Foto

Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
(1808-1888)

Foto
Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH
(1833-1900)
Foto
Rabbiner Dr. Salomon BREUER
(1850 - 1926)
Foto
Rabbiner Dr. Raphael BREUER
(1881-1932)
Foto
Reb Julius HIRSCH
(1842-1909)
Jubelsinget, Gerechte, in Gottesanschauung, den Geraden geziemt Thatenoffenbarungslied (Psalm 33)

ברוך הבא!    السلام عليكم!

 

Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Jodendom tegen Zionisme


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’étude YECHOUROUN, Judaïsme contre Sionisme.

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Torah. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Judentum gegen Zionismus.

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Judaism against Zionism.

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

Inhoud blog
  • Psalm 106,14 und Sprüchlein der Woche für Behaalauscho
  • Samson Raphael HIRSCH: Aus dem kommentar zur Wochenabschnitt NOSSAU
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Wochenabschnitt NOSSAU
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt NOSSAU
  • Hoschea 4,11 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Nossau
  • Rabbiner Dr. Pinchos KOHN: Schowuoss Editorial
  • Rabbiner Dr. Rafael BREUER: Vorwort zur Erläuterung Megillas Ruth
  • Samson Raphael HIRSCH: SCHOWUAUSS (aus Chauréw)
  • Samson Raphael HIRSCH ; במדבר
  • DIE DREI VORBEREITUNGSTAGE DES SCHOWUAUSSFESTES
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt Bemidbar
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt BEMIDBAR
  • Samson Raphael HIRSCH: Grenzschutz des Heiligen Landes
  • RÜCKBLICK AUF DAS DRITTE BUCH MOSES
  • Jeremias 2,2 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Bemidbar
  • Samson Raphael HIRSCH: Aus dem kommentar zur Wochenabschnitt BECHUKAUSSAI
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Bechukaussai
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Bechukaussai
  • Samson Raphael HIRSCH Commentar Gebete
  • Rabbiner Dr. Mendel Hirsch Übersetzung u. Komm. Zephanjo 3,20
    INTERESSANTE LINKS
  • ANTIQUARIAAT BOEKHANDEL SPINOZA
  • 'DER ISRAELIT'
  • Mehrsprachige Seite „Yakov RABKIN, Historian and Author“
  • MUSLIM BRIDGES
  • Int'l Middle East Media Center
  • EUROPEAN JEWS FOR A JUST PEACE EJJP
  • The Palestine Information Center (PIC)
  • www.islamverurteiltantisemitismus.com
  • PALESTINA IN DE MEDIA
    NOG MEER INTERESSANTE LINKS
  • PEACE PALESTINE (UK)
  • CENTRE D'INFORMATION PALESTINIEN
  • PALESTINE CHRONICLE
  • DESERTPEACE
  • TIKUN_OLAM
  • International Middle East Media Center
  • PALESTINIAN CAMPAIGN FOR ACADEMIC & CULTURAL BOYCOT
  • INTERNATIONAL SOLIDARITY MOVEMENT GERMANY
  • JEWS OF LEBANON
  • ALAN HART DIARY
    NOCH MEHR INTERESSANTE LINKS
  • COMPACTMEMORY.DE
  • MONDIALISATION.CA
  • Crossing the Crescent.
  • CAMPAIGN TO END ISRAELI APARTHEID, Southern California
  • PALESTINIAN MOTHERS
  • 14 Friends of Palestine
  • AEL
  • AMMAN WEB LOG NL
  • INTERNATIONAL UNION PARLEMENTARIANS FOR PALESTINE
  • AL-ADALA GERECHTIGKEIT
    LINKS
  • MONDOWEISS
  • CAMPO ANTIIMPERIALISTA Ribellarsi è necessario
  • Yeshiva University On Line
  • ISRAEL VERSUS JUDAISM
  • Zoeken in blog

    Archief
  • Alle berichten
    62 JAAR NAKBA, 62 JAAR THORAVIJANDELIJKE ZIONISTISCHE STAAT, WEG ERMEE!
    Foto

    Rabbiner Josef Chaim SONNENFELD
    (1848-1932)

    Foto

    Dr. Jacob Israël DE HAAN
    (1881-1924)

    Foto
    Dr. Nathan BIRNBAUM
    (1864-1937)
    Foto

    Rabbiner Pinchos KOHN
    (1867-1942)

    Foto

    Rabbiner Ernest WEILL
    (1865-1947)

    Foto
    Foto
    Foto
    IVJ exposes the vicious Zionist oppression of religious Jews who object to serve in the IDF, or protest its regime.
    Foto
    JESCHURUN
    Judentum gegen Zionismus
    01-05-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Salomon BREUER:Belehrung und Mahnung zur Wochenabschnitt
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

     

    אחרי

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt

     Acharei Mauss

     

    ושמרתם את חקתי ואת משפטי אשר יעשה אתם האדם ויחי בהם „Hütet meine Gesetze, meine Rechtsordnungen, die der Mensch zu erfüllen hat, um durch sie Leben zu gewinnen.“

    Unsere ganze Aufmerksamkeit gilt der zweiten Hälfte dieses Satzes, enthält er doch die Begründung für die in den vorangehenden Sätze ausgesprochene Mahnung: hütet meine Gesetze und Rechtsordnungen, die der Mensch erfüllen muß wenn er Leben gewinnen soll. Sollen aber diese חוקים und משפטים, die den Inhalt der ganzen Thora ausmachen, von uns verwirklicht werden, dann müssen wir sie vor allem hüten, und zwar gilt diese Forderung, wie aus diesem Verse u entnehmen ist, in gleichem Ernst von den חוקים wie von den משפטים:  ליתן שמירה ועשיה לחוקים ושמירה ועשיה למשפטים mahnen die Weisen.

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  „Belehrung und Mahnung“ dritter Teil „Leviticus“ J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1935 S. 40-47

     

    Die vollständige Droscho kann hier – in Beilage – :gelesen werden:

    01-05-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    30-04-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER „Ein jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ (17)
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER

                 (1894-1983)

     

    ובקשו

     

    Ein  jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ von  Leo BRESLAUER. Frankfurt am Main  5695/1935







      Andererseits ist selbst eine Mustergemeinde in Palästina noch lange kein kleiner Gottesstaat.  Denn auch dort in „unserem“ Lande, herrscht – doppelt schmerzlich – Goluß, Innuj und Zwangsgastschaft. Und solange Erez-Jißroeil als Boden des Gottesstaates feiert, kann ohnehin „unser Land“ nicht den Auftrag an das Gottesstaatsvolk bedeuten, sich dort in nationalkultureller Ganzheit bodenständig zu etablieren, geschweige mit der Herausstellung eines autonomen Volkstums zu demonstrieren . Weder der Zionismus, noch seine Bekämpfung, noch irgendwelche wirtschaftliche Intentionen vermögen Erez-Jisroeil zu einer golußsinnwidrigen Aufgabe für uns zu stempeln – Aufbau des Landes? Aber (soll das Wort nicht Rausch und nicht Maske sein) : das Aufzubauende wäre doch das durch Chorbon Zerstörte, und zerstört ist nicht das Land als Volksland, sondern als Bestandteil des einst irdisch totalen, politisch mächtigen Gottesstaates, und den aufzubauen fehlt uns die Macht und die – Vollmacht. Wir können uns nur der Verheißung würdig machen. Die Völker der Staaten mögen jedenfalls  in noachider Gesetzlichkeit erdverwachsene totale, Kulturen bauen und pflegen (ja sogar Opferdienst dienen); denn dazu führen sie ein machtpolitisches Eigenleben. Wir hingegen leiden Goluß und Innuj. Gott wußte, warum er uns Land und Macht zugleich nahm. ...“

    „ Die örtliche  Gemeinde bildet zwar die Normalform der Vergemeinschaftung, aber nicht in dem Sinne, daß das Gemeinschaftsstreben nicht über sie hinauswachsen dürfe. Im Gegenteil. Eine gesunde, d.h. ihre Golußaufgabe sich bewußte und der Gemeinschaft der J’rei‘im  sich organisch verbunden führende Gemeinde will Baustein unserer Zukunft, nicht Grabstein unserer Vergangenheit sein. So wird sie aus eigenem Antrieb danach trachten und drängen, sich mit anderen gleichgesinnten zusammenzuschließen. Der landsmannschaftliche Gemeindeverband ist die angemessene Form der Gemeinschaftsbildung in den Ländern unserer Zwangsgastschaft. Von ihm gilt in noch höherem Maße dasselbe, wie von der Gemeinde: verleugnet er den in der Wahrheit der Tauro sprechenden zukünftigen Gottesstaat und sein ehrfurchtheischendes Hoheitszeichen der Zwangsgastschaft, dann fehlt ihm jegliche Legitimation, um im Namen des Judentums zu sprechen. Seine Existenz ist gegen jede Berechtigung, seine Kundgebungen sind höhere Willkür, seine Führer – Oberverführer, seine Gefolgschaft ein gesteigerter Jammer. Weiß er sich aber als höhere Erzihungs- und Dienstgemeinschaft für unsere unverfälschte Bestimmung, dann ist er eine wahrhafte, wesensgemäße Erscheinungsform des gottesvolkliches Golußjudentums und sein legitimer Sprecher, trägt (gleichgültig ob anerkannt oder nicht) einen Schimmer des Abglanzes gottesreichlichen Pracht –

    Allweltlicher Zusammenklang  der Gemeinden Gottkönigs – Gemeinschaft der J’rei’im  allüberall – wer wagt es zu hoffen? Und doch, dennoch! Gott will sein ganzes Volk…“         

    Bijlagen:
    BRESLAUER Leo Uwakschu 88.jpg (126.9 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 89.jpg (115.3 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 90.jpg (123 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 91.jpg (17.6 KB)   

    30-04-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    28-04-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Jesajas 58,5 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Acharei Mauss
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    אחרי מות

     

    הכזה יהיה צום אבחרהו, יום ענות אדם נפשו:

     

     

    Darf so das Fasten sein, wenn ich es erwählen soll – der Tag, an dem der Mensch seine Seele darben zu lassen hat? Etwa daß er wie ein Schilfrohr sein Haupt beuge und in Sack und Asche sich hülle? Solches willst du Fasten nennen und ein Tag des Wohlgefallens, einen gottgeweihten?!

    (Jesaia 58,5 Übersetzung Reb Dr.  Julius HIRSCH)

     

    1.

    Den Versöhnungstag im Jahr

    Widme deinem Gott allein,

    Heilig sei er dir fürwahr,

    Feiern soll ihn Groß und Klein!

    2.

    Und Genüsse halte fern,

    Meide sie nach Gottes Wort;

    Faste, bete, freudig lern‘,

    Gleich zu werden deinem Hort!

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S.259  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    28-04-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    24-04-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. GUGENHEIMER Auszüge aus seinem „Deutscher Kommentar zur Hagadah schel Pesach“ (2)
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. R.GUGENHEIMER

     

    Auszüge aus seinem „Deutscher Kommentar zur Hagadah schel Pesach“ (2)

     

    שהחינו  Hat man einen Freund dreißig Tage nicht gesehen, so spreche man bei seinem Anblicke: „Gepriesen seist du, Ewiger, unser Gott, König der Welt, der uns hat leben und bestehen und uns hat erreichen lassen diese Zeit“. So sprechen wir auch beim Empfange eines jeden Festes. Und gibt es wohl ein schöneres Fest, einen besseren, einen trauteren Freund als das Pesachfest. Ein Volk, das einen solchen Freund besitzt, dem ist das Leben nicht, wie jener bekannte Pessimist lehrt, ein Geschäft, das nicht die Kosten deckt. Es trinkt ihn aus den Trank der Labe und vergißt den großen Schmerz. Und wenn auch noch so groß der Schmerz den ihm seine Feinde zugefügt, nie rächt es sich, es wäscht seine Hand in Unschuld ורחץ, nie fehlt ihm das Kräutlein der Geduld כרפס, stets teilt es sein Brot mit seinen Feinden יחץ. Darum sagen wir nicht: „Hausieren  und Betteln ist hier verboten“, sondern dankbar aufwärts und freudig rückwärts schauend denken wir zurück an unsere Armut und מגיד, sprechen:

     

    הא לחמא עניא Das ist das Brot der Armut, das unsere Väter in Mizraim gegessen. Liebend seitwärts, im Sinne von R. Huna und im Gegensatz  zu den Ägyptern, die nie mit Fremden speisten, fügen wir hinzu: „Wer hungrig ist, komme und esse mit, wer bedürftig ist, komme und feiere das Pesachfest“. So können wir uns reich fühlen in dem Bewußtsein, dem ältesten und bedeutendsten Volke anzugehören, das nicht auf das goldene Zeitalter, auf die s.g. gute, alte Zeit sehnsuchtsvoll zurück schaut, sondern mutig vorwärts blickt. „In diesem Jahre hier,

    im nächsten“, in einem „nachkommenden Jahre im Lande Jissroéls“ in dem Lande, das nicht wie Ägypten nur ausgezeichnet ist durch die großen  seine große Fruchtbarkeit, das vielmehr auch ausgezeichnet ist durch die großen Gotteskämpfer, durch die Propheten und Psalmisten, die großen Könige, die heldenmütigen Makkabäer, die hervorragenden Gesetzeslehrer, „in diesem Jahre hier, im nächsten Jahre im Lande Jissroéls“. Es kommt eine Zeit, in der man nicht mehr wie in Ägypten sagen wird, wir seien Fremde in dem Lande, das wir bewohnen, in der man vielmehr zu der Überzeugung gelangen wird, daß wenn auch die Liebe zu dem gelobten Lande nimmer erkalten wird in unserem Herzen, dennoch das Land, dessen Wohl wir fördern, nicht obgleich wir Juden, sondern weil wir Juden sind, und das wir mit unserem Blute verteidigt haben, ebenso wie früher „das Land Jissroél“ auch uns gehört wie den anderen Bewohnern. Es kommt eine Zeit, in der man abstreifen wird die Fesseln des ägyptischen Rassen- und Klassenhasses, in der man sich frei machen wird von allen Vorurteile, dann wird auch dem jüdischen Volke die Stunde der Freiheit schlagen.

