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Rabbiner Samson Raphael HIRSCH
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Rabbiner Dr. Salomon BREUER
(1850 - 1926)
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Rabbiner Dr. Raphael BREUER
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Jubelsinget, Gerechte, in Gottesanschauung, den Geraden geziemt Thatenoffenbarungslied (Psalm 33)

ברוך הבא!    السلام عليكم!

 

Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Jodendom tegen Zionisme


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’étude YECHOUROUN, Judaïsme contre Sionisme.

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Torah. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Judentum gegen Zionismus.

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Judaism against Zionism.

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

Inhoud blog
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  • Samson Raphael HIRSCH „THAMUS“ (Dritter Teil)
  • Aus dem „politischen” Testament Rabbiner Hirsch’s (4)
  • Psalm 106,32 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Chukass
  • Samson Raphael HIRSCH „THAMUS“ (Zweiter Teil)
  • Samson Raphael HIRSCH „THAMUS“ (Erster Teil)
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt Kaurach
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Kaurach
  • Aus dem 'politischen' Testament Rabbiner Hirsch's (3. Auszug)
  • Sprüche 24,21 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Kaurach
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt SCHELACH LECHO
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar Schelach lecho
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Schelach Lecho
  • Aus dem 'politischen' Testament Rabbiner Hirsch's 2.Folge
  • Sprüche 18,21 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Schelach
  • Rabbiner Samson Raphael HIRSCH Komm. Wochenabschnitt BEHAALAUSS'CHO
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar Behaalaus'cho
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Behaalaus'cho
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    Judentum gegen Zionismus
    28-06-2017
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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

     

    חקת

     

    Belehrung und Mahnung zur Wochenabschnitt

    Chukass

     (Auszug)

     

    ...

    Wie aber Gott den harten Fels zur Aufnahme von Wasser und zum strömenden Quell zu gestalten weiß, so ist auch Gott gewillt, uns für die Aufnahme seiner Thora und deren volle Verwirklichung zu gewinnen und uns zu Trägern der Thora zu erziehen. In Refidim, unmittelbar nach der Auszug aus Mizrajim, ward der Fels zur Aufnahme des Wassers und zum strömenden Quell gestaltet, da musste er mit dem Gottesstab geschlagen werden; in Kadesch, kurz vor dem Eintritt in das heilige Land, versagte der Fels seinen Wasserreichtum, da sollte mit dem Gottesstab in der Hand zu ihm gesprochen werden, daß ihm aufs neue der Wasserquell entströme. – Gibt  es herrlichere Bilder, um uns die erzieherischen Maßnahmen zu vergegenwärtigen, mit denen Gott uns zu Trägern seiner Thora zu gewinnen weiß? 

    אמר הקב"ה כבדתי את ישראל בעולם שנקראו אבן שנ' משם רעה אבן ישראל Gott spricht: Geehrt habe ich Jissroél vor aller Welt, da ich es „Stein“ nannte, heißt es doch: „Gott weidet den Stein Jissroéls“. Wir haben in anderen Zusammenhang[1] dieses Weisheitswort ausführlich behandelt und erinnern hier nur in aller Kürze an folgenden Momente: Wiederholt wird dem jüdischen Volk in seinen heiligen Urkunden seine Hartnäckigkeit vorgehalten, כי עם קשה ערף הוא. In diesem Charakter liegt unsere Untugend, aber auch unsere höchste Tugend: schwer hält es, uns für unseren Gottesberuf zu gewinnen, aber einmal gewonnen, haben wir noch stets gezeigt, daß wir mit derselben „Hartnäckigkeit“ und Unbeugsamkeit an der einmal erkannten Wahrheit festhalten. Hart wie der Stein waren und sind wir, aber diese Härte gereicht uns zur „Ehre“.

    Diesen אבן ישראל diesen „Stein Jissroéls“ für seine gottgewollte Bestimmung empfänglich zu machen war der Zweck der wunderbaren Ereignisse, die seinen Geschichtsweg vom Auszug aus Mizrajim bis zum Eintritt in das heilige Land begleiten; ihnen sollte es gelingen, dieses עם קשה ערף zu stolzen Trägern des Gotteswillens zu erziehen, den „verschlossenen Stein“ zur Aufnahme göttlicher Thorawahrheit zu gestalten, die als lebendiger Quell ihm fortan entströmen sollte. – Diesem Gedanken verleiht auch das Hallel (K.114): es sieht בצאת ישראל ממצרים Jissroél aus Mizrajim ziehen, bestimmt, fortan Gottes Herrschaft sich zu weihen – jedoch היתה יהידה לקדשו (weiblich!) noch war es erst ein schwacher Anfang, und gar viele fehlte noch zu seiner Vollendung – erst mussten übermächtige Wunder ihr Werk verrichten, von Gott, dem „Gotte Jakobs“, gesandt, da es galt ההפכי הצור אגם מים חלמיש למעינו מים „den harten Fels zur Aufnahme von Wasser, Kieselstein zum strömenden Quell zu wandeln“.

