. Wenn ich eure Gefangenen zurückführe, wird euch das klar vor Augen sein, spricht Gott.

     

    V.20 Dieser letzte Vers gibt dem Prophetenworte Zephanjas den ergänzenden und, wie wir meinen, in höchst bedeutsame Weise vollendenden Abschluß. Er spricht zunächst es aus daß בָעֵת „in der Zeit“ liegen werde die Heimbringung und in der Zeit liegen werde die Sammlung. Die letztere geht offenbar der ersteren voraus, oder sie vollziehen sich gleichzeitig. Doch das bleibt dahin gestellt. Der Hauptton liegt auf dem בָעֵת, auf dem deshalb auch in der Wiederholung ein trennender, und damit hervorhebender Accent steht. Es wird damit ausgesprochen, die Erlösung werde nicht rasch kommen, die ganze Zeitentwicklung arbeite an ihr und führe zur Erreichung dieses Zieles, an das ja auch die Erlösung der Menschheit geknüpft ist. Damit ist zugleich auf die Möglichkeit gewiesen, daß wenn die Zeiten sich erfüllt haben, d.h. Jissroél sich der Erlösung würdig gemacht haben werde, dieselbe scheinbar ganz natürlich, von den Zeitläufen selbst herbeigeführt, sich vollziehen werde. Wir haben nur an uns zu arbeiten. Und sollte auch die Zerstreuung selbst immer mehr zunehmen, so sollen wir stets eingedenk bleiben, daß eben diese Zerstreuung im Dienste dieses  letzten, höchsten Heileszieles steht: denn ich gebe euch לְשֵם וְלִתְהִלָה unter alle Völker der Erde! – מַמְלֶכֶת כהֲנִים ein Reich von Priestern zu sein, so lautet die Bestimmung, die uns am Sinai wurde; was wir im Lande unserer Bestimmung und in der Selbständigkeit der Volkesstellung nicht erreichten, das haben wir in der Zerstreuung zu vollbringen, nämlich uns zu einem גוֹי קָדוֹש zu einem heiligen, d.i. kampflos Seinem Dienste bereiten Volke zu gestalten, so daß unser Gott sich, wie es wörtlich heißt, unserer Gefangenschaft, unseren Verbannten „wieder zuwenden“, „zu ihnen zurückkehren“ kann, wie wir zu Ihm zurückkehren. Alles andere sollen wir Gott anheimstellen. Und auch nicht in eschatologische Grübeleien verlieren, die doch nichts als unfruchtbare Spekulationen wären. Wir halten fest an der Verheißung. Das „Wie“ ihrer einstigen Verwirklichung überlassen wir Gott. Das ist, wie wir meinen der Sinn der Worte des Propheten: „Wenn ich euch Gefangenen zurückführe dann wird euch das klar vor Augen stehen“ – dann wird auch das ganze unmittelbar zuvor ausgesprochene menschheitspriesterliche Ziel der Hinaussendung des selbst noch der Erziehung bedürftigen Priestervolkes, also der ganzen Gottesplan und das Gotteswerk, die bis dahin in ihren Mitteln und Wegen euch und der übrigen Menschheit so unendlich viel des Rätselhaften boten, vor eure Augen in unverhüllter Klarheit offen liegen.

     

    (Die zwölf Propheten übersetzt und erläutet von Dr. Mendel Hirsch, Direktor der Realschule der Synagogengemeinde Jisrael., Religionsgesellschaft zu Frankfurt am Main – Frankfurt a.M. Verlag von A.J. Hoffmann  1900: S. 366) 

     

    ----Diese Vers  wird täglich im Morgengebet gesprochen im Abschnitt „Du Gott, unser Gott“,

    Siehe Übersetzung und Kommentar von Samson Raphael Hirsch „Komm. Gebete“ S.17 – demnächst auch in „Jeschurun – Judentum gegen Zionismus“.

    27-05-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    26-05-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Psalm 37,22 und Sprüchlein für Wochenabschnitt Bechukaussai
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    בחקותי

     

    כי מברכיו יירשו ארץ ומקלליו יכרתו:

     

     

    „Denn die von Ihm Gesegneten erben die Erde, und die von Ihm mit Fluch Getroffenen werden entwurzelt“

    Psalm  37,22 Übersetzung  Samson Raphael HIRSCH.

     



    1.

    Heil dem Frommen, der stets wandelt,

    Guter Gott, in Deinen Wegen,

    Der nach Deinen Lehren handelt,

    Den begleiten Heil und Segen.

    2.

    Weh‘ dem Sünder, der betört

    Von dem Pfad der Tugend weichet,

    Er wird schonungslos zerstört,

    Wenn die Strafe ihn erreichet.