     

    Deutscher Kommentar zur Hagadah schel Pesach”

    Von Dr. R. Gugenheimer, Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde in Kolin.

    Verlag von Sänger & Friedberg Frankfurt am Main 1912-5672

     

    Die allerbeste Anschrift zur Bestellung von antiquarische Judaica

    BUCHHANDLUNG SPINOZA AMSTERDAM

    Inhaberin: Frau Manja  Burgers

     

    http://www.spinozabooks.com

    24-04-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    23-04-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER „Ein jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ (16)
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER

                 (1894-1983)

     

    ובקשו

     

    Ein  jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ von  Leo BRESLAUER. Frankfurt am Main  5695/1935





    „ Da wird kein unkultivierter  Rohling geduldet. Also ist der  disziplinierte Respekt vor der von unserer Gottheit uns gesetzten Lebensordnung der Chukim und Mischpotim die Bildung der Gebildeten und der Anstand der Anständigen. Die Erwerbung der Gauj-kodausch-Qualität ist erste Pflicht für jedermann.

    Da bekommt jeder Am-hoorez, der Leiblichkeit des Derech-eretz Verhaftete, des Idealbild jüdischer Ganzheitlichkeit und Kulturgröße zu wissen.“

     „ Daraus folgt daß eine Gemeinde, deren Statuten und Führung dieser gottesstaatlichen Tendenz widersprechen, nicht verdient jüdische Gemeinde zu heißen, ja überhaupt keine gemeindliche Existenzberechtigung hat ; ihre Kundgebungen sind Willkür, ihre Führer – Verführer, ihre Geführten – ein Jammer. Ganz abgesehen von  der neuzeitlichen Schande, der führenden Repräsentation  gottesvölkischer Gemeinschaften durch bekenntnis - und gehorsamssüchtige Personen, was in anderen Bekenntniskreisen kaum seinesgleichen finden dürfte, und wobei man nicht weiß, ob man sich mehr über die ehrvergessene Nachsicht der Geführten wundern soll oder über die anmaßende Taktlosigkeit der Repräsentanten, welche augenscheinlich die alten Befürchtungen  unserer Weisen hinsichtlich der Entwicklung im Goluß aufs traurigste bestätigt. Die bewußten Anhänger Gottkönigs  inmitten dieser Gemeinde werden sich nur einem wirklich übermächtigen Zugehörigkeitszwang  und auch dem nur mit zunehmend verbittertem Groll fügen. Sie werden das wahre Wesen der jüdischen Gemeinde nicht mit dem formenden Bestimmungen eines Landesgesetzes, dem sie etwa unterworfen  ist, verwechseln, sondern unverfälscht im Herzen und im Auge  behalten und, unbeirrt durch scheingemeindliche Arroganz, die Pflicht  zur echten Gemeindebildung als ihre Lebensaufgabe betrachten. Aber zur echter Gemeindebildung! …  



    Wie gehabt ist das Obenstehende eine Leseprobe und es freut uns hiermit   – in Beilagen –  der 2 .Teil einer weiterer Skizze (S. 81 bis 86) aus dieses rabbinische Meisterwerk vollständig zu liefern:

    Bijlagen:
    BRESLAUER Leo Uwakschu 81.jpg (129.9 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 82.jpg (131.2 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 83.jpg (118.6 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 84.jpg (112 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 85.jpg (118.6 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 86.jpg (112.5 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 87.jpg (117.6 KB)   

    23-04-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    22-04-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Samson Raphael HIRSCH: Sf'viro (aus Chauréw)
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Samson Raphael HIRSCH

     

    SF’VIRO  (ספירה)

     

    (Aus Chauréw Kap. 29.)

     

    § 214.

     

    Wie  du mit dem Tage nach Schabboss die Tage nach dem Schabboss  zu zählen beginnst, 1ster, 2ter, 3ter nach Schabboss u.s.w. damit auszudrücken, das erst im Leben der Woche die am Schabboss empfangene Weihe, und somit der Schabboss selbst, seine Vollendung finde, indem der Schabboss zur Weihe für die Woche gesetzt sei (§196), - also fängt mit dem Tage nach dem 1sten des Péßachsfestes, also mit dem 16ten Nisson, du an, Tage nach dem Péssachtag zu zählen, also 1ster, 2ter, 3ter u.s.w. im Aumer, d.i. nach Péßachtag  (§ 303), immer 7 zur Woche schlagend, und stellt so den Péßach gleichsam dem Schabboss da (wie er auch immer für Jissroél ist, was Schabboss ursprünglich für Menschheit) bis du solche 7 Péßachsschabbossauss gezählt, und den Tag nach dem 7ten Tag Péßachschabboss machst du Schowuauss,  auszudrücken, festzuhalten und fürs Leben zu beherzigen: daß Péßach seine Vollendung nur in Schowuauss finde, d.h. Freiheit und aller Segen, der in ihr liegt (und auch der damit verbundene Bodenbesitz) nur erst Wert, Wirklichkeit und Bedeutung durchs Gesetz der Thauroh erhalte; wie denn nur, um Diener der Thauroh zu werden, Jissroél aus dem Dienste Mizrajims befreit wurde; wie ja auch gleich im ersten Befreiungsauftrage an Mauscheh dieses geistige Ziel der körperlichen Befreiung ausgesprochen wurde: „wenn Du hinausgeführt hast das Volk aus Mizrajim werdet ihr Diener Gottes an diesem Berge“ (II, 3, 12) (Vgl. § 167.) – Aus (§ 301-304) ergibt sich leicht, warum diese Zählung am Aumerdarbringung geknüpft ist. –

    Mit dem Abend auf den 2ten Tag beginnst du zu zählen, immer 7 Tage zu einer Woche schlagend, bis du 49, das sind 7 Wochen zählest, und am 50. Tag machst Du Schowuauss. Es werden ausdrücklich Tage und Wochen gezählt, z.B. am 8ten Tage, d.i. 1 Woche und 1 Tag im Aumer u.s.w. Man zähle im Anfang der Nacht. (Siehe  א"ח489.)

     

    § 215.

     

    In dieser, der Wertschätzung der Thauroh über alles geweiheten, Zeit von Péßach bis Schawuauss, starben einst fast alle Träger der Thauroh des Zeitalters, allesamt Schüler des R. Akiwo weil, wie es (יבמות סב' ב') heißt; sie sich nicht gegenseitig geehrt, oder nach (ב"ר ס"א) sie neidischen Auges aufeinander gewesen – also selber die Thauroh in ihren Trägern nicht geachtet und geliebt hätten – und öde lag die Zeit an Säulen der Thauroh bis zum zweiten Male R. Akiwo durch neue Schüler neu die Lehre stützte. –

    Und ein Jahrtausend nachher in denselben der Thauroschätzung geweihten Tage, zeigten vor allem in Deutschlands schönsten Gauen, Jissroéls Söhne und Töchter, daß sie wohl in Tat zu verwirklichen verstünden die Bedeutung dieser Sf’virozeit, zeigten tausende von Jissroéls Sprösslingen, daß ihnen das Leben und alle seine Güter wertlos seien, wenn nur Lossagen von Thauroh sie erhalten könne – und bluteten um Thauroh standhaft unter den Streichen verblendeten Wahnes von Kreuzzüglern (.ד, ת'ת'נ'ו 1096 vorzüglich).

    Durch beides erhielt fortan diese Zeit einen Anstrich öffentlicher Trauer, alle Geschlechter Jissroéls hinab zu mahnen, die Träger der Thauroh: nur von dem Wert des Guts erfüllt zu sein, dessen Träger sie sind, zu achten und zu lieben jeden, der gleich hohem Berufe lebt, sich zu freuen der Zahl der Mitgenossen und ihrer Ehre – und – den eigenen Wert nicht zu kennen;–  zu mahnen jeden Sohn und jede Tochter Jissroéls: den Tod solcher Vordern in Leben zu  umwandeln, und fortzutragen, als höchstes Gut treu fortzutragen das Gut, um das jene gestorben. –

    Diese öffentliche Trauer findet ihren Ausdruck darin, daß keine Hochzeiten in ihr statthaben, die äußere Persönlichkeit wie bei Leidtragenden (§ 316) durch Barttragen vernachlässigt wird; siehe („493).

    22-04-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    19-04-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. GUGENHEIMER Auszüge aus seinem „Deutscher Kommentar zur Hagadah schel Pesach“ (1)
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. R.GUGENHEIMER

     

    Auszüge aus seinem „Deutscher Kommentar zur Hagadah schel Pesach“

     

    S.1

    Die Ägypter waren nach Stand und Beschäftigung in mehrere Klassen eingeteilt. Die vornehmste und angesehenste Klasse bildeten die Priester. Doch das jüdische Volk kennt kein Kastenwesen. Es wird ein Priestervolk genannt und jeder Jude versieht am Sederabend an seinem Tisch an der Hand der Hagadah den Priesterdienst, den Gottesdienst. Wie diese Hagadah aus drei Teilen besteht und der erste, die eigentliche Hagadah, von מה נשתנה bis גאל ישראל nebst den darauf folgenden Hallelpsalmen und dem Nischmathgebete der talmudischen Epoche (etwa vom 2. bis 6.Jahrhundert), der zweite vonהאל בתעצומות  bis ואמרתם זבח פסח der gäonisch-rabbinischen Zeit (vom 7. Bbs 12. Jahrhundert) und der dritte Teil von כי לו נאה bis zum Schlusse dem 14. Und 15. Jahrhundert angehört, so gaben alle Zeiten dem Juden zu denken und Veranlassung für seine Erhaltung dem Lenker der Geschichte zu danken.

     

    קדש, Heiligung lautet das erste Stichwort der Hagadah, doch die jüdische Religion, die jüdische Heiligkeit besteht nicht im Weltschmerz und Weltverachtung, vielmehr entspricht es ganz der jüdischen Lebensanschauung, dem frommen jüdischen Frohsinn, auch das Pesachfest mit dem Pokale in der Hand zu begrüßen. „Gepriesen seist du Ewiger, unser Gott, König der Welt, der uns auserwählt hat aus allen Völkern“ – sprechen wir auch im Kidusch. Und wahrlich, Ägypten hat in alten Zeiten Wissenschaft gefördert, Babylonien Pomp und Vergnügen, Athen die schöne Künste, Tyrus und Karthago den Handel, Rom den Krieg, England gegenwärtig den Welthandel, die Schweizer rühmen sich der politischen Freiheit, die Amerikaner ihr Nützlichkeitsgesetzes, Jissroél aber hütet das Gottesgesetz. In diesem Sinne preisen wir Gott dafür, daß er uns auserwählt hat vor allen Völkern, daß er wie ihnen so auch uns eine besondere Mission angewiesen, אשר בחר בנו daß er uns stets von neuem mit die Kraft eines בחור, eines Jünglings erfüllt hat, sodaß wir uns bis heute unseren Jugendmut und unsere Jugendstärke bewahrt haben. „Und er hat uns erhoben über alle Zungen“. Die heilige Sprache, in der die heilige Schrift in der die heilige Schrift niedergelegt ist, erhebt uns über alle Zungen, über alle Völker. Darum preisen wir Gott, daß er uns geheiligt hat durch seine Gesetze“, durch seine belebenden, erfreuenden und beglückenden Satzungen, die vernunft- und naturgemäß sind, gleich der Institution  des an jeden siebenten Tage wiederkehrenden Sabbat, der mit der Zeitrechnung des Mondmonats, mit der natürlichen Verteilung desselben zusammenhängt und gleich den Festzeiten des Jahres, die nicht nur Nationalfeste sind, sondern auch der Natur ganz entsprechen. „Du hast gegeben in Liebe Feiertage zur Freude, Feste und Festeszeiten zur Wonne“, die nicht in Saus und Braus, bei wüsten Trinkgelagen verbracht, sondern als מקרא קדש als einen Aufruf zur Heiligung, zur Selbstvervollkommnung betrachtet werden sollen.

