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Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
(1808-1888)

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Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH
(1833-1900)
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Rabbiner Dr. Salomon BREUER
(1850 - 1926)
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Rabbiner Dr. Raphael BREUER
(1881-1932)
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Reb Julius HIRSCH
(1842-1909)
Jubelsinget, Gerechte, in Gottesanschauung, den Geraden geziemt Thatenoffenbarungslied (Psalm 33)

ברוך הבא!    السلام عليكم!

 

Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Jodendom tegen Zionisme


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’étude YECHOUROUN, Judaïsme contre Sionisme.

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Torah. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Judentum gegen Zionismus.

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Judaism against Zionism.

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

Inhoud blog
  • Talmud Taanis 5b und Sprüchlein zum Wochenabschnitt Wajechi
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt Wajigasch
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH Kommentar zur Haftoro Wajigasch
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt WAJIGASCH
  • Rabbiner Dr. Raphael BREUER:,Der erste Jude an der Spitze eines nichtjüdischen Staatswesens'
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH : HUMANISM and JUDAISM (9)
  • S R HIRSCH CHANUCKO: Ist's eine alte Geschichte?
  • Sprüche 25,21 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Wajigasch
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt MIKÉTZ
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro des Schabbos Chanuckoh
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt MIKÉZ
  • Rabbiner Ludwig STERN 'Die Chanukkofeier'
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH : HUMANISM and JUDAISM (8)
  • Psalm 113 V 7 u 8 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Mikéz
  • Samson Raphael Hirsch: Komm. Wochenabschnitt Wajéschèw
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt Wajéschew
  • Rabbiner Dr. Salomon Breuer: zur Wochenabschnitt Wajéschew
  • Rav Simon SCHWAB Für ein POLITISCHES FREUNDSCHAFTSBUND MIT DER ISLAMITISCHEN WELT
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH : HUMANISM and JUDAISM (7)
  • Psalm 133,1 und Sprüchlein der Woche für Wajéschew
    INTERESSANTE LINKS
  • ANTIQUARIAAT BOEKHANDEL SPINOZA
  • 'DER ISRAELIT'
  • Mehrsprachige Seite „Yakov RABKIN, Historian and Author“
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  • MUSLIM BRIDGES
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  • PEACE PALESTINE (UK)
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  • PALESTINE CHRONICLE
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    NOCH MEHR INTERESSANTE LINKS
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  • CAMPAIGN TO END ISRAELI APARTHEID, Southern California
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    Rabbiner Josef Chaim SONNENFELD
    (1848-1932)

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    IVJ exposes the vicious Zionist oppression of religious Jews who object to serve in the IDF, or protest its regime.
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    JESCHURUN
    Judentum gegen Zionismus
    18-10-2016
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Rafael BREUER: Erläuterung von das Buch Prediger
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    Unsere Empfehlung:

     

    Zur würdige Vorbereitung und Erleben  des Schabbos Chaul Hamoéd Ssuckauß 

     

    Aus der Sammlung Die fünf Megilloth übersetzt von Rabbiner Dr. Raphael BREUER

    Districtrabbiner in Aschaffenburg

    Vierter Teil:

    KOHELETH

    mit herrlichen ehrlichen Kommentar.

     

    Frankfurt am Main Verlag von A.J. HOFMANN 1911

    18-10-2016 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    04-10-2016
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Dr. Julius HIRSCH „Vademecum“ für die Zeit der Wanderschaft
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    Dr. Julius HIRSCH

       (1842-1909)

     

    ישעיה כ"ו כ': לך עמי בא בחדריך וסגר דלתיך בעדך חבי כמעט-רגע עד יעבור-זעם:

     

    Jesaja Kap. 26, V.20 „Gehe, mein Volk, gehe in deine Kammern und verschließe deine Türe hinter dir, verbirg dich einen kurzen Augenblick, bis der Zorn vorüber sein wird.“

     

    V.20. Mit dem vorigen Verse endete das V.1 intonierte Lied. Es schloß nach einem Rückblick auf das Exil und seine bitterernste, aber zugleich erhebende Wirksamkeit, mit dem Weckruf Gottes zur irdischen Glückseligkeit auf ewig. Und nun wendet sich der Prophet an Jissroél und übergibt ihn im Namen Gottes in einem kurzen Vade mecum einen Leitfaden für die lange Wanderschaft inmitten der Menschheit.

    לך עמי. Gehe, du gehst einen schweren Gang, aber du gehst ihn als עמי, als mein Volk; verbanne ich dich auch aus deinem Lande, meinem Herzen bleibst du doch nahe, auch im Exile bleibst du mein Volk. Dieses Bewußtsein soll deinen Mut, soll dich aufrichten und erhalten. Aber es verpflichtet dich zugleich, dich dieses Ehrentitels würdig zu erweisen. Laß mich, laß mein Gesetz den Mittelpunkt bilden, um den du dich als Volk gruppierst, und ‚hüte den Weg“, den es dich lehrt, indem du im Kreise der Menschheit, zugleich deiner abrahamitischen Bestimmung getreu, es als deine Pflicht betrachtest, „Menschenliebe und Recht zu üben“. (1. B.M. 18,19). Man wird dir mit Undank begegnen, dich verkennen, dich zurückweisen, בא בחדריך bleibe in deinem eigenen Kreise, fühle dich heimisch, zu Hause in deinen Institutionen, laß חדריך  deine Räume, in denen du die Gottesnähe findest und Muße und Gelegenheit zu eifriger Erforschung der Anforderungen seines Gesetzes, deine Bet- und Lehrhäuser, wenn es auch keine Prunkgebäude sind, sondern nur bescheidene Kammern, den liebster Aufenthalt sein.

    Man scheidet dich von dem Zusammenleben mit der Menschheit hinter Ghettomauern, versperrt dir alle Türen, die zum Verkehr mit der Außenwelt führen (דלתיך in Plural geschrieben), läßt höchstens eine Türe dir geöffnet, da man deiner nicht ganz entbehren kann – aber  sehne dich nicht nach dem Treiben der Völker draußen, die eine Türe, die man dir offen ließ, habe nichts Verlockendes für dich, bediene sich ihrer so wenig wie möglich, וסגר דלתך (Singular zu lesen) verschließe du selber sie dir – diese halb freiwillige, halb erzwungene Isolierung ist בעדך; (s. 1.B.M. 7,16 ויסגור ד' בעדו) zu deinem Besten, zu deinem Schutze, sie erhält dich deiner Aufgabe und rettet dich vor den Gefahren, mit denen draußen der Neid und der Haß dich bedrohen.

    חבי: weibl. Imper. חבה verbergen wovon ונחבתם שמה (Josua 2,16), להחבה בשדה (2.Könige 7,12). Der männl. Imper. Würde חבה heißen, wie von עם עלה עלה /größtenteils auch männlich, so auch in diesem Satze סגור, בא, לך, wird hier in חבי apostrophiert. Es dürfte damit gesagt sein: Die schmachvolle Behandlung, welche die Menschen dir angedeihen lassen, und die du wahrlich nicht um sie verdient hast, könnte dein Blut in Wallung bringen und du könntest, deiner eigenen männlichen Kraft dir bewußt, es unternehmen, dir mutig die Menschenrechte, die man dir vorenthält, zu erkämpfen, oder gar wähnen, dein Exilgeschick durch männliches Auftreten mit Gewalt beendigen zu dürfen – חבי begib dich deiner eigenen Mannesstärke und birg dich und alles Deine unter dem Schutz Gottes, des einzig Starken, Er allein kann, er allein wird dein Leid aufhören, deinem Galuth eine Ende machen. Dir freilich erscheint seine Dauer unendlich, und doch ist dieses Galuthgeschick, das Gottes Zürnen über dich verhängte, im Verhältnis zu der ewigen Dauer des Glückzustandes, den es herbeiführen soll, nur כמעט רגע eine kurze Weile; כי רגע באפו חיים ברצונו ( Ps. 30,6) denn ein Augenblick in seinem Zürnen spendet ein ganzes Leben in seinem Wohlgefallen.“

     

     Das Buch Jesaja“ Nach dem Forschungssystem Rabbiner Samson Raphael Hirschs übersetzt und erläutert von Julius HIRSCH Frankfurt am Main Verlag von J. Kaufmann 1911 S. 175-176

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    04-10-2016 om 23:45 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    19-09-2016
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Pinchas KOHN: GOLUS (EXIL)
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    Rabbiner Pinchas KOHN (1867-1942)

     

