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Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Jodendom tegen Zionisme


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’étude YECHOUROUN, Judaïsme contre Sionisme.

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Torah. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Judentum gegen Zionismus.

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Judaism against Zionism.

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

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  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Wochenabschnitt NOSSAU
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt NOSSAU
  • Hoschea 4,11 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Nossau
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  • Rabbiner Dr. Rafael BREUER: Vorwort zur Erläuterung Megillas Ruth
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  • Samson Raphael HIRSCH ; במדבר
  • DIE DREI VORBEREITUNGSTAGE DES SCHOWUAUSSFESTES
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt Bemidbar
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt BEMIDBAR
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  • Samson Raphael HIRSCH: Aus dem kommentar zur Wochenabschnitt BECHUKAUSSAI
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Bechukaussai
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    Judentum gegen Zionismus
    13-03-2019
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    פ' זכור

     

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Sachor (2.Teil)

     

    מזה ומזה הם כתובים Die Gottesschrift durchdrang den Stein, so daß, nach dem Worte der Weisen, מ"ם וסמ"ך שבלוחות בנס היו עומדין die Buchstaben ם und ס nur durch ein Wunder in den Tafeln standen, da die von diesen ganz geschlossene Schriftzeichen umfassten Teile der Tafeln hätten herausfallen müssen und durch ein Wunder von den Schriftzeichen gehalten wurden. Dieses in den Tafeln, den Trägern der göttlichen Schrift, sich offenbarende geheimnisvolle Wunder ist aber dasselbe wunderbare Geheimnis, das auch im Geschick des jüdischen Volkes, dieses Trägers der „göttlichen Schrift“ sich offenbart.  Nicht der Stein trägt die Schrift, hier trägt die Gottesschrift den Stein! So auch im Geschick des jüdischen Volkes. Sich selbst überlassen, ist das jüdische Volk ein in der Luft schwebender Stein. אין לנו להשען אלא על אבינו שבשמים Es stürzt  unrettbar zu Boden, wenn es seinen Halt in sich oder in irdischen Faktoren zu finden glaubt. Nur wenn die Macht des göttlichen Willens es umfangen hält und sein Wesen durchdringt, vermag es zu bestehen und braucht kein Gewalt auf Erden zu fürchten.

    שמא כפרו בלוחות דכתיב בהן מזה ומזה הם כתובים Das war es in der Tat. Diesen Geist der לוחות hatte die jüdische Bevölkerung Schuschans verleugnet, und damit war ihr Schicksal besiegelt: der Steinkörper, den die Gottesschrift nicht mehr schützend und tragend umfasste, musste rettungslos in die Tiefe stürzen. –

    Dieses gottgewollte jüdische Geschick hat sich noch zu allen Zeiten bewahrheitet. Der gewissenhafte, vom Geist  der לוחות erfüllte Jehudi lässt sich daher nimmer von Zeitengunst und der durch sie ihm beschiedenen Glückstellung blenden. Das Bewusstsein, daß seine Stärke ihm nur aus Gott und der treuen Erfüllung des Gotteswillens beschieden sei, verlässt ihn kein Augenblick, und mag das Golus zeitweise seine herbe Erscheinung mildern, solange nicht die göttliche Wahrheit sich die Herrschaft im Leben der Völker errungen hat, ist er auf den Wandel der Zeitengunst gefasst, und erhebt das רשעות plötzlich wieder das Haupt, so schmerzt ihn wohl diese Erfahrung tief, aber sie überrascht ihn nicht und תשובה, תשובה wahrhafte innige Rückkehr zu Gott, gesteigerte Treue gegen Gott und seine Thora ist ihm einziges Gebot der Stunde. Den Entfremdeten hingegen, der den Geist der לוחות verleugnete, der in Freiheit und Gleichstellung zugleich die „Erlösung“ von den Fesseln des Gesetzes zu erblicken wähnte und sich hemmungslos den durch die Gunst der Verhältnisse gebotenen Lebensmöglichkeiten unter Preisgabe seiner jüdischen Lebensideale hingab, ihn muss der plötzliche Umschlag in völlige Fassungslosigkeit versetzen;: Gestern noch von der Sonne der Gunst bestrahlt, Gegenstand allseitiger Hochachtung und Wertschätzung und heute Spielball roher Willkür und verbrecherischer Gewalt – !

    Diese für die jüdische Geschichte so bedeutsame Tatsache verewigt unsere Megilla: Überall in den Provinzen ובכל מדינה ומדינה מקום אשר דבר המלך ודתו מגיע (Esther 4,3) wo Jehudim lebten, die von dem Taumel der Residenzstadt nicht ergriffen waren, da löste wohl die Nachricht des königlichen Dekrets tiefe Trauer aus אבל גדול ליהודים, aber die Kunde traf sie nicht unvorbereitet, sie wussten alsbald, was sie zu tun hatten und was als einzige Rettungsmöglichkeit ihnen geblieben: צום ובכי ומספד וגו' die aufrichtige Rückkehr zu Gott und seiner Thora. – Aber in Schuschan, der Metropole des verblendeten Assimilationstaumels, da war man durch die plötzliche Wendung der Dinge aus allen Himmeln gestürzt: נבוכה (in dem Sinne von נבוכים הם בארץ 2 B.M. 14,3) man war es ganz „irre“, fühlte sich wie vor den Kopf gestoßen! 

    Was aber die Bewohner Schuschans so überraschend traf und vor ein vollendetes Rätsel stellte, das war Esther ohne weiteres klar und stand ihr als traurige Gewissheit vor Augen, da sie alsbald die Frage stellte: שמא כפרו בלוחות Nicht Jissroél trägt die Thora, die Thora trägt Jissroél. In dem Augenblick, da es von seiner Thora sich nicht tragen lässt, fällt es rettungslos zu Boden. Jissroél wird nach dem treffenden Worte der Weisen mit den Sternen des Himmels und mit der Staub der Erde verglichen – es hat nur die eine Wahl: von seiner Thora getragen, erhebt es sich zu den Himmeln, ohne seine Thora wird es zum Staub der Erde! שמא כפרו בלוחות Haben sie sich an dem Geist der לוחות versündigt und ihn jämmerlich verkannt? –

    Und Mordechai antwortet auf Esthers Frage mit einem einzigen Wort, das alles erklärt: ויגד לו מרדכי את כל אשר קרהו er berichtet alles, was ihn „getroffen“, das aber heißt nach dem Weisheitswort: בן בנו של קרהו בא עליכם הה"ד אשר קרך בדרך der Enkel des Mannes, der die Väter einst „getroffen“, bedroht auch uns mit dem Untergang.

    קרה wovon מקרה, bezeichnet nach einer sinnigen Bemerkung unseres großen Rabbiners זצ"ל durchaus nicht, was wir „Zufall“ zu nennen pflegen, vielmehr was dem davon betroffenen außer jeder Erwartung und Berechnung geschieht und daher um so mehr auf den unsichtbaren Lenker der Geschicke Jissroéls hin, der die Verblendeten seines Volkes dem Geiste der לוחות zurückgewinnen wollte. Was sie so plötzlich traf, war in Wirklichkeit nur die natürliche Folge davon, כפרו בלוחות daß sie den Geist der לוחות verleugnet hatten. בן בנו של קרהו בא עליכם Ein solches 'קרהו' war aber auch das erste Auftreten Amaleks, אשר קרך בדרך als Amalek Jissroél „plötzlich“ anfiel.

    זכר את אשר עשה לך עמלק בדרך בצאתכם ממצרים ruft uns die Thora zu: Vergiß nimmer, was Amalek dir getan, als ihr aus Mizrajim zoget; בשעת גאולתכם „im Moment eurer Erlösung“, fügen die Weisen (ספרי) bedeutsam hinzu. Soeben erst hatte Gott diesem Volke unter allmächtigen Wundertaten vor aller Welt den Weg in die Freiheit gebahnt, eine Tatsache, die auch die Wehrlosen von jeder mutwilligen Angriff hätte schützen müssen und von der das Meereslied sang: שמעו עמים ירגזון וגו' „Völker hörten und beben – Zittern ergreift sie, aufgelöst die Bewohner Kanaans –  ויבא עמלק und da kam Amalek! Plötzlich, unerwartet – אשר קרך.

    Und doch  lautete auf die Frag מה זה ועל מה זה auch damals als einzige Antwort: כפרו בלוחות sie hatten den „Geist der Tafeln“ verleugnet; eine Wahrheit, die das Gotteswort durch das eine Wort ברפידים verewigt: ויבא עמלק וילחם עם ישראל ברפידים „Amalek kam und nahm den Kampf mit Jissroél auf in Refidim“ (2 B.M. 17,8) – Denn רפידים, meinen die Weisen (מכילתא) bezeichnet רפיון „Schwäche der Hände“ – לפי שרפו ישראל ידיהם מדברי תורה Jissroéls Hände waren schwach geworden, weil sie von der Thora ließen.

    Laßt uns nicht zittern um den Bestand der Thora, die Thora wird nicht schwach, כי לא תשכח sie weiß noch immer sich Träger zu sichern, die ihre Wahrheit aufgreifen und durchs Leben tragen. Zittern lasst uns um die, die von ihr lassen: deren Hände werden schwach und ohnmächtig. Das aber war in Refidim der Fall. Dort, so heisst es in den unmittelbar vorhergehenden Verse, sprach Jissroél die verhängnisvolle Worte: היש ה' בקרבנו אם אין und setzte Zweifel in die schützende und helfende Gegenwart Gottes in seinem Leben – und als da kam alsbald Amalek. Was so unerwartet, „plötzlich“ sich ereignete, war in Wirklichkeit eine aus den Ereignissen mit Notwendigkeit sich ergebende Folge.

    סמך פרשה זן למקרא זה sprechen die Weisen so sinnig (s. Raschi): diese beiden Abschnitte gehören eng zu einander. „Dauernd weile ich unter euch, bereit, euch zu helfen; ihr aber sprechet: weilt Gott in unserer Mitte? Nun, so komme der Hund und beiße euch, und ihr werdet aufschreien zu mir und erkennen wo ich bin“ –משל „Ein Gleichnis: ein Vater trägt sein Kind auf den Schultern. Willig hebt der Vater immer wieder Gegenstände vom Wege auf, nach den das Kind verlangt, um sie ihm zu geben; da begegnet ihnen ein Wanderer, und das Kind stellt die Frage: hast du mein Vater gesehen? Du weißt nicht, wo ich bin, spricht zürnend der Vater und wirft sein Kind zürnend von seinen Schultern, und dann kam der Hund und biß es –  “ Gibt es ein treffendere Darstellung für die ewige Wahrheit, die in den Gesetzestafeln ihren Ausdruck fand; daß Jissroél nur so lange sich geschützt und getragen weiß,  als es sich von der „Gottesschrift“ umklammern lässt, rettungslos aber in „die Tiefe stürzt“, sobald es in törichter Verblendung den „Geist der Gottestafeln“ verleugnet und, statt in jedem Augenblick der helfenden und bergenden Gottesnähe sich bewusst zu sein, die beschämende Frage stellt: היש ה' בקרבנו „weilt Gott in unserer Mitte?“ –

    'קרך' בדרך bezeichnet Amaleks erstes Auftreten – 'קרהו', das seines Enkel Haman – Dieses eine Wort erklärt das Auftreten seiner späten Enkel in der jüdischen Geschichte bis auf den heutigen Tag. Wir haben es erlebt und erleben es immer wieder. Und wenn es „plötzlich, unerwartet“ zu kommen scheint, dem wird auf die Frage: מה זה ועל מה זה immer wieder die einzig wahre, aber auch alles erklärende Antwort zuteil: רפידים! Das aber heißt mit anderen Worten: שמא כפרו בלוחות.

    Unsere Hände sind ohnmächtig, wenn wir von der Thora lassen; sie sind unüberwindlich stark, wenn wir an der Thora festhalten. Das lehrt uns Amaleks und Hamans קרך und קרהו – Das ist die ewige Wahrheit, zu deren Beherzigung alljährlich פ' זכור am Schabbos vor Purim uns aufruft.