    Die allerbeste Anschrift zur Bestellung von antiquarische Judaica

    BUCHHANDLUNG SPINOZA AMSTERDAM

    Inhaberin: Frau Manja  Burgers

    http://www.spinozabooks.com  

    26-05-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    24-05-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Samson Raphael HIRSCH: Aus dem kommentar zur Wochenabschnitt BEHAR
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Samson Raphael HIRSCH

    בהר

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt BEHAR

     

    Kap.25, 1 Gott sprach zu Mausche auf dem Berge Sinai:

    Kap.25 V 1  Es haben die letzten Sätze des vorigen Kapitels „Gott“ als Urborn alles „Rechts“ und die „Persönlichkeit“ Gottes als Fundament alles Rechts von Personen und von durch Menschenpersönlichkeit zu „Gütern“ erhobenen Sachen an die Spitze der Rechtsgesetzgebung gestellt. Daran schließt sich nun dieses Kapitel, indem er für den engeren Kreis des jüdischen Landrechts Gott als eigentlich einzigen, wirklichen Herrn und Eigentümer des jüdischen Landes, der jüdischen Menschen und Güter statuiert und von diesem einen Rechtsbegriff aus Boden-, Menschen- und Güterrecht entwickelt. שביעית , יובל , die  גאולה-Institution bei Boden-, Häuser- und Personendienstlauf, sowie das רבית-Gesetz  sind nichts als Konsequenzen aus dem einen Rechtsprinzipium der Hörigkeit an Gott, und Gottes, als des einzigen Urberechtigten. …

     

    V.4 aber im siebten Jahre sei eine durch Werkeinstellung zu begehender Sabbat dem Lande, Gott ein Sabbat: dein Feld sollst du nicht besäen und deinen Weinberg nicht beschneiden,

     

    V.4 שבת לד' Wiederholt wird es ausgesprochen, daß der Landessabbat ein Sabbat לד', zum Ausdruck der Gotteshuldigung bestimmt, und nicht etwa ein im Interesse des Landes angeordnetes Brachjahr ist. …שביעית, die Gotteshuldigung als Bodeneigentümers des jüdischen Landes, bedarf zu ihren Ausdruck nur der Unterstellung des Bodens unter Gottes Herrschaft. Vor dem Gedanken des eigentlichen Bodeneigentümers tritt sein Lebensträger, der Jude, mit Bestellung des Bodens und Einheimsung seiner Früchte für die Zwecke der Existenzsicherung zurück. Es genügt die allgemeine Einstellung der Aussaat und der Baumbeschneidung, sowie der einspeichernden Ernte aller etwa von selbst gewachsene Früchte, um für dieses Jahr keine Nahrungssicherung aus den Boden zu erzielen (siehe V.20), und damit dem Boden eines ganzen Landes das Gepräge der Herrenlosigkeit aufzudrücken und ein ganzes Jahr zu einer nationalen Bekenntnisthat zu gestalten, daß das jüdische Volk nicht Herr und Eigentümer des jüdischen Landes sei. …

     

    V.5 an dem Nachwuchs deines Schnittes sollst du keinen Schnitt, und an den Trauben deines sich selbst überlassenen Weinstockes keine Lese halten; ein Jahr der Werkeinstellung soll dem Lande sein.

     

    V.5…שביעית ist ebenso positiver Ausdruck der Gotteshuldigung, der Gottesherrschaft über den Boden des jüdischen Landes, wie ע"ז eine Leugnung der ausschließlichen Gottesherrschaft ist. Alles was der jüdische Boden im שביעית hervorbringt, ist ein Objekt, das die Idee der Gottesherrschaft trägt und dem Ausdruck und der Vergegenwärtigung dieses Gedankens heilig ist, sowie ע"ז ein Objekt ist, das den Gegensatz dieses Gedankens vergegenwärtigt. Beide, פירות שביעית und ע"ז, sind Bekenntnisobjekte in Beziehung zu der höchsten fundamentalen Wahrheit des jüdischen Bewusstseins, jenes der Huldigung, dieses der Leugnung der Gottesherrschaft, und scheiden sich damit scharf von allen übrigen Gesetzobjekten. …

     

    V. 7 und deinem Vieh, sowie deinem Tiere, welches in deinem Lande sich befindet, sei all sein Ertrag zum Essen.

    V.7 …Vergegenwärtigen wir uns die שביעית- Gesetze in ihrer Verwirklichung, so sind sie die großartigste, ein ganzes Jahr durchdauernde, auf Äckern und Feldern, in Gärten und Wiesen sich offen kund tuende, in jeder Frucht, jedem Grashalm sich aussprechende Bekenntnistat einer ganzen Nation, mit welcher sie ihren Nationalboden Gott als dessen eigentlichem Eigentümer und Herrn huldigend zu Füssen legt, sich selbst nur als גרים ותושבים, als geduldete Einwohner und Beisassen auf Gottes Boden begreift, und aller Hoheit und allen Besitzstolzes entkleidet zu den Ärmsten der Menschen und zu dem Tier auf dem Felde in Gleichheit und Gleichberechtigung  vor Gott zurücktritt.