    גלות
     

    Schon bei den Propheten lassen sich die Spuren der Alternative nachweisen, ob Galuth eine Schule für Jissroél oder auch eine Schule für die gesamte Menschheit ist.  Der ernste Forscher wird ferner bei sorgfältiger Beobachtung erkennen, daß von dieser Alternative auch die Stellungnahme zu dem Begriff der Erlösung, zum Messianismus, zum Messias selbst bedingt is. Die dritte Auffassung, als wäre Galuth eine in sich sinnlose, zwecklose, lediglich durch die Dynamik geschichtlichen Geschehens geborene Erscheinung, hat in der wirklich jüdischen auf Thauro und Propheten eingestellten Anschauung keinen Raum.  Folglich auch nicht die Auffassung von der „Erlösung“ welche des messianisch beinhalteten Gedankenkomplexes enträt, die Auffassung also, welche die „Erlösung“ lediglich als eine Begleiterscheinung allgemeiner geschichtlicher Vorgänge, als eine Resultante derselben darstellt. Das ist eigentlich der Kern des Widerstandes der Orthodoxie gegen den Zionismus.  Alle anderen ins Feld geführten Momente sind im besten Falle Derivate diese Grundgedankens, und es hätte wirklich zur vollständigen Entgiftung beigetragen, wenn die Galuthfrage im obigen Sinn zur Diskussion gestellt worden wäre. Dann hätte man alle Nebenerscheinungen besser begriffen, man hätte die Gottesferne so vieler Äußerungen der Rebellion gegen Galuth verstanden als zwingende logische Folge der Grundeinstellung. Misrachi hätte begriffen, daß seine Bestrebungen im besten Falle eine Orthopraxie erzeugen können, daß aber die Disparität, die Unvereinbarkeit mit jüdischer Grundanschauung niemals überwunden werden kann.  Und selbst zionismusfremde Kreise der Orthodoxie hätten besser als bisher die Erkenntnis der geschichtlichen Bedeutung ihrer Eigenschaft als Träger sowohl des Galuth-, als des Messiasgedankens erfaßt und bewahrt.  Aus der immerhin nicht erfreulichen, sicherlich aber nicht beliebten reinen Defensive wäre in der Aguda geeinte Orthodoxie zu einer großen Konzeption gelangt und hätte mit zwingendem Erfolg ihre Forderungen an die Jugend stellen könne, an die Jugend, die mit üblem Nachgeschmack die Worte Getthojude und Galuthjude vernimmt und – verwechselt.

       Die jüdische Welt ist galuthmüde geworden und hat deshalb auch zu der „Dreiwoche“ zwischen 17. Tammus und 9. Av keine Beziehung mehr. Gewiß auch der Prophet mischt merkwürdigerweise in die Elegien dieser Zeit einen Festaccord; für ihn ist die Erlösung, also Galuthende, dann gekommen, wenn Galuth seine Doppelmission als Schule Jissroéls und als Schule der Welt erfüllt hat.

       חטא – wörtlich falsche Zielsetzung seines nationalen Inhaltes – das bekennen wir betend als Grundmotiv von Galuth, dräuend furchtbar erhob sich die Hand es Feindes gegen das Heiligtum, weil dieses schon längst aufgehört hatten dem Volke den Inhalt seines nationalen Seins und Wollens zu bilden. Und nun sollte Jissroél, in seinen Volksbestand and und für sich um fast 5/6 reduzierten fast ganz aus jedem politischen Kalkül ausgeschaltet, ohne Stimme im Konzert der Völker, sogar in seinen einzelnen Volksteilen fast ohne Zusammenhang, landlos – so sollte es lernen, sich als Volk sui generis zu begreifen.  Wenn rabbi Jochanan ben Sackai an dieser Galuthschwelle den Versuch machte, die Torah zum Nationalinhalte Jissroéls zu machen, so war es nichts Neues, war es nur der weg zum Heiligtum, der Weg zu dem Endziel, die Hand des Feindes vom Heiligtum zu lösen.  Teils lockend, teils peinigend trat Galuth nun fast zwei Jahrtausende immer wieder mit der Frage an Jissroél, ob es nunmehr  mit der umfassenden Kenntnis der Welt in ihren Höhen und Tiefen gewillt und bereit sei, ein Beth Hamikdosch zur weithin sichtbaren Zentrale seiner Kultur und seines nationalen Wollens zu machen.  Bisweilen versagten die Glücklichen, bisweil die Unglücklichen. 

       Es war also durchaus nicht Zufall, wenn der Neo-nationalismus fast explosiv mit einer Abkehr vom Beth Hamikdosch, mit einer Absage an den Nationalismus von R. Jochanan b. Sackai begann. Es war der sehr niederschmetternde Beweis, daß 2000 Galuthjare erfolglos geblieben waren bei einem großen Teil der jüdischen Gesamtheit.  Genau so war es nicht ästhetisches Gruseln, welches die Reform seinerzeit veranlaßte, dem Beith Hamikdosch und den Korbonoss den Krieg zu erklären. Und doch obwaltet ein gewaltiger Unterschied; die Reform verzichtete bewußt auf jeden jüdischen Kulturmittelpunkt, der Neo-nationalismus aber sollte die schwerste Frage beantworten, die Galuthfrage überhaupt je an Israel gestellt hat.  Wie wäre es denn nun, wenn Jissroél plötzlich wieder in den politischen Kalkül des Weltgeschehens einbezogen würde, zunächst wenigstens von ihm im Konzert der Völker, von ihm als Gesamtheit die Rede wäre? Und siehe da, vom Beth Hamikdosch keine Rede, keine Rede von Thauro als Weg hierzu. Die Frage konnte als אתחלתא דגאלה bewertet werden, als Erlösungsbeginn, die Antwort aber in ihrer negativen Art mußte sein und war eine Verschärfung von Galuth.  Man darf sich deshalb nicht wundern, wenn auf zionistischen Kongressen von Gott und Thauro so wenig verlautet.  Deshalb auch die Vergeblichkeit der Bemühungen des Misrachi. Beantwortet man grundsätzlich die schwere Galuthfrage im Sinne des Nur-Nationalismus, anerkennt man die Möglichkeit eines anderen Weges als den der Thauro zu dem um den Mittelpunkt des Beth Hamikdosch geeinten Volkstum, so bedeutet dies nationalen Unreife, ergo – Galuthnotwendigkeit.

    Eine einzige Weltmacht gab es, welche das Galuth auch als Frage der Menschheit auffaßte.  Da war fast in alle Volkschaften durchs Galuth ein heterogenes Element eingesprengt geworden. Dieses Element war schwach, schutzlos, fremd. Und so war Galuth eine bittende Frage der Schwachen an die Starken geworden.  Es war immer ein charakteristisches Kulturniveau auf dem Gebiete der ethischen Kultur, wie sich der Starke gegen den Schwachen benimmt. Ob das Faustrecht mit dem Schwerte oder den allen Bills ausgeübt wird, bleibt einerlei. Die Judenfrage, wie man sie nennt, ist eine Schule der ethischen Kultur für die Starken. Das ABC  dieser Schule leitet aber seinen Ursprung nicht aus sogenannten historischen Ansprüche, sondern aus der Thauro ab.  Wenn deshalb Juden über Nacht in das Getriebe politischer Gestaltungen gestellt wurden, so hätten sie in Galuthreife an eine reife Menschheit Forderungen für Schwache als sittliche Forderungen vortragen müssen.  Das haben die jüdischen Zeitgenossen von Cyrus begriffen, das hat Cyrus selbst begriffen, wenn Cyrus sprach: „Im Galuth Jissroéls hat Gott an  mich die Frage gestellt, ob ich nicht zum Bau des Beth Hamikdosch sein Volk entsenden möchte“, und also geschah es. Seitdem ist eine solche Stimme nicht mehr gehört worden. –   

       Es kam Galuth zum dritten Male. Man hätte meinen sollen, daß es der Welt viel leichter geworden  wäre, die Fragen der Galuth-Schule zu beantworten. War sie doch im Grunde genommen von Weltanschauungen beherrscht, welche den Übermut der Starken zügeln sollte. Tatsächlich gab es erleuchtete Persönlichkeiten im Abendlande des Christentums und im Orient des Islams, welche den Grundton der Galuthfrage verstanden haben. Hätte die Judenheit damals, als es galt, eine Erklärung zu formulieren, eine Antwort gefunden, welche einen Abschluß der Galuthschulen sowohl für Jissroél als auch für die Menschheit bedeutet hätte, so wären sittliche Momente die Grundlage der Friedensverträge geworden. Nicht historische Ansprüche durften die Grundlage bilden, sondern der Verzicht der Starken gegenüber den Schwachen. So aber, ohne Thauro, ohne Beth Hamikdosch auch die Balfour-Deklaration ein Ball im freien Spiel entfesselter Kräfte werden  und so viele Starken fügten zu der Faust den Haß.

       Wo aber sind diejenigen, die den Mut aufbringen, der aufhorchenden Welt – und sie wird aufhorchen – zu erklären daß eine ganz neue Interpretation der Balfour-Deklaration geschaffen werden müßte, eine Art Cyrus- Interpretation, welche den Weg aus Galuth als den Weg der Tauroh auffaßt, und so der Politik sittliche Grundmotive aufzwingen?

       Das wäre der Anfang des Tages, an dem Stärke und Schwache sich finden zum Wege zu Gott. Daß diese Frage nicht gestellt wird, daß diese Erklärung nicht gegeben wird, das ist Galuth-Elend für Jissroél und die Menschheit.