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung zweiter Teil Exodus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1931 S. 74 -79

    13-03-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    12-03-2019
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    פ' זכור

     

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Sochaur (1.Teil)

     

     

    Der heutige שבת steht im Zeichen der פרשת זכור, die an die Pflicht, das Andenken Amaleks, zu vernichten mahnt. Wenn auch diese Pflicht an jedem Tag des Jahres erfüllt werden kann, so lehrt doch der weise Brauch der Väter, diese Pflicht an dem Purim vorangehenden שבת in lautester Öffentlichkeit zu proklamieren, weil mit der wundervollen Geschichte, die dieses heitere Fest verewigt, Amalek, der für Jissroél und die Gesamtmenschheit die größte Gefahr bedeutet, aufs innigste verknüpft ist. Wie zum ersten Male Amalek unsere Väter bei ihrem Auszug aus Mizrajim anfiel und sie mit völliger Vernichtung bedrohte, so fiel auch später Amaleks Enkel, Haman, über unser Volk her, um ihn den Untergang zu bereiten; wie dort Josua, ein Enkel unserer Mutter Rahel, so war hier Mordechai, gleichfalls ein Nachkommen Rahels, das göttliche Werkzeug unserer Rettung und Erlösung. –

    Dies wären aber nur äußere Analogien zwischen diesen beiden historischen Ereignissen. Der scharfe Blick unserer Weisen greift jedoch ein Wort aus der Megilla heraus und weist an diesem einzigen Wort die inneren Beziehungen nach, die diese bedeutsamen Vorgänge miteinander verknüpfen.

    Als die Kunde von Hamans Mordplan zu Esther gelangt war, erzählt die Megilla, ותקרא אסתר להתך וגו' ותצוהו על מרדכי rief Esther Hathach herbei und gab ihm den Auftrag an Mordechai לדעת מה זה ועל מה זה zu erfahren, was dies sei und weshalb dies sei. ויגד לו מרדכי את כל אשר קרהו Und Mordechai erzählte ihm alles, was ihn getroffen. –

    Hierzu bemerken die Weisen (מ"ר): לדעת מה זה ועל מה זה, אמרה לו לך אמור לו מימיהם של ישראל לא באו לצרה כזאת, שמא כפרו ישראל בזה אלי ואנוהו, שמא כפרו בלוחות דכתיב בהן מזה ומזה הם כתובים Esther ließ Mordechai anfragen: Gehe, sage ihm: Seit Jissroél besteht, ist über Jissroél keine solche Not gekommen; vielleicht haben sie die Wahrheit verleugnet, die in den Worten ausgedrückt ist: זה וגו' „dies ist mein Gott, ich will ihm Stätte bereiten“ (Ex.15); vielleicht haben sie die Gesetzestafeln verleugnet, von denen es heißt: מזה וגו' „von hier und von hier sind sie beschrieben“ (Ex. 32)

    Und Mordechai ließ ihr antworten: את כל אשר קרהו, אמר להדך לך אמור לה בן בנו של קרהו בא עליכם, הה"ד אשר קרך בדרך ein Enkel jenes Mannes, der einst unsere Väter „getroffen“, bedroht auch euch mit völligem Untergang: אשר 'קרך' בדרך heißt es dort (5 B.M. 25,18) hier את אשר 'קרהו'. In diesem einen gemeinsamen Wort ist den Weisen die innige Verknüpfung dieser beiden Ereignisse enthalten.

    Tief erschüttert von der Schreckenshunde gab Esther den Auftrag, Mordechai zu fragen: לדעת מה זה ועל מה זה Wie aber hat sich die gesamte jüdische Bevölkerung dieser Schreckensnachricht gegenüber verhalten? Man sollte meinen, daß sie überall unterschiedslos die gleiche Bestürzung und Angst hervorgerufen habe. Lesen wir jedoch die Megilla aufmerksam, so finden wir in der Art, wie die jüdische Bevölkerung reagierte, einen gewaltigen Unterschied. Während es von den Provinzen heißt: ובכל מדינה ומדינה מקום אשר דבר המלך ודתו מגיע אבל גדול ליהודים וצום ובכי ומספד שק ואפר יצע לרבים „In jeder einzelnen Provinz, wohin immer das Gebot des Königs und sein Erlaß gelangte, herrschte große Trauer unter den Jehudim, Fasten Weinen und Klage, mit Sack und Asche hatte sich die Menge umhüllt’, heißt es von der  Residenzstadt kurz: והעיר שושן נבוכה „die Stadt Schuschan war – so übersetzt man gewöhnlich – bestürzt.“

    Dieser Unterschied in der Kundgebung ihres Schmerzes ist ein solch bedeutsamer, daß er uns zum Nachdenken Anlaß gibt.

    לדעת מה זה ועל מה זה, שמא כפרו וכו' Daß  im tiefen Grunde nur eine verhängnisvolle Verirrung des jüdischen Volkes diese vom Amaleks Enkel drohende Vernichtung heraufbeschworen habe, war Esther von vornherein klar; sie wollte nur die Art der Verirrung erfahren: – שמא כפרו בזה אלי שמא כפרו בלוחות וכו'.

    Welcher Art aber dieser Verirrung war, hierüber haben unsere Weisen (Megilla 12a) folgenden Aufschluss gegeben. Auf die Frage, weshalb die jüdische Bevölkerung mit Untergang bedroht wurde, erteilte רשב"י seinen Schülern die Antwort: מפני שהשתחוו לצלם sie hätte, wenn auch nur äußerlich, dem Götzentum sich zugewandt. Die Schüler aber legten der jüdischen Bevölkerung Schuschans als besonders Vergehen zu Last מפני שנהנו מסעודתו של אותו רשע daß sie an den Mahle, das Achaschwerosch der Residenzstadt gab, teilgenommen. –  

    Nun bedarf es aber der Erwägung: dieses Vergehen war doch nicht im entferntesten ein derartiges, daß sie den Untergang verdient hätten; hatten sie doch an dem Mahle nicht freiwillig teilgenommen: והשתיה כדת אין אנס nur zum Trinken bestand keinen Zwang, während sie zur Teilnahme am Mahle durch königlichen Befehl gezwungen worden waren!

    Es dürfte jedoch die Ausdrucksweise, mit der dieses Vergehen wiedergegeben wird, die Schwere dieses Vergehens genügend erklären.  Es heißt  nicht מפני שאכלו sondern מפני שנהנו: sie hatten Vergnügen an dem Mahle, hatten הנאה an diesem טרפה-Mahle, sie freuten sich, zur Teilnahme an diesem Mahle genötigt worden zu sein!

    מפני שנהנו Wieviel aber haben uns die Weisen damit nicht gesagt! Man bedenke: Bis dahin waren die Juden Schuschans von jeder Teilnahme am politischen und sozialen Leen ausgeschlossen – mit Ausnahme von Daniel und seine Genossen dürfte ihnen wohl jedes öffentliche Amt versagt geblieben sein – und nun kam plötzlich der königliche Befehl לכל העם הנמצאים בשושן der alle Bewohner Schuschans von gross bis klein, die Juden nicht ausgenommen, zur königlichen Tafel lud! Wie mögen sich da die jüdischen Bewohner der Residenz mit dieser ihnen aufgenötigten Teilnahme so recht herzlich gefreut, in ihr den 'קדוש השם' und den Anbruch einer „neuen Zeit gefeiert haben, die ihnen das Ende der Golus bedeutete – wie viele mochten im ersten Jubelausbruch der ,זכיה mit Haman an einer Tafel dinieren zu dürfen, ihre Mizvoth, ihr Talith und ihre Tefillin bei Seite gelegt haben, um dieser „Emanzipation“ sich „würdig“ zu erweisen!

    In diesen Taumel fiel die grausige Kunde von dem königlichen Dekret: להשמיד ולהרוג ולאבד את כל היהודים Tod und Vernichtung allen Juden!

    Ester vernimmt’s und alsbald lässt sie erkunden לדעת מה זה ועל מה זה: Haben sie etwa Gott, haben sie den Geist der Gesetzestafeln verleugnet von denen es heißt: מזה ומזה הם כתובים „von hier und von hier sind sie beschrieben“? –

    …(wird fortgesetzt Mittwoch 08 03 12)

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung zweiter Teil Exodus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1931 S. 74 -79

    12-03-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    11-03-2019
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    Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER

                 (1894-1983)

     

    ובקשו

     

    Ein  jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ von  Leo BRESLAUER. Frankfurt am Main  5695/1935







    26.      Zwangsgastschaft

    „De facto ist der Gottesstaat Zukunftshoffnung, er existiert nicht mehr in irdischer Wirklichkeit. Dafür beherrscht er als unverrückbares  Geschichtsziel der göttlichen Vorsehung alles irdisches Geschehen. So, als himmlischer Gottesstaat, hat er nie aufgehört. Sein Recht gilt fort. De jure ist er schon heute – noch heute.  Er ist so kraft unserer immer noch geltenden Berufung zur  Mamlecheß-kauhanim w’gauj-kodausch und kraft der uns verbliebenen Zentralinstanz der Tauro. Gleich wie Awrohom selber schon de jure, wenn auch nicht de facto, Herr des Heiligen Landes war. Die Angehörigkeit zu diesem de jure-Staat stempelt jeden Juden. Das Bewußtsein von dieser Angehörigkeit – und es allein – macht ihn zu einem bewußten Juden.

    Die sinnennahe Realität eines faktischen Staates bedeutet für jeden seiner Bürger auch ohne jedes andere Hoheitszeichen ein positives, untrügliches Merkmal seiner Angehörigkeit und Hörigkeit an diesen Staat. Bürgerbewußtsein ohne dieses Merkmal ist gar nicht denkbar. Was ersetzt aber dem Juden des sinnenfernen, ideellen de jure-Gottesstaates den Mangel solch eines positiven Merkmales? – Den ersetzt ihm die sinnennahe Realität des – Goluß und seines Innuj.“

    „Wir selber können bis dahin unseren Gastzustand nicht eigenmächtig beenden, auch die Menschheit kann das nicht, kein Volk und kein Völkerbund. Gegen das System autonomistischer Erdenbürgerlichkeit und Gottesreichsbürgerlichkeit eben als „Gastbürger“ zu zeugen, ist ja grade auch eine, schon von den Ahnen uns vorgelebte, Bestimmung unseres Golußschicksals.

    Die welthistorische Lehre dieser Wahrheit ist: nicht die Staaten  der Erde sind unsere eigentlichen Wirte, sie sind es nur scheinbar. Der Herr der Menschheit, Gottkönig, ist es, der uns zu ihnen Quartier gab, damit sie seinem Volk auf seiner Erde Lebensraum gewährten genug um, dankbar und treu für ihr Gewähren, der Ehre Gottkönigs und seines Reiches zu leben. Er tat es nach seinem Plan wahrhaftig beiden zum Wohl und beiden zur – Prüfung. Das Anormale unseres Goluß-Daseins ist nicht nur unser Schicksal, sondern auch Schicksal der Menschheit. Es ist vollendeter Irrtum, zu glauben, eigenmächtige Normalisierungsmaßnahmen können beide Teile von ihrem Schicksal befreien, bevor noch die Stunde des dritten Gottesstaates geschlagen hat. Und verhängnisvoller Irrtum, wäre es aber auch, aus unserer irdischen Heimatlosigkeit ein Recht für die Menschheit herzuleiten, uns die Gastfreundschaft zu kündigen und nach Belieben Ruhelosigkeit aufzubürden, also, S’charjo’s Mahnung zum Trotz, dort, wo „Gott ein wenig zürnt von sich aus das Unglück zu fördern“, Gottkönig wird den vorzeitigen Abbruch unserer Zwangsgastschaft nicht wollen, bis daß sie ihren Zweck als gottesstaatlicher Wegeweiser erfüllt und Jißroeil und die Menschheit heimgeführt hat in  sein Reich.“

    „ Da sollt jeder schon um seinetwillen die Zügelung der Triebe nach Gottesweisung bei sich und beim andern fördern. Wüßten die Völker, um was es geht, sie stellten neben jeden Juden zwei Wächter, die ihn zur Tauro-Hüt anhielten, zur Respektierung des Weltenwirtes, und – sie respektierten selber ihn auch. – –

    Jedes Ding hat zwei Seiten, jedes jüdische – drei.