     

    V.8 Und du zählst dir sieben Jahressabbate, sieben Jahre siebenmal; und die Tage der sieben Jahressabbate seinen dir neunundvierzig Jahre.

     

    V.8 … Die Omerzählung ist die Zählung der Individuen, die Schemitah- und Jobelzählung ist die Zählung der Nation. Jene sucht, auf Grund siebenmaliger Sabbathuldigung Gottes als Schöpfers und Herrn, ein der Gesetzempfängnis würdig machendes siebenfältiges Emporarbeiten zur sittlichen Freiheit ( שבע שבתותund תשעה וארבעים יום). Diese sucht, auf Grund siebenmaliger Jahressabathuldigung Gottes als Herrn und Eigners des Nationalbodens, ein der staatlichen Jobelwiedergeburt würdig machendes siebenfältiges Emporarbeiten zur politischen innerer Freiheit ( שבע שבתות שניםund תשע וארבעים שנה – siehe V. 9 u. 10). Der Sinn unseres Verses wäre also: du zählst dir sieben Jahressabbate, und diese sieben Perioden sollen dir gleichzeitig nur eine Periode von neunundvierzig Jahren bilden.

     

    V.10 Und ihr heiligt das fünfzigste Jahr, und ihr verkündet Freiheit im Lande allen seinen Bewohnern. Ein Heimbringer ist es und ein solcher soll es euch sein und ihr kehret zurück jeder zu seinem Grundbesitze und jeder kehrt ihr zu seine Familie zurück.

     

    V.10 … Wie die כפרה des יום הכפורים eines jeden Jahres die sittliche Wiedergeburt des Individuums mit allen deren heilenden und wiederherstellenden Wirkungen für das innere und äußere Leben des einzelnen als Allmachtsgeschenk der göttlichen Wundergnade bringen soll, und diese Gnadenspende des Regenerierungstages die dem entsprechenden Tagespflichten von ענוי und איסור מלאכה erzeugt und durch deren Erfüllung bedingt ist: so soll der יום הכפורים des Jobeljahres zugleich eine soziale und politische Wiedergeburt der Nation mit all deren heilenden und wiederherstellenden Wirkungen für die inneren und äußeren Bedingungen der Nation als Allmachtgeschenk der göttlichen Wundergnade bringen. …

     

    V.14  Und wenn ihr nun einen Verkauf an den Nächsten vollzieht, oder sonst etwas erwerbet aus der Hand des Nächsten, sollt ihr einem dem andern nicht zu nahe tun.

     

    V. 14 … Wenn jedoch nach jüdischem Rechte ein Geschäft mit Worte allein nicht perfekt wird, und so lange nicht einer der bezeichneten קנין- Akten geschehen, juridisch der Rücktritt möglich ist, so wird doch, selbst wenn ein Geschäft bloß mit Worten abgeschlossen worden ein Rücktritt als tadelnswerter Vertrauensbruch erklärt, דברים יש בהם משום מחוסרי אמונה ואין רוח חכמים נוחה הימנו, und wenn zu dem Worte bereits eine Geldzahlung hinzugekommen, oder die Ware vom Käufer gezeichnet worden, wenngleich damit der Eigentumswechsel noch nicht vollzogen und juridisch ein Rücktritt möglich wäre, so würde auf eine Klage beim jüdischen Gericht dieses vor dem Wortbruch mit dem ernsten Ausspruch zu warnen haben: מי שפרע מאנשי דור המבול ומאנשי דור הפלגה ומאנשי סדום ועמורה וממצרים שטבעו בים הוא יפרע ממי שאינו עומד בדבורו d.i. „ der das Geschlecht der Sündflut, das Geschlecht des Turmbaus, die Männer von Sodom und Amora und die Ägypter, die im Meere ihren Untergang fanden, mit seiner Strafe traf, der  wird mit seinen Strafen treffen, der sein Wort nicht hält“ (Baba Mezia 48a u. 49a). Dieses sich der göttlichen Strafe Unterziehen wird mit dem Ausdruck: מקבל מי שפרע bezeichnet.

    Wir bemerken, daß das jüdische Gesetz an vielen Stellen für den Verkehr des Menschen mit Menschen scharf scheidet zwischen der juridischen Befugnis und dem sittlich Gebilligten. Es gibt gar manches, das nach dem objektiven Recht der gerichtlichen Ausspruch zulassen muss, was gleichwohl vom Standpunkt höherer sittlicher Anforderung missbilligt wird, אין רוח חכמים נוחה הימנו.

     

    V.18  Erfüllet meine Gesetze und meine Rechtsordnung hütet und erfüllet sie, so werdet ihr vom Lande sorgenfrei getragen wohnen.

    V.19  Das Land wird seine Frucht geben, ihr werdet zur Sättigung essen, und werdet sorgenfrei von ihm getragen wohnen.