       „Wenn aber“, so dachte einst Jirmijahu, „ der Weg der Völker zu Jissroél der Weg Gottes ist, dann werden die Völker in meinem Volke sich ihr Glück zimmern.“ Diesen Weg zu zeigen ist Jissroéls Galuthaufgabe.  Das ist unsere Stimme in der Debatte um das Ziel des jüdischen Wollens.

     

    Rabbiner P.Kohn, Wien. 

    in „NachAlass Zwi“ 5691, 1930/31S. 287-290

    19-09-2016 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    13-09-2016
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbi Ahron Leib Cohen: Refutation of 'Talmud and double standards'
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    Rabbi Ahron Leib Cohen שליט"א

    Manchester, Great Britain

     

    “The Talmud and double standards”

     

    Mr Michael Jones and the Talmud

     

    Talmud embodies a whole G-dly, totally benign philosophy and way of life reaching right back to Divine Revelation. It is not possible for Talmud to be studied and appreciated as a 'stand alone' academic field of knowledge. Knowledge of Talmud requires faith, holiness, self discipline and years of diligent study.

     

    Michael Jones' article is based on false concepts, out-of-context excerpts, distortions and untrue statistics, disseminated by christian critics of Judaism or intellectuals of Jewish extraction seeking (either consciously or sub-consciously) freedom of material indulgence and release from religious restriction, who in many instances have quoted talmudic and scriptual sources falsely, or distorted.

     

    Mr Jones draws on evidence from a small group of dissident 'apikoirus' Jews and ignores the fact of a thriving core of generations going back thousands of years, of many many thousands may be millions of Jews of all ages of high moral and religious calibre spread around the world (including vast numbers of Polish Jews!) behaving with humility, integrity, contented family lives and just compassion and consideration for all people whether Jewish or non-Jewish. All this based on the Torah as taught in the Talmud.

     

    The Torah and the Talmud are the means by which the Jewish People have retained their identity through two thousand years of exile with no coercion but willing and loving acceptance.

     

    Vice President Rahimi

     

    Mr Rahimi, although not speaking about the Jewish People as such, does sadly speak disparagingly about the Talmud. His references to the Talmud are presumably based on similar unsound sources to those of Michael Jones. In todays age the nefarious activities of the Zionists (who are still frequently perceived as being representative of Jews as a whole) and the illegitimate 'State of Israex' only go to encourage views such as those expressed by Mr Rahimi. Particularly, the activities of the 'Religious Zionists' who claim a connection with the Talmud. Whereas it is quite clear to authentic Orthodox Jews that the views of the Religious Zionists are incompatible with the age old Jewish teachings. They have 'bolted on' the nationalistic ideals of Zionism to Judaism, fallaciously citing sources to support their ideas.

     

    Double Standards?

     

    It is, I suppose, logical for the world at large to react differently to disparaging comments against Jewish religious sources when made by people of Jewish extraction as opposed to those same kind of comments when made by non-Jewish parties. The former would not be considered to be anti-Semitism, after all the comments have been made by Jews!, hence no criticism from the world at large Whereas the latter could easily be treated as a manifestation of anti-Semitism, hence the criticism.

     

    The sad fact is, however, that the criticism of the disparaging remarks includes criticism of remarks made against the Zionist State of 'Israex'. The latter being entirely justified and should not be confused with anti-Semitism.

     

    Kol tuv

     

    Ahron Leib Cohen

     

     

    “The Talmud and double standards”

    »Read more

    Tue Jul 3, 2012 7:29AM GMT

    By E. Michael Jones

    http://www.presstv.ir/detail/2012/07/03/249099/the-talmud-and-double-standards

     

    Demnächst in „Jeschurun – Judentum gegen Zionismus”:

    Rabbiner Samson Raphael Hirsch „ÜBER DIE BEZIEHUNG DES TALMUDS ZUM JUDENTUM

    UND ZU DER SOZIALEN STELLUNG SEINER BEKENNER“* (Erschien als Broschüre im Jahre 1884)“

    13-09-2016 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    08-08-2016
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.RÜCKBLICK ÜBER DAS VIERTE BUCH MOSES
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    RÜCKBLICK ÜBER DAS VIERTE BUCH MOSES

     

    In diesem Buche ist der geschichtliche Teil vorwiegend, besonders sind es hier Schwächen und Vergehungen Jissroéls in der Wüste, die uns als warnendes Beispiel berichtet werden.

    So lesen wir von ihrem übermutigen Murren über das treffliche Man, dem falschen Bericht der Kundschafter über das gelobte Land, die Auflehnung Korachs und seiner bösen Rotte gegen Moses und Aharon; ferner die Haderwasser, die Segensprüche Bileams, den Eifer des Priesters Pinchos für seinen Gott und den siegreichen Kampf der Israeliten mit Sichon und Og. 

    Das vierte Buch schließt mit der Aufzählung der Lagerstätten und der Ortschaften, die Jissroél bei seiner Wanderung berührt hatte.

    Die Satzungen jedes Abschnittes wurden teilweise an Ort und Stelle besprochen.

    Lehrreich für jeden Menschen ist die Wanderung Jissroéls in der Wüste, bedeutet doch auch das menschliche Leben eine Wanderung oft durch unwirkliche, rauhe Landschaften.  Eine Wüste ist es schon gar oft gewesen, durch welche der Fuß des Erdenpilgers dahinschritt, trostlose Einöde, erfüllt von Schrecken und Gefahren, Mangel und Elend sich bergend. Doch Gott verläßt in keiner Stunde nicht diejenigen, die Ihn anrufen in Wahrheit. Der da voll Zuversicht zu Ihm emporblickt und sich bestrebt nach Gottes heiligem Willen sein Leben einzurichten, dem schickt der Allgütige auf wunderbare Weise, wie einst Jissroél n der Wüste, köstliches Brot vom  Himmel, aus hartem Gestein läßt er  ihm hervorrieseln erquickendes Born und der Wüste Sand verwandelt Er ihm in blühende Flur.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 374-375  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    08-08-2016 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    19-07-2016
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Why is it so serious to enlist in the Zionist army?
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    Why is it so serious to enlist in the Zionist army?

     

     

    The statement in the appendix ("Bijlagen» = annexes), written in Yiddish to the attention of pious Jews who live in Occupied Palestine, now exposed to the risk of being recruited into the Zionist army, develops the Rabbinical view of the seriousness of this issue. The statement contains very judicious arguments and denouncing the "Rabbis" Zionists collaborating with the Zionist regime to do deny the אמונה to the Jews.

     

     

     

    פארוואס איז עס אזוי ערנסט צו זיך פארשרייבן אין דער ציוניסטישע ארמיי?

     

     

    די דערקלערונג אין דעם אַפּפּענדיקס ("Bijlagen" = אַננעקסעס), געשריבן אין אידיש פאר די פרומע עהרליכע אידן וואס לעבן אין ארץ ישראל און וואס ריזיקירן צו זיין רעקרוטירט אין  די ציוניסטישע ארמיי , ברענגט די מיינונג פון רבנים בנוגע די ערנסקייט פון דעם ענין. די דערקלערונג אנטהאלט פאקטן און זייער קלוגע ארגומענטן , זיי פאַרדאמען די ציוניסטישע "רבונים" וואס ארבעטן מיט דעם ציוניסטישער רעזשים צו טאן לייקענען די אידן פון זייער אמונה, ח"ו !

     

    Bijlagen:
    אידן ... וועקט אייך אויף !!! p1.docx (4.6 MB)   
    אידן ... וועקט אייך אויף !!! p2.docx (4.6 MB)   
    אידן ... וועקט אייך אויף !!! p3.docx (4.8 MB)   
    אידן ... וועקט אייך אויף !!! p4.docx (4.8 MB)   
    אידן ... וועקט אייך אויף !!! p5.docx (4.9 MB)   
    אידן ... וועקט אייך אויף !!! p6.docx (4.9 MB)   
    אידן ... וועקט אייך אויף !!! p7.docx (4.6 MB)   
    אידן ... וועקט אייך אויף !!! p8.docx (4.6 MB)   

    19-07-2016 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    12-07-2016
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Yakov M. Rabkin: “What is Modern Israel?”
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Book presentation

     

    Yakov M. Rabkin

     

    “What is Modern Israel?”

     

    Distributed for Pluto Press

    240 pages | 5 1/2 x 8 3/4 | © 2016

    Paper $27.00ISBN: 9780745335810 Published July 2016 For Sale in All Americas and the Caribbean except Canada

    Cloth $90.00ISBN: 9780745335827 Published July 2016 For Sale in All Americas and the Caribbean except Canada

    Usually, we think of the state of modern Israel, as well as the late nineteenth-century Zionist movement that led to its founding, as a response to anti-Semitism which grew out of cultural and religious Judaism. In What Is Modern Israel?, however, Yakov M. Rabkin turns this understanding on its head, arguing convincingly that Zionism, far from being a natural development of Judaism, in fact has its historical and theological roots in Protestant Christianity. While most Jewish people viewed Zionism as marginal or even heretical, Christian enthusiasm for the Restoration of the Jews to the Promised Land transformed the traditional Judaic yearning for ‘Return’—a spiritual concept with a very different meaning—into a political project.
     
