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Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.
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Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Beschalach
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Kap. 16 V 29 Sehet, daß Gott euch den Sabbat gegeben hat, darum gibt Er euch am sechsten Tage Brot für zwei Tage. Bleibet jeder wo er ist, keiner gehe aus seinem Orte am siebenten Tage!
V.29…Es dürfte nicht überflüssig erscheinen, hier anzumerken, durch das Verbot welcher Werktätigkeit hier der Sabbat sofort bei seiner ersten Einführung in das Leben des jüdischen Volkes charakterisiert ist. Allen denen gegenüber, die unsrem Volke den Sabbat zu stehlen und uns zu bereden versuchen, unter dem לא תעשה כל מלאכה der „Zehngebote“ sei nur schwere, mit körperlicher Anstrengung verbundene Arbeit verstanden, sei hier darauf hingewiesen, wie gleich bei erster Begründung des Sabbats ausdrücklich das Aussuchen der Nahrung, Kochen und Backen überhaupt Bereiten des täglichen Mahles, Aus- und Einbringen aus dem freien allgemeinen Raum in den privaten und umgekehrt, oder auch das Verlassen des Wohnortsrayons verboten ist. Alles Tätigkeiten, die die Herren von der Sabbatreform als nicht „der Heiligkeit des Sabbats widerstehend“ erklären möchten. Dabei bedenke man, daß es sich nur um das Auflesen der fertig daliegende Nahrung handelte und sehr wahrscheinlich das ganze Geschäft des Mannalesens innerhalb einer, höchstens zweier Stunden zu vollbringen war und vollbracht werden mußte, somit der ganze übrige Teil des Tages für sogenannte Gottesdienst mit obligatem Chor und Predigt völlig frei geblieben wäre, und doch ist das einfache Mannaauflesen „Sabbatentweihung“!
…Es ist aber überhaupt nicht zu übersehen, wie der Begriff שבתון, welcher hier an der Spitze aller Bestimmungen für die Sabbatinstitution gestellt ist, von vornherein eine Beschränkung der Tätigkeit statuiert, die weit über den Begriff des איסור מלאכה hinausgeht. Während das עשית מלאכה – Verbot nur das eigentliche menschliche Schaffen, das Produzieren einer kunstgerechten Veränderung eines Stoffes, dies aber dann als das höchste, todeswürdige חלול שבת verpönt ist, ist שבתון der substantivische Begriff des Sabbatgebotes: תשובה, und gebietet seiner etymologischen Bedeutung gemäß und in der Allgemeinheit, ohne Objekt: Stillstand der wochentätigen Tätigkeit überhaupt, auch wo sie nicht unmittelbar produktiv ist. Der Begriff שביתהumfaßt somit alle Erwerbs- und Gewerbstätigkeit, alles was der Prophet (Jes.58,13) in dem Satze: אם תשיב משבת רגלך וגו' „Wenn du vom Sabbat deinen Fuß zurückhältst, nicht deinem Willen an meinem heiligen Tage auszuführen u.s.w. und du ihn ehrest, indem du deine Wege nicht machest, deinen Willen nicht suchest und nicht einmal ein Wort davon spricht,“ als Entweihung des Sabbats bezeichnet, alles ferner, was schon aus der allgemeinen Pflicht des שמירת התורה und speziell der שמירת השבת als Gesetzeshut im Prinzipe gegeben und von חז"ל in den גזרות und שבותיםnur näher präzisiert worden. …
Wie der Prophet (Amos 9,11) bei der Wiederaufrichtung der „fallenden Davidshütte“ erst die Umzäunung wieder herstellen und dann sie wieder erbauen lässt, weil ja nur innerhalb eines geschützten Gebietes sich der Bau gesichert für immer vollbringen lässt, also sehen wir auch für den wöchentlich aufs neue zu vollziehenden großen Aufbau des Sabbats erst das ganze Gebiet der Menschentätigkeit für den Sabbat in Anspruch genommen, innerhalb dessen sodann der große Bau des איסור מלאכה gesichert ausgeführt werden kann, der die weltbeherrschende Menschentat zu Bausteinen eines אות,ברית und קדש, eines Gott verkündenden, Gott und Menschen verbindenden Heiligtums hinnimmt und nur innerhalb der über das ganze Gebiet der Menschentätigkeit sich erstreckenden Sabbatweihe sicher für die Ewigkeit vollzogen werden kann. Daher sehen wir denn auch eben hier gleich in dem Begründungskapitel des Sabbats alle שבותי דרבנן: מוקצה , נולד,הכנה, auch תחומין, soweit sie דרבנן,in ihren Wurzeln bereits gegeben.
Kap.17, V.8 Es kam Amalek und kämpfte mit Jissroél in Refidim.
Kap.17, V.8 Alle Erfahrungen, die das zum Gottesvolke bestimmte Israel seit seinem Eintritte in die Wüste bisher gemacht hat, Mara, Wachteln, Manna, Sabbat, Wasser aus dem Felsen, lehrten es seine künftige Stellung zu der Natur kenne, lehrten es, welche Unabhängigkeit von den Naturgewalten es mit alleiniger Unterwerfung unter den Willen des Einzigen zu gewinnen haben solle. Eine Erfahrung war noch in diesen Vorbereitungswochen für die Gesetzempfängenis zu machen übrig: die Stellung des künftigen Gottesvolkes als Volk unter den Völkern, seine Stellung zu den Menschengewalten und für die Zukunft des Menschengewalt. Diese Erfahrung sollte ihnen noch in Refidim werden; ihr Lehrmittel war Amalek.
Wie Esaus Genius einst Jakob, Jissroéls Ahn auf dem Wege zur eigenen Selbständigkeit in nächtlichen Angriff das ganze ringende Geschick und den endlichen, Gott verkündenden Sieg durchleben ließ, den Esaus Kinder Jakobs Söhnen während der Nachtjahrhunderte der Volksgeschichte bereits würden: so war Esaus Enkel, Amalek, das erste und einzige Volk, das Jakobs Enkeln, Jissroél, auf ihrem Zuge zur nationalen Selbständigkeit, ungereizt und unbedroht, sich mit feindlichem Angriff entgegen warf. Wie עיף ויגע, wie wanderungsmüde und schwach auch dieses mit Weib und Kindern eine Heimat suchende Familienvolk erschien, die Gottesmacht, die schirmend und leitend über ihnen schwebte, war so imposant sichtbar geworden, aß ihr Schrecken alle übrigen Völkern selbst die zunächst bedrohte lähmte. Philistäa fürchtete, Edom blieb bestürzt, Moab zitterte, Kanaan war ganz verzagt, nur Amalek eilte, völlig unprovoziert, herbei, um das Ruhmeswagnis und den Kampf mit der Macht zu bestehen, der selbst ein Pharao erlegen. Es alleinלא ירא אלקי' , fürchtete Gott nicht. Es allein war der Erbe jenes Geistes, der sich das Schwert zum Anteil erkor, der den Ruhm in blutigem Lorbeer, und der das נעשה לנו שם, mit welchem der alte Nimrod die Weltgeschichte eröffnet, in Vernichtung des Volksglücks und Zerstörung des Menschenheils zu verwirklichen sucht. Diese Ruhm suchende Gewalt ist der erste und letzte Feind des Menschenheils und des Gottesreiches auf Erden. Pharaonische, Interessen suchende Gewalt hat noch Interesse an der Erhaltung des Geknechteten und kann selbst ein Freund der Freiheit werden, wenn die Freiheit in ihrem Interesse wuchert. Amaleks Ruhm suchendes Schwert hat keine Ruhe, so lange noch ein bescheidenes Glück blüht, das vor seiner Gewalt nicht zittert. –
Ebenbürtige, gleich ihm schwergerüstete Gewalt haßt Amalek nicht, vielmehr in solcher Rüstung nur achtende Furcht vor seinem Schwerte, bekriegt, aber achtet, was ihn anerkennt und dem gleichen Prinzipien huldigt. Da aber sieht er einen Gegenstand tödlichen Hasses und gründlicher Verachtung, wo man es wagt, den Schwert entbehrlich zu finden, wo man geistig-sittlichen Mächten zu vertrauen wagt, von denen das Schwert ebenso wenig eine Ahnung hat, als es sie zu erreichen vermag. In dem Vertreter der friedlichen Hoheit des Menschen sieht es den Hohn seines Prinzips, sieht es seinen einzigen Gegner und ahnt es seinen einstigen Sturz. Mit dem sicheren Instinkt des Hasses eilt daher Nimrod-Amalek herbei, den Herold dieser geistig-sittlichen Friedenshoheit des Menschen gleich bei seinem ersten Auftreten in der Völkergeschichte zu zertreten. Amalek kam und bekriegte Jissroél in Refidim. Vielleicht, wenn nicht Israels Gott versuchender Kleinmut Refidims Umwandlung zu einer Wasser bietenden Lagerstätte veranlaßt hätte, wäre Jissroél schon längst nach Horeb weiter geführt worden und Amalek hätte es nicht mehr in Refidim getroffen. So aber hatte Jissroél diese neue angstvolle Erfahrung zu bestehen.
