Foto

Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
(1808-1888)

Foto
Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH
(1833-1900)
Foto
Rabbiner Dr. Salomon BREUER
(1850 - 1926)
Foto
Rabbiner Dr. Raphael BREUER
(1881-1932)
Foto
Reb Julius HIRSCH
(1842-1909)
Jubelsinget, Gerechte, in Gottesanschauung, den Geraden geziemt Thatenoffenbarungslied (Psalm 33)

ברוך הבא!    السلام عليكم!

 

Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Jodendom tegen Zionisme


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’étude YECHOUROUN, Judaïsme contre Sionisme.

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Torah. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Judentum gegen Zionismus.

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Judaism against Zionism.

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

Inhoud blog
  • Ludwig Stern: Der Tag der Erinnerung, das Neujahrsfest
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt NEZOWIM
  • Rabbiner Dr. Raphael BREUER: Nationaljudenthum - ein Wahnjudenthum (Auszug)
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH : ELUL Zu den Selichauss-Tage (2)
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH : ELUL Zu den Selichauss-Tage (1)
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt Ki Ssovau
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt KI SSOVAU
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt KI SsOWAU
  • Rabbiner Pinchas KOHN: GOLUS (EXIL)
  • Sprüche 3,9 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Ki Ssovau
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt KI SsETSÉ
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt KI SSETSÉ
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Ki Ssetsé
  • Rabbi Ahron Leib Cohen: Refutation of 'Talmud and double standards'
  • Rabbiner Dr. Pinchos KOHN: DER ALTE WEG
  • Sprüche 24,17 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Ki Ssetsé
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt SCHAUFETIM
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt SCHAUFETIM
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt SCHAUFETIM
  • Der Monat Elul, Monat der Rückkehr
    INTERESSANTE LINKS
  • ANTIQUARIAAT BOEKHANDEL SPINOZA
  • 'DER ISRAELIT'
  • Mehrsprachige Seite „Yakov RABKIN, Historian and Author“
  • CENTRE ZAHRA FRANCE
  • MUSLIM BRIDGES
  • Int'l Middle East Media Center
  • EUROPEAN JEWS FOR A JUST PEACE EJJP
  • The Palestine Information Center (PIC)
  • www.islamverurteiltantisemitismus.com
  • PALESTINA IN DE MEDIA
    NOG MEER INTERESSANTE LINKS
  • PEACE PALESTINE (UK)
  • CENTRE D'INFORMATION PALESTINIEN
  • PALESTINE CHRONICLE
  • DESERTPEACE
  • TIKUN_OLAM
  • International Middle East Media Center
  • PALESTINIAN CAMPAIGN FOR ACADEMIC & CULTURAL BOYCOT
  • INTERNATIONAL SOLIDARITY MOVEMENT GERMANY
  • JEWS OF LEBANON
  • ALAN HART DIARY
    NOCH MEHR INTERESSANTE LINKS
  • COMPACTMEMORY.DE
  • MONDIALISATION.CA
  • Crossing the Crescent.
  • CAMPAIGN TO END ISRAELI APARTHEID, Southern California
  • PALESTINIAN MOTHERS
  • 14 Friends of Palestine
  • AEL
  • AMMAN WEB LOG NL
  • INTERNATIONAL UNION PARLEMENTARIANS FOR PALESTINE
  • AL-ADALA GERECHTIGKEIT
    LINKS
  • MONDOWEISS
  • PARTI ANTISIONISTE
  • CAMPO ANTIIMPERIALISTA Ribellarsi è necessario
  • JUSTICE
  • Yeshiva University On Line
    Zoeken in blog

    Archief
  • Alle berichten
    62 JAAR NAKBA, 62 JAAR THORAVIJANDELIJKE ZIONISTISCHE STAAT, WEG ERMEE!
    Foto

    Rabbiner Josef Chaim SONNENFELD
    (1849-1932)

    Foto

    Dr. Jacob Israël DE HAAN
    (1881-1924)

    Foto
    Dr. Nathan BIRNBAUM
    (1864-1937)
    Foto

    Rabbiner Pinchos KOHN
    (1867-1942)

    Foto

    Rabbiner Ernest WEILL
    (1865-1947)

    Foto
    Foto
    Foto
    JESCHURUN
    Judentum gegen Zionismus
    29-09-2016
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Ludwig Stern: Der Tag der Erinnerung, das Neujahrsfest
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Ludwig Stern

     

    63. Der Tag der Erinnerung, das Neujahrsfest.

    (יום הזכרון, יום תרועה, ראש השנה)

     

    1. Geschichtliche Veranlassung. Der Tag der Erinnerung oder das Neujahrsfest bildet mit dem ihm folgenden Versöhnungstage und den zwischen beiden liegenden Tagen eine Einheit, die auch unter der gemeinschaftlichen Bennennung: die zehn  Buβtage (עשרת ימי תשובה) zusammengefaβt wird; darum gilt die geschichtliche  Veranlassung zum Versöhnungstage auch für ראש השנה. Diese Veranlassung ist folgende:

