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Welkom op de blog van de studievereniging JESJOEROEN, Jodendom tegen Zionisme


Thoratrouwe antizionistische inzet en anti-imperialistische solidariteit. U vindt hier Rabbijnse teksten (vooral Samson Raphael HIRSCH strekking), nieuws en achtergrondinfo.

 

Bienvenue sur le blog de l'association d’étude YECHOUROUN, Judaïsme contre Sionisme.

 

Nous proposons des textes rabbiniques, (surtout de l’école de Samson Raphael HIRSCH) ainsi que des infos et documentations, le tout avec engagement antisioniste et solidarité anti-impérialiste, inspirés par la fidélité à la Torah. Visitez notre blog similaire en langue française: www.bloggen.be/yechouroun .  

 

Willkommen im Blog des Studienverbandes JESCHURUN, Judentum gegen Zionismus.

Wir bieten Rabbinische Texten (hauptsächlich von der Samson Raphael HIRSCH Tendenz – meistens in deutsche Originalfassung), sowie Nachrichten und Hintergrundinformationen, im ganzen mit Thoratreues antizionistisches Engagement und anti-imperialistische Solidarität.

 

Welcome to the blog of the Study Association YESHURUN, Judaism against Zionism.

We propose Rabbinical texts (mostly from the S R HIRSCH tendency), news and information, the whole inspired by Thora-true anti-Zionist Commitment and anti-imperialist Solidarity.

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  • Samson Raphael HIRSCH: NISSAN (1.Folge)
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  • Samson Raphael HIRSCH: Aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt Pikudéij
  • Rabbiner Mendel HIRSCH zur Haftoro Wochenabschnitt Hachaudesch
  • Paraschass HaChaudesch, der Neumondsabschnitt
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Wajakehél
  • Wochenabschnitt Hachaudesch Rabb. H.J. KOHN
  • Psalm 76,12 und Sprüchlein zum Wochenabschnitt PIKUDEJ
  • Psalm 76,2 und Sprüchlein zur Wochenabschnitt Wajakehél
  • S R HIRSCH Aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt Ki Sisso
  • Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt Ki Sisso
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt KI SISSO
  • Psalm 145,8 und Sprühlein zur Wochenabschnitt Ki Sisso
  • Rabbiner Dr. Rafael BREUER: Aus dem Vorwort zur Erläuterung der Megillas ESTHER
  • S R HIRSCH Aus dem Kommentar zur Wochenabschnitt Tétsawé
  • Rabbiner Dr. MENDEL HIRSCH aus dem Kommentar zur Haftoro Tétsawé
  • Rabbiner Dr. Salomon BREUER zur Wochenabschnitt Tétsawé
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    Judentum gegen Zionismus
    28-03-2017
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    NISSAN

     

    „Werden diese Gebeine wieder aufleben?“ (Jecheskel K.37,3) –

    Die materialistische Weltanschauung und Jeziath- Mizrajim

    (2. Folge)

    Siehe, es ist da, das Péssachfest! Und wie aus des Propheten Mund einst ruft es über die weite Erde hin:

    מארבע רוחות באי הרוח ופחי בהרוגים האלה ויחיו! „Von Ost und West, von Süd und Nord komme Geist! Hauche diese Erstorbenen an daß sie aufleben!“

    77- Lasset uns daher dem Geiste dieses Festes lauschen, und was dieser für unsere Erstorbenen und Ersterbenden spricht in einigen schwachen, allgemeinen Zügen aufzuzeichnen versuchen!

    Wie heißen die Gespenster, die unter uns umgehen und mit dem Nachthauch des Grabes alles lebendige, warme, frische, freie, heiter aufsprießende Leben bei uns ertöten? Wie heissen die Vampyre, die zu den Wiegen unserer Säuglinge, zu den Zimmern unserer Jünglinge und Jungfrauen, zu den Sorgekissen unserer Männer und Frauen mit unheimlichem Flattern sich hineinstehlen und ihnen das warme, allem Guten und Schönen glühend entgegenschlagende Herzblut rauben und sie gegen Frühlingshauch der Verjüngung, gegen jeden Lichtstrahl einer höhern Welt mit der Eisesrinde der Unempfänglichkeit panzern?

    Egoismus und Naturalismus nennen sich die Grabesdämonen der Zeit. ‚Du hast keinen Andern, als dich selbst“ flüstert der eine. „Du bist nur soviel, als du hast“ flüstert der andere, und lehren früh die aufkeimenden Menschengemüter nur in dem Kraftbereich ihres eigenen Selbst die Stütze und in dem Heil des eigenen Selbst das Ziel ihrer Bestrebungen und in dem ewig wachsenden Besitz den Inhalt dieses Heiles zu finden, und stellen den größtmöglichen Erwerb nicht nur als den höchsten, sondern als den alleinigen Gott des Menschen hin, dem unter den Namen „Beruf“ die Altäre der Weihe zu erbauen wäre.

    Und zu welch’ stolzem Begriff hat man dieses „Ich“ nicht ausgebaut, und welch’ eine allmächtige Göttergewalt nicht in diese materielle Güterwelt hineingelegt! Da zeigt man dem Kinde den europäischen Menschen im ganzen Glanze seiner naturbewältigenden Hoheit; wie er Blitze zu seinen Boten und Gewölk zu seinen Rossen macht; wie er die Geheimnisse des Himmels und der Erde erspähet und den Geist im Leibe des Menschen entlarvt; wie er mit Erfindung und Fleiss die ganze Welt sich dienstbar macht, und spricht zum Kinde: siehe, alles dies bist du, strenge dich an, so findest du dies alles in dir selbst; und erwirbst du Geld, so steht die ganze europäische Menschheit mit allen ihren Erfindungen dir zu Gebote, die eine vergnügte Stunde zu bereiten und mit einem Reiz der Bequemlichkeit den Genuss deines  Daseins zu erhöhen!