V.9-12 Da sprach Mosche zu Jehoschua: Wähle uns Männer und gehe hinaus, kämpfe mit Amalek. Morgen stehe ich auf dem Gipfel des Hügels, den Stab Gottes in meiner Hand.
10. Jehoschua tat, wie im Mosche gesagt hatte, mit Amalek zu kämpfen. Mosche, Aharon und Chur waren zum Gipfel des Hügels hinangegangen.
11. Und es war, wenn Mosche seine Hand in der Höhe hielt, siegte Jissroél, und wenn er seine Hand ruhen ließ, siegte Amalek.
12. Moshes Hände wurden schwer, da nahmen sie einen Stein, legten ihn ihm unter, und er setzte sich darauf. Aharon und Chur stützten seine Hände, der eine von hier, der andere von dort; so blieben seine Hände Ausdruck des Vertrauens, bis die Sonne unterging.
V. 9-12 Angegriffen von Amalek, muß Jissroél den Kampf wagen, allein es ist nicht Jissroéls Schwert, sondern Moses Stab, der Amalek besiegt, und es nicht eine dem Stab innewohnende Wunderkraft, sondern es ist die durch die emporgehobene Hand zum Ausdruck und Bewußtsein kommende אמונה, das vertrauensvolle sich Hingeben und Anklammern an Gott, das dem Sieg erstreitet.
אמונה kommt so absolut als Bezeichnung des Charakters oder Inhaltes eines Subjekts vor. כל מצותיך אמונה (Ps.119,86), ואמונה עניתני (das.75), daß du mir Leiden gegeben, war deinerseitsאמונה . Aaron und Chur waren die Repräsentanten des Volkes Moses zur Seite. Nicht des Führers, sondern das durch den Führer geweckte Gottvertrauen des Volkes führt zum Siege.
V.13 Jehoschua schwächte Amalek und sein Volk mit der Schärfe des Schwertes.
V.13 חלש , ויחלש: während חלץ das Lösen eines hemmenden Bandes, somit ein Freimachen bedeutet, heißt חלש das Lösen der natürlichen zusammenhaltenden Kraft, somit: schwächen. Josua schwächte nur Amalek. Seine endliche Besiegung bleibt der fernen Zukunft vorbehalten. Ist ja auch Jissroél noch nicht reif. Bis zu Jissroéls Reife ist selbst für Jissroéls entwickelnde Erziehung der Gegensatz notwendig.
V.14 Gott sprach zu Mosche: Schreibe dies zum Gedächtnis in das Buch, und gib es auch in Jehoschuas Ohren, ass ich Amaleks Gedächtnis gänzlich von unter den Himmel forttilgen werde.
V.14 בספר, in das Buch der Lehre und des Gesetzes, ושים וגו' und was du allgemein zum Gedächtnis niedergeschrieben hast, das übermittle erklärt und entwickelt dem Geiste Josuas. Wir haben hier für ein geschichtlichen Moment כתב und בעל פה wie für das Gesetz. Vergl.ואלה המשפטים אשר תשים לפניהם (Kap. 21,1) – את זכר עמלק. Nicht Amalek ist das Verderbliche, das Andenken das Ruhmesgedächtnis Amaleks ist das Verderbliche für die sittliche Zukunft der Menschheit. So lange die Annalen der Menschheit das Gedächtnis der Helden des Schwertes mit Ruhm bedecken, solange Würger und Mörder des Menschenheils nicht in Vergessenheit begraben werden, so lange blickt jedes jüngeren Geschlecht bewunderend zu diesen Größen der Gewalt und gleichen Ruhm. Erst wenn das göttliche Sittengesetz das einzige Maß für Kleinstes und Größtes geworden und nicht in umgekehrten, sondern in gleichem Verhältnis der Anspruch des Sittlichen wächst mit der Größe und der Macht, und je größer und mächtiger der Mensch, um so weniger eine Versündigung gegen das Sittengesetz entschuldbar gefunden wird, und Verbrechen Großer und Mächtiger um so tiefer mit Abscheu erfüllen: erst dann wird Amaleks Reich auf Erden für immer dahin sein. Daß dies das endliche Ziel der Gotteswaltung in der Geschichte sei, das hat Gott hier nach der ersten Schwächung Amaleks ausgesprochen: „Auslöschen, auslöschen werde ich das Andenken Amaleks, so weit der Himmel reicht.“ – So ist auch V. 9,7 der Gedanke prägnant ausgesprochen, daß erst mit dr Untergang des Gedächtnisses der Verheerungen und Eroberungen, diese selbst von der Erde verschwunden sein werden: אבד זכרם המה !
V. 15 Da baute Mosche einen Altar und nannte ihn: Gott ist mein Panier!
V.15 ויבן משה מזבח. Wie Jakob, nachdem er im nächtlichen Kampfe mit Amaleks Genius den Namen Israel errungen, im Bewußtsein dieses Namens ein „Altar zum Denkmal“ baute ויצב שם מזבח (1 B.M. 33,20 siehe das.) und sich damit den Zuruf verewigte: אל אלקי ישראל: so baut auch hier Moses nach dem ersten Siege über Amalek und nach der ihm offenbar gewordenen Bedeutung dieses Sieges einen „Altar zum Denkmal“. Amaleks Größe ist „Zerstörung“. Jissroéls Sendung heißt „ Bauen“, und zwar friedliche, menschliche Aufbau alles Irdischen zu Gott. Dieser Altarbau, diese endliche Erhebung der ganzen Erde zu einem Gottesaltare ist der Gegensatz zu Amaleks Schwert (vergl. Kap.20,22). Dieser Mosesaltar der Wüste beginnt den Kampf mit Amalek; darum nannte er ihn: ד' נסי, Gott ruft mich in den Kampf, und zeigt mir, wo ich kämpfen soll. נס ist keine Waffe und kein Schutz. נס ist das hoch emporgehaltene Zeichen, das dem Kämpfer Richtung und Ort des zu bestehenden Kampfes zeigt. Das Werk, das Gott durch Moses beginnen und begründen ließ, hat nicht nur die Konstituierung Jissroéls nach Innen zum Ziele. Der göttliche Aufbau alles Menschlichen in Jissroél hat die Bekämpfung und Überwindung alles Ungöttlichen und Unmenschlichen auf Erde zum Ziele. Dieser Bau greift nicht an, aber er wird angegriffen, wie von Amalek hier, und in dem Kampfe seiner Verteidigung geht Amalek zu Grunde.
V.16 Er sprach es: denn die Waltung auf Gottes Thron heißt: Krieg für Gott wider Amalek von Geschlecht zu Geschlecht.
V.16 ויאמר, er gab ihnen diesen Namen und sprach damit aus, daß u.s.w. oder: er sprach dies, weil u.s.w. – כס kommt nicht wieder vor. Es ist offenbar, das nicht vollendete כסא, so wie י' nur ein Teil des Gottesnamens ist. Es ist offenbar wie die Weisen es ausgesprochen:לא השם שלם ולא הכסה שלם עד שיאבד זכרו של עמלק, so lange Amaleks Ruhmgedächtnis lebt, ist weder Gottes Thron noch sein Name vollständig. Nur in der Natur, aber nicht über die Menschenwelt wird Gottes Herrschaft anerkannt, so lange nicht die Menschentat sich Gott unterwirft, und so lange das Ideal der Menschengröße die Gewalt und nicht die Gott huldigende Vollbringung seines Sittengesetzes ist. Allein Moses spricht es hier aus: die auf Gottes Thron waltende Macht – so unausgebaut auch noch der Thron und so unvollständig auch noch erkannt sein Name – heißt nichts anderes als: Krieg für Gott, d.h. für seine volle Anerkennung, wider Amalek von Geschlecht zu Geschlecht. Der Inbegriff der Gotteswaltung in der Geschichte ist nichts anderes, als Kampf wider Amalek bis ans Ziel der Zeiten.
Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Beschalach
Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH
(1833 – 1900)
הפטרת בשלח
Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Beschalach
Richter Kap.4 Vers 4
Die Geschichte Jissroéls zur Zeit der Richter ist die Geschichte eines steten Wechsels von der Treue zum Abfall und vom Abfall zur Treue. Sie zeigt uns Jissroél, wie es in der Ungestörtheit des Genusses seines Landbesitzes und seiner Selbständigkeit immer wieder die Eigenartigkeit seiner Bestimmung und seines Geschickes vergißt, vergißt, daß es Freiheit und Landbesitz nur Gott verdanke und nur zur Verwirklichung seines Gesetzes empfangen habe. Dieses Gesetz steht im vollen Gegensatz und bringt den von ihm erzogenen Menschenkreis in vollendeten Gegensatz zu den Völkern seiner kanaanitischen Umgebung. Im Gegensatz zu deren sittlicher Entartung will es zur Selbstbeherrschung, im Gegensatz zu ihrer Selbstsucht will es zur Nächstenliebe, in Gegensatz zu ihrer Vergötterung der Gewalt will es zur unbedingten Unterordnung unter das Gebot der Pflicht erziehen. Jissroél aber hatte, seine Bestimmung vollständig vergessend, „die Töchter der kanaanitischen Bevölkerung, in deren Mitte es lebte, zu Frauen genommen und seine eignen Töchter ihren Söhnen gegeben, und sie dienten ihren Göttern“. (Richter 3,5,6) Da waren sie durch göttliche Fügung von schweren Verhängnissen getroffen worden. Zuerst vom Könige von Amram Naharajim acht Jahre ihrer Selbständigkeit beraubt, bei späterem Rückfalle achtzehn Jahre von Moab geknechtet, und sodann, nach achtzig Jahre der Selbständigkeit und ungestörten Glückes wieder in der alten Abfall zurückgesunken, hatten sie zwanzig Jahre die ganze Schwere erbarmungsloser Unterdrückung und Vergewaltigung kennen gelernt. Dieselben Völker, deren Götter Jissroél gedient, zu deren Kultur es in stupider Verwunderung aufgeblickt, mit denen es sich durch Verschwägerung hatte „amalgamieren“ wollen – der älteste Versuch jener „Lösung“ der „Judenfrage“, die uns von unsren Freunden immer wieder so eindringlich empfohlen wird, hatte auch damals nur mit grimmigen Hasse der also Umworbenen geendet! – dieselben waren damals wie später in Gottes Hand das Werkzeug, Jissroél durch Leidenserfahrung wieder zum Bewußtsein seiner selbst und damit zu Gott zurückzuführen.
Der damalige Unterdrücker hieß Jabin, seine Residenz war Chazor, und sein Feldherr Sißra hatte sein Hauptquartier in Charoscheth Hagojim.– Sollte dieses „Charoscheth Hagojim“ wörtlich „Beschwichtigung“ oder richtiger intransitiv: „Schweigen der Völker“, vielleicht im Zusammenhang stehn mit den „neunhundert eisernen Kriegswagen“, dem Schrecken des unterdrückten Jissroél (V.3), und dieser damalige Artilleriepark in köstlicher Naivität so als damalige ultima ration regum, als probatestes Beschwichtigungsmittel der Völker zur Aufrechterhaltung der „Ruhe und Ordnung“ bezeichnet werden? – Um jede Auflehnung von vornherein unmöglich zu machen, um alsdann auch die empörendsten Mißhandlungen wagen zu können, hatten sie alle Waffen konfisziert: „weder Schild noch Speer“, nicht Schutz, nicht Angriffswaffe war ‚unter Vierzigtausenden Jissroéls zu sehen!“ (Kap.5,4).
In dieser Not aber wandte Jissroél sein Herz wieder Gott zu (V.3). Indem herrlichen Deborahliede, dieser Perle der Poesien aller Zeiten, wird uns von der weckenden und läuternden Macht der Not vorbereiteten Umschwung in den Herzen des Volkes langsam sich vollziehen. Er geht aus von dem treuen Kern der Nation, den Männern des Gottesgesetzes. Lange jedoch hatte auch diese nur mutlos geseufzt und dem allgemeinen Abfall in tatenloser Trauer zugeschaut. Daß ihr Mut entflammt wurde, daß sie sich aus ihrer Untätigkeit aufrafften, daß sie es wagten – während lähmender Schrecken das geknechtete Volk niederhielt, sodaß „die Wege zu gehen hatten“ die Heerstraße scheu mieden und nur „auf Umwegen und Seitenpfaden“ dahinschlichen, – furchtlos auf „schimmernden Reittieren“ von Ort zu Ort zu eilen, sich als „die sich Weihenden“ zu bewähren, als die „Beschreiter des Weges“ mustergültig voran zu leuchten: das ist das unsterbliche Verdienst, des herrlichen, von Gottesgeiste getragenen, von Begeisterung für sein Wort durchglühten Weibes, das die zagenden Männer beschämte, das mit seinem „Flammenworte“ ihren Mut entflammte, ihre Tatkraft stählte, danach dem tief sinnigen Wort des Midrasch „die Dochte wieder herstellte für die Leuchte des Heiligtums“, das diesem Lichte wieder Träger schuf in Jissroél und so, wie es in seligem Hochgefühl von sich selbst es aussprach, in Wahrheit „als Mutter erstand in Jissroél!“ Nicht Baraks Schwert, Deborahs Geist, Deborahs Worte ward der Sieg.
Und ferner lehrt uns das Deborahlied, daß nicht bei den oberen, sondern bei den unteren Schichten, nicht in den Reihen der „Gesellschaft“, sondern in denen des Volkes, und endlich nicht bei den Männern, sondern zuerst bei den Frauen mit der Rückkehr zu Gott auch das felsenfeste Vertrauen und der entschlossene Mut und der feste Wille, nicht länger das Joch der Fremden zu tragen, sich mächtig regte und in Taten kundgab. „Zwischen den Schöpfbrunnen“, der Sammelstätte der friedlichen arbeitsamen Frauen, unter den wasserschöpfenden Frauen ward zuerst das Geräusch der Waffenanfertigung vernommen – (V.11). In diesem Umschwung und darin, daß gerade in diesen schlichten Volkskreisen die Erhebung ihren Ausgang nahm, darin erkennt das tiefblickende Auge der Prophetin das Walten Gottes, die mächtigste Offenbarung seiner Gnade, „der Gnade der von ihm über Jissroél verhängten Wehrlosigkeit. Denn „jetzt zogen sie hinab zu den Toren wiederum als Gottesvolk.“ (Daselbst).