    Jissroél hatte der Erlösung aus Ägypten und des am Sinai mit Gott geschlossenen Bundes bald vergessen und die gröβte Verirrung in seiner ganzen Geschichte begangen, indem es das goldene Kalb gemacht und verehrt hatte. Dadurch waren sie der Vernichtung schuldig geworden. Moses weilte aber noch zweimal vierzig Tage vor Gott und flehte für sein Volk um Vergebung dieser schweren Sünde. Unsre Weisen s.A. weisen aus der Thora nach, daβ die letzten vierzig Tage mit dem ersten Tage des Monats Tischri endigten; an diesem Tage sprach Gott zu Moses das trostreiche Wort: סלחתי = Ich habe vergeben. Darum setzte Gott diesen Tag für ewige Zeiten als Versöhnungstag für Jissroél ein und bestimmte die neun vorangehenden Tage des Monats Tischri mit ראש השנה an der Spitze zur Vorbereitung auf den Versöhnungstag.

    (רשי, שמות לג'; דברים ט' יח; ח"א קלח )

     

    2. Die besondere Festvorschrift, die wir am ראש השנה zu beobachten haben, läβt  uns die Bedeutung des Festes deutlich erkennen.

     

    Die Thora gebietet uns nämlich, an diesem Feste gewisse, durch die mündliche Überlieferung  näher bestimmte Töne eines aus einem Widderhorn gefertigten  Instruments (שופר) zu hören. Wenn das Fest auf einen Sabbat fällt, unterbleibt das Blasen des Schofars, damit nicht veranlaβt werde, daβ das Instrument nötigenfalls von einem Besitzkreise in den anderen getragen werde (56,39). Am Sabbat wird des Schofars nur im Gebete erwähnt. Zufälliges Hören genügt nicht; der Blasende sowohl als der Hörer müssen gegenseitig die Absicht haben, daβ durch dieses Blasen und Anhören die Vorschrift der Thora erfüllt werden soll.

    Der Blasende muβ stehen, und bei den Tönen, die während des Muβafgebetes geblasen werden, auch der Hörer. Wir sollen die Schofartöne mit Beherzigung des tiefen Sinnes anhören, welcher darin liegt. (סה"ח תה; א"ח תקפה, תקפט ח)

     

    3. Die Bedeutung des Schofars und dieses Festes ergiebt sich aus verschiedenen Schriftstellen und aus den Namen des Festes; es heiβt:

     

    a.        Tag der Erinnerung יום הזכרון; es erinnert uns durch das Widderhorn an den Gehorsam unsres Stammvaters Abraham, der bereit war seinen einzigen Sohn zu opfern; es erinnert uns ferner an die unter Schofartöne am Sinai offenbarte Thora; es lenkt endlich unser Blick in die Zukunft und erinnert uns an die Verheiβung, daβ Jissroél einst, wenn der Zweck seiner Zerstreuung an ihm selbst und an der Menschheit erfüllt ist, durch Schofartöne wieder versammelt und vereinigt werden wird, nach dem Worte des Propheten: An jenem Tage wird der groβe Schofar geblasen werden, da werden kommen, die da verloren sind im Lande Aschur und die verstoβen sind im Lande Ägypten, und werden Gott anbeten auf dem heiligen Berge in Jerusalem (Jes. 27,13) Wenn wir uns aber sagen müssen daβ wir das alles noch nicht beherzigt haben, so ist dieses Fest

    b.        Tag der Erschütterung יום תרועה Die im Altertum allgemein bekannte Bestimmung des Schofars war, zu erwecken, zu erschüttern, vor Gefahr zu warnen, wie die Propheten sagen: So man das Schofar bläst in der Stadt, sollte da das Volk nicht erschrecken (Amos 3,6). Wer der Schall des Schofars hört und läβt sich nicht warnen, und das Schwert kommt und rafft ihn hin, der hat sein eigen Blut verschuldet, weil er den Schall des Schofars gehört und sich nicht warnen lieβ. (Jech. 33 4.5) Auch uns sollen die Schofartöne erschüttern bei dem Gedanken an unsre Sünden und warnen vor der Gefahr, die uns durch sie bedroht; das Fest ist ferner

    c.        Tag des Gerichts יום הדין. Nach der Überlieferung unsrer Weisen s.A. richtet Gott an diesem Tage alle Sterblichen und entscheidet am Versöhnungstage endgiltig über ihr Geschick, über Leben und Tod, über Heil und Unheil, je nachdem sie sich bessern oder verstockt bleiben. Die Schofartöne rufen uns mit dem Propheten (Zeph.1, 12-18) zu: Es naht den Tag Gottes, der groβe, er naht und kommt sehr schnell heran, ein Tag der Not und der Bedrängnis, ein Tag der Dunkelheit und der Finsternis, ein Tag des Schofar- und Lärmblasens für die da auf ihr Gold und Silber vertrauen und wähnen, Gott belohne nicht die Guten, bestrafe nicht die Bösen. Endlich ist dieses Fest