     

    VV. 18 u. 19  Der vorangehende Vers hatte die unmittelbare Konsequenz aus dem durch Schemita- und Jobelinstiution als Basis des Verkehrslebens gepflegten Gedanken der Gotthörigkeit des Landes für das Leben des Menschen mit Menschen ausgesprochen. In diesen Versen wird der Gedanke für das Ganze Einzel – und Volksleben fruchtbar gemacht, Gottes Wort kennt nur eine Gotteshuldigung, und das ist die treue Erfüllung seines Willens. Und so ist denn auch sein Land nur um einen einzigen Preis unser, und das ist die treue Erfüllung seines Gesetzes. Zollen  wir diesen Tribut, so haben wir alles getan, um uns und das Land und uns im Lande zu erhalten. Erkenntnis und Erfüllung dieses Gesetzes ist unser Wall und unsere Mauer, unsere Wissenschaft und Kunst, unsere Staatsweisheit und unsere Volkswirtschaftslehre. Alles, was andere Nationen auf tausend andere Wegen vergebens anstreben, politische Sicherheit nach außen, Blüte und Wohlfahrt im Innern, schaffen wir uns einfach und sicher durch Erfüllung dieses Gesetzes. Sein Gesetzgeber, der Herr unseres Landes, ist zugleich Gebieter über die Geschicke der Völker und über die Entwicklung der Natur; wie unser Land, sind die Gänge der Geschicke und der Natur „sein“, und die Verteidigung und die Blüte unseres Landes hat „Er“ übernommen, so wir seine „Gesetze“ und seine „Rechtsordnungen“ „wahren und erfüllen“, wahren: durch stets Lernen und Schützen vor Verirrungen, erfüllen: durch Verwirklichung im ganzen Einzel-, Familien-, und Volksleben (Siehe zu Kap. 18,5 חקים sind die sittliche Umschränkungen unseres Einzel- und Familienlebens, משפטים die Rechtsordnungen unseres sozialen Verhaltens; jene sind die Vorbedingungen von diesen, beide sind das Ziel, für welches uns Gott „sein“ Land gegeben.)

    24-05-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    23-05-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt BEHAR
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת בהר

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Behar

     

     

    Jeremias, Kap. 32, Vers 6 und folgende

     

    Der erste Satz der Sidra enthält (Kap. 25, 2) die Erinnerung, daß Gott, der Jissroél das Land verliehen, dessen ewiger Eigner und Herr bleibe, eine Wahrheit, der durch die Bekenntnistat der Sabbathrast eines ganzes Jahres auf Feld und Flur im jüdischen Lande in jedem siebenten Jahre und durch die Rückkehr der Güter im fünfzigsten; dem Jobeljahre, die lauteste, in alle Verhältnisse des bürgerlichen Lebens tief eingreifende Huldigung gezollt werden sollte. Nachdem dieselbe Huldigung Gottes, als des eigentlichen Herrn auch in allen beweglichen Güter des Juden, durch das ebenso tief eingreifende Zinsverbot im inneren Verkehr gefordert worden und die gewissenhafteste gottesfürchtige Gerechtigkeit im Menschenverkehr, ausdrücklich auch den götzendienenden Heiden gegenüber (das. 25,47) als heiligster unantastbarer Grundpfeiler des jüdischen Staatslebens verkündet worden war, war sodann im letzten Sidraverse auf die große moralische Verantwortlichkeit hingewiesen worden, die Jissroél trage als Hüter es in seiner Mitte sich erhebenden Gottesheiligtums. Ein den Sabbathgedanken und die Heiligtumslehre in Gesinnung und Tat verleugnendes Leben wäre Tötung des belehrenden und erziehenden Einflusses des einen wie des anderen in Jissroél und in der Menschheit.

    Einen erschütternden Gegensatz zu dieser Bestimmung zeigt das Bild, das von der Haftora  uns dargereicht wird. Es ist ein Einblick in Jerusalems letzte Tage. Die Chaldäer vor den Thoren, zum letzten Sturm alles bereitet. Denn erfolglos geblieben waren alle Mahnungen zur Rückkehr, an den Tag legte, zur Verwirklichung des Gesetzes. Deshalb und nur deshalb nahte das längst für diesen Fall als Gottesverhängnis verkündete Geschick seiner Verwirklichung. Gottes Werkzeuge, Vollstrecker seines Willens waren die draußen lagernden Feinde. Nur Friede mit Gott, nicht aber der Kampf mit dem Feinde konnte noch Rettung bringen. Den einzigen Kühnen, den Gottespropheten, der es wagte, diese Wahrheit dem verblendeten  jüdischen Könige Zidkijahu und dem Volke auszusprechen, hatte der jüdische König – ins Gefängnis werfen lassen. Im Gefängnisse erging das Wort Gottes an ihn,  das seinen Blick und den Blick des Volkes über die unmittelbar bevorstehenden trüben Zeiten auf eine bessere Zukunft lenken sollte, in der Jissroél zu seinem Gotte zurückgekehrt und damit sich und seinem Lande wiedergegeben sein werde. Zu diesem Behufe sollte er einen Kauf abschließen, einen Acker erwerben, der in der Gegenwart absolut wertlos war, dessen Erwerb deshalb die feste Überzeugung an den Tag legte, die bevorstehende Verödung des Landes werde nur eine vorübergehende sein.