     

    Deutscher Kommentar zur Hagadah schel Pesach”

    Von Dr. R. Gugenheimer, Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde in Kolin.

    Verlag von Sänger & Friedberg Frankfurt am Main 1912-5672

     

    Die allerbeste Anschrift zur Bestellung von antiquarische Judaica

    BUCHHANDLUNG SPINOZA AMSTERDAM

    Inhaberin: Frau Manja  Burgers

     

    http://www.spinozabooks.com

    19-04-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    18-04-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro des 1. Tag Pessachs
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרה ליום ראשון של פסח

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des 1.Tag Péssachs

     

    Josua, Kap. 3, Vers 5 und folgende

     

    Kap. 5, V. 2. An dem Gedächtnistage des ersten Péßach, des Auszuges aus Ägypten, werden uns aus dem Prophetenworte die Umstände vergegenwärtigt, unter denen das erste Pessachopfer im Lande unserer Bestimmung dargebracht, und das erste Péßach im Lande unserer Bestimmung gefeiert wurde.

     

    בעת ההיא וגו' zu jener Zeit, da bei den emoritischen und kaanitischen Königen unter dem Eindrucke des wunderbaren Durchzuges Jissroéls durch den Jordan tiefe Entmutigung Platz gegriffen, wie dies im vorhergehenden Verse berichtet war, zu diese Zeit, die wie keine andere zum raschen Angriffe reizen musste, wenn es sich um eine Eroberung durch Menschenkriegskunst handelte, ward dem jüdischen Führer der Auftrag, sein ganzes Heer zeitweilig – kampfunfähig, bis zur vollendeten Wehrlosigkeit kampfunfähig zu machen! Kann es unter solchen Umständen einen befremdlicheren Auftrag geben? War es nicht geradezu ein Akt des Selbstmordes, der ihnen durch diesen seltsamen Befehl angesonnen wurde, brachten sie nicht ihre Frauen und Kinder in äußerste Gefahr? Wie rasch musste sich die Kunde von ihrer selbstbereiteten Hilflosigkeit unter die Bevölkerung verbreiten, in deren unmittelbaren Nähe sie lagerten, und die Mutlosigkeit schlug in wildeste Kampflust um, die den Wehrlosen gegenüber auch den Feigsten zum Helden macht – und das Schicksal der dem Racheschwerte zweier Männer erlegenen bedauernswerten einstigen Bewohner Sichems war unabwendbar auch das ihrige!! Es war eine Großtat unbedingter Hingebung an Gott als seinen einzigen Führer, die mit diesem Befehle vom Jissroél gefordert wurde, es war die leuchtendste Großtat  unbedingten Gehorsams, mit der Jissroél in Erfüllung dieses Befehles sein unbegrenztes Gottesvertrauen besiegelte. Wie einst die Väter  vor dem ersten Péßach in Ägypten durch die Tat des  „Grossen Sabbaths“, der zehnten Nisson, durch die in Erfüllung des Gottesgebotes vollzogene kühne  Herausforderung des Zornes ihrer mächtigen Zwingherrn ihre Würdigkeit zu erweisen hatten: ganz ebenso ward ein solcher Beweis vor dem ersten Péßach im Lande ihrer Bestimmung von den Söhnen gefordert – und von ihnen in nationaler Ruhmestat vollbracht. So hat die göttliche Erziehung durch die vierzigjährige Wüstenwanderung einen glänzenden Triumph gefeiert. Jissroéls Söhne zeigten, daß sie von dem Schicksale ihrer in den Wüstengräbern ruhenden Väter gelernt hatten, an die nicht umsonst V. 6 erinnert wird. Sie zeigten, daß sie auch die Bedeutung des Zurückweichens der Fluten des Jordans vor der Gesetzeslade ihres Gottes in ihrer ganzen Tiefe begriffen hatten, die sie durch ihre eigene Tat nunmehr alle Folgegeschlechtern zu bekunden hatten, die sie durch nicht der Strategie des jüdischen Feldherrn, nicht der „Schärfe“ des jüdischen Schwertes, wir nur in der Selbstüberwindung und unbedingtem Gehorsam bewiesenen Treue gegen das göttliche Gesetz allein die Besitznahme de jüdischen Landes zu verdanken sei. In dieser Beleuchtung gewinnt auch der Ausdruck חרבות צורים, „scharfe Schwerter“, für die Mila-Messer seine volle charakteristische Bedeutung. Und dieser eigenes Heer kampfunfähig macht, und dieses Heer von Kriegern, das dem Schmerze und der Feindesgefahr sich ruhig preis gibt, sie bieten ein Bild erhabener Heldengröße, dem die Geschichte nichts Ähnliches zur Seite zu stellen hat. Es ist der Gottesodem in der Geschichte des jüdischen Volkes, der uns auf diesem Blatte unserer Geschichte entgegenweht.

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 457- 466  Kommentar zu Josua Kap. 3 V.5…) 

    18-04-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    17-04-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Ludwig STERN: Das Überschreitungsfest
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Ludwig STERN

              (1812-1890)

    61. Das Überschreitungsfest oder Fest der ungesäuerten Brote.

    (פסח, חג המצות)

    1.       Geschichtliche Bedeutung. Das Überschreitungsfest ist als Denkmal eingesetzt, das uns an dieBefreiung Jissroéls aus Ägypten erinnern soll; darum nennen wir dieses Fest im Gebete זמן חרותנו, die Zeit unserer Befreiung. Mit dem Augenblicke dieser Befreiung trat Jissroél in die Reihe der selbständigen Völker ein, mit ihr beginnt unsere viel mehr als dreitausendjährige Geschichte. Darum ist dieses Fest das Geburtsfest Jissroéls als Volk. Der Namen, פסח, Überschreitungsfest erinnert uns daran, daβ Jissroél verschont blieb vor den Strafen, welche Gott über die Ägypter verhängte, weil sie Jissroél nicht freigeben wollten, insbesondere daβ der Tod über Jissroéls Häuser hinwegschritt; (פסח, hinwegschreiten), als die Erstgeborenen der Ägypter starben.

    Die Bennenung חג המצות, Fest  der ungesäuerten Brote, hat ihren Grund darin, daβ uns der Genuß gesäuerten Brotes an diesem Feste verboten, der Genuβ ungesäuertes Brotes aber an den beiden ersten Abenden geboten ist (siehe unten 3). Diese Vorschriften sollen uns daran erinnern, daβ die Befreiung so rasch eintrat, daβ es unseren Vätern nicht möglich war, das zur Wegzehrung bestimmte Brot säuern zu lassen, weshalb sie es ungesäuert backen muβten. Auch soll dieses Brot uns das karge und geringe Sklavenbrot vergegenwärtigen, das unsren Vätern in Ägypten gereicht wurde. Nach der Überlieferung war es der siebenten Tag nach dem Auszuge, an welchem Jissroél trocknen Fußes durchs Meer ging; an dieses größte aller Wunder erinnert uns daher der siebenten Tag des Festes. Beim Gottesdienste erhält dieses Erinnerung Ausdruck durch die Thoravorlesung (II. Mos. 13,17 bis 15,26) und Festgesänge.

    2.       Jahreszeitliche Bedeutung. Die Thora gebietetn daß das Pesachfest zur Anfangszeit des Früihlings, אביב, gefeiert werden soll. Das Frühlingsfest des israelitischen Volkes soll zusammenfallen mit dem Frühlinge der Natur. Denn wie dieser nach dem Winter neu erwachte, so erwachte Jissroél in Ägypten, so wird es dereinst wieder erwachen aus Druck und Leiden. Im Tempel erhielt diese jahreszeitliche Bedeutung Ausdruck durch Opferung der ersten Gerstengarbe des Jahres (עומר). Bei unsrem heutigen Gottesdienste besteht die Frühlingsfeier darin, daß wir vom Mußafgebetes des ersten Festtags an die Bitte um günstige Winterwitterung (משיב הרוח) auslassen und um günstige Sommerwitterung, insbesonder um Tau ([טל) bitten.

    3.       *...

    עמודי הגולה Die Vorschriften der Thora welche Jissroél in der Zerstreuung zu beobachten hat. Ein Lehrbuch der Religion für Schule und Familie von Ludwig Stern, Direktor der israelitischen Schule in Würzburg. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage (S.155 - 157) Frankfurt a.M. Verlag von J. Kaufmann 1886

     

     

    17-04-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    16-04-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER „Ein jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ (15)
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER

                 (1894-1983)

     

    ובקשו

     

    Ein  jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ von  Leo BRESLAUER. Frankfurt am Main  5695/1935




     

    29.     Gemeinde

    „ Indem das Schicksal des zukünftigen Gottesstaates auf den Schultern jedes Juden und jeder  Jüdin ruht, obliegt jedem einzelnen eine Gemeinschaftsaufgabe. Den uralten, unverlierbaren Adel unserer Mamlecheß-Kauhanim-w‘ gauj-kodausch-Bestimmung trägt jeder nur als Glied des Gottesstaatvolkes. Diese Einsicht verlangt notwendig eine erziehende und dienende Gemeinschaft bewußter Golusjuden! – Gemeinschaft der J’rei’m.

    Was die Logik gottesstaatlichen Denkens fordert, das lehrt auch der Weg des Lebens, die Wahrheit der Tauro und der Spruch der Geschichte.“ 

    Wie gehabt ist das Obenstehende eine Leseprobe und es freut uns hiermit   – in Beilagen –  der 1 .Teil einer weiterer Skizze (S. 71 bis 80) aus dieses rabbinische Meisterwerk vollständig zu liefern:

    Bijlagen:
    BRESLAUER Leo Uwakschu 71b.jpg (35.9 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 72.jpg (133.9 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 73.jpg (123.2 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 74.jpg (133.2 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 75.jpg (111.3 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 76.jpg (120.1 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 77.jpg (126 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 78.jpg (128.7 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 79.jpg (126.6 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 80.jpg (112 KB)   

    16-04-2019 om 17:30 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    15-04-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Samson Raphael HIRSCH: Jaum Tauw Péssach (4.Folge)
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Samson Raphael HIRSCH

     

    Jaum Tauw PéSSACH (4.Folge)

     

     

    (איסור אכילה הנאה ומציאה ומצות שביתה של חמץ)

     

    (Aus Chauréw Kap.26 Genuss- und Besitz-Verbot und Wegräumungs- Gebot des Choméz)

     

    Und sie backten den Teig; den sie mitnahmen aus Mizrajim, zu ungesäuerten Kuchen, denn er war nicht gesäuert.

    Denn getrieben wurden sie aus Mizrajim

    und konnten sich nicht aufhalten –

    und nicht einmal Mundvorrat hatten sie sich bereitet!  (II. 12,38)

     

     

    § 200.

     

    Alljährlich darum, wenn sie wiederkehrt die Denkmalzeit für die Errettung aus Mizrajim, soll alle Geschlechter Jissroéls hindurch nichts gesäuertes von ihnen genossen, ja besessen werden, ja, alles Gesäuerte mit eigener Hand aus dem Besitztum weggeschafft sein, von der Stunde des Erlösungsanfangs, dem 14ten Nisson mittags, bis zum letzten Tage des Festes, der Erlösungsvollendung durch die Begebenheit am Schilfmeer. Tatausspruch für alle Zeit: daß unsere Väter nichts zu ihrer Befreiung beigetragen, wir uns davon nicht das geringste zuschreiben können, sondern die Freiheit, und mit ihr unsern ganzen Jissroélberuf, als reines Gottesgeschenk tragen. – Wer darum von Jissroéls Söhne und Töchtern am Péßach Choméz isset, der spricht damit aus: daß er den Grund leugne, auf dem seines Volkes Bestimmung ruht, nicht anerkenne, daß es auch nach seinem volkstümlichen Dasein ganz allein Gottes Geschöpf, Gottes Eigentum sei, und darum Gottes Diener sein solle – er verschwinde aus der Gemeinde Ja-akauws!

     

    § 204.

     

    ……..