    Und indem man den Menschen mit dem Gedanken seiner Herrschsucht über die stoffliche Natur erfüllt, wie versucht man zugleich das Welt-All in diese stoffliche Natur zu legen – Gott und Geist, Seele und Leben, Liebe und Freiheit, Recht und Wahrheit, Erkenntnis und Wille, Gewissen und Reue, Tugend und Unsterblichkeit, Vorsehung und Weltgeschichte, alles an sich nichts, alles leere Abstraktionen von Erscheinungen und Geschehnissen innerhalb dieser stofflichen Natur! Also daß – wenn es erst gelingt, der Natur , dieser stofflichen Welt, alle ihre Geheimnisse abzulauschen; wenn es erst gelingt, durch Erkenntnis all’ ihre Gesetze und durch Berechnung all’ ihre Veränderungen sich zur vollendeten Beherrschung derselben emporzuschwingen, und es ebenso gelingt, die bunte Entwicklung des Menschen mit all’ seinem mannigfachen unstäten Wechsel von Kraft und Schwäche, von Gesundheit und Siechtum, von Verstand und Beschränktheit, von Aufopferungsfähigkeit und Selbstsucht, von Begierde und Selbstbeherrschung, mit allen Erscheinungen der Liebe und der Ehe, der Familie und Gemeinde, der Nationalität und Humanität, in allen Stufen der Blüte und des Elends, des Gedeihens und der Verkümmerung rein aus seiner stofflichen Natur heraus auf dasselbe bestimmte Ziffermaß der Berechung und der Notwendigkeit zu bringen – dann der Mensch, und wenigstens die Menschengesellschaft ich ihrer großen Vereinigung, in vollendetem Besitz ihrer Schicksals sich befinden werde und mit wenigen Gedankenzeichen sich nach gegebenem, unfehlbarem Schema all’ ihr Wohl und Weh nach selbsteigenem Belieben zu konstruieren im Stande sein werde! Freilich fühlt man sich noch etwas ferne von der ganzen Höhe eines solches Calculs. Allein die bereits gemachten Errungenschaften stempeln einen jeden Zweifel zu einer Versündigung an der unbegrenzten Hoheit des menschlichen Geistes! Und während man mit Chemie und Physik, mit Physiologie und Pathologie, mit Statistik und Nationalökonomie, mit nationaler und internationaler Politik, mit allen Anstrengungen auf dieses glänzende Ziel aller menschlichen Bestrebungen hinarbeitet, antizipiert man den Erfolg bereits als eine über allem erhabene Tatsache und lächelt mitleidig der Einfalt, die sich nicht zur Höhe des Jahrhunderts zu erheben vermag und vermeint, sich nicht entschlagen zu können, das Heil des Menschen und der Menschheit noch immer in andern Potenzen suchen zu müssen.  Mehr als man meint, hält bewusst und unbewusst, in größerer und geringerer Schärfe diese Anschauung der Welt und des Menschen die Gemüter der Zeit befangen, und egoistisch materialistische Voraussetzungen bilden die Hauptfaktoren des Calculs, mit welchem der Jüngling seinen Lebenslauf und Kabinette und Kammern das Gemeinwohl der Völker berechnen.

    Und nun, mitten in dieser Welt, in welcher die Selbstsucht alles entschuldigt, und dieses Selbst nur Materielles sucht; in welcher Gott und Göttliches wenig bedeutet, weder etwas ist, was zu fürchten, noch etwas ist, dem Vertrauen zu schenken wäre; in welcher nichts gilt, nichts zählt, was sich nicht in arithmetische oder mathematische Formel gefasst darstellen lässt, tritt das Péßach-Fest mit seiner Jeziath-Mizrai-jim-Tatsache in unsern Kreis und spricht seinen lauten, Welten erschütternden Protest:

    אני ד'!

    Fort mit der Selbstsucht, fort mit der Vergötterung des menschlichen „Ich“! Es gibt nur Einen, der „Ich“ sagen kann und das ist der „der seine Hand über die Himmel reicht und spricht: Ich lebe ewig!“ Ich allen bin „Ich“, „Ich töte und belebe, Ich schlage und Ich heile und meiner Hand entzieht man nichts!“!

    Fort mit dem Materialismus, fort mit der Vergötterung der stofflichen Welt! Und hättet ihr diese ganze Welt mit allen ihren Stoffen und Kräften in allen ihren Gesetzen und Erscheinungen begriffen und verstündet, sie von diesen ihren Gesetzen aus meisterlich zu handhaben, ihr vermöchtet doch nicht für den nächsten Augenblick einzustehen, auch nicht einmal der nächste Augenblick wäre euer. Denn alle eure Berechnungen, alle eure Konsequenzen macht das Eine zu Schanden, daß: אני ד' daß ich ד', daß ich nicht nur den Gott der Vergangenheit, nicht nur der Gott der Gegenwart, daß vor allem der Gott der Zukunft Ich bin und über jeden kommenden Moment, frei ihn gestaltend, gebiete! Ich bin nicht nur der sein wird, ich bin – wie mein Name euch sagt – der, der den kommenden Moment gestaltet!

    Mein Werk ist die Welt mit ihren Stoffen und Kräften und Gesetzen, die ihr berechnet. Allein ich stehe frei über meinem Werk und seinen Gesetzen, die ich geschaffen. Eure Berechnungen sind richtig, so lange ich die Gesetze walten lasse, die ich gesetzt, und in den Verhältnissen, für welche ich sie walten lasse. Eure Berechnungen sind falsch, sobald und wo ich zum Heile eines Menschen, zum Heile eines Volkes, zum Heile der Gesamtmenschheit, die ich in ihrer freien Entwicklung erziehe, eingreife in diese Welt und ihre Gesetze ändere und ihre Konsequenzen hemme und Neues im Himmel und auf Erden und in der Brust des Sterblichen bilde und einen neuen Himmel und eine neue Erde und einen neuen Geist und ein neues Herz im Menschen schaffe, wie es mein freier, allmächtiger Wille nach meiner Barmherzigkeit und Liebe für das von mir zur freien Göttlichkeit erzogen werdende Menschengeschlecht in jedem Augenblick beschließt. Was Ich euch bereits dahingestellt, das könnt ihr notdürftig zusammenkonstruieren; aber die Zukunft entzieht sich eurer Berechnung und eurer Gewalt. „Nachzuschauen vermöget ihr mir, aber ins Angesicht dringt mir kein sterblicher Blick!“ –  – –  (wird fortgesezt)  

    28-03-2017 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    27-03-2017
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    Rabbiner Samson Raphael Hirsch



    NISSAN

     

    „Werden diese Gebeine wieder aufleben?“ (Jecheskel K.37,3) –

    Die materialistische Weltanschauung und Jeziath- Mizrajim

     

    Kaum gibt’s heutzutage einen Kreis menschlicher Bestrebungen auf Erden, in welchem nicht der Schmerz getäuschter Erwartungen der von Unmut erfüllten Brust den Seufzer des Zweifelns ja der Verzweiflung entringt: Werden sie wieder aufleben, diese dürren Gebeine? Mit welchen Hoffnungen ward nicht das Jahrhundert begonnen! Wie glaubte man nicht, im Sturmschritt die Burg des Aberglaubens und der Dummheit, die Burg der Gewalt und des Unrechts zu erstürmen; welche Zeiten des Lichts und der Erkenntnis, der Wohlfahrt und des Friedens sah man nicht heraufziehen an dem Tageshimmel der Nationen! Und jetzt, wo das Jahrhundert bereits seine Hälfte überschritten[1] und sich seinem Ende wie alle seine vorangegangenen Brüder zuneigt – welche bittere Enttäuschung lagert sich über alle Gemüter, welche Trostlosigkeit bemächtigt sich aller Herzen, die aufrichtig dem Wohle der Menschheit ihrer Wünsche entgegen tragen !