    Das war das Werk des „Gottesstabes“. Derselbe Gottesstab, der Pharaos steinernes Herz schlug, sollte auch den „Stein Jissroél“ erziehen. וידעת עם לבבך כי כאשר ייסר איש את בנו ה' אלקיך מיסרך „Wie ein Mann seinen Sohn erzieht; so erzieht Gott, Dein Gott, dich (Deut. 8,5). Die schmerzliche Einwirkung in der Erziehung hat nicht nur ihre Berechtigung, sie ist vielmehr notwendig, solange das mahnende Wort nicht ausreicht. חושך שבטו שונא בנו „Wer die Züchtigung unterläßt, haßt sein Kind“ (Mischle 13,24), worunter jede schmerzliche Einwirkung verstanden wird, die im Versagen eines Wunsches und dergl. mehr sich zeigt und die im äußersten Fall auch zur körperlichen Züchtigung greift. Diese schmerzliche Einwirkung ist jedoch in der Erziehung nur solange geboten, als Herz und Gemüt sich dem Guten und den Forderung der Pflicht versagen. Ist aber einmal das Herz empfänglich und der Sinn aufnahmefähig, dann tritt das mahnende und belehrende Wort in sein Recht. בשפתי נבון תמצא חכמה ושבט לגו חסד לב „Die Lippen der Einsicht erwirken Weisheit, die Züchtigung für den Rücken des Vernunftlosen“ (das.10,13); und treten auch Augenblicke ein, in denen das Herz sich zu versagen scheint, dann genügt schon der Hinweis auf die drohende schmerzliche Einwirkung, um die Hemmung zu beseitigen: עולת קשורה בלב נער שבט מוסר ירחיקנו ממנו „Und wenn sich die Torheit an das Herz des Knaben bindet, dann genügt die belehrende Zucht, um sie von ihm zu entfernen“ (das. 22,15).

    So sollte auch der Gottesstab nur solange auf den „Stein Jissroél“ unmittelbar einwirken, als er in verschlossener Festigkeit sich der Aufnahme des „Wassers“ versagte; war dies aber nicht mehr der Fall, hatte er sich der Aufnahme des Wassers geöffnet, mochte auch der strömende Quell für den Augenblick versiegen, so genügte fortan das mahnende Wort des Führers mit dem Stab in der Hand, genügte שבט מוסר der warnende Hinweis auf den Stab, ונתן מימיו daß der Fels das Wasser, das er besaß, wieder in strömender Fülle hergab. In Refidim, unmittelbar nach dem Auszug aus Mizrajim, wo es galt, den Sein zur Aufnahme des Wassers gefügig zu machen, wo – um mit den Weisen zu sprechen – שהיה סלע קטן „der Fels noch klein war“, da musste er mit den Gottesstab ומטך אשר הכית בו את היאר (Ex.17), mit dem auch Pharao gezüchtigt wurde, geschlagen werden; in Kadesch jedoch, wo der Stein sich längst der Wasseraufnahme geöffnet hatte, die Wüstenwanderung mit ihren erzieherischen Einwirkungen zurücklag und es nun galt; in einem Augenblick, da „die Torheit sich an ihr Herz band“, in einem Augenblick der Verirrung und der Schwäche den stockenden Quell wieder der Verirrung und der Schwäche wieder zum Fließen zu bringen, da sollte nach dem Gotteswillen das mahnende Wort Mosches mit dem Stab in der Hand genügen, um den Gels zu veranlassen, daß er aufs neue sein Wasser gebe: קח את המטה ודברת אל סלע ונתן מימיו.

    Mosche und Ahron aber – wer kann es ihnen nicht nachfühlen! – sehen sich am Ende dieser prüfungsvollen, erfahrungsreichen Wüstenwanderung durch diese traurige Szene am Felsen wieder an den Anfang ihrer erzieherischen Arbeit zurückversetzt: war nicht alles vergebens, ist nicht alles wie zu Beginn der Wüstenwanderung – der erbärmliche Mangel an אמונה – ist es nicht wieder der verschlossene, harte Fels von damals, der nur durch unmittelbare Einwirkung des Gottesstabes zur Aufnahme von Wasser bestimmt werden kann – ? כי המרו את רוחו ויבטא בשפתיו und so sprechen die Führer Worte schmerzlicher Erregung שמעו נא המורים – und in ihrer begreiflichen Erregung handeln sie so, wie sie damals handeln mußten, da sie am Anfang ihrer Erziehungsarbeit standen – ויך את הסלע במטהו פעמים – „und er schlug den Fels mit seinem Stabe zweimal – „.