    Unserer Zwangsgastschaft eine Seite sehen die Völker: die Judenfrage. Die zweite sehen wir: Goluß-Leid. Die dritte seht Gottkönig: Erziehung und Bewährung für Jisroeil und die Menschheit.

    Goluß muß nun einmal sein, Goluß-Leid muß nicht  sein.  Aber wenn es ist, dann zeugt es eindringlich für unsere Angehörigkeit zum himmlischen Gottesstaat; …“


    Es freut uns – in Beilagen –  eine weitere Skizze (S. 46 bis 50) aus dieses rabbinische Meisterwerk vollständig zu liefern:

    Bijlagen:
    Breslauer Leo Uwakschu 46b.jpg (86.7 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 47.jpg (125 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 48.jpg (122.9 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 49.jpg (126.9 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 50.jpg (24.1 KB)   

    11-03-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    10-03-2019
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    ויקרא

     

    Das dritte Buch Moses

     

    זבחו זבחי צדק ובטחו אל יי:

     

    „Opfert dann Opfer der Gerechtigkeit und dann hofft vertrauend hin zu Gott!“
    (Psalm 4,6 Übersetzung Samson Raphael HIRSCH)

     



    1.

    Nicht auf Opfer, die vom Blute

    Triefen, legt der Herr den Wert,

    Nur der Wille ist’s, der gute

    Der den Wert der Gabe mehrt.

    2.

    Tugend lieben, Bosheit hassen

    Und das Herz von Sünden rein,

    Was verboten, unterlassen –

    Das kann Gott gefällig sein!

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Bestellung nimmt entgegen: Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

     

    ***

    10-03-2019 om 00:13 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    08-03-2019
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    פקודי

     

    Aus dem Kommentar von Rabbiner Samson Raphael HIRSCH zur Wochenabschnitt Pikudéij

     

    Kap. 40 V.17 הוקם המשכן war die Wohnung aufgerichtet. Wie nach Kap. 29,30 u.37 sieben Tage die Einweihung der Priester zu vollziehen war, und jeden Tag dieser sieben Tage die Einweihungsstätte und die Einweihungsopfer durch Moses zu vollbringen waren: also lehrt ספרי zu 4 B.M.7,1, daß an jedem dieser sieben Tagen, somit siebenmal das משכן durch Moses aufgerichtet, gesalbt und wieder auseinander genommen worden, ehe es am ersten Tage, den ersten Nissan, zur bleibenden Weihe aufgerichtet wurde. Daher הוקם המשכן die Errichtung am ersten Nissan war endlich die definitive, bleibend weihende. War dies auch für das Heiligtum ein vorbedeutender Wink, daß es siebenmal erbaut, und siebenmal, teils die Stätte zu wechseln, teils zerstört zu werden bestimmt sei, bis es endlich zur ewig bleibenden Stätte der Gottesherrlichkeit auf Erden geworden sein werde, zur Mittelpunkthöhe der Menschheit, zu der hinauf die Völker wallen und die Huldigung des Schwertes mit der Huldigung des von Zion ausgehenden Gottesgesetzes vertauschen werden? Wir wagen dies nur fragend zu äußern, und darauf hinzuweisen, daß בית שני, בית ראשון, גבעון, נוב, שילה, גלגל, במדבר  sich historisch als sieben solche Bauvorgänge darstellen, den allen wieder חורבן gefolgt, bis באחרית הימים, dem wir entgegenharren, der achte Bau endlich als der dastehen wird, von dem es verheißen ist: נכון יהיה הר בית ד' בראש ההרים ונשא מגבעות ונהרו אליו כל הגוים והלכו עמים רבים וגו' כי מציון תצא תורה ודבר ד' מירושלים ושפט וגו' וכתתו וגו' לא ישא גוי אל גוי חרב ולא ילמדו עוד מלחמה (Jes. 2, 1-4)

     

    V.18ff. …Mit dieser Aufnahme des göttlichen Gesetzes in Jissroéls Mitte als sich für die Ewigkeit bezeugendes Höheziel der jüdischen der jüdischen Bestimmung, und mit dem sichtbaren Einziehen  der Gottesherrlichkeit in die von Jissroél diesem Gesetze bereitete Stätte, schließt das Buch der Erlösung aus Egypten. Es war das Ziel, das Gott selbst als Zweck seines Erlösungswerkes Kap.6, 6 u.7 ausgesprochen: והוצאתי אתכם וגו' והצלתי אתכם וגו' וגאלתי אתכם וגו' ולקחתי אתכם לי לעם וגו', mit diesem Heiligtum seines Gesetzes begründet, die Wohnungsaufnahme dieses Gesetzes und die Altarhingebung an dies Gesetz machten das Volk zum Gottesvolk, und die Gegenwart der Gotteswolke über der Wohnung dieses Gesetzes am Tage und sein darin leuchtendes Feuer in den Nächten „vor den Augen des ganzen Hauses Jissroél auf allen ihren Zügen“ ließen „das ganze Haus Jissroél“, ließen jung und alt in Jissroél erkenne, daß, wenn Tisch, Leuchter, Altar und Cherubimteppiche in dieser Gesetzeswohnung verkünden, daß, wo Gottes Gesetz mit „ewig fortschreitender Frische und goldreine Festigkeit“ aufgenommen“, und „leibliches und geistiges Heil“ nur aus den Händen dieses Gesetzes empfangen und der Verwirklichung dieses Gesetzes geweiht werden, da auch sichtbar und unsichtbar die Cherubim des göttlichen Waltens schützend und segnend herniedersteigen, dies nicht ein zum Trost des irdischen Daseins mitleidsvoll erfundener „Glaube“, sondern ein „Wissen“, eine durch Gott gesprochen, כי אני ד' אלקיכם המוציא אתכם מתחת סבלות מצרים, „ihr werdet es erfahren“, dasz, „wenn ich euch mir zum Volke genommen“, ich euch nicht nur jetzt und einmal aus der Last der egyptischen Bürden hinausführe, sondern in gleicher führender, schützender und segnender Nähe euer Gott für immer bleibe. – –  

    08-03-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    07-03-2019
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    Samson Raphael HIRSCH

    Adar : Die verschiedene Größen[1]

     

    Zwei große Lichter durchleuchten die irdischen Himmelsräume. Beide von ihrem Schöpfer  „groߓ genannt. Doch jedes verschieden in eigener Größe.

    Es leuchtet die Sonne. Im Glanze nie schwindender Lichtfülle glüht sie am Himmelsgewölbe und wecket den Tag und den Tanz der Jahreszeiten auf Erden, weckt die schlummernden Keime der Pflanzen, weckt die schlummernden Kräfte in Menschen und Tieren, wird Erzeugerin des Lebens in allem Lebendigen auf Erden und kleidet ihre Kinder in die Farbenpracht ihres Lichtgewandes. Ihre Strahlenkrone ist immer voll, und sie blendet das Auge des Sterblichen, das sich erkühnt, in die Majestät ihres Feuerdiadems aufzuschauen. Doch nur der Tag ist ihr Reich. Die Nacht steigt herauf – und vor dem dunklen Schatten der Nacht entweicht der Strahl der Sonne.

    Es leuchtet der Mond. Mild strahlt sein silbernes Licht. Eines Säuglings Auge erträgt sein Strahl und spielend greift eines Säuglings Hand nach dem freundlichen Licht. Mild dämmernd hält er Wacht über die schlafende Erde und gesellt sich als freundlichen Führer zu dem Wanderer in der Nacht. Bescheiden entzieht sich dem Forscherblick sein stilles Wirken in dem Triebe der Kräfte, in der schwellenden Woge, in den Schwingungen der Nerven, und nicht immer und nicht in stets gleicher Fülle grüsst uns sein Licht. In stetem Wechsel steigt und fällt seine lichtige Größen wächst aus völligem Dunkel zur ganzen Lichtfülle empor und ringt sich durch die  Phase gänzlichen Verschwindens immer wieder zu neuem Wachsen heran. Sein Reich ist die Nacht. Doch weicht er auch nicht vor dem Tagesstrahl der Sonne. Vom Sonnenglanze verdunkelt, vollbringt er gleichwohl mitten unter Tagesherrschaft der Sonne, still und bescheiden die eigene Bahn. Ist bald ein stiller Begleiter der Sonne, und  steigt bald herauf, wenn die Sonne gesunken.

    Und diesen beiden mächtigen Trägern und Vermittlern des Lichtes und des Lebens, diesen beiden großen, und in ihrer Größe so verschiedenen Lichtern des Himmels gab ihr Schöpfer zugleich für den Menschen auf Erden die Bestimmung tief in sein geistiges Leben einzugreifen und – והיו לאותות ולמועדים ולימים ושנים (1 B.M. K. 1 V. 14)– „Symbole und Feste, Tage und Jahre“ zu schaffen.

    והיו לאותות“ Symbole sollten sie werden, Gedanken ausdrückende Zeichen, Ansprachen Gottes an den Menschen, Gottesschrift, ihn an die Wahrheit und die Bestimmung seines Lebens zu mahnen;

    ולמועדים“ und sollten den einförmigen Strom der Zeit in verschiedene, gekennzeichnete, regelmäßig wiederkehrende Momente zerlegen, auf welche der Mensch die verschiedenen Seiten seiner Tätigkeit verteilen, und von denen einzelne ihm zu Merkstäben für seine Zusammenkunft mit Gott und seine Zusammenkunft mit Menschen dienen sollten;

    ולימים“ und sollten die Tage in kleine Kreise, „ושנים“ und diese Kreise in den größeren Umlauf abschließend sammeln, innerhalb dessen sich die Gestaltungen des irdischen Lebens periodisch wiederholen.

    והיו לאותות!“ Sie seinen Symbole! Die Leuchten des Himmels, deren Wechsel und Umkreis die Zeit des irdischen Lebens dem Menschen in Jahren und Monden und Wochen, in Tagen und Stunden, ja in Minuten und Augenblicken zerlegt; die dem Menschen die Messschnur und Richtschnur und den Faden gereicht, an welchen er die einzelnen Momente seiner Tätigkeit aufreiht; die Leuchten des Himmels, auf welches jedes verrinnende Zeitteilchen den Menschen in jedem Augenblicke seines Strebens und Tuns hinweist: – והיו לאותות sie seien nicht nur das äußere Maß, den Umfang und die Dauer seiner Tätigkeit zu messen, sie seien ihm zugleich Warnzeichen und Wahrzeichen, das innere Maß, die innere Größe, den inneren Wert seines Strebens und Tun zu schätzen.

    Zwei Größen zeigt ihm der Himmel. Die eine, die, wenn sie da ist, da ist in ihrer ewig gleichen Kraft und Mächtigkeit und mit strahlender Macht und Wirksamkeit offen in allen Gestaltungen der sinnlichen Entfaltung der Wesen zu Tage tritt; deren Herrschaft aber nur die eine Hälfte der irdischen Lebenszeit zufällt und die zurücktritt, ganz zurücktritt, sobald das Reich der andern Größe beginnt. Es ist die strahlende Tagesgröße der Sonne.

    Die andere; selten vollstrahlend in lichtiger Vollkraft, in stetem Wechsel begriffen, stets nur ringend nach Licht; aber in diesem Ringen unermüdlich groß; Bescheiden zwar und milde, nicht blendend und sengend, still ihre Sendung vollbringend; aber nicht weichend vor der Herrschaft der andern, mächtige Größe. Unerkannt, zurückstehend, solange der mächtige Strahl der anderen Größe leuchtet, aber ihre Zeit abwartend, die der mächtige Strahl der anderen gesunken, und dann hervortretend in ihrer freundlichen Milde, die Nächte des irdischen Daseins erhellend. Es ist die wechselnde Nacht- und Tagesgröße des Mondes.