    Drawing on many overlooked pages of history, and using on a uniquely broad range of sources in English, French, Hebrew, and Russian, Rabkin shows that Zionism was conceived as a sharp break with Judaism and Jewish continuity. Rabkin argues that Israel’s past and present must be understood in the context of European ethnic nationalism, colonial expansion, and geopolitical interests rather than—as is all too often the case—an incarnation of Biblical prophecies or a culmination of Jewish history.

     

    http://press.uchicago.edu/ucp/books/book/distributed/W/bo23469304.html

     

    12-07-2016 om 00:32 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    05-07-2016
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    Annual Quds rally held in London

     

    Amina Taylor Press TV, London

    In Britain, thousands have marched in the annual Quds rally in solidarity with Palestinians facing Israeli aggression. This year’s demonstration was held despite pressure by pro-Zionist groups who sought to cancel the event by drawing a link between the Quds rally and the Daesh terrorist group.

    http://www.presstv.ir/Detail/2016/07/04/473488/London-Quds-Day-rally

     

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    05-07-2016 om 15:23 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    21-06-2016
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    Als Mensch Jissroél mit Thora im Derech Erets gegen den Zionismus

    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     

    KARMEL UND SINAI.

     

    Vor uns liegt ein Blatt, dessen Inhalt das ganze Interesse unserer Lehrer beanspruchen darf. Nach der Schrift zu urteilen, stammt es aus der Frühzeit Rabbiner Hirschs זצ"ל: es enthält den Plan einer von ihm zu gründenden Zeitschrift. Die Überschrift des Blattes lautet:

    KARMEL

    eine Zeitschrift für das Leben und Wissenschaft im Judentum, in zwangslosen Heften.

    _________

    Wie lange hinkt ihr noch auf beide Seiten?

    Ist der Ewige Gott, so wandelt Ihm nach,

    Und ist es Baal, so wandelt ihm nach!

    _________

    Da sprachen sie:

    Der Ewige, Er allein ist Gott!

    Der Ewige, Er allein ist Gott!   (Kön. I, 18)

    __________

     

    Im Zeichen dieses Mottos sollte die Zeitschrift stehen. Im Zeichen dieses Mottos hat die ganze Lebensarbeit dieses Gotteskämpfers gestanden: es galt ihm, seine Zeit von Fluch der Halbheit zu befreien und ihr damit den Weg zur Erlösung zu bahnen.

    Es folgt auf dem Blatte ein erster Artikel, den wir hiermit wiedergeben.
    _______

     

    KARMEL UND SINAI.

     

    Kennst du das Wort, das vom Sinai schallte? „Ich, der Ewige, sei Dein Gott! Habe nicht andere Götter neben meinem Angesicht!

    Es schallte von Sinai und wies für alle Folgezeit Jissroél den leuchtenden Richtpunkt für sein Leben und Wissen, für seine Gedanken und Gefühle, für seine Worte und Taten und für sein Ansicht über Gedanke und Gefühl und über Wort und Tat. Alles ist mit diesem einen Maßstab zu messen, alles diesem Einen zu unterordnen, und nimmer zu feilschen mit anderen Gütern und Rücksichten, die als lebenleitenden Götter nicht bestehen vor dem Alleinen. Mag um dich, Jissroél, alles auf anderes sich gründen, alles sich anders gestalten, alles andere Zwecke erstreben, du hast nur einen Grund, dir gilt nur eine Gestaltung, dir winkt nur ein Zweck: der Alleine, und des Alleinen Wort, der dazu aus Ägypten dich führte. In Jissroél nichts Wohlfahrt, das vor dem Alleinen errötet, in Israel nichts Klugheit, das des Alleinen Wort verdammt, in Jissroél nichts Friede, das mit des Alleinen Wort entzweit. Nicht soll es buhlen mit den Göttern der Erde! – So schallte es  vom Sinai.

    Jahrhunderte schwanken, Jahrhunderte der Freude und der Trauer, Jahrhunderte der Kraft und der Ohnmacht, Jahrhunderte der Prüfung und Läuterung,  - denn es waren Jahrhunderte der Treue und Untreue gegen das Sinaiwort – und immer schwächer tönte es fort in Jissroéls Brust, und immer unwilliger fand es Ohr, und immer mehr drängten sich andere Güter und andere Rücksichten  als  Götter zwischen Jissroél und den Alleinen, und der Alleinen war nicht allein mehr Gott in Jissroél. Es fühlte sich krank: aber statt die Krankheit nur in der Entzweiung mit jenem Sinaiwort und Heilung nur in der Wiedervereinigung mit ihm zu erblicken, wähnte es die Krankheit nur im Mangel an Gestaltung, die es ausser Israel erblickte, und wähnte die Heilung im Hinüberziehen des Nichtisraeltischen in Jissroél zu finden – und so ward ihm die Heilung nur Krankheit zu Krankheit. –

     So kam eine Zeit, wo Staatsklugheit selbst höher gestellt wurde als jenes Sinaiwort, wo man das Leben gründen und leiten, sichern und verschönen zu können vermeinte ohne jenes Sinaiwort gegen jenes Wort von Sinai – da prangte, dem einen Tempel des Alleinen zum Hohn, an Israels Grenzen das Zeichen seiner Gesunkenheit: das Götzenkalb, da erhoben sich Altäre dem Baal – da war es Nacht in Jissroél.

     Da – als gar Männer des Geistes, des Geistes, der gerade in solcher Nacht der Erstorbenheit wecken und wecken, furchtlos und rücksichtslos wecken und mahnen sollte zum Lichte und zum Leben, mit eingingen in die Lüge der Nacht, Propheten des Baals wurden und im Namen des Alleinen beschönigten und priesen die Werke des Baal und von Isabels Henkerhand geschlachtet oder vertrieben waren die mutigtreuen Geistesmänner des Alleinen – und es so Nacht geworden war geworden in der Nacht, - da blitzte vom Karmel es auf, das Feuerwort: „Wie lange hinkt ihr auf beide Seiten? Ist der Ewige Gott, so wandelt ihm nach, ist’s aber der Baal, so wandelt nach ihm!“

     Es war Elias Feuergeist, der leuchtete in der Nacht. – Und wieder wach ward das Sinaiwort in Jissroéls Brust, und es sank hin das Volk und sprach: „Der Ewige allein ist Gott, allein der Ewige ist Gott!“

     Aber auch, es war nur ein Blitz in der Nacht, de rasch trifft und schwindet –, und die Nacht ward dauern nicht zum Tage, und in die Wüste, zum Sinai musste Elias flüchten und klagen:    „Ich habe geeifert für den Ewigen, Gott Zebaoth, denn es haben dein Bündnis Jissroéls Söhne verlassen, haben deine Propheten niedergeschlagen, und ich allein bin übrig geblieben, und auch mich wollten sie töten; es ist genug jetzt, o Gott, nimm hin meine Seele, denn ich bin nicht besser als meine Väter“ –       

     Moses starb. Glücklicher Moses! Moses konnte sterben: denn seine Sinaisendung war vollbracht. Elias starb nicht, Elias konnte nicht sterben: denn unvollendet war seine Karmelsendung.

     Elias lebt. Sein Geist lebt fort im Munde der Propheten, die nach ihm kamen und weckten und weckten, furchtlos und rücksichtslos weckten und mahnten zum Licht und zum Leben.

     Elias lebt. Als das Wort, das er am Karmel sprach, zertrümmert hatte Jissroéls Glücksgebäude, das sie auf Baal und nicht auf Gott aufführen wollten, als da im Unglück wieder aufgewacht, zum dauernd ragenden Licht wieder aufgewacht war das Sinaiwort in Jissroéls Brust, und Jissroéls Führer, die Rabbinen, treue lebend in diesem Sinai-Karmel-Geist dem Alleinen seinen Tempel, – nicht von Stein und Holz, der in Trümmern lag, – sondern in der Brust und dem Leben des Volkes, des nicht zu zertrümmernden, aufzurichteten und seiner warteten, und sammelten alle Licht- und Feuerlaute vom Sinai-Karmel her, und sie als Wolk- und Feuersäule für die Wanderung durch die Exilesnacht Jissroéls Geschlechtern für Jahrtausende hinab treu übergaben, da kehrte versöhnt und milde Elias Feuergeist ein bei den Rabbinen und freute sich ihres Bemühens und ihres Werkes. –

     Elias lebt. Sein Geist war Zeuge der tausendfältigen Tode, mit denen Jissroél Jahrtausende herab seine Treue gegen das Sinaiwort besiegelte. Sein Geist ist Zeuge jeder göttlichen Menschenworts, jedes göttliches Menschengedankens in Jissroél, jeder Handlung, jedes Wort, jedes Gedankens, in denen Einer von Jissroéls Söhnen seine Treue gegen den Alleinen und sein Sinaiwort bekundet, und zeichnet sie ein in das Buch der Ewigkeit. (Midr. Ruth Raba)  Elias lebt. Sein Geist ist Zeuge jedem Neugeborenen in Jissroél, wenn ihm das heilige Schmerzenssiegel aufgedrückt wird seinem Fleische, daß er dem Abrahamsbündnis angehöre. Sein Karmelwort tönt heute noch in Jissroéls Chören auf den Ruf, der aus versöhnter Vergangenheit zu neuen, wahrhaft neuen Zukunft soll geleiten: „Der Ewige, er allein ist Gott!“ –

     Elias lebt. Wenn wieder je in Jissroél verlöschen sollte, das Sinaiwort, aufgekündigt würde die Treue dem Gesetz, das Moses am Chauréw für Jissroél empfing, wenn wieder je in Jissroél nicht weiterbauen wollten die Enkel an dem Bau, den je die Väter gebaut, einen neuen Grund legen wollten, den die Väter nicht gekannt, und in vermessenem Wahn sprengen wollten das Band, das die Gegenwart an die Vergangenheit knüpft und es wieder Nacht würde in Jissroél – auch dann wird Elias mit seinem Feuergeist wieder erstehen – und wieder knüpfen das Band der Väter mit den Kindern und das Band der Kinder mit den Väter, ehe die Welt in Trümmer geht (Maleachi 3,23).