    Wenn du so in den Tage des Péßachfestes jedes Gesäuerte fern hälst aus dem ganzen Kreise deiner Persönlichkeit, aus deinem Genuss, aus deinem Nutzen, aus deinem Besitz, ja es mit eigener Hand und eigenem Wort aus fortschaffest aus deiner Persönlichkeit Kreis, so tue dies nicht ohne den Sinn dieser göttlichen Anordnung zu beherzigen. In jedem Teilchen Choméz, das du forträumst, von dem du dich fernhältst, sage dich los von allem Selbstdünkenden in deinem ganze, Jissroélgeschicke; siehe dich deinem Jissroélberufe nach ganz, ganz allein Gottes Geschöpf, von ihm, dem Alleinen, ohne dein Zutun, herausgegriffen aus Mizrajims Kerker, auf daß Er allein die Gott sei und ihm allein du Diener seist, und trage bescheiden und ernst solches Geschick und solche Pflicht. –

    15-04-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    14-04-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Samson Raphael HIRSCH: Jaum Tauw Péssach (3.Folge)
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Samson Raphael HIRSCH

     

    Jaum Tauw PéSSACH (3.Folge)

     

     

    (איסור אכילה הנאה ומציאה ומצות שביתה של חמץ)

     

    (Aus Chauréw Kap.26 Genuss- und Besitz-Verbot und Wegräumungs- Gebot des Choméz)

     

    Bewahre den Frühlingsmonat

    und mache Péßach

    Haschém, deinem Gotte;

    denn im Frühlingsmonate

    führte dich Haschém, dein Gott, aus Mizrajim, nachts.

    Und schlachtest Péßach Haschém, deinem Gotte, Schaf und Rind,

    am Orte den erwählen wird Haschém,

    Stätte zu geben seinem Namen daselbst.

    Nicht sollst du dabei gesäuertes essen,

    sieben Tage danach nur Mazzauß essen, Brot der Armut.

    Denn in getriebener Eile

    zogst du aus Mizrajims Land,

    damit du gedenkst

    den Tag deines Ausziehens aus Mizrajims Land

    die Tage deines Lebens.

    Darum werde dir nicht gesehen Sauerteig in all deinem Besitzkreis sieben Tage (V. 16,1)

     

     

    § 199.

     

    Nicht gesäuert war das Brot, das Jissroéls Zwingherren ihnen, den Sklaven reichten; und somit ist ungesäuertes Brot schon an sich jener Knechtschaft Denkmal. Als solches trat es schon in der Stunde der Erlösung auf. Als mit dem Mittag des vierzehnten Nisson die Zeit der Erlösung nahete, und Jissroél nicht erringen sich sollte die Freiheit – durften sie ja nicht einmal ihre Häuser verlassen, sondern mussten zur Wanderschaft gerüstet, harren allmächtigen Rufs, der sie zur Freiheit rufen werde – vielmehr durch gänzliche Hingebung in Gottes Hand verdienen sollten sie die Freiheit, und diese Hingebung durchs Péßachopfer ausdrücken, mussten sie das Opfer selbst mit ungesäuertem Brot, dem Brote der Knechtschaft, und bitteren Kräutern genießen, dadurch in der großen Stunde der Befreiung zu beherzigen: wie sie nichts zur Befreiung beitrügen, wie sie selbst noch in der Stunde der Befreiung Sklaven seien, das Brot der Knechtschaft äßen, bis Gottes Wort die von den Menschen geraubten Freiheit wieder schaffen werde. – Und als sie nun geschlagen hatte, die große Stunde der Freiheit, und Jissroél nicht ging, sondern getrieben wurde von seinem Zwingherrn, auf dem Gottes Hand schwer lag, also getrieben, daß nicht einmal Zeit zur Brotbereitung ihnen gelassen wurde, und sie so ungesäuert den Teig mit hinaustragen und ihnen ungesäuert backen müssten –: da wurde ungesäuertes Brot für späteste Enkel Denkmal für das ausschließlich Göttliche ihrer Befreiung aus Mizrajim. Denn wahrlich, das Volk hat sich nicht selber die Freiheit erkämpft, dem sein Auszug so wenig in eigener Macht stand, daß sie selbst mit dem allernötigsten, mit Brot für so große Wanderung, sich nicht vorbereiten konnten!

    14-04-2019 om 08:28 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    11-04-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro des Schabbos hagodaul
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת שבת הגדול  

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Schabbos hagodaul

     

    Maleachi, Kap. 3, Vers 4 und folgende

     

    Eine tief sinnige Anordnung bestimmt den Schluss des an Jissroél gerichteten Prophetenwortes für die Haftora für den „großen“, für den unserem nationalen Geburtsfeste vorangehenden Sabbath. Das letzte Prophetenwort schließt mit der Mahnung und dem Hinweis auf diese Bestimmung, die die erste an Moses gerichtete Gottesankündigung als Ziel der Erlösung ausgesprochen hatte. לי לעם, „mir zum Volke“ zu werden – so lautet diese Bestimmung, und die ganze Gesetzesoffenbarung ist nichts als der in Worte gesagten Gotteswille, durch dessen Verwirklichung unser Einzel- und unser Volkserscheinung sich zum „Gottesvolke“ erhebt und ausgestaltet. Die alljährliche Wiederkehr der Stunde, die einst Zeuge war von unserer Auferstehung aus dem Völkerode, soll uns stets von neuem mit den ewigen Wahrheiten durchdringen und zu dem Entschlusse begeistern, sie zu verwirklichen. Denn wie lautet die letzte Mahnung, mit der das seitdem verstummte Prophetenwort in die Prüfungsgänge der Jahrtausende hinaus entlassen hat? „Bleibet der Lehre meines Dieners Mauschéh eingedenk, da Ich ihm am Chauréw für ganz Jissroél Gesetze und Rechtsordnungen gebot!“ – Hier tritt uns die vollende Einheitlichkeit der gottgefügten Jissroélsgeschichte von ihrem ersten Anbeginn bis zu ihrem letzten Ziele in der Zeiten ferne.

     

    Kap.3, V.4 Der Vers schließt an die unmittelbar zuvor verkündete Läuterung des Levitenstammes an, sodaß nur reine Hände die Weihegabe Gott näher bringen werden, והיו לה' מגישי מנחה בצדקה . Nur dann, heißt es hier, wird sie Gott wohlgefällig sein. – Nicht unwichtig erscheint es, darauf hinzuweisen, wie hier auch der letzte Prophet für die letzte Zukunft die Darbringung der Opfer verkündet. Wie zerfließt dem und so vielen anderen Tatsachen gegenüber jenes Vorgehen in ein elendes Nichts, das in den Propheten „Reformatoren des mosaischen Judentums“ und zwar insbesondere auf Abschaffung der Opfer bedachte Reformatoren erblicken will! – Ferner ist es charakteristisch, daß alle Opfer hier unter dem Begriffe der Minchoh, der Huldigungsgabe, gefaßt werden. Damit wird eindringlich daran erinnert, daß der eigentliche Gottesdienst sich im Leben draußen vollziehe, Tempel und Opfer nur stets die erneuende Rüstung und Weihe für diesen eigentlichen Gottesdienst bilden sollen. Vergl. Ps. 24,31: „Wer darf den heiligen Gottesberg besteigen? Nur wer rein an Händen und lauteren Herzens ist.“

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 457- 464  Kommentar zu Maleachi Kap. 3 V.4…) 

    11-04-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    10-04-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Mezauro Schabbos hagodaul
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

     

    מצורע

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt

     Mezauro  Schabbos hagodaul (Auszug2)

     

    …Wie oft machen wir die Erfahrung, daß die Feinde des göttlichen Gesetzes jede Schwäche oder jeden Fehltritt eines sog. „Frommen“ mit besonders hämischer Freude und Genugtuung registrieren, um daraus Waffen gegen das göttliche Gesetz überhaupt und vor allem gegen seine Träger zu schmieden: so sehen die Frommen aus, heißt es dann; wo bleibt das „vielgerühmte Gottesgesetz?“ Dabei brauchen es noch nicht einmal wahrhaft „Fromme“ zu sein und sind es in den meisten Fälle auch nicht, die den willkommenen Anlaß zu solchen Angriffe gegen Gottes Gesetz und das Thora-Judentum bieten. Es braucht nur jemand in der Ruf der Frömmigkeit zu stehen, die aber in Wirklichkeit recht bescheiden sein kann; in dem Augenblick, da er sich z.B. im geschäftlichen Leben eine Unredlichkeit zu schulden kommen lässt oder gar einen betrügerischen Bankrott begeht, ist es „der Fromme“ par excellence, der wieder einmal gezeigt hat, was man von der sog. „Orthodoxie“ zu halten habe! Pflegt er doch sogar Montag und Donnerstag das Gotteshaus aufzusuchen, und trägt nicht seine Frau einen „Scheitel“? – Und hat er bisweilen einen flüchtigen Blick in eine Gemoro geworfen, dann ist er jetzt der große Lamdon – und so  sehen die Talmudjuden, sehen die „Lamdonim“ aus! – Ist er aber zudem noch ein מיוחם d.h. gehört er einer Familie an, die in der Tat hervorragende jüdische Persönlichkeiten zu ihren Gliedern zählt, die ich ihrem Leben den Gotteswillen der Thora gewissenhaft und vorbildlich verwirklichen, nun, dann bietet sich willkommene Gelegenheit, um auch nach dieser Richtung den längst herbeigesehnten Schlag zu führen: „da haben wir es, das ist der „saubere Bruder“ jenes bekannten „Heiligen“!

    חרב פתחו רשעים וגו' להפיל עני ואביון meint daher unser Psalmvers, die Gesetzlosen fallen über den im Grunde „Armen und Dürftigen“ her, ihnen ist es aber in Wirklichkeit gar nicht um ihm zu tun, sie glauben vielmehr dadurch לטבוח ישרי דרך die gerade Wegs Wandelnden tödlich treffen zu können, das ist ihre eigentliche Absicht.

    Abraham war von Gott  berufen worden, im Gegensatz zu den heidnischen Anschauungen einer ganzen Welt in der vertrauensvollen Hingabe an Gottes Führung seinen Lebensweg zurückzulegen, zu verzichten auf alle Lebensstützen, in denen eine große Welt die unerlässlichen Vorbedingungen für eine glückliche, von Heil getragene Lebensgestaltung erblickte, und mit seinem Wandel vor Gott zu zeigen, daß auf diesem von Gott ihm gewiesenen Weg ihm wahrhaftes Lebensglück erblühe, das auch eine feindlich gesinnte Welt ihm nimmer zu zerstören imstande sei. Er war אברם העברי, und stand eine ganze Welt im Banne Gott leugnender Lüge, so hatte er den Mut, allein mit seinem Gott „auf der anderen Seite“ sich zu behaupten. Als Lot gefangen weggeschleppt wurde, heißt es ויגד לאברם העברי hier zum erstenmal, Abram, dem „Ibri“ wurde es berichtet – Wenn er daher den Kampf mit den feindlichen Mächte aufnahm, so musste er es gerade als „Ibri“ tun. Denn bis dahin war sein Lebensweg vom sichtbaren Segen Gottes begleitet, und wo eine feindliche Macht im zu nahe getreten war, war er durch Gottes Schutz vor aller Welt als Sieger hervorgegangen; hatte es nicht Ägyptens König schmerzlich erfahren, da er, tief gedemütigt, unter fürstlichen Ehrenbezeugungen ihm das Geleite geben musste? – Diese „Siege“, auf die Abraham zurückblicken konnte, waren aber notwendig, wenn eine Gott entfremdete Welt von seiner göttlichen Sendung überzeugt werden sollte. Jeder Misserfolg musste von ihr als eine Niederlage der Gotteswahrheit verzeichnet werden. Da drohte zum erstenmal Abrahams Stellung in der Welt gefährlichste Erschütterung durch den Kriegszug der Könige und die Gefangennahme Lots. Lot wahr wohl, gemessen an den abrahamitischen Lebensreichtümern, עני ואביון armselig und dürftig, aber als „Brudersohn Abrams“ für die Abraham feindliche Welt von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Ihr war er der „Fromme“, den Bewohnern von Sedom, an ihnen gemessen, sicherlich ein „Zaddik“, ein „Lamdon“ – vor allem aber der Verwandte Abrahams! Als daher Amrofel und Genossen mit den Bewohnern Sedoms auch Lot wegschleppten, da hatten sie, abgesehen von der materiellen Beute, vor allem einen großen moralischen Erfolg von nicht zu unterschätzender Bedeutung zu verzeichnen. ויקחו את לוט ואת רכשו בן אחי אברם Es war der Brudersohn Abrams! Der „fromme“ Lot, der Brudersohn des „heiligen“ Abraham – Wo bleibt der vielgepriesene Gottessegen und Gottesbeistand! ויגד לאברם העברי dem „Ibri“ wurde die Nachricht hinterbracht, das Geschick, das Lot getroffen, war in den Augen einer hämisch triumphierenden Welt eine empfindliche Niederlage dieses Ebräers. Und wie wusste sie dieses Ereignis propagandistisch gegen Abraham und die von ihm vertretene Gottessache auszuschlachten! Da ist es nicht mehr sein Brudersohn, es ist Abrahams Bruder, der gefangen weggeführt wurde! וישמע אברם כי נשבה אחיו Als daher Abraham die Überzeugung gewann, daß die Niederlage Lots sich zu einer Gefährdung der durch ihn und sein Leben vertretenen Gottessache auswuchs, da handelte es sich für ihn nicht um die Rettung Lots, der als עני ואביון in abrahamitischen Sinne die Rettung gar nicht verdiente, ihm stand vielmehr die Zukunft seines Volkes, die grosse welthistorische Gottesveranstaltung vor Augen, die sich in seinem Leben anbahnte und die vor jeder Gefährdung geschützt werden musste. Deshalb zögerte er nicht. Er nahm den Kampf auf und errang „um Mitternacht“ den herrlichen Sieg.