    Wo aber Gott nicht „verzweifelt“, müssen und dürfen auch Menschen nicht verzweifeln: Gott aber sah, wie trotz aller Verirrung und Schwäche der Fels, der „Stein Jissroéls“, das Wasser bereits in sich barg und es nur den mahnende Worte des Führers „mit der Stab in der Hand“ bedurfte, um den Fels wieder in einen sprudelnden Quell zu wandeln ונתן מימיו. –  

    Oh, daß wir heute alle soweit wären, daß Gottes Thora von uns allen aufgenommen wäre – und wenn in Stunden der Schwäche und der Prüfung der Lebensquell der Thora in uns zu versiegen droht, es nur des mahnenden Wortes des Führers mit „dem Stab in der Hand“ bedürfte, um in uns den Quell lebendigen Wassers aus neue zum Strömen zu bringen!

    Aber selbst wenn jüdischen Herzen der Aufnahme der Thora verschlossen sind, ist Gott unentwegt am Werke, „den harten Fels zur Aufnahme von Wasser, Kieselgestein zum strömenden Quell zu wandenn“ ההפכי הצור אגם מים חלמיש למעינו מים.

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung vierter Teil Numeri  J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1935 S. 50 - 53



    [1] (Siehe Belehrung und Mahnung Bd. II, 15 ff).

    28-06-2017 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    27-06-2017
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     

    THAMUS

     

    I.                  Das Jerusalem der Zukunft und die  Weltgeschichte – Die einstige politische Wiedererhebung  Jissroéls (Jes. K.33) 3. Folge

     

    … „Empfanget ihr Stoppeln, gebärt ihr Stroh,

    Eure eigener Geist ist’s, der euch als Feuer verzehrt!“

    Das ist das schmerzlich große Resultat der Weltgeschichte von dem Nimrodsbau des Staatenruhms bis zu diesem Ende der Tage. Das Prinzipium, daß die Menschen im ganzen und einzelnen in sich aufnehmen und dem sie ihr ganzes Wesen mit allen Kräften und Mitteln zur Zeitigung hingeben, ist von vornherein kein lebensfähiger Kern, ist von vorneherein nicht das, wofür Gott die Welt und in der Welt die Menschen geschaffen, ist nur das Untergeordnete , Äußere, zum Mittel, nicht zum Zweck  Bestimmte, verhält sich zur Bestimmung des Menschen, wie das Stroh zur Ähre, ja, noch nicht einmal wie das noch frische Ähre mindestens versprechende Stroh, ist die schon abgelebte, abgenutzte blasierte Stoppel – woher soll der Mensch die fröhliche Ernte kommen? Sie war geschwängert mit Stoppeln und konnte es daher nie weiter als höchstens –  bis zum Stroh bringen, und es gehört die ganze schmerzensreiche Erfahrung vergeblicher Jahrtausende dazu, sie zum Bewußtsein zu bringen, daß nicht Sonnenschein und Regen, nicht Wind und Wetter der Geschicke, daß von innen heraus, daß ihr eigner Geist, daß das verkehrte Prinzip, die verkehrte Richtung es ist, an dem wie am Feuer, die Stroh- und Stoppelideale  des Menschenbeginnes zu Schanden werden. Ganze Völker, die im Glorienscheine mit klingende Spiele über die Bühne der Zeiten gewandelt, sinken, untergehend zur Bedeutung des Kalks für den künftigen Gottesbau aus dem Wege zu räumen sind – das ist die Bedeutung der Ereignisse um das Ende der Zeiten, wenn Gott aufsteht.

    * * *

    Mitten in die Gänge der Zeiten, ja mitten in das Getriebe der Völker hineingestreut, leben seit Jahrhunderte Söhne eines Volkes, deren nationaler Menschentraum längst schon vor dem Finger des göttlichen Verhängnisses geschwunden, deren Menschenmacht und Menschengröße sich am früheste als Stroh und Stoppeln vor dem zehrenden Feuer der göttlichen Allmacht erwiesen, die eben darum hätten vorbereit sein sollen für diesen Ausgang aller weltgeschichtlichen Herrlichkeit gottentfremdeter Völkergrößen, die darum, wenn sich  die Endereignisse vollziehen – während die „Gottfernen“ hören was Gott getan – als die „Gottesnahen“ zu verstehen berufen sind die ganze Tragweite der Entfaltung der Gottesallmacht.