     

    Quelle: NACHALATH Z’WI  Eine Monatsschrift für Judentum in Lehre und Tat herausgegeben vom Vorstand der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft Zweiter Jahrgang 5692/ 1931/32 Ff/M S.257-260

     

    Diese Schrift war schon Bestandteil unseres Studienprogramms für die Saison Frühling und Sommer 5768 /2008

    21-06-2016 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    27-05-2016
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    Samson Raphael HIRSCH

    בהר

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt BEHAR

     

    Kap.25, 1 Gott sprach zu Mausche auf dem Berge Sinai:

    Kap.25 V 1  Es haben die letzten Sätze des vorigen Kapitels „Gott“ als Urborn alles „Rechts“ und die „Persönlichkeit“ Gottes als Fundament alles Rechts von Personen und von durch Menschenpersönlichkeit zu „Gütern“ erhobenen Sachen an die Spitze der Rechtsgesetzgebung gestellt. Daran schließt sich nun dieses Kapitel, indem er für den engeren Kreis des jüdischen Landrechts Gott als eigentlich einzigen, wirklichen Herrn und Eigentümer des jüdischen Landes, der jüdischen Menschen und Güter statuiert und von diesem einen Rechtsbegriff aus Boden-, Menschen- und Güterrecht entwickelt. שביעית , יובל , die  גאולה-Institution bei Boden-, Häuser- und Personendienstlauf, sowie das רבית-Gesetz  sind nichts als Konsequenzen aus dem einen Rechtsprinzipium der Hörigkeit an Gott, und Gottes, als des einzigen Urberechtigten. …

     

    V.4 aber im siebten Jahre sei eine durch Werkeinstellung zu begehender Sabbat dem Lande, Gott ein Sabbat: dein Feld sollst du nicht besäen und deinen Weinberg nicht beschneiden,

     

    V.4 שבת לד' Wiederholt wird es ausgesprochen, daß der Landessabbat ein Sabbat לד', zum Ausdruck der Gotteshuldigung bestimmt, und nicht etwa ein im Interesse des Landes angeordnetes Brachjahr ist. …שביעית, die Gotteshuldigung als Bodeneigentümers des jüdischen Landes, bedarf zu ihren Ausdruck nur der Unterstellung des Bodens unter Gottes Herrschaft. Vor dem Gedanken des eigentlichen Bodeneigentümers tritt sein Lebensträger, der Jude, mit Bestellung des Bodens und Einheimsung seiner Früchte für die Zwecke der Existenzsicherung zurück. Es genügt die allgemeine Einstellung der Aussaat und der Baumbeschneidung, sowie der einspeichernden Ernte aller etwa von selbst gewachsene Früchte, um für dieses Jahr keine Nahrungssicherung aus den Boden zu erzielen (siehe V.20), und damit dem Boden eines ganzen Landes das Gepräge der Herrenlosigkeit aufzudrücken und ein ganzes Jahr zu einer nationalen Bekenntnisthat zu gestalten, daß das jüdische Volk nicht Herr und Eigentümer des jüdischen Landes sei. …

     

    V.5 an dem Nachwuchs deines Schnittes sollst du keinen Schnitt, und an den Trauben deines sich selbst überlassenen Weinstockes keine Lese halten; ein Jahr der Werkeinstellung soll dem Lande sein.

     

    V.5…שביעית ist ebenso positiver Ausdruck der Gotteshuldigung, der Gottesherrschaft über den Boden des jüdischen Landes, wie ע"ז eine Leugnung der ausschließlichen Gottesherrschaft ist. Alles was der jüdische Boden im שביעית hervorbringt, ist ein Objekt, das die Idee der Gottesherrschaft trägt und dem Ausdruck und der Vergegenwärtigung dieses Gedankens heilig ist, sowie ע"ז ein Objekt ist, das den Gegensatz dieses Gedankens vergegenwärtigt. Beide, פירות שביעית und ע"ז, sind Bekenntnisobjekte in Beziehung zu der höchsten fundamentalen Wahrheit des jüdischen Bewusstseins, jenes der Huldigung, dieses der Leugnung der Gottesherrschaft, und scheiden sich damit scharf von allen übrigen Gesetzobjekten. …

     

    V. 7 und deinem Vieh, sowie deinem Tiere, welches in deinem Lande sich befindet, sei all sein Ertrag zum Essen.

    V.7 …Vergegenwärtigen wir uns die שביעית- Gesetze in ihrer Verwirklichung, so sind sie die großartigste, ein ganzes Jahr durchdauernde, auf Äckern und Feldern, in Gärten und Wiesen sich offen kund tuende, in jeder Frucht, jedem Grashalm sich aussprechende Bekenntnistat einer ganzen Nation, mit welcher sie ihren Nationalboden Gott als dessen eigentlichem Eigentümer und Herrn huldigend zu Füssen legt, sich selbst nur als גרים ותושבים, als geduldete Einwohner und Beisassen auf Gottes Boden begreift, und aller Hoheit und allen Besitzstolzes entkleidet zu den Ärmsten der Menschen und zu dem Tier auf dem Felde in Gleichheit und Gleichberechtigung  vor Gott zurücktritt.

     

    V.8 Und du zählst dir sieben Jahressabbate, sieben Jahre siebenmal; und die Tage der sieben Jahressabbate seinen dir neunundvierzig Jahre.

     

    V.8 … Die Omerzählung ist die Zählung der Individuen, die Schemitah- und Jobelzählung ist die Zählung der Nation. Jene sucht, auf Grund siebenmaliger Sabbathuldigung Gottes als Schöpfers und Herrn, ein der Gesetzempfängnis würdig machendes siebenfältiges Emporarbeiten zur sittlichen Freiheit ( שבע שבתותund תשעה וארבעים יום). Diese sucht, auf Grund siebenmaliger Jahressabathuldigung Gottes als Herrn und Eigners des Nationalbodens, ein der staatlichen Jobelwiedergeburt würdig machendes siebenfältiges Emporarbeiten zur politischen innerer Freiheit ( שבע שבתות שניםund תשע וארבעים שנה – siehe V. 9 u. 10). Der Sinn unseres Verses wäre also: du zählst dir sieben Jahressabbate, und diese sieben Perioden sollen dir gleichzeitig nur eine Periode von neunundvierzig Jahren bilden.

     

    V.10 Und ihr heiligt das fünfzigste Jahr, und ihr verkündet Freiheit im Lande allen seinen Bewohnern. Ein Heimbringer ist es und ein solcher soll es euch sein und ihr kehret zurück jeder zu seinem Grundbesitze und jeder kehrt ihr zu seine Familie zurück.

     

    V.10 … Wie die כפרה des יום הכפורים eines jeden Jahres die sittliche Wiedergeburt des Individuums mit allen deren heilenden und wiederherstellenden Wirkungen für das innere und äußere Leben des einzelnen als Allmachtsgeschenk der göttlichen Wundergnade bringen soll, und diese Gnadenspende des Regenerierungstages die dem entsprechenden Tagespflichten von ענוי und איסור מלאכה erzeugt und durch deren Erfüllung bedingt ist: so soll der יום הכפורים des Jobeljahres zugleich eine soziale und politische Wiedergeburt der Nation mit all deren heilenden und wiederherstellenden Wirkungen für die inneren und äußeren Bedingungen der Nation als Allmachtgeschenk der göttlichen Wundergnade bringen. …

     

    V.14  Und wenn ihr nun einen Verkauf an den Nächsten vollzieht, oder sonst etwas erwerbet aus der Hand des Nächsten, sollt ihr einem dem andern nicht zu nahe tun.