    Wie aber unserem Stammvater in dieser Stunde nicht Lot, der der Rettung Unwürdige, sondern die Zukunft der Gottessache vor Augen stand, so schaute auch Gott später in der Stunde mizrischer Erlösungsnacht nicht auf die Väter, die, wie der Prophet (Jech. 20) klagt, איש את שקוצי עיניהם לא השליכו וגו' von „mizrischen Greueln“ sich nicht fern gehalten hatten und der Erlösung nicht würdig gewesen wären – und wenn Gott dennoch die Erlösung herbeiführte, so geschah es (das.) ואעש למען שמי „um Gottes Namen willen“, zu dessen Träger Abrahams Enkel berufen waren und dem mit ihrem Leben und dem Leben ihrer Kinder sich zu weihen und so in der Folge sich der Erlösung würdig zu erweisen, sie in jener Nacht vor Gott gelobten. Das aber ist er der Gedanke, der in jenem Weisheitswort in Anlehnung an ויחלק עליהם לילה seinen sinnigen Ausdruck findet: אמר הקב"ה אביכם פעל עמי בחצי הלילה אף אני פועל עם בניו בחצי הלילה Wie einst Abraham in jener Mitternacht „für mich“ gehandelt, nicht Lots Rettung, sondern die gefährdete Gottessache es war, für die er mit seinem Leben sich einsetzte, so werde auch Ich für seine Kinder in Mizrajim wirken – auch da galt göttliches Erlösungswerk dem „Gottesnamen“. Gleich unserem Stammvater stand auch Gott in jener grossen Mitternachtsstunde nicht das Geschlecht der Gegenwart, sondern das kommende Geschlecht vor Augen, in dessen Leben der Gotteswille seine volle Verwirklichung finden wird. בעבור זה עשה ה' לי für mich hat Gott gehandelt, mir und euch, die ihr mit mir Gottes Gebote erfüllet, galt Gottes Erlösungswerk, בעבור שאקיים מצותיו wir haben wahr zu machen die Erwartungen, die Gott  in uns gesetzt hat, als er die Väter in die Freiheit führte. Das ist das große Bewusstsein, mit dem wir die Herzen unserer Kinder zu erfüllen haben, wenn wir uns mit ihnen an den Sedertisch setzen.

    Uns, das späte Geschlecht, hat Gott in jener mizrischen Befreiungsstunde sich erworben עם זו קנית hat uns mizrisches Sklavenjoch vom Nacken genommen, damit wir in Gottes Dienst als Gottes Diener uns der Freiheit würdig zu erweisen. – Lasst uns zeigen, daß wir Gottes Erwartungen nicht schmählich enttäuschen: wenn Gott uns zur Heiligung des Schabbos aufruft וזכרת כי עבד היית so hat Gott ein Recht darauf, daß wir Ihm als unserem Herrn huldigen; und wenn Gott unser genießendes Leben heiligen will, אני ה' המעלה אתכם וגו' so wären wir der Erlösung unwürdig, wenn mizrische Sinnlichkeit uns fesselte; und alle großen sozialen Forderungen, die unsere Herzen zur צדקה, zur Liebe, d.h. zur werktätigen, helfenden Hingabe an das Wohl des schwankenden, bedürftigen Bruders als von Gott geforderter Pflicht aufrufen, wir wären der Erlösung nicht würdig, wenn sich unsere Herzen dieser jüdischen Lebenswahrheit verschließen und damit Gott die Herrschaft über unser ganzes Leben mit allem, was wir sind und besitzen, vorenthalten wollten!  בעבור שאקיים מצותיו Dieses Gelöbnis haben wir in jeder Stunde zu erneuern und mit dem Einsatz unseres ganzen Lebens zu erfüllen wenn wir die Sedernacht als unsere Erlösungsnacht begehen wollen.

    Solange wir uns der göttlichen Erlösung würdig erweisen, und das ist der Fall, solange dieses בעבור זה uns eine Wahrheit ist, so lange brauchen wir nicht zu fürchten, aufs neue in mizrischen Knechtschaft zurückzusinken, so lange haben wir keine Gewalt auf Erden zu fürchten Hört aber das בעבור זה für uns auf,    eine Wahrheit zu sein, kündigen wir Gott den Dienst, den wir ihm schulden, dann hat uns noch stets mizrisches Golusjoch in seinen Fesseln geschlagen. Uns ist nur eine Wahl gegeben: wir machen wahr, was die jährlich wiederkehrende Erlösungsnacht als heilige Bekenntnistat von uns fordert, räumen חמץ jede Spur der Selbständigkeit  aus unseren Häusern und sind bereit, mit מצה und מרור, mit dem Sklavenbrot und dem Bitterkraut in Händen aus Gottes Hand die Freiheit zu empfangen, und stehen unter dem ewigen Freiheitsruf Gottes כי לי בני ישראל עבדים עבדי הם „mein sind Jissroéls Söhne – meine Knechte“ als das glücklichste Volk auf Erden da, oder es wird uns מצה und מרור von anderen Herren mit erhöhter Bitterkeit gereicht –: השביעני במרורים so lautet das historische Wehe! des Propheten, mit Bitterkeit wollte Er mich sättigen in der Sedernacht, und dieses מרור der Sedernacht, hätte ich seine mahnende Botschaft beherzigt, es hätte mein Leben mit köstlichen Gütern gesättigt – ich habe es in meiner Verblendung verschmäht –, הרוני לענה nun muss ich die Schale bitteren Wermuts leeren, den mir herbes Golusleid zu trinken gibt. Nicht ohne Grund, fügen die Weisen schmerzlich hinzu, fällt die Tischo b’aw-Nacht und die Sedernacht auf den gleichen Tag der Woche. …

     

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung    dritter Teil Leviticus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1935 S. 27-39

    10-04-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    09-04-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER: „Ein jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ (14)
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Leo BRESLAUER

                 (1894-1983)

     

    ובקשו

     






    Ein  jüdisch-geschichtlicher Wegweiser“ von  Leo BRESLAUER. Frankfurt am Main  5695/1935

    „Nur Aniwußerziehung kann darum endlich die Grundlage jüdischen Schulwesens sein, sei es in der J’schiwo, der Hochschule der Wahrheit und der יראה, dei es im א' ב'-Unterricht der Allerkleinsten. Und gerade hier, bei der Jugend, ist sie am allerwichtigsten, weil am meisten zukunftsbestimmt. Sie bewirkt, daß das historische Gesetz des Gottesstaatsvolkes alles Denken beherrscht, im Chorbon die Kompensierung aufzeigt und die legitimierende Kraft des Goluß enthüllt.  Dann immunisiert Akeidogesinnung die Geister gegen reformatorischen Wahn, ob er mit liberalen Wenn und Aber die Unbedingtheit von Gottes Wort verschachert oder aus nationalistischem Drang Volk und Staat Selbstzweck zuspricht. Zwangsgastschaftliches Wissen erfüllt jedes Herz mit inniger Dankbarkeit für edle Güte der Völker, mit neidloser Bewunderung für die Großtaten ihrer Kultur, mit flehentlichen Segenswünsche für den Fortschritt ihrer Zivilisation.  Da lehrt aber auch gottesstaatliche Weisheit Kulturfimmel und Weltanschauungsmoden gründlich verachten und läßt sprudeln  jedes Herz in freudig-stolzer Begeisterung für den Gottesstaat , den (auch nur himmlisch) unvergleichlichen, für sein Volk, das auserwählte, für seinen König, Jißroeils Gottheit, den König aller Könige. Mehr als je sind daher in dieser Golußnacht jüdische Lehrer, die ihre Kinder das historische Gesetz des Gottesstaatsvolkes zu  lehren verliehen, die treue Sterne des Volkes, das ohne den Kompaß des רוח הקדש oder auch nur des בת קול oder irgend eines positiven Merkmals seiner Gottesstaatlichkeit durch die Völkerwüste wandert und wenn es sich nicht verirren soll, nur von solchen Lehrern sicheren Wege in die Heimat der Zukunft geleitet werden kann – ומצדיקי הרבים כככבים

    Darum droht dem Golußjudentum keine schlimmere Gefahr als die Sabotage der Aniwußerziehung durch Menschen aus eigener Mitte, die der Geltungssucht und Lüge verfallen sind; die aus dummstolzer Kompensation ihres Nichtwissens mit Rechthaberei oder aus charakterloser Katzenbuckelei  vor allem, was Völker als Fortschritt anbeten, bewußt oder unbewußt ihre autonomistische Wühlarbeit gegen Gottes Taurokönigtum betreiben.  (Was sie dabei „doch auch“ Nützliches wirken, das wird von niemand bestritten, verdient aber, sogar an der nutzärmsten Taurotreue gemessen, durchaus keine laute Betonung. Das wird Gott, der all Energie seiner Schöpfung bis hinab zum kleinsten  Würmchen, Stäubchen, Hauch nutzbar macht seiner Ehre und keines Geschöpfes Verdienst unterschlägt, ihnen auch bnicht vergessen. Das dort aber dem denkenden Juden niemals die gottesstaatliche, die grundsätzliche jüdische Beurteilung verbiegen.  Warum auch? Das Böse dem Gott, der Gute, in seiner Welt Raum gewährt, kann ja gar nicht nu unnutz sein – böse, verneinenswert ist es dennoch. Und gehört es nicht ganz eigentlich zur Natur des Bösen, durch angenehme Wirkungen sich , sich süß einzuschmeicheln ? Schon der alte Micho-Götze hielt sich zum Schimpf und Unglück des ersten Staates Jahrhunderte hindurch, indem er mit seiner Wandererfürsorge die Herzen betörte) Darum muß es, wie bitter und schmerzlich die Wahrheit auch sei, erkannt werden: ebenso verhängnisvoll wie die Zeitsünden  des von Sinnlichkeit  geborenen Götzendienstes und der von Hab- und Machtsucht geborenen gemeinen Gehäßigkeit ist die aus Rechthaberei geborene Lüge. Die fürstlichen Götzenimporteure des ersten Staates mit dem Gesindel ihrer Götzenpfaffen  und die korrupten Politiker  und intriganten Abenteuer des zweiten Staates  finden ihre zeitgemäße Fortsetzung in den Stiftern und Verbreitern der reformistischen Schwindelbewegungen dieses Goluß angefangen bei den sadduzäischen Vorläufern, über die Minim und Karäer, über Pseudomessianismen und Freigeistereien bis zu den assimilatorischen Reformen der Gegenwart, der religiösen und der völkischen Neologie und Zionismus, von der Pest des Gottlosentums ganz zu schweigen. Haben jene den irdischen Gottesstaat begraben, so drohen diese die Gottesstaatlichkeit vollends zu ertöten.

    Ihre dogmatische Demoralisierung annulliert jede Mizwo (der ja nur das gottesstaatliche Grundbekenntnis einen zwingenden  verpflichtenden Sinn verleiht), bagatellisiert  jede Sünde, wühlt den Kreis der Triebe wieder von vorne auf und treibt die Menschen (die wie ungläubig sie sich auch gebärden, ohne einen Glauben doch nicht leben können) zu irgendeinem zugkräftige flunkernden „…ismus“  als alleinseligmachender Heileslehre. Ob gutmeinend oder  boshaft, ob Verführung beginnend oder selbst erst verführt ob im großen oder im kleinen – sie sind nun einmal Propagandisten  der Taurowidrigkeit, wandeln ganz und gar in den Spuren von J’row’om  ben N’wot und bilden praktisch kaum heilbare Krankheitsherde im jüdischen Volksleib. Das energische Verlangen nach ihrer raschen Überwindung oder nach ihrer reinlichen Ausscheidung (bei fataler Machtlosigkeit notgedrungen wohl auch durch wirksame Trennung von ihnen) bedeutet nicht immer Anklage oder Verurteilung von Personen. Es bedeutet einfach einen elementaren Heilungsprozeß, eine von Lebenswillen zeugende Reaktion der Gesunderen. Vor allem aber ist es ein brüderlicher Akt liebevoller Besorgtheit um die noch heilbare Gefährdeten. Um derentwillen und seiner selbst willen muß jeder gewissenhafte Jude die gewaltige Bedeutung der gesetzlich gebotenen gesellschaftlichen Sauberkeit einsehen.  