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(Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 120 - 221 Kommentar zu Richter Kap 4 V.4…)
Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt BESCHALACH
Rabbiner Dr. Salomon BREUER
(1850-1926)
בשלח
Belehrung und Mahnungzur Wochenabschnitt Beschalach (Auszug)
Mit der göttlichen Mannaspende war aber auch die Schabbos-Institution innig verknüpft. Ist doch der Schabbos das größte Opfer, das wir inmitten des harten Brotkampes auf Gottes heiligen Altar bringen. Die Erziehung durch die göttliche Mannaspende sollte und für die Darbringung dieses Opfers die Reife und die Stärke verleihen, uns mit dem nimmer schwindenden Bewußtsein erfüllen, ראו כי ה' נתן לכם את השבת Gott hat euch den Schabbos gegeben, על כן הוא נותן לכם ביום הששי לחם יומים derselbe Gott gibt auch den Werktagen den Segen, der den aus der Schabboshut entstehenden „Ausfall“ reichlich ersetzt. –
Doch das Manna lehrte uns nicht nur in starkem Vertrauen auf Gott den Schabbos halten, es lehrte uns noch viel mehr: es lehrte uns einen vergnügten Schabboss halten, lehrte uns daher die Shabbos-Feier durch heiteren irdischen Genuss begehen: אכלהו היום esset heute, lasset euch durch keinerlei Sorge eure heitere Freude trüben! Wozu die Sorge am Schabbos? Ihr dürfet und sollet sie von euch abschütteln! כי שבת היום לה' der Schabbos gehört nun einmal Gott und nicht euch, und wenn ihr ihn auch eurem Gott raubet, es nützt euch nichts, es bringt euch keinen Gewinn, היום לא תמצאהו בשדה heute findet man nichts! – מכאן שלש סעודות בשבת Hier ist die Pflicht gegeben, den Schabbos durch drei Mahlzeiten freudig zu begehen, meinen die Weisen. אכלהו היום Esset heute! Diese kurze Aufforderung genügt für das erste Schabbos-Mahl. Stand doch der zurückliegende Tag noch ganz im Dienste unserer schaffenden und erwerbenden Tätigkeit und liegt daher noch kein Grund vor, uns unsere Heiterkeit durch den Misston der Sorge trüben zu lassen. Aber wenn es gilt, am Schabbosmorgen sich zur zweiten Mahlzeit zu begeben, zu einer Zeit, in der sonst unsere Gedanken bei unserem Erwerbsstreben weilen, da ruft uns das Gotteswort gebieterisch zu: כי שבת היום לה' der heutige Schabbos gehört nicht euch – er gehört Gott! Heute gibt’s keine Geschäfte, keine Börse – selbst keinen Blick ins Kursblatt! – Und wenn der Schabbostag seinem Ende zuneigt und wir im Begriffe sind סעודה שלישיתdie dritte Mahlzeit einzunehmen, drohen da nicht trübe Gedanken der Sorge uns zu erfüllen und unser Gemüt zu verdüstern: Wer weiß, was der heutige Tag uns sonst gebracht hätte, wer weiß, wie viel Verluste wir zu verzeichnen haben, wie viele Kunden uns verlorengegangen, wie vieleGeschäfte und entgangen – da ruft uns das Gotteswort zu: היום לא תמצאה בשדה heute findet ihr nichts, und was ihr zu finden wähnet, ist wurmstichig, fällt früher oder später der Fäulnis anheim – es ist keine ברכהdaran – Lasset euch den עונג שבת nicht rauben! כי -אכלהו היום -היום לא תמצאהו בשדה-שבת היום לה'
So lehrt uns das Manna einen vergnügten Schabbos halten, lehrte uns im Geiste des Propheten (Jes. 58) אם תשיב משבת רגלך וגו' וקראת לשבת עונג bei strenger Vermeidung jeder Werktätigkeit am Schabbos und durch den Schabbos das höchste Wonnegefühl empfinden und wies uns den Weg, auf dem wir zum Vollgenuss der Erbschaft unseres Stammvaters Jakob gelangen können: והאכלתיך נחלת יעקב אביך – es heißt nicht, נחלת אברהם bemerken die Weisen (Sabbat 118b) sondern נחלת יעקב –
„Gott gewährt mir, und deshalb habe ich alles, fehlt mir nichts“ – כי הנני אלקים וכי יש לי כל das waren die Worte Jakobs, sie bergen in sich die reiche geistige Erbschaft, die er seinen Kindern hinterlassen hat. Nur wer mit Jakob zu sprechen vermag כי הנני אלקים וכי יש לי כל, wer diese Worte mit dem Eintritt eines jeden Schabbos zu sprechen vermag, wird mit שמירת שבת auch den עונג שבת verbinden. Wer jedoch dieses geistige Erbe nicht angetreten, wessen Überzeugung sich nicht in diesen Worten ausspricht, der hat auch keinen עונג שבת, der fühlt sich arm inmitten aller Werktätigkeit und erst recht mit jedem Schabbos! –
Dieses reichliche väterliche Erbe כי הנני אלקים וכי יש לי כל sollte uns auf dem Umweg durch die Wüste gleichzeitig mit dem Manna als köstlichstes Kleinod zuteil werden. Vierzig Jahre lang hat es uns gelehrt, daß Gott den Fleiß des Menschen wolle ויצא העם ולקטו daß der Jude aber in diesem Nahrungsstreben nicht aufgehen und damit seine Menschenwürde einbüssen dürfe. למען אנסנו הילך בתואתי אם לאVierzig Jahre lang hat es uns gelehrt, daß wir im Vertrauen auf Gott uns eines jeden Tages freuen dürfen, daß Gottvertrauen uns Quelle der Erhaltung und des Segens sei und daß jedes gottverleugnende Streben den Keim der Verwesung in sich trage.Vierzig Jahre lang hat es uns gelehrt, ungeachtet alles Trüben und Schweren, das eine sorgenvolle Gegenwart uns bringt, mit Jakob zu sprechen כי הנני אלקים וכי יש לי כל und in heiterem Vertrauen auf Gott uns glücklich und reich zu fühlen.
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Aus BELEHRUNG und MAHNUNG Zweiter Teil EXODUSS.27,28 J. Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1931
Rabbiner Pinchos KOHN : Die “süddeutsche Orthodoxie”
Rabbiner Pinchos KOHN
(1867-1942)
Die “süddeutsche Orthodoxie”
Bei jeder Betrachtung über S.R. HIRSCHזצ"ל tritt naturgemäß seine Kampfesstellung gegen die Reform in den Vordergrund. Diese erfüllte ja sein Leben und sein Wesen. Allein es ist den Eingeweihten nicht unbekannt, daß bei aller Bewunderung für die Größe des Menschen, für die Tiefe seiner Schriften, für den Mut seines Bekenntnisses, für die Ehrlichkeit seiner Überzeugung es Kreise auch im Südmainland gab, welche den inneren Anschluß an ihn nicht fanden.
Man könnte nun die feinen Nuancen, welche ihn von der namentlich in Süddeutschland vorherrschenden Altorthodoxie trennten, im Einzelnen genau zeichnen. Allein man erreicht dasselbe Ziel, wenn man seine Zeit schildert und die Wesensart der Zeitgenossen.
Es ist nicht an dem, daß die so wuchtig einsetzende Reform etwa eine ganze Generation kampfunfähig und unvorbereitet traf. Nur gibt es eben im Kampfe gegen die Reform zwei grundverschiedene Wege zu demselben Ziele, einen optimistisch kategorischer und einen polemisch werbenden. Den erste ging die alte Zeit. Lange ehe man in den großen Massen die Gefahren der Mendelssohnperiode erkannt hatte, traten die alten Kämpen auf dem Plan. Sie erachteten allezeit ihre Aufgabe darin, kraft ihres Amtes als Lehrer ihrer Welt darzulegen, daß eine Erscheinung im Gegensatz zu einer codifizierten Norm des Judentums stehe. Es wird für den Historiker Grund ernstester Erwägung sein, zu untersuchen, wie es kam, daß schließlich der Kampf gegen die Mendelssohnsche Bibelübersetzung in Fürth lokalisiert wurde. Man überlegte es sehr ernst, on man wirklich eine Erscheinung auf dem Gebiet des Geisteslebens als unvereinbar mit dem Judentum bezeichnen müsse; man war sich wohl bewußt, daß es da eine Art דין נפשות war und wappnete sich mit der ganzen Objektivität, welche ein solches Verfahren voraussetzt. Hatte man sich aber zu der Erkenntnis durchgerungen, daß ein Verstoß gegen Schrift und Tradition vorlag, dann gab es keine irgendwie geartete Rücksicht auf Zeitströmung, auch die Rücksicht gab es nicht, ob man nicht etwa zaghafte Gemüter die nicht wußten zwischen rechts und links, abstoße. Man fühlte es vielmehr als heilige Pflicht, es urbi et orbi zu verkünden, daß hier ein Bruch mit dem Alten und Vererbten vorlag, und zwar in der Form zu verkünden, welche gleichfalls das Religionsgesetz für solche Fälle an die Hand gibt. Aber dabei war man zu der optimistischen Annahme berechtigt, dass die Zeitgenossen – folgen würden. Und darin liegt die Signatur der süddeutschen Orthodoxie, auch wenn sie heute noch in nur sehrwenigen fossilen Exemplaren vorhanden ist. Ihr war die Autorität alles, nicht etwa infolge geistiger Beschränktheit und Unwissenheit, sondern gleichfalls in strikter Befolgung des Religionsgesetzes. Den größten, seit einem Jahrhundert fast nun den letzten Sieg hat diese Methode in der Orgelfrage errungen. Das Wort der Autoritäten, fließend aus der Anwendung religionsgesetzlicher Normen, genügte.