    Seht da eure Vorbilder, spricht das Wort unserer Weisen. Zwei Größen kann der Sterbliche nicht erstreben. Er kann die materielle Macht und Füllen er kann die irdische Gewalt und Hoheit erstreben, die solange sie dauert, kein Schwanken kennt, unfehlbar und sicher das erzeugt und das bewirkt, was in den Umfang ihrer Kraft und Mächtigkeit gelegt; die, was sie ist, durch sich selber ist, und, so lange sie dauert, angestaunt wird in ihren Wirkungen, verehrt wird in ihrem Glanze, gefürchtet wird in ihrer Macht, – deren Herrschaft aber ein Ziel gesetzt ist, bei welchem angelangt, sie völlig  schwindet am Horizont der Zeiten.

    Er kann die geistig-sittliche Größe erstreben, die er selten ganz erreicht, und wenn erreicht, stets in Begriff ist wieder zu verlieren; deren Kraft nicht im erreichten Ziel, sondern im ewigen Streben nach dem hohen Ziel besteht und deren Grösse eben in diesem Ringen leuchtet; die bescheiden und still sich ihrer Unvollkommenheit stets bewusst bleibt; deren segensreiche Wirkungen mehr geahnt werden vermögen; die oft verkannt, verachtet, verlassen, zurückstehen muss vor dem blendenden Strahl materieller Macht und Glorie, die aber dann in ihrer vollen Hoheit und Größe gewürdigt wird, wann der Tag der irdischen Hoheit abgelaufen und das geistig-sittlich Große  allein sich als das Überdauernde, Ewige bewährt.

    Zwei Größen kann ein Volk erstreben. Es kann das Schwert der Eroberung, es kann das Scepter der Gewalt im Kreise der Völker führen, es kann mit der Hoheit seiner Macht alles überwältigen es kann sich der Thron seiner Herrschaft, die Türme seines Ruhmes himmelhoch erbauen, und alles beugt sich seiner Größe, alles zittert vor seiner Macht bis der Tag seines Untergangs gekommen, – das Schwert entsinkt , das Scepter bricht, zusammenstürzt der Thron,  in Trümmer, geschwunden ist das Reich, und nur wie den gestrigen Tag trägt die Geschichte seinen Namen als „gewesen“ ein in das Buch der Zeiten.

    Es kann die Erkenntnis der Wahrheit, die Veredelung des Menschen, es kann die geistig-sittliche Größe zu seinem Panier erheben, es kann nur in der geistig-sittlichen Selbstvollendung seine Macht und sein Ruhm erkennen, es kann in diesem Anstreben des geistig-sittlichen Ideals  seine ganze Bestimmung erblicken – Dann wird es keine Reiche stiften und keine Welten erobern  nicht auf gebrochene Herzen und zertrümmerte Hütten den Thron seines Ruhms erbauen; dann wird es nicht gefürchtet wandeln auf Erden; dann wird es steigen und fallen, und fallen und steigen, je nachdem es sein geistig-sittliches Ideal in sich vollendet oder verscherzt; dann wird es zu leiden haben unter der Huftritt der Gewalt, wir den Speichelwurf und den Hohn der seiner materiellen Schwäche spottenden „Größen“ zu erdulden haben – aber es wird sie doch alle überdauern, alle diese spottenden Größen. Sein Untergang kommt nie, alle Tage sieht es kommen, alle schwinden, als das ewige Volk benennt es die Geschichte, und wenn einst die Tage der materiellen Größe alle gezählt, dann wird man es erkennen in seiner ewigen Größe und sich von seinem Lichte das Licht für die heraufgezogene Nacht erbitten.

    Einst trat der Mond klagend vor seines Schöpfers Thron „ Du hast mich groß genannt wie die Sonne; können wir beide eine Herrschaft teilen?“ „Wohlan, so gehe und ziehe bescheiden zurück!“ „Weil ich die bessere Einsicht hatte, soll ich zurücktreten?“ „Dafür herrscht du auch am Tage und bei Nacht“ „Was nützt es! Der Fackel achtet keiner am hellen Mittag.“ „Gehe nur, Jissroél wird nach dir seine Tage und Jahren zählen.“ „Können sie doch nicht umhin, auch nach der Sonne ihre Zählung zu richten!“ „Gehe nur, alle Frommen werden dich zum Vorbild nehmen und nach dir sich nennen: Jakob der Kleine, – Samuel der Kleine, – David der Kleine, – „volle Genugtuung  aber finde, wenn mit jedem Neumond Jissroél im Sühnopfer sich mondgleich rüstet zum Ringen nach Licht, und in diesem Sühnopfer sich mondgleich rüstet zum Ringen nach ewig vollem Lichte seine ganze Bestimmung erkennen und sich ihrer vor Gott froh bewusst werden wird – “

    Seitdem lässt Jissroél Esau, den Völkergenius – zu dem gesprochen worden: „ mit deinem Schwerte wirst du leben!“ – seine Jahre nach dem großen Lichte der Sonne zählen; Jakob aber, das Kleinere, zählt seine Jahre und sein Geschick nach dem kleinen Licht des Mondes. Esaus Sonne herrscht nur am Tage, aber nicht wenn es Nacht geworden; Esaus Schwerterglanz leuchtet nur in dieser Welt, aber nicht ins Finsternis hinüber. Jakobs kleineres Licht waltet am Tage und bei Nacht; Jakobs Genius leuchtet in dieser Welt und ins Jenseits hinüber. So lange das Licht des Größeren durch die Welten strahlt, wird das Licht des Kleineren nicht kund; ist aber das Licht des Größeren untergegangen, tritt das Licht des kleineren hervor. So lange Esaus Licht die Welt strahlend erfüllt, wird Jakobs Licht nicht erkannt. Ist Esaus Licht untergegangen, tritt Jakobs Licht leuchtend hervor; dann heißt es:

     

    Stehe auf und leuchte, denn dein Licht ist gekommen

    Und die Herrlichkeit Gottes geht über dir auf!

    Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde,

    Und Dunkel umhüllt die Nationen,

    Über dir aber strahlet Gott

    Und seine Herrlichkeit zeigt sich über dir!

    Völker gehen in deinem Lichte,

    Könige bei dem Glanz deines Aufgangs,

    Sieh dich um und schau! Sie alle vereinigt kommen sie dir!

    Sind deine Söhne, die aus der Ferne kommen,

    Sind deine Töchter, die dir still zur Seite erzogen wurden.

    Du siehst es und leuchtest dann, und es wird ängstlich und es wird weit dein Herz –

    Denn es wendet sich dir die Fülle des Westens zu,

    Die Schar der Völker kommet dir – (Jesaias Kap 60 V 1 – 5)

     

    Dann ist der Gegensatz der verschiedenen Größen gesühnt, dann wird die ewige Größe des ringenden Lichtes erkannt und gewürdigt und erst durch diese Erkenntnis und Würdigung der geistig-sittlichen Größe erhält auch das materielle irdische Licht seinen wahren Glanz und auch seine göttliche, ewige Bedeutung:

     

    Es wird das Licht des Mondes wie das Licht der Sonne,

    Und das Licht der Sonne wird dann siebenfach, wie das Licht der sieben Tage,

    Wenn Gott den Bruch seines Volks verbindet

    Und die Wunde seines Schlages heilt. (Jesaias, K. 30, V.26)

    So zählt Jissroél nicht nach irdischen Ernten, sondern nach Vollendung seines geistig-sittlichen Aufschwungs seine Mondesjahre. Gleichwohl hat es auf den irdischen Kreislauf zu achten. Denn eben und endlich das Licht seiner geistig-sittlichen Sendung mit den unter der Sonne reifenden irdischen Leben zu vermählen, ward es gesendet. Wohl bleibt es zeitweilig mit der Zählung seiner Jahre gegen den Kreislauf der irdischen Sonne zurück. Aber es holt alles wieder nach, und endlich fällt sein Frühling mit dem Frühling der irdischen Sonnenwelt um es zusammen.

    Darum schaltet es von Zeit zu Zeit seinen Schaltmonat Weadar ein.

     

    Quelle: S.R. HIRSCH Gesammelte Schriften II   S. 59-64 Verlag von Kauffmann Frankfurt am Main 1904

     

     

    Jeschurun, Judentum gegen Zionismus plant der zweite Teil dieses Exposés „Die vier Lichtgedanken der ringenden Größe“ (Arba Parschiauss) demnächst in Ablieferungen bringen.



    [1] Nach Bereschiss Rabba, Kap.6 und Chulin Bl.60

    07-03-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    06-03-2019
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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

                   (1881-1932)

     

     

    „Chassidismus“

     

    Aufsatz erschienen in der Wochenzeitung „Jüdische Presse“, Wien 1924, 3

     

    „In der Agudas Jisroel dominiert der Osten. Im Osten ragt der Chassidismus hervor. Folglich steht der Chassidismus an ragender Stelle. Darf diese Vorherrschaft des Chassidismus auch diejenigen mit Freude erfüllen, die der andersgearteten west- und mitteleuropäische Orthodoxie angehören und vom Chassidismus nur von Hören und Sagen wissen? Ja! Denn jede Orthodoxie die echt, geschichtlich berechtigt und religionsrechtlich legitimiert ist, auch die misnagdische, auch die deutsche eines S.R. Hirsch, ist Chassidismus, unbewusster Chassidismus. Wir wollen uns das an einem instruktiven Beispiel klar machen.

    [… ] Nur eine geistige Strömung gibt es im heutigen Judentum der bewußter Antichassidismus ist: der jüdischer Nationalismus. Was für die christliche Kirche der Antichrist bedeutet, das bedeutet für das orthodoxe Judentum der jüdische Nationalismus: Verdräng der Religion von ihrem Herrschersthrone, Emanzipation der Erde vom Himmel, Kampfansage gegen den heiligen Geist. Was verschlägt’s wenn einzelne Nationalisten eine Vernunftehe zwischen Nationalismus und Religion herzustellen sich bemühen?  Der Rationalismus mag dazu seinen Segen geben. Der Chassidismus sagt: Was hat die Nation mit dem heiligen Geist zu tun? Wenn für uns der Begriff der Religion alles, aber auch wirklich alles umfasst, was bleibt dann noch für die Nation übrig ? Und darum ist es gut, daß in der Agudas Jisroel der Chassidismus mitführt. Er ist die Neschomoh Jessoroh der Agudas Jisroel.“

     

    Hier die vollständige Wiedergabe des Originals in Beilage:
     

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    06-03-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    05-03-2019
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    Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER

                 (1894-1983)

     

    ובקשו

     








    Ein  jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ von  Leo BRESLAUER. Frankfurt am Main  5695/1935

    23.      Und dennoch Fortschritt?

    „Ein tröstlicher Ausblick am traurigen Ausgang dieses Geschichtsabschnittes; ähnlich wie an seinem Eingang, aus heilsamen Erziehungsschmerzen geboren, die klarere, sichtnahe Herausstellung des Gottkönigtums als höchsten, ureigentlichen Sinn unseres Volksseins und der Weltgeschichte leuchtete; Leid verklärend, Zukunftsdunkel erhellend, trotz allem.

    Trotz allem gehen Gottes Wege aufwärts.“

    24.      Die zweite Kompensierung

    „Nun war der Torsostaat an Habsucht und rationalem Egoismus zugrunde gegangen. Das Volk war also noch nicht einmal für halbausgerüstete Eigenstaatlichkeit reif. So blieb, seinem historischen Gesetz entsprechend, nichts anders übrig, als es – o   Weh und Schande! – vom letzten Rest selbständiger Gemeinschaftsmacht zu entlasten. Das  bedeutete völlige Sch‘chino-Ferne  und damit totales Goluß und Innuj.

    Der Jude in J’ruscholajim (anders als der in Alexandrien und Rom) hatte sich durch Geldesliebe und niedere Gehässigkeit nicht nur gegen göttliches Gesetz vergangen, sondern direkt am lebendigen Gottesstaat versündigt.  Denn was er an Kraft und Mitteln für seine Habsucht verwandte, das entzog er, der Bürger, seinem Staat; er mißbrauchte in jedem Fall gottesstaatliche Energie.