    Ganz gewiß sind die bedauernswerten Unheilbaren ohnehin dem Untergang verfallen, und bestimmt wird stets nur der gottesstaatlich brauchbare Teil des Volkes den bleibenden, unvergänglichen Kerns einer Substanz bilden. Die Beharrungskraft des Gottgewollten zeugt immer noch für sich selbst.

    Dieses wieder und wieder vom Leben selber gesprochene Urteil ist letzten Endes der Beweis für die Wahrheit unserer Sendung, der der augenscheinlichste und zwingendste ist, der von Gott selbst wiederholt angekündigt wurde, der sich bis heute vollzogen hat und auch vor unseren Augen vollzieht und der, zusammen mit der Wahrspruch der unserer Gottesstaatsbürgerlichkeit bezeugenden Zwangsgastschaft , überhaupt den sinnfälligsten Gottesbeweis bildet. Ein philosophischer Gott – vielleicht hat Kant recht – ist schwer zu beweisen. Aber Gottkönig, der Gott der Juden und der Gott der Welt, ist  Gott des Lebens  - und hier ist der Beweis der jede Sophistik auf den Mund schlägt.Das Leben selber spricht ihn durch die wunderbare Erhaltung des Gottesvolkes. Diese beide Zeugnisse, Zwangsgastschaft und Daseinswunder, sehen jedem Jude, ja jedem Menschen ein, der hellsinnig und guten Willens sie empfängt. …“

    Wie gehabt ist das Obenstehende eine Leseprobe und es freut uns hiermit   – in Beilagen –  der 2 .Teil einer weiterer Skizze (S. 67 bis 71) aus dieses rabbinische Meisterwerk vollständig zu liefern:

    Bijlagen:
    Breslauer Leo Uwakschu 67.jpg (150 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 68.jpg (127.8 KB)   
    Breslauer Leo Uwakschu 69.jpg (119.9 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 70.jpg (127.2 KB)   
    BRESLAUER Leo Uwakschu 71.jpg (78.9 KB)   

    09-04-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    08-04-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Samson Raphael HIRSCH: Jaum Tauw Péssach (2.Folge)
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Samson Raphael HIRSCH

     

    Jaum Tauw PéSSACH (2.Folge)

     

    (איסור אכילה הנאה ומציאה ומצות שביתה של חמץ)

     

     

    (Aus Chauréw Kap.26 Genuss- und Besitz-Verbot und Wegräumungs- Gebot des Choméz)

     

    Es bleibe euch dieser Tag zum Andenken

    und feiert ihn Haschém zum Feste

    für eure Geschlechter,

    eingesetzt für alle Zeit

     feiert ihn.

    Sieben Tage sollt Mazzauß essen,

    nur am allerersten Tag

    müsst ihr aufhören lassen Sauerteig aus euren Häusern.

    Denn wer Choméz isst

    Der Mensch wird vernichtet aus Jissroél,

    also vom ersten Tag bis zum sieben Tage.

            

    Sieben Tage

    soll Sauerteig

    nicht gefunden werden in euren Häusern,

    denn wer säuerhaltiges isst,

    der Mensch wird vernichtet aus Jissroéls Gemeine,

    sei’s Aufgenommener oder Eingeborener des Landes,

    nichts Säuerungshaltiges sollt ihr essen,

    in allen euren Wohnstätten sollt ihr Mazzauß essen. (II, 12, 14, 19)

     

    § 198.

     

    Daß sie ersteres war, und daß Jissroéls Enkel ewig wahr und ewig neue sie als solche beherzigen, – daß du nicht etwa wähnest, ein neuer Geist habe sich der Väter nach langer Sklaverei bemeistert, sie haben sich erhoben und in menschlichem Kampfe gekämpft und sich selbst errungen die Freiheit im Sieg über ihre Zwingherren; sondern es beherzigest: Gottes Wort allein war’s, der Jissroéls Kerker sprengte, und sie, die in Sklaverei Versunkenen, aller Kraft und äußerer Selbständigkeit beraubten, gingen frei aus, von diesem Gotteswort getragen, – und darum, wie alle Menschen mit Geschöpfesdasein, für alle Zeitenentwicklung Gott an, – dazu  spricht die Thauroh: Sei eingedenk deines Errettungstages, daß Haschém, dein Gott – nicht du – dich mit seiner Allmacht führte aus deiner Sklavenheimat, – und bezeuge dies für dich und andere dadurch, daß in den Tage deines Errettungsfestes du kein Gesäuertes in deinem Besitz habest, ja es selber vor dem Feste  aus deinem Besitze fortgeschafft habest.

    08-04-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    07-04-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Pinchas KOHN: 'Notizen'
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Pinchas KOHN

              (1867-1942)

     

    NOTIZEN

    „Jüdische Monatshefte“ 3, Februar 1914

     

    Im diesjährigen Januarheft der Zeitschrift „Ost und West“ schreibt Herr Dr. Eppenstein, Dozent am Berliner Rabbinerseminar, einen Artikel über Dr. David Hoffmann, Rektor des Rabbinerseminars zu Berlin. Da heißt es u.a.: „Die Quellen der Tradition erschließend, behandelte er ebenso wie der Begründer der wissenschaftlichen Talmudforschung, Zacharias Frankel, die Mischna, in seiner lichtvollen Abhandlung: „Die erste Mischna und die Kontroverse der Tannaim“. Unseres Erachtens erweist man dem Rabbinerseminar und seinem Rektor einen schlechten Dienst, wenn man Letztere zu Frankel, dem früheren Rektor der Breslauer „Schwester-Anstalt“, in Parallele setzt. Frankels Mischna-Forschungen beruhen auf einem Bruch mit eine der wichtigsten dogmatischen Grundlagen des überlieferten Judentums: auf der Leugnung des göttlichen Ursprungs der mündlichen Lehre. Ja, es liegen schriftliche Äußerungen Frankels vor, die auch über seine Stellung zur schriftlichen Thora ein seltsames Licht verbreiten. Die Toleranz, die über einen solchen Tatbestand hinwegzuschauen vermag und es fertig bringt, den typischen Vertreter der „Breslauer Richtung“ als „Begründer der wissenschaftlichen Talmudforschung“ zu feiern, ist ebenso bedenklich, wie der Mut, zwischen Breslau und Berlin analoge Beziehungen zu schaffen.

    ______

     

    „Trotz aller seelischen und äußeren Hemmungen, die den in Betracht kommenden Herren den Austritt als eine Tat äußerster Selbstüberwindung erscheinen lassen müssen, war die Entrüstung über das Attentat des Vorstandes damals doch so stark, daß der Gedanke des Austritts plötzlich hohe Aktualität erlangte und sozusagen in der Luft lag. Vielleicht wäre er bei den führenden Männer damals sofort zur Tat geworden, hätte nicht das Band der Liebe und Anhänglichkeit, das die Männer an die Religionsgesellschaft knüpfte, gerade in jenen Tagen aus bekannten Ursachen starke Proben zu bestehen gehabt; man begann also, um nicht austreten zu müssen, zu verhandeln“. (Der Frankfurter Israelit 1914 Nr.1).

    Wohin soll es führen, wenn persönliche Sympathien und Antipathien als Entschuldigungsgründe für ein religionswidriges Verhalten im Gemeindeleben herhalten dürfen? Muss dieses liebevolle Versenken in die Psyche der Austrittgegnerschaft nicht verwirrend auf die Kreise der Religionsgemeinschaft wirken, die seit Jahr und Tag gewohnt sind, das Verbleiben  in der Reformgemeinde als einen איסור bezeichnet zu hören?

    _________

     

    Nichts liegt mir ferner, als in meinen folgenden Ausführungen den Zionismus zu bekämpfen, was ja auch nicht in den Aufgabenkreis der Agudaß Jißroel gehört“. (H. Eisemann im Israelit Nr. 4; 22. Januar 1914)

    Es ist selbstverständlich, dass die Agudaß Jißroel ihre Kräfte in bloßer Polemik  gegen den Zionismus nicht aufreiben darf. Durch eine ständige Betonung ihrer Friedensliebe kann aber die Agudaß Jißroel bei der großen Masse, die nicht in allen ihren Schichten urteilsfähig ist, in den Ruf kommen, daß sie den Zionismus gar nicht für ein so bedenkliches Ding halte, das mit aller Energie bekämpft werden müßte. So ganz ohne Kampf, ohne Polemik und klare Frontstellung gegen den Zionismus wird sich die Agudaß Jißroel niemals betätigen können, will sie die Gefahr vermeiden, was sie auf der einen Seite durch praktische Arbeit gewinnt, auf der andern Seite durch Duldung von Begriffsverwirrungen im eigenen Kreise zu verlieren.

    Soll doch die Agudaß Jißroel nichts anders sein, als die Organisation der jüdischen Bekenntnisgemeinschaft. Diese jüdische Bekenntnisgemeinschaft kann und darf aber über eine so wichtige Sache, wie es der Zionismus ist, nur eine Meinung haben. Einer Idee gegenüber, die gleich dem Zionismus die Grundlagen der jüdischen Religion, des jüdischen Bekenntnisses, der jüdischen Bekenntnisgemeinschaft tangiert, Neutralität zu bewahren, das ist nicht einmal diplomatisch, denn der Zionismus wird schon die Agudah zwingen, ihre Stellung klar zu formulieren.

     

    Dr. P. KOHN

    07-04-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    05-04-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Samson Raphael HIRSCH: NISSAN (2. Folge)
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    NISSAN

     

    „Werden diese Gebeine wieder aufleben?“ (Jecheskel K.37,3) –

    Die materialistische Weltanschauung und Jeziath- Mizrajim

    (2. Folge)

    Siehe, es ist da, das Péssachfest! Und wie aus des Propheten Mund einst ruft es über die weite Erde hin:

    מארבע רוחות באי הרוח ופחי בהרוגים האלה ויחיו! „Von Ost und West, von Süd und Nord komme Geist! Hauche diese Erstorbenen an daß sie aufleben!“

    77- Lasset uns daher dem Geiste dieses Festes lauschen, und was dieser für unsere Erstorbenen und Ersterbenden spricht in einigen schwachen, allgemeinen Zügen aufzuzeichnen versuchen!

    Wie heißen die Gespenster, die unter uns umgehen und mit dem Nachthauch des Grabes alles lebendige, warme, frische, freie, heiter aufsprießende Leben bei uns ertöten? Wie heissen die Vampyre, die zu den Wiegen unserer Säuglinge, zu den Zimmern unserer Jünglinge und Jungfrauen, zu den Sorgekissen unserer Männer und Frauen mit unheimlichem Flattern sich hineinstehlen und ihnen das warme, allem Guten und Schönen glühend entgegenschlagende Herzblut rauben und sie gegen Frühlingshauch der Verjüngung, gegen jeden Lichtstrahl einer höhern Welt mit der Eisesrinde der Unempfänglichkeit panzern?

    Egoismus und Naturalismus nennen sich die Grabesdämonen der Zeit. ‚Du hast keinen Andern, als dich selbst“ flüstert der eine. „Du bist nur soviel, als du hast“ flüstert der andere, und lehren früh die aufkeimenden Menschengemüter nur in dem Kraftbereich ihres eigenen Selbst die Stütze und in dem Heil des eigenen Selbst das Ziel ihrer Bestrebungen und in dem ewig wachsenden Besitz den Inhalt dieses Heiles zu finden, und stellen den größtmöglichen Erwerb nicht nur als den höchsten, sondern als den alleinigen Gott des Menschen hin, dem unter den Namen „Beruf“ die Altäre der Weihe zu erbauen wäre.

    Und zu welch’ stolzem Begriff hat man dieses „Ich“ nicht ausgebaut, und welch’ eine allmächtige Göttergewalt nicht in diese materielle Güterwelt hineingelegt! Da zeigt man dem Kinde den europäischen Menschen im ganzen Glanze seiner naturbewältigenden Hoheit; wie er Blitze zu seinen Boten und Gewölk zu seinen Rossen macht; wie er die Geheimnisse des Himmels und der Erde erspähet und den Geist im Leibe des Menschen entlarvt; wie er mit Erfindung und Fleiss die ganze Welt sich dienstbar macht, und spricht zum Kinde: siehe, alles dies bist du, strenge dich an, so findest du dies alles in dir selbst; und erwirbst du Geld, so steht die ganze europäische Menschheit mit allen ihren Erfindungen dir zu Gebote, die eine vergnügte Stunde zu bereiten und mit einem Reiz der Bequemlichkeit den Genuss deines  Daseins zu erhöhen!

