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Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
(1808-1888)

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(1833-1900)
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(1850 - 1926)
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Rabbiner Dr. Raphael BREUER
(1881-1932)
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Reb Julius HIRSCH
(1842-1909)
Jubelsinget, Gerechte, in Gottesanschauung, den Geraden geziemt Thatenoffenbarungslied (Psalm 33)

ברוך הבא!    السلام عليكم!

 

Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Jodendom tegen Zionisme


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’étude YECHOUROUN, Judaïsme contre Sionisme.

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Torah. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Judentum gegen Zionismus.

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Judaism against Zionism.

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

Inhoud blog
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt WAJISCHLACH (1.TEIL)
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH : HUMANISM and JUDAISM (6)
  • Sprüche 16,7 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Wajischlach
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt Wajézé
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt WAJÉZÉ
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt WAJÉZÉ
  • Rabbiner Dr. Raphael BREUER: 'Lassen Sie sich ihre Liebe zum Vaterland durch zionistische Phrasen nicht vergällen'
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH : HUMANISM and JUDAISM (5)
  • Psalm 118,6 und Sprüchlein für Wochenabschnitt Wajétsé
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt Tauledauss
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt TAULEDAUSS
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt TAULEDAUSS
  • Rabbiner Dr. Joseph Breuer „Das triumphierende Rom“
  • Nieuwe mislukte zionistische intimidatiepoging
  • Watch the Full Video: The Israel Lobby Didn't Want You To See
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH : HUMANISM and JUDAISM (4)
  • Sprüche 10,1 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Tauledauss
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt CHAJÉ SsOROH
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH Kommentar zur Haftoro Chajé Ssoro
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Chajé Ssoro
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    Judentum gegen Zionismus
    03-10-2018
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    וזאת הברכה

     

    זכר צדיק לברכה:

     

    Das Andenken des Frommen bleibt zum Segen.

    (Sprüche Salomons 10,7)

     

    1.      

    Zum Segen falt‘ ich meine Hände

    In diesem letzten Augenblick,

    Bevor auf  Erden ich vollende

    Und kehr‘ zu meinem Gott zurück!

     

    2.

    So redet Moses, und die Kunde

    Erschüttert eines jeden Herz,

    Geschlagen hat die letzte Stunde,

    Die löset jeden Menschenschmerz.

       

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 236  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    03-10-2018 om 11:37 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    30-09-2018
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרה לשמחת תורה

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro von Simchass Thora

    Josua, Kap. 1, V.1

     

    Es ist ein unendlich sinniger Brauch, daß wir an dem Tage, an dem wir die Thora in öffentlicher Verlesung beenden, unmittelbar darauf wieder zu ihrem Anfang zurückkehren. Spricht sich doch darin von selbst die Anerkennung aus, daß das Sichversenken in ihren Geist und die Verwirklichung ihrer Wahrheit unsere nimmer endende, ewige Aufgabe bilde, und daß wir kein höheren geistigen Fortschritt kennen als den ihrer immer tieferen Erkenntniß, und keinen höheren sittlichen Fortschritt, als den ihrer immer umfassenderen Verwirklichung.

     

    Zu diesem Gedanken an die Ewigkeit der Aufgabe fügt nun die Wahl der Haftora den Gedanken der absoluten Gewißheit ihrer Lösung und der Erreichung des von ihr gesteckten Zieles. Denn nicht eines Menschen, auch nicht des höchsten, sondern Gottes Werk ist das Werk, das mit ihrer Offenbarung begonnen wurde, und an keines Menschen, auch nicht des höchsten, Persönlichkeit und Leben ist kein Gelingen geknüpft. Nie ist ein Mensch erstanden, so lautet das Gotteswort, mit dem die Thora, Moses feiernd, schließt – sie begann mit der Verkündigung Gottes als Schöpfers und schließt mit dem Preise Mosis, als seines Dieners und Organes, – nie ist ein Mensch entstanden, der seine Höhe auch nur von fern erreicht hätte. Und an die Kunde von dem Hintritt dieses Höchsten aller Menschen schließt sich die Haftora mit den Worten: „Da war es, nach dem Tode Moses’, sprach Josua  dem Diener Moses’: „Stehe auf, überschreite den Jarden – wie ich mit Moses gewesen, so werde ich mit dir sein!“ – Und dem an Moses Stelle tretenden Führer Jissroéls wird nur die eine Weisung, der von Moses empfangenen Thora unverbrüchlich treu zu bleiben und von seinem Geiste und Beispiel nicht nach rechts noch nach links abzuweichen. Moses lebt in Josua weiter? Nicht an die Persönlichkeit Mosis, sondern an den Beistand Gottes ist der Sieg und das Gelingen geknüpft. Darum ist es die einzige Aufgabe und soll die erste Sorge des Führers wie jedes einzelnen in Jissroél sein, sich dieses Beistandes würdig zu machen. Dazu aber bedarf es der vollen sittlichen Energie einer durch nichts zu erschütternden Festigkeit. Wenn es deshalb in dem Gottesworte an Josua VV. 6,7 und 9 dreimal heißt: „Sei stark und fest!“ und sich die erste Mahnung auf die Besitznahme und Verteilung des Landes, die dritte auf die Festigkeit gegenüber allen äußeren und inneren Feinden und Schwierigkeiten bezieht, so lautet die zweite und eindringlichste, mit dem fast beschwörenden „nur“ eingeleitete: „Nur sei überaus stark und fest; daß du sorgfältig darauf achtest, entsprechend der ganzen Thora zu handeln, die mein Diener Moses dir geboten, weiche nicht nach rechts noch nach links davon ab, damit du weise handelst in allem was du erstrebest“. „Dieses Buch der Lehre weiche deshalb nicht von deinem Munde“ (V.8) –: sein Gesamtinhalt sei stets in lebendiger Anschaulichkeit deinem Geist gegenwärtig; „denke über es und nach ihm und durch es bei Tage und bei Nacht“, alles dies liegt in dem בו, –: dein ganzes geistiges Leben sei von ihm beherrscht und durch es gestaltet. Schöpfe aus diesem Buche die Normen zur Beurteilung und Würdigung der Personen und Verhältnisse, bei deinen Entschließungen im praktischen Leben der Tat: „bei Tage“, und bei deinen Erwägungen und vorbereitenden Überlegungen„bei Nacht“.   

     

    כי אז תצליח את דרכך: „Denn dann wirst du zu glücklichem Ziele bringen alle deine Unternehmungen“, ואז תשכיל: „und dann wirst du weise handeln!“ – Höchste Weisheit und höchste und einzige Klugheit ist die gewissenhafte Erfüllung des göttlichen Gesetzes – das ist die Wahrheit, die hier dem ersten jüdischen Führer, dem Nachfolger Mosis, an der Schwelle des Landes der Verheißung eingeprägt wird, das ist die Wahrheit, mit der wir, die hinausgesandten Träger dieses Gotteswortes, uns alljährlich für unser eigenes Leben durchdringen sollen, wenn wir die Thora schließen und wieder beginnen.

    „Sei stark und fest!“ – In diesem Rufen winkte den Ahnen einst der Sieg, in der Befolgung dieses Rufes winkt auch dem späten Enkel die Vollendung des eigenen Lebens nach Gottes Willen noch der Sieg, daß es Beitrag werde zur Erreichung des letzten großen Menschheitszieles – Sei stark und fest!

     

     

     (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 563 - 571   Kommentar zu  Josua. Kap. I  V1…) 

    30-09-2018 om 10:40 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרה לשמיני עצרת

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro von Schemini Azérèss

    Könige, Kap. 8, V.54

     

    Diese Haftora ist der Schluß des Kapitels, dessen Anfang die des zweiten Tages des Hüttenfestes bildete. Sie versetzt uns also wieder in jene Tage höchster nationaler Freude, mit der die Einweihung des ersten Tempels inmitten Gesamtjisroéls unsere Väter einst erfüllte. Mit ihrem Schlusse bringt sie das Gedächtnis jenes Schemini Azérèss, an dem der König das Volk entließ, das mit seinem Segenswünsche ihm dankte. Und sodann  zeigt sie uns die Väter, wie sie hochbeglückt durch alles, was sie in diesen Tagen geschaut und erlebt, nach Ablauf dieses Festes heimkehren zu ihren Zelten, hochbeglückt  „durch all das Gute, das Gott seinem Diener David und seinem Volke Jissroél getan.“ Sie fühlten es tief, Salomo selbst hatte ja wiederholt daran erinnert, daß die Herrlichkeit der Tage, die nun zurücklagen, die sichtbare Einkehr der Gottesherrlichkeit in Jissroéls Mitte, dem heimgegangenen, jedoch für sein Volk und für die Menschlichkeit nimmer gestorbenen David zu verdanken und, nicht einer gekrönten Einzelpersönlichkeit, sondern dem „Gottesvolke Jissroéls“ gewährt worden sei. –

    Uns Spätgeborne, die Enkel dieser Väter, will das Gedächtnis dieser Tage ewig mahnen, die Bestimmung des Schemini Azérèss an uns zur Wahrheit zu machen, ass dieser achte Tag, das „Fest des Verharrens“, עצרת, uns innig durchdringe mit den ewigen Wahrheiten, die die ganze Reihe der Feste des Jahres in uns beleben wolle, und vor allem uns jene Güter mit ins Leben hinausnehmen lasse, die wir am Rausch haSchaunoh und Jaum Kippurim und in den Tage des Hüttenfestes vor Gott gewonnen haben sollen: die Reinheit, die Freiheit, den inneren Frieden, und die im Bewußtsein reinen Strebens uns selbstloser Hingebung an die gottgebotene Pflicht zu gewinnenden höchsten Güter des Gottesvertrauens und der nimmer zu trübenden Lebensfreude. Dann führt ein jedes den Festcyklus schließende Schemi Azérèss uns immer näher dem Ziele, daß wir עמו ישראל, das „Gottesvolk Jissroél“ werden, und läßt immer mehr die ergreifenden Schlussworte des Weihegebetes des Davidsohnes (V.58) der Verwirklichung entgegenreifen, daß Gott unser Herz in die Richtung seines Willens beuge, damit wir in allen seinen Wegen gehen und uns als treue Bewahrer und Hüter seiner Gebote und Gesetze und Rechtsordnungen bewähren, die Er unseren Vätern geboten hat. So begriffen und so verwirklicht, bringt dann ein jedes Schemini Azérèss den Tag näher, an dem das „dritte“, das ewige Haus Gottes sich erhebt und ganz Jissroél, nicht bloß „von Chamath bis zum Tale Mizrajim“, sondern das über die Erde zerstreute Jissroél, in innigem Vereine mit der ganzen Menschheit, von allen Fernen der Erde um den einstigen Davidssprößling als קהל גדול sich wiederum an jener Stätte sammelt, deren lichtbestrahlte Höhe die Worte der Haftora vor unserem Blicke erstehen ließen.  