    d.        Anfang eines neuen Jahres ראש השנה Obwohl wir im Bezug auf die Reihenfolge der Feste Nisson als den ersten Monat zählen, so ist für uns doch der erster Tischri der Anfang des bürgerlichen Jahres, nach welchem wir die Jahre seit der Weltschöpfung rechnen. Auch diese Bedeutung des Festes bringen die Schofartöne zum Ausdruck. Diese galten bei unsren Vätern als ein dem Könige dargebrachter Huldigungsruf, wie es heiβt (I.König. 1,34): Blaset mit dem Schofar und rufet: Es lebe der König! Auch wir huldigen durch die Schofartöne am Anfang des Jahres aufs neue dem bei allem Wechsel der Zeiten ewigen und unwandebaren Schöpfer und Regierer der Welt.

                (מחזור בשם רס"ג; רמב"ם, תשובה ד')

     

    4. Diese durch das Schofar ausgedrückte Bedeutung des Festes sprechen wir auch in dem erhabensten unsrer Gebete, im Muβaf aus: Huldigung מלכיות, Erinnerung זכרונות, Erschütterungשופרות . Wer diese Bedeutung beachtet, wird gewiβ die mit dem Feste beginnenden zehn Buβtage benützen, um sich durch Besserung seines Wandels (תשובה) durch   andächtiges Gebet (תפלה) und durch Wohltätigkeit und Almosen (צדקה) auf den Versöhnungstag würdig vorzubereiten.

     

    (es folgen noch 5. und 6. mit Vorschriften und Bräuche)

     

    Aus עמודי הגולה Die Vorschriften der Thora welche Jissroél in der Zerstreuung zu beobachten hat.

    Ein Lehrbuch der Religion für Schule und Familie von Ludwig Stern, Direktor der israelitischen Schule in Würzburg. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage Frankfurt am Main 1986 S.125-129

    29-09-2016 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    28-09-2016
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt NEZOWIM
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    נצבים פרשת

     

    Belehrung und Mahnung zur Wochenabschnitt

    Nezowim (Auszug)

    היא ישבה בגוים לא מצאה מנוח klagt der Prophet (Echa 1,3) „ Es saß unter den Völkern und fand keine Ruhe“. Und die Weisen erinnern an denselben Ausdruck im Thoravers (Gen. 8,9): ולא מצאה היונה מנוח לכף רגלה Die Taube fand keine Ruhe für den Ballen ihres Fußes.“ – Inmitten der Völker der Erde sollte das jüdische Volk, getragen von Gott schützender Nähe, ruhig Sicherheit finden und in der Pflege des Menoralichtes der Thora seiner von Gott ihm erteilten Lebensbestimmung entsprechen. In verhängnisvoller Verblendung verkannte Jissroél seinen Beruf, von dessen treuer Erfüllung sein Wohl und sein Wehe abhing. Und da ereilte es das strafende Gottesverhängnis, wie es ihm Mausche prophezeit hatte. Zerstreut ist es unter die Völker, und da umbranden es seitdem die מבול-Fluten des Hasses und der Verfolgung, aus denen nur die rettende Arche der Thora ihm Schutz und Sicherheit zu geben vermag – לך עמי בא בחדריך וסגר דלתיך בעדך וגו' עד יעבור זעם Gehe, mein Volk, komme in deine Kammern, schließe deine Thoren hinter dir, bis der Zorn vorübergegangen (Jes.26,20), ruft ihm mahnend der Prophet zu und weist ihm den einzigen Weg zur Rettung. Und sooft es geglaubt hat, in Zeiten der Milde, da die unwirtlichen Fluten nachzulassen schienen, durch Preisgabe seiner Thora inmitten der Völker „Ruhe zu finden“, hat es noch stets sich jämmerlich getäuscht: die wieder ansteigende Flut hat ihm noch immer die bitterste Enttäuschung gebracht. –

    Zurück in die Arche! Dazu aber genügt noch lange nicht, והשבת אל לבבך בכל הגוים אשר הדיחך ה' אלקיך שמה daß das Herz sich dem „Judentum“ erschließt, ושבת עד ה' אלקיך der Weg des Juden muß zurückführen „bis zu Gott, deinem Gott“. Jissroél gleicht der Taube, die, auch wenn der Schechita über sie verhängt ist, nicht wie andere Vögel sich sträubt, sondern willig ihren Hals der Schechita hinstreckt. Hat Jissroél den Weg bis zu Gott zurückgefunden, dann muß es auch die Kraft zur freudigen מסירת הנפש, zur rückhaltlosen Hingabe an Gott aufbringen, die bereit ist, das flüchtige Leben auf Erden der Treue gegen Gott und seine Thora hinzuopfern כי עליך הורגנו כל היום!