    Und indem man den Menschen mit dem Gedanken seiner Herrschsucht über die stoffliche Natur erfüllt, wie versucht man zugleich das Welt-All in diese stoffliche Natur zu legen – Gott und Geist, Seele und Leben, Liebe und Freiheit, Recht und Wahrheit, Erkenntnis und Wille, Gewissen und Reue, Tugend und Unsterblichkeit, Vorsehung und Weltgeschichte, alles an sich nichts, alles leere Abstraktionen von Erscheinungen und Geschehnissen innerhalb dieser stofflichen Natur! Also daß – wenn es erst gelingt, der Natur , dieser stofflichen Welt, alle ihre Geheimnisse abzulauschen; wenn es erst gelingt, durch Erkenntnis all’ ihre Gesetze und durch Berechnung all’ ihre Veränderungen sich zur vollendeten Beherrschung derselben emporzuschwingen, und es ebenso gelingt, die bunte Entwicklung des Menschen mit all’ seinem mannigfachen unstäten Wechsel von Kraft und Schwäche, von Gesundheit und Siechtum, von Verstand und Beschränktheit, von Aufopferungsfähigkeit und Selbstsucht, von Begierde und Selbstbeherrschung, mit allen Erscheinungen der Liebe und der Ehe, der Familie und Gemeinde, der Nationalität und Humanität, in allen Stufen der Blüte und des Elends, des Gedeihens und der Verkümmerung rein aus seiner stofflichen Natur heraus auf dasselbe bestimmte Ziffermaß der Berechung und der Notwendigkeit zu bringen – dann der Mensch, und wenigstens die Menschengesellschaft ich ihrer großen Vereinigung, in vollendetem Besitz ihrer Schicksals sich befinden werde und mit wenigen Gedankenzeichen sich nach gegebenem, unfehlbarem Schema all’ ihr Wohl und Weh nach selbsteigenem Belieben zu konstruieren im Stande sein werde! Freilich fühlt man sich noch etwas ferne von der ganzen Höhe eines solches Calculs. Allein die bereits gemachten Errungenschaften stempeln einen jeden Zweifel zu einer Versündigung an der unbegrenzten Hoheit des menschlichen Geistes! Und während man mit Chemie und Physik, mit Physiologie und Pathologie, mit Statistik und Nationalökonomie, mit nationaler und internationaler Politik, mit allen Anstrengungen auf dieses glänzende Ziel aller menschlichen Bestrebungen hinarbeitet, antizipiert man den Erfolg bereits als eine über allem erhabene Tatsache und lächelt mitleidig der Einfalt, die sich nicht zur Höhe des Jahrhunderts zu erheben vermag und vermeint, sich nicht entschlagen zu können, das Heil des Menschen und der Menschheit noch immer in andern Potenzen suchen zu müssen.  Mehr als man meint, hält bewusst und unbewusst, in größerer und geringerer Schärfe diese Anschauung der Welt und des Menschen die Gemüter der Zeit befangen, und egoistisch materialistische Voraussetzungen bilden die Hauptfaktoren des Calculs, mit welchem der Jüngling seinen Lebenslauf und Kabinette und Kammern das Gemeinwohl der Völker berechnen.

    Und nun, mitten in dieser Welt, in welcher die Selbstsucht alles entschuldigt, und dieses Selbst nur Materielles sucht; in welcher Gott und Göttliches wenig bedeutet, weder etwas ist, was zu fürchten, noch etwas ist, dem Vertrauen zu schenken wäre; in welcher nichts gilt, nichts zählt, was sich nicht in arithmetische oder mathematische Formel gefasst darstellen lässt, tritt das Péßach-Fest mit seiner Jeziath-Mizrai-jim-Tatsache in unsern Kreis und spricht seinen lauten, Welten erschütternden Protest:

    אני ד'!

    Fort mit der Selbstsucht, fort mit der Vergötterung des menschlichen „Ich“! Es gibt nur Einen, der „Ich“ sagen kann und das ist der „der seine Hand über die Himmel reicht und spricht: Ich lebe ewig!“ Ich allen bin „Ich“, „Ich töte und belebe, Ich schlage und Ich heile und meiner Hand entzieht man nichts!“!

    Fort mit dem Materialismus, fort mit der Vergötterung der stofflichen Welt! Und hättet ihr diese ganze Welt mit allen ihren Stoffen und Kräften in allen ihren Gesetzen und Erscheinungen begriffen und verstündet, sie von diesen ihren Gesetzen aus meisterlich zu handhaben, ihr vermöchtet doch nicht für den nächsten Augenblick einzustehen, auch nicht einmal der nächste Augenblick wäre euer. Denn alle eure Berechnungen, alle eure Konsequenzen macht das Eine zu Schanden, daß: אני ד' daß ich ד', daß ich nicht nur den Gott der Vergangenheit, nicht nur der Gott der Gegenwart, daß vor allem der Gott der Zukunft Ich bin und über jeden kommenden Moment, frei ihn gestaltend, gebiete! Ich bin nicht nur der sein wird, ich bin – wie mein Name euch sagt – der, der den kommenden Moment gestaltet!

    Mein Werk ist die Welt mit ihren Stoffen und Kräften und Gesetzen, die ihr berechnet. Allein ich stehe frei über meinem Werk und seinen Gesetzen, die ich geschaffen. Eure Berechnungen sind richtig, so lange ich die Gesetze walten lasse, die ich gesetzt, und in den Verhältnissen, für welche ich sie walten lasse. Eure Berechnungen sind falsch, sobald und wo ich zum Heile eines Menschen, zum Heile eines Volkes, zum Heile der Gesamtmenschheit, die ich in ihrer freien Entwicklung erziehe, eingreife in diese Welt und ihre Gesetze ändere und ihre Konsequenzen hemme und Neues im Himmel und auf Erden und in der Brust des Sterblichen bilde und einen neuen Himmel und eine neue Erde und einen neuen Geist und ein neues Herz im Menschen schaffe, wie es mein freier, allmächtiger Wille nach meiner Barmherzigkeit und Liebe für das von mir zur freien Göttlichkeit erzogen werdende Menschengeschlecht in jedem Augenblick beschließt. Was Ich euch bereits dahingestellt, das könnt ihr notdürftig zusammenkonstruieren; aber die Zukunft entzieht sich eurer Berechnung und eurer Gewalt. „Nachzuschauen vermöget ihr mir, aber ins Angesicht dringt mir kein sterblicher Blick!“ –  – –  (wird fortgesezt)  

    05-04-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Samson Raphael HIRSCH: NISSAN (1.Folge)
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Samson Raphael Hirsch



    NISSAN

     

    „Werden diese Gebeine wieder aufleben?“ (Jecheskel K.37,3) –

    Die materialistische Weltanschauung und Jeziath- Mizrajim

     

    Kaum gibt’s heutzutage einen Kreis menschlicher Bestrebungen auf Erden, in welchem nicht der Schmerz getäuschter Erwartungen der von Unmut erfüllten Brust den Seufzer des Zweifelns ja der Verzweiflung entringt: Werden sie wieder aufleben, diese dürren Gebeine? Mit welchen Hoffnungen ward nicht das Jahrhundert begonnen! Wie glaubte man nicht, im Sturmschritt die Burg des Aberglaubens und der Dummheit, die Burg der Gewalt und des Unrechts zu erstürmen; welche Zeiten des Lichts und der Erkenntnis, der Wohlfahrt und des Friedens sah man nicht heraufziehen an dem Tageshimmel der Nationen! Und jetzt, wo das Jahrhundert bereits seine Hälfte überschritten[1] und sich seinem Ende wie alle seine vorangegangenen Brüder zuneigt – welche bittere Enttäuschung lagert sich über alle Gemüter, welche Trostlosigkeit bemächtigt sich aller Herzen, die aufrichtig dem Wohle der Menschheit ihrer Wünsche entgegen tragen !

    Als עצמות יבשות, als „dürre Gebeine“ erblickt man fast alles das, den man das Prognostikon des frischesten Lebens gestellt, ja als „dürres Gebein“ das, was man selbst als den Hebel der Auferstehung, als den göttlichen Tau der Verjüngung, als den Quell des erneuten reinsten Lebens gefeiert!

            התחיינה העצמות היבשות  Werden sie wieder aufleben, die dürren Gebeine? Werden sich die Hoffnungen der Völker dennoch endlich erfüllen, wird man endlich die Formel finden, die die Liebe mit dem Rechte, die Freiheit mit dem Gesetze brüderlich auf Erden zusammen wohnen, die missbrauchte Freiheit nicht immer wieder das Joch der Gewalt und den Missbrauch der Gewalt nicht immer wieder den Sturm zur Freiheit selber herauf beschwören, nicht immer wieder die Freiheit als Retter von der Gewalt und die Gewalt als Retter von der Freiheit herbeirufen lassen und endlich das Ideal der Jugendträume der Menschheit zur Verwirklichung  bringen wird, daß „der Wolf neben dem Schaf und der Leopard neben dem Lamm“ friedlich leben werde, und der Friede und die Freiheit, das Recht und die „Menschlichkeit’ – nicht auf den Spitzen der Bajonette und in den Feuerschlünden der Kanonen ihr verkümmertes Dasein zu fristen verurteilt sein wird?

            התחיינה העצמות היבשות Werden sich die Erfindungen und Künste endlich wirklich als die nährenden Mütter der Völker bewähren, werden sie dem Hunger und dem Elende steuern, werden sie beitragen, den Schweiß von der Stirne zu trocknen, den Nacken aufzurichten und dem Menschenwürdigeren im Menschen Raum zu schaffen? Oder werden sie nur immer noch weiter ausbauen das Reich des Menschenelends, immer mehr die nackte Armut dem prächtigen Luxus zum Nachbar geben, immer mehr den Sinn des Menschen in das Joch der Sinnlichkeit schmieden, immer mehr die Nährungsverhältnisse des Menschen zu einem so rätselhaften, künstlichen Knäuel verwirren, daß alle Weisheit der Menschen zusammengenommen sich außer Stande fühlt,  auch nur für den nächsten Augenblick Rede zu stehen, und die reichste Füllen in welche die Vorsehung die Äcker der Menschheit kleiden möchte, nicht im Stande sein würde, das Elend in den Hütten der Menschen zu  vermindern?

             התחיינה העצמות היבשות Werden die Wissenschaft und die Kunst sich endlich wirklich als die bildende Erzieher der Nationen bewähren, werden Licht und Wahrheit endlich wirkliche Siege erstreiten? Oder werden Wissenschaft und Kunst sich immer mehr selber zu Handlangern der Sinnlichkeit und der Entgeistung erniedrigen, dem Menschen einerseits alles was ihm heilig und teuer sein soll, alles was ihn zu seiner höheren Bestimmung erhübe, seinen Geist und seine Freiheit,, seine Heiligung und seine Unsterblichkeit zum Gelächter machen, andererseits wieder die ganze Nacht des alten Wahns und der Verdummung, des alten Vorurteils und der alten Lüge heraufbeschwören?

            התחיינה Werden sie wieder, werden sie endlich zum Leben erstehen, werden – doch nein, wie shr auch unsere besondere Wünsche und Bestrebungen von diesem allgemeinen Strome der  Dinge unberührt werden, wie sehr auch eben die jüdische Anschauung der Welt aufs innigste das Banner der Erlösungshoffnung  allem menschlichen, Jammer voranträgt, so sind es doch nicht eben diese allgemeinen menschlichen Anliegen, die uns hier die Seufzerfrage nach der „Hoffnung der dürren Gebeine“ in den Mund führen, so sind es doch ganz eigentlich der jüdische Kreis und die jüdischen Bestrebungen und die jüdische Hoffnungen, zu deren Betrachtung der Nissan uns ladet und wie könnten wir da auf unser selber hinschauen ohne bangend, fürchtend, zweifelnd – mancher wird sagen verzweifelnd – zu dem Lenker der Zeiten, zu dem Gotte Jissroéls aufzuseufzen: התחיינה העצמות האלה, werden diese dürren Gebeine wieder zum Leben erstehen?!

            התחיינה Wird wieder Leben kommen in diesen Gebeine? – Siehe, mehr als je liegen sie רבות מאוד על פני הבקעה weithin zerstreut über die Fläche der Erde,– immer weiter, immer vereinzelter wird die Zerstreuung. Das alte Band, die alte Innigkeit, die die Zerstreuten in aller Zerstreuung noch im Ganzen zusammenhielt, wird immer loser. Der alte Druck, der sie gewaltsam zusammenpferchte, ist hin; der alte Jammer, der sie an einen Seil des Leides gekettet hielt, schwindet immer mehr und mehr. Weit über den Ozean hin reicht jetzt der Blick des ghettogeborenen Judenknaben, die ganze Welt ist sein, muss sein sein. Während der Großvater und der Ahn in dem engen Umkreis seiner Bannmeile sein und der Seinigen Brot suchte und fand, wird der Jude jetzt für den Welthandel erzogen. Weit in aller Welt streut jetzt der Drang der Zeiten und des Berufs die Glieder der Familien und die, die zusammen unter einem Herzen geruht, deren Wiege in einer Kammer gestanden, werden vom Geschick um Antipodenfernen von einander geschleudert und finden ihre Gräber diesseits und jenseits des Weltozeans; werden diese zerstreuten Glieder wieder zu lebendigen Einheit erstehen, wird – wie vom Propheten geschaut – auch wieder: [] ein entgegengesetzter Sturm kommen, der euch, zerstreute, verlorene Glieder, wieder Glied zu seinen Gliede führen wird und fügen?