    Während der ganzen prüfungsreichen Zeit  der Galuth-Vergangenheit, wo die Söhne Zijauns die Völker alle in dem ganzen Prunke ihrer nationalen Größe auf den Thronen der Weltherrschaft erblicken, an deren Stufen  sie selbst, die Söhne Zijauns, als die Bettler unter den Nationen im die Brosamen der menschlichen Existenz zu betteln hatten, während dieser  ganzen Trümmer- und Trauerzeit Zijauns waren es in Zijaun doch nur „Sünder und Heuchler“, denen es  um Zijauns Gegenwart und Zukunft bangen konnte, die – zur

    Selbstentschuldigung  als Sünder oder zur Beschönigung anderer als Heuchler –unter  Bangen und Zittern sprachen: „Wer kann auch uns bleiben bei diesem zehrender Feuer, wer uns bleiben auf dieser ewigen Brandstätte!“ waren es doch nur Sünder und Heuchler, die in zitternder Angst die jüdische Armut mit der Völker Reichtum,  die jüdische Schmach mit der Völker Macht, die jüdische Helotengestalt mit heroischen Erscheinung  nationaler Machtentfaltung ringsum verglichen und zagend seufzend: Wer kann es uns, wem können wir es verdenken, wenn man sich von uns wendet, wenn die jüdische Reihen immer lichter und lichter werden, wenn immer mehr und mehr es an Mut gebricht, unter solchen Auspizien Jude zu bleiben! Hat uns doch das  zehrende Sinai- Feuer weggebrannt all, was an  Menschenmacht die Menschenexistenz bedingt! Ist doch die nationale Geschichte der Juden sei Jahrhunderten nichts als ein – ewig lodernder – Scheiterhaufen!!   Es waren doch nur Sünder und Heuchler, denen – als Juden – das jüdische Geschick, trotz alles Herben, , also erschienen; es waren in „Zijaun“ doch nur Sünder und Heuchler die also sprachen.– Wer in Sitte, Wort und Tat pflichtgetreu, wahr und redlich ist, wer nicht nur nichts Böses tut, sondern Abscheu und Ekel hat vor allem Unrechten und Gemeinen und mitten in einer Welt, in welcher Macht und Leidenschaft vor nichts zurückschrecken, in welcher Gewalt dominiert und Leidenschaft gesucht wird, Verbrechen und sinnlich Schlechtes selbst in Vorstellung und Anschauung flieht – der vermißt das nicht, was das zehrende Feuer auf der jüdischen Brandstätte an äußerer Machtentfaltung und Hoheit weggebrannt, der steht eben durch diese innere, Gott zugewandte und von Gott getragene und geschützte sittliche Kraft gehoben über allen Wechsel, den die Erde bietet, der schreitet über die Brandstätten irdischer Gewalt und Hoheit gehoben und sicher, „des Brot ist immer gegeben, des Trunk nimmer versiegend“ – und eben die Dokumentierung  dieser allem obliegenden, selbständig genügenden Macht des sittlichen Momentes im Menschen, das ist die Bedeutung des jüdischen Galuth bis zum Ende der Tage hin – wo Gott aufsteht –

    (Fortsetzung folgt)

     

    * * *

     

    Gesammelte Schriften Sechster Band Frankfurt a.M. 1912 „ Betrachtungen zum jüdischen Kalenderjahr“ S.112-

     

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    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

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    27-06-2017 om 09:18 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    26-06-2017
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    Aus dem „politischen” Testament Rabbiner Hirsch’s זצ"ל

     

    „Der Lehrer der Gemeinde muss über den Parteien stehen“ d.h. ihm muss die Wahrheit gar nichts gelten, es muss ihm alles recht sein.

                Ges. Schr. 5,125

    Der Lehrer der Gemeinde…muss für alles, für Rechts und Links, für Alt und Neu, für Wahr und Falsch seine Sprüchlein der Weihe und der Billigung bereit haben (!)

                Ges. Schr. 5,125

    Der Lehrer der Gemeinde…muss es verstanden haben, die Wahrheit auf dem Siebe des Friedens zu sichten.

                Ges. Schr. 5,125

     

     (Fortsetzung folgt)

     

    Jüdische Monatshefte’ Januar 1914  Tewes 5674 S. 60-63

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    26-06-2017 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    25-06-2017
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    חקת

     

    ויקציפו על מי מריבה, וירע למשה בעבורם:

     

     

    „Sie erzürnten beim Haderwasser, und Mausche erging es übel um ihretwillen.“

    (Psalm 106, 32 Übersetzung Rabb. Samson Raphael HIRSCH)

     



    1.

    Der Herr verschont nicht Seinen Frommen

    Und waltet strenge im Gericht,

    Der Strafe soll er nicht entkommen,

    Verletzt er einmal seine Pflicht.