    Hat sich aber Jissroél wieder zu seinem wahren Beruf zurückgefunden und findet es in der Pflege der Menora seine einzige Bestimmung auf Erden, dann darf es getrost und zuversichtlich in der „Isolierung“ verharren, die die „Arche“ ihm auferlegt. Diese Isolierung wird keine ewige sein. Wie die Pflege des Öllichtes der Thora, zunächst Priesterhänden anvertraut, doch חקת עולם לדרתם מאת בני ישראל (Ex. 27,21) für alle Zeiten heiligstes Anliegen ist es, der den jüdischen Namen trägt, so kommt der Augenblick, da auch draußen in der von מבול-Fluten erfüllten Welt die Thora den Ölbaum für ihre Nahrung findet. –

    Wird „zur Abendzeit“ sein (Sech. 14,7), da wird die Taube mit dem ‚Olivenblatt im Mude“ die frohe Botschaft bringen, כי קלו המים, daß die מבול-Fluten gewichen, daß das Licht der Thorawahrheit sich anschickt, die Finsternis zu verdrängen, die bis dahin die Erde deckt. Und das wird der Augenblick sein, da Jissroél, das taubengleiche,  nach banger, banger Leidenszeit die Arche seines Galuth verläßt,  um dem heimwärts führenden Rufe Gottes zu folgen ושב וקבצך מכל העמים אשר הפיצך ה' אלקיך שמה.

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung fünfter Teil Deuteronomium  J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1936 S.55-60

    28-09-2016 om 01:04 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    27-09-2016
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Dr. Raphael BREUER: Nationaljudenthum - ein Wahnjudenthum (Auszug)
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

                 (1881-1932)

     

    Nationaljudenthum - ein Wahnjudenthum (Auszug)

     

    Wer nicht zu uns gehört, ganz zu uns gehört, der ist gegen uns. Wer da behauptet, er achte die Orthodoxie in ihren aufrichtigen Bekennern, nur er selber wolle nicht orthodox sein, weil er den orthodoxen Standpunkt nicht theile, ihn für einen längst überwundenen halte, der hat, von unserem Standpunkt aus betrachtet, längst mit dem einzigen, wahren Judenthum im Innern gebrochen, er hat sich losgesagt von Hakodausch Boruch Hu und seiner Thauroh, und das Judenthum, das er sich, weil er nun einmal als assimilationsunfähiger Jude ein Judenthum nicht entbehren kann, aus erträumten Idealen einer in weite Nebelfernen hinausgerückten, auf Zion beruhenden Nationalkultur, nothdürftig zusammengezimmert, ist ein - Wahnjudenthum. Was macht uns zu Juden? Die Geburt? Die Erinnerung an vergangene Herrlichkeit des Judenthums? Das jüdische Herz? Das jüdische Gefühl? Nein und tausendmal nein! Gewiß, die Bestimmung Jude zu sein, verliert kein Jude. Er wird mit dieser Bestimmung geboren. Ob er nun aber aus dieser Bestimmung praktische Konsequenzen für's Leben zieht, oder nicht, ob er sein Leben in allen seinen Beziehungen unter das Diktat der Thauroh stellt oder nicht, ob er in seinem Genussesleben die von der Thauroh gezogenen Schranken bewahrt oder nicht, ob er Koscherfleisch genießt, ob er Thefillin legt, Schaboßauß und Jomim Tauwim hält, die Gesetze für's eheliche Leben beobachtet, seine Kinder jüdisch erzieht und sie herantreten läßt an die Quellen des jüdischen Schriftthums, auf daß sie Begeisterung daraus schöpfen und Liebe für ihren jüdischen Beruf und ihre nationale Aufgabe - oder nicht -: das und nur das allein entscheidet darüber, ob der mit der ewigen, unvergänglichen und unverlierbaren Bestimmung, Jude zu sein, geborene Jude in Wirklichkeit Jude ist oder nicht. Judenthum heißt: Thauroh. Jude sein: die Thora halten. Was sagt der Zionismus dazu? "Religion ist Privatsache".

    (S. 12-13, wird fortgesetzt.)

     

    27-09-2016 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    26-09-2016
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Samson Raphael HIRSCH : ELUL Zu den Selichauss-Tage (2)
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

     

    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     


    ELUL

    Zu den Selichauss-Tagen (2)

     

    מה שהיה

    הוא שיהיה

    Was geworden ist,

    das soll erst werden

    (Koheleth K.I. V. 9)

     

     

     

     

    Was wir mit diesen Betrachtungen an dieser Stelle bezwecken? Nichts, als unserm Verständnis den Ernst näher zu bringen, den der jüdische Lebensgedanke über den letzten Monat unseres Jahres verbreitet, und die Bedeutung der Selichauss-Tage zu begreifen, die zu dem Anfange unseres Jahres geleiten.

    Zum neuen Jahre geht’s, und Freude soll das neue Jahr dir, soll es uns allen bringen. Mit frischem, frohen, freudigem Mut sollen wir es betreten; sollen, wenn es kommt, den Kelch des Heiles freudig zu unserem Gotte heben und ihm danken, festlich, froh und freudig danken; שהחיינו וקימנו והגיענו לזמן הזה, daß er Leben und Dauer gewährt und dieses neue Jahr uns hat erreichen lassen. – Nicht der Leichtsinn und der Wahn, nicht die Täuschung und der über die Schwelle der neuen Zukunft in mitternächtlichem Jubel hinübertaumelnde Rausch gewährt diese Freude,, nur der Elul-Schaufor und der Selichauß-Ernst erzeugt diese Freude, nur im ernst der Selichauß-Tage werden die Gedanken gewonnen, die das neue Jahr als eine neue, frische Bahn der heiteren Seligkeit begrüßen.