Diese wenigen Darlegungen genügten, um auch dem mit der Materie nicht vertrauten Leser zu zeigen, daß diese Methode eine unerlässliche Voraussetzung hat – eben die Autorität der Autoritäten. Und diese Voraussetzung war zu S.R. Hirschs Zeiten fast nicht mehr gegeben (die letzte Zufluchtsstätte dieses „Idylls“, die süddeutschen Staaten, wird ja auch allmählich durch geschickte Faiseure expropriiert). Man darf eben nicht vergessen, daß die Reform ein Kind der Revolution war und daβ der missverstandene Begriff der Freiheit nicht bloß in den staatlichen Organisationen seine Orgien feiern wollte. Die Betonung der Persönlichkeit, die Zusammenfassung gleichgestimmter „Persönlichkeiten“ zur kompakten Majorität wollte den Grundgedanken des Konstitutionellen in das Gebiet des religiösen hineintragen und die Autorität im besten Falle des Präsidenten eines Parlamentes belassen. Täuschen wir uns darüber nicht; auch wenn die „alten Rabbiner“ mit dem vollen Rüstzeug der Kultur ihrer Zeit ausgerüstet gewesen wären, hätten sie diesem autoritätsfeindlichen Beginnen nicht wirksam entgegentreten können. Denn es war nicht eine Frage des Wissens, es war eine Sache des Willens und nur pastorkluge Führer, welche um Scheinautorität zu wahren, die Autorität untergraben halfen, wurden vom Beifall der Menge getragen. Nun suchten diese alten Rabbiner, gegen die S.R. Hirsch זצ"ל die denkbar größte Ehrfurcht hegte, schon den richtigen Weg, auch diesen stürmenden Wellen auf dem Wege des Wissens zu begegnen, indem sie „lernten“ und das „Lernen“ lehrten in altererbter Weise. Es liegt eine wunderbare Kraft des Vertrauens in dem Glauben, daß nur das Beth-Hamidrasch die Stätte des alten Lernens der Boden sei, auf dem eine jüdische Seele den Kampf gegen individualistische Neigungen mit Aussicht auf Erfolg beginnen könne. Es war nicht das Bestreben jener Zeit, das „Lernen“ möglichst leicht zu gestalten, denn nur im geistigen Mühen, so glaubte man, könne der Sünde Widerstand geleistet werden. Aber natürlich, als man es durchgesetzt hatte, daß ein solches Beth-Hamidrasch nach dem anderen von Staatswegen entvölkert oder geschlossen wurde, da war jene Stunde gekommen, in welcher die Unwissenheit der Massen die Regel wurde, in welcher man auf deutschen Boden das alte Lernen zu Grabe trug.
Ihm eine Auferstehung zu bereiten, das war so recht eigentlich der Kern des Zieles, das sich S.R. Hirsch זצ"ל setzte. Wenn wir heute konstatierten, daß dies noch nicht erreicht ist, so wollen wir damit besagen, daßauf dem Wege des Meisters so viel Schönes sich bot, daß Zeitgenossen und Epigonen daran sich begnügen zu dürfen glaubten.Die Befürchtung dies eintreten könnte, trennte einen Teil der alten rabbinischen Welt von ihm. Hirsch זצ"ל trat werbend zu seinem Volke. Er wollte einer thoraentfremdeten Zeit die Unhaltbarkeit der Reform zeigen, die in ihr selbst liegt, in ihrer Halbheit, in ihrer Unwisseschaftlichkeit. Er kleidete zunächst das alte Lernen in die Sprache seiner Tage, welcher er selbst eine aus dem alten Lernen stammende Stilart schuf. Er wollte das Denken der Jugend zur logischen Erfassung des religiösen Pflichtbewusstseins zwingen und als Krönung des Ganzen die alte Autorität wieder in ihre Rechte einsetzen. Doch sein Ideal, daß die Lehre im Judentum der Boden sein muss, auf dem das Geistesleben erblüht, teilten alle freudig mit ihm, ach die scheinbar weltfremdesten. Wenn erst einmal irgendwo eine Synthese sich ergibt, in welcher die Polemik gegen das Fremde kategorisch die Forderung nach altem, autoritativsfrohen Lernen erhebt und sie werbend durchsetzt, dann ist das achtzehnte und neunzehnte Jahrhundert in allen seinen Kämpfen zum Siege geführt.
Noch ein Zweites müssten wir breit ausführen, das ist die Stellung der süddeutschen Orthodoxie des Tranzendentalen, , des Übersinnlichen. Auch in diesem Bereiche blieb zwischen den alten Rabbinern und S.R. Hirsch זצ"ל latent. Allein wir behalten diese Materie einer gesonderten Darstellung bevor, in welcher an der Hand der Quelle nachgewiesen werden soll, was auf diesem Gebiete im Reich der Orthodoxie rechtens ist. Es ist ein ernstes Memento unserer Zeit. Auch hier ist eine Synthese das Ziel; die sogenannte Mystik der Alten und die Symbolik Hirsch’s זצ"ל sind Zweige an einem Baum.
Psalm 106,9 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Beschalach
בשלח
שבת שירה:
Dieser Sabbat wird שבת שירה (Sabbat des Lobgesanges) genannt, weil an ihm der Lobgesang der Israeliten bei ihrem Zug durch das rote Meer aus der Thora vorgelesen wird.
ויגער בים-סוף ויחרב, ויוליכם בתהמות כמדבר:
Er herrschte das Schilfmeer an,und es ward trocken, und durch Fluten führte er sie wie durch Wüste“
Psalm 106, 9Übersetzung Samson Raphael Hirsch .
1.
Sie singen dankend Jubellieder,
Befreit von schwerem Sklavenband,
Und von den Höhen hallt es wieder:
Erlösung hat der Herr gesandt.
2.
Vergebens stürmen Feindesscharen,
Vergebens tobt ihr Mordgewehr;
Denn Gott, in Dessen Schutz sie waren,
Versenkt den Feind ins tiefe Meer.
Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und
Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 18013.Auflage Hamburg 5691 – 1931
"Handelaar des doods" is een stevig gedocumenteerde
biografie over een wapenhandelaar die met hulp van diverse inlichtingendiensten
buiten de klauwen van het gerecht bleef.
Het boek bevat interessante gegevens over verband Mossad en Veiligheid van de staat.