     

     

     (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 563 - 5567   Kommentar zu  Könige. Kap.8 V.54…) 

    30-09-2018 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    28-09-2018
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרה לשבת חול המועד של סכות

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro vom Schabbos Chaul haMoèd
      des Laubhüttenfestes

    Ezechiel, Kap. 38, V.18

     

    Wie für den ersten Tag des Festes, so ist auch für den Sabbath der Mittelfesttage ein Prophetenwort gewählt, das auf den letzten Entscheidungskampf hinschaut, dessen Ende den Sieg des Guten auf Erden, den endlichen Anbruch des dauernden Menschenheiles bezeichnet. Secharja bezeichnet dort als Ausdruck dieses Sieges; daß die Gesamtmenschheit alljährlich ihre Gotteshuldigung in Jerusalem durch die Feier des Suckauß-Festes bekunden werde. Der Prophet Ezechiel lüftet in diese Haftora, den Schleier von einem frühen Stadium dieser Heileszukunft. Er schaut den letzten Ansturm der Völker gegen die auf Zijaun verkündete Wahrheit unter einem Haupte, das „Gog“ genannt wird. „Es liegt nicht fern, – so heißt es im Kommentare zu 4 B.M.29,13 ff. über die Festopfer über unsere Stelle, – in diesem גוג den Begriff des Dachbildens, von גג, und damit sofort den Gegensatz zu סוכה, dem unfesten, kunst- und machtlosen Laubdache zu erkennen. In der Tat läßt sich der Inhalt der ganzen Menschengeschichte in diesem Gegensatz begreifen. Ein Wahn führt die Menschheit irre. Wie es ihnen gelungen ist, ihre דפנות, ihre „Wände“, ihr Bereich den geschöpflichen Mitweltgenossen gegenüber durch ihre mit Kunst verbundene Macht abzugrenzen und sicher zu stellen: so wähnen sie, sei es auch die Aufgabe ihrer Macht, sich nach oben, Gott und den Einflüssen Seiner Waltungsmacht gegenüber sicher zu stellen, sich nur unter den Schutz der eigenen Macht zu begeben, ihr Geschick in die eigene Hand zu nehmen und den Ausbau der Menschengröße  durch das die Unabhängigkeit von Gott sicher stellende Giebeldach zu krönen. Es ist der Kampf des גג gegen סוכה, des „Gag“ gegen die „Suckoh“, der Kampf des die Menschen nicht zur Ruhe gelangen lassenden „Giebelwahns“ der Menschengröße gegen das heitere Vertrauen der sich Gottes Schutz unterstellenden „Hüttenwahrheit“. Die Weltgeschichte beginnt mit dem himmelstürmenden Turmbau der sich selbst vergötternden Menschenmacht – und endet mit dem Gott huldigenden Hüttenbau des heiteren Menschendaseins auf Erden.“ –   

     

     

     (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 558 - 563   Kommentar zu  Ezechiel . Kap.38 V.18…) 

    28-09-2018 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    27-09-2018
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    Ludwig Stern

    65. Das Hüttenfest (חג הסוכות)

     

    1.       Geschichtliche Bedeutung: Das Hüttenfest soll uns daran erinnern, daß Gott unsren durch den Auszug aus Ägypten und den Empfang der Thora lediglich und geistig frei gewordenen Vätern vierzig Jahre lang in der Wüste Schutz und Nahrung gewährte, da wo sie beides auseigener Kraft nicht erlangen konnten; er führte und deckte sie durch seine Wolkensäule bei Tag, durch die Feuersäule bei Nacht. Diese Erinnerung soll uns alljährlich die Überzeugung befestigen, daß Gott Jissroél, dn Träger seiner Thora, nie verläßt und immer schützt. Des sollen wir uns freuen an diesem Feste, so konnte der Zeit unsrer Freude (זמן שמחתנו).

    2.       Jahreszeitliche Bedeutung: Da die geschichtliche Thatsache, welche diesem Feste zu Grunde liegt, an keinem bestimmten Tag gebunden ist, sie dauerte ja vierzig Jahre, so konnte dieses Fest auf jede Jahreszeit verlegt werden. Die Thora verlegte es auf diese Jahreszeit aus verschiedenen Gründen. Es sollte dem geschichtlich feststehenden Versöhnungstage möglichst bald folgen, damit sich in die an diesem Feste uns ganz besonders gebotene Freude auch über die neu erlangte Sühne mische. Außerdem sollte, wie am Pesach den Anfang, so an diesem Feste der Schluß aller Ernten und Einheimsungen gefeiert werden und die Darbringung der Erstlingsfrüchte (62,2) im großen und ganzen geschlossen werden. Das Hüttenfest ist Herbstfest חג האסיף, an demselben sollte Jissroél, so lange es auf seinem Erbe wohnte, seines irdischen Besitzes und Segens recht dankbar froh werden (Hirsch, zu V. Mos. 6,10).

    3.       Die besondere Vorschriften, welche wir an diesem Feste zu beobachten haben, sind folgende:

    … …

    Aus עמודי הגולה  Die Vorschriften der Thora welche Jissroél in der Zerstreuung zu beobachten hat.

    Ein Lehrbuch der Religion für Schule und Familie von Ludwig Stern, Direktor der israelitischen Schule in Würzburg. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage Frankfurt am Main 1986 S.132-133 ff.

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    27-09-2018 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    26-09-2018
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     

    SsUCKOH (aus: Chauréw)

     

    § 216.

     

    Am Ssuckaußfeste, das der körperlichen Erhaltung Jissroéls durch Gott geweiht ist, in der Zeit, wenn fast vollendet ist des Jahres Ernte, und nun entweder dir gefüllt ist Scheuer und Haus, du nicht mehr sorglich aufblickst zum Himmel und Segen, sondern ihn schon aufgespeichert hast den Segen, und selbstzufrieden, auf deinen Vorrat bauend, ruhigen Gemütes dem Winter entgegensiehst; – – oder für dich spärlich ausgefallen ist die Ernte des Jahres, und auf deinen Mangel und deine Armut blickend, du verzagst mit Weib und Kind, und verzweiflungsvoll ausblickst in die bedürfnisvolle Zukunft; –  sollst du verlassen dein festes Haus, unter die Laubdecke ziehen, und bedenken: daß Haschém, dein Gott, vierzig Jahre in Wüstenei deine Väter in Hütten wohnen ließ, und in Hütten erhielt, als Er aus Mizrajim sie führte, und sich da als erhaltende Vorsehung offenbarte.

    § 217.

    Nur daß, bist du reich, du inne werdest: daß nicht Reichtum, nicht Besitz, überhaupt nicht stolze Menschenkünstlichkeit des Lebens sichernder Gott sei, daß Gott es sei, der auch in Hütten zu erhalten weiß die, die nur verstrauensvoll ihm sich hingeben; – dabei bedenkest, daß ja auch deinen Reichtum, deine Größe, deine Schätze, du nur Gott verdankest, und nur so lange haben werdest, als es Gottes Wille ist;  bedenkest, daß ja wandelnd sei alles äußere Geschick und deinen eigenen, das reichen Enkels, Väter einst vierzig Jahre lang in Wüstenei in Hütten wohnten; – gemahnt werdest, darum dich nicht fesseln zu lassen durch deinen Reichtum und abführen von Gott – unter seinem Schutz dich eben so sicher zu halten in Laubhütte wie unterm steinernen festen Dache; – Gesinnungen fassest, die dich leicht los sagen lassen von aller Bequemlichkeit und den süßen Banden des Reichtums um ihm nachzufolgen, ging’s auch durch Öde und Wüstenei; – und endlich, auf daß du auch in deinem reichen Hause nicht auf dieses Hauses Reichtum und Wohlstand bauest, sondern auf Gott, der auch durchs Steindach in deine Behausung blickt, und dessen Gnaden allein es ist, nicht nur daß du es erhieltest, sondern auch daß du behaltest was du hast – und so lernest: trotzt Reichtum und Fülle nur auf Gott vertrauen, den Allein-Erhalter alles Lebens.

    § 218.

    Und bist du arm,    Jissroél – bist arm, und verzweifelt, – o, so zieh unters Laubdach! Verlasse selbst noch dein wetterschützendes Dach, mache dich freiwillig noch ärmer, und gedenke: daß in Hütten Gott deine Väter in Wüstenei erhielt, derselbe Gott auch noch lebt, auch dein Gott ist, und wie der Sterne Schimmer durch die Laubdecke fällt, also mild sein Auge auch auf dich blickt; siehet dein Leiden, siehet deine Tränen, höret deine Seufzer, kennet deine Sorgen – und verlässt dich nicht wie Er die Väter nicht verlassen. – Du verzweifelst, – weil du arm bist an Gütern, worauf Menschen ihr Leben bauen? Wahrlich! deine mongespeistesten Väter lernten es in ihre Hütten, daß nicht auf künstlichen Menschenmitteln der Mensch sein Leben, sondern auf jedem Ausspruch Haschéms leben könne der Mensch – und du wolltest es nicht mit ihm erlernt haben für deinen Zug durch deines Lebens Wüste? Gehe in der Ssuckoh, Armer! Und lerne stark sein und heiter in Leiden, und Gott vertrauen, der auch in Hütten und Wüsten erhält. –

    §219.

    Was ist’s, das uns im Leben Gott entfremdet? Übermütig oder verzweifelnd uns macht – und über alle Sorge für unser eigentliches Wohl keinen Raum mehr lässt? Es ist der Wahn, mit dem wir an den Besitz uns anklammern und ihn zu unseres Lebens Gott erheben; – es ist der Wahn, mit dem wir jeder uns unsren Babelbau erbauen, und nur unter eigenem erkünstelten Schutz uns sicher glauben. – Von den Wahn soll uns Ssuckoh befreien; von Besitz- und Menschenkünstlichkeits-Vergötterung soll uns Ssuckoh befreien; von Besitz- und Menschenkünstlichkeits-Vergötterung soll uns Ssuckoh entfesseln – und dafür Gott in user Leben als alleinigen Grund einführen; sie soll uns auf Gott vertrauen lehren und nur auf Gott vertrauen = Emunoh אמונה!

    §220.

    Aber nicht nur mit deinem Einzelgeschick und als einzelner sollst du in die Suckoh ziehen und für dein Einzelleben Emunoh gewinnen – als Jissroéls Sohn, und mit deines Volkes Geschick – Emunoh. O, wenn Jissroél, als es noch glücklich auf Gottes Boden vereinigt lebte, wenn es da im Ssuckohsinne gezogen wäre – nimmer, nimmer wäre seiner Städte Zahl seine Götter geworden – nimmer hätte Prophetenstimme: „in die Wüste wieder!“ gesprochen.– Du aber, wieder in die Wüste zerstreutes Jissroél, ziehe in die Ssuckoh und erkenne, daß Gott deine Väter in ihrer ersten Wüstenwanderung erhielt – Er ist auch mit dir in dieser Wüstenwanderung. Siehe zurück auf die Jahrhunderte des Leidens, des Drucks, und der Hohnung und der Nacht – hat dir gefehlt schützendes Allmachtgewölk – wandelte keine leuchtende Feuersäule dir? – hat dich dein Gott nicht erhalten, armes, jedes künstliche Menschenschutzes beraubtes Jissroél, war’s nicht Gott, der dich erhielt? – Und nun! Wenn, – wie zur Prüfung ob du, du in Leiden treu gebliebenes Jissroél, auch erstarkt seiest, im Glück treu zu bleiben, – einen Geist der Menschlichkeit und der Milde Gott Fürsten und Völker einhaucht – daß sie selber zu lüften beginnen die Fessel, die sie selber so straff gezogen, selber zu heilen beginnen die Wunden, die sie selber im Wahne geschlagen – und nun Jissroél! dein jüngeres Geschlecht – in dieser Milde die Errettung, in dieser Entjochung die Erlösung erblickend – ihre Erringung, die Erringung freigegebenen Selbstbaues des eignen künstlichen Lebens, als ganzes Ziel der Jissroélaufgabe verehrt, – als ob Jissroél nur deshalb herausgegriffen ward aus der Völkermitte zu so eigenem Gang durch Völkergeschichte – um so in Besitz vergötternder Zeit – Besitz vergötternd wieder unterzugehen in Völkerzahl –   – zieh in die Suckoh, mit Jissroélgesit erfüllter Jüngling – sage dich los vom Wahne deiner Zeit, als müsse sich auch Jissroél menschlich erkünstelte Lebensgründung zum Lebensgott erkiesen – klammere an Gott dich fest – der auch durch diese Prüfung auf Adlersflügeln trägt –    – .

    § 221.