    Als עצמות יבשות, als „dürre Gebeine“ erblickt man fast alles das, den man das Prognostikon des frischesten Lebens gestellt, ja als „dürres Gebein“ das, was man selbst als den Hebel der Auferstehung, als den göttlichen Tau der Verjüngung, als den Quell des erneuten reinsten Lebens gefeiert!

            התחיינה העצמות היבשות  Werden sie wieder aufleben, die dürren Gebeine? Werden sich die Hoffnungen der Völker dennoch endlich erfüllen, wird man endlich die Formel finden, die die Liebe mit dem Rechte, die Freiheit mit dem Gesetze brüderlich auf Erden zusammen wohnen, die missbrauchte Freiheit nicht immer wieder das Joch der Gewalt und den Missbrauch der Gewalt nicht immer wieder den Sturm zur Freiheit selber herauf beschwören, nicht immer wieder die Freiheit als Retter von der Gewalt und die Gewalt als Retter von der Freiheit herbeirufen lassen und endlich das Ideal der Jugendträume der Menschheit zur Verwirklichung  bringen wird, daß „der Wolf neben dem Schaf und der Leopard neben dem Lamm“ friedlich leben werde, und der Friede und die Freiheit, das Recht und die „Menschlichkeit’ – nicht auf den Spitzen der Bajonette und in den Feuerschlünden der Kanonen ihr verkümmertes Dasein zu fristen verurteilt sein wird?

            התחיינה העצמות היבשות Werden sich die Erfindungen und Künste endlich wirklich als die nährenden Mütter der Völker bewähren, werden sie dem Hunger und dem Elende steuern, werden sie beitragen, den Schweiß von der Stirne zu trocknen, den Nacken aufzurichten und dem Menschenwürdigeren im Menschen Raum zu schaffen? Oder werden sie nur immer noch weiter ausbauen das Reich des Menschenelends, immer mehr die nackte Armut dem prächtigen Luxus zum Nachbar geben, immer mehr den Sinn des Menschen in das Joch der Sinnlichkeit schmieden, immer mehr die Nährungsverhältnisse des Menschen zu einem so rätselhaften, künstlichen Knäuel verwirren, daß alle Weisheit der Menschen zusammengenommen sich außer Stande fühlt,  auch nur für den nächsten Augenblick Rede zu stehen, und die reichste Füllen in welche die Vorsehung die Äcker der Menschheit kleiden möchte, nicht im Stande sein würde, das Elend in den Hütten der Menschen zu  vermindern?

             התחיינה העצמות היבשות Werden die Wissenschaft und die Kunst sich endlich wirklich als die bildende Erzieher der Nationen bewähren, werden Licht und Wahrheit endlich wirkliche Siege erstreiten? Oder werden Wissenschaft und Kunst sich immer mehr selber zu Handlangern der Sinnlichkeit und der Entgeistung erniedrigen, dem Menschen einerseits alles was ihm heilig und teuer sein soll, alles was ihn zu seiner höheren Bestimmung erhübe, seinen Geist und seine Freiheit,, seine Heiligung und seine Unsterblichkeit zum Gelächter machen, andererseits wieder die ganze Nacht des alten Wahns und der Verdummung, des alten Vorurteils und der alten Lüge heraufbeschwören?

            התחיינה Werden sie wieder, werden sie endlich zum Leben erstehen, werden – doch nein, wie shr auch unsere besondere Wünsche und Bestrebungen von diesem allgemeinen Strome der  Dinge unberührt werden, wie sehr auch eben die jüdische Anschauung der Welt aufs innigste das Banner der Erlösungshoffnung  allem menschlichen, Jammer voranträgt, so sind es doch nicht eben diese allgemeinen menschlichen Anliegen, die uns hier die Seufzerfrage nach der „Hoffnung der dürren Gebeine“ in den Mund führen, so sind es doch ganz eigentlich der jüdische Kreis und die jüdischen Bestrebungen und die jüdische Hoffnungen, zu deren Betrachtung der Nissan uns ladet und wie könnten wir da auf unser selber hinschauen ohne bangend, fürchtend, zweifelnd – mancher wird sagen verzweifelnd – zu dem Lenker der Zeiten, zu dem Gotte Jissroéls aufzuseufzen: התחיינה העצמות האלה, werden diese dürren Gebeine wieder zum Leben erstehen?!

            התחיינה Wird wieder Leben kommen in diesen Gebeine? – Siehe, mehr als je liegen sie רבות מאוד על פני הבקעה weithin zerstreut über die Fläche der Erde,– immer weiter, immer vereinzelter wird die Zerstreuung. Das alte Band, die alte Innigkeit, die die Zerstreuten in aller Zerstreuung noch im Ganzen zusammenhielt, wird immer loser. Der alte Druck, der sie gewaltsam zusammenpferchte, ist hin; der alte Jammer, der sie an einen Seil des Leides gekettet hielt, schwindet immer mehr und mehr. Weit über den Ozean hin reicht jetzt der Blick des ghettogeborenen Judenknaben, die ganze Welt ist sein, muss sein sein. Während der Großvater und der Ahn in dem engen Umkreis seiner Bannmeile sein und der Seinigen Brot suchte und fand, wird der Jude jetzt für den Welthandel erzogen. Weit in aller Welt streut jetzt der Drang der Zeiten und des Berufs die Glieder der Familien und die, die zusammen unter einem Herzen geruht, deren Wiege in einer Kammer gestanden, werden vom Geschick um Antipodenfernen von einander geschleudert und finden ihre Gräber diesseits und jenseits des Weltozeans; werden diese zerstreuten Glieder wieder zu lebendigen Einheit erstehen, wird – wie vom Propheten geschaut – auch wieder: [] ein entgegengesetzter Sturm kommen, der euch, zerstreute, verlorene Glieder, wieder Glied zu seinen Gliede führen wird und fügen?

            התחיינה Ach, mehr noch als die räumliche Trennung macht der innere Abfall, der sich immer mehr und mehr in den Gemütern der Söhne und Töchter Jissroéls zu vollziehen scheint, unsere Zerstreuung zu einer wirklichen Zerfällung und unsere losgetrennten Glieder zu wirklich dürren, hoffnungsarme Gebeinen!

    Und wären alle Erd- und Himmelsfernen zwischen uns, aber fern und nah trügen sie alle die  zerstreuten Glieder des Hauses Jissroél noch den einen, g zu einer wir alten jüdischen Geist in sich, sie lebten alle einem Berufe, dienten alle einem Gotte, folgten alle einem Gesetze, eine Seele, ein Geist, eine Hoffnung, eine Regung belebte und bewegte sie alle – wie räumlich getrennt auch immer, sie stünden dennoch alle auf einem geistigen Boden verwirklichten dennoch alle eine Gegenwart, arbeiteten alle an einer Zukunft. Ein geistiger Mittelpunkt wäre dennoch das lebendige Herz für alle, und die größte Zerstreuung wäre eben der größte Triumph, die größte Verherrlichung ihres göttlichen großen Einsseins!