Quotes: "We are governed, our minds are molded, our tastes formed, our
ideas suggested, largely by men we have never heard of." - Edward
Bernays
"The
western world now obeys the percepts of commerce.A bloody demanding religion,if
you ask me.The do's and don'ts change every season and your
"everyone" doesn't want to be left out,so they rush headlong to
comply.That continuous change has a function,a single aim.Maximum
consumption.They want to go on milking you.From the cradle to the grave.Face
it:You're a brain washed ,walking purse,a robot,the fuel multinationals run
on." Esther Verhoef
"The American people are free to do exactly what they are told." Ward Churchill
Pic:
“PALESTINE LIBERATION IS INSEPARABLE FROM FIGHT
AGAINST ARAB REGIMES”
U.S. to grant three-year extension of loan
guarantees to Israex: The U.S. government has informed Israex that it
will recommend that Congress approve a three-year extension of loan guarantees
to Israex, worth $3.8 billion. The announcement came after several months of
worry in Israex that the loan guarantees would not be extended, despite
Israex's request. http://bit.ly/A3jJae
US/Israex: Iran NOT
Building NukesBy Ray McGovern America's newspaper of record won't even report
accurately what Israex (or the CIA) thinks on this important issue, if that
goes against the alarmist conventional wisdom that the neocons favor. http://www.informationclearinghouse.info/article30358.htm
Pups on Parade
EU Obediently Pushes Toward War with IranBy Chris Floyd The
aim of this endless string of sanctions, this constant tightening of the noose,
is not more "negotiations." It is regime change, by any means
necessary. http://www.informationclearinghouse.info/article30353.htm
Occupy Movement Exposes
Uncomfortable FactsBy Ross T. Runfola The
savage corporate plunder that led to our current recession, seems to have
exploded for all time the belief in the existence of a harmonious, prosperous
society. http://www.informationclearinghouse.info/article30354.htm
The Human Rights "Success" In Libya
By Glenn Greenwald When the West invokes
human rights concerns to justify an attack on a dictator whom it has long
tolerated (and often even supported), that is rather compelling evidence that
human rights is the packaging for the war, not the goal. http://www.informationclearinghouse.info/article30369.htm
What are the experts saying about Iran?: Video - J Street is today releasing a video featuring the views of former Mossad
Directors Ephraim Halevy and Meier Dagan, former Israeli Defense Forces Chief
of Staff Amnon Lipkin-Shahak, and Middle East advisor to six U.S. Secretaries
of State Aaron David Miller, among others, who have sought to challenge the
facile assumptions and rhetoric of those arguing for war. http://jstreet.org/blog/what-are-the-experts-saying-about-iran/
What the Adelsons will want for their money:
Casino magnate Sheldon Adelson and his wife Miriam have transformed the
Republican primary by pumping $10 million into a pro-Newt Gingrich super PAC,
thereby enabling his surge against Mitt Romney. So it's surprising that
comments Gingrich made last week about what the Adelsons expect in exchange for
their money haven't gotten more attention. http://bit.ly/yFpb4F
Israex's useful idiot: US Ambassador: 'US Won't Be Complicit in Second Holocaust': US
Ambassador to Israex, Dan Shapiro, said the US will not remain idle and be
complicit in Iran's bid to destroy the Jewish state. http://bit.ly/yGkeu4
'Austerity disease' spreads through the West: WHAT DO Nobel
Prize-winning development economist Amartya Sen and IMF chief Christine Lagarde
have in common? They both oppose the prevailing orthodoxy that all heavily
indebted governments must cut their way back to prosperity as soon as they can.
And they are not alone.
Cultivating Violence
Israex and its "right-wing Zionists"By Prof Lawrence Davidson Many of Israex's "far-right Zionists"
quickly recognized their alliance with Anders Behring Breivik in exact
proportion to their feeling that Norway was an ally of the Palestinians. http://www.informationclearinghouse.info/article28785.htm
No one can sell oil if Iran cannot': "In the
absence of Iranian supply, oil prices will go up and they (the Western states)
know it; However, Iran will never allow itself to be in a situation in which it
cannot sell oil but other regional states can," Ali Akbar Velayati, senior
adviser to the Leader of the Islamic Revolution Ayatollah Seyyed Ali Khamenei,
told Press TV http://www.presstv.ir/detail/223193.html
The Difference Between Judaism and Zionism By G. NEUBURGER (dritter Teil)
The Difference Between Judaism and Zionism (Third
Part)
By G. Neuburger
Zionism Was the Creation of Non-Jewish Imperialists
not Jews
We post this article from
Neturei Karta, an anti-Zionist Hasidic religious group of Jews, not because we
agree with each word of it, but because it is useful for people to rebut the
arguments that Zionism and Judaism are intertwined. When Zionism first arose as a political movement, in the 19th Century, it
sprang from non-Jewish imperialists like Palmerston, Napoleon III and Lord
Shaftesbury. Jews considered it a species of anti-Semitism and when Herzl
proposed that the First Zionist Congress of 1897 be held in Munich, the Jews
there protested and it had to be held in Basel, Switzerland.
Orthodox and Reform Judaism both united to condemn a movement that only
anti-Semites supported. This history has, of course been lost and rewritten but
it is always timely to remind people of the actual history of Zionism.
(…) A
Jewish world organization was founded in 1912 on the German-Polish border with
the specific purpose of fighting Zionism. This organization, Agudath Israel,
"Union of Israel," was to represent the true Jewish people in the
world and to unmask the unwarranted and unjust claims of the Zionists. Rabbis everywhere
joined Agudath Israel, as did masses of observant Jews. Anti-Zionist congresses
were convened in Vienna and in Marienbad. In countries such as Poland, Agudists
were members of parliament. Under Agudah leadership more than 50 years ago,
Jews in the Holy Land opposed to Zionism obtained permission from Britain, the
mandatory power in Palestine, to declare in writing that they did not wish to
be represented by the Zionists or any of their groups, particularly not by the
Zionist quasi-governmental organizations such as the Va'ad Leumi,
"National Council."
Shortly thereafter, Jacob de Haan, a former distinguished Dutch diplomat who
was then leader of Agudath Israel in Palestine, initiated talks with Arab
leaders with a view toward the eventual establishments of a state there in
which Jews and Arabs would have equal rights. In this way he hoped to forestall
the creation of a Zionist state. Despite threats to his life, de Haan, fully
aware of the ultimate dangers of a Zionist state, continued his talks and
negotiations. On the eve of his departure in 1924 for Britain to meet with
authorities there, he was assassinated by the Haganah, the Zionist paramilitary
force, in the center of Jerusalem as he came from evening prayers. More than a
half a century ago, this devout and visionary Jew gave his life in a fight that
he considered paramount, at a time when the world at large was still blind and
deaf to the difficulties and problems that a future Zionist state would entail.
As a result of such terrorism and increasing Zionist pressure, Agudath Israel
gradually began to weaken and to compromise. During the Nazi period, it entered
indo deals and arrangements with the Zionists, despite the fact that its
fundamental aim had been to combat Zionism. After the Zionist state was established,
Agudath Israel broke off with its past, participated in the Zionist government
on the cabinet level and elected Agudists to the Zionist parliament. Still
professing a nominal anti-Zionism, Agudath Israel established a network of
"independent" schools in the Holy Land, but today the overwhelming
part of the budget of these schools comes from the Zionist government.
In view of these developments, those Jews who wanted to continue the fight
against Zionism without any compromise left Agudath Israel and constituted
themselves as the Neturei Karta, an Aramaic phrase meaning "Guardians of
the City," i.e. the city of Jerusalem. The Neturei Karta in turn became a
worldwide movement, known in some places as "Friends of Jerusalem."
The greatest leader of the Neturei Karta was Rabbi Amram Blau, an inspired and
dedicated leader whose compassion equaled his courage. He could not keep silent
in the face of injustice, immorality, or hypocrisy. He was beloved by Jews and
respected by Christians and Muslims. Born in Jerusalem, he never left the Holy
Land during his entire life. In his writings he stressed many times that Jews
and Arabs had lived in harmony until the advent of political Zionism. Rabbi
Blau was imprisoned in Jerusalem, not by the Ottoman authorities, not by the
British, and not by the Arabs, but by the Zionists. What was his crime? He
defended with vigor and honesty, without regard for his own safety, the holy
character of Jerusalem against the "innovations" and encroachments of
the Zionists. He fought for the sanctity of the Sabbath and actively opposed
the inroads of indecency and immorality made under the Zionist regime.
Unceasingly he denounced the establishment of a Jewish state before the coming
of the Messiah as an acct of infamy and blasphemy. Under his leadership, the
Neturei Karta declared year after year that they did not recognize the
legitimacy of the Zionist state or the validity of its laws.
During the first period of fighting between the Zionist state and the Arabs,
the rabbis of the Neturei Karta went toward the combat lines, carrying a white
flag, and stated that they wanted no part in this war and that they were
absolutely opposed to the creation of a Zionist state. In his last
proclamation, Rabbi Blau deplored the actions of the Zionists against the
Muslim and Christian Palestinians and the grievous harm done by the Zionists to
the Jewish people in endeavoring to change them from "a kingdom of priests
and a holy nation" to a modern state, devoid of spiritual foundation,
based on chauvinism, built on conquest, and relying on military prowess.
"The number of your cities constitute your gods," the prophet
Jeremiah had thundered to the chauvinist and idolatrous Jewish government of
this day. Like it, the Zionists are now establishing a new status quo and
expanding their position by founding new settlements in the territories
occupied since 1967.