    Ja, als Menschheitsbürger ziehe in die Suckoh, Jissroéljüngling! Wenn einst also enthüllt der Propheten und Weisen Wort den Blick in die Zukunft – wenn einst die Menschheit, vor ihrer eigenen Geschichte belehrt, die Nichtigkeit ihres, mit Bowél begonnen Strebens ihr Erdenleben auf Erdbesitz  ohne Gott zu gründen, erfahren – in die Ssuckoh zieht – dann umschließt ein Bruderband die Allmenschheit, unter einem Gott, allbrüderlich vereint - losgesagt von den Banden des vergötterten Besitzes – nimmt sie der alleinige Gott, unter eine Friedensdecke, allväterlich auf – und wie alleinig Haschém, also Er als der Alleine, allein verehrt auf Erden. – 

     

    Aus: Chauréw  Versuche über Jissroéls Pflichten in der Zerstreuung, zunächst für Jissroéls denkende Jünglinge und Jungfrauen  Frankfurt a.M. 1909 S.111-113

    26-09-2018 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    23-09-2018
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    LAUBHÜTTENFEST / LOOFHUTTENFEEST/ TABERNACLES/ FÊTES DES CABANES /סוכות

    23-09-2018 om 14:18 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרה ליום שני של סכות

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro vom zweiten Tag des Laubhüttenfestes

    Könige, Kap. 8, V.2

    Das Prophetenwort des ersten Tages lenkte unsern Blick auf die ferne Zukunft, das des zweiten Tages läßt eine ferne Vergangenheit vor unserem inneren Auge erstehen. Jenes schaute den Tage der einstige Wiederbelebung des Tempels, um den sich Jissroél dann mit der Gesamtmenschheit in gemeinsamer Gotteskindschaft Gott huldigend brüderlich einet: diese zeigt uns den Tag des ersten Aufbaus dieses Tempels und seine glanzvolle Einweihung. Zwischen diesen beiden Tagen dehnen sich die Jahrtausende. Ströme Blutes waren in ihnen zu durchwaten, schwere Kämpfe, lange bange Nachtperioden harrten und harren Jissroéls und der Menschheit zwischen diesen beiden Tage. Ein Hüttenfest bezeichnet die Sonnenhöhe des Zukunftstempels: in die Zeit des Hüttenfestes versetzt uns die erste Tempelweihe der Vergangenheit.

    Zweifellos bilden die Tage dieser Tempelweihe einen Glanzpunkt der Geschichte Jissroéls. War er doch der Tag, auf den bereits 5 B.M. 12,5 hingeblickt war; daß „Gott einen Ort erwählen werde von allen Stämmen, seinen Namen dort Stätte zu geben.“ Und war es doch Gesamtjissroél, das noch nicht geteilte, das sich, dem Rufe des weisesten, glänzendsten und mächtigsten seiner Könige folgend, in Jerusalem zusammengefunden hatte und der Überführung der Bundeslade und der heiligen Geräte anwohnte, und auch Zeuge war; wie die das Heiligtum erfüllende Wolke der Gottesherrlichkeit als sichtbares Zeichen die Gottesnähe bekundete. Auch die bescheidene Mosishütte befand sich im Zuge, sie war ja nunmehr überflüssig geworden und wurde in der Schatzkammer des Heiligtums geborgen.

       Die Hunderttausende, die jauchzend Jerusalem erfüllten, wie hätten sie nicht glauben sollen, sich bereits am Ziele zu befinden! Wir freilich, die Rückwärtsschauenden, wir wissen es besser. Und treten deshalb die Männer des Gottesvolkes bereits bedenklich als Staffage für den in hoheitsvollen Herrscherglanze alles überstrahlenden König in den Hintergrund, – wenngleich ihre Vertreter (V.5) noch mit dem Könige zusammen den Weg, den die Bundeslade nahm, durch zahllose Mahnopfer weihten. Auch waren es zwar in echtjüdischem Sinne Mahlopfer, zur Weihe des Genusses vor Gott bestimmt. Uns aber, die wir aus dem späteren Verlauf wissen, wie wenig noch das Gotteswort im Geiste und in den Herzen der Nation Wurzel geschlagen hatte, uns tönt dabei doch bereits unwillkürlich wie leise Klage das späteren Prophetenwort ins Ohr: „Was soll mir die Menge eurer Opfer! Der ich die Hingebung eures Blutes will, ich habe an dem Blute der Rinder, Schafe und Böcke kein Wohlgefallen!“ (Vergl. Jes.1, und zu 3 B.M. 1,2). –  Auch die Pracht der mit Gold ausgekleideten Räume des Heiligtums lacht uns nicht froh entgegen. Mochte immerhin der salomonische Tempel eines der sieben Weltwunder sein und Jissroél  neben dem Neide und die Bewunderung der fremden Völker und ihrer Potentaten eintragen: wir vermögen über diese ganze Herrlichkeit, die nur zu sehr einer auf das Äußerliche gewendeten Richtung Vorschub leistete, ein Gefühl der Wehmut nicht ganz zurückweisen. Nicht darüber wahrlich, daß sie verschwunden, sondern darüber, daß sie schwinden mußte. Vom Heiligtum der Zukunft wird, wie wir in der Haftora des gestrigen Tages gesehen, ein nimmer versiegender, alle und alles erfüllender Quell der Lebensheiligung ausgehn: das Heiligtum der Vergangenheit ward für das Gotteswort zu einem prächtigen Gefängnis, zu einer Stätte, auf die man Gottes Bereich beschränken zu können vermeinte. Das Hüttenfest will die ewigen Grundbedingungen stets von neuem uns zur klaren Erkenntnis und lebendigen Beherzigung bringen, die jedes unserer Häuser zu einem Gotteshause gestalten sollen, auf deren Grund und  in deren Mitte allein der einstige ewige Tempel wird erstehen können.

    Deshalb bringt die Haftora uns das Gedächtnis des ersten Tempelbaues und der ersten Tempelweihe: sie will uns vor den Verirrungen der Vergangenheit warnen. Deshalb schließt sie auch mit jenem Worte, mit dem der königliche Sohn Davids auf das Gesetz hinweist, dessen Thron zu sein die einzige Bestimmung dieses Hause bilde und das allein den „Bund“ ausmache, um dessentwillen Gott Jissroél zum Volke geschaffen habe.

     

     (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 554 - 558   Kommentar zu  Könige I. Kap. 8 V.2…) 

    23-09-2018 om 14:16 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרה ליום ראשון של סכות

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro vom ersten Tag des Laubhüttenfestes

    Secharja, Kap. 14, V.1

     

    Die Beziehung der Haftoro zum Feste liegt klar zu Tage. Wird es doch geradezu als Ziel der ganzen geschichtlichen Entwicklung der Menschheit und als Bekundung der Erreichung dieses Zieles dreimal in ihr ausgesprochen, daß alle Völker alljährlich hinaufziehen werden nach Jerusalem, sich vor Gott als dem Wesen zu seinem Dienste Berufenden, niederzuwerfen und – das Suckaußfeste zu feiern. Wir haben hier die lauteste Proklamierung der welthistorischen Bedeutung gerade des Hüttenfestes. Derselbe Gedanke fand ja auch in den Festopfern Ausdruck. Gerade am Hüttenfeste wird in denselben darauf hingewiesen, wie der Gegensatz zwischen dem Gott dienenden Jissroél und der heidnischen Welt immer mehr dadurch verschwinden werde, daß in immer steigendem Fortschritt der Gesamtmenschheit die allgemein menschlichen Pflichten anerkennen und erfüllen werde. Denn während für die menschheitspriesterliche Bestimmung Jissroéls die Erfüllung des sinaitischen Gesetzes, ist für die Gesamtmenschheit die Erfüllung der noachidischen Pflichten der Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Sittlichkeit auf dem Boden der Gottesanerkennung die Verwirklichung des Gotteswillens auf Erden. Am Ziele nun, so wird es am Hüttenfeste durch die symbolischen Weihehandlungen im Tempel und durch unser Prophetenwort (V.9) verkündet, werden in Huldigung Gottes als des Einen Einzigen durch Erfüllung seines Willens auf Erden Jissroél und die Menschheit eins sein. Es wird das Tatenleben aller Menschen auf Erden ebenso wie das Tatenleben Jissroéls das Gott offenbarende Gepräge sittlicher Pflichttreue tragen – והיה ה' למלך על כל הארץ ביום ההוא יהיה ה' אחד ושמו אחד. Siehe den Kommentar zu 4 B.M. S. 440 f. [384 f]

    Es ist ungemein bezeichnend für den hohen Wert, den die weisen Ordner unserer Gebete der Pflege dieser universalen weltbürgerlichen Anschauung in Jissroél beigemessen haben, daß wir jedes unsrer Gebete mit diesem Ausblick schließen.

    Das Kapitel bietet mit seinem auf das letzte Ziel und die seiner Erreichung vorangehenden Kämpfe gerichteten Ausblicke der Erklärung erhebliche Schwierigkeiten. Gar manches dürfte sein volles Verständnis erst finden, wenn die Zeiten sich erfüllen. Bei manchem müssen wir uns mit dem Hinweis auf anderweitige Aussprüche der Propheten und auf Andeutungen beschränken, die das Dunkel wenigstens etwas aufklären. Der Grundgedanke jedoch und die großen Wahrheiten, die durch die verkündeten geschichtlichen Erscheinungen offenbart werden sollen, strahlen nur um so heller aus dem Dunkel des geschichtlichen Hintergrundes uns entgegen.

     

    Kap.14 V.1 הנה יום בא לה' וגו' Es kommt endlich ein Tag, an dem nur Gott als Sieger erkannt wird. Allein dieser Tag kommt nicht leicht; er kommt nicht ohne schweren Kampf.

     

     (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 545 - 553   Kommentar zu  Secharja Kap. 14 V.1…) 

    23-09-2018 om 14:15 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     

    סוכות

     

    Suckauß (Laubhüttenfest)

     

    Kap. 29, V.13 Und ihr bringet ein Emporopfer, eine Feuerhingebung zum Willfahrensausdruck Gott nahe: junge Stiere dreizehn, Widder zwei, jährige Schafe vierzehn, in ihrer Ganzheit seien sie.

     

    Kap.29 V. 13 …Offenbar ist hier der Gegensatz Jissroéls zur übrigen Völkergesamtheit gezeichnet, ein Gegensatz, der nicht sowohl in der Anerkennung und Nichtanerkennung Gottes als Lenkers der menschlichen Geschicke, als in Erkennung und Nichtanerkennung Gottes als Leiters der menschlichen Taten besteht. Die Gruppe פרים שבעה,איל אחד  und שבעת כבשים  ist Israel; die Gruppe: פרים ששה,איל אחד  und שבעת כבשים ist die übrige Menschheit, und indem Israel am Hüttenfeste, dem Feste des „unter Gottes Schutz und Segen“ heiteren Hüttenbaues auf Erden, dieses letzten Zieles aller völkergeschichtlichen Wandelungen, mit dreizehn פרים, zwei אלים und vierzehnכבשים  naht, tritt es eben nicht für sich allein, sondern mit dem Ausdruck der Völkergesamtheit als „Jissroél und die Völker“ für die Gesamtmenschheit zu seinem Gott hin, allein mit Kennzeichnung des „Gegensatzes der Gott dienenden und nicht dienenden Tat“, der noch in der Gegenwart der Zeiten die Menschheit in zwei Lager klüftet. 