     

    V. 14 … Wenn jedoch nach jüdischem Rechte ein Geschäft mit Worte allein nicht perfekt wird, und so lange nicht einer der bezeichneten קנין- Akten geschehen, juridisch der Rücktritt möglich ist, so wird doch, selbst wenn ein Geschäft bloß mit Worten abgeschlossen worden ein Rücktritt als tadelnswerter Vertrauensbruch erklärt, דברים יש בהם משום מחוסרי אמונה ואין רוח חכמים נוחה הימנו, und wenn zu dem Worte bereits eine Geldzahlung hinzugekommen, oder die Ware vom Käufer gezeichnet worden, wenngleich damit der Eigentumswechsel noch nicht vollzogen und juridisch ein Rücktritt möglich wäre, so würde auf eine Klage beim jüdischen Gericht dieses vor dem Wortbruch mit dem ernsten Ausspruch zu warnen haben: מי שפרע מאנשי דור המבול ומאנשי דור הפלגה ומאנשי סדום ועמורה וממצרים שטבעו בים הוא יפרע ממי שאינו עומד בדבורו d.i. „ der das Geschlecht der Sündflut, das Geschlecht des Turmbaus, die Männer von Sodom und Amora und die Ägypter, die im Meere ihren Untergang fanden, mit seiner Strafe traf, der  wird mit seinen Strafen treffen, der sein Wort nicht hält“ (Baba Mezia 48a u. 49a). Dieses sich der göttlichen Strafe Unterziehen wird mit dem Ausdruck: מקבל מי שפרע bezeichnet.

    Wir bemerken, daß das jüdische Gesetz an vielen Stellen für den Verkehr des Menschen mit Menschen scharf scheidet zwischen der juridischen Befugnis und dem sittlich Gebilligten. Es gibt gar manches, das nach dem objektiven Recht der gerichtlichen Ausspruch zulassen muss, was gleichwohl vom Standpunkt höherer sittlicher Anforderung missbilligt wird, אין רוח חכמים נוחה הימנו.

     

    V.18  Erfüllet meine Gesetze und meine Rechtsordnung hütet und erfüllet sie, so werdet ihr vom Lande sorgenfrei getragen wohnen.

    V.19  Das Land wird seine Frucht geben, ihr werdet zur Sättigung essen, und werdet sorgenfrei von ihm getragen wohnen.

     

    VV. 18 u. 19  Der vorangehende Vers hatte die unmittelbare Konsequenz aus dem durch Schemita- und Jobelinstiution als Basis des Verkehrslebens gepflegten Gedanken der Gotthörigkeit des Landes für das Leben des Menschen mit Menschen ausgesprochen. In diesen Versen wird der Gedanke für das Ganze Einzel – und Volksleben fruchtbar gemacht, Gottes Wort kennt nur eine Gotteshuldigung, und das ist die treue Erfüllung seines Willens. Und so ist denn auch sein Land nur um einen einzigen Preis unser, und das ist die treue Erfüllung seines Gesetzes. Zollen  wir diesen Tribut, so haben wir alles getan, um uns und das Land und uns im Lande zu erhalten. Erkenntnis und Erfüllung dieses Gesetzes ist unser Wall und unsere Mauer, unsere Wissenschaft und Kunst, unsere Staatsweisheit und unsere Volkswirtschaftslehre. Alles, was andere Nationen auf tausend andere Wegen vergebens anstreben, politische Sicherheit nach außen, Blüte und Wohlfahrt im Innern, schaffen wir uns einfach und sicher durch Erfüllung dieses Gesetzes. Sein Gesetzgeber, der Herr unseres Landes, ist zugleich Gebieter über die Geschicke der Völker und über die Entwicklung der Natur; wie unser Land, sind die Gänge der Geschicke und der Natur „sein“, und die Verteidigung und die Blüte unseres Landes hat „Er“ übernommen, so wir seine „Gesetze“ und seine „Rechtsordnungen“ „wahren und erfüllen“, wahren: durch stets Lernen und Schützen vor Verirrungen, erfüllen: durch Verwirklichung im ganzen Einzel-, Familien-, und Volksleben (Siehe zu Kap. 18,5 חקים sind die sittliche Umschränkungen unseres Einzel- und Familienlebens, משפטים die Rechtsordnungen unseres sozialen Verhaltens; jene sind die Vorbedingungen von diesen, beide sind das Ziel, für welches uns Gott „sein“ Land gegeben.)

    27-05-2016 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    26-05-2016
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת בהר

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Behar

     

     

    Jeremias, Kap. 32, Vers 6 und folgende

     

    Der erste Satz der Sidra enthält (Kap. 25, 2) die Erinnerung, daß Gott, der Jissroél das Land verliehen, dessen ewiger Eigner und Herr bleibe, eine Wahrheit, der durch die Bekenntnistat der Sabbathrast eines ganzes Jahres auf Feld und Flur im jüdischen Lande in jedem siebenten Jahre und durch die Rückkehr der Güter im fünfzigsten; dem Jobeljahre, die lauteste, in alle Verhältnisse des bürgerlichen Lebens tief eingreifende Huldigung gezollt werden sollte. Nachdem dieselbe Huldigung Gottes, als des eigentlichen Herrn auch in allen beweglichen Güter des Juden, durch das ebenso tief eingreifende Zinsverbot im inneren Verkehr gefordert worden und die gewissenhafteste gottesfürchtige Gerechtigkeit im Menschenverkehr, ausdrücklich auch den götzendienenden Heiden gegenüber (das. 25,47) als heiligster unantastbarer Grundpfeiler des jüdischen Staatslebens verkündet worden war, war sodann im letzten Sidraverse auf die große moralische Verantwortlichkeit hingewiesen worden, die Jissroél trage als Hüter es in seiner Mitte sich erhebenden Gottesheiligtums. Ein den Sabbathgedanken und die Heiligtumslehre in Gesinnung und Tat verleugnendes Leben wäre Tötung des belehrenden und erziehenden Einflusses des einen wie des anderen in Jissroél und in der Menschheit.

    Einen erschütternden Gegensatz zu dieser Bestimmung zeigt das Bild, das von der Haftora  uns dargereicht wird. Es ist ein Einblick in Jerusalems letzte Tage. Die Chaldäer vor den Thoren, zum letzten Sturm alles bereitet. Denn erfolglos geblieben waren alle Mahnungen zur Rückkehr, an den Tag legte, zur Verwirklichung des Gesetzes. Deshalb und nur deshalb nahte das längst für diesen Fall als Gottesverhängnis verkündete Geschick seiner Verwirklichung. Gottes Werkzeuge, Vollstrecker seines Willens waren die draußen lagernden Feinde. Nur Friede mit Gott, nicht aber der Kampf mit dem Feinde konnte noch Rettung bringen. Den einzigen Kühnen, den Gottespropheten, der es wagte, diese Wahrheit dem verblendeten  jüdischen Könige Zidkijahu und dem Volke auszusprechen, hatte der jüdische König – ins Gefängnis werfen lassen. Im Gefängnisse erging das Wort Gottes an ihn,  das seinen Blick und den Blick des Volkes über die unmittelbar bevorstehenden trüben Zeiten auf eine bessere Zukunft lenken sollte, in der Jissroél zu seinem Gotte zurückgekehrt und damit sich und seinem Lande wiedergegeben sein werde. Zu diesem Behufe sollte er einen Kauf abschließen, einen Acker erwerben, der in der Gegenwart absolut wertlos war, dessen Erwerb deshalb die feste Überzeugung an den Tag legte, die bevorstehende Verödung des Landes werde nur eine vorübergehende sein.

    Die Erzählung zeigt ferner, daß die Gesetzgebung über den Immobiliarbesitz, so wenig sie je ihre volle Verwirklichung gefunden hat, doch mehr in das Leben eingedrungen war, als nach den spärlichen Nachrichten der politischen Geschichte sich vermuten ließe. Die V.10 f. angegebenen Förmlichkeiten bei der  Abfassung des Kaufbriefes und die Modalitäten der Besitzübertragung dienen im Talmud Baba Bathra zum Anhaltspunkte und Belege für die betreffenden juridischen Bestimmungen. (Siehe das. 160 f.) 

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 230 -234  Kommentar zu Jeremias Kap 32 V.6…) 

    26-05-2016 om 01:46 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    04-05-2016
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    Nazi Propaganda was Based on What Zionists Said

     

    The idea that Zionism and the State of "Israel" is the protector of Jews is probably the greatest hoax ever perpetrated on the Jewish People. Indeed, where else since 1945 have Jews been in such physical danger as in the Zionist state?!


    http://www.truetorahjews.org/naziismzionism 

     

     

     

    04-05-2016 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    03-05-2016
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Wer boycott wer? Historische Documentation
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    1933: Zionists sign a deal with Hitler - The Transfer Agreement

     

    The Transfer Agreement - Wikipedia, the free encyclopedia 

    The Transfer Agreement: The Dramatic Story of the Pact Between the Third Reich and Jewish Palestine is a book written by author Edwin Black, documenting the agreement between Zionist Jews and Adolf Hitler to help create a Jewish state in Palestine, in return for an end of a global boycott of Nazi Germany that had threatened to bring it down in its first days of power.

    Video -Posted November 05, 2012  

    1933: Zionists sign a deal with Hitler - The Transfer Agreement 

    https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=o3we8Sg9oOs 

    http://www.informationclearinghouse.info/article32941.htm

    03-05-2016 om 23:40 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    02-05-2016
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Raphael BREUER: Die Welt des Islam
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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

              (1881-1932)

    „DIE WELT DES ISLAM“


    Sehr bedeutsamer Aufsatz erschienen in Jüdische Monatshefte“ Jahrgang 2 (1915), Heft 11 S. 389-396

    IN BEILAGE!
    Betrachtungen und Bemerkungen anhand einer Schrift von Franz Delitzsch.