Verleden Shabbes was er de zoveelste zionistische pesterij, provocatie,
tegen de persoon van Shmiel Mordche
BORREMAN. Een arrogant racistisch meneerke (kenmerk: Spaans snorretje) die opgehitst is door het Schmutzpapier “Lemaan
Teida” antwoordde luid op een provocatie van een zionistische militant van “Gur” in het Iwriet:
“Hij is geen Jood, hij is een Goj” (misprijzend voor Niet-Jood) en
verder in het Jiddisch “Er is a Flämer”.
Antwoord van Shmiel Mordche BORREMAN: “Zeer zeker, ik ben een Vlaming
en daar ben ik fier op. Ik ben een Vlaamse Jood of Joodse Vlaming, zonder complex.”
Quote: 'Formerly no one was allowed to think freely; now it is permitted, but
no one is capable of it any more. Now people want to think only what they are
supposed to think, and this they consider freedom.": Oswald Spengler - (1880-1936) Source: The Decline of the
West, 1926
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“PALESTINE LIBERATION IS INSEPARABLE FROM FIGHT
AGAINST ARAB REGIMES”
U.S. to grant three-year extension of loan
guarantees to Israex: The U.S. government has informed Israex that it
will recommend that Congress approve a three-year extension of loan guarantees
to Israex, worth $3.8 billion. The announcement came after several months of
worry in Israex that the loan guarantees would not be extended, despite
Israex's request. http://bit.ly/A3jJae
Zbig: Israelis "bought influence" and outmaneuvered Obama: The president "should have stuck to his guns" on Mideast
peace, says Zbigniew Brzezinski, former NSC advisor http://bit.ly/yuSgKT
Gingrich Surges With Old, Familiar Ploy: Racist Attacks on Poor People; Gingrich argues that the reason so many people are on food stamps is not
that the economy has thrown millions into poverty, but rather that lazy black
families are getting on the dole and don't want to work. http://bit.ly/xpqorJ
Iran 'Definitely' Closing Strait of Hormuz Over EU Oil Embargo
By RT
Tensions in the Gulf could reach a breaking point as a senior Iranian
official said Iran would "definitely" close the Strait of Hormuz if
an EU oil embargo disrupted the export of crude oil. http://www.informationclearinghouse.info/article30338.htm
The Eurasian Triple Entente:
Touch Iran in a War, You Will Hear Russia and China
By Jasdev Singh Rai Assuming the worse that
Iran is building a nuclear 'Bomb'. Is it really aimed at Washington 7000 miles
away, London 3000 miles away or closer at Tel Aviv only 1000 miles away? And
why? World Domination? Convert Mr Smith, Mrs Queen and Mr Levy into Shia Islam?
http://www.informationclearinghouse.info/article30328.htm
'Israex to Give Obama 12 Hours Notice on Attacking Iran'
US and Israex on 'Collision Course'By Tzvi Ben Gedalyahu
By Danny Schechter The British media
regulator OFCOM has pulled Press TV's license to be seen in the United Kingdom,
the same regulator that has done so little to police the methods of Rupert
Murdoch's media practices or BBC's tilted coverage of the war in Iraq. http://www.informationclearinghouse.info/article30330.htm
In Case You Missed It Washington's Enemy 'Doesn't Exist' : Former CIA Officer
RT Interview with Michael Scheuer The real problem is the
leaders of the Jewish American community in the US, who influence and corrupt
our Congress to support Israel when we have no interest there," he states. http://www.informationclearinghouse.info/article30332.htm
Cultivating Violence
Israex and its "right-wing Zionists"By Prof Lawrence Davidson Many of Israex's "far-right Zionists"
quickly recognized their alliance with Anders Behring Breivik in exact
proportion to their feeling that Norway was an ally of the Palestinians. http://www.informationclearinghouse.info/article28785.htm
Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt BAU
Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
(1808-1888)
בא
Aus seinem Kommentar zur Wochenabschnitt Bau
Kap.11 V.2 Sprich doch in die Ohren des Volkes, daß jeder von seinen Bekannten und jede von ihrer Bekannten sich silberne und goldne Geräte erbitte.
V.3 Und Gott gab die Gunstwürdigkeit des Volkes in MizrajimsAugen, auch der Mann Moschee war im Lande Mizrajim sehr groß, in den Augen der Diener Pharaos und in den Augen des Volkes.
Kap. 11 V. 2.und 3 Die im vorigen Verse ausgesprochene Bestimmung, daß Pharao sie völlig und für immer forttreiben wird, ist ein fernerer Beweis für die schon oben zu Kap. 3, V. 22, nachgewiesene Bedeutung des שאל מאת (nicht מעם) als: sich etwas zum Geschenke, nicht zum Darlehn, erbitten. נא .דבר נא setz immer ein Widerstreben bei dem anderen voraus. Siehe 1B.M.12,13 אמרי נא usw. Es hatte eben das Volk in der eklatantesten Weise seine sittliche Gelegenheit erprobt. Drei Tage lang waren in Blindheit gefesselt ihre Dränger ihnen ohnmächtig preisgegeben; drei Tage lang ihnen alle ihre Schätze in deren Wohnung offen gestanden, und kein Jude hatte die Gelegenheit benutzt, auch nur eine höhnende, neckende Rache an ihnen zu üben, keiner weder eine Person noch eine Stecknadel angerührt. Diese sittliche Größe ließ Gott eben in dem Augenblick, als den Egyptern wieder das Augenlicht gewährt ward und sie alles Ihrige unangetastet fanden, endlich den Widerwillen der Egypter gegen die Ebräer besiegen und mehr noch als die Wunder, die er geübt, machte diese sittliche Größe seines Volkes den Mann Moses in den Augen der Egypter groß. Es mochte wohl Moses und dem Volk widerstreben, diesen sittlichen Sieg wieder einigermaßen durch solchen Bitten aufs Spiel zu setzen.
Allein es war Gottes Willen, daß sein Volk nicht arm ausziehen sollte – waren doch alle die im Sklavendienst dahingegangenen Geschlechter völlig außer Stande gewesen, das Geringste für sich zu erwerben, und der erste Grundstein zum Wohlstand seines Volkes sollte durch die Anerkennung seiner sittlichen Größe abseiten seiner bisherigen Verächter erworben und geweiht sein. Daher dies: נא. Dabei drängte die Zeit. Zwölf Stunden waren nur noch bis zum andren Mittag. Daher: דבר נא באזני העם, rede ihnen zu, bewege sie zu diesem Schritte. Während daher Moses von Pharao stand und in dem Augenblicke, in welchem Pharao Moses mit dem Tode bedrohte, beeilte sich das Volk schon zum Auszuge vor und feierten er und sie draußen den größten moralischen Sieg über ihre Herren und Dränger, die mit dieser anerkennungsvollen Freigebigkeit eine, wenn auch immerhin kleine Sühne der Vergangenheit zu zollen sich bewegen fühlen möchten. Aus dieser Erfüllung lernt sich die hohe moralische Bedeutung der Verheißung: ואחרי כן יצאו ברכוש גדול.
V.7 Allen Söhnen Jissroéls aber vom Menschen bis zum Vieh wird kein Hund seine Zunge regen; damit ihr erkennet, daß Gott wunderbar scheidet zwischen Mizrajim und Jissroél.
V.7 …Kein Hund wird seine sonst so fleißige Zunge in Bewegung setzen. Bis zum Tier hinab wird nicht nur niemand Israel etwas Leides zufügen, nicht einmal eine wenn auch ohnmächtige feindselige Regung, wie das Anbellen eines Hundes, wird gegen sie rege werden. Bis zum Tier hinab wird alles von stillem Respekt vor dem jüdischen Menschen erfüllt sein. Ganz ähnlich heißt es in Josua 10,21 לא חרץ לבני ישראל לאיש את לשונו, und zwar dort nicht bloß von Hunde.
Kap. 12 V.1 Da sprach Gott zu Mosche und Aharon im Lande Mizrajim also:
V.2Diese Mondeserneuerung sei euch Anfang von Neumonden; er sei euch der erste unter den Monaten des Jahres.