    Allein dieser Gegensatz ist immer mehr im Verschwinden begriffen. Unter Einfluß der Sendung Jissroéls und seines still wirkenden Beispiels in Mitten der Völker wird dieser Gegensatz immer kleiner, er beginnt mit sechs zu sieben, ist am zweiten Tage schon fünf zu sieben, dann vier zu sieben u.s.w., bis am siebten Tage, dem Ziele der Menschentwicklung und der Sendung Jissroéls für dieselbe, er völlig aufgehört hat und Jissroél in der Gotteshuldigung, in dem Lebensdienste der Tat mit der Gesamtmenschheit vereint als אילים שנים ,פרים שבעה und  ארבעה עשר כבשים vor Gott steht. Hinsichtlich der geschichtlichen Führung und des Anteils an der Lösung der Gesamtmenschheitsaufgabe hört Jissroéls Stellung in Mitten der Völker aber nicht auf, eine besondere zu sein. Jissroél und die Menschheit, die Menschheit und Jissroél, sie bleiben, nach ihrer ganzen geschichtlichen Entwicklung und ihrer besonders gearteten Tüchtigkeit für die Zwecke der Menschheit, zwei besondere, in ganz gleicher Würdigkeit geschichtlich Gott nahe und für die Ziele der Menschheit voranschreitenden Größen, – sie bleiben sieben und sieben כבשים, ein und ein איל; allein in Huldigung Gottes, des einen Einzigen, durch Erfüllung des einer jeden dieser Größen für die Lösung ihrer Aufgaben erteilten Gesetzes, des sinaitischen Jissroéls, des allgemein menschlichen in der  Menschheit, in Huldigung Gottes des einen Einzigen durch Erfüllung Seines Willens auf Erden, werden Jissroél und die Menschheit eins sein, und es wird das Tatenleben aller Menschen auf Erden also das Gott offenbarende Gepräge sittlicher Pflichttreue wie das Tatenleben Jissroéls tragen, sie werden zusammen als פרים nur „eine Sieben“ bilden והיה ד' למלך על כל הארץ ביום ההוא יהיה ד' אחד ושמו אחד.

    Auch das Wort der Weisen Sucka 55b: הני שבעים פרים כנגד שבעים אומות sieht in diesen Suckoth-Mussafopfern einen Opferausdruck für die Völkergesamtheit, und wenn (daselbst) Jissroéls Opfer als sühnende Fürbitte für die Gesamtmenschheit begriffen wird, so dürfte, wenn unsere Auffassung nicht ganz irrig, diese Fürbitte eben auf den im Laufe der Zeiten schwindenden Gegensatz, somit auf die allmälige Rückkehr der Menschheit mit ihrem Tatenleben zu Gott sich stützen. Um dieser Zukunft willen und für diese Zukunft möge Gott sie erhalten!

    Finden wir aber hier in der Moedgruppe des Hüttenfestes die Grundzüge aller der Wahrheiten niedergelegt, die über das weltgeschichtliche Ziel aller Völkerentwicklungen und Jissroéls zeitliche und künftige Stellung zu demselben durch den Mund der Propheten zum Ausspruch gelangten, so erscheint auch gerade das Hüttenfest in engster Beziehung zu diesem einstigen Völkerziel im Munde des Propheten. Secharja 14,16  enden alle gegen ihre Gottesbeziehungen ankämpfenden Kraftanstrengungen der Völker mit der endlichen Huldigung Gottes in Jerusalem und der jährlichen Gesamtmenschheitsfeier des Hüttenfestes. Ja, wir wagen den Gedanken: Ezechiel 38,39 wird das leitende Haupt der letzten Kampfe gegen Gott und seine Gestaltungen auf Erden: גוג genannt. Es liegt nicht ferne, darin den Begriff des Dachbildens von גגג, und damit sofort den Gegensatz zu סוכה, dem unsteten, kunst- und machtlosen Laubdach zu erkennen. In der Tat lässt sich der ganzen Menschheitsweltgeschichte in diesem Gegensatz begreifen. Ein Wahn führt die Menschheit irre. Wie es ihnen gegeben ist, ihre דפנות, ihr Bereich den geschöpflichen Mitweltgenossen gegenüber durch ihre mit Kunst verbundene Macht abzugrenzen und sicher zu stellen, so, wähnen sie, sei es auch die Aufgabe ihrer Macht, sich nach oben, Gott und den Einflüssen Seiner Waltungsmacht gegenüber sicher zu stellen, sich nur unter den Schutz der eigenen Macht zu begeben, ihr Geschick in die eigene Hand zu nehmen und den Ausbau der Menschengröße durch das die Unabhängigkeit von Gott sicherstellende Giebeldach zu krönen. Es ist der Kampf des גג gegen סוכה, der Kampf des die Menschen nicht zur Ruhe gelangen lassenden  „Giebelwahns“ der Menschengröße  gegen das heitere Vertrauen der sich Gottes Schutz unterstellenden Hüttenwahrheit. Die Weltgeschichte beginnt mit dem himmelstürmenden Turmbau der sich selbst vergötternden Menschenmacht – und endet mit dem Gott huldigenden Hüttenbau des heiteren Menschendaseins auf Erden. –

    Das Judentum überlässt anderen Disziplinen die Lehre, wie man mit Verzichtleistung auf das Diesseits das Jenseits gewinne. Es reserviert sich die Lehre, wie man durch ein Gott huldigendes Pflichtleben das Diesseits selig gestalte und das Jenseits schon im Diesseits beginne – und diese durch das Hüttenfest für Jissroél aller Zeiten gepredigte Lehre gestaltet sich durch die Moedopfergruppe desselben zur universalen Zukunftsaussicht aller Völker. Von dem Gipfel seiner nationalsten Freude schaut der Blick des Gottesvolkes auf die Heileszukunft aller Menschen aus. Auch war es nach dem Jeruschalmi Sucko V,1 eben der Freudengipfel dieses Jissroéls und der Menschheit Hoffnung umspannenden Hüttenfestes, auf dessen Höhen die „Quellen des Heiles“ sprangen, aus welchen die Jünger des Prophetentums den Geist schöpften, der sie zur Prophetie befähigte (siehe zu V.19).

    (Vergl. über diese universale Bedeutung des Hüttenfestes und der damit zusammenhängenden סוכתו של לויתן Jeschurun, Jahrgang VIII, S.14)

    23-09-2018 om 14:06 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    21-09-2018
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     

     

    פרשת האזינו

     

     

    Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt  Haasinu

     

    Kap.32,4 Der Hort, vollkommen ist sein Wirken,

    Denn alle seine Wege sind Rechtswaltung;

    Ein Gott des Vertrauens und keiner Gewalt,

    Gerecht und gerad’ ist Er.

     

    Kap.32, 4 הצור וגו'… …In Beziehung zu Jissroél spricht daher die Bezeichnung Gottes als צור die doppelte Gewissheit aus. Jissroél hat in Gott den ewigen Halt seines geschichtlichen Daseins. Gott will, daß es sei, darum geht es nimmer verloren. Allein Gott will auch eine bestimmte Art

    Seines Seins, die Er ihm in seinem Gesetze offenbart. Diesen Anforderungen kann sich Jissroél nimmer entziehen. Sie sind ebenso unwandelbar wie Gottes Sein und Wollen. Und welche Geschickeswandlungen Jissroél auch durchmachen hat, sie haben alle die endliche Verwirklichung dieser Gottesbestimmungen an Jissroél und durch Jissroél zum Ziele, sie sind eben nichts als die gestaltenden Hammerschläge der unwiderstehlichen Gestaltungskraft der göttlichen Waltung, כי ביה ד' צור עולמים (vergl. zu 4 B.M. 8,4) – Daher der Name צור das Charakteristikon der שירת האזינו, in ihm liegt der Schlüssel dieses Gottes Waltungen an Jissroél, mit Jissroél und durch Jissroél schauend offenbarenden Gesanges. –

     

    V.6 Fragt euch doch: Gott wollt ihr das vergelten?

    Entwelkes, mit nichten weises Volk!

    Ist Er nicht dein Vater, der dich sein eigen nennt,

    deine Bestimmung gab?

     

    V.6 …נבל ,עם נבל ולא חכם -  siehe zu 1 B.M. 34,7 und 2 B.M.18,17). Im Zusammenhange mit der Frage הלד' תגמלו זאת tritt die eigentliche Bedeutung von נבל in voller Prägnanz vor. Beide bezeichnen ja ursprünglich Beziehungen des Pflanzenlebens, גמל die vollendete Fruchtreife, נבל das fruchtversagende Welken. Alles, was Gott für Jissroél und an Jissroél getan, die besondere Führungen der Geschicke wie die Lehren und die Vorschriften seines Gesetzes, alles hatte den einen Zweck, die Saaten des Lichts und des Lebens in Geist und Gemüt des Volkes zu streuen, die in Früchten der Erkenntnis und der Tat im Einzel- und Gesamtleben aufgehen sollten. Das Volk aber ist נבל, ist geistig und sittlich welk geworden. Die mit so vielen Veranstaltungen begonnene Gottespflanzung hat es noch bevor sie zur Blüte aufgehen konnte „welk“ werden lassen, und steht es, statt ein mustergültiges Volksleben zu entwickeln, als עם נבל, als ein geistig und sittlich abgewelktes Volk da, ולא חכם, das keineswegs, wie es sich dünkt und wie es in der Mitte der Völker ein עם חכם ונבון (Kap. 4,6) hätte sein sollen, „weise“ ist, nicht, wie ja חכם bedeutet (siehe 2 B.M. S.363) die gegebenen Wahrheiten in sich aufgenommen, aus welchen allein die wahre Erkenntnisse und richtige Grundsätze fürs Leben sich ergeben. So auch im ספרי:עם נבל לשעבר ולא חכם לעתיד לבא .

    הלא הוא אביך קנך, wenn er dich sein eigen nennt und über all dein Sein und Wollen, über alle deine inneren und äußeren Kräfte und Mittel in seinem Gesetze disponiert, hat er nicht ein Recht dazu und sollte dir nicht zugleich das unerschütterliche Bewusstsein innewohnen, daß er allein diese Verfügungen, mit allen Anforderungen und Versagungen nur dein Bestes will! Ist es doch dein Vater, der also über dich verfügt, bist du doch ganz eigentlich völkerrechtlich sein Erzeugtes. Dein Ganzes völkerrechtlichen Dasein ist ausschließlich sein Werk. Ohne Ihm wärt du überall nicht da. Inmitten der sich gestaltenden Völkerbildungen hat allein Er vom ersten unscheinbarsten, individuellen Anfang grundlegend dich zum Volke erzeugt und erzogen. Was andere als Menschen sind, bist du zugleich als Volk: Gottes Geschöpf. Er hat also ein ausschließliches Recht an dich, und zugleich bürgt dieser ganze Ursprung dir, daß was Er, dein Vater, von dir fordert, nur deine, seines von ihm erzeugten Kindes, Wohlfahrt bezweckt. …

    V.9 Denn Gottes Teil ist sein Volk,

    Jaakob das ihm zugefallene Erde.