    Laß’ den Leichtsinn und den Wahn sich im Rausch die welkenden Kränze winden, sich über den Jammer der Wirklichkeit durch poetische Träume goldener Zeiten im festlichen Augenblicke täuschen, um dann entnüchtert, um so dürrer von der elenden Wirklichkeit angegähnt zu werden.

    Laß’ die Verzweiflung dumpf am Wege sitzen, gleichgültig den Wechsel der Zeiten an sich vorübergehen sehen, kraftgebrochen, hoffnungberaubt, ohne Wunsch, ohne Furcht, ohne Streben, ohne Wollen, weil die Vergangenheit ihr alle ihre Ideale und ihre Idole zertrümmert. Laß’ den Dünkel stolze Pläne seiner Klugheit und Macht zur Bewältigung der Geschichte entwerfen, im voraus Triumphe durchkosten, die er nimmer erreicht, Siege feiern, die er nimmer erringt, um dann im Laufe des Jahres sich der Verzweiflung an die Seite zur Erde zu setzen, um über die Übermacht des Geschickes und die Ohnmacht des Menschen Klagelieder zu singen.

    Du horche des Schaufortons des jüdischen Lebensgedankens und gehe in das „Sammelhaus“ der Väter, um eine andere Anschauung des Lebens zu lernen. Nicht unserer Zukunft, unserer Vergangenheit zu denken werden wir dort geladen, und nicht die Summe des Glücks und des Unglücks, des Gewinnstes und des Verlustes zu berechnen, welche uns die ablaufende Jahresrechnung als Saldo bietet, sondern der Gedanke ergreift uns dort mit seinem ganzen Ernst: Was wir geworden im Laufe des Jahres, wie haben wir die Aufgabe gelöst, für welche das Jahr uns geworden, wie haben wir die Pflichten erfüllt, die Mizwaus geübt, die Gott uns geboten?

    Und wenn dann der ernst dieser Prüfung uns ganz ergreift; wenn wir vor Gott das Bewußtsein der hohen Bestimmung wieder rein gewinnen, die uns geworden; wenn wir mit dem von Gott in seinem heiligen Worte gezeichneten Bilde die Wirklichkeit unseres Lebens vergleichen und überall das noch Unvollendete, das noch Unerreichte in der Gerechtigkeit und der Liebe und in der Heiligung des Lebens gewahren; gewahren wie weit wir überall in unserem Einzeln-, Familien, und Gemeindeleben gegen das anzustrebende Ideal unserer Aufgabe zu kurz geblieben, o, dann wird uns die Sehnsucht nach einer neuen Spanne Zeit erfassen, in dem wir sühnen und vollenden könnten, was wir fehlervoll und mangelhaft in der Vergangenheit gelassen, dann werden wir uns freuen auf ein neues Jahr, wenn uns die göttliche Gnade eines gewährt, wie wenig Neues es auch sonst in seinem Gefolge bringen möge. Uns wird es ein neues sein, wir werden darin mit neuem, frischem Mute an die Vollendung unserer alten Aufgabe gehen; wir wissen: מה שהיה הוא שיהיה, was geworden ist, das soll erst werden! In alle Ewigkeit reicht der Bund des alten Gotteswortes und mit jedem neuen Jahr tritt das alte, ewige Wort zu neuer, frischen Lösung an uns heran.

    Es ist der Ernst, der uns über die Schwelle des neuen Jahres geleitet.

    Wenn das alte Jahr sich neigt, wenn die Natur den Wechsel ihrer Erscheinungen an uns vorübergeführt und die Geschichte den Kreis ihrer Erinnerungen zu schließen beginnt; wenn uns der Herbst und der Winter, der Frühling und der Sommer gegrüßt und wir alle die großen geschichtlichen Erfahrungen der Väter, der Schuld und der Sühne, der Erhaltung, Erlösung und Erwählung zum Volke der Thora, der Verirrung, des Untergangs, der Verbannung und der Erhaltung mitten im Verfall, an ihren Fest- und Fasttagen feiernd und fastend wieder einmal im Geiste durchlebt, dann ruft uns der Schaufor im Elul vor dem Schlusse dieses großen, hehren Zyklus, uns zu sammeln und uns klar zu machen, was wir denn nun gewesen und geworden in diesem Gange der zu Gott weckenden Jahreserziehung; ob alle diese leuchtenden Zeitbilder spurlos an uns vorübergegangen oder ein jedes von ihnen die Saaten des Geistes und Gemütes, in uns gezeitigt und zur Reife gebracht, die uns bessere Menschen, wahrere, wackere Juden und Jüdinnen hätten werden lassen.