    2.

    Auch Moses selbst, er mußte tragen

    Die Strafe ernst von Gottes Hand,

    Denn weil er auf den Fels geschlagen,

    Betrat er nie das heil’ge Land.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 320  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931 S.135

     

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    25-06-2017 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    23-06-2017
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     

    THAMUS

     

    I.                  Das Jerusalem der Zukunft und die  Weltgeschichte –
    Die einstige politische Wiedererhebung  Jissroéls (Jes. K.33)
    2. Folge

    …In welch trostarme Zeit versetzt uns der Eingang dieses Prophetenwortes! Nicht im Menschenkreise mehr, aus dem Menschenkreise hinaus haben die Engel des Friedens ihren Sehnsuchtsruf, Gott zu schauen gerufen, und sitzen nun nieder und weinen! Sie haben darauf verzichtet, im Menschenkreis nach Gott zu schauen. Wo Gott wohnt, wohnt die Freude, und im Menschenkreis wohnt der Jammer. Wo Gott wohnt, wohnt der Friede, und im Menschenkreise wohnt der Streit. Wo Gott wohnt, wohnt das Heil und das Leben, wohnt die Blüte und der Segen, und im Menschenkreise wohnt das Elend und der Tod, wohnt die Verkümmerung und die Verödung. Sie sind von Gott gesendet um das Werk des Friedens zu bringen, aber die Menschenerde ist keine Stätte mehr für ihre Sendung. Das mit so vielem Geist und so vieler Kraft angestrebte Ziel des gesteigerten Verkehrs, der allseitigsten Verbindung, des lebendigsten Austausches der Güter und Leistungen und des bis zur höchsten Blüte ausgebeuteten Reichtums der Natur ist gescheitert. Die Verkehrsbahnen liegen öde, einer kommt nicht mehr zum andern, Städte liegen in Verfall, und die Natur, die den Menschen zum tragende und nährende, die mit so vieler Einsicht und Umsicht, mit so vielem Fleiß und so vieler Kraft im Dienste des Menschen angestrengten Erde, bis in ihre entferntesten Winkel liegt sie zerknickt, versagt sie den Dienst, hat sie Kraft zur Blüte und zum Segen eingebüßt.

    Und woher dieses alles? Ist die Welt gealtert? Steht sie im Stadium ihrer Grabeslegung? Ist überhaupt der Fluch von außen gekommen, daß eine feindliche, äußere, dämonische Macht, die das Lachen und die Freude haßt und sich nur an dem Jammer und der Träne weidet, sich dem Gedeihen und der Blüte der Menschen entgegenstemmt, welcher vergebens der Mensch mit allen seine Erfindungen und Anstrengungen entgegenarbeitet und die so erträumte Herrlichkeit des Menschen zum trostlosen Gelächter macht? Ist es das? Es ist es nicht! Es ist der Mensch, der das Bündnis mit dem Menschenheil und dem Natursegen zerrissen, es ist der Mensch, der sein eigenes Städteglück verworfen, es ist der Mensch, der, indem er sittlich gesunken, indem er „Enosch“ wurde, sich gedankenlos dies alles verscherzt. Er meinte sein Glück zu sichern indem er die Welt eroberte und vergaß, daß er sein Glück preisgibt indem er sich selbst verliert. Er vergaß, daß nicht von außen herein, daß nur von innen heraus das Menschenheil begründet wird und daß „sittlichsein“ nicht ein luxuriöses Letztes, sondern das Erste, Unerläßliche, Unersetzliche sei. Er vergaß, das keine physische, mechanische, daß eine sittliche Ordnung die Welt, des Menschen Welt regiere und daß vielmehr die Blüte der Menschheit nicht ein Produkt der Natur, daß vielmehr die Blüte der Natur ein Produkt der Blüte der Menschheit sei. Er vergaß, daß, wie das Prophetenwort es ausspricht, wenn er trauert, die Erde zerknickt ist und bis in die Entblätterung des Libanongipfels hinauf seine Gesunkenheit gefühlt wird; oder, wie diese, die Verkehrtheiten niedergelegt ist, daß Adam nicht von Adama sondern Adama von Adam stammt, und die Erdwelt die dem Menschen angetraute, mit ihm steigende und fallende Gattin für immer ist.