     

    V.9 כי חלק ד' עמו Gott ließ Jissroéls Söhne nicht in dem für sie bestimmten Lande zum Volke heranwachsen und sich unter den von diesem Lande gegebenen Bedingungen und Einflüssen zu einem Volke entwickeln und ausbilden, ließ es vielmehr im Gegensatz zu allen anderen Völker ohne Land ein Volk werden und dann ein im Gegensatz zu allen andern bereits völlig kultiviertes und angebautes – ja wie wir 3 B.M. S.585 anzumerken hatten, in seinen vorgefundenen Bodenkultur- und Städtebauverhältnissen gewissermaßen stabil zu erhaltendes – Land in Besitz zu nehmen, weil חלק ד' עמו, weil dieses Volk als Volk, Gottes Volk, Gott angehörig, mit seinem Volkwerden Gott zu Teil sein und bleiben sollte. Was den anderen Völkern ihr Landesboden ist, das ist Jissroél seine Beziehung zu Gott. Wenn andere Völkern mit ihrem ganzen Sein und Werden in ihrem Boden wurzeln, aus ihm und an ihm, in dessen Überwindung, Aneignung, kultivierender und anbauender Umwandlung zum sozialen Menschenboden und unter dessen klimatischen Einflüssen die Bedingungen ihrer physischen, geistigen, sittlichen und sozialen Kulturentwicklungen schöpfen, – und daher die in dem Rahmen ihrer Völkerkultur ihnen fühlbar wirkenden Potenzen und Mächte vergöttern und als ihr Völkergedeihen bedingende Gottheiten verehren: soll Jissroél seine physische, geistige, sittliche und soziale Kultur von Gott gestaltet mitbringen ins Land, soll sich und sein Volksleben nicht dem Lande, sondern das Land sich und seinem von Gott festgestellten Volksleben unterwerfen und so mit seinem Volksdasein, seinem Volksleben und Volksgedeihen, im Gegensatz zu den Verirrungen und Wahngeburten der Völker, Gott als die einzige wirkliche und wahrhaftige Macht und Quelle aller Völkerwohlfahrt proklamieren – ולקחתי אתכם לי לעם sprach Gott an Jissroéls Leiden umnachteter Volkeswiege, und dann erst: והבאתי אתכם אל הארץ וגו' (2 B.M.6,7 u.8).   Andere Völker sind in tiefem Grundeחלק ארצם , Jissroél ist nach Ursprung und Bestimmung:חלק ד' .

    יעקב חבל נחלתו. Darum heißt die Wurzel dieses Volkes nicht Jissroél, sondern Jaakob, eine Menschenfamilie, die als יעקב bodenlos und heimatlos den ganzen Leidenskelch austrinken musste, welcher bodenlosen und heimatlosen und darum, nach Anschauungen der Völker, rechtlosen, nirgends berechtigten Menschen inmitten eines auf Bodenbesitz und Landeshoheit machtstolzen Volkes kredenz ward, das von der eingeborenen unverlierbaren Hoheit des Menschen als Menschen nichts mehr wusste. „Jaakob“, in allem die „Ferse haltend“, in welchem die Menschen sonst ihren Halt und ihre Größe suchen;  ohne Boden und ohne Macht, und darum ungeübt und nimmer glänzend in den Erfindungen, Künsten, Wissenschaften und Fertigkeiten, die der Menschengeist in seinem Ringkampf mit der Natur und den mitstrebenden Einzel- und Volksgenossen zu dem Aufbau und Ausbau eines Einzel- und Volksleben erwirbt und darin triumphierend die Menschengröße feiert; Jaakob, יעקב חבל נחלתו, Jaakob,  um der Armut und des Glanzlosen seiner Erscheinung willen von dem Symposion der Völker zurückgewiesen, fiel gleichsam als Los Gott zum Erbe. Alle anderen Völker konnten, so zu sagen, Gott nicht, und noch weniger konnten sie sein Gesetz gebrauchen. Es waren andere Götter, deren Gunst vermeintlich sie groß machte, und vor allem waren es andere Ziele und andere Motive, in welchen sie das Regime ihres Lebens suchten und schöpften. Für ein auf dem Gottesdiktaten der Sittenheiligung, der Wahrheit, des Rechts und der Liebe sich aufbauendes Leben, das in jeder Füge die alleinige Gottesherrschaft auf Erden und über die Erde zur Anschauung bringen soll, da war kein Raum, wo mit der Jubelruf: „wir wollen uns einen Namen machen!“ der Turmbau des menschengeschichtlichen Ruhmes eingeleitet war. Nur Jaakob, das aus sich nichts hatte, dem keine der von den anderen Völkern als Gottesmächte verehrten Potenzen etwas gewährte, noch gewähren konnte, das alles nur aus Gottes Hände zu empfangen hatte und empfing, nur Jaakob war das geeignete Gefäß für Gottes Menschheitszwecke auf Erden, nur es konnte als „Jaakob“ die Sendung empfangen, „Jissroél“ zu sein: die Gottesherrschaft und deren Huldigung durch ein pflichtgetreues Leben inmitten der Völker zu verkünden. …

     

    15. Da ward Jeschurun fest und da schlug es aus –

    So oft du fest wardst, wurdest du feist und übermannt vom Fett –

    Da verliess es Gott, der es gebildet hatte,

    Und betrachtete als wertlos den Hort seines Heils.

     

    V.15 וישמן וגו' Wir begegnen hier das erstemal den Namen Jeschurun. Es bezeichnet Jissroél nach seiner idealen Bestimmung, das in dem Charakter ישר, des Geraden, seiner Bestimmung ohne Abweichung Entsprechenden, seine Bezeichnung findet. Vergl. זבולון und זבל. Es hieß oben: Gott wollte es die Doppelhöhen der irdischen Ziele ersteigen lassen, die höchste materielle Wohlfahrt und die höchste geistige und sittliche Vollendung. Sollte Jissroél ja in einem leuchtenden Beispiel zeigen wie ein vollendetes geistig sittliches Pflichtleben keineswegs auf irdisch heiteres Glück notwendig zu verzichten habe, vielmehr der höchste Grad von Sittlichkeit sehr wohl mit dem höchsten Maß irdischen Glückes vertrage, ja sich eben in einem solchen zu bewähren und alle irdischen Mittel und Genüsse in geistigen Errungenschaften sittlicher Pflichttaten umzusetzen habe. Als aber dem diesen sittlichen Ideale bestimmten Jeschurunvolke zur Lösung seiner Aufgabe sinnliche Güter und Genüsse in Fülle geworden, als es aus der Wüste zum Lande von Milch und Honig gelangt war, da wurde es fett und schlug es aus. שמנת עבית כשית ist eine Anrede in Parenthese an das Moses gegenwärtige und jedes künftige, sein שירה-Wort lesende Volk. Sie enthält die Quintessenz der ganzen jüdischen Geschichte. In Leiden hat sich das jüdische Volk  meist großartig bewährt. Allein Glück hat es noch selten ertragen. „ So oft es fett wurde, wurde es feist und vom Fett überwuchert“, eigentlich „bedeckt“. כשית scheint Pual zu sein, wie כסו הרים צלה (Ps.80, 11) Berge wurden von seinem Schatten bedeckt. כסו פניו חרולים (Prov. 24, 31) seine Fläche war mit Dornen bedeckt.  Es würde dann allerdings das Dagesch im fehlen, wofür sich jedoch Beispiele finden יוקשים בני אדם (Pred. 9,12), לב הותל הטהו (Jes.44,19) Oder כשׂה hat die intransitive Bedeutung: bedeckt werden wie כסה die aktive, bedecken. Der Sinn ist: je mehr markiger, fetter Nahrungsstoff dem Körper zugeführt wird, umsomehr sollte er den Überfluß an Stoff in Kraft und Arbeit umsetzen, um so erhöhter sollte seine Tätigkeit und Leistung sein. Dann beherrscht er die Fülle und bleibt körperlich und geistig gesund und hat durch die größere Leistung einen größeren sittlichen Wert. Unterläßt er dieses aber, so lagert sich der unverbrauchte Nahrungsstoff in seinem Körper hat, er wird korpulent, feist, und statt die Fülle zu beherrschen, wird er, sein eigentliches geistiges, tätiges Selbst, von dem Fett übermannt und geht darin unter. Das ist Jissroéls Geschichte. Es hat Fülle und Überfluß nicht zu erhöhten geistigen und sittlichen Leistungen, nicht zur vollerer Lösung seine Aufgabe benutzt; seine sittliche Vervollkommnung hat nicht mit seiner glücklicheren äußeren Lage Schritt gehalten; es hat nicht verstanden, Herr seines Reichtums und seines Glücks zu bleiben, hat sie nicht in sittliche Pflichterrungenschaften umzusetzen gewußt, es hat sich vom Reichtum und Glück übermannen und sein besseres,  geistiges, sittliches Selbst darin untergehen lassen.

    21-09-2018 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    20-09-2018
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

    הפטרת האזינו

      

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Haasinu

     

    Joel Kap.2, V.15

     

    An die Worte Hosea’s, die den Anfang der Haftora bilden (Siehe oben S.368, den Commentar S.64)  mit ihrer Fortsetzung mit ihrer Aufforderung zur Rückkehr und dem Ausblick auf den einstigen Sieg des Guten schließt sich  sodann ein sinnverwandter Abschnitt aus einer ergreifenden großen Rede des Propheten Joel. Als Vorläufer der großen nationalen Katastrophe des staatlichen Untergangs hatte er eine schwere Verheerung durch Heuschreckenschwärme zu verkünden gehabt, die die ganze Vegetation vernichten und das blühende Land in eine Wüstenei verwandeln würden. Durch aufrichtige Besserung aber hätte Jissroél die Heimsuchung abwenden können, denn – daran erinnerte er das verblendete Volk – nicht plötzlich, nicht ohne  vorhergegangene Warnung und Mahnung zur Rückkehr war sie eingetreten. „Gott hatte seien Ruf ergehen lassen vor seinem Heere!“ – Doch umsonst, die Warnung war ungehört verhallt. Jissroél möge nun nicht wähnen, damit sei die Reihe der Heimsuchungen erschöpft: „Unendlich groß ist  Sein Lager, denn unwiderstehlich ist jedes, auch das an sich kleinste Werkzeug der Vollbringung seines Wortes.“ Und  mit den Worten: „Denn groß ist der Tag Gottes, und wer erfaßt ihn?“ – hatte er auf den drohenden Untergang des Staates und auf das Galuth hingewiesen und dann fortgefahren: „Und selbst jetzt noch ergeht der Spruch Gottes: „Kehret zurück bis zu mir mit eurem ganzen Herzen, mit dem Fasten, mit dem Weinen und mit der Klage! Und zerreißet euer Herz, und nicht eure Herz, und kehret zu Gott, eurem Gott zurück! Dem gewährungsbereit  und sein Geschöpf liebend ist er, lange geduldend und reich an Liebe und bereit zur Änderung seines Unglück verhängenden Beschlusses.“ Dann werden die Verheerung in Wahrheit reichen Segen hinterlassen haben (Joel 2, 11-14).   Das folgende bildet nun die weitere Ausführung dieses Gedankens.

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 377 – 392 ) 

    20-09-2018 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    18-09-2018
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרה לשחרית של יום כפור

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro vom Morgengebet des Jaum Hakippurim

    Jesajas Kap. 57 V.14

     

    Gekommen ist der große herrliche Tag, der seligste des Jahres. Emporheben aus allen Erdennöten will er den jüdischen Menschen, emporheben aus dem dumpfen Zwang der Leidenschaften, will ihn emporheben in die beseligende Nähe seines ewigen Vaters, in das reine Licht und die reine Lebenslust, die ihm von dort entgegenströmen.  Und: „Hinauf! Hinauf zu Ihm!“ – das ist des Tages Losung. Mit ihr, mit diesem Rufe: סולו סולו! Beginnt das Prophetenwort der Haftorah.