    Nicht so der ausländische Jude der Gaulo.“

    „Jedenfalls – die Innuj-Schule setzt wieder ein.  Da wird mehr sein als nur Entsagung. Jißroeil wird als Gast nicht nur scharf beobachtet (wie erzieherisch kann das allein schonwirken!), sondern soll selber ein scharfer Beobachter sein. Gegen eigene Fehler waren sie blind. Jetzt werden sie die Folgen von Autonomismus, von Verirdischung, von Verfall in Habsucht und Sinnlichkeit und Rechthaberei ständig vor sich sehen und am eignen Leib zu spüren bekommen. Dann werden sie hoffentlich auf ihre eigene Geschichte צידוק הדין sprechen.“

     

    25.      Bewährungsaufgabe des Goluss.

    „Goluß war nie nur Innuj und ist es auch jetzt nicht. Tauroh einmal offenbart, bleibt für ewig Erbgut der Gemeinde Ja’akauws und fordert Bewährung, von jeder Generation, zu jeder Zeit , an jedem Ort.“

    „Nicht, daß nun etwa eigenmächtige Wiederherstellung des territorialen Staates die Aufgabe des Goluß sei. Denn dieser Staat könnte nicht ohne Macht sein und politische Machtlosigkeit ist heute unser Schicksal.“  

    „Gottesstaatsvolk zu sein, ist die höchste und wahrste jüdische Lebensform überhaupt und als solche nicht nur die Wehmut unserer Vergangenheit und die Hoffnung unserer Zukunft, sondern für jede Gegenwart bleibendes Erziehungsziel und unabänderliche Bewährungsaufgabe.

    Also heißt denn die gottesvolkliche Aufgabe dieses Goluß – und nur das macht die Trauer um den zerstörten Staat sinnvoll –  : uns und unseren Kindern bereitwillig die Befähigung zur einstigen Gottesvolkstaatlichkeit zu erwerben und erhalten. In unermüdlicher Selbsterziehung und durch treue Gemeinschaft der J’re’im sind Rechthaberei und Sinnlichkeit und Habsucht zu überwinden, um das leibliche Dasein nach den in Anwendung verbliebenen Chukkim und Mischpotim erfolgreich zu gestalten; und Aniwuß und Prischuß und Chassiduß zu pflegen, um der Gott suchende den Ausblick und Anstieg zur Jir’o und K’duscho und – Ruach hakkaudesch zu ermöglichen. Jißroeil in diesem Goluß ist eine Erziehungs- und Bewährungsgemeinschaft für den dritten Gottesstaat.  

    Es freut uns – in Beilagen –  drei weitere Skizzen (S. 41 bis 46) aus dieses rabbinische Meisterwerk vollständig zu liefern:

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    Breslauer Leo Uwakschu 41b.jpg (88.7 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 42.jpg (120.7 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 43.jpg (123.8 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 44.jpg (125.9 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 44.jpg (125.9 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 45.jpg (121.5 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 46.jpg (29.1 KB)   

    05-03-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    04-03-2019
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    Anzeige in der Wochenzeitung „Jüdische Presse“ , Wien 1927, 4 für die „Weltberühmte Palästina- Mazzoth hergestellt unter streng ritueller Aufsicht des ehrw. Orth. Rabbinates sehr ehrwürdigen Herrn Oberrabbiner Josef Chaim Sonnenfeld Präses der Agudas Jisroel in Erez Jisroel“.

    Bijlagen:
    1927 4 Palästina Mazzoth.JPG (90.7 KB)   

    04-03-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    03-03-2019
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      פקודי

     

    נדרו ושלמו ליי אלקיכם כל סביביו יבילו שי  למורא:

     

    „ Ihr aber gelobet und erfüllet; was ihr gelobet Gott, eurem Gotte, während alle; die ihn umgeben, als  Gegenstand der Furcht im Huldigungsgabe bringet.  

    (Psalm 76,12 Übersetzung Samson Raphael Hirsch)

     

    1.

    Rührend  ist es, wenn die Frommen,

    Einend sich zur heil’ger Schar,

    Freudig opfern am Altar.

    2.

    Wohl ists nicht die große Spende,

    Die der Herr von dir begehrt,

    Wahrhaft guten Willen sende,

    Und du hast Ihn wohlgeehrt.

     

    Mit Dank an Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

    03-03-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    01-03-2019
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    Rabbiner Samson Raphael Hirsch

                                           Auszüge aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt Wajakehél

     

    ויקהל

     

     

    Kap.35, 2  Sechs Tage soll Werk geschaffen werden, aber am siebten Tage soll euch ein Heiligtum, ein durch Werkeinstellung Gott zu begehender Sabbat sein; wer an ihm ein Werk schafft, soll hingerichtet werden.

     

    Kap. 35, V.2 [1]

    …Wohl nicht vollständiger lässt sich das ganze Staatsleben darstellen als: die Beziehung des Individuums zur Gesamtheit, der Gesamtheit zum Individuum, d.h. die Leistung des einzelnen an die Gesamtheit, der Gesamtheit an den einzelnen und endlich  die Förderung der Gesamtheitszwecke im Gebiete der Gesamtheit, Beziehungen die wohl in prägnantester Weise durch: הכנסה מרשות הרבים לרשות היחיד, הוצאה מרשות היחיד לרשות הרבים, העברה ד' אמות ברשות הרבים ihren Ausdruck finden dürften. Wenn demnach der אסור aller übrigen מלאכות den Menschen in seiner physischen Weltstellung unter Gott unterordnet, so dürfte אסור הוצאה die Unterordnung des Menschen auch mit seiner sozialen Weltstellung unter Gott zum Ausdruck bringen, jenes ist die Huldigung Gott in der Natur, dieses seine Huldigung in der Geschichte, jenes stellt das Menschenwerk in der Natur, dieses das Menschenwirken im Staate unter der Herrschaft Gottes, und so gewiss begreift die Weltherrschaft Gottes sein Walten und Gebieten in Natur und Geschichte zusammen, und das durch die Sabbathuldigung zu erbauende Reich Gottes auf Erden ist erst dann ein volles und wirkliches, wenn der Mensch sich mit seinem Natur- und Staatsleben dem Gehorsam des göttlichen Willens unterstellt. Nunmehr dürfen auch die beiden Tatsachen, welche das göttliche Gesetz als Motiv des Sabbats aufführt, בריאת שמים וארץ und יציאת מצרים in ihrer sich einander wesentlich ergänzenden Bedeutung hervortreten. Die Weltschöpfung ist die Tatsache für die Herrschaft Gottes in der Natur, wie sie durch alle übrigen מלאכות zum Ausdruck kommt, die Erlösung aus Egypten für die Herrschaft Gottes im Staatenleben, wie dies durch איסור הוצאה seinen Ausdruck gewinnt. איסור הוצאה stellt somit den jüdischen Staat, das Wirken des jüdischen einzelnen für die Gesamtheit, der Gesamtheit für den einzelnen, sowie die Wirksamkeit der Regierenden im Staatsgebiete, Gehorsam unter die Herrschaft Gottes, und wir begreifen, wie in dem zitierten Prophetenworte[2]  die Erhaltung des Staates vor allem von der Sabbathuldigung durch איסור הוצאה abhängig gemacht und sein Untergang durch Verletzung des Sabbats durch הוצאה angekündigt wird. איסור הוצאה drückt den ganzen Staatsleben Gottes Siegel auf, הוצאה im Sabbat reißt das Gotteswappen vom Staate und von dem sozialen Leben im Staate.



    [1] 39 Produktionskategorien.

    [2] Jeremias Kap.17, 19 ff.

    01-03-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    28-02-2019
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

    הפטרת פרשת שקלים

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Schekalim (Auszug)

     

    V.5 כסף עובר, dies scheint sich zunächst auf die 2 B.M. 30,14 f. angeordnete jährliche Halbschekelspende zu beziehen. Da jedoch deren Bestimmung das. durch לכפר על נפשותיכם dahin ausgesprochen ist, daß mit ihnen die jährliche Gesamtheitsopfer bestritten werden sollten, in den jeder jüdische Mann somit gleichmässig vertreten sein so können diese hier nicht gemeint sein, wo diese von den Priestern in Empfang zu nehmenden Spenden ja zur Instandhaltung des Hauses verwendet werden, also eine בדק הבית-Casse bilden sollten. Dieses כסף עובר dürfte sich deshalb auf den Chron. II 24,5 berichteten Aufruf Joachs an das ganze Volk beziehen, nach welchem die Priester und Leviten alljährlich Spenden erheben sollten, um den unter „der Frevlerin Athaljah“ verwahrlosten und von ihren Söhnen vielfach beschädigten Tempel wieder neu herzustellen, לחדש את הבית, das. Vers 4. Im Anklang an die ersten freiwilligen Spenden zur Errichtung des Stifzeltes werden diese Beiträge des Volkes, die später nach der veränderte Anordnung von den Spendern direkt in die dazu bestimmte Laden geworfen wurden, das. V.9 : משאות משה עבד האלהים על ישראל במדבר genannt, „die von Mosche, dem Diener Gottes, Jissroél in die Wüste aufgelegten Heben.“ Zu עובר ist hier offenbar על הפקודים zu ergänzen und hätte damit den Spendern die hohe Bedeutung ihrer Spende zum vielleicht auch zugleich anspornenden Bewußtsein gebracht werden sollen.

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 425- 431  Kommentar zu Könige II Kap 12,6

    28-02-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    27-02-2019
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    ויקהל

     

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Wajakehél (Auszug)

     

    An zwei Stellen fordert der Prophet Jesaja die Pflicht des Wohltuns מצות צדקה in inniger Verbindung mit שמירת שבת, mit der Pflicht, den Schabbos zu heiligen. שמרו משפט ועשו צדקה „Wahret das Recht und übet Milde!“ אשרי אנוש יעשה זאת“Heil dem Menschen, der solches übt“. Jedoch שמר שבת מחללו „Entweihet den Schabbos nicht“ (Jes.56) – Ferner in der eingangs erwähnte Stelle: הלא פרס לרעב לחמך „Brich dem Hungernden dein Brot“ – jedoch: אם תשיב משבת רגלך „Halte vom Schabbos deinen Fuß zurück.“ (Jes.58) –

    Unser Prophet kann sich צדקה ohne Schabbos nicht denken; die Wahrung und Heiligung des Schabbos ist ihm Gradmesser für den Wert oder Unwert der צדקה, die jemand übt. „Gründe dein Leben auf צדקה“, ruft uns derselbe Prophet zu (Kap. 54); dann aber רחקי מעשק „halte dich fern von jeder Gewalt, jedem Unrecht!“ Ist doch צדקה nur dann eine sittliche Tat, wenn sie mit redlich erworbenem Gut geübt wird; mit gestohlenem, geraubtem Gut, mit fremden Eigentum lässt sich nicht gut צדקה üben. שמרו משפט Vor allem wahret das Recht, sorget dafür daß kein unredlich erworbener Groschen eure Habe entweiht, dann עשו צדקה, übet צדקה! Ist das aber eine Wahrheit, dann geht der Prophet in eisernen Konsequenz weiter: Ist צדקה ohne משפט nicht möglich, dann ist צדקה nicht denkbar ohne den Schabbos! Den Hab und Gut in unsrer Hand ist nicht unser Eigentum, wir haben kein Verfügungsrecht darüber, wenn wir nicht den zwischen uns und Gott bestehenden Rechtsvertrag respektieren. Diesen Rechtsvertrag aber ist der Schabbos. לה' הארץ ומלאה „Gottes ist die Erde, und was sie füllt“ sagt der Psalm (Kap.24), und doch heißt es an einer anderen Stelle (Kap.115) והארץ נתן לבני אדם „Er hat die Erde den Menschen gegeben“ – und es ist doch, wie die Weisen so sinnig meinen (Berach. 35a), kein Widerspruch: כאן קודם ברכה כאן לאחר ברכה „Hier vor der ברכה, dort nach der ברכה“ Solange wir nicht mit der ברכה Gott als dem Eigner alles Seiende huldigen, in dessen Dienst wir jeden Splitter unserer Habe zu stellen gewillt sind, solange ist alles, was wir besitzen גזל (das.) unrechtmäßig angeeignetes, Gott geraubtes Gut; erst mit der ברכה erlangen wir Anrecht auf die Welt und ihre Güter, gibt sie uns Gott, daß wir sie nach seinem Willen verwerten. – ברכה ohne Schabbos aber ist Blasphemie. Erst mit dem Schabbos zeigen wir, daß es uns mit der ברכה Ernst ist.  Zerreißen wir die Schabbosurkunde, glauben wir eigenmächtig in Gottes Welt schalten zu dürfen, dann ist alles גזל, geraubtes Gut, das wir der göttliche Bestimmung, dem göttlichen Verfügungsrecht entziehen zu dürfen uns vermessen. Wer Schabbos hält, die Forderungen des Schabbos in den שבתות של חול verwirklicht, wem Gott das Recht auf die Erdenwelt und ihre Güter verleiht, dem gereicht die צדקה, die er mit solchen Gütern übt, zu Gott gefälligem Tun. Wer aber den Schabbosgedanken verleugnet, in dessen Händen ist alles „Erworbene“ in Wirklichkeit „Raub“ an Gottes Eigentum, und der hat sich von vornherein jede Möglichkeit, צדקה zu üben, verwirkt! שמרו משפט ועשו צדקה ruft uns der Prophet zu, dann aber שומר שבת מחללו entweihet meinen Schabbos nicht, machet meinen Schabbos zur Wahrheit; das aber heißt, wie der Prophet alsbald fortfährt: שמר ידו מעשות כל רע bewahret auch eure werktätige Hand vor allem Bösen, vor allem Bösen, vor allem dem Gotteswillen Widerstrebenden! – הלא פרס לרעב לחמך Nur wenn du dein Brot den Hungernden reichst, ist deine צדקה eine sittliche Tat, dann aber אם תשיב משבת רגלך musst du den Forderungen des Schabbos in jeder Hinsicht gerecht werden! –  