    Die Erzählung zeigt ferner, daß die Gesetzgebung über den Immobiliarbesitz, so wenig sie je ihre volle Verwirklichung gefunden hat, doch mehr in das Leben eingedrungen war, als nach den spärlichen Nachrichten der politischen Geschichte sich vermuten ließe. Die V.10 f. angegebenen Förmlichkeiten bei der  Abfassung des Kaufbriefes und die Modalitäten der Besitzübertragung dienen im Talmud Baba Bathra zum Anhaltspunkte und Belege für die betreffenden juridischen Bestimmungen. (Siehe das. 160 f.) 

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 230 -234  Kommentar zu Jeremias Kap 32 V.6…) 

    23-05-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    22-05-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Behar
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

     

    בהר

     

    Belehrung und Mahnung zur Wochenabschnitt

     BEHAR

     

    Wer Gott das Erste und Beste von allem, was die Erde ihm zureift, weiht, ist bereit מברך בתורה תחלה zu sein, bekennt daß es Gott ist, dem er alles, was ihm wird, verdankt, daß er  von Gott nur empfängt, um damit Gott und seinem heiligen Willen zu dienen. Wer aber von diesem Bewusstsein erfüllt ist, wird nimmer die große, ernste Mahnung vergessen, mit der Mosche sein Volk ins heilige Land geleitet (Deut.8): daß Gott sein Volk alle Wunder der Wüstenwanderung nur erleben ließ, damit es für immer beherzige, daß, wie das Manna als unmittelbare Spende göttlicher Fürsorge ihnen zuteil wurde, auch das fortan mühsam erkämpfte Brot nicht weniger von Gottes Hand ihnen gereicht wird, Gott mit dem Brot ihrer leiblichen Lebensfristung ihnen aber auch das Brot ihrer Seele reicht, reichen muss, weil לא על הלחם לבדו יחיה האדם כי על כל מוצא פי ה' יחיה האדם „nicht auf dem Brot allein der Mensch lebt, sondern auf allem, was Gottes Mund entfährt, sein Leben sich gründe“ und ihr Leben elend verkümmern müsste, wenn nicht die Nahrung ihrer Seele Gegenstand ihrer vornehmlichsten Sorge wäre.

     Aus Gottes Hand empfängt der Jude das tägliche Brot seiner leiblichen Nahrung, diesem Bewußtsein gilt sein tägliches Hallel. Dies dürfte auch der Sinn jener Weisheitsworte sein: כל האומר הלל בכל יום ה"ז מחרף ומגדף (שבת קי"ח) „Wer täglich Hallel spricht, der lästert Gott“; andererseits כל האומר תהלה לדוד בכל יום ג' פעמים מובטח לו שהוא בן העוה"ב וכו' משום דאית ביה פותח את ידך (ברכות ד') „Wer die Tehilla Davids dreimal täglich spricht, darf künftiger Seeligkeit sicher sein; enthält sie ja den Vers: Du öffnest deine Hand und sättigst allem Lebendigen das Verlangen“. – Das Hallel, das von Gottes Wundertaten spricht, die unsere Volksgeschichte begründet und begleitet haben – täglich gesprochen, erweckt es den Verdacht, als ob Gott nur in der außerordentlichen Offenbarung seiner Wundergröße von uns erkannt werde. Wer aber König Davids Tehilla dreimal täglich spricht, die uns aufruft, auch in unserer täglichen Nahrung das unmittelbare Gnadengeschenk göttlicher Fürsorge zu erblicken und, von diesem Bewusstsein erfüllt, unser Leben vor Gottes Augen zu vollenden, dessen Leben vor Gottes Augen zu vollenden, dessen Leben gestaltet sich zu dem Hallel, nach dem Gott sich sehnt, der hat den Forderungen des Lebens entsprochen.

    Mit dem Gelöbnis מברך בתורה תחלה zu sein, sollte das jüdische Volk sein heiliges Land betreten; der ewigen Erneuerung dieses Gelöbnisses galt die jährliche Bikurimkundgebung. Sie erfolgte erst, nachdem das Land mit dem Schwert erobert und in Besitz genommen war. Von dem Augenblick an hatten die Söhne des jüdischen Volkes jährlich mit de, erstgereiften Früchten, die ihr Land ihnen zureifte, vor Gott hinzutreten und damit zu bekennen:הגדתי היום כ' באתי אל הארץ „Heute sind wir in das Land gekommen!“ Und mochten sie schon seit Jahrhunderten eingessene Bewohner ihres Landes sein – heute sind sie ins Land gekommen, stets aufs neue empfangen sie Land und Besitz aus Gottes Hand, und nur das Gelöbnis מברך בתורה תחלה zu sein; das sie mit der Weihe des Ersten und Besten vor Gott erneuern, macht sie würdig, den Fuß in Gottes Land zu setzen – : עשה מצוה האמורה בענין שבשכרה תכנס לארץ mahnen die Weisen, diese Mitswa gilt es zu erfüllen, denn stets aufs neue kommst du in das Land! Sprich dieses Bekenntnis כי באתי אל הארץ, mit dem du bekundest שאינך כפוי טובה daß du nicht undankbar, daß du dauernd dir bewusst bist, alles was du besitzest von Gottes Hand zu empfangen.