    Doch unsere Vergangenheit hält uns zurück. Diese Folgen unsrer getrübten Vergangenheit, die wie mit eisernen Klammern unseren Ausschritt hemmen, nur Gottes Allmacht kann sie sprengen. Die Betätigung seiner Gnade aber hat er uns verheißen, so wir durch aufrichtige Reue, durch den festen Entschluß der Besserung uns ihrer würdig machen. Denn (V.15): „so hoch und heilig Er thront, so ist er Nahe dem Zerknirschten, dem, der demütigen Sinnes geworden, zu beleben das Gemüt des Demütigen, zu beleben das Herz der Zerknirschten“. Denn nur um den Menschen zur Selbstbestimmung, zur Selbsterkenntnis und damit zur Reue zu bringen „streitet“ Gott und „zürnt“ er, Leiden sendend, gegen den Menschen (V.16). Denn unendlich nahe, unmittelbar Sich verwandt schaut Gott jeden Menschen: „Des Menschen Geist geht ja von mir aus in die Körperhülle ein, und die Seelen habe ich ja geschaffen!“ – Nie und  nirgends ist das Band, das jeden Menschen mit Gott verknüpft, in seiner Stärke  und Innigkeit herrlicher gezeichnet worden, als in diesen Worten des angeblich „flammenden Gottes Zebaoth des Alten Testamentes“ – Wohl zürnte Gott über sein Volk und schlug es, dadurch daß er sich von ihm abwandte und es sich selbst überließ (V.17), so daß es, statt des ihm vorgezeichneten דרך ה', statt des Gottesweges, den „Weg seines Herzens“ einschlagen konnte, den seine Leidenschaften das Verblendete vorziehen ließen. Gott hatte (V.18)diese Irrgänge und ihre Leidensfolgen sehr wohl „vorausgesehen und wollte es gerade durch diese Selbsterfahrungen genesen lassen.“ ואנחהו: denn diese scheinbare Frei- und Preisgebung war selbst nur ein Akt der göttlichen Weiterführung, und die so gewonnene Selbsterkenntnis und die wiedergewonnene Gottesgnade wird selbst reichste Tröstung und vollen Ersatz für alle Leiden bieten, ihm und allen, die so lange durch seine Verblendung und deren Folgen zu trauern hatten, ואשלם נחמים לו ולאבליו – So:

    V.19 בורא ניב שפתים, ist Er Schöpfer, so schafft, verwirklicht er das, wovon bis dahin die Menschen nur „sprachen“, was nur ein schöner Traum, nur eine „Frucht der Lippen“ war, nur in der Menschen Gedanken und Worten Dasein hatte, nämlich: den Frieden. „Friede!“ – den noch Fernen, „Friede!“ den bereits Nahen, אָמַר ה', ihn hat Gott mit seinem Gesetzworte und mit seinem Verheißungsworte längst dargeboten – „so bringe ich ihm Heilung.“ – Das Objekt von ורפאתיו ist das V.14 genannte עמי, auf das sich auch die Suffixe der VV.17 und 18 bezogen.

    V.20. Nur auf den Boden des Gesetzes, nur in der freudigen pflichttreuen Unterordnung unter den göttlichen Willen erblüht dieses höchste Gut des Menschen, das Sehnsuchtsziel aller Hoffnungen: der innere und äußere Friede. והרשעים, die Gesetzlosen aber, die nur dem Diktate ihres eignen, im Dienste ihrer Interessen und Leidenschaften stehenden Willens gehorchen, sie gleichen dem „aufgewühlten Meere“, und ויגרשו מימיו רפש וטיט: was die Tiefe des unveredelten, weil ungezügelten, Menschenherzens unter glatter Oberfläche an Menschenunwürdigen sorgsam barg, das bringen die Stürme der Leidenschaft in seiner ganzen Unschöne unfehlbar an den Tag.

     

    V.21 Die Worte אמר אלהי entsprechen offenbar dem אָמַר ה' in V.19. Der Zusammenhang ist demgemäß: denn ebenso wie Gott längst der Pflichttreue den Frieden, ganz ebenso hat er die Friedlosigkeit dem Frevel bestimmt. Daß das letztere durch die von Gott als Richter des Menschen gefügte Weltordnung bewirkt werde, darauf weist der Wechsel des Gottesnamens ה' in V.14 in den hier genannten: אלהי hin.

     

    Die Rückkehr zur Pflicht ist so der Weg zum Frieden. Uns auf diesen Weg zurückzuführen, so wir im Getriebe des Lebens von ihm abgekommen sind, dazu hat Gott den alljährlich wiederkehrenden „Tag der Sühnen“ bestimmt.

     

    Wie aber jede göttliche Veranstaltung der Mißdeutung unterliegt und, falsch verstanden, aus einem Mittel zum Heile zu einer Förderung des Unheils werden, und so, was zur Rettung aus Sünde und Verblendung dargereicht ward, zum Beharren in der Sünde und der Verblendung führen kann: also auch die Institution dieses Tages der Sühnen. Freilich ist es Wahnsinn, freilich grenzt es an Gotteshöhnung, freilich ist es die unglaubliche Verkehrung der Wahrheit, zu wähnen, dieser Tag werde die verheißenen Güter der Verzeihung und der Sühne und der Reinheit bringen, auch ohne Reue, auch ohne ernsten Entschluß der Besserung, auch wenn er also nur einen fastend verbrachte vierundzwanzigstündige Unterbrechungspause in dem Gott und seinem Gesetze entfremdeten Leben darstelle, das dann, nach Ablauf dieses Tages, mit voller Seelenruhe ganz in der bisherige Weise fortgesetzt werden könne, um dann im nächsten Jaum Kippurim wiederum ein Reinigungs- und Entsündigungsbad finden. Trotz ihrer Ungeheuerlichkeit hat diese Vorstellung gleichwohl früh schon Platz gegriffen.

     

    Diesem Wahne tritt nun Kap. 58, 1-14 die große Jaum-Kippur-Predigt des Propheten im göttlichen Auftrage mit flammenden Worten entgegen. Sie zeichnet zuerst (V.2-5) den empörenden Widersinn einer solchen Jaum-Kippur-Farce, mit den frömmelnden Gebärden und dem scheinheiligen Gebahren. Diesem stellt sich sodann (V.6-14) in leuchtenden Zügen das Wesen und das Werk des wahrhaftigen gottgewollten Jaum Kippur gegenüber: den aus den Banden Leidenschaft und Sünde sich befreienden (V.6), zu Gott sich emporringenden Menschen, der (V.5) sich in seiner „Armut“ begreift, der jedes an Menschen begangene Unrecht wieder gut macht und für jedes bedrohte fremde Recht eintritt und alle ihm verliehenen Gaben und Kräfte in den Dienst dieses Wirkens stellt (V.6), der in edler Humanität seines reinen Tatenlebens schönste Vollendung findet, und wie den Leib, so auch die darbende Seele und das darbende Gemüt seiner Menschenbrüder labet, und der endlich durch Unterstellung seines ganzen wirkenden und schaffenden Lebens unter die Herrschaft des Sabbathgedankens all sein Tun und Wirken nur als Vollbringung des Gotteswillens und sich selbst als Gottesdiener bekundet, und so der Verwirklichung des Ideals von reinen Menschentum entgegenreift, zu dem das Gesetz unseres Gottes die ewigen Wege bahnt.

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 515 – 522   Kommentar zu Jesajas Kap. 57 V.14…) 

    18-09-2018 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    יוה"כ

     

     

    Belehrung und Mahnung zu JAUM KIPPUR (Auszug)

     

    Es gibt auch sonst  im Jahre Momente, die zu sühnen und Reinheit anzubahnen vermögen יסורין מכפרין, מיתה מכפרת leidvoller Verhängnis, durch das Gottes erziehende Gerechtigkeit uns aus Verirrungen und Entfremdung zu sich zurückführt, aber auch die bange Todesstunde hat ihre läuternde und sühnende Kraft gar oft bewährt. Und doch, nicht  Todesschrecken oder Leidensnot soll uns nun in Gottes Nähe führen, nicht Gottes strafende Gerechtigkeit uns Anlaß geben, seine verzeihende Nähe zu suchen – כי ביום הזה dieser Tag soll in uns die Sehnsucht, die Kinder nach dem Vaterhaus zieht, in den das Bewußtsein dessen lebt, was Kinder ihrem Vater schulden und was allein väterliche Liebe ihnen zu gewähren vermag. Das seinem Vater entfremdete Kind, das, von Not und Elend heimgesucht, die Sehnsucht nach dem Vaterhause fühlt, führt ja nicht kindliche Liebe in die Nähe des Vaters, es ist die Not und die Enttäuschung, die es veranlaßt haben, sich des Vaters zu erinnern. Es kann daher auch nicht erwarten, daß sein Vater bei aller Nachsicht seiner Entfremdung nicht mehr gedenke; vielmehr wird der Vater abwarten, ob es sich für die Folge die Pflichten bewußt bleibt, die das Vaterhaus ihm auferlegt.  Das Kind jedoch, dem die Fremde alles gegeben, was Menschenleben zu beglücken vermag, in dessen Herzen aber dennoch die Sehnsucht erwacht nach dem Vaterhaus, weil es erkannt hat, daß alle Güter der Welt die Öde und die Leere aus seinem Leben nicht zu bannen vermögen und nur die Heimkehr in das Vaterhaus ihm die Ruhe und den Frieden bringen könnte, dieses Kind darf der reichen, verzeihenden Liebe des Vaters sicher sein.

    כי ביום הזה יכפר Eine solche Heimkehr möchte der Jaum hakippurim anbahnen – keine Th’schuwo מיראה, zu der die Furcht vor Gottes strafender Gerechtigkeit(מדת הדין) den Anlaß gibt, תשובה מאהבה die Th’schuwo, die der Ausfluß ist kindlich liebender Sehnsucht nach Gottes Nähe, weil nur seine  Nähe unser Leben aus trauriger Öde und Leere zu retten vermag, und die in unsrem Herzen den einen starken Vorsatz nährt, uns fortan der Gottesnähe würdig zu erweisen und seiner väterlichen Führung uns anzuvertrauen, sie führt uns an diesem Tage zu Gott, und לפני ה' תטהרו Gott in seiner unendlichen Liebe (מדת הרחמים) ist bereit, unser sehnendes Verlangen aus dem reichen Füllhorn seiner Gnade zu stillen – אשריכם ישראל „Heil euch, Jissroél, vor wem erstrebt ihr Reinheit, und wer gewährt euch Reinheit – es ist euer Vater im Himmel“!

    לפני ה' תטהרו Aus Gottes liebender Vaterhand ersehnen wir die Kraft- und Segensspende zu weiterem Leben. Und ist auch unser Leben arm an Gütern, die uns ein Anrecht auf Gottes Beistand geben könnten, Gott sieht unsre Sehnsucht und sieht unsre Armut und ist bereit, unser Verlangen zu sättigen und uns zum wahren Lebensreichtum zu verhelfen.

    ונדעה נרדפה לדעת את ה' וגו' ויבוא כגשם לנו Wir sehnen uns nach Gott, daß „er wie der Regen uns komme“. – Die Natur lechzt nach dem Regen, aber die Erde muß die Feuchtigkeit geben, wenn der Wolkenhimmel Regen spenden soll. – Sind wir sicher, daß wir die Voraussetzungen mitbringen, unter denen die „Regenspenden“ göttlicher Liebe uns zuteil werden? Wie, wenn diese Voraussetzungen fehlen? Und auch nicht zu jeder Zeit ist der Regen ein Segen. –

    Wem aber יוה"כ zum wahrhaft neuen Leben verhelfen soll, der darf keine Lebensmöglichkeit kennen ohne Gottes dauernden Beistand, der ersehnt von Gottes Segensspende den belebenden Tau; der dauernd auch dann niederfällt, wenn der Regen ausbleibt, der sich der Erde nie versagt: אהיה כטל לישראל יפרח כשושנה Wie die Rose ihren Kelch öffnet, um gierig das Naß zu trinken das ihr zu prächtigen Gedeihen verhilft, so öffnet eure Herzen eurem Vater im Himmel, daß der Wundertau seiner göttlichen Gnade eurem Leben zuteil werde! –

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung fünfter Teil Deuteronomium  J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1936 S. 105-109

    18-09-2018 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    17-09-2018
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)


    HUMANISM AND JUDAISM

     


    By Dr. MENDEL HIRSCH Principal of the Israelite Religious Community Schools,
    Frankfort-on-Main
    .