    Was aber die gesandten Gottesboten nicht sehen, sieht der sie sendenden Gott. Wo die Erde ihre Hoffnungen verliert beginnt das austoben, sein Traum der absoluten   bevor Menschenherrlichkeit durchgeträumt werden bevor auch nur ein Strahl aufdämmerden Wahrheitsbewußtseins seine Stätte findet. So lange der Mensch auch nur an einen Spinnefaden den Traum weiter anknüpfen konnte, als vermöge er  - ohne sittliche Unterordnung seines ganzen Wesens und Strebens unter Gott – sich auf eigene materielle Füße zu stellen, als sei seine Hoheit die absolute, höchste über die Erde, und als habe er nicht nur Lehnsträger und Diener eines Höheren zu sein – so lange mögen die Engel des Friedens weinen – auf dieser ganzen, von dem sich selbst vergötternden Traum  ist kein Raum für die Herrlichkeit des Alleinen und sein Reich.

    Allein wenn erst das Traumschloß seiner Herrlichkeit vor dem Menschen in Trümmern liegt, wenn die ohne Gott gesuchte Bezwingung der Natur und Konstituierung des Menschenglückes auf die Bezwingung der Natur in soziale Verödung, Isolierung und Zertrümmerung und in physische und kosmische Verkümmerung geendet, wenn

    Der Saron wie die öde geworden

    Und Basan und Karmel sich entblättert –

    „Jetzt stehe ich auf, spricht dann Gott, jetzt zeige ich mich in der Höhe, jetzt werde ich hochgetragen“ – jetzt ist Raum da, daß ich die Leitung der Verhältnisse ergreife, jetzt ist der Mensch vorbereitet meiner Erhabenheit inne zu werden und sich wie zum Träger meiner Herrschaft zu bieten –

     

    Gesammelte Schriften Sechster Band Frankfurt a.M. 1912 „ Betrachtungen zum jüdischen Kalenderjahr“ S.112-

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

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    23-06-2017 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    22-06-2017
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    Rabbiner Samson Raphael HIRSCH

     

    THAMUS

     I. Das Jerusalem der Zukunft und die  Weltgeschichte –
    Die einstige politische Wiedererhebung  Jissroéls (Jes. K.33)

    Unter den Gedenktagen unseres Churban stehen der 17. Thamus und der 9. Aw im Vordergrund. Am 17. Thamus הובקעה העיר, ward die Stadt eingenommen, am 9. Aw נשרף ההיכל ward der Tempel verbrannt; Somit ist der 17. Thamus der Gedenktag des Untergangs unserer politischen Größe, der 9. Aw der Zerstörung unseres religiösen Heiligtums.

    Wenn wir nun auch von Jahr zu Jahr den Gedenktag des Untergangs unseren politischen Falles  begehen und nun schon fast zweitausend Jahre bis zur ersten Thamuskatastrophe zurückblicken können, wenn wir somit jedenfalls bereits bald um ein paar tausend Jahre der politischen Sühne unseres politischen Falls, der einstigen auch politischen Restauration Jeruscholoim-Zijaun näher gekommen – so dürften wir wohl einmal diese unsere politische Zukunft ins Auge fassen, dürften wohl einmal einer der vielen prophetischen Schilderlungen derselben lauschen, um am Gedenktage unseres politischen Falls vielleicht auch diesem Bilde dessen was wir sein werden, das zu erkennen was wir nicht gewesen und daraus die Bedeutung des langen, langen, jahrtausend langen Weges zu erkennen, der uns zu dieser Zukunft geleiten soll.

    Nun sind aber wohl einige prophetische Schilderungen dieser Zukunft bedeutsamer als das Wort, das hierüber Jesajas Kap. 33 gesprochen, und dieses Wort ist um so inhaltsschwerer, weil es diesen Ausspruch dessen, was die Zukunft sein wird, damit einleitet, uns zu sagen was diese Zukunft nicht sein wird, und zugleich das sozial-politische Gemälde der Zeit skizziert, in welcher diese Zukunft ihren gottsendeten Anbruch feiert. Es ist somit ein Wort, das nach allen Seiten hin seine aufhellenden Strahlen wirft, und dieses Wort – so weit wir es verstehen und im schwwchem Nachhall wiederzugeben vermögen – lautet also:

     

    Siehe! Ihr „Ich – möchte – Gott – schauen!“ haben sie hinausgeschrieen

    Und weinen nun bitter, die Engel des Friedens.

    Es feiert, der sonst die Straße zog.

    Zerstört hat den Bund, Städte verworfen,

    Hat nicht nachgedacht der sittlich gesunkene Mensch.

    Sobald er trauerte war zerknickt die Erde,

    Hatte er den Libanon gebleicht,

    Hatte ihn gewaltsam entfruchtet;

    War der Saron wie die Wüste schon

    Und es entblättert sich Basan und Karmel –

    Jetzt stehe  ich auf, spricht Gott,

    Jetzt zeige ich mich auf der Höhe,

    Jetzt, ich mich erhoben!

    Empfanget ihr Stoppeln, gebärt ihr Stroh!