    Und wenn wir dann gewahren, wie all’ unser Tun so lückenhaft und mangelhaft unser Streben, wie unsere Liebe so karg und unsere Gerechtigkeit schwanken und unsere Heiligung getrübt; wenn uns dann klar vor Augen steht; wie nicht im Schmucke reicher Liebeshingebung und reiner Werte, wie arm und dürftig wir an die Pforte der neuen Zukunft gelangen, לא בחסד ולא במעשים באנו לפניך כדלים וכרשים דפקנו דלתיך, – dann tritt zugleich die leuchtende Erinnerung vor die Seele, wie so arm und dürftig die Väter einst gestanden, durch ihre Schuld eines jeden Anspruchs, einer jeden Hoffnung auf fernere Zukunft beraubt, und eben Gott ihnen die ganze Fülle seiner Gnade und Barmherzigkeit, seiner Langmut und Huld, seiner verzeihenden und sühnenden Milde offenbart und ihnen  das Gedächtnis dieser sühnenden Gottesliebe als das heiligste, seligste Erbteil für ihre Enkel übergeben hat. Und diese Erinnerung führt auch die sündigen Enkel zu Gott und läßt  sie aus den Händen des in seiner Barmherzigkeit und Gnade allmächtigen Gottes ein neues Jahr in freudiger, sehnsuchtsvoller Hoffnung hinnehmen, daß es ihnen werden möge קץ תכלית לשבי פשע ועת סוף לגלותנו ולאבלנו:

    Ein Jahr vollendeter Rückkehr aus jeglichem Abfall, ein Jahr des Endes unserer Zerstreuung und unserer Trauer.

     

    Quelle:  Gesammelte Schriften von Samson  Raphael HIRSCH herausgegeben von Justizrat Dr. Naphtali HIRSCH Zweiter Band Frankfurt am Main Verlag von J. Kauffmann Verlag 1904 153-159

     

    26-09-2016 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)
    25-09-2016
    Klik hier om een link te hebben waarmee u dit artikel later terug kunt lezen.Rabbiner Samson Raphael HIRSCH : ELUL Zu den Selichauss-Tage (1)
    Klik op de afbeelding om de link te volgen

    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     

    ELUL

    Zu den Selichauss-Tagen

     

    מה שהיה

    הוא שיהיה

    Was geworden ist,

    das soll erst werden

    (Koheleth K.I. V. 9)

     

     

    Die Weisheit, die sich in diesen Worten aussprechen soll, hat sich tief in die Eigentümlichkeit des jüdischen Denkens und Fühlens hineingelebt. Der wahre Jude wird nie fertig, hat nie etwas abgeschlossen, blickt nie mit selbstzufriedener Genügsamkeit auf das bereits Errungene und Geschaffene zurück. Er steht nie am Ende, sondern immer am Anfange. Er schlägt das Buch der Lehre nie zu, wenn er bis לעיני כל ישראל zu Ende gelesen, er beginnt sofort בראשית wieder. הדרן עלך „Ich komme wieder zu dir“ grüßt  er beim Abschied den Abschnitt des göttlichen Gesetzes, den er of mir jahrelanger Emsigkeit durchstudiert. „Was geworden ist, das soll erst werden!“. Das Gewordene ist ihm nichts, ist ihm nur Bürge dafür, daß etwas werden könne. Er fühlt die Unzulänglichkeit einer jeden Leistung und immer vorwärts ruft ihn das Ideal, das von den Anforderungen seiner Aufgabe in seiner Brust geschrieben steht. Er täuscht sich über seine Schwächen und Irrtümer nimmer; und wenn er des Guten gedenkt, das er geübt, und des Wahren, das er erkannt, so geschieht dies nur, um in sich die Bürgschaft zu finden, daß er doch Gutes üben,  daß er doch bis zur Erkenntnis des Wahren durchdringen könne um sich selber mit dem jüdischen Steigergruß zu ermuntern: חזק ונתחזק! „Nun fest und mutig vorwärts!“

    Eben deshalb aber lebt auch die Wahrheit der zweiten Hälfte jenes Weisheitssatzes in seinem Bewußtsein:ואין כל חדש תחת השמש, er erwartet nichts Neues unter der Sonne. Er schaut nicht nach einen neuen Judentum aus; hat er denn das alte schon ganz gelöst? Er erwartet nicht von einem neuen Gottesdienst Stachel und Reiz zur „Andacht“ – hat er denn den alten schon ganz auf sich wirken lassen, schon alles erschöpft, in sich aufgenommen, was der alte an Licht für den Geist und Feuer für die Brust und Luft und Kraft für das ganze Leben zu bringen weiß? 