     

    Translated by J. GILBERT Bedlock 1928

     

    TRANSLATOR’S PREFACE

     

    The first English translation of one of the most interesting essays by the late Dr. Mendel HIRSCH, is dedicated, as a small token of undying affection, to the memory of the eminent author. Following most minutely, as he did, the example of his father, Rabbi Samson Raphael HIRSCH, in his brilliantly intellectual and classically worded presentation of Traditional Judaism, in harmony with modern culture and science, and in his fearlessly uncompromising defence of all its institutions and ordinances, he had to be prepared for opposition from various quarters.

    One wing of Judaism of Judaism decried such redoubtable opponents as HIRSCH and his followers as “orthodox obscurantists”, whilst, on the other hand, the Old-Talmudists and diehards of Jewish exclusiveness, in their fanatical opposition to modernisation of any description, looked upon S.R. HIRSCH and his adherents as – disguised reformers! It was certainly no easy matter to ward of such cross-fire attacks of which they had become the constant targets.

    Mendel HIRSCH who, in 1877, succeeded his father as Principal of the schools founded by him under the now famous, but then not generally appreciated motto: “Yofeh Talmud Torah im Derech-Eretz” (Beautiful is the study of the Torah in combination with the worldly – civil, social and commercial – pursuits), has made it the task of his life to imbue his pupils with the loftiness of that ideal. In his noble endeavour, he was guided entirely by the educational methods of his father. His manner of expounding the spirit of specifically Jewish duties, and demonstrating the intrinsic beauty and merits of the many symbolic teachings, was very fascinating. But, like his father, to whose Biblical exegesis he constantly referred not only in his lectures, but also in striking commentaries on the “Haftoroths”, the “Twelve Prophets”, etc. he never neglected to emphasise the duty of man to man, and the love of, and wholehearted regard for, the welfare of all human beings without distinction of race or creed. Special stress was always laid upon the duty of Jew to Gentile; and the importance of universal love, justice and integrity in all social activities, commercial or other dealings, was shown as expressing the very heart and core of Judaism.

    Like his father, Mendel HIRSCH generally became very attached to his pupils, and even when their school-days were over was always anxious to keep in touch with them as far as possible. For this purpose the “Mekor-Hayim”- and “Ben Usiel”-Societies were formed, at whose gatherings, his lectures on various topics gave him ample opportunity for continuing the education of his “sons and daughters” as useful citizens of their towns and country and a credit to Judaism.

     

    Generous and indefatigable in all his undertakings, he would not tolerate any narrow-minded apathy in the matters of the common welfare, or any indifference to important social and political movements. As a regular contributor to the monthly magazine “Jeschurun” he wrote a number of very interesting essays on various subjects. One of his most powerful political articles appeared in the 11th number of the issue 5619 (1859) under the heading “Villafranca and Kremsier, a contribution to Jewish contemporaneous history.” In this he exposed Austria’s “scrap-of-paper” policy with such vehemence, that one cannot help admiring the pluck of this young Jewish schoolmaster who, 69 years ago dared, in a Jewish magazine, to accuse the Austrian Government of having deliberately broken the pledges given to Moravian Jews in 1848 !!!

     

    The treatise on “Das reine Menschentum im Lichte des Judentums” must undoubtedly have been provoked by the ravings of that atavistic revival of medieval Jew-hatred which began, towards the end of the 19th century under the quasi-scientific name of “Anti-Semitism”. This treatise had naturally to be written and carefully, as the great “Iron Chancellor” of those days had allowed his son to proclaim him “the spiritual father of Anti-Semitism” and to close anti-Semitic students’ meetings with “Hochs” for Bismark! Whatever this powerful politician may have found it opportune to declare on other occasions, no Court Chaplain Stoecker or Ahltwardt, could have dared to denounce the Jews as a danger to the country, no priestly deputy could have recommended the Bavarian Diet to enact the simple law: “Every ‘Handelsjude’ must be shot or hanged”, if the agitation had not been favoured by the German Government. And the movement with his terrible “pogroms”, “blood accusations”, etc. spread to Austria, Hungary, Rumania, Russia and France, where the “Affaire Dreyfuss” stupefied and   terrorised the Jewish population for a number of years. Even America was affected to such an extent, that special Anti Defamation Societies had to created.

     

    Hirsch’s idealism did not carry him straight into the camp of the “Choveve Zion” or to the Zionist movement, but as a true Jewish citizen he was anxious by this treatise to add, however modestly, one stone to the barricades of reason and truth which alone stood between Jewry and the bigots of Anti-Semitism.

     

    It is true that conditions have greatly improved in many directions since the times when this treatise was written, yet our newspapers never seem to cease to report fresh acts of inhuman vexations and brutal oppressions in various countries, among others one in which one would have least expected. Admitting even that the recent incident at the ‘Wailing Wall’ ended without any serious consequences for the poor worshippers, it was sufficiently hurtful and humiliating to arouse very outspoken universal indignation.

     

    In face of such still too frequent occurrences and constant defamations of Judaism and its adherents, every fair-mined citizen should make himself familiar with some of the great truths and facts set out in this treatise, so far almost unknown to Gentiles and even to Jews alike, and – – – Anti-Semitic or other prejudice will no longer be possible in any branch of the human race”.

     

    Literal translation into another tongue is always difficult; and with the peculiar conciseness of  style and forceful expression of an author whose train of thought was not of the commonplace order, the difficulties were very great. Without the valuable and kind assistance of so eminent a Hebrew and theological savant and English scholar, as Rabbi Professor sir Hermann GOLLANCZ, M.A., D.Lit., and the help of my very obliging and generous friend, Mr S. GILBERT, B.A. ex-President of the First Lodge of England of the “I.O.B.B.” – to both of whom I gladly take this opportunity of expressing my sincere thanks for their untiring services – this translation would never have seen the light of day. Nevertheless, I cannot refrain from soliciting the reader’s kind indulgence for any imperfections that may still have escaped attention. 

     

    (Humanism and Judaism by Dr Mendel HIRSCH, pp.5-10)


    17-09-2018 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    16-09-2018
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    האזינו

     

    יקרא אל השמים מעל, ואל הארץ לדין עמו:

     

     

    „Er ruft dem Himmel zu von oben und der Erde, sein Volk zu richten“

    (Psalm 50,4 Übersetzung Rabbiner Samson Raphael HIRSCH)

     

    1.

    Himmel, Erde seien Zeugen,

    Sie sind es, die mich gehört

    Wirst du dich zum Laster neigen,

    Ist’s ihr Fluch, der dich verheert.

    2.

    Geh’st du aber in den Wegen,

    Die zu wandeln ich gelehrt,

    Heil dir dann, denn reicher Segen

    Wird in Gnaden dir gewährt.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 460  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     


    16-09-2018 om 14:26 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    13-09-2018
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    וילך

     

    צדיק כתמר יפרח, כארז בלבנון ישגה:

     

     

    „Der Gerechte, wie die Palme blühet er, wächst hoch wie eine Zeder in Libanon,“

    (Psalm 92,13 Übersetzung Rabbiner Samson Raphael HIRSCH)

     

    1.

    Hochbetagt; im Greisenalter

    Ist der Fromme Führer schon,

    Moses, Jissroéls Erhalter –

    Bald steht er vor Gottes Thron.

    2.

    Und noch ist sein ganzes Streben

    Für sein Volk, das er belehrt‘,

    Und er opfert ihm sein Leben,

    Bis zu Gott er heimgekehrt.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 445  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    13-09-2018 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    12-09-2018
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    Samson Raphael Hirsch

    Aus Chaurew  Kap. 33 Fasttage

    § 237

     

    II. WARNENDE DENKMÄLER VOR EXILSSÜNDEN:, צום גדליה und תענית אסתר

     

    1. צום גדליה Begebenheit: Die Stadt war eingenommen, der Tempel zerstört, des Volkes Kern nach Bowél geführt, gefühlt des Eroberers Wut, gegen den Rest er mild gestimmt, also daß er dem Rest ein Bleiben gab im Lande, und, aus ihrer eigenen Mitte, ihnen den G’daljoh ben Achikom als Leiter vorsetzte. G’daljoh erkannte die Jissroélaufgabe in Beziehung zu den Völkern, in deren Hand Gott sie gab, wie sie nichts anderes sei, als williger Gehorsam, darin selbst Gottergebung bezeigend, achtend die Macht, durch die Gott gezüchtigt, und gefügig sich hingebend dem Plane, den Gott duchs Goluβ heranreifen läβt; den Fürsten und Ländern gute, treue, nützliche Untertanen und Landesgenossen zu sein, es Gott anheim zu stellen, daß Er das Herz  der Fürsten und Völker zur Milde lenke, auf daβ sie in dem ihnen hingegebenen  Volke den leidenden Menschen achten, und heilen lernen die Wunden, die sie selber geschlagen. Wie es ja Jirmijohu (Kap.29) auch den nach Bowel Gewanderten als Gotteswillen verkündigte: „Suchet das Wohl der Stadt u.s.w.“, und dies Eingehen in Gottes Plan von Zidkijohu selbst während der Belagerung noch als Preis für der Stadt und des Tempels und die eigene Erhaltung gefordert wordern. Darum schwur ihnen G’daljoh, als babylonischer Beamter, daβ sie nur treu dienen mögen den kassdischen Staate, so werde es ihnen gut ergehen. – Aber selbst der zurückgebliebene Rest des Volkes konnte sich zu diesem freiwilligen, gefügigen Eingehen nicht erheben. Jischmoél ben N’ssanjoh, fluchwürdigen Andenkens, erhob sich, – von Eifersucht und fremden Einfluβ gestachelt, und nicht achtend seines Fürsten, des Königs von Bowel Willen, ja vielleicht eben ihm trotzend, – und tötete meuchlings G’daljoh und alle J’hudim und Kassdim, die um ihn waren. – Daβ aber die übrigen, wenn gleich nicht also verruchte Gesinnung, doch die Grundgesinnung des Nichteingehens in Gottes Führung teilten, und, wenn gleich ihre Verhältnisse begründen wollten, das zeigte sich wieder in den Widerspruch, in den sie alle einstimmten, gegen Gottes durch Jirmijohu’s Mund ihnen verkündeten Befehl: auch jetzt noch, nach so groβer Verschuldung, der Milde des N’wuchadnedzár zu harren, im Lande zu bleiben und ihm gefügig gehorsame Untertanen zu sein; – und Untergang ihrer alle, gerade durch den Weg, den sie selbständig einschlugen, war Folge ihres Wahns, der nur das als Gottes Willen erkennen wollte, was ihrer eigenen Kurzsichtigkeit entsprach. (ירמי' 38 – 44) –

     

    2. Warnung: Wovor warnt uns also Zaum G’daljoh? 1) Vor dem Wahne als müsse Jissroél im Goluβ sich selbst Selbständigkeit erringen, als wäre es nun in seiner Wanderung durch der Zeiten Wüste an sich selbst gewiesen, und müsse, so viel es könne, sich losreiβen von der Leidenskette, die es hält; und das es 2) auch alle Jahrhunderte hindurch Jissroéls Geschlechtern die Warnung zugerufen: „Bleibet treu dem Lande, das euch aufgenommen, dem Fürsten, der euch schirmt! Gott ist’s, der überall euch hingeführt, und überall mit euch ist. Auch in diesem groβen Wüstengange wandelt Er unsichtbar vor euch her, und weist euch an wo ihr weilen sollt, wo weichen. Gebt euch ganz ihm hin und zeigt diese Hingebung in treuer Anhänglichkeit an schirmenden Fürsten und Land, in geduldigem Gehorsam selbst gegen eure Dränger; so wird Er zur Milde stimmen ihr Herz, und auch die Zeit eurer Leiden wird sich mildern. – “  

     

    Aus: Samson Raphael HIRSCH : Chauréw, Versuche über Jissroéls Pflichten in der Zerstreuung, zunächst  für Jissroéls denkende Jünglinge und Jungfrauen. Vierte Auflage Frankfurt  a.M. Verlag J. Kaufmann 1909

    12-09-2018 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    09-09-2018
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    Historische rabbinische Erklärung:

     

    Zum Jahreswechsel 1919-1920  5679/5680

     

    Das verflossene Jahr hat die geschichtliche Katastrophe heranreifen sehen, deren Größe von keiner Katastrophe der Vergangenheit übertroffen wird. Wie wir in unsere Jugend mit fassungslosem Staunen vor dem Sturz der Weltreiche,  vor des  Korsen Untergang standen, so wird es unserer Nachfahren ergehen, wenn die ungeheure Kunde an ihr Ohr dringt; daß das Deutsche Volk nach Siegen ohnegleichen, nach Erfolgen die wie ein Märchen klingen, schließlich bis zur vollendeten Machtlosigkeit zusammengebrochen ist und den harten Friedensspruch argwöhnischer Gegner über sich hat entscheiden lassen müssen.