    Das aber die Glieder des „Hauses Jissroéls“ immer mehr und mehr die Zuversicht zu ihrem Berufe, die Zuversicht /zu ihrem Gotte, zu seinem Gesetzen, zu seinen Verheißungen verlieren; daß sie immer mehr und mehr aufhören, als Söhne und Töchter des „Hauses Jissroéls“ zu leben; daß sie das sinaitische Gottesgesetz, das ihre Seele sein sollte, von dem es heißt: „es ist dein Leben und die Unsterblichkeit deiner Tage“ daß sie dieses Gesetz immer mehr und mehr als abgestorben erklären, als abgestorben behandeln, das macht sie selber zu Abgestorbenen, abgestorben ihrem Gotte, abgestorben ihrem Volke, abgestorben ihrem ganzen heiligen, welthistorischen Berufe, abgestorben alle Regungen, die für das Gesamt menschheitsheil  das Haus Jissroéls im Schosse trägt! Und das zieht die große Kluft zwischen dem Hause Jissroéls Entstammenden heute, das macht die unter einem Dach Vereinten um Himmelsfernen von einander zerklüftet, das macht unsere Zerstreuung zu einer wirklichen Zerstreuung und zeigt die trostlose Zukunft in nicht weiter Ferne, wo die vom geistigen Lebensbande Jissroéls Losgetrennten immer mehr und mehr in die Masse der umflutenden nichtjüdische Welt untergehen und mit Kind und Kindeskindern haltlos, rettungslos für das Haus Jissroéls verloren sein werden.

            התחיינה Werden sie je wieder zur Bewusstsein und Leben kommen, je wieder zum freudigen jüdischen, je wieder zum freudigen jüdischen Dasein erwachen, wenn sie den Quell gar nicht mehr kennen, aus welchem das jüdische Bewusstsein zu schöpfen, den Born nicht mehr kennen, aus welchem das jüdische Leben zu trinken wäre, wenn ihnen חזות הכל, wenn ihnen die Anschauung des Ganzen wie ein mit sieben Siegeln verschlossenes Buch unbekannt bleibt, und reichte man ihnen das Buch der Bücher und spräche: Leset doch selber, was für euch geschrieben ist, so sprächen sie: לא ידעתי ספר ich bin ja kein Gelehrter! (Jesajas, K. 29. V. 11,12).

             התחיינה Werden sie wieder erwachen, wenn diejenigen, die sie für sich zum Brunnen des ewigen Lebens senden, wenn ihre „Gelehrten“ ihnen den Trunk, den sie ihnen schöpfen, verfälschen, mit umgekehrten Mosis- und Elischa-Wundern den süßen Gottesquell zum Bitterwasser und den Born des lebendigen Wassers zum Todestrunk umwandeln.

            התחיינה Werden sie wieder erwachen, wenn ihre Geistlichen ihnen voranwandeln den Weg des Todes, ihnen ihre Gräber übertünchen, ihnen ihre Kirchhöfe bekränzen, ihnen ihren Todesschlaf mit Träumen umgaukeln, ihnen ihren Schlaftrunk mit süß mundendem Tollkraut kredenzen und das, was wie Posaunenruf an ihre Gräber dringen würde, ihnen zum Bedlamsgelächter machen und was noch das letzte Band sein würde sie und ihre Kinder mit der ewigen Bestimmung der Abrahamsverheißung zu verknüpfen, ihnen und ihren Kindern entreißen und ihnen dafür einen Mummenschanz ihrer Mache darreichen – Werden sie erwachen, wenn ihre Geistlichen mit dem Roscho-Spruch der Hagodo die göttlichen Gebote in ihrem Kreise verfolgen; wenn sie das, was der Jude mit begeisterten Rufe emporhebt: בעבור זה עשה ד' לי „darum hat Gott für mich gewaltet!“ zum lauten Gegenstand ihrer Harlequinspossen in Mitte ihrer jüdischen Gemeinde machen; –  sie über Kindern die Gott aus seinem Bunde weist, mit gotteslästerlichem Munde die Weihe sprechen: Ich nehme dich doch auf in den Gottesbund – – –

    O, wenn es eine Zeit gibt, in welcher dem Hause Jissroéls; der Seufzer nahe liegen dürfte: יבשו עצמותינו ואבדה תקותנו נגזרנו לנו, „dürr sind unsere Gebeine, verloren unsere Hoffnung, uns selbst sind wir überlassen!“ – unsere Zeit wäre eine solche.

    Wenn es daher eine Zeit gibt, in welcher es gälte, überall wo noch ein Funke jüdischen Bewusstseins glimmt, diesen Funken zu helfen Flammen anzufachen, das Bewusstsein zu stärken, das Bewusstsein zu vervollständigen, Ermutigung, Hoffnung, Begeisterung für unsere große, durch die trostlosesten Grabeszeiten mit energievoller Heiterkeit durchzutragende Gottessache zu bringen, – unserer Zeit wäre eine solche Aufgabe gestellt.

    Wenn es aber eine göttliche Institution gibt, die so ganz eigentlich von Gott gestiftet worden, immer das jüdische Bewusstsein aus seinem Schlummer zu wecken; zu jeder Gemeinde, jedem Hause, jedem Kinde Jissroéls wie der Ruf der Auferstehung zu dringen, alle, alle zur ganzen lichtigen Höhe des jüdischen Lebensentschlusses emporzuführen und mit eine durch nichts zu trübenden hoffnungsreichen Begeisterung zu rüsten: die Institution, das Fest, das mit dem Nissan bei uns einzieht, das ist eine solche.

    Siehe, es ist da, das Péssachfest! Und wie aus des Propheten Mund einst ruft es über die weite Erde hin: מארבע רוחות באי הרוח ופחי בהרוגים האלה ויחיו! „Von Ost und West, von Süd und Nord komme Geist! Hauche diese Erstorbenen an daß sie aufleben!“

    …..


    [1] Dieser Artikel erschien im Jahre 1858.

    27-03-2017 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    26-03-2017
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    ויקרא

     

    Das dritte Buch Moses

     

    זבחו זבחי צדק ובטחו אל יי:

     

    „Opfert dann Opfer der Gerechtigkeit und dann hofft vertrauend hin zu Gott!“
    (Psalm 4,6 Übersetzung Samson Raphael HIRSCH)

     



    1.

    Nicht auf Opfer, die vom Blute

    Triefen, legt der Herr den Wert,

    Nur der Wille ist’s, der gute

    Der den Wert der Gabe mehrt.