    Euer eigener Geist

    Verzehrt euch als Feuer

    Und es werden Völker Kalkbrandstätten,

    Gefällte Dörner, in Feuer verbrannt.

     

    Höret, Ferne, was ich getan,

    Erkennt aber, Nahe, meine Stärke!

    Sünder mochten in Zion fürchten,

    Heuchler mochte Zittern ergreifen ;

    „Wer wird  uns bleiben bei dem verzehrenden Feuer,

    „ Wer uns bleiben auf den ewigen Brandstätten!“

    „Wer durch seinen Wandel wohltut,

    Durch sein Wort das Gerade fördert,

    Verschmäht Gewinst und Bedrückungen,

    Schüttelt seine Hände Bestechung nicht zu fassen,

    Sperrt sein Ohr Blutschuld nicht zu hören,

    Und schließt seine Augen auf nichts Böses hinzusehen,

    Der wird immer in Höhen sicher ruhen.

    Felsenburgen sind seine Feste,

    Dessen Brot ist immer gegeben,

    Dessen Trunk nimmer versiegend!“

     

    Den König in seiner Schöne möchten deine Augen schauen,

    Möchten sehen das in Fernen liegende Land;

    Da sinnt denn ängstlich dein Herz:

    Wo ist der Zähler, wo der Wäger,

    Wo der Zähler der Festungstürm - ?

    Auf ein machtstolzes Volk sieh‘ nicht aus,

    Nicht auf ein Volk zu tiefer Lippe fürs Verständnis,

    Zungengehöhnt, einsichtversagt –

    Zijaun schau, die Burg unserer Bestimmung,

    Da sehen deine Augen Jeruscholoim, eine sicher ruhende Stätte,

    Ein Zelt, das sie nicht gesteckt hat [יצען = יצע אותן]

    Nicht immer selbst wieder ausreißt seine Pflöcke;

    Und von dessen Seiten keines reißt.

    Denn wenn dort Gott Majestät uns ist,

    Dort, ein Flußgebiet weitgeuferter Ströme,

    Wird doch kein Streiffschiff es befahren,

    Kein Stolz Gefährte es durchkreuzen,

    Denn Gott unser Richtern Gott unser Gesetzgeber,

    Gott unser König, der wird uns helfen!

     

    Denn Seile hat man freilich verlassen –

    Darum werden sie auch nimmer ihren Mastbaum festigen,

    Haben noch nicht einmal Wimpel ausgebreitet

    Während dann schon unendlicher Gewinn verteilt worden,

    Und Lahme die Beute erbeutet –

    Und gleichwohl  spreche der Nachbar nicht: Ich bin also dem Siechtum verfallen,

    Das Volk selbst, das dort wohnt, ist von Sündenvergebung getragen – .

     

    (Fortsetzung folgt)

     

    Gesammelte Schriften Sechster Band Frankfurt a.M. 1912 „ Betrachtungen zum jüdischen Kalenderjahr“ S.112-

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

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    22-06-2017 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    21-06-2017
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת קרח

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Kaurach

     

     

    Samuel I, Kap. 11, Vers 14 und folgende

    Es ist ein ergreifendes Stück jüdischer Geschichte, das die  Haftora unseren Blicken entrollt. Es ist die Geburtsstunde des jüdischen Königtums, das denn doch ein ganz anderes war, als das in der Thora vorgesehene. Diese kennt nach außen nur Gott als allmächtigen Schirmherrn des Volkes, das des Gottesschutzes sich durch treue Erfüllung des Gesetzes und als seine Aufgabe nur die unablässige Fürsorge für die Erkenntnis und Erfüllung dieses Gesetzes. Nicht dies war die Meinung des nach einem König verlangenden Volkes gewesen. Sie hatten vielmehr (Sam. I 8,20) einen König gefordert „nach Weise der Völker“, um ihr Recht zu vertreten, der sie in den Krieg und zum Siege führe. Nachdem nun Saul auf Gottes Geheiß zum Könige eingesetzt worden war und durch seine energische Sammlung der Stämme Jissroéls und die geschickte Kriegsführung gegen den übermächtigen Ammoniterfürsten das eben noch verzagte Volk zum Siege geführt und sich die freudige Anerkennung des ganzen Volkes erworben hatte, lud Samuel das in freudiger Erregung geeinte Volk nach Gilgal, um dort „das Königtum zu erneuen“, in Wahrheit um dem gesamten Volke den einen Weg und die eine Richtung zu zeigen, durch deren Innehaltung allein das Königtum zum Segen gereichen und Volk und König einer glücklichen Zukunft entgegen gehen würden, wie dies Kap. 12, 13-15 ausgesprochen ist. In Wahrheit ist die hier, im Gegensatz „zur Weise der Völker“, erneute Königsherrschaft die Herrschaft Gottes. Nicht umsonst heißt es hier sofort (Kap. 11,14): sie setzten Saul zum König ein לפני ה', „vor Gott“, und opferten dort Friedensmahlopfer „vor Gott“. Die Worte: „Gott ist in Wahrheit euer König!“ (Kap. 12, 12) und die Mahnung, daß Volk und König sich stets in der Nachfolge Gottes, dieses seines wahren Königs, wie in aller Vergangenheit so in aller Zukunft zu halten habe, sie bilden die „Erneuerung“ der Gottesherrschaft, zu der Samuel Volk wie König nach Gilgal geladen hatte.