     

    Unter der Wucht dieser Katastrophe ist der stolze Bau des deutschen Kaiserreichs geborsten. Mühsam kämpft der neue deutsche Freistaat um sein Dasein und niemand kennt das Schicksal seiner nächsten Zukunft.

     

    Friede ist wieder eingekehrt. Aber in den Gemütern ist nicht Frieden. Der Weltkrieg ist durch keinen Frieden wirklich abzuschließen. Gleich einer finsteren Wolke wird er die nächsten Jahrzehnte noch beschatten, und vielleicht wird die künftige Generation erst in der Lage sein, Soll und Haben des Weltkrieges endgültig zu buchen.

     

    Die Welt ist aus den Fügen. Gottes Schofar hallt noch immer in den Lüften. Wer kann wissen, wohin das Antlitz des Gottes der Geschichte schaut. –

     

    Groß wie das Meer ist nicht nur der Bruch des deutschen Volks. Zitternd steht auch das jüdische Volk vor einem jähen Abgrund.

     

    Solche Zeiten waren dem jüdischen Volk noch nicht gewesen, seit Rom ihm seinen Staat zerbrach.

     

    Wo ist heute das Band, von dem man sagen könnte, daß es ein zukunftsfrohes jüdisches Leben größeren Umfangs aufweist!

     

    Der Weltkrieg hat das Ostjudentum in den geschichtlichen Strudel hineingerissen. Die Lehrstätten sind verweist, die großen Rabbiner versprengt, und Mord und Totschlag bedroht tagtäglich das nackte Leben von Tausenden.

     

    Das ungarische Judentum, auf das wir voll Stolz und Zuversicht zu schauen gewohnt waren, das uns das sicherste Bollwerk prinzipienhafter Gesetzestreue schien, ist völlig auseinander gerissen. Rumänien, der traditionelle Judenfeind, die Tschecho-Slowakei vielleicht auch Deutsch-Österreich, teilen sich in die Beute. Wer wagt die Folgen der politischen Umwälzung heute schon abzumessen!

     

    Soll die Hilfe von Palästina kommen?

     

    Die Hoffnungen, mit denen der Zionismus leichtfertig unsere Brüder im Osten erfüllt hat, scheinen sich nicht zu erfüllen. Einstweilen beschränken sich die zionistischen Herren, ihre Macht in Palästina die Juden spüren zu lassen. Trübe Nachrichten sind aus Palästina an uns gelangt. Schreie um Hilfe gegen die zionistischen Brüder. – –   

     

    Uns kann Gott nur helfen. –

     

    Möge Gott in diesen Schicksalszeiten seinem Volke die Führer erhalten, Jissroéls Thoraweisen vor allem, daß sie uns den Weg zeigen, den uns die Thora gebietet.

     

    Denn nur die Thora verbürgt noch heute das Leben unseres Volkes.

     

    Möge Gott seinem Volke die Kraft geben, mitten im tobenden Haß der Völker die Liebe Gottes zu pflegen. Denn nur in die Liebe Gottes findet unser armes Volk den Frieden.

     

    Arm wie noch nie steht unser Volk am Ende des Jahres vor Gott.

     

    Unser Volk hat keinen Annehmer auf Erden.

     

    Gott Jissroéls schütze Gottes Jissroél.

     

    Schriftleitung Jüdische Monatshefte, Jahrgang 6 Heft  u. 10S. 195-196

    09-09-2018 om 10:13 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Ludwig Stern

     

    63. Der Tag der Erinnerung, das Neujahrsfest.

    (יום הזכרון, יום תרועה, ראש השנה)

     

    1. Geschichtliche Veranlassung. Der Tag der Erinnerung oder das Neujahrsfest bildet mit dem ihm folgenden Versöhnungstage und den zwischen beiden liegenden Tagen eine Einheit, die auch unter der gemeinschaftlichen Bennennung: die zehn  Buβtage (עשרת ימי תשובה) zusammengefaβt wird; darum gilt die geschichtliche  Veranlassung zum Versöhnungstage auch für ראש השנה. Diese Veranlassung ist folgende:

    Jissroél hatte der Erlösung aus Ägypten und des am Sinai mit Gott geschlossenen Bundes bald vergessen und die gröβte Verirrung in seiner ganzen Geschichte begangen, indem es das goldene Kalb gemacht und verehrt hatte. Dadurch waren sie der Vernichtung schuldig geworden. Moses weilte aber noch zweimal vierzig Tage vor Gott und flehte für sein Volk um Vergebung dieser schweren Sünde. Unsre Weisen s.A. weisen aus der Thora nach, daβ die letzten vierzig Tage mit dem ersten Tage des Monats Tischri endigten; an diesem Tage sprach Gott zu Moses das trostreiche Wort: סלחתי = Ich habe vergeben. Darum setzte Gott diesen Tag für ewige Zeiten als Versöhnungstag für Jissroél ein und bestimmte die neun vorangehenden Tage des Monats Tischri mit ראש השנה an der Spitze zur Vorbereitung auf den Versöhnungstag.

    (רשי, שמות לג'; דברים ט' יח; ח"א קלח )

     

    2. Die besondere Festvorschrift, die wir am ראש השנה zu beobachten haben, läβt  uns die Bedeutung des Festes deutlich erkennen.

     

    Die Thora gebietet uns nämlich, an diesem Feste gewisse, durch die mündliche Überlieferung  näher bestimmte Töne eines aus einem Widderhorn gefertigten  Instruments (שופר) zu hören. Wenn das Fest auf einen Sabbat fällt, unterbleibt das Blasen des Schofars, damit nicht veranlaβt werde, daβ das Instrument nötigenfalls von einem Besitzkreise in den anderen getragen werde (56,39). Am Sabbat wird des Schofars nur im Gebete erwähnt. Zufälliges Hören genügt nicht; der Blasende sowohl als der Hörer müssen gegenseitig die Absicht haben, daβ durch dieses Blasen und Anhören die Vorschrift der Thora erfüllt werden soll.

    Der Blasende muβ stehen, und bei den Tönen, die während des Muβafgebetes geblasen werden, auch der Hörer. Wir sollen die Schofartöne mit Beherzigung des tiefen Sinnes anhören, welcher darin liegt. (סה"ח תה; א"ח תקפה, תקפט ח)

     

    3. Die Bedeutung des Schofars und dieses Festes ergiebt sich aus verschiedenen Schriftstellen und aus den Namen des Festes; es heiβt:

     

    a.        Tag der Erinnerung יום הזכרון; es erinnert uns durch das Widderhorn an den Gehorsam unsres Stammvaters Abraham, der bereit war seinen einzigen Sohn zu opfern; es erinnert uns ferner an die unter Schofartöne am Sinai offenbarte Thora; es lenkt endlich unser Blick in die Zukunft und erinnert uns an die Verheiβung, daβ Jissroél einst, wenn der Zweck seiner Zerstreuung an ihm selbst und an der Menschheit erfüllt ist, durch Schofartöne wieder versammelt und vereinigt werden wird, nach dem Worte des Propheten: An jenem Tage wird der groβe Schofar geblasen werden, da werden kommen, die da verloren sind im Lande Aschur und die verstoβen sind im Lande Ägypten, und werden Gott anbeten auf dem heiligen Berge in Jerusalem (Jes. 27,13) Wenn wir uns aber sagen müssen daβ wir das alles noch nicht beherzigt haben, so ist dieses Fest

    b.        Tag der Erschütterung יום תרועה Die im Altertum allgemein bekannte Bestimmung des Schofars war, zu erwecken, zu erschüttern, vor Gefahr zu warnen, wie die Propheten sagen: So man das Schofar bläst in der Stadt, sollte da das Volk nicht erschrecken (Amos 3,6). Wer der Schall des Schofars hört und läβt sich nicht warnen, und das Schwert kommt und rafft ihn hin, der hat sein eigen Blut verschuldet, weil er den Schall des Schofars gehört und sich nicht warnen lieβ. (Jech. 33 4.5) Auch uns sollen die Schofartöne erschüttern bei dem Gedanken an unsre Sünden und warnen vor der Gefahr, die uns durch sie bedroht; das Fest ist ferner

    c.        Tag des Gerichts יום הדין. Nach der Überlieferung unsrer Weisen s.A. richtet Gott an diesem Tage alle Sterblichen und entscheidet am Versöhnungstage endgiltig über ihr Geschick, über Leben und Tod, über Heil und Unheil, je nachdem sie sich bessern oder verstockt bleiben. Die Schofartöne rufen uns mit dem Propheten (Zeph.1, 12-18) zu: Es naht den Tag Gottes, der groβe, er naht und kommt sehr schnell heran, ein Tag der Not und der Bedrängnis, ein Tag der Dunkelheit und der Finsternis, ein Tag des Schofar- und Lärmblasens für die da auf ihr Gold und Silber vertrauen und wähnen, Gott belohne nicht die Guten, bestrafe nicht die Bösen. Endlich ist dieses Fest

    d.        Anfang eines neuen Jahres ראש השנה Obwohl wir im Bezug auf die Reihenfolge der Feste Nisson als den ersten Monat zählen, so ist für uns doch der erster Tischri der Anfang des bürgerlichen Jahres, nach welchem wir die Jahre seit der Weltschöpfung rechnen. Auch diese Bedeutung des Festes bringen die Schofartöne zum Ausdruck. Diese galten bei unsren Vätern als ein dem Könige dargebrachter Huldigungsruf, wie es heiβt (I.König. 1,34): Blaset mit dem Schofar und rufet: Es lebe der König! Auch wir huldigen durch die Schofartöne am Anfang des Jahres aufs neue dem bei allem Wechsel der Zeiten ewigen und unwandebaren Schöpfer und Regierer der Welt.

                (מחזור בשם רס"ג; רמב"ם, תשובה ד')

     

    4. Diese durch das Schofar ausgedrückte Bedeutung des Festes sprechen wir auch in dem erhabensten unsrer Gebete, im Muβaf aus: Huldigung מלכיות, Erinnerung זכרונות, Erschütterungשופרות . Wer diese Bedeutung beachtet, wird gewiβ die mit dem Feste beginnenden zehn Buβtage benützen, um sich durch Besserung seines Wandels (תשובה) durch   andächtiges Gebet (תפלה) und durch Wohltätigkeit und Almosen (צדקה) auf den Versöhnungstag würdig vorzubereiten.

     

    (es folgen noch 5. und 6. mit Vorschriften und Bräuche)

     

    Aus עמודי הגולה Die Vorschriften der Thora welche Jissroél in der Zerstreuung zu beobachten hat.

    Ein Lehrbuch der Religion für Schule und Familie von Ludwig Stern, Direktor der israelitischen Schule in Würzburg. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage Frankfurt am Main 1986 S.125-129

    09-09-2018 om 10:11 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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