    Gilt dies aber von der צדקה, die wir Menschen gegenüber üben, so erst recht, in vielleicht noch höherem Maße  von der Spende, die wir Gott auf dem Weihealtar seines Heiligtums niederlegen: kein grässlicherer Hohn auf die Wahrheit, die Wahrheit, die Gottes Heiligtum zu vertreten berufen ist und zu der es die Glieder des jüdischen Volkes erziehen möchte, als Gott „geraubtes“ Gut zur Spende für den Aufbau des Gottesheiligtums zu bestimmen.

    In dem Augenblick, da Jissroél in unserer Sidra zur Heiligtumsspende aufgerufen werden soll, schickt daher das Gotteswort die große, ernste Mahnung voraus: אלא הדברים אשר צוה ה' לעשות אתם Machte den Schabbos zur Wahrheit, verwirklicht ihn durch שתי שבתות, dadurch daß ihr „zwei Sabbate“ haltet, denn nur dann קחו מאתכם תרומה vermöget ihr von eurem Eigenen Gott eine Heiligtumsspende zu geben –

    Wie tief und doch wie klar erscheint nunmehr die erklärende Bemerkung des Sohar: הלא פרס לרעב לחמך Dein Brot sollst du den armen Brechen, mahnt der Prophet, dein Brot ולא דגזלה ולא דעשק ולא דגנבה nicht aber geraubtes, mit Unrecht vorenthaltenes, gestohlenes –  

    Der Schabbos allein macht uns zum rechtmäßigen Besitzer unserer Habe und verleiht unserer צדקה den Charakter einer reinen, Gott huldigenden Tat!

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung zweiter Teil Exodus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1931 S. 68 -69

    27-02-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    26-02-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER: „Ein judisch-geschichtlicher Wegweiser”(8)
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    Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER

                 (1894-1983)

     

    ובקשו

     





    Ein  jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ von  Leo BRESLAUER. Frankfurt am Main  5695/1935

     

     

    20.      Im Druck.

    „Tatsächlich steht am Beginn dieser zweiten Epoche die einzigartige Stiftung der wesentlich auf Gottes „Namen“  und Königtum gegründeten Brochauß. Und Brochauß lehren Chasiduß, lehren Habe in Segen Gottes, eigennützigen Habe-Eifer in Habe-Eifer für Gottkönig, in K’hunno wandeln und auch bei Mitzwo-Tun über die nackte „Rechtslinie“ hinaussehen . Sie stehen gewiß nicht umsonst an der Spitze der mündlichen Tauro. Und die Mischnosammlung Owauß, die wahre Hochschule des Chasiduß und des K’hunno-Geistes überhaupt, spricht sich geradezu als die Fortsetzung der bis an die Schwelle dieser Epoche tradierten Tauro aus.“

    „So begreift sich auch die erstaunliche Antipathie gegen dien Am-ho’orez der (trotz Tauglichkeit zum Gauj-Kodausch durch mögliche Sündenscheu) wegen seiner absoluten Unzugänglichkeit für Chassiduß als Brutstätte der urzwieträchtigen Habsucht und damit als das wahre Unglück des Staates erkannt wird. Es war die Epoche der ihrem Gottkönig so unsagbar innig zugewandten Chaßidim, auf deren Arbeit und Brot aber ebenso innig der Segen des himmlischen Vaters ruhte.  Und begreift sich nicht vielleicht auch das rätselhafte Essäertum als ein ganz und gar zeitgemäßer (wenn auch schließlich an seiner taurofremden Einseitigkeit scheiternder ) eklatanter Protest gegen die chronische Gefahr des habesüchtigen Triebes? “

    21.      Entweder – oder.

    „Auf scharfer Messerschneid schwankt das Entweder –oder.

    Entweder – die Habsucht zähmen und bei halber Ausstattung sich in Treue als Gottkönigs Staatsvolk bewähren; sie werden nicht nur durch rückhaltlose Hingabe an Chukkim und Mischpotim dem Torso ihres leiblichen Volkstums neues fruchtbares Gauj-kodausch-Leben einflößen, sondern darüber hinaus als seelengroße, gottesgewaltige Kauhanim inmitten einer noch kritiklos-metagläubig in Abgötterei versunkenen Welt die ganze Schärfe und Schürfkraft ihrer Ratio in Gottkönigs Dienst stellen und alle Macht und Habe ihres Triebes der Mehrung der Ehre seines Reiches weihen;  dann wird unter ihren Händen und dem Segen des himmlischen Vaters der Staat erstarken und genesen, mit der anziehenden Gewalt mächtig kreisender Lebensströmung die Gaulo an sich reißen, zurückgewinnen, heimbringen und sich am Ende in alter innigster Sch’chino-Nähe als Gottes Reich vollenden.

    Oder – das alles wird nicht sein. Habsucht wird den Rest der verbliebenen Ausstattung vollends vernichten. Im gleichen Maß wird das halbe Goluß wachsen, furchtbar und unentrinnbar, hin über das ganze Volk, und am Ende wird wieder sein, was am Andang war,    Innuj .

    22.      Habsucht und Staat.

    „…Bösrede, die schon mit den Habsuchts-Sünden der ersten Menschen und der Jaakauws-Kinder und der Kundschafter gepaart war, schießt auch hier mächtig ins Kraut; in der Pestluft niederer Gehässigkeit wuchert das Ränkespiel herrschsüchtiger, machtlüsterner Parteien; interessanter und realpolitischer als Gottkönig erscheinen griechisches Königtum und römisches Kaisertum, sei es, mit ihnen sich zu messen, oder um ihre Gunst zu buhlen.

    Rom ist blutigrotes Gold.  Rom ist brutal-intrigante Macht.  Aus Rom winkt Erfüllung der geheimsten Habsuchts-Träume. Im Strahl der Sonne die stumm aufgeht über  den räuchenden Trümmer von  Gottkönigs Residenz, gleißen die rohen goldenen Adler der Legionen. – .“


    Es freut uns – in Beilagen –  drei weitere Skizzen (S. 35 bis 41) aus dieses rabbinische Meisterwerk zu liefern:

    Bijlagen:
    BRESLAUER Leo Uwakschu 35b.jpg (74.7 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 36.jpg (122 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 37.jpg (122.3 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 38.jpg (120.1 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 39.jpg (123.5 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 40.jpg (123.3 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 41.jpg (31.4 KB)   

    26-02-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    25-02-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Raphael BREUER Die Benediktion gegen die Ketzer
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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

    (1881-1932)

     

    Die Benediktion gegen die Ketzer

     

     

    In: „Jüdische Monatshefte“ Jahrgang 5, Heft 11

     

    Die 19. Benediktion, zugefügt an den ursprünglich 18 Benediktionen, „Schemoneh Esreh“ die wir dreimal täglich Richtung Jerusalem stehend, beten wird von viele routinemäßig herunter geprasselt, Diese Kategorie Betern meinen damit sei der Pflicht erfüllt, ahnen nichts von der tiefen geschichtlichen Zusammenhang und der aktuellen Bedeutung und Erforderlichkeit dieser Benediktion.

     

    Das ist kaum verwunderlich wenn man folgender Paradox bedenkt:

     

    In den Reihen der Orthopraxie der Gegenwart wird weltweit  identisch die selbe „Schemoneh Esreh“, mit identischer Wortlaut, gebetet durch religiöse Zionisten und deren fromme Nachschlepper einerseits, durch die antizionistischen Thoratreuen Juden anderseits.

     

    Welche Ketzer der Gegenwart sollen geflucht werden? Etwa die „Heidenrebellen“ (von N. Birnbaum geprägten Begriff) ? Und wenn bis in die Knesseth HaMinim „Ultraorthodoxe“ Rabbinern kollaborieren?

     

    Rabbiner Dr. Raphael BREUER gibt uns schlüssige Antworte auf diese Überlegungen. Zu lesen in Beilage. 

     

    Bijlagen:
    ברכת המינים - Die Benediktion gegen die Ketzer 0.JPG (76.6 KB)   
    ברכת המינים - Die Benediktion gegen die Ketzer 1.JPG (122.8 KB)   
    ברכת המינים - Die Benediktion gegen die Ketzer 2.JPG (114.9 KB)   
    ברכת המינים - Die Benediktion gegen die Ketzer 3.JPG (113.2 KB)   
    ברכת המינים - Die Benediktion gegen die Ketzer 4.JPG (54.8 KB)   

    25-02-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    24-02-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Psalm 76,12 und Sprüchlein zum Wochenabschnitt Wajakehél
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    ויקהל

     

    נדרו ושלמו ליי אלקיכם כל סביביו יבילו שי  למורא:

     

    „ Ihr aber gelobet und erfüllet; was ihr gelobet Gott, eurem Gotte, während alle; die ihn umgeben, als  Gegenstand der Furcht im Huldigungsgabe bringet.  

    (Psalm 76,12 Übersetzung Samson Raphael Hirsch)

     

    1.

    Rührend  ist es, wenn die Frommen,

    Einend sich zur heil’ger Schar,

    Freudig opfern am Altar.

    2.

    Wohl ists nicht die große Spende,

    Die der Herr von dir begehrt,

    Wahrhaft guten Willen sende,

    Und du hast Ihn wohlgeehrt.

     

    ***

    Quelle: „Bibel- und Talmudschatz – Ein Buch für die jüdische Familie“ von J.H. Kohn, 13 Auflage Hamburg 5691-1931 Verlag von George Kramer S. 224

     

    Die allerbeste Anschrift zur Bestellung von antiquarische Judaica

    BUCHHANDLUNG SPINOZA AMSTERDAM

    Inhaberin: Frau Manja  Burgers

    http://www.spinozabooks.com  

    24-02-2019 om 22:41 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.WOCHENABSCHNITT SCHEKOLIM
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    פרשת שקלים

     

    WOCHENABSCHNITT SCHEKOLIM

     

    Dieser Sabbat wird פרשת שקלים, Sabbat der Silbermünzenspende, genannt, dieser bediente sich Moses nach dem Auftrage des Ewigen, um Jissroél zu zählen. Jeder Männliche von 20 Jahren an und darüber brachte diese Münze, einen halben Schekel, zur heiligen Wohnung hin; die Münzen wurden gezählt und nach ihnen die Menge der Erwachsenen bestimmt. Das Geld selbst ward aber zur Bestreitung der Gemeindeopfer verwandt. Und so blieb es alle Zeiten hindurch, solange das Heiligtum in der Mitte Jissroéls bestand.  In jedem Jahre im Monate Adar wurde im ganzen Lande zur Schekelspende aufgefordert, Beamte saßen in alle Städten, das heilige Geld in Empfang zu nehmen, denn vom Monate Nissan an wurden die Opfer immer von den neuen  Spenden bezahlt. Zur Erinnerung an jenen herrlichen Zeiten haben wir das Verlesen der פרשת שקלים beibehalten, als ein זכר למקדש, ein Gedenken des Heiligtums, um dessen Aufbau wir täglich innig flehen.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 199  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    24-02-2019 om 22:38 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    22-02-2019
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     Rabbiner Samson Raphael Hirsch

    כי תשא

     

    Auszüge aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt Ki Sisso

     

    Kap.31 V.13 Diese sollen sie geben, jeder, der hinübergeht hin zu den Gezählten: die Hälfte eines Schekels im Gewichte des Heiligtums; zwanzig Gera der Schekel, die Hälfte eine solchen Schekels Gott als Hebe.