    2.

    Tugend lieben, Bosheit hassen

    Und das Herz von Sünden rein,

    Was verboten, unterlassen –

    Das kann Gott gefällig sein!

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Bestellung nimmt entgegen: Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    http://www.spinozabooks.com

     

    ***

    26-03-2017 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Raphael BREUER

              (1881-1932)

    Sommerzeit

     

    Die meisten Zeitgenossen verbringen ihre Zeit, ohne zu ahnen, welch ein seltsames Ding doch der Begriff der Zeit ist. Wir, denken hier weniger an die Rolle, welche die Zeit in der Erkenntnistheorie spielt, als an die übermächtige Stellung, die sie im praktischen Alltagsleben einnimmt. Denn kann man auch nicht verlangen, daß ein von allerhand Sorgen und Kümmernissen geplagter Durchschnittszeitgenosse sich darüber den Kopf zerbricht, ob die Zeit eine Form des inneren Sinns, wie Augustin, oder eine Anschauung a priori, wie Kant, oder ein Produkt des Vorstellungsmechanismus ist, wie Herbart meint, so muss doch schon Jemand ein von philosophischen Neigungen völlig entleertes Hirn besitzen, wenn er nicht wenigstens einmal darüber nachgedacht hat, wie komisch doch das Leben wäre, wenn die Menschen nicht die eigentümliche Gewohnheit hätten, ihr praktisches Tun und Lassen, ihr Handeln und Wandeln, ihr Schlafen und Wachen, dem Szepter der allgewaltigen Zeit zu unterordnen. „Obgleich, wie es scheint, es nur die Zeit, ein äußeres Maß des Lebens  bestimmt, so ist es doch auf dies Leben selbst, mit dem, was in ihm geschieht und unterbleibt, von nicht unbedeutendem Einfluss, ob und wie die Menschen ihre Zeit zählen. So lange uns das innere Maß unserer Handlungen fehlt, oder doch nicht überall in Anwendung klar ist, wieviel geschieht nicht nach diesem äußeren Maß und geschähe vielleicht nicht ohne dasselbe. „In solcher Frist sei das geschehen“ ist Gesetzgebers Ausspruch, gleichviel, des äußeren oder des inneren im Menschen, des rüstig kräftigen Willens – und „dies geschehe alle solche Frist einmal und kehre mit ihr wieder!“ – Ja, lebten wir wie mit Uhrtriebwerk ohne Weiser, und zählten unsere Tage nicht, kein Zeitdenkmal und Zeitstift wäre möglich, ein Tag wäre dem andern gleich, und, wie den Unternehmungen das äußere Richtmaß  fehlte, so fehlte auch die Bestimmung der Tage, die, Zeitteile weihend, über die übrigen hebt, und in wiederkehrenden Zeitdenkmälern aus der Vergangenheit noch spätester Zukunft Früchte reifen läßt. Ebensowenig ist’s gleichgültig, wie wir unsere Tage zählen. Wären unsere Jahre kürzer oder länger, als sie eben sind, manches geschähe in dem einen Falle rascher, häufiger,, im anderen Falle langsamer, seltener oder gar nicht. Ja, unser ganzes inneres und äußeres Leben, das Zählen selbst nur äußeres und willkürlich genommen, wäre in einem Fall rascher im Umschwung, besonnen-schläfriger im andern!“ Tief und treffend hat hier der Horeb (§ 250) die Wirkungen der Zeit auf unser ganzes inneres und äußeres Leben umschrieben. Die Uhr ist unsere Begleiterin durchs Leben, die uns ein äußeres Maß als Ersatz für das fehlende Innere reicht. Sie ist das spornende und mahnende Agens, wodurch das, was ohne sie ein maßloses Tun wäre, in eine zweckvolle Handlung verwandelt wird. Ohne die Uhr wäre das Leben leer und schal, ein graues Einerlei, ohne Farbe und Licht. Nur das Zählen der Zeit ermöglicht das Herausgreifen von einzelnen Teilen der Zeit, die, zu Festtage geweiht, auch die übrigen Tage adeln und erwärmen. Und was ist Geschichte anders, als ein sinnvolles Zählen der Zeit? Wenn noch der spätesten Zukunft die Früchte der Vergangenheit reifen, wenn unsere spätesten Enkel noch von unseren frühesten Vorfahren lernen werden, so wird dieser Zusammenhang zwischen Vergangenheit und Zukunft nur durch „wiederkehrende Zeitdenkmäler“ d.h. durch Veranstaltungen befestigt, die, wie unsere Fest und Fasttage, die Geschehnisse einer vergangenen Zeit im Gedächtnis der Nachwelt erneuern und beleben. Nehmt dem Juden seinen Kalender und ihr habt ihm seinen Katechismus vernichtet. Ja, auch nur der Änderung unseres Kalenders ginge nicht spurlos an unserem inneren und äußeren Leben vorüber.  Denn nicht nur, daß wir unsere Tage zählen, auch wie wir unsere Tage zählen ist von Belang. Unseres Lebens Pulsschlag und unseres Handelns Tempo wird durch die Uhr, durch die Art und Weise, wie wir unsere Stunden, Tage, Monde und Jahre zählen, reguliert. So ist der Mensch von seiner Uhr nicht zu trennen. Auch Pflanzen und Tiere sind organische Geschöpfe, doch sie leben ohne Uhr, ohne Zeitbewusstsein, ohne Maß und Ziel. 

    Es giebt sicherlich sehr viele Menschen, die erst durch die Sommerzeit auf das Problem der Zeit aufmerksam wurden. Im Leben des thoratreuen Juden übt die Zeit ein viel zu straffes und umfassendes Regiment aus, als daß er je achtlos über sie hinweg sehen könnte. Schon die pedantischen Synagogezeiten, 655, 929 usw., die noch strenger eingehalten werden, als bei den Plänen der Eisenbahn möglich ist, unterwerfen uns unentrinnbar dem Kommando der Zeit, und nur in den Kreisen der Chassidim wird diese Kommandogewalt der Gebetszeiten als synagogaler Militarismus bekämpft.

    Wie komisch ist doch die Zeit, wie komisch sind doch die Menschen, die sich ihr unterwerfen! Wäre es nicht viel einfacher, statt den Uhrzeiger eine Stunde vorzurücken, die Uhr zu belassen, so wie es ist und einfach eine Stunde früher aufzustehen und mit der Tagesarbeit eine Stunde früher aufzuhören? Doch nein, nur dann erheben sich die Menschen um 5, und nur dann hören sie auf zu Arbeiten um 6, wenn die Fiktion geschaffen wird, um 5 sei 6 und um 6 sei es 7. Wir lassen uns gerne von unserer eigenen Uhr betrügen. Es kommt uns viel weniger auf die Dinge selbst an als auf die Vorstellung an, die wir uns von den Dingen bilden. In diesem Selbstbetrug  liegt die Komik der Sommerzeit.