    Und in dem Augenblick, da die Bikurimträger die Heiligtumshalle betraten, stimmte der Levitenchor den Psalm an: ארוממך ה' כי דליתני. – Das Wort דליתני von דלה schöpfen, wovon דלי der Eimer (verwandt mit schweben), nach der sinnigen Erklärung unseres Rabbiners זצ"ל: etwas aus der Tiefe emporheben und über der Tiefe schwebend erhalten; das Geschöpfte hat seinen Halt in der Höhe, ohne den es wieder in die Tiefe stürzen würde – dieses eine Wort drückt die ganze Eigenart der Geschickesstellung des jüdischen Volkes aus, das im Gegensatz zu anderen Völkern, die ihren Halt auf Erden finden, seinen einzigen Halt in der Höhe, in Gott zu suchen hat, ohne dessen dauernde Fürsorge es rettungslos wieder in die Tiefe stürzen würde. – Gibt es einen Psalm, der geeigneter wäre, dem Bewusstsein jubelnden Ausdruck zu verleihen, mit dem die Bikkurimträger sich zu erfüllen hatten in dem Augenblick, da sie vor Gott bekannten: heute sind wir ins Land gekommen, von Gottes Hand empfangen wir dauernd unser Besitz – Das aber heißt mit anderen Worten: „Erheben will ich dich Gott, denn Du allein hebst über die Tiefe mich empor!“

    Der Pflege der Gesinnung, mit der die Bikkurimveranstaltung jeden Sohn des jüdischen Volkes erfüllen wollte, galten auch vor allem jene großen Sabbate, jedes siebte und fünfzigste Jahr, mit deren Schilderung unsere Sidra beginnt. Mit  Schemitta und Jobel forderte Gott die Proklamation seiner Herrschaft über sein Land: כי לי הארץ כי גרים ותושבים אתם עמדי „Mein Land ist das Land, Fremde und Beisassen seid ihr bei mir!“

    Unmittelbar nach diesen großen Gesetzen folgen die gewaltigen Forderungen, mit denen Gott das soziale Leben seines Volkes im Zeichen der Gerechtigkeit und Ehrlichkeit, der Liebe und gegenseitiger Hilfsbereitschaft aufbaut. Beide Kapitel gehören innig und unlöslich zusammen: denn nur solange in Gottes Volk das Bewusstsein lebt, Gottes ist alles, was ihm eignet, wird auch sein Herz empfänglich bleiben für Gerechtigkeit und Liebe.

    Wehe über den Missgünstigen, rufen daher die Weisen mit dem Mischlesatz aus, der diese Erde und ihre Güter in verbrecherischem Egoismus an sich reißt, er häuft Reichtum, der nicht ihm gehört, und er ahnt nicht, daß im selben Augenblick  „Mangel über ihn kommt“, Gott ihm das Recht nimmt, Seine Erde zu bewohnen; Seine Erde zu bezwingen. – Das hatte Kajin nicht bedacht, als er in frevelnder Selbstsucht die Ernte der Erde für sich einheimsen und Gott nur mit dem Abhub abfertigen zu können wähnte – denn da ihn solche Gesinnung erfüllte, war sein Besitzhunger maßlos, er zum Mörder seines  Bruders und verlor den Anspruch auf Gottes Erde. –

    Vor solchem Fluch will Gott sein Volk für immer bewahren: Gottes Gesetz vom Sinai allein vermag es וידבר ה' אל משה בהר סיני לאמר.

    ….

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung dritter Teil Leviticus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1935 S. 65-70

    22-05-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    21-05-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Samson Raphael HIRSCH: Kommentar zur Gebet „Leaulom“
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Samson Raphael HIRSCH

            (1808-1888)

     

    לְעוֹלָם יְהֵא אָדָם יְרֵא שָׁמַיִם בַּסֵּתֶר

    וּמוֹדֶה עַל הָאֱמֶת וְדוֹבֵר אֱמֶת בִּלְבָבוֹ וְיַשְׁכֵּם וְיֹאמַר:

     