            התחיינה Ach, mehr noch als die räumliche Trennung macht der innere Abfall, der sich immer mehr und mehr in den Gemütern der Söhne und Töchter Jissroéls zu vollziehen scheint, unsere Zerstreuung zu einer wirklichen Zerfällung und unsere losgetrennten Glieder zu wirklich dürren, hoffnungsarme Gebeinen!

    Und wären alle Erd- und Himmelsfernen zwischen uns, aber fern und nah trügen sie alle die  zerstreuten Glieder des Hauses Jissroél noch den einen, g zu einer wir alten jüdischen Geist in sich, sie lebten alle einem Berufe, dienten alle einem Gotte, folgten alle einem Gesetze, eine Seele, ein Geist, eine Hoffnung, eine Regung belebte und bewegte sie alle – wie räumlich getrennt auch immer, sie stünden dennoch alle auf einem geistigen Boden verwirklichten dennoch alle eine Gegenwart, arbeiteten alle an einer Zukunft. Ein geistiger Mittelpunkt wäre dennoch das lebendige Herz für alle, und die größte Zerstreuung wäre eben der größte Triumph, die größte Verherrlichung ihres göttlichen großen Einsseins!

    Das aber die Glieder des „Hauses Jissroéls“ immer mehr und mehr die Zuversicht zu ihrem Berufe, die Zuversicht /zu ihrem Gotte, zu seinem Gesetzen, zu seinen Verheißungen verlieren; daß sie immer mehr und mehr aufhören, als Söhne und Töchter des „Hauses Jissroéls“ zu leben; daß sie das sinaitische Gottesgesetz, das ihre Seele sein sollte, von dem es heißt: „es ist dein Leben und die Unsterblichkeit deiner Tage“ daß sie dieses Gesetz immer mehr und mehr als abgestorben erklären, als abgestorben behandeln, das macht sie selber zu Abgestorbenen, abgestorben ihrem Gotte, abgestorben ihrem Volke, abgestorben ihrem ganzen heiligen, welthistorischen Berufe, abgestorben alle Regungen, die für das Gesamt menschheitsheil  das Haus Jissroéls im Schosse trägt! Und das zieht die große Kluft zwischen dem Hause Jissroéls Entstammenden heute, das macht die unter einem Dach Vereinten um Himmelsfernen von einander zerklüftet, das macht unsere Zerstreuung zu einer wirklichen Zerstreuung und zeigt die trostlose Zukunft in nicht weiter Ferne, wo die vom geistigen Lebensbande Jissroéls Losgetrennten immer mehr und mehr in die Masse der umflutenden nichtjüdische Welt untergehen und mit Kind und Kindeskindern haltlos, rettungslos für das Haus Jissroéls verloren sein werden.

            התחיינה Werden sie je wieder zur Bewusstsein und Leben kommen, je wieder zum freudigen jüdischen, je wieder zum freudigen jüdischen Dasein erwachen, wenn sie den Quell gar nicht mehr kennen, aus welchem das jüdische Bewusstsein zu schöpfen, den Born nicht mehr kennen, aus welchem das jüdische Leben zu trinken wäre, wenn ihnen חזות הכל, wenn ihnen die Anschauung des Ganzen wie ein mit sieben Siegeln verschlossenes Buch unbekannt bleibt, und reichte man ihnen das Buch der Bücher und spräche: Leset doch selber, was für euch geschrieben ist, so sprächen sie: לא ידעתי ספר ich bin ja kein Gelehrter! (Jesajas, K. 29. V. 11,12).

             התחיינה Werden sie wieder erwachen, wenn diejenigen, die sie für sich zum Brunnen des ewigen Lebens senden, wenn ihre „Gelehrten“ ihnen den Trunk, den sie ihnen schöpfen, verfälschen, mit umgekehrten Mosis- und Elischa-Wundern den süßen Gottesquell zum Bitterwasser und den Born des lebendigen Wassers zum Todestrunk umwandeln.

            התחיינה Werden sie wieder erwachen, wenn ihre Geistlichen ihnen voranwandeln den Weg des Todes, ihnen ihre Gräber übertünchen, ihnen ihre Kirchhöfe bekränzen, ihnen ihren Todesschlaf mit Träumen umgaukeln, ihnen ihren Schlaftrunk mit süß mundendem Tollkraut kredenzen und das, was wie Posaunenruf an ihre Gräber dringen würde, ihnen zum Bedlamsgelächter machen und was noch das letzte Band sein würde sie und ihre Kinder mit der ewigen Bestimmung der Abrahamsverheißung zu verknüpfen, ihnen und ihren Kindern entreißen und ihnen dafür einen Mummenschanz ihrer Mache darreichen – Werden sie erwachen, wenn ihre Geistlichen mit dem Roscho-Spruch der Hagodo die göttlichen Gebote in ihrem Kreise verfolgen; wenn sie das, was der Jude mit begeisterten Rufe emporhebt: בעבור זה עשה ד' לי „darum hat Gott für mich gewaltet!“ zum lauten Gegenstand ihrer Harlequinspossen in Mitte ihrer jüdischen Gemeinde machen; –  sie über Kindern die Gott aus seinem Bunde weist, mit gotteslästerlichem Munde die Weihe sprechen: Ich nehme dich doch auf in den Gottesbund – – –

    O, wenn es eine Zeit gibt, in welcher dem Hause Jissroéls; der Seufzer nahe liegen dürfte: יבשו עצמותינו ואבדה תקותנו נגזרנו לנו, „dürr sind unsere Gebeine, verloren unsere Hoffnung, uns selbst sind wir überlassen!“ – unsere Zeit wäre eine solche.

    Wenn es daher eine Zeit gibt, in welcher es gälte, überall wo noch ein Funke jüdischen Bewusstseins glimmt, diesen Funken zu helfen Flammen anzufachen, das Bewusstsein zu stärken, das Bewusstsein zu vervollständigen, Ermutigung, Hoffnung, Begeisterung für unsere große, durch die trostlosesten Grabeszeiten mit energievoller Heiterkeit durchzutragende Gottessache zu bringen, – unserer Zeit wäre eine solche Aufgabe gestellt.

    Wenn es aber eine göttliche Institution gibt, die so ganz eigentlich von Gott gestiftet worden, immer das jüdische Bewusstsein aus seinem Schlummer zu wecken; zu jeder Gemeinde, jedem Hause, jedem Kinde Jissroéls wie der Ruf der Auferstehung zu dringen, alle, alle zur ganzen lichtigen Höhe des jüdischen Lebensentschlusses emporzuführen und mit eine durch nichts zu trübenden hoffnungsreichen Begeisterung zu rüsten: die Institution, das Fest, das mit dem Nissan bei uns einzieht, das ist eine solche.

    Siehe, es ist da, das Péssachfest! Und wie aus des Propheten Mund einst ruft es über die weite Erde hin: מארבע רוחות באי הרוח ופחי בהרוגים האלה ויחיו! „Von Ost und West, von Süd und Nord komme Geist! Hauche diese Erstorbenen an daß sie aufleben!“

    …..


    [1] Dieser Artikel erschien im Jahre 1858.

    05-04-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    04-04-2019
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro vom Wochenabschnitt HaChaudesch
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת החדש

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes HaChaudesch

     

    Ezechiel, Kap. 45, Vers 16 und folgende

     

    Der Nissan bringt uns das Fest unserer Nationalgeburt. Dieselbe begann, wie dies der Paraschah dieses Sabbaths (2 B.M. 12,3) lehrt, mit der Gründung und Weihe der jüdischen Häuser. Das ewige Vorbild des nach Gottes Willen und zu dessen Verwirklichung sich erbauenden jüdischen Hauses ist aber das Ohél Moëd, das Zusammenkunftbestimmungszelt. Ein erster Nissan war’s, der die vollendende Weihe dieses Zeltes schaute, das Zeichen der segnenden Gottesnähe und die huldigende Hingebung Jissroéls an seinen Gott. Ach, es war nur ein flüchtig vorübereilender Moment. Es war nur der grundlegende Anfang. Es war nur ein Frühlingsaugenblick in der großen Reihe erhebender Frühlingsmomente in der jüdischen Geschichte, in denen alles Edle und Herrliche in der Volksseele zur Herrschaft, ach nur zu kurzen Herrschaft gelangte. Der Bau, zu dem an jenem ersten Nissan des zweiten Jahres nach der Erlösung aus Egypten mit der Einweihung des ersten Gotteshauses damals in der Wüste der Grund gelegt wurde – erst am Ziele der Tage winkt seine Vollendung. Die ganze jüdische Geschichte ist die Erziehung zu diesem Ziele.

    Und wieder wird es ein erster Nissan sein, so enthüllt uns hier das Prophetenwort, an dem die Weihe des dann für die Ewigkeit erstehenden Heiligtums, des בית שלשי, des Bau, dem keine Zerstörung mehr folgen wird. Das wird eine Weihe sein, der keine Entweihung, Bau, dem keine Zerstörung mehr folgen wird. Erinnert uns Paraschass HaChaudesch alljährlich an den Anfang, so lässt das Prophetenwort, das die Weisheit unserer Altvordern für diesen Sabbath zur Haftora bestimmt hat, von dem fernen Ziele aus dem Dämmer der Jahrhunderte oder Jahrtausende, die uns von ihm noch trennen mögen, einige Scharf umgrenzte Umrisse vor unseren Blicken auftauchen. So hatte einst Jeremias, da das jüdische Land bereits erobert war und der Feind vor Jerusalems Thoren stand, zur Befestigung des Vertrauens auf die Rückkehr aus dem babylonischen Exil mit allen Formalitäten einen Kaufakt über ein in der Nacht des Feindes befindliches Feld abzuschließen. Ebenso sind in einer ganzen Reihe  von Kapiteln des Propheten Ezechiel die genauesten göttlichen Bestimmungen niedergelegt über Bau und Größenverhältnisse, Einrichtung und Dienst des einstigen, dritten, ewigen Heiligtums, die jeden Zweifel an der einstigen Verwirklichung bannen und unser Vertrauen in die absolut feststehende, von dem allmächtigen Lenker der Geschichte herbeizuführende Erreichung dieses Zieles zu einem felsenfesten machen sollen.

    Deshalb ist es eine tiefe sinnige, weitschauende Anordnung, die uns alljährlich am Sabbath vor dem ersten Nissan, oder an diesem selbst, wenn er auf den Sabbath fällt, jenes Prophetenwort in die Hand gibt, welches auf den dereinstigen ersten Nissan der Zukunft hinschaut und für den Dienst des an ihm zu weihenden Heiligtums die göttlichen Anordnungen entspricht. Mag immerhin Vieles in diesen Worten sich unserem Verständnisse entziehen und nach dem Worte mehrerer Weisen erst einst durch Elijahu seine Erläuterung finden: die Tatsache dieses Gotteswortes ist für uns das Wichtigste, diese Tatsache ist an sich von mächtiger Lehrkraft. Der Gedanke an sie soll unseren Mut stets neu beleben, uns in allem Guten stärken und das Streben immer mächtiger in uns werden lassen, das Unsrige zu tun, ein jeder seines Ortes, bis daß diese Ferne immer näher und das geistig Geschaute endlich zur äußeren Verwirklichung komme.

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 446- 456  Kommentar zu Ezechiel Kap 45 V.16…) 

    04-04-2019 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)


    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Wir beten für die Auflösung der zionistischen Entität
    Foto

    Foto

    Foto

    Shmiel Mordche BORREMAN,

    Uw nederige dienaar

    © Sine Van Menxel


    Foto

    Foto

    Solidarität mit antizionistische Widerstandskämpferin Ahed TAMIMI



    Foto

    Foto

    Zionistische Streitkräfte und Siedler: Teile eines selben Ganzes!


    Foto

    Foto

    Gastenboek

    Druk op onderstaande knop om een berichtje achter te laten in mijn gastenboek


    Blog als favoriet !

    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Be hopeful but be prepared for the worst. Welcome to the post-Gaza world.


    Palestine Liberation is Inseparable from the Fight against the Arab Regimes


    Foto

    http://www.truetorahjews.org/guardian


    Foto

    Foto


    Blog tegen de wet? Klik hier.
    Gratis blog op https://www.bloggen.be - Bloggen.be, eenvoudig, gratis en snel jouw eigen blog!