     

    Kap. 31 V. 13 …Als Gott Jissroél zum Werkzeug seines Reiches, d.i. zum Werkzeug seiner Huldigung als Schöpfer und Gebieter im Menschenkreise, das ist ja eben nichts anderes als zur Verwirklichung des „Sabbats“ erwählte, gab er dem Sabbat im Jissroél das konkrete Symbol im Werkverbot, und es ward der Gottessabbat  zum Menschensabbat. Fortan ist die Sabbat – „Feier“ das Symbolum der Beziehung Gottes zu Jissroél und Jissroéls zu Gott, das Erziehungszeichen, aß Gott uns sich geheiligt und heiligt.

     

    Kap. 32, V.13  Gedenke Abrahams, Jizchaks und Jissroél, deiner Diener, denen du bei dir geschworen und zu denen du gesprochen hast: ich werde eure Nachkommen wie die Sterne des Himmels vermehren, und dieses ganze Land, von dem ich gesagt, daß ich es euren Nachkommen geben werden das sollen sie für immer als Eigentum behalten.

     

    Kap. 32, V.13 …Diese Erinnerung an die Erzväter und an die ihnen gegebene eidliche Zusicherung dürfte wohl nicht in dem Sinne zu verstehen sein, als ob diese Zusicherung der beabsichtigten Vernichtung des Volkes entgegenstehe. Denn durch die zugleich angedeutete Neubildung eines großen Volkes aus Moses Nachkommenschaft würde ja gleichwohl diese Zusicherung sich erfüllen. Moses Nachkommen sind doch auch Abrahams, Isaaks und Jakobs Nachkommen. Vielmehr scheint diese Erinnerung in tieferem Zusammenhange mit Moses ganzer bisheriger Betrachtung und der darauf gegründeten Bitte zu stehen und folgt daher als Schlussunterstützung diese Bitte nach. Zuerst wird durch Nennung Abrahams, Isaaks und Jakobis an den edlen Kern erinnert, aus dem dennoch diese ganze jetzt „hartnäckige“ Volk entsprossen, der doch von so urkräftigem, sittlichem Adel gewesen sein muss, daß dem Abraham ein gleich edler Isaak und dem Isaak ein gleich edler Jakob gefolgt, und der daher gewiss in dem ihm entsprossenen Volke nicht ganz verloren sein kann, somit sicher im Laufe der Zeit sich durcharbeiten und ihrem Ursprunge ähnliche Menschen erzeugen wird. Ferner wird durch die Erinnerung an den Eid hervorgehoben, daß doch die Gewissheit eben dieser unverlierbaren Fähigkeit würdig zu werden, bei dem Eide vorgeschwebt haben müsse, sonst würde eben nicht eidlich haben zugesichert werden können, daß die Nachkommen ein ewiges Anrecht auf das Land haben sollen. Wie, wenn sie nun alle entarten, und nicht einmal ein Moses sich unter ihnen fände? Dieser Eid selbst setzt voraus, daß Abrahams Nachkommen in ihrer Gesamtheit nie so entarten können, daß sie nicht durch eine erziehende Gottesführung zum Bessern gebracht zu werden vermöchten, und eben an diese, bei der ganzen Erwählung Israels vorauszusetzende Erziehung zum Besseren, an diese notwendigerweise mögliche Zukunft appelliert Moses, um die augenblickliche Vernichtung abzuwenden. …


    V. 29 Da sprach Mosche: Bevollmächtigt euch selber heute für Gott, - denn jeder bleibe wider seinen Sohn und wider seinen Bruder, - und über euch heute Segen zu geben.

    V. 29 Nachdem sie die Gesetz rettende Tat vollbracht hatten, sprach Moses zu ihnen: „Bleibet, was ihr heute begonnen!“ Setzet euch selber ein zu „Eiferern“ und Vertreter des göttlichen Gesetzes. Keiner besonderen Bestellung, keiner besonderen Berufung bedürft ihr dazu. Wo das Gesetz im Volke gehöhnt wird, da ist jeder zum Vertreter und Retter des Gesetzes berufen, die Pflicht und die Verantwortlichkeit, die auf jedem ruht, stellt ihm den Bestallungsbrief aus, und je weniger Amt und Bestallung sein Tun zum amtlichen Thun stempelt, um so bedeutsamer und wirksamer ist seine rettende Tat, um so tiefer sagt sie jedem, welcher Geist in allen lebendig sein sollte. – …

     

     Kap.34 V.8 Da eile Mosche, neigte sein Haupt zur Erde und warf sich hin,

    V 9. und sprach: Wenn ich denn Gewährungswürdigkeit in deinen Augen erreicht habe, mein Herr in unserer Mitte; weil es ein hartnäckiges Volk ist, wirst du unsere Krümme und uns so zu deinem bleibenden Eigentum gewinnen!

     

    Kap. 34 VV. 8,9 …Wie die politische Schwäche und preisgegebene Hilflosigkeit es gerade ist, die Jissroél als das geeignetste Volk zur Offenbarung der Gottesmacht in der Geschichte erscheinen ließ, so lässt eben seine natürliche Hartnäckigkeit es als das geeignetste erscheinen, die Göttlichkeit des vermittelst seiner der Menschheit zu überbringenden Gesetzes und alle Wundermacht der göttlichen Erziehungswaltung zu offenbaren. Eben weil es ein hartnäckiges Volk ist, eben darum möge Gott, dessen „Diener“ an das Volk ja Moses ist, in seiner Mitte wandeln, an ihm, an diesem „härtesten“ Volke alle die erziehende Wundermacht seines Gesetzes und seiner Waltung zeigen, und so lange verzeihen und immer wieder verzeihen – jede Verzeihung jetzt einen Schritt zur Besserung voraus – bis das Erziehungswunder an Israel vollendet und dieses härteste Volk für immer Gottes Eigentum geworden sein werde. …

     

    V.10 Darauf sprach er: Siehe, ich errichte einen Bund: in Gegenwart deines ganzen Volkes werde ich Wunder vollbringen, die auf der ganzen Erde und unter allen Völkern nicht geschaffen worden; es soll das ganze Volk, in deren Mitte du bist, das Werk Gottes sehen, wie es zu fürchten es ist, was ich mit dir vollbringe.

     

    V.10 …Es wird somit die „Sendung Mosis“ als Unikum im Raum und Zeit dastehe, und dadurch die Einzigkeit und Unantastbarkeit (–   נורא – ) des durch ihn gebrachten Gottesgesetzes für alle Zeiten bewahrheitet sein.  Eine Dokumentierung, die zunächst für Israel verwertet werden soll. Indem nämlich mit dieser Erwiderung Moses V.9 ausgesprochener Bitte willfahrt werden soll, in welcher die ganze Zukunft des Volkes bei der Wiederanknüpfung der Gegenwart mit in Berechnung gezogen, und eine Geschlechter hindurch dauernde Erziehung des Volkes zu der ganzen Höhe des göttlichen Gesetzes in Aussicht und vom Gott vertretenen Unantastbarkeit dahin gestellt und dem Volke für alle Zeiten zum Bewusstsein gebracht sein, daß die „Sendung Mosis“ als בריאה, als Gottesschöpfung im Mitte der Menschengeschichte dastehe, als solche aber sich von allen anderen ihrem ganzen Wesen nach völlig unterscheide und mit nichts in Vergleich zu bringen sei, was sonst auf Erden unter Völkern als Religion, Gesetz u.s.w. entstanden ist und entstehen wird. Diese „Sendung Mosis“ tritt zunächst jetzt an Israel hinan und hat die göttliche Absolutheit ihrer siegenden Kraft in der Gewinnung diese „harten“ Volkes zu erproben.

     

    V.15. Würdest du den Bewohner des Landes einen Bund errichten, so würden sie ihren Göttern nach abweichen, würden sie ihren Göttern opfern, und es ladet dich einer ein und du issest von seinem Mahle,

    V.16 und nimmst von seinen Töchtern für deine Söhne, es weichen dann seine Töchter ihren Göttern nach ab und bringen auch deine Söhne zum Ab- und Hinfall an ihre Götter.

     

    V.15,16 Indem auch der Götterdienst der anderen Völker durch זנה ausgedrückt wird, ist damit auch das Verhältnis, in welchem Gott zu allen anderen Menschen stehen will und in welchem alle anderen Menschen zu ihm stehen sollen, unter dem Bilde derselben Innigkeit gedacht, wie dies bei Jissroél unter dem Begriffe der Ehe gefasst wird. Auch ihr Wesen sollte mit Gott in ewiger Treue vermählt sein, und auch ihr Heidentum ist ein Treubruch gegen Gott. …

     

     V.24 Wenn ich Völker vor dir austreibe und dein Gebiet ein weites sein lasse, so wird doch niemand dein Land lüstern antasten, wenn du hinaufziehst, unmittelbar vor dem Angesicht Gottes, deines Gottes, dich zu sehen dreimal im Jahre!

     

    V.24 כי אוריש וגו' wird die jährlich dreimal sich wiederholende Tatsache sein, die unmittelbare Beziehung Gottes zu Jissroél, und den mächtigen, einzig durch Jissroéls Hingebung an Gottes Gesetz erzielten Erfolg in der offenkundigsten Weise vor Augen legen soll: כל זכורך wie es im vorigen Verse heißt, alles Mann- und Wehrhafte in Jissroél wird im Mittelpunkte, in Jerusalem, um das Heiligtum des göttlichen Gesetzes versammelt sein und kein lüsterner Feind wird es wagen, das reiche offen liegende Land zu betreten. Jissroéls Land wird nicht durch eine Armee an den Grenzen, sondern durch Gotteshuldigung vom Mittelpunkt aus geschützt ולא יחמד: siehe zu Kap. 20,14

    22-02-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    21-02-2019
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת כי תשא

     
    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes
    KI SISSO

     

    Könige 1, Kap. 18, Vers 1 und folgende

     

    Die Sidra zeigte uns das dem goldenen Kalbe zujauchzende Volk. Das Prophetenwort zeigt uns sechs Jahrhunderte später dieses selbe Volk noch schwankend zwischen Gott und dem – Baal. Gibt es etwas Niederschlagerendes als diese einfache Zusammenstellung? Es ist überhaupt ein unsäglich trübe Zeit, in die uns dieses Kapitel aus dem Buche der Könige einen Einblick eröffnet.