    Die allerbeste Anschrift zur Bestellung von antiquarische Judaica

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    Inhaberin: Frau Manja  Burgers

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    02-05-2016 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    20-04-2016
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Dr. R. Gugenheimer: Deutscher Kommentar zur Hagadah schel Pesach
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    Die beste Pesachvorbereitung mit:

     

    Deutscher Kommentar zur Hagadah schel Pesach”

    Von Dr. R. Gugenheimer,

    Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde in Kolin.

     

    Verlag von Sänger & Friedberg Frankfurt am Main 1912-5672

     

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    20-04-2016 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    19-04-2016
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    Rabbiner Ludwig STERN

              (1812-1890)

    61. Das Überschreitungsfest oder Fest der ungesäuerten Brote.

    (פסח, חג המצות)

    1.       Geschichtliche Bedeutung. Das Überschreitungsfest ist als Denkmal eingesetzt, das uns an dieBefreiung Jissroéls aus Ägypten erinnern soll; darum nennen wir dieses Fest im Gebete זמן חרותנו, die Zeit unserer Befreiung. Mit dem Augenblicke dieser Befreiung trat Jissroél in die Reihe der selbständigen Völker ein, mit ihr beginnt unsere viel mehr als dreitausendjährige Geschichte. Darum ist dieses Fest das Geburtsfest Jissroéls als Volk. Der Namen, פסח, Überschreitungsfest erinnert uns daran, daβ Jissroél verschont blieb vor den Strafen, welche Gott über die Ägypter verhängte, weil sie Jissroél nicht freigeben wollten, insbesondere daβ der Tod über Jissroéls Häuser hinwegschritt; (פסח, hinwegschreiten), als die Erstgeborenen der Ägypter starben.

    Die Bennenung חג המצות, Fest  der ungesäuerten Brote, hat ihren Grund darin, daβ uns der Genuß gesäuerten Brotes an diesem Feste verboten, der Genuβ ungesäuertes Brotes aber an den beiden ersten Abenden geboten ist (siehe unten 3). Diese Vorschriften sollen uns daran erinnern, daβ die Befreiung so rasch eintrat, daβ es unseren Vätern nicht möglich war, das zur Wegzehrung bestimmte Brot säuern zu lassen, weshalb sie es ungesäuert backen muβten. Auch soll dieses Brot uns das karge und geringe Sklavenbrot vergegenwärtigen, das unsren Vätern in Ägypten gereicht wurde. Nach der Überlieferung war es der siebenten Tag nach dem Auszuge, an welchem Jissroél trocknen Fußes durchs Meer ging; an dieses größte aller Wunder erinnert uns daher der siebenten Tag des Festes. Beim Gottesdienste erhält dieses Erinnerung Ausdruck durch die Thoravorlesung (II. Mos. 13,17 bis 15,26) und Festgesänge.

    2.       Jahreszeitliche Bedeutung. Die Thora gebietetn daß das Pesachfest zur Anfangszeit des Früihlings, אביב, gefeiert werden soll. Das Frühlingsfest des israelitischen Volkes soll zusammenfallen mit dem Frühlinge der Natur. Denn wie dieser nach dem Winter neu erwachte, so erwachte Jissroél in Ägypten, so wird es dereinst wieder erwachen aus Druck und Leiden. Im Tempel erhielt diese jahreszeitliche Bedeutung Ausdruck durch Opferung der ersten Gerstengarbe des Jahres (עומר). Bei unsrem heutigen Gottesdienste besteht die Frühlingsfeier darin, daß wir vom Mußafgebetes des ersten Festtags an die Bitte um günstige Winterwitterung (משיב הרוח) auslassen und um günstige Sommerwitterung, insbesonder um Tau ([טל) bitten.

    3.       *...

    עמודי הגולה Die Vorschriften der Thora welche Jissroél in der Zerstreuung zu beobachten hat. Ein Lehrbuch der Religion für Schule und Familie von Ludwig Stern, Direktor der israelitischen Schule in Würzburg. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage (S.155 - 157) Frankfurt a.M. Verlag von J. Kaufmann 1886

     

     

    19-04-2016 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    17-04-2016
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    Samson Raphael HIRSCH

     

    Jaum Tauw PéSSACH (3.Folge)

     

     

    (איסור אכילה הנאה ומציאה ומצות שביתה של חמץ)

     

    (Aus Chauréw Kap.26 Genuss- und Besitz-Verbot und Wegräumungs- Gebot des Choméz)

     

    Bewahre den Frühlingsmonat

    und mache Péßach

    Haschém, deinem Gotte;

    denn im Frühlingsmonate

    führte dich Haschém, dein Gott, aus Mizrajim, nachts.

    Und schlachtest Péßach Haschém, deinem Gotte, Schaf und Rind,

    am Orte den erwählen wird Haschém,

    Stätte zu geben seinem Namen daselbst.

    Nicht sollst du dabei gesäuertes essen,

    sieben Tage danach nur Mazzauß essen, Brot der Armut.

    Denn in getriebener Eile

    zogst du aus Mizrajims Land,

    damit du gedenkst

    den Tag deines Ausziehens aus Mizrajims Land

    die Tage deines Lebens.

    Darum werde dir nicht gesehen Sauerteig in all deinem Besitzkreis sieben Tage (V. 16,1)

     

     

    § 199.

     

    Nicht gesäuert war das Brot, das Jissroéls Zwingherren ihnen, den Sklaven reichten; und somit ist ungesäuertes Brot schon an sich jener Knechtschaft Denkmal. Als solches trat es schon in der Stunde der Erlösung auf. Als mit dem Mittag des vierzehnten Nisson die Zeit der Erlösung nahete, und Jissroél nicht erringen sich sollte die Freiheit – durften sie ja nicht einmal ihre Häuser verlassen, sondern mussten zur Wanderschaft gerüstet, harren allmächtigen Rufs, der sie zur Freiheit rufen werde – vielmehr durch gänzliche Hingebung in Gottes Hand verdienen sollten sie die Freiheit, und diese Hingebung durchs Péßachopfer ausdrücken, mussten sie das Opfer selbst mit ungesäuertem Brot, dem Brote der Knechtschaft, und bitteren Kräutern genießen, dadurch in der großen Stunde der Befreiung zu beherzigen: wie sie nichts zur Befreiung beitrügen, wie sie selbst noch in der Stunde der Befreiung Sklaven seien, das Brot der Knechtschaft äßen, bis Gottes Wort die von den Menschen geraubten Freiheit wieder schaffen werde. – Und als sie nun geschlagen hatte, die große Stunde der Freiheit, und Jissroél nicht ging, sondern getrieben wurde von seinem Zwingherrn, auf dem Gottes Hand schwer lag, also getrieben, daß nicht einmal Zeit zur Brotbereitung ihnen gelassen wurde, und sie so ungesäuert den Teig mit hinaustragen und ihnen ungesäuert backen müssten –: da wurde ungesäuertes Brot für späteste Enkel Denkmal für das ausschließlich Göttliche ihrer Befreiung aus Mizrajim. Denn wahrlich, das Volk hat sich nicht selber die Freiheit erkämpft, dem sein Auszug so wenig in eigener Macht stand, daß sie selbst mit dem allernötigsten, mit Brot für so große Wanderung, sich nicht vorbereiten konnten!

    17-04-2016 om 15:59 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    15-04-2016
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    Samson Raphael HIRSCH

     

    Jaum Tauw PéSSACH (2.Folge)

     

    (איסור אכילה הנאה ומציאה ומצות שביתה של חמץ)

     

     

    (Aus Chauréw Kap.26 Genuss- und Besitz-Verbot und Wegräumungs- Gebot des Choméz)

     

    Es bleibe euch dieser Tag zum Andenken

    und feiert ihn Haschém zum Feste

    für eure Geschlechter,

    eingesetzt für alle Zeit

     feiert ihn.

    Sieben Tage sollt Mazzauß essen,

    nur am allerersten Tag

    müsst ihr aufhören lassen Sauerteig aus euren Häusern.

    Denn wer Choméz isst

    Der Mensch wird vernichtet aus Jissroél,

    also vom ersten Tag bis zum sieben Tage.

            

    Sieben Tage

    soll Sauerteig

    nicht gefunden werden in euren Häusern,

    denn wer säuerhaltiges isst,

    der Mensch wird vernichtet aus Jissroéls Gemeine,

    sei’s Aufgenommener oder Eingeborener des Landes,

    nichts Säuerungshaltiges sollt ihr essen,

    in allen euren Wohnstätten sollt ihr Mazzauß essen. (II, 12, 14, 19)

     

    § 198.