    Unter diesem Gesichtspunkte erscheint aber auch der Umstand in ganz neuem Lichte, daß gerade nach Gilgal Samuel das Volk zur Retablierung der Gottesherrschaft berief; War doch Gilgal (s. Josua 4, 19 ff.) die erste Lagerrast, die Jissroél auf den Boden „seines“ Landes gewonnen. War es doch die Örtlichkeit, der gegenüber auf Gottes Geheiß die hochgehenden Fluten des Jordan sich vor der Lade des Gottesgesetzes geteilt hatten! Erinnerten doch an diesen strategischen Flußübergang ohne Gleichen die dort als Denkmal errichteten zwölf Steine aus dem Flußbette, auf denen die Priester während des Übergangs gestanden hatten! War doch endlich Gilgal die Stätte, wo der jüdische Feldherr zuerst das „Schwert“ gebraucht hatte auf jüdischem Boden, ach es waren – „steinerne Schwerter“, um die ganze waffenfähige Mannschaft des Volkes, das an der Schwelle des feindlichen Landes sich befand, dem göttlichen Befehle gemäß zu beschneiden, sie also im Angesicht der Feinde zeitweilig kampfunfähig zu machen und so das ganze Volk dem Schicksal der einstigen Bewohner Sichems (1 B.M. 34,25) auszusetzen! An diese Bekundung der Gottesallmacht, als des eigentlichen Verleihers des Landes, aber auch an diese Bekundung der heldenmütigen unbegrenzten Hingebung an die Gottesführung von Seiten des ersten Führers und von Seiten des Volkes erinnerte somit die Stätte, zu der Samuel das Volk berief, um es zur Besinnung und zur Selbsterkenntnis zu bringen, da der erste König eingesetzt wurde.  – Vergl. unsere Ausführungen zur Haftora des ersten Tages Péßachs.

    Die hoheitsvolle Persönlichkeit Samuels, der vorzeitig an dem frühen Abend seines Lebens von der führenden Stellung zurücktritt und das ganze Volk zu Zeugen aufruft über den Gebrauch, den er von seiner Gewalt gemacht habe, ist eine der hehrsten Gestalten in unserer und der Menschheit Geschichte, deren Erhabenheit allem Anwurf entrückt bleibt, mit dem eine sich wissenschaftlich nennende, jedoch von der willkürlichsten Entstellungen und phantasievollsten Erdichtungen nicht zurückschreckende Geschichtsschreibung gerade Samuels Bild zu entstellen und ihn durch Andichtung aller möglichen, au dem Boden des Judentums widersinnigen, hierarchischen Gelüste und Intrigen herabzuwürdigen sucht.

    Bedenken wir ferner, daß der selbige Samuel, der in diesem geschichtlich bedeutungsvollen Augenblick mit solchem Nachdruck, mit solcher Eindringlichkeit jeden Gedanken an die Herrschaft eines Menschen in Jissroél „nach der Weise der Völker“ bekämpft und die ausschließliche Gotteswaltung in  die Führung Jissroéls und in der Gestaltung seines Geschickes dem Volke ins Bewußtsein ruft, der sich so in Wahrheit als das verkörperte nationalen Gewissen bewährt, als der Fortträger des hohen Geistes des unsterblichen ersten Führers der Nation, daß dieser Samuel nach Chron. I 6,21 f. der Abkömmling – Kaurachs war, desselben Kaurach, der, von niedrigem Neide erfüllt,  die Göttlichkeit der Sendung Mosis leugnete und das Volk zum Abfall zu verführen suchte, um sich zu seinem Herrscher zu machen: so begreifen wir, warum gerade dieser Abschnitt zur Haftora dieser Sidra gewählt ist, und beugen uns in Ehrfurcht vor der Allmacht und Weisheit der göttlichen Erziehung, die für den Dienst ihrer Waltungsziele aus solchem Stamme solchen Sprößling zu gewinnen wußte.

     

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 416 -423  Kommentar zu Samuel Kap 11 V.14…) 

    21-06-2017 om 08:59 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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