    לעולם  Das folgende mit רבון beginnende jüdische Nationalbekenntnis stammt aus Zeiten der Verfolgung, in welchen ein öffentliches Bekenntnis der jüdischen Wahrheit Gefahr bringend war. Daher diese Einleitung, daß, was auch nicht öffentlich bekannt werden dürfte, doch jederzeit geheim und im Herzen bewahrt und vor Gott zum Ausspruch gebracht werden solle, daher auch am Schlusse der Ausblick auf die Zeit, in welcher Gott מקדש שמו ברבים die öffentliche Heiligung seines Namens gestattet sein werde. Die Zeit, aus welche dieses Bekenntnis stammt, läßt es um so bedeutsamer erscheinen. Während die Völker in dem ganzen Glanze ihrer Macht, ihrer Weisheit, Wissenschaft, politische Klugheit und welthistorischen Thatengröße triumphierten  und es die ganze Macht ihrer Verachtung, Unterdrückung und Verfolgung fühlen ließen, hat die Erfahrung und der Einblick, den Jissroeil auf seiner Wanderschaft durch die Jahrhunderte und Geschicke der Völker geschöpft, ihm das Auge für die Erkenntnis der Hohlheit und Nichtigkeit all dieser Scheingröße geöffnet und es trotz des äußern Jammers seiner Geschicke die ganze Seligkeit seines Berufes würdigen gelehrt, wie vieles Herbe auch die treue Erfüllung dieses seines Berufes in seinem Gefolge haben mußte.

     

    Zu dem Gebieter aller Zeiten tritt es daher hin und spricht es aus:: Wir haben die Nichtigkeit alles dessen kennengelernt, was der Mensch nur aus sich schöpft.  Leben, Liebe, Hülfe, Kraft und Stärke, die wir etwa aus uns schöpfen und durch uns gewinnen möchten, sind bedeutungslos, und selbst das etwa aus unsere Pflichttreue zu schöpfende Verdienst ist völlig unzulänglich um daraus Stütze und Hoffnung für unsere Zukunft zu gründen, und nur das gränzenlose, unverlierbare göttliche Erbarmen ist es, zu dem wir jetzt und immerdar mit unseren Anliegen uns zu stützen vermögen. Und nicht nur wir in unsere weltgeschichtliche Schwäche und der Macht- du Hülflosigkeit unserer zurückgewiesenen  Stellung in Mitte der Völker. Wir sind an der Wiege und am Grabe aller völkergeschichtlichen Staaten und Größen gestanden, haben in ihr Werden, Sein und Vergehen hineingeschaut und wissen, wie eitel alles Heldentum ist, allesGerühmte spurlos vergeht, alle Weisheit sich al Unwissenheit, alle Politik sich als verstandlos erweist, weil die Menge ihrer Tahten den vorgeblichen menschenheitbauenden Zweck nimmer erreichendes Unding bleibt, ihre Lebenstage vor Gott wie inhaltsleerer Traum erscheinen und die Menschen tiergleicher Vergänglichkeit verfallen, so lange  all ihr Wollen und Vollbringen in Selbstsucht und Sinnlosigkeit nur vergänglichen Zielen geweiht ist; Wir aber, so wenig Anteil wir an dem Heldentum und dem Glanze der gerühmten Scheingrößen haben, und uns keiner in irdischer Hoheit geadelter und gefürsteter Abstammung zu rühmen vermögen, und so sehr uns die Kleinen und Großen der Erde von ihrer Bundesfreundlichkeit ausschließen, wir finden vollen Ersatz in dem Bewußtsein, Gottes Volk und Söhne Seines Bündes zu sein, Söhne eines Abrahams, den Gott gewürdigt hat seinen Freund zu nennen und ihm eine sein und seiner Nachkommen und der Gesammtmenschheit Heil umfassende Verheißung zuzuschwören, Nachkommen eines Jitschaks, der uns mit dem höchsten Ideal opferfreudiger Hingebung an Gott voranleuchtet, Gemeinde Jakobs, den Gott seinen Sohn, seinen Erstgeborenen in der Reihe der zu Gott zurückkehrenden Menschheit (2. B.M. 4,22) genannt, und ihn in Liebe und Freude die Namen Jissroeil und Jeschurun verliehen hat, „Jissroeil“ nach seinem die Gottesherrschaft verkündenden Gange durch die Geschichte, „Jeschurun“ nach seinem Berufe der Vollbringung des ihm geoffenbarten göttlichen Willens, der Vollbringung  dessen zu Leben, das הישר בעיני ד' „was das Recht ist in den Augen Gottes“ des einzig Einen (5 B.M. 12,25 13, 19). Dieses unser ewiges, von den Vätern überkommenes Erbteil, dessen wir täglich früh und spät, mit dem שמע -Bekenntnisse  in ewig erneuter  Hingebung bewußt werden, erfüllt uns bei allem weltgeschichtlichen Jammer mit höchster Glückseligkeit, für die wir Gott nicht genug zu danken vermögen. Und wie immer fügen wir dem lautgesprochenen שמע-Bekenntnisse in ב'ש'כ'מ'ל'ו'. leise den Hinblick auf die, wenngleich uns verhüllte, doch mit Zuversicht zu erwartende Zukunft hinzu, in welches der Namen des Gottesreiches seiner volle Verherrlichung auf Erden gefunden haben wird, und leben ebenso der Überzeugung, daß auch auf unseren vorbereitenden Gängen zu seinem herrlichen Ziel uns Gott noch Zeiten erleben lassen werde, in welchen wir mit unsrem Bekenntnis nicht in das Geheimnis der Zurückgezogenheit und das Verborgene unseres Innern uns zu flüchten brauchen, sondern es gestattet sein werde לקדש שמו ברבים unserm Bekenntnis in voller Öffentlichkeit zu huldigen, eine Überzeugung, deren Verwirklichung ja gottlob bereits der Lauf der Jahrhunderte uns gebracht. –