    Sein Judentum wird ihm nimmer alt, sein Gottesdienst nimmer obsolet. Wenn er gebetet hat, fühlt er erst recht, wie er  hätte beten sollen. Wenn er die Mizwo vollbracht, so sieht er erst recht, wie er sie das nächste Mal erst noch vollendeter erfüllen möchte. Und wenn er seine Jahre vollbracht, so ist’s ihm erst klar, wie er sie hätte vollbringen mögen. „שנים“, „Wiederholung“ sind ihm die Jahre seines Lebens; wiederholte und immer größere Vollendung zu erstrebende Lösung einer und derselben Aufgabe, das ist der Gedanke, der ihm bewegt. Und an diese „Wiederholung“ mit immer neuer jugendlicher Kraft, mit immer frischer, unverbrauchter Freudigkeit zu gehen, „das Alte immer neu zu beginnen“, das ist die Lebensweisheit, die ihm die Jahrhunderte vererbt.

    „Laß euer Judentum nicht alt werden!“ Das ist die Mahnung der Väterweisheit an ihre Söhne und Enkel. ביום הזה באו מדבר סיני (2 B.M. K.19 V.1) „Heute kommen sie in die Wüste Sinai“. „Wenn du Thora lernst, sei sie dir nicht etwas Altes, sondern als ob sie heute dir vom Sinai geworden“. אשר אנכי מצוך היום (5 B.M. K.6, V.6) „Die ich dir heute gebiete“, spricht Gott von seinen Geboten. שלא יהו בעיניך כדיוטגמא ישנה שאין הכל סופגין איתה אלא כחדשה שהכל רצין לקראתה,  „Laß’ sie dir nie ein altes Dekret werden, mit dessen Inhalt keiner mehr glaubt sich vertraut machen zu müssen, sondern sie bleiben dir immer ein neues, zu dem jeder eilt, es kennen zu lernen!“, fügt das Wort der Weisheit erläuternd hinzu – und das ונושנתם בארץ, das „Altwerden“ im Lande, das schwebte Jissroéls Geistern als das am meisten zu fürchtende Entwicklungsstadium vor der Seele. Sie wußten, wenn es einmal vollständig dahin gekommen sein würde, in welcher alle die Jissroél in ewig frischer Jugend zu tragen bestimmten göttlichen Institutionen und Gestaltungen Jissroél alt und verlebt erscheinen, die Zeit in welcher, Jissroél sich und seine Thora als etwas bereits Erschöpftes hinter dem Rücken zu haben vermeinen und die Freudigkeit und die Kraft verloren haben würde, aus dem uralten Born ewige, frische und rüstige Lebensmunterkeit zu schöpfen – daß dann es mit Jissroél vorbei sein würde, und sie priesen die Barmherzigkeit Gottes, die durch das zeitig einbrechende Golusgeschick jenem Ende zuvorgekommen ist und durch die Schläge des Leidens Jissroél zum frischen Selbstbewusstsein wach gerüttelt hat.

    Nicht umsonst bezeichnet Jissroéls Sprache „altern“ und „schlafen gehen“ mit einem Worte. Nicht umsonst trat Jissroél im Opfer stets als בן שנה, als „noch im ersten Jahre“ zu Gottes Altar; nicht umsonst begann der tägliche Opferdienst damit, den Altar von der Asche des gestrigen Opfer s zu räumen (תרומת הדשן); nicht umsonst war das gestrige Opfer paßul, verlor das gestrige Opfer heute Kraft und Weihe – jeder Tag brachte neues Leben und stellte die volle, ganze Lebensanforderung aufs neue.

    Es ist aber nur der Ernst und die Bescheidenheit, und nicht der Leichtsinn und der Dünkel, die die ewige Jugendfrische des Geistes und des Gemütes verleihen. Der Leichtsinn, der wie der Schmetterling von Blume zu Blume fliegt und nur den Honig aus allen Blüten saugt; dem die Erde zum großen Gasthaus wird, an dessen Table d’hôte er mit Schmarotzer-Ansprüchen tritt; der Leichtsinn, der das Leben nur nach Genüssen schätzt und  nur im Genuße seine Seligkeit findet, dem wird das Leben gar bald keine Genüsse mehr bieten; Das ganze Weltall wird ihm schaal; verdrossen schiebt er Gott die durchgekostete Welt zurück und erbittet sich eine neue Welt, da ihm die alte nicht mehr mundet. Er meint, die Welt sei alt geworden – und er vergisst, daß er allein in der ewig jungen Welt gealtert, weil er allein es nicht verstanden, mit jedem neuen Tag, mit jedem neuen Jahre jung und frisch und neugeboren zu erstehen.

    Die Unbesonnenheit, die gedankenlos das Heil vom Zufall hofft, die es vergißt, daß jeder Mensch des eigenen Glückes Meister sei und nur das glücklich mache, was der Mensch mit eigener Kraft errungen; die Gedankenlosigkeit, die von der Urne des Geschickes das große Los erhofft, an das sie nicht einmal durch Einsatz den ersten Anspruch  sich erworben – und ebenso der kecke Dünkel, der seine ganze Lebenskraft an die Erreichung eines selbstgeschaffenen Zieles setzt, der den ganzen Wert seines Daseins und die Erringung dieses einen Zieles aufgehen läßt, diesem Ziele mit rastloser Hast nachjagt und von dem Gelingen selbstgeschaffener Pläne seines Lebens Glück bedingt – beide werden sehr bald getäuscht und mutlos in verdrossener Schlaffheit an dem Markstein ihrer Laufbahn sitzen, weil sie das Heil von außen erwartet oder an Gestaltungen der Außenwelt geknüpft; die sich in ihren Berechnungen und ihren klügsten Vermittlungen entziehen; weil sie das Heil und die Freudigkeit und die Frische des Lebens überall, nur nicht da gesucht, wo sie allein zu finden.