    Die Erfinder der Sommerzeit sind nicht wenig stolz auf ihre Erfindung. Ob sie ahnen, wie wenig originell ihre Erfindung ist? Von Eingriffen in den normalen Ablauf erzählt uns schon die Bibel. „Damals redete Josua vor dem Herrn am Tage, da der Herr hingegeben den Emori vor den Kindern Jissroéls; er sprach vor den Augen Jissroéls: Sonne, stehe still in Gibeon und Mond im Tale Ajalon! Und es harrte die Sonne und der Mond stand still, bis sich gerächt das Volk an seinen Feinden…Und die Sonne stand still in der Mitte des Himmels und eilt sich nicht zum Untergang wie am vollen Tage. Wie dieser Tag war keiner zuvor und keiner nachher, daß der Herr die Stimme des Menschen gehorchte, denn der Herr stritt für Jissroél.“ (Josua 10, 12-14) – „ Hiskija fragte Jesaja: Welches ist das Zeichen daß der Herr mich heilen wird und daß ich am dritten Tage in das Haus des Herrn hinaufgehen werde? Jesaja antwortete: Das sei Dir das Zeichen vom Herrn, daß der Herr das tun wird, was er gesprochen: soll der Schatten (der Sonnenuhr) zehn Stufen vorrücken, oder soll es zurückgehen zehn Stufen? Hiskija sprach: Es ist ein Leichtes, daß der Schatten zehn Stufen falle; nicht doch,  der Schatten kehre rückwärts zehn Stufen. Da rief der Prophet Jesaja zum Herrn, und er ließ umkehren den Schatten an den Stufen, wo er hinabgerückt war an den Stufen des Achas, rückwärts zehn Stufen“ (Kön. 20, 8-11).

    Wie eine stümperhafte Nachahmung dieser biblischen Wunder mutet uns heute die Sommerzeit an. Was wohl die Menschen heute unternähmen, wenn sie nicht bloß die Uhr sondern auch die Sonne regulieren und korrigieren könnten? Sicherlich würde sie gleich dem freien Meere ein Streitobjekt nationaler Ambitionen werden. Seien wir darum froh, daß ein Jenseitskörper ist und nicht ein Bestandteil unseres Planeten ist.

    R.B.

     

    Quelle: Jüdische Monatshefte Jahrgang 3 Heft 5 Ijar 5676 – Mai 1916  S.129-132

    26-03-2017 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    24-03-2017
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    פקודי

     

    Aus dem Kommentar von Rabbiner Samson Raphael HIRSCH zur Wochenabschnitt Pikudéij

     

    Kap. 40 V.17 הוקם המשכן war die Wohnung aufgerichtet. Wie nach Kap. 29,30 u.37 sieben Tage die Einweihung der Priester zu vollziehen war, und jeden Tag dieser sieben Tage die Einweihungsstätte und die Einweihungsopfer durch Moses zu vollbringen waren: also lehrt ספרי zu 4 B.M.7,1, daß an jedem dieser sieben Tagen, somit siebenmal das משכן durch Moses aufgerichtet, gesalbt und wieder auseinander genommen worden, ehe es am ersten Tage, den ersten Nissan, zur bleibenden Weihe aufgerichtet wurde. Daher הוקם המשכן die Errichtung am ersten Nissan war endlich die definitive, bleibend weihende. War dies auch für das Heiligtum ein vorbedeutender Wink, daß es siebenmal erbaut, und siebenmal, teils die Stätte zu wechseln, teils zerstört zu werden bestimmt sei, bis es endlich zur ewig bleibenden Stätte der Gottesherrlichkeit auf Erden geworden sein werde, zur Mittelpunkthöhe der Menschheit, zu der hinauf die Völker wallen und die Huldigung des Schwertes mit der Huldigung des von Zion ausgehenden Gottesgesetzes vertauschen werden? Wir wagen dies nur fragend zu äußern, und darauf hinzuweisen, daß בית שני, בית ראשון, גבעון, נוב, שילה, גלגל, במדבר  sich historisch als sieben solche Bauvorgänge darstellen, den allen wieder חורבן gefolgt, bis באחרית הימים, dem wir entgegenharren, der achte Bau endlich als der dastehen wird, von dem es verheißen ist: נכון יהיה הר בית ד' בראש ההרים ונשא מגבעות ונהרו אליו כל הגוים והלכו עמים רבים וגו' כי מציון תצא תורה ודבר ד' מירושלים ושפט וגו' וכתתו וגו' לא ישא גוי אל גוי חרב ולא ילמדו עוד מלחמה (Jes. 2, 1-4)

     

    V.18ff. …Mit dieser Aufnahme des göttlichen Gesetzes in Jissroéls Mitte als sich für die Ewigkeit bezeugendes Höheziel der jüdischen der jüdischen Bestimmung, und mit dem sichtbaren Einziehen  der Gottesherrlichkeit in die von Jissroél diesem Gesetze bereitete Stätte, schließt das Buch der Erlösung aus Egypten. Es war das Ziel, das Gott selbst als Zweck seines Erlösungswerkes Kap.6, 6 u.7 ausgesprochen: והוצאתי אתכם וגו' והצלתי אתכם וגו' וגאלתי אתכם וגו' ולקחתי אתכם לי לעם וגו', mit diesem Heiligtum seines Gesetzes begründet, die Wohnungsaufnahme dieses Gesetzes und die Altarhingebung an dies Gesetz machten das Volk zum Gottesvolk, und die Gegenwart der Gotteswolke über der Wohnung dieses Gesetzes am Tage und sein darin leuchtendes Feuer in den Nächten „vor den Augen des ganzen Hauses Jissroél auf allen ihren Zügen“ ließen „das ganze Haus Jissroél“, ließen jung und alt in Jissroél erkenne, daß, wenn Tisch, Leuchter, Altar und Cherubimteppiche in dieser Gesetzeswohnung verkünden, daß, wo Gottes Gesetz mit „ewig fortschreitender Frische und goldreine Festigkeit“ aufgenommen“, und „leibliches und geistiges Heil“ nur aus den Händen dieses Gesetzes empfangen und der Verwirklichung dieses Gesetzes geweiht werden, da auch sichtbar und unsichtbar die Cherubim des göttlichen Waltens schützend und segnend herniedersteigen, dies nicht ein zum Trost des irdischen Daseins mitleidsvoll erfundener „Glaube“, sondern ein „Wissen“, eine durch Gott gesprochen, כי אני ד' אלקיכם המוציא אתכם מתחת סבלות מצרים, „ihr werdet es erfahren“, dasz, „wenn ich euch mir zum Volke genommen“, ich euch nicht nur jetzt und einmal aus der Last der egyptischen Bürden hinausführe, sondern in gleicher führender, schützender und segnender Nähe euer Gott für immer bleibe. – –  