     

    „Jisraels Gebete übersetzt und erläutert“ von S.R. HIRSCH zweite Auflage Frankfurt Main 1906 S; 12-16    

    21-05-2019 om 19:34 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    20-05-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Verkiezingen: nog een voorwendsel voor zionistische propaganda
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

     

    Gemaskerde zionistische propaganda

     

    Ter attentie van onze Joodse broeders en zusters

     

    Verkiezingen: nog een voorwendsel voor zionistische propaganda

     

    Binnen enkele dagen vinden de verkiezingen voor het Europees Parlement plaats. In België worden de kiezers tevens opgeroepen om te stemmen voor de Kamer en het Parlement.

     

    Voor de zionisten is het de gelegenheid om hun propaganda te maken; ze presenteren kandidaten van hun ideologische strekking die wij Joden niet herkennen als de onze. Met de hulp enkele verantwoordelijken in de Joodse Gemeenschappen in Antwerpen kregen ze de lijst van leden van de Gemeenschappen om Joodse stemmen te winnen voor hun zionistische kandidaten. Een "Bericht aan onze Joodse vrienden" van de N-VA  werd ons in gefrankeerde omslag, zonder vermelding van afzender , toegestuurd.

     

    De Zionisten nemen Joden echt voor de gek! Ze wijzen in hun post aan hoe en voor wie het nodig is om te stemmen !!! Het spreekt voor zich dat zij de Joden beloven ze te verdedigen, te zorgen voor de veiligheid van hun instellingen (Gebedshuizen, scholen, Talmoed Thora), het antisemitisme (dat zij zelf aanwakkeren) te bestrijden, voor sociale bijstand op te komen, enz. Wat ze niet vermelden is dat dezelfde partij even strijdlustig is in het verbieden van rituele slachting en in het storen van de onderwijsprogramma's van de chassidische scholen.

     

    Deze mensen vertegenwoordigen ons niet, ze trachten een legitimiteit van vertegenwoordigers van de Joden te krijgen in de ogen van Belgische politici en de bevolking die al twijfels had geuit. De onbeschaamdheid bezielt ook de zionisten in Europa, niet alleen degenen die zich in Palestina of in de Verenigde Staten bevinden; ook hier zijn er zionistische lobby's, zoals het “Forum der Joodse Organisaties”, de “CCOJB”,  in dienst van de zionistische anti-Thora entiteit. Deze willen ons naar hun כפירה (ketterij) slepen.

     

    Beste Joodse broeders en zusters, laten ons niet misleiden door hun propaganda, stem niet voor de zionisten, zij zijn onze vijanden! Stem niet voor ons ongeluk en het verval van Joodse Gemeenschappen!

     

    Het is ook voor ons de gelegenheid om te herinneren dat we zich moeten los maken van deze schadelijke elementen voor het Joodse volk, zoals onze Rabbijnen die de naam waardig zijn en die allen antizionisten waren, het volstaat om Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER זצ"ל  en Rabbi Joel TEITELBAUM זי"ע te vernoemen, ons waarschuwden.

     

    Als Vlaamse, Belgische en Europese burgers,  bidden voor onze autoriteiten en voor het welzijn van het land. (Jeremias 29,7) België is een koninkrijk van vreedzaamheid waar we tot nu toe vrijelijk ons geloof kunnen uitoefenen. De Belgische autoriteiten zorgen voor onze veiligheid, het zijn de zionisten die zich aan de autoriteiten opdringen, die willen dicteren wat ze moeten doen, dit is onaanvaardbaar en tegen de Thora!

     

    Laten we bewust en verantwoordelijk zijn bij het uitbrengen van onze stem!

     

     

    Hadassah BORREMAN

     

     

     

    Bijlagen:
    N-VA - Propbericht.jpg (170.4 KB)   

    20-05-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    19-05-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Psalm 39,13b und Sprüchlein zur Wochenabschnitt BEHAR
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    בהר

     

    גר אנכי עמך, תושב ככל אבותי:

     

     

    „…denn Fremdling bin ich hier bei Dir, Beisasse wie alle meine Väter.“

    (Psalm 39,13b Übersetzung Rabbiner