     

    Im Hintergrund ein König, Achab, dem die Verbrechen des ersten Jeroboam, fluchbeladenen Andenkens, noch „zu gering waren“ (Könige I. 16,31). Sodann eine phönizische Königstochter auf dem Königsthrone Jissroéls, die mit fanatischer Wut die Gottespropheten und ihre Jünger verfolgt und erbarmungslos Jeden mordet, der sich nicht vor den Augen ihrer Schergen verbergen kann. Also zu Hochverrat, zu todeswürdigen Verbrechen war’s in Jissroél geworden, den Mund zu öffnen für die heilige Sache des Gottesgesetzes, – diese Vertreter waren eben die Propheten und ihre Jünger – und die Organe der Staatsgewalt fahndeten auf Jeden, der nicht seine Überzeugung von der Wahrheit des Gotteswortes vorsichtig im Herzen verschloss! Ein Baalstempel und Baalsaltäre in der Residenz Schomron, und der König selbst der eifrigste Diener des Baal (das. V.32 f.). Und ein Volk, stumpf und in Unwissenheit gehalten, das, man weiß nicht, ist’s Stupidität oder Verschüchterung durch das Wüten Isabels, hin- und her  herschwankt zwischen Gott und dem Baal – Für es gab keine Erlösung aus Ägypten, keine Allmachtsoffenbarung am Meere, keine Offenbarung am Sinai, keine vierzigjährige täglich sich wiederholende Gottesoffenbarung in der Mannaspeisung der Wüste –: für es hing die Entscheidung ob für Gott, ob für den Baal, eben nur davon ab, welches Opfer jetzt hier am Karmel vom Feuer verzehrt würde! –  Die Sidra  hatte dem goldenen Kalbe zujauchzende Volk gezeigt, und dieses hatte doch dem Volke selbst in dessen Verblendung nicht Gott, sondern nur den vermeintlich gestorbenen Führer Moses ersetzen sollen!–  und nun hier, sechs Jahrhunderte später, bot Jissroél dieses Bild! – Welcher denkende Betrachter der Geschichte hätte nicht damals urteilen müssen: Wenn das der Fortschritt ist, den ein Volk, den eine Sache innerhalb eines solchen Zeitraums gemacht hat, so hat dieses Volk und die Sache keine Zukunft, verloren, unrettbar sind Volk und Sache.

     

    Gerade darin aber liegt das Erhebende des Rückblicks auf diese unsagbar traurige Zeit.

     

    Denn von diesem düsteren Hintergrunde hebt sich in ihrer lichtigen Größe ab die hehre Gestalt Elijahu’s. Er steht allein, wehrlos den grimmerfüllten Königen gegenüber. Wie tief muss doch trotz allem und allem das Gottesbewusstsein in den Herzen des Volkes Wurzel geschlagen haben! Es konnte unterdrückt, seine Äußerungen durch lähmende Furcht niedergehalten werden. Allein die Jahre des Regenmangels, die der Verkündigung des Propheten gefolgt waren, waren nicht spurlos vorübergegangen an den Gemütern des Volkes und an dem des Königs. Überall hatte er den Propheten suchen lassen, hatte überall seine Auslieferung verlangt: und jetzt, da er ihn sich plötzlich gegenüber sieht, wagt er nicht, ihn anzutasten, nimmt vielmehr die niederschmetternde Anklage, die Elijahu ihm auf seinen Vorwurf ins Gesicht schleudert, demütig hin und kommt dem Verlangen des Propheten nach, eine große Volksversammlung zum Karmel zu berufen. – Und nun stehen sie einander gegenüber – der eine Gottesprophet und die achthundertundfünfzig Götzenpropheten. Mit vornehmer Courtoisie und seiner Ironie lässt Elijahu ihnen in allem den Vortritt – „ Ihr seid ja die Mehrzahl!“ Und nun mühen sie sich ab, es war ihnen sicher nicht wohl dabei, aber es gab kein Zurückweichen. Die geistlichen Günstlinge und Tafelgenossen der Königin mussten schon aus der veränderten unschlüssigen Haltung des ihnen bisher so gefügigen Volkes erkennen, daß die Tage ihrer unbestrittenen Herschafft gezählt seien. Es war eine Stunde, in der den Götzenspuck gezwungen wurde, ins helle Tageslicht hinaus der Gottesallmacht gegenüberzutreten, um sich in seiner Nichtigkeit entlarven zu lassen.

     

    Doch nicht in der hehren Erscheinung Elijahu’s, nicht in den ergreifenden Worten seines Gebetes, nicht in der Bekundung der Gottesallmacht, auch nicht in dem gotthuldigenden Aufschrei des bis ins tiefste Innere erschütterten Volkes liegt für uns das Erhebende dies Rückblicks. Auch jene Huldigung war ja nur eine flüchtige Episode, jenes Bekenntnis nur ein vorübergehendes Aufraffen aus der Betörtheit, in die das Volk so rasch wieder zurücksank. Aber daß die Worte von Karmel gleichwohl  noch nach den Jahrtausenden, die inzwischen  verflossen, in der Brust der über die ganze Erde zerstreuten Sproßen dieses Volkes leben; daß sie der Ruf sind, mit dem in der seligste Stunde des Jahres, in der stunde der Neïla, jeder Sohn und Tochter dieses Volkes noch jetzt sich ihrem Gotte hingibt und den Treuschwur erneut, den Schwur der Treue bis in den Tod; daß diese Worte des nach einem Jahrtausend der Erziehung damals noch schwankenden Volkes gleichwohl nach den inzwischen verflossenen Jahrtausenden noch das letzte Bekenntnis und der Scheidegruß sind, mit dem die heimkehrende Seele jedes Sprossen dieses Volkes hinübergeht in die Ewigkeit –: das ist das Erhebende dieses Rückblicks, das gewährt die felsenfeste Zuversicht in die Ewigkeit dieses Wortes, in den endlichen Sieg seiner Wahrheit. Diese Tatsache, daß die Worte, die der Feuereifer Elijahu’s damals der Brust des schwankenden Volkes entströmen ließ, nach Jahrtausenden noch den begeisterten Weckruf und jenes Bekenntnis bilden,  das Jissroél hindurchgetragen hat durch alle Wetterstürme der Geschicke, sie selbst ist der nimmer versiegende Quell jenes heiteren Vertrauens, das über das Trübe jenes Tages leuchten sieht, an dem Gott, wie er durch Maleachi es verkündet, Elijahu wieder sendet, und er dann zurückführt das Herz der Väter zu den Kindern und der Kinder zu ihren Vätern – –  

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 159- 165  Kommentar zu Könige 1. Kap 18…) 

    21-02-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    20-02-2019
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    כי תשא

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Ki Sisso (Auszug)

    (In jenem Jahr gleichzeitig פ' שקלים)

     

    …Auf diesem Gebiete könnten wir von unseren Feinden, den Gesetzverächtern gar manches lernen. Wie heißt es doch in den Psalmen (17,4): לפעלת אדם בדבר שפתיך אני שמרתי ארחות פריץ „Wenn es gilt, die Handlungen des Menschen unter deiner Lippen Wort zu bringen, da beobachte ich die Pfade des Gesetz-Durchbrechters.“ Diese begnügen sich nicht, für sich allein den Weg des Abfalls zu gehen, für sich allein מחלל שבת und אוכל טרפות zu sein, sie sind vielmehr eifrig bedacht, für ihre „liberale“ Anschauung recht viele Genossen zu gewinnen. Wie viel könnten da unsere יראים von ihnen lernen, wenn es gilt, „Handlungen des Menschen unter Gottes Wort zu bringen“, Genossen, für die Gottessache zu werben! Aber nur in den seltensten Fällen geschieht’s!

    Schwäche, gepaart mit falscher Friedensliebe, duldet den Leichtsinn und den Abfall neben sich, statt ihn mit allen Mitteln entgegenzutreten, alles aufzubieten, um den Bruder zur halben, ganzen Schekelleistung seines Lebens, die Gott von ihm fordert, zu bestimmen. Es ist der Geist, seines Lebens, der bei der traurigen nationalen Versündigung des goldenen Kalbes so verhängnisvoll sich gezeigt, der bis in die Gegenwart jüdisches Leben unheilvoll beeinflusst. אין לך דור ודור שאינו נוטל מעון של עגל Kein Geschlecht, sprechen die Weisen, das nicht immer noch an der Sünden Kalbes krankt! Nie und immer wäre es damals so weit gekommen, wenn der Kern des jüdischen Volkes dem verbrecherischen Ansinne, das bekanntlich vom ערב רב ausging, von Anfang an mit entschiedener Festigkeit entgegengetreten wäre. So aber glaubte man durch Entgegenkommen mehr zu erreichen, fürchtete die schroffe Ablehnung die Verblendeten in ihrem Vorhaben nur noch zu bestärken, glaubte Zeit zu gewinnen, rechnete, daß inzwischen Moses  wiederkehren werde, aber die Folge dieses Verhaltens war ויצא  העגל הזה das goldene Kalb!

    Im Geiste des ערבות traf daher die Strafe, die Gottes gerechte Waltung verhängte, nicht nur die Verbrecher, das ערב רב, sondern die Gesamtheit des jüdischen Volkes, deren schwächliches Verhalten dieses Verbrechen erst ermöglichte. – Damit findet auch eine schwierige Stelle in dem Berichte unserer Thora ihre einfache Erklärung.

    Es heißt daselbst (33,4): וישמע העם את הדבר הרע הזה ויתאבלו ולא שתו איש עדיו עליו Unter dem Eindruck der Verkündigung der von Gott verhängte Strafe erfüllte tiefe Trauer das Volk, und niemand legte seinen Schmuck an. Unmittelbar danach spricht Gott zu Moses: ויאמר ה' אל משה, אמר אל בני ישראל וגו' ועתה הורד עדיך מעליך Moses solle die Söhne Israels auffordern, ihren Schmuck abzulegen, eine Aufforderung, der die Söhne Israels alsbald entsprachen: ויתנצלו בני ישראל את עדים מהר חורב Der Widerspruch fällt ins Auge: hieß es doch schon vorher, daß das Volk seinen Schmuck zum Zeichen der Trauer nicht angelegt hatte, wozu demnach die göttliche Aufforderung?

    Erwägt man jedoch, daß nach eine Erklärung der Weisen überall, wo עָם im Gegensatz zu בני ישראל steht, unter עָם das ערב רב verstanden wird, so sprechen unsere Verse eine klare, eindringliche Sprache. וישמע העם וגו' Das ערב רב hatte im Bewusstsein seiner schweren Verschuldung seinen Schmuck abgelegt, jedoch בני ישראל, die Elite des jüdischen Volkes, die sich zwar an dem Verbrechen nicht beteiligt hatte, aber in Untätigkeit verharrte, war sich der Schwere ihres Vergehens noch nicht ganz bewusst. Dar erging Gottes Befehl an Moses אמר אל בני ישראל daß alle, auch die an der Versündigung nicht unmittelbar beteiligt waren, ihren Schmuck abzulegen hätten, denn im Geiste des כל ישראל ערבים זל"ז waren sie nicht weniger schuldbeladen! –  

    Der Geist dieser sog. „Friedensliebe“, die sich anlässlich der Egelversündigung so verhängnisvoll ausgewirkt hat, beherrscht aber leider bis auf den heutigen Tag das jüdische Leben. Um des lieben Friedens willen duldet der „fromme Gatte“, daß die Gattin, duldet die „fromme“ Gattin, daß der Gatte ein gottentfremdetes Leben führt, macht der Vater der Mutter, oder die Mutter dem Vater die Konzession, ihre Söhne oder Töchter für ein unjüdisches Leben erziehen und bilden zu lassen. Um des lieben Friedens willen wagen die Eltern kein Wort gegen das unjüdische Leben ihrer erwachsenen Söhne und Töchter, duldet man den verderblichen Einfluss von unjüdischen Bekannten und Verwandten auf dem ganzen Geist des Hauses – jenes heillose System der Konnivenz, die den Frieden mit Gott preisgibt, um den Frieden mit Menschen zu sichern, die um die Gunst und den Beifall der Menge buhlt und alles, ob recht oder unrecht, mundgerecht oder plausibel zu machen strebt – wahrlich: אין לך דור ודור שאינו נוטל מעון של עגל „kein Geschlecht, das nicht immer noch an der Sünde des goldenen Kalbes krankt!“.

    Dem gegenüber steht die große Lehre des מחצית השקל, die alle einzelnen Glieder Israels zur gegenseitiger Leistung und Verantwortung verbindet, die jeden einzelnen auf die ergänzende Brüderleistung hinweist und nur in der Vereinigung aller vom gleichen Geist erfüllten Glieder des Gottesvolkes die Erhaltung des Heiligtums gesichert sieht. …

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung zweiter Teil Exodus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1931 S. 57 -39

    20-02-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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