    24-03-2017 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    23-03-2017
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    Rabbiner Dr. Mendel HIRSCH

                  (1833 – 1900)

     

    הפטרת פרשת החדש

     

    Aus dem Kommentar zur Haftoro des Wochenabschnittes Hachaudesch

     

    Ezechiel, Kap. 45, Vers 16 und folgende

     

    Der Nissan bringt uns das Fest unserer Nationalgeburt. Dieselbe begann, wie dies der Paraschah dieses Sabbaths (2 B.M. 12,3) lehrt, mit der Gründung und Weihe der jüdischen Häuser. Das ewige Vorbild des nach Gottes Willen und zu dessen Verwirklichung sich erbauenden jüdischen Hauses ist aber das Ohél Moëd, das Zusammenkunftbestimmungszelt. Ein erster Nissan war’s, der die vollendende Weihe dieses Zeltes schaute, das Zeichen der segnenden Gottesnähe und die huldigende Hingebung Jissroéls an seinen Gott. Ach, es war nur ein flüchtig vorübereilender Moment. Es war nur der grundlegende Anfang. Es war nur ein Frühlingsaugenblick in der großen Reihe erhebender Frühlingsmomente in der jüdischen Geschichte, in denen alles Edle und Herrliche in der Volksseele zur Herrschaft, ach nur zu kurzen Herrschaft gelangte. Der Bau, zu dem an jenem ersten Nissan des zweiten Jahres nach der Erlösung aus Egypten mit der Einweihung des ersten Gotteshauses damals in der Wüste der Grund gelegt wurde – erst am Ziele der Tage winkt seine Vollendung. Die ganze jüdische Geschichte ist die Erziehung zu diesem Ziele.

    Und wieder wird es ein erster Nissan sein, so enthüllt uns hier das Prophetenwort, an dem die Weihe des dann für die Ewigkeit erstehenden Heiligtums, des בית שלשי, des Bau, dem keine Zerstörung mehr folgen wird. Das wird eine Weihe sein, der keine Entweihung, Bau, dem keine Zerstörung mehr folgen wird. Erinnert uns Paraschass HaChaudesch alljährlich an den Anfang, so lässt das Prophetenwort, das die Weisheit unserer Altvordern für diesen Sabbath zur Haftora bestimmt hat, von dem fernen Ziele aus dem Dämmer der Jahrhunderte oder Jahrtausende, die uns von ihm noch trennen mögen, einige Scharf umgrenzte Umrisse vor unseren Blicken auftauchen. So hatte einst Jeremias, da das jüdische Land bereits erobert war und der Feind vor Jerusalems Thoren stand, zur Befestigung des Vertrauens auf die Rückkehr aus dem babylonischen Exil mit allen Formalitäten einen Kaufakt über ein in der Nacht des Feindes befindliches Feld abzuschließen. Ebenso sind in einer ganzen Reihe  von Kapiteln des Propheten Ezechiel die genauesten göttlichen Bestimmungen niedergelegt über Bau und Größenverhältnisse, Einrichtung und Dienst des einstigen, dritten, ewigen Heiligtums, die jeden Zweifel an der einstigen Verwirklichung bannen und unser Vertrauen in die absolut feststehende, von dem allmächtigen Lenker der Geschichte herbeizuführende Erreichung dieses Zieles zu einem felsenfesten machen sollen.

    Deshalb ist es eine tiefe sinnige, weitschauende Anordnung, die uns alljährlich am Sabbath vor dem ersten Nissan, oder an diesem selbst, wenn er auf den Sabbath fällt, jenes Prophetenwort in die Hand gibt, welches auf den dereinstigen ersten Nissan der Zukunft hinschaut und für den Dienst des an ihm zu weihenden Heiligtums die göttlichen Anordnungen entspricht. Mag immerhin Vieles in diesen Worten sich unserem Verständnisse entziehen und nach dem Worte mehrerer Weisen erst einst durch Elijahu seine Erläuterung finden: die Tatsache dieses Gotteswortes ist für uns das Wichtigste, diese Tatsache ist an sich von mächtiger Lehrkraft. Der Gedanke an sie soll unseren Mut stets neu beleben, uns in allem Guten stärken und das Streben immer mächtiger in uns werden lassen, das Unsrige zu tun, ein jeder seines Ortes, bis daß diese Ferne immer näher und das geistig Geschaute endlich zur äußeren Verwirklichung komme.

     

    (Die Haftoroth übersetzt und erläutert, Frankfurt am Main 1896: S. 446- 456  Kommentar zu Ezechiel Kap 45 V.16…) 

    23-03-2017 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    22-03-2017
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    פרשת החדש

     

     

    Dieser Sabbat, der den Monat Nissan einleitet, ist unter dem Namen פרשת החדש (Neumondsabschnitt) bekannt.  Die Bedeutung dieser Benennung ist folgende: Da im Monate Nissan das heilige פסח-gefeiert wird und dieses ob seiner besonderen, heiligen Gebote großer Vorbereitungen bedarf, so besteht von jeher die Verordnung in Jissroél, beim Beginne dieses Monats den Abschnitt, in welchen die Satzungen und Vorschriften des Überschreitungssfestes vorkommen, dem Volke vorzulesen, dadurch werden alle auf die Wichtigkeit dieser Feier aufmerksam gemacht und an die notwendigen Vorbereitungen erinnert.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn S. 235  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Die beste Anschrift für antiquarische Judaica:

    Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

    Inhaberin: Frau Manja BURGERS

    http://www.spinozabooks.com

    22-03-2017 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    Rabbiner Dr. Salomon BREUER

                    (1850 – 1926)

     

    ויקהל

     

     

    Belehrung und Mahnung  zur Wochenabschnitt Wajakehél (Auszug)

     

    An zwei Stellen fordert der Prophet Jesaja die Pflicht des Wohltuns מצות צדקה in inniger Verbindung mit שמירת שבת, mit der Pflicht, den Schabbos zu heiligen. שמרו משפט ועשו צדקה „Wahret das Recht und übet Milde!“ אשרי אנוש יעשה זאת“Heil dem Menschen, der solches übt“. Jedoch שמר שבת מחללו „Entweihet den Schabbos nicht“ (Jes.56) – Ferner in der eingangs erwähnte Stelle: הלא פרס לרעב לחמך „Brich dem Hungernden dein Brot“ – jedoch: אם תשיב משבת רגלך „Halte vom Schabbos deinen Fuß zurück.“ (Jes.58) –