Kap. 12 V.1-2 Da, also noch im Lande Mizrajim, gab Gott dem Moses und Aaron eine neue Sendung in dem Kreise des eigenen Volkes, deren Erfolg gesicherter sein soll. Bis dahin waren Moses und Aaron die Gottesgesandten für Jissroél an Pharao, sie werden fortan die Boten Gottes an Jissroél, und diese ihre Sendung schließt sich eng ihrer Sendung an Pharao an…
Wie Gott dem Noa von der wiedergeschenkten Erde den Blick zum Himmel rief und ihm den Regenbogen zeigte und sprach: זאת אות הברית, dies sei fortan das Wahrzeichen meines Bundes mit der einer neuen Zukunft geschenkten Erde: so rief Gott in Mizrajim, an der Schwelle der neuen jüdischen Zukunft, Moses und Aaron hinaus, zeigte ihnen den Silberstreif des sich erneuenden Mondes und sprach: Diese Erneuerung werde euch zum Anfang von Neumonden, wörtlich: zum Anfang von Erneuungen, und er, der jetzt damit beginnende Monat, sei euch der erste unter den Monate des Jahres! Es sind zwei מצות, die in diesem Verse enthalten sind: קידוש החדש על פי ראית הלבנה בחידושה Bestimmung des Monatanfangs mit dem Sichtbar werden des Neumondes und: die Reihenfolge der Jahresmonate mit dem Erlösungsmonate, dem Nissan, beginnen lassen…
Daraus, daß geboten ist, die Monatsanfänge nach wirklicher Wahrnehmung des wiedergekehrten neuen Lichtes zu bestimmen, מצות לקדש על פי ראיה , haben diejenigen, welche die jüdische Vergangenheit nicht tief genug in dem Bewusstsein der zeitgenössischen Gegenwart herabsetzen zu können vermeinen, den Unsinn doziert, es habe uranfänglich die astronomische Kenntnis des Mondumlaufs den Juden gefehlt, eine Berechnung des Mondumlaufs hätten sie erst nach vielen Jahrhunderten von den Griechen zu lernen gehabt, und sich bis dahin mit dem rohen Notbehelf jedesmaliger Erwartung der neuen Erscheinung begnügen müssen. Wir haben dies ein Unsinn genannt, weil sich ja auf bloße Wahrnehmung des neuen Mondes gar keine Zeitrechnung gründen lässt, da ja beide bei bewölktem Himmel Wochen vorübergehen könne, ohne daß eine solche Wahrnehmung möglich wäre, ja, schon das bloße Abwarten einer solchen Wahrnehmung eine Berechnung der Möglichkeit voraussetzt. In der Tat lehrt auch ת"שב"פ, daß den Bestimmungen der Monatsanfänge die Berechnung der Momentes zu Grunde lag und an den Ergebnissen dieser Rechnung die Aussagen der Zeugen über die Wahrnehmungen zu kontrollieren waren, sowie daß, wenn am dreißigsten Tage keine Zeugen erschienen waren, dann der einunddreißigste Tage ohne Wahrnehmung zum Monatsanfang wurde (Siehe R.H. 23, 24, 25). Konnte doch schon David zum Jonathan sagen: הנה חדש מחר, er wusste also schon am Tage zuvor, aß des andern Tages Monatsanfang sein werde (Sam. I. 20,5). Ja, es ist aus dem ויהי ממחרת החדש השני (daselbst 27) ersichtlich, ass schon zu Sauls Zeiten auch zwei Tage ראש חדש gefeiert worden, ganz wie bei uns, eine Einrichtung die nur auf der Berechnung des Mondumlaufs hervorgehenden Abwechslung des מלא und חסר beruht…
Eine Vergegenwärtigung der „die Heiligung der Monatsanfänge“ betreffenden Bestimmungen lehrt ja ohnehin, daß Bedeutung und Zweck dieses Gesetzes ein ganz anderer und höherer sein müsse, als eine astronomische genaue Regulierung der Zeitrechnung, daß die genaueste astronomische Berechnung dieser Bestimmung allerdings zu Grunde liegen, daß es aber nicht der planetarische Vorgang ist, der unsere Monatsanfänge fixiert und dem unsere Monatsanfänge fixiert und dem unsere Neumondsfeier gilt. …Dieser, den Monatsanfang bestimmende Gesamtheitsanspruch ist eben das, worauf das Gebot: אלה מועדי ד' מקראי קדש אשר תקראו אתם במועדם (3 B.M. 23,4) sich bezieht, und es ist eben der Begriff מועד der, wie uns scheint, alle diese Bestimmungen zu Grunde liegt. …
…Nicht die Konjunktion, nicht das Wiederzusammenfinden des Mondes und der Sonne und die Neubestrahlung jenes von dieser bewirkt den Monatsanfang und nicht ihr gilt die Neumondsfeier. Vielmehr mit jedem Wiederzusammenfinden des Mondes mit der Sonne und seiner Wiederneubestrahlung von ihr will Gott, daß sich sein Volk wieder zu Ihm finde und es Neubestrahlung von seinem Lichte empfange, wo und wie immer es auf seiner Laufbahn der Verdunklung erlegen. Das Wiederzusammenfinden des Mondes mit der Sonne ist nur Vorbild und Veranlassung unseres Wiederzusammenfindens mit Gott, die Erneuung des Mondes Vorbild und Veranlassung unserer Erneuung. Moëd ist buchstäblich: Konjunktion…
… Daher aber auch die ganz besonders wesenhafte Bedeutung des י"ט שני gerade für die Zeiten die –leider – בקי בקביעא דירחא sind. Es kann nämlich nur die beschränkteste Unkunde in unserm בקיאות בקביעא דירחא, d.h. in den Umstände, dass wir nicht mehr im Zweifel über den jedesmaligen Monatsanfang sind, einen zu bejubelnden Vorzug erkennen. Diese unsere Gewissheit resultiert ja nur aus dem beklagenswerten Umstande, daß wir durch Zerstreuung einer durch סמיכה autorisierten Gesamtheitsrepräsentanz entbehren, die auf Grund jedesmaliger Wahrnehmung, ע"פי ראיה unsere Monatsanfänge für die Gesamtheit heiligend bestimmen könnte. Dadurch fehlte unsern Neumonde und Moadim aber der wesentlichste Charakter, der sie zu unsern Neumonden und zu unsern Zusammenfindungszeiten mit Gott weihet, wenn nicht die weise Voraussicht unserer letzten Gesamtheitsrepräsentanz in Hillel den Jüngern diesen Mangel durch heiligende Ansetzung aller Monatsanfänge für alle Zeiten der Zerstreuung bis zur einstigen Wiedersammlung subsidiarisch abgeholfen hätte. Eben aber weil in dieser Golazeit unsere Monatsanfänge und demgemäß unsere Moadim von vornherein fixiert und dadurch einen unabänderlichen Kalenderlauf gegeben scheinen, würde unsere Neumond – und Moadimfeier Gefahr laufen, das Gepräge jener freien Festsetzungen zwischen Gott und seinem Volke völlig zu verlieren und dem entstellenden Scheine eines gebundenen Naturkultus zu erliegen, wenn nicht eben unser zweite Feiertage die Erinnerung an das ursprüngliche קידוש ע"פי ראיה und die freie Feststellung durch unsere Gesamtheit festhalten würden. Stammen sie ja aus jene bessere Zeiten, in welchen unsere Gesamtheit noch ihre Repräsentanz hatte, auf deren Bestimmung alle Fernen wegen Feststellung ihrer Feier ausblickend harren mussten und eben in jenem Hinblick sich als Glieder eines großen Ganzen und ihre Feier als freie Festsetzungen begreifen konnten, in welchen Gott und sein Volk sich zusammenfinden sollten…. Es ist daher eine völlige Wahrheit, daß für Jissroél in der Zerstreuung erst die Feier des zweiten Tages dem ersten seinen geheiligten jüdischen Charakter sichert
Be hopeful but be prepared for the worst. Welcome to the post-Gaza world.
Palestine Liberation is Inseparable from the Fight against the Arab Regimes
The ‘Only Democracy in the M.E.’ is inherent to the paranoia in the philosophical underpinnings of the Zionistideology.That ideology embraced by a subset of Jews simply teaches that “we are God’s chosen people, He gave us this land, we cannot go wrong when behaving against the Goyim especially those who happen to be here when we arrived to reclaim and cleanse our lands, and International law and human rights laws do not apply to us.”
Ask Chabad Lubavitch, Gur and other frummak Zionists…They will confirm!