     

    Daß sie ersteres war, und daß Jissroéls Enkel ewig wahr und ewig neue sie als solche beherzigen, – daß du nicht etwa wähnest, ein neuer Geist habe sich der Väter nach langer Sklaverei bemeistert, sie haben sich erhoben und in menschlichem Kampfe gekämpft und sich selbst errungen die Freiheit im Sieg über ihre Zwingherren; sondern es beherzigest: Gottes Wort allein war’s, der Jissroéls Kerker sprengte, und sie, die in Sklaverei Versunkenen, aller Kraft und äußerer Selbständigkeit beraubten, gingen frei aus, von diesem Gotteswort getragen, – und darum, wie alle Menschen mit Geschöpfesdasein, für alle Zeitenentwicklung Gott an, – dazu  spricht die Thauroh: Sei eingedenk deines Errettungstages, daß Haschém, dein Gott – nicht du – dich mit seiner Allmacht führte aus deiner Sklavenheimat, – und bezeuge dies für dich und andere dadurch, daß in den Tage deines Errettungsfestes du kein Gesäuertes in deinem Besitz habest, ja es selber vor dem Feste  aus deinem Besitze fortgeschafft habest.

    15-04-2016 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    21-03-2016
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    צו

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Zaw (Auszüge)

     

     

    זאת תורת העלה – היא העלה „Dies ist die Lehre des Emporopfers – es ist das Emporopfer – “.

    היא העלה, שהקריבו בני נח (מ"ר) Mit dieser wiederholten Aufnahme des Wortes היא העלה will nach Meinung der Weisen unser Vers darauf hinweisen, daß Emporopfer nicht erst von Jissroél, sondern היא העלה viel früher, bereits von Noachiden Gott nahe gebracht wurden.

    Wenn daher die gesetzliche Bestimmung Emporopfer auch von Nachiden entgegennimmt (s. Sebachim 116a) – wendet sich doch die bedeutsame Überschrift unseres Gottesbuches אדם כי יקריב בכם an alle, die sich ihrer Adambestimmung bewusst sind – so haben uns doch die Weisen in einem Ausspruch, wenn wir ihn recht verstehen, die hohen Anforderungen niedergelegt, die ein עולה an uns stellt und zu denen auch der Noachide sich emporringen muss, wenn sein עולה der ihm innewohnenden Bedeutung entsprechen soll.

    צפונה לפני ה' lautet die gesetzliche Vorschrift (1,1): das Emporopfer werde nordwärts, nach der mitternächtlichen Seite vor Gott geschlachtet. Und die Weisen lassen Gott sprechen: מעידני עלי את השמים ואת הארץ בין גוי בין ישראל בין איש בין אשה בין עבד בין אמה קורין את המקרא הזה צפונה לפני ה' זוכר הקב"ה עקידת יצחק (מ"ר ויקרא ב') „Himmel und Erde rufe ich zur Zeugen auf: ob Jude oder Nichtjude, Mann oder Frau, Knecht oder Magd, sobald sie sprechen צפונה לפני ה' „nordwärts vor Gott“, gedenke ich ihnen die Akeda Jizchaks“.

    Mit צפונה לפני ה' ruft das Emporopfer uns und mit uns eine große nichtjüdische Welt zur Höhe der Akeda.

    Abraham und Jizchak gehen den Weg zur Morijahöhe – צפונה – den Weg in der mitternächtlichen Richtung, - sie aber gehen in לפני ה' und schauen in allem „nächtlichen“ Geschick, das der Gotteswillen ihnen aufzuerlegen gewillt ist, Gott in seiner ewig liebenden, Heil spendenden Waltung. –

    צפונה לפני ה' In diesen drei Worten ist die ganze Größe der Akedagesinnung niedergelegt. Wer sie, meinen daher die Weisen, sich vergegenwärtigt, sie sich zu eigen macht und gewillt ist, danach sein Leben zu gestalten, gewillt ist, auch wenn Gott ihm den mitternächtlichen Weg führt לפני ה', von Gottes ewiger Lieve geleitet, am Ziel den Berg zu schauen הר נאה ומשובח, den schönen, den herrlichen – זוכר הקב"ה עקדת יצחק dem gedenkt Gott die Akeda der Väter.

    זאת תורת העולה Das ist die Lehre des עולה, das ist die grosse, hehre Forderung, die das Emporopfer an uns richtet.

    היא העולה Wohl können auch Noachiden Gott das Emporopfer bringen und haben es auch gebracht – dann aber mögen sie beherzigen, ass das Emporopfer nur dann in Wahrheit von ihnen gebracht wird, wenn es mit seinem Aufruf תפונה לפני ה' auch sie zur Höhe der Akeda lädt.

    Denn Abraham winkt von der Morijahöhe nicht nur seinen Kindern. „Himmel und Erde“, spricht Gott, rufe ich zu Zeugen auf: ob Jude oder Nichtjude, Mann oder Frau, Knecht oder Magd, sobald sie sprechen: תפונה לפני ה' „nordwärts vor Gott, gedenke ich ihnen die Akeda Jizchaks. 

     

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung dritter Teil Leviticus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1935 S. 7 -12

    21-03-2016 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    20-03-2016
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת צו

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Zaw

     

    Jeremias, Kap. 7, Vers 21 und folgende

     

    Ganz wie der vorigen wird auch in dieser Sidra, die die Fortsetzung der Gesetze über den Opferdienst und die Priester enthält, ein Prophetenwort als Haftora angeschlossen, das in eindringlicher Schärfe vor Verkennung der Bedeutung der Opfer warnen soll. Die weisen Ordner unseres Gottesdienstes haben eben sehr wohl die Gefahren erkannt, die aus einer solchen falschen Auffassung der wahren, aufrichtigen, von Gott gewollte Frömmigkeit erwachsen könnte. Denn das Prophetenwort weist darauf hin, wie zu jenen entarteten Kreisen, deren ganzer Gottesdienst nur noch in Tempelbesuch und in Opfern bestand, die durch ihren Gegensatz zu ihrer sonstigen Entartung das Gotteshaus auf’s schwerste kompromittierten, derselbe Gott, der die Opfer eingesetzt, gesprochen habe: „Nehmet lieber eure Emporopfer und legt sie zu euren Mahlopfern und verzehrt sie selbst als Fleischkost!“ Es ist das dieselbe Verkennung des Tempeldienstes und des Gotteshausbesuches, deren Verurteilung der Prophet am Eingang dieses Kapitels im Namen Gottes also auszusprechen gehabt hatte: „Hört das Wort Gottes, ihr Männer von Juda, die durch diese Thore eingehen, sich vor Gott zu beugen. So hat Gott der Schöpfungsscharen, Jissroéls Gott, gesprochen: „Bessert euren Wandel und eure Taten, so lasse ich euch gerne an diesem Ort weilen. Trauet doch nicht den Worten der Lüge, die sprechen: Tempel Gottes! Tempel Gottes! Sollen doch sie selbst der Gottestempel sein“. Und hatte sodann in mächtig aufloderndem Zorne (V. 6 und 10) denen, die „draußen „vor Diebstahl, Mord, Ehebruch, Meineid, Götzendienst“ nicht zurückschrecken, dann aber regelmäßig kommen, sich fromm vor Gott hinstellen und sich nun „gerettet glauben“, „um nun draußen Schandtaten weiter fortzusetzen“, das Flammenwort: entgegengeschleudert: „Ist denn dieses Haus, über das mein Name ausgesprochen, in euren Augen eine Höhle für Schandbuben geworden??“ – 

     

    Kap.7, V.21 Empor- und Mahlopfer, ihre Bestimmung nach gelobender Ausdruck der Weihe des Taten- und Genusseslebens. In der eben gezeichneten frivolen Gesinnung dargebracht, stellen sie sich als eine Gotteshöhnung dar und wirken außerdem dadurch gerade entsittlichend, daß sie den Darbringenden in der Wahnvorstellung erhalten, er habe dem göttlichen Willen jetzt Genüge geleistet und könne nunmehr beruhigt weiter freveln. Demgegenüber wäre es besser, wenn die Tiere, statt zu Opfern, für Küchenzwecke verwendet würden. 

     

    V.22 und 23 שמעו בקולי Gehorsam, unbedingter Gehorsam gegenüber der aus dem Gesetzesworte uns entgegentönenden Gottesstimme, – לי לעם, daß allen Beziehungen des gesamten bürgerlichen Lebens das Gepräge der Gotteshörigkeit und Liebe ausgedrückt sei, – והלכתם בכל הדרך, der Charakter der Sittenreinheit, der jedes Einzelleben als das von Gott gestaltete kennzeichnet – das bildet den Inhalt des ganzen großen unverbrüchlichen Gottesgesetzes, auf das Gott uns verpflichtet und zu dessen Erfüllung er uns zum Volke erschaffen hat.

     

    V.24 ויהיו לאחור ולא לפנים Zu allen Zeiten vollzog sich der Abfall vom Gesetze unter der Devise des vermeintlichen Fortschritts. Im Lichte der höchsten Kulturziele der Menschheit jedoch war zu allen Zeiten die Geschichte des Abfalls in Wahrheit eine Geschichte des Rückschritts.

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 189- 195  Kommentar zu Jeremias Kap 7 V.21…) 

    20-03-2016 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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