    Unser Prophet kann sich צדקה ohne Schabbos nicht denken; die Wahrung und Heiligung des Schabbos ist ihm Gradmesser für den Wert oder Unwert der צדקה, die jemand übt. „Gründe dein Leben auf צדקה“, ruft uns derselbe Prophet zu (Kap. 54); dann aber רחקי מעשק „halte dich fern von jeder Gewalt, jedem Unrecht!“ Ist doch צדקה nur dann eine sittliche Tat, wenn sie mit redlich erworbenem Gut geübt wird; mit gestohlenem, geraubtem Gut, mit fremden Eigentum lässt sich nicht gut צדקה üben. שמרו משפט Vor allem wahret das Recht, sorget dafür daß kein unredlich erworbener Groschen eure Habe entweiht, dann עשו צדקה, übet צדקה! Ist das aber eine Wahrheit, dann geht der Prophet in eisernen Konsequenz weiter: Ist צדקה ohne משפט nicht möglich, dann ist צדקה nicht denkbar ohne den Schabbos! Den Hab und Gut in unsrer Hand ist nicht unser Eigentum, wir haben kein Verfügungsrecht darüber, wenn wir nicht den zwischen uns und Gott bestehenden Rechtsvertrag respektieren. Diesen Rechtsvertrag aber ist der Schabbos. לה' הארץ ומלאה „Gottes ist die Erde, und was sie füllt“ sagt der Psalm (Kap.24), und doch heißt es an einer anderen Stelle (Kap.115) והארץ נתן לבני אדם „Er hat die Erde den Menschen gegeben“ – und es ist doch, wie die Weisen so sinnig meinen (Berach. 35a), kein Widerspruch: כאן קודם ברכה כאן לאחר ברכה „Hier vor der ברכה, dort nach der ברכה“ Solange wir nicht mit der ברכה Gott als dem Eigner alles Seiende huldigen, in dessen Dienst wir jeden Splitter unserer Habe zu stellen gewillt sind, solange ist alles, was wir besitzen גזל (das.) unrechtmäßig angeeignetes, Gott geraubtes Gut; erst mit der ברכה erlangen wir Anrecht auf die Welt und ihre Güter, gibt sie uns Gott, daß wir sie nach seinem Willen verwerten. – ברכה ohne Schabbos aber ist Blasphemie. Erst mit dem Schabbos zeigen wir, daß es uns mit der ברכה Ernst ist.  Zerreißen wir die Schabbosurkunde, glauben wir eigenmächtig in Gottes Welt schalten zu dürfen, dann ist alles גזל, geraubtes Gut, das wir der göttliche Bestimmung, dem göttlichen Verfügungsrecht entziehen zu dürfen uns vermessen. Wer Schabbos hält, die Forderungen des Schabbos in den שבתות של חול verwirklicht, wem Gott das Recht auf die Erdenwelt und ihre Güter verleiht, dem gereicht die צדקה, die er mit solchen Gütern übt, zu Gott gefälligem Tun. Wer aber den Schabbosgedanken verleugnet, in dessen Händen ist alles „Erworbene“ in Wirklichkeit „Raub“ an Gottes Eigentum, und der hat sich von vornherein jede Möglichkeit, צדקה zu üben, verwirkt! שמרו משפט ועשו צדקה ruft uns der Prophet zu, dann aber שומר שבת מחללו entweihet meinen Schabbos nicht, machet meinen Schabbos zur Wahrheit; das aber heißt, wie der Prophet alsbald fortfährt: שמר ידו מעשות כל רע bewahret auch eure werktätige Hand vor allem Bösen, vor allem Bösen, vor allem dem Gotteswillen Widerstrebenden! – הלא פרס לרעב לחמך Nur wenn du dein Brot den Hungernden reichst, ist deine צדקה eine sittliche Tat, dann aber אם תשיב משבת רגלך musst du den Forderungen des Schabbos in jeder Hinsicht gerecht werden! –  

    Gilt dies aber von der צדקה, die wir Menschen gegenüber üben, so erst recht, in vielleicht noch höherem Maße  von der Spende, die wir Gott auf dem Weihealtar seines Heiligtums niederlegen: kein grässlicherer Hohn auf die Wahrheit, die Wahrheit, die Gottes Heiligtum zu vertreten berufen ist und zu der es die Glieder des jüdischen Volkes erziehen möchte, als Gott „geraubtes“ Gut zur Spende für den Aufbau des Gottesheiligtums zu bestimmen.

    In dem Augenblick, da Jissroél in unserer Sidra zur Heiligtumsspende aufgerufen werden soll, schickt daher das Gotteswort die große, ernste Mahnung voraus: אלא הדברים אשר צוה ה' לעשות אתם Machte den Schabbos zur Wahrheit, verwirklicht ihn durch שתי שבתות, dadurch daß ihr „zwei Sabbate“ haltet, denn nur dann קחו מאתכם תרומה vermöget ihr von eurem Eigenen Gott eine Heiligtumsspende zu geben –

    Wie tief und doch wie klar erscheint nunmehr die erklärende Bemerkung des Sohar: הלא פרס לרעב לחמך Dein Brot sollst du den armen Brechen, mahnt der Prophet, dein Brot ולא דגזלה ולא דעשק ולא דגנבה nicht aber geraubtes, mit Unrecht vorenthaltenes, gestohlenes –  

    Der Schabbos allein macht uns zum rechtmäßigen Besitzer unserer Habe und verleiht unserer צדקה den Charakter einer reinen, Gott huldigenden Tat!

     

    Quelle: Rabbiner Dr. Salomon BREUER  Belehrung und Mahnung zweiter Teil Exodus J.Kaufmann Verlag Frankfurt am Main 1931 S. 68 -69

    22-03-2017 om 00:00 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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    21-03-2017
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    פרשת החדש

     

    Wochenabschnitt Hachaudesch

     

    Dieser Sabbat, der den Monat Nissan einleitet, ist unter den Namen פרשת החדש (Neumondsabschnitt) bekannt.  Die Bedeutung dieser Benennung ist folgende:  Da im Monate Nisan das heilige פסח- gefeiert wird und dieses ob seiner besonderen, heiligen Gebote großer Vorbereitungen gehört, so besteht von jeher die Verordnung in Jissroél, beim Beginne dieses Monats den Abschnitt, in welchen die Satzungen und Vorschriften des Überschreitungsfestes vorkommen, dem Volke vorzulesen; dadurch werden alle auf die Wichtigkeit dieser Feier aufmerksam gemacht und an die notwendigen Vorbereitungen erinnert.

     

    Aus: Erbauungsbuch „Bibel- und Talmudschatz“ J.H. Kohn  13.Auflage Hamburg 5691 – 1931

     

    Bestellung nimmt entgegen: Frau Manja BURGERS, Antiquarische Buchhandlung „Spinoza“ in Amsterdam

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    21-03-2017 om 01:15 geschreven door Naphtali HIRSCH  


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