    Nur der Ernst macht froh, nur die Bescheidenheit stark, nur Mizwo, Pflichterfüllung glücklich, und nur die ernste Arbeit nach den von Gott gesetzten Ziele gibt ewige Jugendkraft, gibt immer neuen frischen Mut.

    Nur auf dem Wege der ernsten Arbeit nach dem von Gott gesetzten Ziele haben wir unser Lebensziel nie erreicht und nie verloren, und beides gehört zur Jugend. Nur der ernste Arbeiter nach dem von Gott gesetzten Ziele spricht: ברוך ד' יום יום, „Gesegnet Gott für jeden Tag“, „gesegnet Gott mit jedem Tage, יעמס לנו „Er legt uns die Pflichten auf“, „Er gibt uns des Lebens Ziele“, הא ישועתנו סלה, „Er ist auch der Gott unseres Heils“, „Er gibt auch die Kraft zu lösen die Pflicht, zu immer frischem Streben nach dem Ziele“ (Psalm 68 V.20)

    Nur der jüdische Gedanke Mizwo, der das ganze Leben in Pflicht, in Lösung von Gott gestellter Aufgaben, in Erfüllung göttlicher Gebote aufgehen läßt, nur dieser Gedanke vermag die Fülle der Seligkeit an jeden kommenden Augenblick des Lebens zu knüpfen und jeden gewährten Augenblick des Daseins als reiches Gnadengeschenk seines Gottes entgegenzunehmen. Nicht nach dem, was die Zeit uns bringt, mißt der Gedanke die  Zeit, sondern nach dem, was wir in der Zeit vollbringen, haben unsere Jahre und Monate, unsere Wochen und Tage Bedeutung. Unsere Vergangenheit, mit allem was sie uns gewährte oder versagte, war ja nur eine für unsere Pflichterfüllung gewährten Raum, ein für die Lösung unserer Aufgaben gestellter Boden. Und wo ist das Ziel für diese Pflicht, wo die Grenze dieser Aufgabe, daß wir je sagen könnten: nun genug, ich mag, ich bedarf der kommenden Zeit nicht mehr, ich habe meines Lebens Bedeutung erschöpft. Unsere Zukunft, was sie uns bringen möge, Süßes oder Bitteres, Freud und Leid, wer mag’s ermessen;  und wenn wir danach ihre Bedeutung für uns feststellen, wer ist’s, der nicht zagend und fürchtend einer jeden Zukunft entgegenginge, wen schreckte der bange Zweifel nicht, ob sie nicht Zerstörung bringen werde allen unseren Glücksblüten, ob sie nicht allen unseren Hoffnungen Täuschung zu bringen komme?

    Der jüdische Mizwo-Gedanke aber ist nicht im Zweifel über die Zukunft. Mag sie Süßes oder Bitteres, Freud- oder Leidvolles in ihrem Schoße tragen, הנסתרות לד' אלקינו, diese Mysterien überlässt er gerne seinem Gotte, ihn gelüstet es gar nicht, den Schleier zu lüften. Eines ist ihm klar: ihm wird in aller Ewigkeit jeder Zeitmoment nur den Aufruf bringen, seines Gottes Gebote zu erfüllen, seine Aufgabe zu lösen und in dieser Erfüllung und Lösung seinem Gotte immer näher zu kommen. Er überlässt es Gott, ob er diese Erfüllung und Lösung in Freud’ oder Leid, in Glück oder Unglück fordern werde. הנגלות לנו ולבנינו עד עולם לעשות את כל דברי התורה הזאת! Dem Dienste seines Gottes, der Erfüllung seines Willens, der Lösung seiner Aufgaben, wird es gelten, und er freut sich dieses Dienstes in Freude und in Leid. – 

     

     

    (Fortsetzung folgt)

    25-09-2016 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


    >> Reageer (0)


    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Shmiel Mordche BORREMAN,

    Uw nederige dienaar

    © Sine Van Menxel


    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Foto


    Foto

    AL JAZEERA = ZIONIST DESINFORMATION!


    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Gastenboek

    Druk op onderstaande knop om een berichtje achter te laten in mijn gastenboek


    Blog als favoriet !

    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Foto

    Be hopeful but be prepared for the worst. Welcome to the post-Gaza world.


    Palestine Liberation is Inseparable from the Fight against the Arab Regimes



    Blog tegen de wet? Klik hier.
    Gratis blog op http://www.bloggen.be - Bloggen.be, eenvoudig, gratis en snel jouw eigen blog!